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Parkplatz-Sorgen als unbegründet zurückgewiesen

In einem Brief an den Lüttringhauser Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller setzt sich der Marketingrat Lüttringhausen e.V. für die Metzgerei Nolzen, den Kiosk Friedrich und die Bäckerei Beckmann neben dem Lüttringhauser Rathaus ein. Dort ist man wenig erfreut über die Nachricht, dass auf dem kleinen Parkplatz zwischen der Metzgerei Nolzen und der Bäckerei Beckmann eine Ladestation für Elektro-Autos mit zwei dafür vorgesehenen Stellplätzen geplant sei. Denn dadurch gehen den Anrainer zwei Kundenparkplätze verloren, „obwohl zurzeit noch gar nicht die entsprechende Nachfrage vorhanden ist“, wie es in dem Schreiben heißt. Der Gegenvorschlag: Die Ladestation möge hinter dem Rathaus installiert werden, wo sie keine Einzelhandels-Parkplätze belege. Denn jedes E-Fahrzeug sei heute „auf Grund seines integrierten Navigationsgerätes problemlos in der Lage, auch Ladestellen anzufahren, die nicht ganz offensichtlich in ‚erster Reihe‘ liegen.“

Schon jetzt sei die Parksituation für die Einzelhändler unbefriedigend: Vor ca. einem Jahr seien durch den Bau der Überquerungshilfe auf der Kreuzbergstraße zwei Parkplätze weggefallen und ein Behinderten-Parkplatz auf rückwärtigen kleinen Parkplatz verlegt worden, und der verbliebene Parkplatz auf der Kreuzbergstraße werde für Taxen freigehalten.

Der Marketingrat Lüttringhausen sieht das Parkplatzproblem in Lüttringhausen nicht minder kritisch und empfiehlt, das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen am 12. Juni zu setzen. Das ist inzwischen geschehen, aber anders als erhofft. Die Verwaltung hat den BV-Mitgliedern einen Beschlussvorschlag vorgelegt, wonach „die Zurückstellung der Umsetzung des Beschlusses über die Einrichtung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge an der Kreuzbergstraße aus der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen vom 3. April aufgehoben“ werden soll. Mit anderen Worten: Sie hält an ihrem ursprünglichen Plan fest. Begründung: Dass die zwei vorgesehenen Parkplätze ganztägig für Ladevorgänge genutzt werden könnten, träfe nicht zu: „Auf dem Parkplatz besteht eine Parkscheibenregelung (eine Stunde werktags, Mo. -Fr. 10 - 18 Uhr und Sa. 10 - 14 Uhr). Diese Regelung soll für Elektrofahrzeuge übernommen werden.“

Die EWR GmbH werde dort auf eigene Kosten eine Ladesäule installieren. Für diesen Doppelparkplatz sei eine Normal-Ladesäule (AC) mit zwei Anschlussmöglichkeiten geplant, so dass pro Parkplatz eine Leistung von 22 kW gegeben ist. Die Verlegung der Ladestation auf Parkplätze hinter dem Rathaus sei „mit hohen Kosten für Tiefbauarbeiten zur Verlegung entsprechender Anschlussleitungen für die Ladesäule verbunden“ und wird deshalb abgelehnt. Im Übrigen  steige die Anzahl von Elektro-Fahrzeugen, die in Remscheid zugelassen sind, stetig an, so dass auch mit entsprechender Inanspruchnahme der Parkplätze und Ladesäulen zu rechnen sei. Am 31. Dezember 2018 seien in Remscheid 61 reine Elektrofahrzeuge sowie 77 Plug-In-Hybridfahrzeuge zugelassen gewesen. „Innovative Mobilität mit Elektrofahrzeugen ist ein zunehmender Trend und man kann definitiv steigende Pkw-Zulassungszahlen erwarten, da alle Fahrzeughersteller weitere Elektro-Modelle angekündigt haben.“

Zur Parkraumsituation in der Lüttringhauser „Neuen Mitte" heißt es in der Verwaltungsvorlage im Allgemeinen: An der Kreuzbergstraße konzentriere sich „eine Vielzahl von Einzelhändlern und Discountern. Vor dem Hintergrund, dass nahezu alle Geschäftsanlieger über eine ausreichende Anzahl von Kundenparkplätzen verfügen, überwiegt das Interesse der Allgemeinheit an der Einrichtung einer zentralen Möglichkeit für Taxen, sich zentrumsnah bereit zu halten. Ebenso scheint die Verlagerung des Parkplatzes für Menschen mit Behinderung von der Kreuzbergstraße weg wenig zielführend, da zu den Geschäften dann ein wesentlich längerer Fußweg entstünde. Bei Abwägung der widerstreitenden Interessen kommt die Ordnungsbehörde zu dem Ergebnis, dass weder der Taxenhalteplatz, noch der Parkplatz für Menschen mit Behinderung sinnvoll verlegt werden kann."

Fa. Grote als gutes Beispiel für Wirtschaftsförderung

Dass Remscheider Firmen das Gelände der früheren Brauerei C.W. Kipper zwischen Nord- und Haddenbacher Straße gekauft haben und dort bauen wollen, ist nicht neu. Das berichtete der Waterbölles bereits am 6. Juni 2018. Das Sanitätsunternehmen Goll & Schracke Massing GmbH lässt sich dort nieder, die Nicola Romanelli GmbH (Garten- und Landschaftsbau) und die Firma „elektro-technik-grote“ (Ersatzteilservice für Maschinen, Motoren & Anlagen). Gegründet wurde diese von Stefan Grote, vielen Remscheidern besser bekannt als Bezirksbürgermeister (SPD) im Südbezirk. 20 Jahre lang arbeitete der gelernte Kaufmann bei der Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG an der Greulingstraße, zuletzt als Lagerleiter. Ende 2008 musste die Tochterfirma der „Grieshaber-Gruppe“ aus   Wolfach (Baden-Württemberg) ihren 150 Mitarbeiter/innen dann kündigen, weil der Großkunde Volkswagen AG bei der neue Generation seiner Dieselmotoren auf die Spezialmaschinen für die Oberflächenbearbeitung von Supfina verzichten konnte.

Erster Spatenstich vor fünf Monaten zum Neubau elektro-technik-grote“ auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Kipper.

