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Neue Allee schneller planen als bisher vorgesehen

Die Zukunft der Alleestraße beschäftigt Politik und Bürgerschaft schon seit langem. Für die CDU ist klar: Die Alleestraße brauche zur Neubelebung Autoverkehr. Die Remscheider Grünen „möchten die Zukunft der Alleestraße modern, nachhaltig und lebensfreundlich gestalten und fordern daher die Umsetzung eines Sofortprogramms und die Prüfung von Perspektiven für die Alleestraße“. Zur Sitzung des Rates am 28. März haben sie dazu einem umfassenden Antrag eingebracht mit dem Ziel, unter Berücksichtigung von potentiellen Fördermitteln (z.B. Städtebauförderung, Heimatförderung) folgende Sofortmaßnahmen auf der Alleestraße umzusetzen:

  • Die Alleestraße wird zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (Gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, z.B. Fahrräder, Inline-Skates, Skateboards, elektrisch betriebene oder unterstützte Fahrräder (E-Bikes, Pedelecs), (E-)Tretroller, Hoverboards, Segways®, etc. freigegeben. Dabei werden folgende ordnungsrechtliche Maßnahmen geprüft/berücksichtigt und durch den Kommunalen Ordnungsdienst kontrolliert: Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für den nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, Einhaltung von Schritttempo durch alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Vorrang für die/ den jeweils schwächere/n Verkehrsteilnehmer*in, Anpassung und Durchsetzung der Ordnungssatzung, Verkehrs- und Ordnungsregeln werden mittels Schildern und Piktogrammen gut sichtbar und international verständlich kommuniziert, Unterstützung des KOD durch städtische Streetworker.
  • Unter Einbeziehung der Stadtwerke Remscheid werden Ladesäulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Pedelecs, E-Bus, etc.) eingerichtet.
  • Unter Einbeziehung der TBR und/ oder der Arbeit Remscheid werden Hochbeete für Urban Gardening Projekte eingerichtet und der Bevölkerung auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.
  • Die Stadt stellt eine mobile Spielebox zur Verfügung und wirbt hierfür in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugend ehrenamtliche Kümmerer, z.B. aus dem Kreise der Geschäftstreibenden. Der Aufbau von provisorischen Sitzgelegenheiten wird geprüft.
  • In Absprache mit der ISG und den Geschäftstreibenden wird im gesamten Bereich Alleestraße/ Markt freies W-LAN zur Verfügung gestellt.
  • Die Brunnen werden wieder in Betrieb genommen. Die Stadt bemüht sich weiterhin/ erneut um die Anwerbung von Sponsoren, hierzu werden u.a. Gespräche mit den Stadtwerken, der Stadtsparkasse und der GEWAG aufgenommen.
  • Die Sondernutzungsgebühren werden in Absprache mit der Bezirksregierung zunächst ausgesetzt.
  • Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung empirisch begleitet und nach Abschluss regelmäßig, erstmals nach zwei Jahren, anhand zuvor festgelegter Indikatoren (u.a. Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz und -verweildauer, Umsatz, Öffnungszeiten, Leerstandsquote) belastbar evaluiert.

Der Standpunkt der Grünen

„Seit zwei Jahren läuft ein von der Stadt unterstützter und von Experten moderierter bürgerschaftlicher Prozess zur Aufwertung der Remscheider Innenstadt. Neben der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, haben engagierte Remscheiderinnen und Remscheider, unter Beteiligung von Politik und ISG, einen Maßnahmenkatalog zur Aufwertung der Alleestraße entwickelt. Anstatt diesen bürgerschaftlichen Prozess nun durch eine Öffnung für den Autoverkehr zu unterlaufen, sollten Rat und Verwaltung gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die vorgeschlagenen Maßnahmen schneller, als bislang geplant, umzusetzen."

Die Verwaltung solle die beschleunigte Umsetzung der von Bürgerschaft und Anliegern gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Aufwertung der Alleestraße im Rahmen der Städtebauförderung, heißt es in dem Antrag weiter. Sie soll ferner die Einrichtung von Spielgelegenheiten und Spielplätzen, zusätzlichen Sitz- und Aufenthaltsbereichen sowie Maßnahmen zum Schutz vor Sonne, Wind und Niederschlag prüfen.

In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Integrationsrat und dem Jugendrat sollen jeweils zielgruppenorientierte Maßnahmenkataloge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Schaffung zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Straßenraums erarbeitet werden.

Und auch eine „Gastro-Strategie“ schlagen die Grünen vor. Die könne die Stadtverwaltung unter Einbeziehung von ISG, Geschäftstreibenden, Gastronomen und der Initiative „MyViertel“ erarbeiten: „Heute kämpfen auch diese Großunternehmen mit sich verändernden Wettbewerbsbedingungen, maßgeblich angetrieben durch den wachsenden Onlinehandel. Mit diesem Wandel verlieren insbesondere die Stadtzentren der Mittel- und Unterzentren zunehmend ihre Funktion als zentrale Einzelhandelsstandorte. Angesichts dieser Entwicklung hilft es niemandem, sich an Konzepte und Weisheiten des vergangenen Jahrhunderts zu klammern. Vielmehr müssen neue Funktionen für unsere zentralen urbanen Räume gesucht und entwickelt werden. Im Sinne einer lebendigen Stadt wollen wir dabei jedoch den Charakter unseres Stadtzentrums als Treffpunkt der Stadtgesellschaft erhalten.“

Auch die folgenden Prüfaufträge gehören zum Antrag der Grünen:

