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Corona: Bericht zur aktuellen Gesundheitslage

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell acht Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 238 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 230 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 213 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 17 sind verstorben. Darüber hinaus melden die Krankenhäuser aktuell eine positiv getestete Person, die sich in einem Krankenhaus zur stationären Behandlung befindet (nicht auf der Intensivstation). Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Grüne lehnen Baugebiet an der Knusthöhe ab

Pressemitteilung der Remscheider Grünen

Zum für die Bezirksvertretung Lennep am 27. Mai vorgesehenen Aufstellungsbeschluss für die Bebauung der Knusthöhe (Bebauungsplan Nr. 680 – Gebiet: Schützenfeld – Wohngebiet südlich der Ringstraße und östlich der Heinrich-Hertz-Straße in Remscheid–Lennep) erklärt Bezirksvertreter Rolf Haumann: „Wir GRÜNE lehnen ein Baugebiet an der Knusthöhe ab. Aus ökologischen Gründen ist eine Wohnbebauung an dieser Stelle für uns nicht vertretbar. Die Knusthöhe liegt im Einzugsgebiet der Herbringhauser Talsperre und ist damit besonders schützenswert. Neben den offenen Fragen zum Wasserschutz rechnen wir auch ohne ein zusätzliches Baugebiet an dieser Stelle mit steigenden Belastungen durch den Verkehr. Neben den bereits bestehenden Problemen im Bereich der Autobahnauffahrt und dem Kundenverkehr der angrenzenden Fachmärkte, wird insbesondere das geplante DOC für zusätzliches Verkehrsaufkommen entlang der Ringstraße sorgen. Ein Neubaugebiet mit Blick auf eine Lärmschutzwand erscheint uns auch aus Nachfragesicht wenig attraktiv.“

„Angesichts der nach wie vor enormen Wohnungsleerstände in unserer Stadt, bleibt es für uns unverständlich, warum hier zusätzlicher Wohnraum auf der grünen Wiese erschlossen werden soll. Die Beispiele Eisernstein, Düppelstraße oder das Baugebiet am ehemaligen Lenneper Krankenhaus zeigen, dass Lösungen im Bestand nicht nur möglich, sondern auch mit vergleichbarem Aufwand zu realisieren sind. Durch Umbau, aber auch den Abriss und Neubau von Gebäuden schaffen wir nicht nur zeitgemäßen und nachfragegerechten Wohnraum, wir werten gleichzeitig die gewachsenen Quartiere in unserer Stadt auf. Dies führt zu einer Neubelebung im Innenbereich und schützt die wichtigen Naturräume und Agrarflächen in unseren Außenbereichen. Neben den genannten Neubaugebieten zeigen dies auch die wirklich hoffnungsvoll stimmenden Entwicklungen am Honsberg. Wir fordern die Verwaltung auf, ihre sehr begrenzten Planungskapazitäten im Sinne einer nachhaltigen Wohnraumentwicklung, auf solche Bestandslösungen zu konzentrieren und dabei insbesondere die städtische GEWAG und deren Leerstände mit einzubeziehen“, ergänzt David Schichel, stellvertretender Fraktionssprecher.

Das sieht für Remscheid gar nicht gut aus

Wie düster es um die Finanzen der Stadt Remscheid bestellt ist, verrät die Mitteilungsvorlage, die Stadtkämmerer Sven Wiertz am kommenden Donnerstag dem Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss und am 18. Juni dem Rat der Stadt vorlegt. Nachfolgend zitiert der Waterbölles daraus auszugsweise:

