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15000 Euro von WiFi4EU-Initiative fürs Internet

Mit Hilfe der technischen Infrastruktur der Stadt Remscheid sowie einiger Unternehmen und Einzelhändler bot der Verbund freier Netzwerker NRW e. V. bislang in der Innenstadt PC- und Smartphone-Nutzern freie Internetzugänge an, d. h. ohne sich registrieren zu müssen. Dieses Angebot besteht nun nicht mehr, doch konnte für die städtischen Gebäude und Einrichtungen mit Hilfe eines IT-Dienstleister kurzfristig eine Ersatz- bzw. Übergangslösung gefunden werden, wie der Waterbölles am 11. Januar berichtete. Wie Jörg Hockenbring, Leiter der Abteilung Informationstechnologie Stadt Remscheid, gestern den Mitgliedern des Entwicklungsausschusses mitteilte, will sich die Stadt um 15.000 Euro aus dem Fördertopf „WiFi4EU“ der Europäischen Union bemühen. Mit der WiFi4EU-Initiative sollen Bürger und Besucher in der gesamten EU über kostenlose Wi-Fi-Hotspots in öffentlichen Räumen wie Parks, Plätzen, Verwaltungen, Bibliotheken und Gesundheitszentren einen hochwertigen Internetzugang erhalten. Im Rahmen der Initiative finanziert die Europäische Kommission Gutscheine über jeweils 15.000 Euro, um Gemeinden bei der Einrichtung von Wi-Fi-Hotspots in diesen Zentren des öffentlichen Lebens unter Nutzung der Dienste von Wi-Fi-Installationsunternehmen zu unterstützen. An der WiFi4EU-Initiative können sich Kommunen aus den EU-Mitgliedstaaten und teilnehmenden EWR-Ländern (Norwegen und Island) beteiligen.

Das Geld soll dazu dienen, in Remscheid eine Reihe freier, miteinander vernetzter Zugangspunkte für das freie Internet einzurichten. Der dafür benötigte Provider soll in einem Ausschreibungsverfahren gefunden werden. „Die Betriebskosten dieses Wifi werden zu Lasten der Stadt gehen“, so Jörg Hockenbring. „Wie hoch sie sein werden, wird die Ausschreibung ergeben!“

Kräuter helfen bei Erkältung und Grippe

In die Monate Februar und März fallen die meisten Grippe- und Erkältungserkrankungen. Viele Antibiotika-Präparate haben heutzutage ihre Wirksamkeit verloren. Doch hier hilft ein Kräuter-Seminar in der Natur-Schule Grund: Frische oder auch getrocknete Kräuter können nämlich auf vielfache Weise helfen. Besonders vorteilhaft ist, wenn wir im Vorjahr Vorräte anlegen konnten. Großartige Helfer gibt es auch unter den ätherischen Ölen. Diese lernen die Teilnehmenden des Workshops mit Kräuterfachfrau Christel Heuer kennen. Im praktischen Teil des Workshops mischen die Teilnehmenden ein Nasen-Öl für die „gestresste“ Schnupfennase und einen Bronchialbalsam zum Einreiben.
Der Workshop findet am Montag, dem 10.02.2020, um 19:30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Die Teilnahme kostet zwölf Euro zuzüglich einer Materialkostenumlage in Höhe von 4,- bis sechs Euro. Wegen Teilnehmerbegrenzung ist eine Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 6. Februar,  unbedingt erforderlich unterTel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de.

Haussanierung kann die Heizkosten halbieren

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Durchschnittlich 700 Euro haben Bewohnerinnen und Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Beispielwohnung im Mehrfamilienhaus im Abrechnungsjahr 2018 fürs Heizen mit Erdgas gezahlt. Vor allem aufgrund des energetischen Zustands des Gebäudes gab es dabei große Unterschiede. Während die Heizkosten in energetisch guten Häusern im Schnitt bei 470 Euro lagen, zahlten Bewohnerinnen und Bewohner von energetisch schlechteren Häusern mehr als doppelt so viel: 980 Euro. Das zeigt der „Heizspiegel für Deutschland 2019“, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online im Auftrag des Bundesumweltministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund e. V. veröffentlicht hat. Die neue Broschüre sowie weitere Informationen zum Heizen beziehungsweise zur Heizungsoptimierung inklusive einer Raumklimakarte – sie unterstützt durch optische Signale beim richtigen Heizen und Lüften ein gutes Raumklima – können kostenfrei bezogen werden von der Stadt Remscheid, Fachdienst Umwelt, Monika Meves, Tel. RS 16 - 33 13 und E-Mail umweltamt@remscheid.de">umweltamt@remscheid.de.

