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Fünf Neuinfizierte in Schule, Sportverein und Pflege

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Fünf Neuinfizierte führen zu Quarantänemaßnahmen in Schulen, einem Sportverein und einer stationären Pflegeeinrichtung. Aufgrund der am Freitag bekannt gewordenen positiver Testergebnisse von jeweils einer Schülerin/einem Schüler wurden an folgenden Schulen Quarantänemaßnahmen angekündigt bzw. ausgesprochen:

  • Gemeinschaftshauptschule Hackenberg, Kurs 10a, betroffen von 14tägiger Quarantäne sind 17 Schülerinnen und Schüler sowie 3 Lehrkräfte
  • Sophie-Scholl-Gesamtschule, Klasse 9f, betroffen von 14tägiger Quarantäne sind 19 Schülerinnen und Schüler sowie eine noch unbestimmte Anzahl an Lehrkräften
  • Mittagsbetreuung der Alexander-von Humboldt-Realschule, fünf Personen von Quarantäne betroffen

Des Weiteren gibt es bei der LTG Remscheid eine infizierte Person, weswegen 16 betroffene Sportlerinnen und Sportler in Quarantäne gehen. Außerdem ist bei der Reihentestung, die zurzeit in den stationären Pflegeeinrichtungen in Remscheid läuft, eine infizierte Person beim Pflegedienst 365° am Standort Taubenstraße entdeckt dort isoliert worden. Unter den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern oder dem Pflegepersonal dieser Einrichtung gibt es ansonsten keinen positiven Test-Befund.

Corona-Test bei innerdeutschen Reisezielen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bürgerinnen und Bürger aus Remscheid möchten in den Herbstferien in Deutschland Urlaub machen, obwohl Remscheid gerade als Corona-Risikogebiet klassifiziert ist. Sie stehen vor dem Problem, dass in zahlreichen Bundesländern für Personen aus Risikogebieten ein Beherbergungsverbot gilt – sofern nicht ein aktueller, negativer Test auf SARS-CoV-2 vorgelegt werden kann. Gestern teilte das MAGS NRW (Waterbölles: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen) der Stadt Remscheid mit, dass Bürgerinnen und Bürger, die in den Herbstferien Urlaub in Deutschland machen und in Städten wohnen, in denen die 7-Tages-Inzidenz bereits über einem Wert von 50 liegt, sich kostenfrei testen lassen können. Daher ist die Stadt Remscheid vom MAGS NRW aufgefordert worden, für die Einwohnerinnen und Einwohner, die in den Herbstferien einen innerdeutschen Urlaub gebucht haben und einen negativen Test benötigen, einen Test auf SARS-CoV-2 zu veranlassen.

Bisher mussten die Kosten für die Testung von den Remscheider*innen, die eine innerdeutsche Reise gebucht haben und eine Negativbescheinigung benötigen, selbst getragen werden. Die Stadt Remscheid hat nach dem Eingang des Landeserlasses umgehend ihre Allgemeinverfügung geändert. Diese Änderung tritt am Tag nach Bekanntmachung (10. Oktober) in Kraft. Ab Samstag ist daher die Übernahme der Laborkosten über die Kassenärztliche Vereinigung durch den Gesundheitsfonds des Landes NRW für die Herbstferien sichergestellt.

Für Remscheid als aktuelles Risikogebiet bedeutet das, dass ab heute alle Einwohnerinnen und Einwohner, die in den Herbstferien einen innerdeutschen Urlaub bereits gebucht haben und einen negativen Test benötigen, kostenfreie Testungen bei ihren niedergelassenen Ärzten oder bei der WALK-In-Box auf der Alleestraße erhalten können. Wichtig hierbei ist, dass sie dafür einen Nachweis über die bereits gebuchte innerdeutsche Reise und ihre Krankenkassenkarte mitbringen. Die Testergebnisse erhalten die getesteten Bürgerinnen und Bürger dann nach 24 bis 36 Stunden.

