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Schnelles Internet für Industrie- und Gewerbegebiete

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Breitband gehört mittlerweile ebenso wie Strom, Gas und Wasser zu einer umfassenden Versorgung. Aus diesem Grund startete die EWR GmbH bereits im Jahr 2013 mit dem Pilotprojekt „Jägerwald“ ihren Einstieg in die Breitbandtechnologie für Gewerbegebiete. Die Verlegung von Glasfaserkabeln diente dazu, sich mit einem neuen Markt der modernen Datenübertragung mittels Lichtwellenleiter (Glasfaserkabel) vertraut zu machen und erste Erfahrungen in diesem neuen Geschäftsfeld zu sammeln. Glasfaserleitungen, die bis ins Haus gelegt werden, haben gegenüber anderen Medien die Vorteile höchster Übertragungsraten sowohl im Upload als auch im Download, schnellerer Reaktionszeit und geringer Störanfälligkeit. Die EWR GmbH baute in den letzten Monaten ihr Engagement als Dienstleister für Glasfaserinfrastruktur, mit dem Anschluss weiterer Remscheider Industriekunden an das schnelle Datennetz, aus. Mittlerweile beliefert die EWR rund 128 Industrie- und Gewerbekunden in Zusammenarbeit mit RGI (RS Gesellschaft für Informationstechnik mbH & Co. KG aus Remscheid) mit schneller Datentechnik. Dazu wurden im Stadtgebiet insgesamt 132 km Glasfaserkabel von der EWR verlegt.

Bereits seit dem Ende der 90-iger Jahre hat diesbezüglich die EWR schon die Weichen für die Datennetzzukunft gestellt, denn bei Baumaßnahmen der Versorgungsleitungen wurden in der Regel Leerrohre mit verlegt, um den Breitbandausbau vorzubereiten und danach weiter voranzutreiben. Die EWR war und ist damit der Entwicklung weit voraus. Nunmehr profitierten von der neuen Datennetz-Infrastruktur vor allem Firmen in den Gebieten Jägerwald, Am Eichholz, Auf dem Knapp, Großhülsberg, Morsbachtalstraße und Karlstraße, die an das schnelle Datennetz angeschlossen wurden. „Mit diesen Anschlüssen haben wir Gewerbe- und Industriekunden die Möglichkeit erschlossen, ihre Datenkommunikationsbedarfe mit echtem High-Speed und mit einer hohen Zukunftssicherheit zu verwirklichen. Gerade im Zeitalter von Digitalisierung, IoT (Internet of Things) und Industrie 4.0 ist dies ein wichtiger Standortfaktor und ein Infrastrukturmerkmal für die lokale Wirtschaft in und rund um Remscheid“, so Mike Giera, Geschäftsbereichsleiter Netze bei der EWR GmbH. In den kommenden Monaten plant die EWR, weitere Industrie- und Gewerbegebiete mit der neuen und schnellen Glasfaserinfrastruktur zu versorgen. Im neuen Gewerbegebiet Kipperstraße starten dazu in diesem Jahr die ersten Arbeiten mit der Verlegung von Glasfaserkabeln.

Die Welt der Wirbellosen erforschen

Auch nach Ostern bietet die Natur-Schule Grund spannende Ferienkurse für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren an. An drei Tagen geht es vor allem um die wirbellosen Tiere in der Natur des Bergischen Landes. Die Veranstaltungen finden Mittwoch, Donnerstag und Freitag jeweils unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl von 10 bis 13 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Je Tag und Kind wird ein Teilnehmerbeitrag in Höhe von acht Euro fällig.Am Mittwoch, 24. April, lädt Jörg Liesendahl ein zur Erforschung der "Tierwelt im und am Wasser". Dazu gehören u.a. Köcherfliegen und Steinfliegen, deren Larven im Wasser und deren erwachsene Formen am Wasser zu finden sind. Aber natürlich auch Strudelwürmer, Schnecken und viele andere Tiere, die oft nur mit dem Mikroskop zu sehen sind.Den wirbellosen Tieren, sofern sie nicht zu den Insekten gehören, widmet sich der Ferienkurs am Donnerstag, 25.April. Würmer, Tausend- und Hundertfüßer sowie Asseln sind zusätzlich zu den Arten des Vortages Objekte der jugendlichen Forschung.
Die Insekten sind dann Thema beim Abschluss des Ferienprogramms am Freitag, 26.April. Wie unterscheiden sich z.B. Käfer und Wanzen? (Wild-)bienen, Fliegen, Wollschweber und viele mehr warten geradezu darauf, beobachtet zu werden.
Die Kinder sollten jeweils ein kleine Pausenverpflegung dabei haben und wetterfest gekleidet sein. Für die Veranstaltungen ist jeweils ein Anmeldung bis zum Vortag erforderlich unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Müllabfuhrtermine für vor und nach Ostern

