Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Gespräche mit den Hausbesitzern beginnen im Februar

Seit 2018 sind in Bochum die Stadtplaner und Architekten Yasemin Utku und Stephan Gudewer die Gesellschafter des Büros „STADTGUUT“. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte liegen, wie es auf ihrer Homepage heißt, „in den Bereichen Städtebau und Stadtentwicklung, Städtebauliche Denkmalpflege und Stadtgestaltung, Stadterneuerung und in der Stadtforschung (...) bei Aufgabenstellungen an der Schnittstelle von Architektur und Stadtplanung.“ Das gewährleiste eine bedarfsgerechte fachübergreifende Bearbeitung für öffentliche und private Auftraggeber gewährleistet „eine bedarfsgerechte fachübergreifende Bearbeitung für öffentliche und private Auftraggeber“. Dazu gehört jetzt auch die Stadt Remscheid.  „STADTGUUT“ wurde mit „vorbereitenden Untersuchungen und dem Rahmenplan Innenstadt“ beauftragt, soll sich – im Zusammenhang mit dem vom Rat beschlossenen „Sanierungsgebiet Alleestraße“ – beispielsweise die Häuser entlang der Fußgängerzone näher ansehen – die Leerstände, die Nutzungsarten, ihre Erschließung, mögliche künftige Verwendungswecke und den baulichen Zustand. Bei der Bürgeranhörung am 14. September im früheren Schuhhaus Deichmann, Alleestraße 34,hatte frühere Schuhhaus Deichmann, Alleestraße 34, hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an die Hausbesitzer appellierte, die Chancen des Sanierungsgebietes zu nutzen, „hier etwas Schönes zu gestalten!“ Und er hatte eingeräumt: „Ja, dem einen oder anderen Gebäude sieht man die letzten 18 Jahren des Niedergangs an; da schlägt man die Augen nieder!“

Aus der Sicht der Städteplaner wäre es ein Idealfall, wenn sich bei der Untersuchung des Sanierungsgebietes herausstellen würden , dass gerade an den Stellen zwischen Friedrich-Ebert-Platz und Alleestraße Häuser stehen, die einen so hohen Sanierungsbedarf haben, dass ein Ankauf durch die Stadt und der anschließende Abriss zugunsten einer oder mehrerer neuer Querverbindungen für Fußgänger die wirtschaftlichere Lösung wäre. Auf die Suche danach werden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Büros „STADTGUUT“ in nächster Zeit begeben – und dabei auch Gespräche mit den Hausbesitzern führen.

Inzwischen kann man bereits von einem Netzwerk aus Architekten und Stadtplanern reden, das sich um Remscheid Zukunft kümmert. Seit Jahren in Remscheid unterwegs ist das Planungsbüro Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbH (Stadt+Handel) mit Sitz in Dortmund. Es verfasste für die Stadt Remscheid vor einigen Jahren ein neues Einzelhandelskonzept und legte später zum geplanten DOC eine Verträglichkeitsanalyse vor. Hinzu kommen die SAL Landschaftsarchitektur GmbH und das Ingenieurbüro Lindschulte, beide aus Münster. Diese haben von der Stadt den Auftrag erhalten, insgesamt sechs Remscheider Innenstadtstraßen zu überplanen, alles Maßnahmen aus dem vom Rat der Stadt beschlossenen Revitalisierungskonzept für die Remscheider Innenstadt (von dem das künftige Sanierungsgebiet nur ein Teil ist).

Kurios fand es am Donnerstag im Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr Jens Peter Nettekoven (CDU), dass sich der Landschaftsarchitekt Stefan Bracht von der SAL mit der Neugestaltung des Fastenrathstraße (Foto) in dem dortigen Taxistand befasst, er die „Zange“ wenige Meter unterhalb auf der Alleestraße aber nicht unter die Lupe nehmen darf. Nettekoven: „Das kommt mir vor wie ein Patient, um den sich gleich drei verschiedene Ärzte kümmern!“ Für den Technischen Beigeordneten Peter Heinze nichts Verwunderliches: „Spezialisten in unterschiedlichen Fachgebieten gibt es nicht nur in der Medizin, sondern auch im Bauwesen!“ Dazu passt der folgende Satz auf der Internetseite von „STADTGUUT“, man bewege sich „in einem interdisziplinären Netzwerk“.

Die „Zange“ gehört zum Sanierungsgebiet, um das sich die „STADTGUUT“ GmbH kümmert. Die Ausgangslage: „Städtebauliche, immobilienwirtschaftliche und soziale Herausforderungen in der Remscheider Innenstadt. Zunehmende Leerstände, Defizite in der Bausubstanz, weiterhin zunehmende Funktionsverluste entlang der Alleestraße“, wie es Stephan Gudewer am Donnerstag im Entwicklungsausschuss darstellte. Ziel sei ein „Gesamtkonzept zur dauerhaften Stabilisierung und zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Remscheider Innenstadt“.

