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Innovative Projekte im Bergischen Städtedreieck

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW

Das Bergische Städtedreieck erforscht nachhaltige Lösungen für die Mobilität von morgen. Wie kann Mobilität in der Smart City gestaltet und welche technologischen Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Das will die von der Landesregierung geförderte Initiative „Bergisch.Smart: Künstliche Intelligenz als Enabler für die Mobilität von Morgen“ ermitteln. Wirtschaft-und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übereichte bei der Auftaktveranstaltung den Zuwendungsbescheid für das erste von vier Verbundprojekten im Bergischen Städtedreieck über zunächst 1,1 Millionen Euro. Insgesamt hat „Bergisch.Smart“ ein Volumen von rund 24 Millionen Euro, von denen das Land aus dem Programm „Digitale Modellregionen“ 13 Millionen Euro beisteuert. Einen weiteren Förderbescheid über 1,7 Millionen Euro übergab Pink-wart in Wuppertal für den Aufbau eines Kompetenzzentrums für automatisiertes Fahren.

Minister Pinkwart: „Die Bergische Region ist ein starker Standort für die Automotive-Branche, für Künstliche Intelligenz und 5G. Es gibt hier viele starke Unternehmen und großes Gründerpotenzial. Diese Stärken bauen wir gemeinsam mit Partnern der Industrie weiter aus. Bergisch.Smart, das Kompetenzzentrum automatisiertes Fahren und das Kompetenznetzwerk Automotiveland.NRW sind gute Beispiele dafür. Wir unterstützen die Region gerne dabei, sich zum Mobilitätsstandort der Zukunft weiterzuentwickeln.“

Ziel des ersten Verbundprojekts „Rethinking Mobility“ ist es, Künstliche Intelligenz zur Entwicklung von SmartCity-Lösungen zu nutzen. Eingesetzt werden könnten diese Anwendungen beispielsweise im Öffentlichen Personennahverkehr und in der Automobilindustrie. Minister Pink-wart übergab den Bescheid an ein Konsortium aus den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal, der Bergischen Universität, dem Automobilzulieferer APTIV, den Wuppertaler Stadtwerken, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) und der „Neue Effizienz GmbH“.

Mit 1,7 Millionen Euro aus dem Programm Regio.NRW fördert das Wirtschaftsministerium zudem den Aufbau eines Kompetenzzentrums für automatisiertes Fahren durch die Bergische Universität Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH und die Hochschule Ruhr-West. Das anwendungsorientierte Kompetenzzentrum soll als zentrale Anlaufstelle für ganz Nordrhein-Westfalen dienen, relevante Themen aufgreifen, bündeln und Kommunen beraten.

Das Kompetenzzentrum ist eines von 36 Projekten, die im Frühjahr über den Projektaufruf „Regio.NRW – Innovation und Transfer“ ausgewählt worden waren. Es wird mit EU-Mitteln aus dem Programm „Europäischer Fonds für die Regionale Entwicklung – EFRE“ gefördert. Ziel ist es, mit neuen Kooperationen die innovativen Potenziale in den Regionen zu heben und die Standortqualität zu stärken. Der Förderaufruf richtete sich an kommunale und regionale Wirtschaftsförderungen, Kammern, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Mit dem Programm Digitale Modellregionen unterstützt die Landesregierung Aachen, Gelsenkirchen, den Kreis Paderborn, Soest und Wuppertal dabei, ihre Verwaltung schneller zu digitalisieren, Bürgern und Unter-nehmen attraktive Angebote zu bieten und mit der Wirtschaft innovative Projekte zur Stadtentwicklung umzusetzen. Bis Programmende stehen dafür rund 90 Millionen Euro an Landesmitteln zur Verfügung. Mehr als 100 Projektideen wurden bisher eingereicht.

