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Alter Wasserturm braucht Aussichtsplattform

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 12. August hat die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge prüfen, ob der Wasserturm an der Intzestraße für eine sinnvolle Freizeitnutzung erschlossen, neugestaltet und als Aussichtsplattform zugänglich gemacht könne. Nachfolgend einige ergänzende Vorschläge aus dem Antrag:

  • Der Wasserturm wird um eine Aussichtsplattform ergänzt, die von Besuchern erstiegen werden kann.
  • Der Wasserturm wird auch über die neu geplante Stichstraße (Intzestraße – Lenneper Straße) erschlossen.
  • Der Tank des Wasserturms wird hinsichtlich einer Nutzung als Event- oder Ausstellungsfläche geprüft.
  • Andere Wassertürme in Remscheid werden hinsichtlich ihrer Nachnutzbarkeit geprüft.

In der Begründung heißt es: „In der aktuellen Phase der Planung und dem Bau der Stichstraße von der Intzestraße zur Lenneper Straße bietet sich eine einmalige Gelegenheit für die Nach- und Neunutzung eines Kleinods des Südbezirks. Denn der bestehende alte Wasserturm kann durch eine kluge Nach- und Neunutzung einen wichtigen Impuls für die Attraktivitätssteigerung des Südbezirks liefern. In seiner ursprünglichen Form wird der o.g. Wasserturm aktuell nicht mehr genutzt. Seine Technik dient nur noch zum Druckausgleich im Wassernetz.“ Es wäre zu schade, die exponierte Lage dieses Wahrzeichen des Südbezirks mit seiner eindrucksvollen Architektur nicht für die Naherholung der Remscheiderinnen und Remscheider zu nutzen.

„Eine Aussichtsfläche zu installieren sei technisch möglich. Von dort hätte mein einen wunderbaren Ausblick über den Remscheider Süden hinaus. Neben dem neugestalteten Kuckucks würde man eine weitere Attraktion für den Stadtteil und seine Besucher schaffen“, so die SPD in der BV Süd. „Eine Einbindung in ein Fahrradwegenetz ließe eine nachhaltige Erschließung zu. Zudem hält ein schlaues Ausnutzen der aktuell betriebenen Planungen und des Umbaus der Stichstraße den Aufwand für dieses Projekt in Grenzen.“ Auch wenn sich der Wasserturm nicht direkt im Eigentum der Stadt Remscheid befindet, ließen sich die Planungen gemeinsam mit den Stadtwerken, einer städtischen Tochter, realisieren.

Lamas für die Therapie und ein Buddha zum Meditieren

Linker Hand, von Lennep kommend Richtung Beyenburg, liegt an der Landstraße 411( Windfoche) das Anwesen der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft "Hof Sondern". In einem anheimelnden Umfeld und in landschaftlich reizvoller Umgebung werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt. Ein gut sortierter Bio - Hofladen lädt ein zum Kauf von ausgesuchten Lebensmitteln. Der Erlös kommt  "Hof Sondern" zugute.

Das Areal ist ein meditativer Ort, an dem auch eine Buddha-Figur ihren Platz in einem Seerosenteich hat. In einem Gehege bewegen sich Lamas träge und beäugen die Besucher. Zeitweilig sind sie Teil der Therapie. Gerade ist  Fütterungszeit, und das Lama-Duo wartet darauf, dass die die Pflegerin die Türe zur "Mahlzeit" öffnen.

300 Alltagsmasken für einen guten Zweck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Solidarität in der Behörde – wegen der Bearbeitung der Anzeigen und Anträge zur Kurzarbeit sind die Arbeitsagenturen derzeit stark gefordert. Trotz oder gerade wegen dieser besonderen Situation sind fünf Mitarbeiterinnen der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal auf die Idee gekommen, ihre Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien mit selbstgenähten Alltagsmasken zu versorgen und den Erlös für einen guten Zweck zu spenden. Die Mund-und-Nasenmasken wurden für sechs Euro pro Stück verkauft. Dieses Angebot wurde im Kollegenkreis dankbar genutzt und war ein voller Erfolg.

