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Abgabefrist für Projektanträge endet am 29. Mai

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Bis Mittwoch, 29. Mai, können Bürgerinnen und Bürger, Vereine oder Gewerbetreibende noch Gelder für Projekte in der Innenstadt beantragen. Dann endet die aktuelle Antragsfrist für den Quartiers- und den Verfügungsfonds, mit denen unterschiedliche Aktionen im Programmgebiet Innenstadt umgesetzt werden können. Projektanträge nimmt das Innenstadtmanagement im Objekt Markt 13 entgegen.

Mit dem Verfügungsfonds können vor allem Maßnahmen umgesetzt werden, die zur Belebung des Einzelhandels beitragen, das Stadtbild aufwerten und den öffentlichen Raum mitgestalten. Dabei kann es sich beispielsweise um Sitzmöglichkeiten, Begrünung oder Beleuchtung handeln. Der Verfügungsfonds fördert bis zu fünfzig Prozent der Projektkosten.

Der Quartiersfonds fördert insbesondere Maßnahmen, die aus bürgerschaftlichem Engagement entstehen, das Miteinander fördern, kulturelle oder künstlerische Ideen verfolgen, die Beteiligung an der Stadtentwicklung unterstützen oder allgemein eine Verbesserung der Innenstadt anstreben. Kosten bis 2.500 Euro je Projekt können gefördert werden. Die Mittel für die beiden Fonds werden vom Bund, Land NRW und der Stadt Remscheid kofinanziert.

Wichtiger Hinweis: Projektideen müssen mit zeitlichem Vorlauf mit dem Innenstadtmanagement vorbesprochen werden. Innenstadtmanager Jonas Reimann unterstützt bei der Antragsstellung. Eine Terminvereinbarung wird empfohlen unter Tel. RS 4644890 oder E-Mail innenstadtmanagement-rs@stadt-handel.de">innenstadtmanagement-rs@stadt-handel.de. Das nächste Treffen des Innenstadtbeirats findet am Mittwoch, 19. Juni, um 18.30 Uhr statt.

Schnelles Internet für Industrie- und Gewerbegebiete

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Breitband gehört mittlerweile ebenso wie Strom, Gas und Wasser zu einer umfassenden Versorgung. Aus diesem Grund startete die EWR GmbH bereits im Jahr 2013 mit dem Pilotprojekt „Jägerwald“ ihren Einstieg in die Breitbandtechnologie für Gewerbegebiete. Die Verlegung von Glasfaserkabeln diente dazu, sich mit einem neuen Markt der modernen Datenübertragung mittels Lichtwellenleiter (Glasfaserkabel) vertraut zu machen und erste Erfahrungen in diesem neuen Geschäftsfeld zu sammeln. Glasfaserleitungen, die bis ins Haus gelegt werden, haben gegenüber anderen Medien die Vorteile höchster Übertragungsraten sowohl im Upload als auch im Download, schnellerer Reaktionszeit und geringer Störanfälligkeit. Die EWR GmbH baute in den letzten Monaten ihr Engagement als Dienstleister für Glasfaserinfrastruktur, mit dem Anschluss weiterer Remscheider Industriekunden an das schnelle Datennetz, aus. Mittlerweile beliefert die EWR rund 128 Industrie- und Gewerbekunden in Zusammenarbeit mit RGI (RS Gesellschaft für Informationstechnik mbH & Co. KG aus Remscheid) mit schneller Datentechnik. Dazu wurden im Stadtgebiet insgesamt 132 km Glasfaserkabel von der EWR verlegt.

Bereits seit dem Ende der 90-iger Jahre hat diesbezüglich die EWR schon die Weichen für die Datennetzzukunft gestellt, denn bei Baumaßnahmen der Versorgungsleitungen wurden in der Regel Leerrohre mit verlegt, um den Breitbandausbau vorzubereiten und danach weiter voranzutreiben. Die EWR war und ist damit der Entwicklung weit voraus. Nunmehr profitierten von der neuen Datennetz-Infrastruktur vor allem Firmen in den Gebieten Jägerwald, Am Eichholz, Auf dem Knapp, Großhülsberg, Morsbachtalstraße und Karlstraße, die an das schnelle Datennetz angeschlossen wurden. „Mit diesen Anschlüssen haben wir Gewerbe- und Industriekunden die Möglichkeit erschlossen, ihre Datenkommunikationsbedarfe mit echtem High-Speed und mit einer hohen Zukunftssicherheit zu verwirklichen. Gerade im Zeitalter von Digitalisierung, IoT (Internet of Things) und Industrie 4.0 ist dies ein wichtiger Standortfaktor und ein Infrastrukturmerkmal für die lokale Wirtschaft in und rund um Remscheid“, so Mike Giera, Geschäftsbereichsleiter Netze bei der EWR GmbH. In den kommenden Monaten plant die EWR, weitere Industrie- und Gewerbegebiete mit der neuen und schnellen Glasfaserinfrastruktur zu versorgen. Im neuen Gewerbegebiet Kipperstraße starten dazu in diesem Jahr die ersten Arbeiten mit der Verlegung von Glasfaserkabeln.