Die Stadt Remscheid begrüßt diese Regelung zur finanziellen Entlastung der Bürgerinnen und Bürger und hatte diese bereits vom Land NRW gefordert. Allerdings wird es als äußerst unglücklich angesehen, dass diese Regelung erst heute, unmittelbar vor dem Beginn der Herbstferien, bekannt gegeben wurde. Von Vorteil ist, dass sich die Kassenärztliche Vereinigung und Stadt rechtzeitig darum bemüht hatten, dass mit den testenden niedergelassenen Ärzten und der Walk-In Box in zentraler Lage rechtzeitig die benötigte Testinfrastruktur eingerichtet wurde. Interessierte können die Allgemeinverfügung der Stadt Remscheid über die Durchführung der Testung von asymptomatischen Personen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 hier einsehen: https://remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/dokumente050/0.02-2020-Amtsblatt-Nr.28-9Oktober-Sonderausgabe.pdf.

Der Herbst begann Ende September

Pressemitteilung des Wupperverbandes

In der ersten Septemberwoche fiel etwas Regen, dann blieb es ca. zwei Wochen trocken. Am Monatsende setzte dann der Regen ein. Dies ergaben die Aufzeichnungen des Wupperverbandes. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen im September 60 Liter Regen pro Quadratmeter. Üblich sind dort 100 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen waren es 56 Liter, durchschnittlich sind es 92 Liter. In der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal wurden 63 Liter gemessen, das langjährige Mittel beträgt dort 81 Liter. 68 Liter wurden in der Kläranlage Solingen-Burg erfasst, im Durchschnitt sind es 103 Liter. Es fielen also zwischen 20 bis 40 Liter weniger als im Mittel.

Am meisten Regen gab es am 26. September mit 20 bis 30 Liter Niederschlag. In Solingen-Burg waren es 30 Liter, in Wuppertal-Buchenhofen 28 Liter, an der Großen Dhünn-Talsperre 27 Liter und an der Bever-Talsperre 22 Liter.  Die niederschlagsärmste Messstelle war an der Vorsperre der Großen Dhünn-Talsperre. Lediglich 46 Liter wurden dort im September registriert. Die Ronsdorfer Talsperre war mit 81 Litern der niederschlagsreichte Messpunkt. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) war der September überdurchschnittlich warm und sonnig. Erst zum Herbstbeginn kam tatsächlich der Temperatursturz und es wurde kühl. Zugleich setzte der Regen ein, der bisher weiter angehalten hat.

Nach den langen Trockenmonaten begrüßt der Wupperverband die Regenfälle. Es wird allerdings noch eines langanhaltenderen Niederschlag bedürfen, damit sich dies auch auf den Füllstand der Talsperren auswirkt. Zunächst müssen die trockenen Böden gesättigt werden. Der Talsperren sind zurzeit wie folgt gefüllt: Die Große Dhünn-Talsperre (Trinkwassertalsperre) liegt bei 50 Prozent, die Bever-Talsperre bei 43  und die Wupper-Talsperre bei 24 Prozent. Aus Sicht der Wasserwirtschaft ist daher weiterer Regen in den kommenden Monaten sehr willkommen.

Strom: Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

„Versorgungssicherheit ist für die EWR GmbH ein außerordentlich hohes Gut“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Um dies zu gewährleisten, sind kontinuierlich Investitionen in Form von moderner Technik in das Remscheider Versorgungsnetz unerlässlich. Gerade die acht Übernahmestationen, welche den Strombezug sicherstellen, stehen dabei im Fokus. Nachdem in den vergangenen Jahren die Übernahmestationen wie Alexanderstraße, Mannesmann und Lennep ertüchtigt bzw. neu gebaut wurden, erfolgt aktuell ein Neubau der Übernahmestation Luckhausen. Diese versorgt im Nordosten von Lüttringhausen zwar flächenmäßig ein relativ kleines Gebiet, welches aber zu über 80 Prozent industriell geprägt ist und mit v Firmen wie Dirostahl, Diehl und Rhewum wirtschaftlich eine sehr hohe Bedeutung für Remscheid hat.

