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Neuer Mietspiegel soll im Juli vorliegen

„In Deutschland ist der Mietspiegel eine der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete (§ 558 BGB) im frei finanzierten Wohnungsbau. Er bezieht sich räumlich auf die jeweilige Stadt oder Gemeinde und dient als Begründungsmittel für Mieterhöhungen. Aufgestellt wird er von Städten in Zusammenarbeit mit einschlägigen Interessengruppen (Mieter- und Vermieterverbände). Unterschieden wird zwischen einfachem und qualifiziertem Mietspiegel. Es gibt keine Verpflichtung, einen Mietspiegel aufzustellen, deshalb gibt es nicht für jede Gemeinde eine solche Übersicht.

In Remscheid gibt es seit dem Jahr 2016 einen qualifizierten Mietspiegel, der kostenfrei für alle Interessierten unter www.remscheid.de zum Download bereit steht. Nachdem dieser Mietspiegel bereits einmal im Jahr 2018 durch Index an die aktuelle Kostenentwicklung angepasst wurde, steht für das Jahr 2020 eine komplette Neuaufstellung an (§ 558d Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch). Begleitet durch die Fa. Analyse & Konzepte (Hamburg), die bereits die erstmalige Aufstellung 2016 unterstützt hat, hat der Arbeitskreis Mietspiegel unter Federführung des Fachdienstes 2.50 – Soziales und Wohnen am 30.01.20 die Arbeit aufgenommen. Im Frühjahr wird eine Mietwerterhebung stattfinden, für die nach aktuellem Stand ca. 8.000 Fragebögen an Vermieter versandt werden. Aus dem Rücklauf werden die Daten für den neuen Mietspiegel errechnet. Ziel ist die Fertigstellung zum 1. Juli 2020.“ (Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Wohnen am 3. März)

Bezirksausschuss Remscheid tagte im Rathaus

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Im Ratssaal des Remscheider Rathauses kam am Mittwoch der IHK-Bezirksausschuss Remscheid zusammen, um sich intensiv mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und dem Beigeordneten Peter Heinze auszutauschen. Unter der Leitung von IHK-Präsident Thomas Meyer diskutierten die Ausschussmitglieder intensiv über Themen wie den Sachstand zum DOC, Gewerbeflächen sowie die personelle Situation in Bau- und Bürgeramt. Im zweiten Teil der Sitzung stand die künftige inhaltliche Ausrichtung der Ausschussarbeit im Mittelpunkt. Übereinstimmend waren die Mitglieder der Auffassung, dass der Ausschuss stärker als Stimme der Wirtschaft wahrgenommen werden soll. Durch wechselnde, anlassbezogene Tagungsorte und flexiblere Tagungshäufigkeit soll die Ausschussarbeit näher an die aktuellen Entwicklungen in Remscheid angebunden werden. Durch die intensive Beschäftigung mit spannenden wirtschaftlichen Themen sollen verstärkt auch Beschlüsse der IHK-Vollversammlung durch die vorherige Diskussion im Bezirksausschuss vorbereitet werden.

Drei historische Persönlichkeiten auf Werbetour

Weitere Angebote:

In diesem Jahr feiern gleich drei historische Persönlichkeiten aus dem Bergischen ihren Geburtstag. Anna von Kleve, die als Tochter des Herzog Johann III von Jülich, Kleve und Berg als vierte Ehefrau des englischen Königs Heinrichs VIII nicht nur in die Bergische, sondern auch in die englische Geschichte einging, wäre in diesem Jahr 505 Jahre jung geworden. Etwas jüngeren Alters ist Friedrich Engels, der in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag hätte feiern können und der gemeinsam mit Karl Marx das Kommunistische Manifest verfasste. Und mit 175 Jahren ist Wilhelm Conrad Röntgen, der 1895 die nach ihm benannten Strahlen entdeckte, der jüngste im Bunde der bergischen Drei. Um diese Persönlichkeiten zu würdigen, hat der Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. drei Pauschalen entwickelt, die den Gästen des bergischen Städtedreiecks das Leben und Wirken von Anna von Kleve, Friedrich Engels und Wilhelm Conrad Röntgen näher bringen sollen. Auf einer kleinen „Geburtstagsfeier“ wurden die neuen touristischen Angebote gestern in Haus Müngsten vorgestellt. Die drei Geburtstagskinder (verkörpert von Anna Gebuhr, Jürgen Holzhauer und Harald Blondrath ) schnitten gemeinschaftlich die Geburtstagstorte an. Nächste Woche werden sie auf Reise- und Campingmesse in Essen auf Werbetour gehen, Im März auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin.

Auf den Spuren einer
britischen Königin

Anna von Kleve wurde im Jahr 1515 als eines von vier Kindern Herzog Johannes III. von Jülich-Kleve-Berg in Düsseldorf geboren. Sie wuchs in der Obhut ihrer Mutter Maria auf Schloss Burg auf. Ihre Erziehung war wohl eher konservativ geprägt. Dies entwickelte sich zu einem Manko, als sie im Jahr 1540 mit Heinrich VIII. von England verheiratet wurde. Ihr waren die höfischen Sitten und Gebräuche kaum bekannt und des Englischen war sie auch nicht mächtig. Daher war der aus politischen Gründen arrangierten Ehe auch keine Zukunft beschert und bereits nach 6 Monaten wurde diese wieder annulliert. Anna blieb aber in England und verbrachte die nächsten 17 Jahre bis zu ihrem Tod am 16. Juli 1557 hoch angesehen auf der Insel. Sie wurde in der Westminster Abbey bestattet.