Aktion für mehr betriebliche Mitbestimmung

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbandes Remscheid

Unter dem Motto „Tarif gerecht für alle“ führt der DGB Stadtverband Remscheid am 9. November von 10 bis 12 im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs auf der oberen Alleestraße eine Verteil- und Informationsaktion durch. Hierbei soll für mehr betriebliche Mitbestimmung und Tarifbindung geworben werben. Die Gewerkschafter hoffen auf viele interessante Gespräche. Ob bei Löhnen, Arbeitszeiten oder Urlaubstagen – zur Regelung von Arbeitsbedingungen gibt der Gesetzgeber in Deutschland lediglich die Mindestanforderungen vor. Der Großteil der Bedingungen wird zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelt und in Tarifverträgen festgeschrieben. Um flächendeckend gute Löhne und Arbeitsstandards zu sichern müssen Tarifverträge deshalb für möglichst viele Beschäftigte gelten und möglichst viele Unternehmen müssen an Tarifverträge gebunden sein. (Peter Lange, DGB-Stadtverbandsvorsitzender)

'Smart City Index' erteilt Remscheid schlechte Noten

Der „Smart City Index“ des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (bitkom) , der dieses Jahr erstmalig veröffentlicht wurde, erhebt den Digitalisierungsstand aller 81 Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern anhand von 35 Indikatoren (Online-Bürgerservices, Webauftritte, Social-Media und Apps, Breitbandausbau, Infrastruktur für neue Mobilitätsformen). Künftig soll der Index jährlich über den Zustand der Kommunen informieren und damit Anreize zur zügigen Weiterverfolgung der Digitalisierung schaffen. Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 7. November, des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 12. November und des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss am 28. November fragt die Fraktion der Grünen im Rat der Stadt Remscheid nach den Konsequenzen, die die Stadt Remscheid aus den Ergebnissen des „Smart City Index“  zu ziehen gedenkt.  Denn darin  hat die Stadt Remscheid in der Gesamtwertung Rang 79 von 81 belegt. Auch in den weiteren Kategorien Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft platziert sich Remscheid im unteren Drittel. „Besonders frappierend sind die Ergebnisse in den Bereichen Energie und Umwelt sowie Mobilität, in denen Remscheid Platz 79 bzw. 80 belegt“, so die Grünen in ihrer Anfrage.

In Anbetracht des schlechten Abschneidens der Stadt Remscheid, stellen sich der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen folgende Fragen

1. Wie bewertet die Stadt Remscheid die Ergebnisse des Smart City Indexes? Werden die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit den städtischen Beteiligungen evaluiert?

2. Welche Konsequenzen zieht die Stadt Remscheid aus den Ergebnissen? Werden die Bewertungen in der Digitalisierungsstrategie der Stadt Berücksichtigung finden?

3. Besonders schlecht schneidet Remscheid in den Bereichen Energie, Umwelt und Mobilität ab. Werden digitale Fragen und Lösungen bei der Aufstellung der Nachhaltigkeitsstrategie und damit bei der Umsetzung der bestehenden Klimaschutz- und Mobilitätskonzepte Berücksichtigung finden?

4. Wie stellt sich der aktuelle Sachstand des Modellprojektes „Digitale Modellkommune Wuppertal“ dar, an dem Remscheid und Solingen als Partnerstädte beteiligt sind?

5. In welchen Fachdiensten und Produkten konnten bislang Arbeitsprozesse und/ oder Dienstleistungsangebote ganz oder teilweise digitalisiert werden?

6. Mit welchen privatwirtschaftlichen Anbietern und/ oder öffentlichen Partnern arbeitet die Stadt Remscheid derzeit bei der Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung zusammen?

7. In welcher Form setzt sich die Stadt Remscheid auf Landesebene für eine zügige Harmonisierung von Programmen und Schnittstellen in der digitalen Kommunalverwaltung ein? Mit welchem Ergebnis?

8. Wann ist mit dem seit mehr als drei Jahren versprochenen Relaunch der städtischen Homepage zu rechnen?

9. Über welche eigenen Accounts verfügen die Stadt Remscheid und ihre Tochterunternehmen in den Sozialen Medien und wie werden insb. die städtischen Accounts redaktionell und finanziell unterhalten?

10. Wie ist der Sachstand der 2018 beschlossenen Prüfung der Einführung eines sogenannten Mängelmelders in Form einer App?

