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Der April war trocken und frühlingshaft

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Insbesondere in der Monatsmitte war der April – und somit auch Ostern - weitgehend regenfrei. Nur in der ersten und letzten Woche fiel Niederschlag. Die Auswertungen des Wupperverbandes zeigen, dass die Regenmengen an den Messstationen im Wuppergebiet im April insgesamt deutlich unter dem Monatsmittel lagen. Während Sonnenschein und wenig Regen im April bereits für gut gefüllte Biergärten und Ausflugsstimmung sorgten, waren Trockenheit und Waldbrandgefahr in den bergischen Wäldern die Kehrseite der Medaille. So fielen an der Bever-Talsperre in Hückeswagen circa 33 Liter pro Quadratmeter, im Schnitt sind es dort 83 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen Lindscheid wurden 30 Liter gemessen, im Schnitt sind es 69 Liter. In der Kläranlage Solingen Burg lag der Wert bei 25 Liter, im Mittel sind es 67 Liter. In der Wuppertaler Kläranlage Buchenhofen fielen 27 Liter Regen, 72 Liter sind es dort durchschnittlich.

Am meisten Niederschlag fiel in Kierspe an der Eickener Mühle mit 36 Litern. Am wenigsten Regen wurde an der Station Güldenwerth in Remscheid gemessen, und zwar 21 Liter. Am stärksten regnete es am 27. April. An der Bever-Talsperre waren es elf Liter, in der Kläranlage Buchenhofen sechs Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre und in Solingen Burg konnten sieben Liter verzeichnet werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt heraus, dass mit April nun der 13. Monat in Folge wärmer war als im Durchschnitt. Seit 1881 seien noch nicht so viele Monate hintereinander zu warm gewesen. Eine Tabelle mit den Niederschlagsdaten finden Sie auf unserer Homepage: http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_niederschlag_april_2019.html

Vom Ei zum Küken, oder: Wenn Vögel brüten

Foto: Hans Kadereit. In der Natur-Schule Grund in Remscheid beginnt die Kükensaison. In den kommenden Wochen gibt es zwei Möglichkeiten für interessierte Erwachsene und für Familien mit Kindern ab ca. 5 Jahren, frischgeschlüpfte Hühnerküken hautnah zu erleben und viel über die Vorgänge im Ei zu erfahren.
  • Samstag, 11. Mai, 16.30 Uhr: Vom Ei zum Küken - Wenn Vögel brüten
  • Samstag, 18. Mai, 16.30 Uhr: Vom Ei zum Küken - Wenn Vögel brüten
Die Familienaktion zum Thema "Vom Ei zu Küken" findet wie immer zweimal statt.Frisch geschlüpfte Küken hautnah erleben, das ist ein unvergessliches Erlebnis für Kinder, Eltern, Großeltern und jeden Menschen, der sich für die Natur interessiert, oft aber verbunden mit vielen Fragen:
Warum singen Vögel? Wo brüten Vögel? Was geschieht eigentlich im Ei? Wie sehen die Eltern der Küken aus? Was frisst ein Küken und wie wächst es auf?
Diese und viele andere Fragen beantwortet die Natur-Schule Grund kindgerecht in den beiden Familienangeboten, bei denen es möglich ist, hautnah Kontakt zu frischgeschlüpften Hühnerküken zu bekommen. Die Angebote richten sich an Familien mit Kindern ab ca. 5 Jahren sowie an interessierte Einzelpersonen und dauern ca. 2 Stunden; die Kosten betragen sieben € für Erwachsene und 3,50 € für Kinder bis 15 Jahre. Familien mit mehr als einem eigenen Kind erhalten einen Familienrabatt.
Veranstaltungsort ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail. info@natur-schule-grund.de.

