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De Schlüffkes

Ech küant de Kattenmüter in de Fott treden, ne wat hangk ech nen rechtegen Frack op die Drecksäcke.

Ett riant un riant un dann dacht ech bie mir, datt ech de Katten nich füar die Düar lott, damet se mir nech malad wöaren.

Do kuam ech owens uat dem Dorpe. Ech woar ens ewen wiar iankoopen, damet de Kaal ens

enn ordentlechen Peards-Suarbroden kregt, do wual ech in miane Schlüffkes. Die hangk ech vorne an de Husdüar stongk, domet ech met de nasse Schuohe nit dur de Bude luapen muass.

Ech deit, datt es ewer enn kuomisch Gefühl so nate. Ech kieak noh unn dann hangk se mir doch tatsechlech für lauter Buoshi‘et in de Schlüffkes gepisst, weil ech se nit ruat gelooten hangk. Kianer van denn Drecksäcken woar te senn. Alle vier haren sech verstoppt. Do hätt man doch drai Kattendriethüsken unn dann pissen se emmer noch hin wo se wualen. Ech wias jo nit wer datt woar.

Ech bin strackes mett denn Schlüffkes füarsechtig in die Köche gegangen. Ech hand se im Spülstian uutjeschött und ordentlech jeschruppt. Opp dem Owen tem drüjen oppjestault. Dann muasst ech de Suomerschlüffkes uut demm Schaap hollen. Mett decke Socken muss datt molls gonn, biss die angern wider drüech send.

Denn owend goff ett molls kian lecker Kattenowendeeten. Nu kuament se ruut opp ett riant, schni’et, odder de Weiltungergang kümmt. Noch ens mak ech datt nich mett. So ne Quaasere’i, wie datt woar, ewwer datt sind kiane Katten, sondern rechtege Dreckmüter.

Ett jütt en ni’eue Zeitengk för dat Bergesche „Dat bergsche Woart“. Do drenn jütt ett nur Berichte in bergeschem Platt. Nech nur vam Remsched. Datt Bergesche ess gruat. Am Soterschdag denn 25. Jannewar wüard datt „Blatt opp Platt“ füargestault im Niederbergischem Museum in Wülfrath aff nommendags 15 Uhr. Ech han watt dofür jeschrewen und bin och bie der Fürstellengk dobie, mett dem Kaal. Enn paar Exemplare der ni’euen Zeitengk, breng ech mett noh Remsched und wer Interesse hätt, kann sech an mech wenden z.B. öwer Fazzebook bie die Gruppe: Vertellkes opp Platt. In de Denkerschmette lege ech för önk och en paar Exemplare parat. Vle’ist och en paar in ett Roothus bie de Flyer. Ett kost nix, alles ömmesöß.

So, nu muass ech ens kieken, op mieane Schlüffkes widder drüg send. Ech kann kaule Quanten.  Ett ess jo Wengkter, auch wenn de Temperatur nich donoh uutsüüt.

Bös Strackes
 önker Klärchen

Als es in Lennep noch viele gesellschaftliche Clubs gab

Am Pavillon des Hardtparkteils unterhalb der Wupperstraße gab es noch lange nach dem 2. Weltkrieg beliebte Sommerkonzerte.von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Wenn wir heutzutage die Zeitungen aufschlagen, dann sehen wir öfters Hinweise auf so manchen Lenneper Verein, der eine Geschichte von einhundert Jahren oder noch länger aufweisen kann. Es wäre deshalb sicherlich sehr interessant, einmal  eine umfassende Lenneper Vereinsgeschichte zu schreiben. Heute aber soll es speziell um diejenigen historischen Gesellschaften gehen, die sich eher als „gesellschaftliche Clubs“ verstanden haben und die meinten, mit einem Radfahrerverein z.B. oder dem Hahnenverein von Fünfzehnhöfe wenig gemein zu haben, erst recht nicht mit der Vorstellung eines „großartigen Ringkampfes mit einem Neger“, so 1878 im Saal des F.W. Keil, dem Vorgänger Hermann Windgassens im Kölner Hofs.

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es ein stark entwickeltes Gesellschaftsleben in der damaligen Kreisstadt Lennep. An Fernsehen, Internet und Spielkonsolen konnte damals noch niemand denken, und so bestand ein großes Bedürfnis nach Geselligkeiten im öffentlichen Raum, vor allem in den Wirtschaften, die damals mehr als heute auch zusätzliche Gesellschaftsräume umfassten. Ganze Generationen hatten Tanzstunde im Berliner Hof und feierten im Garten des Kölner Hofs auf dem Grund des späteren Modernen (Lichtspiel-)Theaters. Da es noch kein Kino gab, nutzte man die größeren Räume mit Bühne ausgiebig für Vorstellungen lokaler und auswärtiger Theatergruppen, für Versammlungen und für Konzerte. Auch Freilichtbühnen gab es, z.B. am Lenneper Stadtgarten, und noch lange nach 1945 gab es Konzerte im Lenneper Hardtpark. Sicherlich wurden Szenen aus Shakespeares Sommernachtstraum aufgeführt, und manchmal der „Raub der Sabinerinnen“ der Wiener Brüder Schönthan. Wie in dieser skurril-tragischen Komödie musste wohl auch in Lennep oftmals das Drehbuch an die defizitären Lokalverhältnisse angepasst werden. Am ehesten wurde die Tradition theatralischer Aufführungen später noch in den großen Schulen und ihren großen Aulen beibehalten. (Dass man nach dem Zweiten Weltkrieg für die Abwicklung der Vorstellung brennbares Heizmaterial mitbringen musste, gehört zu einem anderen Thema.) Ich selbst erinnere mich noch sehr genau an die Schüleraufführungen der 1960er Jahre, als im Lenneper Röntgengymnasium „Des Die Kaufmannsgesellschaft an der Bergstraße unterhalb des Lenneper Bahnhofs verstand sich als Club und Treff für Geschäftsleute und Politiker.Kaisers neue Kleider“ aufgeführt wurden. Einer meiner Mitschüler war der „Kaiser“, der mit langen weißen Unterhosen auf der Bühne seine von der Regie geforderte Nacktheit simulierte. Ich selbst probte eine Zeit lang am Sonntagmorgen im Saal des „Königs von Preussen“ am Lenneper Alten Markt; zu einer Aufführung kam es jedoch nie.