Auf der Basis betrieblicher Erkenntnisse und Anforderungen sowie der Berechnungen aus den Netzplanungen hat sich die EWR für die aktuellste Technik entschieden, eine Schaltanlage mit 14 Feldern und einer Doppelsammelschiene mit Querkupplung. Im Sommer wurde die Anlage eingebaut. Insgesamt hat die EWR GmbH eine Million Euro investiert. Bis auf wenige bauliche Restarbeiten am Gebäude ist die Anlage nun voll in Betrieb.

Nachtestung an Schulen wird eingestellt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 117 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Damit gibt es insgesamt 604 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 468 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 19 Menschen sind leider verstorben. Auf dieser Basis meldet das RKI aktuell für Remscheid eine Inzidenzzahl von 50,3 (am 5. Oktober: 61,3). Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 831 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Die Krankenhäuser vermelden aktuell sechs positive Fälle in stationärer, aber nicht intensivpflichtiger Behandlung. (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden seit Beginn der Corona-Krise (Erfassung seit April) rund 7.400 Kontaktpersonen und Verdachtsfälle ermittelt und betreut – darunter rund 2.800 Reiserückkehrende aus Risikogebieten. Es wurden 22.000 corona-bezogene Schreiben erstellt und 33.000 Dokumente gescannt. Pro Woche werden rund 150 Aussteigekarten von Flughäfen bearbeitet. Aktuell sind rund 50 Personen im Einsatz des Fachdienstes Gesundheit.  

Von den Sommer- bis zu den Herbstferien wurden alle Schülerinnen und Schüler, die mit Quarantänemaßnahmen belegt wurden, im Laufe des Quarantänezeitraumes getestet. Dies geschah auf freiwilliger Basis; das RKI sieht hier keine Testungen vor. Im Ergebnis wurden 600 Testungen durchgeführt. Lediglich zwei Teste verliefen positiv – hier ließ sich die Erkrankung aber auf das häusliche Umfeld zurückführen. Negative Testergebnisse führten bei den Betroffenen auch nicht zu einer Verkürzung des Quarantänezeitraumes, was wiederum zu vielen Irritationen führte. Aus diesem Grunde hat der Krisenstab heute beschlossen, hier künftig keine Testungen mehr durchzuführen und die freiwerdenden Kapazitäten anderweitig im Bereich der pflichtigen Testungen einzuplanen.

Drei Corona-Tests für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Pressemitteilung der Landesregierung NRW

Die Landesregierung bietet Beschäftigten an Schulen und in der Kindertagesbetreuung zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien die Möglichkeit, sich bis zu dreimal kostenlos auf COVID-19 testen zu las-sen. Der Zeitpunkt ist frei wählbar. Damit wird die bisherige Teststrategie im Schul- und Kitabereich mit einem angepassten, und zielgerichteten Angebot fortgesetzt, das dem derzeitigen Infektionsgeschehen Rechnung trägt und für mehr Sicherheit im Arbeitsalltag der Beschäftigten sorgt.

Minister Laumann erklärt: „Insgesamt haben sich bisher 241.326 Beschäftigte freiwillig auf das Coronavirus testen lassen, davon 153.771 Beschäftigte in Schulen sowie 87.555 Kitabeschäftigte. Die Positivrate von 0,2 Prozent ist äußerst niedrig. Das heißt: Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sind keine Hot Spots.“ Mit Blick auf die steigen-den Infektionszahlen und den beginnenden Herbst müssten die Testkapazitäten allerdings ressourcenschonend zum Einsatz kommen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass für die Testungen immer auch medizinisches Personal gebraucht wird, das uns in dieser Zeit in der Regelversorgung fehlt. Gerade mit Blick auf die anstehende Grippesaison und die steigenden Infektionszahlen ist das besonders wichtig.“

