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Lieber ein besserer Service als ein Prestigeprojekt

von Felix Staratschek

In Zeiten, in denen alle Angst vor dem Klimawandel haben, sollte man mal prüfen, wie lange ein Platz hält, wenn man ihn ein bisschen pflegt. Denn die Materialien für den Neubau des Friedrich-Ebert-Platzes (ZOB) sind der Natur entnommen. Dafür wird Kalk abgebaut und Sand, der als Baurohstoff eben nicht wie Sand am Meer vorhanden ist und dessen Abbau Landschaften ähnlich verändert wie Braunkohlentagebaue. Es wird sehr viel Energie benötigt, all diese Baustoffe herzustellen, zu befördern und einzubauen.

Konkret: Ist der Leitstand für die Busse wirklich eine unrettbare Bruchbude? Oder ist es reiner Luxus, indem man ein funktionierendes Gebäude abreißt und woanders ein neues errichtet? Wie wäre es denn, wenn man das Erdgeschoss dieses Baus wieder belebt mit Dienstleistungen, die Busfahrgäste gerne annehmen, wie einem Kiosk mit Fahrkartenverkauf und einem Bistro, wo man kleinere Mahlzeiten einnehmen kann oder mal ein Eis essen kann oder sich was zu trinken holt?

Angesichts der Tatsache, dass alle mehr ÖPNV fordern, ist es auch Wahnsinn, einen gut strukturierten Platz zu verkleinern. Es wird keine einzige Person öfter Bus fahren, wenn man diesen Platz umbaut. Denkbar wäre ein Nachrüsten durch bessere Wartehäuschen oder Überdachungen an den Bussteigen.

Ich bewundere, was akut am Kreishaus geschaffen wird. Von dem neuen Pflaster habe ich als Fahrgast allerdings nichts, wenn ich vor dem Kreishaus auf die Linie 669 oder 671 warte, da wäre ein Schutzdach sinnvoll und viele Bänke, sowohl unter dem Dach als auch in Bereichen, wo man die Sonne genießen kann. Und bitte keine Bänke mit Einbauten gegen Obdachlose. Es muss so viele Bänke geben, dass auch ein paar Obdachlose nicht stören. Das gilt auch für dem Friedrich Ebert Platz.

Und damit zum Bahnhof Remscheid: Sinnvoll wäre ein breiteres Schutzdach auf der Bahnhofsbrücke und ein durchlaufender Regeschutz bis zur Bushaltestelle. Das wäre sogar sinnvoller als ein verkleinerter Ebertplatz, auf dem ich heute genau weiß, wo die Busse in welche Richtung abfahren. Als Hauptbahnhof sollte der „Haltepunkt Remscheid“ ein komplettes Bahnsteigdach bekommen und einen roten DB- Automaten, der einen besseren Service bietet als die grünen VRR-Automaten. In Wuppertal Hbf. steht so ein roter Automat, ebenso im Solinger Hauptbahnhof. Es stünde der Großstadt Remscheid gut an, einen Vollservice der DB wenigstens am Automaten zu bekommen. Denn der VRR-Automat bietet nur eine sehr eingeschränkte Angebotsauswahl, zumal der DB-Bereich des Gerätes häufig abstürzt. Ein besserer Service ist für die Benutzung von Bus und Bahn wichtiger als ein Prestigeprojekt wie das am Ebertplatz, das nur den Baufirmen etwas bringt.

"Dafür brauchen wir keine Klausurtagung!"

von Tanja Kreimendahl, Sprecherin der CDU-Fraktion im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung

Beim Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung (GVA) haben die Sozialdemokraten offensichtlich den zweiten Schritt vor dem ersten getan. Im Kommunalwahlprogramm der Remscheider SPD findet sich auf Seite 11 die Forderung nach einem ‚Ratsausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter‘. Auch bei der Konstituierung des neuen Rates war der SPD dieser Ausschuss besonders wichtig. Eine Sozialdemokratin ist Vorsitzende des Gremiums. Daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Was allerdings irritiert, sind die Inhalte der Mitteilungsvorlage (Drucksache 16/0865) über die ‚Durchführung einer Klausurtagung des GVA, Konzept und Finanzplan.