"Frohe Ostern" in Lennep schon seit gestern

Pressemitteilung von Lennep Offensiv e.V.

Vorösterliche Stimmung herrscht in Lennep schon seit dem gestrigen Mittwoch. Aktive von Lennep Offensiv hatten sich am Kreishaus platziert, um die Passanten mit einem bunten Osterei zu begrüßen. Am Ostersamstag wird Lennep Offensiv ab 10 Uhr am Alten Markt präsent sein, um den Marktbesuchern einen Ostergruß anzubieten. "Mit dieser kleinen Geste wollen wir allen Lennepern und auswärtigen Besuchern zeigen, dass in Lennep etwas Besonderes geboten wird", kommentiert der Vereinsvorsitzende Thomas Schmittkamp mit einem Augenzwinkern. "Aber unabhängig davon lohnt es sich immer, in Lennep einzukaufen." (Foto: Lennep Offensiv e.V.)

Heynkes bringt Europa ins Klassenzimmer

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Ob Brexit oder Europawahl – 2019 werden entscheidende Weichen für die Zukunft der Europäischen Union gestellt. Damit Europa auch für die jüngere Generation ein Stück näher rückt, organisiert die Bergische IHK am 9. Mai einen EU-Projekttag mit Schülerinnen und –schülern im Berufskolleg Barmen. IHK-Vizepräsident Jörg Heynkes wird mit den jungen Menschen über Europa sprechen. „Gerade für mich als Unternehmer ist der gemeinsame Binnenmarkt mit seinem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften einer der größten Erfolge der EU“, betont Heynkes. „Er ist eine wichtige Voraussetzung für Wachstum und macht aus Europa ein internationales wirtschaftliches Schwergewicht“, so der Wuppertaler Unternehmer weiter. Er wird außerdem über die herausragenden technologischen Entwicklungen berichten, die in den kommenden Jahren unsere Gesellschaft massiv verändern werden. Er wird ausführlich über die mit dieser „Digitalen Transformation“ verbundenen Chancen und Risiken für Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und unser aller Lebenswirklichkeit sprechen.
Die Bergische IHK will den Auszubildenden auch zeigen, welche Vorteile die EU für sie ganz persönlich hat. Denn in einem zunehmend globalisierten Arbeitsumfeld werden gute berufliche Qualifikationen und Fremdsprachenkenntnisse immer wichtiger. Die EU bietet Auszubildenden und jungen Fachkräften durch Austauschprogramme wie ERASMUS+ auch die Chance, Lern- und Arbeitserfahrung im EU-Ausland zu sammeln. „Die Jugendlichen können so im beruflichen Umfeld andere Länder und Kulturen kennenlernen und wichtige persönliche Erfahrungen sammeln, die sie beruflich weiterbringen können“, erklärt Heynkes.
Trotz aller Vorteile gibt es auch viel Kritik an der Europäischen Union. Deshalb soll der EU-Projekttag auch Gelegenheit bieten, darüber zu sprechen. „Viele Erfolge der europäischen Integration werden heute leider als selbstverständlich wahrgenommen und finden daher in der öffentlichen Diskussion nur selten statt. „Wir sollten mehr darüber reden, wie sich jeder von uns einbringen und Europa so mitgestalten kann. Genau das möchte ich im am 9. Mai mit den jungen Menschen besprechen“ so Heynkes.

