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Bewässerung durstiger Bäume ist nicht möglich

Zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 25. Juni hatte die CDU-Fraktion vier Fragen nach dem Zustand der Bäume in Remscheid gestellt. Aktueller Anlass: Befürchtete Folgen der (wachsenden) Bodentrockenheit. Die Antworten hat die Verwaltung jetzt vorgelegt.

Frage 1. Sind aufgrund der Trockenheit Schäden am Baumbestand an unseren Straßen, in unseren Gärten und Parkanlagen sowie in öffentlichen Einrichtungen (Schulen, Kitas, Spielplätze etc.) zu verzeichnen?
Antwort: Baumschäden, die ausschließlich bzw. monocausal auf die Trockenheit zurückzuführen sind, sind den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) nicht bekannt. Allerdings ist zu erwarten, dass die Trockenheit des vergangenen Jahres auch in Remscheid bei vielen Bäumen zu deutlichen Vitalitätseinbußen mit verminderter Widerstandskraft gegen biotische (Pilze, Bakterien, Insekten) Baumschädlinge sowie abiotische Baumschäden (Sturm, Astbruch, Trockenheit, Ozon- und UV-Empfindlichkeit etc.) geführt hat. Exaktere Aussagen hierzu sind allerdings nicht vor Sommer 2019, d.h. nach den ersten Hitzeperioden möglich. Die Erfassung auch dieser Schäden wird ein Bestandteil der regelmäßigen Baumkontrollen sein.
Problematisch ist hierbei sicherlich auch, dass die Niederschläge im Winter/Frühjahr nur ausgereicht haben, um den Boden oberflächennah bis in eine Tiefe von ca. 25 bis 30 Zentimetern mit Feuchtigkeit zu versorgen. Die tieferen Lagen – aus denen die Bäume hauptsächlich ihren Wasserbedarf decken – sind immer noch trocken,

Frage 2. Wie sieht es mit Baumerkrankungen infolge der Schwächung der Bäume aus?
Antwort: Die Baumerkrankungen nehmen seit Jahren signifikant zu. Betroffen sind vor allem die folgenden Bauarten: Esche, Buche, Ahorn, Platane, Rosskastanie und Eiche. Meist äußert sich dies in einer multiplen Erkrankungssituation, die z.B. bei der Esche bereits seit dem Jahre 2017 fast zu einem Totalausfall infolge des Eschentriebsterbens geführt hat.

Frage 3. Müssen wir mit finanziellen Mehraufwendungen im Bereich der Baumpflege rechnen, um die Verkehrssicherheit von Bäumen zu erhalten?
Antwort: Die TBR haben bereits für das Jahr 2019 einen Mehrbedarf für zusätzliche Baumkontrollen und Maßnahmen in einem Volumen von ca. 100.ooo € im Budget geplant. Ebenso wurde bereits vor einigen Jahren eine weitere Stelle eins Baumkontrolleurs eingerichtet. Aufgrund der absehbar nur noch begrenzt verfügbaren freien Unternehmerkapazitäten erwägen die TBR mittelfristig zudem den Aufbau einer eigenen Baumpflegekolonne, die mit entsprechendem Gerät und Fachpersonal auszustatten ist.

Frage 4. Sind im Stadtgebiet Extremstandorte von Bäumen bekannt, welche bei wiederkehrender Trockenheit zu wässern sind?
Antwort: Grundsätzlich sind im Innenstadtbereich Baumstandorte denkbar, die von Fahrzeugen aus oder mit sog. Wassersäcken über einen längeren Zeitraum zu bewässern wären. Als Folge des Dürrejahres 2018 war dieses Bewässerungssystem im Laufe des Jahres jedoch frühzeitig ausverkauft und nicht verfügbar.
Aufgrund des tatsächlichen täglichen Wasserverbrauchs von innerstädtischen Großbäumen bei Temperaturen über 30 Grad (mehrere Tausend Liter pro Tag), der verkehrstechnischen Beschränkung während der Maßnahmen (Staubildung) sowie der nur eingeschränkten positiven Wirkung (häufig zu starker Wasserstrahl, zu kleine Baumscheiben führen lediglich zu Oberflächenabfluss, das Wasser gelangt nicht an die Baumwurzeln) wird von einer Bewässerung von Fahrzeugen aus abgesehen. Unabhängig davon verfügen die TBR weder über geeignete und ausreichende Fahrzeugtechnik bzw. -kapazität, noch über entsprechend ausreichend und qualifiziertes Personal. Konsequenterweise sollte man zunächst eher eine Diskussion über notwendige Baumscheibengrößen im Innenstadtbereich führen. Weiterhin sollten bei neuen Baumscheiben Bewässerungs- und Belüftungssysteme eingebaut werden.

