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SPD will rasche Öffnung des Wertstoffhofes

Pressemitteilung der SPD

Der Wertstoffhof Solinger Straße ist seit dem 16. Dezember 2020 geschlossen. Hierzu hat die SPD Ratsfraktion umfassende Fragen gestellt, um eine kurzfristige Wiedereröffnung zu ermöglichen und so wilde Müllkippen zu vermeiden. Dazu erklärt Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Derzeit bleibt für viele Remscheider nur der kostenlose Sperrmüllservice, weil der Wertstoffhof geschlossen ist. Auf die bisherige Leistung unserer TBR können wir stolz sein, denn Müllabfuhr, Schneeräumung oder Sperrmüll klappen trotzt Pandemie prima, da findet sich für den Wertstoff sicherlich auch eine gute Lösung! Die Schließung wurde mit der Pandemie begründet. Diese Einschränkungen werden aber vermutlich noch Wochen dauern. Wir bitten die Verwaltung, zu prüfen unter welchen Bedingungen eine schnelle Wiedereröffnung möglich ist.

Bereits jetzt wachsen die Müllberge vor den Containerstandorten. Im Frühjahr haben wir bereits feststellen können, dass die Remscheider während des Lockdowns ihre Keller und Speicher entrümpelten. Die Autofahrer in den Warteschlangen zum Wertstoffhof mussten, besonders zu den Stoßzeiten, sehr geduldig sein. Wir wollen auch in Zeiten der Pandemie einen einfachen Weg den größeren Müll und Grünabfälle zu entsorgen. Wir machen mit unserer Anfrage konkrete Vorschläge, wie trotz Corona eine Öffnung möglich ist, wie Online-Termine, ausgeweitete Öffnungszeiten und die strenge Kontrolle der Anlieferungen nur aus Remscheid, so gelingt dies auch in unserer Nachbarschaft im Oberbergischen oder Rheinisch-Bergischen Kreis.“

Corona-Schutzimpfungen gehen Dienstag weiter

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat die nächste Corona-Schutzimpfung angekündigt. Am kommenden Dienstag, 12. Januar, wird eine Remscheider Alten- und Pflegeeinrichtung mit 138 Impfdosen des BioNTech-Impfstoffs beliefert. Die Verimpfung des Impfstoffs erfolgt am selben Tag.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 177 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 3.052 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.775 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 100 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 397 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Die Krankenhäuser vermelden 26 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter vier intensivpflichtige Behandlungen (drei davon unter Beatmung. Das RKI meldete heute für Remscheid eine Inzidenzzahl von 131,1 (neue Corona-Infektionen auf 1000 Einwohner). Tendenz steigend!

Den Skihang auf dem Hohenhagen im Blick

Chaotische Verhältnisse wie in den oberbergischen Wintersportgebieten soll es auf dem Hohenhagen, wo zehn Zentimeter Schnee gefallen sind, nicht geben. In den sozialen Netzwerken spricht man schon davon: „Schnee und Rodeln gut am Hohenhagen!“ Bezirksbürgermeister Stefan Grote befürchtet deshalb, „dass ab Mittag und vor allem am Wochenende der Schneetourismus einsetzt Richtung Skihang.“

Zu viele Menschen auf zu einem Raum, das kann eine höhere Absteckungsgefahr (Corona) bedeuten. Darüber hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD ) gesprochen.: „Beide werden das kontrollieren, wobei niemand etwas gegen einzelne Schlittenfahrer/innen hat. Wir müssen aber darauf achten, dass der Andrang n nicht zu groß wird!“ (Das Foto schoss Hans Georg Müller im Haenclever Busch auf Ehringhausen)

