Skip to content

Schäden auf dem Dach sucht künftig eine Drohne

Im Dachdeckerbetrieb von Andreas Radke, Honsberger Straße 3, hat eine kleines, ferngelenktes Fluggerät, eine so genannte Drohne, bestückt mit einer (Video-)Kamera, so manche Suche in luftiger Höhe nach Schäden an Dachziegeln und Regenrinnen übernommen, die für den Handwerksmeister und seine Mitarbeiter bisher zeitweise recht mühselig war. „Die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen im Dachdecker-Handwerk“ war das Thema eines Fachabends, zu dem Radke am Mittwochabend auch Wilhelm Mertens, den Obermeister der Dachdecker-Innung Remscheid – sie ist die berufsständische Interessenvertretung für die  örtlichen Meisterbetriebe –, Lehrlingswart Dirk Matera und Fred Schulz begrüßen konnte, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Auf dem großen Hof des Betriebes ließen sich die Gäste von Andreas Radke, stellv. Oermeister, die (kinderleicht wirkenden) Bedienung der wendigen Fliegers vorführen. Der kehrt mit nur einem Knopfdruck sogar automatisch an die Stelle zurück, von der aus er gestartet ist.

Lieber Schwammstadt statt Betonstadt!

von Alfred Leonhardt

Als Mitglied des Naturschutzbeirates beschäftigt mich ein vorgestelltes Projekt zum Hochwasserschutz am Müggenbach, das mit weiteren geplanten Maßnahmen den Hochwasserschutz im Morsbachtal verbessern soll. Der RGA hat das in seiner gestrigen Ausgabe thematisiert: "Betonbecken sollen vor Flut schützen". Im Folgenden meine Meinung dazu: Die TBR hat auf der Sitzung des Naturschutzbeirates am 20.9.2022 ein Hochwasserschutzprojekt am Müggenbach vorgestellt, das als „alternativlos“ bezeichnet wurde und das zugleich allen Nachhaltigkeitsstrategien, zu denen sich die Stadt bekennt, widerspricht.

Seit es Dächer, Höfe und Wege gibt wird das Regenwasser über Rinnen, Rohre oder Abzugsgräben abgeleitet. Was in ländlichen Gebieten kein großes Problem ist, funktioniert mit zunehmender Bebauung und Versiegelung bald nicht  mehr. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, dass stärkere Regenereignisse zu gefährlichem Hochwasser bzw. trockene Sommer zu versiegenden Gewässern und zu Dürre führen - auch ganz ohne Klimawandel, der jetzt noch erschwerend hinzukommt. Die Probleme sind da und stellen uns unbestritten vor große Herausforderungen. Jahrzehntelange städtebauliche Fehlentwicklungen sollen jetzt mit einer mehrere tausend Quadratmeter großen Betonwanne buchstäblich aufgefangen werden. Diese Betonwanne soll tief in den Grundwasserkörper hineingedrückt werden, um zusätzliches Volumen zu gewinnen.

Da tun sich eine ganze Reihe von Folgeproblemen auf:

  • Das weggedrückte Grundwasser wird sich das nicht gefallen lassen und in der Nachbarschaft zu Vernässungen und Wasseraustritten führen.
  • Das im Bereich der geplanten Betonwanne bestehende Wald- und Röhrrichtbiotop soll weggebaggert werden. Das wiederum bedeutet zunächst einen Verlust an Biodiversität.
  • Die ausgleichende Wirkung auf das Mikroklima entfällt, wenn beispielsweise im Hochsommer die trockene Betonwanne aufgeheizt wird.
  • Die günstige Wirkung der bestehenden, üppigen  Vegetation auf die Klimabilanz entfällt.
  • Die Klimabilanz wird im Gegenteil negativ, weil der über Jahre aufgebaute Kohlenstoffvorrat des Feuchtgebietes  mit der Baumaßnahme als CO2 freigesetzt wird.
  • Was sagen die Nüdelshalbacher zu so einer „Visitenkarte“?