„Die Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung leisten auch während der Corona-Pandemie hervorragende Arbeit. Mit diesem Angebot wollen wir sie weiterhin unterstützen“, erklärt Familienminister Joachim Stamp. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer ergänzt: „Ich freue mich darüber, dass wir auch weiterhin den Lehrkräften in den Schulen dieses Angebot unterbreiten können. Die Fortsetzung der Testmöglichkeit für alle in den Schulen Beschäftigten schafft angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens gerade jetzt Zutrauen in unseren angepassten Schul-betrieb in Corona Zeiten, mit dem die Landesregierung bzw. die Schulen den Unterrichts- und Schulbetrieb in Präsenzform seit dem Ende der Sommerferien umfassend sicherstellen konnten.“

Das Konzept des Landes Nordrhein-Westfalen zur Testung der Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie in der Kindertagesbetreuung sah für den Zeitraum vom 3. August bis zum 9. Oktober vor, dass die Beschäftigten sich alle 14 Tage freiwillig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen konnten. Das betrifft rund 153.000 Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung (Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen) und über 210.000 Beschäftigte an den Schulen (Lehrpersonal, Beschäftigte des Offenen Ganztags, sonstiges sozial-/pädagogisches und nicht-pädagogisches Personal). Die Kosten für die Testungen übernimmt das Land Nord-rhein-Westfalen. Eine Übersicht der Praxen, die die Testungen durchführen, sind auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe zu finden (www.kvwl.de/coronavirus, https://coronavirus.nrw/patienteninformationen/).

Schließungen von Kitas und Schulen wären von Übel

Mit Appell, die Corona-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen und das Virus nicht leichtsinnig zu verbreiten, wandten sich gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus Claudia Güttner, stellvertretende Vorsitzende der neuen Stadtschulpflegschaft Remscheid, und Tobias Krupp, stellvertretender Vorsitzender Jugendamtselternbeirat Remscheid, gemeinsam mit Schul- und Jugenddezernent Thomas Neuhaus an alle Remscheider und Remscheiderinnen. In manchen Kindertagestätten sei die Personalsituation derzeit angespannt. Aber es komme darauf an, die komplette Schließung von Kitas nach Möglichkeit zu vermeiden. Dazu könnten Großeltern und Eltern durch umsichtiges Verhalten beitragen. Denn Kita-Schließungen würde viele berufstätige Eltern vor unlösbare Betreuungsprobleme stellen. Und in den Schulen müsse der Unterricht so gut es gehe aufrechterhalten werden. Weil „Homeschooling“ insbesondere Schülerinnen und Schüler benachteiligen würde, die vor Prüfungen stünden. (siehe auch der Offene Brief des Remscheider Jugendrates an Schulministerin Gebauer)

Klage von ALDI gegen die Stadt ist abgewiesen

„Der blauer Mond wird wieder leuchten“, sind seit gestern die „Mond-Akteure“ der Interessengemeinschaft „Blauer Mond von Remscheid" wieder zuversichtlich. Denn das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Klage der BGB-Grundstücksgesellschaft Herten BV 177017 (ALDI) gegen eine Ordnungsverfügung der Stadt Remscheid zum Wederaufbau des Turmes abgewiesen. Und das Gericht hat zugleich hohe Hürden gesetzt für eine Revision gegen dieses Urteil. Peter Heinze, Technischer Beigeordneter der Stadt Remscheid, und Bezirksbürgermeister Stefan Grote (SPD) hatten also allen Grund zum Strahlen, als sie gestern am späten Nachmittag einer kleinen Schar von Bürgerinnen und Bürgern, darunter Mitglieder der Interessengemeinschaft, auf dem ALDI-Parkplatz an der Burger Straße die gute Nachricht verkündeten. „Wer sich nicht wehrt hast schon verloren“, erinnerte Grote an die zahlreichen Aktionen der Mond-Befürworter in den vergangenen Jahren. Dazu gehörte auch eine „Unterschriftenaktion für den „Blauen Mond“. Sie startete Ende April 2018  und erbrachte mehrere tausend Unterschriften.  Ein engagierter Befürworter eines Wiederaufbaus des historischen Wahrzeichens im Remscheider Südbezirk war auch Prof. Dr. Horst A. Wessel, der Vorsitzenden des Förderverein MannesmannHaus e.V.  Der Verein veröffentlichte eine Resolution des Fördervereins MannesmannHaus e.V. Darin heißt es: „Der Turm mit dem MW-Zeichen -für den Produktbegriff ‚Mannesmannröhren‘ - war von überall her zu sehen und wurde rasch zur Wegmarke, zum ‚Blauen Mond von Remscheid‘. Seine Unterschutzstellung als Denkmal war nur folgerichtig. Seit dem Sturm … und einer nicht sachgerechten Demontage steht der Turm ohne ‚Mond‘. Wir verlangen die Wiederherstellung des Denkmals in seiner ursprünglichen Form.“