Folgende Schritte sind vorgesehen:

  1. Datenerhebung
  2. Analyse und Auswertung
  3. Strukturkonzept
  4. Rahmenplan
  5. Maßnahmenplanung
  6. Kosten- und Finanzierungsübersicht
  7. Umsetzungsstrategie
  8. Beteiligung und Kommunikation
  9. Beratung

Zur inzwischen angelaufenen Datenerhebung gehört die Auswertung und Aufbereitung städtischer Studien, Untersuchungen und Materialien (Revitalisierungskonzept, Einzelhandelskonzept, Mobilitätsstrategie, ISG Alleestraße) sowie die Festlegung der erforderlichen ergänzenden Erhebungen und Aktualisierungen im Abgleich mit §141 BauGB. Der Entwurf des Rahmenplan soll der Öffentlichkeit in einer „Öffentlichen Werkstatt“ im Juni vorgestellt werden, ebenso später (im November?) der Entwurf der Sanierungssatzung. Zur fortlaufenden Einbindung der Öffentlichkeit soll (im März) auch ein halbtägiger Workshop mit Verwaltung und lokalen Akteuren gehören. Ab Februar sind eine schriftliche Eigentümerbefragung und Einzelgespräche mit „Schlüsselakteuren“ vorgesehen.

 

Noch keine Entscheidung über Public Viewing zur EM

„Viele fußballbegeisterte Remscheiderinnen und Remscheider denken sicher noch gerne an freud- und schmerzvolle Momente beim öffentlichen ‚Rudelgucken‘ vor dem Remscheider Rathaus zurück. Zahlreiche Fans wünschen sich ähnliche gemeinschaftsstiftende Gänsehausmomente sicher auch zur EM 2020“, hat sich die CVDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid erinnert. Und auch daran: „Im Juli 2018 äußerte der Organisator der Fanfeier, Patrick Clalüna, noch Zweifel, ob es auch 2020 zur EM wieder Public Viewing geben würde.“ Zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am Donnerstag hatte die CDU nachgefragt, ob die Stadt davon ausgehe, dass es auch anlässlich der Fußball- Europameisterschaft wieder die Möglichkeit für sogenanntes „Public Viewing“ vor unserem Rathaus in der Innenstadt geben werde und ob das Stadtmarketing schon Gespräche geführt habe, ob und in welcher Form der Wettbewerb in unserer Stadt öffentlich gezeigt werden könnte.

„Wir können verstehen, dass man sich eine solche Entscheidung nicht einfach macht, zumal der Erfolg einer solchen Veranstaltung von Faktoren abhängt, die wir vor Ort nicht beeinflussen können. Im Sinne der Fans würden wir uns natürlich freuen, wenn unser Stadtmarketing hier positive Nachrichten vermelden könnte. Ein friedliches Fanfest auf dem Theodor-Heuss-Platz dient auch dazu, unsere Innenstadt zu beleben“, schrieb die CDU. Dazu am Donnerstag der Technische Beigeordnete Peter Hinze: Es habe erste Gespräche gegeben, aber noch keine Entscheidung. „Da steht noch nichts fest!“ Zu bedenken sei schließlich, dass der wirtschaftliche Erfolg für den Veranstalter eines „Public Viewing“ vom sportlichen Erfolg der deutschen Mannschaft abhänge. Unausgesprochen schein da mitzuklingen, dass davon heute noch längst nicht alle deutschen Fußballfans überzeug seien.

Schulranzenparty für Schüler und Eltern am 1. Februar

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zum Start in eine perfekte Schulzeit gehört unter anderem der richtige Tornister. Was Eltern beim Kauf eines Schulranzens wissen und berücksichtigen sollten, erfahren sie auf der 10. Schulranzenparty der Stadtsparkasse Remscheid am Samstag, 1. Februar 2020, im Kundencenter an der Alleestraße. Von 10 bis 15 Uhr werden dort unter anderem die neuesten Schulranzen und Rucksack-Modelle mit Zubehör für Schulanfänger und Schülerinnen und Schüler präsentiert. Die Aussteller „Die Schatzkiste“ und „Gottlieb Schmidt“ bieten an, individuell über die neuesten Modelle zu informieren. Das Probetragen der Ranzen und eine fachkundige Beratung sind dabei natürlich garantiert, und selbstverständlich können die gewünschten Schulranzen auch direkt im Kundencenter gekauft werden.