Für langjährige Mitarbeiter gab es Abfindungen, also auch für Stefan Grote. Im Lager der Firma standen damals fünf Paletten voller Maschinenteile, für die die Firmenchefs keine Verwendung mehr hatten, als sie das Werk auflösten. Kurzerhand kaufte Stefan Grote die Ersatzteile mit seiner Abfindung und bezog mit seinem neuen Ersatzteilhandel Räume des früheren Werkzeughandels seines Vaters in Kremenholl. Doch die wurden schon bald zu klein für das expandierende Unternehmen. In das Werksgebäude Greulingstraße 33 waren inzwischen vier Firmen als Mieter eingezogen. Dennoch standen dort noch jede Menge Räume leer. Was lag also näher, als - „back to the roots" - an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren?! „elektro-technik-grote“ mietete dort 500 Quadratmeter. An seinem letzten Arbeitstag bei Supfina hatte Stefan Grote seinen grauen Kittel in seinem Spind hängen lassen. Dort fand er ihn wieder, als er im Oktober 2010 als Unternehmer zurückkehrte. Der lokalen Presse verriet Stefan Grote im Februar 2013 bei einer Betriebsführung seine Geschäftsidee: „Wir bekommen Angebote von Firmen, die neue Maschinen angeschafft haben und nicht wissen, wohin mit den alten und dem dazu gehörigen Ersatzteillager. Damit selbst an den Markt zu gehen, ist diesen Firmen zu aufwendig. Und das ist dann unsere Chance!“ Inzwischen beliefert die Firma Kunden in aller Welt mit Ersatzteilen aus dem Elektro- und Elektronikbereich. Dass er sich jetzt nach einem neuen Standort für die weiter expandierende Firma umsehen musste, hatte auch etwas damit zu tun, das die Immobilie an der Greulingstraße nach dem Tod des Vermieters an eine Erbengemeinschaft übergegangen war.

Ein 6.000 Quadratmeter großes Baugrundstück fand Stefan Grote im April vorigen Jahres mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung und der Stadtsparkasse Remscheid; bei der er mit 16 Jahren seine erstes Konto eröffnet hatte und die mit der Firmengründung seine Hausbank wurde. Lange Zeit hatte der Remscheider Architekt Michael Geh, der der Kipper-Gelände überplant hatte, vergeblich auf Investoren wie Grote gewartet. Rege Bautätigkeit entfaltete sich dort erst nach dem ersten Spatenstich am 9. Januar (siehe Video). „Ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung von Elektro-Technik-Grote“, konstatierte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz Herbert Thelen, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse. „Stefan Grote kann stolz darauf sein, so viel unternehmerischen Mut gezeigt zu haben! Elektro-Technik-Grote ist ein Vorbild: Hier bekennt sich ein Remscheider Unternehmen sich zu seinen Wurzeln und nutzt die Expansionsmöglichkeiten, die sich ihm bieten!" Die nunmehr gelungene Erschließung des alten Kipper-Geländes nach jahrelangem Stillstand sei ein wichtiger Schritt, um Unternehmen in Remscheid zu halten und ihnen Wachstum zu ermöglichen. „Ohne Zweifel braucht Remscheid neue Gewerbeflächen. Hier kann man aber sehen, wie man auch innerstädtische Brachen erfolgreich einer neuen Nutzung zuführen kann", so Thelen.

Die Versorgungsleitungen für die neuen Betriebe liegen inzwischen unter der Erde einschließlich Regen- und Abwasserkanälen. Und der zermahlene Bauschutt vom einstigen Ziegelbau der Brauerei, wurde zum größten Teil, bis zu 80 Zentimeter hoch, auf dem Gelände verteilt und planiert. Und weil bei seit dem 125. März die Baugenehmigung der Stadt vorliegt, können die Ausschachtungsarbeiten für das zweigeschossige Bürogebäude nebst Keller (ca. 500 Quadratmeter Betriebsfläche mit Option für ein weiteres Stockwerk) in Kürze beginnen. Im rückwärtigen Teil des Grundstücks wird nicht nur die 1.000 Quadratmeter große und sieben Meter hohe Lagerhalle liegen, sondern auch zwei für eine mögliche weitere Expansion hinzu gekauften Parzellen. Nicht ausgeschlossen, dass darauf als eine weitere Halle entsteht, denn Miet-Interessenten gibt es bereits. As eine „Mammutaufgabe“ bezeichnete Stefan Grote den Bezug der neuen Lagerhalle, für die er auch ein neues Lagersystem angeschafft hat. Dafür müssen alle Einzelteile - und des sind an der Greulingstraße 30.000 verschiedene, also beim einzelnen Produkt auch mal 100 Stück auf einen Streich – mit einem Barcode versehen werden, bevor der Umzug beginnen kann. „Ende des Jahres will ich eingezogen sein“, sagte Grote. Ab Herbst gilt für die 21 Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter eine Urlaubssperre. Dann müssen alle Mann/Frau „an Bord bleiben“.

Etwas mehr als zwei Millionen Euro wird der Bau der neuen Firmengebäude kosten. Ein Batzen Geld für das junge Unternehmen! Da war es gut, dass die Kundenberater der Stadtsparkasse, Namensvetter Stefan Grote und Annika , den Unternehmer Grote mit Reinhard Steffens von der Firma GW-Partner zusammen brachte. Denn deren Berater befassen sich seit mehr als 20 Jahren mit der Optimierung der Finanzierungsstrukturen von mittelständischen Unternehmen und seit 2008 zusätzlich mit öffentlichen Fördermittel und nicht zurückzahlbaren, so genannten verlorenen Zuschüsse, kennen sich also im Dschungel öffentlicher Förderprogramm gut aus. Es gäbe gegenwärtig etwa 1.800 bis 2.000 verschiedene Förderprogramme, berichtete Steffens am Mittwoch. Entschieden habe man sich schließlich für das „Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm NRW“ (RWP) für strukturschwache Gebiete (zu denen auch Remscheid zählt) entschieden – aufgelegt im Zusammenhang mit dem „Ziel II“-Programm der Europäischen Union. „Verlorene Zuschüsse sind Subventionen des Staates, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Das schafft beim Unternehmen Entlastung, da weder Zinsen noch Tilgung anfallen. Im Fall von elektro-technik-grote konnten wir gemeinsam eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich akquirieren. Das ist gut gelungen, da die Firma die Förderbedingungen erfüllt und eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm, GW-Partner und der Sparkasse stattgefunden hat", erklärte Firmenkundenberaterin Annika Falkenstein. Und Firmenkundeberater Stefan Grote ergänzte: „Die optimale Finanzierungsmöglichkeit herauszufinden, gehört zu unserem Selbstverständnis bei der Begleitung unserer Mittelstandskunden. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit GW-Partner haben wir bereits begonnen, als sich abzeichnete, dass Remscheid ab 2014 regionales Fördergebiet wurde und nicht rückzahlbare Zuschüsse in die Stadt geholt werden konnten."

