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Warnstreik in Remscheid auch morgen wieder

Pressemitteilung der komba gewerkschaft

In die aktuelle Einkommensrunde ist Bewegung gekommen. Trotzdem ist auf jeden Fall klar, dass das Angebot in seiner heutigen Form bei Weitem nicht ausreicht. Die Laufzeit für die angebotenen Lohnsteigerungen ist mit 36 Monaten eindeutig zu lang. „Wir hatten uns von dem groß angekündigten Angebot mehr versprochen: Mehr Verantwortung und Respekt der Arbeitgeber gegenüber ihren Beschäftigten und mehr Fairness im Umgang. Erst die weiteren Verhandlungen Ende kommender Woche in Potsdam werden zeigen, ob sich aus diesem Angebot eine Einigungsperspektive entwickeln lässt, oder ob es eine Nebelkerze ist, die nur auf die öffentliche Debatte abzielt“, so die Einschätzung von Jens Clever, Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) und Streikleiter der komba in Remscheid.

Mit Blick auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Gesellschaft, öffentlichen Dienst und Tarifrunde erinnert die komba gewerkschaft nochmals daran, dass die Gewerkschaften aus gutem Grund im Frühsommer eine Verschiebung der Einkommensrunde bis 2021 vorgeschlagen hatten. Vor allem die kommunalen Arbeitgeber haben das abgelehnt. Daher machen wir ihnen vor der nächsten Verhandlungsrunde am 22./23. Oktober 2020 Druck!

Im Rahmen einer ganztägigen Warnstreikaktion der komba gewerkschaft, zu der die Beschäftigten aus allen Bereichen der Stadtverwaltung und ihrer Eigenbetriebe aufgerufen sind,  werden an den Betriebsgebäuden der TBR an der Nordstraße und der Lenneper Straße am Mittwoch, 21. Oktober, von 6 bis 9 Uhr Mahnwachen eingerichtet. Auf Präsenzveranstaltungen wird aus Infektionsschutzgründen verzichtet.

Mutig und erfolgreich neue Märkte erobert

Bei dem Mangel an Nachrichten über die Entstehung eines eigenen Kaufmannsstandes und den dürftigen uns überkommenen Angaben über die Entwicklung des Absatzes in der älteren Zeit stehen wir um 1600 vor der Tatsache, dass ein schon außerordentlich vielseitiger und tüchtiger Kaufmannsstand vorhanden ist, der sich anscheinend schon früh in Richtung der Absatzländer orientier. (...)Zu Beginn des 19. Jahrhunderts lassen sich bereits zwei Gruppen von Kaufleuten unterscheiden: Kommissionäre, die als Verleger zugleich „Fabrikanten" waren, und Exporteure, die ausschließlich Geschäfte nach dem Ausland tätigten. Schon rein äußerlich zeigte sich damals die Bedeutung der Kaufleute: Um die stattlichen, auf den Höhen liegenden Bergischen Kaufmannshäuser hatten sich die Schmiede in kleinen Höfen angesiedelt.

Export wie auch Inlandabsatz der Remscheider Erzeugnisse hatten unter der französischen Handelspolitik (Kontinentalsperre) schwer zu leiden. Die Absatzmärkte wurden völlig verschoben. Im 18. Jahrhundert war Frankreich ein Hauptabsatzgebiet gewesen, aus dem nun der Bergische Handel, als Napoleon eine eigene nationale Wirtschaft großzog, verdrängt wurde. Auch der Absatz nach „den Indien" ging verloren. Die Geschäfte waren unbedeutend und unsicher, „Fabriken" und Manufakturen entstanden in großer Zahl auf dem Festlande. Sie sahen sich gezwungen, gleichfalls in den überseeischen Ländern Absatz zu suchen. Als nach dem Friedensschluss obendrein England seine während des Krieges in ungeheuren Massen aufgespeicherten Waren in alle Welt versandte, musste notwendig ein großer Warenüberfluss entstehen, der die Preise senkte, von ferneren Unternehmungen abschreckte und die für das Bergische Land verlorenen Märkte auf lange hinaus versorgt hielt. Es gab 1817 in Remscheid 53 Handelshäuser nur für den Export, die schon damals in großem Umfange Waren ausführten. Als Exportländer werden Frankreich (freilich nur mehr von geringer Bedeutung), Spanien, Portugal, Italien, Schweiz, Russland, Holland, Amerika angegeben. Den Geldwert der jährlich versandten Fabrikate schätzte man 1827 auf ungefähr 1,2 Millionen Taler.

