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Der Gewerkschaft über Jahrzehnte die Treue gehalten

Aus welchen Gewerkschaften vor Jahren die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hervorgegangen ist (ÖTV, HBV, IG Medien, DPG und DAG), wussten die Gewerkschafter noch ganz genau, denen der ver.di-Bezirk Rhein-Wupper gestern Abend im Saal des Schützenhauses für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaftsbewegung (25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 65 Jahre und 70 Jahre) dankte. Von den 30 Jubilarinnen und Jubilare aus Remscheid uns Umgebung waren vier seit 25 Jahren Gewerkschaftsmitglied, 17 seit 40, sechs seit 40, zwei seit 65 und einer seit 70.Da wurde Elke Ellenbeck, die Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Remscheid, der sich im Januar mit zehn Mitgliedern neu aufgestellt hatte, fast ein wenig wehmütig (oder andächtig?). Denn sie selbst ist in diesem Jahr gerade mal zehn Jahre lang in einer Gewerkschaft.

In dieser Zeit habe sie erfahren können, wie viel die Gewerkschaften ihren langjährigen Mitgliedern zu verdanken haben, sagte sie zur Begrüßung. Und Sven Wiertz, Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Remscheid, gab ihr Recht, als er herzliche Glückwünsche von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überbrachte. Und daran erinnerte, dass im Saal des Schützenhauses 1995 der ÖTV-Sekretär Willi Hartkopf mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden sei. „Es ist schön, hier heute eine so stattliche Anzahl von Mitgliedern unserer Gewerkschaft für ihre langjährige Mitgliedschaft ehren zu dürfen. Alle haben unserer Organisation über Jahrzehnte die Treue gehalten - und dafür gebührt ihnen ausdrücklicher Dank und Anerkennung!“

Sicher sei es ihnen in den vielen Jahren der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nicht immer leicht gefallen, sich für die Ziele der Gewerkschaft einzusetzen und sich dafür auch in der Öffentlichkeit zu positionieren, sagte Wiertz. Denn: „Wenn man Gutes bewirken will, wird das nicht gleichermaßen von allen anderen auch so gesehen und gutgeheißen. Sicher seid auch Ihr in den vergangenen Jahren häufig mit Unverständnis konfrontiert worden. Aber das hat Euch nicht entmutigt oder gar abgehalten zu Eurer, unserer Gewerkschaft zu stehen. Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Meinungen und dem Widerstreit um den richtigen Weg. Im Arbeitsleben braucht es aber eines starken Zusammenhalts. Die einzelne Stimme bliebe ansonsten ungehört. Deshalb sind Gewerkschaften gleichermaßen wichtig und richtig. Sie sind Stützen unserer Gesellschaft, in der durch die betriebliche Mitbestimmung auch das Wirtschaftsleben demokratisch verfasst sein soll. Freie Gewerkschaften sind Ausdruck einer lebendigen Demokratie in unserem Staat!“

Unter den Jubilaren seien gewiss viele, die im Laufe ihrer Mitgliedschaft am eigenen Leibe erfahren hätten, wie wichtig es sei, geschützt zu werden, wenn man eine unbequeme Meinung hat und diese auch öffentlich vertritt, meinte der Stadtdirektor. Die langjährige Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sei ein Zeichen gelebter Solidarität, und Engagement und Solidarität seien ihr Motor. Das passende Zitat dazu hatte Wiertz beim französischen Schriftsteller Moliere gefunden: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Also tun wir was und zwar gemeinsam!“ So könne es gelingen, unsere Gesellschaft gerechter und lebenswerter zu machen. Aber da habe die Gewerkschaft noch viel zu tun, so Sven Wiertz weiter:

