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Glasfaserausbau schreitet Stück für Stück voran

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid und die Telekom haben die Sommerferien genutzt, um weitere sieben Schulen an das schnelle Glasfasernetz anzuschließen. Über schnelles Internet verfügen jetzt auch diese Bildungseinrichtungen: Grundschule Adolf Clarenbach (Pestalozzistraße), Grundschule Hasenberg (Schneppendahler Weg), Grundschule Kremenholl (Kremenholler Straße), Grundschule Mannesmann (Burger Straße), Grundschule Reinshagen (Schimmelbuschweg), Realschule Alexander-von-Humboldt (Grunerstraße) und das Berufskolleg Käthe-Kollwitz mit seinen Standorten Tersteegenstraße und Freiheitstraße. Außerdem stehen die Förderschule Heinrich-Neumann (Gewerbeschulstraße) und der Neubau des Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung (Schmakaldener Straße) unmittelbar vor dem Anschluss.

Bis auf zwei Schulen sind bereits jetzt alle 44 Remscheider Schulen tiefbautechnisch angeschlossen, sodass dort die Glasfaser in die Leerrohre eingeblasen werden und die Anschlüsse danach an den Schulen freigeschaltet werden können. Bis Weihnachten sollen dann alle Remscheider Schulen ans Netz angeschlossen werden, so Gigabitkoordinator Christian Marré: „Stadt Remscheid und Telekom haben in der Corona-Krise ihre Ausbaustrategie geändert und die schnellen Internetanschlüsse an die Schulen als erste Maßnahmen vorgezogen“.

„Wir müssen für 2023 die Voraussetzungen schaffen, um optional auf Energiekrise oder Corona-Lockdown reagieren zu können, um technisch Homeschooling anbieten zu können“, fordert der Technische Beigeordnete Peter Heinze, in dessen Zuständigkeit der Ausbau des schnellen Internets fällt. Inzwischen sind rund 92,6 Kilometer von 127 Kilometer Leerrohrleitungen verlegt und sogar oberirdisch auf Masten 5,6 Kilometer Strecke verlegt worden. Außerdem sind 130 von insgesamt 202 Netzverteilern aufgestellt.

“Der Glasfaserausbau in Deutschland, aber insbesondere auch in Remscheid und an den Schulen hat für uns höchste Priorität“, sagt Marco Kramer, Leiter Breitband Team Hagen der Telekom Deutschland GmbH. „Der Ausbau ist jedoch eine gemeinsame Kraftanstrengung der Telekom und der Stadt. Ein schneller Ausbau benötigt neben dem Know-How zur Planung, Errichtung und Betrieb der Netze ein Umfeld, welches dies entsprechend ermöglicht. Gemeinsam werden wir die Remscheider Schulen gigabitfähig machen und die Glasfasern in Magenta leuchten lassen“.

Neben den 44 Schulen werden weitere 21 weitere Bildungseinrichtungen, zwei Feuerwehren, ein Verwaltungsgebäude, 3674 Gebäude mit 6294 Haushalten und 729 Gewerbebetriebe mit dem Ausbauprogramm „Weiße Flecken“ ans Glasfasernetz angebunden, bei den Gebäuden sind ungefähr die Hälfte der Adressen an das Rohrleitungsnetz angeschlossen. Es sind bereits rund Dreiviertel der Tiefbauarbeiten in Remscheid abgeschlossen. Bis Ende August 2023 soll das aktuelle Ausbauprogramm durch die Telekom fertiggestellt sein.

Das Förderprojekt „Weiße Flecken“ der Stadt Remscheid (Förderung 18,7 Millionen Euro von Bund und Land NRW) ist seit August 2019 in der Umsetzungsphase. Doch Remscheid plant schon ein weiteres Ausbauprogramm: Die Stadt hat eine Förderung für Beratungsleistungen im Gigabitausbau für das Programm „Graue Flecken“ über 50.000 Euro beim Bund erhalten. Diese Fördergelder werden von der Stadt Remscheid für die Vorbereitung und Umsetzung der Vergabe im geförderten Gigabitausbau genutzt. Der Gigabitausbau im Graue-Flecken-Programm soll dann im Jahr 2023 vergeben werden.