Als Eichhörnchen im Johanneshammer im Kochtopf landeten

Johanneshammer-Belegschaft. Foto: Hubert Felder300 Meter unterhalb des Altenhammer steht im Eschbachtal der Johanneshammer. Johannes Bertrams II war Besitzer eines Reckhammers im Mukkenbachtal. Dieser Hammer war jedoch zu Klein, und der Muckenbach führte zu wenig Wasser, so das er sich Bertram im Jahre 1677 entschloss, auf dem Farrenblech im Eschbachtal ("auf die Eiffische Forellenbach") den Johanneshammer zu bauen, und zwar auf einem zuvor zerfallenen. "1625" steht als Jahreszahl über der Ture, und diese Jahreszahl ist auch in einer Chronik der Stadt Wermelskirchen genannt. Vielleicht stammt dieser Balken aus dem Vorgängerhammer?

Nach bergischer Schmiedekunst wurden Im Johanneshammer Sensen hergestellt. Johannes Bertram war Sohn des gleichnamigen Vaters, der die Tochter Maria des Wilhelm Hasenclever I heiratete. Wilhelm Hasenclever I war Gründer des Hasenclever Clans.  Bertram II stammte vom Hof Hasenclever zu Ehringhausen. Er wurde im Jahre 1633 geboren. Und er war 43 Jahre alt, als er den Johanneshammer errichtete. Nur 15 Jahre hat Bertram II dort der Erzeugung von Raffinierstahl seine Kräfte widmen können. Auf einer Reise ist er am 29. Januar 1692 "ohngefähr um 4 Uhr nachmittags zu Düsseldorf auf öffentlicher Straße niedergestochen und kurz darauf verschieden", berichtet Beltgen in seinem Kirchenbuch. Johannes Bertram ist auf dem Kirchhof zu Remscheid begraben.

Johanneshämmer 1942 Foto: Klaus Gieß1771 bis 1830 gehörte der Johanneshammer dem Bernhard Hasenclever zu Ehringhausen. Um 1780 wird er von Peter Caspar Hasenclever bestellt. 1841 wird lt. Wermelskirchener Mühlenkataster der Sensen-Breithammer von Joh. Bernhard Hasenclever & Söhne zu Ehringhausen geführt. Diese Firma stellte Sensen her. Die Herstellung erfolgte fabrikmäßig, da die der Fa. Hasenclever gehörenden Hämmer ihre Arbeitsvorgänge aufeinander Abgestimmt hatten. 1853 werden in der Regierungsliste "beide Johanneshämmer" genannt. Sie sind als Stahlhämmer ausgerichtet. 1867 ist der erste Hammer zwar noch aufgeführt, aber in desolatem Zustand des ersten Hammers um etwa 1925.

Ein Hammer stirbt: Johanneshammer II. Foto: Osthoff 1951Hammer II wurde 1845 am gleichen Teich durch Johannes Bernhard Hasenclever & Söhne errichtet. Er hat einen Bruchsteinunterbau und steht heute noch. 1853 ist der Sensenbreithammer mit einer Schlacht und 12-15 PS angegeben. Im Jahre 1912 zog der Hammerschmiedemeister Karl Menn in den damals zur Firma Gottlieb Ernst Hasenclever gehörenden Johanneshammer ein und machte sich selbständig. 1920 erwarb er den Hammer und stellte dort mit seinen Söhnen Kurt und Hans unter anderem "ausgeschlagene Gewichtsfeilen" her. 1923 gab die Stadt Remscheid einen Geldschein mit dem Johanneshammer (500.000,- RM als Inflationsgeld) heraus.

Johanneshammer I und II. Sammlung: Reinhard Baade.Die Gebrüder Menn führten nach dem Tod ihres Vaters den Hammer bis März 1962 als Lohnschmiede fort. Sie waren aber auch eifrige Angler, und so mancher Karpfen und so manche Forelle wurde aus dem Teich gezogen. Die Fischzucht lag beiden am Herzen. In dem kleinen Kontor, nahe bei den Glühofen, den Transmissionen und Werkzeugen, wurde auch so mancher Schnaps ausgeschenkt, wenn Förster, Jäger oder Remscheider Freunde kamen. Aber auch wenn schon mal einen gemütlichen Tag gab, so wurden doch im Monat bis zu 25 Tonnen Feilenrohlinge an die Feilenhauereien geliefert. In den letzten Jahren ihrer Arbeit sagten die Brüder übereinstimmend, das sie zwar ihr Auskommen hätten und die Wasserkraft recht billig sei, dass aber das Wirtschaftswunder an ihnen vorbeigegangen sei („Kein Vorwarts und kein Zurück!“).  Zeitweilig gesellte sich der Kunstschmied Kurt Jorzyk vom Bergfrieder Weg im Johanneshammer hinzu, um verschiedene Kunstobjekte zu schmieden. Unter anderem hat er einige Damaszener Schwerter nach alter Tradition geschmiedet.  In einem der beiden Hämmer arbeitete auch Fritz Jogan, der als Junggeselle in einer Dachkammer über dem Hammer wohnte. Er war nicht nur ein fachkundiger Schmied, sondern hatte sich auch der Kunst und dem Waidwerk verschrieben, wenn auch auf eine besondere Art und Weise. Wie dem alten Rauhaus am Neuenhammer neben seiner Arbeit noch Goethe, Schiller, Shakespeare Lebensinhalt waren, so waren es dem Fritz Jogan das Klavier und das Schnitzmesser, mit dem er aus Eichenstumpfen allerlei Tierkopfe schnitt mit denen er die Zaunpfähle zierte. Das "Weidwerk" betrieb er an seinem Dachkammerfenster, von wo aus er mit seiner Flinte manches Eichhorn in den nahen Haselnusstauden traf und es dann in seinen Kochtopf wandern ließ.