„Wenn wir uns heute in Deutschland, in Europa und in der Welt ein wenig umschauen, dann müssen wir feststellen, dass Vieles aus den Fugen zu geraten scheint. Italien fährt wider besseren Wissens einen riskanten Verschuldungskurs, die USA kündigen Atomwaffensperrverträge, und die Debatten zum Dieselfahrverbot und den Betrügereien einiger Automobilkonzerne finden keinen Schlusspunkt. Errungenschaften, die wir als Gewerkschaften erkämpft haben, müssen wir verteidigen. Ich denke dabei zum Beispiel an sichere Arbeitsplätze und meine damit in erster Linie unbefristeten Arbeitsverhältnisse. Was ist das für ein Leben, wenn ein Arbeitnehmer ständig von Kündigung und Arbeitslosigkeit bedroht ist, wo bleibt da das Gefühl von Sicherheit? Sicherheit - für sich und seine Familie? Was bedeutet es, wenn der Lohn so niedrig ist, dass man davon kaum leben kann, und was bedeutet das für die spätere Höhe der Rente? Das sind Themen, für die es sich für uns Gewerkschafter immer wieder lohnt aktiv zu sein, nicht aufzugeben und nach vorne zu gehen. Populistische Parolen, Hetze, Hass und Rassismus greifen um sich und bereiten so den Nährboden für brutale Gewalttäter und geistige Brandstifter. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer – und gerade die Schwachen der Gesellschaft drohen dabei unter die Räder zu kommen. Das Grundversprechen unserer sozialen Marktwirtschaft, nämlich mit guter Arbeit, ein auskömmliches Einkommen zu haben, das auch ausreicht, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren oder langfristig ein kleines Eigentum in Form eines Hauses oder einer Wohnung aufzubauen, gilt für eine wachsende Zahl von Menschen in unserem Land nicht mehr. Dieser Widerspruch gefährdet den inneren Zusammenhalt unseres Staates und spaltet die Gesellschaft. Aber weil ein geteiltes Haus keinen dauerhaften Bestand haben kann, ist es so ungemein wichtig, diese Tendenzen klar zu benennen und für Veränderungen zu streiten. Dafür bedarf es einer starken und selbstbewussten Demokratie – und genau deshalb auch starker und durchsetzungsfähiger Gewerkschaften, deren Teil die heutigen Jubilarinnen und Jubilare seit 25, 40, 50, 65 und 70 Jahren sind!“

Austausch mit Japan vermittelte Einblicke

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Es war ein gegenseitiges Kennenlernen vergangene Woche in Japan: Der Standort Nordrhein-Westfalen stellte sich Wirtschaft, Vertretern von Forschung und Regierungsstellen in Japan vor – die Delegation aus NRW lernte vor Ort Unternehmen und Innnovationstrends kennen. Unter der Leitung des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart bereiste eine 25-köpfige NRW-Delegation Tokyo, Fukushima, Kyoto und Osaka. „Es war eine sehr konzentrierte Reise mit einem eng getakteten Programm und einer Vielzahl von Eindrücken, die wir hier bei uns und in Kooperation mit dem Ministerium auswerten werden“, beschreibt Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH seine Eindrücke.

Elektromobilität stand im Zentrum des Austausches auf dem German-Japanese-Smart-Mobility-Symposium zum Auftakt der Reise. Minister Pinkwart betonte auf der Veranstaltung, NRW mit Partnern aus Japan zum führenden Elektromobilitätsstandort in Europa weiterentwickeln zu wollen. Themen waren unter anderem der Ausbau der Ladeinfrastruktur, Autonomes Fahren, innovative Geschäftsmodelle und neue Fertigungskonzepte. In Gesprächsrunden mit japanischen Unternehmen ging es zudem um konkrete Möglichkeiten der Kooperation mit der Automobilindustrie.

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Einzelhändler aus der Lenneper Altstadt haben Sorgen

In einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep haben sich 16 Gewerbetreibende aus der Lenneper Altstadt Lennep kritisch zu den Rahmenbedingungen geäußert, unter denen der Einzelhandel in der Lenneper Altstadt nach ihren Erkenntnissen seinen Geschäften nachgeht. Zitat: „Seit Jahren leidet der Einzelhändel in der Lenneper Altstadt unter Baustellen in und um Lennep. Das Weinfest bringt weitere Umsatzverluste. Dieses Jahr durch eine Veranstaltung des Lenneper Sommers und die Verlegung des Wochenmarktes über fast fünf Wochen auf einen Parkplatz ohne Wasser und Toilette außerhalb der Innenstadt haben die Umsatz-Verluste dramatisch zugenommen. Durch Aufschütten von Sand wurden über Wochen sinnlos die einzigen nahen Parkplätze blockiert.“ Fehlende innerstätischen Parkplätze und der verlegte Wochenmarkt hätten die Laufkundschaft reduziert und zu einer weiteren Verödung der Innenstadt geführt. Die Politik erwarte durch den Bau des DOC eine Belebung der Lenneper Innenstadt und eine Stärkung des Lenneper Handels – „falls es ihn bis dahin nach solchen Aktionen noch gibt.“

