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OB unterstützt den bergischen Meer-Wert-Becher

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auch wenn ein Sprichwort behauptet, dass viele Köche den Brei verderben: Im Bergischen stimmt das nicht. Das belegt ein aktuelles Projekt, das jetzt an den Start geht. Ab sofort gibt es in Bäckereien und Cafés im Bergischen den „Meer-Wert-Becher“. Der Pfandbecher soll die Flut von Einweg-Bechern, die Stadt und Natur vermüllen, eindämmen. Initiiert hatte den „Meer-Wert-Becher“ die Bäko, die Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren. Die Idee, zuerst in Velbert umgesetzt, zog über den Obermeister der Bäcker-Innung Wuppertal, Dirk Polick, Kreise: Er machte für das Projekt Werbung in Remscheid, Solingen und Wuppertal, fand in den jeweiligen Abfallwirtschaftsgesellschaften Partner, bewegte Berufskollegs dazu, den Vertrieb zu übernehmen, machte bei Bäckern und Konditoren Werbung für das Mehrweg-System und gewann die bergischen Oberbürgermeister als Unterstützer für das Projekt.

Der Einsatz so vieler Aktiver hatte Erfolg: Am Mittwoch wurde der neue bergischen Mehrweg-Becher vorgestellt und ist ab sofort in den teilnehmenden Bäckereien und Cafés im Bergischen Städtedreieck erhältlich. Das Prinzip ist einfach: Den „Meer-Wert-Becher“ aus recyclingfähigem Material gibt es für einen Euro Pfand samt Heißgetränk in den Cafés und Bäckereien. Wird beim nächsten Besuch der Becher abgegeben, gibt es entweder das Pfandgeld zurück oder einen frischen Becher mit Getränk.

In Remscheid beteiligen sich vier Betriebe mit 48 Filialen an dem Mehrweg-Projekt. In Wuppertal sind bislang sieben Betriebe mit insgesamt 32 Filialen am Start, in Solingen ein Unternehmen mit vier Filialen. Wer wissen möchte, wo die nächste „Meer-Wert-Becher“-Filiale ist, kann sich ganz einfach online informieren. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) hat dafür eine Karte eingerichtet. Mit einem Klick auf http://www.wuppersaubertal.de/coffeetogo/ werden in einer Karte die teilnehmenden Cafés und Bäckereien in allen drei Städten sichtbar – und hoffentlich in der Zukunft immer mehr.

Die AWG und der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) gehen selbst mit gutem Beispiel voran: An ihren Standorten in Wuppertal (also zum Beispiel am Betriebshof am Klingelholl, dem Müllheizkraftwerk Korzert, dem Autorecycling am Deutschen Ring und an den AWG-Recyclinghöfen und ESW-Außenstellen) wurden die Einwegbecher abgeschafft und auf Mehrweg umgestellt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Bei vielen Menschen ist angekommen, dass wir unsere Umwelt schon mit kleinen und einfachen Verhaltensänderungen schützen können. Der Meer-Wert-Becher ist genau hierfür ein gutes Beispiel und ein wirklich tolles Projekt, um unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden. Ich selbst habe spontan zugegriffen und mir fünf Mehrweg-Becher für den Kaffee bei meinen Bürgerdialogen gesichert.“

Für einen Discounter ist hier eindeutig kein Platz mehr

Gebäude der Spedition Vöpel müssen weichen“, titelte der Waterbölles am 27. April. Seitdem ist auf dem früheren Firmengrundstück der Spedition Vöpel zwischen Kipper- und Haddenbacher Straße auf 6.100 des insgesamt 6.200 Quadratmeter  großen Geländes eine zwei- bis dreigeschossige Lagerhalle entstanden. Uns gestern überzeugten sich alle wesentlich an diesem Projekt beteiligten vom zügigen Innenausbau der Halle: Für die Stadt Remscheid  der Technische Beigeordnete Peter Heinze, Technischer und Ingo Lückgen, Leiter des Fachdienst Wirtschaftsförderung / Stadtmarketing / Liegenschaften; für den  Investor, die W&B Projektentwicklungs GmbH aus Darmstadt deren Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Gerald Wörner; für den Mieter, die familiengeführte WM-Firmengruppe (von Hans Heiner Müller) aus Osnabrück, Gebietsleiter Thomas Zafiroudis, Verkaufshausleiter Nils Gravemann und Christine Hergert (Unternehmenskommunikation).

Für die Stadt ist dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel für erfolgreiches Gewerbeflächenrecycling in Remscheid. Erfolgreich auch deshalb, weil es durch entsprechenden Maßnahmen der Stadtplanung gelang, die Ansiedlung von Einzelhandel auf dem ehemaligen Vöpel-Gelände zu verhindern, die im Widerspruch zum kommunalen Einzelhandelskonzept der Stadt gestanden hätte. Für den Bau eines neuen Discounters hatten bei der Erbengemeinschaft Vöpel gleich mehrere Investoren auf der Matte gestanden. Doch die Bauverwaltung hatte auf dem Einzelhandelskonzept bestanden und die Erbengemeinschaft zugleich zu einer Entscheidung gedrängt zugunsten einer Aktivierung der Brache als neue Gewerbefläche.

Die WM-Gruppe füllt mit der neuen Niederlassung Remscheid, von der auch die Kunden im Umland bedient werden sollen, einen „weißen Fleck“, wie gestern Thomas Zafiroudis. Denn für das Unternehmen, das mit rund 6.000 Mitarbeiter/innen und 230 Filialen in Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA einen Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielt, kommt es auf die „just in time“-Belieferung ihrer Kunden, „freie“ Autowerkstätten. Und von denen gibt es im Bergischen Land eine ganze Menge, wie eine von WM  in Auftrag gegebene Marktanalyse ergab.

