Skip to content

Schäden auf dem Dach sucht künftig eine Drohne

Im Dachdeckerbetrieb von Andreas Radke, Honsberger Straße 3, hat eine kleines, ferngelenktes Fluggerät, eine so genannte Drohne, bestückt mit einer (Video-)Kamera, so manche Suche in luftiger Höhe nach Schäden an Dachziegeln und Regenrinnen übernommen, die für den Handwerksmeister und seine Mitarbeiter bisher zeitweise recht mühselig war. „Die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen im Dachdecker-Handwerk“ war das Thema eines Fachabends, zu dem Radke am Mittwochabend auch Wilhelm Mertens, den Obermeister der Dachdecker-Innung Remscheid – sie ist die berufsständische Interessenvertretung für die  örtlichen Meisterbetriebe –, Lehrlingswart Dirk Matera und Fred Schulz begrüßen konnte, den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Auf dem großen Hof des Betriebes ließen sich die Gäste von Andreas Radke, stellv. Oermeister, die (kinderleicht wirkenden) Bedienung der wendigen Fliegers vorführen. Der kehrt mit nur einem Knopfdruck sogar automatisch an die Stelle zurück, von der aus er gestartet ist.

Dachdeckern fehlen Nachwuchs und Ersatzteile

Die Gelegenheit einer Drohnen-Vorführung im Dachdeckerbetrieb von Andreas Radke, Honsberger Straße 3, nahm der Waterbölles am Mittwochabend wahr, um mit Wilhelm Mertens, dem Obermeister der Dachdecker-Innung Remscheid, über aktuelle Probleme des Dachdeckerhandwerks zu sprechen, mit denen es in ähnlicher Weise auch die übrigen 24 Remscheider Innungsbetriebe zu tun haben. Dazu zählt die schwierige Suche nach guten Nachwuchskräften und die allgemeine Kostenexplosion. Die macht sich vielfältig  bemerkbar:

Dachdecker legen nicht nur Ziegel aufs Dach: Sie installieren Solaranlagen in Dach- und Wandflächen, sie dichten Flachdächer unter Anwendung neuester Abdichtungstechniken ab und legen Dachbegrünungen an, führen Abdichtungen von Balkonen, Terrassen und im Keller aus und gestalten Außenwände von Gebäuden mit vorgehängten Fassadenbekleidungen. Dachdecker unterstützen Hausbesitzer bei der energetischen Gebäudesanierung und informieren auch über Fördermittel. Technische Neuerungen wie der Einsatz von Drohnen oder die digitale Modellierung von Gebäudedaten werden künftig den Beruf des Dachdeckers mehr und mehr bestimmen.

Artikel vollständig lesen

Neues Innenstadtmanagement für die Stadt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Anfang September hat das neue Innenstadtmanagement seine Arbeit für die Remscheider Innenstadt aufgenommen. Die Innenstadtmanagerinnen und -manager Kübra Akyazi, Julia Ostkamp und Matthias Gerke unterstützen die Stadt Remscheid bei der Umsetzung des Revitalisierungskonzeptes und kümmern sich um die Belange der Innenstadt. Hierbei fungiert das Innenstadtmanagement als Schnittstelle zwischen Gewerbetreibenden, Immobilieneigentümerinnen und Immobilieneigentümern, Innenstadtbesucherinnen und Innenstadtbesuchern, der Bewohnerschaft sowie der Fachverwaltung und Politik und ist Ansprechpartner für alle Interessierten, die mehr zur Entwicklung der Remscheider Innenstadt erfahren möchten. Neben Informations- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich das Innenstadtmanagement auch für eine Vernetzung von Innenstadtakteurinnen und Innenstadtakteuren ein und schafft Möglichkeiten zur Mitwirkung am Revitalisierungsprozess.