Doch nicht nur die Schulutensilien stehen am 1. Februar im Vordergrund. Auf die Gäste wartet auch ein spannendes und umfangreiches Rahmenprogramm. Die Polizei und die Verkehrswacht Remscheid geben wichtige Tipps für den sicheren Schulweg. Wie wichtig ein richtig sitzender Ranzen ist, zeigen die Physiotherapeuten von medora. Und unter dem Motto „Kommt und bewegt euch“ präsentiert der Remscheider Sportverein (RSV) gemeinsam mit der OGGS Reinshagen Bewegungsspiele, die nicht nur auf dem Schulhof ausprobiert und gespielt werden können. Unter dem Motto „Gesundes Frühstück“ zeigt Maike Grimmelt von der Barmer, was in die Frühstücksdose gehört. Für Bewirtung sorgt in diesem Jahr der Line Dance Clubs Maverick e.V. mit einem Muffinstand. Zum zehnjährigen Jubiläum wartet auch noch eine besondere Überraschung auf die kleinen und großen Besucher – „Oh Larry“, der Ballonmeister, tritt mit seiner Ballonshow auf. (Ann-Kristin Soppa)

Tipps zur Studienfinanzierung von „arbeiterkind.de“

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Organisation „Arbeiterkind“ ermutigt Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne Hochschulerfahrung dazu, als erstes Familienmitglied zu studieren. Rolf Grünsteidl, Referent der Organisation Arbeiterkind.de informiert am Donnerstag, 23. Januar, um 17 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Hünefeldstr. 10a, über Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Außerdem stellt er vor, wie seine Organisation mit bundesweit 6.000 Ehrenamtlichen in 75 lokalen ArbeiterKind.de-Gruppen Schülerinnen und Schüler, die als erste in ihrer Familie studieren, unterstützen können auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg. Die Ehrenamtlichen sind größtenteils selbst Studierende oder AkademikerInnen, die als erste in ihren Familien studiert haben und berichten aus eigener Erfahrung über ihren Bildungsaufstieg und ermutigen als persönliches Vorbild. So ist auch Referent Rolf Grünsteidl selbst ein „Arbeiterkind“. Interessierte können ohne Anmeldung kostenlos an der Informationsveranstaltung teilnehmen.

Das Bergische, ein Hotspot für Innovationsstärke

„Ich freue mich, dass wir hier in der Region trotz der zahlreichen weltpolitischen und sonstigen Unsicherheiten eine Aufbruchstimmung wahrnehmen können. Wir haben es immerhin in den letzten Tagen des Jahres 2019 noch geschafft, ein tiefes Tal endlich zu durchschreiten. Ich meine das zähe Ringen um die Rücknahme der vollkommen unnötigen Klageverfahren zum geplanten Designer Outlet Center (DOC) in Remscheid. Nach den entsprechenden Entscheidungen der Wuppertaler Stadtpolitik hat es doch tatsächlich noch im alten Jahr einen Notartermin gegeben und die gegenseitigen Klagen sind vom Tisch. Welch große Freude! Ich möchte nochmal allen Beteiligten ganz herzlich danken, dass dieser Stachel im ansonsten gesunden Fleisch der bergischen Zusammenarbeit nun endlich gezogen worden ist. Auch unsere IHK hat einen gehörigen Anteil an dieser Entwicklung und jetzt können wir endlich nach vorne schauen!“, sagte IHK-Vizepräsident Christian Busch, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Walbusch in Solingen, beim gestrigen Neujahrsempfangs der Bergischen IHK in der Historischen Stadthalle Wuppertal. Er sprach in Vertretung des kurzfristig erkrankten IHK-Präsident Thomas Meyer. Begrüßt hatte zuvor IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Dabei hatte er der Wuppertaler Tourismuszentrale geraten, auf ihrer Homepage nicht mehr auf die Nähe zu Köln oder Düsseldorf hinzuweisen, nachdem der US-Fernsehsender CNN Wuppertal zu einem der Top 20 Reiseziele des Jahres 2020 erklärt habe („railway in the sky“).

„Die Wuppertaler Schwebebahn oder die Müngstener Brücke zeugen von der Innovationskraft und den Visionen der Bergischen Unternehmer, Planer und Ingenieure“, so Christian Busch. Längst sei das Bergische Städtedreieck ein Hotspot für Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit. „Die meisten Patente pro 100.000 Beschäftigte kommen aus unserer Region und, gemessen an der Bruttowertschöpfung, geben wir mit 862 Millionen Euro deutlich mehr für Forschung und Entwicklung aus, als jede andere Wirtschaftsregion Nordrhein-Westfalens.“

Bei den Wuppertaler Stadtwerken nähmen in den nächsten Monaten zehn Wasserstoffbusse ihre Fahrt auf; weitere wurden folgen. „Das bedeutet mehr Klimaschutz, bessere Luft und weniger Lärm – und eine komfortable und zukunftsträchtige Fortbewegungsart für die Bürgerinnen und Bürger. Und noch besser: Der Strom für die Erzeugung des notwendigen Wasserstoffes wird in der hiesigen Müllverbrennungsanlage gewonnen!“ Und Solingen habe durch die O-Busse eine optimale Ausgangslage, um den ÖPNV emissionsfrei zu gestalten. durch die Kombination der bewährten O-Bus-Technik mit der neuesten Batterietechnologie eine völlig neue Busgeneration („BOB“) entwickelt; diese werde den Solinger ÖPNV vollständig elektrifizieren.

Auch Remscheid kam in der Rede vor. Zitat: „In Rem scheid ist mit der Gründerschmiede – einer Initiative der Wirtschaftsjunioren – schon viel frischer Wind eingekehrt, und die Institution wächst und wächst!"