Hier nun kam als Investor W&B Projektentwicklungs GmbH ins Geschäft. Sie suchte für die WM-Gruppe ein verkehrsgünstig gelegenes Gewerbegrundstück im Bergischen Land, wurde in Remscheid fündig, kaufte das Gelände von der Erbengemeinschaft Vöpel und errichtet nun in Abstimmung mit WM als dem künftigen Mieter die Lagerhalle. Ein Projekt im Gesamtvolumen einer „höheren einstelligen Millionensumme“, so Dr. Gerald Wörner, will sagen: mehr als fünf und weniger als zehn Millionen Euro.

Derzeit sind zahlreiche Handwerksfirmen dabei, die neue Halle in verschiedene Berteiche aufzuteilen. Der größte Teil ist für das dreigeschossige Lager bestimmt, der Platz für rund 70.000 verschiedene Kfz- und Lkw-Ersatzteile, Lacke, und Lackzubehör sowie Ausrüstungsteilen für Autowerkstätten. Die benötigten Teile können die freien Werkstätten sich auf Bestellung liefern lassen, aber auch vor Ort abholen. Dafür ist ein 150 Quadratmeter großer Verkaufsraum eingeplant (auch private Autobastler sind dort willkommen). Daneben ist eine Schulungswerkstatt vorgesehen (allein für die Mitarbeiter der freien Werkstätten). Und über dem Verkaufsraum, in der zweiten Etage, werden weitere Schulungsräume liegen sowie Büros und Sozialräume für die WM-Mitarbeiter/innen. Anfang werden es 15 sein, im Endausbau dann 40. Was die Stadt natürlich freut...

Mit der neuen Halle von WM ist das ehemalige Vöpel-Gelände übrigens noch nicht komplett verplant. Übrig bleiben - ebenfalls in der Vermarktung von W&B Projektentwicklungs GmbH – im rückwärtigen Teil am Wendehammer 2.000 Quadratmeter. Dr. Gerald Wörner: „Dafür gibt es bereits einige Interessenten!“ Das hörten Peter Heinze und Ingo Lückgen natürlich besonders gerne.

Bergische Drei auf TourNatur in Düsseldorf

Pressemitteilung des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.

Vom 6. bis 8.September wird sich die bergische Region wieder auf der „TourNatur“, der Leitmesse für Wandern, Trekking und Naturerlebnis in Düsseldorf, präsentieren. Mit im Gepäck: Berge von Karten- und Informationsmaterial zu den Rad- und Wandermöglichkeiten in der Region. Der Vorteil im Bergischen Städtedreieck: Die Natur ist immer in Reichweite der Städte und den Annehmlichkeiten wie Gastronomie und Verkehrsanbindungen. Der rasche Szenenwechsel von bergiger Wald- und historisch gewachsener Kulturlandschaft ermöglicht ein abwechslungsreiches Wandererlebnis.

Wander- und Outdoor-Aktivitäten liegen nach wie vor ungebrochen im Trend, Menschen bewegen sich gerne im Freien, das wird seit Jahren schon zunehmend als Ausgleich zum stressigen Alltag wahrgenommen. Wandern entlang der Seen, durch historische Altstädte oder durch die Täler im Städtedreieck – zu allen drei Themen sowie zu den vielen Gastgebern (Restaurants und Hotels) hat der Bergisch Land Tourismus Marketing e.V. separate Wanderkarten vorbereitet. Da auf der Messe auch Radtouren immer wieder nachgefragt werden, wird ebenso Infomaterial von den Panorama-Radwegen durch die Region angeboten. „Einfach bergisch Radeln“ ist für viele eine Einladung, sich ins bergige Städtedreieck zu begeben. „Wir erleben jedes Jahr steigendes Interesse. Vielen Menschen ist das Bergische Städtedreieck mittlerweile keine Unbekannte mehr. Daran können wir mit unseren Empfehlungen sehr gut anknüpfen“, so Sylke Lukas vom Bergisch Land Tourismus Marketing e.V.

Die Messe hat sich als sehr lohnend erwiesen, da sie punktgenau alle Outdoor-Interessierten abholt. Im letzten Jahr konnten 42.529 Natur-, Wander-, Fahrrad- und Trekkinginteressierte auf der Messe gezählt werden. 284 Aussteller präsentierten sich auf 4.075 m². Der Messeauftritt wird in diesem Jahr mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 über das Projekt »Zukunftsfit für NRW – Touristische KMU bei den Bergischen Drei« finanziert. Die Bergischen Drei befinden sich in Halle 6 F17.

Flexible Gestaltung erfordert lernwillige Handwerker

Dass Remscheid ohne Handwerk undenkbar sei, belegte Hans-Jürgen Althaus, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Remscheid, am Sonntag zu Beginn Lehrabschlussfeier in der Aula des Berufskolleg Technik Remscheid (BTR) an der Neuenkamper Straße mit „beeindruckenden Eckzahlen: 970 Handwerksbetriebe, 7.300 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und  rund 500 Auszubildende!“ Der Jahresumsatz im Gesamthandwerk beträgt ca. 700 Millionen Euro. Derzeit bieten die zwölf Innungen des Remscheider Handwerks insgesamt 22 verschiedene Ausbildungsberufe an. Hinzu kommt der Kaufmann für Büromanagement im Handwerk. In den letzten Jahren wurden pro Jahr jeweils 200 bis 220 neue Ausbildungsplätze angeboten. Jedoch fällt es den Betrieben von Jahr zu Jahr schwerer, geeignete junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu finden. Zitat: „Geeignet heißt in erster Linie ausbildungswillig und ausbildungsfähig. Die gestiegenen Ansprüche in den Ausbildungsberufen setzen einen guten Schulabschluss voraus. Das größte Problem ist die fehlende Ausbildungsreife der Bewerber!“  Dazu zählen die Ausbilder mangelndes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie das Fehlen elementarer Rechenfertigkeiten und ausreichende Kenntnisse in Deutsch und den naturwissenschaftlichen Fächern.