Die neue Zeit verlangte im Interesse des Gewerbes einen energischen Schritt zur Eroberung neuer Märkte. Mutig und erfolgreich unterzogen sich die Bergischen Kaufleute der schweren Aufgabe. Man schenkte dem russischen Markt erhöhte Aufmerksamkeit. Im Schlitten bereisten die Kaufleute das Zarenreich und kehrten oft erst nach einem Jahr mit ihren erlangten Aufträgen zurück. Die Fabrikation der bestellten Warenmengen wurde auf eine bestimmte Zeit verteilt, und dann ging der Kaufmann auf eine neue Reise. Dank dieser mühseligen Arbeit wurde Russland bis zum Weltkriege ein Hauptabnehmer der Bergischen Industrie. Als dann der Krieg alle Beziehungen mit den russischen Kunden zerstörte, sahen sich die Remscheider Firmen um die Früchte ihrer Arbeit betrogen; die erlittenen Verluste waren ungeheuer.

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Aufstiegs-Bafög übernimmt Kosten der Weiterbildung

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI)

64 umfasst das komplette Weiterbildungsprogramm des BZI, das viele Informationen rund um dessen Bildungsangebot, wichtige Hinweise zu Fördermöglichkeiten, nützliche Tipps fürs Homeoffice und viel Interessantes mehr bietet. Und hier geht`s zur Weiterbildungsbroschüre Herbst 2020 / Frühjahr 2021.Attraktive Konditionen für die berufliche Weiterbildung bietet das altersunabhängig gewährte Aufstiegs-Bafög. In der in diesem Jahr erfolgten Novellierung wurde der einkommensunabhängige maximale Zuschuss zu den Lehrgangskosten von 40 auf 50 Prozent erhöht. Für die restlichen Kosten kann ein günstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgenommen werden. Bei bestandener Abschlussprüfung erfolgt ein Erlass des restlichen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungskosten von ebenso 50 Prozent. Bei anschließender Existenzgründung wird das Darlehen sogar vollständig erlassen. Nutzen Sie das Aufstiegs-BAföG mit bis zu 75 Prozent Förderung für die BZI-Lehrgänge Geprüfte/r Industriemeister/in Metall (16.11.2020 - 31.5.2023) und Geprüfte/r Industriemeister/in Elektrotechnik (16.11.2020 - 31.05.2023). Sie haben Fragen? Rufen Sie uns gerne unter Tel. RS 9387131 an oder schreiben Sie uns eine E-Mail an c.bollenbeck@bzi-rs.de">c.bollenbeck@bzi-rs.de. Oder nutzen Sie unseren Infoabend am Dienstag, 20. Oktober, um 17.30 Uhr im Neubau des BZI (Anmeldung coronabedingt erforderlich).

Warnstreik im Nahverkehr am Montag und Dienstag

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Die Stadtwerke Remscheid werden am Montag, 19. Oktober, und Dienstag, 20. Oktober, wieder ganztägig bestreikt. Wie dem Verlauf der Tarifverhandlungen zu entnehmen ist, wird die Gewerkschaft ver.di in den nächsten Tagen auch in NRW wieder Warnstreiks durchführen. Am kommenden Montag und Dienstag ist der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) der Stadtwerke Remscheid davon betroffen, nicht dagegen am Montag die EWR GmbH bzw. die H2O GmbH. Sie können ihren Kundenservice aufrechterhalten. Ob beide Unternehmen am Dienstag bestreikt werden, ist noch offen. Aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite entfallen die Ansprüche sowohl der Mobilitätsgarantie als auch des Pünktlichkeitsversprechens. Für unser Fahrgäste im ÖPNV führt der Warnstreik zu folgenden Auswirkungen:

Die Busse der Stadtwerke Remscheid werden Montag, den 19.10.2020, von Betriebsbeginn an, nicht fahren. Das bedeutet für die Fahrgäste, dass die Nachtexpresse von Sonntag auf Montag wie gewohnt verkehren. Über den weiteren Tagesverlauf am Montag und am Dienstag wird keine Buslinie fahren. Der Warnstreik im Nahverkehr wird komplette 48 Stunden andauern. Die ersten Busausfahrten werden voraussichtlich erst wieder – zu gewohnter Zeit – am Mittwoch gegen 4 Uhr erfolgen.

Das MobilCenter im Allee-Center wird am Montag und am Dienstag geschlossen bleiben. Der Ticketverkauf sowie die elektronische Fahrplanauskunft per Internet stehen aber weiterhin zur Verfügung. Allgemeine Fragen zu Tickets und Tarifen werden über die Verkehrshotline für Bus und Bahn unter: 01806 50 40 30* beantwortet. Es kann jedoch zu Einschränkungen bei der Erreichbarkeit kommen.

Es liegen noch keine Informationen vor, ob in der kommenden Woche mit weiteren Warnstreiks zu rechnen ist und ob dann - neben dem Nahverkehr - auch die EWR GmbH und die H2O GmbH betroffen sind. Sofern konkrete Daten vorliegen, wird die Presse informiert. Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis!

Krankenhäuser in Remscheid schränken Besuche ein

Pressemitteilung der Sana-Kliniken NRW

Die beiden Sana-Krankenhäuser in Remscheid reagieren auf die steigende Zahl der Corona-Infizierten in NRW und in der Region sowie auf die erneute Überschreitung des Inzidenzwertes in Remscheid auf aktuell 51,2 und schränken ab heute die Besuche wieder ein. Ausnahmen gibt

  • Besuche sind erlaubt, wenn eine medizinisch-soziale Indikation vorliegt, der Besuch von Ärzten genehmigt ist und die Besucher außerhalb der vom Robert Koch Institut (RKI) benannten Risikogebieten kommen. Der Besuch ist auf eine Person pro Zimmer und 30 Minuten begrenzt. Das Tragen von Mund-Nase-Schutz für Besucher und Patient ist verpflichtend.
  • Im Sana-Klinikum Remscheid bleiben die Besuchsregeln für die Geburtshilfe und die Kinderstation unverändert.

„Diese Maßnahmen haben wir auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung des Landes getroffen. Sie dienen dem Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter und, um die Verbreitung des Covid-19 Virus einzudämmen“, sind sich die Geschäftsführerinnen Svenja Ehlers (Sana-Klinikum Remscheid) und Ines Grunewald (Sana-Fabricius Klinik) der beiden Krankenhäuser in Remscheid einig. Bei allen geplanten Maßnahmen handelt es sich um zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Verlangsamung der Ausbreitung des Corona-Virus zu erreichen. Remscheid ist mit einem Inzidenzwert von 51,2 (Freitag) wieder Risikogebiet.  (Katharina Stratos)

Ausbau Ringstraße/Rader Straße vor der Endphase

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Kreuzung Ringstraße/Rader Straße und der Anschlussbereich Neuenteich/Rader Straße sind fertig gestellt. Die neuen Ampelanlagen werden am Freitag, 16. Oktober, in Betrieb genommen. Die Arbeiten auf der Ringstraße sind noch nicht abgeschlossen. Am Montag, 26. Oktober, erfolgt in der Ringstraße der Fahrbahnwechsel in das finale Baufeld. Zudem wird der Einmündungsbereich der Straße Am Stadion bis kurz vor der Friedrichstraße neu ausgebaut. Bis zum Ende der Bauarbeiten bleibt die Ringstraße ab der Kreuzung Talsperrenweg/Rospattstraße bis zur Kreuzung Rader Straße in Fahrtrichtung Lüttringhausen eine Einbahnstraße. Damit ist in der Kreuzung Ringstraße/Rader Straße die Ringstraße in Richtung Remscheid-Zentrum weiterhin gesperrt. Der Verkehr in Richtung Remscheid-Zentrum wird weiterhin umgeleitet über die Rader Straße/Wupperstraße/Kölner Straße. Die Zufahrt zu Anliegern, Tankstelle, Restaurant und Funbox ist weiterhin möglich. Eine Durchfahrt der Straße Am Stadion ist nicht möglich. Die Umleitungsbeschilderung ist eingerichtet. Die Fußgänger werden entlang der fertig gestellten Lärmschutzwand sicher über die fertig hergestellte Fahrbahn umgeleitet. Die Bushaltestellen in der Rader Straße in und aus Richtung Altstadt sind in Betrieb genommen. Die Wartehallen werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgestellt.

