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Industriehistoriker würdigt die Müngstener Brücke

Aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Müngstener Brücke erwartet die Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ der Remscheider SPD am Sonntag, 17. Juli, um 11Uhr in „Haus Müngsten“ auch Gäste aus Wuppertal, Solingen, Velbert vom Niederrhein. Zugesagt hat auch der Bundesvorsitzende der AG 60 plus, Lothar Binding. Der Industriehistoriker Prof Horst A. Wessel wird die Müngstener Brücke in einem Vortrag als technisches Wunderwerk würdigen und ihre ehemals überragende verkehrstechnische und wirtschaftliche Bedeutung für die Region hervorheben. Künftig werde ihre große touristische Bedeutung noch zunehmen, auch angesichts der zu erwartenden Mobilitätswende. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl bittet die SPD um Anmeldung per E-Mail info@g-m-e.de">info@g-m-e.de oder Tel. 01722858537. Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das Haus Müngsten mit wunderschöner Terrasse, der Brückenpark und die Wupper zum Verweilen ein.

Stachelhauser Kornbranntwein ist Geschichte

Dr. Rainer Frantzen, bisher Geschäftsführer der traditionsreichen Brennerei Gebr. Frantzen GmbH & Co. KG, Alte Freiheitstraße 24, hat die traditionsreiche Destille an die Unternehmensgruppe „Mayestate“ in Beckum verkauft. Gleich neben dem neuen Quartiersplatz von Stachelhausen, auf dem Gelände hinter der Destille, sind acht Servicewohnungen (Betreutes Wohnen) sowie eine Verbund-Pflegeeinrichtung mit 60 vollstationären Plätzen, einer solitären Kurzzeitpflegeeinrichtung mit 14 Plätzen, einer Demenz-Wohngemeinschaft und einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft mit jeweils zwölf Plätzen geplant. Ein breites Angebot der Gesundheitsfürsorge auf einer Bruttogeschossfläche von 10.600 Quadratmetern, dass der Investor für 30 Millionen Euro zügig realisieren will, um es dann in die Verantwortung einer fachkundigen Betreibergesellschaft zu geben. In der umgebauten Destille wird es dann auch ein Café-Bistro geben, das durch historische Gegenstände und Fotos die Erinnerung an die alte Kornbrennerei wachhalten soll. Das berichten dem Waterbölles im Video Dr. Rainer Frantzen und die beiden Projektentwickler Stefan Fellhölter und Nikas Schwolle.

Pressemitteilungen 2022 der Verwaltung u.a. im Archiv (1)

Impfungen auch für ukrainische Flüchtlinge. Das städtische Impfteam weist ausdrücklich darauf hin, dass das Corona-Impfangebot in der Impfstelle im Zentrum Süd (Rosenhügeler Straße 2-8) selbstverständlich auch für alle Ukrainer:innen ab fünf Jahren gilt. Für Impfunterlagen in Ukrainisch und einen Übersetzter vor Ort ist gesorgt. Die passenden Informationen finden Interessierte auch auf dieser städtischen Info-Seite unter dem Reiter „Können sich Personen aus der Ukraine hier gegen Corona impfen lassen?“. Die deutsche Sprache ist dabei keine Barriere, die städtischen Internetseiten lassen sich problemlos übersetzen: Öffnen Sie das Menü in der oberen rechten Ecke. Klicken Sie dann auf das „G“-Symbol in der oberen linken Ecke. Hier stehen Ihnen verschiedene Sprachen zur Auswahl. Ukrainisch ist auch dabei.

Ukraine-Hotline beim Bergischen ServiceCenter eingerichtet. Ergänzend zum umfangreichen Informationsangebot auf der Stadtseite „Ukraine-Hilfe Remscheid“, das laufend aktualisiert und ergänzt wird, beantwortet das Bergische ServiceCenter ab sofort Fragen rund um die Ukraine-Hilfe in Remscheid. Die Ukraine-Hotline ist Tel. RS 169200 montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr erreichbar. Anfragen zur Ukraine-Hilfe in Remscheid können auch per E-Mail an das Postfach ukraine@remscheid.de">ukraine@remscheid.de geschickt werden.

