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Volksbanker freuen sich auf den Röntgenlauf

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Nicht nur auf, sondern auch entlang der Strecke und im Sportzentrum Hackenberg herrscht beim Röntgenlauf immer eine tolle Stimmung. Dazu wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank im Bergischen Land auch in diesem Jahr wieder beitragen – als Teilnehmer sowie mit einem Stand auf der Marathonmesse. Bei der Pasta-Party am Samstag, 26. Oktober, ab 16 Uhr und den ganzen Sonntag warten verschiedene Aktionen auf die Besucher. Am Sonntag können sich die Läufer am Volksbank-Stand an einer Fotobox fotografieren lassen. An beiden Tagen gibt es Luftballons für die Kinder, knackige Äpfel für große und kleine Besucher, das Volksbank-Glücksrad-Gewinnspiel und wie immer eine sportlich-geschickliche Herausforderung.

Auf vielen verschiedenen Laufstrecken gehen Volksbank-Läufer an den Start. Vom Halbmarathon – auch im Nordic-Walking – bis zum schnellen Fünf-Kilometer-Lauf reichen die sportlichen Ziele der Volksbanker. Die Bank schätzt den sportlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter, schließlich sind Röntgenlauf und Volksbank gute Partner, die Bank unterstützt das sportliche Großereignis seit den Anfängen. „Der Röntgenlauf ist ein Aushängeschild für Remscheid und das Bergische Land“, sagt Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. „Da sind wir gerne mittendrin aktiv!“

Klauke spendet Werkzeuge im Wert von 32.600 Euro

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH

Das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI) freut sich über eine Werkzeugspende im Wert von 32.600 Euro, die die Firma Klauke in dieser Woche überreichte. Damit können alle 62 Ausbildungsplätze der BZI-Elektroabteilung ausgestattet werden. Die Spende soll der Beginn einer dauerhaften und nachhaltig angelegten Partnerschaft sein. Gemeinsam will man neue Ideen für eine Zusammenarbeit entwickeln.

„Unsere Elektroabteilung wächst stetig. Elektrotechnik erhält in den Betrieben einen zunehmend höheren Stellenwert“, erklärte BZI-Ausbildungsleiter Thomas Knipper. Dazu tragen nicht zuletzt die Anforderungen der Klimawende bei. „Unsere Energieerzeugung wird künftig immer dezentraler werden“, spielte Klauke-Vertriebsleiter Torsten Darkow auf die Gewinnung regenerativer Energien, zum Beispiel durch Photovoltaik-Anlagen an. Auch die Elektromobilität verlange innovative Werkzeuge. „Es wird immer mehr elektrisch produziert. Produkte, die früher mechanisch waren, werden elektrifiziert“, ergänzte er. Insofern sei man froh, mit der Spende den Auszubildenden bereits in der Grundausbildung Zugang zu den modernen Werkzeugen zu ermöglichen, die sie als Fachkräfte regelmäßig nutzen werden. So sollen die Azubis und ihre Ausbilder auch bei Klauke Schulungen besuchen können. Gleichzeitig wird im BZI-Neubau, der im nächsten Jahr eröffnet werden wird, eine spezielle „Klauke-Ecke“ für spezielle Trainings eingerichtet werden. Ausbildungen im Elektrohandwerk und in der Elektroindustrie böten beste Zukunfts- und Karrierechancen und eröffneten jungen Menschen viele berufliche Wege, hob der Vertriebsleiter hervor.

Den Kontakt zu Klauke hatte Ausbilder Michael Majewski hergestellt, als er kaufmännische Angestellte des Remscheider Werkzeugherstellers in einer Schulung zur Elektrotechnik betreute. „Es war naheliegend, die Kooperation mit dem größten technischen Ausbildungszentrum in der Region zu beginnen – zumal wir ja fast Nachbarn sind“, sagte Torsten Darkow.

Bietet sich neues Kita-Flachdach für Photovoltaik an?