In diesem Jahr legten 102 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker die Gesellenprüfung erfolgreich ab und erhielten ihre Gesellenbriefe. Die 17 Jahresbesten wurden von Kreislehrlingswart Lutz Kotthaus, Kreishandwerksmeister Hans-Jürgen Althaus, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Handwerkskammerpräsident Andreas Ehlert besonders geehrt:

  • Bartoschek, Dawid, 25, Maler und Lackierer, FR Gestaltung + Instandhaltung, Stefan Seifert ,
  • Drecker, Michéle, 19, Friseurin, Germana Saporito Kernwein,
  • Goldbach, Alicia, 23, Gebäudereiniger/-in, Paul Schulten GmbH & Co. KG,
  • Heinemann, Tobias, 22, KFZ-Mechatroniker, SW PKW-Technik, Kfz.-Technik Rainer Henze e.K., Inh. Reinhard Zipperling,
  • Hennig, Christian, 22, Elektroniker, FR Energie- u. Gebäudetechnik, Elektro Geldsetzer GmbH & Co.,
  • Kassel, Ruven, 24, Tischler, Holger Vorberg und Lars Fleischer GbR,
  • Krüger, Luca-Marie, 22, Fachverkäuferin „Fleischerei“, Fleischerei Gerd Nolzen e.K., Inh. Marcus Weber,
  • Kwiaton, Patrick, 18, Dachdecker, FR Abdichtungstechnik, Dreyer Bedachungen e.K.,
  • Murgia, Chiara, 19, Fachverkäuferin „Bäckerei“, Horsthemke Backbetriebe GmbH
  • Netzlaff, Thomas, 21, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Hartmut Gattinger GmbH & Co. KG
  • Piel, Sebastian, 22, Metallbauer, FR Konstruktionstechnik, Heinrich Westermann GmbH
  • Preiß, Franziska, 26, Konditorin, Confiserie Kerkhoff GmbH
  • Röttelbach, Timo, 20, Maurer, Knebes Bauunternehmung GmbH & Co. KG
  • Steffens, Jannine, 24, Kauffrau für Büromanagement, SERVICEPOOL Instand-haltungsmanagement GmbH
  • Steinshorn, Pierre Ralf, 19, Graveur, SW Reliefgraviertechnik, Jungjohann CNC-Graviertechnik e.K.
  • Zimmer-Lachmann, Sebastian, 27, Bäcker, Bäckerei Evertzberg GmbH & Co. KG
  • Zimmermann, Tabea, 24, Automobilkauffrau, Autohaus Bergland GmbH,
  • Auch die Ausbildungsbetriebe der Jahresbesten erhielten eine Auszeichnung.

Im Namen der 102 Junghandwerker/innen bezeichnete Timo Röttelbach, (24), der  Maurerbei der Knebes Bauunternehmung GmbH & Co. KG das Maurerhandwerk erlernt hatte und am Sonntag als „der Beste der Besten“ ausgezeichnet wurde, das Handwerk als ein „starkes Stück Zukunft“.  Für viele von ihnen werde die Gesellenprüfung nicht das Ende ihrer beruflichen Entwicklung bedeuten. Jeder von uns wird seinen Weg gehen. „Meisterprüfung, Selbständigkeit, Studium und vieles mehr sind die Wege in eine gute und sichere Zukunft.“ Rat zu vielfältigen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, aber auch zu Fördermitteln, Zuschüssen und BaFög gebe es bei der Kreishandwerkerschaft Remscheid und der Handwerkskammer Düsseldorf. beraten. Hierzu gehört auch die Beratung über damit die finanzielle Belastung für die Weiterbildung im Rahmen bleibt. Den Lehrmeister/innen bescheinigte Timo Röttelbach  dankend, „viel Kompetenz, Einsatz und Geduld“. „Zwei bis dreieinhalb Jahre Ausbildung - das war auch für unsere Eltern, Familien und Freunde keine leichte Zeit. Dank für Motivation in schweren Phasen!“

„Wer mit seiner Hände Arbeit etwas schaffen bzw. erschaffen kann, ist in der digitalisierten Gesellschaft ein Gewinner der Zukunft“, betonte Kreislehrlingswart Lutz Kotthaus. Längst habe die Digitalisierung Einzug ins Handwerk gehalten und erleichtere die Administration. „Aber völlig ohne Handwerk wird es nicht funktionieren! Sicherlich könnte ein Haus komplett aus dem 3D-Drucker entstehen, aber für eine nachträgliche flexible Gestaltung braucht es auch künftig den Handwerker!“ Der müsse aber zum Lernen bereit sein.

Überraschende Auszeichnung für Remscheids OB

Das „Goldene Ehrenzeichen“ ist die höchste Auszeichnung, die die Handwerkskammer Düsseldorf zu vergeben hat. Und das geschieht nicht allzu oft. Die Kammer ist für alle Handwerkebetriebe im Regierungsbezirks Düsseldorf zuständig, also auch für das Bergische Städtedreieck. Und von dort, aus Remscheid, kam in diesem Jahr der Antrag von Hans-Jürgen Althaus, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Remscheid, und deren Geschäftsführer Fred Schulz, wegen herausragender Verdienste um das Remscheider Handwerk Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit dem „Goldene Ehrenzeichen“ auszuzeichnen. „Eine sehr gute Idee“, befanden der „Medaillenausschuss“ und der Vorstand der Handwerkskammer, und so hatte denn Kammerpräsident Andreas Ehlert heute eine große Urkunde, eine wertvolle Anstecknadel und eine Laudatio im kleinen Reisegepäck, als er von Düsseldorf nach Remscheid fuhr, um wie in den vergangenen Jahren an der traditionellen Lehrabschlussfeier der Kreishandwerkerschaft in der Aula des Berufskollegs Technik teilzunehmen. Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist dieser Termin ebenfalls seit langem selbstverständlich. Und so saß er denn ganz entspannt in der vorderen Reihe, als der Name seiner Heimatstadt Bielefeld fiel und Andreas Ehlert ihn mit dem „Goldene Ehrenzeichen“ überraschte. Und völlig überrascht war wenige Minuten später Fred Schulz, als auch er diese hohe Auszeichnung erhielt.

