Skip to content

Eschbach: Geröll und Schotter werden beseitigt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Wupperverband startet ab dem 27. Juni mit Arbeiten im Eschbach in Solingen-Unterburg. Dann wird eine Firma Geröll und Schotter aus dem Bachbett räumen, das der Eschbach bei dem extremen Hochwasser am 14. Juli 2021 mit sich geführt hatte. Durch den ebenfalls extrem hohen Wasserstand in der Wupper wurde der Eschbach im Unterlauf zurückgestaut. So wurde auch das Geröll ausgebremst und hat sich im Unterlauf des Bachs abgelagert. Damit das Bachbett wieder die Tiefe zurückbekommt, die der Wupperverband durch die Hochwasserschutzmaßnahme erzielt hatte, kommt nun ein kleiner Bagger zum Einsatz, um schrittweise ca. 1.300 m³ Material zu entfernen.
Die Eschbachstraße bleibt durchgängig befahrbar. Eine Ampelregelung ist wegen der Fahrbahneinschränkung nicht notwendig. Im Bereich der wandernden Baustelle kann auf Sicht um die Fahrbahnverengung herumgefahren werden. Die Arbeiten beginnen in Höhe der Eschbachstraße 114 und werden in Fließrichtung bis zur Brücke Schlossbergstraße ausgeführt.

Parkmöglichkeiten im Bereich der touristischen Attraktionen von Solingen-Unterburg werden durch die Arbeiten nicht beansprucht. Für Baustelleneinrichtung und –andienung wird ein Platz am Busbahnhof genutzt. Wenn das Wetter mitspielt und der Bach eine niedrige Wasserführung hat, dauern die Arbeiten rund sechs Wochen. Sie sind verkehrsbedingt werktags jeweils zwischen 8.30 und 15.30 Uhr geplant. Es handelt sich um eine kleine Baustelleneinrichtung, die sowohl optisch als auch verkehrstechnisch nur eine geringfügige Beeinträchtigung darstellt. In dem Bereich, in dem jeweils aktuell gearbeitet wird, werden etwa zwei Lkw-Längen der Eschbachstraße zur Baustellenandienung benötigt. Der kleine Bagger wird von dort aus täglich in das enge Bachbett ein- und ausgehoben, und das ausgebaggerte Geröll wird abtransportiert. Die Arbeiten erfolgen „in der fließenden Welle“. Eine Wasserhaltung im Eschbach oder andere Vorrichtungen sind nicht erforderlich. Projektleitung und Baufirma werden frühzeitig die Anlieger in den jeweiligen Abschnitten informieren.

Die TBR zur Entsorgung von Gartenabfällen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Seit Juni ist die Abgabe von Gartenabfällen nicht mehr auf dem Schützenplatz, sondern nur auf dem Wertstoffhof innerhalb der Öffnungszeiten möglich – für Anlieferungen mit dem PKW ohne Termin. Anlieferungen von Grünabfällen mit Anhängern und großen Transportern – das betrifft insbesondere Gewerbetreibende – können auf dem Wertstoffhof nur mit Termin entgegengenommen werden. Hier geht´s zur Terminvereinbarung. Grünabfallanlieferungen, die nicht von Remscheider Bürgerinnen und Bürgern stammen, werden ausnahmslos abgewiesen. Die mobilen Gartenabfallsammlungen in den Stadtbezirken werden samstags in den Monaten Juli, August, September und Oktober angeboten.

Aktionstag am 23. Juni: „Dein Klo sagt No!“

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Zum sechsten Mal findet der Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni statt. Laut dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sind 283.000 Menschen in der Daseinsvorsorge tätig. Hinter der Daseinsvorsorge verbergen sich die für uns selbstverständliche Versorgung z. B. mit Strom und Wasser und die Entsorgung von Müll und Abwasser. Ohne die Versorgungssicherheit würde unser Alltag nicht funktionieren.