Im Rahmen einer insgesamt rund 3.900 Euro teuren Klausurtagung – wovon rund 3.000 Euro für die Vorbereitung, Moderation etc. der Veranstaltung entfallen sollen – soll zunächst eine Einführung in das Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsrecht stattfinden. Zum einen ist die Thematik des Ausschusses ja nicht gänzlich neu, weil der Ausschuss auch in der letzten Wahlperiode in Form eines regelmäßig tagenden Hauptausschusses stattgefunden hatte. Zum anderen könnte eine solche Einführung auch Bestandteil einer ganz normalen Ausschusssitzung sein. Was mich als Sprecherin der CDU-Fraktion im GVA aber befremdet, sind folgende Tagesordnungspunkte der Klausurtagung: Festlegung von Zielen für die Ausschussarbeit, Definition von Beratungsfeldern, Definition eines Katalogs von Beratungsgegenständen.

Unserer Auffassung nach kann es keine Gemeinschaftsaufgabe sein, die Ziele eines Ausschusses zu definieren. Diese Aufgabe muss jede Fraktion und Gruppe schon selbst für sich festlegen. Wir Christdemokraten haben dies gemacht, nehmen den Ausschuss wichtig und haben bis dato auch bereits drei Anträge für die Sitzung am 26. Mai gestellt. Und auch bei der Definition von Beratungsfeldern und Beratungsgegenständen – was auch immer der Unterscheid zwischen beiden sein mag – werden wir uns in kein vorgefertigtes Korsett pressen lassen. Die Aufgaben des Ausschusses sind klar umrissen: Es geht um Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung. Wir Fraktionen und Gruppen müssen diese drei Worte mit Leben und Inhalten ausfüllen.

Ich verhehle nicht, dass wir die Ziele und Aufgaben des Ausschusses möglicherweise etwas weiter fassen als die Sozialdemokraten. In deren Kommunalwahlprogramm heißt es: ‚Wir schaffen einen Ratsausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter. Der Gleichstellungsausschuss dient dazu geschlechterspezifische Themen der Kommunalpolitik zu behandeln. Der Ausschuss entscheidet über Grundsatzfragen zur Frauenförderung und Gleichstellung von Frauen. Der Ausschuss für Gleichstellung wird in Angelegenheiten anderer Ausschüsse vor einer Beschlussfassung so rechtzeitig gehört, wenn diese spezifischen Interessen von Frauen, berühren, dass die Stellungnahme des Ausschusses für Gleichstellung bei der Beratung in den jeweiligen Fachausschüssen mit berücksichtigt werden kann.(…)Weitere Themen sind Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die gleiche Verantwortung für Care Arbeit (Kinderbetreuung und Pflege älterer Angehöriger) von Frauen und Männern.

Diese Aufzählung scheint uns sehr auf die Rolle der Frauen bezogen zu sein. Uns geht es aber um viel mehr: Wir werden in dem Ausschuss auch darüber sprechen, wenn Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Nationalität oder Abstammung, ihrer religiösen Auffassungen etc. Diskriminierung erfahren. Und es wird uns auch um Männer gehen, die zum Beispiel Opfer von Gewalt werden.

Der Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung braucht gute Anträge und Anfragen und eine zielorientierte Leitung. Was er meines Erachtens nicht braucht, ist ein Seminar darüber, was dieser Ausschuss überhaupt soll. Diese Fragen hätte man sich vor der Konstituierung dieses Gremiums stellen sollen. Wir haben das getan und uns entschieden, dass wir diesen wichtigen Ausschuss mit guten Inhalten zum Leben erwecken wollen.

Haus Berliner Str. 10 und einstige Einzelhändler

Fotoarchiv: Marcel Bünten.von Marcel Bünten

Metzger Ernst Karthaus, einst Berliner Straße 10, wie im Waterbölles zu lesen? Ich bin mir sicher, dass in der Berliner Straße 10 kein Metzger war, denn das Haus gehörte einst meiner Großmutter und davor ihrer Schwester. Vor dem Krieg war dort ein Cigarrenladen und Friseur. Nach dem Krieg war dort die NSU-Vertetung David Stein, dann ein Konsum und später wieder ein Friseur. Das Haus brannte vor ca. zehn Jahren ab und wurde neu aufgebaut. Anbei Fotos von der Berliner Straße 10 aus meinem Besitz.