  • Die Verwaltung nimmt Gespräche mit der Gewag auf mit dem Ziel, mittel- bis langfristig den Rückbau aller drei Pavillons zu prüfen. („Die drei in den 90ern auf der Mitte der Alleestraße errichteten Pavillons sind aus Sicht vieler Experten ein Mahnmal der verfehlten Stadtentwicklungspolitik früherer Jahre. Sie zerschneiden den öffentlichen Raum und die ästhetisch wie räumlich wichtige Achse zur stadtbildprägenden Stadtkirche. Dadurch bilden sie physische Barrieren zwischen der oberen und unteren Alleestraße, die beide Funktionsräume in ihrer Entwicklung von einander abgekoppelt haben und so im Laufe der Zeit auch zu sozialen Barrieren wurden.“)
  • Die Verwaltung prüft die Umwandlung des Übergangsbereichs Alleestraße/ Fastenrathstraße / Daniel-Schürmann-Str./ Hindenburgstraße in einen sogenannten „Shared Space“ unter Einbeziehung von Fördermöglichkeiten.
  • Die Verwaltung prüft die Einrichtung eines (u.U. selbstfahrenden) E-Shuttles zwischen Markt und „Zange“ bzw. Theodor-Heuss-Platz. In diesem Zusammenhang werden Gespräch mit den Stadtwerken, der ISG, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderung (BSW) und der Bergischen Universität (Kompetenzzentrum „Autonomes Fahren“) aufgenommen.
  • Die Verwaltung prüft, welche öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr mittelfristig im Bereich der unteren Alleestraße angesiedelt werden können und welche Voraussetzungen hierfür zu schaffen sind.
  • Die Verwaltung prüft in Rücksprache mit der Bezirksregierung alle verfügbaren Instrumente des Planungs- und Baurechts, mittels derer eine langfristige städtebauliche Rahmenplanung unter Mitbetrachtung des Gebäudebestands umgesetzt werden kann. Hierzu zählen u.a. die Ausweisung eines Sanierungsbereichs oder städtebaulichen Entwicklungsbereichs und/oder eines Leerstandmanagements, insbesondere mit Blick auf die Wohnungen.
  • „Die aktuelle Diskussion über die Öffnung der Alleestraße für den Autoverkehr läuft allen anerkannten Konzepten einer modernen und nachhaltigen Stadtentwicklung zuwider“, heißt es in der Antragsbegründung. „Immer mehr Städte in Deutschland, Europa und weltweit diskutieren über autofreie Innenstädte und eine Stadtentwicklung, die anstelle des Autos endlich wieder die Menschen und ihre Lebensqualität in den Mittelpunkt rückt. In Remscheid wollen Teile der Politik dagegen die bestehende Fußgängerzone für den motorisierten Individualverkehr (MIV) öffnen. Eine solche Politik ist nicht nur von vorgestern, sie bedient dabei auch noch Einzelinteressen. Denn die Autofahrer*innen in unserer Stadt beklagen weder die aktuelle Verkehrsregelung, noch die Parkraumsituation.“

Die Vielen, die gar kein Auto besäßen, hätten vom Vorschlag der ISG ohnehin keinerlei Nutzen, dafür aber umso mehr Einschränkungen zu erwarten, so die Grünen. Keine der zurzeit diskutierten Zukunftsvisionen für die Alleestraße würde von mehr Autoverkehr und Parkplätzen profitieren, weil beides den Anforderungen an ein lebenswertes Umfeld längst nicht mehr entspreche. Unabhängig davon welche Ideen sich durchsetzen – ob gehobenes und generationenübergreifendes Wohnen, Einzelhandel, die Ansiedlung von Gastronomie oder öffentlich Einrichtungen - Autoverkehr wäre ein Störfaktor für die Menschen und die Aufenthaltsqualität auf der Allee. „Statt einer aufgewärmten und rückwärtsgewandten Notlösung, brauchen wir eine ehrliche Diskussion über die Perspektiven unserer Innenstadt und, davon abgeleitet, über eine moderne und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Alleestraße. Unser Ziel ist es, eine Innenstadt zu bewahren, die allen Menschen in Remscheid als sozialer Treffpunkt und zivilgesellschaftlicher Gestaltungs- und Entfaltungsraum dient.“

Praxisbeispiele, wie z.B. die Stadt Hasselt in Belgien, belegen nach Auffassung der Grünen, dass autofreie Innenstädte Einzelhandel, Gastronomie, Fremdenverkehr und die Lebensqualität insgesamt, heute mehr denn je begünstigen. „So tragen sie auch entscheidend zur Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Heimatstadt bei. Denn immer mehr Bürger*innen leiden unter den Folgen des Autoverkehrs und erleben Luftverschmutzung und Lärm als nur schwer erträglich. Autoverkehr macht das städtische Leben für die meisten Menschen nicht attraktiver, er erstickt es buchstäblich. Daher möchten wir die Alleestraße zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr öffnen. Flankiert wird diese Öffnung von klaren Regeln (Schritttempo, Vorrang für Schwächere, Ordnungssatzung), deren Durchsetzung durch den KOD gewährleistet wird, und weiteren zügig umzusetzenden Maßnahmen zur Förderung der Aufenthaltsqualität, der Nutzungsmöglichkeiten und von Handel und Gastronomie. Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung in Bezug auf Indikatoren wie Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz, Umsatz, Entwicklung von Geschäftszeiten und Leerstandsquoten etc. belastbar evaluiert.“

Neuer Förderverein startet aktive Spendenakquise

Neuer Förderverein nimmt sich der Produktionsschule an“, titelte der Waterbölles am 4. Juli 2018. Tags zuvor hatten acht sozial engagierte Remscheider Bürgerinnen und Bürgern in den Räumen der Arbeit Remscheid gGmbH den neuen Förderverein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen” gegründet. Mit dem allgemeinen Ziel der Förderung von Jugendhilfe, Erziehung und Berufsbildung und mit der besonderen Aufgabe, die seit 2016 bei der Arbeit Remscheid gGmbH bestehende Produktionsschule „Catering & Eingemachtes" zu unterstützen. Deren Existenz war damals durch gestrichene Fördergelder der schwarz-gelben Landesregierung in Gefahr. Zum Glück sprang das Remscheider Jobcenter in die Bresche und sicherte ab 1. September für zunächst ein Jahr die Finanzierung des Projekts von 600 Euro je Teilnehmer und Monat (mit der Option auf weitere zwei Jahre). Das lobte der Förderverein (Vorsitzender Lothar Sill, stellvertretende Vorsitzende Jutta Velte, Kassiererin Erden Ankay-Nachtwein und die beiden Beisitzer Brigitte Neff Wetzel und Thomas Neuhaus) auf seiner gestrigen Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der „Catering-Küche“ der Produktionsschule und berichtete des Weiteren, dass die Finanzbehörde die Gemeinnützigkeit des Verein bestätigt habe. Mit anderen Worten: Dem Einwerben von Fördermitteln / Spenden, sprich: einer aktiven Spendenakquise steht nichts mehr im Wege.

