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Empfang für Delegation aus Kirsehir im Rathaus

Vom 25. bis 28. Februar ist eine offizielle Delegation aus der türkischen Partnerstadt Kirşehir zu Gast in Remscheid. Der offizielle Empfang findet am Mittwoch, 26. Februar, um 19 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses statt, verbunden mit einem geselligen Abendessen. Betreut werden die Gäste in Remscheid durch Vertretende von Rat und Verwaltung und durch den Freundeskreis Kirşehir. Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit der IHK Bergisch Land und der Kreishandwerkerschaft Remscheid. Außerdem ist ein gemeinsamer Austausch mit Carina Gödecke, 1. Vizepräsidentin des Landtages NRW und Vorsitzende der Parlamentariergruppe Türkei, und Volkan Baran, MdL, Mitglied der Parlamentariergruppe Türkei , Mitgliedern des Freundeskreises Kirşehir und der Stadt, terminiert. Auf touristischer Seite sind ein Besuch des Müngstener Brückenparks und eine Besichtigung von Schloss Burg mit Bergischer Kaffeetafel geplant. Die Gäste aus Kirşehir sind Bürgermeister SELAHATTIN EKICIOĞLU, Ratsfrau SULE SERAP VURAL, Ratsherr YAKUP ASLAN, der IHK-Vorsitzender MUSTAFA YILMAZ und BAHAMETTIN ÖZTÜRK, der Vorsitzende der Einzelhandels- und Handwerkskammer.

Immer wieder gerne ins Deutsche Werkzeug-Museum

Donnerstag, 20. Februar, 19 Uhr
Flott -  Die technischen Möglichkeiten

Die aktuelle Sonderausstellung des Deutschen Werkzeugmuseums heißt ‚FLOTT – Bohrmaschinen der Extraklasse‘ und reflektiert den Zeitraum von 1854 - 2019. 165 Jahre Tradition und noch in Familienbesitz! Grund genug, auf die Geschichte der Firma und die Entwicklung der Bohrmaschine zu blicken. Vom Drillbohrer über Bohrwinden, von der Regulator-Bohrmaschine über elektrische Bohrmaschinen bis zu digital gesteuerten Standbohrmaschinen erstreckt sich die Entwicklungsreihe. Auch heute gibt es keinen Stillstand, sondern ständige Innovationen zeichnen die Firma aus und machen sie zum Technologieführer bei den industriellen Bohrmaschinen. Dabei werden regionale und soziale Verantwortung großgeschrieben und unter dem Leitspruch ‚Made in Remscheid‘ zusammengefasst.
Als Begleitprogramm zu der Sonderausstellung bieten wir unterschiedliche Aktionen an. Den Auftakt macht am 20. Februar, 19 Uhr, Jan Peter Arnz als Geschäftsführender Gesellschafter, der aus erster Hand erläutert, was man mit den unterschiedlichen Bohrmaschinen machen kann. Anhand von praktischen Vorführungen können Sie miterleben, welchen Möglichkeiten Sie haben. Auch wenn Sie besondere Wünsche und Fragen haben, versuchen wir, diese zu beantworten.

Freitag, 21. Februar, 19 Uhr
Whisky - Wasser des Lebens
Adelphi – Vom Fass direkt in die Flasche
Am Freitag, 21. Februar, stehen ab 19 Uhr stehen die Geschichte und die Entstehung des Whiskys nebst vieler Anekdoten im Mittelpunkt. Doch das bedeutet natürlich nicht, dass es ein trockener Theorieabend wird, sondern die Verkostung von sechs ganz unterschiedlichen Whiskys ist das wichtigste. Oliver Schmidt, ein absoluter Schottland-Fan und Kenner hervorragender Whiskys wird an diesem Abend spannende Geschichten erzählen und detailreich die verschiedenen Sorten erläutern. Es werden alle Sinne angesprochen werden. Die besondere Atmosphäre im Deutschen Werkzeugmuseum direkt neben der großen Dampfmaschine wird ihren Anteil daran haben.
An diesem Abend werden ausschließlich Whiskys des Abfüllers ‚Adelphi‘ verkostet. Unterschiedliche Alter oder Alkoholgehalte sowie verschiedene Aromen und Regionen werden vorgestellt. Die meisten Whiskys sind bereits jetzt ausverkauft. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen pro Person 50 €. Wichtig: Anmeldungen unter Tel. RS 162519 oder E-Mail (Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de) bis spätestens 19. Februar.