„Zum Stichtag 31.12.2019 … konnte der Bestand an Liquiditätskrediten von zuvor 561 Mio. Euro auf 556 Mio. Euro reduziert werden. Darin enthalten sind acht Mio. Euro für die Technischen Betriebe Remscheid und 6,2 Mio. Euro „budgetneutraler Kredit“ aus dem Programm Gute Schule 2020, so dass sich der originäre Kassenkreditbestand der Stadt Remscheid um 9,5 Mio. Euro auf 542 Mio. Euro (Vorjahr: 552,5 Mio. Euro) reduziert hat. (…) Die Haushaltsentwicklung 2020 bis 2023 wird maßgeblich von den Auswirkungen der derzeitigen COVID19-Pandemie beeinflusst.“ Es müsse  davon ausgegangen werden, „dass die fiskalischen Folgewirkungen der Pandemie, gerade in Bezug auf die kommunalen Steuereinnahmen über 2020 hinaus spürbar bleiben wird. (…) Für die Gemeinden wird für das aktuelle Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Steuereinnahmen von 11,1 Prozent prognostiziert, für den Bund von 13,5  und die Länder von 8,5 Prozent (ohne eine weitere Pandemiewelle). (…)

Bereits bei der Planfortschreibung zum Haushaltssanierungsplan musste die Einnahmeerwartung bei der Grundsteuer B … reduziert werden. Die Gewerbesteuererträge im Haushaltsjahr 2020 stellen mit einem Ansatz von 72,2 Mio. Euro planerisch einen Anteil von nahezu 18 Prozent der gesamten ordentlichen Erträge dar. Der Arbeitskreis Steuerschätzungen geht im Bereich der Gewerbesteuer von einer negativen Entwicklung gegenüber dem Vorjahr von -24,8 Prozent aus (…), sodass im Haushaltsjahr 2020 gem. der Prognose von einem Mindertrag in Höhe von 14 Mio. Euro bzw. 8,2 Mio. Euro … ausgegangen werden muss. Mit Stichtag vom 22. Mai 2020 belief sich der Buchungsstand der Gewerbesteuererträge … lediglich auf rund 45,3 Mio. Euro, so dass derzeit davon ausgegangen werden kann, dass sich diese abweichend von der Prognose des Arbeitskreises noch negativer entwickeln werden. Damit bestätigt sich, dass Remscheid als exportorientierter Industriestandort mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Automotive deutlich stärker von der Krise betroffen sein wird als der Landesdurchschnitt. (…)

Die in Remscheider Unternehmen angemeldete Kurzarbeit wird sich erheblich auf den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ab dem Jahr 2024 auswirken. Der neue Verteilungsschlüssel für die Jahre 2021 bis 2023 wird Mitte des Jahres erwartet, aber noch keine Auswirkungen der Corona-Pandemie enthalten. Die aktuellen Entwicklungen schlagen sich erst im Verteilungsschlüssel ab dem Jahr 2024 nieder. Es bleibt die Besorgnis, dass Remscheid hierbei erneut stärker als andere Gemeinden von der Krise (nachgelagert) getroffen werden wird. Dies erfolgte bereits im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2007/2008. Das Kurzarbeitergeld unterliegt dem sogenannten progressionsvorbehalt, so dass auf das Kurzarbeitergeld keine Steuern zu entrichten sind. Allerdings wird bei der Besteuerung der sonstigen Einkünfte derjenige Durchschnittsteuersatz angewendet, der sich ergeben würde, wenn auch das Kurzarbeitergeld regulär zu versteuern wäre. Gemeinden, in denen ein großer Teil der Bevölkerung im Jahr 2020 Kurzarbeitergeld bezieht, werden bei der Neuberechnung der Schlüsselzahlen für die Jahre ab 2024 mit deutlichen Rückgängen bei den Schlüsselzahlen rechnen müssen. (…)

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Spannendes von Weißwurz und Salomonssiegel

Weißwurz in BlüteDie Vielblütige Weißwurz sieht man beim Spaziergang im Laub-Nadelmischwald mit viel krautigem Bewuchs am Waldboden. Sie wächst mit einem gebogenen Stängel und mit einer Anordnung der Laubblätter, die sehr exakt und ordentlich wirkt. Es sitzen immer zwei Laubblätter wechselständig und zweizeilig angeordnet am Stängel. Aus den Blattachseln wachsen hängend die traubigen Blütenstände. Der Nektar der glockenförmigen Blüte kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schmetterlinge erreicht werden. Selbstbestäubung ist häufig.