Vier Fragen der CDU an den falschen Adressaten

Die Antwort von Sozialdezernent Thomas Neuhaus auf eine Anfrage der CDU zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am  10. August beginnt grundsätzlich: „Aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) ist gegenwärtig die haus- und fachärztliche Versorgung in Remscheid sichergestellt. Gleichzeitig ist auch auf die sehr gute, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein / Kreisstelle Remscheid und dem Fachdienst Gesundheitswesen zu erwähnen. Insbesondere hat sich in der Vergangenheit der Informationsaustausch in der örtlichen Gesundheitskonferenz, die als gesetzliches Gremium der örtliche Koordinationsebene für die Abstimmung und Steuerung aller Gesundheitsangelegenheiten zuständig ist, als hilfreich erwiesen.“ Die gute Zusammenarbeit habe sich auch in der Corona-Krise bewährt. Um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu gewährleisten, komme es aber auch darauf an, die Aufgaben/Zuständigkeiten der jeweiligen Akteure zu beachten:

  • Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte stellen die ambulanten medizinischen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sicher.
  • Die KVNO Düsseldorf stellt als Körperschaft des öffentlichen Rechts gemäß § 75 Abs. 1 und § 73 Abs. 2 SGB V die grundsätzliche flächendeckende ärztliche, psychotherapeutische und zahnärztliche Versorgung sicher.
  • Dem Fachdienst Gesundheitswesen obliegen die Aufgaben nach dem „Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen (ÖGDG NRW)“. Hier sind u.a. zu nennen: Kinder- und Jugendgesundheit, Infektionsschutz, Hygieneüberwachung und Umweltmedizin

Frage der CDU: „Entspricht es den Tatsachen, dass in Lennep bis Ende dieses Jahres zwei weitere hausärztliche Praxen schließen werden? Ist der Verwaltung dies bekannt? Wenn ja: Wann hat die Verwaltung hiervon erfahren?
Antwort: Die Altersstruktur der in Remscheid tätigen Ärztinnen und Ärzte ist nicht explizit bekannt. Sofern Ärztinnen und Ärzte den Praxisbetrieb einstellen möchten, besteht nicht die Pflicht der Praxisbetreiber, dies der Verwaltung mitzuteilen. Die Wahrscheinlichkeit besteht, dass Arztpraxen den Betrieb in absehbarerer Zeit einstellen. Auf Grund dieser möglichen Entwicklung wurde bereits in der Vergangenheit im Rahmen des Projekts „Komm-Doc“ Bemühungen unternommen, dass sich Ärztinnen und Ärzte in Remscheid niederlassen. Der Erfolg des Projektes blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück.
In der Vergangenheit wurde die Problematik des möglichen Ärztemangels in Remscheid bereits im Ausschuss „Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege“ und mit der Vorsitzenden der kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein - Kreisstelle Remscheid - Dr. med. B. Stiel-Reifenrath thematisiert.
Aus gegebenem Anlass hat der Ausschuss „ASGWP“ den Wunsch geäußert, dass eine verantwortliche Vertretung der KVNO Düsseldorf in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses „ASGWP“ die Aufgaben und Maßnahmen zur Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung darstellt und für die Diskussion mit den Vertreterinnen und Vertretern der politischen Partien im Ausschuss zur Verfügung steht. Entsprechende Einladungen für die Ausschusssitzung am 31.08.2022 sind ausgesprochen worden. Zusagen der KV Nordrhein und der Vorsitzenden der Kreisstelle Remscheid sind erfolgt.

Frage der CDU: Wie soll die hausärztliche Versorgung in Lennep künftig sichergestellt werden?
Antwort: Da die Möglichkeit der Vergabe/Besetzung von Arztsitzen für die Verwaltung nicht besteht, ist diese Frage mit Vertretern der KV Nordrhein in der Sitzung des Sozialausschusses am 31. August zu erörtern.

Frage der CDU: Wie ist die Situation in den übrigen Praxen in Lennep? Geraten die dortigen Ärzte und Mitarbeiterinnen an ihre gesundheitlichen Grenzen und an ihre Kapazitätsgrenzen? Gibt es hierzu Informationen bzw. Rückmeldungen an die Verwaltung? Müssen Patientinnen und Patienten notgedrungen abgewiesen werden, weil die übrigen Praxen „überlaufen“?
Antwort: Die personelle Situation in den Arztpraxen in Lennep ist nicht bekannt. Inwieweit diesbezügliche Informationen bei der KV Nordrhein vorliegen, kann nicht beurteilt werden.

Frage der CDU: Mit welchem Konzept will die Verwaltung gegen diesen Missstand vorgehen?
Antwort: Grundlegend haben die Kassenärztlichen Vereinigungen die ambulante ärztliche Versorgung zu sichern und zu verbessern. Dies geschieht auf der Grundlage der Bedarfsplanung. Sie legt fest, wie viele Ärzte einer bestimmten Fachrichtung für die optimale Versorgung einer Region notwendig sind. Das Ziel der Bedarfsplanung besteht darin, in bestimmten Regionen eine Über­- oder Unterversorgung mit ärztlichen Leistungen zu verhindern. Inwieweit eine stadtteilbezogene Bedarfsplanung erstellt wird, entzieht sich der hiesigen Kenntnis und wird von Vertretern der KVNO in der vorgenannten Sitzung des Ausschusses „ASGWP“ zu beantworten sein. Insgesamt kann gesagt werden, dass der vorgenannte Versorgungsauftrag in der Zuständigkeit der KV liegt. Die Verwaltung hat letztendlich keine Möglichkeit steuernd auf die ärztliche Versorgung in bestimmten Stadtteilen einzuwirken.