Kirchensteuer wird im Kirchenkreis neu verteilt

Die Kreissynode fällte weitreichende Entscheidungen mit Blick auf die Zukunft der Kirchengemeinden im Kirchenkreis Lennep. Foto: Volk

Pressemitteilung des evangelischen Kirchenkreises Lennep

Drei wichtige Entscheidungen, die die Zukunft der evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Lennep positiv beeinflussen sollen, haben die Mitglieder der Kreissynode des Kirchenkreises Lennep auf ihrer Frühjahrssynode im evangelischen Gemeindezentrum Hückeswagen am Freitagabend auf den Weg gebracht. Zuvor hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Cornelia Päper (CDU) den Kreissynodalen die herzlichen Grüße der Bürger der Schloss-Stadt überbracht. Landespfarrer Markus Schaefer ermunterte die Kreissynode mit Blick auf die geringer werdenden Mitgliederzahlen der evangelischen Kirche deutschlandweit, den Blick nach vorn mit einer Vision zu verbinden. „Wir müssen an einer neuen Kirche arbeiten“ appellierte der Theologe.

„Wie lebendig Kirche ist, hängt nicht nur von der Anzahl der Pfarrer und der Zahl der zu verwaltenden Gebäude ab, sondern davon, wie aktiv sich Kirche um ihre ureigensten Aufgaben kümmert“, betonte Superintendent Hartmut Demski zu Beginn der Tagung. Im Anschluss entschieden sich die Kreissynodalen mit großer Mehrheit dafür, dass ab 2021 die Kirchensteuerverteilung an die Gemeinden umgestellt wird. Danach ergibt sich der Verteilbeitrag an die Gemeinden künftig aus dem Pro-Kopf-Durchschnittsbetrag, der mit der Zahl der jeweiligen Gemeindeglieder multipliziert ist. Bisher wurde die Summe auf der Basis eines Durchschnittsbeitrages des Vor-Ort-Aufkommen der letzten drei Jahren berechnet. Das hatte unter anderem zur Folge, dass erhebliche Unterschiede in der finanziellen Situation der einzelnen Gemeinden bestanden und so die Schere zwischen armen und reichen Gemeinden größer wurde.

Superintendent Hartmut Demski freute sich über die getroffene Entscheidung der Kreissynodalen: „Die Berechnung wird einfacher, die Schwankungen in den Zahlungen nehmen ab und die Planungssicherheit der Kirchengemeinden nimmt zu.“

Ebenso entschied sich die Kreissynode dafür, dass der zukünftige Superintendent im Kirchenkreis Lennep ab 1. Oktober 2020 hauptamtlich arbeiten wird. Begründet wird das mit der stark angestiegenen Aufgabenfülle, die dieses Amt mit sich bringt. Bisher war der Superintendent von der Kreissynode für 75 Prozent für diese Aufgaben freigestellt und hatte mit 25 Prozent noch eine Pfarrstelle inne. Amtsinhaber Hartmut Demski wird im nächsten Jahr in den Ruhestand verabschiedet.

Abschließend wurden die kirchlich Verantwortlichen in den sieben Regionen des Kirchenkreises beauftragt, sich bis zur Frühjahrssynode 2020 mit Blick auf die hohe Zahl der in den Ruhestand gehenden Pfarrer wie auch des fehlenden theologischen Nachwuchs intensiv mit der Ausgestaltung der zukünftigen Pfarrstellen auseinanderzusetzen. (Katrin Volk)

Bei Logo für „RS brummt“ fiel die Entscheidung schwer

Unter der Überschrift „Remscheid brummt“: Insektenschutz in der Stadt“ veröffentlichte der Waterbölles am 12. März eine Pressemitteilug der Stadt Remscheid, in der für Juni Aktionswochen zum Insektenschutz angekündigt wurden zur Erhaltung der Artenvielfalt in der heimischen Insektenwelt. Dazu gehörte auch die Einladung an Remscheider Grund- und weiterführende Schulen, sich mit Kurzfilmen oder PowerPoint-Präsentationen an einem Wettbewerb zuu beteiligen, in denen die Bedeutung von Insekten – teils mit wissenschaftlichem Schwerpunkt, und/oder unterhaltend, aber immer mit deutlichem Bezug zu unserer Stadt – Thema sein sollte. Am Freitag sichte eine Jury die Einsendungen und entschied sich für die Preisträger, die am Samstag im vollbesetzten großen Saal 5 des Remscheider „Cinestar“-Kinos geehrt wurden.