Interesse an Corona-Schutzimpfung nimmt weiter ab. Die allgemein feststellbare rückläufige Corona-Impfnachfrage zeigt sich auch in der städtischen Impfstelle im Zentrum Süd, Rosenhügeler Straße 2-8. Und das trotz des zwischenzeitlich verfügbaren Proteinimpfstoffes Novavax, von dem dort in der vergangenen Woche lediglich 32 Dosen verimpft wurden. Auch für diese Woche bleibt die Nachfrage niedrig und weit hinter den Erwartungen. Deswegen verkürzt die städtische Impfstelle ihre Öffnungszeiten täglich um zwei Stunden: Nunmehr gilt Mo./Mi./Fr. von 8 bis 14 Uhr und Di./Do. von 11.30 bis 17.30 Uhr.

Eheschließungen ab sofort wieder mit zehn Gästen möglich. Die Stadt Remscheid hat die coronabedingten Einschränkungen bei den standesamtlichen Eheschließungen gelockert: Ab sofort können neben dem Brautpaar und der Standesbeamtin/dem Standesbeamten wieder zehn Gäste an der Zeremonie teilnehmen. Für alle Teilnehmenden ist nach wie vor ein 3G-Nachweis erforderlich.

Schonfrist für Gehölze seit März. Der Fachdienst Umwelt – Untere Naturschutzbehörde – erinnert daran, dass bald die Brutzeit der Vögel beginnt. Bis zum 30. September dürfen Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzter Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze – hierzu zählen auch verholzende Kletterpflanzen – nicht beseitigt, abgeschnitten oder bis auf den Stock zurückgeschnitten werden. Für stärkere Schnittmaßnahmen sollten nun die letzten verbleibenden Tage im Februar genutzt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs der Pflanzen beseitigt wird oder Bäume gesund gehalten werden, sind ganzjährig bei Beachtung des Artenschutzes möglich. Das zeitlich beschränkte Schneideverbot dient dem Schutz der Tierarten, die auf die genannten Gehölze angewiesen sind: Brütende Vogelarten werden geschützt und Gehölze als saisonale Brutplätze bleiben erhalten. Das Blütenangebot für Insekten wird während des Sommerhalbjahres sichergestellt. Für weitere Informationen steht der Fachdienst Umwelt – Untere Naturschutzbehörde – unter den Rufnummern RS 163548 oder 162838 gerne zur Verfügung.

Stadt Remscheid sucht Beschicker:innen für den Wochenmarkt Hasten. Diese aktuelle Nachricht aus dem Stadtmarketing ist sehr schade: Weil dem Wochenmarkt Hasten auf dem Richard-Lindenberg-Platz die Beschickerinnen und Beschicker fehlen, fällt er bis auf Weiteres aus. Seit Januar ist auch der letzte Händler nicht mehr vor Ort. Deswegen ruft das Stadtmarketing jetzt öffentlich dazu auf, sich als Händlerin oder Händler an der Rettung des Hastener Wochenmarkts zu beteiligen. Wer den zentral gelegenen Markt auf dem Richard-Lindenberg-Platz regelmäßig freitags von 7 bis 13 Uhr bestücken möchte, wird herzlich gebeten, sich zu melden. Die passende Ansprechpartnerin beim Stadtmarketing ist Constanze Mandt. Sie ist telefonisch unterTel. RS 163655 oder per E-Mail unter stadtmarketing@remscheid.de">stadtmarketing@remscheid.de erreichbar. Informationen zu den Remscheider Wochenmärkten finden Interessierte hier.

Zwei Sonntags-Führungen im Deutschen Röntgen-Museum. Angesichts der starken Nachfrage in den vergangenen Wochen verdoppelt das Team des Deutschen Röntgen-Museums sein Angebot: Ab sofort gibt es die beliebten Sonntags-Führungen um 14.30 und um 16 Uhr. Pro Führung sind maximal acht Personen zugelassen. Interessierte melden sich bitte vorab telefonisch unter Tel. RS 163384 an. Die Kosten für die Führung betragen fünf Euro für Erwachsene und ein Euro pro Kind. Weitere Veranstaltungen können Interessierte dem Veranstaltungskalender unten auf der Homepage des Deutschen Röntgen-Museums entnehmen.