In Remscheid und dem Bergischen Städtedreieck ist die Vielblütige Weißwurz viel häufiger zu finden als das Salomonssiegel, auch genannt „Echte“ oder „Duftende Weißwurz“. Weißwurz und Salomonssiegel sind mit dem Maiglöckchen verwandt und durch ihren Gehalt an Saponinen ebenfalls in allen Teilen giftig. Der Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Die blauen Beeren werden als widerlich süß beschrieben und dürfen wegen ihrer Giftigkeit nicht mit Heidelbeeren verwechselt werden.

Der unterirdische Wurzelstock des Salomonssiegels ist ein sogenanntes „Rhizom“, ein horizontal wachsender, verdickter Teil der Sprossachse zur Stoffspeicherung. An diesen Wurzelstöcken entstehen durch das Verwelken der Pflanzenstängel Jahr für Jahr scheibenförmige „Narben“, die Form und Aussehen eines Siegels haben und an den Siegelring König Salomos erinnern sollen.
König Salomo nutzte der Legende nach die Zauberkraft der Wurzel, um für den Bau seines Tempels einen Felsen zu sprengen. So kam die „Springwurzel“, wie die Weißwurz auch genannt wird, zu ihrem Namen.

Nach einer Sage weiß sonst nur der Specht, wo sie zu finden ist. Verklebt man den Zugang zu seiner Höhle, wenn er zur Nahrungssuche ausgeflogen ist, wird er uns zur Wurzel führen, da er sie zum Öffnen seiner Höhle braucht.
Rudolf Baumbach hat dem Wissen des Spechts ein Gedicht gewidmet:

Der Schwarzspecht ist ein Kräutermann,
kennt manches Zauberkraut im Tann,
das im Verborgnen sprießet,
er hält ob der Wurzel Wacht,
die alle Schlösser springen macht
und jede Tür erschließet.

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp, Ihre / Eure Stefanie Barzen.

Bergische Kommunen verzichten auf Expo Real 2020

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Nachdem sich die Wirtschaftsförderungen der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW) und der Kreis Mettmann intensiv beraten haben, steht der Entschluss fest: In diesem Jahr werden sich die beiden Regionen Anfang Oktober nicht auf der EXPO REAL präsentieren. Laut einer Aussage der Münchener Messegesellschaft in der Immobilienzeitung sei das Infektionsrisiko auf der vom 5. bis 7. Oktober 2020 avisierten EXPO REAL beherrschbar. Einer Umfrage der Zeitung zufolge glauben hingegen drei Viertel der befragten Immobilienexperten, dass die Messe nicht stattfinden wird. Die Lage ist für alle Beteiligten, die den Bergischen Gemeinschaftsstand projektieren, zurzeit noch sehr unübersichtlich.

Nach gründlicher Abwägung aller möglichen Szenarien haben sich alle Beteiligten jetzt gegen die Teilnahme an der EXPO REAL – sollte sie denn stattfinden – entschieden. Wichtigster Grund: Unter den im Gesundheits- und Hygienekonzept der Expo Real skizzierten Rahmenbedingungen ist eine sinnhafte Durchführung der Messe nicht möglich. „Wir möchten kein gesundheitliches Risiko auf dieser internationalen Messe eingehen. Im letzten Jahr waren 46.700 Besucher vor Ort. Fraglich ist, ob da ein gutes Sicherheitskonzept tatsächlich ausreichend sein kann“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der BSW.  Und noch ein Punkt war ausschlaggebend: Die Messe lebt von der Internationalität, die Besucher kommen aus rund 76 Ländern. Es ist jetzt noch ungewiss, ob und aus welchen Ländern angereist werden kann.  