Informationen über Konsequenzen des Brexits

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Das ständige Hin und Her um den EU-Austritt Großbritanniens verschärft die bereits große Planungsunsicherheit und Ungewissheit in der deutschen Wirtschaft. Unternehmen, die auch nach dem Brexit Handelsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich aufrechterhalten möchten, müssen sich auf neue Rahmenbedingungen vorbereiten – aber auf welche? Genau darum geht es am Mittwoch, 6. November, in der IHK-Informationsveranstaltung „Die Konsequenzen des Brexits“ von 16 bis circa 18 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Wuppertal, Heinrich-Kamp-Platz 2. Im Mittelpunkt steht die Frage, nach welchen Regeln der deutsch-britische Handel ab dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs ablaufen wird. Dabei werden verschiedene Szenarien besprochen: Zum einen die mit dem harten Brexit einhergehenden Änderungen, insbesondere in der Zollabwicklung und bei vertraglichen Beziehungen, zum anderen auch die handelspolitischen Aspekte eines geregelten Austritts mit Abkommen.

Zu Beginn der Veranstaltung werden wirtschaftliche und zollrechtliche Konsequenzen des Brexits dargestellt. Anschließend werden die Teilnehmer die Gelegenheit bekommen, sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zoll auszutauschen. Dabei können auch individuelle Fragestellungen behandelt werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung unter www.bergische.ihk.de wird gebeten. (Thomas Wängler)

Die Senioren in Hof Glassiepen sind völlig entsetzt

Unruhe unter Glassiepen-Mietern wegen neuem Besitzer“, titelte der Waterbölles am 9. August.  Da waren die rund 120 Wohnungen der Seniorenwohnanlage Hof Glassiepen, Peterstraße 26, gerade von der Gisela Hübeler Immobilienverwaltung, Industriestr. 23, an die „Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH“ (Stammkapital 25.000 Euro) mit Sitz in Sarstedt, Käthe-Paulus-Straße 2a, verkauft worden. Die wird seit Februar beim Amtsgericht Hildesheim unter dem Aktenzeichen HRB 206109 geführt. Sie ist eine von vielen Projektgesellschaften der Wert-Investition Holding GmbH, die 2016 aus der 1992 von Werner Ströer gegründeten Wert-Investition GmbH entstand.  Bis heute ist dieser der Geschäftsführer der Holding sowie aller Projektgesellschaften.

Eine Mieterversammlung, auf der die Mieter von der Peterstraße in Remscheid den neuen Eigentümer aus Niedersachsen hätten kennenlernen können, habe es noch nicht gegeben; entsprechend groß sei die „allgemeine Verunsicherung und Unruhe“, erfuhr der Waterbölles damals von einer Mieterin. Inzwischen ist aus der Verunsicherung Entsetzen geworden. Denn seit gestern hängt in der Senioren-Wohnanlage ein Schreiben des Remscheider Energielieferanten EWR GmbH am Schwarzen Brett. Darin informiert die Tochterfirma der Stadtwerke Remscheid die Mieter, „dass Zahlungsrückstände aus Wärmelieferung (Heizung und Warmwasser) für das Gesamtobjekt bestehen“ und die „Verbrauchsstelle Hof Glassiepen“ erhebliche offene Posten aufweise. Deshalb sieht sich die EWR, Zitat, „bedauerlicherweise gezwungen, die Wärmeversorgung des Hauses am 5. November einzustellen. Wir bedauern, Ihnen diese Mitteilung machen zu müssen und bitten Sie, sich mit ihrem Vermieter in  Verbindung zu setzen. Wir hoffen, dass die angekündigte Maßnahme durch Ausgleich des Zahlungsrückstandes vermieden werden kann. Wir möchten Sie noch darauf hinweisen, dass die Liefersperre auch durch Zahlungen seitens der Mieter abgewendet werden kann.“

Mit dem Vermieter in Verbindung setzen?! Leichter gesagt als getan, weiß Ulrike Hartenstein zu berichten: „Da geht einfach niemand ans Telefon!“. Sie wohnt mit ihrem Mann Joachim schon seit Jahren in Hof Glassiepen und kennt viele ältere Mieter, die insgesamt nicht mehr so fit sind. „Die wissen nicht mehr ein noch aus. Viele hatten Tränen in den Augen oder haben geweint, als sie den Brief der EWR gelesen haben!“