"Hoffen wir, dass Museen bald wieder öffnen können!"

von Franz Werner von Wismar

In Corona-Zeiten stehen auch in Lennep die Räder still. Keine Besucher zu haben ist für viele Museen das Aus. In diesen Zeiten des Stillstands dankt das Tuchmuseum all denen, die es möglich machen, dass das Museum überleben kann. In erster Linie ist es die Familie Hardt, die das Museum vor vielen Jahren ermöglicht hat. Heute ist es der Verein Anna- Hardt-Stiftung der sich um das Museum kümmert. Es sind aber auch die Mitarbeiter des Museums, die immer noch Gewehr bei Fuß stehen, wenn es wieder losgeht, das Besucher das Museum besuchen können. Den Besuchern wollen wir natürlich einen ganz besonderen Dank aussprechen. Durch ihre Spenden und Einkäufe in dem kleinen Museumsshop, haben sie es immer ermöglicht das Museum zu erhalten.

Viele Besucher haben in den Räumen des Museums eine Führung gebucht und ein solches Ereignis als Geschenk an Gratulanten geben können. Mit allen hoffen wir, das es wieder so werden wird. Auch die SchülerInnen, die uns besuchten, hatten nicht nur museumsreife Stoffe angeschaut, sie erfuhren in erster Linie über die Probleme die durch die Textilindustrie entstanden. Soziales und Umwelt war und ist ein großes Thema. Leider wiederholen sich die Fehler die die Textilindustrie vor ca. 200 Jahren machte, an anderen Orten auf der Welt. Ein Besuch im Museum ist im Augenblick nur über die Website möglich. Virtuell können sie bei uns einkehren. Unter www.tuchmuseum.de erfahren sie viel über die Geschichte der Herstellungsabläufe der Textilherstellung und unter www.wuelfing-museum.de  können sie die Technik der Textilproduktion anschauen, eine Website des Johann Wülfing & Sohn - Museum e.V.

In die Landschaft der Remscheider Museen reihte sich das Tuchmuseum Lennep vor 24 Jahren ein. Damals stellte die Anna-Hardt-Stiftung das Museum den Remscheidern als weitere Ausstellung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid ermöglichte die Unterbringung in der GGS Freiherr vom Stein, Hardtstr. 2 (historisches Foto)

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Spendenaktion "Kleines Geld für großes Lächeln"

Liebe Eltern, liebe Remscheiderinnen, liebe Remscheider,
Wir, der Jugendamtselternbeirat Remscheid (JAEB), wenden uns heute mit einem besonderen Anliegen und einer herzlichen Bitte an Sie! Wir alle, insbesondere aber unsere Kinder, haben unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden; es fehlen soziale Kontakte, es fehlen Freizeitaktivitäten, es fehlen Hilfsangebote…

Leider gibt es in Remscheid Familien und Kinder, die es in den letzten Monaten schlimmer getroffen hat als andere. Der Jugendamtselternbeirat möchten daher diese Familien und Kinder besonders unterstützen und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich uns anschließen: Wir haben die Spendenaktion „Kleines Geld für großes Lächeln“ ins Leben gerufen zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbund Remscheid e.V., um hilfebedürftige Familien und Kinder in Remscheid zu unterstützen, deren Lage sich insbesondere durch die Corona-Krise noch verschärft hat. Es wäre toll, wenn Sie sich uns anschließen könnten! Jeder Euro kann etwas Tolles in Remscheid bewirken! Wir würden uns freuen, wenn Sie direkt an den Kinderschutzbund Remscheid e.V. spenden:

Deutscher Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid
Spendenkonto: DE 02 3405 0000 0000 0072 60
Stichwort: „Kleines Geld für großes Lächeln“. (Wenn gewünscht, kann der Deutsche Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid, Spendenquittungen ausstellen. Als Nachweis reicht jedoch meist auch der Überweisungsbeleg.)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Die Vorsitzenden Marco Marquard und Miriam Wetzel