Die öffentlichen Aufführungen reichen in Lennep zurück bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ganz anders als heute jedoch versuchte man damals, die Interessenten möglichst nur in der eigenen Gesellschaftsschicht zu finden. „Gleich und gleich gesellt sich gern“, heißt es das passende Sprichwort, und es versteht sich von selbst, dass sich die Kaufleute und ihre Spitzenkräfte, die man damals Beamte nannte, nicht gern mit den einfachen Handwerkern an einen Tisch setzten. Vielmehr traf sich die sog. „Kaufmannsgesellschaft“, ein Klub begüterter Familien, lieber in den oberen Räumen des Amtsgerichts am Alten Markt und ließ sich später an der heutigen Bergstraße ein eigenes prunkvolles Gebäude errichten, das spätere „Hotel zu Post“, sogar mit eigenem großem Weinkeller, denn historischen Berichten zufolge war man sehr trinkfreudig und machte nebenbei „bergische Politik“.

Natürlich konnte damals nicht jedermann  einfach in eine solche Gesellschaft eintreten, sondern es wurde jeweils über neue Mitgliedschaften erst entschieden. So wie dies heute noch in der Freimaurerei vielleicht oder bei den „Schlaraffen“ üblich ist, wurde auch in manchen Lenneper Vereinigungen im 19. Jahrhundert dazu die sog. Ballotage, oder dt.: Kugelung angewendet. In geheimer Abstimmung wurde über die Aufnahme des Aspiranten mit einer weißen bzw. schwarzen Kugel entschieden. Die soziale Zugehörigkeit war dabei in der Regel entscheidender als die persönliche Leistung des Beitrittswilligen.

Das sog. Vereinshaus (später RWE) an der Bahnhofstraße unterhalb des ‚Kaiserhof‘diente u.a. als Treffunkt der ‚Loge zur Bergischen Bruderkette - Orient Lennep 1912‘.Natürlich gab es auch politisch ausgerichtete Vereinigungen, neben den konservativen bzw. royalistischen nach und nach immer mehr auch liberale, sozialdemokratische und revolutionäre. Eine Gesellschaft mit der Bezeichnung  Das Parlament“ hatte ihr Lokal zunächst an der Berliner Straße und wechselte dann in das heute nicht mehr existente große Haus gegenüber dem „Berliner Hof“, das seit den 1830er Jahren als Geschäfts- und Vereinshaus bestand. Die Gesellschaft huldigte wohl den Idealen der bürgerlichen Revolution von 1848 und dem Parlament der Frankfurter Paulskirche. Zum Mollplatz hin hatten die Räume im ersten Stock einen saalmäßigen Charakter mit großen Verbindungsklapptüren der einzelnen Räume. Bei seinem Abriss 1971 fand man im Keller noch Gewölbe vor, die einst als Bierkeller gedient hatten, und es ist bekannt, dass in einem Anbau im Park in Richtung Gartenstraße im frühen 19. Jahrhundert Kegelbahnen bestanden. Im Jahre 1849 scheint diese Gesellschaft erloschen zu sein, denn die damaligen Zeitungen berichten über die Versteigerung ihres gesamten Mobiliars.

Der berühmteste Frankfurter Abgeordnete unserer Region war übrigens Eduard Hülsmann. Im Jahre 1848 vertrat er den Wahlkreis 27, Provinz Rheinland, im Paulskirchen-Parlament. Er hatte evangelische Theologie in Bonn studiert und sich dort der Alten Bonner Burschenschaft angeschlossen. Ab 1837 wirkte er als Prediger, Schulpfleger und Pfarrer in Lennep. Er war sehr beliebt, und um ihn rankt sich so manche Lenneper Geschichte. Als es um seinen Nachfolger ging, entstand der Spruch: „Ach, hätten wir doch einen Hülsmann wieder.“

Über viele Lenneper Generationen war der ‚Berliner Hof‘ mit mehreren Sälen (z.B. oben rechts) Clubhaus, Vereins- und Tanzstundenlokal. Gegenüber tagte bis 1849 die ‚Gesellschaft Parlament‘.Eine weitere Gesellschaft war in Lennep die „Zum Roten Ochsen“. Sie soll in einer damals gleichnamigen Gaststätte an der unteren Kölner Straße zusammen gekommen sein. Eine „Loge zur Bergischen Bruderkette im Orient Lennep“ residierte ab 1912 im ursprünglich evang. Vereinshaus an der oberen Bahnhofstraße unterhalb des „Kaiserhofs“, später Zentrale des RWE. (Teile des Geschirrs mit Schriftzug verwahre ich noch heute in meinem Lenneparchiv.)

Bekannter als die bisher genannten Gesellschaften ist im heutigen Lennep sicherlich die „Gesellschaft Union“. Deren Räumlichkeiten befanden sich an der Kreuzung Kölner Straße/Wupperstraße. Der Lenneper Baumeister Albert Schmidt beschäftigte sich mit ihr seinerzeit in einem Zeitungsartikel, weil er dort in seiner Jugend Mitglied gewesen war, und weil er dem Betreiber des Etablissements,  Carl Wilhelm Vollmer, samt seiner Familie ein Denkmal setzen wollte. Die Gesellschaft wurde am 28. Februar 1829 von Bürgern des Lenneper Mittelstandes gegründet, während die oberen Stände lieber in der Kaufmannsgesellschaft verkehrten. Bis Anfang der 1860er Jahre kamen die Mitglieder im Winter am Alten Markt zusammen, und für den Sommer war an der Wupperstraße zunächst nur ein kleiner Kegelsaal mit Bahn im Garten vorhanden, der allerdings laufend vergrößert und umgestaltet wurde, so dass man dort  sehr angenehme Stunden zubringen konnte. Später wurde noch ein Konzertsaal mit Erker für das damalige Freimaurerkränzchen geschaffen.

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Dat es de Geschechte vam Jupp un dem Maria

Nu wual ech ens de Geschechte vertellen, die de Lukas emm Kapitel 1, Vers 1-19 vörr völlen Joahren oppgeschriewen hätt.

Also, die ess nit van mir.

Su vörr tweidusend Joahren woar in Rom de Augustus Kaiser van völl Volk op der Weilt.

On een Syrien, dat es do wo sech de Araber on de Israelis nit verknusen küanen, do woar de Quirinus, de Behölpsmann vam Augustus, an de Regierengk.

