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Happy Banking, oder: Start der BerateRSuche

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Ab sofort bietet die Stadtsparkasse Remscheid den Kundinnen und Kunden die Möglichkeit die perfekt passende Beraterin oder Berater zu finden. Mit „Happy Banking“ bekommen Kunden nicht nur einen ersten Eindruck der Beraterinnen und Berater, sondern können direkt Kontakt aufnehmen oder online einen Termin vereinbaren. Happy Banking ist Teil eines Projektes, mit dem sich die Stadtsparkasse Remscheid für die Zukunft aufstellen will. „Die zunehmende Digitalisierung ist natürlich auch für uns ein Thema, das wir aber auch als große Chance sehen. Prozesse werden optimiert und unser Ziel ist es, für unsere Kundinnen und Kunden noch stärker zu werden und sie dort abzuholen, wo sie uns brauchen“, so Michael Wellershaus, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Remscheid. Mit dem Beraterfinder wolle man Kunden und Berater zusammenbringen, die sich direkt sympathisch sind. Und das funktioniert einfach und unkompliziert. „Der Kunde besucht die Internetseite beraterfinder.stadtsparkasseremscheid. de und beantwortet hier ein paar Fragen, wie zum Bespiel ‚Wo verbringst du deinen Urlaub?‘ oder ‚Wie alt sollte dein Berater sein?‘“, erklären Ann-Kathrin Lesche und Denisa Gagliardi vom Projektteam „Happy Banking“.  

Dabei sind vier Antworten vorgegeben. „Wir möchten so sicherstellen, dass Kunde und Berater die gleichen Interessen haben und so dann auch schon einen direkten Draht zueinander finden“, so Lesche und Gagliardi. Um eine perfekte Übereinstimmung zu erzielen, mussten auch die Beraterinnen und Berater Fragen beantworten, die dann im System hinterlegt wurden. „Die Teilnahme ist natürlich für unsere Kolleginnen und Kollegen freiwillig. Wir freuen uns, dass die meisten mitgemacht haben und diesem neuen Tool offen gegenüberstehen“, sagt Denisa Gagliardi. So auch Sparkassenberaterin Corinna Hollkott.

„Ich freue mich über die neue Möglichkeit mit unseren Kundinnen und Kunden in Kontakt zu treten und sehe sie als moderne Ergänzung zu unseren bisherigen Wegen“, so Hollkott. „Wir als Berater präsentieren uns auf einer Übersichtsseite mit Foto, Kontaktdaten und unseren Beratungsangeboten“, sagt Corinna Hollkott und fügt hinzu: „Wer dann mehr über uns erfahren möchte, informiert sich einfach auf den Profilseiten.“ Mit dem Beraterfinder stellt die Stadtsparkasse Remscheid ihre Beraterinnen und Berater in den Blick der Kunden. „Damit vernetzen wir das, was traditionell unsere Stärke ist – unsere direkte und persönliche Nähe zu den Menschen in Remscheid - mit der digitalen Welt“, so Michael Wellershaus. (Ann-Kristin Soppa)

6.345 Menschen sind in Remscheid unterbeschäftigt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

 Im Juli ist die Arbeitslosigkeit im bergischen Städtedreieck im Vergleich zum Juni um 709 (2,2 Prozent) auf 32.668 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 7.451 (29,5 Prozent) mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Erneut ist die Arbeitslosigkeit mit einer Zunahme von rund 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr im Rechtskreis des SGB III deutlich stärker gestiegen als im Rechtskreis des SBG II (18,2 Prozent). Anders als in den Vormonaten ist im Agenturbezirk nun Solingen am stärksten vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen. Unverändert ist der Bestand an Arbeitslosen und die Arbeitslosenquote in Wuppertal am höchsten, hier sind nun über 20.000 Menschen arbeitslos. In Remscheid ist die Arbeitslosigkeit dagegen leicht gesunken.