Die Verwaltung erkennt darin die Sorgen und Befürchtungen der Unterzeichner, „dass unter den geschilderten Umständen möglicherweise sogar ihre Existenz nachhaltig in Frage gestellt werden könnte“, hat den Brief aber dennoch nicht zur Beratung auf die Tagesordnung der BV-Sitzung am 31. Oktober gesetzt mit der Begründung, es handele sich nicht um eine Eingabe im Sinne des § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, sondern um eine Situationsbeschreibung aus Sicht der Verfasser, die „lediglich der Unterrichtung der Bezirksvertretung“ diene.

Azubis bauten Nistanlage für Wildbienen

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Arbeitshandschuhe statt Schlips und Anzug, Freiluft-Baustelle statt Schreibtisch – die Volksbank-Azubis des dritten Ausbildungsjahres erlebten jetzt einen ganz besonderen Arbeitstag. Zusammen mit Reiner Malcher und seinen Kollegen von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) bauten sie auf dem TBR-Gelände an der Lenneper Straße ein Bienenhotel für erdnistende Bienen. Für die etwa 90 Quadratmeter große Anlage wurden rund 40 Tonnen Sand bewegt, die Azubis bauten Trockenmauern und stapelten Totholzhaufen, pflanzten Kräuter und Blumen, damit die Bienen später auch Futter finden. Für die Stadt Remscheid ist es nach der Anlage von Blühflächen und dem Aufhängen von kleineren Bienenhotels ein weiterer Schritt, mit dem Projekt „Remscheid brummt“ dem Insektensterben entgegenzuwirken. Und für die Auszubildenden der Volksbank im Bergischen Land war es der praktische Abschluss ihres Jahresprojekts, den sie selbst organisiert hatten. Interessierte können sich die Wildbienen-Anlage bei den TBR anschauen. Sie ist ein Pilotprojekt, sagt Reiner Malcher, dem weitere folgen sollen. Schließlich nisten 75 Prozent aller heimischen nestbauenden Bienenarten im Erdboden.

Jeder Ausbildungsjahrgang der Volksbank bearbeitet in seinem Abschlussjahr selbstständig ein besonderes Projekt. Der Jahrgang 2016 hatte sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit voranzutreiben und durch weniger Papierverbrauch die Umwelt zu schonen. Die jungen Banker wollten ihr Kunden für das elektronische Postfach begeistern: Kontoauszüge und Mitteilungen werden auf digitalem Weg an die elektronischen Postfächer geschickt – das spart Papier, und weil sich das Postfach im geschützten Bereich des Online-Bankings befindet, ist es auch besonders sicher, erklärt Anna Siegers.

Und wo kommen die Bienen ins Spiel? Die Kunden müssen der Freischaltung des Postfachs zustimmen. Zu Beginn des Projektes hatten die Azubis angekündigt, für jede Freischaltung einen Euro für „Remscheid brummt“ zu spenden. Aufgerundet konnten sie bei ihrem Arbeitseinsatz einen Scheck über 1.000 Euro übergeben. Der Praxistag mit den TBR sei dem Wunsch entsprungen, auch selbst etwas für den Umweltschutz zu tun, sagt Clara Schröder. Viel Spaß hat es obendrein gemacht.