Insgesamt sind mehr als 1.800 Euro zusammengekommen. Diese Gesamtsumme wird nun an Institutionen in Remscheid, Solingen und Wuppertal verteilt, die in dieser schwierigen Zeit eine wichtige Funktion einnehmen. Über jeweils 600 Euro freuen sich die Remscheider Tafel e. V., die Tafel Solingen e.V. und die Wuppertaler Tafel e.V. „Besondere Zeiten ermöglichen außergewöhnliche Aktionen. Das zeigt sich bei dieser Aktion, aber auch grundsätzlich beim Einsatz und Engagement meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Krisenzeit. Dafür bin ich zugleich dankbar und stolz,“ freut sich Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. (Kerstin Dette)

Krokodile und Drachen in der Natur entdecken

Kreativ im Wald

Im Rahmen ihrer Naturerlebnis-Tipps für Kinder und Eltern im Corona-Lockdown empfiehlt Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund, im Wald auch die Phantasie walten zu lassen: Nicht nur Wolkenbilder können die Phantasie anregen. Richtet beim nächsten Waldspaziergang doch mal den Blick auf den Boden und lasst der Kreativität freien Lauf. Fichtenrinde z.B. ähnelt den Schuppen eines Krokodils, ein gelöstes Stück Rinde einer Art Augenbraue und die Abbruchstelle eines Zweiges einem Auge. Ein leeres Schneckenhaus als Auge und die Illusion ist (fast) perfekt.

Die glatte Rückseite mit ihrem dünnen Fortsatz wird, bestückt mit kleinen Steinchen im „Schnabel“, zum Archaeopteryx. Die kleinen Basteleien können immer wieder mit neuen Fundstücken aus der Natur variiert werden.Man kann sie zur Freude für den nächsten Wanderer gut sichtbar im Wald lassen oder zuhause zusammenkleben. Fichtenzapfen, Vogelfedern, Stöckchen, Bucheckern, Eichelhütchen, ...es gibt genug Material.

Aber Obacht: die Natur niemals verletzen, nichts abzupfen, nur aufheben und immer kontrollieren, ob Rinde und Schneckenhaus auch wirklich unbewohnt sind!

"Skywalk" in der Brücke für Fußgänger und Radfahrer?

In „Haus Müngsten“ erläuterten heute die Oberbürgermeister von Solingen und Remscheid, Burkhard Mast-Weisz und Tim Kurzbach, zusammen mit den SPD-Fraktionsvorsitzenden beider Städte, Wolf (MdL) und Klaus Jürgen Reese, sowie Gerd Münnekehoff als Initiator den Antrag mit Ideen und Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Brückenparks, der im Oktober den Bergisch Rat beschäftigen wird. Der „Antrag der Sozialdemokratie im bergischen Städtedreieck“ enthält auch eine besondere Form der Brückenquerung („Skywalk“) auf der Plattform der Müngstener Brücke, die in rund 100 Meter Höhe unterhalb der Schienen befindet. Deshalb nahmen an der gestrigen Pressekonferenz auch Günter Gewehr (Projektleiter Müngstener Brücke) von der Deutschen Bahn AG, Produktionsplanung und -steuerung Düsseldorf, Ralf Puslat, Mitglied des Bundesvorstandes des ADFC e.V., und Bauleiter Thomas Bauersfeld, Schachtbau Nordhausen GmbH, teil. „Die … Plattform bietet die Möglichkeit, die bereits zur Regionale 2006 erwogene und bisher nicht realisierte Idee eines ‚Skywalk Müngsten‘ zu verwirklichen. Während der Sanierungsarbeiten (im vergangenen Jahr) wurde diese Plattform erneuert und an die beiden Brückenköpfe durch Behelfsbrücken angeschlossen“, so die Antragsteller.

