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Kraftstation: Endlich wieder live und in Farbe

Pressemitteilung des Soziokulturellen Zentrums „Kraftstation“

Graffiti Projekt | 24. bis 26. Juni | 17 bis 200 Uhr| für Alle ab 16 Jahren | kostenfrei | Anmeldung: Instagram, Facebook, 0173 8043263, kultur@kraftstation.de">kultur@kraftstation.de | Honsberger Str. 2

Besonders für junge Menschen war die vergangene Zeit keine einfache. Viele haben sich sehr solidarisch verhalten und auf einiges verzichtet auf das sich kein Erwachsener aus seiner Jugendzeit wegdenken möchte. Selten sind sie selbst zu Wort gekommen dabei müssen ihre Stimmen gehört werden! Ein wahrer Kraftaufwand. Aber jetzt heißt es wieder Bühne frei für euch und das was ihr zu sagen habt! Kraftvolle Worte und Bilder sollen nach den Sommerferien auf der Außenfassade der Kraftstation zu sehen sein.

Als Soziokulturelles Zentrum und Ort der Jugendkultur wird gemeinsam mit Jugendlichen in den ersten beiden Sommerferienwochen die Außenfassade des Gebäudes in der Honsberger Str. neugestaltet. Unterstützt werden die Jugendlichen beim Entwurf und der Umsetzung dabei von den beiden professionellen Graffiti –Künstlern Lukas Pauer und Steffen Peter.

Endlich kann wieder live und mit Farbe gearbeitet werden! Vom 24. Bis 26. Juni gibt es einen vorbereitenden Workshop, in dem die Entwürfe für die Außenfassade entstehen sollen. Alle ab 16 Jahren, die interessiert sind, bei diesem Großprojekt mitzuwirken und gemeinsam mit anderen Jugendlichen dem Zentrum einen neuen Look zu verpassen, sind herzlich eingeladen für Donnerstag, Freitag und Samstag von 17 bis 20 Uhr.

An die Wand soll der Entwurf dann in den ersten beiden Sommerferienwochen. Dafür werden Kleingruppen gebildet, denn bei diesem Projekt geht es hoch hinaus. Darum solltet ihr schwindelfrei sein und kein Problem mit Höhe haben! Vorerfahrung mit der Sprühdose sind nicht nötig. Lukas Pauer und Steffen Peter sind Profis, sie begleiten sowohl den Entwurfsprozess als auch die Arbeiten an der Wand. Wenn du also in den Sommerferien noch nichts vorhast und Lust hast, bei diesem Großprojekt dabei zu sein, komm vorbei und verpass der Außenwand der Kraftstation mit deinem Statement und deinem Entwurf neuen Lack. Anmeldung über: Instagram, Facebook, Tel. 0173 8043263, kultur@kraftstation.de">kultur@kraftstation.de. (Christin Pomp)

„Mama, darf ich den Teller ablecken?“

Katharina Orbach:
 „Mama, darf ich den Teller ablecken?“
Bergischer Verlag, Taschenbuch, kartoniert mit Klappen | 172 Seiten | 15 Euro | ISBN 978-3-96847-011-5. (Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags)

In der Reihe „Mein Bergisches Land“ ist im Bergischen Verlag ein weiterer Band erschienen. Darin erzählt Katharina Orbach von „einer Kindheit im Schatten des 2. Weltkriegs“: Anfang der 1930er Jahre kommt Hannelore im Kölner Stadtteil Humboldt zur Welt. Sie wächst wohlbehütet in einer liebevollen Umgebung auf. So gut es geht, versuchen die Eltern, die stetig anwachsende Gefahr, die vom Nationalsozialismus ausgeht, von den Kindern fernzuhalten.

Die unbekümmerte Kindheit endet jäh, als der 2. Weltkrieg ausbricht und das Leben am Rande der Großstadt immer gefährlicher wird. Hannelore und ihre Schwester kommen bei Verwandten in Gummersbach unter, wo die Welt scheinbar noch in Ordnung ist. Doch der Krieg verschont auch das idyllische Landleben nicht, und so brechen bange Zeiten für Hannelore und ihre Lieben an.