Zwei neue Kindertagesstätten für Remscheid“, titelte der Waterbölles am 27. August. In einer Pressekonferenz hatte die Stadtsparkasse Remscheid angekündigt, an der Oststraße und am Hackenberg in Lennep zwei neue Kindertagesstätten in Modulbauweise mit je 80 Betreuungsplätzen bauen zu wollen. „Wenn alles läuft wie geplant, sollen beide Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2020/2021 eröffnet werden“, sagt damals Jörg Böing, Architekt und Leiter der Abteilung Orga/Betrieb bei der Stadtsparkasse Remscheid. Das konkretisierte er am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd: „Wir sind guter Dinge, die Kita an der Oststraße zum 30. Juni eröffnen zu können!“ Das hat mit der Bauweise des zweistöckigen Neubaus zu tun: Er kann aus vorgefertigten Betonteilen binnen einer Woche zusammengesetzt werden.
Träger der Einrichtung wird (wie in Hackenberg) eine Elterninitiative sein, die pädagogische Fachberatung übernimmt der Verein „Die Verlässliche“ e.V., der im kommenden Jahr sein 235-jä#hriges Bestehen feiern kann. Dessen stellv. Geschäftsführer Matthias Spahn berichtete den BV-Mitgliedern, Der Eltern-Verein befinde sich „derzeit in Gründung“, sie werde „in ein bis zwei Wochen stehen“ und sich dann voraussichtlich unter das Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes begeben.

Die neue Kita wird an der Oststraße gleich neben der Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld zweigeschossig gebaut. Dafür muss das dortige unbewohnte Haus des Hausmeisters abgerissen werden; auch werde man einige Quadratmeter des Schulhofes für den Neubau benötigen. Aber das sei kein Problem, betonte Schuldezernent Thomas Neuhaus. Denn es sei geplant, die jetzige „Asphaltwüste“ für 240.000 Euro durch neue Spielangebote attraktiv zu gestalten.

Die 80 Betreuungsplätze der Kita werden sich auf vier Gruppen verteilen. Davon sind 20 Plätze für U3 vorgesehen, pro Gruppe fünf. Matthias Spahn bezifferte den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften am Mittwoch mit zwölf bis 14. Bezirksbürgermeister Stefan Grote: „Eine Kita neben einer Grundschule, das ist das Beste, was man sich vorstellen kann!“ Aber er sah auch das Problem der fehlenden Parkplätze an der Oststraße angesichts des bevorstehenden „Drive-In durch Eltern-Taxen“. Darüber müsse frühzeitig mit dem Vorstand der neuen Eltern-Initiative und allen Kita-Eltern gesprochen werden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Das sagte Spahn zu. Leider werde sich das Verhalten der Eltern nicht von heute auf morgen ändert lassen, befürchtete Thomas Neuhaus. Er jedenfalls werde die Eltern-Taxen bei jeder sich bietenden Gelegenheit problematisieren, auch wenn das bei den Eltern nicht immer gut ankomme.

Zahlreiche Fragen von BV-Mittgliedern (CDU und W.i.R.) betrafen anschließend das Binnenverhältnis der neuen Eltern-Initiative und des Vereins „Die Verlässliche“ e.V. Das war verwunderlich, wird dieses Prinzip der Zusammenarbeit doch schon seit Jahren in Remscheid gepflegt (etwa bei der Kraftstation und den ihr angegliederten Kitas an der Nord- und der Walkürenstraße). Das sollte langjährigen Kommunalpolitikern eigentlich nicht verborgen geblieben sein.

Spannender waren da schon die Fragen nach einer Begrünung des immerhin 375 Quadratmeter großen Flachdachs bzw. der dortigen Installation einer Photovoltaikanlage. Letztere hatte Stefan Grote ins Gespräch gebracht – und überraschte damit Jörg Böing und Thomas Christ, die Vertreter des Investors/Bauherrn Stadtsparkasse: „Wir müssen ja auch an die Wirtschaftlichkeit (sprich: Rendite) dieses Objektes denken!“ Aber man wolle noch einmal nachrechnen, räumten sie ein. Grote machte Mut: „Vielleicht könnte die Photovoltaikanlage sogar noch Strom für die Schule nebenan liefern!“

