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Neuinfektionen: GS Menninghausen & GGS Kremenholl

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 111 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 495 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 365 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 19 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es 386 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen, davon drei als Reiserückkehrende. Auf dieser Basis meldet das RKI aktuell für Remscheid eine Wocheninzidenz von 72,1 (gestern: 71,2). Die Krankenhäuser vermelden aktuell sechs positive Fälle in stationärer, aber nicht intensivpflichtiger Behandlung (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider).

Gestern hat sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann telefonisch bei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gemeldet. Der Minister hat sich nach der genauen Lage erkundigt und Hilfe angeboten. Dieses Angebot hat die Stadt Remscheid dankend angenommen: Das Remscheider Gesundheitsamt wird kurzfristig durch zehn Kräfte der Bundeswehr im Bereich Kontaktpersonennachverfolgung und Abstriche unterstützt. Die genauen Details werden derzeit geklärt. Die Kräfte werden voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche ihren Dienst in Remscheid antreten. Wir werden entsprechend berichten.

Drei weitere Schulklassen in Quarantäne

Für ein Kind aus einer zweiten Klasse der KGS Menninghausen – Teilstandort Julius Spriestersbach – wurde dem FD Gesundheit ein positives Testergebnis übermittelt. Für die Klasse und die betroffenen Lehrkräfte wurde häusliche Quarantäne bis zum 8. Oktober angeordnet. Da das Kind die OGS besucht hat, ist in der OGS-Betreuung ebenfalls eine Gruppe betroffen, gemischt aus Zweit- und Viertklässlern. Hier wurden ebenfalls häusliche Quarantänen ausgesprochen.
Für die GGS Kremenholl wurde dem FD Gesundheit für ein Kind aus einer zweiten Klasse ein positives Testergebnis übermittelt. Da das Kind in der Betreuung der OGS eine gemischte Gruppe besucht hat, sind insgesamt zwei Klassen des 2. Jahrgangs betroffen. Für die Klassen, die betroffenen Lehrkräfte und die OGS-Betreuer wurde häusliche Quarantäne bis zum 8. Oktober angeordnet.

Wieder Komplett-Info zur aktuellen Corona-Lage

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auf die Umstellung des städtischen Berichtswesens zur aktuellen Gesundheitslage haben viele Interessierte mit Bedauern reagiert. Sie wünschen sich die ehemalige Darstellung der tagaktuellen Corona-Kennzahlen zurück. Diesem Wunsch kommt die Stadt Remscheid gerne nach und präsentiert an dieser Stelle und auch in Facebook weiter die wichtigsten Fakten zum Infektionsgeschehen in Remscheid.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 104 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 484 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 361 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 19 Menschen sind leider verstorben. Auf dieser Basis meldet das RKI aktuell für Remscheid eine Wocheninzidenz von 71,2. Zusätzlich gibt es 339 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen, davon sechs als Reiserückkehrende. Die Krankenhäuser vermelden aktuell sechs positive Fälle in stationärer, aber nicht intensivpflichtiger Behandlung.

Achtung: Remscheid kann außerorts möglicherweise Risikogebiet sein 

Aufgrund der aktuellen Inzidenzzahl wird Remscheid teilweise als Risikogebiet betrachtet. So führt beispielsweise das Land Schleswig-Holstein unsere Heimatstadt als Risikogebiet im Inland auf: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VIII/_startseite/Artikel_2020/_Informationen_Urlauber/teaser_informationen_urlauber.html. Reisen nach Schleswig-Holstein haben Quarantänen und andere Verpflichtungen nach dem Infektionsschutzgesetz zur Folge.
Auch der DEHOGA-Bundesverband informiert auf seinen Internetseiten über die Regelungen für Reisende aus innerdeutschen Risiko-Landkreisen und gibt einen Überblick über die aktuellen Vorgaben der Bundesländer im Umgang mit Reisenden aus Risiko-Landkreisen/Städten:
https://www.dehoga-corona.de/auflagen-praxishilfen/coronabedingte-reisebeschraenkungen/. Remscheiderinnen und Remscheider, die verreisen wollen, sollten sich also vor der Urlaubsbuchung oder ihrem Reiseantritt unbedingt über die Vorgaben ihres Reisezieles informieren.

Das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung für Remscheiderinnen und Remscheider ist weiter vom 28. September bis 2. Oktober geöffnet. Ergänzend zur regulären Testmöglichkeit für Beschäftigte an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Reiserückkehrende beim Hausarzt bietet das Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung auf dem Gelände Sana-Klinikum/Burger Straße (ehemals Fieberambulanz) auch in der kommenden Woche vom 28. September bis 2. Oktober von 11 bis 15 Uhr Corona-Testungen an. Terminabsprachen sind nicht möglich, mit Wartezeiten muss gerechnet werden.