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Termine im Westdeutschen Tourneetheater (WTT)

Neue Anfangszeiten im WTT. für die Abendvorstellungen immer 19.30 Uhr statt 20 Uhr;  und sonntags beginnt jede Vorstellung – auch für Erwachsene – um 16 Uhr.
Kartenreservierung unter Tel. RS 32285 oder E-Mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de. (Bea Lange)

Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im Dezember

Dienstag, 18. Februar, 10.30 Uhr
Löcher – Das Geheimnis von Green Lake
Kinder- und Jugendtheater (ab zwölf Jahren)
Jugendstück nach dem Roman von Louis Sachar

Junges Theater Bonn, Inszenierung Moritz Seibert.
„Das hier nennt sich zwar Camp Green Lake, aber einen See gibt es gar nicht.“ Der vierzehnjährige Stanley kennt es nicht anders: Sein Leben lang war er immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Dieses Problem kennen auch sein Vater, sein Großvater und dessen Vater. Nach einer Aneinanderreihung von ungünstigen Ereignissen landet Stanley letztendlich vor Gericht. Der Richter lässt ihm die Wahl: Jugendgefängnis oder 18 Monate Camp Green Lake. Stanley entscheidet sich für das Camp und stellt zu spät fest, dass es sich dabei um ein Erziehungslager in der texanischen Wüste (irgendwo im nirgendwo) handelt, und von einem „Grünen See“ weit und breit nichts zu sehen ist. Doch er spürt, dass er endlich am richtigen Ort ist, denn über Green Lake liegen Schatten aus der Vergangenheit, die auf seltsame Weise mit Stanleys Familiengeschichte verknüpft sind. Niemand anderes als der oft gehänselte Stanley wird die Geheimnisse von Green Lake aufdecken, wobei Zwiebeln, Schweißfüße, Pfirsiche und natürlich Löcher eine entscheidende Rolle spielen.
Mit dem Roman „Löcher – Das Geheimnis von Green Lake“ ist dem amerikanischen Autor Louis Sachar ein Meisterwerk gelungen, das von der Presse mit Lob überhäuft und bald zum internationalen Bestseller wurde. Auch bei Lehrern und Schülern ist der Roman eine gleichermaßen beliebte Unterrichtslektüre in der Mittelstufe. Moritz Seibert wird „Löcher “ mit Jugendlichen in den Hauptrollen inszenieren.
Karten an der Theaterkasse zehn €; Jugendticket fünf €.

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Kurze Vorschau auf das Programm der Klosterkirche

Das Programm der Klosterkirche bietet kulturelle Highlights für jeden Geschmack, vom aktuellen politischen Kabarett bis zu TV-bekannten Comedy-Stars, vom Klavierkonzert bis zur Soul-Party, von der Offenen Bühne bis zum Kindertheater.

Mittwoch, 19. Februar, 20 Uhr
Springmaus Improvisationstheater „Janz Jeck2, das Karnevalsprogramm
Janz Jeck – so wie das Leben überhaupt, so ist auch das Karnevals-Special der Springmaus. Denn: am närrischen Treiben scheiden sich mitunter die Geister: da treffen die organisierten Jecken auf die Menschen, die nicht verstehen können, warum man ausgerechnet an den „tollen Tagen“ so verrückt sein soll: „Ich kann immer lustig sein!“ Janz Jeck ist sozusagen ein Miagrationsförderprogramm für Karnevalsjecken und für Menschen, die Pocken kriegen, wenn sie ‘ne Kamelle nur von weitem sehen. Wer noch keine Ahnung vom Karneval hat, erhält hier eine durchschlagende Einführung in die Rituale und Besonderheiten des Karnevals. Dafür lernen dann die Stippeföttche-Spezialisten den Wert von improvisiertem Humor kennen.Alle wichtigen Fragen des Karnevals werden aufgegriffen: Als was geht man dieses Jahr? Wie soll ich das Kostüm machen? Wer ist verantwortlich, wenn mir ‘ne Kamelle an den Kopp knallt, wie bereitet man sich auf die Zugteilnahme richtig vor.
Seien Sie dabei, wenn der dreiköpfige Springmaus-Elferrat mit viel Tempo und Spontaneität durch den Abend improvisiert! Beim Impro-Karneval der Springmaus haben Sie endlich die Chance, "eimol Prinz zo sin". Das Springmaus-Festkomitee lässt jeden in die Bütt. Neben Improvisationen und Sketchen, deren Pointen auch ohne Rakete zünden, steht vor allem eines auf dem Programm: Musik! Kreieren Sie gemeinsam das Mottolied des Abends! Hören Sie bekannte Karnevalshits in der Reggae-, Heavy Metal- oder Rap-Version! Und erleben Sie, dass nach Aschermittwoch nicht alles vorbei sein muss. (www.springmaus.com)
Preisgruppe I 21 /16.80 Euro (erm) im Vorverkauf, 23 /18.40 Euro (erm) an der Abendkasse
Preisgruppe II 19 /15.20 Euro (erm) im Vorverkauf, 23 /18.40 Euro (erm) an der Abendkasse
Preisgruppe III 17 /13.60 Euro (erm) im Vorverkauf, 23 /18.40 Euro (erm) an der Abendkasse