De Augustus goff domols en Gesetzt ruut, dat jiederiener getault wären süal. dat woar et ierste Kiar, dat en ganz Volk getault wuord. Äwwer de rechtege Grongk woar dat Inschriewen in de Stüerbüöker, denn die bruckden domols uoch Geild, wie hüedigen Dags uoch.

So muos uoch die Jupp van Nazareth met siener Verlowten, demm Maria op Bethlehem aan schlappen, de do woar ihr Herkuomes.

Äwwer dat Maria druog jett unger dem Schottelduok. De Jupp woar dat äwwer nit gewesen, da woar de hielige Giest. Du Jupp wual sech alt do duor doann. Sonnen Engel har dem Jupp äwwer gesait, he süll doch bie dem Weäten bliewen.

(Äwwer dat heet nit de Lukas geschriewen, demm woar dat secher to schienannt, dat hätt de Mattes em Kapitel 1, Vers. 19-20 geschriewen)

De Jupp woar en armen Keärl, he woar Schreiner. De har wall nen Liempott, twei odder drei Seegen (wo hee die her hät, wiet eech nit, ut dem Remsched woaren die äwwer nit). He har uoch nen Hubbel (de woar uoch nit vam Emmerich ut der Herderstroote).

Äs he op den Stip lostrekken muoß, do hätt he sech en gebrukden Esel (son Secondhand Esel) beim Noahber gelehnt. Domit send die Twei op Bethlehem aan klabastert. Äs die do ankuomen, woar et alt temlech düster gewoaren. On Ongerkuomes fongen die Twei äwwer nit. Förr son Viersteänen-Hötte haren se kein Geild on sonn Jugendherberge goof et noch niet. Tuom guoden Eng kuonen se noch en nem Stall unger kuomen. On op ienmol geng dat met dem Maria los. On em ruppdiwupp woar de kleng Bönsel do! Äwwer wohenn domet? Do kuom de Pork en de Kreppe, denn ne Bettstaat haren se jo nit. Domet de Kleng niet so peßpullnackeg woar, kreg he nen paar guode Klöngeln aan. De Jupp stong dobie on bekiek sech den Jongen. He woar jo nu de Stiefvader. On dat kleng Jüppken woar uoch owwendrinn noch uniehlich, weil de Jupp on dat Maria jo noch net bestatt woaren. De Diersch en dem Stall bekieken sech uoch dat Speelwerk on woaren plester baff.

Wat do nu geschon woar, dat suol nu alle Weilt gewahr wäeren, äwwer wie sall dat goan? Denn Tüpitter on dat Lenneper Kriesblatt goof et uoch noch nit. Äwwer us Herrgott wuoß sech te helpen. He scheckden en paar guote Engel met nem Trööthorn dur de Gegend. Die makden tämlichen Radau, dat de Schööper op dem Feild de Boxen bewten. Iener van der Engelsschwitte riep die Schööper aan un sait: Jet brukend keenen Schiß tu han, önk is der Hielangk geboren. Makend önk op de Hosensocken on gonnt no Bethlehem, do köchet dat Kengk fengen, dat lieht en nem Stall ener Kreppe. En gruoten Steän sall önk den Weg wiesen.

Do trokken de Schööper los und lieten de Dier alleng op de Wedd. Äs se sech dat Kengk besiehn hatten, vertaulten se dat allen Lüden, ault und jongk.

Hüdegendags wierd dat üöwerall op de Weilt äs „Chressdag“ gefiert. Vörr den Dagen wüerd dann int Dorp gebusselt on völl Geild utgegewen, uoch vörr völl Onnüödig Tueg, dat ma nit es bruken kann. On no den Dagen wierd wier in dat Dorp geschlappt, un völles wier ömgetuscht.

Bös strackes un nechstes Joar

Önker Klärchen

Übrig geblieben sind nur einige alte Natursteinmauern

Ehlishammer am Fußweg Hammertal-Kremenholl. Sammlung: ReneltWenige Meter unterhalb des Diederichskotten arbeiteten einst die vereinigten Gewässer vom Vieringhauser Bach und Teile des Lobachs für den Ehlishammer. Dieser stand vor der Mündung des Vieringhauser Baches in den Lobach. Er wurde von dem „verlorenen Wasser des Diederichskotten“ betrieben. Gegründet wurde er 1671 durch Friedrich Honsberg vom Volkeshaus mit einer Konzession vom 7.12.1671. Friedrich Honsberg besaß einen der vier Kremenholler Höfe und war 1671 etwa 52 Jahre alt. Er war Ratmann für die Sensenschmiedezunft (1665) und stieg bis 1667/68 zum Vogt derselben auf. Diederichs fertigte in dem Hammer bis zur napoleonischen Kontinentalsperre 1805 hauptsächlich Sensen. Die drei Produktionsstätten, die ihm gehörten (Diederichskotten, Ehlishammer und Diederichshammer) lagen unmittelbar zusammen. Das erklärt auch, weshalb er vom Kremenholler Steg entlang des Brandenberges einen so aufwändigen Obergraben zog. Effizienter mit der Wasserkraft arbeiten zu können, war sein Ziel. Aber ab 1805 ging die Diederichs-Dynastie gerade so steil bergab, wie sie empor gekommen war.

Ehlishammer im Lobachtal. Foto: Otto Brüne1806 ging der Besitz an Caspar Herbertz über, 1829 an Friedrich Ehlis. Die Namen Herbertz und Herberg verwischen sich in dieser Zeit. 1834 nennt sich der Hammer immer noch Diederichshammer. Gearbeitet wird dort Mit einem Knecht und einem Lehrling, verarbeitet wird roher Stahl für hiesige Schmieden. 1852 erscheint ein neuer Hammerschmied: C. Wilms. Offenbar ist der Hammer unterverpachtet, denn 1852 ist ebenfalls der Feilenschmied Abraham Nicolas genannt, der mit zwei Feuern und einem Gehilfen im Jahr etwa 30.000 bis 35.000 Pfund Raffinierstahl produziert. Im Mai 1852werden Nicolas zu Scheidt und Wilms zu Ehringhausen die gemeinsamen Besitzer des Hammers. 1867 ist nur noch die Schleiferei von Karl Wilms aufgeführt Mit drei oberschlächtigen Wasserrädern, einen Hammer und zwei Gebläsen.