Auf der Webseite www.coronavirus.nrw stellt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein fortlaufend aktuelle Informationen, die wichtigsten Links sowie häufige Fragen und Antworten (FAQs) rund um das Coronavirus bereit.
Eine Liste der örtlichen Arztpraxen, die Covid 19-Abstriche durchführen, finden Interessierte hier:
https://coronavirus.nrw/wp-content/uploads/2020/08/testpraxen_nordrhein.pdf. Die Liste wird täglich aktualisiert. Personen, die keine Remscheiderinnen und Remscheider sind, werden gebeten, sich in ihrem Wohnort testen zu lassen.

Immer wieder gerne ins Deutsche Werkzeug-Museum

25. September, 18 Uhr
Hopfen und Malz, Gott erhalt's!
Bierverkostung:  Über Fastenzeit und Bierstacheln - Starkbiere der Welt. Mit Andreas Arens.Viele trinken Bier und haben ihre Lieblingssorte, aber wie kommt es eigentlich zu diesem speziellem Geschmack. Was darf in Deutschland im Bier drin sein? Das weiß bei dieser Bierverkostung Andreas Arens, der einzige Biersommelier im Bergischen Dreieck. Der Titel „Fastenzeit und Bierstachel“ weist schon darauf hin, dass Bier nicht nur ein Getränk ist, sondern auch als Nahrungsmittel benutzt wurde. Gerade in den Klöstern wurde Bier gebraut (es machte die Fastenzeiten erträglicher). Auch bei Starkbieren ist die Vielfalt groß. Das Ganze ist natürlich kein trockener Vortrag, sondern mit süffigen Beispiele versehen. Die Kosten für diese Veranstaltung betragen pro Person 25 €. Bitte melden Sie sich unter Tel. RS 162519 oder per E-Mail Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de">Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de bis spätestens 22. September an.

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Videos zum 90. geben Einblicke die Arbeit

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Wupperverband hat im Rahmen von „90 Jahre Wupperverband“ zunächst zwei Videoportraits über seine Aufgaben in der Wasserwirtschaft veröffentlicht. Zwei Mitarbeiter des Verbandes stellen ihre Arbeit auf der Kläranlage Odenthal und an der Brucher-Talsperre vor. Zu sehen ist, wie die Tätigkeit vor Ort aussieht, welche Aufgaben und Herausforderungen anstehen. Lebhaft und persönlich schildern die Kollegen ihren Alltag und geben Einblicke in typische Handgriffe. „Mit einem bunten Veranstaltungsprogramm wollten wir in unserem Jubiläumsjahr den Bürgerinnen und Bürgern unsere Arbeit vorstellen. Durch Corona sind leider einige Veranstaltungen ausgefallen oder mussten verschoben werden“, bedauert Susanne Fischer, die mit ihrem Team für die Öffentlichkeitsarbeit des Wupperverbandes zuständig ist. „Wir haben deshalb überlegt, wie wir unsere Aufgaben und die Arbeit der Menschen im Wupperverband digital und anschaulich präsentieren können.“ Die Lösung sind Videoportraits von Mitarbeitenden. In Planung sind noch weitere Videos zu Arbeitsbereichen des Wupperverbandes, z. B. Wasserbau, Gewässerkontrollen.

Die Videos sind auf dem YouTube-Kanal des Wupperverbandes zu finden. Sie sind darüber hinaus auf der Homepage des Verbandes eingebettet und werden nach und nach auch auf seinen Social Media-Kanälen – Facebook und Instagram – gepostet. Susanne Fischer hofft auf viele Klicks: „Durch die Videos können uns die Menschen sozusagen bei der Arbeit über die Schulter schauen. Wir wünschen uns, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer viel Freude beim Anschauen haben und einen Eindruck von der Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen rund um das Thema Wasser bekommen.“ ().

https://www.youtube.com/channel/UC8IpUIYoaYQsnfCTi84pOAQ / //1%40kailo%2Ede@sslmailpool.ispgateway.de:993/www.wupperverband.de/ueber-uns/personal/videos-berufsbilder">www.wupperverband.de/ueber-uns/personal/videos-berufsbilder

 

 

Acht Neuinfektionen an Remscheider Schulen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid:

Wie berichtet, wurde gestern auf Bitte des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) das Berichtswesen zur aktuellen Gesundheitslage umgestellt. Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Remscheid mit 7-Tages-Inzidenzen, Gesamtinfektionszahl, Neuinfektionen und Anzahl der Verstorbenen stellt das COVID-19-Dashboard des RKI täglich spätestens um 8 Uhr zur Verfügung. Die Zahlen an dieser zentralen Stelle sind ein einheitlicher und rechtlich maßgeblicher Datenstand, der vom LZG.NRW und dem Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend jeweils mit Stand 0:00 Uhr festgestellt wird. Bei den gestrigen Meldedaten ist es allerdings zu Übermittlungsproblemen gekommen, so dass die heute online ausgewiesene aktuelle Wocheninzidenz zu niedrig angegeben ist; es wurden keine neuen Fälle berücksichtigt. Die Wocheninzidenz beträgt mit aktualisiertem Meldestand 24. September, 11 Uhr 55,9 Fälle pro 100.000 Einwohner.