Waterbölles: Woran er das festmacht, sagte Christian Busch allerdings nicht.

Bergische Drei erneut auf der Vakantiebeurs Utrecht

Pressemitteilung  des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.

Die „Vakantiebeurs Utrecht“ ist die größte Reisemesse bei unseren westlichen Nachbarn. Als „De Bergischen Drie“ zeigt man dort den reisebegeisterten Niederländern, was die Region mit den ersten Bergen hinter der niederländischen Grenze alles zu bieten hat. Die Messe, auf der sich jährlich über 115.000 Niederländer über ihre nächsten Reiseziele informieren, beginnt am heutigen Mittwoch und endet am Sonntag.  Standplatz der Bergischen Drei ist der Messestand von Tourismus NRW e.V.: Jaarbeurs Utrecht, Halle 9, Stand C040.

Mit über 34.000 Übernachtungen im Jahr 2019 (im Vergleich: 2009 knapp 26.000 Übernachtungen) stellen die Niederländer den größten Anteil der Übernachtungen von ausländischen Gästen im Bergischen Städtedreieck. „Ein wichtiger Grund für die kontinuierlich steigenden Übernachtungszahlen ist u.a. die stetige Präsenz auf der Vakantiebeurs in Utrecht“, so Holger Piwowar, Geschäftsführer des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. (BLTM). Auch in diesem Jahr werden die Bergischen Drei sich wieder am Gemeinschaftsstand von Tourismus NRW e.V., gemeinsam mit den bergischen Nachbarn - der Naturarena Bergisches Land - und vielen anderen touristischen Regionen Nordrhein-Westfalens, präsentieren. „Wir überführen damit das erfolgreiche EFRE-Förderprojekt „Auslandsmarketing“, bei dem wir in den vergangenen drei Jahren Projektpartner bei Tourismus NRW e.V. waren, gemeinsam in die Nachhaltigkeit“, so Piwowar.

Das Team der Bergischen Drei präsentiert den Besuchern - neben dem neuen Gastgeberverzeichnis 2020 - auch die Übersichtskarte und Imagebroschüre in niederländischer Sprache. Ebenso wird am Stand der Bergischen Drei das Genussradeln auf ehemaligen Bahntrassen im Bergischen Land unter der Marke „einfach bergisch radeln“ beworben. „Auch für die „flache“ Fahrradwege gewohnten Niederländer hat das Radeln durch eine Mittelgebirgslandschaft auf ehemaligen Bahntrassen einen ganz besonderen Reiz, da sie die Panoramaaussichten der Strecke genießen können, ohne sich körperlich verausgaben zu müssen“, erläutert Angelika Schott das große Interesse der Niederländer an dem touristischen Produkt, das der BLTM für das gesamte Bergische Land (Kreis Mettmann/Neanderland, Oberbergischer- und Rheinisch-Bergischer Kreis/Naturarena Bergisches Land, Remscheid, Solingen und Wuppertal/Die Bergischen Drei, sowie für die Städte Leverkusen, Hattingen und Sprockhövel) vermarktet.

Spezialisiert auf Patienten mit Herzschwäche

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Aktuellen Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zufolge ist Herzinsuffizienz der häufigste Krankheitsgrund für einen Krankenhausaufenthalt in Deutschland. Über 450.000 Patienten mit Herzschwäche werden jährlich in deutschen Kliniken betreut. Das Sana-Klinikum Remscheid ist gut für diese wachsende Patientengruppe – zwischen 1995 und 2017 lag die Steigerungsrate laut DKG-Analysen bei 101,5 Prozent – gerüstet: Die Fachabteilung für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und Intensivmedizin wurde bereits 2017 mit dem Titel „Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz“ akkreditiert und hat seither das Fachpersonal entsprechend weiterqualifiziert. So konnten unter anderem Chefarzt Prof. Dr. Burkhard Sievers und der Leitende Oberarzt Dr. Christian Schnickmann die „Zusatzqualifikation Herzinsuffizienz“ erwerben und mit Sumea Sinani und Janina Edelmeier haben die ersten beiden „Heart Failure Nurses“ (Gesundheits- und Krankenpflegerin mit Spezialisierung für Herzinsuffizienz) ihre Fortbildungen erfolgreich abgeschlossen.

