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Leitzbach: Kulturausschuss stellt sich ins Abseits

von Volker Leitzbach

Hiermit erkläre ich, dass ich aus Protest nicht an der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am Mittwoch den 26.08.2020 teilnehmen werde. Eine Ausschusssitzung ohne auch nur in einem Tagesordnungspunkt zur prekären Situation der Künstler und Veranstaltungsbranche ist eines Fachausschusses nicht würdig. Ich werde in einer Gedenkstätte jedoch keinen Streit darüber austragen.

Nach 25 Jahren der Mitgliedschaft in diesem Fachausschuss, sollte dies meine letzte Sitzung als ordentliches Mitglied sein. Auch in Remscheid sind nach wie vor zahlreiche Künstler und in der Veranstaltungsbranche tätige Menschen aufgrund des bereits seit Monaten gültigen Berufsverbots von der Insolvenz bedroht. Bundesweite Aktionen und Demonstrationen an denen auch Remscheider Musiker, Schausteller, Eventmanager und Veranstaltungstechniker teilnahmen, blieben bislang ohne nennenswerte Erfolge. Weitere Aktionen und Großdemos (u.a. in Berlin) sind für September geplant.

Die Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss waren in der letzten Sitzung nicht bereit, sich bei unseren Landtags- und Bundestagsabgeordneten für die Belange der Betroffenen einzusetzen. Trotz mehrfacher Anfragen und Gespräche sowie Angebote an die Verwaltung, an einem Corona konformen Veranstaltungskonzept für den Remscheider Sommer mitzuwirken, fand der Vorschlag keine Beachtung und es gab keine Veranstaltungen, außer Zeugnisausgaben an Schulabgänger, zum Beispiel in der Konzertmuschel im Stadtpark. Veranstaltungen dort hätten Künstlern Gagen bringen können, und wären eine wirkliche Bereicherung für den tristen unterhaltungsarmen Sommer in Remscheid gewesen.

Remscheids Kommunalpolitiker stellen sich selbst ins Abseits, wenn die Konzertmuschel für corona-konforme Veranstaltungen angeblich nicht geeignet ist, aber aktuell mehrere Wahlveranstaltungen mit Publikum dort stattfinden und einige Spitzenkandidaten, wie auf Pressefotos gut zu sehen, ohne Masken und ohne Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes agieren.

Anderen Kommunen ist es gelungen, mit neuen Formaten wie Pop Up Kirmes, Livekonzerten in Auto-Event-, Strandkorb- oder Sitzgruppen-Arenen, Auto Circus- Shows oder Fenstertheater (Walder Theatertage in Solingen) wenigstens ein wenig der kunst- und kulturfeindlichen Zeit zu trotzen und sich dem Wegsterben der Kultur entgegenzustellen. Vielleicht ist das Fernbleiben aus der Sitzung nicht das richtige Zeichen, doch es ist eines, hinter dem ich mir selbst und meinen Ansprüchen treu bleiben kann.

Der letzte macht hoffentlich nicht das kulturelle Licht Remscheids aus. Der Kampf um die Kultur in Remscheid muss wohl an einem anderen Ort geführt werden.

Da bleiben die Schulkinder auf der Strecke

von Gerda Spaan

Angesichts in der Breite steigender Infektionszahlen Corona ist nicht zu verstehen, warum den Schulen der quasi Normalunterricht verordnet wird, ohne gleichzeitig ein schlüssiges Konzept vorzulegen, wie zu verfahren ist, wenn doch der Worstcase eintritt und umgestellt werden muss auf online-Unterricht. Zumal hier die gleiche Benotung erfolgen wird. Die Grundausstattung (z.B. Strom) ist fragwürdig vorhanden. Die Personalkosten und Wartung gehen zu Lasten klammer Kommunen. Es scheint, als würde hier nur auf Sicht gefahren, mit der Hoffnung verbunden, dass es schon irgendwie gehen wird.

Leider ist es – was Schule und Bildung angeht – unverändert seit über 50 Jahren so, dass die Schulräume uralt und nicht mehr angemessen sind. Die Schulgebäude sind teilweise mehr als 100 Jahre alt und viel zu klein. Und die Lehrpläne wurden trotz Corona nicht "entrümpelt", sondern gaukeln weiterhin Scheinnormalität vor. Viel zu wenige Obendrein  gibt es viel zu wenige Lehrer, ausgerechnet in den Grundschulen. Notbesetzungen und Notlösungen - aber alles soll mal eben so laufen. Die Hoffnung: Es wird schon gut gehen.

Was soll man von dieser Art von Landespolitik in Sachen Bildung noch halten. Zu erwarten ist da nun auch noch ein Verschleißen von engagierten Pädagogen. Denn die wissen ja, dass die Kinder  sie und ihren  Unterricht brauchen. Es ist sehr bedauerlich, dass auch in dieser schwierigen Zeit die Landesregierung nicht in der Lage ist, unbürokratische und praktizierbare Wege zu eröffnen, um digitales Lernen zu ermöglichen. 