Leibniz-Gymnasiasten besuchten Presov

Nach der Anreise mit dem Flugzeug von Dortmund nach Krakau und einer anschließenden 3,5-stündigen Busfahrt erreichten wir die Partnerstadt Prešov  um 23.45 Uhr. Der erste Tag in der Slowakei war erlebnisreich und spannend. Das begann mit einer herzlichen Begrüßung in unserer Partnerschule. Dort erhielten wir zunächst einen kurzen Einblick in das slowakische Schulsystem. Im Museum Solivar hatten wir sodann interessante Führung mit Informationen über die früheren Methoden der Salzgewinnung. In der Innenstadt von Prešov folgte danach eine Geocaching-Tour entlang vieler alter und schöne Kirchen sowie fröhlich-bunter Häuser. Dort hatten wir auch genug Zeit, um uns umzusehen, zu shoppen oder einen Kaffee zu trinken. Mit dem Bus ging es am Nachmittag zum Kalvarienberg, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Insgesamt war der erste Tag schon sehr beeindruckend und wir freuen uns auf weitere schöne Tage. (Lilly Stuppmann, Q1)

Am zweiten Tag fuhren wir in die Nähe der polnischen Grenze zur mittelalterlichen Burg in Stará L´ubovňa. Eine Burgführerin stellte uns die Anlage anschaulich und informativ vor und erzählte uns viel über das Mittelalter und das damalige Burgleben. Anschließend besuchten wir das benachbarte Freilichtmuseum, wo uns das Leben als Bauer im Mittelalter beispielhaft gezeigt wurde. Ein Erlebnis war auch das gemeinsame Essen mit unseren slowakischen Freunden in einem altertümlichen Restaurant. (Linda Mosbach und Melissa Ulrich, beide 9a)

Am dritten  Tag lernten wir die Hohe Tatra kennen. Bevor wir eine 4,5 Kilometer lange Wanderung machten, besuchten wir die Illusionsgalerie „Tricklandia“ in Starý Smokovec (viele lustige Fotos). Vor der Wanderung lernten wir das slowakische Schulsystem näher kennen (neun Jahre Grundschule, bei der man aber in der fünften Klasse auf das Gymnasium wechseln kann für weitere acht Jahre). Auf unserer Wanderung mit vielen schönen Natureindrücke führte hinauf zu einem Berg (Mittagessen) und zurüvk mit Blick auf den Bergsee „Popradské ples“. Ein Zug brachte uns dann nach Štrbské Pleso, um einige Souvenirs zu kaufen und den nahen gleichnamigen See zu besichtigen. Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag. (Paula Kurth, Paula Welke und Nina vom Brocke,alle 7b)

An unserem letzten Tag, an dem wir alle zusammen unterwegs waren, empfing uns im Rathaus der stellvertretende Bürgermeister von Prešov. Er hat uns viel über die Historie und die Ziele der Stadt erzählt, und wir haben eine interessante Führung durch das schöne und große Rathaus bekommen. Danach fuhren wir in unserem Reisebus zu der Jasov-Höhle im Nationalpark Slovenský kras. Es war sehr kalt dort, aber trotzdem wunderschön. Wir zwängen uns durch enge Steingänge und sind mehrere Meter tief in die Höhle gegangen – ein Erlebnis! In der zweitgrößten Stadt der Slowakei, Košice, haben wir sodann den größten Dom der Slowakei, den „Heiligen Dom der Elisabeth“ besichtigt. Am Abend feierten wir Abschiedsfeier in einer Bowlinghalle. Es war ein sehr lustiger Abend, und wir freuen uns schon alle sehr auf das Wochenende bei unseren Gastfamilien. (Marie Christ, EF)

Das Wochenende war für Programme der Familien reserviert. Es wurden weitere Ausflüge gemacht, z.B. zur weltbekannten Zipser Burg oder zum Floßfahren auf dem Dunajec, dem Grenzfluss zwischen der Slowakei und Polen. Der Montag begann mit einem gemeinsamen Resümee sowie einem Gespräch mit dem Schulleiter, bevor dann gegen 9.30 Uhr die rund neunstündige Rückfahrt begann. (Klaus Fey)

Mitmachen bei der Stunde der Gartenvögel

Nach der Wintervogelzählung des Naturschutzbundes Deutschland ( Nabu) folgt am 10., 11. und 12. Mai traditionsgemäß die Sommerinventur. Bis zum 20. Mai kann jeder Naturfreund beim Nabu seine Zählergebnisse abgeben - am einfachsten per Mail. Gezählt wird eine Stunde lang, egal zu welcher Tageszeit, die im Moment gesehene oder gehörte Vogelart notiert. Also - ich sehe drei Amseln und später zwei Amseln. Dann werden nur die drei gleichzeitig gesehenen Amseln notiert. Es ist wichtig, der Naturschutzorganisation mit ihrer großen Lobby mit diesen Daten zu helfen, um damit eine wertvolle, größere Bestandsaufnahme zu ermöglichen. 