 

 

Einladung zum Sparen mit Eisbär Mats

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zur Jugendsparwoche lädt die Stadtsparkasse Remscheid auch in diesem Jahr ins Kundencenter Alleestraße und in alle Geschäftsstellen ein. Vom 29. Oktober bis 2. November 2018 können die Spardosen geplündert und das Münzgeld auf die Konten eingezahlt werden. Dabei sind die Einzahlungen für Minderjährige kostenlos. Erstmals unterstützt die Stadtsparkasse im Rahmen der Jugendsparwoche drei gemeinnützige Zwecke in Remscheid, die Kinder und Jugendliche im Blick haben. Für jede Einzahlung werden fünf Euro anteilig an die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e. V., an Möhrchen e. V. sowie an den Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes gespendet. „Diese drei Organisationen leisten ganz wichtige und hervorragende Arbeit für die Kinder in unserer Stadt. Die möchten wir auf diesem Weg gerne fördern“, betont Sparkassen-Sprecher Markus Kollodzey.

Doch selbstverständlich sollen auch die jungen Kunden für ihren Spareifer belohnt werden. In diesem Jahr können sie zwischen dem Plüschtier Eisbär „Mats“, dem KNAX-Memo-Spiel und einem Kugelschreiber wählen. Zudem gibt es ein weiteres Highlight: Am Weltspartag (Dienstag, 30. Oktober) ist Comic-Zeichner Roberto Freire von 14 bis 18 Uhr im Kundencenter Alleestraße zu Gast und wird sich beim Zeichnen über die Schulter schauen lassen. Gerne erstellt er für die jungen Sparkassen-Besucher ihre persönliche Comiczeichnung, die mit nach Hause genommen werden darf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Uns als Stadtsparkasse ist die Jugendsparwoche sehr wichtig. Damit möchten wir der jungen Generation den Wert des Sparens nahebringen, der auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase seine Berechtigung hat. Denn wer regelmäßig etwas zurücklegt, sorgt vor und kann sich nach entsprechender Zeit einen größeren Wunsch erfüllen. Diese Botschaft möchten wir vermitteln“, erklärt Markus Kollodzey. Der Weltspartag war auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress (Weltvereinigung der Sparkassen) im Oktober 1924 in Mailand von Vertretern aus 29 Ländern beschlossen worden und wurde von den europäischen Sparkassen am 31. Oktober 1925 erstmalig begangen.

Svenja Ehlers leitet Sana-Klinikum ab 1. April

Svenja Ehers.Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Wechsel in der Geschäftsführung des Sana-Klinikums Remscheid: Dr. Holger Praßel verlässt das Sana-Klinikum Remscheid auf eigenen Wunsch und im Einvernehmen mit dem Unternehmen zum 30. März 2019, um sich neuen beruflichen Herausforderungen , zu stellen, unter anderem als selbstständiger Unternehmensberater. Svenja Ehlers übernimmt den Staffelstab von Dr. Holger Praßel.  „Dr. Holger Praßel hat das Sana-Klinikum Remscheid in den letzten Jahren zu einem seriösen, erfolgreichen Gesundheitsversorger für die Remscheiderinnen und Remscheider und darüber hinaus auch im Bergischen Land gemacht, das mit seinen spezialisierten Fachabteilungen über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt wird und dessen Patienten- und Geburtenzahlen weiter steigen. Wir danken ihm für die geleistete Arbeit und wünschen ihm weiterhin alles Gute für seinen zukünftigen beruflichen Weg“, so Christian Engler, Regionalgeschäftsführer der Region NRW.

Svenja Ehlers wird neue Geschäftsführerin des Hauses an der Burger Straße. Die 46-Jährige kann auf zahlreiche Erfahrungswerte im Krankenhauswesen sowie in der Leitung von Gesundheitseinrichtungen blicken. Neben leitenden Tätigkeiten bei Agaplesion und der Universitätsmedizin Göttingen war sie zuletzt als kaufmännische Direktorin und Prokuristin am Klinikum Kassel, dem größten kommunalen Krankenhaus der Maximalversorgung in Hessen, tätig. Ehlers wird bereits zum 1. November antreten, damit ein reibungsloser Übergang ermöglicht werden kann. (Barbara Skondras)