Mit dem „Heizspiegel für Deutschland 2019“ lassen sich die Verbräuche und Heizkosten eines Wohngebäudes bewerten. Viele Menschen können mit kleinen Tricks ihre Heizkosten deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten. Auch hierzu gibt der Heizspiegel Tipps. Wer ein Gebäude besitzt, kann sich noch bis zum 31. Januar 2020 bei Verbraucherzentrale NRW zu einer Energieberatung anmelden. Nach Terminvereinbarung erfolgt eine neutrale Energieberatung im Gebäude und energetische Schwachstellen an Gebäudehülle und Haustechnik werden besprochen. Auf diese Weise entsteht ein „Sanierungsleitfaden“, der bei der Beurteilung notwendiger Maßnahmen behilflich ist. Die Kosten für die 90-minütige Beratung betragen 30 Euro. Terminvereinbarungen unter der Rufnummer 0211 / 33 996 556.

Wenn es um die Heizkosten geht, schauen viele nur auf die Entwicklung der Energiepreise und auf das Wetter. Dabei ist der Sanierungsstand eines Hauses der entscheidende Faktor für Heizkosten und den Klimaschutz. In einem energetisch schlechten Haus sind die Heizkosten – aufgrund des höheren Verbrauchs – im Schnitt mehr als doppelt so hoch wie in einem energetisch guten Haus. Auch die CO2-Emissionen sind in sanierten Gebäuden somit deutlich geringer. In einem energetisch sanierten Mehrfamilienhaus mit Erdgas-Zentralheizung entstehen in einer 70-Quadratmeter-Wohnung pro Jahr etwa 1,5 Tonnen klimaschädliches CO2 durchs Heizen. In einem energetisch schlechteren Gebäude sind es im Schnitt 3,8 Tonnen. Um diesen CO2-Unterschied zu kompensieren, müssten pro Gebäude rund 200 Bäume zusätzlich gepflanzt werden.

Zu den Pilze des Winters gehören Judasohren

Judasohr am Schwarzen Holunder (Foto: Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund)
Wenn mitten im Winter der Frost immer noch nicht eingetroffen ist oder eine Pause macht und bei Temperaturen etwas über dem Gefrierpunkt die Luft schön feucht ist, dann sind in den Wäldern des Bergischen Landes die Gallertpilze zu finden, die der Volksmund als "Hexenbutter" bezeichnet. Daneben gibt es u.a. "Judasohren", Austernseitlinge und vielleicht auch Samtfußrüblinge zu bestaunen.
Diese besondere Gruppe von Winterpilzen und natürlich auch ihre Lebensräume stellt Biologe Jörg Liesendahl bei einem ganz speziellen Winterspaziergang in der Umgebung von Remscheid-Grund vor.
Los geht's am Sonntag, 26. Januar, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Die Teilnahme kostet für Erwachsene sechs Euro und für Kinder bis 15 Jahren drei Euro. Für Familien mit mehr als einem eigenen Kind gibt es einen Rabatt. Bei ausreichend warmer, dem Wetter angepasster Kleidung und wärmendem Schuhwerk ist dieser auf ca. drei Stunden angelegte Waldspaziergang auch für Kinder ab sieben Jahren geeignet.
Eine Anmeldung bis 24. Januar ist erforderlicn untrer Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Für eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft

„Für einen neuen Gerechtigkeitsbegriff“ plädierte beim heutigen (6.) Neujahrsempfang der Remscheider SPD (im Neuen Lindenhof) der ehemaligen Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Michael Müller. Er war bis 2009 fast ein Vierteljahrhundert Mitglied des Deutschen Bundestages und zuletzt Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Als Bundesvorsitzender der aus der Arbeiterbewegung hervorgegangenen Naturfreunde-Bewegung gehört Michael Müller zu den umweltpolitischen Pionieren der deutschen Sozialdemokratie. Launisch stellte er zu Beginn seiner Rede den zahlreichen Zuhörern Bundeskanzler Willy Brandt als ein Produkt der Naturfreundebewegung vor. Dieser sei schließlich in den Osterferien 1913 von seinen Eltern während eines Zeltlagers der Naturfreunde an der Ostsee gezeugt worden.

Als erste Umweltorganisation seien die Naturfreunde 1933, damals 60.000 Mitglieder stark, von den Nationalsozialisten verboten worden, anders als andere der Nature verbundenen Vereine. Der Deutsche Alpenverein habe sich den Nazis schon sehr früh angepasst mit einem „Arier-Paragrafen“ in der Vereinssatzung seien Juden bereits 1923 aus den Vereinsheimen verbannt worden. Und auch nach Kriegsende hätten sich zahlreiche nationalsozisalische Umweltfunktionäre verschiedener Verbände  in ihrem Ämtern gehalten und sogar das Bundesverdienstkreuz bekommen.

Müllers Leitspruch war gestern „sozial und ökologisch gerecht“. So stellte er sich eine zukunftsorientierte Wirtschaft und Wirtschaftspolitik vor, aber auch die Gesellschaft insgesamt. Das erfordere der unstrittig Klimawandel. Ziel der Politik müsse es sein, soziale und ökologische Gerechtigkeit miteinander zu verbinden. „Gelingt das nicht, stirbt die Menschheit mit wachsenden Temperaturen aus“, warnte er. Wer Verantwortung zeigen wolle für künftige Generationen, müsse sich bemühen, die Natur in die Gesellschaft zurückzuholen, statt die Ressourcen eines Jahres schon bis zum Juli zu verbrauchen.

Die SPD forderte der ehemalige Bundestagsabgeordnete programmatisch zu “theoretischen und pragmatischen Impulsen“ auf, zu einer „neue Idee von Fortschritt, einem neuen Bild von der Zukunft, mehr Demokratie und klaren Grundsätzen und Prinzipien“. Dazu zählt Müller auch die Rechtstaatlichkeit.

An Willy Brandt hatte bereits in ihrer Begrüßung die SPD-Unterbezirksvorsitzende Christine Krupp erinnert. Es komme für die SPD darauf an, Traditionen immer wieder zu hinterfrag und „auf der Höhe der Zeit sein", wie Willy Brandt es einmal gesagt habe. „Für die Zukunft unserer Gesellschaft müssen wir Antworten zum Thema Arbeit geben! Unsere Antwort als Sozialdemokraten, gerade hier in Remscheid, ist klar: Bildung, Qualifizierung und starke Betriebsräte und Gewerkschaften.“ Letztere legten Wert auf faire Arbeit, ein Grundversprechen des Sozialstaates. „Wer den ganzen Tag arbeitet, der muss davon heute und später in der Rente leben können! Alles andere ist unfair und unsozial! Es muss gelten, zuerst der Mensch, oder: gute Arbeit vor Kapitalabfluss an die Sharholder. Daher streiten wir auch so leidenschaftlich für eine Grundrente, die diesen Namen auch verdient.“

Zurück zur späteren Grundsatzreferat über den globalen Schutz von Klima und Menschheit führte in der „Doppel-Begrüßung“ der SPD Fraktionsvorsitzender Sven Wolf (MdL) mit der „Frage nach der Zukunft unserer Lebenswelt, unserer Umwelt, unseres Planeten. Was ist unsere Antwort auf den drohenden Klimawandel? Was ist unsere Antwort auf die erschreckenden Bilder von extremen Wetterphänomen, ob bei Bränden in Australien oder Sturmfluten in Asien.“ Damit habe sich die Remscheider SPD schon im vergangenen Jahr in ihren Klimaschutzwochen intensiv beschäftigt. Wolf begrüßte Michael Müller als „einen der renommiertesten Umweltpolitiker unseres Landes und unserer Partei, ein Mensch, der schon vor Jahrzehnten nicht müde wurde, vor den Folgen der Klimawandels zu warnen und in unserer Partei das Thema Umweltschutz ganz weit nach vorne gesetzt hat.“  Dessen Referat vorgreifend sicherte Sven Wolf zu: „Wir wollen als SPD gemeinsam die Debatte zum Klimawandel gestalten, ohne eine Gruppe gegen eine andere Gruppe auszuspielen. Wir wollen, das aus einem Klimanotstand kein sozialer Notstand in unserem Land wird!“

