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Tanz-Flashmob am Heimat-Shoppen-Aktionstag

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Am 13. und 14. September finden die diesjährigen Aktionstage zur Imagekampagne „Gemeinsam Heimat Shoppen“ der Bergischen IHK in Kooperation mit zahlreichen Medienpartnern statt – dieses Mal sogar in allen drei Städten des Bergischen Städtedreiecks.  Am zweiten Aktionstag, 14. September, lädt die Bergische IHK um 15 Uhr zu einem gemeinsamen Tanz-Flashmob am zentralsten Platz des Bergischen Städtedreiecks ein: vor den Wuppertaler Hauptbahnhof. Choreografisch begleitet wird die Aktion von Ben Wichert, Weltmeister im Hip Hop Freestyle und Inhaber des Wuppertaler Tanzstudios Urban Art Complex.
Auf den Internetpräsenzen und Social-Media-Kanälen der Bergischen IHK sowie von Gemeinsam Heimat Shoppen wird die Flashmob-Aktion mit einem modernen Imagefilm beworben, in dem zahlreiche Unternehmen, Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte der drei Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid vom Team des Tanzstudios Urban Art Complex dynamisch „betanzt“ werden. Hochauflösende Drohnenaufnahmen mit eindrucksvollen Bildern runden das Sehvergnügen ab. Der Film sowie mehrere Teaser-Videos sind im Auftrag der Bergischen IHK und dreier Sponsoren von Filmemacher Lukas Zecher, From Above Drone Productions, produziert worden. „Es ist toll, wie modern und unerwartet die Filmemacher und Tänzer unsere bergischen Unternehmen in Szene gesetzt haben“, freut sich Dr. Daria Stottrop, Verantwortliche für Gemeinsam Heimat Shoppen bei der Bergischen IHK. „Ich bin den drei Sponsoren dankbar, dass sie auf Anhieb begeistert waren, dieses Projekt mitzutragen“, so Stottrop weiter.

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Einmal im Monat auch eine Ernährungssprechstunde

Angela Göltsch.

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Eine individuell auf die persönliche Situation abgestimmte Ernährung steigert Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude! Im Rahmen der Arbeits- und Gesundheitsförderung bietet Diplom-Oecotrophologin Angela Göltsch jeden 3. Montag zwischen 12 und 15.15 Uhr eine kostenlose Ernährungsberatung für Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Wuppertal, Hünefeldstraße 10a, an. Unter der Telefonnummer 0151 505 88 691 kann ein Beratungstermin für den 19. August direkt mit Frau Göltsch abgestimmt werden. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist unbedingt erforderlich!

Aktuelle IW-Studie nennt bergische Problemstädte nicht

Wer im Suchfeld des Waterbölles (rechts oben auf der Startseite) den Begriff „Aktionsbündnis“ eingibt, bekommt aktuell 106 Einträge angezeigt. Nicht alle beziehen sich auf das gleiche Bündnis, wohl aber die meisten: Auf das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden“, das die dramatische Finanznot vieler Gemeinden anprangert. Der erste Bericht darüber im Waterbölles („Kommunen unverschuldet vor dem finanzpolitischen Ruin“) datiert auf den 18. Dezember 2009. Damals zogen die Stadtspitzen und Kämmerer aus 19 Städten des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes (darunter für Remscheid Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz und Stadtkämmerin Bärbel Schütte) mit Transparenten (Foto) zum Düsseldorfer Landtag und redeten mit Landtagspräsidentin Regina van Dinther und NRW-Finanzminister Dr. Helmut Linssen Klartext: „Wir wollen, dass die Probleme endlich von der Politik richtig aufgenommen werden. Wir wollen die Kehrtwende, um aus der Schuldenfalle herauszukommen!“

Das ist bis heute nicht gelungen. Trotz vieler ähnlicher Protestaktionen (auch in Berlin) und Mahnschreiben an Landes- und Bundespolitiker. Über den jüngsten Brief der betroffenen Kommunen an die Politik berichtete der Waterbölles am 8. Juli: „Finanzschwache Kommunen brauchen Neustart“. Und einen Tag später kam Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz im Waterbölles in einem Video zu Wort: „Keine Lösung für Altschulden von 70 Kommunen“. Man sollte also meinen, das Finanzproblem hätte sich in den vergangenen zehn Jahren herumgesprochen und sei auch für Experten eine unstrittige Tatsache. Auch für die des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Doch was ich gestern über die jüngste IW-Studie über „Problemregionen“ in Deutschland in Erfahrung bringen konnte, bestätigte meine Vermutung: Das Bergische Land wird in der Studie überhaupt nicht genannt.

