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Vor 100 Jahren zog am Kaiserplatz Militär ein

Repros Lenneparchiv Schmidtvon Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper,
heute sehen wir wie Aufnahmen vom Mollplatz, die am Ende des Ersten Weltkrieges bzw. am Anfang der 1920er Jahre gemacht wurden, als der Platz noch Kaiserplatz hieß. Bildautor war der Lenneper Fritz Lüns, dessen Familie über viele Jahrzehnte oben auf der Knusthöhe wohnte. Das große vor 1830 entstandene Haus im Hintergrund, das im ersten Stockwerk 1848/49 auch Versammlungsort einer bürgerlich revolutionären Lenneper „Parlamentsgesellschaft“ war, stand bis 1970 gegenüber des Berliner Hofs und gehörte nacheinander mehreren Tuchfabrikanten und Lenneper Geschäftsleuten, bevor es 1910 vom Baumeister Arthur Schmidt (1867-1945) für seine immer größer werdende Familie angekauft wurde.

In Parterre sehen wir die großen Schaufensterscheiben des Geschäfts der „Gebrüder Bauerband“, die in Remscheid, Lennep und Opladen jeweils eine Handlung für Öfen und Herde betrieben, die man auf dem Foto bei näherer Betrachtung auch gut erkennen kann. „Das „führende Lenneper Spezialhaus“ empfahl sich damals für Nähmaschinen, Fahrräder, Wasch- und Wringmaschinen.

Rechts hinten auf dem Foto sieht man noch eine Stirnseite des damaligen preußischen Postamtes am Beginn der Lüttringhauser Straße, in dem später lange Zeit die Lenneper Polizeistation untergebracht war. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich nach dem Zweiten Weltkrieg -noch ein kleines Kind- von älteren Kameraden dorthin geschickt wurde, um den Fund eines toten Kindes auf dem Grundstück links neben Hagers Gässchen zu melden. Auf diesem Grundstück befand sich vormals die 1858 entstandene Villa Poststraße 5 des Fabrikanten Daniel Hilger, die damals schon der Familie Fritz Hardt gehörte und im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff auf dem Lenneper Bahnhof ausradiert wurde. Übrigens: Der herbeigerufene Polizist, noch mit dem traditionellen Tschako auf dem Kopf, identifizierte die angebliche Kindesleiche glücklicherweise als verdreckte Puppe.

Repros Lenneparchiv SchmidtGegen Ende des Ersten Weltkrieges zogen größere Teile deutscher Truppen auch durch Lennep in ihre Heimat und Standorte zurück, später kamen dann die Franzosen im Jahre 1923 im Zusammenhang der Ruhrbesetzung. Gern übernachteten die Offiziere im beschlagnahmten Hotel "Berliner Hof", manche wurden aber auch in unserem Haus, damals mit der Straßenbezeichnung Poststraße 1, gegen den Willen der Bewohner einquartiert, woran die Kinder später noch gut erinnern konnten. Aus dem Französischunterricht fiel ihnen dabei noch der Eselsbrückenspruch ein: „Voulez vous Kartoffelsupp avec verbrannte Klöß? Non, monsieur, je danke vous, je n'ai pas appétit dazu.“ Die Schwierigkeiten bei der Einquartierung der Franzosen und die Kontakte zu ihnen waren in der Familie noch Jahrzehnte Gesprächsstoff und wurden u.a. in einem privaten Lenneper Erinnerungsbuch festgehalten. Die Deutschen durften damals nur den villenseitigen Bürgersteig der Poststraße benutzen und ihre Abneigung gegen „die Franzosen“ war natürlich groß.

Die heute gezeigten Gebäude an der nordwestlichen Seite des Mollplatzes sind jetzt schon ein halbes Jahrhundert nicht mehr existent, sie wurden im Zusammenhang der Verbreiterung der Lenneper Poststraße, der seit den 1930er Jahren geplanten Umgestaltung des Mollplatzes und der unteren Lüttringhauser Straße in den 1960-er bzw. 1970-er Jahren abgerissen und durch "moderne" Bauten ersetzt. Insgesamt wurde die architektonische Einheit "vor dem Lüttringhauser Tor", entstanden in den 1820-er und 1830-er Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, auch ihre Verbindung zum historischen "Speckgürtel der Stadt" vom Kölner Tor über die Poststraße, den Thüringsberg bis zum Schwelmer Tor. Der geschichtliche Verlauf präsentiert sich auch in den veränderten Straßenbezeichnungen und ihren Hausnummern. Das Anwesen auf dem großen Grundstück gegenüber dem Berliner Hof wurde ursprünglich als  Poststraße 1 gerechnet und war damit Teil einer Kette von Fabrikantenvillen zum Kölner Tor hin, später firmierte es als Mollplatz 7 und heute als Lüttringhauser Straße 2. Erinnerungen an das alte Lennep vor 50 bzw. 100 Jahren.

Von Lenneper Litfaßsäulen Mitte des 19. Jahrhunderts

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper, Mitte März gab es in der heimischen Presse Nachrichten über den Abbau früherer Litfaßsäulen, dabei war auch eine am Lenneper Kreishaus, wo das umgebende Areal nunmehr schöner gestaltet werden soll. Stimmt, das Zeitalter der Litfaßsäulen ist vorbei. Im heutigen Zeitalter der digitalisierten Nachrichtenübermittlung und einer Werbung, die sich ja sowieso immer der neuesten technischen Mittel bedient und dies auch muss. Als die Litfaßsäulen Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, da gab es unsere heutige digitalisierte Welt noch nicht, und man wandte die damals zeitgenössisch möglichen Werbemittel an. Im Internet bei Wikipedia lesen wir u.a.: Eine Litfaßsäule ist eine auf dem Gehweg von Straßen aufgestellte Anschlagsäule, an die Plakate geklebt werden. Sie wurde vom Berliner Drucker Ernst Litfaß erfunden und im Jahr 1854 erstmals verwirklicht. Die runde Säule zählt zum Bereich der Außenwerbung. Die Idee, Plakatsäulen aufzustellen, entstand u.a. auch, um der damals um sich greifenden Wildplakatierung entgegenzuwirken.“

Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, dass in Lennep die Litfaßsäulen eine durchaus große Rolle spielten. Am Mollplatz aufgewachsen, stand für mich die nächste Litfaßsäule direkt um die Ecke am Beginn der Lüttringhauser Straße vor dem ehemaligen preußischen Postgebäude, das nunmehr als Polizeistation genutzt wurde. Dort gab es auch eine Bushaltestelle. Und natürlich wurden die Litfaßsäulen vor allem dort aufgestellt, wo sich viele Menschen aufhielten bzw. vorbeikamen. In Lennep war dies der Fall auch am Bismarckplatz, am Kreishaus, an Kreuzungen etwa in der Friedrichstraße oder in der Nähe des Jahnplatzes und der Friedhöfe an der Ecke von Hardt- und Mühlenstraße und selbstverständlich auch am Stadion und am Lenneper Bahnhof.