Für eine sichere Wasserversorgung in Remscheid

Die neuen Pumpen.Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Remscheider Bürger verbrauchen ca. sechs Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr. Für die kontinuierliche Versorgung der Stadt werden somit täglich etwa 17.000 m³ Trinkwasser von der Fernwasserversorgung Große Dhünn-Talsperre in den Wasserbehälter am Remscheider Stadtpark gepumpt. Von dort fördert täglich eine Druckerhöhungsanlage etwa 12.000 m³ Trinkwasser zum 60 Meter höher gelegenen Wasserturm in der Hochstraße und in den Wasserbehälter Knusthöhe in Lennep.
Die im Jahre 1976 errichtete Druckerhöhungsanlage am Stadtpark wurde mit vier Trinkwasserpumpen mit einer maximalen Förderleistung von 2 x 550 m³/h und 2 x 1050 m³/h betrieben, wobei die benötigte Wassermenge über Ringkolbenventile reguliert wurde. Im Herbst des vergangenen Jahres wurden die vier alten Druckerhöhungspumpen gegen zwei neue, drehzahlgeregelte, einstufige Kreiselpumpen ersetzt. Beide Pumpenaggregate werden nun mit dem optimalen Wirkungsgrad mit jeweils einer Förderleistung zwischen 350 bis 700 m³/h gefahren. Neben dem Austausch der Pumpenaggregate sind auch die Schaltschränke für die Regelung der Frequenzumrichter umgebaut sowie das Automatisierungsprogramm für die vollautomatische Steuerung der Wasserbehälterfüllstände angepasst worden. „Durch die Erneuerung der Druckerhöhungspumpen wird der jährliche Stromverbrauch von etwa 1,4 Mio. kWh um ca. 25 Prozent gesenkt. Diese Einsparung entspricht dem jährlichen Strombedarf von ca. 100 Durchschnittshaushalten“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH.

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SPD will technische Defizite in den Schulen wissen

„Der Schulbetrieb findet aufgrund der Corona-Pandemie sporadisch, episodisch oder in Einzelfällen dauerhaft als so genanntes Lernen auf Distanz statt“, beschreibt die Remscheider SPD die eher unübersichtliche „Corona-Lage“ in  den Schulen. Und weil diese Lernzeiten auch in absehbarer Zukunft in häusliche Umgebungen ausgelagert werden müssen , sollten nicht nur die Schülerinnen und Schüler technisch in die Lage sein, am häuslichen Lernen teilzuhaben, sondern auch die Lehrer/innen in den Schulgebäuden über die Technik verfügen, um ihren Schüler/innen angepasste Unterrichtsformate anbieten zu können. Die Lehrer können ihren Unterricht nur zum Teil über Videokonferenzen von zuhause aus erteilen, da sie nach Stundenplan auch einzelne Lerngruppen im Präsenzunterricht zu betreuen haben. Deshalb unterrichten sie häufig ihre Klassen aus dem Klassenraum in Distanz.

„Alle Schulen sind deshalb schnellstmöglich auf die technische Ausstattung in Form von schnellen Internetanschlüssen angewiesen, damit die Corona-Pandemie nicht zur Bildungsfalle für Schulen und deren Schülerschaft wird, wenn diese ihren „Anschluss verpasst“, fordert die SPD. „Eine schnelle Lösung muss gefunden werden. Über unbürokratische Geldmittel müssen Schulen in die Lage versetzt werden, Datenvolumen zu kaufen, um ihren Unterricht auf Distanz aus dem Gebäude heraus, gewährleisten zu können. LTE-Cubes / GigaCubes, die von den Schulen bestellt werden und über das Schulverwaltungsamt refinanziert werden können, stellen hier eine unbürokratische und realistische Lösung dar.“

Vor diesem Hintergrund hat die SDP-Fraktion die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 20. Januar um die Beantwortmund der folgenden Fragen gebeten:

  1. In welchen weiterführenden Schulen, Grundschulen und Berufskollegs sind Übertragungsraten im Gigabit-Bereich möglich (50 Mbit Downstream / 10 Mbit Upstream)?
  2. In welchen Schulgebäuden sind in allen Klassenräumen breitbandfähige (o. g. Definition) Anschlüsse vorhanden?
  3. In welchen Schulgebäuden sind in mehr als die Hälfte der Klassenräume breitbandfähige (o. g. Definition) Anschlüsse vorhanden?
  4. In welchen Schulgebäuden sind in mehr als 80 Prozent der Klassenräume breitbandfähige (o. g. Definition) Anschlüsse vorhanden?
  5. In wieviel Prozent der Klassenräume ist WLAN ausreichend für den Einsatz der neu angeschafften mobilen Endgeräte?
  6. Inwiefern wurde die Möglichkeit von LTE-Cubes o. ä. für Schulen einzusetzen geprüft, um die Breitband-WLAN Ausleuchtung bei Bedarf passgenau (örtlich + zeitlich) zu ergänzen?

Neues zur Corona-Gesundheitslage

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Leider sind drei weitere Remscheider mit Corona verstorben (alle männlich, 55 Jahre, 88 Jahre, 62 Jahre). Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 132 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 2.953 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.724 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 97 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 275 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Auf dieser Basis meldete das RKI heute für Remscheid eine Inzidenzzahl von 69,2 (neue Corona-Infektionen auf 1000 Einwohner).

Die Krankenhäuser melden 20 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter sechs intensivpflichtige Behandlungen (drei unter Beatmung). Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Broschüre zum richtigen Lüften von Klassenräumen

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Im Rahmen des EU-COST-Projektes „Indairpollnet“ beschäftigen sich Atmosphärenforscher*innen der Bergischen Universität Wuppertal gemeinsam mit internationalen Kolleg*innen mit Luftverunreinigungen in Innenräumen. In einer kürzlich erschienenen Broschüre geben die Wissenschaftler*innen Tipps zur richtigen Lüftung von Klassenräumen. Die Broschüre enthält zahlreiche Tipps zur Verbesserung der Luftqualität in Klassenräumen. „Der Leitfaden ist als Hilfsmittel gedacht, um die potenzielle Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus durch Aerosolübertragung zu reduzieren. Es werden Strategien und mögliche Lösungen für die Belüftung von Klassenzimmern sowie Werkzeuge zur Bewertung der implementierten Belüftungsstrategien bereitgestellt“, erklärt Prof. Dr. Peter Wiesen vom Institut für Atmosphären- und Umweltforschung an der Bergischen Universität, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in das Projekt berufen wurde.

Die Broschüre besteht aus zwei Teilen: Teil I befasst sich mit der Aufrechterhaltung einer gesunden Innenraumluft in Klassenzimmern und gibt konkrete Tipps zur Verbesserung der Luftqualität, Teil II konzentriert sich auf Simulationen des Infektionsrisikos in verschiedenen Szenarien. Die Broschüre wurde federführend vom spanischen „Consejo Superior de Investigaciones Científicas“ (CSIC) entwickelt. CSIC ist die größte öffentliche Forschungseinrichtung Spaniens. Am interdisziplinären Forscher*innennetzwerk, das an „Indairpollnet“ arbeitet, sind Fachleute aus ganz unterschiedlichen Bereichen beteiligt – von Chemie und Biologie über Toxikologie bis zu Bauphysik und Ingenieurwesen. Ihr gemeinsames Ziel: geeignete Strategien zu entwickeln, mit deren Hilfe sich die Luftqualität in Innenräumen („Indoor Air Quality“) optimieren lässt.  (Broschüre zum Download)

Winterzauber auf dem Hohenhagen

Es braucht nicht viel, um eine Landschaft im Winter zu verzaubern. Das beweist dieses Foto, das Hans Georg Müller am Silvesternachmittag bei wolkenverhangenem Himmel an der Hohenhagener Straße machte. In der Nacht zuvor und den Tag über hatte es ein wenig geschneit. Aber diese drei, vier Zentimeter Schnee reichten schon, um der Landschaft zu einem winterlichen Zauber zu verhelfen. Fast wie eine 70 Jahre alte  Schwarz-Weiß-Aufnahme.