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Regionalentscheid zum 61. Vorlesewettbewerb

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Stadt Remscheid? Beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels lesen die Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide in Remscheid um die Wette. Der Regionalentscheid findet statt am Montag, 17. Februar, um 14.30 Uhr  im Foyer der Zentralbibliothek des Kommunalen Bildungszentrums, Scharffstraße 4-6. Die Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen oder anderen kulturellen Einrichtungen organisiert. Alle teilnehmenden Kinder erhalten vom Börsenverein eine Urkunde und einen Buchpreis, außerdem einen Buchpreis der lokalen Buchhandlungen sowie einen Gutschein für eine Theateraufführung im Teo-Otto-Theater. Das Bundesfinale ist am 24. Juni in Berlin.

An den mehr als 600 regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Mit circa 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der ältesten und größten Schülerwettbewerb Deutschlands. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Spaß mit zwei „MultitaskingMusicMakers“

Mit der Kleinkunstbühne „Schatzkiste“ über dem Restaurant „Zum Landsknecht“ am Remscheider Markt, Elberfelder Straße 7, hat sich Dr. Volker Schatz (58), Chef der Schatz AG in Lennep,  einen lang gehegten Traum erfüllt. Der Theatersaal bietet rund 100 Gästen Platz. In der benachbarten Tiefgarage können die Theaterbesucher ihre Wagen kostenlos parken. Der Zugang zum Theater ist barrierefrei.

Pressemitteilung der „Schatzkiste“

Am Donnerstag, 13, Februar, 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) treten die Musikkabarettisten „Peter und der Wolfram“ (Peter Funda und Wolfram Cramer von Clausbruch) als „MultitaskingMusicMakers“ in der Schatzkiste auf.

Der Sound einer ganzen Band umgesetzt von nur zwei Musikern? Wer sagt, nur Frauen können mehrere Dinge auf einmal machen, Männer hingegen nur eins? Mit diesem Vorurteil räumen die beiden Musiker Peter Funda und Wolfram Cramer von Clausbruch hör- und sichtbar deutlich auf! Bekannte Lieder und vertraute Instrumentals in akustischer Vielfalt, gespickt mit Humor und kurzweiliger Unterhaltung versprechen ein einzigartiges Konzerterlebnis. Eigene Kompositionen mit eingängigen Melodien runden das Programm stilvoll ab.

WerPeter Funda und Wolfram Cramer von Clausbruch © Wolfram Cramer von Clausbruch. der beiden Herren ist nun wofür zuständig? Das ist schwer zu sagen, denn die Bälle werfen sie sich immer wieder gegenseitig zu; dabei gibt es nicht nur Musik, sondern zwischendurch wird auch gezaubert, jongliert und allerlei Klamauk getrieben. Und das ist nicht zu übersehen: Spaß haben die beiden auch noch dabei!

Eintrittspreise: VVK 19 bis 22 Euro zzgl. VVK-Gebühr, AK 24 bis 27 Euro. (Dr. Volker Schatz)

Improvisations-Ensemble für Instrument & Stimme

Pressemitteilung der Kath. Pfarrei St. Bonaventura u. Hl. Kreuz

Es war ein wunderbares Erlebnis für alle Beteiligten: Im Workshop „Ein Psalm wird Musik“ im „Andersraum 2020“ wuchsen Menschen, die sich nicht kannten, in Windeseile zu einer kreativen Gruppe zusammen. Über ihre Freude an Musik entwickelten sie eine improvisierte Komposition, die im Taizé-Gottesdienst in St. Bonaventura am 11. Januar aufgeführt wurde. Aus dieser Erfahrung heraus lädt die Kirchengemeinde St. Bonaventura u. Hl. Kreuz alle Interessierten ein, regelmäßig mit anderen unter der Leitung der Musikerin Karola Pasquay zu musizieren.