„Die Vorgangsnummer 001 auf unserem Zertifikat zeigt, dass wir die erste Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz von heute 33 in Deutschland sind“, sagt Professor Sievers. „Seither kommen wir den damit verbundenen Qualitäts- und Weiterentwicklungskriterien akribisch nach und dazu gehören auch die entsprechenden Programme für unser Personal.“ Während des Remscheider Ärztetages Anfang Januar stellte er in diesem Zusammenhang die beiden Heart Failure Nurses vor. Sumea Sinani schloss ihre Weiterbildung bereits im Herbst 2018 ab, Janina Edelmeier folgte ein Jahr später. „Ich möchte mich weiter entwickeln und habe dieses tolle Angebot dazu sehr gerne angenommen“, sagt Sumea Sinani. Janina Edelmeier hatte durch ihre Kollegin ebenfalls Interesse an der Fortbildung gefunden und ihre Chance 2019 ergriffen: „Wir haben jetzt gegenüber unseren Kolleginnen und Kollegen auf der Station einen speziellen Wissensvorsprung, der uns einen besonderen Blick auf betroffene Patienten ermöglicht. Daher kümmern wir uns, obwohl wir ganz normal unseren Dienst auf den Stationen erfüllen, bewusster als die anderen Pflegekräfte um diese besondere Patientengruppe.“ Unterstützung bekommen nicht nur sie von der Pflegedirektorin. „Wir freuen uns, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier am Sana-Klinikum die Möglichkeit bieten können, derartige Weiterbildungen mit hoher Qualität und Spezialisierung zu besuchen“, sagt Jasmin Shmalia. Auch Geschäftsführerin Svenja Ehlers hebt das hohe Engagement der Pflegekräfte hervor: „Beide stehen nun gemeinsam mit Chefarzt Professor Sievers und Oberarzt Schnickmann als Leiter der „Heart Failure Unit“ und der internistischen Intensivstation symbolisch für die hochqualitative Versorgung herzinsuffizienter Patienten am Sana-Klinikum Remscheid.“

Die Heart Failure Unit muss rund um die Uhr eine optimale Behandlung der Patienten sicherstellen können. Die Kardiologie im Sana-Klinikum Remscheid bildet dies durch eine gute Apparate- und Personalstruktur ab. „Wir bieten ein breites bildgebendes, intensivmedizinisches und interventionelles Spektrum“, erklärt Professor Sievers. Außerdem arbeite man allgemein an einer Verbesserung der Schnittstelle zwischen dem stationären und ambulanten Bereich. „Unser Ziel ist es, den nächsten Krankenhausaufenthalt der Patienten zu verhindern oder zumindest länger hinauszuzögern. Dazu benötigen wir motivierte Mitarbeiter im ärztlichen und pflegerischen Bereich, die sich in unterschiedlichen Disziplinen spezialisieren und hier auch Verantwortung übernehmen wollen.“

Patienten mit Herzinsuffizienz haben ein schwaches Herz mit einer eingeschränkten Pumpleistung. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen Durchblutungsstörungen des Herzens, Entzündungen, Herzklappenfehler oder Herzrhythmusstörungen. Teilweise sind diese auch vererbt oder angeboren. Typische Symptome sind Luftnot, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit sowie Wasseransammlungen in der Lunge und in den Beinen, einhergehend mit Gewichtszunahme. Herzinsuffizienz ist eine zunehmend häufiger auftretende Erkrankung, die spät oder nicht ausreichend behandelt schnell zum Tod führen kann. (Stefan Mülders)

Freie Internetzugänge in Remscheid neu

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid hat in und an den städtischen Gebäuden dem Verbund freier Netzwerker NRW e. V. bislang und aktiv die Möglichkeit geboten, für die Verbreitung der freien Internetzugänge des Vereins städtische Infrastruktur zu nutzen. Ebenso haben einige Unternehmen und Einzelhändler in der Remscheider Innenstadt dem Verein diese Möglichkeit geboten. Im Ergebnis hat es in und im Umfeld von städtischen Einrichtungen und in der Innenstadt, wenn auch nicht flächendeckend, für die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit gegeben, ohne Registrierung freies Internet kostenlos nutzen zu können. Das Angebot hat großen Anklang gefunden.

Leider wurde uns durch die Remscheider Ansprechpartner des Vereins mitgeteilt, dass sie künftig aufgrund von organisatorischen Veränderungen innerhalb des Vereins in Remscheid keine freien Internetzugänge mehr anbieten können und werden. Dies gilt sowohl für die städtischen Einrichtungen als auch für die bisherigen Zugangspunkte in der Remscheider Innenstadt, die sich nicht in der Zuständigkeit der Stadtverwaltung Remscheid befinden.

Für die städtischen Gebäude und Einrichtungen konnten kurzfristig Ersatz- bzw. Übergangslösungen mit einem IT-Dienstleister realisiert werden, so dass auch seit dem 1. Januar in und im Umfeld von städtischen Einrichtungen für die Bürgerinnen und Bürger freies Internet weiterhin kostenlos und registrierungsfrei angeboten werden kann. Diese Möglichkeit besteht aber nur dort, wo städtische Infrastruktur bereits vorhanden ist oder geschaffen werden kann, was im Bereich der Innenstadt mit Schwerpunkt auf die Alleestraße leider nur an wenigen Stellen möglich ist.