Das erwartet Sie:
Die Reise "auf den Spuren einer britischen Königin" beginnt im Brückenpark Müngsten. Zu Beginn können Sie sich im Haus Müngsten mit einer Kleinigkeit stärken und treten von dort die Wanderung zum Solinger Ortsteil Unterburg an. Mit der vorab erhaltenen Wanderkarte, werden Sie den Weg problemlos finden. Unterwegs bieten sich Ihnen wunderbare Einblicke auf die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands sowie auf das idyllische Tal der Wupper. In Unterburg angekommen, befördert Sie die Seilbahn zu dem Ort, an welchem Anna von Kleve aufwuchs - Schloss Burg. Alternativ können Sie auf die Fahrt mit der Seilbahn verzichten und über einen gewundenen Wanderpfad ("Burgstiege") den Berg zu Schloss Burg erklimmen. Nach Ihrer Besichtigung der Burg fahren Sie mit der Seilbahn zur Talstation und haben die Möglichkeit von der Bushaltestelle "Solingen-Burg Brücke" mit der Freizeitlinie 687 (bitte beachten: Betrieb nur Samstag, Sonn- und Feiertag) zurück zum Brückenpark zu gelangen.Oder t Sie nehmen den schönen, aber anstrengenden Abstieg zum Haus Müngsten über die "Wupperberge".

Leistungen:
- Verzehrgutschein Haus Müngsten
- Wanderkarte
- Eintritt auf Schloss Burg
- Hin- und Rückfahrt mit der Seilbahn
- Busfahrt von Unterburg nach Müngsten
Preis: 23,50 € pro Person

Ein Gespenst geht um
in Europa

Friedrich Engels war Vieles: Textilunternehmer, Philosoph, Kommunist, Journalist und Lebemann. Besonders hervorzuheben ist die große Sonderausstellung „Friedrich Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ des Historischen Zentrums Wuppertal in der Kunsthalle Barmen (Geschwister-Scholl-Platz 4-6) vom 29. März bis zum 20. September 2020. Ein weiteres Programm-Highlight ist der 200. Geburtstag am 28. November 2020. An diesem Tag wird nicht nur Engels Geburtstag gefeiert, sondern auch die Wiedereröffnung des Engels-Hauses.

Das erwartet Sie:
Nach Ihrer individuellen Anreise beziehen Sie Ihr Zimmer, im Fachwerk Hotel. Nach dem Check-In erwartet Sie Wuppertal mit vielen Möglichkeiten, wie z.B. Museen und Kultureinrichtungen, oder auch die vielfältigen Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Mit der Schwebebahn können Sie sich flexibel zwischen den Stadtteilen Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Elberfeld bewegen.
Den Abend können Sie im Wuppertaler Brauhaus, mit einem Abendessen und einem „ENGELS BRÄU“ (s. Foto), ausklingen lassen. In der Kunsthalle Barmen erwartet Sie am nächsten Tag die Sonderausstellung „Engels – Ein Gespenst geht um in Europa“ (29.03.2020 – 20.09.2020).

Leistungen:
- Übernachtung im Fachwerkhotel
- Eintritt Sonderausstellung "Engels, ein Gespenst geht um in Europa"
- Kleines Geschenk zum Thema Engels
- Informationsmaterial zum Engelsjahr
Preis: ab 71,-€ pro Person im Doppelzimmer

Übernachten in
Röntgens Geburtsstadt

Es war eine der großen Sternstunden der Menschheit, als Wilhelm Conrad Röntgen (1845-1923) am 8. November 1895 in Würzburg eine neue Sorte von Strahlung entdeckte, die in der Folge weltweit Wissenschafts- und Alltagsgeschichte geschrieben hat und bis heute schreibt. Röntgen wurde am 27. März 1845 in Lennep als Spross einer Tuchhändlerfamilie geboren. Sein Name und seine Strahlen wurden weltberühmt. Am 10. Dezember 1901 erhielt er für die Entdeckung und Erforschung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen den ersten Nobelpreis für Physik.