Voraussetzung für die Auszahlung von RWP-Geldern durch die NRW.Bank sind Sachinvestitionen und Personaleinstellungen. Ersteres belegt Grote durch Grundstückskauf und Bau von Bürohaus und Lager, letzteres durch die Neueinstellung von Mitarbeiter/innen. Inzwischen sind es insgesamt 21, und deren Arbeitsplätze müssen mindestens fünf Jahre lang bestehen bleiben, um die Fördergelder nicht zurückzahlen zu müssen. Stefan Grote sieht das gelassen und eher theoretisch. Sein Bekenntnis zum Standort Remscheid verbindet er mit dem Ziel, sein Unternehmen es eines Tages gesichert und gut aufgestellt an seine Tochter Alexandra zu übergeben. Die arbeitet schon jetzt in der Firma mit.

Kleiner Nachtrag: Die ersten Fördermittel sind unter Dach und Fach, da denkt Unternehmer Stefan Grote bereits an weitere: Das neue Lager könne auf dem Dach durchaus noch eine Photovoltaikanlage vertragen. Wenn die dann über Batteriespeicher und eine Ladestation („Wallbox“) Strom für Elektroautos liefere, werde das öffentlich gefördert...

Mehr Ausbildungsstellen für weniger Suchende

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden in den vergangenen acht Monaten für das Bergische Städtedreieck 3.242 Ausbildungsstellen gemeldet, das sind 231 Ausbildungsstellen mehr als im Mai 2018. In Solingen und Wuppertal suchen weniger Jugendliche eine Ausbildungsstelle, in Remscheid sind es rund 70 mehr als im Vorjahr. Die Chancen auf eine Lehrstelle für die jungen Menschen sind unverändert in Remscheid am günstigsten. In Solingen hat sich die Situation bei den Ausbildungsstellen verbessert – es wurden im Vergleich zum Vorjahr inzwischen mehr Berufsausbildungsstellen gemeldet“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Er rät jungen Menschen, die bisher gezögert haben, sich nun so schnell wie möglich bei der Berufsberatung melden. „Sie sollten Ihre Chance nutzen. Auf dem Ausbildungsmarkt ist noch vieles möglich, so dass auch Schülerinnen und Schüler mit schwächeren Noten bessere Chancen haben. Insbesondere, wenn sich ein realistischer Berufswunsch mit Interesse und Engagement für den Beruf verbindet. Die Arbeitgeber sollten die aktuell vorhandenen Möglichkeiten nutzen und die bald so dringend benötigten Fachkräfte jetzt ausbilden. Ich kann den Unternehmen nur raten, sich die jungen Menschen anzuschauen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, Praktikumsplätze anzubieten und nicht ausschließlich den schriftlichen Unterlagen zu vertrauen“, so Martin Klebe.

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Neue Ladestation der GEWAG für Elektrofahrzeuge

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

„Als Remscheider Infrastrukturdienstleister für Strom, Erdgas, Wasser und Wärme hat sich die EWR in 2019 zum Ziel gesetzt, vermehrt öffentlich zugängliche Ladestandorte für Elektroautos zu errichten und gemeinsam mit dem Elektrohandwerk Ladelösungen in Betrieben oder für Zuhause anzubieten“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Denn schwierig wird das Strom-„Tanken“ insbesondere für Mehrfamilienhausbewohner ohne Auflademöglichkeit in einer Tiefgarage, die sich ein Elektroauto und folglich vor Ort auch eine Ladestation wünschen. Um hierfür eine Lösung anzubieten, haben die EWR und die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWAG ein erstes gemeinsames Ladesäulenprojekt im Wohngebiet Hasenberg an der Emil-Nohl-Straße realisiert. Für 2019 ist die Installation von drei weiteren Säulen am Freizeitbad H2O in Lennep und nahe dem Röntgenmuseum sowie in Lüttringhausen vorgesehen.

In diesem Gebiet befindet sich eine Vielzahl GEWAG-eigener Mehrfamilienhäuser, für deren Bewohner nunmehr in einem ersten Schritt eine solche, öffentlich zugängliche Lademöglichkeit besteht. „Mit unserer neuen Ladesäule möchten wir nicht nur unseren Mietern, sondern allen Nutzern von Elektrofahrzeugen noch mehr Service bieten. Unser Gemeinschaftsprojekt mit der EWR GmbH ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein innovatives Thema auf dem Gebiet der Elektromobilität gemeinschaftlich in die Praxis umgesetzt werden kann“, so Hans-Jürgen Behrendt, Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid.

In technischer Hinsicht verfügt die neue Ladesäule über zwei Wechselstrom- Ladepunkte für „Typ 2“-Stecker, an denen Elektroautos mit einer Ladeleistung von jeweils maximal 22 kW geladen werden können. Dieser „Typ 2“-Stecker ist in Europa sowie bei den Autoherstellern weit verbreitet. Nach ca. einer Stunde Ladezeit können damit die meisten Elektroautos wieder rd. 100 Kilometer weit fahren. In wenigen Stunden ist eine Batterie vollständig aufgeladen.

Bis Ende 2019 ist an der Emil-Nohl-Straße - wie bei allen anderen Ladestandorten der EWR - das Aufladen kostenfrei. Der Zugang erfolgt über eine Ladekarte, die Stromkunden der EWR kostenfrei im Internet unter: ewr-remscheid.de beantragen können. In allen anderen Fällen kommen einmalig Einrichtungskosten in Höhe von 50 € hinzu. In 2020 ist für alle öffentlich zugänglichen Ladesäulen der EWR in Remscheid die Einführung eines barrierefreien Zugangs via Smartphone und separatem Bezahlsystem geplant.Die gegenwärtigen Standorte der Ladestationen für Elektroautos in Remscheid:

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Die Konjunktur drückt auf die Stellenangebote

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Mai ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum April im bergischen Städtedreieck um 325 auf 25.182 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr waren 750 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Bei der Nachfrage nach Arbeitskräften setzt sich die Tendenz der Vormonate nicht fort – aktuell entwickelte sich der Stellenzugang auch in Remscheid rückläufig. Die Rückgänge bei den neu gemeldeten Stellen im Vergleich zum Mai 2018 betragen in allen drei Stellen jeweils deutlich über 30 Prozent.