„Mama, darf ich den Teller ablecken?“ verknüpft die Erlebnisse des Mädchens Hannelore mit geschichtlichen Ereignissen. Inhalt: Im Jahr 2020 stellt die Corona-Krise die Welt auf den Kopf. Im Altersheim herrscht Ausgangssperre und auch Hannelore ist davon betroffen. Das allabendliche Telefonieren mit ihrer Tochter bringt den Stein ins Rollen: Hannelore erzählt, eins fügt sich zum anderen und wird zu einem Stück Lebensgeschichte. Aber auch zu einem Stück Zeitgeschichte, die vieles in ein anderes Licht rückt, als ihre Tochter sich jemals vorgestellt hätte. Eine Geschichte, an deren Anfang ein rätselhafter Unfall steht und die mit der Hommage an einen alten Herrn endet, der sich nach langen Irrwegen durch ein halbes Jahrhundert endlich in Deutschland „Monsieur Henri Haute“ nennen darf.

 

 

Konzertsaison endet mit „Großer Freunde“

Pressemitteilung der Bergischen Symphoniker

Die Bergischen Symphoniker sind hocherfreut, dass in Remscheid das letzte Philharmonische Konzert der Saison am Mittwoch, 23. Juni, um 19.30 Uhr im Teo Otto Theater stattfinden kann. Auf dem Programm steht die Symphonie Nr. 49 f-Moll Hob. I:49 »La passione« von Joseph Haydn und von Sergei Prokofjew das Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 63. Karten sind erhältlich zu 28 Euro unter Tel. RS 162650 oder online unter theaterticket.remscheid.de. In seiner 49. Symphonie kommt Joseph Haydns faszinierende und farbenfrohe kompositorische Handschrift glänzend zur Geltung, mit der die Bergischen Symphoniker Leitung von Daniel Huppert endlich wieder ihre ganze Spielfreude vor Publikum zum Ausdruck bringen werden. Das 2. Violinkonzert von Prokofjew spiegelt die Reiselust des Komponisten wider. So wurde der erste Satz beispielsweise in Paris komponiert, während das lyrische Hauptthema des Andantes im russischen Woronesch geschrieben wurde. Uraufgeführt wurde das Konzert 1935 in Madrid, während einer Konzertreise des Geigenvirtuosen Robert Soetens, dem Prokofjew das Stück auf den Leib geschrieben hatte. Auf der Bühne des Teo Otto Theaters wird der junge, aufstrebende Geiger David Nebel das anspruchsvolle Werk zum Leben erwecken. Er spielt auf einer feinen Geige von Antonio Stradivari als Leihgabe eines privaten Sponsors.

Kostenlose Vorführexperimente im RöLab

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Team Museumspädagogik und RöLab des Deutschen Röntgen-Museums in Lennep hat ein abwechslungsreiches Programm aus digitalen und analogen Angeboten entwickelt: Am 7. und 9. Juli, jeweils um 10 Uhr, gibt es eine kostenfreie digitale Live-Führung mit anschließenden Vorführexperimenten im RöLab (Dauer ca. 1,5 Stunden, Link im Veranstaltungskalender der Webseite des Museums). Am 13. und 15. Juli folgt ein digitaler Workshop für Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 bis 8 in der Zeit von 10 bis 12 Uhr. Das Museumsteam stellt dafür ein Xperimentierpaket zusammen. Hierzu benötigt es eine schriftliche Anmeldung bis zum 5. Juli, damit es die Päckchen beizeiten losschicken kann. Die Kosten betragen 15 Euro.

Zum Ende der Ferien vom 11. bis 13. August in der Zeit von 10 bis 13 Uhr bietet es außerdem einen Workshop im Schülerlabor an – ebenfalls für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7. Dazu nutzt es die Xperimente-Kits. Die Kosten hierfür betragen 30 Euro. Anmeldung bitte per mail an: birgit.doemling@remscheid.de">birgit.doemling@remscheid.de!