Zur Information über den JAEB:  Der Gesetzgeber des Landes NRW hat seit 2011 im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) die Elternmitwirkung in Kindertagesstätten formuliert. Wir sind die KiTa-Elternvertretung aller Träger in Remscheid. Wir vertreten die Interessen im Sinne der Eltern und ihrer Kinder gegenüber den öffentlichen Trägern (Stadt Remscheid), der Jugendhilfe und freien Trägern der Jugendhilfe. Der JAEB ist parteilos, unabhängig und alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Nordic-Walking-Park ist wieder einladend

Eine gute Beschilderung ist das A und O. Foto: Lothar Kaiser

Anmeldungen aus dem Ausland für Lauf- und Walkingpark“ titelte der Waterbölles am 28. Juni 2009, nachdem Oberbürgermeisterin Beate Wilding das neue Freizeitangebot auf einem Parkplatz an der Lenneper Straße gemeinsam mit rund fünfzig Nordic-Walker gestartet hatte. Für die fünf, zwischen fünf und fünfzehn Kilometer langen Strecken hatten Sponsoren, darunter vier Remscheider Hoteliers, rund 17.000 Euro aufgebracht. Sie versprachen sich von dem neuen Sportangebot auch eine Belebung des Tourismus in Remscheid…

von Wolfgang Görtz,
Vorstandsmitglied des Röntgen Sport Clubs Remscheid e.V.

Bei der Suche nach Vorschlägen für Outdoor-Aktivitäten kam Anfang des Jahres der Lauf- und Nordic-Walking-Park wieder ins Gedächtnis. Irgendwie war der Park mit seinen schönen Strecken von der „Festplatte“ verschwunden.

Wenn man über Wanderstrecken spricht, sollte man sie auch selbst einmal erlebt haben. Gesagt getan. Ausgesucht haben wir uns unsere Wanderung nicht nach einer App, sondern nach dem Flyer, der 2009 für den Park gedruckt worden war und der sich noch in einer Schublade fand. So sind wir dann an einem Nachmittag von Lüttringhausen aus in die „Rote Runde“ eingestiegen und haben uns in Richtung Tacker Mühle auf den Weg gemacht.

Über den Schreibtisch von Markus Dobke vom städtischen Sportamt war der Park 2008 Im wahrsten Sinne des Wortes auf den Weg gebracht worden. Ihm galt einen Tag nach unserem „Ortstermin“ die Frage, ob der den aktiven Remscheiderinnen und Remscheidern nicht wieder einmal ins Gedächtnis gerufen werden sollte. Dobkes Antwort: “Warte erstmal ab, ich setze mich auf mein Mountainbike und fahre die ganzen Strecken noch mal ab, ob die Kennzeichnung wirklich noch in Ordnung ist.” Und tatsächlich gab es einiges instand zu setzen. Damit wurde inzwischen das Forstamt beauftragt.

Träger des Lauf- und Nordic-Walking-Parks ist (wie bei der Bachtalrunde) der Röntgen Sport Club. Und so musste denn dessen Vorstand, so zusagen vom Bock zum Gärtner gemacht 😉, über die Instandsetzung entscheiden und dafür rund 1500 Euro bereitstellen. So kann der Park jetzt bis Ende März wieder in einem einwandfreien Zustand gebracht werden.

Alle Runden sind mit entsprechenden Farbtafeln gekennzeichnet, so dass man sich sehr gut orientieren kann. Hat man sich anhand der Karte eine Runde ausgesucht, kann man an jedem Punkt einsteigen. Es ist also nicht unbedingt erforderlich und auch gar nicht besonders attraktiv, sich von den sogenannten Ausgangspunkten auf dem Weg zu machen. Wunderbar kombinierbar sind die rote und gelbe Runden zwischen Danielshammer und Tacker Mühle. Meine Empfehlung für die Runden: Erst Rot, dann Gelb und dann Grün! Wer Markus Dobke eine E-Mail schicke  Markus.Dobke@remscheid.de" target="_blank">Markus.Dobke@remscheid.de) bekommt den Park-Flyer zugesandt. Informationen gibt es aber auch über das Internet auf https://www.roentgenlauf.de/lnwp. Ein ideales Angebot für Outdoor-Aktivitäten in der direkten Umgebung auch und  gerade in diesen Corona-Zeiten.