Das erwartet Sie:
Reisen Sie pünktlich zu Ihrem 3-Gang Menü, im 4-Sterne Dorint-Hotel Remscheid, an. Ab 18.00 Uhr können Sie im Hotelrestaurant „MAHLzeit“ Ihr 3-Gang Menü genießen und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück (Mo. – Sa. 06:00 – 10:00 Uhr; So. 07:00 – 11:00) starten Sie von der nahegelegenen Bushaltestelle „RS-Lennep Jägerwald“ mit der Buslinie 655 (Richtung „Badeparadies H2O“) direkt bis zum Deutschen Röntgen-Museum (Ausstieg: Bushaltestelle „RS-Lennep Röntgenmuseum“). Im Museum angekommen erwartet Sie eine spannende Erfahrungs- und Erlebnisreise in die Welt der nach seinem Entdecker benannten Röntgenstrahlen. Nach ihrem Besuch können Sie auf dem Rückweg zu Ihrem Hotel, den historischen Ortskern Lennep auf eigene Faust erkunden. Unweit befindet sich der Bahnhof-Lennep, wenn Sie mögen, beginnt dort Ihre Rundwanderung, um die Geburtsstadt von Wilhelm Conrad Röntgen aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen und die Eindrücke des Tages auf sich wirken zu lassen. Am Ende Ihrer Wanderung bietet sich das der Wanderstrecke gelegene Hotel-Restaurant „Wuppertaler Hof“ zur Einkehr an.

Leistungen:
- Übernachtung im 4-Sterne "Dorint Hotel" inkl. Frühstück
- 3-Gang-Menü am Abend der Anreise
- Busfahrt zum Deutschen Röntgen-Museum
- Eintritt Deutsches Röntgen-Museum
- Wanderkarte "Rundwanderwege"
Preis: ab 85€ pro Person im Doppelzimmer

Doppelt so viele Stromer binnen eines Jahres

Workshop zur E-Mobilität gestern in der Hauptverwaltung der Stadtwerke Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

Ladesäulen für E-Autos nach neuem Konzept“, titelte der Waterbölles am Dienstag, 3. Dezember 2019. Dafür hat die Stadt auf der Grundlage der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 80.000 Euro eingeworben. Die notwendigen Eigenanteil in Höhe von max. 20.000 Euro übernimmt die EWR GmbH. Ziel des neuen Lade-Infrastrukturkonzepts für Elektrofahrzeuge und Pedelecs für das Stadtgebiet Remscheid ist die Senkung des CO2-Ausstoßes sowie der NOX- und Feinstaubemissionen im Straßenverkehr. Beraten lassen sich Stadt und EWR bei dem Konzept von dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen und Brasse Consulting. Zur Beteiligungsphase des Projektes gehörte gestern ein Workshop in der Verwaltung der Stadtwerke Remscheid. Dazu hatten die Stadt und die EWR als Projektpartner Mandatsträger, Vertreter von Unternehmen und Institutionen sowie Vertreter von Marketingräten/Interessensgemeinschaften eingeladen. Von Dr. Claudia Brasse („energieschub“) ließen  sich diese über den aktuellen Verfahrensstand und die Trends der Elektromobilität informieren. Dabei war auch ihre „Schwarmintelligenz“ ( so Monikas Meves vom Fachdienst Umwelt der Stadt) gefordert, bezogen auf geeignete Standorte für Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und Pedelecs vor Ort. Denn es hat sich gezeigt, dass viele E-Autos von den Besitzern nicht nur nachts in der eigenen Garage aufgeladen werden, sondern, sofern möglich, auch auf dem Parkplatz ihres Arbeitgebers oder dem eines Discounters.   Mike Giera,  EWR-Leiter des Geschäftsbereichs Netze: „In  steigendem Maße werden Unternehmen Ladesäulen auf betriebseigenen Grundstücken vorhalten müssen, um Dienstfahrzeuge elektrisch betreiben zu können und auch Mitarbeitenden das Aufladen Privatwagens zu ermöglichen!“  Gira  ist sich sicher: „An der E-Mobilität geht kein Weg vorbei; das ist ein unstrittiges Faktum!“ Und darauf werde sich die EWR als Netzbetreiber und Stromanbieter einstellen müssen. Es gebe bereits erste Nachfragen von Supermärkten und Unternehmen nach Ladestationen. „Wir brauchen Standorte, die mit unserem Stromnetz kompatibel sind!“ Deshalb werden nach dem Workshop die vorgeschlagenen Standorte auf ihre Netzverträglichkeit geprüft werden müssen, bevor über die Reihenfolge entschieden wird, in der neue Ladesäulen installiert werden.“

Stadt und EWR möchten eine klimafreundliche Mobilitätswende erreichen, wie Mike Gira betonte. Ihm kommt es auf einen „möglichst geschmeidigen Einstieg in die E-Mobilität“ ein. Und da bot der gestrige Workshop eine gute Gelegenheit, um unter den anwesenden Meinungsbildnern Begeisterung für die „Kulturrevolution im Straßenverkehr“  zu wecken. Die habe in den vergangenen zwei Jahren Fahrt aufgenommen, betonte die städtische Umweltdezernentin Barbara Reul-Nocke. Am 31. Dezember 2017 seien von den 60.429 in Remscheid angemeldeten Fahrzeugen 71 Plug-In-Wagen gewesen und 38 E-Autos, am 31. Dezember 2018 von 61.345 Fahrzeugen 77 Plug-in- und 61 E-Autos. Reul-Nocke: „Eine Auswertung ergab 226 zugelassene Fahrzeuge für 2019 mit einem E-Kennzeichen, Stromer. Ein E-Kennzeichen kann freiwillig vom Halter für sein Elektro- bzw. Plug-In-Fahrzeug genutzt werden; daher kann die Gesamtzahl dieser Fahrzeuggruppe höher sein.“

Derzeit machen Elektrofahrzeuge gerade mal 0,2 Prozent des Gesamtfahrzeugbestandes aus. Doch die Statistik zeigt: E-Autos sind auf der Überholspur. De EWR will das berücksichtigen und legt bei der Planung neuer Ladestation einen Verhältnis von zehn E-Autos auf eine Ladestation mit zwei Anschlüssen (Ladepunkten) zugrunde. Bei 1.000 „Stromern“ in Remscheid im Jahre 2022, so die Erwartung von Mike Gira, würde das 100 Ladepunkte bzw. 50 Ladesäulen bedeuten, verteilt auf 25 Standorte im Stadtgebiet.