Arbeitsmarkt in Remscheid nimmt wieder Fahrt auf

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im August ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli um 423 auf 25.640 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr sind aber 715 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,8 Prozent. „Auch im August steht der bergische Arbeitsmarkt noch im Zeichen der Sommerferien. In Remscheid haben wir noch einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli, in Solingen und Wuppertal stellen wir hier einen leichten Anstieg fest. Verglichen mit den Werten aus August 2018 ist die Arbeitslosigkeit in allen drei Städten des Bergischen Städtedreiecks noch immer rückläufig. Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber Juli ist entstanden, weil sich eine nennenswerte Anzahl junger Menschen gemeldet hat, die auf den Beginn des Studiums, des Bundesfreiwilligendienstes oder auf eine Ausbildung warten. Hinzu kommen auch Ausbildungsabsolventen, die nach der Prüfung nicht übernommen wurden und jetzt auf der Suche nach einer passenden neuen Beschäftigung sind“, erläutert Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal den geringfügen Anstieg der Arbeits-losigkeit.

„Die Arbeitskräftenachfrage stellt sich in den drei Städten sehr unterschiedlich dar. Im August wurden insgesamt 1.217 Stellen neu gemeldet - das sind rund sieben Prozent mehr als vor einem Jahr. Bestimmte Branchen suchen unverändert händeringend nach Fachkräften. Die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten – möglichst bis hin zum Berufsabschluss wird immer wichtiger. Auch mit Blick auf die Bedarfe der Unternehmen werden wir uns verstärkt um dieses Handlungsfeld kümmern“, so Martin Klebe.

In Remscheid sind aktuell 4.156 Menschen arbeitslos gemeldet, 23 (0,6 Prozent) weniger als im Juli 2019 und 151 Personen (3,5 Prozent) weniger als im August 2018. Die Arbeitslosenquote liegt bei sieben Prozent, genau wie im Juli 2019. Im August 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 7,3 Prozent. Im August meldete sich in der Stadt 1.083 Personen neu oder erneut arbeitslos, und1.111 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Metallerzeugung, –bearbeitung und Metallbau; Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe; Verkehr und Logistik; Verkaufsberufe.

Aktuell sind in Remscheid 427 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 18 (4,4 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 21 Personen (5,2 Prozent) gestiegen. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.506 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 378 Personen 20,1 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren im August in Remscheid 6.024 Menschen unterbeschäftigt – 50 Personen weniger als vor einem Jahr. „Auch im August ist die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ist noch immer positiv. Während wir im Vergleich zum Vormonat in Solingen und Wuppertal einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit feststellen, ist sie in Remscheid gesunken. Im Vergleich zum Juli ist der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit geringer ausgefallen als in den Nachbarstädten.

In Remscheid wurden 5,2 Prozent mehr Stellen als im August 2018 gemeldet – verglichen mit dem Vormonat sind das 28,3 Prozent mehr. Abzuwarten bleibt, ob es sich um eine kurzfristige saisonale oder um eine nachhaltige Entwicklung handelt “, erklärt Martin Klebe.

Der Ausbildungsmarkt legt den Endspurt ein

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Derzeit suchen im Städtedreieck noch 827 Jugendliche eine Ausbildungsstelle. Auswählen können sie aus knapp 1000 offenen Ausbildungsstellen. Der Ausbildungsmarkt bietet nicht nur quantitativ noch Möglichkeiten, auch die Vielfalt der angebotenen Berufe ist groß. In Remscheid und Wuppertal gibt es zum Ende des Berichtsjahres mehr offene Aus-bildungsstellen als Ausbildungssuchende. In Solingen überwiegt die Zahl der Ausbildungssuchenden. Rein rechnerisch stehen im Bergischen Städtedreieck aktuell 100 Bewerbern 79 Ausbildungsplätze gegenüber. Im letzten Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 71 Ausbildungsstellen.

In Remscheid allein wurden796 Ausbildungsstellen. Dies sind 115 Stellen oder 16,9 Prozent mehr als im letzten Jahr. Aktuell sind in der Stadt noch 208 Ausbildungsstellen frei und damit 37 Stellen (21,6 Prozent) mehr als im letzten Jahr. Bis August meldeten sich 819 Bewerberinnen und Bewerber wegen ihrer Suche nach einer Ausbildungsstelle bei der Berufsberatung in Remscheid. Das sind 54 Jugendliche oder 7,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aktuell suchen noch 138 Jugendliche aus Remscheid eine Ausbildungsstelle, im Vorjahr waren es sieben (4,8 Prozent) weniger. In Remscheid ist allerdings die Relation der Stellen zu Bewerbern im Bergischen Städtedreieck am günstigsten. Hier kommen auf 100 Bewerber rechnerisch 97 Ausbildungsstellen, vor einem Jahr waren es 89.