Für den musikalischen Rahmen des Neujahrsempfangs sorgte Isabell „Lea" Sander. (Zu weiteren Aspekten der Veranstaltung, insbesondere der diesjährigen Verleihung des SPD-Preises „Stolz auf Remscheid“ an  Ursula Durach (97) und Siegmund Freund (100) siehe den Waterbölles am morgigen Montag)

Naturschule: Vögel beobachten im Winter

Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" (10. - 12. Januar) mit einer Veranstaltung, die sich nicht nur an erwachsene TeilnehmerInnen richtet.  Am Freitag, 10. Januar, stellt Biologe Jörg Liesendahl Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Zu Beginn gibt es die Möglichkeit, in der Gruppe Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule zu beobachten, u.a. kommt die Vogelbeobachtungsstation im Garten zum Einsatz. Wer hat sollte ein Fernglas mitbringen. Es können aber auch Ferngläser ausgeliehen werden. Das Angebot startet um 150 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, und dauert zwei Stunden. Die TeilnehmerInnen zahlen sechs €, Kinder bis 15 Jahren drei €. Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldungen telefonisch unter Tel. RS 374 8239 oder per Mail unter info@natur-schule-grund.de.

Regenmenge war im Dezember durchschnittlich

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Weiße Weihnachten blieben im Wuppergebiet aus. Dafür bescherte der Dezember der Region Regen. Fast täglich kam mal mehr, mal weniger Wasser vom Himmel. Erst in den letzten Dezembertagen ließ der Regen nach, und man konnte in der Silvesternacht draußen sein, ohne nass zu werden. Wenn man den Monat im Ganzen betrachtet, dann waren die Niederschlagsmengen vielerorts im Mittel. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen wurde mit 148 Litern pro Quadratmeter der Durchschnitt von 146 Liter fast genau getroffen. An der Großen Dhünn-Talsperre waren es 111 Liter, üblich sind hier 118 Liter. In der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal regnet es sogar etwas mehr als üblich - gemessen wurden 140 Liter, im Mittel sind es 112 Liter. Hingegen fiel in Solingen Burg etwas weniger Niederschlag als sonst, 125 Liter waren es dort, 147 Liter ist hier der Langzeitwert. Am meisten Regen fiel mit 162 Litern in Stöcken (Kierspe). Die niederschlagsärmste Messstelle im Wuppergebiet war wieder einmal die Station Leverkusen: 68 Liter wurden hier erfasst, 82 Liter sind es im langjährigen Mittel. Der Deutsche Wetterdienst berichtet, dass der Dezember sehr mild war und zu den zehn wärmsten seit Aufzeichnung der Wetterdaten 1881 zählt. Im Bundesvergleich war laut DWD Nordrhein-Westfalen eins der niederschlagreichsten Bundesländer im Dezember.

Zur Sanierung der Altlasten von Galvanik Blasberg

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Frau Ministerin Ursula Heinen-Esser
Schwannstraße 3;
40476 Düsseldorf

Sehr geehrte Frau Ministerin Heinen-Esser,
ich wende mich mit einem Problem aus meinem Wahlkreis an Sie. Schon in mehreren Ratssitzungen kam das Thema der Sanierung eines belasteten Grundstücks auf. In Remscheid ist traditionell eine Vielzahl an Industrieunternehmen ansässig, was zur Folge hat, dass manche der Grundstücke dieser Unternehmen durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung großen Belastungen ausgesetzt sind. Diese belasteten Grundstücke müssen saniert werden. Falls es sich um Altlasten handelt, muss die Sanierung durch Mittel des Landes und der Stadt finanziert werden.