Was die Mieter nicht wissen konnten: Der von Klaus Zehrtner, Leiter Energiedienstleistungen, unterschriebene Brief ist die aktuellste, aber nicht die erste Maßnahme des Energieversorgers seit dem Verkauf der Immobilie, um ihre Wärmelieferungen für Hof Glassiepen bezahlt zu bekommen. Das begann mit mehreren Mahnschreiben an den neuen Besitzer. Doch der sieht sich offenkundig nicht in der Verpflichtung, in den einst zwischen der Hübeler Immobilienverwaltung und der EWR abgeschlossenen Liefervertrag einzusteigen. Ergebnis: Die EWR liefert seit dem 1. August, also seit drei Monaten, zwar weiterhin, sieht auf ihrem Konto aber kein Geld. Im November wird es ein fünfstelliger Betrag sein, der in ihren Büchern fehlt.

Die Wärmeversorgung für die Seniorenanlage ist mit der einer einzelnen Wohnung nicht zu vergleichen. Dahinter steckt eine weitaus aufwendigere (und kostspielige) Technik. Auf sie hatten sich der damalige Besitzer und Vermieter (Hübeler) und die EWR vertraglich verständigt. Eine Klausel regelt für den Fall des Verkaufs die Rechtsnachfolge. Folglich hätte ab August die „Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH“ zahlen müssen. Tut es aber nicht! Woraufhin sich die EWR an die Hübeler Immobilienverwaltung wandte. Auch sie steht vertraglich noch in der Verpflichtung, scheint sich gegenwärtig aber ebenfalls querzustellen. Geld von dieser Seite floss jedenfalls bis heute ebenfalls nicht.

Ein Fall für die Gerichte? Das könnte langwierig werden! Dieser Gedanken raubt inzwischen vielen Mietern von Hof Glassiepen den Schlaf.

Bau einer Grillerlebniswelt soll bald beginnen

Im Frühsommer des nächsten soll es soweit sein. Dann will die „Grillardor“- Aktiengesellschaft  auf dem von der Stadt erworbenen Gelände Ecke Lüttringhauser Straße / Ringstraße, also in unmittelbaren Nähe zur Autobahnauffahrt Lennep, mit einer 2000 Quadratmeter großen Grill-Erlebniswelt die Herzen leidenschaftlicher Grill-Liebhaber höherschlagen lassen. Am obligatorischen „ersten Spatenstich“, für den eigens Sand angeliefert worden war, nahmen für die Stadt Remscheider der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Ingo Lückgen, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, teil. Sie zeigten sich guter Dinge, was den eingereichten Bauantrag angeht, der zurzeit noch von der Bauaufsicht geprüft wird. Und da sind auch die beiden Investoren Arndt Krienen und Frederik Kappenstein optimistisch. Zumal sie inzwischen zusammen mit der Stadt den Plan entwickelt haben, oberhalb der Grill-Erlebniswelt einen Kindergarten zu bauen. Dafür  habe er sich sofort begeistern können, sagt Rechtsanwalt Krienen, bekennender Lenneper, der als CEO einer Aktiengesellschaft sein Geld in Berlin, aber mit seiner Familie in Lennep geblieben ist.

Bei der neuen Grillardor AG ist Krienen Aufsichtsratsvorsitzender. Sein Geschäftspartner Frederik Kappenstein leitet künftig das operative Geschäft von Grillardor. Man habe sich sehr bewusst für den Standort Remscheid und für die US-amerikanische Barbecue-Marke Weber entschieden, weil deren qualitativ hochwertige Produkte den Freizeitmarkt der Griller weiter befeuern würden. Krienen: „Der Weber-Original-Store wird der größte Store seiner Art in Deutschland, ergänzt durch Produkte aus der Region, mit mehr als 75 verschiedenen Grills in der Ausstellung und einer hochmodernen ‚Grill-Academy‘, um Produkte testen zu können!“ Und Frederik Kappenstein ergänzt: „In der ‚Eating Area‘ wird es kleine Köstlichkeiten vom Grill geben, damit Grillenenthusiasten ihr Hobby unter Gleichgesinnten genießen können!“.