Jenseits ihres 60. Lebensjahres und aus gesundheitlichen Gründen gaben die Gebrüder Menn 1969 auf. Der Hammer war ihnen mehr als nur Arbeitsstätte, und so war es ihnen auch nicht egal, wer diesen Hammer übernehmen sollte. Ein glücklicher Zufall bescherte den Verkauf an den Bergischen Kreis der Alt- Nerother Wandervogel; siue bauten den Hammer zu einem Wochenendwanderhaus mit Schlafgelegenheit aus. Eine alte Francis-Turbine, die für den Hammer das Licht erzeugte, ist heute noch intakt und wird von den Nerothern gepflegt. (Ein verbliebener Einmannbunker erinnert auf dem Gelände an den zweiten Weltkrieg, der selbst das so friedliche Eschbachtal nicht verschonte.)

Beim Bau der Remscheider Talsperre wurde mit den Schmieden des Eschbachtales ein Vertrag abgeschlossen, in dem die Pumpstation, die damals noch mit Wasserturbinen arbeitete, verpflichtet wurde, täglich zur Versorgung der Wasserräder der zahlreichen Hammer eine bestimmte Menge Wasser an den Eschbach abzugeben. Als nach und nach einige Schmieden aufgaben, hielten sich die Stadtwerke nicht mehr an die Abgabemengen, so dass das Wasser in den übrigen Hämmern und Kotten rar wurde. Trotz vieler Proteste der Anlieger hielten sich die Stadtwerke aber nicht an die vertraglichen Abgabemengen, somit war das "nasse Gut" ein seltenes Element in den Hammerteichen. (nach: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach) (Foto ganz oben aus: „Remscheid“ von Hans Funke, erschienen 2002 im Sutton-Verlag in Erfurt in der Reihe „Archivbilder“)

Rhein-Brot-Fabrik weicht sechs Kita-Gruppen

Erinnern Sie sich noch an die alte Brotfabrik auf Hasten? Dort wurde „Rhein-Brot“ gebacken, bis die Firma in einen Neubau in Großhülsberg (Lüttringhausen) zog. Über Jahrzehnte stand die Fabrikanlage an der Arturstraße weitgehend leer. Jetzt wird sie abgerissen. Eine Art Brachen-Sanierung. Denn die Stadt Remscheid suchte händeringend Grundstücke für den Bau dringend benötigter Kindertagesstätten. Und eine solche Kita wird nun auf dem Grundstück Arturtraße 3 entstehen. Vom zügigen Fortgang der Abbrucharbeiten machte sich gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zusammen mit Sozialdezernent Thomas Neuhaus und Mitarbeitern ein Bild.

Für den Investor, die SIGNa aus Köln, war Matthias Neeser, Generalbevollmächtigter der SIGNA-Tochtergesellschaft KidINVEST Management GmbH erschienen, und für den künftigen Kita-Betreiber, die Step Kids KiTas gGmbH, deren Geschäftsführer Dr. Kurt Berlin. Markus Dorgerloh, Prokurist und Mitglied der Geschäftsführer der Hagedorn GmbH aus Gütersloh, schilderte den Gästen, darunter auch Remscheider Kommunalpolitiker, wie schwierig es gewesen sei, bei den beengten Straßenverhältnissen überhaupt mit den Abbrucharbeiten beginnen zu können. Übrigens: Mit sechs Gruppen - einer U3-Gruppe, einer Gruppe für Drei- bis Sechsjährige und vier Gruppen für zwei bis Sechsjährige - wird die neue Kita auf dem Hasten die größte in ganz Remscheid werden. Sie soll „Waldkrönchen“ heißen. Zum Ortstermin erschienen war auch Remscheids Kita-Entwickler Werner Grimm (im Bild 2. v. li.) - nach einer Meniskus-Operation auf zwei Krücken, aber wohlgemut.