 Beratung über Ausbildung beim Einkaufen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Jugendliche, die noch in diesem Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, können sich auf rund 1200 offene Ausbildungsplätze im Bergischen Städtedreieck bewerben. Unter dem Motto „Abflug in Ausbildung“ führt der „Bergische Ausbildungskonsens“ seit 2021 ein ganzes Bündel von Maßnahmen im Bereich der Beruflichen Orientierung durch. Ein Baustein ist dabei in diesem Monat die Beratung beim Einkaufen durch Beraterinnen und Berater in den Fußgängerzonen. Gut sichtbar und hörbar positionieren sie sich zum Beispiel am Mittwoch, 3. August, von 11 bis 14 Uhr am Allee-Center in Remscheid.. Vertreterinnen und Vertreter der Jobcenter, der IHK, der Handwerkskammern, Ausbilderinnen und Ausbilder aus den Unternehmen – sie alle stehen Schülerinnen und Schülern sowie Eltern Rede und Antwort. Vor Ort können sich Jugendliche auch die vielen freien Ausbildungsangebote, die an der Wäscheleine hängen, direkt mitnehmen.

Die Beraterinnen und Berater informieren nicht nur darüber, wo welche Ausbildungs- oder Praktika-Plätze zu finden sind. Sie erklären auch, was mit welchen Berufen zu erreichen ist. Auch gibt es Tipps zur Ausbildungsplatzsuche: Welche Voraussetzungen brauche ich für spezielle Berufe? Was verdiene ich im ersten Ausbildungsjahr? Wie läuft die Bewerbung ab? Völlig unkompliziert und ohne Termin kann das Angebot wahrgenommen werden.

Sechs neue Auszubildende im Verbund der Stadtwerke

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Zum diesjährigen Ausbildungsbeginn am 1. August begrüßten Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann, die Ausbildungsleiterin Anka Schneider sowie die Ausbildungskoordinatorin Ricarda Tellmann die  sechs neuen Auszubildenden des Unternehmensverbundes. Gemeinsam mit ihren Angehörigen erhielten die „Neuen“ einen Überblick über die einzelnen Gesellschaften des Unternehmensverbundes und die verschiedenen Ausbildungsberufe. Anschließend erkundeten sie im Rahmen einer Rundfahrt das H 2O, die Staumauer der Eschbachtalsperre sowie verschiedene Werkstätten und die Leitwarte des Verbundes. Um als Team zusammenzuwachsen, werden die Azubis Ende August ein paar spannende Tage an der Bever- und der Neyetalsperre verbringen, bevor sie am 25. August beim EWR-Firmenlauf das Unternehmen sportlich vertreten werden.

Als einer der großen Ausbildungsbetriebe im Bergischen Land ermöglicht der Stadtwerke Remscheid Verbund Auszubildenden eine qualifizierte Ausbildung in verschiedenen Berufsbildern. „Damit sorgen wir selbst – auch in angespannten Zeiten - für kompetenten Nach- wuchs, um unseren geschäftspolitischen Anspruch an erstklassige Dienstleistung gerecht zu werden sowie einen hohen Qualitätsstandard zu sichern. Unsere umfangreichen Ausbildungsaktivitäten sind somit im Interesse aller Beteiligten gute Investitionen in die Zukunft der Menschen und der Unternehmen sowie ein Beitrag für den Aus- bildungs- und Arbeitsmarkt in Remscheid“, betont Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der Unternehmen im Stadtwerke Remscheid-Unternehmensverbund.

Bei der EWR GmbH werden junge Leute in den Berufen Industriekauffrau/-mann, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Fachinformatiker/in für Systemintegration und Rohrleitungsbauer/in ausgebildet. Bei den Stadtwerke n Remscheid (SR) werden Kfz -Mechatroniker/innen sowie Fachkräfte im Fahrbetrieb ausgebildet. Im H2O kann der Beruf eines Fachangestellten für Bäderbetriebe erlernt werden. Zum Ausbildungsbeginn 2022 starten insgesamt sechs neue Auszubildende im Verbund ihren neuen Lebensabschnitt. Davon sind zwei Kfz-MechatronikerInnen bei der SR, zwei Rohrleitungsbauer bei der EWR und ein Fachangestellter für Bäderbetriebe im H2O. Zurzeit werden im Unternehmensverbund insgesamt 17 junge Leute ausgebildet.

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BZI begrüßt mehr als 160 Azubis zur Grundausbildung

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI)

Mehr als 160 Auszubildende aus etwas mehr als 50 Unternehmen des Bergischen Landes starten ihre Grundausbildung im Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI). „Wir liegen damit entgegen dem Trend deutlich über dem Vorjahresniveau. Das belegt die Bedeutung des BZI als kompetenten und übergeordneten Partner der heimischen Wirtschaft“, sagt BZI-Geschäftsführer Alexander Lampe. Im BZI lernen die Azubis in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr all das, was für ihr späteres Berufsbild grundlegend ist. Mit diesem Wissen gut ausgerüstet, setzen sie dann ihre Ausbildung in ihren jeweiligen Ausbildungsbetrieben fort.