„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist saisonuntypisch. Er resultiert aus den Zuwächsen im Bereich der Grundsicherung in Wuppertal. Verglichen mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat haben dort deutlich weniger Menschen eine Ausbildung oder Maßnahme begonnen. Das hat Auswirkung auf den Arbeitsmarkt und verringert die Entlastung bei den Bestandszahlen der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer. Aktuell werden weniger neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht. Der Vergleich mit den Vorjahreswerten zeigt in Solingen, Remscheid und Wuppertal einen deutlichen Rückgang. Vor allem in der Industrie werden weniger Kräfte benötigt. Dennoch sind die Auswirkungen auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit noch überschaubar. Die Unternehmen sind bereit, vor allem ihre gut ausgebildeten Fachkräfte zu halten“, schildert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes.

In Remscheid sind aktuell 4.249 Menschen arbeitslos gemeldet, drei (0,1 Prozent) weniger als im April, aber 185 (4,2 Prozent) Personen weniger als im Mai 2018. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,2 Prozent, genau wie im April 2019. Im Mai 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,5 Prozent. Es meldeten sich 977 Personen im Mai neu oder erneut arbeitslos und genau so viele Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Vergleicht man die Zahlen der Stellenzugänge, so wurden 133 (35,3 Prozent) weniger als vor einem Jahr gemeldet. Auch der Vergleich zum Vormonat zeigt nun einen Rückgang um 60 (19,7 Prozent) Stellen. Trotzdem ist die Stellensituation in Remscheid insgesamt noch positiv, die Stadt verzeichnet zwar einen Rückgang des Stellenbestands, profitiert aber von den Stellenzuwächsen der Vormonate. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Metallerzeugung, Metallbearbeitung und Metallbau; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; Verkaufsberufe; Schutz, Sicherheits- und Überwachungs-berufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe; Verkehr und Logistik.

Aktuell sind 396 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 35 (8,1 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit marginal um drei Personen (0,8 Prozent) gesunken. Der Anstieg im Vormonat war damit nur vorübergehender Natur. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter gesunken. Aktuell sind 1.554 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 413 (21 Prozent) Personen weniger als vor einem Jahr. Unterbeschäftigt waren in Remscheid im Mai 6.101 Menschen – 73 Personen weniger als vor einem Jahr. „Auf Grund des hohen Bestandes offener Stellen ist die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt noch immer positiv. Im Vergleich mit Mai 2018 profitieren vor allem die Langzeitarbeitslosen. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist nun wieder rück-läufig, auch im Vergleich zum Vorjahr“, erläutert Martin Klebe.

Kreuzungsausbau in 18 Monaten ist ambitioniert



Ausbau Ring-/Rader Straße kostet 4,5 Millionen“, überschrieb der Waterbölles am 12. April seinen Bericht über die damalige Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Die Zahl hat sich geändert: Die Gesamtkosten einschließlich einer 220 Meter langen Gabionenmauer auf dem jetzigen Bürgersteig, durch die die Eckgebäude der Geschwister-Scholl-Straße parallel zur Ringstraße Richtung Rader Straße vor dem Verkehrslärm geschützt werden sollen, werden fünf Millionen Euro betragen, wie Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR), gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus berichtete. Davon übernimmt das Land 2,1 Millionen Euro. Den Beginn der Bauarbeiten auf der Kreuzung Ring / Rader Straße hatte Zirngiebl vor der BV Lennep für Mai angekündigt. Daraus wird nun der Montag, 3. Juni. Und schon am Sonntag sollen alle erforderlichen Verkehrs- / Umleitungsschilder aufgestellt werden. Davon wird es etliche geben.

„Je vernünftiger die Planung, desto kürzer die Bauzeit“, sagte gestern Gerald Hein, Leiter des Geschäftsstellenbereichs Straßen- und Brückenbau bei den TBR. Und Wolf-Dietrich Spelsberg, Gesellschafter der Remscheider Baufirma August Dohrmann GmbH, die von der Stadt mit den Bauarbeiten beauftragt wurde, hat das ehrgeizige Ziel, die Bauzeit von 18 Monaten möglichst noch zu unterschreiten, um fertig zu sein, wenn das Bauunternehmen sein 125-jähriges Bestehen feiert. „Eine Riesenaufgabe für alle Beteiligten“, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Aber er sei zuversichtlich. Schließlich gehe bei diesem Bauprojekt ein „Winner-Team“ an den Start, das schon an der Trecknase manche Herausforderung gemeistert habe. Und auch jetzt wieder werde „für jeden etwas dabei sein; da wird kein Wunsch offen bleiben“, scherzte Zirngiebl. Er hofft auf einen milden Winter, denn sonst sei der Bauzeitenplan wohl nicht einzuhalten.

„Das Winner-Team“ besteht auf Seiten der TBR aus Projektleiter Gunter Breidbach und Bauleiter Frank Schubert, auf Seiten von Dohrmann aus Bauleiter Matthias Förster und Schachtmeister Wolfgang Bödecker. Gerald Hein: „Damit sind wir gut aufgestellt und können die Baumaßnahme entspannt angehen!“ Eine erste Frucht im neuen Projekt hat die bewährte Zusammenarbeit bereits getragen: Die in der BV-Sitzung für den ersten Bauabschnitt angekündigte Behelfsstraße über den Schützenplatz, die den Umleitungsverkehr über die Wupper- und Kölner Straße zur Trecknase aufnehmen sollte, wird es nicht geben. Stattdessen wird ab 3. Juni an der Kreuzung die die Rader Straße zwischen Mühlenstraße und Ringstraße für voraussichtlich sechs Monate komplett gesperrt werden. Aus der Rader Straße wird in dieser Zeit der Verkehr nur nach links Richtung Trecknase und nach rechts Richtung Hackenberg fließen können; die Zufahrt aus der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße in Richtung Lenneper Altstadt / Wupperstraße ist nicht möglich, ebenso wenig die Durchfahrt von der Wupperstraße bzw. der Mühlenstraße in Richtung Ringstraße. Die angrenzenden Straßen Brehmstraße, Wupperstraße und Mühlenstraße werden vorübergehend zu Sackgassen werden.