Dabei ist das  millionenteure Projekt „Betonwanne“ keineswegs, wie behauptet, alternativlos.  Nach dem Konzept der „Schwammstadt“ wird das Regenwasser nicht möglichst schnell abgeleitet, sondern im Gegenteil möglichst vor Ort gehalten. Das ist gut für den Hochwasserschutz und das ist gut, wenn der Regen mal längere Zeit ausbleibt. Dazu könnten viele kleine und einfache Maßnahmen in den kommenden Jahren gefördert und umgesetzt werden, zum Beispiel naturnahe Sickermulden oder Rigolen unter Parkplätzen. Auch naturnahe Rückhaltebiotope, wie sie auch von den TBR schon gebaut wurden, dienen nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern gleichzeitig Tieren und Pflanzen, dem Mikroklima, der CO2-Minderung und nicht zuletzt der Lebensqualität in unserer Stadt. Also: Schwammstadt statt Betonstadt!

SPD-Fraktion kritisiert Rodung der Streuobstwiese

Pressemitteilung der SPD

Die Rodung der Streuobstwiese Tannenhof durch die auf dem Gelände ansässige Evangelische Stiftung war für viele Anwohnerinnen und Anwohner in Lüttringhausen ein Schock. Schließlich war die Wiese mit insgesamt 25 Obstbäumen ein wichtiger Lebensraum für Insekten und Vögel und durch das Streuobstwiesenfest zudem alljährlich Ziel vieler Besucherinnen und Besucher aus Remscheid und dem ganzen Bergischen Land. Die SPD-Fraktion hat daher nun einen Fragenkatalog aufgestellt und fordert die Verwaltung darin unter anderem dazu auf zu klären, wie es künftig auf dem Areal weitergehen soll. Gerhilt Dietrich, Sprecherin der SPD in der BV Lüttringhausen: "Streuobstwiesen sind nicht nur schön anzusehen, sondern tragen auch entscheidend zum Artenschutz und zur ökologischen Diversität bei. Es ist daher absolut nicht nachvollziehbar, dass die gesamte Streuobstwiese gerodet wurde, obwohl nur die Hälfte der Bäume geschädigt war. Denn auch wenn die Streuobstwiese ‚Privatbesitz‘ ist, muss sich die Evangelische Stiftung Tannenhof an geltende Vorschriften halten. Das Auffüllen der Fläche mit Bauschutt ist schließlich eine bauliche Veränderung, die wohl kaum einen geeigneten Untergrund für neue Obstbäume darstellt. Zudem stünde es der Stiftung Tannenhof auch gut an, wenn sie den Belangen des Naturschutzes Rechnung tragen würde. Wenn es aber tatsächlich zu einer Neuanlage der Streuobstwiese kommt, muss diese unbedingt als ‚Geschützter Landschaftsbestandteil‘ unter gesetzlichen Schutz gestellt werden. Insgesamt passt das Verhalten der Stiftung überhaupt nicht zum Themenjahr des Kirchenkreises Lennep, das gerade endete und unter dem Motto ‚Kirche für Klima - Schöpfung bewahren’ stand. Damit hatte die Kirche mit guten Diskussionen und einem tollen Programm das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt gerückt. Schade, dass dies bei der Evangelischen Stiftung offenbar nicht angekommen ist.“

Am Stadion Lennep zwei Wartehallen mit Dachbegrünung

Weil auch kleinere Dachbegrünungen in den Innenstadtbereichen helfen können, dem Insektensterben entgegenzuwirken, lässt die Stadt Remscheid am Lenneper Stadion zwei  modifizierten Standard-Wartehallen (Breite von 4,28 m, Tiefe von 1,80 m) an einer Stelle errichten, wo die Breite des Gehweges erhalten bleiben kann. Das Besondere an diesen beiden Wartehallen: Sie sollen begrünt werden. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben den Bauauftrag erhalten (Tiefbau, Versetzen des Zaunes, Aufstellen der Wartehallen inkl. Dachbegrünung) und gehen von Kosten in Höhe von 56.000 € für aus. Die Finanzierung erfolge über die Nahverkehrspauschale, die die Stadt vom Lan d NRW erhält. Die TBR soll später die Pflege der Grünflächen übernehmen. „Die Verwaltung möchte mit den Wartehallen erste Erkenntnisse mit dieser Art der Dachbegrünung auf Wartehallen sammeln. Insbesondere geht es dabei auch um Erkenntnisse hinsichtlich der Unterhaltung. Daher handelt es sich um eine auf die Zukunft ausgerichtete Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie“, heißt es in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep.