Ein kommunaler Corona-Rettungsschirm tut Not

Gemeinsam haben die Fraktionen undGruppen von CDU, SPD, Grünen, DIE LINKE, FDP und W.i.R. zur Sitzung des Haupausschusses (an Stelle des Rates) am 28. Mai den Antrag gestellt, in einer Resolution „die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten und sämtliche weitere politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Bund und Ländern dringend aufzufordern, unverzüglich konkrete Vereinbarungen über die Übernahme der Kommunalen Altschulden durch den Bund, Länder und betroffene Kommunen zu treffen.“ Unter der Überschrift „Kommunaler Rettungsschirm und Altschuldenhilfe angesichts der Corona-Pandemie“ hat die beantragte Resolution folgenden Wortlaut:

„Politik bewährt sich vor Ort. Das hat sich in der Corona-Pandemie erneut bestätigt. Gerade, weil die Kommunen die Entscheidungen von Bund und Land zuverlässig, glaubwürdig und engagiert umsetzen und kontrollieren, meistern Staat und Demokratie die Krise. Das gilt auch für diejenigen Städte und Gemeinden, die seit Jahren vergeblich eine gemeinsame Lösung des kommunalen Altschuldenproblems durch Bund, Länder und betroffene Gemeinden fordern. Wegen des von der Corona-Pandemie verursachten wirtschaftlichen Abschwungs gehen ihnen durch eiserne Sparmaßnahmen wiedergewonnene Handlungsspielräume verloren. Um die kommunale Daseinsvorsorge zu sichern, droht ihnen ohne schnelle Bundes- und Länderhilfe wiederum das Aufhäufen weiterer Schuldenberge, die sie selbst niemals allein abtragen können. Ein Teufelskreis!

Deshalb fordert der Rat der Stadt Remscheid gemeinsam mit dem Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte", dem 70 Kommunen aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern angehören, die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten und sämtliche weitere politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Bund und Ländern dringend auf, unverzüglich konkrete Vereinbarungen über die Übernahme der Kommunalen Altschulden durch den Bund, Länder und betroffene Kommunen zu treffen. Die vor Monaten formulierte Erwartung des Bundeskabinetts, zur Hilfe für die finanzschwachen Kommunen bedürfe es einen "Nationalen Konsens", ist durch die unvorstellbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie überholt. Inzwischen machen nämlich selbst die Verantwortlichen der bislang sogenannten "reichen" Kommunen die Erfahrung, dass auch sie bei weiterem wirtschaftlichem Abschwung künftig ebenso unverschuldet in eine ähnliche Situation geraten können wie seit vielen Jahren die Struktur- und finanzschwachen Kommunen.

Staat und demokratische Gesellschaft funktionieren in Deutschland in dieser Pandemiekrise als weltweite Vorbilder. Damit das so bleibt, müssen Bund und Länder die Kommunen bei der Kommunalen Daseinsvorsorge finanziell stärker als bisher unterstützen. Deshalb fordert der Rat der Stadt Remscheid gemeinsam mit allen weiteren Mitgliedskommunen des Aktionsbündnisses "Für die Würde unserer Städte" klare und konkrete Hilfen -nämlich unverzüglich bundes- und landespolitische Entscheidungen zum Abbau der kommunalen Altschulden sowie ebenso notwendige Schritte zur weiteren Entlastung der Kommunen im Sozialbereich und zusätzlich zu dem Rettungsschirm für die Wirtschaft einen kommunalen Corona-Rettungsschirm zu schaffen.“

Unterschrieben ist der Antrag von Jens Nettekoven, Sven Wolf , Beatrice Schlieper, Fritz Beinersdorf, Wolf Lüttinger und Waltraud Bodenstedt.

Medizinische Hotline reduziert die Anrufzeit

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gibt es eine weitere Tote zu beklagen. Es handelt sich um eine 90-jährige Remscheiderin mit unterschiedlichen Grunderkrankungen und einer Covid-19-Erkrankung. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell zwölf Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 236 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 224 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 207 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 17 sind verstorben.

Die Krankenhäuser melden aktuell eine positiv getestete Person in stationärer Behandlung (nicht auf der Intensivstation). Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bedeutend höher sein.