Erklärung des Bergischen Rates zur Haushaltsentwicklung

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Mit einer Erklärung zur kommunalen Haushaltsentwicklung hat sich jetzt der Bergische Rat an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, an den Landtag sowie an den NRW-Finanzminister gewandt. Die bisherigen Unterstützungsangebote des Landes sind für die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal nicht ausreichend. Die Forderung: eine Finanzausstattung, die hilft, die durch die Corona-Pandemie bedingten Mindereinnahmen der Städte auszugleichen.

In der gemeinsamen Erklärung betonen sie, dass die bestehenden Unterstützungsangebote von Land und Bund nur zu einer weiteren Steigerung der kommunalen Schulden führt. Das sei für die Städte nicht nur angesichts der ungelösten Altschuldenproblematik nicht hinnehmbar. Einen Ausgleich der Corona-bedingten Mindereinnahmen in Form von Krediten lehnt der Bergische Rat ab, denn eine weitere Erhöhung der Kredite macht die Städte handlungsunfähig. „Daher erwarten wir frisches Geld statt neuer Schulden,“ heißt es in der Erklärung. Ebenso fordert der Bergische Rat in seiner Erklärung, den Berechnungs- und Verteilerschlüssel bei den Zuweisungen aus dem Steuerverbund so zu gestalten, dass die Steuerausfälle – insbesondere bei der Gewerbesteuer - vollständig ausgeglichen werden.

Den Appell richtet der Bergische Rat an das Land, weil er sich große Sorgen macht. ob das Bergische Städtedreieck mit den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal zukunfts- und konkurrenzfähig bleibt und seinen Bürgern auf lange Sicht attraktive Lebensbedingungen bieten kann. Moderne Bildungsinfrastruktur, ein hoher Digitalisierungsgrad, eine klimafreundliche Mobilität – das und viel mehr noch gehört dazu. Aber: Die finanziellen Mittel fehlen, um Zukunftsperspektiven aus eigener Kraft zu umzusetzen, trotz guter Projekte und guter Ideen.

Die Forderungen der Kommunen im Bergischen Städtedreieck – Remscheid, Solingen und Wuppertal – sind in einer gemeinsamen Erklärung zusammengetragen worden, die der Bergische Rat als das politische Gremium des Städtedreiecks in seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode am 2. Oktober einstimmig verabschiedet hat.

Die Erklärung im Wortlaut:

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„Parlament der Wirtschaft“ wird neu gewählt

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Unter dem Motto „#Jetztaufstellen“ wirbt die Bergische IHK derzeit dafür, dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer als Kandidaten für die kommende IHK-Wahl registrieren lassen. Dies ist noch bis zum 30. Oktober möglich. „Wir suchen Unternehmer­persönlichkeiten, die unsere Wirtschaftsregion im wichtigsten Gremium der IHK, der Vollversammlung, aktiv mitgestalten wollen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Die Vollversammlung entscheidet unter anderem über den Haushalt der IHK – auch die Mitgliedsbeiträge – und bestimmt den wirtschaftspolitischen Kurs der Kammer. In diesem „Parlament der Wirtschaft“, das Anfang 2021 neu gewählt wird, gibt es sind insgesamt 80 Sitze zu vergeben. Die Wahlperiode beträgt vier Jahre. Erstmals werden die circa 38.000 Wahlberechtigten auch die Möglichkeit haben, online ihre Stimme abzugeben.