Pleite-Kommunen wie Remscheid oder besser die Kinder hier bleiben dann eben " auf der Strecke". Die Probleme werden von der Landesregierung einfach nach unten - auf die kommunale Ebene – weitergereicht, wo man an den Geldsack nicht mehr ohne Weiteres herankommen oder er nicht rechtzeitig nutzbar geöffnet werden kann. Ein Armutszeugnis!

"Jetzt aber geht es erst einmal in die Sommerpause!"

von Gabriele Leitzbach und Arndt Köhler für den Initiativkreis Kremenholl e.V.

Wir vom Initiativkreis Kremenholl e.V. verabschieden uns in die Sommerpause und wünschen eine schöne Sommerzeit! Wir haben aktuell wieder ein wenig "Normalität" zurückgewonnen, allerdings anders als gewohnt! Strenge Hygienevorgaben und Abstandsregeln zeigen uns nach wie vor deutlich, dass das Virus, dass uns die Pandemie durchaus noch "im Griff" hat (und weiterhin haben wird!). Da dürfen wir nicht nachlassen, und wir sollten nach wie vor verantwortungsvoll handeln. Allerdings bedeutet das auch, dass wir auf unseren diesjährigen Frühjahrsempfang, auf unsere Kinder-Musikveranstaltung, die Spielplatzaktivitäten (Kremenholler Flohkiste) und auf unser Stadtteilfest verzichten mussten bzw. müssen. Es war und ist an unseren traditionellen kulturellen Austragungsorten (Schulaula des Käthe Kollwitz Berufskolleg -Schulgebäude Tersteegenstraße u. die Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendwerkstatt "echt Kremig" e.V. in der Bernhardstraße) nicht möglich, die erforderlichen Hygieneauflagen gemäß aktueller Erlasslage zu erfüllen.

Wir danken allen Kremenholler BürgerInnen und allen Kooperationspartnern für ihr Verständnis zur Sachlage und ihre Disziplin! Natürlich arbeiten wir vom IK weiterhin aktiv im Hintergrund im Sinne der kulturellen Stadtteilbelebung. Es wurden u.a. Gespräche im Rathaus mit der Verwaltungsspitze geführt. Wichtige Gesprächspunkte: Wie kann altengerechte Quartiersarbeit aussehen? Wie geht es generell weiter auf dem Kremenholl? Sind wir mit unseren ehrenamtlichen Aktivitäten am Ende unserer Möglichkeiten angekommen?

Der Vorstand tauscht sich regelmäßig kontaktlos aus. Das vereinsinterne Material wird komplettiert, gesichtet und falls notwendig repariert. Die Schaukästen werden regelmäßig aktualisiert. Die Kremenholler Flohkiste (Spielplatz Bogenstraße) wurde in der Zwischenzeit renoviert (Da gilt unser Dank Inga Smeets und ihren Helfern!) Außerdem durften wir Gitta Dicke (Leiterin des Familienzentrums KTE Kremenholler Straße) in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Diese kleine Auflistung zeigt, wir vom Initiativkreis Kremenholl sind, wenn auch zurzeit ausschließlich im Hintergrund, immer für unser Quartier im Einsatz. An unserem 8. Kremenholler Comedy Kleinkunstpreis 2020, geplant für den 14. November, halten wir noch fest. Zugegebenermaßen wissen wir leider heute noch nicht, wie sich die Veranstaltung gestalten wird. Allerdings haben wir bereits zu Jahresbeginn mit den maßgeblichen AkteurInnen der Veranstaltung Verträge abgeschlossen. Seit ca. 25 Jahren ist der  Initiativkreis Kremenholl ein absolut zuverlässiger Vertragspartner, so dass wir für den Kleinkunstpreis u.a. mit einigen KünstlerInnen in der Zwischenzeit Ausfallhonorare vereinbart haben. Die Veranstaltungsbranche liegt brach und wir möchten auf diesem Wege unsere Solidarität bekunden.

Jetzt aber geht es erst einmal in die Sommerpause! Wir hoffen, dass wir uns spätestens im September wieder persönlich treffen können, da wir ja noch unsere Jahreshauptversammlung nachholen müssen. Erhalten wir "grünes Licht", werden wir fristgerecht einladen-versprochen!

In diesem Sinne: bitte bleibt weiterhin umsichtig und aufmerksam! Zudem sollte man immer die Lebensfreude, den Humor und Optimismus bewahren. Darum gilt für uns: „Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ Vorerst muss dieses Lächeln eben auch auf zwei Meter Abstand und trotz Maske erkennbar sein. Bitte weiterhin gesund bleiben und wir sehen uns! Eine schöne und erholsame Sommerzeit wünschen.

