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Meine Meinung: Remscheid, Stadt der Ankündigungen

von Jochen Hartenstein

Als gebürtiger, überzeugter Remscheider, hier aufgewachsen, zur Schule gegangen, bei der Stadtsparkasse Remscheid in leitender Stelle in Rente gegangen und seit nunmehr 50 Jahren ehrenamtlich im RTV, später im SBR und im Sportausschuss tätig, habe ich mir so meine Gedanken über die Zukunft unserer liebenswerten Stadt gemacht. Nicht mehr für mich, aber für meine Kinder und Enkel, von denen ich hoffe, diese meine Heimatstadt nicht verlassen zu wollen oder besser zu m ü s s e n. Als interessierter Zeitungsleser und Beobachter der im Stadtrat und anderen Gremien getätigten Diskussionen fällt mir Folgendes auf: Ankündigungen, Ankündigungen! Wo aber bleiben die für uns Bürger sichtbaren Ergebnisse?

Ich möchte bei der Zukunft der heimischen Wirtschaft beginnen: Wer erinnert sich noch an die Diskussionen um das „Gewerbegebiet Blume“? Großes Gelände, bestens gelegen an der Autobahn A 1 mit eigener Auffahrt, für Remscheider Verhältnisse relativ eben. Also geradezu ideal für ein neues, notwendiges Gewerbegebiet. Der starke „Heimatbund Lüttringhausen“, dessen damaliger Vorsitzender sich wohl an seinem ehemaligen Arbeitgeber „rächen“ wollte, verhindert – neben Anderen - eine einmalige Chance für wirtschaftlichen Aufschwung und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Remscheid. Versagen der Politik?

Dann wird über die „Erdbeerfelder“ in Richtung Bergisch Born diskutiert. Verkehrstechnisch gute Lage; auch relativ eben, aber eben (noch) nicht vollständig im Eigentum der Stadt. Wie geht es hier weiter? Frage an Politik und Verwaltung. Wenn dies nicht gelingen sollte, gehen wir also ein Stück weiter in Richtung Bergisch Born, dem sogenannten „Gleisdreieck“. Prima Idee mit den Städten Hückeswagen und Wermelskirchen zusammen zu arbeiten! Aber Gespräche mit den Noch-Eigentümern des Geländes werden angeblich nicht geführt! Versagen der Politik und Verwaltung?

Bleiben wir in Alt–Remscheid. Die Diskussion über die „Neugestaltung der Alleestraße“  und die „Wiedereröffnung für den Verkehr“ ist fast so alt wie ich. Wohl wissend, wie schwierig  die Verhandlungen mit den diversen Eigentümern auch sind, ich möchte Erfolge sehen! Der Kämpfer, Ralf Wieber von der „ISG“, tut mir persönlich leid. Erhält er genügend Unterstützung von Politik und Verwaltung?

Der nahe gelegene „Ebert–Platz“ gehört mit in dieses Kapitel. Hört auf zu diskutieren und entscheidet! Es kann nur besser werden. Mit in diesen Innenstadtbereich gehört das ehemalige „Kipper–Gelände“. Ich war noch im Dienst der Stadtsparkasse Remscheid als über eine sinnvolle Nutzung in dieser zentralen Lage diskutiert und verhandelt wurde. Erst jetzt, 15 Jahre später, scheint sich eine Lösung anzubahnen. Schnell, oder zu langsam?

Die Rückseite des Rathauses soll – so will ich hoffen – neu gestaltet werden. Hoffentlich bald! Wir besitzen ein wunderschönes Rathaus von vorne. Aber wehe, ein Auswärtiger sieht sich das Gebäude von hinten an. Pläne gibt es, ich warte sehnsüchtig auf die Verwirklichung.

Dann haben wir noch den „Stadtparkteich“. Viele Mitbürger und Ehrenamtliche kämpfen für dessen Erhalt. Zu Recht! Er ist ein Naherholungsort mit langer, langer Tradition. Gibt bitte jetzt „grünes Licht“, damit sich bald wieder viele Bürger daran erfreuen können.