Gegenüber am Hang stand das Wohnhaus, und es ist bekannt, dass dort Jacob Jöker als Feilenhauer mit seiner sechsköpfigen Familie wohnte. 1875 ist überliefert, dass Hammer und Wohnhaus an Alex Rottsieper aus Lüttringhausen verkauft wurden. Dieser war Inhaber bis 1902. 1885 wurde die Gaststätte Herberg gebaut. Um diese Zeit wurde auch am Hang das neue Wohngebäude gebaut, wo zuletzt eine Familie Wengelnick (2007) wohnte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahm der Remscheider Bäcker Adolf Herberg den Gesamtbesitz. Er erkannte die Zeichen der Zeit, baute einen Biergarten an, richtete sich eine Bäckerei ein, betrieb die Gastwirtschaft und hatte Erfolg mit seinem neuen Ausflugsziel.

Auf einigen alten Bildern ist noch ein großer Schornstein zu erkennen. Er ist ein Zeugnis dafür, dass im Hammer im Laufe der Zeit auch eine kleine Gießerei Einzug gehalten hatte. Nach dem Tod des letzten Sohnes Adolf Herberg jun. wurde 1960 mit dem Abriss des Hammers begonnen. Heute kann man nur noch ahnen, was im Bereich alter Natursteinmauern einmal gestanden haben mag.  (nach: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Neue Kurzvideos und Stadtportrait online

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid und der Remscheider Filmemacher Michael Schumacher können jetzt das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation präsentieren: Ein neues Stadtportrait und verschiedene Kurzvideos zu den unterschiedlichen Facetten unserer Heimatstadt sind ab sofort in einer umfangreichen Mediathek online verfügbar. Schumacher und seine Produktionsfirma produzieren seit mehr als 30 Jahren vor allem Dokus und Reportagen für WDR, ZDF, Arte und andere öffentlich-rechtliche Fernsehsender, aber auch Industriefilme und Werbespots für die heimische Wirtschaft. Vor elf Jahren, im Jahr 2008, erstellte Michael Schumacher mit seiner Produktionsfirma „RS-Film“ den letzten offiziellen Stadtfilm über Remscheid – wie auch schon 1984, 1989, 1995 und 2000.

Erfolgte wie anstehende Veränderungen im Remscheider Stadtbild, aber auch das Vorurteil mancher, „in Remscheid sei nichts los“, motivierten den Filmemacher dazu, mit dem Medium Video das Gegenteil zu beweisen. Diesmal sollte es aber nicht nur einen neuen Film geben, sondern gleich eine ganze Mediathek. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz unterstützte und begleitete das Projekt. Und zwanzig Remscheider Unternehmen beteiligten sich daran. In zweijährigen Dreharbeiten ist nun ein bunter Mix aus Stadtportrait, vielen kleinen Reportagen sowie Unternehmenspräsentationen entstanden, die auf einer Menü-geführten Website aufgerufen werden können.

Die Filmseiten starten mit dieser Internetadresse: https://remscheid.rs-film.de/start. Die Hauptseite beziehungsweise das Haupt-Auswahlmenü ist https://remscheid.rs-film.de/home. Von dort aus lässt sich problemlos durch die Untermenüs und Videos navigieren. Der eigentliche Stadtfilm ist das “Stadtportrait“: https://remscheid.rs-film.de/remscheid-stadtportrait. Alle Filme liegen auch auf einem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC5ZhB1SJ4o0kS4GFobA3O_w. Und die Mediathek soll weiter wachsen. Auch in den nächsten Jahren sollen weitere Kapitel hinzukommen, zum Beispiel wenn die Drehscheibe des ÖPNV, der Friedrich-Ebert-Platz, in neuem Licht erscheint oder wenn das DOC fertiggestellt ist. Und auch weitere Unternehmenspräsentationen werden hinzukommen. Die Mediathek ist auch im städtischen Internetportal auffindbar unter https://remscheid.de/Remscheid_Tourismus/index.php.

Engel im Bild ohne Namen, Stand und Herkunft

Im Eingangsbereich der der Stadtsparkasse Remscheid an der Alleestraße wurde gesternVormittag die Ausstellung "Himmlische Wesen - Engel" eröffnet. „Viele Betrachter“ wünschte ihr der Leiter des Kundencenters , Axel Steinweger. Marcel Marr und die Fotografen Maria und Hans Georg Müller hatten den Aufbau der Fotoausstellung übernommen. Die Idee dazu hatte die Künstlerin Frohmut Annemone Klemm; sie organisierte im Dezember 2018 den Aufbau einer kirgisischen Jurte auf der Wiese zwischen den Häusern Halskestraße - Siemensstraße als öffentlichen Treffpunkt für alle, die in den stillen Tagen Wärme, Heimat oder Kontakte suchen. Die Wanddekoration sollten Maria und Hans Georg Müller liefern – Schwarzweißfotografien von „Geflügelten Wesen - Engel?“ Und dekorierten das Fotografenpaar gut 40 Honsberger/innen mit zwei großen Flügeln. Ohne Namen, Stand und Herkunft sind die „Engel auch-Fotos“ noch bis zum 18. Dezember in der Stadtsparkasse zu sehen.

1929: Sühne für Raubmord in Bliedinghausen

Mit dem Stadtfest „90 Jahre Großstadt Remscheid“ wurde am 10. August an die Eingemeindung Lenneps am 1. August 1929 erinnert. Dazu gehörte auch eine Art „Extrablatt“, von  einem „Zeitungsboten auf dem Rathausplatz den Besuchern angeboten, das in der vor 90 Jahren in Zeitungen üblichen Schrift (da ungewohnt, heute nur noch schwer zu lesen) Zeitungsberichte aus damaliger Zeit wiedergab. Dazu gehörte auch der folgende Bericht (Rechtschreibung im Original), der hinter dem heutzutage oft kritisierten Sensationsjournalismus nicht hintanstehen muss:

„Sühne für Raubmord in Bliedinghausen. 12 ½ Jahre Zuchthaus für den 20jährigen Paul Wieber. Ein grausiges Verbrechen, das mit einer entsetzlichen Gefühlsrohheit verübt sein muß, wurde am Vormittag des 11. April in der Rheinstraße in Rd.-Bliedinghausen entdeckt. Die im Hause Nr. 12 wohnende 64 Jahre alte Lebensmittelhändlerin Emma Meyer  wurde in der hinter ihrem Laden befindlichen Küche  blutüberströmt aufgefunden. Vor ihr auf dem Fußboden war eine große Blutlache und alles, was sich in der Nähe befand, wies zahlreiche Blutspritzer auf. Der hinzugerufene Arzt Dr. Rödmann leistete die erste Hilfe, und dabei stellte sich heraus, daß  die Frau ganz fürchterlich mißhandelt  worden war. Die Schädeldecke war zertrümmert, das Nasenbein eingeschlagen, auf dem Hinterkopf und an der Stirn befanden sich große Wunden, beide Augen waren blutunterlaufen, auch die Lippen blutig geschlagen, einige Zähne fehlten. Die Frau war bewußtlos und vermochte keine Auskunft über den Täter und die Tat  zu geben. Auf Anordnung des Arztes wurde sie schnell in die Krankenanstalten gebracht, und dort ist sie, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, am 16. April an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben.

Bald nach Entdeckung der Tat erschien auch die Polizei, besichtigte den Tatort und stellte die ersten Ermittlungen an. Man gewann sofort die Ueberzeugung, daß ein ganz brutal ausgeführter Raub vorliege; die Ladenkasse stand offen, in der Küche waren Schränke und Schubladen durchwühlt und anscheinend nach Geld durchsucht worden. Einen Geldbetrag von 158 Mark in Hartgeld und Papiergeld, den man noch vorfand, hatte der Täter in der Hast liegen lassen. In dem Garten, etwa zehn Meter hinter dem Hause, wurde ein 24 Zentimeter großes Stück Eisenrohr gefunden, es war blutig und offenbar zu der Tat benutzt worden. Durch eine Untersuchung des Blutes wurde festgestellt, daß es Menschenblut war.

Die Nachforschungen nach dem Täter, an denen sich auch die Wermelskirchener und Elberfelder Kriminalpolizei beteiligten, führten bald zum Ziel; schon am 18. April konnte der 20 Jahre alte, schon wiederholt wegen Diebstahls bestrafte Schlosser Karl Wieber in Wermelskirchen in der Wohnung seiner Mutter als der Tat dringend verdächtig festgenommen werden. Er war mehrere Tage vor der Tat am Tatorte gesehen und beobachtet worden und war nach der Tat plötzlich verschwunden gewesen, auch war festgestellt worden, daß er in den letzten Tagen verhältnismäßig gut bei Kasse gewesen war, obwohl er arbeitslos war. Besonders verdächtig war auch, daß er in einem Geschäft 22 Mark Nickelgeld  in größere Münzen hatte umwechseln lassen, denn bei dem Raubüberfall war aus der Ladenkasse da§ Wechselgeld gestohlen worden.

Wieber wurde, wie es verabredet worden war, der Polizei in Elberfeld vorgeführt und dort von dem Kriminalkommissar Beermann vernommen. Den Grund seiner Verhaftung hatte man ihm, ebenfalls verabredetermaßen, verschwiegen. Auch Beermann fiel, als er ihn vernahm, nicht mit der Tür ins Haus, befragte ihn vielmehr zunächst, wo er in den letzten Tagen nach der Tat sich aufgehalten habe. Erst als Wieber, der sich ziemlich frech benah, durch unvorsichtige Bemerkungen selber sich verdächtig machte, kam er dem Zwecke der Vernehmung näher. Anfangs     leugnete  Wieber frech, etwas mit der Sache zu tun zu haben und erklärte, wenn der Kommissar ihn noch weiter mit verdächtigen Fragen belästige, werde er ihm überhaupt keine Antwort mehr geben. Als der Kommissar aber trotzdem weiter in ihn drang, ihm sagte, daß er schon so gut wie überführt sei und ihm nahelegte, nur durch ein reuiges Geständnis seine Lage zu verbessern, wurde er unsicher, und auf nochmaliges Zureden  gestand  er dann, daß er der Täter gewesen sei. Auf weiteres Befragen hat er anschließend daran die Tat in allen Einzelheiten geschildert und dieses Geständnis bei seinen späteren richterlichen Vernehmungen in vollem Umfange wiederholt."

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Opp gruote Fahrt

Ech woar mit mieanem Kearl demm Kaal molls opp gruote Fahrt. Wiar hand us enn elftägige Donauflussfahrt jegönnt.

Nachdemm wir iarscht gar nech wiaten wat wiar an Kledaasch ianpacken suolen, haaren wir jeder ianen gruoten schwären Koffer un nochjett Hangkjepäck dobie.

De Nohbersche sait, datt har se och molls mett ihrem Justav jemakt. Opp sonem Scheff iss ett jo och üablech, datt se enn Rettengks-Üawongk maken. Ha nee sait ech, biea demm Döümpel, do wäeren wir doch nett versuppen. Do sait de Nohbersche, datt musst du diar och nitt all merken, huoptsächlech nech no ungen luopen, songern emmer an Deck blieven, da kann önk och nix passeren. Ne watt füaren Unsenn. Davör hand wiar nech de düar Kabine betold, datt ech mech mit ne Wolldeck opp enn Liagestuhl dag und neits an Deck opphaulen sual. Son domm Tüch. Dann sualen se miar beschiad geven und ech gong mett demm Rettengksgedüan un demm Kaal schon dohin, wo see mich hinghangen wuolen.

No jo, wiar send dann noh Passau mett dem Ottomobil gefaaren. Unn dann zügig opp datt Schiff dropp. Dat waar jo nett. Öm de Koffer hangk se sech direkt jekömmert. Da hatten se och ordentlech watt te schleppen. Man muass jo füar jede Temperatur watt ianpacken. Man wiat jo nett wat fürän Weder kömmt. Wie ett dann an de Tied woar, blöst datt Tuthoan opp demm Scheff un wiar fahren loss.

Datt es joo en feudal Gedüans. Allengk datt eeten. Siewen Mol am Dag gütt ett watt. Datt fängt mett emm Früahoppsteher Früahstöck füar siewen Uahr aahn. Dann ab siewen gött ett datt normale Früahstöck watt joo och bös halwer nüngk giat. Donoh gött ett, wer will enn Spätopsteher-Früahstöck van halwer nüngk bös tiehn. Ab elf gütt ett de vüarmeddags Bulliong unn dann ab halwer engk entweder enn fünfgängig Meddachseeten oder enn Leit-Menü, watt ewer gar nit so Leite ess.