Aktuell sind in Remscheid 4.867 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 98 Personen oder zwei Prozent weniger als im Vormonat, im Vergleich zum Juli des Vorjahres 688 Personen (16,5 Prozent) mehr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf sieben Prozent (+1,2 Prozentpunkte). 646 Personen meldeten sich im Juli neu oder erneut arbeitslos, 749 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Zum Stichtag 26. Juli lagen insgesamt 1.242 Anzeigen auf Kurzarbeit für 21.090 Beschäftigte vor. Im Juli wurden in Remscheid 177 Stellenzugänge gemeldet plus vier gegenüber dem Vormonat), seit Jahresbeginn allerdings 31,3 Prozent weniger als im Vorjahr (635).  Im Bestand befinden sich nun insgesamt 751 offene Stellen. Das sind 34 weniger als im Vormonat und 534 weniger als im Vorjahresmonat. 439 junge Menschen unter 25 Jahren sind aktuell in Remscheid von Jugendarbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 17 Jugendliche (-3,7 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Personen (+7,3 Prozent) gestiegen. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.693 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 201 (13,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 90,3 Prozent (1.529 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Insgesamt sind in diesem Monat 6.345 Menschen unterbeschäftigt; das sind 276 Personen mehr als vor einem Jahr (+4,5 Prozent).

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Geschichte und Blütezeit der "Mannesmänner" (V)

Aus: „Bergische Wegbahner. Persönlichkeiten und Geschlechter aus Remscheid, Lennep und Lüttringhausen“.
Herausgegeben 1951 vom Vorstand des Bergischen Geschichtsvereins e.V. Abteilung Remscheid.

von Gustav Hermann Halbach

Teil 5
Schon vor dem nahtlosen Rohr hatten die Mannesmanns ihre ersten Erfindungen gemacht. Wie der Vater schon verbesserten Gussstahl herstellte, so erfanden die Söhne Max und Reinhard zusammen den sogenannten Weichkernstahl. Ihr erstes Erfinderschutzrecht erwarben die Brüder Reinhard und Max in einem deutschen Reichspatent vom 3. Juli 1878 auf einen Schallverstärker für Fernsprecher. Auch gestalteten sie eine Seemine, die sie dem preußischen Staate anboten. An der Ausarbeitung des Röhrenverfahrens beteiligten sich vorwiegend die Brüder Alfred und Karl. Ein neuer Höhepunkt in ihrem Schaffen war die Erfindung des hängenden Gasglühlichts in einer gemeinsam 1900 in Remscheid eingerichteten Versuchsstätte. 1901 erzielten Max, Karl und Otto Mannesmann mit ihrem Licht eine Gasersparnis von 60 v. H. Weiter beteiligte sich dann noch Reinhard an der Lichtvervollkommnung.

Unablässig sannen und planten die Mannesmann auf den mannigfachsten Gebieten. (...) Eine Gebrauchsmustereintragung vom 8. Mai 1908 bezieht sich überraschenderweise auf ein Wein-Thermometer, um die für die verschiedenen Weinsorten geeigneten Trinkwärmegrade zu erzielen, wenn sie den höchsten Wohlgeschmack haben sollen. Bordeaux- und Burgunderweine müssen bekanntlich erheblich wärmer sein als die Rhein-, Mosel- und Saarweine. Am kältesten müssen Schaumweine getrunken werden.

Reinhard d. J. erwies sich nicht nur als weitblickender Werkwalt und tiefsinniger Erfinder im deutschen Großgewerbe, sondern auch als Entdecker und Kaufmann durch und durch, dessen Name und ebenfalls der seiner Brüder mit der auswärtigen Politik des einstigen deutschen Kaiserreichs eng verknüpft worden ist. Von 1906 an bis zum Ausbruche des ersten Weltkriegs 1914 widmete Reinhard einen großen Teil seiner Zeit der Erschließung des bis dahin fast unbekannten Marokko. Er hat damals eine ganze Reihe von Kundfahrten in das Innere und in vielfach noch nie von Europäern betretene Gebiete von Marokko unternommen und damit eine ungeheure mannhafte, wagemutige und kühne europäische Wegbahnerarbeit und Gipfelleistung vollbracht. Er wollte die von ihm entdeckten unendlichen Erz- und Bodenschätze des Landes der deutschen Eisenwirtschaft nutzbar machen. Es gelang ihm, von zwei Sultanen über zweitausend Bergwerksberechtsamen zu erhalten. Wie wichtig diese waren, bezeugt ein von den damaligen Großmächten einberufenes überstaatliches Schiedsgericht, um möglichst die deutschen Bergfreiheiten und Begünstigungen zu beschneiden und den überragenden Anteil des Bergbaus nicht in deutschen Händen zu belassen. Die größten Rechtslehrer der europäischen Völker haben sich damals einstimmig für die Rechtsgültigkeit dieser an Mannesmann erteilten Berechtsamen ausgesprochen, so außer denen von Deutschland England, Frankreich, Österreich, Italien und Spanien. Unter dem Namen Marokko-Mannesmann-Kompanie schuf Reinhard Mannesmann 1909 mit seinen Brüdern ein ausgedehntes Unternehmen, in dem Karl Mannesmann Vorsitzer des Aufsichtsrats wurde. Große Werke und 14 Handelshäuser errichtete man. An Ländereien und Ackerland erwarb die Gesellschaft ein Gebiet von etwa 90.000 Hektar. 2.000 Erzberechtigungen besaß sie. Vor allem förderte man die Landwirtschaft.