Ein weiteres Thema ist das „Freibad Eschbachtal“. Das älteste in Deutschland, wunderschön gelegen, nicht nur von Remscheidern genutzt, ein Kleinod, welches es zu erhalten gilt. Ein Antrag auf Förderung zur Verbesserung der Infrastruktur ist meines Wissens gestellt. Hoffentlich ist die gewünschte Höhe von neun Millionen Euro nicht zu hoch gegriffen. Und hoffentlich auch mit den notwendigen Argumenten. Dem Förderverein um Stefan Grote und uns Bürgern ist es zu wünschen!

Bleiben für mich noch andere Angelegenheiten: Zum Beispiel das geplante „Sportzentrum Hackenberg“. Klar, seine Entstehung ist abhängig von der Verwirklichung des „DOC“. Wer hat eigentlich zu verantworten, dass die laufenden Prozesse so lange dauern? Hoffentlich springt der Investor nicht in letzter Sekunde noch ab! Gibt es dann einen „Plan B“ für das in die Jahre gekommene und weitgehend marode „Röntgenstadion“? Mir ist Derartiges nicht bekannt.

Was wird eigentlich aus den Vorhaben des Privatinvestors Leo Schönhals? Eine sinnvolle Aufstockung des „Woolworth–Gebäudes“ wäre für die Alleestraße doch fördernd und wünschenswert. Noch schöner fände ich es, wenn er seine Vision in Richtung „Markt“ verwirklichen könnte. Aus meiner Sicht war es seinerzeit schon ein Fehler, dem „Allee–Center“ nicht  gleichzeitig ein Gegenpol am Markt zu schaffen. Dort möchte der Privatinvestor nun gegensteuern. Er hat meines Erachtens jede Unterstützung von Politik und Verwaltung verdient!

Was mich freut: Es gibt wieder ein Kino in Remscheid! Unser OB hat es als „Meilenstein“ für unsere Stadt genannt. Recht hat er: Nur wer hat es verwirklicht? Ein Privatinvestor in relativ kurzer Zeit. Über die Frage: Wie lange es mit der Stadt und deren Verwaltung gedauert hätte, möchte ich im Nachhinein nicht nachdenken. Ich freue mich einfach über das Ergebnis.

Alle Welt spricht im Moment über die „Digitalisierung“. Ich gebe gerne zu, die Zusammenhänge nicht voll zu verstehen. Aber ich lese im RGA, im Vergleich zu anderen Kommunen liegen wir knapp unter den 150 vergleichbaren Städten, während sich Wuppertal und Solingen unter den ersten 50 bewegen. Verschlafen wir auch auf diesem Gebiet unsere Zukunft? Ich kann dies im Detail nicht beurteilen, aber für mich drängt sich die Frage auf, was meine Kinder und Enkel zu dieser Entwicklung später einmal sagen werden.

Zum Abschluss noch ein Thema, welches mich lächeln lässt: Von verschiedenen Seiten wird für unsere Stadt ein „Radwegenetz“ gefordert. Toll! Diejenigen, die solches fordern, sollten die Nutzung der bestehenden Radwege auf der „Schützen- und Wilhelmstraße“ einmal zählen. Aus eigener Anschauung weiß ich, hier ist manchmal wochenlang nicht ein einziger Radfahrer zu sehen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Eine Vernetzung der „Werkzeugtrasse“ mit der „Balkantrasse“ – oder auch mit Solingen und Wuppertal – halte auch ich für wünschenswert. Aber ein Radwegenetz für „Gesamt Remscheid“ ???