Das Projekt ist offen ist für alle, die Grundkenntnisse mit einem Instrument oder einfach Freude am Singen und Sprechen haben. Auch kleine Rhythmusinstrumente sind willkommen. Für Interessierte ohne eigenes Instrument stehen Gongs und außereuropäische Perkussionsinstrumente bereit. Nicht technische Fähigkeiten sind Voraussetzung zur Teilnahme, sondern Offenheit für neue Klänge und Neugier auf spannende, gemeinsame spielerische Prozesse.

Geplant sind Treffen im monatlichen Rhythmus montags von 19 bis 21 Uhr. Das erste Treffen findet statt am Montag, 9. März, im Gemeindehaus Bonaventura, Hackenberger Str. 6a, in Lennep. Das Angebot ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter Tel 0178 4486107 (Andy Dino Iussa) oder E-Mail karola_pasquay@t-online.de hilft bei der Vorbereitung und Planung. Karola Pasquay ist als Flötistin professionell in Alter und in Neuer Musik unterwegs. Ihr Ensemble „Partita Radicale“ wurde jüngst vom Land NRW mit einem Preis zur Förderung von professionellen und freien Musikensembles ausgezeichnet. Mit großer Leidenschaft widmet sie sich in Workshops dem Thema Improvisation, mit unterschiedlichen Musikern, Chören und Gruppen. (Andy Dino Iussa)

1. deutsche Königin Englands lebte auf Schloss Burg

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Im Spätherbst 1539 machten sich 263 Personen und 228 Pferde von Düsseldorf aus auf den Weg ins ferne England, um König Heinrich VIII. seine vierte Frau zu überbringen: Anna von Kleve. Hierzulande ist sie fast in Vergessenheit geraten. Doch die Herzogin von Jülich-Kleve-Berg war die erste Königin auf dem englischen Thron, die aus dem heutigen Deutschland stammte – und bis heute die einzige aus dem Bergischen Land. Dr. Georg Eckert, Historiker in der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften der Bergischen Universität, kennt ihre Geschichte. Von ihr und vor allem über die Umstände, die die bergische Tochter auf die Insel führten, berichtet er in der aktuellen Bergischen Transfergeschichte.

Viel ist über die Herzogin nicht überliefert. Aber: „Wir wissen, sie war für ein halbes Jahr englische Königin und sie war die zweitälteste Tochter eines im Reich und in ganz Europa wichtigen Akteurs – Johann III., Herzog von Jülich-Kleve-Berg. Die Herzöge von Jülich-Kleve-Berg hatten eine konfessionelle und politische Schlüsselposition im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Das Herzogtum“, so Eckert, „rahmte das katholische Erzbistum Köln und grenzte an die reformierten späteren Niederlande. Und es lag am Rhein, also entlang eines strategisch wie ökonomisch zentralen Stromes.“ Erkenntnisse über Anna von Kleve würden auf einer spärlichen Quellenlage basieren – wie es auch bei vielen Herrschergattinnen der Fall sei, erklärt Eckert. Seiner Ansicht nach seien die wenigen erhaltenen Zeugnisse mit Vorsicht zu genießen, da sie aus innenpolitischen Auseinandersetzungen in England resultierten oder von zweckgebundenen ausländischen Wahrnehmungen geprägt seien. „Immerhin sind sich alle darin einig, dass sie eine freundliche und zugewandte Person gewesen ist, die sich um ihre Bediensteten offenkundig gut gekümmert hat.“ 

Aber von vorn: Geboren 1517 in Düsseldorf, verbrachte Anna von Kleve große Teile ihrer Kindheit und Jugend auf Schloss Burg in Solingen. Unter der Obhut ihrer Mutter, Maria von Berg, genoss sie eine eher konventionelle Erziehung, in die noch kaum Ideale der Renaissance eingeflossen waren: Sprachen, die Bildenden Künste oder Musik spielten dabei kaum eine Rolle, auch höfischer Tanz nicht. Umso erklärungsbedürftiger, warum ein so kunstsinniger und weltgewandter Monarch wie Heinrich VIII. sein Interesse an Anna anmeldete: „Da spielt die Herkunft wieder eine entscheidende Rolle. Wir bewegen uns“, klärt Eckert auf, „in der dynastischen Heiratspolitik. Politische Bündnisse wurden durch Heiraten zwischen großen europäischen Adelsfamilien arrangiert und bekräftigt. Das sieht man bei Anna von Kleve ganz gut.“