Ein Anrufrückgang bei der Hotline für medizinische Informationen führt zu reduzierter Öffnungszeit. Das im Gesundheitshaus installierte Bürgertelefon mit der Rufnummer RS 163555 verkürzt erneut seine telefonische Öffnungszeit wegen rückläufiger Nachfrage: An den Wochenenden und Feiertagen ist es bis auf Weiteres nicht mehr telefonisch erreichbar. Die neue Regelung gilt ab dem Pfingstwochenende (30./31. Mai, 1. Juni). Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona!

Fabricius: Wieder mehr orthopädische Operationen

Die Sana-Fabricius-Klinik an der Brüderstraße.Pressemitteilung der Sana Fabricius-Klinik

Unter verstärkten Schutzmaßnahmen werden in der Sana Fabricius-Klinik Remscheid jetzt wieder mehr orthopädische Operationen von den Ärzten des Gelenkzentrums Bergisch Land durchgeführt, als unter dem Einfluss der Corona-Pandemie möglich war. Auch in der Praxis der Orthopäden gelten besondere Bedingungen für Patienten.

Die Sana Fabricius-Klinik Remscheid in der Brüderstraße hat zwar als Fachkrankenhaus der Orthopädie/Unfallchirurgie und Inneren Medizin/Geriatrie nur bedingt mit der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Patienten zu tun gehabt, war aber durchaus von den Corona-geprägten Wochen betroffen. „Wir haben selbstverständlich das für unser Haus und unseren Kooperationspartner Gelenkzentrum Bergisch Land existenzielle elektive Operationsgeschehen deutlich heruntergefahren und auch in der Inneren Medizin die Behandlungszahlen zurückgefahren“, erklärt Ines Grunewald, Geschäftsführerin der Klinik. „Im Bereich der Geriatrie haben wir mit allgemein steigenden Corona- Fallzahlen zeitweise vorsorglich eine komplette Station für mögliche Covid-19-Patienten freigehalten. Dort wurden dann auch gefährdete Patienten pflegerisch versorgt und mehrere infizierte Personen und Verdachtsfälle der Fachexpertise entsprechend geriatrisch behandelt.“

Für eine intensivmedizinische und beatmende Versorgung im Rahmen der Notfallversorgung sei die Sana Fabricius-Klinik nicht vorgesehen gewesen. Im Mai konnten die Corona-bedingten Einschränkungen schrittweise wieder zurückgenommen und ein Stück weit zur Normalität zurückgekehrt werden. Aufgrund von gesundheitspolitischen Vorgaben wird allerdings weiterhin ein Teil der geriatrischen Fachabteilung als Isolationsbereich für Verdachtsfälle vorgehalten und es müssen noch zahlreiche Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Aber dennoch sei die Wiederaufnahme der Operationen für die Patienten ein wichtiges Signal. „Wir haben die Patientenkontakte und Termine in den vergangenen Wochen auch in der Praxis stark reduziert“, sagt Dr. Gunnar Schauf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Gelenkzentrum Bergisch Land und Leitender Arzt Orthopädie in der Fabricius-Klinik. „Zurzeit halten wir die Schutzmaßnahmen weiter strikt ein.“

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Ein eigener Shop für virtuelle Eintrittskarten u.v.m.

Für das Foto vom „Fantakuchen“ im neuen Shop des Schulvereins musste dann doch einmal noch echt gebacken werden. Die zweite Vorsitzende des Vereins, Anja Zache, hatte kurzerhand, um ein individuelles Bild zu schießen, den Ofen angeschmissen und im Nachgang die Familie und die Nachbarn erfreut – natürlich unter Einhaltung aller Abstandsregelungen. Pressemitteilung des Schulvereins der GGS Hasten e.V.