Aufwertung der Werkzeugtrasse mit Landesmitteln?

Zur heutigen Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses haben die Fraktionen und Gruppen von SPD, Grünen, FDP und W.i.R. den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „ein Konzept zur Verbesserung und zur Aufwertung der gesamten Trasse des Werkzeugs erstellen, damit das Engagement von Vereinen und Organisationen unterstützen sowie Fördermittel im Zuge der Landesförderung für die Gestaltung von Heimat beantragen“. Das Konzept soll unter externer Begleitung erarbeitet werden, verbunden mit einem Bürgerforum.  

In der Sitzung der Bezirksvertretung Alt Remscheid am 13. Februar war die Verwaltung beauftragt worden, ein Konzept vorzulegen, wie der Eingangsbereich der Trasse des Werkzeugs in Hasten, unter Einbezug des Rahmenplans Hasten, verbessert werden könne. Das reicht den Antragstellern nicht: „Wir möchten nun, dass in diesem Zusammenhang der Zustand der gesamten Trasse und auch der anderen Eingangsbereiche – Hauptbahnhof und Honsberg – betrachtet und im Konzept entwickelt werden. Das Land NRW wird bis 2022 über fünf Elemente der Heimat-Förderung 100 Millionen Euro für die Gestaltung von Heimat zur Verfügung stellen. In den verschiedenen Förderprogrammen werden genau solche Projekte, welche Heimatverbundenheit ausstrahlen, gefördert. Diese können auch von Stadtverwaltungen und nicht nur von Vereinen gestellt werden.“

Mahnende Schülerstimmen beim Arbeitnehmerempfang

Uli Spohrmann und Ariana Böker. Fotoi: Lothar KaiserKundgebung zum 1. Mai in den Schatten gestellt“, titelte der Waterbölles am 22. März, Nachdem rund 800 Schülerinnen und Schüler von Gertrud-Bäumer-Gymnasium(GBG), Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA), Albert-Einstein-Gesamtschule, Käthe-Kollwitz-Berufskolleg und Sophie-Scholl-Gesamtschule auf dem Rathausplatz gegen den Klimawandel und für Klima- und Umweltschutz demonstriert hatten. Damit war „Fridays for Future' in Remscheid angekommen. “So viel Herzblut, Energie und Engagement wäre auch manchem haupt- und ehrenamtlichen Politiker gelegentlich zu wünschen“, kommentierte der Waterbölles damals. Zumal die Mitglieder des Remscheider Stadtrates dieser Kundgebung in deutlicher Mehrheit ferngeblieben waren. Das hinderte einige Kommunalpolitiker aber nicht daran, die engagierten Jugendlichen schon kurze Zeit später verbal so herzlich zu umarmen, dass man Angst bekommen könnte, diesen könne die Luft zum Atmen ausgehen. Irrtum, wie sich beim gestrigen Arbeitnehmerempfang im Rathaus zeigte. Als Vertreter der Remscheider Gruppe von „Fridays for future" hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz dazu Christina Pelkmann (Gertrud-Bäumer-Gymnasium), Seyda Sahan (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium), Daniel Pilz (Röntgen-Gymnasium) und Lidia Morante-Maldonado (Käthe-Kollwitz-Berufskolleg) eingeladen. Und sie nutzten die Gelegenheit, erneut mahnend ihre Stimme zu erheben, so wie der OB sich das gewünscht hatte. Lidia Morante-Maldonado wiederholte dabei ihren Rap von der Demo im März (siehe das damalige Video). Eine Art Warmlaufen für die heutige Maikundgebung, an der die vier Jugendlichen ebenfalls teilnehmen werden.

Christina Pelkmann (G.-Bäumer-Gymnasium).

Seyda Sahan (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium).

Daniel Pilz (Röntgen-Gymnasium).

Peter Lange, Vorsitzender des DGB Remscheid.