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EWR erneut als Wasserversorger ausgezeichnet

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Zum 10. Mal hat die EWR GmbH an einem freiwilligen Leistungsvergleich von Wasserversorgungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen (Benchmarking) erfolgreich teilgenommen. Einer der wichtigsten Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge ist die nachhaltige Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser. Damit wird eine wesentliche Grundlage für die Gesundheit der Menschen und für eine gesicherte Entwicklung von Wirtschaft und Industrie geschaffen. Um das hohe Niveau der Trinkwasserversorgung in NRW zu sichern, besteht seit nunmehr elf Jahren das Projekt „Benchmarking Wasserversorgung in NRW”. Hierbei werden die Wasserversorgungsunternehmen jährlich nach festgelegten Kriterien, unter Berücksichtigung der individuellen Randbedingungen, beurteilt und miteinander verglichen und so in die Lage versetzt, Verbesserungspotenziale zu erkennen und umzusetzen. Der Kennzahlenvergleich bietet dabei sowohl großen als auch kleinen Wasserversorgungsunternehmen gleichermaßen die Möglichkeit, das eigene Handeln im Vergleich mit anderen Unternehmen zu überprüfen und Vorteile daraus für sich zu generieren. Obwohl die Teilnahme der Wasserversorger auf freiwilliger Basis und auf eigene Kosten erfolgt, nehmen bereits seit der dritten Projektrunde jedes Jahr zahlreiche Unternehmen teil, die zusammen weit über 85 Prozent der Trinkwasserabgabe an Endkunden in NRW repräsentieren. In diesem Jahr nahmen 112 Unternehmen teil. Damit ist das Benchmarking Wasserversorgung NRW das bundesweit erfolgreichste Benchmarking-Projekt. Die hohe Teilnehmerquote belegt zudem das Vertrauen, das zwischen den Wasserversorgungsunternehmen und dem Projektdienstleister aufgebaut werden konnte.

Die Ergebnisse aus dem Projekt gestatten einen ganzheitlichen Leistungsvergleich der Wasserversorgung unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, mit dem das Land NRW regelmäßig einen repräsentativen Überblick über den aktuellen Stand der Wasserversorgung erhält: von der Gewinnung bis zur Kundenabrechnung. Die EWR GmbH beliefert pro Jahr die Remscheider Einwohner mit 6 Mio. Kubikmeter Wasser. Sie unterhält vier Trinkwasserbehälter, vier Druckerhöhungsanlagen, 21 Druckminderungsanlagen und ein Leitungsnetz von 464 km Länge. „Im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist die Teilnahme der EWR GmbH ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Sicherstellung einer hohen Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität in Remscheid und dient gleichzeitig zur Verbesserung der betrieblichen Leistungserbringung in technischer und wirtschaftlicher Sicht“, so Dr. Joachim Frings, Leiter der Abteilung Gas- und Wassernetz bei der EWR GmbH.

Ladessäule hinter dem Rathaus käme EWR zu teuer

In der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen (BV) am 3. April hatte diese von der Verwaltung empfohlenen Beschluss über die Einrichtung einer Ladestation für Elektrofahrzeuge an der Kreuzbergstraße zurückgestellt. Wohl auch aus Rücksicht auf den Marketingrat Lüttringhausen e.V. und drei seiner Mitglieder (Metzgerei Nolzen, Kiosk Friedrich, Bäckerei Beckmann). Dier Anrainer hatten geltend gemacht, dass es für eine Ladestation für Elektro-Autos auf dem Parkplatz zwischen der Metzgerei und Bäckerei noch gar keine entsprechende Nachfrage gebe. Der Marketingrat in seinem Brief an die BV: „Praktisch heißt das für uns, dass zwei Stellplätze als Kundenparkplätze wegfallen und den ganzen Tag für potentielle Ladevorgänge freigehalten werden. Kurzparker müssen bei Nichtbeachtung mit Strafzetteln rechnen.“ Befürwortet wurde statt dessen eine Installation hinter dem Rathaus, wo sie keine „Einzelhandels-Parkplätze" belege. Denn jedes E-Fahrzeug sei auf Grund seines integrierten Navigationsgerätes problemlos in der Lage, auch Ladestellen anzufahren, die nicht ganz offensichtlich in „erster Reihe" lägen.

Zur heutigen Sitzung hat die Verwaltung wie erwartet den Beschlussvorschlag vorgelegt, die Rückrückstellung von April wieder aufzuheben. Sie begründet das damit, dass von einer ganztägigen Blockierung von zwei Parkplätzen für Ladevorgänge keine Rede sein könne, und verweist auf den ursprünglichen Beschlussvorschlag. Zitat: „Auf dem ... Parkplatz besteht aktuell eine Parkscheibenregelung (1 Stunde, werktags, Mo - Fr 10 - 18 Uhr und Sa 10 - 14 Uhr). Diese Regelung soll für Elektrofahrzeuge übernommen werden. Eine Parkzeitbeschränkung mit einer Parkdauer von einer Stunde ist angebracht, da es sich um einen stark frequentierten Bereich handelt.“ Die Verkehrsüberwachung des Fachdienstes Bürger, Sicherheit und Ordnung habe im Übrigen zugesagt, den Parkplatz nach Installation der Ladesäule regelmäßig zu kontrollieren. Die Kosten für die Installation der Ladesäule übernimmt die EWR GmbH. Für den Doppelparkplatz ist eine Normal-Ladesäule (AC) mit zwei Anschlussmöglichkeiten geplant, so dass sich pro Parkplatz eine Leistung von 22 kW ergibt. Die Verlegung der Parkplätze hinter das Rathauswäre mit zu hohen Kosten für Tiefbauarbeiten zur Verlegung entsprechender Anschlussleitungen verbunden. (Am 31.Dezember 2019 waren in Remscheid 61 reine Elektrofahrzeuge sowie 77 Plug-in-Hybridfahrzeuge zugelassen.)