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wegen der Osterfeiertage verschiebt sich die Abfuhr von Restmüll, Bioabfall, Papier und Gelber Tonne/Gelber Sack. Hier die Änderungen im Überblick.

  • Restmüll, Bioabfall und Papier Am Donnerstag (18.4.) wird die Leerung vom Karfreitag (19.4.) vorgeholt. Am Samstag (20.4.) und am Ostermontag (22.4.) erfolgen keine Leerungen. Die Abfuhrtage verschieben sich ab Ostermontag (22.4.) jeweils auf den nächsten Wochentag (Leerung vom Montag am Dienstag, Leerung vom Dienstag am Mittwoch, Leerung vom Mittwoch am Donnerstag, Leerung von Donnerstag am Freitag, Leerung vom Freitag am Samstag).
  • Gelbe Tonne/Gelber Sack: Am Samstag (20.4.) wird die Abfuhr vom Karfreitag (19.4.) nachgeholt. Am Ostermontag (22.4.) erfolgt keine Abfuhr. Die Abfuhrtage verschieben sich ab Ostermontag (22.4.) jeweils auf den nächsten Wochentag (Leerung vom Montag am Dienstag, Leerung vom Dienstag am Mittwoch, Leerung vom Mittwoch am Donnerstag, Leerung von Donnerstag am Freitag, Leerung vom Freitag am Samstag). Alle geänderten Abholtermine finden Interessierte aktualisiert in ihrem persönlichen Abfuhrkalender passend zur Adresse unter www.tbr-info.de/abfuhrkalender.
  • Wertstoffhof/Gartenabfallsammlung: Der Wertstoffhof ist am 19. April (Karfreitag) und am 22. April (Ostermontag) geschlossen. Am Samstag (20.4.) ist der Wertstoffhof von 8 bis 13.45 Uhr geöffnet. Die Gartenabfallsammlung findet an den Standorten Wanderparkplatz Durchsholz und Parkplatz Stadion Reinshagen von 9 bis 16 Uhr statt.

Der März war überdurchschnittlich nass

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der März setzte dem frühlingshaften Februarwetter erstmal ein Ende: Bis zum 17. März regnete es täglich. Auch wenn es danach weitestgehend trocken war, zeigen die Auswertungen des Wupperverbandes, dass die Regenmengen an den Messstationen im März insgesamt deutlich über dem Monatsmittel lagen.  So fielen an der Bever-Talsperre in Hückeswagen circa 191 Liter pro Quadratmeter, im Schnitt sind es dort 95 Liter. Damit war der März 2019 an dieser Messstelle ähnlich nass wie der März 1998. Damals fielen 200 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen Lindscheid wurden 131 Liter gemessen, im Schnitt sind es 88 Liter. In der Kläranlage Solingen Burg lag der Wert bei 147 Liter, im Mittel sind es 106 Liter. In der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen fielen 139 Liter Regen, 84 Liter sind es dort durchschnittlich.

Einen vergleichbar nassen März hatte es an diesen drei Messstellen zuletzt 2009 gegeben. Damals brachte es die Messstelle Lindscheid auf 156 Liter, Buchenhofen auf 155 Liter und Burg auf 164 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Am meisten Niederschlag fiel in Krebsöge am Damm der Wupper-Talsperre mit satten 203 Litern. Am wenigsten Regen wurde an der generell niederschlagärmsten Station in der Kläranlage Leverkusen gemessen, und zwar 96 Liter. Durchschnittlich fallen hier im März 62 Liter. Am stärksten regnete es am 15. März. An der Bever-Talsperre waren es fast 30 Liter, im Klärwerk Buchenhofen und an der Großen Dhünn-Talsperre waren es 26 Liter und in Solingen Burg konnten 25 Liter verzeichnet werden.
Der Deutsche Wetterdienstzog als Bilanz, dass der März erneut zu warm war: „Damit erlebte Deutschland bereits zum dritten Mal in diesem Jahrhundert zwölf zu warme Monate in Folge. Im 20. Jahrhundert waren es nie mehr als neun Monate in Folge.“ Auch Stürme prägten den März, zu nennen sind hier „Bennet“ (4.3.) und „Eberhard“ (10.3.).