Diese Funktion spielt insbesondere bei der Mitwirkung an der Umsetzung der Maßnahmen des Revitalisierungskonzepts eine wichtige Rolle. Um die Öffentlichkeit am Prozess teilhaben zu lassen, organisiert das Innenstadtmanagement Beteiligungsveranstaltungen und moderiert den Aufwertungsprozess des Öffentlichen Raums. Die Beratungsangebote und Revitalisierung der Innenstadt wird vom Innenstadtmanagement mit einer regelmäßigen Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Frau Akyazi und Herr Gerke vom Innenstadtmanagement Remscheid werden vor Ort als direkte Ansprechpartnerinnen bzw. Ansprechpartner zur Verfügung stehen und freuen sich bereits bald ihren neuen Arbeitsplatz auf der Alleestraße beziehen zu können und mit Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Akteurinnen und Akteuren sowie Eigentümerinnen und Eigentümern in den Austausch zu kommen.

Remscheider Delegation auf der Expo-Real in München

Peter Heinze, Ina Scharrenbach und Burkhard Mast-Weisz. .Foto: Stadt RemscheidPressemitteilung der Stadt Remscheid

„Wir brauchen in 2023 wieder einen gemeinsamen bergischen Messestand in München“, so der Remscheider Oberbürgermeister Burkard Mast-Weisz zum Besuch einer sechsköpfigen Remscheider Delegation, die die Stadt Remscheid auf der Münchener Immobilienmesse EXPO-Real vertreten haben. Mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Baudezernent Peter Heinze, Ingo Lückgen, Inga Schumacher und Joachim Karp (alle Wirtschaftsförderung) und dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Remscheid, Michael Wellershaus, war die Stadt Remscheid auch ohne festen Messestand in München vertreten, um verschiedene Remscheider Projekte in die Immobilienbrachen zu kommunizieren. „Wir haben mit Entwicklern erstmalig über die „Neuen Quartiere“ in Lennep gesprochen und sind auf großes Interesse gestoßen“, erklärt Peter Heinze zu einem wichtigen Messethema. „Das sind Sondierungsgespräche, die dann konkretisiert werden, wenn die Planung mit der Bürgerschaft mehr Gestalt angenommen hat“, so Heinze.

Des Weiteren wurden rund um das Thema Einzelhandel fruchtbare Gespräche mit verschiedenen Anbietern und Projektentwickler geführt. „Hierbei standen der Lebensmittelhandel und Drogeriemärkte im Fokus“, stellt Ingo Lückgen fest. Mit Bauministerin Ina Scharrenbach wurden laufende städtebauliche Projekte wie die „Neuen Quartiere“, der Friedrich-Ebert-Platz und die Innenstadtentwicklung in Alt-Remscheid erörtert und deren Finanzierung vor dem Hintergrund der Energiekrise besprochen. Insgesamt ist festzustellen, dass nach der Corona-Krise die Immobilienmesse wieder stärker besucht wird und das „Verhandeln“ in Präsenz an Bedeutung zunimmt. Daher sind sich die Remscheider Messerbesucher einig, dass es großen Sinn macht, ab 2023 wieder als Aussteller mit einem eigenen Messestand in München die Potenziale und Projekte Remscheids zu präsentieren.

Rainer Frantzen: „Wir wurden regelrecht überrannt!“

Stachelhauser Kornbranntwein ist Geschichte“, berichtete der Waterbölles am 18. Mai. Im Video hatten Dr. Rainer Frantzen, bisher Geschäftsführer der traditionsreichen Brennerei Gebr. Frantzen GmbH & Co. KG, Alte Freiheitstraße 24, und die beiden Projektentwickler Stefan Fellhölter und Nikas Schwolle dem Waterbölles mitgeteilt, dass die traditionsreiche Destille an die Unternehmensgruppe „Mayestate“ in Beckum verkauft worden ist.. Gleich neben dem neuen Quartiersplatz von Stachelhausen sind acht Servicewohnungen (Betreutes Wohnen) sowie eine Verbund-Pflegeeinrichtung mit 60 vollstationären Plätzen, einer solitären Kurzzeitpflegeeinrichtung mit 14 Plätzen, einer Demenz-Wohngemeinschaft und einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft mit jeweils zwölf Plätzen geplant. Ein Projekt im Umfang von 30 Millionen Euro.
Dass in der 199 Jahre alten Brennerei Trödel auf Käufer warte, eine Vielzahl von alten Brennerei-Utensilien, verriet Frantzen am 25. August. Und lud für Montag, 3. Oktober, ab 11 Uhr zum Stöbern in die Brennerei ein. Im Angebot: Ölgemälde, Kerzenleuchter für Tisch und Decke, eine Rechenmaschine aus den 1950er Jahren, große Holzfässer und etwa 80 gläserne Kornflaschen. „Die waren besonders gefragt“, sagte er am Montag um 15 Uhr; da war der große Ansturm schon vorbei. „Man hat uns um 11 Uhr regelrecht überrannt. Einige warteten schon um 10 Uhr darauf,  dass geöffnet wurde!“