Schuldezernent Thomas Neuhaus erinnerte bei der Preisverleihung an den Beschluss des Rates der Stadt, Insekten zu fördern, an wissenschaftliche Studien, wonach an vielen Orten in Deutschland bis zu Drei Viertel weniger Insekten als noch vor 30 Jahren gefunden werden. Für Remscheid lägen bisher zwar keine konkreten Zahlen zum Artenschwund vor, aber: „Remscheid bekennt sich zu seiner Verantwortung!“ So seien auf Flächen von Schulen und Kitas sowie im Umfeld von zentralen Einrichtungen Insektenhotel aufgestellt oder aufgehängt und Brachflächen in Wildblumenwiesen verwandelt worden. Auch nach einem Jahr „Remscheid brummt“, in dem viel getan und erreicht worden sei, sei der notwendige Bewusstseinswandel innerhalb aller Altersgruppen noch nicht abgeschlossen. Was Neuhaus nicht sagte, sich aber vom sehr „überschaubaren“ Kreis der Wettbewerbsteilnehmer ablesen lässt: Das gilt auch für Lehrer/innen und /Schülerinnen. Denn einzig für den Grundschul-Logowettbewerb waren viele Einsendungen eingegangen; da fiel der Jury die Auswahl richtig schwer. Auf Platz 3 kam Clara Siemann (4a, GGS Hasten), auf Platz 2 Milena Thies (4a, GGS Mannesmann) und auf dem 1. Platz Noah Gür (4a, GGS Hasten). Sein Logo soll, entsprechend bearbeitet, künftig als Markenzeichen für „RS brummt“ verwendet werden (2. Platz: Milena Thies, 4a GGS Mannesmann; Platz 3: Clara Siemann, 4a GGS Hasten). Für den SekI/Sek2-Wettbewerb lagen weit weniger Einsendungen vor, für SekI nur eine einzige von der Albert-Einstein-Gesamtschule (AES, siehe das prämiierte Video oben). Die Macher/Akteure: Sek I Film:  Lucy Wäschle, Serlet Güler, Stella-Marie Wäschle, Madita Zadow, Jan Oliver Krautwurst, Niklas Grimmelt und Mehmet Kuruoglu.

Für Sek2 lagern mehrere Beiträge vor (Filme oder PowerPoint-Texte) – alle vom Käthe-Kollwitz-Berufskolleg.  Platz 1: Rosa Maggio, Ramona Pannhorst, Vivien Fülling, Aurelia Wilhelms, Mareike Körschgen, Klasse FSIM-1 (Fachschule des Sozialwesens, Käthe-Kollwitz-BK, Mittelstufe Erzieherausbildung). Platz 2: Giacomo Castellino, Alexandra Donschek, Kerstin Gregulla, Jacqueline Richter, Aline Hintze, Sabrina Wettler, Klasse FSIM-2 (ebenso, Parallelklasse). Platz 3: Josephine Reinicke, Nina Simon, Emily Maibach, Julius Berndl, Jacob Bierl, Luca Böhl, Klasse BGG11-2 (Berufliches Gymnasium Schwerpunkt Gesundheit, Käthe-Kollwitz-BK).