Dritter Corona-Impftag ebenfalls erfolgreich

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Pünktlich zum Jahresende konnte gestern der dritte Corona-Impftag für Remscheid ebenfalls erfolgreich beendet werden. Im Laufe des Tages wurden insgesamt 255 impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner sowie 180 Mitarbeitende der folgenden Alten- und Pflegeeinrichtungen mit dem BioNTech-Impfstoff gegen das Corona-Virus geimpft: Lebenshilfe, AWO Willi-Hartkopf-Seniorenzentrum, Pflegezentrum „Am Schwelmer Tor“, Senioren- Und Pflegeheim „Haus am Park“,  Diakonie Bliedinghausen, 365 Grad, Tagespflege „Hand in Hand“ und die Hartmann-Wohngruppe „Tillmanns’sche Häuser“.

Insgesamt wurden 435 Dosen Impfstoff direkt in die Einrichtungen geliefert; 430 wie ursprünglich angekündigt und fünf als fehlende 2. Nachlieferung vom ersten Impftag. In den Einrichtungen wurde dann in eigens eingerichteten Impfstraßen durch mobile Impfteams geimpft. Ausgestattet wurden alle Impflinge außerdem mit einem verbindlichen 2. Impftermin am 21. Januar für die zweite Dosis, mit der eine vollständige Immunität gegen das Coronavirus erreicht wird. Weiter gilt es nun für die „geimpften“ Einrichtungen alles daran zu setzen, bis zum Nachimpftermin in 21 Tagen weitere Infektionsausbrüche zu verhindern – dies würde eine zweite Impfung unter Umständen unmöglich machen. Das genaue Datum der nächsten Impfstofflieferung für Remscheid ist derweil noch nicht bekannt; fest stehen aber die vereinbarten Zweitimpfungen am 17., 20. und 21. Januar.

Die mobilen Impfteams, die gestern aus 16 Impfärzten unter der Leitung von  Andrea Saniter (medizinische Leitung Remscheider Impfzentrum), Dr. Bettina Stiel-Reifenrath (Vorsitzende der hiesigen Kassenärztlichen Vereinigung) und Dr. Jörn Kohnke bestanden, wurden vor Ort unterstützt durch vier Führungsdienste und zwei Mitarbeitende der Feuerwehr Remscheid und vier Mitarbeitende des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid.

Auf das „Fürberger Land“ fiel im Krieg nur eine Bombe

Der Fürberg, fotografiert von Paul Reifenrath. Sammlung im Historischen Zentrum RemscheidAuf alten Fotos ist die Ackerstraße nur als Schotterweg zum Fürberg zu erkennen. Das änderte sich heftig, als die Stadt Remscheid 1938 beschloss, 24 Grundstücksparzellen an die Rheinische Kleinsiedlung GmbH zu verkaufen. Diese wurden nach den Bestimmungen des Reichsarbeitsministeriums wiederum an die Siedlungsbewerber verlost, und so konnte dann alles losgehen. Die Erstellung der Siedlungshäuser erwies sich als äußerst schwierig, da die umfangreichen Eigenleistungen dadurch beeinflusst wurden, dass die spärlich fließenden Baumaterialien teilweise von S -Leuten, die ebenfalls eine Siedlung bauten, wieder abgenommen wurden. Der Baustoffklau hatte also Hochkonjunktur.

Mitte 1938 begannen die Bauarbeiten. Das heutige Siedlungsgebiet stellte sich als große Weide mit teilweisem Baumbestand dar, an deren Rand die Ortschaft Fürberg und die Häuser Wilms und Bornemann standen. Im Frühjahr 1939 wurde mit den Häusern auf dem Fürberger Land begonnen, während die ersten Häuser an der Ackerstraße schon fast bezugsfertig waren.