Ring-/Rader Straße: Arbeiten im Plan, Kosten im Rahmen

In der Baustelle an der Ring-/Rader Straße wird am kommenden Sonntag, 13. Oktober, die Verkehrsführung umgestellt, allerdings nur im unmittelbaren Kreuzungsbereich; die bisherigen Fahrbeziehungen bleiben erhalten. Um die bislang im Baufeld verlegten Gas- und Wasserleitungen in Richtung Radevormwald verlängern und an das Baufeld des nächsten großen Bauabschnitt heranführen zu können, wird nach Angaben der Stadt Remscheid für rund sechs Wochen eine „Baustelleninsel“ in der Ringstraße eingerichtet. Diese trennt dann die aus Richtung Trecknase kommende Fahrbahn. Die Geradeausspur wird auf die bereits soweit hergestellte neue Fahrbahn verschwenkt, während die Rechtsabbiegespur in Richtung Radevormwald unverändert bleibt. Während der Umstellung der Baustellenampelanlage wird es am Sonntag nicht möglich sein, vorher bereits alle Gelbmarkierungen aufgeklebt zu haben. Alle am Verkehr Teilnehmenden werden gebeten, besonders vorsichtig und umsichtig zu sein.

Die Fußgänger können die bereits hergestellten Gehwege benutzen und haben wieder eine direkte Verbindung zwischen Wupperstraße, Mühlenstraße und Ringstraße. Die Fußgängerquerungen der Ringstraße sind weiterhin auf Höhe Röntgenstraße und Tankstelle möglich. Die Technischen Betriebe sind zusammen mit der ausführenden Baufirma bemüht, die Umstellung der Baustelle möglichst zügig vorzunehmen, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr zu minimieren.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter hatte die Verwaltung darum gebeten, der Bezirksvertretung einen Einblick zu gewähren in die Abläufe der Baustelle im Verkehrsknotenpunkt Ringstraße / Rader Straße. Die Mitglieder der Bezirksvertretung sollten sich vor Ort einen persönlichen Eindruck davon machen können, welche baulichen Maßnahmen zum Um- und Ausbau des Verkehrsknotenpunktes inzwischen ausgeführt worden sind und wie sich damit der Kreuzungsbereich bereits verändert hat. Dieses Treffen fand am vergangenen Mittwoch statt (Foto). An der Baustellenbesichtigung nahmen von Seiten der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) Gerald Hein und Projektleiter Gunter Breidbach teil. Ihre Botschaft:  Die Arbeiten auf der Kreuzung verlaufen planmäßig, und die Kosten liegen im festgelegten Rahmen.

Wuppertaler Händler für schnelle DOC-Entscheidung

Pressemitteilung der Bergischen IHK

„Es muss jetzt endlich entschieden werden!“ Mit diesen Worten sprach Michael Kozinowski von der Buchhandlung Klaus v. Mackensen bei der gestrigen Diskussions-Veranstaltung in der Bergischen IHK zum DOC-Streit vielen Einzelhändlern aus der Seele. IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge ergänzte: „Jede weitere Verzögerung schadet beiden Städten, denn potentielle Investoren warten ab, wie der Streit ausgeht.“ Die Mehrheit der anwesenden Händler war bereit, dass jüngste Kompromiss-Angebot des DOC-Investors zu akzeptieren, in dem eine Reduktion der Verkaufsflächen angeboten wird. Insbesondere in Barmen gibt es aber noch Vorbehalte. Die IHK hatte insgesamt über 900 Händler eingeladen, rund 20 waren zur Diskussion gekommen. Die von der Stadt geplante Befragung stieß überwiegend auf Ablehnung. Die Mehrheit der Einzelhändler sieht in der Befragung eine Verzögerungsstrategie der Stadt Wuppertal, in der die Händler eher instrumentalisiert als gestärkt werden sollen. Auch die IHK sieht die Umfrage kritisch: „Welcher Einzelhändler wird in einer solchen Befragung schon sagen, dass ihm neue Konkurrenz nichts ausmacht?“, so Wenge. Zudem kritisiere der Handelsverband zu Recht, dass nicht nach den Sortimenten der Händler gefragt werde und anonyme Antworten möglich sein sollen. Diese Informationen seien aber wichtig, um die Betroffenheit überhaupt einschätzen zu können.