„Eine erste Spende von einer Privatperson über 620 Euro haben wir schon bekommen“. freute sich Lothar Sill. Demnächst will der Verein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen e.“ (IBAN-Konto-Nummer: DE11 3405 0000 0012 1068 78) an Stiftungen in Remscheid herantreten, die gemeinnützig tätig sind und die Remscheider Produktionsschule unterstützen könnten. Und natürlich werden auch weitere Mitglieder gerne aufgenommen. Denn jeder Euro zählt: Der Mitgliedsbeitrag beträgt 120 Euro pro Jahr für natürliche Personen und 240 Euro für juristische (Firmen, Verbände etc.). Berufstätige junge Menschen bis 27 Jahre werden für 30 Euro im Jahr aufgenommen, Arbeitslose unentgeltlich. „Interessenten sind herzlich willkommen bei der nächsten Mitgliederversammlung am Dienstag, 26. März, um 17 Uhr bei der Arbeit Remscheid gGmbH, Freiheitstraße 83a“, betonte gestern deren Geschäftsführer Ralf Barsties. Er hält das Projekt der Produktionsschule nach wie vor für dringend erforderlich angesichts von 400 Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27, die in Remscheid wegen fehlender Qualifikationen keine Zukunftsperspektive haben und aktuell arbeitslos sind. Das unterstrich auch Erden Ankay-Nachtwein: „40 bis 60 Jugendliche verlassen in Remscheid jedes Jahr die Schule ohne irgendeinen Abschluss. Wie bleiben die denn!?“

Die Remscheider Produktionsschule hat Platz für zwölf junge Leute zwischen 17 und 25 Jahren (oft mit schwierigem sozialem Hintergrund), die eine allgemeinbildende Schule ohne ausreichende Betriebs- und Ausbildungsreife verlassen haben und denen das Jobcenter so genannte mehrfache arbeitsmarktliche Vermittlungshemmnisse (Motivation/Einstellung, Schlüsselqualifikationen, soziale Kompetenz) attestiert. Derzeit kümmern sich in der Produktionsschule der gelernte Koch Jan de Buhr sowie zwei Sozialarbeiter (in Teilzeit) um die Förderung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen von acht jungen Menschen, um sie für eine Berufsausbildung oder eine anschließende weitere, speziellere Berufsförderung fit zu machen. Dass vier Plätze derzeit unbesetzt sind, kann daran liegen, dass das Jobcenter sich an den von ihr finanzierten Klienten „Produktionsschule“ erst noch gewöhnen muss. Von einem bürokratischen Hemmschuh wollte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern allerdings nichts wissen und zeigte sich zuversichtlich.

Dass sich die acht „Produktionsschüler“ selbst Gedanken  gemacht haben, wie der neue Förderverein der Einrichtung helfen könnte, hat Lothar Sill und seine Vorstandskollegen beeindruckt: „Das sind doch gute Ideen – ein Spendenlauf im Stadtpark, ein Sommerfest mit Tombola (Catering), jeweils verbunden mit leckerem Essen aus der Produktionsschule, und ein Charity-Essen mit Show-Cooking!“ All das könnte den Förderverein in der Öffentlichkeit bekannter machen und und vor allem der Produktionsschule zu Einnahmen verhelfen. Denn das erste gesetzte Ziel, ein Verkaufswagen, der sich bei öffentlichen Veranstaltungen, Sommer- und Stadtteilfesten gut einsetzen ließe (Beispiel: Der Stand auf dem Wochenmarkt im Juni 2018) ist ambitioniert; ein solcher Wagen ist schließlich nicht unter 20.000 Euro (Neuhaus) zu haben.  

 

Vaillant treibt Energiewende und Digitalisierung voran

Pressemitteilung der Vaillant Group

Als einer der weltweiten Markt- und Technologieführer präsentiert der Heiztechnikspezialist Vaillant auf der Branchenmesse ISH 2019 in Frankfurt am Main eine Vielzahl neuer energiesparender und umweltfreundlicher Produkte sowie umfassende Servicedienstleistungen. „Nach einem sehr guten Geschäftsjahr 2018 wollen wir mit einem erweiterten Wärmepumpenportfolio, einer neuen Serie effizienter Brennwertheizgeräte und digitalen Serviceangeboten für Fachhandwerk, Immobilienwirtschaft und Immobilienbesitzer weiter wachsen. Dabei orientieren wir uns konsequent an den Bedürfnissen unserer Kunden“, betonte Dr. Andree Groos, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing und Service der Vaillant Group, auf der gestrigen Pressekonferenz des Unternehmens. Wärmepumpen und effiziente Gas-Heizgeräte seien auch nach 2030 die wesentlichen Säulen des Wärmemarktes, stellte Dr. Groos unter Bezug auf die „Branchenstudie 2018“ des Bundesverbands Wärmepumpe und die „Gebäudestudie“ der Deutschen Energie-Agentur heraus. „Mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sind wir damit ein Teil der Lösung zur Erreichung der weltweiten Klimaschutzziele“, so Dr. Groos.