Zur besseren Abwicklung des Verkehrs und zur Orientierung von ortsunkundigen Fahrern werden die Straße „Am Stadion" und die „Rospattstraße" als Einbahnstraßen eingerichtet. Der Fahrverkehr aus der Wupperstraße wird über die „Rospattstraße" in Richtung Ringstraße umgeleitet. Das Einfahren in die Straße „Am Stadion" wird nur in Richtung Wupperstraße zugelassen. (siehe Streckenplan)

Die Bushaltestellen in der Rader Straße beziehungsweise Wupperstraße werden als Ersatzhaltestellen auf die Ringstraße verlagert. Die Umsteigemöglichkeiten der beiden Ersatzhaltestellen vor dem Autohaus und der Funbox werden über eine Querungshilfe ermöglicht.

„Durch den vollständigen Ausbau der Rader Straße in der ersten Bauphase kann im weiteren Verlauf der Baustelle auf den ursprünglich geplanten Ausbau einer provisorischen Behelfsstraße auf dem Kirmesplatz wahrscheinlich verzichtet werden“, sagte Michael Zirngiebl. Die Rader Straße soll im Bereich am Kirmesplatz und am ehemaligen Sportplatz um zusätzliche Fahrspuren erweitert werden.

In den weiteren Bauabschnitten soll die Ringstraße aus Richtung Remscheid in Richtung Lüttringhausen zur Einbahnstraße werden. Die Umleitung in Gegenrichtung erfolgt dann über die Wupper- und Kölner Straße. Michael Zirngiebl: „Diese Umleitungsstrecken haben sich beim Ausbau der Ringstraße mit lärmoptimierten Asphalt bewährt!“

Im Bereich der Kreuzung Ring- / Rader Straße wird der alte, ca. 70 Zentimeter hohe Straßenbelag aus Deck-, Mittel- und Tragschicht (Schotter) ersetzt. Beim neuen lärmoptimierten Asphalt gehen die Planer von insgesamt 17.000 Quadratmetern aus, mehr, als sie für die Trecknase benötigten. Er soll in möglichst langen Bahnen aufgetragen werden, um „Nähte“ zu vermeiden, die den angestrebten Lärmschutz mindern könnten.

TBR-Chef Zirngiebl widersprach in der gestrigen Pressekonferenz der häufig zu hörenden Ansicht, die Kreuzung werde wegen des geplanten Designer Outlet Centers (DOC) ausgebaut. Tatsächlich seien erste Pläne für eine „befriedigendere Verkehrsführung“ bereits nach dem Verzicht auf die Umgehungsstraße B 229n (parallel zur Ringstraße) entstanden. Den Anliegern der Kreuzung (Privatleuten und Firmen) kündigte er Hinweiszettel mit Namen und Telefonnummern der Ansprechpartner an. Denn während der Bauarbeiten soll jedes umliegende Haus erreicht werden können.

Der Kreuzungsausbau beschränkt sich nicht nur die auf den Straßenbau. Vielmehr müssen auch Versorgungsleitungen neu verlegt und auch wieder angeschlossen werden. Hierzu waren in den vergangenen anderthalb Jahren umfangreiche Tiefbauarbeiten (Leitungen, Kanäle) erforderlich.

Nach den guten Erfahrungen im Zuge der Baustelle an der Trecknase soll auch während der Baustelle an der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße eine (an der Röntgenstraße installierte) Webcam über den Fortgang der Arbeiten und die aktuelle Verkehrslage informieren. Der Zugang zur Webcam wird über die Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de) bzw. der TBR (www.tbr-info.de) möglich sein.

Diakonie bietet mit „Jobfit Plus“ neue Perspektiven



Die Neue Clearingstelle für “abgetauchte“ junge Menschen („FiveSeven“, Nordstraße 57) der Arbeit Remscheid gGmbH stellte der Waterbölles am vergangenen Samstag vor. Heute nun folgt ein weiteres Projekt, das auf die Vermittlung in die Arbeitswelt abzielt. Es gilt Arbeitslosen mit vielerlei Problemen, wegen derer sie über Jahre hinweg keine Festanstellung fanden. „Jobfit Plus“ heißt die Anlaufstelle, die ihnen künftig für ein Jahr zumindest eine feste Tagesstruktur bietet. Das Diakonische Werk Remscheid hat die frühere Friedhofsgärtnerei „Blumen Vetter“, Kirchhofstraße 5, für dieses Jahr angemietet, um dort maximal 15 Menschen mit Vermittlungshemmnissen Mut und Zuversicht zu vermitteln, neue Perspektiven für eine mögliche Erwerbstätigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Und wie „FiveSeven“ wird auch „Jobfit Plus“ vom Jobcenter Remscheid finanziert, in letzterem Fall aus dem Etat „Eingliederungshilfen“. Nur so kann das Diakonische Werk das vierköpfige Team bezahlen, die sich um die Langzeitarbeitslosen kümmern werden: Sozialpädagogin Marion Morzik, Sozialarbeiter Michael Brost, Gärtnermeister Andreas Kauffel und Maschinenschlosser Andrea Neukirch. Letzteren stellte Andreas Bunge, Projektentwickler des Diakonischen Werks, in der gestrigen Pressekonferenz als den „guten Geist am Empfang“ vor.

Der hohe, helle Eingangsraum des früheren Blumenladens wirkt einladend freundlich. Und so soll es auch sein. Denn das neue „offenen Werkstatt-Ateliers“ soll auch den Bewohnern des Quartiers offen stehen. Der junge Verein „MyViertel“ (Alte Bismarckstraße) plant dort seine nächste Mitgliederversammlung. Aber auch andere Vereine oder Elterninitiativen seien dort willkommen, sagt Florian Schäfer, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes des evangelischen Kirchenkreises Lennep. Und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus freuten sich über „diese gute Idee“. Schäfer weiter: „Als Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis Lennep sind wir sehr froh, dass wir die Trägerschaft für Jobfit Plus übernehmen können. Am Standort Kirchhofstraße 5 können wir abwechslungsreiche Angebote in gleich mehreren Berufsfeldern bieten.“ – „So möchten wir Menschen anregen, berufliche Perspektiven zu entwickeln", ergänzte Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenter Remscheid-