Da gäbe es also noch viel zu planen und zu installieren. Denn öffentliche (z. T. noch kostenlose und zumeist wenig ausgelastete) Ladesäulen gibt es in Remscheid derzeit erst an folgenden Stellen: Friedrich-Ebert-Platz, Theodor-Heuss-Platz, Neuenkamper Straße 81-87, Neuenkamper Straße 71, (Möbel Knappstein, Autobahn-Tankstellen Remscheid-West und -Ost, Hasenberger Weg 67 (GEWAG), Borner Straße 35 (Autohaus Kaltenbach) und Olper Höhe 4 (Bornewasser e. K.). Drei weitere Ladesäulen sind in Vorbereitung: am H2O Sauna- und Badeparadies, am Thüringsberg Nähe Röntgen-Museum und an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen. Für Pedelecs gibt es öffentlich zugängliche Ladesäulen am H2O Sauna- und Badeparadies und am Alter Markt in Lennep. Dr. Claudia Brasse: „Im Sinne einer klimafreundlichen Mobilität ist es auch wichtig, die anderen Fortbewegungsmittel wie Zu-Fuß-gehen, Fahrrad, Bus und Bahn nicht aus den Augen zu verlieren!“

Starke Marktposition auch im Immobiliengeschäft

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Stadtsparkasse Remscheid hat das vergangene Geschäftsjahr erfolgreich und wie erwartet abgeschlossen – „auch wenn wir mit den unverändert schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen haben“, sagt Vorstandsvorsitzender Michael Wellershaus. Doch habe man sich trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin zukunftsfähig aufstellen und das Engagement für die Stadt festigen können. Die Bilanzsumme blieb mit über 1,6 Milliarden Euro stabil. „Auch im Bereich Immobilien verzeichnen wir Zuwächse. Wir konnten das gute Ergebnis aus 2018 in 2019 steigern“, sagt Herbert Thelen, stellvertretendes Vorstandsmitglied, hinsichtlich des Vermittlungsvolumens von über 15,5 Millionen Euro – ein Plus zum Vorjahr von 65 Prozent. „Alles in allem ist das Jahresergebnis unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein guter Erfolg“, betont Michael Wellershaus.

Rund 75.000 Girokonten führt die Stadtsparkasse Remscheid. „Das bedeutet: Über die Hälfte der Remscheiderinnen und Remscheider hat eine Geschäftsverbindung zu uns“, sagt Herbert Thelen. Dies zeige, dass man dem Anspruch, nachhaltig in der Region da zu sein, gerecht werde. Das Vertrauen der Menschen in ihre Stadtsparkasse sei groß. „Wir sind der festen Ansicht, dass Regionalbanken auch in der Zukunft ihre Berechtigung haben. Das zu bieten, was die Menschen benötigen, daran arbeiten wir mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, erklärt Vorstandsvorsitzender Wellershaus. Zudem sei man ein Garant für die Kreditversorgung der Remscheiderinnen und Remscheider sowie der hiesigen Wirtschaft. Insgesamt betrug das Kreditvolumen in 2019 knapp 1,2 Milliarden Euro. Im Vordergrund steht dabei nicht die kurzfristige Geschäftsbeziehung, sondern eine langfristige und nachhaltige Partnerschaft mit den Kundinnen und Kunden. Eine individuelle und seriöse Beratung sei auch in diesem Geschäftsbereich ein Selbstverständnis der Stadtsparkasse Remscheid. Niemand solle durch eine Finanzierung in Schwierigkeiten geraten, sollten die Zinsen eines Tages wieder steigen.

Bei den Geldanlagen verzeichnete die Stadtsparkasse Remscheid im Privatkundengeschäft ein Wachstum von mehr als 23 Millionen Euro. Dabei wählen viele Kundinnen und Kunden allerdings nach wie vor das Tagesgeldkonto. „Unser Ziel muss es aber sein, den Menschen durch unsere Beratung Alternativen zum Tagesgeldkonto aufzuzeigen“, erklärt Michael Wellershaus. Bei der Anlage in Wertpapieren arbeitet die Vermögensverwaltung der Sparkassen sehr gut mit der Frankfurter Bankgesellschaft zusammen. Bis Ende 2019 konnte ein Volumen von rd. 29 Millionen Euro eingeworben werden. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2018 (ein Volumen von etwa 18 Millionen Euro).