Der neue Mindestlohn hilft auch in Remscheid

Sven Wolf (MdL, SPD).Pressemtteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Seit dem 1. Oktober gilt in Deutschland ein höherer Mindestlohn von zwölf Euro pro Stunde. „In ganz NRW werden 1,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Plus auf dem Lohnzettel haben. Die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro ist für uns eine Frage des Respekts. Denn wer hart arbeitet, soll auch davon leben können“ so Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald. „Für viele Unternehmen in unserer Region war eine gute Bezahlung auch schon vor Oktober eine klare Sache. Bei Gesprächen mit vielen Unternehmen in den vergangenen Wochen, etwa auf der Eisenwarenmesse, wurde immer wieder klar: wer gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchte, der muss auch gut bezahlen. Für den traditionellen Bergischen Unternehmer ist das keine Frage. Denn inzwischen fehlen überall händeringend Arbeitskräfte. Das gelingt am besten mit mehr Mitbestimmung und Tarifbindung. Wir müssen aber auch den Arbeitsmarkt einfacher und schneller für Arbeitskräfte aus anderen Ländern öffnen. Unser Industriestandort im Bergischen ist darauf dringend angewiesen.“

Wolf erinnert dabei an die weiteren Initiativen der SPD-Landtagsfraktion in Düsseldorf: „Gute Löhne gibt es vor allem dann, wenn Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände miteinander Tarifverträge abschließen. Deshalb wollen wir in Nordrhein-Westfalen bei öffentlichen Vergaben die Tariftreue stärken. Ebenso wichtig ist ein ,Bündnis für Tariftreue‘ zwischen Landesregierung und Tarifpartnern, um nach geltendem Recht mehr Tarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Die Erhöhung des Mindestlohns zeigt: Bessere Löhne sind möglich, machen wir also weiter.“

Arbeitslosigkeit nimmt weiter leicht zu

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In Remscheid sind aktuell 4.262 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 34 Personen oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum September des Vorjahres sind dies fünf Personen (-0,1 Prozent) weniger. Es meldeten sich 922 Personen neu oder erneut arbeitslos, 965 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. 77 neue Stellen wurden gemeldet, das sind 48 (-38,4 Prozent) weniger als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 276 (-22,2 Prozent) Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 397 offene Stellen. Das sind 19 weniger als im Vormonat und 36 weniger als im Vorjahresmonat. J

Aktuell sind 329 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies sechs Jugendliche (-1,8 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 15 Personen (+4,8 Prozent) gestiegen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.536 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 305 (-16,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,9 Prozent (1.365 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Personen, die als Teilnehmer von Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.691 Personen; das sind drei Personen weniger als im Vormonat und 204 Menschen (+3,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Geflüchtete aus der Ukraine Die Zahl der leistungsberechtigten Personen aus der Ukraine hat sich in Remscheid im Vergleich zum Vormonat nochmals auf nunmehr 514 erhöht.