„Die Grundausbildung ist sehr zeit-, personal- und betreuungsintensiv. Das kann nicht jeder Betrieb in vollem Umfang leisten. Daher arbeiten viele Unternehmen im Rahmen der Berufsausbildung seit vielen Jahren vertrauensvoll mit uns zusammen“, erklärt Alexander Lampe. Im weiteren Verlauf ihrer Ausbildung haben die jungen Menschen dann die Möglichkeit, sich im BZI in gesonderten Lehrgängen optimal auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. In den Bereichen Metall und Elektrotechnik haben unter anderem angehende Zerspanungs-, Werkzeug- und Industriemechaniker bzw. -mechanikerinnen sowie Mechatroniker und Mechatronikerinnen ihre Ausbildung begonnen. Obligatorisch im Bereich der fachbezogenen Basisausbildung im BZI sind flankierende Kurse und Programme zur Stärkung der sozialen Kompetenzen. Dazu werden die Auszubildenden sozialpädagogisch begleitet. Auch verschiedene Präventionskurse, zum Beispiel im Gesundheitsmanagement, in Erster Hilfe, Suchtprävention und Verkehrssicherheit gehören zu diesem Themenfeld. Anmeldungen für die Grundausbildung im BZI können noch bis zum 1. Oktober 2022 erfolgen.

 Zwei Millionen Euro für neue Notstromversorgung

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Das Klinikum hat seine Notstromversorgung erneuert. Insgesamt wurden zwei Millionen Euro investiert, um die Patientensicherheit und Gesundheitsversorgung auch im Notfall sicherzustellen. Am 16. Juli wurde die neue Notstromanlage mit technisch modernem Notstromaggregat und Steuerzentrale in Betrieb genommen. Insgesamt sieben Monate hatte es gedauert, bis alles an Ort und Stelle war und die Technik einwandfrei funktionierte. Denn während das alte System abgelöst wurde, musste der Krankenhausbetrieb weiterlaufen und die Notstromversorgung zu jedem Zeitpunkt sichergestellt werden.

Mit der Notstromanlage ist das Sana-Klinikum autark, sollte in Remscheid einmal der Storm ausfallen. Das ist besonders wichtig und lebensnotwendig für überwachungs- und technologieabhängige Intensivpatienten. Zudem müssen im Ernstfall ein Not-OP-Betrieb umgesetzt, lebenserhaltende medizinische Systeme (Beatmungsgeräte) betrieben sowie die Kühlung von Blutkonserven aufrechterhalten werden. „Die Vorbereitungen waren umfangreich und komplex – mein Team hat tolle Arbeit geleistet“, lobt Alexander Reinshagen, technischer Leiter Gebäudemanagement, seine Kollegen. Auch der abschließende Test des Notstromaggregats und die Abnahme durch den TÜV wurden Mitte Juli erfolgreich absolviert. Dafür musste die Hauptstromversorgung im laufenden Betrieb abgeschaltet werden. „Das neue Notstromaggregat reagierte hervorragend und übernahm die Stromversorgung des kritischen Klinikbereiches nach wenigen Sekunden. Auch die spätere Rückführung in die Hauptstromversorgung verlief reibungslos“, erklärt Alexander Reinshagen den Prozess. Im monatlichen Rhythmus wird die Anlage nun Belastungstests unterzogen, um die Funktionsfähigkeit im Ernstfall zu gewährleisten.

„Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten steht bei uns immer an oberster Stelle – deshalb haben wir am Sana-Klinikum Remscheid rund 2 Millionen Euro in die neue Anlage investiert“, bestätigt Svenja Ehlers, Geschäftsführerin am Sana-Klinikum Remscheid. „Die Erneuerung ist Teil umfangreicher Bau- und Modernisierungsmaßnahmen, die wir bereits im letzten Jahr angestoßen haben. So wird beispielsweise aktuell der Bereich Endoskopie umgebaut und unsere Station BS1 komplett saniert.“

Da geht noch was auf dem Ausbildungsmarkt!