Mit „ecoTEC exclusive“ stellt Vaillant erstmals ein Produkt aus seiner neuen Generation von Gas-Brennwertgeräten vor. Mithilfe der Ionisationstechnologie werden Gasqualitätsschwankungen ausgeglichen und Gasarten automatisch erkannt. Eine optimale Energieausbeute bei zugleich bester Verbrennungsqualität ist somit gewährleistet.
Die neue Warmwasser-Wärmepumpe „aroSTOR“ nutzt ein natürliches, umweltfreundliches Kältemittel und stellt effizient und umweltschonend Warmwasser mit Wassertemperaturen von mehr als 60°C zur Verfügung. Die „aroTHERM plus“ ist die neue Monoblock-Luft/Wasser-Wärmepumpe von Vaillant. In dem Gerät wird ebenfalls das natürliche Kältemittel R290 eingesetzt, wodurch sowohl die Vorlauf- als auch die Warmwassertemperatur bis zu 75 Grad Celsius betragen können.
Zu den weiteren Neuheiten von Vaillant auf der ISH zählt eine neue Reglergeneration für eBUS-Systeme. Diese Regler sorgen für höchsten Komfort und maximale Energieeffizienz beim Betrieb von Vaillant Heizgeräten. Vaillant präsentiert alle Neuheiten auf der ISH in Frankfurt am Main bis zum 15. März (Stand E 81, Halle 12.1).

Kickoff zum Deutschen Gründerpreis für Schüler

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zwei Teams des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung und ein Team des Röntgen- Gymnasiums nehmen am Gründerpreis 2019 der Stadtsparkasse Remscheid teil und präsentieren ihre Unternehmen und Geschäftsideen. Die drei Schülerteams haben von Januar bis Mai Zeit, eine Geschäftsidee zu entwickeln und ein fiktives Unternehmen zu gründen. Dabei werden sie von einem Lehrer-Coach und einem Unternehmenspaten unterstützt. Am Ende der Spielphase müssen die potenziellen Gründer anhand von Businessplan und Marketingstrategie ihre Unternehmenskonzepte präsentieren. „Wir sind begeistert über die kreativen Ideen der Nachwuchsgründer. Das Thema Startup ist derzeit in aller Munde. Durch den Gründerpreis werden junge Leute frühzeitig motiviert, sich intensiv mit ihren Geschäftsideen auseinanderzusetzen und dafür die notwendigen Strukturen zu entwickeln“, sagt Ann-Kristin Soppa aus dem Bereich Vorstandsstab. Und Silke Weber-Wönkhaus, die das Projekt Gründerpreis in der Stadtsparkasse koordiniert, ergänzt: „Die gesammelten Erfahrungen sind für Schule, Ausbildung und Beruf von großem Wert.“ Wie bereits in den vergangenen Jahren wird das Siegerteam auf lokaler Ebene mit 500 Euro belohnt.

Zum Hintergrund: An Deutschlands größtem Existenzgründer-Planspiel haben seit 1999 über 80.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Sie bearbeiten verschiedene Aufgaben und setzen ihre Geschäftsideen in fiktive Unternehmenskonzepte um. Bei der regionalen Siegerehrung in Düsseldorf werden sodann die zehn besten Teams ausgezeichnet, bevor in Hamburg bei der bundesweiten Ehrung die Sieger gekürt werden. Bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises beim ZDF in Berlin stehen dann die Erstplatzierten auf der Bühne. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler wird von den Initiatoren stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgerichtet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. In der Vergangenheit nahmen verschiedene Remscheider Teams an den überregionalen Wettbewerben teil. Einige von ihnen erreichten sogar die Endrunde in Hamburg. Im Jahr 2005 ging das Team „Morpheus Products“ aus nunmehr ehemaligen Schülern des Röntgen-Gymnasiums als bundesweiter Sieger hervor.

  • Team „FutureStar“ (Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Remscheid): Johannes Maximilian Frenzel, Marvin Lee Valadi-Odina, Vitalij Volosatov, Luka Gregorovic und Luigi Carelli. Die Unternehmensidee: Website und App, welche die Vermittlung von talentierten Sportlern an Vereine ermöglicht.
  • Team „Creative Industry“ (Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Remscheid): Selina Schmitt, Douaae Tissoudali, Mounia Akhallouf, Eileen Ferner, Alparslan Gülpolat und Arlinda Dreshaj. Die Unternehmensidee: Candycrib (Behälter für Chips, Süßigkeiten, Softdrinks und vieles mehr); in verschiedenen Größen erhältlich; geeignet für Festivals, Kinos usw.
  • Team „getAppi.de“ (Röntgen-Gymnasium Remscheid-Lennep): Shayan Ansari, Luca Jungke und Katherina Spieß. Die Unternehmensidee: „getAppi“ hilft den Abiturienten bei der Vorbereitung für den Abiball. Es ist eine einfache Lösung zur Verwaltung für die Zeit bis zum Abiball, sei es für Budgetplanung, Buchhaltung oder hilfreiche Tipps und Tricks für die Planung.

Ohne Frauen keine Technik

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Auch die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal beteiligt sich in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Woche der Ausbildung vom 11. bis 15. März. Das Motto der Aktionswoche lautet „AUSBILDUNG KLARMACHEN“. Bundesweit beteiligen sich alle 156 Arbeitsagenturen und 303 Jobcenter mit täglichen Veranstaltungen, Aktionen, Betriebsbesuchen, Informationstagen oder Ausbildungsbörsen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht die Bedeutung einer betrieblichen Ausbildung – Ziel ist, Jugendliche, junge Erwachsene und Ausbildungsplätze maßgeschneidert zusammenzubringen. Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal rät allen Ausbildungssuchenden und deren Eltern, das besondere Angebot in der Aktionswoche zu nutzen! „Bei der Handwerksbörse am Dienstag, 12. März, und auch bei den Unternehmenspräsentationen können sich junge Menschen in unseren Berufsinformationszentren in Wuppertal und Solingen direkt bei Arbeitgebern und deren Azubis über die Ausbildung in einer Vielzahl von Berufen informieren oder sogar direkt auf die freien Ausbildungsstellen bewerben. Hier finden Jugendliche alle Informationen an einem Ort und können sich umfassend beraten lassen.“

Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal lädt alle Jugendlichen und ihre Eltern sowie ausbildungsinteressierte Erwachsene aus dem bergischen Städtedreieck ein, die Unternehmenspräsentationen und Veranstaltungen in den Räumlichkeiten der Agenturen für Arbeit Remscheid, Solingen und Wuppertal zu besuchen. Die Veranstaltung am Mittwoch, 13. März, 8 bis 12.30 Uhr im Bildungszentrum der Industrie (BZI) in Remscheid, Wüstenhagener Str. 18-26: Ohne Frauen keine Technik. Mädchen und junge Frauen, die die Tätigkeitsfelder Metall und Elektro einmal praktisch ausprobieren möchten, können an mehreren Mitmachstationen ausprobieren, ob ihnen Technik liegt und gefällt. Vorgestellt werden Elektroinstallation, Metallbearbeitung (Gestalte und fertige ein Schmuckstück), 3-D-Druck (So druckt man eine Smartphone-Halterung) und CNC-Technik. Eine Anmeldung ist erforderlich bei Thomas Fehling, Tel. RS 9387494 oder E-Mail t.fehling@bzi-rs.de">mailto:t.fehling@bzi-rs.de.