Füar lauter Eeten legt man sech am besten donoh watt hin, oder giat schiar opp datt Driat-Hüsken, denn ab vier Uahr nommendags gütt ett jo wiar Kaffe un Kuoken satt.

Übrigens datt Driathüsken opp emm Scheff ess watt angersch als tehieme. Dat giat mett Ungerdrock aff. Wenn de appzühst, unn noch dropp sitts musst do oppassen, datt de nitt mett en datt Brölldöppen jetrocken wüarst. Ech hangk mech su erschrocken, datt ess arch gewöhnungsbedürftig unn makt en ordentlechen Krach. Wenn ech neits muot, viel de Kaal bald utt dem Bedde. De Hoar stangk emm ze Berge. He deit de Neptun persönlich deit emm hoolen.

Am besten man löppt dann noh dem Eeeten watt öwer datt Sonnendeck, emmer am Hüsken vom Kapetän vörbie, und löppt sech datt eeten aff, denn ab nüngkteen Uahr gött ett jo wiar enn sechsgängiges Owenteeten. Wer ett dann noch nit liad ess kann enn Meddernachtssnekk iannehmen.

Wenn datt Scheff dann noh elf Dagen weeder in Passau ankömmt, liegt ett mendestens enn halwen Meter tiefer, weil de Urlauber sua volljefreten sind.

Ausser freeten hangk wiar ewer och völl gesenn. Wiar woaren enn Österreich, enn Ungarn, enn Serbien bös nom Iarsernen Dor, datt es ewer kian Dor, songern enn Stauanlage noh Rumänien unn demm Donau-Delta. Wiar hangk allerhangk besechtigt unn de Kaal hätt ordentlich Fotos jemakt. Kerken öwer Kerken, Klüaster öwer Klüaster un Schlöter öwer Schlöter.

Tweimoll haaren wiar an de Grenze van Ungarn nich nur enn Passkontrolle, sondern och dobie en Fisaaschkontrolle. De Hotelmanager hätt füarzeitig durchjegewen, datt man gegenöwer dem Zollpersenal kian grätzeg Spröche maken soll. Datt hangk wiar uss jemerkt. Opp demm Röckweg woar de Kontrolle om halwer twei neits. Do wuaren wiar alle utt dem Bett jehollt. De Ansach kuam opp de Kabine, datt man sech nu zögig zur Rezeption begewen sual. Ech hangk miar schnell watt öwer datt Neitshemd getrokken, de Lockenklötzkes opp dem Kopp hangk ech drin gelooten, un han denn Kaal wach jemakt.

„Nu kuom, mach vöraan, wiar mötten no füarn, unn haul bloos dieane freche Muul, sonst wüaren wiar noch van dem janzen Scheff Kial gehollt, wenn die weggen dir noch bess morjen früh an de Grenze stongk muöten.“ He ess dann henger miar her geloopen, un hätt ech enn nit wiar mett in de Kabine genoamen hätt he bestemmt bis morjens früöh do noch gestangen. Ech glüav dann janze Zinober hätt he garnett rechteg realisiert.

Trotz demm Gedüans an de Grenze woar ett enn dollen Urlaub. Noh elf Dag send wiar wedder zurück in Passau. Wiar hangk uss och noch persönlich beim Kapetän bedangkt, datt he uss so propper chauffiert hätt.

Unn denkt draan, wenn ihr mal fahrt, emmer schön an Deck bliewen.

Bös Strackes, önker Klärchen

Bilder aus vergangenen Tagen, die Erinnerungen wecken

von Dr. R. Schmidt

Wir nähern uns wieder mit Macht der Weihnachtszeit (siehe das Angegot der Discounter). Diesseits aller Heiligkeit und der eigentlichen Glaubenssphäre wollen wir uns heute einmal mit ein paar kirchlichen Ereignissen beschäftigen; auch solche sind selbstverständlich in meinem Lenneparchiv vorhanden. Ich erinnere mich noch sehr deutlich, wie ich einmal als Kind, vor dem Altar der Lenneper Stadtkirche stehend, einen Teil der Weihnachtsgeschichte vorgetragen habe oder, besser gesagt, vortragen musste, denn angenehm war mir das damals nicht, und es geschah unter beträchtlicher Aufregung und spürbarem Herzklopfen. Die in der Stadtkirche verbrachte Kinderzeit und insbesondere die Kindergottesdienste dort sind mir aber unter dem Strich noch sehr schön und anheimelnd präsent, und so manche einschlägige Zeitzeugnisse von damals haben die Familie noch lange sichtbar begleitet. So trank meine Großmutter noch bis zu ihrem Tod um 1980 aus einer Tasse, die in goldener Schrift den Aufdruck trug Kindergottesdienst 1952,  und an der Wand hing bei ihr ein Holzbrettchen mit dem Liedzitat Jesu geh voran auf der Lebensbahn.  Die Tasse und das Holzbrettchen erhielten damals die Kindergottesdienstteilnehmer als Jahresgabe. Einmal erhielten wir auch eine Postkarte mit Kindermotiv (Abb. rechts), worunter das Bibelzitat aus Markus 10 Vers 14 abgedruckt war: Lasset die Kindlein zu mir kommen. Auf der Rückseite der von der Agentur des Rauhen Hauses Hamburg herausgegebenen Postkarte standen ein Bibelspruch und der Text: „Auch Du bist herzlich zu unserem Kindergottesdienst am Sonntag eingeladen“.  Pfarrer Spengler, der im Übrigen die Feste meiner Familie über 50 Jahre begleitet hat und dabei auch bei Kuchen, Wein und Schnittchen zulangte, hatte auf diese Rückseite per Stempel seine Unterschrift setzen lassen, und hinter diesem Stempel war noch mit blauer Tinte handschriftlich das Kürzel für Pfarrer gesetzt. Als wenn wir dies nicht auch so gewusst hätten! Schließlich waren die Pfarrer damals für uns alle bekannte Respektspersonen. Einer soll übrigens bei Ruhestörungen im Konfirmandenunterricht  mit der Bibel nach den Übeltätern geworfen haben.