Corona trifft uns alle. In allen Lebensbereichen. Für die Kinder ist es aber besonders hart. Nicht nur, weil die Schule - mit wenigen Ausnahmen - bis zu den Sommerferien überwiegend nicht oder nur zu Hause stattfindet. Auch die Feste, die wir als Schulverein jedes Jahr unterstützen und ausrichten, fallen weg. Weder der S-Cup findet statt, noch unser Frühjahrsfest konnten wir feiern. Und auch das Schul- und Sommerfest kann am Ende der Projektwoche im Mai nicht stattfinden. Und das ist in doppelterweise tragisch: Während den Kindern die außerschulische Gelegenheit fehlt, mit ihren Mitschülern zu feiern, fehlt uns als Schulverein auch die Möglichkeit, wichtige und notwendige Gelder mit den Festen einzusammeln. Deswegen gehen wir nun diesen ungewöhnlichen Weg und beteiligen uns an der Aktion "www.wirfeiernvirtuell.de".

Seit dieser Woche hatte der Schulverein auf diesem Portal einen eigenen Shop für virtuelle Eintrittskarten, virtuelle Waffeln, Fanta-Kuchen und türkische Pizza. „Natürlich werden die türkischen Pizzen, die Waffeln und auch der Fanta-Kuchen nie gegessen werden. Und auch die Eintrittskarten für den Corona-Zirkus werden nie zu einer echten Veranstaltung den Zugang gewähren“, erklärt Claudia Becker, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Hasten, die der Aktion des Schulvereins viel abgewinnen kann. „Ohne die finanzielle Unterstützung des Schulvereins sähe der Alltag an unserer Schule anders aus. Deswegen sind wir auf die Gelder aus den Veranstaltungen eigentlich angewiesen“. Da die jedoch wegen der Einschränkungen im Kontext von COVID-19 nicht stattfinden können, geht der Schulverein nun den Weg über das Spendenportal. „Die Aktion entspringt eigentlich dem Fußballbereich, wo Vereine Geisterspieltickets über eine Plattform verkaufen können. Die Macher hinter Geisterspieltickets haben mittlerweile das Angebot ausgeweitet und stellen ihren Service auch anderen Vereinen zur Verfügung“, erklärt Pressesprecher und Vorstandsmitglied Patrick Baur.

Jeder Kauf auf der Plattform führt zu einer Erhöhung des Spendenvolumens, dass der Schule zufließt und ermöglicht, dass der Schulverein in die Ausstattung für die Kinder und in die Unterstützung der Schule investieren kann. Zum Beispiel, um bei jedem Martinsfest ein Pferd samt Reiter zu engagieren. Sportevents wie das Trixitt im Sommer 2019 zu organisieren oder den Zirkus an den Hasten zu holen. Aber eben auch um Spielzeug, Bücher und virtuelle Lernunterstützung anzuschaffen. Jeder kann mitmachen – nicht nur Schüler, Eltern oder Angehörige. Der Shop des Schulvereins ist erreichbar unter https://wirfeiernvirtuell.de/schulverein-der-ggs-hasten. (Erster Vorsitzender des Schulvereins: Björn Krzywinski, schulvereinhasten@gmx.de">schulvereinhasten@gmx.de; Pressesprecher: Patrick Baur, patrickbaur@vodafone.de)

My Viertel: Stadt denkt an Pachtverträge mit Gastwirten

Der von Christina Kutschaty, Leiterin des  Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Remscheid, vorgestellten Planung von mindestens fünf Holzterrassen im oberen Teil der Alten Bismarckstraße (My Viertel) stimmten die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid gestern einstimmig zu. Sie tagten unter Corona-Bedingungen (weiter Sitzabstand) im Großen Sitzungssaal des Rathauses. Die Gestaltung und Positionierung der Holzterrassen sei in Zusammenarbeit mit einigen Gastronomen der Alten Bismarckstraße erarbeitet worden, so Kutschaty. Dabei auf dem schmalen Straßenstück noch Platz zu finden für die Anpflanzung neuer Bäume, sei auch wegen diverser Leitungen im Untergrund nicht leicht gewesen.