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Aktuell stehen im Städtedreieck 900 noch ausbildungssuchenden Jugendlichen 1.224 offenen Stellen gegenüber. „Das Ausbildungsjahr neigt sich dem Ende zu, aber die Aussichten für die Jugendlichen, auch jetzt noch einen Ausbildungsplatz mit Beginn in diesem Jahr zu finden, waren selten so günstig! Es gibt noch viele offene Ausbildungsstellen – deshalb nochmals mein Appell an alle Ausbildungsinteressierten: Kontakt zur Berufsberatung aufnehmen und sich beraten lassen. Einfacher und zielgerichteter geht es nicht“, betont Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit. In den Wirtschaftszweigen ‚Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen‘; ‚Verarbeitendes Gewerbe – hier insbesondere Herstellung von Metallerzeugnissen‘; bei den ‚Freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen‘, bei den ‚Finanz- und Versicherungs-Dienstleistungen‘ sowie im Baugewebe gibt es derzeit im Bergischen noch viele Stellenangebote. „Allen Ausbildungsinteressierten – egal, ob mit Wunsch nach einem Ausbildungsbeginn in diesem oder im nächsten Jahr – empfehle ich den Besuch der Ausbildungsbörse am 31. August in der Historischen Stadthalle in Wuppertal. Auch dort gibt es wichtige Infos zu den Ausbildungsberufen, viele Firmen stellen sich vor und es werden natürlich auch Ausbildungsplätze angeboten. Hier sind Information und Austausch direkt und vorm allem persönlich möglich“, so der Agenturchef.

Bis Juli wurden in der Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal insgesamt 3.013 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dem gegenüber stehen 3.444 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort gemeldet haben. Auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber kommen damit 0,9 Ausbildungsplätze. Zurzeit sind noch 905 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1.224 Ausbildungsplätze unbesetzt. Somit kommen auf jede/n unversorgten Bewerber/in 1,4 unbesetzte Berufsausbildungsstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl von Bewerber/innen um 2,7 Prozent gesunken und die der Ausbildungsstellen um 5,4 Prozent.

In Remscheid wandten sich seit Oktober 2021 494 Jugendliche sich an die Arbeitsagentur, um einen Ausbildungsplatz zu finden. Insgesamt sind das 65 Personen (-11,6 Prozent) weniger als im Vorjahr. 112 Jugendliche sind davon aktuell noch unversorgt: 32 Personen (-22,2 Prozent) weniger als ein Jahr zuvor. Der Vielzahl an Bewerbern und Bewerberinnen stehen derzeit 719 gemeldete Berufsausbildungsstellen gegenüber von denen aktuell noch 287 Ausbildungsplätze unbesetzt sind. Im Vergleich zum Vorjahr sind seit Beginn des Berichtsjahres 47 Ausbildungsstellen (7,0 Prozent) mehr gemeldet worden.

Die Arbeitslosigkeit stieg im Juli wie erwartet

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Sommermonate sind im Regelfall durch einen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit gekennzeichnet. So haben sich auch in diesem Juli die Jugendlichen arbeitslos gemeldet, die von ihrem Ausbildungsbetrieb nicht übernommen wurden. Angesichts des Fachkräftebedarfs in vielen Branchen kann davon ausgegangen werden, dass viele von ihnen in Kürze wieder eine Beschäftigung aufnehmen können. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit hat in diesem Jahr aber noch eine weitere Ursache. Durch die fortgesetzte Übernahme der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer in den Rechtskreis des SGB II steigt die Arbeitslosigkeit deutlicher als üblich an. "Da dieser Prozess andauert, wird auch im kommenden Monat mit steigenden Zahlen zu rechnen sein", erwartet Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Aktuell liegt die Arbeitslosigkeit mit einer Quote von acht Prozent immer noch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Juli 2021 betrug die Quote 8,6 Prozent (bei einer Spanne von 7,2 Prozent in Remscheid bis 8,6 Prozent in Wuppertal). Erfreulich ist, dass sich die Anzahl der Langzeitarbeitslosen über beide Rechtskreise weiter rückläufig entwickelt, wobei die Entwicklung in Solingen zur Zeit etwas stagniert.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit im Städtedreieck um 855 (3,3 Prozent) auf 26.578 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind 1.982 Menschen (-6,9 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Im aktuellen Monat meldeten sich 4.853 Personen neu oder erneut arbeitslos, 4.012 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Die Stellenentwicklung: 551 neue Stellengesuche, 40 weniger als im Vormonat und 113 weniger als vor einem Jahr.

In Remscheid waren im Juli 4.241 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 177 Personen oder 4,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 214 Personen (-4,8 Prozent) weniger. Es meldeten sich 873 Personen neu oder erneut arbeitslos, 690 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Der Agentur wurden 111 neue Stellen gemeldet, das sind 14 (14,4 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 268 (rund 26 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 439 offene Stellen. Das sind 19 mehr als im Vormonat und 28 weniger als vor einem Jahr.