Insgesamt hat das gegenüber dem Gartencenter Kremer gelegene Grundstück, das inzwischen von der Fa. Dohrmann weitgehend eingeebnet wurde (an die alte Wagenhalle der Straßenmeisterei erinnern nur noch einige Mauerreste), eine Größe von ca.7.760 Quadratmetern. Das darauf stehende ältere Wohnhaus soll erhalten bleiben. Der Plan, oberhalb der neuen Erlebniswelt Richtung Knusthöhe, noch zwei weitere Wohnhäuser zu errichten, wurde inzwischen durch den einer neuen Kita ersetzt. Die will die Grillardor AG bauen und anschließend an die Stadt Remscheid vermieten. So etwas nennt man dann eine „Win-Win-Situation“.

Gemeinsame Erklärung von Remscheid und Wuppertal

Händlerbefragung bestätigt das Ziel der Klagerücknahme gegen das DOC Lennep:
Kaum Beteiligung und ein klares Votum für ein Ende des Rechtsstreits

Ganze 28 von rund 700 angeschriebenen Einzelhändlern haben sich an der Befragung der Stadt Wuppertal zum geplanten DOC in Lennep beteiligt. Das Angebot der Verwaltung an die Händler, ein Votum in die Entscheidung des Rates über eine Klagerücknahme einzubringen, blieb weitgehend ungenutzt. Ein ähnliches Bild hatte eine Einladung der IHK kurz vor der Befragung ergeben, als von 980 angeschriebenen Händlern lediglich 13 zu einer Diskussion über das DOC und seine möglichen Folgen gekommen waren.

Das Gros der Händler scheint sich von dem geplanten DOC nicht betroffen zu fühlen, war ein gemeinsames Fazit der beiden Oberbürgermeister Andreas Mucke und Burkhard Mast-Weisz in einer ersten Bewertungsrunde am Mittwochabend, 30. Oktober, unmittelbar nach dem Ende der zweiwöchigen Rücklauffrist für den mit wenig Aufwand auszufüllenden Fragebogen. Andreas Mucke hatte dazu die Remscheider Stadtspitze, die Chefs des DOC-Investors McArthurGlen, IHK, Einzelhandelsverband, die IGs und die Vorsitzenden der Ratsfraktionen in das Wuppertaler Rathaus eingeladen.

Ein deutliches Votum zeigt sich auch innerhalb der 28 Rückläufer der Befragung (siehe Anlage Präsentation): 19 der 28  Händler, die sich überhaupt beteiligt haben, also rund zwei Drittel, stimmten für ein Ende des Rechtstreits, davon wiederum 16 für den zwischen McArthurGlen und der IG Elberfeld ausgehandelten Kompromiss der Flächenreduzierungen in den kritischen Sortimenten.

Vor der Präsentation der Befragungsergebnisse betonte Garry Bond für McArthurGlen noch einmal die positiven Auswirkungen eines Outlets für die gesamte Region: angefangen von der Magnetwirkung für den Tourismus mit gemeinsamem Marketing bis hin zu mindestens 800 neuen Arbeitsplätzen, von denen ein erheblicher Teil mit Bewerbern aus Wuppertal besetzt werden soll. „Befragen Sie die Kommunen rund um unsere Standorte, stellen Sie uns auf den Prüfstand“, ermunterte Bond die Wuppertaler. Nirgendwo seien in der Folge einer DOC-Ansiedlung Geschäfte geschlossen worden oder die Kommunen unzufrieden mit der Entwicklung der Investition, die er für Remscheid alleine für den Bau mit 160 Millionen Euro bezifferte.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Wuppertaler Ratsfraktionen bewerteten die Ergebnisse in einem ersten Stimmungsbild ganz überwiegend als Bestätigung ihres Auftrages an die Verwaltung, einen Beschluss zur Klagerücknahme für die Ratssitzung am 18. November vorzubereiten. In der Vorlage, die dazu nun von der Verwaltung erarbeitet wird, sollen alle Aspekte noch einmal umfassend dargestellt werden, um den Stadtverordneten eine rechtssichere Abwägung zu ermöglichen.