An dem von Horst Kläuser gewohnt professionell moderierte Rahmenprogramm beteiligten sich Dr. Thomas Giebisch und Marina Rohn vom Leibniz-Gymnasium musikalisch mit dem „Hummelflug" von N. Rimski-Korsakov), Britta Hartz, Leiterin der Kita Am Holscheidsberg. Mit einem Bericht über die Insektenschutz-Aktivitäten Remscheider Kitas, Kindern der Kita Am Holscheidsberg mit einem „Bienentanz“ und der Chor des Leibniz-Gymnasiums unter der Leitung von Marina Rohn mit „Story of my Life" (One Direction) und „Yesterday" von den Beatles. Mit Blumen bedankte sich gegen Ende der Feier die für die Remscheider Grundschulen zuständige Schulrätin Brigitte Dörpinghaus bei Annegret Calaminus (Regionales Bildungsbüro) für die Organisation des Wettbewerbs. Finanziell hatten den Sponsoren möglich gemacht (Stadtsparkasse, Volksbank, Rotary Club und Lions Clubs). Vor dem Kino konnten schließlich Gutscheine in Blumentöpfe mit Wildblumen eingetauscht werden gezogen in der ehemaligen Stadtgärtnerei am Stadtpark von Mitarbeitern der Arbeit Remscheid gGmbH. Vielleicht der Grundstock für etliche neue Wildblumenwiesen in Remscheid. Wäre doch schön!

Neu: Lade-Konzept für Elektrofahrzeuge und Pedelecs

Mit einem Betrag von 80.000 Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf der Grundlage der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ vom 5. Dezember 2017 die Erstellung eines Lade-Infrastrukturkonzeptes für Elektrofahrzeuge und Pedelecs für das Stadtgebiet Remscheid. Den notwendigen Eigenanteil in Höhe von 20.000 Euro übernimmt im Rahmen eines Kooperationsvertrages die EWR GmbH. Das teilte die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) am 25. Juni schriftlich mit. Damit ist der im Juni 2018 gestellte Antrag nunmehr positiv beschieden worden. Der Bewilligungszeitraum ist vom 1. Juni 2019 bis 31. Dezember 2020. „Es wird aber angestrebt, das Konzept zügig zu erstellen und nicht den gesamten Bewilligungszeitraum zu nutzen. Der erste Abstimmungstermin zwischen Gutachter, EWR GmbH und Stadt findet am 19. Juni statt“, teilt die Verwaltung mit. Ein Ziel der Stadt besteht darin, ihren Beitrag zur notwendigen Energiewende auch im Bereich des Straßenverkehrs zu leisten, um den CO2-Ausstoß sowie die NOX- und Feinstaubemissionen in Remscheid nachhaltig zu senken. Das Lade-Infrastrukturkonzept soll „einen wichtigen Ansatzpunkt für die zukünftige Entwicklung darstellen“. Konkret soll das Konzept Aussagen treffen für Bürgerinnen und Bürger (Eigentümer, Mieter), Unternehmen (Kunden, Mitarbeiter), Flottenbetreiber und öffentliche/halböffentliche Stellflächen. Damit ist eine intensive Beteiligungsphase verbunden.  Auftragnehmer ist das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen aus Aachen. Dieses war in einem kombinierten Ausschreibungsverfahren mit Angebot, Gespräch und Präsentation gemeinsam von EWR GmbH und Stadt ausgewählt worden.

Sturm führte zu erfolgreichem Artenschutz-Projekt

Anfang Januar 2018 verwüstete der Sturm Friederike das Hanggrundstück der Familie Zimmermann; alle Nadelgehölze wurden entwurzelt und mussten von dem steilen Hang mühsam entfernt werden. Was solle danach mit dem Gelände geschehen? Die Eigentümer suchten Rat bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Remscheid. Gemeinsam plante man eine Streuobstwiese mit artenreichen Blühflächen. Die Untere Naturschutzbehörde finanzierte die Streuobstwiese und lieferte auch das Saatgut für heimische Wildblumen. Und das Ergebnis kann sich derzeit sehen lassen - eine üppige Margeritenblüte und zahlreiche weitere blühende Wildblumen locken Honig- und Wildbienen an. Von Anja Zimmermann und Thomas Friese hat sich der Waterbölles das erfolgreiche Artenschutz-Projekt am Freitag zeigen lassen.

Auch Straßenbäume brauchen gute Bodenverhältnisse

Auf der Basis der städtischen Baumschutzsatzung vom 30. November 2017  hat die Verwaltung im vergangenen Jahr (2018) 223 Baumentfernungen und 15 Baumeinkürzungen genehmigt. Insgesamt waren 124 Anträgen eingegangen; drei davon wurden abgelehnt. 32 Anträge betrafen Fällungen im Zusammenhang mit Bauanträgen, es wurde die Pflanzung von 178 Ersatzbäumen i.d.R. auf den Baugrundstücken festgesetzt.