Das digitale Angebot der Stadtsparkasse Remscheid wird stetig weiterentwickelt. So ist das mobile Bezahlen mit Apple Pay zu einem beliebten Produkt avanciert. „Dem Anspruch unserer Kunden, ihre Bankgeschäfte flexibel zu erledigen, werden wir mit einem modernen, leistungsstarken und sicheren Online-Banking gerecht“, sagt Herbert Thelen. Gleichzeitig sei fundierte, kompetente und individuelle Beratung das, was die Stadtsparkasse Remscheid auszeichne – sowohl im Kundencenter an der Alleestraße und den Geschäftsstellen als auch im telefonisch oder per Chat zu erreichenden Kundenservicecenter. „Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser wichtigstes Erfolgskapital. Sie sind der Garant für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, betont Michael Wellershaus. Daher setzt die Stadtsparkasse Remscheid weiterhin auf eine bedarfsgerechte Ausbildung in den Berufen Bankkaufmann/- frau, Versicherungskaufmann/-frau, IT-Kaufmann/-frau und Kaufmann/ Kauffrau für E-Commerce.

Das Jahr 2019 in Zahlen

  • Bilanzsumme per 31.12.2019: 1.610 Millionen Euro
  • Kreditvolumen: 1.170 Millionen Euro
  • Anlagevermögen: 1.671 Millionen Euro
  • Giro- und Tagesgeldkonten: 75.000
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 313 (davon 19 Auszubildende)
  • 17 Geschäftsstellen und SB-Standorte
  • Förderung von 280 gemeinnützigen Projekten mit rund 500.000 Euro

Als Ausbildungsunternehmen bleibt die Stadtsparkasse Remscheid beliebt und hat eine ungebrochen große Anzahl an Bewerberinnen und Bewerbern. Auch in diesem Jahr haben alle Jungangestellten ein Übernahmeangebot bekommen. Die Stadtsparkasse Remscheid ist und bleibt der größte Förderer von gemeinnützigen Projekten vor Ort. Mit rund 500.000 Euro wurden rund 280 Projekte im letzten Jahr unterstützt. Die Zusagequote lag bei rund 94 Prozent. Ohne diese Unterstützung ließen sich viele Vorhaben der Remscheider Vereine, Schulen, Kindertagesstätten und weiterer gemeinnütziger Initiativen nicht verwirklichen.

„Die Zeiten für Banken und Sparkassen, aber auch für die Gesellschaft werden nicht leichter. Da machen wir uns nichts vor“, sagt Michael Wellershaus. Die aktuell guten Geschäftsergebnisse müssten das Fundament für eine gesicherte Zukunft sein, was notwendige wirtschaftliche Entscheidungen einschließe. Die Stadtsparkasse Remscheid nehme die Sorgen der Menschen ernst, etwa wenn es um ihre Altersvorsorge geht – das ist unter anderem ihr Auftrag. Sparkassen wurden nicht zur Gewinnmaximierung gegründet, sondern um wirtschaftliche und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Diese Bedeutung nehme gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Umbrüche wieder zu, erklärt der Vorstandsvorsitzende. So sei man sowohl für die Bevölkerung als auch für den Mittelstand vor Ort ein verlässlicher Partner in Zeiten eines härter werdenden globalen Wettbewerbs.

IHK-Ehrenpräsident Friedhelm Sträter 70 Jahre alt

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Friedhelm Sträter, Ehrenpräsident der Bergischen IHK, feierte vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag im Kreis seiner Familie und zahlreicher Wegbegleiter. Der 1950 in Solingen geborene, gelernte Industriekaufmann übernahm 1968 nach dem Tod seines Vaters den väterlichen Betrieb, die Sträter Stanzerei GmbH. Neben seinem unternehmerischen Wirken war Friedhelm Sträter ehrenamtlich in außerordentlicher Weise engagiert. Von 1989 bis 2013 war er Mitglied der IHK-Vollversammlung. Von 1993 bis Mitte 1997 war er IHK-Vizepräsident und von 1997 bis 2013 war er Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid. Darüber hinaus wirkte er viele Jahre beispielsweise im Bezirksausschuss Solingen oder im Ausschuss für Industrie, Technologie und Umwelt mit und setzte sich intensiv für den Solingen-Schutz ein. Sämtliche Ämter übte er stets mit viel „Herzblut“ aus.

Sein Augenmerk war beharrlich auf die Stärkung und Profilierung der Wirtschaftsregion Bergisches Städtedreieck gerichtet. Als langjähriger Vizepräsident der Vereinigung der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen (IHK NRW) in Düsseldorf und Mitglied des Vorstands des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Berlin setzte er sich nachdrücklich für die Interessen der Region und ihrer mittelständisch geprägten Wirtschaft ein. Unvergessen bleiben seine Verdienste um das Zusammenwachsen im Bergischen Städtedreieck und seine gelebte Vision von der Bergischen Großstadt. Ferner engagierte sich Friedhelm Sträter ehrenamtlich in den Vorständen und Präsidien zahlreicher industrieller Verbände und Vereinigungen, insbesondere im Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM), wo er einige Jahre das Amt des Vizepräsidenten bekleidet hat.