Diesen Tag nutzen der Wupperverband und die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) flankiert von weiteren Ver- und Entsorgern im Wuppergebiet, um auf ein aktuelles Thema aufmerksam zu machen: Jahr für Jahr gelangt Abfall über die Toilette in das Abwasser, der dort nicht hineingehört. Dadurch entstehen unnötig Arbeit und Kosten. Viele haben sicher noch die Bilder des eindrucksvollen Fettbergs aus den Londoner Abwasserleitungen vor Augen. Die Beteiligten wollen deshalb nun sensibilisieren und informieren, wie der Müll richtig entsorgt werden kann. Der Wupperverband und die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben deshalb für den Tag der Daseinsvorsorge die Aktion „Dein Klo sagt No!“ initiiert. Auch die Technischen Betriebe Solingen sowie WSW Energie & Wasser AG in Wuppertal und die Technischen Werke Burscheid sind mit an Bord.

Mit einem Aktionslogo, Bannern, Aufklebern und Infokarten machen die Unternehmen darauf aufmerksam, dass Abfälle nicht in die Toilette gehören. In Remscheid gibt es am 23. Juni auf der Alleestraße vor dem Allee-Center von 12 bis 17 Uhr einen Info- und Aktionsstand von TBR und Wupperverband rund um das Thema „keinen Müll ins WC“ mit einer Spielaktion und einem Rätsel. Auch in Wuppertal, Solingen und Burscheid kommt das gemeinsame Infomaterial bei der WSW Energie & Wasser AG, den Technischen Betrieben Solingen und den Technischen Werken Burscheid zum Einsatz.

Hygieneartikel wie Feuchttücher, Binden, Tampons, Wattestäbchen, Windeln und Kondome verstopfen die Rohre und Pumpen. Feuchttücher / Lappen sowie Haare und Zahnseide führen zu Verstopfungen. Sie gehören in den Restmüll. Essenreste, besonders kalte Fette, verkleben die Rohre und locken Ratten an. Gekochte Lebensmittel gehören in die Restmülltonne, rohes Obst und Gemüse in den Biomüll.

Wenn Medikamente über die Toilette ins Abwasser gelangen, entsteht ein giftiger Cocktail, der an der Kläranlage nicht vollständig aufgehalten werden kann. Medikamente gehören in den Restmüll und gelangen so in die Müllverbrennung. Chemikalien wie Säuren, Farben, Lacke, Altöl, Verdünner und ähnliches: Sie belasten das Abwasser, die Kanalisation und letztlich auch unsere Flüsse. Sie gehören in die Schadstoffsammlung. WC-Steine, Wasserkastenzusätze belasten unnötig das Abwasser. Solche Zusätze sind nicht notwendig. Das WC mit umweltfreundlichem Reiniger sauber machen, das schützt auch vor Gerüchen.

2023 werden Alternativen zur Einwegverpackung Pflicht

Pressemitteilung der der Bergischen IHK

Ab 1. Juli besteht für alle Unternehmen eine Registrierungspflicht beim Zentralen Verpackungsregister, wenn sie Verpackungen wie Papiertüten, Pappbecher etc. an Kunden übergeben (www.verpackungsregister.de). „Bisher reichte es, bei der Bestellung von Verpackungen die Lieferanten mit der Beteiligung am dualen Entsorgungssystem zu beauftragen,“ stellt Dr. Daria Stottrop, Handelsexpertin der Bergischen IHK, fest. Ab kommendem Monat müssen sich Unternehmen zusätzlich gebührenfrei registrieren und angeben, ob die weiteren Pflichten von einem Lieferanten übernommen werden. „Wir befürchten, dass sich etliche Handels- und Dienstleistungsunternehmen darüber nicht im Klaren sind und die Frist verstreichen lassen,“ so Stottrop.

Bereits im Juli 2021 trat das geänderte Verpackungsgesetz in Kraft; einige Regelungen werden jedoch verzögert eingeführt. „Auch auf elektronischen Marktplätzen und im Versandhandel greifen ab dem 1. Juli 2022 die Vorgaben des Verpackungsgesetzes,“ erläutert Volker Neumann, IHK-Umweltexperte. „Elektronische Marktplätze dürfen auf ihren Plattformen nur noch Waren von Händlern und Verkäufern anbieten, wenn diese im Verpackungsregister LUCID registriert sind und den jeweiligen Pflichten nachkommen.“

Ab 2023 müssen Gastronomiebetriebe Mehrweg-Alternativen zu Einwegverpackungen für To-go-Getränke und Take-away-Essen anbieten. Hier weist die Bergische IHK auf den höheren zeitlichen Aufwand bei der Vorbereitung eines Mehrweg-Systems hin. Kleinere Verkaufsstellen sind von einigen der Mehrweg-Pflichten ausgenommen.