2008 war der Park von der Nordic-Walking-Abteilung des Röntgen Sport Club  – und hier mit großem Engagement von Bernd Wachenfeld – aufgebaut worden. In den nächsten Wochen wird eine aktuelle Idee umgesetzt. Dann sollen die Strecken für Kinder noch interessanter werden, in dem die farblich gekennzeichneten Runden zusätzlich noch Symbole für Kids (Hase, Igel etc.) bekommen. Wer sich daran mit Ideen und Entwürfen beteiligen möchte, kann dies gerne per E-Mail an  Info@roentgenlauf.de" target="_blank">Info@roentgenlauf.de tun.

Sachliche Gründe bitte vor weiteren Planspielen!

von Wolfgang Luge

Bisher liegen keine öffentlich zugänglichen Mängelbeschwerden von Besuchern, Personal oder der Amtsleitung zum Standort, zur Ausstattung oder dem baulichen Zustand der städtischen Immobilie Zentralbibliothek vor. Der geplante Ausbau der Bibliothek zu einem „Dritten Ort“ lässt sich weiterhin sukzessive durch den intelligenten Einsatz von städtischen Mitteln und Landesfördermitteln durchführen. Investitionen in eigene städtische Immobilien sind immer lohnenswert.

Vor einigen Jahren sprach der jetzige Kulturausschussvorsitzende zu Recht von einer bemerkenswerten Trias von Kulturstandorten – dem Teo Otto Theater, der städtischen Galerie mit der Musik - und Kunstschule und der Zentralbibliothek als erhaltenswertem Ensemble. Diese Einschätzung hat auch aus städtebaulicher Sicht weiterhin ihre Gültigkeit.

Insofern stehen nun bekannt gewordene Gedankengänge einer Verlagerung in die Alleestraße dieser Aussage diametral entgegen. Eine Ausgestaltung dieser bedarf einer durchdachten Strategie verschiedener Fachämter und der Politik. Kommerz und Kultur schließen im Regelfall einander nicht aus.

Der im Raum stehende „Wanderungsgedanke“ entspringt sicherlich Überlegungen, die auf eine kommerzielle Nutzung des Bibliotheksgebäudes hinauslaufen, das seit 1972 als Anlaufstelle für die Ausleihe und für kulturelle Veranstaltungen dient und als repräsentatives und markantes Gebäude bis heute Signalwirkung besitzt. Es bedürfte signifikanter sachlicher Gründe, die eine Verlagerung rechtfertigen würde und diese wären der Öffentlichkeit vor jedweden weiteren Planspielen zu erläutern.

Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt

von Thomas Neuhaus, Beigeordneter der Stadt Remscheid für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport

Ich habe mich sehr über die Nachricht von Herrn Hardt gefreut. 2,58 Millionen € für das älteste Binnenfreibad Deutschlands ist insbesondere in der aktuellen schwierigen Zeit ein tolles, aufmunterndes Signal für alle Remscheiderinnen und Remscheider. Nach zwei vergeblichen Versuchen, Mittel des Bundes für unser Freibad Eschbachtal zu bekommen, waren wir zusammen mit dem Förderverein sehr enttäuscht. Nachdem wir beim letzten Mal nicht berücksichtigt wurden, versprach Herr Hardt, dass er sich erneut um die Förderung bemühen würde.

Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Jetzt ist es gelungen, den Zuschlag zu erhalten, und wir können in den kommenden Jahren sicherstellen, dass mit den Mitteln des Bundes und der Stadt Remscheid eine Grunderneuerung des Freibades mit einem Volumen von insgesamt 14 Millionen € erfolgen kann. Unser technisch in die Jahre gekommenes Freibad wird vollständig erneuert und ist dann für die kommenden Jahre ein besonders attraktiver Ort der Freizeitgestaltung und Naherholung für die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche - unserer Stadt. Ein attraktives Freibad erhöht die Qualität als Wohnstandort und trägt dazu bei, dass auch Besucher*innen aus anderen Städten in unsere schöne Stadt kommen.