Grundsatzbeschluss zum Sanierungsgebiet Innenstadt

Die Fraktionen von SPD und GRÜNE sowie die Ratsgruppen von FDP und W.i.R. haben zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 2. Mai, die des Ausschusses für Bauen, Gebäudemanagement, Liegenschaften und Denkmalpflege am 7. Mai, die des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 9. Mai, für die Sitzung des Rates am 16. Mai 2019und für die der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 21. Mai den folgenden Antrag.

  1. Für das Stadtumbaugebiet „Innenstadt“ wird ein städtebauliches Sanierungsgebiet festgelegt.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Bezirksregierung als Bewilligungsbehörde für die Mittel aus der Städtebauförderung eine Aufgabenstellung abzustimmen und eine Beschlussvorlage über die Durchführung vorbereitender Untersuchungen zu einem solchen Sanierungsgebiet für die Sitzung des Rates am 4. Juli 2019 vorzulegen.

Begründung: „Das Einkaufsverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher und neue Formen des Vertriebs, insbesondere der Online-Handel, haben zu einem Strukturwandel im stationären Handel und damit in den Innenstädten geführt. Insbesondere in der unteren Alleestraße ist der Rückgang des Einzelhandels offensichtlich. Die Ansiedlung von Filialbetrieben und Sonderpostenmärkten sowie wiederkehrende Leerstände zeigen, dass sich dieser Teil unserer Einkaufsstraße in dem sogenannten „Trading-Down- Prozess“ befindet. Der Verlust des Einzelhandels hat das Umfeld auch als Wohnstandort geschwächt. Die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße arbeitet mittels verschiedener Maßnahmen daran, die Attraktivität der Alleestraße wieder zu steigern. Auch mit dem Konzept zur Revitalisierung der Innenstadt sollen der öffentliche Raum aufgewertet und die Rahmenbedingungen für zentrenspezifische Nutzungen gestärkt werden. Diese Aktivitäten sind richtig, doch sind ihre Möglichkeiten begrenzt.

Wir sind der Auffassung, dass es neben diesen Bemühungen eines weiter reichenden Wandels für die Alleestraße bedarf. Die Stärkung und Weitentwicklung der städtebaulichen Strukturen sollten in der nächsten Zeit im Vordergrund stehen. Dabei wollen wir die derzeitige Funktion, besonders der unteren Alleestraße, hinterfragen und diesen Bereich nachhaltig entwickeln. Die Stärkung der Innenstadt als Standort für Wohnen ist ein möglicher Weg, aber ebenso sind mehr Nutzungen aus den Bereichen Dienstleistungen, öffentliche Verwaltung, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Sport denkbar. Die Verwaltung hat in der vergangenen Ratssitzung aufgezeigt, dass ein Sanierungsgebiet ein geeignetes Instrument ist, um die notwendigen Änderungsprozesse in der Alleestraße anzustoßen und umzusetzen. Auch die Wohnflächen auf der Alleestraße sind durch überdurchschnittlichen Leerstand und vielfachen Instandhaltungs- und Modernisierungsstau gekennzeichnet. Das mögliche Ziel, den Wohncharakter der unteren Alleestraße zu stärken, wäre mit der Öffnung für den Autoverkehr in weitere Ferne gerückt, wie etwa der Protest der Anwohnerinnen und Anwohner aus der Mandtstraße und der Wiedenhofstraße zeigt. Die Menschen fürchten die negativen Auswirkungen auf ihr Lebensumfeld.  Die Gebäude stehen in einer kompakten und dichten Bauweise und grenzen sowohl auf Vorder- und Rückseiten an den öffentlichen Straßenraum. Vorgärten und private Freiräume fehlen. Der fußläufige Teil der Alleestraße ist nicht nur ein zentraler Aufenthaltsort im Stadtgebiet, sondern bietet gerade auch die notwendigen Freiräume für die Anwohnerinnen und Anwohner.