Bis Oktober 2020 Elterninitiative mit drei neuen Kitas

Fachlich begleitet von der AWO Kreis Mettmann gGmbH und der Stadt Remscheid hat sich in Remscheid im Februar auf Initiative des AWO-Kreisverbandes Remscheid die „AWO-Elterninitiative Remscheid“ gebildet. „Zunächst als Gründungsinitiative“, wie der Vorsitzende Rainer Bannert gestern auf einer Pressekonferenz im Neuen Lindenhof zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Melanie Konopka und Oliver Kipp (stellv. Vorsitzende), Chiara Bronzetti (Schatzmeisterin) sowie den Beisitzern Natalie Gün und Ralf Noll erläuterte. Denn sie stehen vor einem ehrgeizigen Projekt, für das der Vorstand noch weitere Unterstützer benötigt – er soll auf insgesamt zehn Personen erweitert werden soll –, und für das insgesamt rund 250 Vereinsmitglieder gesucht werden, „Menschen aller Konfessionen und Nationalitäten“, allesamt Eltern von Kleinkindern, die in der Stadt im nächsten Jahr oder später einen Kita-Platz für ihren Nachwuchs suchen und die vor ehrenamtlicher Mitarbeit in der neuen Elterninitiative nicht zurückschrecken.

Das Projekt konkret: Der Betrieb von drei Kindertagesstätten mit  zusammen 250 Plätzen für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren.

  • Aus vier Gruppen mit 75 Plätzen soll die neue Kita bestehen, die in die ehemalige katholische Kirche auf Honsberg, Engelsberg, einziehen wird,
  • aus vier Gruppen mit 80 Plätzen die neue Kita an der Hackenberger Straße und
  • aus fünf Gruppen mit 100 Plätzen die neue Kita auf dem Gelände der alten Villa Mannesmann an der Burger Straße.

Für diese drei Kitas, die ab Juni kommenden Jahres in Betriebe gehen sollen, benötigt die AWO Elterninitiative Remscheid e.V. als Arbeitgeber Insgesamt rund 50 Erzieherinnen und Erzieher. Sie zu finden, dürfte weitaus schwieriger werden als die Anstellung von Küchenhilfen oder Hausmeistern. Denn der Arbeitsmarkt für gelernte Kita-Kräfte ist nahezu leergefegt. Und das Land fördert immer noch nicht diese Ausbildung“, kritisierte gestern Rainer Bannert. Einen Vorteil sieht er allerdings für den Betrieb von drei Kitas unter einem Dach: Die Aus- und Weiterbildung werde leichter fallen, und natürlich auch, bei personellen Engpässen (Vakanzen, Krankheitsfällen o. ä.) für Ausgleich zu sorgen  durch „Springer“ aus den anderen beiden Kitas. Rainer Bannert: „Das pädagogische Konzept steht bereits!“ Die Rede ist von einer offenen, situationsorientierten Pädagogik mit altersentsprechenden Mitbestimmungsmöglichkeiten im Alltag (, Kinderparlamenten), nicht statisch, sondern angepasst an die jeweiligen Örtlichkeiten.

Und auch die Investoren der drei neuen Kitas stehen fest, gefunden von der Stadt Remscheid in einem  so genannten Interessenbekundungsverfahren, an dem sich insgesamt 15 Unternehmen beteiligt hatten:

  • Die ehemalige Kirche St. Bonifatius am Engelsberg auf Honsberg wird die die ibs-Immobilien und Bauträger Service GmbH von Mario Temmink aus Hilden zur Kita umbauen,
  • die ehemalige Mannesmann-Villa der Signa Funds (Düsseldorf), der auch hinter dem Kita-Neubau an der Arturstraße steht, und bei der
  • Neuen Kita an der Hackenberger Straße ist die Stadtsparkasse Remscheid der Investor, wie bereits berichtet.

Die Verträge zwischen der Eltern9iniative und den Investoren sind auf eine Laufzeit von 20 Jahren  ausgelegt (mit einer Verlängerungsoption), aber noch nicht notariell besiegelt. Denn die Investoren haben die Bauanträge für die einzelnen Kitas noch „in Arbeit“, wie Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend der Stadt, gestern berichtete. Die Verträge stehen erst an, wenn die Stadt die Bauanträge genehmigt hat. Bei den ambitionierten Bauzeiten kann das aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Denn bis Oktober 2020 sollen aller drei Kitas den Betrieb aufgenommen haben.

Sozialdezernent Thomas Neuhaus: „Ich bin dankbar für das Engagement der AWO! Das ist für uns so etwas wie ein Befreiungsschlag!“ Denn das bringt die Stadt ihrem Ziel wieder ein Stück näher, die U3-Quote von 46 Prozent (jetzt 35 Prozent) und die Ü3-Quote von 98 Prozent (jetzt 91 Prozent) „möglichst schnell“ (Willecke) zu erreichen., Natürlich sei der Stadt jeder Kita-Träger recht, fuhr Neuhaus fort, wenn dieser gute Pädagogik biete, am besten aber, dieser habe auch, wie im diesem Fall, einen freien Wohlfahrtsträger mit betriebswirtschaftlichem Knowhow an seiner Seite.

Die AWO-Elterninitiative geht bei den drei neuen Kitas von einem Jahresumsatz von drei Millionen Euro aus. Sie selbst muss davon ca. vier Prozent gleich 120.000 Euro selbst erwirtschaften – im Gestalt von finanziellen Elternbeiträgen, ehrenamtlicher Mitarbeit (Kochen, Gartenpflege etc.) oder Sponsorengeldern – und daraus auch noch Rücklagen bilden  für spätere Jahre.