Wolf: Sonderfonds gibt Kulturveranstaltern Hoffnung

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Im Verlauf der Corona-Pandemie war ich mit Kulturschaffenden und Veranstaltern von Remscheid bis Köln in Kontakt, für die mit den Schließungen mit einem Mal Stillstand herrschte. Damit brachen von jetzt auf gleich die Einnahmen weg. Das konnte bei vielen auch nur zu einem Teil durch Corona-Hilfen und erste Programme des Bundes aufgefangen werden“, berichtet der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald, Sven Wolf. Es sei gut, dass der Bund nun mit einem Programm auch neue Perspektiven biete und den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, den die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern konzipiert hat, an den Start bringe. „Die sinkenden Inzidenzzahlen machen erste Öffnungsschritte möglich. Aber es bestehen für kulturelle Veranstaltungen auf absehbare Zeit noch Hygieneauflagen. Besucherzahlen sind noch beschränkt. Bei vielen Kulturveranstaltern sind die Mittel knapp. Sie müssen aber jetzt planen und investieren für die die Zeit der Wiedereröffnung und zukünftige kulturelle Angebote. Da setzt der Fonds an.“ Der Sonderfonds hat zwei zentrale Bausteine:

  • Eine Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die bei Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen mit reduziertem Publikum stattfinden. Sie steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 und für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen ab dem 1. August 2021 zur Verfügung.
  • Eine Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Sie betrifft Konzerte und Festivals mit über 2.000 Personen, die einen langen Planungsvorlauf benötigen.

Anträge könnten beim Kulturministerien des Landes gestellt werden. „Dabei muss die Veranstaltung zunächst registriert werden. Die Beantragung und Bewilligung erfolgt nach der Veranstaltung. Die Registrierung von Veranstaltungen ist ab dem 15. Juni 2021 über die Webseite www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de möglich. Dort gibt es auch weitere Informationen, welche Veranstaltungen förderfähig sind. Außerdem wurde eine Beratungshotline für Antragstellende eingerichtet unter 0800 6648430“, so Wolf. „Ich hoffe, dass auch viele unserer lokalen Kulturveranstalter von den Fördermöglichkeiten profitieren können.“

2. Familienkonzert als Video-Einspielung

Pressemitteilung der Bergischen Symphoniker

Die Bergischen Symphoniker sind erfreut, dass auch das 2. Familienkonzert als Videoclip erstellt werden konnte. „Schützt unsere Erde“ – vielleicht hätte Beethoven dies heute über seine „Pastorale“ geschrieben. Die Freischaltung des Videoclips erfolgt am Sonntag, 20. Juni 2021 auf der Website der Bergischen Symphoniker unter www.bergischesymphoniker.de. Das Konzert ist ein klingender Liebesbrief an die Natur, eine Symphonie, die das Gefühl wecken soll, welches man hat beim Schlendern über Wiesen, kleine Bachbrücken und durch Wäldchen. Doch die Umwelt-Detektive Anna und Malte alias „Lauscher“ und „Riecher“ finden lauter Dinge, die der Mensch seit Beethovens Zeit in die Natur geschmissen hat, ohne über die Folgen nachzudenken.

Damit auch weiterhin ein frisches Musik-Lüftchen an unsere Ohren wehen kann, brauchen wir die Ideen des jungen, jung gebliebenen und jung gewesenen Publikums. So wird jeder zur musikalischen Spürnase! Anna-Maria und Malte Arkona haben rund um die „Pastorale“ von Ludwig van Beethoven und das Thema Umwelt eine schöne, unterhaltsame aber auch lehrreiche Geschichte erfunden, die auch außerhalb des Konzertsaals von den beiden erzählt und gespielt wird. Am Pult der Bergischen Symphoniker steht GMD Daniel Huppert. Das Konzert ist für Kinder und Erwachsene ab 6 Jahren. Man darf gespannt sein! (Manuela Scheuber)

Dreimal Theater live bis zur Sommerpause

Pressemitteilung des Teo Otto Theaters

Das Teo Otto Theater öffnet wieder seine Pforten. Ende Juni bis Anfang Juli wird es drei Liveveranstaltungen und zwei neue digitale Formate geben. Ab dem 15. Juni öffnet die Theaterkasse für die Liveveranstaltungen, die digitalen Angebote sind kostenlos. Den Link zu unserer digitalen Vorstellungsbroschüre für Juni/Juli 2021 finden Sie hier: www.teo-otto-theater.de/fileadmin/Mediendatenbank/PDF_Dokumente/Broschuere_Almanach.pdf oder www.teo-otto-theater.de/programm/spielzeitheft und dann auf „PDF zum Download“ klicken. Eintrittskarten können ab 15. Juni an der Theaterkasse, Konrad-Adenauer-Str. 31-33, oder online im Webshop (theaterticket.remscheid.de) erworben werden.