Friedhelm Sträter war langjähriges Mitglied und Förderer der Wirtschaftsjunioren Solingen e.V., wo er für sein herausragendes Engagement vor einigen Jahren zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Überdies hat er auch die höchste Auszeichnung des Wirtschaftsjunioren- Weltverbandes „Junior Chamber International“ (JCI) erhalten und wurde als „Senator“ ausgezeichnet. Für seinen langjährigen Einsatz für die Bergische Universität Wuppertal wurde Friedhelm Sträter im Jahr 2008 außerdem zum „Ehrenbürger der Universität“ ernannt. Im Jahr 2006 erhielt Friedhelm Sträter für sein Wirken um die Region das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, im Jahr 2012 wurde er dann sogar mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Erhebliche Kostensteigerung beim neuen Berufskolleg

In nichtöffentlicher Sitzung befasst sich heute Abend der Schulausschuss mit dem geplanten Neubau für das Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung. Das soll auf dem so genannten Baufeld 6 am Remscheider Hauptbahnhof entstehen, einem länglichen Grundstück am Anfang der Werkzeugtrasse. Gerüchte darüber, dass der Stadt Remscheid bei diesem Projekt die Baukosten in den Himmel schießen, gab es schon lange. Eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. von heutigen Tage scheint das zu bestätigen. Darin stellt die Ratsgruppe der W.i.R. fest: „Ein Budgetbeschluss von 30 Millionen € im Eilentscheid bei einer Investitionserhöhung um über 50 Prozent ist kein leicht zu nehmender Vorgang, und nachdem die Öffentlichkeit ja mit auf die spannende Suche nach einem Standort genommen worden ist, sollte sie auch erfahren, warum die damaligen Annahmen so nicht mehr zutreffen.“

Die W.i.R. bittet in ihrem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 13.Februar „zur Vorlage 15/7016 den Budgetsteigerungsbedarf von elf Millionen € seit August 2016 detailliert zu erläutern“. Hierbei möge die Verwaltung dann auch die Frage zu beantworten: „Wäre nach Einschätzung der Verwaltung eine analoge Kostensteigerung auch beim Alternativangebot Alleestraße zu erwarten gewesen?“

Mit dem Beschluss des Rates der Stadt zur Auftragsvergabe ist in der Ratssitzung im April zu rechnen. Man darf gespannt sein, ob die Verwaltung schon vorher, also im „laufenden Verfahren“ zu Einzelheiten der Kostensteigerungen Stellung nahmen wird.

S 7: Sperrung Wuppertal Hbf. – Wuppertal-Unterbarmen

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW

In den Nächten von Sonntag, 9. Februar, 22.50 Uhr, auf Montag, 10. Februar, 4.50 Uhr, sowie von Sonntag, 16. Februar, 22.50 Uhr, auf Montag, 17. Februar, 4.50 Uhr, müssen jeweils fünf Zugfahrten der Linie S 7 auf dem Abschnitt Wuppertal Hbf. – Wuppertal-Unterbarmen aufgrund von Bauarbeiten durch die DB Netz AG ausfallen. Sie beginnen bzw. enden daher jeweils in Wuppertal-Unterbarmen. Die ausfallenden Fahrten im Spätverkehr werden durch einen Schienenersatzverkehr mit einem Kleinbus (SEV) ersetzt. Die jeweils letzte Verbindung des Tages verkehrt zu geänderter Fahrzeit (SEV um 0:20 Uhr ab Wuppertal Hbf.). Der Frühzug 29103 (üblicherweise um 4.33 Uhr ab Wuppertal Hbf.) wird durch ein Großraum-Taxi ersetzt (4.26 Uhr ab Wuppertal Hbf.). Der SEV (einschließlich Taxi) hält an den folgenden Haltestellen: Wuppertal Hbf.: Hauptbahnhof, Bussteig 6, und Wuppertal-Unterbarmen: Bahnhof, Bussteig 1. Durch die Nutzung des SEV kann sich die Fahrzeit verlängern. Abellio empfiehlt, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen zu den Fahrten sowie Ersatzhalten in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Reisezeit in dem betroffenen Zeitraum einzuplanen. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten zu informieren

Neun neue Bankkaufleute bei der Volksbank

Die Volksbank im Bergischen Land gratulierte dem Ausbildungsjahrgang 2017 zur bestandenen Abschlussprüfung (von links): Vorstand Lutz Uwe Magney, Personalchef Thomas Willczek, Cornelius Trapp, Lea Flesch, Pierre Theis, Sarah Liebich, Constantin Worring, Jan Schmalenbach, Zoé Lassak, Maurice Hackenberg, Felix Arnold und Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. Foto: Volksbank/Kristina HellwigPressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Über neun neue Mitarbeiter freut sich die Volksbank im Bergischen Land: Mit Sekt, einem kleinen Präsent und vor allem einem Anstellungsvertrag gratulierten die Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney dem Azubi-Jahrgang 2017, dem ersten der fusionierten Volksbank im Bergischen Land, zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. „Wir brauchen Sie und freuen uns auf die nächsten Jahre mit Ihnen“, versicherte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto seinen jungen Kollegen. Lutz Uwe Magney dankte ihnen für besonderes Engagement in zweieinhalb Jahren, die für die Bank selbst nicht alltäglich gewesen seien: 2017/18 waren geprägt vom Zusammenwachsen der vereinten Bank, im vorigen Jahr forderte die Umstellung der Bank-IT alle Mitarbeiter, vom Vorstand bis zu den Auszubildenden, besonders heraus.