An der Albert-Einstein-Gesamtschule gibt es seit heute fünf neu infizierte Schülerinnen und Schüler. Sie waren an unterschiedlichen Tagen zuletzt in der Schule. In der Folge gehen fünf Klassen/Kurse unterschiedlicher Jahrgangsstufen mit Lehrkräften in 14tägige häusliche Quarantäne – gerechnet ab dem letzten Zusammentreffen im Unterricht.
Einen weiteren Infektionsfall gibt es im Lehrerkollegium des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Details zu häuslichen Quarantänen werden zurzeit ermittelt.
Von einem weiteren Corona-Fall betroffen ist außerdem die Alexander-von-Humboldt-Realschule mit einer achten Klasse. Die betroffene Klasse mit Lehrkräften wird ab dem Tag des letzten Kontakts in 14tägige Quarantäne gesetzt.
Fest steht die vorübergehende Schließung der Städtischen Kindertageseinrichtung Am Holscheidsberg. Ein Kind hat sich angesteckt. Es war zuletzt am Montag in der Einrichtung. In häusliche Quarantäne gehen alle 84 Kinder und mindestens 22 pädagogische Fachkräfte mit Wohnsitz in Remscheid.

Soll das Landeswassergesetz verwässert werden?

Noch steht eine abschließende Stellungnahme des Städtetags NRW zur geplanten Novellierung des Landeswassergesetzes aus. Doch die Stadt Remscheid hat bereits im April eine vorgeschaltete Anfrage des Städtetags NRW mit einer Stellungnahme ihres Fachdienstes Umwelt beantwortet. Die geplanten Änderungen führen demnach aus Sicht der unteren Wasserbehörde zu „Einschränkungen im wasserrechtlichem Vollzug“. Dem Rat der Stadt liegt dazu heute eine Mittelung der Verwaltung vor, mit der eine Anfrage der Grünen vom 7. September ausführlich beantwortet und die Kritik an dem Gesetzesvorhaben untermauert wird.

Dazu ein Beispiel aus dem § 23 (Unterhaltung von Anlagen in, an, über und unter oberirdischen Gewässern). In Absatz 3 Satz 1 sollen die Wörter „Liegen der zuständigen Behörde hinreichende Anhaltspunkte vor“ durch die Wörter „Besteht auf Grund konkreter Anhaltspunkte der hinreichende Verdacht“ ersetzt.“ Das klingt harmlos, ist es aber nicht. Zitat aus der Ratsvorlage: „Mit dieser Änderung sind die Handlungsmöglichkeiten der Behörde gegenüber dem Pflichtigen eingeschränkt. Es bedeutet in letzter Konsequenz, dass die Behörde einen Mangel zunächst durch eigene Untersuchungen konkretisieren muss, bevor sie den Pflichtigen zu weiteren Maßnahmen veranlassen kann. Hierdurch entsteht für die Behörde ein im Einzelfall nicht unerheblicher finanzieller und zeitlicher Mehraufwand, bevor ein Einschreiten gegen einen Missstand möglich wird.“ Da könnte also die betroffene Behörde (die Kommune) womöglich geneigt sein, sich lieber still zu verhalten…

Beispiel Nr. 2: § 31. Im Außenbereich soll der Gewässerrandstreifen für bestimmte Gewässerabschnitte durch Rechtsverordnungen des Umweltministeriums Gewässerrandstreifens von zehn auf fünf Meter reduziert werden können. Der Fachdienst Umwelt der Stadt befürchtet dadurch negative Auswirkungen auf den Artenschutz: „Abschwemmungen auf geneigten Flächen können, vor allem bei starken Niederschlagsereignissen, zu Einträgen in die Gewässer führen. Zuvor ausgebrachte Düngemittel werden so in die Gewässer abgeschwemmt. Auch im Hinblick auf den Schutz der Gewässer vor unerwünschten Nährstoff- und Pestizideinträgen ist die Beibehaltung der bisherigen Regelungen zu den Gewässerrandstreifen sinnvoll.“ Ein zehn Meter breiter Gewässerrandstreifen ermögliche einen besseren Rückhalt von Sedimenten. Auch sei die „Reduzierung des Untersuchungsumfangs auf Phosphor unter Wegfall der Kontrolle der Nitratgehalte und der Untersuchung auf Pflanzenschutzmittel vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht zielführend“.