Freizeitpark Kräwinklerbrücke in den Sommerferien

von Ralf Barsties, Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH

 Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Freizeitpark Kräwinklerbrücke rechtzeitig zu den Sommerferien geöffnet sein wird. Sieben Wochen von Freitag, den 26. Juni, bis Sonntag, 16. August, wird die Kräwi zwölf Stunden am Tag von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Das Hygiene- und Zugangskonzept sieht u.a. vor, dass die Daten und Anwesenheitszeiten der Besucherinnen und Besucher erfasst werden, dass es eine Obergrenze für die Besucherzahl gibt und dass das Gelände von 20 bis 8 Uhr geschlossen sein wird. Dies schränkt Stammbesucher*innen zwar ein, ermöglicht aber überhaupt  erst die Nutzung von Gelände und Wuppertalsperre unter den Corona-Pandemie-relevanten Gesichtspunkten.

Wir sind sehr froh darüber, dass der Aufwand, den Arbeit Remscheid gGmbH hierfür betreiben muss, erst dadurch realisierbar geworden ist, dass die Stadt Remscheid die Kosten für die zusätzlichen, insbesondere personellen Sicherheitsmaßnahmen, übernehmen wird. In Anbetracht des überaus guten Sommerwetters in dieser Woche haben wir kurzerhand die Test- und Trainingsphase zum Ernstfall erklärt und den Zugang zum Freizeitpark nach dem gültigen Hygiene- und Zugangskonzept bereits gestern gestartet. Am Freitag kommt dann die Öffnung des Kiosk und des Bootsverleihs hinzu. Dann ist auch die offizielle Eröffnung des geregelten Betriebes mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sportdezernent Thomas Neuhaus.

Aktion "Night of Light" zur Mahnung

von Volker Leitzbach

Das war ein tolles Gefühl am Morgen des 23. Juni beim „Durchwischen“ von Facebook-Nachrichten – von Rot nach Rot über Rot! Eine überwältigende Anzahl von Bildern aus der Aktion "Night of Light", die alle sonstigen Posts, zu welchem alltäglichen Allerlei auch immer, in den Hintergrund stellten. Wäre der Anlass für diese Aktion nicht so ein bitter bedrohlicher, dann hätte man einen Bildband oder eine ewig dauernde Bilderschau der schönsten Illuminationen von Gebäuden in der ganzen Bundesrepublik, inklusive Remscheids und des Bergischen Landes, daraus machen können. Am Montagabend ging es aber nicht um Ästhetik, sondern es war ein Warnzeichen, das einen Hilferuf begleiten sollte, ein Ruf nach Maßnahmen zur Rettung der durch ein Berufsverbot belegten Branchen rund um die Kulturschaffenden und die Künstler selbst.

In der Pressekonferenz wurde noch einmal betont, wenn nicht bald etwas Alltagstaugliches zur Lebensrettung der Betroffenen seitens Land und Bund unternommen werde, würden nach der Sommerpause der Politik wohl die Hälfte aller 60 Logos, die hinter der Aktion auf der Internetseite der Aktion zu finden sind, wegen finanziellen Ruins der betroffenen Akteure vom Bildschirm verschwunden sein.

Und dann wird es kulturell zappenduster. Wacht auf in den Landtagen und im Bundestag, Kultur ist systemrelevant, und wir brauchen dringend und eigentlich schon gestern einen Dialog mit der Politik zur Rettung alles dessen, was zum Beispiel auch am Montag in der „Night of Life“ unser Verlangen nach Kultur und ästhetisch Positivem in wunderbarer Weise befriedigt hat.

Zu den vielen Unterstützern gehören neben den ganz Großen der Branche und Megastars der Kulturszene wie „Die toten Hosen“, Revolverheld“, Udo Lindenberg und Helge Schneider auch die Aktiven der heimischen Szene, die viele von uns kennen.

Auch in Remscheid haben sich zahlreiche Kultureinrichtungen und Kulturschaffende an der Aktion beteiligt. Wer erfahren möchte, wer alles dazu gehörte, sollte auf folgenden Link klicken: https://night-of-light.show-advance.com/map . Die Deutschland-Karte zeigt, wer wo und wie dabei war. Fotos: https://www.facebook.com/Rutech-Photography-188600061976336/

Die Kulturpolitiker mit der freien Szene vernetzen

von Volker Leitzbach, Mitglied des Kulturausschusses der Stadt Remscheid

Nun scheint Trumps "Fake News Argumentation" auch im Remscheider Kommunalwahlkampf angekommen zu sein. Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen und CDU im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung haben in der gestrigen Sitzung deutlich gemacht, dass es aus ihrer Sicht ausreichende Hilfen von Bund und Land gibt, um Solokünstler und Selbständige, freischaffende der Kulturszene durch die Corona bedingte Krise zu bringen. Mein Versuch, als Ausschuss einen Appell an die Remscheider Bundestags- und Landtagsabgeordneten zu richten, die vielseitig geforderten Maßnahmen zur Rettung der Kulturschaffenden in Berlin und Düsseldorf doch noch auf den Weg zu bringen, wurden als, "für die Galerie" bzw. als nicht erforderlich abgetan.