Es besteht aber unabhängig von der Stadtverwaltung Remscheid für die Remscheider Unternehmen und Einzelhändler sowie für die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, eigene Infrastruktur - wie bisher dem Verein der Freifunker - einem anderen Provider für die Bereitstellung von freien Internetzugängen zur Verfügung zu stellen. Es gibt in Remscheid mehrere an dem Modell interessierte Provider, die gerne die von den Freifunkern errichteten Anlagen übernehmen und freies Internet kostengünstig anbieten wollen. Hier seitens der Stadtverwaltung Remscheid eine Empfehlung auszusprechen, ist aus Wettbewerbsgründen nicht möglich. Nach unserem Wissensstand wurde bzw. wird aber seitens der interessierten Provider der Kontakt mit den v. g. Zielgruppen aufgenommen.

Artikel vollständig lesen

Bauarbeitern droht 10-Euro-Lohn-Lücke

Pressemitteilung der Industriegewerkschaft (IG) Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Düsseldorf

Zwei Bauarbeiter, die gleiche Arbeit und trotzdem unterschiedliche Löhne: Um gut zehn Euro könnten die Stundenlöhne auf den Baustellen in Remscheid bald auseinandergehen. Denn Bauarbeiter, die keinen Tariflohn bekommen, müssen jetzt sogar um ihren Branchen-Mindestlohn bangen. Betroffen davon könnte ein Großteil der rund 770 Bauarbeiter in Remscheid sein. „Bauhandwerk und Bauindustrie müssen jetzt das tun, was die IG BAU schon gemacht hat: Die Arbeitgeber müssen nämlich einem Schlichterspruch und damit neuen Bau- Mindestlöhnen zustimmen. Passiert das nicht, droht dem Bau in Remscheid schlimmstenfalls der gesetzliche Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde als unterste Verdienstgrenze. Jetzt hängt alles am seidenen Faden der Arbeitgeber“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzende Doris Jetten.

Der Schlichterspruch sieht vor, dass die Branchen-Mindestlöhne auf dem Bau ab April steigen – und zwar auf 12,55 Euro für Hilfsarbeiten (Mindestlohn 1) und auf 15,40 Euro für Facharbeiten (Mindestlohn 2). „Diese Bau-Mindestlöhne sind die Lohn-Stoppschilder nach unten. Und genau die braucht der Bau ganz dringend. Wenn die Arbeitgeber die neuen Branchen-Mindestlöhne allerdings nicht akzeptieren, dann wäre das ein Lockruf an alle Billig-Firmen aus dem In- und Ausland, als Dumping-Konkurrenz auf den Markt zu drängen. Diese Billigheimer würden dann ordentlich arbeitenden und anständig – nämlich den Tariflohn – bezahlenden Unternehmen in Remscheid wirtschaftlich das Handwerk legen“, sagt Jetten.

Die Vorsitzende der IG BAU Düsseldorf warnt die heimischen Bauunternehmen davor, sich hier auf einen „Kamikaze-Kurs“ einzulassen. Der Countdown dazu laufe bereits: Die Arbeitgeber müssen bis zum nächsten Freitag – also bis zum 17. Januar – grünes Licht für höhere Mindestlöhne auf dem Bau geben. Die IG BAU ruft deshalb „alle anständigen Bauunternehmen in der Stadt auf, im Schulterschluss mit anderen als ‚starke NRW-Kraft‘ klare Signale an den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und an den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zu senden – und zwar für das Akzeptieren der neuen Bau- Mindestlöhne.

Artikel vollständig lesen

Qualität in Behandlung und Service bestätigt

Das Sana-Klinikum Remscheid wurde auch für 2020 mit dem PKV-Gütesiegel ausgezeichnet. Foto : Thomas E. Goetz | Sana-Klinikum Remscheid.Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid und des Sana Krankenhauses Radevormwald

Das Sana-Klinikum Remscheid und das Sana Krankenhaus Radevormwald konnten ihre herausragende Behandlungsqualität bei der Vergabe des Gütesiegels „Qualität und Service“ des Verbands der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) einmal mehr unter Beweis stellen. Die Auszeichnung wurde an beide Krankenhäuser Ende vergangenen Jahres für 2020 vergeben.

Bewertet wurde die Qualität der medizinischen Versorgung wesentlicher Leistungsbereiche, im Sana-Klinikum Remscheid insbesondere das Behandlungsspektrum für Herzschrittmacher und implantierbare Defibrillatoren, Karotis-Revaskularisation (operativer Eingriff an der Halsschlagader), Gynäkologische Operationen, Mammachirurige (Brustchirurgie), Geburtshilfe, Neonatologie (Versorgung von Neugeborenen und Frühchen), die Operation von hüftgelenknahen Oberschenkelfrakturen sowie die Knieendoprothetikversorgung. Das Sana Krankenhaus Radevormwald erhielt das Gütesiegel in den Leistungsbereichen Behandlungsspektrum für Herzschrittmacher, Operation von hüftgelenknahen Femurfrakturen, Versorgung von Hüft- und Knieendoprothesen sowie die Behandlung der sogenannten „ambulant erworbenen Pneumonie“ (Lungenentzündung).