Die Vorschläge einiger Gruppierungen für die probeweise Öffnung der unteren Alleestraße für den Individualverkehr verzögern den Weg für eine ernsthafte, zielgerichtete und nachhaltige Entwicklung im unteren Teil der Straße. Die möglichst kurzfristige Öffnung für den Individualverkehr hätte die Umwidmung der Straße, planungsrechtliche Verfahren und die Herstellung einer entsprechenden Infrastruktur wie eines neuen Straßenbelags erforderlich gemacht und damit Zeit und Ressourcen in Anspruch genommen. Aus unserer Sicht muss der Leitsatz gelten, wie er durch die Verwaltung formuliert wurde: „Erst die Funktion der Alleestraße und dann die richtige verkehrliche Erschließung.“

Das Sanierungsgebiet soll das bereits bestehende Gebiet des Stadtumbaus „Innenstadt“ umfassen. Nachdem der Rat der Stadt im Juni 2015 das städtebauliche Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt beschlossen hatte, war das Gebiet in das Förderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen worden. Damit kann die Stadt Remscheid auf diese bestehende Gebietsabgrenzung zurückgreifen und sie als Förderkulisse nutzen.“

Auf der Suche nach seltenen Vögeln und Mäusen

Ob es eines Tages am so genannten Gleisdreieck in Bergisch Born ein gemeinsames Gewerbegebiet von Remscheid, Wermelskirchen und Hückeswagen geben wird -und wenn ja, wo genau und gegebenenfalls mit welchen Auflagen - hängt nicht zuletzt vom Ergebnis des Artenschutzgutachtens ab, das die Stadt Remscheid in Absprache mit den beiden Nachbargemeinden an das Büro Froelich & Spohrbeck in Bochum vergeben hat. Zu dessen 60 Mitarbeiter/&innen in den Niederlassungen Bochum, Plauen und Augsburg gehört auch der Landschaftsökologe Volker Bösing. Wie er am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep berichtete, soll das überplante Gelände kartiert werden, bezogen auf die dortige Tierwelt (Vögel, z. B. Milan und Kiebitz, Fledermäuse, Haselmaus). Dazu sollen ehrenamtliche Naturschützer nach ihren Beobachtungen befragt werden. Auch Kartierungen der Faune sind vorgesehen.

Die gutachterliche Kartierung beginnt in diesem Monat und wird bis Herbst andauern gemäß dem Leitfaden „Methodenhandbuch zur Artenschutzprüfung in Nordrhein-Westfalen – Bestandserfassung und Monitoring –“ des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) Nordrhein-Westfalen für die Artengruppen Fledermäuse, Vögel und die Haselmaus. Um herauszufinden, welche Arten von Fledermäusen im Gleisdreieck zu Hause sind, werden sogenannte Horchboxen aufgestellt, Diese zeichnen die Rufe vorbeifliegender Fledermäuse auf, und anhand des digitalen Akustikbildes lässt sich dann die Art exakt ermitteln. In Büschen aufhängen will man auch zehn Boxen, die von Haselmäusen gerne zum Nisten bezogen werden.

Stellen die Gutachter das Vorkommen von Tierarten fest, die vom Aussterben bedroht sind, könnte das neue Gewerbegebiet in Gefahr geraten (Verbotstatbestände nach dem Naturschutzgesetz). Aber diese Gefahr bestehe bei einem Turmfalken, der dort nicht niste, sondern nur auf Nahrungssuche sei, natürlich nicht: „Der ist dort nur ein Nahrungsgast!“ Bei zehn dort nistenden Kiebitz-Paaren sehe das aber anders aus, sofern für diese nicht in der Nähe eine neue Siedlungsfläche geschaffen werden könne.
Bezirksbürgermeister Markus Kötter bat Volker Bösing um alsbaldige Information über „planungsrelevante Untersuchungsergebnisse“.

Rat stimmte Verträglichkeitsanalyse zu

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Heute Nachmittag hat der Remscheider Stadtrat in Kenntnis der Verträglichkeitsanalyse des Büros Stadt+Handel vom 28. Februar  und der gutachterlichen Bewertung des Büros Junker+Kruse vom 12. März  seinen Satzungsbeschluss des Bebauungsplans Nr. 657 vom 13. Dezember 2016 bestätigt. Damit ist er den gleichlautenden Empfehlungen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV), des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses (HFB) und der Bezirksvertretung Lennep gefolgt. Die neue Verträglichkeitsanalyse des Planungsbüros Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbB (Stadt+Handel) schließt mit dem Fazit, dass die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 657 und damit auch das geplante DOC Remscheid städtebaulich verträglich sind. Junker+Kruse bestätigen die korrekte Erstellung der neuen Verträglichkeitsanalyse mit belastbaren Ergebnissen.