Diese „Meine Meinung“ wollte ich zunächst nur in der nächsten „RTV–Info“ publizieren. Aber ich glaube, dass auch weitere interessierte  und kritische Bürger von diesen Tatsachen Kenntnis nehmen sollten. Ich meckere nicht, ich möchte lediglich erreichen, dass öffentlich diskutiert wird und aus den An k ü n d i g u n g e n endlich auch etwas „G r e i f b a r e s“ wird. Wie gesagt: Nicht für mich, sondern für meine Kinder und Enkel!

Postkarte erinnert daran, "wie es früher war"

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Nicht alle Objekte auf dieser Ansichtskarte gibt es auch heute noch, die in Remscheid am 31. 12. 1904 bei der Post abgestempelt wurde. Durch Krieg oder modernisierende Sanierung (nennen wir es mal so) hat sich so manches verändert. Etwa beim Stadtpark Remscheid, dem Rathaus Elberfeld, dem Tölleturm in Barmen, beim Markt in Solingen, in Schloss Burg und an der Kaiser-Wilhelm-Brücke, an der Talsperre, und auch an der Schwebebahn und der Barmer Ruhmeshalle. Aber es ist doch schön, dass wir mit dieser Postkarte noch eine Erinnerung daran haben, "wie es früher war".

Ein Frankfurter Mundartdichter schrieb einmal (hier übersetzt): "Und es will mir nicht in den Kopp hinein, wie kann nur ein Mensch nicht aus Frankfurt sein". Das gilt im übertragenen Sinne natürlich auch für die Lenneper, und darum sage ich: Wenn Sie schon nicht in Lennep wohnen, dann kommen Sie doch einfach mal vorbei, mit der Eisenbahn z.B., aber natürlich geht das nur, wenn der "Müngstener" gerade mal fährt und die ehemalige Kaiser-Wilhelm-Brücke nicht repariert werden muss. ;-)

Absurd oder einfach gedankenlos

von Beatrice Schlieper, Fraktionssprecherin der Grünen im Rat der Stadt Remscheid

Der /die zukünftige/r Programmverantwortliche des Teo Otto Theaters verwaltet Mängel, um die eigene Stelle mit zu finanzieren. So knapp auf den Punkt bringen könnte man den Antrag der CDU zur Änderung des Stellenplans auf Einrichtung einer vollen Stelle für die künstlerische Programmgestaltung im Teo Otto Theater, der gestern im  Kulturausschuss verabschiedet werden sollte. Auch wenn die Antragsteller eine alleinige berufliche Präsenz für das Theater als zwingend notwendig ansehen, wurde der Antrag nicht verabschiedet. Gut so. Denn finanziert werden soll die Aufstockung der vorhandenen 20-Stunden-Stelle aus dem Gastspieletat! Zu kurz gedacht. Denn ein bespieltes Haus lebt nun einmal von Gastspielen. Was sich die Kulturverantwortlichen der CDU dabei gedacht hatten, als sie den Antrag auf den Weg  brachten, wurde gestern nicht deutlich. Der Antrag wurde von der CDU vertagt.

Eine Peinlichkeit kann zu einer Chance werden

von Thomas Brützel, Ratsmitglied der Wählergemeinschaft W.i.R.

Die Beschlussunfähigkeit des Bergischen Regionalrates am 5.10.2018 war zwar peinlich, aber nicht überraschend. Zum einen war vorher klar, dass der Termin unglücklich war – der 5.10. konnte in diesem Jahr gut als langes Wochenende nach dem Tag der Deutschen Einheit genutzt werden. Dazu kommt, dass der Enthusiasmus für dieses Gremium ohnehin bei dessen Mitgliedern stark gesunken ist – und das auch bei mir. Und nicht untypisch war, dass ich z.B. in der letzten Sitzung auf dieses Problem hingewiesen hatte (Remscheid hatte seine Ratssitzung gerade um eine Woche vorgezogen), und natürlich lief dieser Hinweis mal wieder ins leere - im Bergischen Regionalrat haben die Beiträge aus kleineren Fraktionen nicht so eine hohe Resonanz. Wer den Bergischen Regionalrat kennt, weiß die politische Kultur in Remscheid zu schätzen. Und so habe ich mich auch am 5.10. auf den Weg ins Rathaus Remscheid gemacht (der letzte Bergische Regionalrat in Remscheid war übrigens auch schwächer besucht als die in Solingen oder Wuppertal), um nach 5 Minuten Zeit für ein paar private Gespräche zu bekommen.