Da kommt man auf die Idee, auch einmal in den historischen Lenneper Ansichtskarten nachzusehen, ob es bildliche Zeugnisse der Lenneper Litfaßsäulen gibt. Und siehe da, es gibt–– sogar so viele, dass wir sie hier gar nicht alle wiedergeben können. Um 1900 bis 1910, in einer prosperierenden Zeit, in der sehr viele interessante Ansichtskarten gedruckt wurden, entdeckt man u.a. auch solche, die den späteren baulichen Entwicklungen und den Straßenveränderungen durch die beiden Weltkriege weichen mussten, aber auch solche, die noch lange nach dem zweiten Weltkrieg Bestand hatten und genutzt wurden.

Zu den zeitgenössischen Werbemitteln gehörten natürlich auch die Menschen, die sie bearbeiteten und auf dem neuesten Stand hielten. Schließlich gab es ja immer neue Nachrichten und Plakate, früher durchaus auch in kleineren Formaten, und alle mussten natürlich genehmigt und die Präsentation auch bezahlt werden. Schon in der preußischen Zeit ging das natürlich seinen ordnungsgemäßen Gang. Mancher von uns erinnert sich vielleicht noch, wie zwischendurch nach und nach die Papierschichtdicke an den Säulen immer mehr zunahm, und dass nach anhaltenderen Regengüssen dicke Plakatschichten durchweichten und teilweise oder ganz von den Säulen abfielen. Die jüngeren unter uns kennen wohl nur noch die Plakatkleber, die bereits im Auto vor die Plakatsäule fuhren und große Flächen beklebten, aber vor hundert Jahren sahen die "Zettelankleber" noch anders aus. In einem bereits mit Kleister beschmierten Kittel fuhren sie auch in unserem Städtchen Lennep meist auf einem Fahrrad von Säule zu Säule, mit einer umgehängten Tasche, die die gefalteten Zettel und Plakate enthielt, sowie einem Kleistertopf und einem großen Kleisterpinsel. Oft wurden die Arbeitsmittel auch auf einem Fahrradkarren transportiert, es gab um die vorletzte Jahrhundertwende dafür auch Hundegespanne. Ob es wie bei den sprichwörtlichen Berufstodesfällen der Bibliothekare auch Todesstürze von der mitgeführten Leiter gegeben hat, dies ist mir nicht bekannt, gemessen an der Höhe der preußisch genormten Normalsäule war eine besondere Höhe nicht notwendig.

In so manchem Lenneper Histörchen wird natürlich auch davon berichtet, dass Litfaßsäulen schon früh auch unbefugt genutzt wurden, von Verliebten und solchen, die anderen eher "etwas Böses anhängen" wollten, hier also an der Litfaßsäule, aber dies ist eine andere Geschichte und war natürlich bei Strafe verboten.

Wochenrückblick vom 23. bis 29. März 2020

 

W. C. Röntgen wird virtuell zum Leben erweckt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zum Röntgen-Doppel-Jubiläumsjahr (125 Jahre Entdeckung der Röntgenstrahlen und 175 Jahre Geburtstag von Wilhelm Conrad Röntgen) hat das Deutsche Röntgen-Museum zusammen mit dem Remscheider Unternehmen Klostermann Ingenieurbüro und Vertriebsgesellschaft mbH und dem Solinger Unternehmen EXCIT3D GmbH Wilhelm Conrad Röntgen virtuell zum Leben zu erwecken. Aufgezeigt werden die Möglichkeiten der Datenaufnahme mit Highend- Digitalisiersystemen, die Aufbereitung der Scandaten, das Textuieren (farbliches Aufwerten) von Scandaten und die Animation in voller Körpergröße, und schon präsentiert sich dem Betrachter ein Wilhelm Conrad Röntgen, der sich bewegt und spricht. Das Ziel am Ende ist es, die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen per Augmented Reality für alle auf den Social Media Kanälen der Projektbeteiligten erlebbar zu machen. Für die ersten eingehenden substanziellen 50 Kommentare stiftet die Firma Klostermann kostenlose Eintrittskarten für das Deutsche Röntgen-Museum.

Nachfolgend die Links zu den Akteuren:

  • Klostermann Ingenieurbüro und Vertriebsgesellschaft mbH:
    Facebook https://www.facebook.com/Klostermann.Remscheid/
  • EXCIT3D GmbH:
    Facebook: https://www.facebook.com/EXCIT3D/;
    Instagram:
    https://www.instagram.com/excit3d_gmbh/;
    LinkedIn https://www.linkedin.com/company/excit3d-gmbh/?viewAsMember=true;
    Youtube https://www.youtube.com/channel/UC6f7NIYmHawyfEVMK8w4Ivw;
    Pinterest https://www.pinterest.de/excit3d/.
  • Deutsches Röntgen-Museum:
    Facebook https://www.facebook.com/roentgen.museum/;
    Instagram https://www.instagram.com/roentgenmuseum/.