In einem Artikel über die neue IW-Studie auf der Titelseite der gestrigen Ausgabe der Westdeutschen Zeitung (WZ) bzw.… des Remscheider General-Anzeigers („Jede fünfte Region könnte den Anschluss verlieren“) steht der Satz: „Städte im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung gehören nicht zu den Krisenregionen“. Richtig wäre gewesen „zu den in der Studie genannten Krisenregionen“. Denn natürlich haben auch die Kolleginnen und Kollegen des RGA in den vergangenen zehn Jahren mehrfach über das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden“ berichtet.

Bleibt die Frage, warum die Verfasser der Studie Remscheid, Solingen und Wuppertal nicht gesondert erwähnt haben. Ich werde sie dem Institut in Köln in  der nächsten Woche stellen.(„Kommunen unverschuldet vor dem finanzpolitischen Ruin“)

 

Unruhe unter Glassiepen-Mietern wegen neuem Besitzer

Seit dem 1. August überweisen die Mieter der rund 120 Wohnungen in „Hof Glassiepen“, Peterstraße 26, ihre Miete auf ein neues Konto. Denn der Eigentümer des 1992 - 1993 gebauten Gebäudekomplexes hat gewechselt. Auf der Internetseite der AWO Remscheid findet sich diese Information bislang nicht. Dort ist vielmehr nach wie vor die Rede von der „Wohnanlage der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH“. Das kann den Eindruck erwecken, als sei die AWO nicht nur der Anbieter von Pflegediensten für die dort wohnenden Senioren, sondern auch der Vermieter der Anlage. Tatsächlich aber ist die AWO dort selbst nur Mieter. Besitzer (Vermieter) der Wohnungen war bisher die Gisela Hübeler Immobilienverwaltung, Industriestr. 23. Diese hat ihr Invest zum 1. August an die Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH veräußert. Diese Information haben die Senioren schriftlich – verbunden mit der neuen Kontonummer. Eine Mieterversammlung, auf der sie die neuen Eigentümer hätten kennenlernen können, habe es noch nicht gegeben; entsprechend groß sei die „allgemeine Verunsicherung und Unruhe“, erfuhr der Waterbölles von einer Mieterin.

Mitteilsamer als der neue Eigentümer der Anlage ist im Internet die Online-Plattform „Zinsland“ der Civum GmbH in Hamburg. Zitat: . „Aus dem Kaufpreis wurde die öffentliche Förderung abgelöst, die zehn Jahre nachwirkt und die Mieter entsprechend schützt.“ Dies lässt sich so verstehen, dass den Mietern akut kein Ungemach droht; es könnte jedoch auch genau das Gegenteil bedeuten. Das erforderte eine Rückfrage bei Zinsland/Civum. Die schnelle Antwort von Torben Jensen: „Durch den Besitzerwechsel wird sich für die Mieter für die Dauer von zehn Jahren nichts ändern.“Der folgende Satz auf der Homepage zeigt auf, wohin nach dieser Frist die Reise gehen soll „Es werden noch Renovierungsmaßnahen durchgeführt und die einzelnen Eigentumswohnungen dann verkauft.“ Mit anderen Worten: Wird eine Wohnung durch Auszug oder Tod frei, will der neue Investor sie  zu Geld machen.