IHK-Präsident Thomas Meyer wies noch einmal auf die negativen politischen Auswirkungen der DOC-Streits hin: „Wenn die Klageverfahren nicht schnell beendet werden und der Streit weiter dauert, dann wird das Bergische Städtedreieck bei der Vergabe von Fördergeldern künftig deutlich schlechtere Chancen haben.“ Außerdem betonte er noch einmal, dass durch das DOC 800 Arbeitsplätze geschaffen, und Kaufkraftabflüsse aus der Region reduziert würden. Auch das müsse in eine ausgewogene Bewertung miteinfließen.

Besuch des Heimat- und des Wirtschaftsministeriums

Pressemitteilung Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Nach den ersten beiden Tagen auf der der Internationalen Fachmesse für Immobilienwirtschaft und Investitionen in München fällt die Bilanz der VertreterInnen des Bergischen Städtedreiecks auf der EXPO REAL positiv aus. Der großzügige Stand, mit dem das Bergische Städtedreieck auf der Messe präsent ist, hat uns in den letzten Jahren immer viel Aufmerksamkeit eingebracht. Dadurch, dass wir jedes Jahr hier sind, haben uns die Investoren mittlerweile gut auf dem Radar“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die den Stand jedes Jahr in Kooperation mit den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal organisiert. Position und Standgröße fallen ins Auge. Auch dadurch ergibt sich eine hohe Besucherfrequenz auf dem Stand. Dieser kraftvolle gemeinsame Auftritt findet in dieser Form bereits zum 18. Mal statt und sorgt damit wiederholt für eine deutliche Wahrnehmung: als vitale Region mit viel Potenzial.

Zu Gast am Stand waren gestern Christoph Dammermann, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Noch bis zum 9. Oktober sind Remscheid, Solingen und Wuppertal wieder gemeinsam auf der EXPO REAL vertreten. Aus rund 72 Ländern kamen im letzten Jahr die 45.058 Teilnehmer. Weitere Zahlen (2018): 64.000 Quadratmeter Gesamtfläche, 500 Experten im Konferenzprogramm, 1.000 Journalisten und Medienvertreter. (Anette Kolkau)

Wurstverzehr in Remscheider Altenheimen gefahrlos

„Wurst-Skandal“ auch in Remscheid? Die Unruhe unter Bewohnerinnen und Bewohnern Remscheider Altenheime legte sich schnell wieder: Zwar hatten drei Altenheime in der Stadt von der hessischen Wurstfabrik Wilke durchgekochte Brühwurst bezogen, da diese vor dem Verzehr aber noch einmal heiß gemacht wurde, bestand für die Bewohner keine Infektionsgefahr, wie das das Bergische Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) in Solingen bestätigte. In der vergangenen Woche waren  in Wurstwaren von Wilke gefährliche Listerien nachgewiesen worden. Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können auch schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann, sogar ohne Symptome, das ungeborene Kind geschädigt werden. Auf Listerien in Produkten der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG werden bislang zwei Todes- und Dutzenden Krankheitsfälle zurückgeführt. Ende voriger Woche beantragte die die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. Die Behörden hatten am Dienstag die Produktion des Unternehmens „vorläufig“ geschlossen.

Vertrag mit Michael Hagemann endet zum 31.12.

Michael Hagemann hauptamtlicher BZI-Geschäftsführer“, überschrieb der Waterbölles am 23. Februar 2009 eine Pressemitteilung des Remscheider Berufsbildungszentrums der Metall- und Elektroindustrie (BZI). Darin teilte die große Ausbildungsstätte an der Wüstenhagener Straße mit, dass diese ab Juni 2009 erstmals von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geleitet werde: Michael Hagemann. Er werde die Aufgaben der beiden Geschäftsführer Joachim Groth (IHK) und Markus von Dreusche (Arbeitgeber-Verband) zum 31. Oktober 2009 übernehmen. Das Kompetenzzentrum in der Aus- und Weiterbildung sei kontinuierlich gewachsen, und da sei es für die Gesellschafter des Hauses (die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid und den Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V.) nur konsequent, die „Führung des Hauses neu aufzustellen“, so Markus von Dreusche damals.