„Ich setze mich weiterhin mit ganzer Kraft für ein Ende des Rechtsstreits ein. Die Voten der Händler geben uns dazu deutlichen Rückhalt“, betonte Oberbürgermeister Andreas Mucke in der Runde. Auch Burkhard Mast-Weisz appellierte erneut an alle, den Streit zu begraben und in der bergischen Zusammenarbeit gemeinsam unbelastet nach vorne zu schauen: „Es wäre ein gutes Signal für die Region.“

Info: Befragt wurden rund 700 Einzelhandelsunternehmen der kritischen Hauptsortimente Kleidung, Schuhe/Lederwaren und Sportartikel und zusätzlich relevante Bereiche, wie Spielwaren, Uhren/Schmuck und Hausrat. Der Wuppertaler Stadtrat hatte bereits im seinen Willen zur Beendigung der Auseinandersetzung um das geplante DOC in Lennep bekräftigt und der Verwaltung aufgegeben, kurzfristig alle notwendigen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Diese liegen mit dem Ergebnis der Befragung nun zur Abwägung durch die Fraktionen vor.

Nur geringe Veränderungen am Arbeitsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 208 auf 24.700 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 218 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sank marginal auf 7,5 Prozent. Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist auf unverändert niedrigem Niveau. Wie erwartet hat sich die im September begonnene Herbstbelebung im Oktober fortgesetzt. Von dieser Entwicklung konnten saisontypisch vor allem Jüngere unter 25 Jahren profitieren, weil sie zum Beispiel eine Ausbildung aufgenommen oder eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben.

Der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden im Oktober 886 Stellengesuche gemeldet, das sind 155 weniger als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr wurden in allen drei Städten weniger Stellen gemeldet, am stärksten ist der Rückgang mit 92 Stellen in Remscheid. „Ursächlich sind hierfür rückläufige Auftragslagen, vor allem in der metallverarbeitenden Industrie. Damit einhergehend sind auch die Stellenangebote der Zeitarbeitsunternehmen stark rückläufig. Betroffen sind vor allem an- und ungelernte Arbeitskräfte. Dennoch bleibt die Arbeitsmarktsituation vergleichsweise stabil, da andere Wirtschaftsbereiche wie das Handwerk oder die Pflegebranche händeringend Fachkräfte suchen“ erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal die Situation auf dem Arbeitsmarkt.

In Remscheid sind aktuell sind 4.105 Menschen arbeitslos gemeldet, 44 (1,1 Prozent) mehr als im September 2019, aber 30 Personen (0,7 Prozent) weniger als im Oktober 2018. Die Arbeitslosenquote steigt geringfügig auf 6,9 Prozent, im September 2019 betrug sie 6,8 Prozent. Im Oktober 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch sieben Prozent. Es meldeten sich 1.186 Personen im Oktober neu oder erneut arbeitslos, 1.131 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Besonders gesucht sind in Remscheid derzeit Fachkräfte und Helfer in folgenden Berufsgruppen: Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe; Schutz, Sicherheits- und Überwachungsberufe; Verkaufsberufe; Mechatronik, Energie- und Elektroberufe.

Trotz der deutlichen Stellenrückgänge in den Berufsbereichen der Metallerzeugung, -bearbeitung und Metallbau sowie in der Logistik wird auch in diesen Berufsgruppen weiterhin nach Fachkräften gesucht. Aktuell sind 394 junge Menschen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat 31 (8,5 Prozent) weniger. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Personen (8,2 Prozent) gestiegen. Dagegen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Remscheid im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Aktuell sind 1.465 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, 389 Personen (21,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

„Die Situation auf dem Remscheider Arbeitsmarkt ist auch im Oktober noch immer stabil. Die Arbeitslosenquote ist in Remscheid und in Solingen erneut unterhalb der sieben-Prozent-Marke. Die Arbeitslosigkeit entwickelt sich in den Rechtskreisen aber unterschiedlich. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB III um 7,3 Prozent angestiegen, im Bereich des SGB II um 3,9 Prozent gesunken. Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Vergleich zum September angestiegen, während sie in den Nachbarstädten rückläufig ist. In Remscheid wurden 31,5 Prozent weniger Stellen als im Oktober 2018 gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden uns bislang 260 Stellen weniger gemeldet, das bedeutet einen Rückgang von rund 8,6 Prozent“, erläutert Martin Klebe.