Der Vertrieb der Eigentumswohnungen sei bereits angelaufen, heißt es bei „Zinsland“. Und es gibt auch schon eine eigene Internetseite für die künftigen Eigentumswohnungen, überschrieben mit „Service Wohnen Remscheid“. Das macht deutlich, dass hier gezielt die Käuferschicht der Senioren angesprochen wird. Kaufpreis einer Wohnung: ab 101.000 Euro. Bei Zinsland wird das Remscheider Objekt wie folgt beworben: „In insgesamt vier Gebäudekörpern, die um einen Innenbereich mit zahlreichen Grünflächen angeordnet sind, finden sich 124 seniorengerechte 1- bis 3-Zimmer Wohnungen. Die Gesamtmietfläche beträgt ca. 7.074 Quadratmetern. Jede der barrierearm konzipierten Wohnungen verfügt über eine Einbauküche, einen getrennten Wohn- und Schlafbereich sowie einen Kellerraum und in der Regel einen Balkon. Zudem sind alle Wohnungen mit einem Notruftelefon und einer modernen Satellitenanlage für den TV-Empfang ausgestattet. Alle Gebäude verfügen über einen Fahrstuhl, einen eigenen Gemeinschaftsraum für verschiedene Aktivitäten sowie über Abstellräume für Rollstühle und Rollatoren mit eigener Ladestation für elektronische Gehhilfen und Fortbewegungsmittel. Insgesamt stehen zehn Einzelgaragen, 15 Tiefgaragenstellplätze sowie 15 Außenstellplätze als eigene Parkmöglichkeiten zur Verfügung.“  

Bestandteil der gegenwärtigen Mietverträge ist „ein Servicevertrag mit der AWO für Basisdienstleistungen, wobei die Mieter ergänzende Leistungen individuell dazu buchen können.“ Die Frage ist aber, ob die AWO an dem Objekt mittel- und langfristig auch dann festhält, wenn aus vermieteten Wohnungen zunehmend Eigentumswohnungen geworden sind – und die jüngeren (?) Bewohner an Pflegeleistungen kein Interesse haben. Womöglich könnten sich die angebotenen Pflegedienste unter einer bestimmten Zahl von Nutzern nicht mehr rechnen. Der gegenwärtige Pachtvertrag für die Tagespflege läuft allerdings noch fünf Jahre. Und wie Normen Dorloff, der Geschäftsführer der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH in Essen, auf Nachfrage bestätigte, ist der Ausbau der Tagespflege in „Hof Glassiepen“ von zwölf auf 18 Plätze geplant. Die AWO sei in fünf Jahren an einem neuen Pachtvertrag für „Hof Glassiepen“ interessiert, so Dorloff.

Der neue Besitzer von „Hof Glassiepen“, die Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH (Stammkapital 25.000 Euro) mit Sitz in Sarstedt, Käthe-Paulus-Straße 2a, neu eingetragen beim Amtsgericht Hildesheim unter dem Aktenzeichen HRB 206109 im Februar dieses Jahres, ist Teil einer aus mehreren Projektgesellschaften bestehenden Firmengruppe. „Werner Ströer gründete 1992 gemeinsam mit Heinz Gorsler die Wert-Investition GmbH, aus der im 2016 die Wert-Investition Holding GmbH entstanden ist. Bis heute hat Herr Ströer die Geschäftsführung der Holding sowie aller Projektgesellschaften, wie auch der Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH, inne und realisierte mit seinem Team bereits mehrere hundert Projekte“, heißt es dazu bei „Zinsland“. Dort werden für das so genannte Crowdinvestingprojekt noch Privatanleger gesucht, „die sich in Zeiten von Niedrigzinsen fragen, wo sie ihr Geld noch anlegen sollen“. Geboten wird für eine Geldanlage ab 500 Euro bei einer Laufzeit von zwölf bis 15 Monaten eine Verzinsung von 6,5 Prozent p.a. Von dem angestrebten Fremdkapital von zwei Millionen Euro für „Hof Glassiepen“ seien bisher 1.050.000 € erreicht, so „Zinsland“. Als Höhe der Gesamtinvestition werden zwölf Millionen Euro genannt, davon 7,5 Millionen Fremdkapital, Crowdinvest zwei Millionen, Eigenmittel/ -leistungen: 1,972 Millionen Euro, Mieteinnahmen 528.000 Euro.