Jobcenter soll Alleinerziehende qualifizieren

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbandes Remscheid

45 Prozent der Alleinerziehenden in Nordrhein-Westfalen sind auf Hartz IV angewiesen. Das ist deutlich mehr als in jeder anderen Familienform. Alleinerziehende verfügen im Schnitt seltener über eine berufliche Ausbildung als andere Hartz-IV-Bezieher. In Remscheid haben Zirka 90 Alleinerziehende in Hartz IV im März 2018 keinen Schulabschluss (21%), ca. 300 keinen Berufsabschluss (79%). Der Remscheider DGB-Vorsitzende Peter Lange fordert deshalb einen verstärkten Einsatz für die Qualifizierung von Alleinerziehenden durch die Jobcenter: „Die fehlenden Abschlüsse können durch die Situation bedingt sein. Wenn das Kind oder die Kinder vor oder während einer Ausbildung geboren werden, dann ist der Abschluss nicht immer einfach. Ein Abschluss ist jedoch das A und O am Arbeitsmarkt. Arbeitslose Alleinerziehende brauchen mehr Unterstützung – egal, ob sie ihren Schulabschluss nachholen, eine Ausbildung machen oder sich beruflich weiterbilden wollen.

Vor allem müssen die finanziellen Rahmenbedingungen während der Weiterbildung verbessert werden. Wir brauchen einen Zuschlag auf Arbeitslosengeld oder Hartz IV, wenn eine Weiterbildung gemacht wird, damit sich der Abschluss der Weiterbildung mehr lohnt als ein kurzfristiger Job im Niedriglohnbereich. Das könnte politisch auch sehr schnell beschlossen werden, wenn der Zuschlag noch ins laufende Gesetzgebungsverfahren zum ‚Qualifizierungschancengesetz‘ aufgenommen wird. Die Praxis zeigt auch, dass Teilzeit-Ausbildungen am besten geeignet sind, um berufliche Fortschritte und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Arbeitsagenturen und Jobcenter haben das erkannt, sollten dieses Instrument aber noch stärker fördern, Unternehmen sollten sich stärker öffnen.“

Das passt: Grünbedachung und Solarenergie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energien Bergisch Land (AG EEBL) stellte vor wenigen Tagen auf der Kläranlage Kohlfurth des Wupperverbandes mehr als 40 Fachleuten die erfolgreiche Kombination von Gründächern und Solarenergie vor. Der Klimawandel wird im Laufe dieses Jahrhunderts insbesondere in den Städten für eine Erhöhung der sommerlichen Wärmebelastung und zur Ausbildung sogenannter Wärmeinseln führen. Die daraus resultierenden gesundheitlichen Probleme betreffen besonders ältere Menschen und kleine Kinder. Dachbegrünungen tragen neben anderen geeigneten Maßnahmen zur Milderung dieser Effekte bei, indem sie der sommerlichen Überhitzung entgegenwirken und Regenwasser zurückhalten. So werden die Folgen des Klimawandels in der Stadt abgemildert.

Die positive Wirkung einer Dachbegrünung besteht unter anderem darin, dass im Sommer eine Aufheizung der darunterliegenden Räume abgemildert wird. Anders als ein Bitumendach, das bis zu 80 Grad Celsius heiß werden kann, erwärmt sich eine extensive begrünte Dachfläche auf maximal 35 Grad Celsius. Vor Anlage einer Dachbegrünung müssen die Statik, der allgemeine bauliche Zustand des Daches (dicht, nicht sanierungsbedürftig und mit guter Wärmedämmung) sowie eventuelle Anforderungen aus dem Denkmalschutz beachtet werden. Möglich ist eine Kombination von Gründächern, Photovoltaik-Anlagen und  Regenrückhaltesystemen, die bis zu 80 Liter je Quadratmeter Regenwasser speichern können und somit auch einen Beitrag zur Minderung der Auswirkungen von Regenereignissen und zur Abkühlung der Lufttemperatur beitragen.

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Lassen wir das Küken doch erst einmal piepsen!

Die Waterbölles-Glosse

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In aller Munde war vor zehn Jahren das „Schaufenster der Wirtschaft“. Kaum verging ein Tag, an dem Baudezernent Helmut Kennepohl nicht eine neue Sau durchs Dorf trieb, um das Thema wach zu halten und die heimischen Unternehmer, die er sich als Sponsoren wünschte, wachzurütteln. Gebracht hat es bekanntlich nichts. Denn immer dann, wenn Anmutungen gegen Fakten in einen Wettstreit treten, gewinnen am Ende die Fakten. Die Anmutungen zerplatzen wie eine Seifenblase.