Michael Hagemann (Bildmitte) im dunklen Anzug. Dieses Foto entstand bei einer Pressekonferenz des BZI im November 2009. Im Bild von li. n. re. Alexander Holthaus, Dr. Manfred Diederichs, Michael Hagemann, Markus von Dreusche und Joachim Groth. Foto: Lothar KaiserMichael Hagemann hat eine steile Karriere gemacht. Der gelernte Landwirt studierte mit Abschluss als Diplom-Sozialarbeiter und Betriebswirt. Er war drei Jahre lang Projektleiter, Fachbereichsleiter und Teilgeschäftsführer der Aids-Hilfe Köln und vier Jahre lang Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH, bevor er zum BZI wechselte. Jetzt ist er gegangen, und die BZI-Gesellschafter müssen sich nach einem Nachfolger umsehen – ausgerechnet mitten in der Phase des Neubaus der Ausbildungswerkstätte („Technik-Campus") mit modernster Technik, 360 Werkstattplätzen in den Ausbildungsbereichen Metall, Elektro und Steuerungstechnik und 144 Unterweisungsplätzen in fünf Theorieräumen. Dafür hatte Hagemann in den  vergangenen Jahren viele Millionen Euro an Fördergeldern akquiriert. Bezogen werden soll der Neubau im Februar 2020. Bis dahin dürfte der neue BZI-Geschäftsführer gefunden worden sein. Derzeit hat Roland Kassen, bislang Stellvertreter Hagemanns, die Geschäftsführung übernommen.

Dass der 48-jährige Wuppertaler Michael Hagemann, der "tägliche Entscheider" im BZI in den vergangenen zehn Jahren, „der sich in der heutigen Förderlandschaft sehr gut auskennt“ (von Dreusche im November 2009 auf einer Pressekonferenz), jetzt das Bildungszentrum der Metall- und Elektroindustrie auf eigenen Wunsch verlassen habe, berichtet heute der RGA. Zitat: „Hagemann führt gesundheitliche Gründe dafür an. (...) Mehr mag er nicht sagen.“ Die Zeitung zitiert Hagemann mit den Worten: „Ich habe zehn Jahre Gas gegeben für das BZI, ich habe insgesamt 25 Millionen Euro EU-Gelder nach Remscheid geholt, und ich habe das Personal und den Umsatz verdoppelt."

Wann genau Hagemann seinen Arbeitsplatz verlassen hat, ist (noch) nicht bekannt. Überhaupt halten sich die Gesellschafter des 1952 als Gemeinschaftswerkstatt gegründeten BZI in dieser wichtigen Personalangelegenheit auffällig zurück. Gegenüber dem RGA äußerte sich Markus von Dreusche lieber zur Finanzlage des BZI. Die Botschaft: „Für das BZI wird mehr Geld gebraucht“, ist im RGA-Bericht nachzulesen. „In den nächsten Monaten soll es deshalb darum gehen, weitere Fördergelder für den Neubau in Remscheid lockerzumachen.“ Markus von Dreusche begründete das mit den gestiegenen Kosten des Neubauprojekts: „Mitte Oktober werden wir einen genauen Überblick darüber haben", sagte er dem RGA. Auf der Baustelle seien die Arbeiter auf Felsen gestoßen. Das muss beim Bau der Fundamente geschehen sein, also schon vor etlichen Monaten. Denn das Richtfest des Rohbaus war am 5. Juni. Auf Nachfrage teilte Dipl. Ing. Michael Pott als Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes dazu dem Waterbölles mit, das sei nur ein Beispiel für Kostensteigerungen in der Bauphase. Wann Hagemanns letzter Arbeitstag im BZI gewesen sei, wollte Pott dem Waterbölles nicht sagen. Nur so viel: Der Arbeitsvertrag sei einvernehmlich zum 31. Dezember beendet worden.