Artikel vollständig lesen

Infonachmittag der bergischen Berufskollegs

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Berufsberatung  der Agentur für Arbeit und zehn Berufskollegs aus dem Bergischen Städtedreieck laden für Donnerstag, 16. Januar, von 15 bis 17 Uhr zu eine m Infonachmittag ins Berufsinformationszentrum (BiZ)Wuppertal, Hünefeldstr. 10a, ein. Jugendliche und Eltern können sich dort über die schulischen Ausbildungen an den Berufskollegs informieren. Für Jugendliche, die sich noch kurzfristig für eine betriebliche Ausbildung interessieren, stehen über den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal Offene Ausbildungsangebote zur Verfügung. „Vor der Anmeldefrist für das nächste Schuljahr haben Jugendliche und ihre Eltern die Gelegenheit, sich einen Überblick über das Angebot der Berufskollegs in Wuppertal, Solingen und Remscheid zu verschaffen und sich ohne große Lauferei umfassend zu informieren“, so Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Denn die Berufskollegs verlängern keinesfalls, wie Jugendliche häufig annehmen, die allgemeinbildende Schule, sondern haben schon berufliche Schwerpunkte. Daher ist es sehr wichtig, sich darüber zu informieren, welche beruflichen Schwerpunkte es an den Berufskollegs gibt, dazu laden wir die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern herzlich ein.“

Schulische Ausbildungen werden beispielsweise im gewerblich/technischen, kaufmännischen oder sozialen Bereich an den Berufskollegs im Bergischen Städtedreieck angeboten. Die Berufsberater helfen im persönlichen Gespräch bei allen Fragen zum Thema Berufswahl. Außerdem können Jugendliche und Eltern mit Vertretern folgender Berufskollegs sprechen:
Berufskollegs aus Wuppertal:
Berufskolleg am Haspel mit Dependance am Kothen, Berufskolleg Barmen – Europaschule, Berufskolleg Werther Brücke, Berufskolleg Elberfeld, Berufskolleg Kohlstraße, Ita-Wegmann Berufskolleg und Berufskolleg der Bergischen Diakonie Aprath.
Berufskollegs aus Remscheid und Solingen:
Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid, Berufskolleg Käthe Kollwitz Remscheid und Mildred-Scheel-Berufskolleg Solingen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zur Sanierung der Altlasten von Galvanik Blasberg

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Frau Ministerin Ursula Heinen-Esser
Schwannstraße 3;
40476 Düsseldorf

Sehr geehrte Frau Ministerin Heinen-Esser,
ich wende mich mit einem Problem aus meinem Wahlkreis an Sie. Schon in mehreren Ratssitzungen kam das Thema der Sanierung eines belasteten Grundstücks auf. In Remscheid ist traditionell eine Vielzahl an Industrieunternehmen ansässig, was zur Folge hat, dass manche der Grundstücke dieser Unternehmen durch die jahrzehntelange industrielle Nutzung großen Belastungen ausgesetzt sind. Diese belasteten Grundstücke müssen saniert werden. Falls es sich um Altlasten handelt, muss die Sanierung durch Mittel des Landes und der Stadt finanziert werden.

Am konkreten Beispiel des Grundstückes „Galvanik Blasberg" besteht nun folgendes Problem. Auf dem Grundstück befand sich ab Mitte der 1960er Jahre die Hartverchromung der Firma Otto Bias-berg GmbH & Co KG. Nach dem Insolvenzverfahren des Unternehmens im Jahr 2000 wurde der Betrieb bis zur endgültigen Stilllegung 2007 durch einen Pächter weitergeführt, der ebenfalls Insolvenz anmelden musste. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Galvanik stehen seitdem leer. Aktuell wird nur noch der südwestliche Teil des Gebäudes durch einen Teileigentümer gewerblich verpachtet. Durch Mängel an den Galvanikbecken, Undichtigkeiten in den Rohrleitungen und Tropfverlusten sind auf dem Betriebsgrundstück massive Boden- und Grundwasserverunreinigungen mit Chrom, Chrom VI und Perfluorierten Tensiden (PFT) vorhanden. Die Verunreinigungen sind bis in den Quellbereich eines umliegenden Bachs nachweisbar.

Durch die Sanierungsmaßnahmen ist eine Verhinderung von weiteren Schadstoffeinträgen in das Grundwasser, Verhinderung des Abfließens von belastetem Wasser auf benachbarte Grundstücke sowie eine Reduzierung der Chromat- und PFT-Einträge in den umliegenden Bach beabsichtigt. Auch eine Nachnutzung des Geländes mit nicht störendem Gewerbe wird damit ermöglicht. Von der Stadtverwaltung wurde mir nun allerdings herangetragen, dass der für diese Altlastensanierung benötigte finanzielle Aufwand derart hoch sei, dass die begrenzten Mittel des Landes diese nicht deckten.

Ich bitte Sie daher um Ihren Rat, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, diese notwendige Sa­nierung der Altlasten vollständig zu finanzieren.