Am konkreten Beispiel des Grundstückes „Galvanik Blasberg" besteht nun folgendes Problem. Auf dem Grundstück befand sich ab Mitte der 1960er Jahre die Hartverchromung der Firma Otto Bias-berg GmbH & Co KG. Nach dem Insolvenzverfahren des Unternehmens im Jahr 2000 wurde der Betrieb bis zur endgültigen Stilllegung 2007 durch einen Pächter weitergeführt, der ebenfalls Insolvenz anmelden musste. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Galvanik stehen seitdem leer. Aktuell wird nur noch der südwestliche Teil des Gebäudes durch einen Teileigentümer gewerblich verpachtet. Durch Mängel an den Galvanikbecken, Undichtigkeiten in den Rohrleitungen und Tropfverlusten sind auf dem Betriebsgrundstück massive Boden- und Grundwasserverunreinigungen mit Chrom, Chrom VI und Perfluorierten Tensiden (PFT) vorhanden. Die Verunreinigungen sind bis in den Quellbereich eines umliegenden Bachs nachweisbar.

Durch die Sanierungsmaßnahmen ist eine Verhinderung von weiteren Schadstoffeinträgen in das Grundwasser, Verhinderung des Abfließens von belastetem Wasser auf benachbarte Grundstücke sowie eine Reduzierung der Chromat- und PFT-Einträge in den umliegenden Bach beabsichtigt. Auch eine Nachnutzung des Geländes mit nicht störendem Gewerbe wird damit ermöglicht. Von der Stadtverwaltung wurde mir nun allerdings herangetragen, dass der für diese Altlastensanierung benötigte finanzielle Aufwand derart hoch sei, dass die begrenzten Mittel des Landes diese nicht deckten.

Ich bitte Sie daher um Ihren Rat, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, diese notwendige Sa­nierung der Altlasten vollständig zu finanzieren.

Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse und Dank entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Sven Wolf MdL

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 3. Dezember 2019, mit dem Sie um Auskunft über Möglichkeiten zur Finanzierung der Sanierung der Altlast „Galvanik Blasberg" in Ihrem Wahlkreis bitten. Der Sachstand zur Altlast „Galvanik Blasberg" ist in meinem Hause bekannt. Es handelt sich um eine Maßnahme, die durch den AAV - Verband für Altlastensanierung und Flächenrecycling - und die Bezirksre­gierung Düsseldorf in enger Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Remscheid bearbeitet wird. Die ehemalige Galvanik wurde mehr als 100 Jahre lang, bis zur Insolvenz des Betriebes im Jahr 2000, durch die Familie Blasberg betrieben. Nachdem der Firmengründer vor einigen Jahren verstarb, fiel das Erbe - die Hälfte des Grundstücks mit den aufstehenden Gebäuden - mangels anderer Erben an das Land Nordrhein-Westfalen. Die andere Grundstückshälfte wurde vor ca. 30 Jahren verkauft und gehört heute einer Privatperson. Das Grundstück ist fast ausschließlich auf dem früher von der Fa. Blasberg genutzten und heute brachliegenden Grundstücksteil belastet. Die Schadstoffe verunreinigen zusätzlich das Grundwasser, auch in einem ca. 400 m entfernten Quellaustritt wurden Schadstoff-Konzentrationen gemessen. Es besteht Handlungsbedarf, um die Umweltgefahr abzuwehren und eine Folgenutzung des Grundstücks zu ermöglichen.

Die Aufbereitung von industriell vorbelasteten Brachflächen ist mir ein wichtiges Anliegen. Für die Gefahrenabwehr gegenüber Altlasten stellt mein Haus den Kommunen Fördermittel aus dem Förderprogramm des MULNV für Bodenschutz und Altlasten bereit. Förderfähig sind Fälle, in denen kein privater Pflichtiger herangezogen werden kann oder die Kommune selbst pflichtig ist. Daneben leistet auch der AAV einen wesentlichen Beitrag zur Altlastensanierung und zusätzlich zum Flächenrecycling. Sowohl das Land als auch der AAV fördern mit 80% der Gesamtkosten, wobei die restlichen 20% durch die zuständige Behörde ge­tragen werden muss.