6,5 Prozent Zinsen, das lässt bei der allgemeinen Zinsflaute aufhorchen. Die Lösung: Es handelt sich um Nachrangdarlehen. Und das bedeutet für jeden Anleger „das Risiko eines Totalverlustes“, wenn der Darlehensnehmer, die GmbH, in Konkurs gehen sollte. Darauf macht im Internet das „Verbraucherschutzforum“ aufmerksam. Aber daraus macht auch Zinsland.de selbst keinen Hehl und verweist auf § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz: „Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ Fünf der sieben Projekte, woran die Wert-Investition Holding GmbH beteiligt sei, befänden sich „immer noch ‚im Minus‘“, will das „Verbraucherforum“ herausgefunden haben.

Wegen Umstellung kein Bargeld und Onlinebanking

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Kunden der Volksbank im Bergischen Land müssen am Wochenende vom 16. bis 18. August mit Einschränkungen rechnen: In allen 14 Städten des Geschäftsgebietes stehen die Geldautomaten bis voraussichtlich Samstagnachmittag nicht zur Verfügung, das Onlinebanking ist erst ab Montagmorgen wieder nutzbar. Grund ist die komplette Umstellung der Bank-EDV, erläutert der Vorstandsvorsitzende Andreas Otto. Die Volksbank empfiehlt ihren Kunden, sich rechtzeitig mit Bargeld zu versorgen oder auf die Kreditkarte zurückzugreifen, denn auch Zahlungen mit der EC-Karte (girocard), etwa beim Einkauf oder an der Tankstelle, sind nur bis zu einem Gesamtbetrag von 500 Euro pro Tag möglich. Die Filialen schließen am Freitag, 16. August, bereits um 12 Uhr.

„Damit die Bankgeschäfte unserer Kunden dauerhaft komfortabel und sicher sind, passen wir unsere Banktechnik immer wieder an“, sagt Volksbank-Vorstand Lutz Uwe Magney. Diese Systemumstellung sei jedoch besonders: Fast ein Jahr hat die Volksbank die Umstellung vorbereitet, seit dem Frühjahr wurden alle 380 Mitarbeiter intensiv geschult. Und die Volksbank im Bergischen Land ist mit der IT-Umstellung nicht allein: Künftig werden alle Volksbanken in Deutschland ein einheitliches Banksystem nutzen, knapp 400 Genossenschaftsbanken müssen dafür ihr System wechseln. Die Volksbanken versprechen sich davon auch eine Bündelung ihrer Ressourcen bei der Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten im digitalen Banking. Sofortüberweisungen (Instant Payment) oder Bezahlen mit dem Smartphone gehören beispielsweise zu den Techniken, die nach der Umstellung in Kürze auch bei der Volksbank im Bergischen Land möglich sein werden. Ausführliche Informationen zum Umstellungswochenende im Bergischen Land wie auch zu den Veränderungen, die sich aus mit dem neuen System ergeben, erhalten die Volksbank-Kunden bei ihren Beratern oder auf der Homepage www.bergische-volksbank.de/umstellung.

Voba: Zwölf Azubis starteten ins Arbeitsleben

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Über zwölf neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freut sich die Volksbank im Bergischen Land. Die jungen Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 27 Jahren haben am Montag ihre Ausbildung bei der Genossenschaftsbank begonnen. „Wir freuen uns sehr, dass Sie da sind“, begrüßten die Volksbank-Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney ihre jüngsten Kollegen. Otto betonte, wie wichtig seinem Haus gut ausgebildete Bankkaufleute aus den eigenen Reihen sind, und ermutigte die neuen Azubis, mit Freude und Neugier in die zweieinhalbjährige Ausbildungszeit zu gehen. In dieser Zeit werden sie von Ausbildungsleiterin Ramona Fresen und den vielen Kollegen der Volksbank aus den Filialen wie auch den internen Abteilungen begleitet und unterstützt.