Bisher haben sich bereits gut 100 Kandidaten bei der IHK registrieren lassen. „Unser Ziel ist es aber, dass wir mindestens 140 Kandidaten haben, damit die Wahl auch eine echte Auswahl ermöglicht“, so Wenge. Insbesondere in den Wahlgruppen Einzelhandel und Industrie werden noch Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Aber auch aus jeder anderen Branche sind weitere Kandidaten hochwillkommen. Das Registrierungsverfahren ist einfach: Einfach unter bergische-ihkwahl.de auf den Punkt #Jetztaufstellen klicken und dort das Bewerbungsformular herunterladen, ausfüllen und an die IHK zurückschicken. Kandidieren kann jeder, der Chef eines Mitgliedsunternehmens der Bergischen IHK ist. Aber auch Prokuristen und besonders bestellte Bevollmächtigte können kandidieren.

„Ich würde mich sehr freuen, wenn sich bis zum 30. Oktober noch viele Unternehmerinnen und Unternehmer bei uns melden“, so Wenge. „Jeder Interessierte kann mich gerne direkt anrufen, damit wir eventuell offene Fragen zur Kandidatur klären“, so Wenge.  Weitere Informationen bei Ludger Benda, dem Wahlbeauftragten der IHK, unter Tel. 0202 2490400 oder E-Mail l.benda@bergische.ihk.de">l.benda@bergische.ihk.de sowie unter bergische-ihkwahl.de.

Als die Remscheider Eisenindustrie sich weiter ausbreitete

Das Gebiet der drei Gemeinden Cronenberg, Lüttringhausen und Remscheid bildete in den Zeiten des Bergischen Sensenhandwerks eine wirtschaftliche Einheit; es besaß eine gemeinsame Zunftverfassung. Als die Herstellung von Werkzeugen in den Vordergrund trat, wurde Cronenberg als gewerblicher Vorort von Remscheid abgelöst. Äußerlich kam dies in der Verlegung des Sitzes des Handwerksgerichts nach Remscheid zum Ausdruck. Aber auch jene anderen Teile der Remscheider Umgegend stellten sich frühzeitig von der Herstellung der Sensen auf die anderer Artikel um. In diesen und weiteren Orten suchte das Remscheider Gewerbe Anfang des 19. Jahrhunderts nach Ausdehnungsmöglichkeiten. Es heißt in einer amtlichen Gewerbestatistik aus jener Zeit der französischen Herrschaft im Bergischen Land: „Da die Bäche die Grenze der Mairie Remscheid bildeten, so liege eine bedeutende Anzahl der Werke, welche Remscheider Fabrikanten gehörten, in den angrenzenden Mairien Burg, Cronenberg und Lüttringhausen, und das Eisenkommerz von Remscheid könne in seiner Gesamtheit nicht anders als in Verbindung mit den genannten drei Mairien berechnet werden."

Als im Laufe des 19. Jahrhunderts die Herstellung von Werkzeugen und sonstigen Artikeln aus Eisen und Stahl erheblich zunahm, wuchs die Eisenindustrie von Remscheid aus in die übrigen Städte des Landkreises Lennep hinein und nahm auch dort größeren Umfang an. Gleichzeitig beeinflusste die Ausdehnung der Metallindustrie das Wachstum der Bevölkerung in Remscheid und den anderen Städten. Im Einzelnen lässt sich über die Entwicklung etwa folgendes sagen: Nägel waren früher die wichtigsten Cronenberger Artikel. Cronenberg musste aber seinen Ruf als „Hort der Nagelschmiedekunst" einbüßen, als die Fortschritte der Technik die weitere Ausübung des alten Gewerbes unrentabel gestalteten. Die dortigen Schmiede suchten zwar „mit der ihnen eigenen Zähigkeit das ihrem Temperament so sehr angemessene Schmiedehandwerk" möglichst lange festzuhalten, der Industriezweig nahm aber seit Mitte des vorigen Jahrhunderts ständig ab und zog in die Mark. Heute finden wir in Cronenberg eine bedeutende Schraubenindustrie sowie die Herstellung von Grobwerkzeugen und Bohrern. Die Eisenindustrie in Lüttringhausen wuchs durch den Zuzug einer Anzahl von Remscheider Firmen. Vorherrschend ist die Herstellung von Werkzeugen (Kluppen, Bohrer, Reibahlen, u. a.), Gas-und Wassermessern und Elektrizitätszählern.