Die Beschlussunfähigkeit ist aber auch nur ein Ausweis für den Zustand dieses Gremiums. Als ich 2015 (ein wenig überraschend) in den Bergischen Regionalrat gewählt wurde, habe ich das als eine große Chance verstanden. Bis dahin war das Thema „Kooperation im Bergischen Land“ im Wesentlichen ein Thema, das bei den Verwaltungsvorständen des Städtedreiecks angesiedelt war. Und ich halte ein politisches Forum, in dem die politischen Vertreter der Städte als Vertreter der Zivilgesellschaft über die Zukunft des Städtedreiecks nachdenken. Nur – der Bergische Regionalrat ist dieses Forum in seiner jetzigen Form nicht. Und das wissen auch alle! Die Landtagsabgeordneten aus Remscheid haben z.B. schon lange ihre Mandate in diesem Gremium abgegeben (die Geschicke der Bergischen Struktur- und Wirtschaftförderungsgesellschaft werden halt im Aufsichtsrat geregelt).

Die geltende Auslegung des Gesellschaftervertrags macht den Bergischen Regionalrat halt nur zu einem Beirat des Aufsichtsrates Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) mit reinem Empfehlungscharakter. Im Kern nehmen wir dort Präsentationen der BSW zur Kenntnis. Dann kann man dazu ein paar Fragen stellen, das ist es dann aber auch. Zumal die Große Koalition aus Wuppertal diesen Rat weitgehend dominiert. Viel wichtiger ist aber, worüber der Rat nach Ansicht der Geschäftsführung und der Sitzungsleitung nicht diskutieren soll – nämlich über alles andere, darunter auch sich selbst.

Und wenn sich das nicht ändert, ist der Bergische Regionalrat bald ohnehin tot. Wir treffen uns zweimal im Jahr (in 2018 wegen Beschlussunfähigkeit dreimal) freitags um 14:00 Uhr, um uns Berichte anzuhören. Ich habe keine Probleme mit ehrenamtlicher Arbeit und finde auch richtig, dass es keine Entschädigung oder Sitzungsgelder für dieses Gremium gibt (das wäre es auch nicht Wert). Aber – wenn man noch im Berufsleben steckt, möchte man einen halben Urlaubstag gerne für etwas Sinnvolles investieren – selbst, wenn es sich dabei um die kommunale Selbstverwaltung handelt. Deswegen haben auch die Bergischen Wählergemeinschaften  einen Antrag gestellt, das Selbstverständnis des Bergischen Regionalrates als demokratische Vertretung des Städtedreiecks zu ergänzen – und ich ahne schon den Versuch, diesen aufgrund von Nichtzuständigkeit nicht zu behandeln.

Aber wir müssen die Peinlichkeit des beschlussunfähigen Bergischen Regionalrates jetzt nutzen, um über seine Zukunft zu diskutieren und sein Schicksal zu ändern. Wenn nicht – auch ich habe mir schon überlegt, ob ich in Zukunft meine Zeit für dieses aktuell wirkungslose Gremium weiter opfern möchte. Wir müssen aber über die Zukunft des Städtedreiecks dringend städteübergreifend diskutieren. Wenn der Bergische Regionalrat diese Aufgabe nicht übernehmen kann und möchte, müssen wir andere Formen finden. Dann würde ich mich freuen, wenn ich mich in einem selbstorganisierten interkommunalen parlamentarischen Club engagieren könnte, wo es zu echten Diskussionen kommen kann, als in einem erstarrten und toten Gremium der BSW.