"Trotz der immer spürbarer werdenden Energiepreisentwicklung ist der Arbeitsmarkt immer noch aufnahmefähig. Vor allem junge Fachkräfte finden schnell eine Beschäftigung", beschreibt Thorsten Schumacher, Geschäftsführer Operativ der örtlichen Arbeitsagentur, die aktuelle Situation. Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den beiden Rechtskreisen unterschiedlich. Hauptursache für den leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit ist die fortgesetzte Übernahme der geflüchteten Ukrainer*innen durch die drei Jobcenter des Bergischen Städtedreiecks in den Rechtskreis des SGB II. Rund 80 Prozent der geflüchteten Erwachsenen sind Frauen. Im September waren in den Jobcentern des Agenturbezirks insgesamt 20.889 Menschen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Vormonat sind das 4,8 Prozent oder 950 Personen mehr. Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal verzeichnet einen erneuten Rückgang der von ihr betreuten Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III. Insgesamt waren im September im Agenturbezirk 27.873 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 19 Personen mehr als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosigkeit ist um 239 Personen oder 0,9 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit ist somit leicht gestiegen.

Während die Zahl der arbeitslosen Männer in Remscheid, Solingen und Wuppertal rückläufig ist, ist in allen drei Städten des Bergischen Städtedreiecks ein Anstieg bei den arbeitslosen Frauen und insbesondere bei den Jüngeren im Alter von 15 bis 20 Jahren feststellbar. „Viele der Geflüchteten benötigen Sprach- und Integrationskurse. Für eine qualifikationsgerechte Arbeitsaufnahme ist es wichtig, individuelle Lösungen für den Spracherwerb und für die Kinderbetreuung zu finden“, kommentiert Thorsten Schumacher. „Die Zunahme der Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen ergibt sich in geringem Umfang auch durch junge Menschen, die sich nach dem Abschluss ihrer Ausbildung für eine kurze Zeit bis zu ihrer Arbeitsaufnahme arbeitslos melden.“

Die Arbeitslosenquote ist im Agenturbezirk marginal auf 8,4 Prozent gestiegen, vor einem Jahr lag sie bei 8,3 Prozent. Die Spanne reichte im September 2022 von 7,2 Prozent in Remscheid, über 7,7 Prozent in Solingen bis 9,2 Prozent in Wuppertal. Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 4,0 Prozent (-23 Stellen) gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres gesunken. Im Vergleich zum Vormonat wurden 3 (-0,5 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet.

In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht: Büro und Sekretariat Metallbearbeitung Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag Verkauf Maschinenbau- und Betriebstechnik Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege Arzt- und Praxishilfe * Fahrzeugführung im Straßenverkehr Bei den neu gemeldeten Stellenangeboten handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassung. Es werden aber auch Stellen aus den Wirtschaftsabschnitten der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, dem verarbeitenden Gewerbe, aus Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie des Gesundheits- und Sozialwesens gemeldet.

 In den vergangenen Monaten ist der Übergang der vor dem russischen Angriffskrieg geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer in die Jobcenter sehr gut vorangekommen. Dabei standen zunächst – wie bei allen anderen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen – die Leistungen zum täglichen Leben, die Kosten für Unterkunft und Heizung im Vordergrund. Nun geht es daran, die Unterstützung der Menschen aus der Ukraine zu vertiefen, sie zum Arbeitsmarkt zu beraten, Qualifizierungen zu vermitteln und zu fördern sowie beim notwendigen Spracherwerb zu unterstützen. Bereits vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten erleichtern den Zugang zum Arbeitsmarkt. Zum Stichtag am 12. September waren im Bergischen Städtedreieck rund 3.200 aus der Ukraine geflüchtete, erwerbsfähige Personen arbeitslos gemeldet. Der Personenkreis der Geflüchteten wird nahezu ausschließlich im Rechtskreis des SGB II betreut.

Er kümmert sich um leerstehende Ladenlokale

In einer Pressekonferenz stellten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Christina Kutschaty, die Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung, den Medienvertretern gestern David R. Froessler als den künftigen Zukunftsmanager der Stadt vor. Der 64-jährige selbständige Raumplaner(Büro „urbano“) aus Düsseldorf soll sich der schwerpunktmäßig in Lennep in der Altstadt und an der Kölner Straße um die Reaktivierung von leerstehenden Ladenlokalen kümmern. Aber auch an der Alleestraße solle er Vermietern von Läden und potenziellen Mietern als Berater zur Verfügung stehen. In Remscheid ist Froessler kein Unbekannter. Er war an der Planung des neuen Lindenhofs beteiligt und trat bei einer Bürgersammlung im Schulzentrug Hackenberg zum DOC als Moderator auf. In Lennep soll er nun ein Büro bekommen. „Da warte ich aber nicht, bis jemand kommt, sondern ich werde unterwegs sein und die Geschäftsleute selbst ansprechend!“,  sagte er gestern.