Natürlich bekamen wir zur Konfirmation auch unseren persönlichen Denkspruch, und dies erinnerte mich jetzt daran, dass ich in meinem Lenneparchiv auch mehrere historische Exemplare dieser Gattung verwahre. Einer stammt aus dem Jahre 1925, ausgefertigt vom damaligen evangelischen Pfarrer Heim. Die Urkunde ist ganz für Lenneper Verhältnisse gestaltet, mit graphischen Hinweisen auf das Äußere und Innere der Stadtkirche und der heute nicht mehr existenten Friedhofskapelle an der Mühlenstraße. Den Lenneper Kirchenwahlspruch Ich bin der Weg, der Wahrheit, und das Leben aus Joh. 14, Vers 6 erblickt man in einer aufgeschlagenen Bibel blumenumrankt über einer Tafel mit den zehn Geboten, weitere graphische Hinweise verweisen auf das evangelische Abendmahl und den Quell des geistlichen Lebens.

Ganz anders schaute im Lennep des 19. Jahrhunderts ein sog. Firmzettel der Katholiken aus, den ich als Original ebenfalls in meinem Archiv verwahre. Er folgt der eher bildlosen Tradition der katholischen Ablasszettel im 19. Jh., ein paar  geometrische Schmuckbalken am Rand umrahmen den Text, der darauf verweist, dass  Albert Welft oder Wolff,  so lese ich den Namen des Firmlings, in der Pfarrkirche zu Lennep am 7. Juli 1847 gefirmt wurde, und zwar letztlich im Namen Seiner Erzbischöflichen Gnaden, dem hochwürdigsten Erzbischofe von Cöln, Johannes von Geissel (1796-1864).  Da es die jetzige Katholische Kirche von 1868 damals noch nicht gab, fällt diese Firmung also noch in die Tätigkeit der Klosterkirche, und der damalige Pfarrer Titz, Nachfolger des legendären  Pfarrers Baudri (1804-1893), unterzeichnete den Firmzettel.

Die Originaldokumente des Lenneparchivs gehen, was die Geschichte der katholischen Kirche betrifft, wesentlich weiter zurück. Nachdem im Jahre 1803 im Zuge der Säkularisation alle Klöster im Herzogtum Berg aufgehoben worden waren, mussten die Minoriten Lennep verlassen, und nur Pater Rinck blieb mit einem Klosterbruder als Küster zurück. Aller Klosterbesitz wurde staatlich verwaltet. Das eher ärmliche Hab und Gut der Klosterbrüder wurde noch 1803  inventarisiert, verkauft und im Dezember 1804 das armselige Mobiliar zuletzt öffentlich versteigert. Damit trat der Pastor Rinck, der vormalige Guardian oder Konventsvorsteher des Klosters, ein schweres Erbe an. In einer bei mir im Original erhaltenen Niederschrift vom 6. Juli 1806 stellt der Pastor und Magister Adalbert Rinck fest:  „Unsere in Lennep mit nichts fondierte katholische Kirche wurde von je her von den Kloster–Geistlichen in allen Bedürfnissen bestritten“.  Jetzt war man nur noch auf den Klingelbeutel angewiesen, der allerdings in den Jahren 1804-1806 naturgemäß nicht viel hergab. Am 6. Juli 1806 belief sich das Vermögen auf ganze drei Mark, 50 Stüber und 3/4 Bruchstüber.

Auch so manche alte Fotografie meines Lenneper Archivs verweist, wie die schriftlichen Dokumente, direkt auf das kirchliche Leben der Vergangenheit. So z.B. eine Aufnahme mit zahlreichen weiß gekleideten Mädchen, in deren Mitte, überhöht wie eine Königin, eines  besonders herausgehoben ist. Unwillkürlich denkt man an eine Marienverehrung im Spiel, u. U. anlässlich des Festtages von Mariae Himmelfahrt, der in der römisch-katholischen Kirche am 15. August begangen wird. Die Beschriftung auf der Rückseite des Bildes, auf der eindeutig der Bezug zum alten Lenneper Katharinenstift zwischen Schwelmer und  Hackenberger Straße bezeugt wird, lässt aber auch eine andere Deutung zu, eher wohl handelt sich bei dieser Fotografie um eine Aufführung des Shakespeareschen Sommernachttraums seitens der katholischen Jungmädchen. Der Sommernachtstraum war seit dem 19. Jh. ein Klassiker für Schul- und Laientheaterinszenierungen nicht nur in England, und die überhöhte Mittelfigur wäre dann nicht Maria, sondern die Königin Titania inmitten ihrer Elfen, durchsichtig-weiß-silbrig glänzend als märchenhafte Lichtgestalten.

Kehren wir zuletzt zum Kaiser am Mollplatz (früher: Kaiserplatz) zurück, dessen kunsthistorisch durchaus beachtenswertes Bronzestandbild in Lennep am Sedanstag 1889 enthüllt worden war, und dem es 1935 buchstäblich an den Kragen ging, als eine Lenneper  Baufirma ihn mit einem Kran auf ein Transportgefährt hievte und über die Kölner Straße an den damals sog. Hohenzollernplatz zwischen der oberen Ringstraße, Herrmann- Friedrich- und Zeppelinstraße versetzte. An der eigens für ihn umbenannten Örtlichkeit residierte er jedoch nicht lange, denn schon bald sollte sein Metall kriegswichtigen Zwecken dienen und wurde eingeschmolzen. So was kannte man seinerzeit ja noch aus dem Ersten Weltkrieg, und sogar Privatpersonen gaben ihr Edelmetall für wertlose Dankesringe und Eisenbroschen her. Gold gab ich für Eisen, diese Parole aus der

Preußischen Geschichte schon der Freiheitskriege von 1813 bis 1815, war um 1940 noch im Gedächtnis, und dies sollte nun auch die Kirchengemeinden betreffen, deren Sakralbauten über Glocken verfügten, die man ebenfalls gut einschmelzen konnte. So kam dies im Jahre 1942 auch auf die katholische Kirche in Lennep zu, die wie die evangelische Fraktion ihre Glocken seit Kriegsbeginn sowieso nur zu bestimmten Zeiten läuten durfte. Die Glocken der katholischen Kirche in Lennep stammten aus dem Jahre 1924 und mussten nun abgegeben werden. Das Bild links zeigt den damaligen Pfarrer Otto Derichs zwischen zwei weiteren Männern der Kirche, die sich zusammen mit mehreren Jungen um die abzugebende Glocke scharen. Nach dem Krieg wurden im Mai 1949 drei neue Glocken aus Stahlguss aufgezogen, die von einer finanzkräftigen Persönlichkeit vom Nagelsberg gespendet wurden.