Gut, dass Bürger*innen, Förderverein, Politik und Verwaltung immer an unserem Freibad festgehalten haben und nicht den Weg des Rückbaus des Freibades – wie andere Kommunen es praktiziert haben – gegangen sind. Ich bedanke mich bei allen, die sich für unser Freibad eingesetzt haben.

CDU fordert Schnelltest für Kommunalpolitiker

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Herr Mast-Weisz,

die derzeitige pandemische Lage erfüllt uns mit Sorge. Wir müssen alles tun, um die Infektionszahlen zu senken. Wir müssen aber auch alles tun, dass wir so normal wie möglich leben und arbeiten können. Unsere kommunale Demokratie ist ein hohes Gut. Leider ist auch sie zurzeit einigen Einschränkungen unterworfen. Unsere Ausschüsse und Bezirksvertretungen sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Auch dort sind ältere Personen und Angehörige von Risikogruppen vertreten.

Wir bitten Sie daher, so schnell wie möglich im Krisenstab zu diskutieren, ob die Stadt für diejenigen, die an den Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen teilnehmen (also die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die Politikerinnen und Politiker, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktion und Gruppen, Besucherinnen und Besucher) besser schützen kann. Hier greifen wir einen Vorschlag unserer Ortspolitikerin Susanne Pütz auf und denken an Schnelltests für diesen Personenkreis, die die Stadt unserer Auffassung zur Verfügung stellen sollte.

Wir stellen dieses Schreiben auch den übrigen Geschäftsstellen der Fraktionen und Gruppen sowie der Presse zur Verfügung und hoffen auf eine schnelle und gute Lösung. Lassen Sie uns gemeinsam dem Virus den Kampf ansagen!

gez. Markus Kötter, CDU-Fraktionsvorsitzender, u-a.

Für Auswärtige war der Hohenhagen gesperrt

Chronist von gestern, 16:57 Uhr:
Nach Angaben der Stadt Remscheid haben heute wieder Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) mit Straßensperren den Hohenhagen abgeriegelt. Trotz mehrfacher Warnhinweise hätten wieder zahlreiche Auswärtige den Rodelhang angesteuert. "Die Parkpl ätze sind überfüllt. Das Wohngebiet wird wie angekündigt großräumig für den Schneetourismus gesperrt", so die Verwaltung.

von Michael Schad

Trotz vergleichsweiser leerer Wiesen wurden gestern die Zufahrten zum Rodelgebiet Hohenhagen gesperrt. Grund dafür war jedoch nicht eine Überfüllung auf den Wiesen und Pisten. Vielmehr sollte ein erneutes Verkehrschaos verhindert werden, weil alle Parkplätze belegt waren. An den vier Kontrollstellen wurden nur Anwohner durchgelassen, auswärtige Rodeltouristen mussten umkehren. Die Stadt Remscheid und die Polizei hatten den Hohenhagen bereits am vergangen Wochenende gesperrt, nachdem das Wohngebiet vollkommen zugeparkt worden war. Für künftige Schneetage waren konsequente Zufahrtsbeschränkungen angekündigt worden.

Angesichts der absolut ausreichenden Abstände, die die Besucher auf den Rodelwiesen zueinander hatten, wäre es vielleicht angebracht, das Parkhaus der Sophie-Scholl-Gesamtschule zusätzlich zur Verfügung zu stellen und mit anliegenden Firmen über die Bereitstellung der am Wochenende ohnehin leeren Parkplätze zu sprechen. Sollte dies von der Stadt nicht gewollt sein, könnte man sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass die Stadt hier eine Regel durchsetzen will, die die aktuelle Corona-Rechtslage nicht hergibt: Kein Zutritt für Auswärtige.

Remscheider Bürgerbus fährt trotz Corona

von Ottmar Gebhardt

Beim ersten Corona-Lockdown im Frühjahr musste der Bürgerbusverkehr eingestellt werden. Diesmal dürfen wir fahren. Die Menschen, die in den entlegenen Quartieren wohnen, freut das. Sie können ihre Einkäufe leichter erledigen und ihre Arzttermine wahrnehmen. Es herrscht Maskenpflicht, wir dürfen nur sechs statt acht Fahrgäste mitnehmen, der Bus wird regelmäßig über Tag desinfiziert. Leider sind wir nur Montags, Dienstag, Freitag und Samstag unterwegs. Da die ehrenamtlichen Fahrer zum Teil zur Risikogruppe gehören, haben wir nicht für alle Tage einen Fahrer gefunden. Wir hoffen auf eine baldige Impfung, damit wir wieder jeden Tag für unsere meist älteren und behinderten Fahrgäste da sein können.