Die Heiratspläne zeigten die enorme Bedeutung des damaligen Herzogtums Jülich-Kleve-Berg: „Eigentlich war Anna von Kleve bereits im Kindesalter dem französischen Herzog Franz I. von Lothringen versprochen. Ihre ältere Schwester Sibylle war mit dem Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen verheiratet. Das ist gewissermaßen Champions League in den Heiratsverbindungen“, sagt Eckert, der als Privatdozent Neuere Geschichte an der Bergischen Uni lehrt. „Heinrich VIII. brauchte damals starke Verbündete, aber das war nach der Hinrichtung seiner zweiten Frau, Anne Boleyn, einigermaßen problematisch.“

Der englische König suchte nach mächtigen Bündnispartnern, um sich gegen die gerade entstehende Allianz zwischen dem König von Frankreich und den Habsburgern zu behaupten, die nach der Annullierung der Ehe mit Katharina von Aragon (erste Frau Heinrichs VIII., Anm. d. Red.) ohnehin schlecht auf Heinrich zu sprechen waren. Zeitgleich wollte Annas älterer Bruder, Herzog Wilhelm V., seinerseits das soeben ererbte Herzogtum Geldern gegen Kaiser Karl V. behaupten. Hier überschnitten sich die Interessen. Zudem spielten mitten im Zeitalter der Reformation auch konfessionelle Hintergründe eine Rolle. Eine katholische Hochzeit war kaum denkbar – Heinrich VIII. hatte sich mit der Anglikanischen Kirche von der Kurie losgesagt und war 1538 zudem exkommuniziert worden. Mit seiner einstigen Polemik gegen Martin Luther hatte er jedoch auch dessen Anhänger gegen sich aufgebracht. „Der Kreis europäischer Hochadelsdamen, die als Gattinnen denkbar waren, war also einigermaßen eng. Aber Jülich-Kleve-Berg passte nahezu perfekt, die dortigen Herzöge fuhren einen Mittelkurs zwischen den Extremen: nicht strikt gegen den Papst, aber eben auch nicht für die Reformatoren“, erklärt Eckert.

Der König ließ seinen Hofmaler Hans Holbein den Jüngeren nach Düren reisen, um die Herzogstöchter Anna und Amalia zu portraitieren, beide potenzielle Ehepartnerinnen. Das Gemälde Annas, aufgrund dessen er sich für sie entschied, ist heute im Pariser Louvre zu bewundern. Doch wie es scheint hatte der Maler Annas Antlitz zu schmeichelhaft dargestellt. Vor allem aber dürften fehlende Kenntnisse der Herzogin über Rituale des englischen Tudor-Hofs zu einer zeremoniellen Panne geführt haben: „Heinrich war ein Mensch der Renaissance, der mit raffinierten Inszenierungen arbeitete. Er hat sich“, erzählt Eckert, „Anna nur verkleidet genähert. Er wusste, wen er umtänzelte – sie aber nicht. Vermutlich hat er eine andere Reaktion erwartet. Man muss sich die Szene wie eine kleine Theateraufführung vorstellen, deren Text alle Beteiligten kannten: nur eben Anna nicht.“ Die konnte ihren künftigen Gatten wohl gar nicht identifizieren und wandte ihm nach der Übergabe seines Geschenks den Rücken zu. Der König soll davon entsetzt gewesen sein, dass Anna längst nicht so schön war, wie auf Holbeins Porträt, und zog sich zurück, um sogleich die Eheschließung aufzuschieben.

Dieses Hadern dürfe man sich aber keinesfalls nur als männliche Laune vorstellen, gibt der Wissenschaftler zu bedenken: „Heinrich war schon Machtpolitiker genug, um zu wissen, dass man hochpolitische Vermählungsfragen nicht allein mit Blick auf hübsche Gesichter beantworten konnte. Auch seine folgende Abwendung von der künftigen Gattin dürfte eine Inszenierung gewesen sein. Zu deren Adressaten gehörten manche Engländer, die lieber erneut eine Engländerin als Königin gesehen hätten – wie Annas hingerichtete Vorgängerin –, gewiss aber auch das Ausland. Frei nach dem Prinzip ,Schaut mal, was ich so alles machen und mir erlauben kann‘.“