Acht neue Azubis bei EWR und Stadtwerken

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Bevor am 2. September für acht neue Auszubildende der Start ins Berufsleben beginnt, begrüßten in einer Einführungsveranstaltung Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann, die Ausbildungsleiterin Nancy Fuchs und die Ausbildungskoordinatorin Lina Jäckel, die „Neuen“ und deren eingeladene Eltern. Sie erhielten einen Überblick über die einzelnen Gesellschaften der Unternehmensgruppe und den Ausbildungsverlauf. Traditionell engagiert sich der Stadtwerke Remscheid-Unternehmensverbund sehr stark in der Ausbildung und hält trotz des zunehmend härter werdenden Energiemarkts an einer hohen Ausbildungsquote fest. In diesem Jahr erweitert der Unternehmensverbund sogar seine Ausbildung um zwei weitere Ausbildungsberufe – den Rohrleitungsbauer und den Fachinformatiker für Systemintegration.

Die Energiewirtschaft ist eine zukunftsträchtige Branche, die große Entwicklungspotentiale für die Jugendlichen bereithält. Die nachhaltige und ökonomische Energieerzeugung, -beschaffung und -versorgung sowie der Klimaschutz stellen Energieanbieter vor große Herausforderungen. Außerdem wird die Energieversorgung der Zukunft dezentral sein. Damit kommt dem Energiedienstleister eine entscheidende Rolle zu, vor allem auf den Gebieten der Blockheizkraftwerke, der regenerativen Energieerzeugung, Energieeffizienz und Elektromobilität. Alles Themen, in denen sich die EWR und die Stadtwerke Remscheid bereits intensiv engagieren.

Der Stadtwerke Remscheid-Unternehmensverbund fördert aktiv die Ausbildung in Remscheid sowie in der Umgebung und nimmt dazu an zahlreichen Veranstaltungen, wie z. B. am Bergischen Ausbildertag in Wermelskirchen und an der Wuppertaler Ausbildungsbörse mit Beratungsständen teil. Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich direkt von den Ausbildern und von den derzeitigen Auszubildenden über die angebotenen Berufe und die entsprechenden Ausbildungsinhalte beraten zu lassen. Als einer der großen Ausbildungsbetriebe im Bergischen Land ermöglicht die Stadtwerke Remscheid-Unternehmensgruppe Auszubildenden eine qualifizierte Ausbildung in verschiedenen Berufsbildern. „Damit sorgen wir selbst für gut ausgebildeten Nachwuchs, um den geschäftspolitischen Anspruch an erstklassige Dienstleistung gerecht zu werden sowie einen hohen Qualitätsstandard zu sichern. Unsere umfangreichen Ausbildungsaktivitäten sind somit im Interesse aller Beteiligten Investitionen in die Zukunft der Menschen und der Unternehmen sowie ein Beitrag für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in Remscheid“, erklärt Prof. Dr. Thomas Hoffmann.

GEWAG hat 6.234 Wohnungen im Eigenbestand

Die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid beginnt am morgigen Mittwoch um 15 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses Vorgelegt wird der Hauptversammlung der festgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018, der Lagebericht 2018 sowie der Bericht des Aufsichtsrates. Des Weiteren beschließt die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2018. Für die GEWAG war 2018 ein besonderes Jahr - es jährte sich das Gründungsdatum (20. Februar 2018) zum hundertsten Mal, und sie nahm dieses Ereignis zum Anlass, auf die vergangenen Jahrzehnte zurückzublicken, eine Bestandsaufnahme zu machen und in die Zukunft zu schauen.

Die Gesellschaft hat ihren Auftrag umgesetzt, den ihr die Gründungsväter aufgetragen haben, nämlich „gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen zu billigen Preisen für ausschließlich minderbemittelte Familien oder Personen zu schaffen". Wenn heute die Wahl der Worte auch etwas anders ausfallen würde, so ist der Gesellschaftszweck dem Grunde nach erhalten geblieben. Dagegen sahen sich die gesellschaftlichen und wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen einem steten Wandel ausgesetzt. Auf ihn reagierte die Gesellschaft mit Lösungs- und Handlungsansätzen, mit denen sie den jeweiligen Herausforderungen wie der Wohnungsnot aufgrund von Kriegen, durch Aus- und Umsiedler oder zuletzt Kriegs- und Armutsflüchtlingen begegnete. Auch der Anstieg der Betriebs- und Heizkosten, die sogenannte „zweite Miete", veranlasste die Gesellschaft frühzeitig, kostenreduzierende Maßnahmen zu ergreifen und z.B. verbrauchsabhängige Müllentsorgung zu betreiben, innovative Energiesparsysteme zu installieren oder großvolumige Gaslieferungsverträge abzuschließen.


Heute gehören zu den besonderen Herusforderungen für die Gesellschaft, die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit in Einklang zu bringen. Dabei müssen gesellschaftliche Trends, Wohnwünsche verschiedenster Kundengruppen, der demografische Wandel, Klima- und Ressourcenschutz, gesetzliche Vorgaben u.v.a.m. Berücksichtigung finden. Auch die Kleinsten der Remscheider Bevölkerung gehören zur „Kundengruppe" der Gesellschaft. Im Dezember 2018 wurde der Neubau der Kindertageseinrichtung Paulstraße (Remscheid-Kremenholl) an die Stadt Remscheid bzw. das Betreuungsteam und eine große Kinderschar übergeben. Das zweigeschossige Gebäude wurde in einer Bauzeit von 15 Monaten errichtet und bietet auf rund 740 Quadratmetern Raum für vier Gruppen einschließlich der Betreuung von unter Dreijährigen. Die Wärmeversorgung ist über Geothermie (Erdsonden) sichergestellt; das führt zu niedrigen Energiekosten. Die moderne rund 2,1 Millionen € teure Kindertageseinrichtung ist ein wichtiger Beitrag zum bedarfsgerechten Ausbau des Betreuungsangebotes der Stadt Remscheid.