Noch Plätze frei im Ferienprogramm "Natur"

Die Natur-Schule Grund hat noch freie Plätze im Ferienprogramm "Natur", dem aktuellen Sommerferienprogramm der Umweltbildungsstation. Gute Gelegenheit für Kurzentschlossene mit Kindern im Grundschulalter, diese noch kurzfristig zu informativen und spaßigen Ferienangeboten anzumelden.
Die Themen in der ersten Ferienwoche:
  • Montag, 27.06.: Wir erforschen die Natur-Schule
  • Dienstag, 28.06.: Grunder Tierleben
  • Mittwoch, 29.06.: Fleißig wie eine Biene
  • Donnerstag, 30.06.: Wir entdecken Kräuter
  • Freitag, 01.07.: Natur erleben mit allen Sinnen
Die Ferien-Veranstaltungen dauern jeweils von 10 bis 13 Uhr. Weitere Informationen, z.B. zu Inhalten und Kosten, sind zu finden auf www.natur-schule-grund.de.Anmeldungen sind jederzeit möglich NUR per Mail unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.Es gibt auch noch freie Plätze bei der Nachtwanderung für  Familien zum Auftakt der Ferien am Samstag, 25. Juni., von 21 bis 23:30 Uhr.

Wie verhält man sich bei einem Brand richtig?

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nachdem es im Rahmen der Informationskampagne „Zivil- und Katastrophenschutz in Remscheid“ in der vergangenen Woche um richtiges Verhalten bei Unwetter ging, wird heute erklärt, was bei Ausbruch eines Feuers zu tun ist.  Wenn es brennt, ist schnell das eigene Leben in Gefahr. Lebensbedrohlich sind vor allem giftige Gase, die beim Verbrennungsprozess entstehen und sich unbemerkt verbreiten. Aber auch das Feuer an sich hat zerstörerische Wirkung – auf Leib und Leben und nicht zuletzt auch auf das eigene Hab und Gut. Deswegen ist im Falle eines Brandes schnelles und richtiges Handeln gefragt. Wie das aussieht, erklärt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK). Die Sicherheit von Menschen hat dabei immer Vorrang.

Wenn das Feuer gerade ausgebrochen ist:

  • Unternehmen Sie nur Löschversuche, wenn sie sich dadurch nicht gefährden!
  • Elektrischen Strom im Gefahrenbereich ausschalten! Achtung Stromschlag!
  • Brennendes Fett und andere flüssige Brennstoffe nie mit Wasser löschen! Pfannen runter vom Herd, Herd ausstellen, Deckel drauf zur Branderstickung!
  • Löschen Sie immer von unten nach oben und von der Seite zur Mitte hin!

Wenn Löschversuche nicht möglich sind:

  • Fallen Sie nicht in Panik!
  • Alarmieren Sie die  Feuerwehr unter 112!
  • Schließen Sie die Fenster! Aber nur, wenn Sie sich dadurch nicht gefährden!
  • Betreten Sie keine verqualmten Räume! Sind Sie schon drin, runter auf den Boden und durchrobben, von außen die Tür schließen – aber nicht abschließen!
  • Warnen Sie andere und bringen Sie sich in Sicherheit! Niemand darf zurückbleiben!
  • Brandschutztüren und Brandabschnittstüren bleiben selbstverständlich geschlossen! Sie sind aber NIE abgeschlossen!
  • Nutzen Sie nicht den Fahrstuhl!
  • Halten Sie Schlüssel für Räume und Fenster, die möglicherweise geöffnet werden müssen, für die Feuerwehr parat!

Durch richtiges Verhalten sollte ein Brand natürlich gar nicht erst entstehen. Und auch die Folgen eines möglichen Brandes lassen sich im Vorab durch richtiges Verhalten deutlich abmildern. Das BKK gibt auch hierzu viele Tipps, die Leben retten können:

  • In jeden Raum bis auf Küche und Bad gehört ein Brandmelder.
  • Schaffen Sie sich einen Feuerlöscher an – am besten auch fürs Auto. Machen Sie sich mit seiner Bedienung vertraut und lassen Sie ihn regelmäßig warten.
  • Lassen Sie offenes Licht nie unbeaufsichtigt.
  • Entfernen Sie aus Keller und Dachboden leicht brennbares Material.
  • Elektrische Geräte sollten immer in Ordnung sein.
  • Fluchtwege sollten immer frei bleiben.
  • Feuerwehrzufahrten und Hydranten müssen immer frei bleiben.