Die Stadt Remscheid hatte aus Gründen der Rechtssicherheit eine erneute Prüfung der Auswirkungen des geplanten DOC Remscheid beauftragt. Stadt+Handel sollte überprüfen, ob die dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 657 zugrunde liegenden Ergebnisse der Verträglichkeitsanalyse aus 2015 weiterhin zutreffen. Gleichzeitig sollte der Gutachter dabei auch weitere in den Normenkontrollanträgen vorgetragene Hinweise mit einbeziehen. Dies betraf insbesondere die vom Investor McArthurGlen im November 2016 veröffentlichten neuen Geschäftszahlen zum DOC in Ochtrup, den im Gutachten zugrunde gelegten Einzugsbereich und die Einbeziehung des geplanten FOC Wuppertal.

In Würdigung der großen rechtlichen Relevanz eines belastbaren Verträglichkeitsgutachtens in den Normenkontrollverfahren hatte die Stadt Remscheid außerdem das Planungsbüro Junker+Kruse Stadtforschung Planung mit einer Überprüfung und gutachterlichen Bewertung der neuen Verträglichkeitsanalyse von Stadt+Handel beauftragt.

Ungeregelter Brexit wäre die schlimmste Variante

Um den Brexit und seine möglichen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft ging es gestern Abend bei einer Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, zu der Bezirksbürgermeister Ernst-Otto Mähler Interessierte ins Deutsche Werkzeugmuseum eingeladen hatte. Ein komplexes Thema, für das anderthalb Stunden angesetzt waren. Die ersten 15 Minuten der von Axel Richter (RGA) moderierten Diskussion mit Andreas Otto (Vorstandsvorsitzender der Volksbank im Bergischen Land eG), dem Unternehmern Peter Völkel (Geschäftsführer der Völkel GmbH, Remscheid) und Jakob Steffen (Geschäftsführer der J.S. Research KG, Wuppertal) zeichnete der Waterbölles im Video auf. Kleine Lichtschimmer im ungewissen Dunkel des Brexit.

Neuer Chefarzt in der Wirbelsäulenchirurgie

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Am 1. April hat Prof. Dr. Thorsten Ernstberger als Chefarzt die Leitung der Wirbelsäulenchirurgie in der Abteilung der Orthopädie und Unfallchirurgie am Sana-Klinikum Remscheid übernommen. „Wir freuen uns, einen ausgewiesenen Experten für den Bereich der Wirbelsäulenchirurgie in unserer Abteilung der Orthopädie und Unfallchirurgie begrüßen zu können, der schon in mehreren Häusern die Wirbelsäulenchirurgie aufgebaut und etabliert hat“, erklären Svenja Ehlers, Geschäftsführerin des Sana Klinikums Remscheid und Dr. med. Volkart Rolf, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie, „Durch den Zugewinn der Wirbelsäulenchirurgie als weiteren Schwerpunkt in der Abteilung der Orthopädie und Unfallchirurgie können wir Patienten der Bergischen Region und darüber hinaus eine optimale Versorgung im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie bieten“.

Für den  53- jährigen Mediziner ist es die erste Station im Bergischen Land. Neben Stationen wie Göttingen, Düsseldorf sowie Bad Bramstedt und Hensted-Ulzburg, wo er als Chef die Wirbelsäulenchirurgie aufgebaut hat, war der dreifache Familienvater zuletzt im St. Remigius Chefarzt des Wirbelsäulenzentrums. Dort waren seine Behandlungsschwerpunkte die konservative als auch operative Behandlung degenerativer, unfallchirurgischer, entzündlicher sowie tumoröser Veränderungen sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte. Prof. Ernstberger möchte .un im Sana Klinikum Remscheid dieses Behandlungsspektrum schrittweise etablieren und ausbauen. „Insbesondere die altersbedingten Rückenleiden zählen zu den Volkskrankheiten Nummer eins, abgesehen von Infekten sind sie in Deutschland der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Die Möglichkeiten der modernen Therapie bei Rückenleiden sind vielfältig und können sowohl konservative, physio- sowie schmerztherapeutische Behandlungsmöglichkeiten als auch Operationen beinhalten. Ziel ist es immer, Patienten Mobilität und Lebensqualität zurückgeben“, erklärt Prof. Ernstberger. „Daher freue ich  mich auf die neue Herausforderung und darauf, zusammen mit Dr. Rolf, dem Team von Ober- und Assistenzärzten, der Pflege und den Therapeuten gute Medizin zu machen“.