Krisenstab hält „Info veranstaltung“ für fragwürdig

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Gestern Abend fand auf dem Theodor-Heuss-Platz eine Versammlung unter dem Thema „Info veranstaltung gesundheit und zukunft“ (Originaltitel) statt. Diese Veranstaltung und auch das Verhalten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat bei großen Teilen der Bevölkerung zu Unverständnis geführt. Aus diesem Grunde nimmt die Stadt Remscheid wie folgt Stellung:

Die Versammlungsfreiheit ist durch Art. 8 Grundgesetz verfassungsrechtlich garantiert. Für Versammlungen unter freiem Himmel ist zusätzlich das Versammlungsgesetz anzuwenden, demnach besteht lediglich eine Anmeldepflicht bei der Polizei als zuständige Versammlungsbehörde; eine Genehmigung ist nicht vorgesehen. Ein Verbot oder die Auflösung einer Versammlung ist nach höchstrichterlicher Rechtsprechung an sehr hohe Voraussetzungen geknüpft. Die Anmeldung der Versammlung wurde dem nicht in Remscheid wohnhaftem Veranstaltungsleiter am gestrigen Nachmittag durch die hierfür zuständige Polizeidienststelle bestätigt. Gleichzeitig wurden Auflagen erteilt; so wurde dem Versammlungsleiter unter anderem für die Durchführung der Versammlung gemäß der Coronaschutzverordnung NW ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen/Gruppen nach § 1 Abs. 2 vorgeschrieben und auch die Anzahl der erforderlichen Ordner wurde festgelegt.

Vor diesem Hintergrund konnte durch die anwesenden Kräfte von Ordnungsamt und Polizei festgestellt werden, dass die Auflagen (hier insbesondere die Abstandspflicht und die ausreichende Anzahl der Ordner) nicht vollständig eingehalten wurden. Die Auflösung der Versammlung wurde im konkreten Fall aber als unverhältnismäßig bewertet. Aufgrund des hohen Rechtsgutes der Versammlungsfreiheit hat hier eine sehr strikte Rechtsgüterabwägung zu erfolgen.

Der Krisenstab der Stadt Remscheid sieht solche Versammlung zwar als inhaltlich fragwürdig, aber letztlich durch das Grundgesetz garantiert an. Gerade die Demokratie, die auf solchen Veranstaltungen immer wieder in Frage gestellt wird, garantiert Andersdenkenden das Recht auch solche Veranstaltungen durchzuführen. Die Verantwortlichen der Stadt Remscheid appellieren weiterhin an alle Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, sich besonnen und maßvoll an die derzeit gültigen Regelungen zu halten – damit alle Einschränkungen möglichst bald wieder gelockert werden können.