Seit Ende vergangenen Jahres läuft der Mietvertrag der Diakonie mit Hausbesitzer Vetter. Seitdem ist das  Werkstatt-Atelier mit Hilfe von fünf Langzeitarbeitslosen (die zehn freien Plätze wird das Jobcenter in Kürze belegen) so hergerichtet worden, dass es vielseitiges kreatives und innovatives Arbeiten ermöglicht in den Bereichen Urban Gardening, Upcycling, Kunst & Kultur und E-Mobilität. Und damit das nicht so abstrakt blieb, nannte Andreas Bunge einige konkrete Beispiele: Salat, Kürbisse und Blumen aus eigener Aufzucht (dafür stehen hinter dem Haus zwei Treibhäuser bereit), Imkerei (eventuell mit Bienenkörben auf dem nahen Friedhofsgelände), Töpferei (mit Unterstützung der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck), Holzbearbeitung (alte Möbel neu), Fahrrad-Reparatur, EDV-Schulung, Kochen (es gibt auch eine Küche), Kurierdienste (mit zwei Elektro-Pedelecs und einen E-Lasten-Pedelec), Pedelec-Verleih – an Ideen mangelt es dem Team von „Jobfit Plus“ nicht. Hauptsache, die Arbeitsangebote sind für die Langzeitarbeitslosen „sinnstiftend“, so Andreas Bunge.“ Nur dann können die Angebote beruflich inspirierend wirken.“

Mit sozialen und beruflichen Hilfs- und Beratungsangeboten hat der Evangelische Wohlfahrtsverband viel Erfahrung. Er steht Menschen bei, die aus unterschiedlichen Gründen die in schwierige Situationen und Lebenskrisen und/oder als Benachteiligte oder Minderheiten an den Rand der Gesellschaft geraten sind. Sich nun in Projektform um Landzeitarbeitslose zu kümmern, die nur schwer vermittelbar sind, ist zweifelsfrei einen gute Sache.

Kundige Lotsin im schwierigen Verbraucheralltag

Beratungsstellenleiterin Lydia Schwertner. Foto: Lothar KaiserUntergeschobene Lieferverträge für Strom und Gas. Dreiste Abzocke auf Marktplätzen im Internet. Trotz High-Speed-Werbeversprechen lahmt es beim Down- und Upload im Alltag. Inkassounternehmen drangsalierten nicht nur mit überzogenen Forderungen, sondern legten mit tückischen Ratenzahlungsvereinbarungen weitere Fallstricke aus. Mit 1.227 Rechtsberatungen und -vertretungen hat sich die Verbraucherzentrale in Remscheid zumeist erfolgreich für die berechtigten Ansprüche von Ratsuchenden eingesetzt. Denn in einigen Branchen gelingt es dem Einzelnen immer seltener, sein Anliegen selbstständig beim Anbieter vorzubringen. Bei insgesamt 4.137 Verbraucheranliegen insgesamt war die örtliche die Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr Anlaufstelle für Fragen und Probleme. Und zeigte sich als kundige Lotsin: Ihre Angebote halfen bei den Fallstricken des Verbraucheralltags, darunter oft unberechtigte Forderungen.

„Damit helfen wir keineswegs nur Haushalten mit knappen Kassen, sondern eröffnen beispielsweise auch finanzielle Spielräume, etwa um fürs Alter vorzusorgen, um sich gegen Risiken wie Berufsunfähigkeit abzusichern oder auch in Maßnahmen zur Energieeinsparung zu investieren“, erläutert Beratungsstellenleiterin Lydia Schwertner, dass sich Verbraucherarbeit rechnet. Gefragt waren die Hilfestellungen bei ganz unterschiedlichen Ausgangssituationen: Sowohl „Vorinformierte“, die etwa übers Internet schon mögliche Problemlösungen recherchiert hatten und damit dann gescheitert waren, als auch Ratsuchende, die aufgrund vielfältiger Faktoren nur über geringes Potenzial zur Selbsthilfe im Verbraucheralltag verfügen, zählten zur „Kunden-Klientel“.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz besuchte die Beratungsstelle an der Alleestraße und informierte sich persönlich über die Arbeit und die Aktivitäten der Verbraucherzentrale in Remscheid. "Mit dem umfassenden und unabhängigen Beratungsangebot der Verbraucherzentrale haben wir hier in Remscheid eine kompetente Anlaufstelle für alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger. Der Verbraucheralltag wird immer komplexer. Insbesondere die zunehmende Digitalisierung im Verbraucheralltag erfordert Orientierung und Unterstützung. Da ist es hilfreich, dass es vor Ort ein niederschwelliges Angebot gibt, um Transparenz zu schaffen und Verbraucher vor Übervorteilung zu schützen."

Ungewollte Wechsel des Energieversorgers und Vertragsumstellungen führten häufig zu Beschwerden. Als Ausgangspunkt dafür ließ sich in der Regel ein Telefonat oder ein Kontakt an der Haustür ausmachen. So sind Verbraucher häufig ungewollt zum Thema Energie angerufen worden. Mal hatten sich die Werbenden als Vertreter eines Energieversorgers, mal als Energieberater oder als Vermittler vorgestellt. Als Grund für die Kontaktaufnahme wurde zumeist ein konkretes Angebot genannt oder auch mit vagen Umschreibungen wie
„Preisvergleich“, „Energieberatung“ oder „Aussicht auf Kostenersparnis“ gearbeitet. Auch berichteten Verbraucher, mit dem Hinweis auf ein Gewinnspiel, eine Umfrage oder die Auszahlung eines Guthabens in ein Gespräch verwickelt worden zu sein. Anliegen der Anrufer war es zumeist, persönliche Daten in Erfahrung zu bringen, um einen Wechsel des Stromanbieters einzuleiten. Diese Intention blieb den Überrumpelten jedoch fast immer verborgen – und wurde erst enttarnt, wenn Wochen später überraschend der Vertrag vom bisherigen Anbieter gekündigt wurde oder eine Auftragsbestätigung für einen neuen Vertrag eintraf.

Zudem sorgten intransparente Preisänderungsmitteilungen von Energieversorgern für Verbraucherärger: Vier Unternehmen hat die Verbraucherzentrale NRW daher abgemahnt und gegen drei inzwischen auch Klage eingereicht, weil in den Schreiben der eigentliche Zweck so geschickt verschleiert war, dass der Kunde die enthaltene Preiserhöhungsankündigung kaum bemerken konnte – und so auch sein Sonderkündigungsrecht für den Wechsel zu einem günstigeren Versorger verpasste. Die Beratungsstelle hatte hier anbieterunabhängigen Rat und rechtliche Hilfestellungen parat.