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Neu gestalteter und bepflanzter Hang fällt auf

Dass sich das Gelände der früheren Brauerei C.W. Kipper zwischen Nord- und Haddenbacher Straße stark verändern werde, berichtete der Waterbölles bereits am 6. Juni 2018: Remscheider Firmen wollen auf Kipper-Brache ziehen. Die Neubebauung dieser langjährigen Brachfläche sei auch ein Erfolg der städtischen Wirtschaftsförderung, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am 9. Januar 2019 beim obligatorischen ersten Spatenstich, zu dem Stefan Grote als Chef der Firma „elektro-technik-grote“ (spezialisiert auf Ersatzteile für Maschinen, Motoren und Anlagen)eingeladen hatte. Die ist inzwischen von der Greulingstraße zur Kipperstraße auf ein großes Grundstück im hinteren Teil des Geländes umgezogen – in eine Halle mit 1.000 Quadratmetern sowie einen zweistöckigen Bürotrakt mit 450 Quadratmetern. Andere Firmen, die auf dem alten Kipper-Grundstück ebenfalls Parzellen erworben haben, haben bislang noch nicht mit Bauarbeiten begonnen. Das mag der Corona-Pandemie geschuldet sein.

Das Foto zeigt den neuen Betrieb Elektro Grote mit dem neu gestalteten und bepflanztem wurde der Hang des Grundstücks der Haddenbacher Straße.

Seenotrettung und eine Weltreise anderer Art

Pressemitteilung der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen / des F(l)air-Weltladens-Lüttringhausen /

  • Bündnis „UNITED4RESCUE“ wird unterstützt. Seenotrettung ist humanitäre Pflicht. Sie ist im Völkerrecht verankert. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat deshalb ein Bündnis initiiert und einen Trägerverein gegründet: „UNITED4RESCUE. Gemeinsam retten e.V.“ Der hat das 44 Jahre alte Forschungsschiff „Poseidon“ ersteigert und umgerüstet. Mit einer Krankenstation versehen ist es bereits im Mittelmeer unterwegs und übernimmt als „Sea watch 4 - powered by UNITED4RESCUE“ die Aufgabe mit, die die europäischen Staaten verweigern: Menschen auf der Flucht vor dem Ertrinken zu retten. Alles im Bündnis mit der Organisation Seawatch und mit der Initiative Seebrücke und inzwischen 526 Organisationen und Institutionen. Man fühlt sich mitverantwortlich und leistet konkrete Hilfe. Das hat den Vorstand der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen e.V. überzeugt. Der Verein ist deshalb Mitglied des Bündnisses „UNITED4RESCUE“ geworden. Informationen: www.united4rescue.com.
  • Ferien einmal anders: Weltreise durch Weltläden. Wer sich entschlossen hat, zu Hause zu bleiben, kann dennoch auf Weltreise gehen. Die Evangelische Kirche in Rheinland regt in Zusammenarbeit mit dem Fairhandelsunternehmen GEPA (Wuppertal) unter dem Motto „Himmlische Ferien“ eine „Weltreise durch Weltläden“ an. Im F(l)air-Weltladen in Remscheid-Lüttringhausen sind z.B. die Kaffeebäuerinnen der Kooperative APROLMA aus Marcala/Honduras kennenzulernen. Und ihren Arabica-Hochlandkaffee! In Aachen stellen  sich Kaffeeproduzenten aus Kolumbien vor und in Dinslaken der seine Bemühungen, Arbeitsplätze für Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos zu schaffen. Informationen unter: https://www2.ekir.de/inhalt/himmlische-ferien-eine-weltreise-durch-weltlaeden/.