Stadtwerke Remscheid warnen vor Betrügern. In Remscheid sind wieder dubiose Personen mit zweifelhaften und verdeckten Methoden am Werk, um an sensible Daten von Kunden zu gelangen. Aktuell erhielt die SR Hinweise besorgter Bürger über folgende Masche: Die Personen klingeln bei Bürgern an der Haustür und geben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke Remscheid GmbH aus. Sie behaupten, dass Abonnements für Tickets abgelaufen sind und fordern die Kunden auf, sensible Daten mitzuteilen und etwas zu unterschreiben. Die Stadtwerke legt Wert auf die Tatsache, dass keinerlei sensible Daten persönlich an der Haustür oder telefonisch abgefragt werden. Im Zweifel klärt ein kurzer Anruf bei den Stadtwerken unter Tel. RS 164344, ob der Besuch an der Haustür

Das neue Semester des Bachelor-Studiums am Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung hat begonnen. Am 4. November haben die neuen Studierenden ihre Immatrikulationsurkunde für das Verbundstudium „Industriekauffrau/Industriekaufmann und Bachelor of Arts (Betriebswirtschaftslehre)“  ihre Immatrikulationsurkunde erhalten. Ermöglicht wird dieses durch eine Kooperation des Berufskollegs mit der staatlich anerkannten Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld. Das begleitende Fernstudium gibt den Studierenden die Möglichkeit ihre Ausbildung und das Studium parallel zur Ausbildung am Berufskolleg zu absolvieren und somit zielgerichtet ihre weitere Karriere voranzutreiben. Alle Prüfungen, sowie die obligatorische Bachelorarbeit werden vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung betreut und auch hier vor Ort in Remscheid durchgeführt und abgenommen. Nähere Infos auf den Internetseiten des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid (www.bwv-rs.de). Darüber hinaus besteht natürlich auch die Möglichkeit sich im Sekretariat des Berufskollegs (Tel. RS 499450; E-Mail schule@bwv-rs.de">schule@bwv-rs.de) persönlich zu informieren.

FFP2-Pflicht in städtischen Gebäuden. In allen städtischen Gebäuden und Einrichtungen gilt ab sofort neben der bereits bekannten 3G-Regelung (geimpft/genesen/getestet) die Verpflichtung, eine FFP2-Maske zu tragen. Die sogenannte OP-Maske reicht nicht mehr aus. Alle Gäste werden gebeten, diese Regelungen zum Schutze aller zu beachten und auch weiter privat die AHA+L-Regeln – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltag mit (FFP2-)Maske und Lüften – einzuhalten. Die FFP2-Pflicht in städtischen Gebäuden gilt selbstverständlich auch für alle Mitarbeitenden der Stadt Remscheid.
Nachtrag: Die städtischen Kulturinstitute weisen darauf hin, dass ab sofort beim Besuch eine FFP2-Maske getragen werden muss. Eine medizinische OP-Maske reicht aktuell nicht mehr aus. Dies gilt für einen Besuch des Teo Otto Theaters (inklusive der Theaterkasse), der Bibliotheken, der Volkshochschule (inklusive aller Kursveranstaltungen), der Musik- und Kunstschule, des Deutschen Röntgenmuseums, des Deutschen Werkzeugmuseums und des Stadtarchivs.

Teststellen in Remscheid im städtischen Internetportal abrufbar. Nach wie vor gibt die Stadt Remscheid auf ihrer Homepage eine Übersicht über das Bürgertestangebot in Teststellen und bei den Arztpraxen. Seit Kurzem kann man sich beispielsweise im neuen Testzentrum am Hasten testen lassen. Detaillierte Informationen zu den Testangeboten finden Interessierte auf den jeweiligen Webseiten der Anbieter:innen und Arztpraxen.