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Schutz vor Überflutung: Jeder kann betroffen sein

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Im Mai und Juni 2018 war das Wuppergebiet innerhalb von zwei Wochen dreimal von extremen Starkregen betroffen. Dabei entstanden enorme Sachschäden. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden. Die drei Ereignisse innerhalb von kurzer Zeit haben gezeigt, es kann jederzeit passieren und es kann jeden treffen. Neben Kommunen und ihren Kanal- und Entsorgungsbetrieben, Einsatzkräften und Wupperverband sind auch alle Eigentümer von Grundstücken und Eigentümer bzw. Bewohner von Gebäuden gefragt, Vorsorge zu treffen. Das bedeutet, zu hinterfragen, ob sie betroffen sein können und sich bestmöglich für dieses Risiko zu wappnen.

Nicht nur Anliegern an Flüssen und Bächen drohen Überschwemmungen. Auch von Flächen abfließendes Regenwasser oder Wasser aus der Kanalisation kann zu vollgelaufenen Kellern und Überflutungen führen. Einen 100-prozentigen Schutz vor Starkregen und Überflutungen gibt es nicht. Doch je besser man das individuelle Risiko kennt, desto besser kann man vorbeugen und Schäden eventuell verringern. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die Kommunen haben Starkregengefahrenkarten in Arbeit oder bereits veröffentlicht. Hier kann jeder nachschauen, ob das eigene Grundstück oder Gebäude in einem Risikogebiet liegt. Auch die Karte der Überschwemmungsgebiete der Bezirksregierungen gibt hier Auskunft.

Am Gebäude selbst kann man verschiedene Schutzmaßnahmen treffen, z. B., Kellerlichtschächte erhöhen, hochwassersichere Fenster und Türen einbauen, Haustechnik möglichst nicht in den überflutungsgefährdeten Bereichen anbringen (höher legen), bei Neubau den Eingang erhöht bauen und an eine Kellerabdichtung denken (z. B. in Form einer so genannten weißen Wanne vorsehen) etc.
Wichtig ist auch eine Rückstausicherung, welche regelmäßig zu prüfen ist, damit nicht Wasser aus dem Kanal in das Gebäude zurückdrückt. Einige Tipps hat der Wupperverband auf seiner Homepage zusammengestellt:
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/pa_de_ihre_moeglichkeiten.html
Eine Unterstützung für die Eigenvorsorge ist der Hochwasserpass des HochwasserKompetenzCentrums e.V. (HKC), den ein Fachmann des Wupperverbands mit entwickelt hat. Auf der Homepage www.hochwasser-pass.com steht neben verständlich aufbereiteten Informationen ein Fragebogen zur Verfügung. Mit dem Fragebogen können Eigentümer im ersten Schritt kostenlos den Ist-Zustand des eigenen Objekts einschätzen und Risikofaktoren erkennen.

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Infos zu „Studieren Wohnen und Arbeiten in RS

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im September öffnet der neue Studienort Remscheid-Honsberg seine Pforten – eine Initiative der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) und der Stadt Remscheid für die Menschen in der Region und für die Bergische Wirtschaft. Die RFH stellt allen Interessierten am Montag, 3. Juni, ab 18 Uhr im Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI), Wüstenhagener Straße 18–26, die neuen Bachelorstudiengänge „Betriebswirtschaftslehre“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Produktionstechnik“ vor. Das Studienangebot richtet sich an Abiturient*innen, Fachabiturient*innen, Auszubildende, Praktikant*innen oder bereits Berufstätige. Zahlreiche bergische Unternehmen unterstützen das Angebot durch die Möglichkeit einer studentischen Mitarbeit.

Studieren in Remscheid bedeutet:

  • eine exzellente akademische Ausbildung im familiären Umfeld
  • ein direkter persönlicher Austausch mit Dozent*innen und Kommiliton*innen
  • keine überfüllten Hörsäle, sondern kleine Semestergruppen
  • ein hoher Praxisbezug
  • anerkannte Abschlüsse einer staatlich anerkannten Fachhochschule
  • bezahlbares Wohnen am Studienort.
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Neue Clearingstelle für “abgetauchte“ junge Menschen

„FiveSeven“ steht für Nordstraße 57. Das frühere Ladenlokal ist ab sofort montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr d i e Anlaufstelle für „verschwundene“, “abgetauchte“ junge Menschen. Ihre Zahl schätzt Dirk Faust, Geschäftsführer des Jobcenter Remscheid, auf 60 bis 80. Andere Statistiken gehen von einem Prozent aller jungen Leute zwischen 16 und 25 Jahren aus, die in  einer Stadt aus dem sozialen Netz gefallen sind. In Remscheid wären es dann etwa 120, so Ralf Barsties, Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH. Aber wie auch immer – es sind zu viele! Bundesweit! Das hat auch die Bundesregierung eingesehen und den Jobcentern Geld zur Verfügung gestellt (nach § 16h SGB II), um jungen Menschen, die von der Arbeitsverwaltung nicht (mehr) erreicht werden konnten, durch intensive individuelle Beratung und Betreuung dabei zu unterstützen,

  • ihre individuelle Schwierigkeiten zu überwinden,
  • Leistungen der Grundsicherung (wieder) in Anspruch zu nehmen und
  • die Bereitschaft für schulische, ausbildungsbezogene Qualifikation und/oder eine Arbeitsaufnahme zu entwickeln.

Dem Jobcenter Remscheid steht für die neue Maßnahme in diesem und den nächsten beiden Jahren jeweils eine sechsstellige Summe zur Verfügung. Erste Maßnahmeträger (bis Mai 2020) sind das Sozialpsychiatrische Zentrum für psychosoziale Beratung, Rehabilitation und Integration gGmbH (SPZ) und die Arbeit Remscheid gGmbH. Deren Geschäftsführer Willi Vögeli und Ralf Barsties gingen in der gestrigen Pressekonferenz, auf der die neue, niederschwellige Anlaufstelle vorgestellt wurde, davon aus, bei Erfolg vom Jobcenter auch in den beiden folgenden Jahren unter Vertrag genommen zu werden, mit dem Sozialdezernat und dem Jugendamt der Stadt Remscheid als wichtigem Kooperationspartner. Sozialdezernent Thomas Neuhaus begrüßte das neue Angebot gestern ausdrücklich in Anbetracht von 400 arbeitslos gemeldeten Jugendlichen in  Remscheid und weiteren 400 in Arbeitsförderungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit. Bei stagnierender oder gar wieder zunehmender Jugendarbeitslosigkeit in Remscheid sei es wichtig, alle Möglichkeiten auszuloten, um junge Menschen zu erreichen und zu unterstützen.