Sollte der Antrag vom Bergische Rat angenommen werden, zielt er auf die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW). Sie soll gebeten werden, „in enger Abstimmung mit dem internationalen Projektleiter zur seriellen Welterbe-Bewerbung „Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts“ das bisherige Konzept des „Brückenpark Müngsten“ zu analysieren, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen darzustellen und neue Ideen zur Steigerung der Attraktivität des Areals für Besucher/-innen und Touristen/-innen vorzulegen, die den Park aufwerten. Zum Beispiel durch ein erweitertes gastronomisches Angebotes, aber auch durch eine verbesserte Anbindung der Bergischen Städte an den Brückenpark. Die derzeitigen Verbindungen des ÖPNV mit dem Brückenpark hätten noch Verbesserungspotentiale…

Vorgeschlagen werden ferner ein großformatiges Bild am Müngstener Brückenweg im Bereich der B229 sowie Hinweistafeln am Autobahnkreuz Sonnborn (A46, A 535 und L74). Zu einem Kostenplan der einzelnen Maßnahmen müsse allerdings auch gehören, „wie die einzelnen Maßnahmen finanziert und umgesetzt werden können“.

Die Wartungsplattform in der Müngstener Brücke unterhalb der Schienen.In der Begründung des Antrages heißt es: „Zum Bergischen Städtedreieck gehört der Brückenpark Müngsten. Seit seiner Einweihung zieht er Besucher/-innen ins Tal der Wupper. Er ist die anerkannte, räumliche Verbindung der drei Bergischen Großstädte. Kaum ein anderer Ort symbolisiert so die Bergische Identität.“ Die Regionale 2006 habe eine neue Ära für den Bereich Müngsten eingeläutert. Der Brückenpark bietet Platz zum Picknicken, Verweilen und Spielen und schafft einen traumhaften Blick von unten zur Brücke. Die Gastronomie bietet Ausflüglern, Wanderern, Mountain-Bikern und verschiedenen Veranstaltern ein einzigartiges Ambiente. Auch die Schwebefähre erfreut sich großer Beliebtheit, sie bringt die Besucher/-innen auf die andere Seite der Wupper.“ Inzwischen seien (aber) viele Jahre vergangen, ohne dass der Brückenpark nennenswert weiterentwickelt worden wäre. Der wachsende Tourismus im Bergischen Städtedreieck erfordere es, über neue Anziehungspunkte nachzudenken und sie zu schaffen.

Die Idee des „Skywalk Müngsten“auf der Wartungsplattform unterhalb des Schienenwegs wird in der Antragsbegründung ausführlich beschrieben: „Hier kann geprüft werden, ob der Ausbau zu einer Aussichtsplattform bzw. einem Sky-Walk möglich ist, was sicher für viele ein absolutes touristisches Highlight wäre und die Chance böte, aus unmittelbarer Nähe die Konstruktion und die handwerkliche Kunst des Brückenbaues zu erleben. Damit bestünde die Möglichkeit einer barrierefreien Verbindung vom Bahnhof Solingen-Schaberg über die Müngstener Brücke bis auf die Remscheider Seite mit Anschluss an die Akademie für Kulturelle Bildung und die Ortschaft Küppelstein. Der von der Akademie lang erhoffte Schienenhalt in ihrer näheren Umgebung wäre auf diese Weise machbar, zumal die Wegführung eine gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer ermöglichen würde.“

Verbessert ließen sich aber auch die Wegeverbindungen zwischen dem Park im Tal und den Anschlussstellen der Brücke auf Solinger bzw. Remscheider Seite. „Über die Brücke könnten letztendlich sogar die Solinger Korkenziehertrasse mit der Wuppertaler Nordbahntrasse und der Trasse des Werkzeugs in Remscheid verbunden werden sowie weiteren Strecken im Bergischen Land und an Rhein und Ruhr.“ Die Antragsteller fragen des Weiteren: „Warum kann der Brückenpark nicht auch Ausgangspunkt für ein sportliches Highlight des Bergischen Städtedreiecks werden? Die Austragung von regionalen, nationalen oder sogar internationalen Meisterschaften im Cross-Lauf oder von Mountain-Bike-Wettbewerben bietet sich förmlich an.“

Bald ist Halbzeit der Schmetterlingszählung des NABU

Dickkopffalter. Foto: Hans Georg Müller.Noch bis zum 15. Juli sollen Naturbeobachter deutschlandweit die gezählten und bestimmten Schmetterlinge dem NABU melden. Am Ueling , dem südlichen Stadtteil von Remscheid, komme ich der Aufforderung nach und bin erstaunt, wie wenig Arten sich mir vorstellen. Meist gesehen ist der Kohlweisling und sein Verwandter der Kleine Kohlweisling (Foto oben). Bläulinge geben sich ruhelos flatternd ein Stelldichein. Dann einmal ein Dickkopffalter (Foto rechts) - wohl der Rostfarbene? Mir fehlen leider trotz üppigem Pflanzenangebot in Gärten und Waldrand: Admiral, Kleiner Fuchs, Zitronenfalter, Aurorafalter,C.Falter, Distelfalter und das Tagpfauenauge.