TBR warnen: Kanalhaie unterwegs! Den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) wurden mehrere Vorfälle gemeldet, bei denen Firmen unangekündigt bei Bürgerinnen und Bürgern angerufen und behauptet haben, seit dem 1. Januar bestünde die gesetzliche Verpflichtung zur Überprüfung älterer Kanalleitungen auf privaten Grundstücken. Die TBR weisen darauf hin, dass es diese gesetzliche Änderung nicht gibt. Die Angerufenen sollen mit dieser Behauptung verunsichert und zu teuren Aufträgen gedrängt werden. Mehr Informationen zum Vorgehen von „Kanalhaien“ können bei der Verbraucherzentrale NRW unter folgendem Link abgerufen werden: https://www.abwasser-beratung.nrw/pruefung-abwasserleitung/achtung-kanalhaie.

Versorgungamt bietet Sprechstunden im Seniorenbüro. Es können wieder Sprechstunden des Versorgungsamtes Wuppertal im Seniorenbüro, Alte Bismarckstr. 4, angeboten. Dort können alle Schwerbehindertenanträge, Nachfragen, usw. direkt bei den Mitarbeitenden des Versorgungsamtes Wuppertal erledigt werden. Die Sprechstunden finden an jedem ersten Montag im Monat von 8.30 bis 12.30 Uhr statt. Um lange Wartezeit zu vermeiden ist eine telefonische Anmeldung Tel. RS 4645350 erforderlich. Es gilt die 3G –Regel (geimpft, genesen, getestet). Ein entsprechender Nachweis ist vorzulegen.

Wochenrückblick vom 9. bis 16. Mai 2022

Spitze des Blauen Monds leuchtet künftig doppelt

„Der Blaue Mond“, der „Kopf“ mit dem Mannesmann-Embleme und der stählerne Turm, wird derzeit neu gestrichen. Der Bauzeitenplan sehe die Wieder-Errichtung des Turmes „im Sommer vor“, sagte Jörg Schubert, der Leiter des städtischen Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd. Sobald der Turm steht, wird er an der Spitze gleich doppelt leuchten: Zum einen in blauer Farbe; dafür wird RAL 5015 verwendet, der traditionelle Blauton der Firma Mannesmann. Und zum anderen dank der neuen digitalen Beleuchtung, der derzeit installiert wird.  Die Erlaubnis der Denkmalschutzbehörde hierfür ist inzwischen erteilt, und der ALDI-Konzert habe auch den Gestattungsvertrag für die Beleuchtung unterschrieben, teilte Schubert der BV mit. Grund zur Freude also für die  „Mond-Akteure“ der Interessengemeinschaft „Blauer Mond von Remscheid", wie Ilona Kunze-Sill (SPD) in der Sitzung feststellte. Die engagierten Männer und Frauen des Südbezirks´, allen voran die Familie Schützeberg, hätten guten Grund, stolz zu sein; ihr “Einsatz mit Herzblut“ für das historische Wahrzeichen des Stadtteils habe sich gelohnt.

Sportbund verleiht im Allee-Center künftig Gehhilfen

Publikumsverkehr ist in der Geschäftsstelle des Sportbundes Remscheid eher die Ausnahme. Denn die befindet sich im Dachgeschoss der Friesenhalle an der Jan-Wellem-Straße und ist nur über eine steile Treppe zu erreichen. Doch das ist künftig kein Problem mehr. Denn der Sportbund macht sich und seine zahlreichen Vereine, genauer: deren Sportangebote, ab sofort mitten in der Remscheider Innenstadt publik – an einem Ort mit viel Publikumsverkehr, dem Allee-Center. In Parterre, gleich neben der Rolltreppe rechts, freut sich Ermen Dutkun, die Geschäftsführerin des Sportbundes, jetzt an zwei Tagen in der Woche über sportinteressierte „Kundinnen“ und „Kunden“. Nicht ausgeschlossen dass das neue „Sportbund-Eck“ auch an weiteren Werktagen geöffnet sein wird, sofern sich Mitgliedsvereine an der Aktion beteiligen. Sie ist zunächst auf ein Jahr angelegt (so steht’s im Mietvertrag mit dem Allee-Center). Aber eine Fortsetzung ist ausdrücklich erwünscht, betont Reinhard Ulbrich, der Vorsitzende des Sportbundes. Und verweist darauf, dass es in der neuen Anlauf- und Informationsstelle auch etwas gibt, was es in der Friesenhalle gar nicht geben könnte: einen kleinen Verleih (kostenlos) von Rollstühlen und Rollatoren für Gehbehinderte (Senioren), denen es schwerfällt, ihre eigenen Gehhilfen von Zuhause mit in die Innenstadt zu nehmen, wenn sie dort einkaufen oder nur ein wenig Bummeln möchten.