Datenbank für eine neue touristische Internetseite

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid wird im Herbst  mit einem neuen, touristischen Internetauftritt online gehen. Optisch ansprechend und mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten versehen sollen in dem neuen Internetauftritt auch die örtliche Gastronomie und der lokale Einzelhandel vertreten sein. Deswegen ruft das Stadtmarketing jetzt Interessierte dazu auf, sich mit eigenen Beiträgen am Inhalt der Homepage zu beteiligen. Das Stadtmarketing hat eine Datenbank erstellen lassen, in die Inhaberinnen und Inhaber von Remscheider Restaurants und Geschäften ab sofort ihre wesentlichen Betriebsdetails selbstständig eingetragen können. Das Ergebnis des Eintrags ist eine informative Kurzdarstellung des Angebots mit Link zur eigenen Internetseite, auf die sich die künftigen Besucherinnen und Besucher der touristischen Homepage mit einfachem Klick weiterleiten lassen können.

Eine Eintragung ist über diesen Link möglich: https://remscheid.de/registrierung. Wichtig ist, dass alle Felder korrekt ausgefüllt werden, damit ein Beitrag online gestellt werden kann. Alle Beiträge werden vor Freischaltung nochmals durch das Stadtmarketing auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Bei eventuellen Fragen wird nochmals Kontakt aufgenommen. Natürlich besteht auch jederzeit die Möglichkeit, einen Beitrag wieder zu löschen. Das Stadtmarketing hofft darauf, dass sich möglichst viele Remscheider Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe mit eigenen Beiträgen an der Befüllung der Datenbank und damit an eine möglichst vielschichtigen und informativen touristische Internetseite beteiligen.

Mehr Personal für den geschädigten Wald gefordert

Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Düsseldorf

Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen, wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch in Remscheid. „Die nordrhein-westfälische Landesregierung habe zwar im Rahmen des Waldpakts eine Million Euro für landesweit 20 neue Stellen im Forst bereitgestellt. Die seien aber befristet und reichten angesichts des Ausmaßes der Schäden bei weitem nicht aus, kritisiert Uwe Orlob, Bezirksvorsitzender der IG BAU Düsseldorf. Es sei völlig unklar, woher das nötige Personal für die Wiederbewaldung kommen solle.

In Nordrhein-Westfalen  dürfen nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums von 2018 bis 2020 insgesamt rund 35 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von 68.000 Hektar vernichtet haben. „Auch wenn es zuletzt nicht so heiß war wie in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Die Monokulturen aus Fichten und Kiefern sind besonders betroffen“, so Orlob. Laut Bundeswaldinventur machen Nadelbäume 41 Prozent der knapp 910.000 Hektar des NRW-Waldes aus. Mittlerweile sei teilweise sogar die Buche gefährdet. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall.

Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und resistente Baumarten angepflanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter. Da Forstwirte sich nun auch verstärkt um die Privatwälder zwischen Rhein und Weser kümmern müssten, entstehe ein zusätzlicher Bedarf.

Spielhalle bleibt enger Nachbar der Schule

Gegenüber der Alleecenter-Ein- bzw. --Ausfahrt an der Elberfelder Straße befindet sich eine Spielhalle, etwa 120 Meter vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium entfernt. Ist das zulässig? Der Waterbölles fragte bei der Remscheider Stadtverwaltung nach. Hier die Antwort:

Die Spielhallen sind in der Vergangenheit nach gewerberechtlichen und baurechtlichen Bestimmungen genehmigt worden. Insbesondere das Bauplanungsrecht spielt eine entscheidende Rolle, da Spielhallen nur in bestimmten Gebieten zulässig sind.

Mit Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags und des Ausführungsgesetzes NRW zur Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags ist eine weitere Erlaubnispflicht hinzugekommen, wobei die Bekämpfung der Spielsucht und eine Begrenzung der Anzahl der Spielhallen, insbesondere der Mehrfachkonzessionen in einem Gebäude, eine wesentliche Intention dieser Glücksspielregelungen war.