„Tag des Handwerks“ 2019 im Berufskolleg Technik

"Tag des Handwerks" gestern im Berufszentrum Technik. Foto: Lothar Kaiser Die Obermeister/innen und Lehrlingswarte der Innungen, die der Kreishandwerkerschaft Remscheid angeschlossen sind, haben am Montag, 11. März, von 9 bis 16 Uhr zusammen Geschäftsführer Fred Schulz ihren jährlichen Großeinsatz beim „Tag des Handwerks“ 2019 im Berufskolleg Technik an der Neuenkamper Straße. Dann präsentiert sich das Remscheider Handwerk wieder in elf kleinen, attraktiven „lebenden“ Werkstätten. Eingeladen sind alle Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen aller Remscheider Schulen.

Der Roboter oin der Pausenhalle des Berufskollegs Technik. Foto: Lothar KaiserMit dabei: Bau-Innung, Dachdecker-Innung, Elektro-Innung, Friseur-Innung,  Gebäudereiniger-Innung, die Fachinnung für Metall- und Graviertechnik, Maler- und Lackierer-Innung, Kfz-Innung, SHK-Innung (Sanitär, Heizung, Klima), Tischler-Innung und  Steinmetz- / Steinbildhauer-Innung. Die Kfz-Innung präsentiert eine virtuelle Kfz-Werkstatt, die Metall-Innung eine virtuelle Schweißwerkstatt und das Elektro-Handwerk (auf dem Schulhof) das „TechnikMobil OHM“. Fred Schulz: „Wechseln Sie in der virtuellen Kfz-Werkstatt einen Reifen oder prüfen Sie die Auspuff-Anlage. Können Sie schweißen? Nein, dann üben Sie doch  in der virtuellen Schweißwerkstatt. Oder wie modernisieren Sie intelligent? Das TechnikMobil zeigt es Ihnen!“ Geöffnet haben die virtuellen Werkstätten bis 18 Uhr.

Jeder interessierte Schüler/jede interessierte Schülerin erhält in diesem Jahr wieder eine Tasche mit Info-Material zu den Ausbildungsberufen im Handwerk. Den ganzen Tag über werden Bewerbungen entgegengenommen und der Eingang bestätigt - die Bewerbungen werden an die Innungsmitglieder weitergeleitet. Auch wird ein Verzeichnis über freie Ausbildungsplätze bereitliegen sowie ein Praktikantenatlas.

Kein Fortschritt bei Klageverfahren zum DOC

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV) hat heute der DOC‐Projektkoordinator der Stadt Remscheid, Dietmar Klee, zu den Klageverfahren im Zusammenhang mit dem DOC Remscheid einen aktuellen Sachstandsbericht abgegeben:

In dem Klageverfahren der Stadt Wuppertal gegen die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes ist vom Verwaltungsgericht Düsseldorf immer noch nicht über die seit April 2017 dort vorliegenden Anträge der Stadt Remscheid auf Klageabweisung entschieden worden. Auch liegt bislang kein Termin für eine Gerichtsverhandlung vor. Die Verhandlungen der zwei Klageverfahren gegen die Einziehung von Teilen der Wupperstraße wurden bekanntlich Anfang 2018 vom Verwaltungsgericht Düsseldorf bis zu einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts des Landes NRW in Münster (OVG) in den Normenkontrollverfahren zum Bebauungsplan Nr. 657 ausgesetzt. Hierzu sind folglich die Entscheidungen des OVG abzuwarten.

Von den sieben anhängigen Klageverfahren gegen die erteilten Baugenehmigungen für das DOC inkl. Parkhaus wurde zwischenzeitlich nach dem Tod eines Klägers ein Klageverfahren vom Verwaltungsgericht eingestellt. Insgesamt sind danach dann noch sechs Klageverfahren von vier Klägern gegen die erteilten Baugenehmigungen beim Verwaltungsgericht Düsseldorf anhängig.

Zentraler Ausgangspunkt im weiteren Projektfortschritt zum DOC Remscheid sind folglich die drei anhängigen Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan Nr. 657 vor dem OVG. Von den jeweiligen Antragstellern werden darin insbesondere Verstöße gegen Ziele der Raumordnung sowie Festsetzungs‐ und Abwägungsfehler vorgetragen. Außerdem wird von ihnen angeführt, dass die Grundlagendaten der damaligen Verträglichkeitsanalyse nicht aktuell waren und neuere Entwicklungen im Einzelhandel nicht berücksichtigt wurden.

Nach Auffassung der Prozessbevollmächtigten der Stadt Remscheid und des Investors McArthurGlen liegen die vorgetragenen Mängel und Fehler nicht vor. Gleichwohl hat die Stadt Remscheid aus Gründen äußerster Rechtssicherheit die vorgetragenen Behauptungen fachlich überprüfen lassen. Zu diesem Zweck wurde eine neue Verträglichkeitsanalyse in Auftrag gegeben, die auf neu erhobenen aktuellen Einzelhandelsdaten basiert und die vermeintlichen Kritikpunkte konkret aufgreift.

Die seit Ende Februar 2019 im Entwurf vorliegende neue Verträglichkeitsanalyse bestätigt, dass die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 657 und damit auch das geplante DOC Remscheid städtebaulich verträglich sind. Nach Auswertung und Abstimmung mit den Prozessbevollmächtigten wird die neue Verträglichkeitsanalyse dem Rat der Stadt zur Kenntnis und Fassung eines Bestätigungsbeschlusses vorgelegt.