Als man in den Remscheider Bergen noch nach Eisen suchte

Sammlung: BaadeSeit etwa 700 n. Chr. dringen fränkische Siedler aus der Rheinebene nach Osten vor und roden große Teile des Bergischen Landes, das vorher ein unbesiedeltes Waldland war. Dieser Siedlungsvorgang geht bei uns schrittweise vor sich von Opladen bis Radevormwald. Um 1000 n. Chr. sind fast alle heutigen Ortsnamen vorhanden und wurden früher oder später in den Urkunden genannt. Die Besiedlungsperiode war damit abgeschlossen. Die Siedler entdeckten an verschiedenen Stellen im Bergischen Land an der starken braunen Bodenverfärbung lokale Eisenerzvorkommen. Spätestens seit 900 n. Chr. beginnt man bei uns an einigen Stellen, die Eisenerze abzubauen und in einfachen Eisenschmelzöfen zu verhütten. Einen solchen Schmelzofen entdeckte 1935 der verstorbene Heimatforscher Wilhelm Blankertz in der Mul bei Hückeswagen. Die bei diesem Ofen gefundenen und durch Dr. Hans Knübel untersuchten Gefäßscherben von Pingsdorfer Keramik und fränkisch- karolingischen Kugeltöpfen deuten darauf hin, dass er frühmittelalterlich ist und mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Zeit um 900 n. Chr. stammt. Dieser Schmelzofen steht heute im Historischen Zentrum in Remscheid (Deutsches Werkzeugmuseum). Die Schlacken solcher mittelalterlichen Eisenschmelzen finden sich verstreut an zahlreichen Stellen unserer Heimat. 1953 wurde an einem Schlackenplatz im Burgholz bei Cronenberg die Schlacke untersucht. Es wurden wieder Scherben von Pingsdorfer Keramik gefunden, die anzeigen,  dass auch diese Eisenschmelze frühmittelalterlich und in die Zeit um 1000 - 1100 n. Chr. einzuordnen ist. Die erste Epoche bergischer Eisenerzgewinnung mit ihrer Verhüttung und Verarbeitung reicht in die frühgeschichtliche Zeit hinab. Ihre Rückstände liegen noch haufenweise in unseren Wäldern oder bis 1, 20 m tief im Wiesenboden unserer engen Täler. Viele der Schlackenberge fassen nach fachmännischer Schätzung 50 - 70 Doppelwaggons Inhalt und enthalten bis zu 69% Eisen. Eine Menge von Fundstücken an den Arbeitsstätten,  kleine Hufeisen, ein Pferdebissel, die älteste bergische Tüllenaxt, ausgeschmiedete Eisenstücke für Werkzeuge, Messer, Lanzen und Schwerter, raue graue Topfreste,  zahlreiche Scherben schwarzer Kugelam- phoren weisen diese älteste bergische Eisenindustrie in die frühgermanische Zeit; die häufig gefundene Pingsdorfer Ware setzt ihr Ende in die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts. Der damalige Bergbau war ursprünglich ausschließlich der Tagebau. Zunächst sammelte man die vom Wasser losgelösten und in den Talmulden zusammengetriebenen Brauneisensteinknollen. Fand sich der Brauneisenstein in mannstiefen Löchern, so hob man diese aus, zeigte er sich in Gängen, so folgte man ihnen, bis sie,  oft plötzlich, abbrachen. Bruchstücke von Schmelzöfen finden sich massenhaft in bergischen Wäldern und Tälern. Kalk als Flussmittel ist unbekannt. Nur weiches Schmiedeeisen wurde erzeugt, das aber durch fortgesetztes Abschrecken, Nachglühen und Hämmern stahlhart geschmiedet wurde. Verhüttet wurde mit Holzkohle. Die Meilerplätze sind wieder aufgefunden und liegen teilweise tief in der Erde, wobei man im Gelpetal auch an der Oberfläche Meilerstandorte ausmachen kann. Heimatforscher Blankertz aus Hückeswagen hat etwa 200 der alten Arbeitsbezirke wieder aufgefunden, wobei jeder eine geschlossene Einheit mit Erzabbaustelle, Verhüttungsstätte,  Meileranlage, Schreckteich und Schmiedeplatz darstellte. Um 830 fand diese älteste bergische Eisengewinnung und -verarbeitung ihr Ende. Der Grund war die Erschöpfung des Heimatbodens an nutzbaren Erzen. Nie wieder ist der heimische Bergbau zu solch einer Blüte gelangt. Über mittelalterlichen Erzabbau und die Metallverarbeitung besitzen wir allerdings nur wenige urkundliche Belege. Als wichtigste nennt Blankertz aus einem Beleg: "Karl der Große pflegt das Eisenhandwerk auf seinen Königshöfen und verbietet die Ausfuhr von Eisen- und Eisenwaren." 1120 werden die Erzgruben bei Lüderich genannt, 1137 schenkt Kaiser Rotbart die Silbergruben auf dem Reichshof Eckenhagen seinem Kanzler Reinhold von Dassel, 1275 wird Wipperfürth Münzstätte, 1369 schließt Graf Wilhelm II. mit Remscheider Schmieden einen Erbvertrag über den Hohenwald "das Remscheid" genannt. Vor 1400 gibt es Eisengewinnung und Eisenverarbeitung in Breckerfeld.

Inneres einer Remscheider Eisensteingrube. Sammlung: R. Baade1437 erhalten die bergischen Herzöge das Bergregal, 1480 findet sich "lenneper yser" in den Accisenrollen zu Osnabrück. Von einem heimischen Bergbau ist nur noch andeutungsweise die Rede. Warum ist der Abbau bei uns eingeschlafen? Diese Erklärung ist in bisher allen Unterlagen, die ich eingesehen habe, von allen Autoren falsch dargestellt worden, weil jeder von jedem irgendwie abgeschrieben hat. Karl Roesch und Martin Kühn aus Remscheid haben die bergischen Erze analysiert und kommen 1976 zu dem Schluss, dass bergisches Eisenerz einen zu hohen Phosphor- und Schwefelgehalt hatte. Das gewonnene bergische Eisen konnte ausschließlich zum Gießen benutzt werden, nicht zum Schmieden. Somit ist auch der Bezug von Eisenluppen aus dem Siegerland, speziell aus dem Müsener Berg (15. Jhdt.) über die Eisenstraße und ihre Hohlwege zu erklären. Der Müsener Berg enthielt verschieden Stollen, in denen verschiedenartige Erze abgebaut wurden, welche die Remscheider Schmiede zu ihrem späteren Raffinierstahl zurechtschmiedeten. Das Erz dieses Stahlberges enthielt an verschiedenen Stellen hohen Mangangehalt, dann wieder wenig Phosphor in einem anderen Stollen und im nächsten wenig Schwefel usw. Er wurde in den umliegenden Hütten zu "Stahlkuchen" erschmolzen und dann in Ladungen von 1.000 Pfund auf den sogenannten Hessenkarren nach Remscheid befördert, wo er von den hiesigen Hammerschmieden durch deren besonderes Schmiedeverfahren zu Raffinierstahl und somit zum besten Stahl seiner Zeit verarbeitet wurde. Die von Ploennies gegen 1715 gezeichnete Karte des Amtes Bornefeld zeigt … die alte Wegeverbindung von Remscheid über Birgderkamp, dann nördlich von den Höfen Stöcken und Heydt über Forsten; Wirtshagen und Waag nach Hückeswagen. Unterhalb Forsten, an dem Abstieg zum Dörpetal, ist auffallenderweise die Bezeichnung "Yser- Straße" eingetragen; im Jahre 1997 ist sie als Bodendenkmal unter Schutz gestellt worden. Sie ist ein Beweis, dass wir hier die erwähnte alte Verbindung vor uns haben,  auf der die Rohmaterialien für das Remscheider Eisengewerbe mühsam herangeschafft wurden.

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Als die Wiesenstraße noch von Wiese umgeben war

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde, diese schöne Ansichtskarte aus der Zeit um 1910 zeigt den Blick von der späteren Albert-Schmidt-Allee über die Wiesenstraße und den Lenneper Talkessel auf die heute so genannte Neustadt. Die Wiesenstraße machte damals, wie man sieht, ihrem Namen noch viel Ehre. Das dortige zentrale große Gebäude lag genau im Knick der Wiesenstraße und war ein paar Jahre vor der Entstehung dieser Postkarte von dem Remscheider Syndikus Dr. Thilo in Auftrag gegeben worden. Er realisierte damit ein Projekt der zwischen 1900 und 1910 im Bergischen Land öfters in Erscheinung getretenen Bewegung "Neubauten im Altbergischen Styl", einer Gruppe von Architekten, zu der in Lennep die Baumeister Arthur Schmidt und Paul Dürholt gehörten. Das Gebäude wurde im Krieg beschädigt und später gänzlich abgerissen.