Als Ersatzmaßnahmen für Baumfällungen in der Vergangenheit wurden im Frühjahr 2018 15 Linden an der Sedanstraße gepflanzt. Die Kosten hierfür beliefen sich auf 8.700 €. Die für Herbst 2018 geplanten Ersatzpflanzungen (56 Bäume mit einem Kostenvolumen von 50.110 €) wurden in diesem Frühjahr  vorgenommen. Als Ausgleichszahlung nahm die Stadtkasse 2018 9.300 € ein. Damit erhöhte sich der Kontostand der Ausgleichszahlungen zum 31.12.18 auf  85.000 €. Nach den jüngsten Pflanzungen stehen aktuell noch rund 35.000 € zur Verfügung.

In den vergangenen vier Jahren nahm der Fachdienst Umwelt im Stadtgebiet 150 Nach- und Neupflanzungen von Bäumen vor. „Im Regelfall werden nach Entfernung erkrankter städtischer Bäume vorhandene Baumscheiben nach Standortprüfung für Nachpflanzungen genutzt“, teilte die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung (BUKO) am 25. Juni schriftlich mit.  Zudem wurde für den Stadtbezirk Lennep ein Konzept zur Neupflanzung von 40 Bäumen vorgelegt.

Schwerpunkt der Neupflanzungen war und ist das Gewerbegebiet Großhülsberg. Dort wurden im Rahmen des Projekts „Grün statt Grau“ auf mehreren straßennahen Grundstücken Bäume gepflanzt. Künftig sind Ersatzpflanzungen vor allem in Gewerbegebieten auf exponierten Privatgrundstücken geplant. „Voraussetzung für nachhaltige und erfolgreiche Baumpflanzungen sind insbesondere ein ausreichend großes Raumangebot und gute Bodenverhältnisse“, so die Verwaltung. Der Sommer 2018 habe gezeigt, dass Stadt- und Straßenbäume ohne diese Voraussetzungen erhebliche Probleme haben bzw. bereiten (Trockenschäden, Gefahren durch Trockenäste). Gerne nimmt der Fachdienst Umwelt Anregungen für neue geeignete Baumstandorte entgegen.

In Bebauungsplänen Natur mehr Platz einräumen

Pressemitteilung des Naturschutzbeirates

In der Sitzung vom 11. Juni diskutierte der Naturschutzbeirat (NB) der Stadt Remscheid die Mitteilungsvorlage der Verwaltung zum Thema „Schottergärten“ für die Sitzung des Umweltausschusses (BUKO) vom 15. März. Jörg Fiebig (Nabu Remscheid) stellte den Antrag, Schottergärten grundsätzlich zu verbieten. Nach Diskussion empfiehlt der NB einstimmig, den entsprechenden Fachausschüssen, gemäß der Baunutzungsverordnung, künftig die freien Flächen  in Bebauungsplänen, als  mit Pflanzen, Sträuchern  und Bäumen zu bepflanzen festzusetzen. Sicher nur ein winziger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Stadtentwicklung.

Das derzeit praktizierte Verfahren, Dach- und Fassadenbegrünungen im Verfahren lediglich nach Klimacheck in der Baugenehmigung festzuschreiben, wurde seitens des Gremiums erneut als nur wenig zielführend angesehen. Die Dachbegrünung größerer Flachdächer würde ihren Beitrag gegen die Klimaerwärmung, bei Starkregen sowie als Lebensraum für Insekten- und Vogelarten leisten. Hier ist die Politik gefragt, die Verwaltung zu beauftragen ,entsprechende Lösungen  zu erarbeiten.  (Gabriele Lipka, Vorsitzende des Naturschutzbeirates)

Die Sommerhitze energieeffizient aussperren

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

An heißen Sommertagen dauert es oft nicht lange, bis die Wärme ins Gebäude strömt und die Luft zum Stehen bringt. Sind die Räume erst einmal aufgeheizt, ist es schwer, die Temperatur wieder abzusenken. Eine gute Alternative zur energieintensiven Klimaanlage ist kluges Lüften und natürliches Klimatisieren.