Der AAV hat die Altlast „Galvanik Blasberg" bereits 2011 in seinen Maßnahmenplan aufgenommen. Auch die Bezirksregierung Düsseldorf als aktueller Eigentümer leistet Beiträge zur Sanierung der Altlast. Der AAV hat eine Sanierungsuntersuchung und eine Sanierungsplanung für den Boden durchgeführt, die im Dezember 2018 abgeschlossen wurde. Dafür wurden ca. 150.000 € bei einer Förderung durch den AAV von 80% aufgewendet, den Eigenanteil von 20% hat das Land über die Bezirksregierung getragen. Um ein weiteres Abströmen des kontaminierten Grundwassers über die Grundstücksgrenzen hinaus einzu­schränken, werden zurzeit hydraulische Sicherungsmaßnahmen betrie­ben. Das verunreinigte Grundwasser wird gemeinsam mit Sickerwasser aus einem Dränagegraben in einem Vorlagetank gesammelt und entsorgt. Diese Maßnahmen am Grundwasser werden durch die Bezirksregierung Düsseldorf finanziert.

Es ist im Rahmen der weiteren Maßnahmen durch den AAV vorgesehen, die Betriebsgebäude zurückzubauen und den darunterliegenden kontaminierten Boden soweit wie möglich auszutauschen. Bevor der AAV da­mit beginnen kann, muss das Grundstück notariell geteilt werden. Die Eigentümerin der anderen Grundstückshälfte hat einer Teilung des Grundstücks grundsätzlich zugestimmt, der notarielle Vertrag steht noch aus. Anschließend ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen AAV und Stadt Remscheid über die Sanierung vorgesehen, um mit den Maßnahmen beginnen zu können.

Für die erforderliche Sanierung des Bodens und den Rückbau der Gebäude stellt der AAV 80% der erforderlichen rund zwei Mio. € sowie die Projektleitung bereit, der Eigenanteil von 20% wäre von der Stadt Rem­scheid beizutragen.

Im Anschluss an die Bodensanierung ist ein Grundwassermonitoring erforderlich, um auf dieser Grundlage über das Erfordernis einer Weiterführung der laufenden Grundwassersanierung entscheiden zu können. Ich kann Ihnen also versichern, dass das Land Nordrhein-Westfalen mit der Finanzierung der laufenden Grundwassersicherung und mit der Förderung der Bodensanierung durch den AAV alle Möglichkeiten nutzt, die Stadt Remscheid bei der Sanierung dieser Altlast zu unterstützen. Sollte im Rahmen eines anschließenden Grundwassermonitorings weiterer Handlungsbedarf festgestellt werden, würde auch dann auf Grundlage des dann vorliegenden Kenntnisstandes eine Unterstützung durch das Land geprüft werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Heinen-Esser

NaturTreff über die Pflanzen des Jahres

Viele Organisationen benennen "Pflanzen des Jahres",  so z.B. die Stiftung Naturschutz Hamburg den Fieberklee als "Blume des Jahres 2020" u.v.a. Dieser und anderen Pflanzen des Jahres wie der Robinie als "Baum des Jahres" und dem Breitblättrigen Knabenkraut als "Orchidee des Jahres" widmet sich der NaturTreff am Nachmittag , der am Freitag, 17. Januar, um 15 Uhr in der Natur-Schule Grund stattfinden wird. Es bietet sich ein buntes Kaleidoskop interessanter Arten wie auch vielfältiger Gründe, warum eine Pflanze zur "Pflanze des Jahres" wird. Der NaturTreff am Nachmittag unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen.Ort der knapp zweistündigen Veranstaltung ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Die Teilnahme kostet sechs Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de.