„Michael Hagemann ließ nicht wenig Geld aus den Finanztöpfen in Düsseldorf und Berlin nach Remscheid fließen“, schreibt der RGA. Darüber hatte Michael Hagemann, bevor er damit später die Agentur Schulz, Wessel & Partner beauftragte, in seinen ersten Jahren als BZI-Geschäftsführer noch selbst Pressemitteilungen verfasst. So beispielsweise am 1. Dezember 2016. Zitat: „Die Förderung der für das kommende Jahr geplanten technischen Modernisierungsprojekte des Berufsbildungszentrums der Industrie wurde durch das Land NRW (Wirtschaftsministerium NRW) und den BUND (BMBF / BAFA) in Höhe von 991.000 € bei einem Investitionsvolumen von 1.239.000 € bewilligt (Förderquote 80 Prozent). Mit den Modernisierungsprojekten 2017 (Modernisierung der Schlossereien durch neue Werkbänke, eine Flachschleifmaschine und einen Sägevollautomaten, zwölf neue konventionellen Drehmaschinen und ein CNC-Fräsbearbeitungszentrum ... wird das BZI seinen Modernisierungsprozess abschließen und damit innerhalb von fünf Jahren alle Ausbildungsbereiche auf den aktuellen Stand der Technik und Didaktik bringen können. (...) Nach Abschluss dieser Modernisierungsprojekte wird das BZI dann innerhalb von fünf Jahren 5.544.000 € bei einer Förderung aus Landes- und Bundesmitteln von 3.878.000 €, annähernd 70% Förderquote, in seine technische und didaktische Modernisierung investiert haben.“

Aber das war nur der Anfang. „Bund fördert BZI mit zehn Millionen Euro“, freute sich am 9. Januar 2018 der CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt. An diesem Tag hatte Thomas Rachel (CDU), Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Hagemann einen Förderbescheid über 666.515,77 € überreicht. Der Waterbölles schrieb damals: „Die Gesamtinvestitionen für die weitere technische Modernisierung in 2018 des BZI belaufen sich auf 1.110.859,61 €. (...) Die Gesamtprojektkosten der Neubaumaßnahme belaufen sich auf 15.580.000 € (hiervon Bundesförderung 9.348.000 €, Landesförderung 3.116.000 €, BZI-Eigenanteil: 3.116.000,00 €).“

Bergische Wirtschaft beklagt mäßigen Abschwung

Pressemitteilung der Bergische Industrie- und Handelskammer

„Das Konjunkturklima in den bergischen Großstädten hat sich verschlechtert. Sowohl die Einschätzungen der aktuellen Wirtschaftslage als auch die Erwartungen über die künftige Geschäftsentwicklung sind negativer geworden.“ Mit diesen Worten fasste Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, heute die Ergebnisse der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage zusammen. An dieser hatten sich 467 Unternehmen mit rund 23.000 Beschäftigten beteiligt. Positiv sei immerhin, dass aktuell noch 31 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als „gut“ und weitere 53 Prozent als „befriedigend“ ansehen; erst 16 Prozent der Betriebe sind unzufrieden. Der Geschäftslageindex sei damit aber um weitere 12 Punkte auf einen Wert von derzeit plus 15 gesunken.

Für die Entwicklung gebe es mehrere Ursachen. Das immer unsichere handelspolitische Umfeld sei eines davon. Die Konflikte zwischen den USA und China sowie auch das Thema Brexit schwelten weiter. Und auch die Absatzmärkte Russland und Iran bleiben durch Sanktionen beeinträchtigt. Die Schwierigkeiten in der Automobilindustrie treffen zunehmend auch die bergischen Zulieferer. Hinzu kämen hausgemachte Probleme: „Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht in der Wirtschaftspolitik ein großes Entwicklungshemmnis. Generell wird die wachsende Bürokratie als gravierendes wirtschaftliches Risiko bewertet. Auch bei Steuern und Abgaben wünschen sich viele Firmen, dass sie durch weniger steuerrechtliche Vorschriften oder durch Vereinfachungen entlastet werden“, so Wenge wörtlich.