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Corona-Krisenstab beschließt weitere Maßnahmen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Remscheider Corona-Krisenstab hat in seiner heutigen Sitzung ein weiteres umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Corona Virus im Stadtgebiet Remscheid beschlossen. Es wurde bereits gestern Abend in einer Arbeitsgruppe vorbereitet und dem Landeszentrum Gesundheit vorab zur Verfügung gestellt. Heute Morgen fand ein Abstimmungsgespräch zwischen der Stadt Remscheid, Vertretern des Landeszentrums Gesundheit, des MAGS und der Bezirksregierung statt. Die Akteure der Landesinstitutionen bezeichnen den vorgelegten Maßnahmenkatalog als sehr konsequent und sehr entschlossen. Aus der Sicht des Landes sind die Maßnahmen geeignet, eine Verbesserung der Situation und eine Verringerung des Inzidenzwertes zu erreichen. Die Maßnahmen müssen nun kurzfristig per Allgemeinverfügung der Stadt Remscheid geregelt werden. Die Verfügung soll eine Gültigkeit von zunächst 14 Tagen haben.

  • Maskenpflicht im Unterricht: An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder verpflichtend eingeführt – überall, wo der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Schülern nicht eingehalten werden kann: Die Regelung ist deckungsgleich zu der Regelung, die zu Beginn des Schuljahres in ganz Nordrhein-Westfalen gegolten hat. Mit Blick auf das lokale Infektionsgeschehen und dem unbedingten Willen – auch auf Landes- und Bundesebene –, Bildungs- und Betreuungsangebote aufrecht zu erhalten, wird diese Maßnahme für zwingend erforderlich gehalten.
  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum: Die Kontaktbeschränkung der Coronaschutzverordnung für den Aufenthalt im öffentlichen Raum wird auf maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften reduziert. Die Kontaktbeschränkung gilt – so, wie es auch die Coronaschutzverordnung vorsieht – ebenfalls für Restaurants und Gastronomie, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.
  • Feiern: Anzeige oder Genehmigung: Private Feiern mit geselligem Charakter (z. B. runde Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen) sind ab sofort ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen anzeigepflichtig. Ab 50 Teilnehmern bis zur Obergrenze von 150 Teilnehmern müssen Feiern von der Stadt Remscheid genehmigt werden. Als verpflichtender Bestandteil der Anzeige bzw. des Antrags müssen außerdem Listen über die voraussichtlichen Teilnehmer der Veranstaltung sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept eingereicht werden. Die hierfür zuständige Stelle ist das Ordnungsamt, für das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept wird das Gesundheitsamt beteiligt.
  • Sportveranstaltungen: reduzierte Zuschauer und Maskenpflicht: Bei Sport dürfen ab sofort maximal 150 Zuschauer zugelassen werden. Die Pflicht zur Genehmigung und zur Vorlage eines Hygiene- und Infektionsschutzkonzept bleibt selbstverständlich bestehen. Zusätzlich soll eine umfassende Maskenpflicht verfügt werden – drinnen und draußen. Ausnahme: am Sitzplatz, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird.
  • Kulturveranstaltungen: Information über Konzepte und Genehmigungen: Es wird durch Information an die Anbieter von Kulturveranstaltungen darauf hingewiesen, dass Kulturveranstaltungen nur mit den entsprechenden Konzepten und Genehmigungen und unter Einhaltung der Abstandsregelung möglich sind. Ist die Abstandsregelung nicht einzuhalten, gilt die Maskenpflicht auch am Sitzplatz. Es muss eine umfassende Nachverfolgung gegeben sein.  

Appelle an die Bürgerinnen und Bürger:

  • Es wird der Appell ausgesprochen, dass auch in den Kirchen und bei religiösen Zusammenkünften unbedingt der Abstand einzuhalten ist und auch eine Maske zu tragen ist, die lediglich unter Abstandswahrung am festen Sitzplatz abgenommen werden kann. 
  • Mit einem weiteren Appell wird zur Reduzierung von Zusammenkünften, Feiern oder ähnlichem im privaten Bereich beziehungsweise Wohnungen aufgerufen.
  • Der bereits ausgesprochene Appell zum Tragen von Masken an belebten Plätzen, Straßen, Wegen oder Flächen in der Öffentlichkeit wird bekräftigt.  

Verändertes Berichtswesen zur aktuellen Gesundheitslage

Von heute an wird auf Bitte des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) das Berichtswesen zur aktuellen Gesundheitslage umgestellt. Ziel ist es, dass sich alle am Thema Interessierten auf einen einheitlichen und rechtlich maßgeblichen Datenstand beziehen, der vom LZG.NRW und dem Robert-Koch-Institut (RKI) übereinstimmend jeweils mit Stand 0:00 Uhr festgestellt wird. Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Remscheid mit 7-Tages-Inzidenzen sowie der Anzahl der Verstorbenen stellt das COVID-19-Dashboard des RKI täglich spätestens um 8 Uhr zur Verfügung.