Aktuell sind in Remscheid 341 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen – im Vergleich zum Vormonat sind dies 16 Jugendliche (rund 5 Prozent) mehr. Gegenüber Juli 2021 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 44 Personen (-11,4 Prozent) gesunken. Von Langzeitarbeitslosigkeit sind aktuell 1.572 Menschen betroffen, das sind 294 (-15,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,8 Prozent (1.396 Personen) in der Grundsicherung betreut. Die Unterbeschäftigung umfasst aktuell 5.700 Personen; das sind 137 Personen mehr als im Vormonat und 13 Menschen (-0,2 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 17 Prozent (-113 Stellen) zum Juli 2021 gesunken. Im Vergleich zum Vormonat wurden 40 (-6,8 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht: Büro und Sekretariat Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag Metallbearbeitung Verkauf Werbung und Marketing Maschinenbau- und Betriebstechnik Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege Arzt- und Praxishilfe Fahrzeugführung im Straßenverkehr Bei den neu gemeldeten Stellengesuchen handelt es sich überwiegend um Stellen der Arbeitnehmerüberlassung. Es werden aber auch Stellen aus den Wirtschaftsabschnitten des verarbeitenden Gewerbes, den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, aus Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie des Gesundheits- und Sozialwesens und aus Verkehr und dem Lagerwesen gemeldet.

Bedürfnis nach Teilhabe am Arbeitsmarkt wächst

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Zahl der leistungsberechtigten Personen aus der Ukraine hat sich in Remscheid im Vergleich zum Vormonat nochmals deutlich erhöht. Im Juli waren 415 erwerbsfähige Personen mit Staatsangehörigkeit Ukraine zur Arbeitsvermittlung gemeldet. Im Juni waren es 314 und vor einem Jahr 14 Menschen. Auch im Städtedreieck hat sich die Zahl der leistungsberechtigten Personen aus der Ukraineim Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt. Im Juli 2022 waren im Bergischen Städtedreieck über 1.700 erwerbsfähige Personen mit Staatsangehörigkeit Ukraine zur Arbeitsvermittlung gemeldet. Im Juni waren es 840 Personen. Dieser Personenkreis wird nahezu ausschließlich im Rechtskreis des SGB II betreut. Ob die Prozesse der Arbeitsvermittlung und der Leistungsgewährung parallel oder nacheinander stattfinden, hängt von den Prozessen des jeweiligen Jobcenters ab. Es gibt zur Arbeitsvermittlung angemeldete Personen, die noch keine bewilligten Leistungen haben. Umgekehrt kann es aber auch sein, dass Personen bereits einen Leistungsbescheid haben, aber noch nicht zur Arbeitsvermittlung angemeldet sind.

Bei den geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern stand und steht an erster Stelle die umfassende humanitäre Versorgung. Wegen des fortdauerndnachauf Teilhabe am Arbeitsmarkt. Vor diesem Hintergrund übernehmen die Jobcenter seit dem 1. Juni die Geflüchteten in die Grundsicherung nach dem SGB II. Bei Vorliegen der Voraussetzungen haben sie Anspruch auf Leistungen (Regelbedarfe, Mehrbedarfe, Kosten für Unterkunft und Heizung, Bildung und Teilhabe sowie Einzelbedarfe) der Grundsicherung. Ebenso wie bei allen anderen Leistungsberechtigten ist eine Antragstellung erforderlich. Voraussetzung für den Bezug von SGB II-Leistungen ist eine Fiktionsbescheinigung oder eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraph 24 AufenthG und eine zweifelsfreie Klärung der Identität durch erkennungsdienstliche Maßnahmen oder mindestens die Speicherung der Daten im Ausländerzentralregister (AZR). Ersatzbescheinigungen, die die Ausländerbehörde bis zum 31.05.2022 ausgestellt hat, dürfen bis zum 31. Oktober 2022 anerkannt werden. Zusätzlich müssen die allgemeinen Voraussetzungen zum Leistungsbezug vorliegen, u.a. dass die Menschen erwerbsfähig sind und materielle Hilfebedürftigkeit besteht. Neben der materiellen Versorgung werden die ukrainischen Staatsbürger ebenso wie alle anderen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen vermittlerisch und beraterisch unterstützt. Selbstverständlich umfasst das auch den Zugang zu Sprachkursen und Qualifizierungsangeboten. Bereits vorhandene Kompetenzen und Fähigkeiten erleichtern den Zugang zum derzeit sehr aufnahmefähigen Arbeitsmarkt.

Sonnengefahr für „Draußen-Jobber“ in Remscheid

Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt; Bezirksverband Düsseldorf

Vom Gerüstbauer bis zur Landschaftsgärtnerin: Menschen, die in Remscheid unter freiem Himmel arbeiten, haben ein besonders hohes Risiko, durch Sonne und Hitze im Job krank zu werden. Darauf macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufmerksam – und appelliert an Beschäftigte, sich ausreichend zu schützen. „Keiner sollte die hohe UV-Einstrahlung auf die leichte Schulter nehmen. Sie kann zu dauerhaften Schäden auf der Haut bis hin zu Krebs führen“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Uwe Orlob. In der Bau- und Agrarwirtschaft müssten „Draußen-Jobber“ besonders aufpassen. Beide Branchen beschäftigen nach Angaben der Arbeitsagentur allein in Remscheid derzeit rund 1.100 Menschen.