„Wer im Sommer im Haus eine angenehme Temperatur haben will, sollte die Fenster tagsüber komplett geschlossen halten“, rät Monika Meves von der Stadt Remscheid. „Sinnvoll ist, nur in den kühlen Morgenstunden oder nachts zu lüften. Damit verhindern Sie, dass sich die Räume tagsüber aufheizen. Mit Rollos oder Jalousien lassen sich die Fenster zusätzlich einfach abdunkeln. Rollläden sind noch effektiver, da die Sonne bereits vor der Scheibe abgefangen wird.“ Die gefühlte Temperatur lässt sich außerdem durch den Einsatz von Ventilatoren senken. Diese sorgen zwar nicht für weniger Wärme in der Wohnung, die Bewegung der Luft vermittelt aber das Gefühl einer kühleren Umgebung.

Die Kellerräume sollten während der warmen Sommertage allerdings nicht gelüftet werden, rät Monika Meves. „Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn Sie die heiße Sommerluft in die kalten Kellerräume lassen, kann sich Kondenswasser an den Wänden bilden. Der Keller wird feucht und bietet dann beste Voraussetzungen für die Bildung von Schimmel. Aus diesem Grund sollte im Sommer auch Wäsche unbedingt im Freien getrocknet werden.“ Einen ersten Aufschluss über das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung oder im Kelle geben im Handel erhältliche einfache Thermo-Hygrometer oder die kostenlosen Raumklimakarten der Stadt Remscheid.

Die Stadt Remscheid ist Mitglied im landesweiten Netz ALTBAUNEU, das durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert und vom NRW-Wirtschaftsministerium unterstützt wird. Energieeffizienz und Wärmenutzung sind zentrale Themen des Netzwerks, das neben der Sanierung von Altbauten auch umfassend über Fragen zum Thema Raumklima informiert. Das Internetportal www.alt-bau-neu.de/remscheid bietet weitere Informationen. Eine kostenfreie Informationsmappe zum Lüften inkl. der kostenfreien Raumklimakarte gibt es bei der Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt, Monika Meves, Tel. RS 163313 und E-Mail umweltamt@remscheid.de

Der Mai überrascht mit kühlen Temperaturen

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Nach einem sehr heißen Mai mit lokalen Starkregen in 2018 bildete der Mai in diesem Jahr mit kühlen Temperaturen ein Kontrastprogramm. Die Regenmengen entsprachen dieses Mal an vielen Messstellen ungefähr den Durchschnittswerten, dies zeigen die Auswertungen des Wupperverbandes. In der Kläranlage Solingen Burg lag der Wert bei 66 Liter pro Quadratmeter, damit entsprach er genau dem langjährigen Mittel für Mai. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen Lindscheid wurden 87 Liter gemessen, im Schnitt sind es 82 Liter. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurden 73 Liter erreicht, im Schnitt sind es dort 80 Liter. Weniger Regen als normal fiel in der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen, dort waren es 54 Liter statt der durchschnittlichen 74 Liter. Am meisten Niederschlag gab es in Kürten (an der Sülzüberleitung) mit 98 Litern. Am wenigsten Regen wurde an der Hauptverwaltung des Wupperverbandes in Wuppertal-Barmen gemessen, nämlich 47 Liter.

An folgenden Tagen regnete es am stärksten: An der Großen Dhünn-Talsperre fielen am 10. Mai 20 Liter. An der Bever-Talsperre waren es am 8. Mai 18 Liter. Am 30. Mai, Christi Himmelfahrt, fiel nur ganz wenig Regen, so dass einem Vatertagsausflug nichts im Wege stand. Endlich wieder ein zu kühler Monat: Laut Deutschem Wetterdienst lag in manchen Orten insbesondere in der ersten Monatshälfte die Temperatur fünf Grad unter dem vieljährigen Mittel. In einigen Regionen gab es sogar Nachtfrost. NRW war das sonnenärmste Bundesland. Am kältesten war die Nacht am 25. Mai mit circa zwei °C, am wärmsten war es tagsüber am 6. Mai mit 26 °C.

Wieder viel Müll und Gestank im P&R-Parkhaus

Parkhaus blitzblank? Sehen Sie selbst.“ So der Waterbölles am 5. Dezember 2018 zu einem Video über das P&R-Parkhaus am Remscheider Hauptbahnhof, das kurz zuvor für die Eröffnung der neuen „Cinestar“-Multiplex-Kinos in Schuss gebracht worden war. Von „blitzeblank“ konnte da schon keine Rede mehr sein: Der Waterbölles hatte feuchte Stellen in den Bodenrinnen des  weiterhin leicht „anrüchigen“ Treppenhauses entdeckt, Ansammlungen von Zigarettenkippen und auch ein erstes (kleines) Graffiti.