„Ich bin stolz bin stolz auf die jungen Menschen, die sich auch in Remscheid im Rahmen der Initiative „Fridays for Future" für unsere Zukunft einsetzen“, sagte Mast-Weisz gestern. „Es sind engagierte junge Leute, die sich auch Gedanken darüber machen, was sie selbst tun können, um zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Entwicklung beizutragen. Sie haben unser aller Unterstützung verdient!“

Nach der musikalischen Einstimmung durch Ariane Böker (Violine) und Ulli Spohrmann (Gitarre) hatte der OB seine Begrüßungsrede mit der Erinnerung an die Gedenkstätten in Verdun und an der französischen Atlantikküste eröffnet, die er in Urlauben besucht hatte. „Millionen von Soldaten sind hier in mörderischen Kriegen zu Tode gekommen. Diese Orte sind nicht nur Gedenkstätten, sondern auch Orte der Mahnung. Sie sind Orte, die uns dazu auffordern, uns für ein geeintes Europa einzusetzen!“

Beim jüngsten Besuch in den englischen Partnerstädten sei der Brexit ein zentrales Thema gewesen, fuhr der Oberbürgermeister fort. „Viele bedauern diese Entwicklung und hoffen auf ein zweites Referendum. Nicht nur der Brexit ist eine Entwicklung, die der Idee des geeinten Europas widerspricht. Wir erleben überall ein Erstarken nationalistischer Kräfte in europäischen Staaten. Aber auch wir erleben hier das immer unverschämtere Auftreten von Rechts-Extremisten, Reichsbürgern, Identitären. In unseren Parlamenten sitzt mit der AFD eine Partei, die Angst schürt, die die Grundfeste unserer Demokratie, Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit-in Frage stellt. Die wollen einen anderen Staat, einen Staat ohne Meinungsfreiheit, einen Staat, der die Pressefreiheit untergräbt, ihre politischen Mittel sind Hetze und Spaltung. Ich sage, wir hier sagen aber Nein zu jeder Form von Hetze gegen Menschen anderen Glaubens, anderer Herkunft, anderer Lebensplanung!“

In dieser Woche habe er gelesen, dass die demokratischen Parteien viel an Zustimmung verloren hätten. „Warum? Weil viele Menschen den Eindruck haben, dass sich ‚die da oben‘, diese Parteien sich nicht um die wichtigsten Belange kümmern. Die Menschen erwarten Antworten auf dringende Fragen. Die Antwort darauf, welche Auswirkung eine von der Digitalisierung geprägten Welt für Beschäftigung, für den Arbeitsmarkt hat. Wie eine sichere und ausreichende Rente aussieht, wie eine gute und finanzierbare Pflege, ein Gesundheitssystem ohne wochenlange Wartezeiten, berufliche Perspektiven für diejenigen, die zum Teil schon lange Arbeit suchen, wie Politik der Angst vor sozialem Absturz begegnet. Was tun die demokratischen Parteien gegen die weiter wachsende Schere zwischen arm und reich, was dagegen, dass in unserer Stadt jedes 5. Kind in armen Familien lebt? Heute leben zehn Prozent der Remscheiderinnen und Remscheider ausschließlich oder zumindest anteilig von Transferleistungen. Das ist nicht nur eine finanzielle Herausforderung für die Stadt. Es ist vor allem eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, angemessener Teilhabe und kann jederzeit Sprengstoff für ein Gemeinwesen sein. Mein dringender Appell an alle, die hier, im Land und im Bund politische Verantwortung tragen: Hören Sie den Menschen zu, nehmen Sie sich derer Sorgen an! Und bieten Sie ihnen nicht nur einfache Antworten um den Preis des Populismus willen, wie es manche derzeit tun. Zeigen Sie ihnen, dass Politik keine closed-shop-Veranstaltung ist, kein Selbstzweck!“