Für neu erteilte Konzessionen gelten erhebliche Einschränkungen, hinsichtlich des Abstands zu andern Spielhallen und auch hinsichtlich des Abstands zu Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Für die Bestandsspielhallen gelten aber Übergangsfristen und Übergangsklauseln.

Die Abstandregelung zu Schulen gilt nicht für Spielhallen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Glücksspielstaatsvertrags bereits bestanden und für die eine Konzession nach der Gewerbeordnung erteilt worden ist.

Bei der hier genannten Spielhalle handelt es sich um ein Objekt, das bereits vor vielen Jahren konzessioniert worden ist und daher der Abstand zur Schule, auch nach den geänderten Bestimmungen, nicht zu beanstanden ist.

Persönliche Vorsprache in der Arbeitsagentur später

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Nach geltender Gesetzeslage muss man persönlich bei der Agentur für Arbeit vorsprechen, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen zu können. Durch die Corona-Pandemie war und ist das derzeit aber nicht möglich, so dass diese Verpflichtung für eine gewisse Zeit ausgesetzt wurde; vorübergehend genügt eine telefonische bzw. eine Online-Meldung. Die Identitätsprüfung muss jedoch in jedem Fall nachgeholt werden. Um allen Seiten ein möglichst unkompliziertes Verfahren bieten zu können, gibt es seit 24. Juli die Möglichkeit, die erforderliche Identitätsprüfung über das Selfie-Ident-Verfahren vorzunehmen. Wer dafür in Frage kommt, wird angeschrieben. Es muss also niemand von sich aus aktiv werden. Das Schreiben enthält einen QR-Code, über den man die „Selfie-Ident“-App herunterladen kann sowie einen Link zu weiteren Informationen. Die Handhabung ist recht einfach und entspricht den Online-Identifizierungen bei anderen Anlässen wie Kontoeröffnung oder Handyfreischaltung.

Für die Identitätsprüfung werden ein Smartphone oder Tablet mit Kamera, um die App herunterzuladen, eine stabile Internetverbindung und ein gültiges Ausweisdokument mit holografischem Merkmal (Personalausweis, Reisepass oder ein adäquates Dokument) benötigt. Leider werden aktuell noch nicht alle ausländischen Ausweisdokumente unterstützt.

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Grüne kritisieren Schandfleck an der Ringstraße

„Auf der Ringstraße in Lennep, gegenüber des ehemaligen Barmag-Gebäudes, steht seit erheblicher Zeit ein Wohnkomplex der GEWAG leer, verrottet und wird zum Schandfleck für Lennep“, hat die Fraktion der Grünen festgestellt und bezeichnet es angesichts der Nachfrage nach Wohnraum in Lennep als unverständlich, dass der Leerstand nicht genutzt und stattdessen auf der grünen Wiese gebaut werden solle: „Durch Umbau, aber auch den Abriss und den Neubau von Gebäuden schaffen wir nicht nur zeitgemäßen und nachfragegerechten Wohnraum, wir werten gleichzeitig die gewachsenen Quartiere auf. Auf weitere Flächenversieglung wie an der Knusthöhe könnte in Folge dessen verzichtet werden.“ In diesem Kontext haben die Grünen zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 19. August folgende Fragen an die Verwaltung:

  • Ist der Verwaltung bekannt, was in welchem Zeitraum mit den leerstehenden Wohnhäusern auf der Ringstraße geschehen soll? Gibt es Gespräche mit der GEWAG?
  • Gibt es Planungen der GEWAG den Wohnkomplex durch Umbau, Abriss oder Neubau zeitnah aufzuwerten?

Corona lässt Zahl der Ausbildungsplätze sinken

Pressemitteilung der Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG), Region Düsseldorf-Wuppertal

Corona durchkreuzt Karrierepläne: Vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor gravierenden Folgen der Pandemie für Berufsanfänger in Remscheid gewarnt. Bereits im ablaufenden Lehrjahr hätten viele Firmen die betriebliche Ausbildung deutlich zurückgefahren oder ganz eingestellt. Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze in der Stadt zwischen Oktober und Juni um 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. „Trotz Krise sollten die Unternehmen alles daransetzen, die Ausbildung aufrechtzuerhalten und dafür die neuen staatlichen Fördermittel nutzen. Wer heute auf Azubis verzichtet, dem fehlen morgen die Fachkräfte“, betont die Geschäftsführerin der NGG-Region Düsseldorf-Wuppertal, Zayde Torun.