Auch für unterwegs gilt: Machen Sie sich immer mit Ihrer Umgebung vertraut, damit Sie im Brandfall den Fluchtweg oder den Feuerlöscher oder eine Notrufsäule finden.

Niederschläge lagen im Mai zwischen 38 und 98 Litern

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der Mai-Niederschlag fiel im Wuppergebiet örtlich recht unterschiedlich aus. Die Spanne reichte von rund 38 Litern Regen im gesamten Monat bis hin zu 98 Litern. Somit lagen einige Stationen ungefähr im Durchschnitt, andere deutlich darunter. Dies ergaben die Messungen des Wupperverbandes. Von den Tornados, die in Nordrhein-Westfalen tobten, blieb das Wuppergebiet zum Glück verschont.

Durchschnittlich fiel die Regenmenge an der Bever-Talsperre in Hückeswagen aus: Dort wurden insgesamt 82 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Im langjährigen Mittel sind es im Mai dort 79 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid lag die Regenmenge deutlich unter dem Durchschnitt: 54 Liter waren es dort, durchschnittlich sind es 82 Liter. Noch deutlicher fiel der Unterschied zum Mittel an der Messstelle Kläranlage Solingen-Burg aus: Dort wurden 38 Liter pro Quadratmeter gemessen, im Mittel sind es 88 Liter – hier fielen also 50 Liter weniger als üblich. Damit war Solingen-Burg auch die niederschlagärmste Messstation im Wuppergebiet. Die regenreichste Messstelle war diesmal an der Hauptverwaltung des Wupperverbandes in Wuppertal-Barmen mit 98 Litern.

Bioblitz: Remscheid hat schon 900 Arten gemeldet

 
In Remscheid wurden seit dem 1. Januar 2022 schon rund 900 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten gemeldet, obwohl die Vegetation erst mit leichter Verspätung ihre Entwicklung begonnen hat."Da ist noch ein erhebliches Potential vorhanden", sagt Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Leiter der Natur-Schule Grund, die der Remscheider Partner für den #BioBlitz2022 ist. Liesendahl freut sich, dass bereits über die Hälfte der prognostizierten Artenzahl erfüllt ist, und hofft jetzt natürlich auf noch mehr Arten.
 
Sparriges Kranzmoos
Sparriges Kranzmoos: Eines von vielen Moosen in Remscheid Foto: Jörg Liesendahl / Natur-Schule Grund
Beim BioBlitz2022 geht es darum, in einem "Wettbewerb" mit anderen Kreisen und Kreisfreien Städten aus dem gesamten Bundesgebiet innerhalb eines Jahres möglichst viele wildlebende Tier-, Pilz- und Pflanzenarten für das "eigene" Kreisgebiet zu finden.
Die Internet-Plattform observation.org und das LWL-Museum für Naturkunde in Münster stehen hinter dem #BioBlitz2022 und bieten unter der Bezeichnung "obsidentify" u.a. eine kostenlose Bestimmungshilfe für  Smartphones an, so dass sich auch Naturfreund:innen ohne großartige Fachkenntnisse beteiligen können. Erforderlich ist für die dauerhafte Nutzung der App und die Teilnahme am #BioBlitz2022 eine einmalige und kostenfreie Registrierung bei www.observation.org.
Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt Bioblitz2022 auf der Website www.bioblitze.lwl.org bereit sowie weitere Informationen unter www.bioblitze.lwl.org | https://observation.org/
Interessierte finden die (Zwischen-)Ergebnisse der Bioblitze 2022 hier:
https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2022
 
Das Team der Natur-Schule Grund und rund 40 weitere Beobachter:innen in ganz Remscheid konnten vom Weißstorch bis zur Veränderlichen Krabbenspinne, von diversen Schmetterlingen bis hin zu etlichen Pilzen interessante Beobachtungen zusammentragen. Je nach Jahreszeit sind noch zahlreiche weitere Arten zu erwarten. Für Jörg Liesendahl sind beispielsweise zur Zeit folgende Lebewesen interessant: Mädesüß-Perlmutterfalter und Schwalbenschwanz (Tagfalter), Wanzen und Käfer sowie Wiesenblumen jeder Art, Dachs, Hermelin und Mauswiesel, da von diesen noch keine Meldung vorliegt. Ebenfalls noch nicht belegt ist der Schwarzstorch, der inzwischen in einigen Remscheider Bachtälern zu Hause ist.