Löwenzahn, Schönheit mit Heilkraft

"Oh wei, der Löwenzahn blüht!", sagte der Kleingärtner-- und richtig, beim Gang durch die Siedlung leuchten mir ungezählte goldgelbe Blütenköpfe der meist ungeliebten Pflanze entgegen. Mit seiner Wuchskraft sprengt der Löwenzahn sogar Teerwegdecken und schaut aus engsten Mauerritzen hervor. Er hat eine Pfahlwurzel, und braucht der Gärtner beim Herausstechen schon Spezialwerkzeug, damit keine verbliebenen Wurzelreste eine neue Pflanze bilden. Der Löwenzahn ist eine Schönheit mit Heilkraft. Meine Warze an der Hand bekämpften Chirurgen mit Elektrobrennern vergeblich. Der weiße Saft aus den Blütenstengeln verödete sie nach mehrfachem Auftragen.

Seifen-Workshop in der Natur-Schule

Zu einem Workshop über die Eigenproduktion von Seifen lädt die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, für Samstag, 4. Mai, von 10 bis 18 Uhr gemeinsam mit Kräuter-Fachfrau Christel Heuer ein. Jeder Teilnehmende sollte schützende Kleidung sowie folgende Materialien selber mitbringen: (aus einem Baumarkt) eine Schutzbrille (Kunststoff), ein Paar stabile Gummihandschuhe (Länge möglichst bis zum Ellenbogen) und einen Atemschutz (Stoff oder Vlies), sowie aus dem eigenen Haushalt ein Tablett oder einen flachen Karton zum Transport der Rohseifenstücke nach Hause und eine alte Decke oder ein altes Handtuch zum Umwickeln der Rohseife; das wird zum Reifen der Seife benötigt. Es empfiehlt sich, nicht die beste Kleidung tragen und eventuell Schürze oder Kittel über zu ziehen.

Im einführenden Theorieteil geht es zunächst um Materialien, die für die Seifen-Herstellung erforderlich sind. Im Praxisteil werden dann Seifen hergestellt. Die Teilnahme kostet 40 Euro zuzüglich einer Materialkostenumlage in Höhe von bis zu 15 Euro. Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis einschließlich Freitag, 26. April, unbedingt erforderlich: E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Tel. RS 3748239.

Pflanzen liefern Vitamine und Mineralstoffe

Vitamine und Mineralstoffe sind an vielen Reaktionen des Stoffwechsels beteiligt. Sie wirken beim Aufbau von Zellen, Blutkörperchen, Knochen und Zähnen. Jedes einzelne Vitamin und jeder Mineralstoff erfüllt bestimmte Aufgaben. Sie unterscheiden sich dadurch auch hinsichtlich ihrer verschiedenartigen Wirkungen.Nach dem Winter benötigt unser Körper besonders viele dieser „Powerstoffe“, da unser Stoffwechsel in der dunklen Jahreszeit auf Sparflamme läuft und jetzt wieder angeheizt werden muss, wie Christel Heuer weiß, Kräuterfachfrau in der Natur-Schule Grun.Die TeilnehmerInnen eines Kräuter-Workshops in der Natur-Schule lernen am Montag, dem 29. April, einheimische Kräuter kennen, die uns im Frühjahr mit besonders vielen dieser Inhaltstoffe versorgen können – z.B. Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Giersch, Gundermann, Scharbockskraut. Im praktischen Teil des Workshops erstellen sie ein Kräutersalz.
Die Veranstaltung findet am 29. April um 19.30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13,statt und wird ca. zwei Stunden dauern. Die Teilnahme kostet zwölf Euro zuzüglich einer Materialkostenumlage in Höhe von ca. fünf Euro pro Person.Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: 02191 unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Neuer Bronzevogel lässt Brunnen sprudeln