Durch die leider nur sehr verzögert erfolgte Begründung des Normenkontrollantrages der Stadt Wuppertal (Antrag vom 4.12.2017, Begründung vom 16.11.2018) ist in den Normenkontrollverfahren zum Bebauungsplan Nr. 657 beim OVG ein großer Zeitverlust entstandenen. Um diesen Zeitverlust etwas kompensieren zu können und schnellstmöglich eine Entscheidung des OVG in den anhängigen Normenkontrollverfahren zu erhalten, soll die Antragserwiderung der Stadt Remscheid möglichst noch vor Ostern 2019 dem OVG zugehen. Um dies zu erreichen, ist für die Fassung eines Bestätigungsbeschlusses folgender Beratungsverlauf vorgesehen:

In der Sitzung des Haupt‐, Finanz‐ und Beteiligungsausschusses (HFB) am 14. März werden die wesentlichen Inhalte der Verträglichkeitsanalyse mündlich präsentiert.

  • In einer gemeinsamen Sondersitzung am 4. April werden der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV) und der Haupt‐, Finanz‐ und Beteiligungsausschuss (HFB) über die Inhalte der Verträglichkeitsanalyse informiert und mit der Vorberatung des Bestätigungsbeschlusses durch den Rat befasst.
  • Die Bezirksvertretung Lennep (BV 3) soll sich in ihrer ordentlichen Sitzung am 10. April mit der Vorberatung zum angestrebten Bestätigungsbeschluss befassen.
  • Die Beratung und Fassung des angestrebten Bestätigungsbeschlusses durch den Rat soll dann in einer Sondersitzung des Rates am 11. April erfolgen.

Anschließend werden die Antragserwiderungen der Stadt Remscheid in den Normenkontrollverfahren dem OVG vorgelegt. Die Vorlage für den Bestätigungsbeschluss mit der neuen Verträglichkeitsanalyse wird ab dem 15. März im Ratsinformationssystem der Stadt Remscheid öffentlich bereitgestellt. Unter Berücksichtigung etwaiger Fristen, die das OVG den Antragstellern dann noch für Stellungnahmen zur Antragserwiderung der Stadt Remscheid einräumt, könnten dann die mündlichen Verhandlungen in den Normenkontrollverfahren durch das OVG terminiert werden. Wann diese Terminierung durch das OVG erfolgt, kann leider nicht gesagt werden. Selbstverständlich wird sich die Stadt Remscheid bemühen, im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine frühestmögliche Terminansetzung durch das OVG zu erreichen.

Oberbürgermeister Mast‐Weisz ist überzeugt, dass die von den Antragstellern und Klägern in den Normenkontroll‐ und Klageverfahren vorgetragenen Bedenken und Verstöße nach sachgerechter Würdigung von den Gerichten zurückgewiesen werden und danach dann zügig mit dem Bau begonnen wird. „Die neue Verträglichkeitsanalyse bestätigt die städtebauliche Verträglichkeit der Festsetzungen des Bebauungsplanes und damit des geplanten DOC.“

Das weitere Verfahren wird vom Investor McArthurGlen vollständig mitgetragen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Stadt Remscheid dem Investor McArthurGlen am 22. Februar zwei vom Investor beantragte Nachtragsbaugenehmigungen erteilt hat, mit denen verschiedene Details insbesondere hinsichtlich Beleuchtung, Schallschutz und Betriebszeiten der in 2017 erteilten Baugenehmigungen präzisiert werden.

Zukunftssichere Ausbildungsberufe stellen sich vor

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Seit mehr als zehn Jahren bildet das Diakonische Bildungszentrum (DBZ) Bergisch Land bereits Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Ergotherapeuten aus. Das zwölfjährige Bestehen feiert das DBZ in diesem Jahr mit einem Tag der offenen Tür: am Freitag, 8. März, von 14 bis 18 Uhr. Dann haben interessierte junge Menschen die Möglichkeit, in beide Ausbildungsberufe hineinzuschnuppern und sich mit Auszubildenden und Dozenten zu unterhalten.

Die Besucher können in der Krankenpflegeschule im Mutterhaus sowie in der Schule für Ergotherapie im Raabe-Haus (beide Gebäude befinden sich unterhalb der Kirche, Remscheider Straße 76) an Lernstationen Dinge ausprobieren, die zum Ausbildungsalltag gehören. Man wolle Schüler für die Ausbildungen zum Ergotherapeuten sowie Gesundheits- und Krankenpfleger begeistern, denn Ausbildungen im Gesundheitssektor sind zukunftssicher, schließlich werden gut ausgebildete Fachkräfte immer gebraucht.“ Neben dem selbst Ausprobieren wird es auch einen Besuch von Hotte Hömma, einem Patienten-Kabarett, geben. Die Besucher können zudem Bilder in einer Foto-Box machen. (Michaela Düngen)

Änderung im Regionalplan stärkt Haltepunkt Honsberg

Um mehr Wohnbauland und wohnbauliche Entwicklungspotenziale geht es der Bezirksregierung in Düsseldorf bei der 1. Änderung des Regionalplans vom 13. April 2018. Entsprechend der nach oben korrigierte Bevölkerungsvorausberechnung sich für den Regierungsbezirk Düsseldorf ein Mehrbedarf an Wohneinheiten. Für Remscheid ergeben sich daraus zusätzliche „Innenentwicklungspotenziale“, wie es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 7. März heißt. „Gemäß dem aktuellen Sachstand gibt die Regionalplanungsbehörde die ... Stadtteile Mitte, Stachelhausen und Honsberg ...in die 1. Regionalplanänderung ‚Mehr Wohnbauland am Rhein“ ein. Für diesen Bereich habe die Stadt Remscheid ein Potenzial von 1.300 neu bzw. wieder in Wert gesetzten Wohneinheiten definiert. Zwar werde für Remscheid weiterhin ein Bevölkerungsrückgang angenommen, „jedoch findet dieser bereits auf einem deutlich höheren Niveau statt“.