Das möchte ich Peter Heinze nicht wünschen. Der Technische Beigeordnete will mit einem „echten Kracher“ von der Immobilienmesse Expo Real in München nach Remscheid zurückgekommen sein. Das schreibt heute der RGA in seinem Aufmacher auf der ersten Lokalseite in einem fünfspaltigen Artikel, der von der Bergischen Morgenpost übernommen  wurde. Zitat aus dem RGA: „Wie und wo er zündet“ (gem. ist der Kracher) „mochte der Baudezernent ... (noch) nicht verraten. Nur so viel ist klar: Der Kracher ist ein Investor, Projektentwickler oder Unternehmer, den Heinze auf der Expo Real ...getroffen hat“. Aha!

Sagen wir mal so: Unterhaltungswert ungenügend, Nachrichtenwert mangelhaft! Oder: Eine Sau, die keine Beine hat, kann nicht laufen. Manches muss halt erst wachsen, bis es wert ist, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Peter Heinze tut deshalb gut daran, das Ei mit der guten Nachricht erst einmal auszubrüten. Wenn das Küken dann geschlüpft ist und (in einer ordentlichen Pressekonferenz im Rathaus) ein erstes Mal piepst, bekommt es unsere volle Aufmerksamkeit.

Bergische Wirtschaft weiter in der Hochkonjunktur

Pressemitteilung der bergischen Industrie- und Handelskammer

„Die bergische Wirtschaft läuft noch auf vollen Touren!“ So fassten gestern Thomas Meyer, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge die Ergebnisse der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage zusammen. Daran hatten sich diesmal mehr als 440 Unternehmen mit fast 25.000 Beschäftigten beteiligt. „Aktuell sprechen 90 Prozent von einer guten oder befriedigenden Situation“ so Meyer und Wenge. Der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ halte sich auf einem sehr guten Wert von plus 34.

Vergleiche man die Konjunkturlage in den drei Bergischen Großstädten miteinander, bleibe es bei Unterschieden: Der Lageindex liege in Remscheid bei plus 40, in Wuppertal bei plus 34 und in Solingen bei plus 31. Grund hierfür seien die lokal unterschiedlichen wirtschaftlichen Schwerpunkte. „Die Solinger Industrie ist stark auf die schwächelnden Autohersteller ausgerichtet, während Wuppertal viele erfolgreiche Dienstleistungs- und Großhandelsunternehmen hat. Remscheid profitiert von einer äußerst erfolgreichen Exportindustrie – insbesondere im Bereich Maschinenbau“ erläuterten die IHK-Chefs.

Insgesamt aber läuft die bergische Industrie hervorragend, das zeigt der Branchenvergleich. Mit einem Index von plus 45 liegt die Branche wieder vor den Sonstigen Dienstleistungen mit plus 41. An dritter Stelle liegen jetzt die Kreditinstitute mit plus 29. Das Verkehrsgewerbe fällt mit einem deutlich abgesackten Wert von plus 20 auf den vierten Platz zurück, gefolgt vom Handel mit einem Indexwert von 18.

Tendenziell gewinne das Inlandsgeschäft zunehmend an Bedeutung. Das hängt mit der guten deutschen Konjunktur und der steigenden Kaufkraft der Konsumenten zusammen. „Neben den Umsätzen haben sich auch die Erträge vieler Betriebe aufwärts entwickelt. Dank der guten Ertragslage können die Unternehmen ihre Investitionen in höherem Maße mit eigenen Mitteln finanzieren“ so Meyer und Wenge. Trotz der Unsicherheit bezüglich möglicher kommender Handelsrestriktionen (Strafzölle, harter Brexit) bleibe die bergische Wirtschaft insgesamt gelassen und optimistisch. Die Mehrheit der Unternehmen wolle mehr investieren und zusätzliches Personal einstellen. Allerdings fehlten mittlerweile oftmals die geeigneten Bewerber, und zwar über alle Qualifikationsniveaus hinweg. „Die bergischen Betriebe werden auch aus diesem Grund ihre eigenen Ausbildungsanstrengungen deutlich erhöhen“, betonten Meyer und Wenge abschließend.