Besonders dramatisch sei die Lage in Hotels und Gaststätten, aber auch im Lebensmittelhandwerk. „Corona könnte den Fachkräftemangel ausgerechnet in Branchen verschärfen, die ohnehin seit Jahren kaum noch Nachwuchs finden“, warnt Torun. Dabei greife die Politik betroffenen Firmen längst unter die Arme. Nach den Beschlüssen der Großen Koalition bekommen kleinere und mittlere Betriebe, die im Zuge der Corona-Krise Umsatzeinbußen von mehr als 60 Prozent verzeichnet haben, einen Zuschuss von 2.000 Euro für jeden nicht gestrichenen Ausbildungsplatz. Wer zusätzliche Azubi-Stellen schafft, erhält pro Platz 3.000 Euro. Außerdem können sich Firmen, die wegen Corona Arbeitsausfälle von mindestens 50 Prozent haben, drei Viertel der Ausbildungsvergütung erstatten lassen.

„Wer gut durch die Krise gekommen ist, sollte als Unternehmer eine besondere Verantwortung zeigen und Azubis aus insolventen Betrieben übernehmen“, fordert Torun. Auch dafür hat die Bundesregierung eine Prämie beschlossen. Wer in technischen Berufen, etwa als angehender Mechatroniker, von der Pleite des Arbeitgebers betroffen ist, kann auch von einem Süßwarenhersteller oder einer Großbrauerei zu Ende ausgebildet werden. Wegen der vergleichsweise guten wirtschaftlichen Lage der Lebensmittelindustrie sei die Branche auch in der Region aktuell noch auf der Suche nach Azubis, so die NGG.

„In den kommenden Monaten müssen die Unternehmen dafür sorgen, dass die Corona-Krise nicht zu einer Azubi-Krise wird. Am Ende geht es auch darum, ob Gäste beim Restaurant- oder Hotelbesuch künftig noch den gewohnten Standard erwarten können. Den garantieren langfristig nur gelernte Köche und ausgebildete Hotelfachleute“, so Torun.

Grüne fordern "so wenig Autoverkehr wie möglich"

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 19. August und den Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 20.August sowie des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 27. August und zur Ratssitzung am 24.September hat die Fraktion der Grünen den Antrag gestellt, die Verwaltung möge im Vorfeld des neuen DOC in Lennep folgende Punkte berücksichtigen:

  • Ein Monitoring für die Verkehrskonzepte.
  • Gut angebundene P+R-Plätze (auch für die Anreisenden über die Autobahn).
  • Ein intelligentes (dynamisches) und digitales Verkehrs- und Parkleitsystem.
  • Eine offensive Informations- und Werbekampagne für die Nutzung des Nahverkehrs (nebst dichterer Taktung in den Haupteinkaufszeiten). und ein kund*innennahes Profil.
  • Eine Aufnahme der DOC-Anbindung in den Nahverkehrsplan (mit besserer Taktung der Linie 260 und Prüfung einer Schnellbuslinie nach Köln, dem Einsatz von kleinen Shuttlebussen zwischen DOC und Bahnhof Lennep sowie Busverbindungen aus und in den Oberbergischen Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Märkischen Kreis zu den Haupteinkaufszeiten).
  • Eine bessere Radwegeanbindung und –beschilderung (auch bezogen auf eine Verlängerung der Balkantrasse Richtung Lüttringhausen und in Richtung Hauptbahnhof/Müngsten).
  • Ein Verkehrskonzept für eine möglichst autofreie Lenneper Altstadt. Erste Schritte wären z.B. Fußgängervorrang, Einbahnstraßenregelungen, Anliegerparken und Anlieger-Frei-Zonen sowie ein Parkverbot.

In der Begründung heißt es: „Bei der Debatte ums DOC geht es vor allem um die Frage des Verkehrs und der … Mehrbelastung für die Anwohner*innen sowie für das Klima in Lennep und Remscheid. Die Regelung des Verkehres rund um das geplante DOC, die verkehrliche Anbindung sowie die verkehrliche Situation innerhalb von Lenneps sind für uns grundlegend für das Gelingen des Projektes. Ziel muss es sein, so wenig Autoverkehr wie möglich zu erzeugen.“