Die Live-Veranstaltungen im Teo Otto Theater beginnen am 23. Juni mit den Bergischen Symphonikern und dem 10. Philharmonischen Konzert. Hiermit verabschiedet das Orchester sein treues Publikum in den Sommer und wirft einen hoffnungsfrohen Blick in die nächste Spielzeit. Am 2. Juli kommt mit „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ein Klassiker der Horrorliteratur auf die Bühne – ein brandneues Bühnenerlebnis, das sich nur live und nicht am Bildschirm entfaltet. Am 3. Juli kommt Sven Ratzke zurück nach Remscheid. Mit seinem weltweit hochgelobten David Bowie Abend „Where are we now?“ nimmt der Musiker und Entertainer sein Publikum mit auf eine musikalisch-verrückte Reise, die David Bowie so sehr gerecht wird, dass Ratzke seinerzeit von Bowie selbst die Rechte für die Interpretationen bekommen hat.

Auch die kostenfreien digitalen Produktionen halten spannende neue Formate bereit: Vom 12. bis zum 20. Juni erwartet Sie der preisgekrönte Tanzfilm „The Circadian Circle“ des Australien Dance Theatres. Ein mehrfach ausgezeichneter, ca. 15-minütige Film mit atemberaubenden Landschaften und hochkarätigem modernen Tanz für eine begrenzte Zeit. Zugang über die Homepage des Teo Otto Theaters (www.teo-otto-theater.de).

Ab dem 20. Juni zeigen wir wöchentlich eine neue Folge von Mystische Kreaturen & wo sie zu finden sind auf unserem YouTube-Kanal und über unsere Homepage (www.teo-otto-theater.de). Dabei handelt es sich um vier Folgen à 10 - 15 Minuten, die gerade im Teo Otto Theater produziert werden. Darin werden die immer mehr in Vergessenheit geratenden Geschichten über Fabelwesen von dem Sagenforscher Florian Schäfer und der Musikerin Christine „Tini“ Rauscher neu belebt. Etwas für Fantasten jeden Alters.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen: Es bleibt weiterhin jede zweite Sitzreihe des Teo Otto Theaters ausgebaut, so dass wir mehr Sicherheitsabstand als aktuell gefordert einhalten können. Auf diese Weise können wir ca. 250 Plätze pro Aufführung besetzten. Aktuell benötigen Sie keinen Negativnachweis für einen Besuch im Teo Otto Theater. Jedoch besteht weiterhin die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutz vor und während der Aufführung und die Einhaltung des Mindestabstands außerhalb des Saals. (Aufgrund regelmäßiger Aktualisierungen kann es kurzfristig zu Änderungen der geltenden Corona-Bestimmungen kommen. Weitere Informationen zu Vorstellungen, Ticketverkauf und aktuellen Corona-Bestimmungen finden Sie auf unserer Website www.teo-otto-theater.de).

Museum von Schloss Burg zeigt sich in neuem Gewand

Pressemitteilung des Schlossbauvereins Burg a/d Wupper e.V.

Wegen  der Sanierung von Schloss Burg und der damit verbundenen Schließung des Hauptgebäudes können Besucher/innen in den kommenden Jahre nicht mehr durch den Rittersaal, seine Nachbarräume und die darüber liegenden Etagen schlendern. Damit aber große und kleine Besucher trotzdem einen Blick auf Wandgemälde, Ritterrüstungen, Schwerter und andere Dinge werfen können, wurde ein Übergangsmuseum im Grabentor eingerichtet. Die Räume mussten allesamt neu hergerichtet werden; bislang wurden sie als Büroräume genutzt. Nun erzählen dort mehr als 35 Schautafeln und Abbildungen von der Geschichte der Burganlage und dem Leben im Mittelalter und zeigen Szenen der bedeutendsten Wandgemälde der Festsäle. Die Besucher dürfen sich also freuen, auf ein mit viel Liebe zum Detail neu eingerichtetes „altes“ Museum.