Die Gewerkschaft rät zu einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. Auch regelmäßiges Wassertrinken sei ein Muss: „Sonnenmilch und Wasserflasche gehören genauso zum Job wie Mörtel und Maurerkelle“, so Orlob. Denn die Zahl der Hitzetage habe durch den Klimawandel in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Besondere Vorsicht sei zur Mittagszeit geboten: Zwischen 12 und 14 Uhr sollte der Großteil der Arbeiten in den Schatten verlegt werden. Wichtig sei außerdem, möglichst viele Körperteile mit Kleidung zu bedecken. „Ein am Helm fixierter Nackenschutz ist eine Kleinigkeit, die aber viel bringt“, so Orlob.

Der Vorsitzende der IG BAU Düsseldorf verweist auf den weißen Hautkrebs, der seit 2015 eine anerkannte Berufskrankheit ist. „Ständige UV-Einstrahlung schädigt die Haut, schon lange bevor sich ein Sonnenbrand bemerkbar macht. Wer einen hellen Hauttyp hat, trägt ein besonders hohes Krebsrisiko. Klar ist: Das Arbeiten mit freiem Oberkörper ist nicht sexy, sondern brandgefährlich“, betont Orlob. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) verzeichnete im vergangenen Jahr bundesweit rund 2.600 Verdachtsanzeigen für weißen Hautkrebs.

Unternehmen müssten den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der heißen Jahreszeit ernst nehmen, fordert Orlob: „Selbst wenn das Haus schnell fertig werden soll – bei Temperaturen um die 30 Grad kann die Mittagspause auch einmal länger dauern. Die Arbeitgeber sind in der Pflicht, ihr Personal vor Gesundheitsgefahren im Job zu schützen.“ Allerdings gebe es auch Tage, an denen das Wetter gar keine „Outdoor-Arbeit“ zulasse. „Nicht nur die Zahl extremer Hitzetage, sondern auch Stürme und Starkregen nehmen zu. Deshalb braucht der Bau Lösungen, damit die Beschäftigten bei einem Arbeitsausfall nicht ohne Lohn dastehen“, so Orlob.

Ein Beispiel aus dem Dachdeckerhandwerk zeige, wie es gehe: Zwischen April und November erhalten Beschäftigte eine Ausfallzahlung, wenn sie wegen extremer Wetterereignisse nicht arbeiten können. Das „Schlechtwettergeld für Frühling, Sommer und Herbst“ liegt bei 75 Prozent des Bruttolohns und wird für maximal 53 Stunden pro Jahr gezahlt. Weitere Infos finden Beschäftigte der Branche – neben einem Ausfallgeldrechner – bei den Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks im Netz unter: www.soka-dach.de/leistungen/ausfallgeld.

An den beiden Schwerlastkränen lag es nicht...

Zum Wiederaufbau des „Blauen Mondes“ waren gestern zur Zeit eines sonntäglichen Frühstücks der Technische Beigeordnete der Stadt Remscheid, Peter Heinze, Bezirksbürgermeister Stefan Grote, der stellvertretende Bezirksbürgermeister Sven Chudzinski, Bernd Schützeberg von der Interessengemeinschaft „Blauer Mond“, Prof. Dr. Horst A. Wessel vom Verein MannesmannHaus e.V. und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger vor dem ALDI-Discounter an der Burger Straße erschienen, um mitzuerleben, wie das Baudenkmal „Blauer Mond“ nach sieben Jahren endlich wieder an seinen angestammten Platz an der Spitze des Mannesmann-Turmes zurückkehrt, Wahrzeichen des Remscheider “Südbezirks“. Dafür sorgten zwei Schwerlastkräne. Wegen fehlender Standsicherheit war das Wahrzeichen in einem Sturm im Jahr 2015 abgebaut worden.

An den Kränen lag es nicht, dass sich die Rückkehr des Blauen Mondes an die Turmspitze hinauszögerte. Vielmehr bereitete der Anschluss des Stromkabels an die neue LED-Beleuchtung Schwierigkeiten. Es musste durch einen der drei metallenen Turmpfosten geführt werden. Und dabei stieß man auf ein Hindernis, das zunächst beseitigt werden musste. Und das gelang erst in der Mittagszeit, als so manchem Schaulustigen der Magen knurrte. Weshalb sich der ALDI-Parkplatz schon vor erfolgreichem Abschluss der Arbeiten merklich leerte.

Alleestraße: Erinnerung an Workshop vor zehn Jahren

 

Sortiment

Ladenlokale

Verkaufsfläche in qm.