Die Gans speit bald wieder Wasser“, kündigte am 1. April Lennep Offensiv e.V. in einer Pressemitteilung an, und das war kein Aprilscherz. Die vom Lenneper Gänsebrunnen gestohlene Gans aus Bronze ist zwar nach wie vor unauffindbar, aber mit finanzieller Hilfe der Stadt Remscheid konnte rechtzeitig zur Brunnensaison eine neue Gans beschafft und montiert werden. Das neue „gute Stück“ war nach Maß sehr formschön konzipiert und dann gegossen worden. Sehr zur Freude von Thomas Schmittkamp (im Video), Vorsitzender nicht nur von Lennep Offensiv, sondern auch von Lenneper Brunnen e.V. Werkzeugmachermeister Eberhard Sprenger montierte den neuen Wasserspender  fachgerecht und (hoffentlich) diebstahlssicher. Und gestern wurde der Brunnen in seiner neuen Schönheit von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Stadtführer („Nachtwächter) Lothar Vieler und seinen Kollegen Harald Blondrath („Herr Röntgen“) und Bürgermeister Markus Kötter fröhlich eingeweiht. Denn der Lenneper Gänsemarkt ohne Gans – das ging gar nicht!

Auf der Suche nach seltenen Vögeln und Mäusen

Ob es eines Tages am so genannten Gleisdreieck in Bergisch Born ein gemeinsames Gewerbegebiet von Remscheid, Wermelskirchen und Hückeswagen geben wird -und wenn ja, wo genau und gegebenenfalls mit welchen Auflagen - hängt nicht zuletzt vom Ergebnis des Artenschutzgutachtens ab, das die Stadt Remscheid in Absprache mit den beiden Nachbargemeinden an das Büro Froelich & Spohrbeck in Bochum vergeben hat. Zu dessen 60 Mitarbeiter/&innen in den Niederlassungen Bochum, Plauen und Augsburg gehört auch der Landschaftsökologe Volker Bösing. Wie er am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep berichtete, soll das überplante Gelände kartiert werden, bezogen auf die dortige Tierwelt (Vögel, z. B. Milan und Kiebitz, Fledermäuse, Haselmaus). Dazu sollen ehrenamtliche Naturschützer nach ihren Beobachtungen befragt werden. Auch Kartierungen der Faune sind vorgesehen.

Die gutachterliche Kartierung beginnt in diesem Monat und wird bis Herbst andauern gemäß dem Leitfaden „Methodenhandbuch zur Artenschutzprüfung in Nordrhein-Westfalen – Bestandserfassung und Monitoring –“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) Nordrhein-Westfalen für die Artengruppen Fledermäuse, Vögel und die Haselmaus. Um herauszufinden, welche Arten von Fledermäusen im Gleisdreieck zu Hause sind, werden sogenannte Horchboxen aufgestellt, Diese zeichnen die Rufe vorbeifliegender Fledermäuse auf, und anhand des digitalen Akustikbildes lässt sich dann die Art exakt ermitteln. In Büschen aufhängen will man auch zehn Boxen, die von Haselmäusen gerne zum Nisten bezogen werden.

Stellen die Gutachter das Vorkommen von Tierarten fest, die vom Aussterben bedroht sind, könnte das neue Gewerbegebiet in Gefahr geraten (Verbotstatbestände nach dem Naturschutzgesetz). Aber diese Gefahr bestehe bei einem Turmfalken, der dort nicht niste, sondern nur auf Nahrungssuche sei, natürlich nicht: „Der ist dort nur ein Nahrungsgast!“ Bei zehn dort nistenden Kiebitz-Paaren sehe das aber anders aus, sofern für diese nicht in der Nähe eine neue Siedlungsfläche geschaffen werden könne.
Bezirksbürgermeister Markus Kötter bat Volker Bösing um alsbaldige Information über „planungsrelevante Untersuchungsergebnisse“.