Man verschanzt sich hinter Infos des NRW Kultur Sekretariats und des Städtetags, die im April veröffentlicht wurden. Hinweise auf die zahlreichen Petitionen, die Unterschriften 100000er Betroffener und Unterstützer der Kernforderungen und auch aktuelle Informationen des Deutschen Kulturrates will man nicht zur Kenntnis nehmen. Alles nur „Fakenews“ und kein Respekt und Gehör für die Anliegen der Betroffenen. Die beschlossenen Prüfungen zur Umsetzung von Maßnahmen, wie die Einrichtung eines kommunalen Kulturfonds reichen nicht aus, um der Remscheider Kulturszene zu helfen. Wer als Kulturpolitiker den Bedarf weitergehender Maßnahmen leugnet oder weitergehende Maßnahmen nicht unterstützt, ist mitverantwortlich am Aus unserer Kulturschaffenden und somit am Wegbrechen wichtiger Säulen kultureller Bildung.

Vielleicht sollten Grüne und CDU wenigstens die Vorlage lesen, die die Position des Rates für kulturelle Bildung verdeutlicht. Ob das allerdings ausreicht, um sie wach zu rütteln, ist jedoch fraglich. Es wäre schön, wenn mehr Kulturpolitiker mit der freien Szene vernetzt und deren existentiellen Problemen vertraut wären. Ich bin entsetzt über so viel Ignoranz oder Unkenntnis. Vielleicht bin ich auch nur zu sehr eingebunden und fühle mich indirekt auch betroffen, wenngleich ich nicht hauptberuflich künstlerisch tätig bin. Solidarität mit den Kulturschaffenden. Angst vor der Stille.

In einem Kommentar in sozialen Medien zu meiner Kritik bezeichnete Beatrice Schlieper von den Grünen meine Äußerungen im Fachausschuss als „wirr“. Wenn ich etwas als wirres Zeug einschätze, dann bezeichne ich das auch sofort als solches. Sie jedoch deklarierte es in einem Zwischenruf als „für die Galerie“. Wenn ich diese Redensart richtig verstehe, dann meint diese doch, dass ich mich lediglich mit den Worten profilieren wolle oder einen oberflächlichen Effekt damit bezwecke. Folglich hat sie mein Anliegen sehr wohl verstanden, aber es passt ihr (im Wahlkampf) wohl nicht.

Was habe ich denn nun in meinem Wortbeitrag gesagt? Ich habe das zusammengefasst, was Solo Selbständige, insbesondere Kulturschaffende derzeit in zahlreichen Presseveröffentlichungen, Verbandsmitteilungen oder Petitionen sowie öffentlichen Briefen an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Bundesländer fordern und von vielen Betroffenen und in ihren Existenzen bedrohten Remscheidern auch geteilt wird. Es geht zum Beispiel um

  • die Anerkennung der Systemrelevanz von Kultur
  • die Verlängerung der Soforthilfe mit Anpassung an die Lebensrealität der Betroffenen
  • ein befristetes kulturelles Grundeinkommen ggf. Kurzarbeitergeld für Soloselbständige
  • und einheitliche Regelungen in allen Bundesländern

Natürlich können wir in einem kommunalen Rat nicht Landes- und Bundesbeschlüsse beantragen, doch mit der Prüfung der Ermöglichung eines kommunalen Hilfsfonds bat  ich darum, die Solidarität mit den oben genannten Forderungen über einen klaren Appell der Remscheider Kulturpolitiker an die Remscheider Vertreter im Bundestag und im Landtag zu verbinden, diese lebenswichtigen Forderungen politisch umzusetzen. Die Mitglieder des Kulturausschusses können doch nicht ernsthaft glauben, dass es möglich sei, aus einem kommunalen Fonds, gefüllt aus städtischen Mitteln durch Umschichtungen im Kulturetat, zum Beispiel Versicherungen, Mieten, Bedarfe des alltäglichen Lebens der Kulturschaffenden und ihrer Familien zu bezahlen. Dies ist nämlich einer der Juckepunkte der bisherigen Hilfen, weil mit den bisher von Land und Bund gezahlten Geldern nicht oder zumindest in nicht ausreichendem Maße möglich.

Tragfähiges Konzept zur Öffnung der KiTas fehlt

von Brigitte Neff-Wetzel

Seit nun mehr als acht Wochen sind die KiTas stadt- und landesweit geschlossen. Nun endlich sollte die groß angekündigte „stufenweise“ Öffnung durchgeführt werden. Doch während alle Geschäfte, Sportstätten, Restaurants und Cafés, gar Freizeitzeitparks und demnächst auch Freibäder wieder öffnen, bleibt das Konzept zur Wiederöffnung der KiTas weit hinter den Erwartungen zurück. Neben den Notgruppen dürfen gerade mal die Vorschulkinder in zwei Schritten die KiTas wieder besuchen. Alle anderen werden ein – maximal zwei – Schnuppertage insgesamt bis September gewährt, an dem die ein- bis sechsjährigen Minis noch einmal in „ihre“ KiTa dürfen.