Im Branchenvergleich stehe die Dienstleistungsbranche einschließlich Gastgewerbe und Reisebüros relativ am besten da. Die Indizes für die erwartete Geschäftslage gingen aber überall stark zurück - auch in der für das Städtedreieck so wichtigen Industrie. In allen drei Städten rechnen die Industrieunternehmen mit einer erheblichen Verschlechterung. „Besonders betroffen zeigt sich die Remscheider Industrie, deren Geschäftserwartungen auf einen Indexwert von minus 37 regelrecht abstürzen“, so der IHK-Vertreter. Viele Industriebetriebe haben ihre Produktion zurückgefahren. Die Erträge geraten zunehmend unter Druck. Die Daten des Statistischen Landesamts belegen jedoch, dass sich die bergische Industrie im bisherigen Jahresverlauf besser entwickelt hat als der nordrhein-westfälische Durchschnitt. Sinkende Ertrags- und Umsatzerwartungen wirken sich allerdings negativ auf die Investitions- und Personalpläne aus. Die Unternehmen melden weniger offene Stellen als vor einem Jahr. Derzeit beklagen nur noch 37 Prozent der Betriebe einen Mangel an Arbeitskräften. Für die Unternehmen werde es jedoch zunehmend schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Neben der Dienstleistungsbranche melde nur die Verkehrsbranche einen Erwartungswert, der nicht unter null liegt. Den gewachsenen Pessimismus unterstreiche, dass eine deutliche Mehrheit der Betriebe mit sinkenden Erträgen rechnet. Aber auch die Umsätze, Investitionen und Personalbestände dürften tendenziell abnehmen. „Insgesamt stellen sich die Betriebe des IHK-Bezirkes auf wirtschaftlich schwierigere Zeiten ein“, so Wenge abschließend.

RFH informiert über Studium am Honsberg

Pressemitteilung der Rheinischen Fachhochschule Köln

Im September 2019 hat der neue Studienort Remscheid-Honsberg seine Pforten geöffnet - eine Initiative der Rheinischen Fachhochschule Köln und der Stadt Remscheid für die Menschen in der Region und für die Bergische Wirtschaft. Die RFH stellt Interessierten am Donnerstag, 10. Oktober, um 18 Uhr in der ehemaligen Honsberger Grundschule, Martinstraße, die Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaftslehre und Produktionstechnik vor. Das Angebot richtet sich an Abiturient*innen, Fachabiturient*innen, Auszubildende, Praktikant*innen oder bereits Berufstätige. Zahlreiche bergische Unternehmen unterstützen das Angebot durch die Möglichkeit einer studentischen Mitarbeit. Studieren in Remscheid bedeutet:

  • Exzellente akademische Ausbildung im familiären Umfeld
  • Direkter persönlicher Austausch mit Dozent*innen und Kommiliton*innen
  • Keine überfüllten Hörsäle, sondern kleine Semestergruppen
  • Hoher Praxisbezug
  • Anerkannte Abschlüsse einer staatlich anerkannten Fachhochschule
  • Bezahlbares Wohnen am Studienort

Die Bergische Wirtschaft umfasst nicht nur Großkonzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen und kleinere Familienbetriebe. Gemeinsam stehen all diese vor einer enormen Herausforderung: Wie lässt sich der zunehmende Bedarf nach Fach- und Führungskräften zukünftig decken? Der oft weit auseinanderliegende Arbeits- und möglicherweise Studienplatz schmälert die Attraktivität sich weiterzubilden. Mit dem Angebot der Rheinischen Fachhochschule Köln für die Bergische Wirtschaft besteht jetzt in Remscheid eine attraktive Möglichkeit, Beruf und Weiterbildung zu vereinen. Die staatlich anerkannten Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Produktionstechnik werden mit dem akademischen Grad „Bachelor of Art“ bzw. „Bachelor of Science“ bzw. „Bachelor of Engineering“ abgeschlossen.

Die RFH ist seit 1971 als Hochschule staatlich anerkannt. Sie hat derzeit ca. 6.500 Studierende und zeichnet sich durch kleine Semestergruppen und ein hohes Maß an Praxisnähe aus, das durch projektbezogenes Arbeiten, branchenerfahrene Dozenten/-innen und durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erreicht wird.