Habeck über ernste Lage bergischer Firmen informiert

IHK-Präsident Henner Pasch und Wirtschaftsminister Robert Habeck. Foto: IHKPressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Beim Parlamentarischen Abend von DIHK, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin hat IHK-Präsident Henner Pasch seine Ankündigung umgesetzt und Wirtschaftsminister Robert Habeck über die Energie-Situation der bergischen Unternehmen informiert. Nach der Rede Habecks konnte Pasch mit Hilfe der Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Anja Liebert den Minister ansprechen und ihm Beispiele aus einer Umfrage unter Bergischen Unternehmen sowie das kürzlich verabschiedete Diskussionspapier übergeben. Pasch berichtet, dass Habeck angekündigt habe, die Unterlagen an seine Referenten weiterzugeben. Er habe gesagt, das seien die Beispiele, die er in seinem Ministerium brauche.

Im Anschluss diskutierten Pasch sowie Dr. Roman Diederichs, Vizepräsident der Bergischen IHK und Stahlunternehmer, sowie Thomas Grigutsch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, mit Anja Liebert und Manfred Todtenhausen, den bergischen Bundestagsabgeordneten von Grünen und FDP, über die aktuell bedrohliche Lage für die Wirtschaft.

Höheres Wohngeld und höherer Heizkostenzuschuss

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrats wird es ab dem 1.1.2023 eine Erhöhung des aktuellen Wohngelds sowie für Wohngeldhaushalte einen erneuten einmaligen Heizkostenzuschuss als kurzfristige Maßnahme zur Überbrückung der zu erwartenden zusätzlichen Heizkostenbelastung geben. In der Folge können zahlreiche Haushalte Wohngeld beziehen, die bislang nicht berechtigt waren.

Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete oder zur Belastung bei selbstgenutzten Eigentum. Wenn Sie eine Wohnung oder ein Zimmer gemietet haben, können Sie einen Mietzuschuss erhalten. Wohnen Sie in Ihrer eigenen Eigentumswohnung oder Eigenheim, ist Lastenzuschuss möglich. Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld erhalten können, hängt ab von

  • der Zahl der zu Ihrem Haushalt rechnenden Familienmitglieder,
  • der Höhe des Familieneinkommens und
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.

Nutzen Sie die Möglichkeit des Wohngeld-Proberechners und prüfen Sie unverbindlich, ob Wohngeld für Sie in Frage kommen könnte. Im Anschluss an die Proberechnung haben Sie die Möglichkeit, hier online einen Antrag auf Wohngeld zu stellen. (Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitungszeiten derzeit länger dauern)

Für die Beantragung von Wohngeld und die Vorlage erforderlicher Nachweise stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Antragsformulare in Papierform Sie per E-Mail an wohngeld@remscheid.de">wohngeld@remscheid.de oder unter Tel. RS 169900 anfordern. (Eine persönliche Vorsprache ist nach Terminvereinbarung zwar möglich, jedoch grundsätzlich nicht erforderlich)  Bitte sehen Sie von Anfragen bezüglich der neuen Leistungen Wohngeld Plus ab dem 1. Januar 2023 zunächst ab, da zunächst das Gesetz und die Ausführungsbestimmungen vorliegen müssen. Wenn weitere Informationen von Bund und Land vorliegen, wird wieder zum Thema berichtet.