Für "wildparkende Pkw und Wildpinkler" nicht zuständig

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit thematisierte die CDU-Fraktion „Probleme im Bereich der Autobahnraststätte und vor dem Eingang zum Rundwanderwegs an der Eschbach-Talsperre“ und beklagte „zunehmend Gefahrensituationen durch ‚wildparkende‘ Lkw „ und viele ‚Wildpinkler‘ am Eingang zum Rundwanderweg; sie würden dort „ sogar vor anderen Besuchern und Familien am Wegesrand ihr ‚Geschäft‘ öffentlich verrichten.“ Kritisch fragt die CDU nach: „Sind Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) und Polizei im Bereich des Rundwanderwegs und der Autobahnraststätte tätig und zeigen dort Präsenz? Wir … bitten die Verwaltung darum, mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Wir könnten uns beispielsweise eine höhere Präsenz von KOD und Polizei vorstellen. Das öffentliche Urinieren ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und kann zumindest mit Bußgeldern belegt werden. Mehrsprachige Hinweisschilder und der Bau einer Toilettenlage im oberen Bereich der Anlage müssten unserer Auffassung nach ebenfalls geprüft werden.“ Ordnungsamtsleiter Arndt Liesenfeld sah das allerdings anders: Für diese Bereiche die Stadt Remscheid gar nicht zuständig. Sie gehören zwar teilweise zum Stadtgebiet von Remscheid, dann aber (Autobahn) in den Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Und der Bereich am Rundwanderweg sei Teil der Stadt Wermelskirchen. Er werde aber dort gerne auf die Probleme hinweisen und über die Antworten aus Wermelskirchen und Düsseldorf, sobald sie vorliegen, wieder im Ausschuss berichten.

Umsatzsteuer für Gas sinkt von 19 auf sieben Prozent

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Durch den Ukraine-Krieg steigen in etlichen Bereichen des täglichen Lebens die Kosten merklich. Auch kommen nicht alle von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungspakte bei der Bevölkerung vollständig an. Umso erfreulicher ist es, dass die Bundesregierung eine befristete Senkung der Umsatzsteuer für Gas beschlossen hat. Durch die Absenkung der Umsatzsteuer zum 1. Oktober werden die hohen Gaskosten der Kunden etwas gemindert. Die Umsatzsteuersenkung gilt bis zum 31. März 2024 analog der Gas-Beschaffungsumlage. Von der EWR GmbH wird die Umsatzsteuersenkung komplett an ihre Gas-Kunden weitergegeben.

Um rund 240 Euro im Jahr werden die Kunden durch die Umsatzsteuersenkung ab dem 1. Oktober  entlastet (Basis: 12.000 kWh Jahresverbrauch). Reduziert man die Raumtemperatur wie von der Politik empfohlen um ein Grad Celsius, kann man seinen Verbrauch um etwa sechs Prozent senken und weitere 125 Euro pro Jahr sparen. Durch die ohnehin angespannte Lage auf dem Gasmarkt und die daraus resultierenden hohen Preise empfiehlt die EWR ihren Kunden, die Abschlagszahlungen durch die Absenkung der Umsatzsteuer nicht zu senken.

Auch für die Gasumlage gilt, dass wir bei Änderungen durch die Bundesregierung alle Folgen für die Kunden im Sinne der aktuellen Gesetze berücksichtigen werden. Sollte die Gasumlage nicht kommen oder zu einem zukünftigen Zeitpunkt wieder wegfallen, dann werden wir diese Änderungen schnellstmöglich berücksichtigen.