Anglerclub wird Löwenteich wohl aufgeben müssen

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland, allen Gewässern  – Grundwasser und Oberflächengewässer – spätestens bis 2017 zu  einem "guten Zustand" zu verhelfen, chemisch wie ökologisch. Als Folge der EU-Gebote sind künstlich angelegte Teiche, die den natürlichen Lauf eines Baches unterbrechen, den Behörden, darunter der Wupperverband, ein Dorn im Auge. Folglich wurde zum Beispiel die alte Teichanlage am Klauserner Bach zurückgebaut, ebenso eine Betonschwelle im Morsbach. Und im Focus der Behörden steht jetzt auch der Löwenteich an der Heintjesmühle (Eschbachtal) im Grenzgebiet zwischen Wermelskirchen und Remscheid). Geplant ist, den Damm des Löwenteichs zu „schlitzen“ und den Teich auslaufen zu lassen, so Stadtförster Markus Wolff (TBR). Mit dem Wupperverband sei vor zwei Wochen vereinbart worden, nach Ostern einen Fahrplan aufzustellen für den naturnahen Rückbau des Löwenteichs und diesen dann dem Rheinisch-.Bergischen Kreis (RBK) als  der zuständigen Wasserbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Denn der Teich befindet sich zwar seit mehr als 130 Jahren im Besitz der Stadt, liegt aber im Stadtgebiet von Wermelskirchen und somit im Zuständigkeitsbereich des RBK. Die Absicht der TBR sei dem Vorstand des AC Rotauge sowie der Politik (hier: über den TBR-Betriebsausschuss) schon seit geraumer Zeit bekannt, erklärte Wolff.

Blick zurück: Bei Inkrafttreten des Wasserhaushaltsgesetzes beantragte die Stadt Remscheid beim RBK im Jahr 1984 das Aufstauen des Löwenteichs. Der führte zwar schon damals Wasser, aber schließlich muss ja alles seine „Behördenordnung“ haben. Die Wasserrechtliche Genehmigung wurde der Stadt damals für 20 Jahre erteilt. Sie lief also 2004 aus. Schon 2002, mit zweijährigem Vorlauf, forderte die Obere Wasserbehörde bei der Bezirksregierung in Köln die Stadt Remscheid auf, das erteilte Wasserrecht verlängern zu lassen. Doch im Remscheider Rathaus war das Wissen über den genehmigten Antrag von 1984 offenbar bei aller Behördenordnung verloren gegangen. Anscheinend nahm man an, es handele sich bei dem Brief um einen Irrläufer, und irgendwie werde der wohl noch in der Nachbarkommune Wermelskirchen landen (die damit nun gar nichts hätte anfangen können). Jedenfalls schmorte das Schreiben aus Köln wegen „unklarer Zuständigkeit“ zunächst bei der damaligen Oberbürgermeisterin Beate Wilding und dann beim städtischen Umweltamt. Vier Jahre lang hielt die Bezirksregierung das aus, dann löschte sie mit Datum vom 1. Mai 2006 das Wasserrecht. Und am 5. Juni 2006 teilte sie das der Stadt Remscheid auch mit. Pech, dass dieses Schreiben wiederum beim nicht zuständigen Umweltamt einging. Dort legte man den scheinbaren zweiten Irrläufer wiederum zu den Akten und – tat nichts.

Wie der angegraute Vorgang schließlich am 12. Januar 2011, fünfeinhalb Jahre später, bei Markus Wolff vom Forstamt und damit an der richtigen Stelle landete, lässt sich heute offenbar nicht mehr rekonstruieren. Jedenfalls bestätigte der damalige Fischereiberater, dass das Wasserrecht für den Löwenteich im "Wasserbuch" nicht mehr existierte. Daraufhin beantragte das Forstamt (mittlerweile bei den Technischen Betrieben Remscheid angesiedelt) am 12. August 2014 ein neues Wasserrecht für den Löwenteich.

Hierfür waren mehrere Gutachten fällig, die die Stadt Remscheid eine fünfstellige Summe kosteten. Das gewässerökologische Gutachten, erstellt im Rahmen einer Bachelor-Arbeit eines Studenten der Universität Lübeck, ergab für den Bach ober-. Und unterhalb der Teichanlage eine gleichwertige Wassergüte. Wenn es also nur darum gegangen wäre, hätte die Obere Wasserbehörde das beantragte Wasserrecht bis spätestens 2027 erteilen können.  Doch der Löwenteich, ein potenzielles Laichgewässer, fällt als Stauanlage auch unter die DIN-Norm 19700 bzw. die vereinheitlichen Sicherheitsanforderungen an Staudämme und Staumauern, etwa bei extremen Wetterereignissen wie Starkregen.