Erkennbar ist heute nur noch der Zufahrtsweg und Hammerplatz

Jagenbergshammer. HIZ Remscheid

Etwa 40 Meter unterhalb des Ibachhammers im Hammertal befand sich der Abzweig zum Obergraben des Jagenbergshammers. Heute ist nur noch der Teich zu erkennen. Wie immer hatte auch dieser Hammer viele Namen: Ehringhauser Hammer, Henrichshammer,  Reinshagener Hammer, Hasenclevers Hammer, Jagenbergs Hammer.  Sein Wasser bezog er aus dem erwähnten Obergraben, der immer breiter Wurde und teichähnlichen Charakter hatte. Bereits 1622 ist er erwähnt in einem Erbpachtvertrag des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, Herzog von Berg. Damals ist der Hammer im Besitz von Peter Sichelschmidt und Henssen Kremenholtz,  die ihn wohl auch gebaut hatten. Somit zählt er zu den ältesten Hämmern im Lobachtal.

Henrichs zu Küppelstein folgt in der Besitzeraufstellung ab 1676. Mit seinem Sohn Rütger betreibt er den Hammer bis Anfang 1700, um ihn dann an die Familie Jagenberg zu Küppelstein abzugeben. Der Burger Kellner berichtet allerdings 1692 in seiner Aufstellung, dass die Witwe Franz Hasenclever zu Ehringhausen den Hammer besitzt mit einer Konzession von 1659 und der Hammer angeblich von ihr völlig restauriert worden ist. Verpachtet ist er zu dieser Zeit an Vater Henrichs und Sohn Rütger von Küppelstein. Erst 1765 erfolgt die Namensänderung auf „Jagenberg, vormals Henrichshammer“.  1810 wird von einem Jagenbergshammer des Johann Bernhard Hasenclever zu Ehringhausen geschrieben.

Am Jagenbergshammer. Foto: Hubert Felder1829 ist die Rede von drei oberschlächtigen Wasserrädern, die einen Hammer und zwei Gebläse treiben. Wie auch bei anderen Hämmern wird immer wieder darauf hingewiesen,  dass in den Sommermonaten aufgrund Wassermangels nicht voll gearbeitet werden konnte. 1834 wird dieser Hammer mit einem Meisterknecht und zwei Arbeitern im alleinigen Lohn des Besitzers betrieben, der eigenes Material verarbeiten lässt, um damit Handel zu betreiben. Nachdem er unter gleichen Bezeichnungen 1852 und 1853 als Raffinierstahlhammer erwähnt wird, ist im Remscheider Lagerbuch 1867 von einem Stillstand die Rede. Doch der währte nicht lange, denn bei Hasenclevers waren die Auftragsbücher immer gut gefüllt. Sie behielten diesen Hammer bis Anfang 1900 und gaben ihn dann an die Firma Altena & Neukirchen ab. Diese schmiedeten bis 1935 verschiedenste Werkzeuge, und der letzte Schmied („de Brida“) war für Paul Reifenrath als damaliger Stadtfotograf  ein beliebtes Fotoobjekt.

Zwischen 1945 und 1947 wurde der Hammer abgetragen und als Baumaterial verwendet. Noch heute lassen sich ein eigener Zufahrtsweg und der Hammerplatz vage erkennen. Auch an diesem Hammerplatz stand ein Wohnhaus.1831 bewohnte es der Tagelöhner David Schulte mit seiner Familie. 1869 gehörte das Wohnhaus der Witwe Ernst Hasenclever zu Ehringhausen; ab 1854 wohnte dort das Ehepaar August Winchenbach. (nach: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Wochenrückblick vom 16. bis 22. März 2020

 

Das Marscheider Tal war die Geburtsstätte von Dirostahl

Diederichshammer, Maler H. Gehlen 1929, Wohnhaus Diederichs, Hintergrund Dieneshammer und Wohnhaus Dienes. Repro: Dr. Manfred DiederichsÜber den abgelassenen Teich des Diederichshammers am Marscheider Bach bei Lüttringhausen schauen wir auf ein großes Fachwerkwohnhaus, das in den vergangenen Jahren sehr schön renoviert und verschiefert wurde. Schon 1640 betrieb ein Clemens Hammerschmidt zu Marscheid diesen Hammer. Seit spätestens 1668 wurde er von seinem Sohn Caspar geführt. Dessen Sohn Caspar der Jüngere betrieb den Hammer ab 1700. Bis 1800 ist nichts Weiteres überliefert, doch dann kommen die Gebrüder Motte ins Gespräch. 1800 ist dieser Hammer als "oberster Motte-Hammer" erwähnt; wie lange dort schon durch Mottes gearbeitet wurde, ist nicht festzustellen. 1804 erscheint er als Rohstahlhammer von Johann Gottlieb Motte in der Beek. Verschiedene Quellen beschicken den Hammerteich. 1824 ist nach Sterbefällen nur noch die Witwe Motte (A.M. Kotthaus) aufgeführt, die den Stahlraffinierhammer selbst und für eigene Rechnung betreibt.

Sie hat aber nicht selbst geschmiedet, sondern erst an Peter Noltzen und dann an Peter Tillmanns in der Clarenbach verpachtet. Diese arbeiteten mit drei oberschlächtigen Wasserrädern, welche den Schmiedehammer und die Blasebalge antrieben. 1828 liest man noch einmal vom "Wittib Motten- Hammer", wobei er 1829 als "mehrere Jahre nicht mehr in Betrieb gewesen" dargestellt wird (die Söhne waren wohl noch nicht ausgebildet). Mottes arbeiteten aber etwa bis 1890 darin. 1898 erfolgt der Umbau zum Stahlhammer. Franz Carl Diederichs arbeitete lange Zeit am Gründerhammer, wo er auch seine Lehre gemacht hatte, bevor er nach Kotte ins Herbringhauser Bachtal wechselte. Vor dem Bau der Herbringhauser Talsperre (1898) siedelte er um und begann im Dienes-Hammer mit dem Schmieden. Er pachtete den Motte- Hammer (danach Diederichshammer) von der "Familie Schmidt in Lüttringhausen- Kreuzbergstraße" am 1.1.1899. Bereits zum 1.1.1902 kaufte Franz Carl Von links nach rechts: Ernst Diederichs, unbekannt, Karl Diederichs (Vater von Dr. Manfred Diederichs), Herr Heinemann, Fritz Huppert, unbekannt, Carl Diederichs,Onkel. Foto: Dr. Manfred DiederichsDiederichs (Urgrosvater des heutigen Inhabers von DIROSTAHL, Dr. Manfred Diederichs) den Hammer auf. Leider verstarb er am 28.8.1902, also noch im gleichen Jahr, so dass die Witwe mit ihren Söhnen Carl (damals 24 Jahre alt) und Ernst (19) die Firma allein führen musste. 1914 wurde Carl zur Wehrmacht eingezogen, und Ernst führte alleine den Betrieb weiter. Aufträge hatte er genug. Wellen, Scheiben, Geschossböden usw. waren im Krieg sehr begehrt.