Ausstellung im Ämterhaus zu nachhaltigem Konsum

„Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“ ist eine Ausstellung der Verbraucherzentrale NRW überschrieben, die noch bis zum 21. Juli im Ämterhaus, in der Elberfelder Str. 32 - 36, zu sehen ist. Sie zeigt in sechs Stationen, wie nachhaltige – also umweltfreundliche und sozialverträgliche – Konsum-Entscheidungen aussehen können. In der Themenwelt „Wohnen und Einrichten“ wird z.B. informiert über „Beleuchtung, Umweltlabels, Belüftung und Upcycling. Hier kann Leihen, Teilen und Tauschen als neue Konsumform entdeckt werden. In einem Tauschregal können sich Gäste etwas mitnehmen oder auch abgeben. Die Station „Arbeiten und Lernen“ gibt Tipps für ein nachhaltiges „Büro“ mit nachhaltigem Büromaterial und Ressourcensparen am PC. Ausgemusterte Handys müssen nicht zu Hause als Elektroschrott verstauben, sondern können zwecks Recycling in einer Handybox entsorgt werden. Informationen zu Produktionsketten von Kleidung, zu Textil-Labeln, die für nachhaltigere Kleidung stehen, finden sich in einem weiteren Modul. Vorgestellt werden daneben Themenbereiche wie „Ernährung und Genuss“, „Freizeit und unterwegs sein“ sowie „Plastikmüll vermeiden“. „Natürlich können wir mit dem Einkaufskorb allein nicht die Welt retten“, sagt Lydia Schwertner, Leiterin der Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. „Aber wir Verbraucher:innen entscheiden jeden Tag mit, ob es auf der Welt ein wenig umweltfreundlicher und gerechter zugeht.“ Die Ausstellung bietet dazu Anregungen für ganz alltägliche Entscheidungen. Etwa zum saisonalen Kochen, zum plastikarmen Einkauf oder zu nachhaltiger Freizeitgestaltung. Jede Station bietet Mitmachelemente an.

Dass nachhaltiger Konsum einfacher wird, dafür setzt sich die Verbraucherzentrale NRW schon seit vielen Jahren bei Politik und Wirtschaft ein. Manchmal sind es auch Gewohnheiten, die nachhaltigem Konsum im Weg stehen. „Manche Dinge müssen einfacher werden, andere muss man einfach machen.“ so Lydia Schwertner. Bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung am Dienstag betonte Umweltdezernentin Barbara Reul-Nocke: "Die Verantwortung für mehr nachhaltigen Konsum liegt nicht alleine bei der Politik oder der Wirtschaft. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher können mit unseren Konsumentscheidungen zu einer zukunftsfähigen Entwicklung beitragen. Wir wissen, dass die Menschheit mehr Ressourcen verbraucht, als die Welt bereitstellt und dürfen nicht so weitermachen. Es gibt nur eine Erde um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken.“ Die Ausstellung wurde vom Fachdienst Umwelt, Abteilung Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität nach Remscheid geholt.

 

Beatrice Schlieper: „Könnten wir uns das wirklich leisten?"

Wasser aus Zisterne soll den Stadtparkteich retten“, berichtete der Waterbölles am 9. Juni. Die neuen Pläne zum Erhalt des mittlerweile ausgetrockneten Teiches enthält eine Mitteilungsvorlage der Verwaltung, die gestern TBR-Chef Michael Zirngiebl der Bezirksvertretung Alt-Remscheid als erstem politischen Gremien vorlegte. Die Kosten der Sanierung und Erweiterung des Stadtparkteichs beziffert die Stadtverwaltung mit 1.121.575 Euro. Für die Sanierung des Stadtparkteiches stehen im Investitionsprogramm 466.800 Euro zur Verfügung – verteilt auf die Jahre 2023 und 2024. Da fehlen also noch 654.775 Euro. Und eine geplante Aufwertung des Eingangsbereichs zum Stadtpark wird mit 665.000 Euro veranschlagt; dafür sind derzeit noch gar keine Haushaltsmittel im Investitionsprogramm eingeplant.