Grüne Schulhöfe für ein angenehmeres Klima

Zu den nächsten Sitzungen der Bezirksvertretungen und des Schulausschusses liegt der Antrag der Gestaltungsmehrheit von SPD, Grünen und FDP vor, Verwaltung möge grundsätzlich die Entsiegelung von Schulhöfen und die Ausgestaltung mit Spielgeräten für mehr Aufenthaltsmöglichkeiten – unter Einzelfallbetrachtung – umsetzen, sofern Sanierungen und Erweiterungen anstehen, und zugleich prüfen, ob die Kosten aus dem städtischen Budget für die Erweiterungsbauten an Grundschulen finanziert werden können bzw. ob bereits Fördermittel im Rahmen des NRW- Konjunkturprogramms der Landesregierung wurden. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die von der TBR vorgeschlagene Lösung zur Reduzierung der Kosten für die Entsiegelung von Schulhöfen.

Begründung: „Klimaschutz und Klimaanpassung stellen uns vor immer größere Herausforderungen. Innovative Projekte und Ideen sind gefragt. Viele Städte haben bereits Maßnahmen ergriffen. Anhand der Drs.16/2893 ‚Erweiterungsbauten an Grundschulen‘ möchten wir erneut das Thema der Neugestaltung bzw. Umgestaltung von Schulhöfen aufgreifen. Die Entsiegelung von Schulhöfen ist mit Blick auf den Klimawandel durchaus von großer Bedeutung. Der „Grüne Schulhof“ würde inmitten vieler Quartiere zu einem angenehmen Klima beitragen.
In Düsseldorf ist der erste Schulhof entsiegelt worden. Der Pausenhof wurde abgebrochen und durch einen Schulgarten und durch wasser- und luftdurchlässiges Pflaster ersetzt. Der Schulhof kann so zu einem Erholungs- und Lernort werden. Gefördert werden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt, dass diese Freiflächen einen hohen Grünanteil in der Stadt haben werden und somit von großem stadtökologischem Wert sind. Das Land NRW hat im Rahmen des NRW-Konjunkturprogramm zur Corona-Hilfe ein Klimaresilienz-Programm aufgelegt. Entsprechend der Drs. 16/1687 wurde mitgeteilt, dass über den Förderantrag noch nicht entschieden wurde und dieser geprüft werden sollte.“ 

Errichtung von Quartiersgaragen wird gefördert

Antrag zu Quartiersgaragen für Besitzer von E-Autos“, titelte der Waterbölles am 16. April . Die CDU-Fraktion hatte es damals als ein „Gebot der ökologischen Notwendigkeit und sozialen Gerechtigkeit“ bezeichnet, „dass möglichst viele Menschen an der E-Mobilität teilhaben können.“ Entsprechend hatte sie die Verwaltung gebeten, die Möglichkeit von Quartiersgaragen im Remscheider Stadtgebiet zu eruieren. Dadurch könne die Anzahl an Pkw in stark zugeparkten Straßen reduziert werden. Die Idee der Quartiersgarage könne ein Baustein sein für eine kommunalen Strategie zur Förderung der E-Mobilität und der kommunalen Verkehrswende.

Zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität am 10. November hat nun die Gestaltungsmehrheit von SPD, Grünen und FDP bezüglich der Förderung von Sharing-Angeboten und Quartiersgaragen bei der Verwaltung nachgefragt, ob es schon erste Quartiersgaragen mit Ladestationen für E-Autos gibt und ob die Stadt Remscheid entsprechende Förderanträge bei der Bezirksregierung gestellt hat. Denn das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW habe eine neue Richtlinie zur Förderung von Sharing-Angeboten und Quartiersgaragen für Kommunen auf den Weg gebracht. Es soll „Carsharing-Angebote in Kommunen unterstützen, in denen es sich wegen der längeren Anlaufphase wirtschaftlich derzeit nicht rechnet“. Außerdem solle nun auch die Errichtung von Quartiersgaragen, sowohl für Neubau- wie auch für Bestandsquartiere, gefördert werden. Auf den wegfallenden Parkplätzen können dann Freiflächen für Begegnungs- Spiel- und Grünflächen entstehen.“