In ihrer ersten Woche bekommen die „Neuen“, die aus Remscheid, Wuppertal, Solingen, Haan, Hückeswagen, Wermelskirchen und Wülfrath stammen, einen ersten Einblick in ihr Ausbildungsunternehmen und schon den ersten internen Unterricht. Ab der nächsten Woche sind die Azubis jeweils in einer der 24 Filialen eingesetzt.
Für das nächste Jahr sucht die Volksbank im Bergischen Land neue Auszubildende. Bewerbungen sind bereits möglich. Interessenten wenden sich an Ramona Fresen unter Tel. RS 699-1602 oder E-Mail ramona.fresen@voba-ibl.de.

Die Zahl der Nebenjobber in Remscheid steigt

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbands Remscheid

Immer mehr Menschen in Remscheid üben neben ihrer Hauptbeschäftigung einen Nebenjob aus. Nach Angaben  der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Minijobberinnen und -jobber im Nebenjob in Remscheid von Dezember  2013 von 3.737 auf 4.407 im Dezember 2018 (+683). Das ist ein Anstieg um 15,4 Prozent. Der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Remscheid, Peter Lange: „Das ist ein Alarmzeichen! Wir haben in Deutschland den größten Niedriglohnsektor Westeuropas, jeder  Fünfte muss zu weniger als zehn Euro die Stunde arbeiten. Es sind vor allem die Frauen, die aufgrund von  Teilzeitbeschäftigung und Niedriglöhnen nicht über die Runden kommen. Die Menschen wollen nicht von  Zweit- und Drittjobs leben, sondern von einer sicheren, sozialversicherten und tariflich entlohnten Arbeit.“  Derzeit gibt es 11.583 Minijobberinnen und -jobber in Remscheid. 61,4 Prozent sind Frauen. 38,6  Prozent Männer. Davon haben 5.404 einen Berufsabschluss und 538 einen akademischen  Abschluss. Insgesamt sind 51,3 Prozent Fachkräfte (5.942). An der Spitze der Minijobs standen in Remscheid im Dezember 2018 folgende Tätigkeiten:

  • Reinigung                                         3.007   Beschäftigte
  • Büro und Sekretariat                        1.194   Beschäftigte
  • Verkaufsberufe                                 1.038   Beschäftigte
  • Gastronomie                                        707   Beschäftigte
  • Verkehr und Logistik                           684   Beschäftigte

In der Sozialversicherung sind Minijobs eine Besonderheit, da für die Beiträge geringfügig Beschäftigter in  die Sozialversicherung andere Regeln gelten als für regulär Beschäftigte. Das betrifft die Kranken-, Pflege-,  Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der DGB fordert eine grundlegende Minijobreform. ,,Die Kleinst-Arbeitsverhältnisse müssen gebündelt werden  Zu Teilzeit- und Vollzeitjobs im Schutz der Sozialversicherung. Der Boom der Neben- und Minijobs zeigt, dass  sich die Arbeitgeber hier ein Schlupfloch geschaffen haben, um aus den Sozialversicherungssystemen auszusteigen.  Das aber verstärkt den Trend zu Billiglohn und Altersarmut‘‘, so Peter Lange. Nach Berechnungen des DGB  erwirbt man nach 45 Jahren in einem Minijob bei gewerblichen Arbeitgebern und Versicherungsfreiheit nur  einen Rentenanspruch von rund 164 Euro. Peter Lange: ,,Wenn 51,3 Prozent aller Minijoberinnen und -jobber Fachkräfte sind, gibt ein riesiges Potenzial um den Fachkräftemangel in bestimmten Branchen in Remscheid aufzufangen. Das wäre ein Gewinn für alle Seiten.“ (Zahlenquelle: Statistik Agentur für Arbeit, Eigene Berechnungen)

Zuerst viel Wasser von oben und dann beschaulich

Der Anfang des Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. war am vergangenen Freitagabend nicht gerade vielversprechend. Denn ein Wolkenbruch ging über der Lenneper Altstadt nieder und vertrieb zahlreiche Gäste. Wer unter Regenschirmen ausharrte, habe bald  mehr Wasser in seinem Glas gehabt als Wein, wurde dem Waterbölles berichtet. Der hatte sich frühzeitig entschieden, dem Fest erst am Sonntagnachmittag einen Besuch abzustatten. Und damit lag er richtig. Gestern gegen 17 Uhr ging es auf dem Alter Markt richtig beschaulich zu. Und das Wetter hätte nicht besser sein können.