Für die Stadtteile Mitte, Stachelhausen und Honsberg sieht die Stadtverwaltung folgende Vorteile: „die Zentralität, ein beabsichtigter neuer Haltepunkt des Schienenpersonennahverkehrs, vorhandene Wohnungsleerstände und die Lage in einem Gebiet der Städtebauförderung“. Von der in einem Bewertungsschema (Verkehrsaufwand und -belastung, ökologische Konflikte, Infrastruktur, Brachflächen etc.) möglichen Höchstzahl von 100 Punkten bringt es der Stadtteil Mitte auf 76,8, der Stadtteil Stachelhausen auf 73,9 und der Stadtteil Honsberg auf 65,15 Punkte. „Die Stadt Remscheid ist mit dieser Planungsabsicht einverstanden, da ein bestehender zentraler Stadtbereich für die weitere Wohnstandortentwicklung bestätigt wird und dadurch zudem die Planungsabsicht eines neuen Schienenpersonennahverkehr (SPNV)-Haltepunktes zwischen den Stadtteilen Honsberg und Kremenholl unterstützt wird“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Wohnungsleerstände im Januar 2018 gemäß Stromzählerauswertung

  • Stadtmitte: Von 1534 Wohneinheiten sind 136 unbewohnt (Leerstandsquote 8,9 Prozent)
  • Stachelhausen: Von 2131 Wohneinheiten sind 154 unbewohnt (Leerstandsquote 7,2 Prozent)
  • Honsberg: Von 1401 Wohneinheiten sind 281 unbewohnt (Leerstandsquote 20,1 Prozent)

Gesamt: 5066 Wohneinheiten, 571 unbewohnt (Leerstandsquote 11,3 Prozent)

Beabsichtigte langfristige Erneuerungen/Entwicklungen

  • Stadtmitte: 300 Wohneinheiten, davon ca. 65 neu
  • Stachelhausen: 500 Wohneinheiten, davon ca. 30 neu
  • Honsberg: 500 Wohneinheiten, davon ca. 25

Gesamt: 1300 Wohneinheiten, davon ca. 120 neu.

Stadt zur Zusammenarbeit mit der Gründerschmiede

Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 7. März hat die Verwaltung die Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 14. Januar vorgelegt. Auslöser dafür war, dass die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Remscheid hat die jüngste Untersuchung von Creditreform bzw. das darin genannte Minus von 20 Firmen als „Weckruf“ und „Alarmsignal“ für Remscheid bezeichnet hatte. Politik und Verwaltung müssten mehr für die Gründerkultur tun, da im vergangenen Jahr die Zahl der Insolvenzen die der Neugründungen von Unternehmen überbetroffen habe, so die CDU.

Frage 1: Wie erklärt sich die Verwaltung das? Wo liegen nach Ansicht der Verwaltung die Ursachen? Wie will man gegensteuern?

Antwort: Bei der Interpretation ist zu beachten, dass Gewerbemeldungen Absichtserklärungen sind. Den Statistikern liegen keine Informationen darüber vor, ob das an- bzw. abgemeldete Gewerbe auch tatsächlich ausgeübt wird bzw. wurde. Auch Übernahmen und örtliche Veränderungen von bestehenden Betrieben bringen eine Anmeldung mit sich, ebenso z.B. der Gesellschaftereintritt. Somit sind Gewerbemeldungen nur zum Teil mit Neuerrichtungen oder gar Existenzgründungen gleichzusetzen. Zudem heißt Insolvenz nicht zwingend, dass ein Unternehmen zerschlagen wird und Arbeitsplätze verloren gehen. Der Einstieg von Investoren und eine Fortführung des Unternehmens, i.d.R. jedoch einhergehend mit einem Verlust von Arbeitsplätzen, sind möglich.

Der Saldo von Gewerbean- und -abmeldungen in Remscheid war in den letzten Jahren schwankend (Quelle: IT.NRW): 2012: - 76; 2013: - 78; 2014: - 8;  2015: + 48; 2016: + 2; 2017: - 55. Für das Jahr 2018 meldet die Creditreform ein moderates Minus von 20 Unternehmen (Differenz zwischen neu gegründeten Unternehmen und solchen, die abgemeldet wurden oder in die Insolvenz gegangen sind).

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat in Remscheid seit 2010 kontinuierlich zugenommen (Quelle: BA Statistikstelle):2010: 39.892 Beschäftigte; 2017: 44.897 Beschäftigte. Dementsprechend hat sich die Arbeitslosenquote in Remscheid sehr erfreulich entwickelt bis zu einem Wert von 6,9 % im Dezember 2018 (Quelle: BA Statistikstelle). Aus den Werten lässt sich eine sehr stabile bis wachsende konjunkturelle Lage ablesen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin sehr gut bis hervorragend, auch wenn sich eine leichte Trendwende der seit Jahren wachsenden Wirtschaftslage abzeichnet. Aus dem hohen Beschäftigungsgrad und der starken Nachfrage nach Arbeitskräften resultieren eine sinkende Arbeitslosenquote und folgend ein geringerer Druck zur Firmengründung aus einem sicheren Angestelltenverhältnis oder der Arbeitslosigkeit heraus.

Der Standort Remscheid verfügt über einen guten Grundstock an Gründungsinfrastruktur- und –kultur. Hervorzuheben ist der Verein Gründerschmiede Remscheid, der seit seiner Gründung wichtige neue Impulse für die Gründerszene in Remscheid setzen konnte. Zu den Angeboten der Gründerschmiede zählen Coworking-Arbeitsplätze, Gründerstammtische, Gründerberatungen, Gründerevents, Gründerausflüge, Gründerworkshops, etc. Die Vernetzung mit Wirtschaftsakteuren und Forschungseinrichtungen aus Remscheid bietet den Gründern schnelle und unbürokratische Hilfe. Bei der Beratung und Betreuung von Gründern arbeiten die Gründerschmiede und die Wirtschaftsförderung Remscheid eng zusammen. So ist in dieser Kooperation z.B. die Gründermappe entstanden, die einen Überblick über Grundbausteine und wichtige Anlaufstellen zur Unternehmensgründung in Remscheid gibt. Weiterhin findet quartalsweise eine Gründerberatung des Bergischen StarterCenters in Remscheid, wechselnd in den Räumlichkeiten der Gründerschmiede und der Wirtschaftsförderung, statt.