Caritas und EWR helfen Haushalten beim Energiesparen

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Bereits im Juni fanden im ServiceCenter im Allee-Center zwei Aktionstage zur Energieeffizienz und zum Energiesparen statt. Das gemeinsame Projekt des Deutschen Caritasverbandes e.V. und der EWR GmbH unterstützte die Kunden in Zeiten stark steigender Energiekosten dabei, den Energieverbrauch zu optimieren. Da diese Aktionstage sehr gut von den Kunden angenommen wurden und weiterhin großer Energieberatungsbedarf besteht, gibt es in den nächsten drei Monaten an jedem 4. Donnerstag eine Fortsetzung. Experten der Caritas und der EWR unterstützen die Kunden rund um die Themen Energiesparen und nachhaltigen Energieeinsatz mit vielen nützlichen Tipps. Dabei umfasst die Beratung nicht nur den Strom- und Gasbereich, auch Wasser-Einsparpotentiale werden von den Energieberatern aufgedeckt.

Gegebenenfalls gibt es Überlegungen, die aktuelle Heizung gegen ein leistungsfähiges Modell auszutauschen oder Strom selbst zu erzeugen? Hier können die EWR-Experten ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wann finden die Energiespar-Aktionstage statt? Am 29. September, 27. Oktober  und 24.November im ServiceCenter im Allee-Center jeweils von 10 bis 16 Uhr. Kunden können mit und ohne Anmeldung kommen. Kontakt und Infos unter der kostenlosen Kunden-Hotline 0800 0 164 164 (montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr) oder auch auf der EWR-Internetseite www.ewr-remscheid.de. Bei Interesse für eine Beratung zur Heizungsmodernisierung kann unter Tel. RS 164683 auch ein fester Beratungstermin während der drei Aktionstage gebucht werden, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Spaziergang am Schwanenteich zwecks Stressabbau

Bald ein neues Angebot in Naherholung“, kündigte der Waterbölles seiner Leserschaft am 17. April 2021. Damit war der Schwanenteich unterhalb der Talsperre gemeint. Die Biologin Dagmar Jaspers, die schon das das Lobachtal für Naturfreunde zu einem Kleinod gemacht hatte, könne auch auf ihre Planung des neuen Schwanenteich mit seinem gut begehbarem Rundweg stolz sein., Und das meinte in dieser Woche auch Bezirksbürgermeister Stefan Grote.- Er hatte die städtische Mitarbeiterin in die Sitzung der Bezirksvertretung Süd eingeladen, damit sie den Kommunalpolitikern das Projekt samt Ausbau des oberen Eschbachs und Tenter Baches einmal vorstellte. Dabei habe man 5600 Tonnen konterminierten Schlamm aus dem Teich auf eine Deponie bringen müssen, berichtete Jasper. Das allein habe 180.000 Euro gekostet, die allerdings der Landesbetrieb Straßen NRW übernommen habe.

Grote empfahl den Schwanenteich den Remscheiderinnen und Remscheidern für einen kleinen Spaziergang zwecks Stressabbau. Jasper: „Eine Bank ist dort inzwischen aufgestellt worden; weitere sollen folgen!“ Auf die Frage, ob sie sich demnächst auch Teichen weiter unterhalb im Eschbachtal widmen werden, sagte Dagmar Jasper trocken: „Wenn da kein Wasser mehr ist, können wir auch keines mehr herbeizaubern!“ Andererseits seien die alten Teiche aber wichtig als Retentionsfläche, um im Falle eines Hochwassers als Überflutungsfläche genutzt werden zu können.