Bergische Karte zielt auf mehr Touristen ab

Pressemitteilung des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. (BLTM)

Die Tourismusbranche ist der Wirtschaftszweig, der von der Corona-Krise am härtesten getroffen wurde. Um die existenzbedrohenden Umsatzeinbrüche der Tourismusbetriebe im Bergischen Städtedreieck der letzten Monate etwas abzufedern, sind nun Maßnahmen geboten, die die Gäste animieren, ihren Urlaub bei den Bergischen Drei zu verbringen. Viele Menschen haben aktuell noch keinen Urlaub für die Sommerferien gebucht, da nach wie vor eine große Verunsicherung und Unentschlossenheit bei den Gästen anhält. Während aktuell die Übernachtungen in Ferienwohnungen und -häusern boomen, da wo der Gast und seine Mitreisenden „unter sich“ sein kann, bekommen insbesondere die Hotels – trotz aller Schutzmaßnahmen – diese Verunsicherung zu spüren.

„Um die Gäste nun auch wieder in die Hotels des Bergische Städtedreiecks zu ziehen, zielt unsere Überlegung dahin, den Gästen einen weiteren Anreiz zu schaffen, sich für ihren Sommerurlaub für ein Hotel im Bergischen Städtedreieck zu entscheiden.“, so Holger Piwowar, Geschäftsführer des BLTM. Ein solcher Anreiz ist die Bergische Karte, die ihren Inhabern während des Aufenthaltes diverse Vergünstigungen bei den Mitgliederbetrieben des BLTM verschafft, so zum Beispiel einen Nachlass auf den Übernachtungspreis oder auf die Fahrradmiete, einen kostenlosen Kaffee oder Espresso im Café, einen kleinen Nachtisch nach einem Mittag- oder Abendessen, ein Nachlass auf den Eintrittspreis, einen 25-prozentigen Nachlass beim Einkauf in einem Solinger Werksverkauf und vieles mehr.

Auf der Rückseite der Bergischen-Karte befindet sich ein QR-Code, über den der Gast die aktuellen Angebote über die Internetseite der Bergischen Drei einsehen kann (www.diebergischen- drei.de/bergische-karte). „Wir bewerben die Bergische Karte bereits seit gut zwei Wochen intensiv auf den social media Kanälen im gesamten Bundesgebiet“ so Sylke Lukas, Leiterin Marketing, Social Media & Veranstaltung beim BLTM. Dazu wurden diverse Kurzfilme erstellt, die als Inspiration für die Gäste eine mögliche Reise der Bergischen Karte mit ihren rabattierten Einsatzmöglichkeiten bei den Bergischen Drei nachzeichnet. Der so zusammengefasste ca. 3,5 Minuten lange Film ist ebenfalls als Anregung für die Gäste auf der o.g. Internetseite abrufbar. Die Bergische Karte im Scheckkartenformat erhalten die Gäste daher auch nur in den Mitglieder-Hotels des BLTM kostenlos für die Dauer ihres Aufenthaltes. Um den Aufwand für die teilnehmenden Mitgliedsbetriebe möglichst gering zu halten, genügt für den Erhalt der Vergünstigung das Vorzeigen der Karte, ohne dass weitere umständliche Verfahren (z.B. Kartenlesegeräte, Stempelkarten o.ä.) eingerichtet werden mussten. Bis auf die Vergünstigung, die die Inhaberin/der Inhaber bei Vorzeigen der Karte gewährt wird, ist die Aktion für die Mitgliederbetriebe komplett kostenlos.

Notkrankenhaus Neuenkamp besser noch beibehalten?