Kleinkinder benötigen oftmals ein bis zwei Wochen Wiedereingewöhnungszeit nach  d r e i  Wochen Sommerferien. Was richtet da  e i n  Schnuppertag aus nach mindestens  a c h   Wochen? Andererseits: Viele Kinder -  vor allem die älteren KiTa-Kinder  - freuen sich darauf, wieder in die KiTa gehen zu können, ihre Freunde zu treffen, mit Gleichaltrigen zu spielen. Diesen Kindern einen Schnuppertag zu gönnen und dann wieder bis September nach  Hause zu schicken,  ist ebenso unpädagogisch. Zudem: Es besteht das Recht auf Bildung, dies schließt das Recht auf frühkindliche Bildung mit ein.

Völlig unverständlich erweist sich das Konzept zur Wiedereröffnung der KiTas, wenn man berücksichtigt, dass mittlerweile alle Geschäfte geöffnet und die Wirtschaft insgesamt wieder hoch gefahren wird; was bedeutet, dass immer mehr Eltern ihren Berufen wieder nachgehen. Wie ist das vereinbar mit der eingeschränkten KiTa – Öffnung (und übrigens auch der eingeschränkten Beschulung der Grundschulkinder)? Es ist tatsächlich ein Trauerspiel, wie wenig hier offensichtlich an die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern gedacht wurde. Die Enttäuschung und die Wut, die in dem Brief der Stadt- und Landeselternvertreter an die politisch Verantwortlichen deutlich werden, sind nicht nur verständlich- sie haben ihre absolute Berechtigung.

Es muss endlich ein tragfähiges Konzept zur baldigen Öffnung der KiTas her, das allen Kindern eine regelmäßige (tägliche) Rückkehr in die KiTas ermöglicht und den Eltern wirkliche Planungssicherheit gibt. Eltern werden verantwortlich für ihre Kinder handeln, sie werden das gesundheitliche Risiko sehr wohl abwägen und sich dann im Sinne ihrer Kinder für oder gegen eine adäquate Betreuung entscheiden- nur: diese Entscheidung muss in der Hand der Eltern liegen!  Die Bedingungen dazu zu schaffen– sprich die Öffnung der KiTas – das liegt allerdings in den Händen der Politiker!

Kinder-Ferienprogramm soll Corona-Folgen schmälern

von Beatrice Schlieper und Jutta Velte

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Neuhaus,
die Lehrerinnen und Lehrer, die Erzieherinnen und Erzieher, haben in den vergangenen Monaten trotz widriger Umstände Großes geleistet. Ihnen gilt unser Dank. Dennoch ist es kein Geheimnis, dass trotz der intensiven Nutzung aller verbleibenden Möglichkeiten der Bildungsvermittlung vieles auf der Strecke geblieben ist. Der persönliche Kontakt mit Gleichaltrigen, der ständige Austausch z.B. in Offenen Türen, Jugendzentren und anderen Anbietern der außerschulischen Jugendarbeit ist für Kinder und Jugendliche eine wichtige Bedingung für ihr Aufwachsen, für ihre Entwicklung, für ihr Selbstwertgefühl. Jetzt sind Kinder und Jugendliche aus ihrem gewohnten Lebensalltag heraus auf ihre Familien zurückgeworfen worden. Ihnen fehlt der Kontakt zu Gleichaltrigen, der Austausch über ihre Erlebnisse. Darüber hinaus gib es eine Vielzahl von Gründen, aus denen etliche nicht vom Home-Schooling profitieren können: z.B. beengte Wohnverhältnisse, fehlendes technisches Material, eingeschränkte Unterstützungsmöglichkeiten in der Familie und Unsicherheiten bei der Bewältigung der Krise. Dieser Zustand wird noch mindestens bis zu den Sommerferien anhalten. Hier gilt es kreative Lösungen zu finden.

Um den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten zu eröffnen, wieder ein Stück kind- und jugendgerechte Normalität aufzubauen, bitten wir Sie darüber nachzudenken, in wie weit die Sommerferien für ein besonderes Remscheider Ferienprogramm genutzt werden könnten. Da die bekannten Offenen Türen und Jugendzentren unter Wahrung der Hygienebedingung nur ein sehr begrenztes Angebot aufrechterhalten können, wäre es doch sicher möglich, die in den Sommerferien leerstehenden Schulgebäude und Sporthallen für Angebote der Jugendhilfe zu nutzen. Darüber hinaus würden sich möglicherweise einige Lehrer*innen oder Student*innen bereit erklären, den jungen Menschen auch schulische Bildungsangebote zu unterbreiten.

Mit einem solchen Angebot würde man zum Beispiel die Familien, die teilweise ihren Jahresurlaub schon genommen haben, um die ersten Wochen des Shut Down zu bewältigen, entlasten und Kindern und Jugendlichen in kleinen überschaubaren Gruppen, die Gelegenheit geben, ein Stückweit ihren Alltag wieder zu beleben. Wir hoffen, mit dieser Idee „offene Türen“ einzurennen und bald einen entsprechenden Vorschlag zu bekommen.