Als sehr sinnvoll bezeichnete Zirngiebl die „grüne“ Neugestaltung des Eingangs zum Stadtpark ab Martin-Luther-Straße. Auf Nachfrage von Beatrice Schlieper, Grüne, zur kostspieligen Sanierung des Teiches räumte er allerdings ein, dass es auch vorstellbar wäre, auf die Wasserfläche zu verzichten und das jetzige Gelände für Spaziergänger durch einen Steg und ein Podest aufzuwerten. Denn: „Das Gelände zeigt heute eine größere Artenvielfalt als zu seinen Teich-Zeiten!“

„Könnten wir uns eine Teichsanierung angesichts der Finanzmisere der Stadt wirklich leisten?“, fragte Schlieper. „Das sollten wir uns ernsthaft überlegen. Die übrigen vorgeschlagenen Maßnahmen ließen sich dann vielleicht schrittweise realisieren!“ Das sei eine politische Entscheidung, hielt sich der TBR-Chef zurück, verwies aber dann doch darauf, dass die jüngste Erhöhung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank (EZB) die Kassenkredite der Stadt Remscheid um mehrere Millionen Euro erhöhe.

Waterbölles-Kurzkommentar: In der Frage der Teichsanierung dürfte Stadtkämmerer Sven Wiertz ein wichtiges Wort mitreden. Nicht alles, was wünschenswert wäre, kann auch Wirklichkeit werden. Politik muss realitätsnah bleiben. Die Zeiten des alten Roms mit „Brot und Spielen“ fürs Volk kommen nicht wieder, und das ist auch gut so. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sollte seine Anweisung an die TBR überdenken, schon jetzt mit der Planung der Teichsanierung samt Bau einer Zisterne zu beginnen. Die dürfte nach solider Haushaltsführung erst beginnen, wenn die Finanzierung steht.

Nicht ungewöhnlich, dass Bäume Schatten werfen...

Bäume können eine Zierde sein, aber auch eine Last. Den einen werfen sie zu viel Schatten, den anderen (im Sommer) zu wenig. Und im Herbst, wenn sie ihre Blätter abwerfen, wünscht man sich die Straßenreinigung der Stadt herbei. So scheint es auch den Platanen an der Straße Neuenhof zu gehen. Darauf lässt eine Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 22. Juni schließen. Zitat: „Der von den Platanen verursachte Laubfall stellt keinen Grund dar, die Baumkronen in ihrem Volumen zu verringern. Im Kontext mit den bekannten Wohlfahrtswirkungen der innerstädtischen Bäume und der sogenannten Sozialpflichtigkeit des Eigentums stellt der Aufwand zur Beseitigung des anfallenden Laubes eine zumutbare Beeinträchtigung für die jeweiligen Anwohner dar.“ Auch lägen für weitergehende Kronenbeschneidungen oder drastische Einkürzungen an den Bäumen keine zwingenden Gründe vor, so Michael Zirngiebl, der Betriebsleiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR).

Allerdings wollen die TBR künftig die Baumkronen, sofern nötig, seitlich stärker einkürzen, damit Fassaden- und Dächer besser belichtet werden. ÏIm Übrigen teilen die TBR mit: „Die Platanen der Straße Neuenhof werden vom Geschäftsbereich Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft regelmäßig, in einem Turnus von etwa neun Monaten, auf ihren Zustand kontrolliert. Hierbei werden nicht nur Schäden an den Bäumen erfasst und etwaig sich daraus ergebende notwendige Maßnahmen, wie z.B. die Entfernung von sicherheitsrelevantem Totholz. U.a. wird auch geprüft, ob Beeinträchtigungen für angrenzende Bausubstanz durch die Baumkronen verursacht werden. Dies sind z.B. Äste, welche eine Gebäudefassade, Dachflächen oder auch Dachrinnen berühren und damit auch schädigen können. Sofern derartige Beeinträchtigungen vorgefunden werden, wird ein notwendiger Rückschnitt der Baumkronen in einem angemessenen Rahmen, in der Regel um ca. zwei Meter, durchgeführt.“ Das sei derzeit aber nicht erforderlich. Auch ermögliche „der Abstand des äußeren Astwerkes der Bäume im Sommer einen, wenn auch nur mäßigen, direkten Lichteinfall des Sonnenlichts auf die Straße“ und reduziere die Beschattung.