Bestenfalls zwei kleine Spielgeräte pro Jahr

„Nach Auskunft der Technischen Bertriebe Remscheid (TBR) befinden sich die Spielgeräte an den Grundschulen weitgehend in einem guten, befriedigenden oder ausreichenden Zustand. Einzelne Geräte sind reparaturbedürftig bzw. kurz- bis mittelfristig abgängig, sofern eine Reparatur technisch nicht mehr möglich sein sollte oder mit keinem verhältnismäßigen Aufwand mehr zu leisten ist.“ Dies teilt die Verwaltung den Mitgliedern des Schulausschusses zur Sitzung am 8. Januar mit. „Mit dem vorhandenen Budget für Neuanschaffung von Spielgeräten für Schulen wird versucht, einen größtmöglichen Nutzen für die Schulen zu erzielen.“ Konkret reiche der Etatposten  für ein großes bzw. zwei kleine Spielgeräte im Jahr. Die Ersatzbeschaffung erfolge in Absprache und unter Berücksichtigung der Wünsche bzw. Vorschläge der einzelnen Schulen. Falls die Wünsche der Schulen die Kapazität des Budgets überschreite, müsse „im Einzelfall nachverhandelt werden“.

Wenn die Schulen einen Bedarf haben, teilen sie dies der Stadt Remscheid als Schulträger mit. Dies gilt auch für die TBR, Sollte ein Spielgerät nicht mehr nutzbar sein. Deren Mitarbeiter/innen in der Abteilung Pflege, Unterhaltung, Grünflächen und Spielplätze der TBR prüfen in regelmäßigen Abständen alle Spielgeräte auf den Schulhöfen. Die Kontrolle, Wartung, Reparatur und Instandsetzung der Spielgeräte stellen die TBR dem Schulträger in Rechnung. Diese Rechnungen werden nicht aus dem Budget „Neuanschaffung“, sondern aus einem separaten Budget bezahlt. In der Vergangenheit war das Budget auskömmlich.  Aber: „Im Haushaltsjahr 2019 könnte das Budget erstmalig nicht auskömmlich sein. Dies kann erst Ende Januar gesichert gesagt werden, wenn die letzten Rechnungen verbucht wurden“, so die Verwaltung.

Der Wupperverband besteht seit 90 Jahren

Der Bau der Wuppertalsperre im Jahre 1986.Pressemitteilung des Wupperverbandes

Das neue Jahr startet für den Wupperverband mit einem Jubiläum: Am 8. Januar 1930 trat das Wuppergesetz in Kraft; somit wurde vor 90 Jahren der Wupperverband gegründet. Seitdem ist der Verband für die Wasserwirtschaft im Gebiet der Wupper von der Quelle bis zur Mündung verantwortlich. „Es gab im 19. und frühen 20. Jahrhundert in unserer Region massive Probleme, von extremer Verschmutzung der Wupper über großen Wasserbedarf der wachsenden Industrie und Bevölkerung bis hin zu Hochwasserkatastrophen“, erinnert Wupperverbands-Vorstand Georg Wulf an die damalige Lage. „Die Idee bei der Gründung des Wupperverbandes war, dass die Aufgaben und Probleme über kommunale Grenzen hinweg von einer Organisation bearbeitet werden. Und genau so arbeiten wir heute als Manager des gesamten Flussgebiets Wupper für unsere Mitglieder und die Bürger/-innen.“

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts finanziert sich der Wupperverband aus den Beiträgen seiner Verbandsmitglieder (die Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen sowie Industrie und Gewerbe im Wuppergebiet). Der Wupperverband reinigt das Abwasser von mehr als 900.000 Menschen sowie der örtlichen Unternehmen. Er reguliert mit seinen Talsperren den Wasserabfluss in der Wupper in Trockenzeiten (Niedrigwasseraufhöhung) und leistet Hochwasserschutz. Aus der Großen Dhünn-Talsperre, der Kerspe- und der Herbringhauser Talsperre stellt er Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung durch die Wasserversorger bereit. Er unterhält und entwickelt die Wupper und ihre Nebenbäche, die zusammen ein Gewässernetz von rund 2.000 Kilometern Länge bilden. Und er ermittelt die wasserwirtschaftlichen Grundlagen für sein Verbandsgebiet, z. B. Niederschlagsdaten. Um diese Aufgaben zu erfüllen, betreibt der Wupperverband 14 Talsperren (davon zwei im Auftrag der EWR GmbH), elf Kläranlagen, eine Klärschlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, z. B. Regen- und Hochwasserrückhaltebecken.