Nahrungs- und Genuss­mittel

42

8.000

Blumen / Zoo

7

300

Drogerie / Parfumerie / Kosmetik

18

3.000

Pharmazeutische, med. orthopäd.. Artikel

7

500

PBS / Zeitungen / Zeit­schriften / Bücher

20

2.100

Bekleidung/Wäsche

52

19.200

Schuhe / Lederwaren

22

2.300

Baumarkt-Sortiment i. e. S. / Gartenbedarf

5

100

GPK / Hausrat / Ge­schenkartikel

16

2.400

Spielwaren / Basteln/ Musikinstrumente

10

1.300

Sportartikel / Fahrräder / Camping

5

900

Teppiche / Gardinen / Deko

5

700

Bettwaren / Haus-, Tisch-, Bettwäsche

6

300

Möbel [incl. Bad-, Büro-, Gartenmöbel]

4

400

Elektro / Haushaltsge­räte

10

1.500

Unterhaltungselektronik / Kommunikation

19

2.200

Foto / Optik / Akustik

15

1.000

Uhren / Schmuck

16

500

Die Alleestraße im Jahre 1954, damals noch mit Straßenbahn.. Foto: Historisches Zentrum RSDie Alleestraße ist gemeinsam mit dem Markt der gewachsene Einzelhandelsstandort der Stadt Remscheid. Mit einer aktiven Verkaufsfläche von rd. 46.900 Quadratmetern in 182 Ladenlokalen einschließlich Ladenhandwerk versorgt der Einzelhandel … neben der Stadt Remscheid auch die angrenzende Städte des Oberbergischen und des Rheinisch-Bergischen Kreises. (….)  Die Sortimentsstruktur und der Umfang der für die Sortimente zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche entsprechen weitgehend dem Angebot des Hauptzentrums einer kleinen Groß­stadt. Der Sortimentsschwerpunkt hat sich zu überwiegend preiswerten Angeboten verlagert. Zurzeit konzentriert sich der Remscheider Einzel­handel zunehmend auf das 1986 eröffnete und in den letzten Jahren mehrfach erweiterte Allee-Center und sein direktes Umfeld. Dort sind auf rd. 21.000 Quadratmetern Verkaufsfläche 69 Einzelhandelsbetrie­be ansässig. Weitere Gastronomie-Betriebe und Arztpraxen stützen die Attraktivität des Centers. Ne­ben einem SB-Warenhaus als Magnetbetrieb sind fünf weitere Ladeneinheiten großflächig mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 m2. Durch Verän­derungen des Branchenmix passt sich das Center laufend an das Kundenverhalten und Trends des Einzelhandels an. Funktional ist das Allee-Center sowohl auf die Alleestraße als auch über weitere Haupteingänge auf den Theodor-Heuss-Platz und die Konrad-Adenauer-straße ausgerichtet.

Auf dem fußläufig ausgebauten Teil der Alleestra­ße zwischen der Einmündung Fastenrathstraße und dem Markt werden derzeit 83 Einzelhandels­betriebe [ohne Allee-Center] mit einer Verkaufs­fläche von 23.000 Quadratmetern gezählt. Davon verfügen le­diglich sechs über eine Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadrammetern.  (…)

Am Markt sind auf insgesamt 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche 14 Einzelhandelsbetriebe inkl. Ladenhandwerk in überwiegend kleineren Ladeneinheiten ansässig. Größter Einzelhandels­betrieb ist das Kaufhaus Remscheid, ein soziales Kaufhaus in Trägerschaft verschiedener Wohl­fahrtsverbände. Weitere 16, ebenfalls zumeist kleine Ladenein­heiten mit verschiedenen Sortimentsstrukturen sind auf einer Verkaufsfläche von rd. 1.600 m2 in den sonstigen Nebenstraßen von Alleestraße und Markt ansässig. Zum Teil bilden sie Streulagen oder sind die verbliebenen Reste von … aufgegebenen Einzelhandelsstandorten wie in der östlich an das Plangebiet angrenzenden Alten Bismarckstraße.

Im April 2012 standen … im Plangebiet 26 Ladenlokale mit rd. 11.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ganz oder teilweise leer. Dies entspricht einer Leerstandsquote von rd. 20 Prozent. Räumliche Kon­zentrationen sind in der unteren Alleestraße und am Markt sowie auch im Verlauf der oberen Al­leestraße feststellbar. Der Leerstand größerer La­deneinheiten zieht in der Regel weitere Leerstän­de im Umfeld nach sich, weil die Kundenfrequenz nachlässt und die Fassaden- bzw. Schaufenster­gestaltung vernachlässigt wird. (…)

In den Angaben über den Einzelhandelsbesatz sind die Standorte von Gastronomiebetrieben nicht enthalten. Im Gebiet der Innenstadtplanung hat sich u.a. in der Folge des Strukturwandels im Einzelhandel eine Schwerpunktbildung am Markt und der unteren Alleestraße sowie den übrigen Nebenstraßen des Marktes wie Blumestraße, Alte Bismarckstraße und Elberfelder Straße heraus­gebildet. Allerdings kann diese räumliche Kon­zentration kaum als Bildung einer Kneipen- oder Restaurantszene gedeutet werden. Die ansässige Gastronomie verfolgt derzeit keine gemeinsame Marketingsstrategie.

(nach „Planungswerkstatt Innenstadt“, Broschüre für die Teilnehmer der Workshops im Rathaus am 3. Juli 2012)