Aber ein kompletter Rückzug wäre politisch unklug, wenn nicht unmöglich gewesen. Also wurde die Ehe schließlich am 6. Januar 1540 in Greenwich geschlossen. Sie hielt ein halbes Jahr, nicht länger – wesentliche Ausgangsbedingungen der Ehe waren hinfällig geworden: Die bedrohliche Allianz zwischen dem habsburgischen Kaiser und dem König von Frankreich war geplatzt, in England hatten sich die Gewichte zu Ungunsten Annas verschoben – Thomas Cromwell, Mastermind der Eheschließung, wurde geköpft. Was passierte nun mit der ersten deutschen Königin auf dem englischen Thron? „Das Wichtigste zuerst: Sie wurde nicht hingerichtet“, berichtet Eckert schmunzelnd und weist auf die Erkenntnisse der Forschung hin: „Heinrich VIII. hat seine Gattinnen nicht seriell hingerichtet. Für die Exekution Anne Boleyns und Catherine Howards hatte er seine relativ zwingenden politischen Gründe; obendrein waren sie Engländerinnen, bei denen keine internationalen Verwicklungen drohten. Nach einvernehmlicher Annullierung der Ehe hat Heinrich deshalb Anna sehr gut ausgestattet, um die Verbindung zu Jülich-Kleve-Berg zu halten. Außerdem hatte ein Ehevertrag bestimmt, was ihr zustand. Diese gütliche Lösung signalisierte weiteren potenziellen Gattinnen: ,Vor mir muss man keine Angst haben‘. Heinrich wollte nach wie vor seine Dynastie absichern, durch weitere männliche Erben“, sagt Eckert. 

Anna zog sich auf ihren Landsitz zurück, blieb aber am Tudor-Hof hochgeachtet. „Bei der Krönung von Mary Tudor hat sie gemeinsam mit Elisabeth I. eine hervorgehobene Rolle gespielt: Für alle sichtbar, und sie war ja – von Heinrich selbst als ,beloved sister‘ (geliebte Schwester, Anm. d. Red.) bezeichnet – in eine sehr ehrenvolle Stellung gebracht.“ Anne of Cleves, wie sie in England genannt wurde, starb eines natürlichen Todes, und das lag Eckert zufolge auch an ihrem wohlüberlegten Verhalten. „Sie hat geschickt agiert, indem sie sich in unüberschaubare Intrigen der englischen Politik gerade nicht einmischte, und so auch die kritischen Herrschaftswechsel ganz gut überstand – erst zu König Edward VI., dann zu Mary Tudor. Sie war klug genug, keine kompromittierenden Schriftstücke zu hinterlassen, die gegen sie hätten genutzt werden können. Die Rolle, in der sie nun stand, hat sie gut gespielt.“

Einfluss auf die Erziehung der späteren Königin Elisabeth I. hatte sie freilich nicht: „Was am englischen Hof gewünscht und schick war, das beherrschte Anna von Kleve einfach nicht: weder zeitgenössische oder klassische Fremdsprachen noch Musik und Tanz – alles Elemente, die für das Hofleben der Tudors ganz charakteristisch waren.“

Als einzige Person aus dem Bergischen Land ruht sie bis heute in Westminster Abbey, der englischen Königskirche, in der die meisten englischen Herrscher bestattet sind. Das „Anne-of-Cleves-House“ nahe Lewes in der Grafschaft East Sussex zeigt Mobiliar und Ausstattung der Zeit. „In Großbritannien ist die Erinnerung an diese Frau präsent. Überall da, wo Heinrich und seine sechs Frauen vorkommen, da denkt man eben auch sofort an Anna von Kleve. So hat sich der Name im kulturellen Gedächtnis gehalten.“ Bleibt noch zu erwähnen: Der Hofmaler Hans Holbein der Jüngere durfte nie wieder ein Mitglied der königlichen Familie malen. (UWE BLASS)
***) Dr. Georg Eckert studierte Geschichte und Philosophie in Tübingen, wo er mit einer Studie über die Frühaufklärung um 1700 mit britischem Schwerpunkt promoviert wurde, und habilitierte sich in Wuppertal. 2009 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geschichte und lehrt heute als Privatdozent in der Neueren Geschichte.