Einen Beitrag für Menschlichkeit leisten

von: Fraktion der Linken

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker (parteilos), die Oberbürgermeister von Düsseldorf, Thomas Geisel (SPD), und Bonn, Ashok Sridharan (CDU), haben in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel humanitäre Hilfe für in Not geratene Flüchtlinge angeboten. Die Stadt Bonn war schon Anfang Juli bereit einige der über 200 Flüchtlinge vom Rettungsschiff „Lifeline“ aufzunehmen. OB Sridharan sagte seinerzeit: „Helfen zu können ist ein Privileg!“

In ihrem Schreiben an die Bundeskanzlerin setzen sich die drei Kommunalpolitiker dafür ein, dass die Seenotrettung wieder ermöglicht wird, bis eine europäische Lösung mit allen Beteiligten vereinbart ist. Denn dass alleine im Juni 629 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken sind, sei auch eine Folge der „Behinderung und Kriminalisierung von privaten Initiativen zur Seenotrettung“. Das zerstöre „die Basis der europäischen Idee aus Humanismus, Aufklärung und Menschenrechten.“

DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid sieht das genauso: Dem Sterben an den EU-Außengrenzen darf nicht länger tatenlos zugesehen werden. Über reine Solidaritätsbekundungen hinaus können auch Sie, Herr Oberbürgermeister, mit den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt einen Beitrag für Menschlichkeit leisten: Wir gehen davon aus, dass trotz der aktuellen Schließung von zwei Flüchtlingsunterkünften genügend Kapazitäten vorhanden sind, um auch in Remscheid humanitäre Hilfe für diese Flüchtlinge anzubieten. DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Remscheid bittet Sie, sich der Initiative der Oberbürgermeister anzuschließen. Schreiben sie an Bundeskanzlerin Merkel und zeigen Sie Ihre Bereitschaft, in Not geratenen Flüchtlingen zu helfen.

gez. Fritz Beinersdorf, Brigitte Neff-Wetzel und Thorsten Schwandt

Grüne überrascht über „Klimawandel“ bei der CDU

Leserbrief der Fraktion der Grünen im Rat der Stadt Remscheid

Mit großer Überraschung haben wir die Forderung des Lenneper Bezirksbürgermeisters und CDU-Mitglieds Markus Kötter, eine Debatte über den kommunalen Klimaschutz zu führen, zur Kenntnis genommen. Dazu erklärt die Fraktionssprecherin Beatrice Schlieper: „Wir freuen uns sehr, dass die CDU nach vielen Jahren der Untätigkeit nun ein weiteres grünes Kernthema für sich entdeckt hat. Nach dem sie sich neuerdings für den Radverkehr einsetzt, will die CDU jetzt den kommunalen Klimaschutz gestalten. Wir hoffen, dass dieses Umdenken nun auch aktiv Einzug in die Remscheider Politik halten wird. In der Klima-Allianz Remscheid sind die Mitglieder der CDU jedenfalls herzlich willkommen.“

Susanne Fiedler, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion, ergänzt: „Neben der Freude über den „Klimawandel“ in der CDU, beschäftigt uns allerdings die Frage, ob die CDU in den letzten Jahren geschlafen hat. Das Umweltamt sowie die Klima-Allianz Remscheid beschäftigen sich schon lange intensiv mit den Folgen des Klimawandels und den daraus entstehenden Handlungsnotwendigkeiten. Nur zwei Punkte von vielen: Im Februar 2014 wurde die Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes im Rat beschlossen. Außerdem arbeiten die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal gemeinsam mit der RWTH Aachen an der Umsetzung einer gemeinsamen Klimaanpassungsstrategie („BESTKLIMA“). Über die Fortschritte wird im Umweltausschuss regelmäßig berichtet. Vielleicht haben die anwesenden CDU’ler da nicht aufgepasst. Wir sind aber gerne bereit, uns, wie von Herrn Kötter vorgeschlagen, auch mit der Klimaanalyse des LANUV auseinanderzusetzen.“