Ihrer Antwort sehe ich mit Interesse und Dank entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Sven Wolf MdL

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
ich danke Ihnen für Ihr Schreiben vom 3. Dezember 2019, mit dem Sie um Auskunft über Möglichkeiten zur Finanzierung der Sanierung der Altlast „Galvanik Blasberg" in Ihrem Wahlkreis bitten. Der Sachstand zur Altlast „Galvanik Blasberg" ist in meinem Hause bekannt. Es handelt sich um eine Maßnahme, die durch den AAV - Verband für Altlastensanierung und Flächenrecycling - und die Bezirksre­gierung Düsseldorf in enger Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde der Stadt Remscheid bearbeitet wird. Die ehemalige Galvanik wurde mehr als 100 Jahre lang, bis zur Insolvenz des Betriebes im Jahr 2000, durch die Familie Blasberg betrieben. Nachdem der Firmengründer vor einigen Jahren verstarb, fiel das Erbe - die Hälfte des Grundstücks mit den aufstehenden Gebäuden - mangels anderer Erben an das Land Nordrhein-Westfalen. Die andere Grundstückshälfte wurde vor ca. 30 Jahren verkauft und gehört heute einer Privatperson. Das Grundstück ist fast ausschließlich auf dem früher von der Fa. Blasberg genutzten und heute brachliegenden Grundstücksteil belastet. Die Schadstoffe verunreinigen zusätzlich das Grundwasser, auch in einem ca. 400 m entfernten Quellaustritt wurden Schadstoff-Konzentrationen gemessen. Es besteht Handlungsbedarf, um die Umweltgefahr abzuwehren und eine Folgenutzung des Grundstücks zu ermöglichen.

Die Aufbereitung von industriell vorbelasteten Brachflächen ist mir ein wichtiges Anliegen. Für die Gefahrenabwehr gegenüber Altlasten stellt mein Haus den Kommunen Fördermittel aus dem Förderprogramm des MULNV für Bodenschutz und Altlasten bereit. Förderfähig sind Fälle, in denen kein privater Pflichtiger herangezogen werden kann oder die Kommune selbst pflichtig ist. Daneben leistet auch der AAV einen wesentlichen Beitrag zur Altlastensanierung und zusätzlich zum Flächenrecycling. Sowohl das Land als auch der AAV fördern mit 80% der Gesamtkosten, wobei die restlichen 20% durch die zuständige Behörde ge­tragen werden muss.

Der AAV hat die Altlast „Galvanik Blasberg" bereits 2011 in seinen Maßnahmenplan aufgenommen. Auch die Bezirksregierung Düsseldorf als aktueller Eigentümer leistet Beiträge zur Sanierung der Altlast. Der AAV hat eine Sanierungsuntersuchung und eine Sanierungsplanung für den Boden durchgeführt, die im Dezember 2018 abgeschlossen wurde. Dafür wurden ca. 150.000 € bei einer Förderung durch den AAV von 80% aufgewendet, den Eigenanteil von 20% hat das Land über die Bezirksregierung getragen. Um ein weiteres Abströmen des kontaminierten Grundwassers über die Grundstücksgrenzen hinaus einzu­schränken, werden zurzeit hydraulische Sicherungsmaßnahmen betrie­ben. Das verunreinigte Grundwasser wird gemeinsam mit Sickerwasser aus einem Dränagegraben in einem Vorlagetank gesammelt und entsorgt. Diese Maßnahmen am Grundwasser werden durch die Bezirksregierung Düsseldorf finanziert.

Es ist im Rahmen der weiteren Maßnahmen durch den AAV vorgesehen, die Betriebsgebäude zurückzubauen und den darunterliegenden kontaminierten Boden soweit wie möglich auszutauschen. Bevor der AAV da­mit beginnen kann, muss das Grundstück notariell geteilt werden. Die Eigentümerin der anderen Grundstückshälfte hat einer Teilung des Grundstücks grundsätzlich zugestimmt, der notarielle Vertrag steht noch aus. Anschließend ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen AAV und Stadt Remscheid über die Sanierung vorgesehen, um mit den Maßnahmen beginnen zu können.

Für die erforderliche Sanierung des Bodens und den Rückbau der Gebäude stellt der AAV 80% der erforderlichen rund zwei Mio. € sowie die Projektleitung bereit, der Eigenanteil von 20% wäre von der Stadt Rem­scheid beizutragen.

Im Anschluss an die Bodensanierung ist ein Grundwassermonitoring erforderlich, um auf dieser Grundlage über das Erfordernis einer Weiterführung der laufenden Grundwassersanierung entscheiden zu können. Ich kann Ihnen also versichern, dass das Land Nordrhein-Westfalen mit der Finanzierung der laufenden Grundwassersicherung und mit der Förderung der Bodensanierung durch den AAV alle Möglichkeiten nutzt, die Stadt Remscheid bei der Sanierung dieser Altlast zu unterstützen. Sollte im Rahmen eines anschließenden Grundwassermonitorings weiterer Handlungsbedarf festgestellt werden, würde auch dann auf Grundlage des dann vorliegenden Kenntnisstandes eine Unterstützung durch das Land geprüft werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Heinen-Esser