In den vergangenen Wochen habe in Remscheid das Thema „Gewerbegebiete“ im Mittelpunkt von Diskussionen gestanden, fuhr der OB fort. „Unsere Unternehmen brauchen sie und fragen sie nach. Es ist unsere Aufgabe, das als Stadt sehr ernst zu nehmen. Es ist unsere Aufgabe, unseren Unternehmen hier Perspektiven zu geben und einen Beitrag zu leisten für ausreichende, gute und tariflich abgesicherte Arbeitsplätze!“ Daher setze er sich für neue Gewerbegebiete ein. „Wir werden dabei darauf achten, dass dies so umweltschonend wie eben möglich geschieht, dass Verkehrssicherheitsbelange vernünftig und verantwortlich gelöst werden!“ Wer sich gegen diese benötigten Flächen stelle, riskiere, dass Unternehmen vor Ort keine Perspektiven mehr sähen und abwanderten. „Ich will aber, dass die Arbeitsplätze in unserer Stadt bleiben, ich will, dass die Remscheiderinnen und Remscheider hier eine gute Zukunft haben. Wir müssen, wollen und werden alles dafür tun, dass alle Remscheiderinnen und Remscheider hier eine gute Zukunft haben. Lasst uns das gemeinschaftlich, mutig und optimistisch anpacken Das hat unsere Stadt, auf die wir stolz sein dürfen, mehr als verdient!“ Und abschließend noch ein Appell zur Europa-Wahl am 26. Mai: „Geht wählen!  Lasst uns den Nationalisten, Rechtsextremisten und Europagegnern zeigen, wir sind Remscheid - wir sind Europa!“

Buchsbaumzünsler auch in Remscheid unterwegs

Der Buchsbaumzünsler hat Remscheid erreicht, wie die Natur-Schule Grund aufgrund eigener Betroffenheit mitteilt. Waren im vergangenen Jahr einzelne Falter (Foto rechts) tagsüber und auch beim Lichtfang zu sehen, so sind jetzt zahlreiche Buchsbäume in den Gärten von den Zünslerraupen befallen. Die dabei typischerweise zunächst an den zusammen gesponnenen Triebspitzen erkannt werden können. In den so erstellten Netzen halten sich die Raupen versteckt (links). Die Falter können in guten Jahren in unserem Raum bis zu drei Generationen erzeugen, d.h., der Buchsbaum muss während des Sommers immer wieder beobachtet werden, ob ein neuer Befall droht. Für die Falter gibt es Pheromon-Fallen, doch sind diese nur zum Nachweis geeignet, nicht aber zur Bekämpfung.

Wer seinen Buchsbaum retten möchte, sollte auf Gift verzichten und die Raupen von Hand absuchen. In der Natur-Schule Grund werden die abgesammelten Raupen an die Hühner verfüttert, ansonsten sollten sie sinnvollerweise in einem Eimer gesammelt und mit kochendem Wasser übergossen, also schnell abgetötet werden. Oder man überlässt ihnen den Buchsbaum, der dann allerdings in den Bergischen Gärten aussterben dürfte. Wer kann, schneidet seine Buchsbäume jetzt auch schon zuirück (das sollte bis spätestens im August geschehen). Weitere Bekämpfungsmethoden:

  • Sprühen der befallenen Pflanzen mit einem "biologischen" Schädlingsbekämpfungsmittel auf der Basis von Bazillus thuringiensis, das allerdings negativ auf alle Schmetterlingsraupen wirkt. Deshalb bitte gezielt den Buchs besprühen, dort sind andere Falterraupen eher nicht zu erwarten.
  • Die TechnikfreundInnen können Buchsbäume auch mit dem Hochdruckreiniger vom Befall "befreien", ohne dass der Strauch dabei zuviele Blätter verlieren darf.
  • Kleinere Einzelpflanzen können an einem sonnigen Tag mit einer schwarzen Kunststoff-Tüte umhüllt werden. Dann erwärmt sich die in der Tüte befindliche Luft in der Sonne und tötet die Raupen ab. Abends die Tüte wieder entfernen.

Energieautark durch neue BHKW-Module

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Wupperverband setzt sich seit Jahren für regenerative Energie ein und arbeitet kontinuierlich daran, Verbesserungen zu erzielen. Den Tag der erneuerbaren Energien am 27. April nimmt er zum Anlass, um über ein aktuelles Projekt zu berichten:

In der Kläranlage Kohlfurth ersetzt der Wupperverband zurzeit Blockheizkraftwerkmodule. Das bisherige Blockheizkraftwerk (BHKW) war in die Jahre gekommen – es war bereits 20 Jahre lang in Betrieb. Die alte Anlage bestand aus drei Modulen, in 2011 wurde ein leistungsfähiges Aggregat hinzugefügt, das in Sachen Effizienz einen großen Sprung nach vorne bedeutete. Gestiegene Anforderungen an die Abgasemission erfordern nun die Erneuerung auch der drei alten Module. Künftig kommen Modelle mit Katalysator zum Einsatz. Auch sind die Module mit Schallschutzhauben ausgestattet, so dass sie leiser sind als die vorherigen Modelle. Zudem werden künftig nur noch zwei, dafür aber effizientere Module am Standort installiert. Sie erzeugen vergleichsweise mehr elektrische Energie als Wärmeenergie. Diese kann auf der Anlage flexibler eingesetzt werden. Aber auch Wärmeenergie wird auf der Anlage benötigt, denn damit werden Faulbehälter und Betriebsgebäude beheizt.