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ver.di ruft in Remscheid für morgen zum Streik auf

Pressemitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Stadtverwaltung einschließlich der städtischen Kitas, der Technischen Betriebe (Bauhof, Entsorgung, Grünflächen) sowie des Jobcenters und der Agentur für Arbeit in Remscheid für Mittwoch, 14. Oktober, zu einem ganztägigen Streik auf. Die Arbeitgeber im Öffentlichen Dienst haben in den laufenden Tarifverhandlungen bisher kein Angebot vorgelegt. Im Gegenteil fordern sie sogar Verschlechterungen bei den Regelungen zur Eingruppierung, die zu einer finanziellen Entwertung führen würden. Damit sind Streiks unvermeidlich.

„Von Respekt und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten ist bisher am Verhandlungstisch nichts zu spüren“, kritisiert Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, „Gerade die Beschäftigten, die in den letzten Wochen stark belastet sind, haben eine Anerkennung verdient. Klatschen allein reicht nicht“. Die Beschäftigten erwarten eine Rücknahme der geforderten Verschlechterungen und ein akzeptables Verhandlungsangebot zur Erhöhung der Gehälter.
Erstmals wird es wegen der erhöhten Corona-Infektionszahlen keine Streikversammlung geben. Das hat die Gewerkschaft ver.di kurzfristig aufgrund der aktuellen Infektionszahlen entschieden. Die Streikenden teilen der Gewerkschaft ver.di ihre Beteiligung mit und bleiben zu Hause.

Haushalt- und Küchenmaschinen aller Art kamen aus RS

Hobeleisen-Schleifer. Foto: SchmidtDie Herstellung eines Schlittschuhes gab dem Bergischen Kleinschmiede Arbeit, in der er seine traditionelle Geschicklichkeit zeigen konnte. Nirgendwo in Deutschland blühte dieser Fabrikationszweig so wie in Remscheid, und trotz aller technischen Umgestaltungen behielt er im Wesentlichen dort seinen Standort. Diese Konzentration ist vor allen Dingen darauf zurückzuführen, dass die zur Fabrikation erforderlichen Vorprodukte ebenfalls in Remscheid hergestellt bzw. weiter verarbeitet werden. Die Remscheider Walzwerke haben schon manches Profil, welches die Schlittschuhindustrie für die Läufe benötigt, gewalzt. Die älteren Schlittschuhe bestanden teilweise aus Holz. Die Hölzer wurden in der Hausindustrie von den sog. „Schlittschuh-Hölzern" verfertigt, kleinere Betriebe stellten sich später auf maschinelle Herstellung der Hölzer um. Die sog. Schlittschuhschmiede waren auf die Wasserhammerwerke in der Umgebung von Remscheid angewiesen, die den zur Herstellung der Läufe nötigen Raffinierstahl erzeugten. Der Holzschlittschuh erhielt sich in seiner Grundform bis auf den heutigen Tag.

In den18 70er Jahren ging man zur Anfertigung von Metallschlittschuhen über. Seit 1875 wurde in Remscheid der neue Hebel-Schlittschuh ,,Halifax" hergestellt. Obwohl er seine Heimat in Amerika hatte, stellten ihn die tüchtigen Remscheider Fabrikanten sogar für den Export nach dorthin her und nahmen erfolgreich den Kampf gegen den amerikanischen Wettbewerb auf. Ende der 1870er Jahre erfand ein Remscheider Fabrikant den Schraubenschlittschuh. Diese Verbesserungen führten zu einem förderlichen Wettbewerb unter der Remscheider Unternehmerschaft. Recht vielseitig ist heute die Auswahl von in Remscheid hergestellten Schlittschuhen für Kunst-, Hockey- und Schnellauf.