Für alle neuen Bankkaufleute hat der Arbeitsalltag bereits angefangen, sie werden in verschiedenen Bereichen der Bank beschäftigt. Nur auf den ersten Blick wirkt das Ausbildungsjahr kleiner als andere: Drei Mitglieder dieses Jahrgangshaben ihre Ausbildung bereits im vergangenen Sommer frühzeitig erfolgreich beendet. Der Jahrgang bleibt aus einem weiteren Grund in besonderer Erinnerung der Bank: Die jungen Frauen und Männerstanden für die aktuellen Ausbildungsvideos vor der Kamera und ermuntern so junge Leute, selbst Volksbanker zu werden.

Im nächsten Ausbildungsjahrgang der Volksbank im Bergischen Land, der im August startet, sind noch Plätze frei. Interessenten wenden sich an Ausbildungsleiterin Ramona Fresen unter Tel. RS 6991602 oder E-Mail ramona.fresen@voba-ibl.de">ramona.fresen@voba-ibl.de.

Bergische Unternehmer sind wieder optimistischer

Bericht der bergischen IHK
über die Ergebnisse der jüngsten
IHK-Konjunkturumfrage, an der
sich 456 Unternehmen mit rund
27.000 Beschäftigten beteiligten.

„Der Abschwung der regionalen Wirtschaft hat sich im letzten Quartal des vergangenen Jahres nicht weiter fortgesetzt. Die Geschäftslage ist zum Jahresbeginn sogar wieder etwas besser geworden. Aktuell bewerten 31 Prozent der Unternehmen ihre wirtschaftliche Situation als gut, 55 Prozent als befriedigend und 14 Prozent als schlecht. Damit hat der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ seit der Herbstumfrage leicht von plus 14,5 auf plus 16,4 zugelegt. Noch wesentlich stärker haben sich die Geschäftserwartungen aufgehellt. Zum Jahresanfang sind wieder mehr Unternehmen optimistisch als pessimistisch. Zwar dürfte das erreichte Beschäftigungsniveau nur knapp gehalten werden. Aber dafür rechnen die Betriebe überwiegend wieder mit steigenden Umsätzen, Erträgen und Investitionen.

Die erwartete Geschäftslage hat sich um 14 Indexpunkte auf plus eins verbessert. Diese positive Entwicklung kann noch nicht als nachhaltig angesehen werden. So ist unklar, ob das Verarbeitende Gewerbe weiter Fahrt aufnehmen wird. Der im letzten Jahr erfolgte Industrieabschwung hat bisher nur den Verkehrssektor voll erfasst. Das weltwirtschaftliche Klima scheint doch etwas stabiler zu sein als von vielen zunächst befürchtet worden war. So hat die britische Unterhauswahl beim Thema Brexit für mehr Klarheit gesorgt. Auch die Teilverständigung zwischen den Vereinigten Staaten und China wird offenbar als gutes Signal gedeutet. Aber der Autoindustrie drohen weiterhin Strafzölle, die den strukturellen Anpassungsprozess erschweren würden. Fasst man die Einschätzungen der regionalen Wirtschaft hinsichtlich der aktuellen und erwarteten Geschäftslage zu einem Konjunkturklimaindikator zusammen, dann ist eine positive Entwicklung unverkennbar.

Insgesamt haben an der Konjunkturumfrage 456 Unternehmen mit 27.000 Beschäftigten teilgenommen. Diese hohe Beteiligung ermöglicht eine differenzierte Auswertung der Unternehmensantworten in regionaler und branchenmäßiger Hinsicht. Gesamtwirtschaftlich liegt derzeit Remscheid mit einem Geschäftslageindex von plus 24 vorn, gefolgt von Solingen (plus 20) und Wuppertal (plus zehn). In allen drei bergischen Großstädten bewerten die Betriebe ihre wirtschaftliche Situation besser als im Herbst 2019. Das gilt auch für die Geschäftserwartungen. Am optimistischsten sehen die Wuppertaler Unternehmen ihre wirtschaftliche Zukunft (plus sieben). So sind auch die Investitionspläne in Wuppertal stärker aufwärts gerichtet als in Solingen und Remscheid. In Solingen (minus drei) und Remscheid (minus fünf) bleiben die pessimistischen Einschätzungen vorherrschend. Auf der anderen Seite fällt auf, dass die Wirtschaft in Remscheid - anders als in den beiden Nachbarstädten -mehr Arbeitsplätze schaffen möchte. Diese Spreizung bei den Ergebnissen hängt damit zusammen, dass sich die einzelnen Wirtschaftszweige unterschiedlich entwickelt haben und sie in den drei Städten nicht gleichermaßen bedeutsam sind. Selbst innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gibt es keinen einheitlichen Konjunkturverlauf. So nahmen die letztjährigen Umsätze der Wuppertaler Industrie wie im Land um drei Prozent ab. Hingegen stiegen die Industrieumsätze in Remscheid um fünf Prozent und in Solingen sogar um sieben Prozent. In Wuppertal ist die Chemieindustrie, die im vergangenen Jahr 11 Prozent ihrer Umsätze verloren hat, mit einem Umsatzanteil von 22 Prozent der größte Industriezweig. In Solingen hat die gut dastehende Schneidwaren- und Besteckindustrie einen wesentlichen Anteil an der relativ positiven Lagebewertung. Für Remscheid wirkt sich günstig aus, dass wesentliche Teile der Kernbranche Maschinenbau nur geringfügig vom Brexit und den Strafzöllen betroffen sind. Der regionale Maschinenbau hat seine Umsätze um neun Prozent steigern können.
 