Durch die neuen Module wird gesichert, dass die Kläranlage Kohlfurth weiterhin energieautark bleibt. Es wird eine Stromerzeugung von 3,4 Mio. Kilowattstunden pro Jahr erwartet. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von rund 760 Vier-Personen-Haushalten. Im Mai soll der Einbau der beiden neuen Module starten. Der alte Kamin wurde bereits demontiert, ein neuer Kamin wird im Juni errichtet. Dann folgen die Montage mit Verlegung von Kabeltrassen sowie der Einbau der Maschinen- und Elektrotechnik. Vor dem tatsächlichen Start werden eine Test- und Probephase sowie Emissionsmessungen durchgeführt. Die Gesamtarbeiten werden voraussichtlich Ende Juli 2019 abgeschlossen sein. Die Projektkosten liegen bei rund 1,4 Mio. Euro.

Das neue BHKW ist ein Baustein im Energiemanagementkonzept des Wupperverbandes. Der Verband erzeugt Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Er betreibt u.a. sieben Wasserkraftanlagen, acht BHKW und eine Dampfturbine. Zum Betrieb seiner Anlagen, allen voran der Kläranlagen, benötigt der Wupperverband pro Jahr rund 40 Mio. Kilowattstunden Strom. Die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in den eigenen Anlagen liegt bei rund 35 Mio. Kilowattstunden. Langfristig will der Verband rechnerisch mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, als er selbst verbraucht.

Gefleckte Sänger treffen sich auf der Drosselwiese

Schon seit einigen Jahren beobachte ich das Vorkommen der größten Drossel, der Misteldrossel (Fopto rechts), auf der Wiese im Forstgut Hasenclever auf Ehringhausen. Sie ist bräunlich, beige-dunkel gefleckt von Schnabel bis Schwanz und ist mit ihrem traurig klingenden, kurzstrophigen Lied weithin zu hören. Oft gesellt sich die etwa halb so große Singdrossel hinzu, auch sie auf Futtersuche in den von Wildschweinen aufgeworfenen Grassoden. Auch die Singdrossel ist ähnlich gesprenkelt gefleckt. Auf der Wiese sind nun seit etwa einer Woche der Singdrossel ähnliche, aber kleinere, am Bauch hellbeige Vögel zu sehen. Ihr Lied hat mir ihre Art verraten: Es sind von mir an dieser Stelle noch nie gesehene Baumpieper (Foto links). Ihre Besonderheit ist ein Steigflug mit anschließendem "Absturz", der mit lautem "ZiäZiäZiä" verbunden ist.

Sparen mit dem eigenen Kaffeebecher

Pressemitteilung der Tannenhof Menü GmbH

Drei Milliarden Kaffeebecher verbrauchen die Deutschen pro Jahr, schätzt das Bundesumweltministerium. Auch in der Mitarbeiter-Cafeteria der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid kennt man dieses Problem. Die verschiedenen Kaffeespezialitäten zählen zu den Verkaufsschlagern im breit aufgestellten Angebot. Und die Vielzahl der Kunden greift hier auf Einwegbecher zurück. Darum war es nun an der Zeit, der Umweltverschmutzung den Kampf anzusagen: Kunden, die den Kaffee in ihre eigene Porzellantasse oder einen To-Go-Becher einfüllen, genießen ihren Kaffee gewohnt günstig. Wer zur Einwegvariante greift, zahlt ab sofort 30 Cent mehr.