Neue Corona-Fälle an fünf Remscheider Schulen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

An fünf Schulen in Remscheid gibt es seit heute jeweils einen neuen Coronainfektionsfall. Betroffen sind die Nelson-Mandela-Sekundarschule, die Alexander-von-Humboldt-Realschule, die Sophie-Scholl-Gesamtschule, die Förderschule Heinrich Neumann am Standort Engelbertstraße und die Albert-Einstein-Gesamtschule.

  • Nelson-Mandela-Sekundarschule: Das infizierte Kind besuchte seine Klasse 9a zuletzt am 16. September. Es wurde gestern auf Corona getestet, nachdem das Virus bei einem Familienmitglied festgestellt worden war. In der Folge werden alle 26 Kinder der Klasse 9a in Quarantäne geschickt. Ob die sechs nicht in Remscheid lebende Lehrkräfte gleichfalls in häusliche Quarantäne gehen, entscheidet das Gesundheitsamt des jeweiligen Wohnortes.
  • Alexander-von-Humboldt-Realschule: Der letzte Schulbesuch dieses Kindes erfolgte am 18. September. Es wurde gestern auf Corona getestet, weil es Erkältungssymptome gezeigt hat. Für alle Kinder der Klasse 8a wurde häusliche Quarantäne angeordnet.
  • Sophie-Scholl-Gesamtschule: Am 17. September hat das infizierte Kind seine Klasse 9a letztmalig besucht. Seine Testung gestern erfolgte im Rahmen einer Umfelduntersuchung, weil sich ein Familienmitglied mit dem Coronavirus angesteckt hatte. Alle Kinder der Klasse 9a gehen in häusliche Quarantäne.
  • Förderschule Heinrich Neumann am Standort Engelbertstraße: Der 21. September ist letzter Schultag des Kindes, das an dieser Schule infiziert ist. An diesem Tag hat es auch den Offenen Ganztag besucht. Es wurde gestern auf Corona getestet, weil es Erkältungssymptome zeigte, nachdem ein Familienmitglied positiv getestet worden war. Ab heute gilt für alle 9 Kinder der Klasse E2-4C sowie für eine Teilgruppe der OGS mit zwei Kindern häusliche Quarantäne.
  • Albert-Einstein-Gesamtschule: Das an dieser Schule infizierte Kind war dort letztmalig am 16. September. Es gehört zur Klasse 6c, die komplett mit insgesamt 29 Kindern in häusliche Quarantäne geht. Das Kind befand sich bereits in Quarantäne und wurde nun positiv getestet.

Die Bildungseinrichtungen entscheiden und informieren selbstständig über die Weiterführung des Unterrichts.

Krisenstab beschließt Maßnahmen gegen Covid-19

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Remscheider Corona-Krisenstab hat in seiner heutigen Sitzung ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Corona Virus im Stadtgebiet Remscheid beschlossen. Es besteht aus den drei Säulen Information, Intensivierung der Kontaktpersonennachverfolgung und Ahndung von Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung. Die Einzelmaßnahmen haben der Remscheider Krisenstab und die örtliche Gesundheitsbehörde mit dem Landeszentrum Gesundheit zur lokalen Eindämmung des Infektionsgeschehens abgestimmt. Der Beschluss ist Folge einer seit Tagen steigenden 7-Tage-Inzidenz. Sie liegt heute bei 52,05. Damit ist der Wert der 7-Tage-Inzidenz für Remscheid erstmals auf über 50 gestiegen. Der Remscheider Krisenstab wird morgen über weitere zusätzliche Schutzmaßnahmen beraten.

Bereits vorgestern (20.09.) hat der Remscheider Krisenstab eine umfassende Informationskampagne beschlossen mit Piktogrammen in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas, Sportstätten und Flüchtlingseinrichtungen über Verhaltensregeln und Ahndungsmöglichkeiten. Die Piktogramme werden ab heute in die städtischen Social-Media-Kanäle eingespielt.

Des Weiteren startet heute eine stadtweite Plakatierungsaktion. Die Plakate, die auf die wichtigsten Corona-Verhaltensregeln und ein drohendes Bußgeld bei Verstoß aufmerksam machen, werden auch in den Bussen der Stadtwerke Remscheid aufgehängt. Ab sofort gibt es außerdem die tägliche mehrsprachige Übersetzung der Corona-Pressinformationen und Weiterleitung über das Kommunale Integrationszentrum (KI) an die Multiplikatoren der Zielgruppen. Hinzu kommen gemeinsame Aufklärungsbesuche von Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) und KI in Moscheen, Teestuben und Supermärkten.