„Waterbölles“ tauchte im Vorwort eines Romans auf

Bernd Kleuser und sein Roman.Wenn das nicht ungewöhnlich ist: Der Waterbölles gab die Initialzündung zu einem Roman. Sein Titel: „Villa Goldenberg“. Erschienen ist er Anfang Januar 2010, und geschrieben hat ihn Bernd Kleuser. Der Name der Familie, deren Stammbaum bis ins Jahr 1487 zurückreicht, ist mit der alten Villa im Ortsteil Goldenberg eng verbunden. Und Bernd Kleuser ist der letzte noch lebende Kleuser, der dort selbst gewohnt hat. Seit 1978 lebt er in Unkel bei Bonn. Als er dort am 23. August am PC im Waterbölles-Bericht „Kleines Neubauprojekt am Singerberg erhitzt die Gemüter“ den Namen „Villa Goldenberg“ las, die 1840 erbaut und 1964 von der Erbengemeinschaft Kleuser an die Stadt Remscheid verkauft wurde, fiel ihm „alles wieder ein. Die die Erzählungen meines Vaters und seine Notizen über meine Vorfahren. Dazu die Fotos, der Absturz des britischen Bombers, das Versteck der Besatzung im unterirdischen Geheim­gang, der Kaffee-Schmuggel, der Prozess in Köln.“

Die Villa Goldenberg, zeitweilig ein Restaurant, auf einer alten Postkarte.Nie sei in der Familie die eigene Geschichte ein Thema gewesen, schreibt Bernd Kleuser. „Man schwieg und fragte nicht, auch ich nicht. Erst 46 Jahre später erfuhr ich die letzten Details bei einem Besuch in Australien.“ Die Notiz im Waterbölles habe den Anstoß gegeben, alles zu Papier zu bringen. Entstanden ist ein in Ich-Form geschriebener historischer Familienroman, der in einem Zeitfenster von mehr als 500 Jahren spielt - am Beispiel seiner direkten Vorfahren „auch ein Zeugnis der Industrialisierung und ein Spiegel der Gesellschaft im Rheinland und im Bergischen Land.“ Eine Geschichte von ritterlichen Herolden, Kottenbetreibern und Hammerschmieden in den Remscheider Tälern und dem Niedergang des Familienunternehmens im Zweiten Weltkrieg.

Die Basisgegebenheiten seien weitgehend authentisch, aber durchsetzt „mit einem starken Schuss Fiktion“, so der Autor. So führt er im Roman etwa mit seinem eigenen Ururahn ein Zweigespräch. „Denn fragen konn­te ich keinen mehr, was ja nicht von Nachteil sein muss. Dazu ein Schuss Leben, mit seinen nicht vor­hersehbaren Ereignissen, seinen Glücksfällen und sei­nen Dummheiten - damit es unterhaltend bleibt. Die Schwierigkeit mit dem Leben ist ja, dass man nicht wirklich weiß, ob es sich jetzt um einen in den Abgrund führenden Prozess handelt. Die Schwierigkeit mit dem Leben ist, dass man nicht wirklich weiß, in welcher Phase man sich befindet. Man weiß eben nicht, ob es in Zukunft besser oder schlechter wird, man weiß nur, dass es so sein wird wie es dann ist. Wie sagt man in Köln: Et kütt wie et kütt.“      („Villa Goldenberg“, 207 Seiten mit Fotos und Stammbaum, Verlag Der Rheinländer, ISBN 978-3-942035-04-0, © Bernd Kleuser, Auf Jägert 1, 53572 Unkel.) (Im Waterbölles wurde dieser Beitrag ertmals heute vor zehn Jahren veröffentlicht)

 

Ins Blaue“ plant Lesungen und Schreib-Workshops

Die Kulturwerkstatt Ins Blaue e.V. auf dem Honsberg weitet ihr Kulturangebot aus: Für 2020 sind verschiedene Lesungen mit regionalen Schriftstellern und Gastautoren von außerhalb geplant, die der Remscheider Autor Hagen Thiele organisiert. Hinzukommen Literatur-Workshops von Katja Angenent, die als freie Journalistin, Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben tätig ist. Die Veranstaltungen sollen den Kulturstandort Honsberg stärken und das neue Nachbarschaftswohnzimmer beleben. „Wir freuen uns sehr, allen Literaturinteressierten in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können“, erklärt Katja Wickert, die Vorsitzende von Ins Blaue. Bei den Lesungen sei es das Ziel, verschiedene Genres wie etwa Horror-Geschichten und Fantasy abzudecken. Die Schreibkurse von Katja Angenent richten sich an alle, die selbst einmal kreativ werden möchten und dafür erste Impulse benötigen oder verschiedene Schreibtechniken vertiefen möchten.