Beleuchten wir aber den Urgrosvater Franz Carl etwas näher, denn schließlich ist er der Begründer der heutigen Grosschmiede DIROSTAHL in Lüttringhausen, die als eine von wenigen heute noch existierenden Firmen mit Wasserkraft angefangen hat. Hierzu schreibt der heutige Inhaber Dr. Manfred Diederichs: "Mein Urgrosvater Franz Carl Diederichs wurde am 7.11.1842 in Lennep-Diepmannsbach als Sohn des Schumachers Johann Friedrich Diederichs (*2.10.1803 auf Kranenholl) geboren. Dieser ist mit seinem Beruf als Schuhmacher die einzige Unterbrechung in der Ahnenkette bis ins 16. Jahrhundert, da sonst alle männlichen Vorfahren Hammerschmiede im Bezirk zwischen Remscheid und Lüttringhausen waren.“

Franz Carl Diederichs heiratete am 7.12.1871 in Lüttringhausen die Ida Dahl (*19.9.1842 in Lennep-Hohenhagen, gest. 29.10.1924). Man wohnte offiziell bis zum 9.Mai 1898 in "Herbringhauser Bach 1", ab 9. Mai 1898 in "Ronsdorf, Marscheider Bach 11". Der älteste Sohn Carl (lt. Grabstein *6.8.1878) sei dann mit 14 Jahren zum Vater in die Lehre gegangen. Danach habe er etwa zwei Jahre bei C.G.Kotte im Marscheider Bachtal gearbeitet, sei dann zum Vater ins Herbringhauser Tal zurückgekehrt, bevor er dann zum Heeresdienst eingezogen wurde, den er von 1896 bis 1898 bei der Artillerie in Metz verbracht habe. Danach habe er im untersten Hammer bei P.F. Motte im Marscheider Bachtal geschmiedet. Auch der jüngere Sohn Ernst (*30.4.1883, gest. 9.4.1970) habe seine berufliche Laufbahn mit 14 Jahren beim Vater im Hammer begonnen, also 1897, und somit noch im Herbringhauser Bachtal.

Im Diederichshammer gab es einen größeren Wasserhammer mit 210 Schlägen pro Minute und einen kleineren mit etwa 300 Schlägen pro Minute an einer Hammerwelle. Das war technisch recht einfach zu regeln, indem man mehr Nocken (Dauer oder Daumen) an der Hammerwelle anbrachte, um höhere Schlagzahlen zu erreichen. Zu dieser Zeit arbeiteten erst drei, dann vier Männer im Betrieb. Produziert wurden Stabstahl für Radreifen und schwere Hufeisen sowie große Messer.

Fa. Diederichs um 1935. Foto: Dr. Manfred DiederichsNatürlich stammte alles Messermaterial aus dem legendären Raffinierstahl. Die Leistung dieses Wasserhammers hat bei etwa 500 kg Raffinierstahl pro Tag gelegen, der Umsatz bei 1.500 bis 2.000 Mark im Monat. Der Hammer wurde als reiner Schrotthammer geführt. Zunächst wurde Eisen zusammengeschweißt, Material für Radreifen geschmiedet, Hufeisenstahl an Wagenschmiede geliefert, Tonmesser für die Ziegelindustrie, Tonschneider und Flügelmesser hergestellt. Ein Problem war es, das der Marscheider Bach wesentlich kürzer als der Herbringhauser war und damit sein Wassereinzugsgebiet deutlich kleiner. Darum kaufte man 1903 die erste Lokomobile mit 20 PS. Sie wurde zunächst nur bei Wassermangel eingesetzt.  1906 baute man das Wohnhaus an der Straße (Baugeschäft Braun aus Beyenburg), in dem sowohl Karl Diederichs (*21.10.1908, Vater von Dr. Manfred Diederichs, gest. 3.10.1981), als auch sein Bruder Gunter Diederichs (*5.5.1922) geboren wurden. Von dort musste Karl jun. immer zu Fuß zur Volksschule nach Laaken gehen, bis er mit zehn Jahren zum Röntgen-Gymnasium nach Lennep wechselte. 20 Minuten zu Fuß, morgens wie nachmittags, waren gang und gäbe. Später kamen dann noch die Wege zum Konfirmandenunterricht in Laaken hinzu.

1912 wurde der erste Lehrling als Schmied eingestellt. Im Zuge der allgemeinen Dampfmaschinenbeschaffungen in den Hämmern wurde 1912 im Diederichshammer die zweite Lokomobile angeschafft. Da auch sie nur einen kleinen Lufthammer, später einen 10-Zentner-Lufthammer treiben konnte, womit man aber keine größeren Stücke schmieden konnte, hat man auf der rechten Bachseite unmittelbar vor dem Berghang ein Kesselhaus gebaut, um damit einen 15-Zentner-Hammer von Eumuco (vorher Eulenberg) zu betreiben. Die zugehörige 15-Tonnen-Graugusschabotte wurde von der Firma Vopel mit sechs Pferden von oben durch das Marscheider Tal transportiert. Viel Freude hatte man aber nicht daran, denn schon nach einjährigem Betrieb war eine der oberen Backen gebrochen. Als Jungunternehmer noch unerfahren, nahmen Ernst und Carl Diederichs gerne die Hilfe von Hermann Halbach (Fa.Halbach & Braun, Blombacherbach) in Anspruch. Man schloss gleichzeitig einen Kontrakt mit dem Fuhrunternehmer Emil Luckhaus, der Zu- und Ablieferungen 3-Tonnen Hammer 1955. Foto: Rudolf Reneltvornahm (später Fuhrunternehmer August Schäfer). Und wenn im harten Winter bei Eis und Schnee der Transport nach Lüttringhausen stecken blieb, forderte man einfach zwei oder vier Pferde mehr an, und schon lief es wieder.

Im Aufbau begriffen, war man lange Zeit sehr arm. Trotzdem wurde 1913 der erste Dampfkessel angeschafft. Für den zugehörigen Dampfhammer hat der Spediteur Vöpel, Remscheid, it zehn Pferden eine 11-t-Schabotte (schweres Stahlfundament) zum Marscheider Bachtal gebracht, die in Remscheid am Bahnhof gegossen worden war. Bergab reichten dann vier Pferde, den Rest musste die mechanische Bremse des Wagens schaffen.