Als weitere Schutzmaßnahmen hat der Krisenstab heute beschlossen:

  • Der Krisenstab empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken in der Öffentlichkeit für das gesamte Stadtgebiet.
  • Das Gesundheitsamt wird die Einhaltung häuslicher Quarantänen verstärkt kontrollieren und Verstößen gegen die Quarantäne-Auflagen konsequent ahnden.
  • Die Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in der Öffentlichkeit wird verstärkt. Ab sofort ist er auch wieder sonntags im Einsatz und wird Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung konsequent ahnden.
  • Großveranstaltungen über 300 Personen werden mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen bis auf Weiteres nicht mehr genehmigt.
  • Den Schulen wird die Durchführung von Sportunterricht in Hallen untersagt. Dies gilt zunächst bis zu den Herbstferien.
  • Acht Sporthallen, denen eine ausreichende Lüftung fehlt, werden komplett geschlossen:
  1. Alexander-von-Humboldt-Realschule/Sporthalle Altbau
  2. Sportanlage / Gymnastikhalle Jahnplatz
  3. Albert-Einstein-Gesamtschule II – Turnhalle
  4. Berufskolleg Wirtschaft u. Verw., Sporthalle
  5. Schulzentrum Klausen
  6. GGS Siepen, Sporthalle
  7. Albert-Einstein-Gesamtschule - Gymnastikhalle
  8. Albert-Einstein-Gesamtschule - Sporthalle

Der Sportbund und die Sportvereine werden gebeten, die Situation in den Hallen im Trainings- und Spielbetrieb – falls erforderlich – zu entzerren.
Es erfolgt ein öffentlicher Aufruf für den Verzicht auf Reisen in Risikogebiete und eine Darstellung der Folgen bei Reisen in Risikogebiete.
Zusätzlich soll es über eine Einbindung der Wirtschaftsakteure eine gezielte Aufklärung der Arbeitnehmerschaft über mögliche arbeitsrechtlichen Konsequenzen von Urlauben in Risikogebieten geben.

Die aktuelle Gesundheitslage am 22. September

79 Remscheiderinnen und Remscheider sind an Covid-19 erkrankt und befinden sich in angeordneter häuslicher Quarantäne (19 mehr als gestern; drei Personen wurden von gestern auf heute aus der häuslichen Quarantäne entlassen). Insgesamt bis heute positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider: 450. Davon sind 371 Personen aus der Quarantäne ausgeschieden: 352 gelten als genesen, 19 sind verstorben. Aktuell befinden sich vier an COVID-19 erkrankte Personen in stationärer Behandlung (keine auf Intensivstation).

Künftig Teiche für Edelkrebse und Grasfrösche

Die Arbeiten am Löwenteich haben begonnen, sind aber noch nicht erkennbar.. Foto: WupperverbandPressemitteilung der Technischen Betrieben Remscheid (TBR) und des Wupperverbandes

Mit ersten Vorarbeiten startete der Wupperverband gestern im Auftrag der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) die Arbeiten am Löwenteich  bzw. Heintjesmühlenbach in Wermelskirchen. In den kommenden Tagen wird der Wupperverband einen Vorteich vergrößern und vertiefen, der als Übergangsquartier für die Edelkrebse aus dem Löwenteich dienen soll. Außerdem wird der Wupperverband einen weiteren Teich anlegen. Dort sollen Grasfrösche einen Lebensraum finden. Diese Arbeiten dauern ca. drei bis vier Tage. Danach können die schützenswerten Edelkrebse, die seit einigen Jahren im Löwenteich leben und sich vermehren, über drei bis vier Wochen mit Reusen gefangen und in den Vorteich umgesiedelt werden. Damit auch die im Teich lebenden Fische in ein anderes Quartier umziehen können, wird der Wasserspiegel im Teich schrittweise gesenkt. Wenn Krebse und Fische in ihrem neuen Zuhause sind, kann der Löwenteich komplett entleert werden. Über die Wintermonate kann die bisherige Teichfläche dann komplett abtrocknen, damit im kommenden Jahr die Neugestaltung dieses Bereichs folgen kann.

Der Löwenteich ist ein Teich im Hauptschluss. Das bedeutet, der Heintjesmühlenbach wird durch ein Dammbauwerk gestaut. Für die Lebewesen oberhalb und unterhalb des Teichs ist der Bach nicht durchgängig. Aus Sicht des „Fließgewässers Bach“ beeinträchtigt der Teich die Wasserqualität. Da der Damm des Teichs nicht mehr standsicher ist, soll er geschlitzt und der Löwenteich abgesenkt werden. So kann der Heintjesmühlenbach in dem Bereich naturnah gestaltet werden. Für den Edelkrebs wird eine Stillwasserfläche geschaffen. Die Abstürze des alten Dammbauwerks bleiben als Bollwerk gegen den Signalkrebs stehen, damit der heimische Edelkrebs in seinem neuen Refugium geschützt ist. Fische und Kleinlebewesen können sich in dem neu gestalteten Bachabschnitt künftig ungehindert bewegen. Auch finden z. B. Libellen dort einen Lebensraum. (Siehe auch Waterbölles vom 12. April 2019: "Anglerclub wird Löwenteich wohl aufgeben müssen".)