Anders als der Bezirksvertretung Alt-Remscheid im Mai 2019 vorgestellt, verfolgt die Verwaltung inzwischen ein geändertes Konzept bezüglich des Baus und der Finanzierung der Terrassen. Nunmehr soll das Projekt durch Städtebaufördermittel finanziert werden. Ursprünglich war eine hälftige Beteiligung der Gastronomen an den Investitionskosten vorgesehen (50 % private Mittel / 50 % öffentliche Mittel). Stattdessen will nun die Stadt 20 Prozent der Kosten übernehmen und hofft auf Fördermittel des Landes in Höhe von 80 Prozent. „Die Zustimmung zur Inanspruchnahme der Fördermittel für die Neugestaltung/Umplanung der Alten Bismarckstraße ist bei Bezirksregierung Düsseldorf noch einzuholen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage zur gestrigen BV-Sitzung. Die Stadt werde die Eigentümerin der Terrassen sein und beabsichtige, mit den Gastronomiebetrieben Pachtverträge abzuschließen. Die Verwaltung „geht davon aus, dass man den Gastronomiebetrieben, die durch die Corona-Krise sehr stark betroffen sind, hierdurch ein attraktives Angebot unterbreiten kann.“

Das sahen die BV-Mitglieder ebenso; die geplante finanzielle Entlastung der Gastwirte fand einhellige Zustimmung. Ob noch in diesem Jahr auf den neuen Holzterrassen Speisen und Getränke serviert werden können, hängt jetzt von der Dauer des Zuschussverfahrens und von  fleißigen Handwerkern ab.

Ohne Laptop kein Wechsel aufs Gymnasium

Pressemitteilung der Kraftstation, Freue Jugendarbeit Remscheid – Mitte e. V. / Kompazz - Schulbezogene Jugendsozialarbeit

Im Rahmen der Aktion „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit sucht gebrauchte Laptops für Schüler*innen aus finanzschwachen Familien“ konnte jetzt in der Gelben Villa der erste Laptop an die Mutter einer Remscheider Schülerin übergeben werden. Die alleinerziehende Frau Suchy (Name geändert) hatte sich Anfang voriger Woche an Kompazz gewandt, nachdem sie von einer Bekannten von unserer Aktion gehört hatte. Ihre Tochter befindet sich gerade mitten in den Abschlussprüfungen zum Realschulabschluss und möchte nach den Sommerfreien auf ein Gymnasium wechseln.

Eine Präsentationsaufgabe für den Englischunterricht stellte die Schülerin vor eine unlösbare Aufgabe, da kein geeignetes Gerät in der Familie vorhanden war, um die Aufgabe umzusetzen. Sie befürchtete schon, wegen der technischen Schwierigkeiten eine schlechte Note zu bekommen und den geplanten Wechsel aufs Gymnasium zu gefährden. Diese Aufgabe konnte so gerade noch einmal mit Hilfe von Bekannten geschafft werden, und diese hatten dann auch den entscheidenden Tipp, sich an Kompazz zu wenden. Die nächsten Wochen sind für die Tochter von Frau Suchy sehr wichtig, um sich – neben den Abschlussprüfungen der 10. Klasse - erfolgreich auf den Wechsel auf das Gymnasium vorzubereiten. Ohne Laptop wäre dies in der aktuellen Situation kaum möglich.

Diana Mucha und Stefan Flüs von „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ waren in den vergangenen zwei Wochen auf der Suche nach gebrauchten Laptops auf Spendenbasis für benachteiligte Jugendliche. Die Rechner wurden bei Kompazz durchgecheckt, die Festplatten vollständig und sicher gelöscht und mit einem frischen Betriebssystem versehen. Zusätzlich wurden die Rechner mit einer Grundausstattung an Software versehen, um für den täglichen digitalen Schulalltag tauglich zu sein. Damit der Schulalltag auch gelingt, stehen die Pädagog*innen von Kompazz auch nach der Übergabe der Laptops für Fragen und Hilfestellung beim Umgang mit den Geräten als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Sogar technische Hilfestellung – Corona-konform als Fernwartung ist möglich - damit gerade den ohnehin schon benachteiligten Jugendlichen nicht vollends der schulische Anschluss verloren geht und ihre Bildungschancen gewahrt bleiben.