Anders als in vielen anderen Remscheider Siedlungen wurden die einzelnen Baulose den Siedlern schon vor Ausschachtungsbeginn zugeteilt, so dass jeder Bauherr sein eigenes Haus baute, während anderswo Siedlungen in Gemeinschaftsarbeit erstellt und dann erst verlost wurden. In der ersten Siedlergeneration wurden vor allem kinderreiche Familien berücksichtigt, und es waren überwiegend Sägenrichter, Sägenschmiede, Gießer, Schlosser, Dreher Schleifer, Former, Dampfkranführer und zu guter Letzt ein Geflügelzüchter vertreten.

Blick vom Volkeshaus zum Fürberg um 1935. Ein ,’Volkwin auf dem Bruch’ (1469) oder ein ‚Volkern zom Hytz" (1513) soll der Namensgeber dieser alten Ortschaft gewesen sein. Hingegen ist der Namensursprung von Fürberg einleuchtend. Fürberg, im Verbund der ‚13 Hastener Höfe’ wurde schon 1369 als Vurberch erwähnt, was nichts anderes als ‚vor dem Berg’ bedeutet. Das Foto setzt diesen Namen schön ins Bild. (aus: ‚Remscheid. Ein verlorenes Stadtbild’, von Rolf Lotzmann, erschienen 1994 im Wartberg-Verlag)Jeder Siedler hatte an seinem Bau Eigenleistungen zu erbringen, die ihm als Anzahlung auf die Bausumme gutgeschrieben wurden. Über die pünktliche Erfüllung der Eigenleistungen wachte der Siedlungsobmann Erich Koch. Aufgrund der damaligen 48-Stunden-Woche und notwendiger Überstunden war die Pünktlichkeit nicht immer zu gewährleisten, denn die Anfahrt mit der Straßenbahn wurde Opfer der Sparmaßnahmen. Viele Siedler kamen mit dem Fahrrad, bauten am Haus und übernachteten (was verboten war) teilweise in den Rohbauten, um am anderen Morgen früh weitermachen zu können.

Insgesamt konnten die Kriegswirren dem Bautrieb der Siedler nichts anhaben. Ein großes Problem entstand, als die Stadt Remscheid den Siedlern 1945 auferlegte, den Schutt der Ausschachtungsarbeiten (ca. 50 Kubik eter) wegzuräumen, um mit dem Ausbau der Ackerstraße beginnen zu können. Ein Lkw seitens der Stadt war nicht zu bekommen, und per Handkarren und Schubkarre war es ein hoffnungsloses Unterfangen, da die Kippe Solingerstraße 1,5 Kilometer weg war. Welche Lösung letztlich gefunden wurde, ist nicht überliefert.

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Knapp 37 Prozent der Impfdosen galten Pflegekräften

Impfmüdes Pflegepersonal auch in Remscheid?“, fragte der Waterbölles gestern um 11:29 Uhr, nachdem er bei der Pressestelle der Stadt Remscheid angefragt hatte, zu wie viel Prozent sich die Mitarbeitenden der Remscheider Altenheime impfen ließen, in denen bisher Impfungen vorgenommen worden sind. Die Antwort von Sabine Räck, der persönlichen Referentin von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, die per E-Mail um 18.38 Uhr einging, war leider nur die eine Hälfte der Wahrheit: „Was wir als Stadt Remscheid bzw. Impfteam Ihnen nennen können, ist der prozentuale Anteil der Impfdosen für Beschäftigte an der Gesamtanzahl der gelieferten Impfdosen, das waren heute 173 von 470 (= 36,81 Prozent). Wenn Sie mit Ihrer Frage den prozentualen Anteil der geimpften Mitarbeitenden an der Gesamtbeschäftigenzahl pro Einrichtung erfahren möchten, können wir diese Angaben leider nicht liefern! (…) Sorry, dass ich Ihnen hier nicht weiterhelfen kann!“