Ein weiteres Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen der Gründerschmiede und der Wirtschaftsförderung Remscheid ist die Bewerbung von Gründungen aus Remscheid bei Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Herr Altmaier hat die Initiative „GO! – GründungsOffensive“ gestartet. In einem gemeinsamen Brief sind Herrn Altmaier Gründer aus Remscheid vorgeschlagen worden, welche auf in ganz Deutschland stattfindenden Regionalkonferenzen als erfolgreiche und beeindruckende Gründungen vorgestellt werden sollen. Eine Rückmeldung aus dem Bundewirtschaftsministerium ist erfolgt, und die Gründer aus Remscheid sind gelistet. Somit stehen die Chancen gut, dass der Gründerstandort Remscheid überregional Aufmerksamkeit erfährt.

Weitere Impulse für die Gründerszene in Remscheid konnten durch folgende Events erreicht werden: Innovationstheater Remscheid; 4. Bergischer Innovations- und Bildungskongress 2017; Workshop „Digitale Gründung / Start-Up Ökosystem im Bergischen Land“ unter Mitwirkung der Gründerschmiede.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in Remscheid mittlerweile mehr als ein zartes Pflänzchen an Gründungsinfrastruktur und –kultur gibt. Die „Szene“ ist aktiv und erfährt zunehmend Zulauf und Aufmerksamkeit. Die Stadtverwaltung wird die Gründerschmiede bei ihrem geplanten nächsten Schritt, der Etablierung eines Gründerzentrums, unabhängig vom Mikrostandort mit allen Kräften unterstützen, um das Gründungsgeschehen in Remscheid zu verfestigen und weiter voran zu treiben.

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Besichtigung des Blockheizkraftwerkes der Stadtwerke

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der städtische Fachdienst Umwelt lädt in Kooperation mit der EWR GmbH alle Remscheider Unternehmen herzlich zu der Informationsveranstaltung „Energieeffiziente Werkstatt – Besichtigung des Blockheizkraftwerkes der Stadtwerke Remscheid GmbH“ ein. Die kostenfreie Veranstaltung findet am Dienstag, 12. März, von 15 bis 17.30 Uhr bei den Stadtwerken Remscheid, Neuenkamper Straße 81-87, statt. Um Anmeldung bis zum 7. März wird gebeten (Nicole Schulte, Tel. RS 163344, E-Mail nicole.schulte@remscheid.de">nicole.schulte@remscheid.de).

Als beratender und planender Ingenieur wird Stefan Schmidt (EWR GmbH) praxisnah  über die energieeffiziente und umfassende Modernisierung der Buswerkstatt der Stadtwerke Remscheid GmbH berichten. Bei der anschließenden BHKW-Anlagenbesichtigung werden die bei der Hallenbeheizung, Belüftung und Wärmeverteilung umgesetzten Maßnahmen sowie das Zusammenwirken der Wärme- und Strom erzeugenden Komponenten aufgezeigt. Welche Dienstleistungen die EnergieAgentur.NRW den Unternehmen diesbezüglich anbietet, wird Rüdiger Brechler (EnergieAgentur.NRW) aufzeigen.

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Arbeitsmarkt kommt wieder in Bewegung

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Januar um 504 auf 25.172 gesunken. Gegenüber dem Vorjahr waren 2.622 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat wieder deutlich angezogen – im Februar wurden in allen drei Städten deutlich mehr freie Stellen als noch im Januar gemeldet. „Am schwächsten ist der Rückgang der Arbeitslosenzahl in Remscheid ausgeprägt. Die Zahl der jungen Arbeitslosen ist insgesamt – im Gegensatz zu anderen Regionen – zurückgegangen und liegt aktuell um 5,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit knüpft auch das Jahr 2019 an die gute und anhaltende Arbeitsmarktentwicklung der Vorjahre an, von der zunehmend auch langzeitarbeitslose Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren können“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Aktuell sind in Remscheid 4.230 Menschen arbeitslos gemeldet, 436 (9,3 Prozent) Personen weniger als im Februar vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 7,1 Prozent. Im Januar 2019 lag sie bei 7,2 Prozent und im Februar 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 8,0 Prozent. Es meldeten sich 1.048 Personen im Februar neu oder erneut arbeitslos und 1.099 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im Vergleich zum Januar 2019 waren 47 (1,1 Prozent) Menschen weniger arbeitslos gemeldet, es meldeten sich 110 mehr Männer und Frauen als im Monat zuvor neu arbeitslos, aber 313 Personen mehr als im Vormonat konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Die Remscheider Arbeitgeber meldeten im Februar 378 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden damit 1.458 Arbeitskräfte gesucht, das sind 296 (25,5 Prozent) Stellen mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Januar 2019 wurden der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal 114 (43,2 Prozent) neue Arbeitsstellen mehr gemeldet. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in den Berufs-gruppen der Metallerzeugung, –bearbeitung und Metallbau; in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; im Bereich Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, der Lagerwirtschaft und der Lebensmittelherstellung.

Zur Jugendarbeitslosigkeit: Aktuell sind 401 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat elf (2,8 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 16 Personen (3,8 Prozent) gesunken.

Zur Langzeitarbeitslosigkeit: Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken. Aktuell sind 1.740 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 360 (17,1 Prozent) Personen weniger als vor einem Jahr.

Zur Unterbeschäftigung: Insgesamt sind im Februar 5.899 Menschen unterbeschäftigt – 551 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt in Remscheid 9,7 Prozent. Im Februar 2018 lag sie bei 10,9 Prozent. „Erfreulich ist der starke Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr, wozu die anhaltend gute Beschäftigungslage beigetragen hat“, erläutert Martin Klebe.