Aber auch in der Sportmedizin ist der aus Celle stammende Mediziner versiert. So gehörte er von 1999 bis 2001 dem ärztlichen Team der deutschen Damen-Volleyball-Nationalmannschaft an und war zu dieser Zeit an der Vorbereitungsphase für die Olympischen Spiele in Sydney beteiligt. Auch privat ist dem Mediziner neben seiner Familie der Sport sehr wichtig: „Ausgleich zu meinem Job finde ich in meiner Familie, dem Lesen  und dem Joggen.“ (Barbara Skondras)

Pünktlich zur Einweihung kam der Wolkenbruch

Stiftung spendierte zum Richtspruch Apfelschorle“, titelte der Waterbölles am 3. August 2018. Tags zuvor war die Fertigstellung des Rohbaus einer neuen Wohnstätte der Evangelischen Stiftung Tannenhof (Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie) an der Remscheider Straße in Lüttringhausen gefeiert worden. Bei strahlend blauem Himmel. Pech: gestern, während der Einweihung, und kurz bevor zwei kleine Bäumchen gepflanzt werden sollten, ging über dem Areal ein Wolkenbruch nieder. Das schmälerte aber die Freude des Stiftungsvorstands – Prof. Eugen Davids (Ärztlicher Direktor), Uwe Leicht (Geistlicher Vorsteher) und Dietmar Volk (Kaufmännischer Direktor) – sowie der Mitarbeiter/innen und der künftigen Bewohner/&innen über den Neubau keineswegs.

„Der Weg bis zur Übergabe der Wohnstätte an den Bauherrn war lang, strapaziös und teilweise nervenaufreibend für alle Beteiligten. Umso schöner ist es jetzt, das Ergebnis aller Anstrengungen sehen zu können und für die Bewohnerinnen und Bewohner, die ja schon gespannt in Wartestellung stehen, den Startschuss zum Kofferpacken und Umziehen geben zu können", freute sich Dietmar Volk. Mit Fördermitteln vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), der Stiftung Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen und der NRW.Bank Förderdarlehen Wohnraum für Menschen mit Behinderungen sowie Eigenmitteln der Stiftung war das neue, ebenerdige Gebäude finanziert worden. Es trage zu einer Weiterentwicklung des Stadtteils Lüttringhausen bei, ließ die Stiftung verlauten. Zumal in unmittelbarer Nähe der jetzt fertiggestellten Wohnstätte noch eine zweite im Bau ist, die im Laufe dieses Jahres noch fertig werden soll. Für beide Bauprojekte wurden Investitionen von gut 7,5 Millionen Euro aufgebracht.

Das neue Gebäude Remscheider Straße 80 ist Teil des Masterplans "Remscheid-Tannenhof 2025". Es beherbergte zwei Wohngruppen für je acht Personen, die zur Überwindung ihrer schwersten Beeinträchtigungen und Behinderungen besonders viel Unterstützung, Hilfestellung und Anleitung benötigen. Alle Bausteine des Betreuungskonzepts haben zum Ziel, den Bewohnerinnen und Bewohnern - trotz des Lebens in einer Wohnstätte - ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit und Teilhabe zu ermöglichen. Alle Bewohnerinnen und Bewohner werden in Einzelzimmern mit eigenem Sanitärbereich leben. Der ungehinderte Zugang zum Garten, der Möglichkeiten zu leichter sportlicher Betätigung und zur Erholung bietet, sowie die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude sind selbstverständlich. Weitere Vorteile für die Bewohner/innen und Bewohner ist die kurze Distanz zu den Arbeits- und Beschäftigungsangebote auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof sowie die gute Erreichbarkeit des öffentlichen Nahverkehrs.

An der gestrigen Einweihungsfeier mit der Live-Band „Crazy Rollers" nahmen neben dem Vorstand der Evangelischen Stiftung Tannenhof auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Karsten Porcher vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), Lars Kuper und Viktor Lorentz vom Architekturbüro BFT Planung GmbH aus Aachen sowie die Einrichtungsleitung des Bereichs Integration-Wohnverbund, Sieglinde Rühl-Schulz und Günter Fuchs, teil.