Der Geschichte stellen und Verantwortung übernehmen

In unmittelbarer Nähe der einstigen Wohn- und Lagerstätte von Remscheider Sinti Roma und Sinti wurde gestern am Blaffertsberg in Klausen ein Denkmal feierlich eingeweiht, das an ihre Deportation am 3. März 1943 ins KZ Auschwitz und ihre spätere Ermordung durch die Nazis erinnert. Unter den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, von denen einige auch Kränze niederlegten,  waren Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Bluma Meinhardt, die Tochter von Friedel Meinhardt, dessen Vater die Deportation, den grausamen KZ-Aufenthalt und den anschließenden Todesmarsch überlebte, Hans Heinz Schumacher, Vorsitzender des Vereins Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V., die die Gedenkstätte initiiert und mit Unterstützung realisiert hat, und die frühere NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann.

Oberbürgermeister Mast-Weisz (Foto links) rief zu Beginn seiner Rede die Worte von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in Erinnerung, die er am 8. Mai 1985 an die Mitglieder des Deutschen Bundestages und das gesamte deutsche Volk richtete. Er sagte damals: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.  Niemand wird um dieser Befreiung willen vergessen, welche schweren Leiden für viele Menschen mit dem 8. Mai erst begannen und danach folgten. Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen. Deshalb müssen wir wachsam sein gegenüber allen Versuchen, unsere demokratische Grundordnung in Frage zu stellen!“

Das neue Denkmal am Blaffertsberg spreche zu uns, fuhr der OB fort. „Am 3. März 1943 wurden Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, Sinti und Roma, Männer, Frauen und Kinder, deportiert und in die Vernichtungslager transportiert und dort ermordet. Dies geschah am helllichten Tag unter den Augen der Nachbarn entlang des Fußmarsches zum Bahnhof. Das Volk der Dichter und Denker hat zugeschaut, viele haben bis zuletzt mitgemacht. Dieses Kainsmal werden wir nie verlieren. Und daher heute, am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, müssen wir uns wieder unserer Geschichte stellen. Und daraus Verantwortung übernehmen.“ Verantwortung zu übernehmen bedeute aber auch, den heutigen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft Schutz und Sicherheit zu geben. Das gelte für Geflüchtete aus der Ukraine, aber auch für andere, die auf teilweise dramatischen Wegen zu uns kommen, um hier in Frieden und Freiheit leben zu können.
Dank sagte Mast-Weisz dem Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall e.V. für die Hartnäckigkeit, mit der er diesen Gedenkstätte n historischer Stelle geschaffen habe. Dieser Ort gebe den Opfern nachträglich ein Gesicht. „;Möge er ein Zeichen dafür sein, dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben und unsere Verantwortung für eine starke, lebendige und wehrhafte Demokratie tagtäglich wahrnehmen!“

Hans Heinz Schumacher erinnerte daran, dass von den Deportierten nur wenige das Konzentrationslager Ausschwitz überlegt hätten. Ginge es nach den Nazis, so sollte von denen, die ermordet wurden, nichts bleiben. Es gibt keine Gräber, sie sollten schnell vergessen werden. Das lassen wir nicht zu! Das Denkmal wird uns und kommenden Remscheider Generationen diese schlimmen Schicksale vor Augen führen, den Opfern ihre Würde zurückgeben und sie unvergesslich machen! Es wird uns und alle mahnen, alles zu tun, dass solche Gräueltaten - heute nötiger denn je - nicht wieder geschehen.“
Schumachers Dank galt den Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft und speziell den Technischen Betriebe Remscheid. „Ohne die TBR gebe es das Denkmal nicht. Sie haben uns dieses Gelände, nur wenige Meter von der damaligen Wohnstätte entfernt, zur Verfügung gestellt! Dank sagte Schumacher aber auch dem Leibniz-Gymnasium und seinem Leiter Dr. Thomas Giebisch für die Patenschaft über das Denkmal und dem Albert-Einstein Gesamtschule für die Patenschaft über die zweite Wohnstätte der Sinti und Roma an Remscheid, die sich am Gründerhammer befindet.