Im 1.Weltkrieg hat man dann eine neue Schabotte von 15 t Gewicht aus dem Ruhrgebiet bekommen, die mit der Bahn zum Bahnhof Rittershausen (heute Oberbarmen) geschickt wurde, da dort der einzig schwere Kran für solche Gewichte vorhanden war. Mit 20 Pferden ist die Schabotte dann von Rittershausen ins Marscheider Bachtal zum Diederichshammer gezogen worden. Einige Bäume mussten für den Transport durchs Tal gefällt werden.  Im Krieg 1914/18 und mit der Dampfkraft ist der Betrieb dann gewachsen, so das im Tal schon bis zu 20 Mann gearbeitet haben. Das Wasserrad wurde damals immerhin noch für die Ofengebläse genutzt. Man arbeitete regelmäßig zwölf Stunden am Tag und baute nach und nach seine Kundschaft auf. Der Verkehr erfolgte ausschließlich mit Pferdefuhrwerken, aber nicht über den recht steilen Talschluss zur Wupper hinunter, sondern talaufwärts nach Lüttringhausen, wobei die damalige Eingemeindung nach Lüttringhausen sicher auch eine Rolle gespielt haben mag. Erst bei der Eingemeindung Lüttringhausens nach Remscheid wurde 1929 das Marscheider Gebiet an Wuppertal abgetreten.

Inzwischen schmiedete man nicht nur dünnen Stabstahl, sondern Schmiedestucke verschiedenster Art. Die ersten Kunden waren die Firma Dempewolf in Köln und die Firma Speth-Zahnräder in Elberfeld. Der Inhaber der Firma Speth ist dabei öfter am Wochenende ins Marscheider Bachtal gewandert, hat dann bei Diederichs seinen Nachmittagskaffee eingenommen, dafür aber auch Aufträge dagelassen. Als eines Tages Herr Speth ohne Auftragsvergabe im Marscheider Bachtal abreisen wollte, rief Ernst Diederichs durch die Schmiede: "Caal schlut die Dur aff, lot dann Keerl nit mier rut, da mott dann Opdrag hieloten".

Zu den vermehrten technischen Möglichkeiten gehörte auch eine größere Belegschaft: So zeigt ein Foto von 1912 von links den Grosvater Ernst Diederichs mit der großen Schmiedezange, dann einen unbekannten Arbeiter, der kleine Junge ist Vater Karl Diederichs, dann Herr Heinemann, Fritz Huppert mit dem großen Hammer auf der Schulter, Eugen Meier als Lehrling und ganz rechts der Grosonkel Carl Diederichs. Eugen Meier kam als Hammerschmiedlehrling jeden Tag von Velbert mit der Eisenbahn nach Ohde, um dann zu Fuß ins obere Marscheider Bachtal zum Hammer zu gelangen! Mittlerweile war ein 6-Ztr.- und ein 3-Ztr.-Hammer als Riemenfallhammer installiert, auf denen überwiegend Ventile und T-Stücke geschlagen wurden. Ein Wasserrad betrieb nur noch den Blasebalg für das Schmiedefeuer. Man hatte auch schon einen doppelten Glühofen. Aber schwierig blieben die Verkehrsverhältnisse in dem engen Tal, umständlich nicht nur für den Versand der fertigen Teile, teuer auch bei der Beschaffung des Rohmaterials, der Kohlen für Ofen und Dampfkessel sowie der notwendigen Ersatzteile. Die umständliche Lieferei aus dem Tal und die Unabhängigkeit der Dampfmaschine bewog 1919 einen Umzug nach Diederichshammer, Schmied Max Austermühle in der Türe Foto: Norbert AustermühleLüttringhausen zum heutigen Standort. Dort hatte man Gleisanschluss, eine verkehrstechnisch bessere Anbindung, und man bekam auch schnell neue Arbeitskräfte, weil diese kurze Wege hatten. C.G. Kotte übernahm den Diederichshammer; man schmiedete Blattfedern, Pflugscharen und viele nützliche Dinge des bäuerlichen Lebens.

1922 wurde - trotz weniger Aufträge und sieben sieben Millionen Arbeitslosen - noch einmal eine neue Hammerwelle in den Diederichshammer eingebaut, obwohl die Dampfkraft vorhanden war. War es die teure Energie, welche die Firma zu diesem Schritt bewog? Das Hammerwerk wurde wieder mit einem Schwanzhammer versehen, und ein Viergespann gab dem Ganzen die Stabilität. Ein Kettenrad zwecks besserer Kraftübertragung auf die Transmissionen wurde ebenfalls an der Hammerwelle angebracht. Max Austermühle war der maßgebliche Schmied im Diederichshammer. Er schmiedete bis zum Brand des Hammers 1946 (Totalschaden), um dann im Dienes-Hammer weiterzumachen. 1953 war auch im Dienes-Hammer das Ende des Schmiedens gekommen. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach) 

Die Windmühle auf dem Lindenberg

Längst vergessen: Die Restauration "Zur Glocke".von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper, ich bin ja seit einiger Zeit dabei, in meinen Lennepmaterialien „klar Schiff zu machen“, das heißt, so langsam muss ich mich entscheiden, was es wohl wert ist, für die Zukunft ins Remscheider Stadtarchiv zu gehen, und auch, was eher verschenkt oder sogar fortgeworfen werden soll, weil sich in Zukunft kaum noch jemand dafür interessieren wird. Dieser Tage fiel mir dabei ein Zeitungsartikel („Die Windmühle auf dem Lindenberg“) meines Lenneper Jugendfreundes Rolf Lotzmann in die Hände, den ja die älteren unter uns noch als Lenneper Lokalreporter in Erinnerung haben. Als solcher schrieb er vor Jahrzehnten lange Zeit über die Gassen und Straßen im Alten Lennep und benutzte dafür u.a. die Materialien des Remscheider Stadtarchivs.

Beim Lesen dieses Artikels von Rolf Lotzmann fiel mir auch gleich wieder ein, dass es über die genannte Windmühle wenig Informationsmaterial erhalten geblieben ist, dass aber andererseits schon im Jahre 1922 unter genau derselben Überschrift ein gewisser Baurat Albert Schmidt darüber im Kreisblatt schrieb, geboren 1841, der diese Windmühle als Jugendlicher selbst noch gut gekannt hat. Auch der Beitrag Albert Schmidts war seinerzeit übrigens Teil einer Lennepserie, in der einige „Altvordere“ sich der guten alten Zeit erinnerten. In dessen nachfolgend wiedergegebenen Erinnerung fällt auf, dass er besonderen Wert auf die baulich-technischen Aspekte der legte, wodurch wir heute ein anschauliches Bild dieses Bauwerkes haben, das sonst nur auf  historischen Zeichnungen, vor allem  Lithographien aus dem 19. Jahrhundert, erhalten ist. Und hier nun der historische Text von Albert Schmidt:

"Die Wanderer, welche in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts der alten bergischen Kreisstadt Lennep zu pilgerten, konnten schon in großer Entfernung die Wahrzeichen ihres Reisezieles sehen. Von Norden her war es der Schornstein der Walterschen Tuchfabrik auf der Knusthöhe, von Süden und Osten her die große massiv erbaute Windmühle auf dem Lindenberg, die über ihre ganze Umgebung mächtig emporragten. Inmitten der Talmulde des Quellengebiets des Lenneperbaches tauchte alsdann beim Näherkommen der wundervolle Zwiebelhelm des Kirchturms der evangelischen Kirche aus dem engen Häusergewirr hervor. Die genannten Wahrzeichen sind Ende der fünfziger Jahre verschwunden. Die Tuchfabrik auf der Knusthöhe brannte am 19. September 1854 ab, der Schornstein blieb noch einige Jahre bis zum Anfang der sechziger Jahre, stehen. Die Windmühle auf dem Lindenberg war noch bis Mitte der fünfziger Jahre in Betrieb, dann musste sie der neuen Zeit weichen, sie konnte bei ihrem immer wieder unterbrochenen Betrieb mit den gleichmäßig arbeitenden Dampfmühlen nicht konkurrieren. Der Standort der Windmühle war an der höchsten Stelle der Friedrichstraße, dicht hinter der südlichen Häuserreihe zwischen Albert- und Leverkuser Straße. Das mächtige Gebäude bestand aus einem runden massiv aus Bruchsteinen erbauten Turm von etwa 8 Meter Durchmesser und 20 Meter Höhe, mit einem drehbaren Dach, aus welchem die Flügelwelle hervorragte. Der innere Turm war von einer ebenfalls runden Terrasse von etwa 18 Metern Durchmesser und 7 Metern Höhe umgeben. Auch diese Terrasse war massiv aus Bruchsteinen erbaut, sie war zweistöckig und enthielt die Wohnräume des Müllers, die Lagerräume und in der Mitte das Mühlengetriebe. An der Nordseite nach der Friedrichstraße hin, die damals noch ein Hohlweg war, ging eine breite Einfahrt in das Mühlengebäude. Die Wagen konnten quer durch das ganze Gebäude fahren und in der Mitte unter dem Mühlengetriebe ent- und beladen werden. An den dicken Mauern des inneren eigentlichen Mühlenturmes war eine massive Wendeltreppe angebracht, durch welche die sieben Stockwerke des Bauwerks erreichbar waren. Die Mahlgänge und das Lager des Königsbaums, der mittleren senkrechten Welle des Mühlengetriebes, lagen auf einem Gebälk von Eichenholz in einer solchen Höhe, dass die Wagen unten durchfahren konnten. In dem drehbaren Dachraum waren die konischen Triebräder angebracht, die die rotierende Bewegung der Flügelwelle auf die senkrechte Königswelle übertragen mussten. An der Flügelwelle waren vier große Flügel angebracht von etwa 10 Meter Länge und 1 Meter Breite, deren Spanntuch durch einen Zugmechanismus verbreitert oder schmaler gemacht werden konnte, so dass bei Sturm oder starkem Wind geringe Druckfläche und bei geringerer Windgeschwindigkeit größere Flächen wirksam waren. Die Flügel waren von der Terrasse aus erreichbar und wurden dort immer nach der Windrichtung hingedreht."

Diese Ansprache wird in die Geschichte eingehen

Was Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Abend den Zuschauerinnen und Zuschauern von ARD, ZDF und anderen deutschen Fernsehanstalten zu sagen hatte, wird in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Es war der eindringliche Appell an alle Menschen in diesem Land, den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus (endlich) ernst zu nehmen: „Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so auf unser gemeinsames, solidarisches Handeln ankommt.“ Erstmals in ihrer Amtszeit wandte sich die Kanzlerin außerhalb ihrer üblichen Silvester-Ansprachen persönlich und unmissverständlich an die Bevölkerung. Die Corona-Krise sei erst. „Nehmen Sie es auch ernst!“ Die räumliche Distanz zu Mitmenschen sei womöglich lebensrettend.

Der Waterbölles hält diese Fernsehansprache für so wichtig, dass er allen Nutzern sozialer Medien empfiehlt, sie auf ihren eigenen Seiten zu teilen. Schade nur, das es der Studiotechnik ausgerechnet bei dieser historischen Aufzeichnung nicht gelungen ist, die (übliche) technische Bildqualität einzuhalten, die das Startfoto verspricht. (https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-676493.html)

März 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Ins Timescafé hatte gestern die SPD zu einer Diskussion über die Zukunft von Alleestraße und Markt eingeladen. Links Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, Mitte Bezirksbürgermeister Otto Mähler und rechts Architekt Friedhelm Reska. Foto: Lothar Kaiser Was wird aus der Alleestraße? Noch mehr Leerstände als bisher schon? Noch mehr Ein-Euro-Läden? Mehr als 60 Bürger/innen lockten diese Fragen vor zehn Jahren ins „Timescafé“ am Dorthin hatte Bezirksbürgermeister Otto Mähler namens der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid eingeladen. Es kam auch Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein: Eine Idee hatte Sonnenschein schon früher geäußert und wiederholte sie bei der Gelegenheit: „Wir müssen an der Alleestraße auch an Abbruch und  Neubau denken.“ Bei vielen Gebäuden, die in den 1960-er, 1970-er Jahren entstanden sei, lohnten sich keine Energiesparmaßnahmen mehr; da sei ein Neubau die bessere Alternative. Aber, so der Stadtplaner: „Wir brauchen Leute, die das finanzieren, und andere, die dann da einziehen.“ In einer Stadt ohne Geld würde auch die bester Planung nichts nützen, kämen nicht auch „Privatleute  ins Boot!"

Die Integration der ausländischen Mitbürger in die deutsche Gesellschaft, sprich: in unsere Stadt Remscheid, war „sein Ding“ schon seit zwanzig Jahren, als Luigi Costanzo, bis dahin Vorsitzender des städtischen Migrationsausschusses, im März 2010 zum Vorsitzenden des ersten Integrationsausschusses der Stadt gewählt wurde. Der gebürtige Italiener verstand sein altes/neues Amt so: „Das Beste draus machen für die Migrantinnen und Migranten in Remscheid!“ Die sechs Mitglieder der beiden (ansonsten konkurrierenden) türkischen Listen A 1 und Remscheider Union 2010 enthielten sich der Stimme, auch Erden Ankay Nachtwein (Union), Parteifreundin von Costanzo. Weil „man mit uns über den/die Kandidaten nicht vorher gesprochen hat, die wir heute mit wählen sollen!“ Später stellte sich heraus: Wegen Manipulationen bei der Briefwahl musste, die Wahl komplett wiederholt werden, anfangen bei der Aufstellung, Einreichung und Zulassung der Listen.