Labor des Wupperverbandes im Jahre 1953.Zum 90-jährigen Bestehen hat der Wupperverband die Entwicklung der Wupper von der Kloake zum Lebensraum sowie Meilensteine seiner Arbeit für das Internet medial neu aufbereitet. Unter dem Stichwort „90 Jahre Wupperverband“ sind auf der Homepage www.wupperverband.de die Chronik des Verbandes sowie eine erste Auswahl an Veranstaltungsterminen im Jubiläumsjahr zu finden. Die Chronik enthält Filmclips zu Themen wie Gründung des Verbandes, Kläranlagen- und Talsperrenhistorie, zur Entwicklung des Flusses im Laufe der Jahre sowie einen kurzen Blick in die Zukunft. Darüber hinaus sind in der Chronik Links zum FluGGS, dem Geoportal des Wupperverbandes zu finden; hier sind in so genannten Storymaps Themen aus der Chronik mit Karten und weiteren Infos aus dem Geoportal verknüpft.

Die Wupper hat sich in den vergangenen Jahrzehnten sehr zum Positiven entwickelt. Ihre Wasserqualität hat sich deutlich verbessert. Damit die Wupper und die Nebenbäche wieder natürliche Strukturen erhalten, hat der Verband bereits zahlreiche Projekte umgesetzt. Die Rückkehr vieler Fischarten und die Begeisterung der Menschen für ihren Fluss zeigen, dass die Arbeit bereits Früchte trägt. „Gemeinsam mit unseren Mitgliedern haben wir in den vergangenen Jahrzehnten viel erreicht“, freut sich Georg Wulf. „Doch auch künftig gibt es viel zu tun, es wird nicht langweilig in der Wasserwirtschaft, das spornt uns an“. Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie und die weitere Entwicklung der Wupper und ihrer Nebenbäche wird der Verband fortsetzen. Bis 2030 plant er ein Maßnahmenprogramm mit Investitionen von 14 Millionen Euro. geplant.
Auch die Optimierung der Kläranlagen wird kontinuierlich fortgesetzt. Eine Herausforderung für die Wasserwirtschaft sind die Auswirkungen des Klimawandels mit zunehmenden Extremen wie Starkregen und längere Trockenperioden. Ein weiteres Themenfeld der Umgang mit so genannten Spurenstoffen, zum Beispiel Rückständen von Chemikalien und Medikamenten im Abwasser, Mikroplastik oder auch multiresistenten Bakterien.

Bäume müssen fallen an der L157 nach Schloss Burg

Pressemitteilung des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft

Am 11 und 12. Januar  zwischen 8 und 18 Uhr werden entlang der Burgtalstraße () an den Hängen Bäume gefällt, um die Straße vor herabstürzenden Ästen oder umstürzenden Bäumen schützen. Der Verkehr wird während der Arbeiten großräumig umgeleitet. Hierfür wird eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke über Pohlhausen eingerichtet. Öffentlicher Linienbusverkehr kann die Baustelle passieren.

Die Burgtalstraße führt aus dem Tal des Eschbaches auf dicht bewaldeten Hängen zum mittelalterlichen Schloss Burg. Die außergewöhnliche und großflächige Dürre in Jahr 2018, die sich bis heute in tiefen Bodenschichten auswirkt, hat auch dort den Baumbestand in Mitleidenschaft gezogen. Die Bäume leiden unter „Trockenstress“ durch akuten Wassermangel. Das macht sie anfällig gegenüber Schädlingen und Sturmereignissen. Im Spätsommer wurde der Handlungsbedarf überdeutlich: Die langanhaltende Trockenheit als zusätzlicher Stressfaktor hat die vom Eschentriebsterben betroffene Eschen und die vom Borkenkäfer befallenen Fichten absterben lassen. Zudem hat sich auch der Totholzanteil in den Kronen vieler Eichen, Buchen und Hainbuchen vervielfacht.

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