Das Bergische Brustzentrum stellt Therapien vor

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Das Bergische Brustzentrum lädt für den 12. Oktober zwischen 10 und 14 Uhr zum „Patientinnentag Brustkrebs“ ins Sana-Klinikum Remscheid. „Uns stehen in der Medizin neue und gut wirksame Medikamente zur Verfügung und auch bei fortgeschrittener Erkrankung lassen sich heute noch viele Jahre mit guter Lebensqualität ermöglichen“, sagt Kathrin Eikholt, Chefärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Sana-Klinikum Remscheid. Aber dafür ist nicht nur die medizinische Therapie wichtig. Maßnahmen wie regelmäßige Betreuung, ausgewogene Ernährung, Achtsamkeit und psychoonkologische Unterstützung können zum Wohlbefinden beitragen. Die Vorträge beim Patientinnentag Brustkrebs im Sana-Klinikum Remscheid klären auch darüber auf.

Themen der Referate an diesem Tag sind „Mammakarzinom und Knochengesundheit“ (Dr. Silvia Kirsten), „Körperliche Beschwerden nach Therapie eines Mammakarzinoms – wie kann Osteopathie unterstützen?“ (Thomas Helmchen), „Die antihormonelle Therapie – aktueller Stand“ (Gabriele van Aalst) und „Brustkrebs: Leben mit und nach der Erkrankung“ (Tanja Trawny). Im Anschluss an die Vorträge besteht die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit den Referenten. Außerdem wird der Tag durch die Selbsthilfegruppen aus Remscheid und Radevormwald, das Atelier für Zweithaar Mayer, die Aktion „Herzen gegen Schmerzen“, das Kosmetikstudio Rabea Abrahams, die Schwimmschule Kirchner, den Osteopathen Daniel Lavenia sowie die Sanitätshäuser Goll & Schracke und Kreutzer bereichert.

Brustkrebs ist keine Frage des Alters. Kathrin Eikholt: „Zwar liegt das Durchschnittsalter der über 70.000 jährlich von Brustkrebs neu betroffenen Frauen bei rund 64 Jahren, aber über zehn Prozent sind noch keine 45 Jahre alt.“ Viele von ihnen haben sogar das 35. Lebensjahr noch nicht erreicht. Neben der bildgebenden und tastenden Diagnostik hat bei jungen Frauen auch die familiäre Vorbelastung für die Einschätzung des persönlichen Risikos eine besondere Bedeutung. „Im Falle einer Häufung von Brust- oder Eierstockkrebs innerhalb der Familie können Frauen an speziellen Früherkennungsprogrammen teilnehmen.“ Das Sana-Klinikum Remscheid ist schon seit vielen Jahren auch auf die Diagnose und Therapie von Brustkrebs spezialisiert und wurde 2007 erstmals – gemeinsam mit dem Städtischen Klinikum Solingen – als Brustzentrum zertifiziert. (Stefan Mülders)

Das bergische Städtedreieck auf der Expo Real

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Vom 7. bis zum 9. Oktober sind Remscheid, Solingen und Wuppertal wieder gemeinsam auf der EXPO REAL, der Internationalen Fachmesse für Immobilienwirtschaft und Investitionen in München vertreten. Bereits zum 18. Mal präsentieren sie sich Investoren und Projektentwicklern. Der Messestand (Standnummer B1.421) wird von den Städten, den Sparkassen und weiteren Mitausstellern aus der Privatwirtschaft gemeinsam getragen. Durch Bündelung der Kräfte und Mittel wird die Region mit ihrem Stand deutlich sichtbar. Auch 2019 ist das Städtedreieck an einem Eckstand positioniert, eine gute Lage, um viel Laufpublikum anzuziehen. Über 2095 Aussteller – mehr als im letzten Jahr – haben sich zur Messe angemeldet. Koordination und Organisation der gemeinsamen Messepräsenz hat die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW) übernommen.

Prominente Gäste am Stand des Bergischen Städtedreiecks: Am 7. Oktober kommt um 15.30 Uhr Staatssekretär Dr. Jan Heinisch (Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) an den Stand. Für den Nachmittag um 17 Uhr hat sich Christoph Dammermann (Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen) angemeldet. Aus rund 72 Ländern kamen im letzten Jahr die 45.058 Teilnehmer. Weitere Zahlen (2018): 64.000 Quadratmeter Gesamtfläche, 500 Experten im Konferenzprogramm, 1.000 Journalisten und Medienvertreter. Die EXPO REAL bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienwirtschaft ab. (Anette Kolkau)