Jeder Kaffeebecher zählt, so der Gedanke, der hinter der neuen Preispolitik steht. „Wir möchten unsere Kunden animieren, auf umweltfreundlichere Alternativen zurückzugreifen. Natürlich hilft da auch ein finanzieller Anreiz“, erklärt der neue Küchenchef Marc Bergander. „Jeder Einzelne kann seinen Beitrag in Sachen Umweltschutz leisten und wenn man dann auch noch Geld spart, hat man natürlich doppelten Grund zur Freude.“ Jeder Kunde, der ab sofort den Kaffee direkt in seine eigene Porzellantasse oder einen To-Go-Becher einfüllt, erhält den Rabatt unmittelbar an der Kasse. Kunden, die weiterhin zur Plastikvariante greifen, zahlen 30 Cent mehr.

Und auch für alle, die gerade keinen Mehrwegbecher zur Hand haben, gibt es eine Lösung: Für vier Euro können eigens hierfür produzierte To-Go-Becher in der Mitarbeiter-Cafeteria der Stiftung Tannenhof erworben werden. „Zwei Euro werden von der Stiftung finanziert“, ergänzt Dietmar Volk, Kaufmännischer Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof. „Im Einkauf kosten uns die Becher tatsächlich sechs Euro. Aber auch wir als Stiftung möchten einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein gutes Vorbild sein.“ Daher sei es nicht nur selbstverständlich, die Becher zum Einkaufspreis zu verkaufen, sondern auch noch einen Teil der Kosten für die Käufer zu subventionieren.

Der Kauf eines wiederverwendbaren Kaffeebechers der Stiftung hat übrigens einen weiteren Vorteil: Die erste Befüllung mit einer Kaffeespezialität ist gratis. Die in der Mitarbeiter-Cafeteria zum Verkauf angebotenen Becher sind frei von schädlichem synthetischem Material, spülmaschinengeeignet und natürlich wiederverwendbar.

Die TBR sorgen in der Stadt für Blütenpracht

Presseimitteilung der Stadt Remscheid

Eine herrliche Blütenpracht auf öffentlichen Flächen belohnt zurzeit die Mühen der Mitarbeitenden der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Sie haben überall im Stadtgebiet fleißig Blumenzwiebeln gesetzt. Und damit nicht genug: Sind sie verblüht, warten bereits ausgesäte Sommerblumen darauf, den Tulpen und Narzissen den Rang abzulaufen.

 Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Remscheider Bevölkerung bestärken die Kollegen des TBR-Grünflächenbereiches darin, auch im nächsten Jahr für diesen schönen und bunten Anblick zu sorgen. Ein kleines, aber wichtiges Anliegen geben sie noch mit auf den Weg: Sie bitten darum, die Blumen nicht abzuschneiden. Und Zigarettenkippen, die Autofahrer gedankenlos aus dem Fenster schnippen, schädigen nicht nur die Blumen und verschmutzen ganz allgemein die Umwelt. Sie können auch Brände auslösen.

Tipp: Zwar sind den TBR die Tütchen mit Blumensamen ausgegangen, die es anlässlich des Sonntags in Orange im Juni 2018 gegeben hat. Dafür hält die Untere Landschaftsbehörde im Ämterhaus am Friedrich-Ebert-Platz selbst geerntete Samen von bergischen Naturwiesen für Interessierte bereit!

Lebenshilfe modernisiert Fuhrpark ernergiesparend

Die Lebenshilfe Remscheid e.V., Jahr 1962 aus einer Elterninitiative heraus gegründet, gehört heute zu den größten Arbeitgebern in Remscheid: Ihre rund 400 hauptamtlichen Mitarbeiter/innen betreuen in den verschiedenen Einrichtungen insgesamt 800 geistig, körperlich oder psychisch behinderte Menschen.  Rund 530 davon haben bei der eigenständigen Ortsvereinigung, die der Bundesvereinigung Lebenshilfe und Lebenshilfe NRW angeschlossen ist, selbst einen betreuten Arbeitsplatz gefunden; 250 in Produktion, Wäscherei, Küche, Berufsbildungsbereich am Thüringsberg, 100 in Produktion und Schlosserei am Tenter Weg und 100 in Druckerei, Schreinerei, Aktenvernichtung, Produktion, Gärtner und  Berufsbildungsbereich des Lesota-Werks, Am Weidenbroich. Auch eine Frühförderstelle für frühkindliche Entwicklungshilfen von Geburt an, zwei inklusive Kindertagesstätten (am Fuchsweg bzw. Hagedornweg) mit insgesamt sieben Gruppen, eine vollstationäre Wohnanlage mit 54 Wohnplätzen für schwerstmehrfach-behinderte Menschen sowie eine Wohnstätte mit neun Wohngruppen für insgesamt 99 Bewohner/innen gehören zur Lebenshilfe Remscheid. Hinzu kommen Serviceangebote wie Betreutes Wohnen, ambulante Alltagshilfen und Begleitdienste und flexible Erziehungshilfen sowie die Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle „KoKoBe“.