Engpass bei Fachkräften wird immer größer

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Was haben die Jahre 1964, 2008 und 2031 miteinander zu tun? Auf dem Arbeitsmarkt vieles: Wer 1964 geboren ist, erreicht 2031 das gesetzliche Renteneintrittsalter. Der Geburtenjahrgang 2008 ist im selben Jahr etwa so alt, dass er nach Ausbildung oder Studium in den Arbeitsmarkt eintritt. Das Problem dabei: 1964 sind in NRW noch doppelt so viele Kinder zur Welt gekommen wie 2008 (300.405 gegenüber 150.007). Größer werdende Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sind somit nicht vermeidbar. Wie sich die Fachkräftesituation im Detail entwickelt, rechnet der nun veröffentlichte Fachkräftereport 2019 der nordrhein-westfälischen Industrie und Handelskammern (IHK NRW) vor.

Aktuell stehen der NRW-Wirtschaft in Industrie, Handel und der Dienstleistungsbranche rund sechs Millionen Fachkräfte zur Verfügung. Im Jahr 2030 werden es nur noch 4,8 Millionen sein. Bei einem für dann prognostizierten Bedarf von 5,5 Millionen bedeutet das einen Engpass von 735.000 Fachkräften beziehungsweise 13,4 Prozent der nachgefragten Stellen. Für das Bergische Städtedreieck wird sogar ein Engpass von 15,6 Prozent vorhergesagt. Laut Report werden 2030 173.000 Fachkräften benötigt werden, lediglich 146.000 stünden dann aber zur Verfügung. Besonders fehlen würden Fachkräfte aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Konstruktion und  Produktionssteuerung, Bauplanung, Architektur und Vermessung sowie Maschinenbau- und Betriebstechnik.

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Firmennachfolge: Viele Fragen, gute Antworten

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Nachfolgefrage beschäftigt viele Betriebe in Remscheid und der Region. Dabei ist von großer Bedeutung, die Übergabe eines Unternehmens gut, sorgfältig und wenn möglich langfristig vorzubereiten. Zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Unternehmensnachfolge“ lädt die Stadtsparkasse Remscheid für den 13. November um 18.30 Uhr in die Tagungsräume der Hauptgeschäftsstelle, Alleestraße 76 – 88, ein. Gäste nutzen bitte den Eingang am Rathausplatz, der bis 19.15 Uhr geöffnet ist. Wegen der begrenzten Anzahl an Plätzen wird um Anmeldung unter E-Mail an unternehmensnachfolge@sskrs.de gebeten.

„Die Frage nach einer Unternehmensnachfolge ist komplex und bedarf einer sehr guten Vorbereitung“, erläutert Volker Pleiß, Bereichsdirektor Firmenkunden und Vertreter des Vorstands bei der Stadtsparkasse Remscheid. Was ist meine Firma wert? Und wann ist der beste Zeitpunkt, um das Unternehmen zu übergeben? Diese Fragen müssen sich jeder Unternehmer und jede Unternehmerin über kurz oder lang stellen – ob bei einer familieninternen Nachfolge oder beim Verkauf an einen externen Nachfolger. „Unsere Erfahrungen zeigen: Je früher die erforderlichen Vorbereitungen getroffen werden, umso reibungsloser verläuft die Fortführung eines Unternehmens“, sagt Volker Pleiß. Nach der Veranstaltung stehen die Sparkassen-Experten gerne für individuelle Fragen rund um das Thema „Unternehmensnachfolge“ zur Verfügung. (Ann-Kristin Soppa)

Wichtige Impulse für die Allee durch Einzelhändler?