Hinweis des Bürgerbusvereins: " Auf Grund technischer Probleme kann der Bürgerbus am 21.12. nicht fahren."

"Ein abwegiger und total überzogener Vorwurf!"

von Peter Maar

Fast 600 Tote an nur einem Tag; 20.000 Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie; 124.000 neue Fälle in Deutschland in nur einer Woche; schwere Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, Intensivstationen am Rande der Belastung; Gaststätten und Hotels seit Wochen geschlossen; Schulen und Kindertageseinrichtungen immer wieder von Schließungen betroffen und Einschränkungen ausgesetzt; Hunderttausende in Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit bedroht; die Bundeskanzlerin fleht förmlich um schärfere und wirksamere Maßnahmen; usw., usw. Das ist die Corona-Situation in Deutschland.

In Remscheid ist der eingesetzte Krisenstab seit Monaten mit großem Engagement damit befasst, diese Krise, die alle Lebensbereiche betrifft, auf lokaler Ebene im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger zu managen. Das Gemeinwohl muss dabei das Handeln prägen, Einzelinteressen müssen zurückstehen. Schnelles Handeln ist erforderlich.

Und vor dem Hintergrund dieser riesigen Herausforderung geht der Stadtsportbund her und wirft der Stadt ein "miserables Krisenmanagement" vor (Waterbölles: Siehe „Sportbund kritisiert ‚miserables Krisenmanagement‘“). Und warum? Weil man auf der Grundlage der vom Land vorgegebenen Anforderungsmerkmale es doch tatsächlich gewagt hat, für das einzurichtende Impfzentrum eine städtische Sporthalle auszuwählen! Und das auch noch, ohne vorher die Interessenvertreter des Sports zu fragen.

Wo findet hier eigentlich seitens der Sportvertreter ein Abwägungsprozess statt, bevor man die Keule herausholt? Was ist denn hier eigentlich mit absolutem Vorrang zu betrachten? Die Bewältigung einer Jahrhundertkrise, um weitere Tausende Tote zu verhindern, oder der vorübergehende Verzicht auf Hüpfen, Springen, Laufen in einer Sporthalle?

Es war schon ein Fehler seitens der Stadt, die Entscheidung für den besseren Standort Hackenberg aufzugeben. Und das im Wesentlichen nur wegen einer Sportart, von der große Teile der Bevölkerung noch nie etwas gehört haben geschweige denn sich dafür interessieren. Vorrang für Einzelinteressen!

Den Dank für dieses Entgegenkommen können jetzt die Verantwortlichen erfahren. Der Dank besteht aus einem aus  egoistischen Interessen geleiteten abwegigen und total überzogenen Vorwurf. Ich kenne Einige der hier kritisierten Sportfunktionäre sehr gut und schätze diese auch. Aber hier, liebe Freunde, liegt Ihr mit Eurem Verhalten total daneben.

Waterbölles: Sehr geehrter Herr Maar, danke für Ihren Kommentar. Meine Einleitung von gestern auf der Facebook-Seite von Waterbölles zur Pressemitteilung des Sportbundes („Klingt da auch eine Portion Selbstüberschätzung durch??“) war zu kurz gegriffen. Das hat mir Ihr Kommentar klar gemacht; er ist deutlicher, richtig und notwendig. Bleibt die Frage, ob der Vorstand des Sportbundes, wie der Text seiner Pressemitteilung feststellt, tatsächlich komplett dahinter steht. Dann sollte der Vorstand auch komplett zurücktreten und den Weg freimachen zu einem gesünderen, unverkrampfteren Verhältnis zwischen Sportbund und Stadt Remscheid. Das würde allen Beteiligten nur dienlich sein! Nach so vielen nervigen Jahren!