Überdachung des gesamten Platzes ist logisch

Der Busbahnhof im dchweizerischen Aarau. Foto:Andreas-Braun.

von Martin Klück

Ich bin am Freitag letzter Woche trotz des schönen Wetters und Temperaturen über 30⁰ nicht zur Aktion der Remscheider SPD-Fraktion gepilgert, um nur rum zu meckern. Ganz im Gegenteil. Ich hatte einen realisierbaren Gegenvorschlag mitgebracht. Mein Vorschlag beinhaltet die komplette Überdachung des Platzes in der heutigen Ausdehnung nach dem Muster des Zentralen Omnibusbahnhofs in Aarau in der Schweiz (siehe Foto rechts) Dieser Vorschlag trägt unter dem Gesichtspunkt der Witterungsverhältnissen für das Bergische Land mit viel Regen und Wind, in vollem Umfang Rechnung.

In der Planung und Diskussion um den Platz darf es einzig und allein um die Aufenthaltsqualität der Nutzer gehen! Und da liegt der viel gescholtene Hund des architektonischen Gewinnerentwurfs begraben. Zur Erinnerung: Die Nutzer sind die zahlenden Fahrgäste der Stadtwerke, nicht zu vergessen die Fahrer der Busse. Ohne die geht hier nichts. Mir geht es um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität der täglichen Nutzer des ZOB und nicht um die Verbesserung der Aufenthaltsqualität irgendwelcher imaginären Besucher unserer Stadt. Der Platz hat eine rein funktionelle Daseinsberechtigung.

Und wenn dann auch noch Geld übrig ist, warum auch nicht noch etwas Grün dazu, welches in der Folge gepflegt werden MUSS! Natur ist ja etwas Feines, aber möglichst nicht so wie im Waterbölles vom 30. Juli unter dem Titel „Urban Gardening am Friedrich Ebert Platz“ verdeutlicht.

Noch einmal, bei den normalerweise herrschenden Wetterbedingungen hier im Bergischen Land, macht eine Überdachung des gesamten Platzes logischen Sinn, der jedem einleuchtet, wenn sie oder er denn auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen ist.

Sensationell wäre es, wenn die Damen und Herren Entscheider – alles Pkw-Nutzer – sich dieser Einsicht anschließen könnten. Warum der Platz in seiner jetzigen Größe erhaltenswert ist?

  • Zukunftsfähig erhalten, weil die Ausweitung des ÖPNV absehbar ist
  • Smart City Auswirkungen usw. usw.

Zum Schluss möchte auf den sehr lesenswerten Artikel im Waterbölles vom 3. Juli  mit dem Titel „Vorsicht, in zwei Jahren sind Kommunalwahlen“ hinweisen!

"Im gesamten Aufnahmeritual läuft etwas falsch!"

von Otto Mähler

Mitte April bekam meine Frau eine Einweisung ins Sana-Klinikum, um sich einer Kathederuntersuchung zu unterziehen. Es wurde der 2. Mai, 11 Uhr, terminiert. Um 10.30 Uhr fanden wir uns im Klinikum ein und hatten uns auf etwas Wartezeit eingerichtet. Nach ca. einer Stunde wurde meine Frau aufgerufen zur Blutentnahme, anschließend folgte wieder eine Wartezeit von ca. einer Stunde, dann der Aufruf zum Prozedere der Aufnahmeformalitäten. Wir wurden dann zur Station ZS 2 verwiesen, wo es im Aufnahmebereich keine Sitzmöglichkeit gab. Wir wurden, nachdem man uns mitgeteilt hatte, heute 33 Aufnahmen zu haben, in einem leeren Zimmer „geparkt“. Dort erschien dann eine nette Schwester, um einige Sachen zu erfragen und nach einer geraumen Zeit eine  (Assistenz-?)Ärztin, die als erstes fragte, weshalb wir denn so spät gekommen seien. Hier tat Aufklärung Not: Am früheren Morgen sei gar nichts los gewesen.