Aus dem Intzeplatz könnte ein "Pocket-Park" werden

Sie könnten sich gut vorstellen, dass auf dem Intzeplatz ein „Pocket Park“ nach Bochumer Beispiel entsteht, sagten in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd die beiden Naturschützer Stephan Jasper und Hubert Benzheim. Bezirksbürgermeister Stefan Grote hatte sie eingeladen und unterbrach die Sitzung, um ihnen Rederecht einräumen zu können. An der Begrünung des Platzes und zusätzlicher Aufenthaltsqualität (Bänke) würden Jasper und Benzheim gerne mitwirken, wenn die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) mit der Planung beginnen. Und Grote begrüßte das. Er verspricht sich von dem „Pocket Park“ ein Vorzeigeobjekt für die Stadt Remscheid. Nasch Angaben der Stadt Bochum sind Pocket-Parks „kleine grüne Oasen mitten in der Stadt, Orte zum Entspannen und Innehalten im Schatten von Bäumen und Sträuchern“, die einen positiven Einfluss auf das Mikroklima haben und eine Nahrungsquelle für Insekten und Vögel, „ein Stück Grün direkt in Wohnviertel, bei denen sich nicht in direkter Nähe große Parkanlagen befinden“. Das biete insbesondere Menschen, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben, die Möglichkeit, vor der Haustür im Schatten von Bäumen und Sträuchern zu entspannen.“

Oberbürgermeister richtet Krisenstab „Energie“ ein

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit Verfügung von gestern hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Krisenstab „Energie“ eingerichtet. Dieser nimmt seine Arbeit unmittelbar auf, von Mast-Weisz geleitet. Die erste Sitzung findet am Mittwoch, 28. September, statt.

Ganz neu sind die Aufgaben des neuen Krisenstabes nicht. Sie ergeben sich überwiegend aus den Fragestellungen und Krisenszenarien, mit denen sich bereits eine Untergruppe des seit März 2022 tätigen Krisenstabes „Ukraine“ beschäftigt. Der sogenannte Einsatzabschnitt 3 mit dem Titel „Daseinsvorsorge“ steht unter der Leitung von Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan. Sein Einsatzabschnitt wird nun angesichts der zunehmenden Verschärfung der Energielage und der sich zuspitzenden Sorge um die finanzielle und wirtschaftliche Situation von Privathaushalten, mittelständischen Betrieben und Unternehmen mit Verfügung des Oberbürgermeisters in den neuen Krisenstab überführt. Damit fallen auch seine Aufgaben dem neuen Krisenstab zu. Das sind vor allem:

  • die Beschaffung und Bevorratung von Energie- und Kraftstoffen,
  • die Beschaffung und Bevorratung von Medikamenten und Material,
  • der Schutz kritischer Infrastruktur im Stadtgebiet Remscheid und
  • der Zivilschutz (mit Warnsystem und Kommunikationssicherung) sowie
  • die Beratung/Betreuung/Versorgung von Menschen in krisenbedingter finanzieller Notlage.

Eine aus städtischen Mitarbeitenden bestehende Koordinierungsgruppe sorgt für die administrative Funktionsfähigkeit des Stabes unter der Gesamtführung des OB und der stellvertretenden Leitung von Stadtdirektor/Stadtkämmerer Sven Wiertz. Sein Platz nimmt im Vertretungsfall ein Mitglied des Verwaltungsvorstandes ein. Zu den ständigen Mitgliedern des Krisenstabs „Energie“ gehören die drei Fachdienste Umwelt, Bürger, Sicherheit & Ordnung sowie Feuerwehr und Rettungsdienst. Ständige Mitglieder sind außerdem die Technischen Betriebe Remscheid, die Stadtwerke Remscheid GmbH  – zugleich für die EWR GmbH – und die Kreispolizeibehörde Wuppertal. Als ereignisspezifische Mitglieder sitzen je nach Frage- und Aufgabenstellung folgende städtische Fachdienste mit am Tisch beziehungsweise in den Arbeitsgruppen::

  • Personal und Organisation,
  • Digitalisierung und Informationstechnologie,
  • Gebäudemanagement,
  • Schule und Bildung,
  • Sport und Freizeit,
  • Soziales und Wohnen,
  • Jugend,
  • Psychologische Beratungsstelle,
  • Gesundheitswesen und
  • Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Liegenschaften.

Weitere ereignisspezifische Mitglieder sind die Industrie- und Handelskammer, der Arbeitgeberverband, das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr und das Jobcenter Remscheid. Die Beteiligung der Hilfsorganisationen Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter Unfallhilfe ist durch die ständige Mitarbeit des Fachdienstes Feuerwehr und Rettungsdienst gesichert.

Warum die Einrichtung des Krisenstabs „Energie“ nötig wurde:

Artikel vollständig lesen