All dies ließe sich ohne einen eigenen Fuhrpark nicht verwirklichen. Der umfasst rund 35 Fahrzeuge, darunter Busse, Lkw, Rollstuhl-Transporter und Pkw. Auf die drei Kleinwagen, die gestern im Mittelpunkt einer Pressekonferenz der Lebenshilfe Remscheid standen, hatte Geschäftsführer Jerrit Bennert ein Jahr lang warten müssen. So lange war die Lieferfrist für die beiden zweisitzigen und einen viersitzigen Smart mit Elektroantrieb. Sie sollen künftig für Kurzstrecken eingesetzt werden, etwa für Arztbesuche, Kundenbetreuung und Fahrten zwischen den verschiedenen Standorten der Lebenshilfe.

Die Idee, drei ältere firmeneigene Pkw durch Elektroautos zu ersetzen, ist nicht neu: Im Januar 2017 hatte die Lebenshilfe Remscheid e.V. einen externen Berater mit einen DIN-Gutachten zur Energieeinsparung beauftragt. Daraus ergaben sich dann ganz unterschiedliche Maßnahmen: Mitarbeitersensibilisierung, eine LED-Notbeleuchtung und der Austausch von Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten. Jerrit Bennert: „Dadurch konnte der Energieverbrauch um jährlich 102.205 kWh gesenkt werden. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 53 Tonnen im Jahr.“

Beschlossen wurde 2017 ferner, auch den Fuhrpark energiesparend zu modernisieren. Das führte dazu, dass 2018 über Leasing-Verträge die drei E-Smarts bestellt wurden (der Kaufpreis je Wagen hätte bei 23.000 Euro gelegen). Die nunmehr eingetroffenen Kleinwagen mit Automatik („Die Parkplatzsuche ist mit den wendigen Autos kein Problem“, versicherte gestern Markus Fuchs, Leiter des Geschäftsbereichs Wohnen der Lebenshilfe) werden von den Mitarbeiter/innen gerne gefahren. Und die Batterien der Wagen aufzuladen, ist mit Hilfe der beiden am Thüringsberg installierten so genannten Wallboxen auch keine Wissenschaft. Bei deren Installation waren die Untere Denkmalschutzbehörde und die EWR auf unterschiedliche Weise hilfreich. Beim neuen Vertrag über die Belieferung mit Öko-Strom kam die EWR den gemeinnützigen Träger preislich entgegen, so dass sich für die drei Neuwagen eine jährlich Energieeinsparung von 1.350 Euro ergibt.

Apropos E-Mobilität: Seit diesem Jahr bietet die Lebenshilfe ihren Mitarbeiter/Innen beim Kauf eines (Elektro-)Fahrrades einen finanziellen Anreiz, um sie zu motivieren, hin und wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen und so einen eigenen Betrag zum Klimaschutz zu leisten. Und apropos weiter Stromsparen: Im Mai sollen an den Häusern Thüringsberg 7 und 9 ca. 40 Dachfenster erneuert werden, um dort den Stromverbrauch zu senken und das Raumklima zu verbessern.

Neue Ideen hat die Lebenshilfe auch in ihrem Produktionsbereich umgesetzt: Aus der reinen Aktenvernichtung wurde bei der Lebenshilfe aus alten Ordnern ein „Upcycling-Produkt“ – neue Kladden mit Umweltpapier in zweierlei Größe, von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen e. V. in der Kategorie „exellentarbeit“  als nachhaltige Artikel mit neuen Funktion bewertet wurden. Idee Nr. 2: 80 Prozent der Holzreste, die in der betriebseigenen Schreinerei anfallen, werden  inzwischen zu so genannten Kalumets (Anzünder als Holz) oder Holzpellets verarbeitet und wie die „Upcycling-Kladden“ vermarktet, versehen mit den Namen (oder anderen Aufdrucken) der Besteller.