Vaillant Group wird auch durch Aufforstung klimaneutral

Pressemitteilung der Vaillant Group

Die Vaillant Group wird klimaneutral. Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Remscheider Heiztechnikspezialist eine ambitionierte, langfristige Klimastrategie entwickelt. Bis zum Jahr 2030 reduziert die Vaillant Group ihre eigenen CO2-Emissionen um 50 Prozent. Dies geschieht durch den Einsatz von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, einen deutlich reduzierten Energieverbrauch in Produktionsprozessen und Gebäuden sowie Investitionen in eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte. Die verbleibenden Emissionen gleicht das Unternehmen bereits ab diesem Jahr vollständig durch bestehende, zertifizierte Aufforstungsprojekte aus. Zudem plant die Vaillant Group, langfristig eigene Aufforstungsprojekte in Schwellenländern durchzuführen. Die neu geschaffenen Waldflächen nehmen bis 2030 das klimaschädliche Treibhausgas CO2 im Umfang der nicht vermeidbaren Emissionen des Unternehmens aus der Atmosphäre auf und binden es langfristig. Die Klimastrategie mit den Schwerpunkten CO2-Reduzierung und CO2-Kompensation ist Teil des seit zehn Jahren bestehenden Nachhaltigkeitsprogramms SEEDS, das die Vaillant Group in diesem Jahr neu auflegt.

„Mit der neuen Klimastrategie erreicht die Vaillant Group bereits ab diesem Jahr eine vollständige Kompensation der CO2-Emissionen, die aus dem Produktions- und Geschäftsbetrieb entstehen. Mit den drei Elementen Halbierung der CO2-Emissionen bis 2030, Umstellung auf Energie aus erneuerbaren Quellen und der Entwicklung und Beteiligung an Aufforstungsprojekten wird die CO2-Neutralität kurzfristig und nachhaltig erreicht. Eine vollständige Dekarbonisierung bis 2050 setzt zwingend voraus, dass in den Jahren nach 2030 die Gas- und Stromnetze schrittweise vollständig auf erneuerbare Energie umgestellt werden“, so Dr.-Ing. Norbert Schiedeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Vaillant Group.

Mehr als 90 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen der Vaillant Group entstehen an den Produktionsstandorten und durch die Nutzung von Firmenfahrzeugen. Um die CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren, setzt das Unternehmen künftig an Standorten, an denen dies noch nicht geschehen ist, Elektrizität weitestgehend aus erneuerbaren Energiequellen ein. Bereits heute bezieht die Vaillant Group in vielen Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich, elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Zudem investiert die Vaillant Group in die Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsanlagen und Gebäuden. Durch den steigenden Anteil von Fahrzeugen mit klimafreundlichen Antrieben reduzieren sich die jährlichen CO2-Emissionen der Fahrzeugflotte bis 2030 um rund 50 Prozent. Zusammen senken diese Maßnahmen den CO2-Ausstoß von jährlich rund 60.000 Tonnen im Jahr 2018 bis 2030 auf unter 30.000 Tonnen. Damit leistet die Vaillant Group ihren Beitrag dazu, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Der zweite Schwerpunkt der Klimastrategie der Vaillant Group sieht vor, verbleibende Emissionen bereits ab diesem Jahr durch Aufforstungsprojekte auszugleichen. Wälder sind in der Lage, das klimaschädliche Treibhausgas CO2 aus der Atmosphäre kurzfristig aufzunehmen und langfristig zu binden. Die Vaillant Group legt im Rahmen langfristiger Projekte neue Waldflächen in Schwellenländern an. Derzeit laufen Planung und Auswahl konkreter Projekte in Mittel- und Südamerika. Besonders im Fokus stehen dabei Naturwald sowie Agroforstwirtschaft, ein landwirtschaftliches Produktionssystem, das Elemente des Ackerbaus mit Elementen der Forstwirtschaft kombiniert. Die neu angelegten Waldflächen kompensieren die nach den Reduktionsmaßnahmen verbleibenden Emissionen bis 2030 vollständig. Um bereits ab 2020 klimaneutral zu sein, erwirbt die Vaillant Group CO2-Zertifikate aus bereits bestehenden, zertifizierten Aufforstungsprojekten.