„Die Förderung umfasst Betreuungs- und Unterstützungsleistungen mit dem Ziel, dass Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende in Anspruch genommen werden, erforderliche therapeutische Behandlungen eingeleitet werden und an Regelangebote zur Aktivierung und Stabilisierung und eine frühzeitige intensive berufsorientierte Förderung herangeführt wird“, sagte gestern Dr. Klaus Kahnert, stellv. Geschäftsführer des Jobcenters Remscheid.

„Schwer erreichbar“ sind für die Behörden solche jungen Menschen

  • die aus sämtlichen institutionellen Kontexten herausgefallen sind,
  • die nicht zur Schule gehen (Schulverweigerer),
  • die keiner Ausbildung oder Arbeit nachgehen,
  • die ein geringes Selbstvertrauen besitzen,
  • die keine Sozialleistungen (mehr) beziehen und/oder
  • die teilweise wohnungslos sind.

Diese jungen Menschen haben keinen oder wenig Kontakt zum Elternhaus, zur Schule, zur Arbeit und zum Jobcenter. Außerdem stammen sie häufig aus sozial schwachen Familien, die ihnen den nötigen Rückhalt nicht bieten können. Viele von ihnen sind psychisch belastet, haben Gewalterfahrungen gemacht, konsumieren Drogen und/oder Alkohol, haben Schulden oder sind bereits straffällig geworden. Sie alle haben eine Karriere des Scheiterns hinter sich, und nicht selten sind sie misstrauisch gegenüber Institutionen, gegenüber allen, die ihnen ihre Hilfe anbieten. Dennoch entscheiden sich nicht alle aktiv gegen die Beantragung von Sozialleistungen oder die Annahme von Hilfen. Oft steckt Überforderung dahinter. SPZ-Geschäftsführer Willi Vögeli: „Jugendliche, auf die unser Angebot abzielt, haben nicht die nötige Unterstützung erfahren, um sich eigenständig um ihre Belange kümmern zu können, das fängt beim Arztbesuch an und endet bei der Beantragung von Zeugnissen. Sie wissen nicht, wie sie ihr Leben selbst meistern können. So lautet ihr oberstes Ziel „irgendwie überleben!"

Auf diese jungen Menschen mit elementaren Bedürfnissen wartet künftig im Café des  „FiveSeven“ an der Nordstraße auf 2,5 Vollzeitstellen ein engagiertes Team, das die Problemen ihrer Besucher ernst nimmt. Es besteht aus Moritz Chaborski (Sozialpädagoge), Annika Girbig (Sozialarbeiterin und bei der Arbeit Remscheid Bereichsleiterin U 25), Michael Raschke (Psychologe) und Eva Frank (Hauswirtschafterin). Sie verstehen sich als Ansprechpartner, Unterstützer, Begleiter, Händchenhalter, Gesprächspartner, Anleiter u.v.m. - kurz gesagt „Möglichmacher". Im „FiveSeven“ können junge Menschen Wäsche waschen, Essen kochen, Spiele spielen, Grundhygiene betreiben. Sie kommen in Kontakt mit anderen in der gleichen Situation und finden einen Ort an dem sie willkommen sind. Und wer nicht von sich aus dorthin findet, wird draußen, auf der Straßen, an öffentlichen Treffpunkten gesucht. Im Fachjargon heißt das „“aufsuchende Sozialarbeit“. Unterstützt wird das Team dabei von Jugendsozialarbeiterin Heidi Wolf und Streetworker Marcel Gratza (beide vom Fachdienst Jugend der Stadt Remscheid). Sie gehen ebenfalls dorthin, wo die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sich aufhalten.

Clearingstellen dieser Art gibt es schon in anderen Großstädten. Im Ruhrgebiet etwa – und in Berlin: Ein Video über das Modelprojekt in der Bundeshauptstadt findet sich auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=AqCLOTjWLhY&feature=youtu.be. Die Remscheider Clearingstelle hatte eine lange Vorlaufzeit. Die begann schon 2015, siehe Waterbölles vom 14. April 2015: „"Langzeitarbeitslosigkeit den Nachwuchs entziehen!" Jetzt endlich geht es los. Und hier noch die Info, wie sich Kontakt zu dem neuen Team in Remscheid herstellen lässt: Über Moritz Chaborski unter Tel. 0178 8798510 oder 0178 8798507 bzw. über Annika Girbig unter Tel. RS 9514725 oder 02191 9514705.

Stadtsparkasse lockert die Krawattenpflicht

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Der Dresscode der Remscheider Stadtsparkasse wird gelockert. Ab sofort kann man die Sparkassenmitarbeiter auch ohne Krawatte antreffen. Denn jeder unserer Herren – vom Vorstand bis zum Azubi – kann selbst entscheiden, ob er am Arbeitsplatz oder bei Kundenterminen eine Krawatte trägt. „Mit dieser neuen Regelung gehen wir mit der Zeit. Wir denken, dass ein etwas entspannterer Umgang mit der Kleiderordnung in den heutigen Zeitgeist passt und bei unseren Kundinnen und Kunden sowie unseren Kolleginnen und Kollegen gut ankommt“, sagt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Frank Dehnke. Anders als zu den Gepflogenheiten früherer Zeiten büße der Bankberater heute nicht mehr seine Seriosität ein, wenn er im Anzug, aber ohne den traditionellen Schlips dem Kunden gegenübertrete. Im Gegenteil: „Eine in Teilen etwas weniger formelle Kleidung kann zu einer aufgelockerten Gesprächsatmosphäre beitragen“, stellt Frank Dehnke fest. Die Lockerung bezieht sich allerdings nur auf die Krawattenpflicht. An der traditionellen Kleidung – Hemd und dunkler Anzug – wird festgehalten. Erstmals vorgestellt hatte Dehnke die im Vorstand aufgegriffene Idee beim Vereinsevent im Februar und für den Vorschlag große Zustimmung erhalten.