Notkrankenhaus Neuenkamp mit 100 Betten“, titelte der Waterbölles am 3. April. Der Krisenstab der Stadt Remscheid habe es „zur Aufrechterhaltung der Behandlungskapazitäten in Remscheid“ einrichten lassen, teilte damals die Stadt Remscheid mit. Das „Notkrankenhaus“ für bis zu 100 Patienten (Foto links) diene nicht der kurativen Behandlung von Patienten, die an dem Erreger SARS-CoV-2 erkrankt sind, sondern vielmehr der vorübergehenden Versorgung krankenhauspflichtiger Patienten, bis wieder Behandlungskapazitäten in Krankenhäusern frei geworden sind.

Vielleicht wäre es ratsamer, das Notkrankenhaus in der Sporthalle Neuenkamp nicht, wie geplant, im Juli abzubauen, sondern sicherheitshalber noch einige Monate beizubehalten. Denn Christian Drosten, Chef der Virologie der Berliner Charité, hat vor einer zweiten Corona-Welle in Deutschland gewarnt. "Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht" sagte Drosten am Dienstag im NDR-Podcast. "In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten." Nach heftigen Corona-Ausbrüchen im Kreis Gütersloh hält Drosten eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus für möglich. Anzeichen für eine Rückkehr von Sars-CoV-2 sieht der Charité-Wissenschaftler. auch in Berlin.

Aktuelle Gesundheitslage: Drei Infizierte!

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Gesundheitslage hat sich verändert: Es gibt aktuell drei Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Bis heute gibt es damit insgesamt 244 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 241 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 223 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 18 sind verstorben. Es befindet sich in Remscheid kein COVID-19-Patient in stationärer Behandlung. Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Parasol, der Bolide unter den Schirmpilzen

Für heute Abend bestimmt ein Pilz für zwei Personen den Speiseplan. Unter den Rhododendren im Garten ist er in wenigen Tagen erntereif geworden. Vorgestern noch zeigte er seinen Schirm noch als Kugel; die hat sich gestern zum Parasolpilz aufgefaltet. Er gehört zu der Familie der Champignons und ist bei mir schon etwas früh erschienen. Von Juli bis zum Oktober kann man ihn üblicherweise finden. Vorsicht! es gibt eine Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Stacheling, und roh ist  auch der Parasol giftig. 15 Minuten Garzeit sollte nicht unterschritten werden. Dann aber ist er eine absolute Delikatesse mit leicht nussigen Geschmack.

Wohlriechende Linden luden einst zum Tanz ein

Die alte Dorflinde ist der Mittelpunkt des geselligen Lebens. In ihrem Schatten wird auf der Bank rund um den Stamm gesessen und der neuste Dorfklatsch verbreitet, hier wird getanzt und getrunken. Die Linde ist der Baum des Volkes. In sogenannten „Tanzlinden“ wurde der Tanzboden, zum Schutz des Baumes und der Tänzer versehen mit einem hölzernen Gerüst, direkt in das Geäst der Linde gebaut. Unter der Linde wurde Gericht gehalten, da man glaubte, unter diesem „heiligen“ Baum müsse die Wahrheit ans Licht kommen. Der Minnesänger Walther von der Vogelweide (etwa 1170 – 1230) gebraucht den Platz unter der Linde für andere Zwecke: „unter der linden, an der heide, da unser zweier bette was...“.

Linden werden etwa 30Mater hoch und können extrem alt werden, genannt werden Zahlen von über 1000 Jahren. Man sagt „Linden kommen 300 Jahre, stehen 300 Jahre und vergehen 300 Jahre“. Linden produzieren keine fäulnisresistenten Gerbstoffe und werden mit zunehmendem Alter daher häufig innen hohl. Der alternde Baum schiebt sogenannte Innenwurzeln in die Erde, mit deren Hilfe sich eine neue Krone bilden kann, während der alte Baum weiter abstirbt. Langlebigkeit entsteht so durch eine Art Verjüngungskur.