Inzwischen scheint der alte Missstand wieder eingetreten zu sein. „Wir müssen uns das ganze Areal noch einmal ansehen“, räumte in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ein, nachdem Jürgen Kucharczyk (SPD) auf eine neue Vermüllung des Parkhauses hingewiesen und nach Konsequenzen der Stadtverwaltung gefragt hatte. Die gibt es zwar, aber ob sie ausreichen? Der Technische Beigeordnete Peter Heinze dazu gestern: Er habe häufigere Kontrollgänge des Wachdienstes veranlasst sowie eine neuerliche Grundreinigung. „Wir sollten auch das Umfeld Richtung Kino und den Fußgängertunnel nicht vergessen“, regte Karl Heinz Humpert (CDU) an – mit Hinweis auf Müll an diesen Stellen.

Vom Schwanenteich ist nichts mehr zu sehen

Sanierung des Schwanenteichs beginnt im Januar“, kündigte der Waterbölles am 24. Dezember 2018 in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid an. Und so war auch. Das Wasser wurde abgelassen und der Teichboden verwandelte sich optisch in eine Wiese. Stadtförster Markus Wolff auf Anfrage des Waterbölles: „Die gestartete Renaturierung verläuft absolut planmäßig. Auch wenn am Schwanenteich nach dem Winter wieder Ruhe eingekehrt zu sein scheint, laufen sehr viele Maßnahmen zur Vorbereitung der eigentlichen Arbeiten im Hintergrund weiter. Darüber sollte eigentlich auch ein Bauschild – wie seinerzeit bei der Renaturierung des Lobach – die BürgerInnen informieren; Dies bereiten wir aktuell auch noch vor.“ Momentan gehen die beteiligten Behörden vom Beginn weiterer konkreter Baumaßnahmen mit Ende der Vegetationszeit ab dem 1. Oktober aus. Bis zum 28. Februar waren die Balsampappeln auf den beiden bisherigen Inseln im Schwanenteich sowie weitere am Teichrand gefällt worden; seit dem 1. März bis zum 30. September erlaubt der Naturschutz wegen der Brut- und Setzzeiten keine weiteren Forst- und Tiefbauarbeiten. In der Zwischenzeit werden die Ausschreibungen der Baumaßnahme vorbeireitet und die Detailplanungen abgeschlossen.

Vorgesehen sind Rückbau und Entschlammung des Schwanenteichs, der Umbau des Zulaufs, der Rückbau des Auslaufbauwerks sowie die Verlegung von Eschbach und Tenter Bach. Die auf 1,1 Millionen Euro veranschlagten Kosten werden zu 90 Prozent vom Land NRW getragen und zu zehn Prozent vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Auch wenn vom früheren Schwanenteich nichts mehr zu sehen ist, haben die Bisamratten in den Wasserresten Junge bekommen. Und auch die Stockente führte ihren Nachwuchs - zwölf an der Zahl - über den Schlick spazieren.

Naturkosmetik selber machen: Gesichtspflege

Am Freitag, 28. Juni, von 18 bis ca. 22 Uhr gibt es in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, einen weiteren Workshop über selbstgemachte Naturkosmetik. Die TeilnehmerInnen lernen verschiedene Materialien für die einfache Herstellung von natürlicher Kosmetik kennen. Unter Leitung von Kräuter-Fachfrau Christel Heuer geht es dann um speziell um die Gesichtspflege. Die TeilnehmerInnen erstellen ein mildes Gesichtswasser ohne Alkohol, ein Gesichts-Peeling, eine Rosen-Gesichtscreme, Honig-Sheabutter-Creme (Antifaltencreme) und ein straffendes Augen-Gel. Neben dem Teilnehmerbeitrag in Höhe von 20 Euro fallen Materialkosten in Höhe von 15 Euro an.Wegen Teilnehmerbegrenzung ist eine Anmeldung bis Mittwoch, 21. Juni, 12 Uhr, unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule ab sofort unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de entgegen.