Die Vaillant Group bündelt ihre globalen Nachhaltigkeitsaktivitäten seit 2011 in dem strategischen Programm SEEDS. Der Programmname steht für Sustainability in Environment, Employees, Development & Solutions and Society (Nachhaltigkeit in den Fokusfeldern Umwelt, Mitarbeiter, Entwicklung & Lösungen sowie Gesellschaft). In diesen Fokusfeldern wurden verbindliche, messbare Nachhaltigkeitsziele bis 2020 festgelegt, konkrete Maßnahmen umgesetzt und die erzielten Ergebnisse laufend überprüft. Mit der Neuauflage von SEEDS setzt sich die Vaillant Group in den vier Fokusfeldern neue Nachhaltigkeitsziele bis zum Jahr 2030 – die Klimaneutralität des Unternehmens, bereits ab diesem Jahr, ist eines davon. Dabei kann der Heiztechnikspezialist auf ein solides Fundament bauen. Zwischen den Jahren 2010 und 2020 hat die Vaillant Group ihre CO2-Emissionen und ihren Energieverbrauch bereits um rund 30 Prozent (in Relation zu den Fertigungsminuten) reduziert. Damit hat sie ihr selbst gestecktes Ziel – eine Reduzierung um 25 Prozent bis 2020 – deutlich übertroffen. Aufgrund der konsequenten Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wurde die Vaillant Group im Jahr 2015 mit dem renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis als nachhaltigstes Großunternehmen Deutschlands ausgezeichnet.

Remscheid bei Papier sehr recyclingfreudig

Die Stadt Remscheid verwendet in der Verwaltung ausschließlich Papier mit dem Blauen Engel. Im Papieratlas-Städtewettbewerb 2020 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) erreicht die Stadt den zehnten Platz gemeinsam mit Heidelberg. Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr an Freiburg und Siegen als „Mehrfachsieger“, Erlangen als „Recyclingpapierfreundlichste Stadt“ und Cuxhaven als „Aufsteiger des Jahres“. Der Papieratlas bildet seit 2008 den Papierverbrauch und den Anteil von Papier mit dem Blauen Engel in deutschen Städten ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. In diesem Jahr erreichen die 99 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 91 Prozent eine neue Bestmarke.

Die Stadt Remscheid leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Remscheid im vergangenen Jahr eine Einsparung von mehr als 1.841.000 Liter Wasser und über 379.000 Kilowattstunden Energie bewirken. Neben dem Städtewettbewerb findet der „Papieratlas“ seit 2016 für Hochschulen und seit 2018 auch für Landkreise statt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Universität Tübingen, die FernUniversität in Hagen und die Universität zu Köln sowie an den Kreis Paderborn und den Ilm-Kreis. (nach Pressemitteilung der Stadt Remscheid)

Ralf Wieber: „Walk-in ist auf der Alleestraße falsch!“

Pressemitteilung der CDU

Der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Innenstadt, Ralf Wieber, kritisiert den Standort für den Corona WALK-IN auf der zentralen Einkaufsmeile in der Remscheider Innenstadt: „Keiner bestreitet, dass wir große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Zahl der Neuinfektionen in Remscheid möglichst gering zu halten. Aber wie man auf die Idee kommen konnte, eine solche Anlaufstelle ausgerechnet so prominent auf der Alleestraße zu platzieren, verstehe ich nicht. Will man die Alleestraße mit Vorsatz kaputt machen? Es kann und darf doch nicht sein, dass die Verantwortlichen bei der Stadt es unseren Einzelhändlern und Geschäftsleuten zusätzlich schwer machen. Wenn man auf der Suche nach einem zentralen Platz war, dann hätte man die Corona-Anlaufstelle auch direkt vor das Rathaus positionieren können. Es ist ja unbestritten, dass die Stadt eine Infrastruktur vorhalten muss, wo sich die Bürger auch außerhalb der Arztpraxen testen lassen können. Doch bei der Standortwahl muss doch auch bedacht werden, welche Kollateralschäden – zum Beispiel für die Geschäfte auf der Alleestraße – mit einer solchen Maßnahme verbunden sind. Die Absicht ist gut, die Umsetzung und die Standortwahl sind katastrophal. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, im Vorfeld einmal mit den Akteuren auf der Alleestraße zu sprechen. Durch dieses undurchdachte Vorgehen ist nun viel Porzellan zerschlagen worden. Schade, dass man es so unserer Remscheider Geschäftswelt zusätzlich schwer macht, einigermaßen über die Runden zu kommen.“