Mit freundlichen Grüßen

Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen im at der Stadt,
Jutta Velte , schul- und jugendpolitische Sprecherin

"Wie es nun weitergeht, werden wir sehen!"

von Dr. Andreas Wallbrecht

Tja, in diesem Jahr ist alles anders! Kaum hatten wir unseren Veranstaltungsflyer 2020  für das Deutsche Werkzeugmuseumvorgestellt und verteilt, da schlug auch schon die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen zu. Seit dem 14. März ist auch unser Haus geschlossen. In unserem letzten Newsletter hatten wir noch diverse Veranstaltungen angekündigt, die wir dann alle haben absagen müssen. Im nächsten Schritt hatten wir noch gehofft, dass wir wenigstens Mitte Mai unsere wichtige und hervorragend angenommene Veranstaltung zum Internationalen Museumstag durchführen können. Doch auch diese Hoffnung zerschlug sich Anfang April, als eine richtige und eindeutige Entscheidung getroffen wurde, die Museen bis zum 17. Mai geschlossen zu lassen. Dies gab uns Planungssicherheit.

Wie es nun weitergeht, werden wir sehen. Vielleicht gibt es ja bald erste Möglichkeiten. Corona kann auch eine Chance sein! Als klar war, dass es doch einige Wochen dauern würde, haben wir uns sofort entschieden, diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Wir haben angefangen, Reparaturarbeiten durchzuführen, liegengebliebene Inventarisationen nachzuholen, eine Verdunkelung für unsere Halle vorzubereiten, die Bibliothek zu aktualisieren etc.

Drei Projekte stehen bei uns ganz oben auf unserem Arbeitsplan:
In unserer Halle optimieren wir weiter unseren Veranstaltungsbereich. Die Bühne wird abgeschliffen und anschließend schwarz gestrichen. Damit passt sie sich in das gesamte Erscheinungsbild perfekt ein.
Seit geraumer Zeit sind wir dabei, ein neues Projektionssystem in der Mannesmann-Abteilung zu installieren. Nun konnten wir ein Podest aufbauen, Rohre und Kabel verlegen, alles vorbereiten, um es in Betrieb zu nehmen. Allerdings gibt es noch ein kleines Problem - Lieferschwierigkeiten, wahrscheinlich aus China.
Das dritte Projekt ist etwas aufwändiger, umso schöner ist es, daran sehr intensiv arbeiten zu können. Hierbei handelt es sich um Infoterminals für die verschiedenen Ausstellungseinheiten bei uns im Museum. Hierin werden Objekterklärungen, weitergehende Texte, erläuternde Filme oder Audiodateien zusammengefasst. Diese sollen das Angebot für die Besucher deutlich erweitern und gleichzeitig andere Systeme (Audioguide, QR-Code, internes Netzwerk) ersetzen und zusammenfassen. Wir sind sicher, dass es eine wichtige Neuerung wird und viele Informationen für die Besucher auf sehr komfortable Art und Weise vorgehalten werden. Viel Arbeit, aber wir freuen uns schon jetzt auf das Ergebnis.

Für all diese Arbeiten ist die Schließung natürlich perfekt - wir haben mehr Zeit und wir können in  den Ausstellungen arbeiten, ohne die Besucher zu stören. Wir hoffen, Ihnen geht es gut und wir können Sie bald wieder bei uns begrüßen.

Ihr
Dr. Andreas Wallbrecht

Anträge von Sportvereinen noch bis zum 15. Mai

Michael Büddicker.Foto: privat.von Michael Büddicker

Ein Lichtblick für viele Schatzmeister von Sportvereinen: Eine Woche nach dem offiziellen Start für das Sonderprogramm „Soforthilfe Sport“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat der Landessportbund NRW bereits rund zwei Millionen Euro aus dem vorhandenen Zehn-Millionen-Topf an notleidende Sportvereine zur Überweisung veranlasst. Das hat die Staatskanzlei in Düsseldorf gestern mitgeeilt. Das genehmigte Geld verteilt sich auf bislang mehr als 250 Anträge. Für die konkreten Unterstützungsleistungen werden 60 Prozent des nachgewiesenen Förderbedarfs gewährt. Es gilt eine Obergrenze von 50.000 Euro pro Antrag. „Diese Gelder sollen unseren Sportvereinen dabei helfen, ihre erfolgreiche Arbeit trotz der schwierigen Umstände fortsetzen zu können. Jeder Euro dient dabei als weiterer Beweis, dass wir dem Sport in unserem Land fest zur Seite stehen“, sagte Sport-Staatssekretärin Andrea Milz.