Wochenrückblick vom 2. bis 8. Mai 2022

Filmvorführung „Donbass“ – ein Land im Krieg

Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Remscheid

Aus dem aktuellen Anlass des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und 77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt der SPD-Ortsverein Lüttringhausen am Mittwoch, 11. Mai ,um 19 Uhr im Rathaus Lüttringhausen, Kreuzbergstr. 15 , den preisgekrönten Film „Donbass“ des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa. Der Krieg in der Ukraine hat nicht erst im Februar 2022 begonnen – seit dem Jahr 2014 kämpfen im ostukrainischen Donbass prorussische Separatisten mit ukrainischen Regierungstruppen.

In 13 kaleidoskopartigen Episoden zeigt der 2018 gedrehte Film eine Gesellschaft im Kriegszustand. Der Film zeigt ein Land, das zwischen informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an …

„Donbass“ wurde 2018 in Cannes von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die beste Regie. Der Film, als Warnung gedacht, wurde in Deutschland bisher nur wenig gezeigt. Der Film „Donbass“ gibt uns jetzt den Anstoß zu überdenken, was in der Außen- und Sicherheitspolitik der vergangenen Jahre versäumt wurde. Wir müssen nicht nur den betroffenen Menschen helfen, sondern uns auch den aktuellen und künftigen politischen Herausforderungen stellen. Der Film ist in deutscher Sprache synchronisiert und dauert 120 Minuten. Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen per E-Mail an ursula.wilberg@spd.de.

Historischer Rundgang durch die Hofschaft Hasten

Der neue historische Rundweg auf dem Hasten.Auch Hofschaft Hasten soll Info-Tafeln bekommen“, titelte der Waterbölles am 23. Februar 2021. Und das ist nun konkret: Die Eröffnung bzw. „Einweihung“ des Rundweges soll am Freitag, 27. Mai, dem „Brückentag“ nach Christi Himmelfahrt  um 15 Uhr stattfinden. Der Verein „Bergisch Erleben“ hat sich angeboten, dann auf der Basis von Unterlagen des Heimatforschers Hans-Jürgen Roth die traditionsreiche Hofschaft als Stadtführer vorzustellen. Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen „Kaffeeplausch“; ausgerichtet in dem denkmalgeschützten Haus (9)  mit Garten im Zentrum der Hofschaft.

Im Vorwort seines Buches über die Hofschaft, das im Dezember 2020 herauskam, schreibt Hans-Jürgen Roth: „Mit ihren geschichtsträchtig gewachsenen Häusern hat sie einen besonderen Charme für Bewohner und Besucher. Viel Material konnte ich über Jahrzehnte hin sammeln: Viele Dokumente und Fotos, und viele Geschichten erzählen von Zeitzeugen aus ihren Kindertagen. All das ließ mich Hintergründe besser verstehen und hat mich ermutigt, eine Geschichte der Hofschaft zu schreiben.“

Das Projekt eines beschilderten Rundwegs war zunächst auch von W. Jürgen Ackermann, der bisherige, inzwischen verabschiedeten und zum Ehrenvorsitzenden gewählte Vorsitzende des Vereins Hasten für Hasten e.V., unterstützt worden, dem Beispiel der Rundwege „Büchel“ und „Platz“ folgend. Dort stehen „Info-Tafeln“ mit Fotos und Texten s vor etlichen denkmalgeschützten und historisch besonders interessanten Häusern.  In der Hofschaft „Alte Straße“ ergaben sich jedoch überraschend Probleme. Roth: „Ich konnte dem Verein schon bald die bereits nahezu fertigen Entwürfe zu den Schildern vorstellen. Da sah man sich aus vereinsinternen Gründen plötzlich nicht mehr in der Lage, das Projekt zu Ende zu bringen. Schließlich, nach längerer Ruhezeit, übergab der Verein mir und meinem Team das ganze Werk, um es zu vollenden.“ Das hat sich nun ein privater „„Initiativkreis der Hofschaft Hasten““ zur Aufgabe gemacht, auch wenn er vor der Schwierigkeit steht, keine Spendenquittungen für das Finanzamt ausstellen zu können, anders als der „abhanden gekommene“ Verein Hasten für Hasten e.V.  Roth: „Nun sind wir so gut wie fertig mit allem. Auf dem neuen Rundweg wird es elf Stationen geben. Da und dort hat man uns auch eine Spende zugesagt.“