Mit dem Standsicherheitsgutachten für den Staudamm wurde das Ingenieurbüro Beck aus Wuppertal beauftragt. Es stellte fest, dass auf dem Damm im Laufe der Jahre Bäume gewachsen waren und an den technischen Anlagen (am eisernen Rechen und am so genannten Mönch, dem regulierbaren Ablaufbauwerk) der Zahn der Zeit genagt hatte. Hinzu kommen anscheinend noch einige ungenehmigte Umbauten (eine Hütte und Abgrabungen, um besser Angeln zu können), wie Michael Zirngiebl andeutete.

Die Angaben über die im Gutachten genannten Reparaturkosten gehen weit auseinander. Während der AC Rotauge erklärt, ihm liege eine Kostenschätzung des Ingenieurbüros von August 2018 über 85.000 Euro vor, spricht Markus Wolff gegenüber dem Waterbölles von einer Kostenschätzung in Höhe von 350.000 Euro netto. Ohne diese Reparaturen sei mit keiner bis 2027 befristeten fischereilichen Genehmigung durch den RBK zu rechnen. Aber egal, ob 85.000, 120.000 Euro, wie gestern von TBR-Chef Michael Zirngiebl genannt, oder 350.000 Euro – sämtliche Investitionen rechnen sich für die Stadt für eine höchstens acht Jahre dauernde Erlaubnis nicht. Zumal der AC Rotauge für seinen vor zwei Jahren ausgelaufenen Fischereipachtvertrages lediglich einen jährlichen Pachtbetrag von 150 € zu zahlen hatte.

Bereits nach dem Auslaufen des Wasserrechtes war der Pachtvertrag ruhend gestellt worden, da damit die Vertragsgrundlage entfallen war; merke: ohne Wasserrecht keine Genehmigung für eine fischereilichen Nutzung. Deshalb winkte der Vorstand des Anglervereins auch dankend ab, als ihm die Stadt das Gelände für einen Euro zum Kauf anbot. Die Vereinsvorsitzende Cornelia Schmidt: „Was sollte ein gemeinnütziger Angelverein mit einer Teichanlage ohne Wasserrechte?!“ Zumal ihm das Geld fehlt, um die vom Gutachter geforderten Reparaturen am Staudamm selbst bezahlen zu können. Konkret hätte der Verein die Wahl zwischen einem Ausbaggern des Teiches und einer Erhöhung des Staudamms, damit bei Starkregen plötzliche Wassermassen angestaut werden könnten, um nicht auf die unterhalb der Staumauer liegende Straße oder in ein nahes Wohnhaus zu fließen. Derzeit fehlt es dem ca. 5.000 Quadratmeter großen Teich bei einer Wassertiefe von einem bis 1.20 Metern an freiem Stauvolumen.

„Mehrere Teichanlagen in Remscheid sind den Anglern aus Ausweichquartier angeboten worden“, berichtete Markus Wolff. Etwa der Neue Hammerteich im Eschbachtal, Teiche in Tocksiepen und sogar die Panzertalsperre. Doch dem Verein sei neben dem Angeln auch das gesellige Vereinsleben wichtig. Und das setzt, wie am Löwenteich, eine Unterkunft voraus.

Prachtvolle Kamelienblüten auf Ehringhausen

Wohl hat die Walliser Sonne, von der Hauswand im Hintergrund, der Kamelienpflanzung mit ihrer Wärme über den Winter geholfen. Stolz ist die Nachbarin am Ueling (Ehringhausen) nauf ihren Gartenerfolg, denn die dem Teestrauch Verwandte aus Ostasien braucht gute Pflege und eine warme Decke für die kalten Tage. Die Kamelie hatte ihren modischen Höhepunkt im 19.Jahrhundert in Europa und wird in Japan "Tsubaki" genannt und dort als Symbol für Tod und Vergänglichkeit angesehen. Wenn ihr Höhenwachstum nicht unterbrochen wird,  kann sie leicht den Hausgiebel erreichen und in hundert Jahren noch stehen.