„Die Resonanz zeigt, dass solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den organisierten Sport weitgehend unbeschadet durch diese Krisenzeiten zu führen“, betonte LSB-Präsident Stefan Klett. Als Bedingung für die Gewährung der Soforthilfe gilt ein durch die Corona-Pandemie verursachter Liquiditätsengpass, der zu einer Existenzgefährdung des Vereins beziehungsweise des Verbands oder Bunds in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Sämtliche finanziellen Mittel werden von der Landesregierung zur Verfügung gestellt, das zuständige LSB-Referat übernimmt die Bearbeitung der Anträge sowie die zeitnahe Auszahlung. Anträge können noch bis zum 15. Mai 2020 gestellt werden. (Michael Büddicker, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion)

Eltern fragen nach Rahmenbedingungen für Schulstart

An die Bezirksregierung Düsseldorf
An das Ministerium für Schule und Bildung
An die Stadtverwaltung Remscheid, Fachdezernat 2

Am 12. Februar trafen sich Vertreter der einzelnen Schulpflegschaften der Remscheider Schulen mit dem Ziel eine Stadtschulpflegschaft zu gründen. Es bildete sich eine Arbeitsgruppe, um alle relevanten Fragen zu klären und die Gründung vorzubereiten, so dass nach den Osterferien die Wahlen stattfinden könnten. Aufgrund der Corona-Krise haben wir die Wahlen jedoch bis nach den Sommerferien verschoben. Die Arbeitsgruppe steht in engem Informationsaustausch untereinander und agiert momentan als kommissarischer Vertreter der Remscheider Elternschaft.

Die letzten Wochen stellten für uns alle eine große Herausforderung in noch nicht da gewesenen Maßen dar, und wir möchten uns für die geleistete Arbeit sowohl auf Landes als auch auf Stadtebene bedanken. Im Hinblick auf die geplanten Teilöffnungen der Schulen am 23. April bzw. ab 4. Mai gibt es in der Elternschaft eine Reihe von Fragen, die wir gerne vor Unterrichtsbeginn geklärt haben möchten.

  1. Wie kann sichergestellt werden, dass die Kinder mit dem öffentlichen Nahverkehr sicher zur Schule kommen und dabei Mindestabstände eingehalten werden können?
  2. Bei Maskenempfehlung im Bus: Wie kann eine ausreichende Versorgung mit entsprechenden Masken sichergestellt werden? Es gibt zwar viele verschiedene Empfehlungen Masken zu reinigen und wiederzuverwenden. Wie kann so etwas überprüft werden?
  3. Gemäß Beschluss der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder am 15. April 2020 sollte bis zum 29.04.2020 ein Hygieneplan für die einzelnen Schulen erarbeitet werden. Da die Abschlussklassen bereits am 23.04.2020 wieder die Schulen besuchen, muss dieser Plan auch bis dahin verlässlich ausgearbeitet sein. Reicht hierfür die verkürzte Zeit aus?
  4. Sind die Schulen ausreichend mit Desinfektionsmitteln und entsprechenden Unterarmspendern ausgestattet um den geltenden Hygienestandard aufrechtzuerhalten bzw. ist ausreichend geschultes Reinigungspersonal sowie entsprechende Putzmittel vorhanden? Wer stellt sicher, dass das Reinigungspersonal alle Richtlinien einhält?
  5. Wird angedacht auch Masken während des Unterrichts zu empfehlen?
  6. Entsprechen die Sanitäreinrichtungen in unseren Schulen dem geforderten Hygienestandard?
  7. Welche Regeln gelten für Schülerinnen und Schüler (SuS) mit Vorerkrankungen. Wie werden diese geschützt?
  8. Covid-19 verläuft bei SuS normalerweise ohne ernste Konsequenzen. Wie will man aber die Eltern schützen die entsprechende Vorerkrankungen haben oder vielleicht sogar über 60 Jahre alt sind? Was ist mit im Haushalt lebenden Großeltern? Wieso setzt man sie einem Risiko aus, das entsprechenden Lehrkräften nicht zugemutet wird.
  9. Wie ist das Vorgehen, wenn SuS während des Unterrichts husten? Bei einigen SuS besteht schon seit Jahren eine Art immer wieder auftretender Husten, entweder bedingt durch Asthma, Allergien oder auch ungeklärter Ursache.
  10. Wie genau gelangen die SuS vom Schulhof in die Klassen? Ist ein ausrechender Abstand von 2m einhaltbar?
  11. Möglichst feste Lerngruppen bei Aufteilung der Klassen: Wie ist die Umsetzung in einem Kurssystem geplant, z.B. bei G- oder E-Kurse an einer Gesamtschule, oder im Bereich der ganzen Oberstufe? In der Oberstufe in Remscheid gibt es sogar Kurse mit SuS verschiedener Schulen. Welche Empfehlung gilt hier?
  12. Gibt es an den Schulen überhaupt genug geeignete Räumlichkeiten bzw. Lehrkräfte für viele kleinere Gruppen?
  13. Wie gestaltet sich ab dem 4. Mai die Betreuung durch die OGGS. Welche Kriterien und Öffnungszeiten gelten hier?
  14. Unterricht Online: Zusätzliche Investitionen in diesen Bereich sind notwendig und wünschenswert. Wie soll dies forciert werden? Bisherige Gelder aus dem Bereich „Digitalisierung“ sind vorhanden. Aber es mangelt an Personen, die Ausschreibungen vornehmen und Firmen, die die Umsetzung vornehmen. Was ist jetzt konkret geplant? Wie können auch Lehrkräfte entsprechend fortgebildet werden?
  15. SuS werden auch zukünftig auf Online-Unterricht bzw. Online-Medien angewiesen sein. Sind hier einheitliche Lernplattformen geplant, die sowohl Unterricht, Aufgabenvergabe und Kontrolle sicherstellen?
  16. Steht den SuS das entsprechende Equipment privat zur Verfügung (PC, Drucker, Internet)? Ein Smartphone reicht hier auf Dauer nicht. Wie will man hier Benachteiligungen vermeiden?