DGB-Projekt: In Schulen über Gewerkschaften sprechen

Daniel Pilz, seit vergangenem Jahr Mitglied im Vorstand des DGB-Stadtverbandes Remscheid, stand gestern auf der Mai-Kundgebung auch am Rednerpult. Er betonte, wie wichtig es für die Gewerkschaften sei, junge Leute in die Gewerkschaftsarbeit einzubeziehen: „Gewerkschaften sind keine verstaubten Zusammenschlüsse von gestern, die in die Mottenkiste der Geschichte gehören, sondern sie gestalten die soziale und solidarische Welt von morgen. Und das wollen wir jetzt den jungen Menschen in unserer Stadt näher bringen. Wie wollen wir das angehen? Indem wir unser breites Netzwerk nutzen und den Schulen anbieten vorbeizukommen und mit Schülerinnen und Schülern über Gewerkschaften zu sprechen.“ Die Themen Gewerkschaften, Betriebsverfassungsgesetz, Geschichte der Arbeiterbewegung, Betriebsräte, Tarifverträge und Jugendvertretungen in den Betrieben kämen in den Schulen so gut wie nicht mehr vor, das wisse er aus eigener Erfahrung. Und das sei ihm sogar von Schülerinnen und Schülern von Berufsschulen in unserer Stadt bestätigt worden. „Es ist Zeit, diese Lücke zu füllen! Wie wichtig gewerkschaftliche Grundbildung ist und dass der Kerngedanke des kollektiven Streitens für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Zukunft wieder verstärkt bei meiner jungen Generation ankommt, zeigt die Einstellung vieler junger Menschen zur aktuellen Arbeitswelt. Da fallen dann Sätze wie ‚den meisten geht es doch gut‘, oder ‚wenn es meinem Chef und dem Unternehmen gut geht, geht es mir damit doch automatisch auch gut‘.“ Aber wenn man dann nachfrage, was damit eigentlich genau gemeint sei würden meistens milliardenschwere Weltkonzerne wie Google oder Amazon genannt. Dass bei Amazon aber hinter den Kulissen Hungerlöhne gezahlt würden und bei Google ü Betriebsratsgründungen blockiert würden, um Mitbestimmung zu verhindern, , darüber spreche kaum jemand. Daniel Pilz: „Ich finde es absolut alarmierend, dass die Desinformationskampagnen solcher Unternehmen so eine Durchschlagskraft haben und so verbreitet sind, allerdings fängt das ja schon im Kleinen an! (…) Uns ist klar, dass unsere Schulinitiative nur ein erster Schritt sein kann, um jungen Menschen klar zu machen, wie wichtig Gewerkschaftsarbeit jetzt und in den kommenden Jahren sein wird. Es ist Zeit zu zeigen, dass wir gemeinsam zusammenstehen für eine bessere Zukunft, für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne!“

Peter Lange, Vorsitzendes des DGB-Stadtverbandes des DGB Stadtverbandes Remscheid, betonte in seiner Rede das diesjährige Mai-Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten“. Er lud junge Arbeitnehmer:innen ein, sich in diesem Jahr an den Wahlen zu den Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen in den Betrieben zu beteiligen, eventuell sogar selbst zu kandidieren: Über dieses „faszinierende und wichtige Instrument der betrieblichen Mitbestimmung“ könnten sie die Zukunft mitgestalten.

Wochenrückblick vom 18. bis 24. April 2022