Die größten Investitionen fielen in den Bereichen Bestandspflege, Modernisierung und energetische Sanierung an. Gemäß den strategischen Zielen der Gesellschaft haben bei Modernisierungen Maßnahmen zur energetischen Sanierung und zur altersgerechten Bestandsanpassung besondere Bedeutung. Bei Einhaltung der für diese Maßnahmen ggf. zu erfüllenden bautechnischen Normen und baurechtlichen Anforderungen werden die Standards für derartige Maßnahmen so festgelegt, dass die sich aus ihnen ergebenden Mietumlagen (einschließlich etwaiger Erhöhungen oder Verminderungen bei den Betriebskostenumlagen) die Mietzahlungsfähigkeit der Bezieher unterer und mittlerer Einkommen nicht überfordern.

Die energetische Sanierung von Gebäuden bedeutet in erster Linie Verbesserungen an bestehenden Gebäuden vorrangig mit dem Ziel der Verminderung des Energieverbrauchs. Häufig sind damit aber auch Arbeiten zur Verschönerung des Treppenhauses, des Eingangsbereiches sowie der Hauszugangstechnik und des Wohnumfeldes verbunden. Zusätzlich wird dem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis der Bewohner Rechnung getragen und für mehr Sicht und Helligkeit gesorgt. Durch den nachträglichen Einbau von Aufzügen werden die Gebäude nicht nur barrierearm und altersgerecht umgebaut, sondern es steigert sich der Benutzerkomfort für alle Bewohner, egal ob jung oder alt.

Nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt der Sanierungsmaßnahmen im Quartier Hasenberg in Remscheid-Lennep lag und lediglich das Gebäude Johann-Daniel-Fuhrmann-Straße 14 im Jahresprogramm 2018 umgesetzt wurde, kamen im selben Jahr mit der Johannesstraße 1 und Freiheitstraße 1 und 4 drei markante Gebäude in zentraler Lage Remscheids zur Durchführung. Auch in Wermelskirchen werden die abgeschlossenen Arbeiten zur Sanierung der Gebäudehülle der Häuser Königstraße 66 - 76 und Schillerstraße 65 - 67 dazu beitragen, dass man den Energie- und Klimaschutzzielen näher kommt. Insgesamt wurden für die aus den 1950er und 1960er Jahren stammenden 158 Wohnungen rund 5,0 Mio. € aufgewandt, die sich aus Mitteln des Programms „Energieeffizient Sanieren, KfW 152" und Eigenkapital zusammensetzen.

Die seit geraumer Zeit relativ niedrigen Energiekosten, die die Gesellschaft in mehrjährigen Lieferverträgen mit Versorgern aushandeln und sichern konnte, wird die Gesellschaft nicht zum Anlass nehmen, Umfang und Tempo der Energiesparmaßnahmen an der Gebäudehülle und der Heizungsanlagentechnik zu reduzieren, denn auch für 2019 ist wieder ein hohes Investitionsvolumen mit rund 5,8 Mio. € für 16 Häuser mit 128 Wohnungen geplant.

Insgesamt fielen in 2018 für die Bestandspflege und Einzelmodernisierung von Wohnungen 8,5 Mio. € bzw. 19,74 € je qm Wohn- und Nutzfläche an, 2,6 Mio. € davon für den Austausch von Oberböden durch Verlegung strapazierfähigen Bodenbelags, Einbau neuer Bäder und Fliesenspiegeln in den Küchen sowie die Erneuerung von Innentüren, der Elektroinstallation usw. in 134 Einheiten.

Die Marktsegmentierung nach Nutzergruppen hilft der Gesellschaft, Angebote passgenau auszurichten und kundenspezifisch anzubieten. Im Geschäftsjahr 2018 fanden 502 Wohnungswechsel statt, das entspricht einer Fluktuationsrate von 8,1 Prozent und liegt damit auf dem Niveau gleichgroßer Wohnungsunternehmen. Im gleichen Zeitraum wurden 503 Neuverträge für Wohnungen abgeschlossen. Zum 31.12.2018 bewirtschaftete die Gesellschaft einen Eigenbestand von 6.234 Wohnungen, 89 gewerblichen Einheiten und 1.911 Garagen bzw. Stellplätzen mit einer Wohn- und Nutzfläche von 432.181 qm. Der öffentlich geförderte und preisgebundene Wohnraum umfasst unverändert 1.453 Einheiten.

Die Gesellschaft versteht sich als modernes Dienstleistungsunternehmen, das seinen Kunden lebenswerten, bedarfsgerechten Wohnraum zu leistbaren Preisen und einen verlässlichen Service bietet. Neben dem Neubau von Wohnungen und Sozialbauten wird das Unternehmen mit der Kombination aus Modernisierungs-, Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen den Substanzwert der Bestandsimmobilien optimieren und somit zum positiven Erscheinungsbild der Quartiere beitragen. Dabei unterstützt sie die Energiewende durch den Einsatz erneuerbarer Energien und durch höhere Energieeffizienz fossiler Energieträger aufgrund innovativer Heiz-, Regel- und Messtechnik.

Nach einem Jahresüberschuss in 2018 in Höhe von 2,6 Mio. erwartet die GEW AG für das laufende Geschäftsjahr rund 1,2 Mio. €. Die Reduzierung resultiert unter anderem aus der geplanten Erhöhung von Instandhaltungsaufwendungen, dem Anstieg des Abschreibungsaufwandes für Immobilien aufgrund der Sanierungs- und Neubautätigkeit sowie dem Rückgang der Erträge aus dem Verkauf von Bestandsimmobilien im Rahmen der Mieterprivatisierung. (Pressemitteilung der GEWAG)