In der Schul-Mail vom 15.04.2020, veröffentlicht auf der Homepage des MSB, wird mitgeteilt, den Schulbetrieb für die Abschlussklassen am 23. April wieder aufzunehmen. Hier geht es in erster Linie sowohl um Jahrgänge 10, die Abiturienten und die verschiedenen Abschlussklassen der Berufskollege. Bekanntermaßen war die Vorbereitungszeit für viele SuS nicht ideal, und sie wird weiterhin überschattet von Unsicherheit und diverser Fragen. Daher möchten wir einige dieser Fragen auch an Sie weiterleiten.

  1. Wird es für die Abschlussklassen „normalen“ Unterricht geben oder wird er auf die jeweiligen Prüfungsfächer konzentriert werden?
  2. Wie gestaltet sich die Notenvergabe in den anderen Fächern, falls nur noch die Prüfungsfächer unterrichtet werden sollten?
  3. Wie werden die schulübergreifenden Kurse der Oberstufe in Remscheid konkret organisiert?
  4. Bleibt es bei den bisher bekanntgegebenen Prüfungsterminen?
  5. Angenommen einige der bisherigen Lehrkräfte fallen unter die Risikogruppe: Wie wird ein reibungsloser Übergang des Unterrichtsstoffs und der endgültigen Notenvergabe sichergestellt?
  6. Was passiert, wenn ein Prüfling sowohl an dem Haupttermin und als auch an dem Nachschreibetermin nicht teilnehmen kann? Die bisherige Attestpflicht lässt sich ja wohl momentan nicht anwenden, da z.B. Erkältungssymptome von Covid-19 nicht zu unterscheiden sind. Ein Arztbesuch entfällt ja und getestet wird auch nicht so einfach…
  7. Was passiert, wenn jemand (SuS oder Lehrkraft) während einer Prüfung hustet oder niest?
  8. Keine Benachteiligung für SuS: Findet die jetzige Situation der schwierigen und unterschiedlichen Vorbereitung Berücksichtigung bei der Notenvergabe?
  9. Sollten Prüfungen mit Maske abzulegen sein, ist dies nicht angenehm und kann beeinflussend sein. Bei mündlichen Prüfungen fehlt die Mimik und zwar bei beim Geprüften sowie auch bei den Prüfern.

Wir bedanken uns im Voraus für Ihr Verständnis, dass wir als Eltern auch verlässliche Antworten auf unsere Fragen haben müssen, denn wir sind in erster Linie für die Sicherheit unserer Familien zuständig. Es ist unstrittig, dass die Ausbildung unserer Kinder möglichst schnell wieder fortgeführt werden muss, allerdings müssen hierfür auch die Rahmenbedingungen sichergestellt sein.

Wir können die Krise nur gemeinsam meistern. Sollten Sie den direkten Kontakt zu der Remscheider Elternschaft benötigen, so sind wir gerne bereit relevante Informationen an die jeweiligen Schulpflegschaften weiter zu leiten.

Freundliche Grüße

Karsten Neldner (Sophie-Scholl-Gesamtschule), Claudia Güttner (Albert-Einstein-Schule) Patrick Schönepauck (Nelson-Mandela-Schule),Thomas Schroeter (Röntgen-Gymnasium), Petra Schnippering (Albert-Schweitzer-Realschule), Janine Giordani (Alexander-von-Humboldt-Realschule), Claudia Kray (Gemeinschafts-Grundschule Kremenholl), Johnny Pagano (Gemeinschafts-Grundschule Stadtpark), Esther Garcia (Katholische Grundschule Menninghausen), Uta Wiesemann-Schroll (Heinrich-Neumann-Schule)

Aufteilung des Rathausplatzes für Markt bitte beibehalten

von Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD)

Ich war letzten Samstag angenehm überrascht ob der Stellweise der Marktbeschicker auf dem Rathausplatz. Die Verkaufswagen waren auseinander gezogen, und der Theodor-Heuss-Platz machte ein ganz anderes Bild. Da ich aber auch von den Beschickern hörte, dies sei nur vorrübergehend ( wegen der Corona-Krise) bitte ich die Verwaltung und die Marktbeschicker herzlich darum, diese Aufstellung beizubehalten. Wenn es jetzt noch gelänge, zwei bis vier neue Marktbeschicker zu finden,  hätten wir wieder einen ansehnlichen Wochenmarkt.
Den Händlern, die zurzeit den Markt beschicken, kann man nur danken ob ihrer vernünftigen Arbeit auch in Krisenzeiten, dies schließt auch die Käufer und Käuferinnen ein, die bemüht sind sich an die Regularien zu halten.