Begründung: Den Impfteams bzw. der Stadt Remscheid sei die tatsächliche Zahl der Mitarbeitenden in den jeweiligen Altenheimen bzw. die daraus resultierende Anzahl der Vollzeitäquivalente (Vollzeitstellen), als Basiswert für eine Vergleichbarkeit nicht bekannt. Auch wüssten die Impfteams nicht, in welchem Beschäftigungsstatus die Impflinge stehen (Vollzeit/Teilzeit). Insofern könnten verlässliche Aussagen über die Impfquote unter den Mitarbeitenden, bezogen auf die Beschäftigtenzahl, nur von den jeweiligen Einrichtungen selber gemacht werden. Sabine Räck: „Insofern denke ich, dass Sie sich mit Ihrer Anfrage am besten auch direkt an die Einrichtungen wenden, in denen bereits geimpft wurde: Alloheim, Haus Clarenbach, Diakoniezentrum Hohenhagen, Haus Herder Straße, Diakoniezentrum Hasten.“

Waterbölles: Die Heime, in denen die Impfwilligkeit des Pflegepersonals augenfällig ist, dürften die gewünschte Prozentzahl vielleicht nennen. Die anderen mit eher impfunwilligen Pflegekräften werden sich auf den Datenschutz berufen. Aber den Versuch war es wert!!

Noch keine Impftermine außerhalb der Altenheime

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wie angekündigt finden auch am heutigen Tag Impfungen in Remscheider Alten- und Pflegeeinrichtungen statt. Nach Durchführungen der heutigen Impfungen wird die Stadt Remscheid im Laufe des Nachmittags kurz per Pressemitteilung  über die Details informieren.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen und Hinweise aus der Bürgerschaft weist die Stadt Remscheid nochmals auf die Impfstrategie hin:
Die Impfstrategie der Stadt Remscheid orientiert sich an den Vorgaben und Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung. Hiernach werden zunächst Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte von Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft. Diese Personen gehören der obersten Impfpriorität an. Aufgrund der stark limitierten Verfügbarkeit des Impfstoffes in der ersten Auslieferungswelle wurde durch das Land festgelegt, diesen direkt in die Einrichtungen zu liefern und dort mit Hilfe mobiler Impfteams zu verabreichen.

In einem weiteren Schritt sollen dann auch diejenigen Personen ab 80 Jahren berücksichtigt werden, die in ihren eigenen vier Wänden bzw. in ihrer eigenen Häuslichkeit wohnen; auch diese gehören zur obersten Impfpriorität.
Es muss jedoch unterschieden werden zwischen den Älteren ab 80 Jahren, die noch mobil sind und denen, die es nicht mehr sind. Diejenigen, die noch mobil sind, können sich im Impfzentrum vor Ort (Sporthalle West) impfen lassen, sobald die Impfzentren den Betrieb aufgenommen haben und genügend Impfstoff vorhanden ist. Interessierte, die zur priorisierten Gruppe gehören, können dann einen Termin vereinbaren. Für die Terminvereinbarung wird es die bundesweit einheitliche Telefonnummer 116117 geben. Wichtig ist allerdings, dass die Impfzentren in NRW aufgrund der geringen Verfügbarkeit des Impfstoffes derzeit noch nicht in Betrieb sind und demzufolge auch noch keine Terminvereinbarung möglich ist
Für diejenigen Älteren ab 80 Jahren, die in der eigenen Häuslichkeit wohnen, aber nicht mehr mobil sind, gilt, dass eine Verimpfung nur durch ein mobiles Team bzw. einen entsprechenden Hausbesuch erfolgen kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der entsprechende Impfstoff auch geeignet ist für aufsuchende Verimpfungen. Dies ist beim BioNTech-Impfstoff jedoch nicht der Fall.

Die Stadt Remscheid wird regelmäßig den aktuellen Sachstand berichten und öffentliche Information verbreiten, sobald sich die ersten Zielgruppen außerhalb der Remscheider Alten- und Pflegeheime impfen lassen können bzw. Terminvereinbarungen möglich sind.