In den vergangenen zwei Monaten steckten vor allem der Museumstechniker Edgar Falkenhain und der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Millard viel Fleiß und Arbeit in die neue Ausstellung. Aber nicht nur sie hatten alle Hände voll zu tun – uneingeschränkt alle Mitarbeiter haben auf unterschiedlichste Weise zum Gelingen der Ausstellung beigetragen. Daher gilt der Dank des Museumsdirektors Gregor Ahlmann dem ganzen Team. Der Schlossbauverein ist stolz und glücklich, dass der Museumsbetrieb trotz der großen Sanierung weitergehen kann. Vor allem auch nach einer sehr langen Corona-Durststrecke.

Auch digital hat sich Schloss Burg weiterentwickelt. Zusammen mit der Excit3d GmbH aus Solingen wurden virtuelle Szenen erstellt, die den Besucher mit Hilfe einer an dem Museumskasse erhältlichen VR-Brille in Kombination mit dem eigenen Smartphone in die Welt des Mittelalters eintauchen lassen. So sitzt man z.B. mit am gedeckten Tisch in großer Runde zu einem mittelalterlichen Gelage oder kann den Ritter bei einem Probekampf im Brunnenhof zuschauen, wo nicht weit entfernt der Schmied auch seiner Arbeit nachgeht. Die Access-Points sind entsprechend auf dem Rundweg gekennzeichnet, der im Hof beginnt und durch die neue Ausstellung im Grabentor zum Bergfried führt. Leider ist die Besichtigung nach wie vor nicht komplett barrierefrei möglich. (Nadine Neuschäfer)

Tipi der Caritas mit internationaler Reichweite

Das neue Tipi dere Caritas Remscheid.Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Das Tipi-Projekt existiert mittlerweile seit acht Jahren, es erweitert sich stetig und ist international. Mittlerweile gibt es dieses Projekt in vielen deutschen Städten, aber auch in Kenia, Taipeh, New York, Spanien, Belgien, Italien und in der Schweiz. Durch die weltweite Mitarbeit tausender Menschen an diesem Projekt entwickelt sich eine internationale, grenzüberschreitende und vielfältige Gemeinschaft. Alle Tipis werden in Handarbeit hergestellt und bestehen aus vielen bunten gestrickten oder gehäkelten Quadraten, die am Schluss zusammengefügt werden. So entsteht mit der Unterstützung von vielen tatkräftigen Helfern ein farbenfrohes Kunstwerk. Ein buntes Dach, dass ein Symbol für unsere vielfältige Gesellschaft ist.

Andrea Schara, die als Mitarbeiterin des Caritasverbands Remscheid e.V. für die „Kampagne Vielfalt. Viel wert.“ verantwortlich ist, rief mit der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck Anfang des Jahres 2020 ein weiteres Tipi-Projekt ins Leben. Die gemeinsame Arbeit mit den Projektteilnehmer*innen an den ca. 1.200 Quadraten dauerte ein Jahr. Dies war gerade während der Corona-Pandemie eine ideale Chance, für viele Menschen sich an einem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen und Teil eines Großen und Ganzen zu werden. Das Tipi ist nun fertig und steht im Garten des Neuen Lindenhof, zugänglich über die Lindenhofstraße. Es hat eine große Strahlkraft und steht für Schutz und Gastfreundschaft. Seine Farbgebung folgt der eines Regenbogens, dem Symbol für Frieden, der auch als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz der Vielfalt von Lebensformen gilt. In den kommenden Monaten soll das neue Tipi in Kooperation mit dem Stadtteil e.V. Lindenhof in mögliche Veranstaltungen einbezogen werden. Auch wird es als Ort der Besinnung, der Begegnung, des Staunens und des Verweilens zur Verfügung stehen.