Umsatzsteuer für Gas sinkt von 19 auf sieben Prozent

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Durch den Ukraine-Krieg steigen in etlichen Bereichen des täglichen Lebens die Kosten merklich. Auch kommen nicht alle von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungspakte bei der Bevölkerung vollständig an. Umso erfreulicher ist es, dass die Bundesregierung eine befristete Senkung der Umsatzsteuer für Gas beschlossen hat. Durch die Absenkung der Umsatzsteuer zum 1. Oktober werden die hohen Gaskosten der Kunden etwas gemindert. Die Umsatzsteuersenkung gilt bis zum 31. März 2024 analog der Gas-Beschaffungsumlage. Von der EWR GmbH wird die Umsatzsteuersenkung komplett an ihre Gas-Kunden weitergegeben.

Um rund 240 Euro im Jahr werden die Kunden durch die Umsatzsteuersenkung ab dem 1. Oktober  entlastet (Basis: 12.000 kWh Jahresverbrauch). Reduziert man die Raumtemperatur wie von der Politik empfohlen um ein Grad Celsius, kann man seinen Verbrauch um etwa sechs Prozent senken und weitere 125 Euro pro Jahr sparen. Durch die ohnehin angespannte Lage auf dem Gasmarkt und die daraus resultierenden hohen Preise empfiehlt die EWR ihren Kunden, die Abschlagszahlungen durch die Absenkung der Umsatzsteuer nicht zu senken.

Auch für die Gasumlage gilt, dass wir bei Änderungen durch die Bundesregierung alle Folgen für die Kunden im Sinne der aktuellen Gesetze berücksichtigen werden. Sollte die Gasumlage nicht kommen oder zu einem zukünftigen Zeitpunkt wieder wegfallen, dann werden wir diese Änderungen schnellstmöglich berücksichtigen.

17 Auszubildende feierten ihr Examen

Pressemitteilung des Sana-Klinikums

Das Sana-Klinikum freut sich über 17 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen seines integrierten Remscheider Bildungszentrums, die nun als examinierte Pflegefachkräfte in den Beruf starten. Im Beisein von Familien und Freunden sowie der Geschäftsführung und Pflegedirektion des Klinikums feierten die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen am Freitag ihren Abschluss. Wer nicht persönlich teilnehmen konnte, wurde digital zugeschaltet. „Wir freuen uns mit allen Examenskandidatinnen und -kandidaten über ihren Erfolg und gratulieren herzlich zur bestandenen Prüfung“, sagt Svenja Ehlers, Geschäftsführerin des Sana-Klinikums Remscheid. Alle 17 Gesundheits- und Krankenpfleger/innen haben ein Übernahmeangebot enthalten. Das wurde mit einer Ausnahme angenommen. Zu den Absolventinnen und Absolventen gehört Amina Salakhbekova, die sichtlich froh ist, die Ausbildung geschafft zu haben: „All die Mühe hat sich gelohnt – es ist ein unglaubliches Gefühl.“ Und auch Akram Hussein, der nach einem Praktikum im Sana-Klinikum Remscheid direkt Feuer und Flamme war, freut sich über den Ausbildungserfolg: „Sana ist mein Zuhause. Deshalb war für mich klar, dass ich die Ausbildung hier mache und danach auch bleibe.“ Er startet ab Oktober auf der Intensivstation

Pandemiebedingt fand die dreijährige Ausbildung unter erschwerten Bedingungen statt. Viele Unterrichtsstunden mussten ins Home-Office verlegt werden. Keine einfache Situation für Schüler und Lehrkräfte, da der Pflegealltag Nähe und Praxis erfordert. Christian Jonda, Leiter des Bildungszentrums, ist deshalb besonders stolz auf seine Azubis und hob die Leistungen des Kurses hervor: „Ich freue mich, dass unsere Auszubildenden unter diesen schwierigen Bedingungen ihr Examen erfolgreich abgelegt haben.“ Jasmin Shmalia, Pflegedirektorin am Remscheider Sana-Klinikum, ermuntert die Absolventinnen und Absolventen auch weiterhin in ihre Bildung zu investieren und nicht stehen zu bleiben: „Sie haben sich für einen tollen und vielseitigen Beruf entschieden. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, um sich weiterzubilden – es lohnt sich!“

Artikel vollständig lesen