Der Schlittschuh ist als ausgesprochener Saisonartikel zu betrachten. Die Fabrikation hatte stets unter einer starken Ungewissheit zu leiden. Ein milder frostarmer Winter lässt die Zahl der Bestellungen sofort zurückgehen, während nach frostreichen Wintern die Betriebe das ganze Jahr voll beschäftigt sind. Heute wirken auch noch weitere Umstände ungünstig ein: andere Sportarten (Ski- und Rodelsport) erfreuen sich stärkerer Beliebtheit, weil die Möglichkeiten zu ihrer Ausübung größer sind. In den letzten Jahren hatte ferner die immer weiter um sich greifende Halbschuhmode einen absatzhemmenden Einfluss.

Dem Beispiel der Schlittschuhschmiede folgend, nahmen auch die Fabrikbetriebe andere Artikel auf, um einen Ausgleich der Produktion zu schaffen (z. B. alle Arten Gartengeräte und andere Massenartikel zur Beschäftigung der Stanzwerke). Aber nur durch eine folgerichtige Durchführung dieser Maßnahme konnte ein dauernder Erfolg erzielt werden. Sehr wichtig war früher der Rollschuh, der seine Bedeutung infolge der Auswirkung von Polizeiverboten, der Erfindung neuer Jugendsportgeräte wie des Rollers u. a. verlor. Trotz dieser Bemühungen blieben die Betriebe jedoch im Wesentlichen auf die Herstellung von Schlittschuhen trotz aller Unsicherheiten angewiesen, da sich eine weitergehende Umstellung auf andere Waren wegen der in der Natur der Fabriken bedingten hohen Kosten nur in der Richtung einer untragbaren Erhöhung des Betriebsrisikos auswirken würde.

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Die Attraktion: Fuß- und Radweg in 100 Metern Höhe

"Skywalk" in der Brücke für Fußgänger und Radfahrer? Das fragte am 26. Juni der Waterbölles etwas überrascht, nachdem die Oberbürgermeister von Solingen und Remscheid, Burkhard Mast-Weisz und Tim Kurzbach, zusammen mit den SPD-Fraktionsvorsitzenden beider Städte, Wolf (MdL) und Klaus Jürgen Reese, sowie Gerd Münnekehoff als Initiator in „Haus Müngsten“ die Idee einer touristischen Brückenquerung („Skywalk“) in rund 100 Meter Höhe unterhalb der Eisenbahnschienen vorgestellt hatten. Nicht nur Spaziergänger sollen ihn nutzen können, sondern auch Radfahrer. Auf einer Radfahrtrasse von Solingen Gräfrath bis nach Remscheid-Lennep. So wäre eine Verbindung von der Solinger Korkenziehertrasse mit der Wuppertaler Nordbahntrasse und der Trasse des Werkzeugs in Remscheid hergestellt.

Um weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie politischen Entscheidungsträgern aus Remscheid, Solingen und Wuppertal das Erlebnis eines Skywalks über die Müngstener Brücke und die große Bedeutung dieser Anbindung der Brückenplattform für Fußgänger und Radfahrer an das Wegenetz Remscheids und Solingens für den Tourismus zu verdeutlichen, hatte Ideengeber Gerd Münnekehoff, Ingenieur aus Remscheid, in Absprache mit Günter Gewehr, dem zuständigen Bereichsleiter der DB Netz, für Samstagnachmittag zu einer Begehungstermin der Müngstener Brücke und einem anschließenden Vortrag über die angedachte Skywalk-Verbindung ins Restaurant des Bahnhofs Schaberg eingeladen. Das interessierte auch Vertreter der bergischen Radclubs. Insgesamt nahmen 30 Personen teil. Sie erlebten die „Baustelle Müngstener Brücke“ mit ihren diversen Arbeitsmaterialen, Werkzeugen, Kabeln, Gerüststangen und Maschinen in luftiger Höhe hautnah. Denn voraussichtlich erst im Frühjahr nächsten Jahres wird die Restaurierung der Brücke samt neuem Farbanstrich abgeschlossen sein. (Kleiner Rückblick auif den Beginn der Brückensanierung im April 2013: https://www.youtube.com/watch?v=5sfRQqaHQmE)