Städte sehen gute Chancen für „Welterbe“-Votum

„Die Müngstener Brücke hat sehr gute Chancen, als UNESCO-Welterbe-Kandidat für Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene nominiert zu werden und damit die erste große Hürde im Welterbe-Verfahren zu nehmen: Die Welterbe-Fachjury Nordrhein-Westfalen 2021 empfiehlt dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Nominierung der "Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts" für die Fortschreibung der Deutschen Tentativliste in Erwägung zu ziehen. Die Entscheidung triff das Landeskabinett voraussichtlich im September“, reagierte die Stadt Remscheid gestern in einer Pressemitteilung auf das bekanntgewordene Votum der Jury. Die Bewerbung der Müngstener Brücke in internationaler Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich und der Ponte San Michele in Italien sei der einzige Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, der im weiteren Verfahren Chancen habe, heißt es in der Stellungnahme. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Mit der heutigen Empfehlung der Welterbe-Fachjury und einer hoffentlich im Herbst folgenden Nominierung wird dieses wichtige Projekt auch für die Menschen in unseren drei Städten immer greifbarer. Im internationalen Kontext haben diese Brücken, die als außerordentliche Ingenieursleistungen gelten, dadurch die Chance zu völkerverbindenden Elementen zu werden."

Zitiert wird auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Wir haben eine erste wichtige Station auf dem Weg zum Welterbe erreicht. Und mit Volldampf geht es nun weiter. Ich freue mich auf den weiteren Weg, gemeinsam mit unseren Partnern im Städtedreieck, bei der Deutschen Bahn und in Europa.“

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind stellt fest: „„Schon jetzt ist die Müngstener Brücke ein wunderbares touristisches Ziel. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe würde ihr zusätzlichen Glanz und Anziehungskraft verleihen. Dass das auch noch verbunden ist mit dem europäischen Gedanken und dem Zusammenspiel mit anderen bedeutenden Brückenbauwerken, freut mich besonders.“ Und für Günter Gewehr, Projektleiter bei der Deutschen Bahn, wäre die Nominierung „dieser in Deutschland einzigartigen Brücke zum Weltkulturerbe die Krönung der Brückensanierung, die wir in den nächsten Wochen abschließen werden.“

In den nächsten Wochen muss der Antrag zwar noch ergänzt und überarbeitet werden, wie von der Jury gefordert, dennoch aber sei „das Votum für uns großartig“, so Welterbe-Koordinator Carsten Zimmermann, Solingen. „Es zeigt, dass unsere Bewerbung vom Grundsatz her überzeugt. Jetzt geht es um die weitere Ausarbeitung – und die werden wir pünktlich liefern.“

Bereits vor zehn Jahren hatte sich das Bergische Städtedreieck am Interessensbekundungsverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Damals attestierte die Jury der Region eine hervorragende Bewerbung und forderte ausdrücklich auf, eine serielle transnationale Bewerbung mit vergleichbaren Brückenbauwerken in Europa auf den Weg zu bringen. „Diese Anregung haben wir aufgenommen“, erläutert Zimmermann. Die schriftliche Bewerbung habe die gesamte Serie der Großbogenbrücken berücksichtigt, dabei stand aber zunächst das in NRW beheimatete Bauwerk „Müngstener Brücke“ im Fokus. Nun werde man die bereits vorhandenen Überlegungen und Konzeptionen noch ausführlich schriftlich in den Antrag einarbeiten, so Zimmermann.

Antrag auf UNESCO-Welterbe überarbeiten

Pressemitteilung des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW

Wo könnte das nächste UNESCO-Welterbe in Nordrhein-Westfalen stehen? Im Dezember 2019 startete das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Aufruf, Anträge für in Frage kommenden Stätten einzureichen. Folgende vier Vorschläge wurden eingereicht: „Düsseldorfer Gaslaternen“, „Jüdisch-mittelalterliches Viertel Köln“, „Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts: Die Müngstener Brücke als Bestandteil einer transnationalen und seriellen Welterbe-Nominierung“ und „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“. Zur Bewertung der eingereichten Vorschläge wurde im Ministerium eine renommierte Fachjury eingesetzt. Sie hat ihren Abschlussbericht nun Ministerin Ina Scharrenbach übergeben. Das Landeskabinett wird im Sommer entscheiden, welcher Vorschlag an die Bundesregierung aus Nordrhein-Westfalen gerichtet wird.

Die Empfehlungen der Jury zur Müngstener Brücke (Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts): Die Fachjury erkennt das hohe Potenzial zum Nachweis des außergewöhnlichen universellen Wertes, welchen eine serielle, transnationale Nominierung der Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts haben könnte. Allerdings sei eine Ergänzung und Überarbeitung des vorliegenden Antrags notwendig. Es soll abgeklärt werden, ob die Ergänzung und Überarbeitung in der verbleibenden Zeit möglich ist, um gegenüber der Bundesregierung diesen Vorschlag unterbreiten zu können.