Wichtige Verhaltensregeln und ein Appell des OB

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit einer Videobotschaft zum aktuellen Anstieg der Infektionszahlen und zu den Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens hat sich heute Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an die Remscheiderinnen und Remscheider gewandt.

Eine Analyse der Remscheider Infektionszahlen macht deutlich, dass der Anstieg insbesondere auf reiserückkehrende Familienverbünde mit Kindern im Kita- und Schulalter zurückgeführt werden kann. Eine umfassende Informationskampagne hat zum Ziel, die reiserückkehrenden Familienverbünde – mit und ohne Migrationshintergrund – kurzfristig über das aktuelle Infektionsgeschehen und die hiermit verbundenen Risiken intensiv aufzuklären. Hierzu wird ein mehrsprachiges Anschreiben mit einfacher und klarer Ansprache zu Risiken und Verhaltensanforderungen ab heute über alle Kitas und Schulen sowie Vereine und Verbände an alle Eltern verteilt. Es hat nachstehenden Inhalt:

Warnung und Information des Corona-Krisenstabs und des Gesundheitsamtes

Das hochansteckende und gefährliche Corona- Virus (COVID 19) breitet sich weiter in Remscheid aus. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 37,05 (gestern) so hoch wie noch nie. Und das bedeutet: Mindestens 37,05 Personen von 100.000 Menschen haben sich innerhalb der letzten 7 Tage in Remscheid mit dem Coronavirus angesteckt! Den Anstieg verursachen insbesondere reiserückkehrende Familienverbünde mit Kindern im Kita-und Schulalter. Die Kinder tragen die Infektionen in die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen hinein.Allein in der vergangenen Woche mussten deswegen etliche Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte von drei Grundschulen und zwei weiterführende Schulen in häusliche Quarantäne geschickt werden. Eine Kita hat wegen Corona sogar vorerst geschlossen.Steigen die Infektionszahlen weiter, drohen uns wieder drastische Einschränkungen wie Schul- und Kitaschließungen. Das öffentliche Leben, Kultur und Sport – vieles steht dann möglicherweise wieder still! Deswegen gilt:

  • Wenn Sie oder Ihre Familienangehörigen Corona haben, müssen Sie das dem Remscheider Gesundheitsamt melden! Tel. RS 163555 von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr!
  • Beim Auftreten von Erkältungsbeschwerden bleiben Sie und Ihre Kinder unbedingt zu Hause und informieren Ihren Hausarzt telefonisch! Er berät Sie, wie es weitergeht!
  • Reisen Sie nicht in Risikogebiete!
  • Meiden Sie größere Familienfeiern, geselliges Beisammensein und größere religiöse Zusammenkünfte!
  • Halten Sie in Geschäften, Kultureinrichtungen, Teestuben, Kaffees oder unterwegs mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen! Vor allem, wenn diese offensichtlich Husten oder Schnupfen haben und tragen Sie konsequent einen Mund-Nasen-Schutz!
  • Verzichten Sie auf Umarmungen oder Händeschütteln mit Personen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. Meiden Sie auf jeden Fall den Kontakt mit erkrankten Personen!
  •  Lüften Sie ausreichend und regelmäßig die genutzten Räume!
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe nicht zu Stoßzeiten!
  • Waschen Sie sich sorgfältig und regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife! Mindestens 20 Sekunden!

Uns allen muss klar sein: Wer gegen Hygieneregeln verstößt, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen! Und: Wer wegen Corona in häusliche Quarantäne muss und sich nicht daran hält, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Lassen Sie uns alle aktiv dazu beitragen, drastischere Maßnahmen in Remscheid zu verhindern!

 

Interview zum heutigen Welt-Alzheimertag

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Ältere Menschen werden vergesslich. Das war schon immer so. Aber oft steckt dahinter eine durchaus ernst zu nehmende Erkrankung. Seit 1994 wird am 21. September in besondere Weise auf die „Alzheimer“-Krankheit hingewiesen. Lejla Causevic, Leitende Oberärztin der Abteilung Innere Medizin/Geriatrie in der Sana Fabricius-Klinik Remscheid, klärt im Interview auf getreu dem Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages: „Demenz – wir müssen reden!“

Frau Causevic, warum muss darüber gesprochen werden?