Besuch des Heimat- und des Wirtschaftsministeriums“, bekamen Anfang Oktober am Messestand der Expo Real in München die Vertreter/innen des Bergischen Städtedreiecks. In einer Pressemitteilung sprach die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH von einer hohe Besucherfrequenz auf dem Stans („vitale Region mit viel Potenzial“). Etwas genauer wollte es die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid wissen und fragte am 11. Oktober nach der vorläufigen Bilanz der Immobilienmesse, der 18.für die drei bergischen Großstädte. Zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am 7. November liegt nun die Antwort der Verwaltung vor. Zitat: „Die Teilnahme der Stadt Remscheid ... kann, wie in den Vorjahren, als Erfolg gewertet werden. Das Interesse am Messestand war groß, viele Messebesucher suchten den Stand gezielt auf. Das zeigt die Attraktivität des Bergischen Städtedreiecks. Die städtischen Vertreter konnten sich in insgesamt ca. 50 Gesprächen, ein Großteil davon in bewährter Art und Weise im Vorfeld der Messe vereinbart, über Projekte für und Investitionsmöglichkeiten am Standort Remscheid austauschen. (...) Im jeweiligen Austausch mit dem Immobilieneigentümer sowie dem künftigen Nutzer gab es die Bestätigung, dass ein Mietvertrag für eine größere Nutzfläche an der Alleestraße unterzeichnet wurde. Der entsprechende Bauantrag soll noch im Herbst eingereicht werden. Die Ansiedlung des Einzelhändlers wird der Alleestraße wichtige Impulse geben.“

Zum leerstehenden Adient-/Keiper-Real an der Büchelstraße auf Haste teilt die Verwaltung mit): „Im kontinuierlichen Austausch mit dem Eigentümer des Areals konnte eine künftige Nutzung als Gewerbepark erreicht werden, erste Mietverträge mit gewerblichen Nutzern konnten abgeschlossen werden.“ Auch bezüglich des Leerstandes von Sinn/Leffers an der Alleestraße habe es Gespräche mit Projektentwicklern und gegeben. An dem Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank an der Nordstraße hätten sich drei Projektentwickler interessiert gezeigt und eine genauere Prüfung zugesagt.

Im Gespräch mit dem mit dem Regionalen Expansionsleiter von OBI sei auch der Baumarkt-Standort an der Industriestraße ein Thema gewesen (Neubau, Erschließung über Presover Straße, Neubau des Pflanzen- und Gartencenter, Sanierung des Baumarkts im Bestand unter Beachtung denkmalgeschützter Fassade, Neusortierung und Optimierung des Parkplatzangebots). Das Gespräch mit Ministerin Scharrenbach habe insbesondere den anstehenden Förderprojekten in Remscheid gedient (Umbau Friedrich-Ebert-Platz, Freibad Eschbachtal, Quartiersentwicklung Honsberg).  Dabei habe die Ministerin im Zusammenhang mit dem Freibad „auf begrenzte Mittel im Fördertopf des Programms ‚Soziale Integration im Quartier‘ verwiesen. Aber: „Die Verwaltung geht von einer Förderfähigkeit der Projekte aus und harrt des Votums von Bezirksregierung und Ministerium.“

2020 vier verkaufsoffene Sonntage in Lennep

Lennep Offensiv e.V. plant für das kommende Jahr im Zusammenhang mit größeren Publikumsveranstaltungen in der Lenneper Altstadt  vier verkaufsoffene Sonntage am 5. April („Lennep blüht auf)“), 14. Juni („Sommerfest“), 6. September („Altstadtfest“) und 13. Dezember („Weihnachtstreff)“). Entsprechende Anträge stehen auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep  am 30. Oktober. Die vier Veranstaltungen sind nach Ansicht der Verwaltung in Verbindung mit der Öffnung der Verkaufsstellen „ein Publikumsmagnet mit einer Besucherzahl von mehreren Tausend und damit geeignet, einer Verödung oder strukturellen Fehlentwicklung in Remscheid-Lennep entgegenzuwirken“. Und lauf Landesgesetzgeber ist „die Belebung der Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder Ortsteilzentren ein weiterer wichtiger Sachgrund für eine Ladenöffnung. Aktuell sind von den rd. 40.000 m² Verkaufsfläche im Stadtbezirk Lennep rd. 5.000 m² nicht genutzt. In der Lage Kölner Straße innerhalb des zentralen Versorgungsbereiches Stadtbezirkszentrum/DOC Lennep sind von den rd. 4.600 m² Verkaufsfläche nur rd. 200 m² nicht genutzt.