Der Aufsichtsrat der EWR GmbH stimmte vor zehn Jahren dem Plan der Geschäftsführung zu, die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Lennep und Bergisch-Born („Balkantrasse“) zu kaufen und darauf unterirdisch eine neue Stromleitung zu verlegen zur besseren Versorgung des Industriegebietes in Bergisch Born. „Nach Kauf der Grundstücke durch die EWR GmbH kann die Stadt Remscheid die Trasse dann für einen Fahrradweg nutzen und trägt dafür auch die Folgekosten“, teilten die Stadtwerke damals mit. Das Projekt „Strom/Fahrrad“ war mit 1.251.000 Euro veranschlagt, 786.000 € für die Kabeltrasse und 465.000 € für die Fahrradtrasse.

Die Botschaft der Vereinsvertreter an die OB: 'Wir sind ratlos!'. Foto: Lothar Kaiser Im Großen Sitzungssaal des Rathauses stellte Oberbürgermeisterin Beate Wilding am 4. März 2010 Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Remscheider Vereine und Institutionen ihren Fünf-Jahres-Plan zum Schuldenabbau vor ("Giftliste"). Mit der Zielsetzung „Wir wollen aus eigener Kraft Handlungsfähigkeit und Gestaltungsspielräume wiedererlangen“! Nicht zum ersten Mal wurde dabei die so genannten Vergeblichkeitsfalle beschrieben. Sie bedeutet: Selbst bei Aufgabe aller so genannten freiwilligen Aufgaben kann ein Haushaltsausgleich nicht erreicht werden. Das ist der Grund, warum die Stadt auch jetzt noch einen hohen Schuldenberg vor sich herschiebt. Am 31.12.2009 waren es 471,5 Millionen Euro. Bis 2015 klettert der Betrag auf 618,5 Millionen Euro. Und zum Ende des Jahres 2019 waren es noch 542 Millionen Euro.
Auf der Tribüne warteten im März 2010 Ratsmitglieder von SPD, Grünen, FDP und CDU gespannt auf die von Moderator Horst Kläuser erhofften „phantastischen Vorschläge, auf die noch keiner gekommen ist“. – Sie warteten vergeblich. Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen stellte es nach anderthalb Stunden mit Bedauern fest: „Noch  kein einziger Sparvorschlag!“

Bilden die neue AG der Lenneper Vereine: Klaus Kreutzer, Gunther Brockmann, Dr. Ralf Flügge, Erwin Fuhrmann, Herbert Potthoff und Andreas Hackländer. Foto: Lothar Kaiser Vor zehn Jahren gründeten fünf Lenneper Traditionsvereine eine Arbeitsgemeinschaft – die  Altstadtfreunde Lennep e.V. , der Schützenverein  Lennep 1805 e.V., der  Verein zur Förderung der freiwilligen Feuerwehr Lennep 1867 e.V., die Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. und der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir als  Verhandlungsführer stärker“ haben, versprachen sie sich erfolgreichere Verhandlungen mit Lieferanten ebenso wie mit Politik und Verwaltung der Stadt. Ralf Flügge, Vorsitzender der Altstadtfreunde und auch in manchen anderen Lenneper Vereinen zu Hause, sagte damals: „Enge persönliche Verflechtungen zwischen den Vorstanden machen vieles einfacher, verhindern Rivalitäten und Spannungen.“ Eine ganze Reihe weiterer Vereine habe bereits Interesse an einer Mitarbeit geäußert. Wäre interessant, nach zehn Jahren mal einen Erfahrungsbericht zu hören.

In den Vorstand der Jungen Union Remscheid wurden im März 2010 zwei frühere Mitglieder des Remscheider Jugendrates gewählt, Matthias Heidtmann (damals 20) und Fabian Günther (damals 21). Günther war Mitglied im 1. Jugendrat, Heidtmann Vorsitzender des  2. Jugendrates. Er macht in der CDU Karriere: Seine Wahl zum neuen Kreisvorsitzenden in der Nachfolge von Jens Peter Nettekoven gilt als sicher.

Alexa Schmitz löste im März 2010 Monika Hein als Vorsitzende der  Frauen-Union der CDU Remscheid ab. Im September ist sie Gegenkandidatin von Burkhard Mast-Weisz bei der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt.

Erinnern Sie sich noch an Lonny Kellner?“, fragte der Waterbölles am 2. März 2010.Der WDR Wuppertal sucht damals Personen, die Lonny Kellner kannten bzw. ihr schon einmal begegnet sind. Der Anlass: Die deutsche Schauspielerin und Ehefrau des Showmasters Peter Frankenfeld wurde vor 80 Jahren in Remscheid geboren. Sie starb am 22. Januar 2003 in Hamburg.

Bei einem 64 Jahre alten Remscheider klingelte Anfang März 2010das Telefon. Der Anrufer nannte seinen Namen nicht, sondern ließ diesen vom Opfer erraten. Nachdem der überraschte Pensionär den Anrufer für seinen Freund "Peter" gehgalten hatte, wurde dies vom Betrüger bestätigt. Der falsche "Peter" gab dann an, Geldsorgen zu haben und dringend 3.500 Euro zu brauchen. Das scheinbar gutgläubige Opfer vereinbarte dann in weiteren Telefonaten mit dem "Peter" eine Übergabe des Geldes bei ihm zu Hause in Lüttringhausen. Eine Bekannte sollte das Geld abholen. Als die blonde junge Frau später klingelte, wurde sie von der Polizei erwartet und wegen versuchten  Trickbetrugs festgenommen, kurz darauf auch der falsche "Peter" in der Nähe des Hauses. Bei dem vermeintlichen Opfer handelte es sich um einen pensionierten Polizeibeamten. Der war auf das Geschwisterpaar (21 und 19 Jahre) nicht hereingefallen.

Ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstand vor zehn Jahren bei einem  Dachstuhlbrand in Kremenholl, Rudolfstraße. Dort hatte eine Dachgeschosswohnung Feuer gefangen. Nachdem der Brand mit Wasser gelöscht war, waren drei Wohnungen vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

17 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 feierten vor zehn Jahren in der Turnhalle des Albert-Einstein-Gesamtschule eine nächtliche Party. Zitat aus dem Polizeibericht: „Die Räumlichkeiten waren durch Getränke- und Essensreste teilweise erheblich verschmutzt. Die Beamten stellte die Personalien der Jugendlichen fest. Anschließend wurden sie in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Der Transport zur Hauptwache am Quimperplatz erfolgte mittels eines Busses der Remscheider Verkehrsbetriebe.“

Die Rücksichtslosigkeit steigt mit dem Grad der Bequemlichkeit. Anwohner der kleinen Stichstraße Am Schützenplatz merkten das im März 2010 und auch später – an jedem Tag, an dem der Kindergarten „Windvogel“ geöffnet hat. Den dort Notausgang der Kita an der Stichstraße nutzten damals viele Eltern, um morgens auf die Schnelle ihre lieben Kleinen in die Kita zu bringen und nachmittags dort wieder abzuholen. Ein Fall für die städtische Verkehrsüberwachung, hieß es damals in der Bezirksvertretung Lüttringhausen. Lange nichts mehr von "Verkehrsstau"  an dieser Stelle gehört…