Causevic: Vielfach werden Anzeichen von Alzheimer beziehungsweise Demenz auf die leichte Schulter genommen, insbesondere von Angehörigen. Sie wollen sich oftmals nicht eingestehen, dass die Mutter oder der Vater an einer ernsthaften Erkrankung leidet. „Alte Menschen werden halt vergesslich“ ist dann oft die Einstellung dazu. Über die Krankheit zu reden, offen zu sein, hilft, sie zu akzeptieren und auch im eigenen Umfeld festzustellen, dass man nicht alleine dasteht. Betroffenen muss das Gefühl gegeben werden, dass sie immer noch dazu gehören, dass sie weiter ernst genommen und geliebt werden. Darum muss über die „Krankheit des Vergessens“, wie sie früher auch genannt wurde, gesprochen werden.

Sie sprachen gerade von Alzheimer und von Demenz. Wo liegt der Unterschied?

Causevic: Die beiden Begriffe werden häufig gleich gesetzt. Aber unter dem Oberbegriff Demenz werden über 50 unterschiedliche Krankheitsbilder zusammengefasst, von denen Alzheimer, auch Alzheimer-Demenz oder Morbus Alzheimer genannt, das mit rund zwei Dritteln der Fälle häufigste ist.

Was weiß man heute über Alzheimer? Wo kommt der Name überhaupt her?

Causevic: Die Erkrankung ist nach ihrem Entdecker, dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer, benannt. 1906 verstarb eine mit 56 Jahren noch junge Patientin von ihm, die er zuvor als auffallend verwirrt und vergesslich beschrieben hatte. So etwas kannte man bis dahin nur von älteren Patienten, deren Symptome bis dahin unter anderem „Altersblödsinn“ genannt wurden. Bei der Obduktion stellte er eine geschrumpfte Hirnrinde und Eiweißablagerungen zwischen den Nervenzellen fest. Die genauen Ursachen dafür kennt man bis heute nicht und forscht weiter daran. Aber Fakt ist, dass die Eiweißablagerungen die Kommunikation zwischen den Nervenzellen stören und damit für den Abbau der Gehirnleistung sorgen. Betroffene bemerken oft eine zunehmende Vergesslichkeit oder Probleme mit der Orientierung, der Sprache oder Wahrnehmung.

Und wie kann die Medizin helfen?

Causevic: Leider lässt sich Alzheimer derzeit noch nicht vollständig heilen. Aber sowohl mit Medikamenten wie auch mit nicht-medikamentösen Therapien lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Auch vorbeugend kann man tätig werden, indem man einen gesunden und aktiven Lebensstil pflegt – wenngleich auch das keine Garantie ist. Wichtig ist allerdings auch, dass nicht jedes Anzeigen von Vergesslichkeit oder Schusseligkeit gleich auf eine Demenzerkrankung hindeuten muss. Die Diagnose dazu kann nur ein Arzt treffen. Aber das Internet, beispielsweise die Seiten der Alzheimer Forschung Initiative, bietet an mehreren Stellen Fragebögen, mit denen ein erster Selbsttest möglich ist. Sollte es hier zu Auffälligkeiten kommen, ist unbedingt ein Arzt für die weitere Abklärung aufzusuchen.

Wenn Alzheimer, oder Demenz allgemein, nicht geheilt werden kann, warum sollte man dann überhaupt frühzeitig einen Test machen? Die meisten Menschen fühlen sich ja nicht krank…

Causevic: Die derzeit zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten wirken in einem frühen Stadium der Erkrankung am besten. Je früher also Alzheimer oder andere demenzielle Erkrankungen erkannt werden, desto eher kann die Medizin mit der individuellen Therapie helfen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und noch einige Jahre länger für eine gute Lebensqualität zu sorgen. Außerdem kann eine nicht entdeckte Demenz zu Komplikationen auch bei einfachen anderen Erkrankungen aber insbesondere im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt sorgen.

Selbst betroffen zu sein ist aber nur eine Seite der Medaille. Auch für Angehörige ist die Krankheit eine Belastung. Wie wird diesen geholfen?

Causevic: Es gibt einige Beratungsangebote für pflegende Angehörige, damit diese sich zurechtfinden können. Auch werden immer wieder Kurse angeboten, die sich mit der Pflege zuhause direkt auseinandersetzen. In der Sana Fabricius-Klinik ist dafür unter anderem die familiale Pflege unter Leitung von Marina Heinze-Salsedo ansprechbar. Auch für die Erkrankten selbst ist das geregelte und strukturierte häusliche Umfeld einer der wichtigsten Faktoren und kommt eigentlich noch vor der medizinischen Betreuung. Auch dafür bekommen Angehörige Tipps und Hilfen von verschiedenen Einrichtungen. (Stefan Mülders)