Bei DOC-Klagen ist Substanz entscheidend

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lennep

Medien berichten, dass die Zahl der Klagen, die sich gegen das in Lennep geplante DOC richten, zurückgegangen sei. Dies ist aus Sicht der Bürgerinitiative nicht von Relevanz, da nicht die Anzahl der Klagen, sondern deren Substanz entscheidungsrelevant ist. Es wird auf jeden Fall Kläger geben, die dieses Verfahren weiterverfolgen werden. Die Chancen, dass das DOC nicht gebaut wird, stehen aus Sicht der BI nach wie vor gut, denn die Schäden, die sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt als auch für einzelne unmittelbar Betroffene entstehen, sind immens.

Es verwundert überhaupt, dass der Oberbürgermeister und die meisten Politiker weiter eine Realisierung dieses Projekts für wünschenswert halten, hat der OB doch anlässlich einer Freitagsdemonstration verkündet, er habe verstanden. Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn Massentourismus, Massenkonsum, Billigproduktion und tonnenweise Müll – das ist nicht die Zukunft, die die junge Generation will. Das ist der Stoff, aus dem der Klimawandel, die weitere Zerstörung unserer Umwelt und des gesellschaftlichen globalen Gleichgewichts gemacht ist.

Bei der Entscheidung, ob in Remscheid ein DOC gebaut werden soll, geht es also nicht um ein paar Privatinteressen, es geht um die Weichen, die in Remscheid für die Zukunft gestellt werden. Die Ablehnung dieses Projektes macht den Weg frei für kreative Köpfe und junge Ideen, die begriffen haben, dass die Gesellschaft, wenn sie denn eine Zukunft haben soll, konsequent in Richtung Nachhaltigkeit gehen muss. (Ursula Wilms)

Offene Sprechstunde und Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 8. August, von 14 bis 18 zur Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen. Zusätzlich steht von 14 bis 18 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) Solingen Miriam Schöpp vom Projekt „Passgenaue Besetzung“ der IHK Solingen-Wuppertal für die Beratung von Jugendlichen zur Verfügung. Das Projekt „Passgenaue Besetzung“ der IHK Wuppertal hat sich zum Ziel gesetzt, kleine und mittlere Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Momentan werden für folgende Berufe Auszubildende gesucht:

  • Kaufleute im Groß- und Außenhandel
  • Kaufleute für Büromanagement
  • Kaufleute im E-Commerce
  • Kaufleute für Versicherungen und Finanzen
  • Sport- und Fitnesskaufleute
  • Maschinen- und Anlagenführer/-innen
  • Industriemechaniker/-innen
  • Zerspanungsmechaniker/-innen
  • Fachkräfte für Lagerlogistik/ Fachlageristen

„Alle Jugendliche, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht“.

Wer die offene Sprechstunde und den Bewerbungsmappencheck für Jugendliche nutzen möchte, kann sich am Empfang in Remscheid, Solingen oder Wuppertal melden. Die Anschriften lauten:

  • Agentur für Arbeit Remscheid, Bismarckstr. 8,
  • Agentur für Arbeit Solingen, Kamper Str. 35,
  • Agentur für Arbeit Wuppertal, Hünefeldstr. 3-17,

„Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten“ sagt Stefanie Petrick. „Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung“ ist die Teamleiterin der Berufsberatung überzeugt, „hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“.

F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen in neuem Look

Die Renovierungszeit ist zu Ende. Der F(l)air-Weltladen Lüttringhausen der Ökumenischen Initiative Lüttrighausen ist seit gestern zurück an seinen angestammten Ort Gertenbachstr. 17. Die Besucher/innen erwarten hellen und großzügiger gestaltete Räumlichkeiten. Die neuen (verlängerten) Öffnungszeiten sind 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr. Samstags ist nur am Vormittag geöffnet.  Eine Eröffnungsfeier findet während der Fairen Wochen im September statt.