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Die Nachfrage nach Dauerparkplätzen steigt

Pressemitteilung der Park Service Remscheid GmbH

Die Park Service Remscheid GmbH kann ein weiteres erfolgreiches Jahr verzeichnen. Die Einfahrzahlen bei den Kurzparkern lagen mit 546.500 etwa auf dem Vorjahresniveau. Bei den Dauerparkern konnte die PSR Ende Dezember mit 742 Stellplätzen den Rekord aus dem Vorjahr stabil halten. Die Nachfrage nach Dauerparkplätzen steigt. Derzeit gibt es Wartelisten. Die PSR GmbH besitzt zwei eigene und vier gepachtete Parkobjekte mit einer Stellkapazität von insgesamt 1.143 Stellplätzen.

Viele kleinere Maßnahmen, verteilt auf das ganze letzte Jahr, zeigten eine große Auswirkung auf den Gesamteindruck der Parkhäuser. Investitionen wurden in einem sechsstelligen Bereich getätigt, um die in die Jahre gekommenen Parkobjekte instand zu halten und um sie zu modernisieren. Unter anderem wurde die Einfahrt zur Tiefgarage unter dem Rathausplatz neugestaltet und die Kassenautomaten so eingerichtet, dass es jetzt auch Rollstuhlfahrern bequem und selbstständig möglich ist, barrierefrei ihr Parkticket zu zahlen oder die Wertkarte aufzuladen. „Rollstuhlfahrer profitieren ebenfalls von den neuen Brandschutztüren, die sich jetzt automatisch öffnen lassen“, so Prof. Dr. Hoff-mann, Geschäftsführer der Park Service Remscheid GmbH.

Sona BLW hat Insolvenz in Eigenregie beantragt

Mit Hilfe von Anwälten und eines Sanierungsexperten will die Sona BLW Präzisionsschmiede ihre am 27. Januar beim Amtsgericht in Wuppertal angemeldete Insolvent zu einem guten Abschluss führen. Ziel der so genannten geordneten Insolvenz sei „der Erhalt des Geschäftsbetriebes und somit die Fortführung des Unternehmens in eigener Regie“, teilte das Unternehmen mit, das in Remscheid, Duisburg und München stellt Stahlteile für Autos, Lastwagen, Land- und Baumaschinen oder sowie Eisenbahnen schmiedet. „Mit diesem Insolvenzantrag wurde gleichzeitig die Anordnung der Eigenverwaltung beantragt“, teilte die Geschäftsführung weiter mit. „Mit der geplanten Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren schaffen wir für beide Unternehmen die Basis, sich den zukünftigen, wachsenden Anforderungen des Marktes erfolgreich zu stellen“, erklärte Andreas Stoltze, neuer CEO der Sona BLW Gruppe. Ihm geht es um eine Neuausrichtung des Unternehmen, für die nunmehr der Grundstein zu legen sei, „um die Firma wieder aus ihrer Krisensituation herauszuführen und zu erhalten.“

Ob die Belegschaft mit Entlassungen zu rechnen hat, erfuhr sie in der vergangenen Woche auf einer Betriebsversammlung nicht. Norbert Römmelt, Betriebsratsvorsitzender im Werk Remscheid: „Wir hoffen, dass unsere Geschäftspartner dieses Sanierungsverfahren unterstützen und der Sona BLW Gruppe weiterhin die Treue halten, damit das Traditionsunternehmen in eine neue erfolgreiche Zukunft starten kann!“ Die 590 Mitarbeiter in Remscheid seien von der Insolvenz überrascht worden. Sie sei auf die gegenwärtige Unsicherheit auf dem Automobilmarkt zurückzuführen: Schon gefertige Teile würden von den Automobilkonzerne nicht abgenommen; das habe die Sona BLW zahlungsunfähig gemacht.

An den drei Standorten in Deutschland sind insgesamt 1300 Menschen tätig. 2008 war die zum Thyssenkrupp-Konzern gehörende Präzisionsschmiede GmbH vom Maschinenbaukonzern Sona Group aus Indien gekauft worden. 2014 gelang die Weiterführung des Unternehmens nur dadurch, dass die Mitarbeiter auf einen Teil ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichteten und Überstunden leisteten.