Lindenblätter haben das Aussehen eines leicht verschobenen Herzens. Sie blühen in schwach gelben, hängenden Doldentrauben, die einen intensiven, angenehmen Wohlgeruch verströmen. Dieser Duft soll die Bestäuber, hauptsächlich Honigbiene und Hummeln, anlocken. Lindenblütennektar enthält über 90% Zucker. Junge Lindenblätter eignen sich als Beigabe zu Salat oder Gemüse. Lindenblüten liefern ein zartes Aroma für Tee, Nachtisch oder süße Getränke.

Bienen produzieren so Lindenblütenhonig, nicht zu verwechseln mit Lindenhonig, den die Bienen aus dem sogenannten „Honigtau“ herstellen. Honigtau ist die immer noch stark zuckerhaltige Flüssigkeit, die die Blattläuse ausscheiden, die auf den Blattoberseiten der Linden Pflanzensaft saugen. Er ist es auch, der unter Linden geparkte Autos mit hartnäckigen, klebrigen Flecken versieht. Eine ausgewachsene Linde kann bis zu 60.000 Blüten haben. Jeder Blütenstand ist mit einem Tragblatt versehen, das zur Zeit der Fruchtreife als „Flugblatt“ dient und hilft, die Früchte mit Hilfe des Windes zu verbreiten (Anemochorie). Die Früchte gleiten in einer kreiselnden Bewegung, ähnlich wie Ahornsamen, zu Boden.

Das Holz der Linde dient Bildhauern, Schnitzern und Drechslern für ihre Arbeit. Die berühmte polnische Madonna von Tschenstochau ist auf Lindenholz gemalt. Auch Holzschuhe, Schüssel und Löffel wurden aus Lindenholz gefertigt. Die Linde ist der Baum der Linderung und Heilung. Sie enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle und Flavonoide. Lindenblütentee wirkt bei grippalen Infekten schweißtreibend, krampflösend, schleimlösend und lindert den Hustenreiz. Schweißtreibend, beruhigend und schlaffördernd wirken Lindenblüten auch als Badezusatz. Kohle aus Lindenholz bindet Giftstoffe und Magensäure und wird zur Zahnpflege empfohlen. Unter einer blühenden Linde sollte man einmal innehalten, schnuppern und auch die Ohren spitzen, dann kann man den fleißigen Bienen und Hummeln bei der Arbeit zuhören.

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp!

Ihre / Eure Stefanie Barzen

Ferienprogramm "Natur" in der Natur-Schule Grund

Die Natur-Schule Grund wird in den Sommerferien ein Kinderferienprogramm, Eltern-Kind-Programme und Erwachsenenbildung anbieten. Von Nachtwanderungen über Naturerlebnis-Wanderungen bis hin zum Pizza-Backen sind viele spannende Angebote rund um Natur und Umwelt enthalten.
Dafür hat die Natur-Schule viel Arbeit in ein umfassenden Hygienekonzept gesteckt, um den Erfordernissen der Corona-Beschränkungen zu genügen.
Erste Programmpunkte wurden bereits auf der neugestalteten Homepage der Natur-Schule veröffentlicht, die nach Angaben des Pädagogischen Leiters, Jörg Liesendahl, in den nächsten Wochen ständig weiter entwickelt werden wird. Zu finden sind die Termine auf www.natur-schule-grund.de im Register "Programm".
 
Besonders wichtig sind für die Natur-Schule Grund die "Corona-Regeln", die auf der Startseite der Homepage zu finden sind. Liesendahl empfiehlt, diese Regeln zunächst durchzulesen, bevor eine Anmeldung von Personen zu Angeboten erfolgt. Jörg Liesendahl: "Wir wollen die Kinder in Bezugsgruppen einteilen. Das bedeutet eine Höchstteilnehmer-Zahl von 8, zuzüglich unserer BetreuerInnen. Aber der Verzicht auf Mindestabstand und Mund-Nase-Bedeckung, der für ein starkes Naturerlebnis erforderlich ist, führt leider auch zu einem Risiko der Ansteckung." Die Natur-Schule wolle schließlich nicht Hotspot eines neuen Corona-Geschehens in Remscheid werden. Andererseite seien alle erdenklichen Vorkehrungen getroffen worden, um Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Dazu gehört u.a., dass die Veranstaltungen fast komplett im Freien stattfinden.Anmeldungen zu den Programmen sind ab sofort möglich. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich, möglichst per Mail unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.