Literarische Genres gibt es viele. Die Lesungen bei Ins Blaue sollen deshalb ein breites Spektrum abdecken. Terminiert sind bisher ein Horror-Abend am 21. März und eine Veranstaltung zu Kurzgeschichten am 17. Mai. „Dafür konnten wir spannende Autoren gewinnen“, sagt Hagen Thiele, der an beiden Terminen auch selbst lesen wird. Neben ihm werden Katja Angenent sowie der Solinger Autor Eric F. Bone und Jean Winters aus der Bücherstadt Velbert Langenberg erwartet. Weitere Lesungen sollen sich mit Lokalgeschichten aus dem Bergischen Land, Romance und Fantasy befassen. „Da diese Termine noch nicht abschließend geplant sind, nehmen wir auch gerne noch Anfragen von passenden Autoren entgegen“, erklärt Thiele. Weitere Informationen zum Lesungsprogramm und den Schreibworkshops gibt es auf www.ins-blaue.net.

Wie entstehen eigentlich gute Geschichten? Wie kann ich meine Idee zu einer Kurzgeschichte ausbauen? Und wie erschaffe ich eigentlich lebendige Figuren? Auf diese und viele weitere Fragen wird Angenent mit insgesamt vier Workshops Antworten liefern. Dabei steht die praktische Arbeit im Vordergrund. „Literatur entsteht in fünf Minuten!“, meint die Autorin; sie will mit den Kursteilnehmern eigene Geschichten erarbeiten. Der erste Kurs am 21. März befasst sich mit der Entwicklung sogenannter Kürzestgeschichten. Vorkenntnisse im kreativen Schreiben sind für dieser ersten Gehübungen auf literarischem Terrain nicht erforderlich.Am 17. Mai folgt ein Workshop zu Kurzgeschichten. „Wer Kurzgeschichten schreiben möchte, sollte sich zunächst einmal darüber klar sein, was sie von anderen Textarten unterscheidet“, erklärt Angenent. Weitere theoretische Grundlagen folgen am 30. August, wenn die Teilnehmer gemeinsam mit der Dozentin „Wortschätze ausheben“. Den Abschluss bildet die Veranstaltung „Lebendige Figuren erschaffen“ am 25. Oktober. Die Kurse kosten jeweils 50 Euro und finden statt von 10 bis 17 Uhr in den Räumen von Ins Blaue an der Halskestraße. Weitere Informationen zu den Kursen gibt es auf www.katjaschreibt.de. Anmelden kann man sich unter der E-Mail-Adresse gemeinsam@ins-blaue.net.

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Kultur: Transparenz bei Eintrittsregelungen

Zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 13. Februar und des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am 25. Februar hat die FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Überarbeitung der Gebührensatzungen und Entgeltordnungen der Kulturinstitute zu beauftragen, um so „nachvollziehbare und klare Gebühren- und Entgeltstrukturen zu schaffen und die Regelungen für die Ermäßigung und den Erlass von Gebühren und Entgelten möglichst weitgehend zu harmonisieren“.  

Begründet wird das damit, dass die Teilhabe möglichst vieler Menschen an Kunst und Kultur zum gesellschaftlichen Leben gehöre. „Die Bildungschancen eines Einzelnen entscheiden sich auch danach, ob er Kulturangebote in Anspruch nehmen kann. Kunst und Kultur leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Um die Chance zur Teilhabe für Menschen mit niedrigen Einkommen zu unterstützen und finanzielle Hemmschwellen zu senken, sind im Remscheider Ortsrecht mehrere Regelungen für die Ermäßigung und den Erlass von Gebühren und Entgelten enthalten. Doch sehen die städtischen Kulturinstitute sehr unterschiedliche Regelungen vor. Für die Bürgerinnen und Bürger ist nicht immer nachvollziehbar, ob und in welchem Institut er etwa ein ermäßigtes Eintrittsentgelt in Anspruch nehmen kann oder nicht. Wir wollen, dass unsere Kultureinrichtungen für möglichst viele Menschen offenstehen, und nicht nur für diejenigen Menschen, die sich den Eintritt leisten können oder die findig genug sind, aus den städtischen Satzungen die für sie bezahlbaren Ziele herauszusuchen.“

Beispielhaft werden folgende widersprüchliche und nicht nachvollziehbare Regelungen genannt:

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