Seit einigen Wochen sind die Schulen geschlossen. Auch wenn diese jetzt langsam und unter enormen Hygiene-Vorkehrungen und Einschränkungen tageweise wieder ihre Klassenzimmer öffnen, stellt digitales Lernen einige Familien vor besondere Probleme. Uns erreichten in den letzten Wochen Anfragen aus Schulen, die dringend auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten mit Geräten für Schüler*innen sind. Nicht jede Familie verfügt – häufig aus finanziellen Gründen - über die notwendige Hardware (wie z. B. einen Laptop oder ein Tablet mit Webcam), um erfolgreich am digitalen Unterricht teilnehmen zu können. Bei mehreren Kindern vergrößert sich die Problematik, da der Laptop oder das Tablet häufig zeitgleich gebraucht werden. Eine Neuanschaffung ist zumeist nicht möglich und auch der Kauf eines gebrauchten Gerätes übersteigt ebenfalls meist die finanziellen Kapazitäten. Die bisher eingebrachten Zuschüsse von bis zu 150 Euro reichen bei weitem nicht aus, um einem möglichen Online-Unterricht folgen oder die von den Lehrer*innen gestellten Aufgaben bearbeiten, ausdrucken oder einscannen zu können.

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Der Fisch des Jahres 2020 ist die „Nase“

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Seit 1984 wird der Fisch des Jahres gekürt. Für das Jahr 2020 wurde die „Nase“ ausgewählt. Damit machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) „auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist“, heißt es auf der Homepage des DAFV. „Die Nase gehört auch in der Wupper zu den typischen Fischen und wurde bei Untersuchungen immer wieder gefunden“, sagt Andrea van den Boom, Leiterin der Fachgruppe Limnologie und Gewässergüte beim Wupperverband. „Sie kommt in der Wupper von Wuppertal bis Leverkusen vor, an manchen Stellen sogar in guten Beständen. Regelmäßig kann man im Frühjahr zur Laichzeit große Schwärme im Stadtgebiet Wuppertals sehen. Das ist sehr erfreulich, denn in langfristigen Trends gilt die Art bezogen auf Deutschland als regional stark gefährdet und lokal ausgestorben.“ Mancherorts haben sich jedoch die Bestände in den letzten Jahren positiv entwickelt – wie zum Beispiel in der Wupper.

Die „Nase“ stellt hohe Ansprüche an das Gewässer. Die erwachsenen Tiere dieser Fischart führen innerhalb des Flusses weite Wanderungen zu geeigneten Laichplätzen durch. Dafür muss die Wanderstrecke im Fluss durchgängig, also barrierefrei sein. Für ihren gesamten Lebenszyklus benötigt die Fischart eine Vielfalt an Fließgeschwindigkeiten und Gewässertiefen. Für die Eiablage werden lockere Kiesbänke in flachen rasch fließenden Flussabschnitten bevorzugt. Die frisch geschlüpfte Brut hält sich in strömungsarmen Flachwasserbereichen auf. Die heranwachsenden Jungfische wechseln in die rasch fließenden Flussabschnitte und die großen erwachsenen Tiere überwintern in ruhigeren Abschnitten des Unterlaufes. Die Art profitiert also von einer großen Vielfalt der Gewässerstrukturen, Gewässertiefen und Fließgeschwindigkeiten.

Für den Fluss erfüllt die „Nase“ eine wichtige Funktion; sie weidet die Algen ab, die auf den Steinen wachsen. Das hat positive Auswirkungen auf die Qualität des Gewässerbetts und stärkt die Selbstreinigungskraft des Flusses. Die Verbesserung der Lebensbedingungen von „Nasen“ und allen anderen Fischarten und Kleintieren in der Wupper und ihren Nebenbächen ist das Ziel der Maßnahmen des Wupperverbandes. Das von den Verbandsgremien beschlossene Maßnahmenpaket für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umfasst für den Zeitraum 2018 bis 2030 rund 13,8 Millionen Euro. Eine Broschüre steht dazu auf der Homepage des Wupperverbandes als Download zur Verfügung.