Zitate aus dem Abschlussbericht der Jury: „Die Stadt Solingen bewirbt sich mit der Müngstener Brücke für die Aufnahme in die Deutsche Tentativliste zur Nominierung als UNESCO-Weltkulturerbe im Rahmen eines transnationalen und seriellen Antrages mit fünf weiteren Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Italien, Frankreich und Portugal. Obgleich ein transnationales Sammelgut beantragt wird, ist der eingereichte Antrag auf eine Komponente des Sammelgutes, die Müngstener Brücke, fokussiert. (…) Es wäre anzuregen, dass bei internationalen Sammelgütern Informationen über alle Komponenten, nicht nur die deutsche Komponente, einzureichen sind. (…)

In der vorliegenden Form dürfte der Antrag wenig Chancen auf Berücksichtigung für die Tentativliste haben. Eine systematische Überarbeitung des Antrags, insbesondere Informationen über alle Komponenten des Sammelgutes sowie zum internationalen Managementansatz sind für die Befassung auf Bundesebene zwingend notwendig. Entgegen der im Antrag dargestellten Auffassung ist der KMK bislang kein Antrag zur Müngstener Brücke bzw. zu Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts mit Bitte um Evaluierung vorgelegt worden. Indes wurde die Empfehlung, eine internationale serielle Nominierung ins Auge zu fassen, von der durch das Land Nordrhein-Westfalen im Jahre 2012 eingesetzten Jury ausgesprochen. Der vorliegende Antrag kommt dieser Empfehlung nur unzureichend nach, da nur das Objekt Müngstener Brücke ausführlich behandelt wird. (…) Notwendig ist insbesondere die Erstellung einer internationalen Vergleichsstudie, die darstellt, wie die einzelnen Bestandteile zum OUV beitragen, warum diese „Brückenfamilie“ insgesamt den OUV der europäischen Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt und wie sie den Brückenbau in anderen Weltregionen maßgeblich beeinflusst hat.“

Die Empfehlungen zu den übrigen drei Anträgen in Kurzform:

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„Kunst am Bau" als Teil der Stadtkultur reaktivieren

Die Fraktion der Linken im Rat der Stadt wünscht sich eine neue Initiative für „Kunst am Bau“. Für die nächsten Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung (16. Juni), des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Stadtentwicklung, Klimaschutz (24. August) und des Rater der Stadt (23. September) hat sie den Antrag gestellt, über das Programm „Kunst am Bau“ Aufträge für heimische Künstlerinnen und Künstler zu generieren. Auf diese Weise ließen sich Gebäude aufwerten im Sinne einer „identitätsstiftenden Stadtentwicklung“. Zugleich wird in dem Antrag vorgeschlagen, die in den Nachkriegsjahrzehnten im Rahmen von „Kunst am Bau“ (alt) geschaffenen Kunstwerke systematisch zu erlassen (Ort, Entstehungszeit, Künstler, Beschreibung des Werks sowie Abbildung) und in geeigneter Weise zu präsentierten – digital und möglichst als Broschüre.

„Kunst am Bau und im öffentlichen Raum ist ein fester und herausragender Bestandteil von Stadtkultur und Stadtentwicklung“, heißt es in der Antragsbegründung. “Sie ist die öffentlichste aller Künste und trägt in besonderer Weise zur Reflexion der Bürgerinnen und Bürger über ihre und zur Identifikation mit ihrer Stadt bei.“ (Richtlinien der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum vom 19. Mai 2017) In den Jahrzehnten des Wiederaufbaus unserer Stadt hätten Künstlerinnen und Künstler auf und in vielen neuerrichteten Gebäuden sowie im öffentlichen Raum Kunstwerke geschaffen, die heute noch sichtbar seien: „Sie legen Zeugnis ab vom Geist dieser Zeit und vom Aufbauwillen dieser Generation.“ Ihre systematische Erfassung und Publikation trügen dazu bei, dass künftige Generationen die Möglichkeit hätten, sich mit diesen Werken auseinander zu setzen.