Meine Frau war zwischenzeitlich mit den Nerven schon ziemlich unten. Gegen 15.40 Uhr waren wir schließlich auf der Station BS 2. Dort wurden wir gefragt, wer uns denn geschickt hatte. – „Haben kein Zimmer für sie frei!“ Zum Glück bekam meine Frau dann doch noch ein Zimmer, da eine andere Dame vermutlich noch in der Warteschleife hing.

Fazit: In dem gesamten Aufnahmeritual läuft etwas falsch. Man möge mir jetzt bitte nicht mit Entschuldigungen kommen. Zum wiederholten Mal festgestellt, von anderen des Öfteren gehört. Es ist eine Katastrophe wie mit Patienten, die ja nicht zum Spaß kommen, umgegangen wird.

Sehr geehrter Sozialdezernent Thomas Neuhaus, ich bitte Sie, dies im Aufsichtsrat des Sana-Klinkums anzusprechen. Es geht mir nicht um uns, sondern um die Patienten im Allgemeinen. Sehr geehrter Herr Sill, lieber Lothar, vielleicht kann man dies auch im Sozialausschuss thematisieren; ich bin gerne bereit zu kommen.

Bäume fällen mitten in der Nistzeit!?

Fotos: Hans Schulte.Von Hans Schulte, Anwohner der Siedlung „Vorm Berg“

Am vergangenen Freitag hat ein Remscheider Gartenbaubetrieb im Bereich Vorm Berg–Verbindung Dominicusstraße–Volkeshaus im Auftrag der Stadt eine Baumfällaktion durchgeführt, die nicht nachzuvollziehen ist. Es wurde wegen zwei trockener Bäume eine ökologische Nische für Singvögel (die zurzeit brüten) völlig zerstört. Die offenbar unsachgemäße Ausführung der Arbeit spottet für mich jeder Beschreibung. Durch den Einsatz der schweren Geräte wurde auch der Asphaltweg erheblich beschädigt und ist somit für Fußgänger gefährlich geworden. Ich bitte Stadtförster Markus Wolf von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR), dieses Desaster zu besichtigen, um sich ein Bild zu verschaffen, wie gleichgültig in diesem Fall mit der Natur umgegangen wurde.

"Ges(ch)ichtslose Scheußlichkeit bitte beenden!"

Horst Kläuser. von Horst Kläuser

Ob der "Brunnen" auf der oberen Alleestraße zu mehr taugt als Woche für Woche ein Thema für die KollegInnen beim "armen Tüpitter" (der ja den Anblick täglich zu ertragen hat) abzugeben, sei dahingestellt. Ich denke, es wäre an der Zeit, kühl den Rest-Metallwert des Monstrums beim Schrotthändler unseres Vertrauens zu realisieren. Unter ästhetischen Gesichtspunkten war der Brunnen eigentlich immer nur furchtbar. Natürlich wäre es schön, zwischen Alleecenter und RGA-Redaktion einen Treffpunkt zu haben, ein paar Bänke, plätscherndes Wasser. Punkt.
Wie wäre es, einfach einen dicken bergischen Knubben, also einen robusten Felsbrocken, da hinaufzuwuchten: Loch bohren, Rohr rein, leichtes Wasser Marsch! Kein Firlefanz, keine Pseudo-Kunst der 80er. Wenn es tatsächlich einen Notausgang dort geben muss, dann, bitteschön, eine Metallplatte, von innen zu öffnen tut es wohl auch. 
Auf jeden Fall sagen der jüngst abgebildete Löwe und die Ente an Lenneper Brunnen mehr über den wohltuend bodenständigen Geschmack unserer Vorfahren aus als die nicht enden wollende Diskussion um den Erhalt einer ges(ch)ichtslosen Scheußlichkeit (siehe Waterbölles: "Statt Wasser lieber Sitzplätze und Blumen".)