Vielleicht kramen ja auch Sie mal in Ihren Materialien von früher und vergrößern mit den heute möglichen Techniken die Details. Sollten Sie dabei auf Interessantes stoßen – es würde, auch mich interessieren…

Oktober 2009: Der Waterbölles blättert zurück

Hilmar Somborn,. Foto: Lothar KaiserZehn Jahre ist es inzwischen her, da erklärte der Lenneper Unternehmer Hilmar Somborn, der fünf Jahren als Ratsmitglied, Vorsitzender des Finanzausschusses und über lange Zeit auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender ein führendes Mitglieder der Remscheider CDU war, zum 31. Oktober 2009 seinen Austritt aus der CDU. Sein Arzt habe ihm zu dieser Entscheidung gratuliert, sagte er damals dem Waterbölles. Insbesondere im Jahr 2008 dürfte Somborns Blutdruck bei den innerparteilichen Querelen der CDU häufig in die Höhe geschnellt sein. Und auch die Kampfkandidatur 2009 zwischen Kai Kaltwasser und Monika Hein um die Nominierung zur Stellvertretung der Oberbürgermeisterin sowie die angekündigte Bewerbung von Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter, Ehefrau von Stadtdirektor a. D. Jürgen Müller, als Landtagskandidatin der CDU in Remscheid - als Gegenkandidatin der Amtsinhaberin und jetzigen CDU-Kreisvorsitzenden Elke Rühl - dürften zu dieser Entscheidung beigetragen haben.

Mehr als 30.000 Fährfahrten mit einer Gesamtstrecke von besagten 1.800 Kilometern habe die Schwebefähre von ihrer Eröffnung am 7. Oktober 2006 bis Oktober 2009 zurückgelegt, teilte vor zehn Jahren die Bergische Entwicklungsagentur mit. Jeder Pumphebel wurde dabei drei Millionen Mal gedrückt und ein Gewicht von 45.000 Tonnen bewegt. Als den 300.000-sten Fahrgast im Brückenpark Müngsten begrüßten am 1. Oktober 2009 Josef Neumann, Geschäftsführer der Lebenshilfe Solingen, und Marketingleiterin Ute Baukhage sowie die Fährleute unter Leitung von Arno Haarer die Wuppertalerin Claudia Meerkötter. Sie war mit ihren Kindern Robin und Laura aus Barmen angereist, um wieder einmal das „spaßige Gefährt“ zu nutzen.

Gefährliches Überholmanöver ohne Sicht auf den Gegenverkehr.  Foto:Lothar KaiserHaltestelle Eschenstraße: Überholen vor der Kuppe verboten!“, titelte der Waterbölles am 10. September. 2009 Und hatte damit ein vielfältiges Echo in den Kommentaren. Dazu konnte am 15. September das obige Foto vom gleichen Tage nachgeliefert werden. Es zeigt die damals von der Bezirksvertretung Süd problematisierte Verkehrssituation an der Bushaltestelle Ecke Fichtenstraße/ Eschenstraße in aller Deutlichkeit: Ohne die Kuppe überblicken zu können, setzt ein Autofahrer zum Überholen an. Und das, obwohl die Gegenfahrbahn wegen des links abgestellten Lastwagens noch schmaler ist als sonst.

Kare“ – Karl Schießl – traute vor zehn Jahren seinen Augen nicht und wollte es am Sonntagmorgen nicht glauben, als er zum Frühschoppenauftritt der Gruppe „Stieflziacha“ beim  Oktoberfest in Lennep seine Bass-Gitarre auspacken wollte: Sie fehlte, und mit ihr der Transportkoffer. Der Diebstahl des Musikinstrumentes, ein ganz in Handarbeit hergestelltes Einzelstück, bedeutete für den Musiker nicht nur einen materiellen Verlust von mehr als 2.500 Euro. Der ideelle Wert  war nicht zu beziffern.

Der Aufzug am Remscheider Hauptbahnhof zwischen Südsteg und Bahnsteig könne derzeit aufgrund einer mutwilligen Sachbeschädigung vom vergangenen Wochenende nicht benutzt werden, hieß es vor zehn Jahren, am 6. Oktober 2009, im Waterbölles. Die Stadt Remscheid habe den Schaden der DB AG als Eigentümerin des Aufzuges gemeldet; die Reparatur erfolgte durch das Vertragsunternehmen der Bahn. Arnd Zimmermann von der Stadt Remscheid erklärter damals: „Der Vorfall zeigt aus meiner Sicht, dass eine Videoüberwachung des Bahnsteigs sowie des Aufzugs eine notwendige Maßnahme zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der technischen Anlagen sowie Gewährleistung der subjektiven Sicherheit bei den Bahnkunden darstellt.“ Doch die Bahn AG lehnte Videokameras auf dem Bahnsteig später ab. Was Vandalen scheinbar ermutigte, wiederzukommen...

"Ampel-Koalition" hat fortan die "Gestaltungsmehrheit", verkündeten die Sprecher von SPD, FDP und Grüne am 8. Oktober 2009, zwei Wochen vor Beginn einer neuen Amtszeit des Rates der Stadt Remscheid, der letzten Amtszeit mit Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Auf die CDU als zahlenmäßig stärkste Fraktion des neuen Rates „kommt eine harte Zeit zu“, kommentierte das damals der Waterbölles. In dem von den drei Parteien formulierten, 16 Seiten umfassenden „Koalitionspapier bis 2014“ standen u. a. die interkommunale Zusammenarbeit, eine zeitgemäße und zielgruppengerechte Wohnraummodernisierung, der Verzicht auf das Neubaugebiet Kunsthöhe, eine planungssichere Linienführung der Bundesstraßen in Bergisch Born und ein offensiveres Stadtmarketing. Nach zehn Jahren alles erledigt? Wohl kaum!

Foto: Lothar Kaiser Wie die Idee entstand... Foto: privat Vor zehn Jahren machten Metallfiguren aus tristen Betonblöcken auf der Scharffstraße Kunst. In der auf Lasercut und Blechbearbeitung spezialisierten Firma HBR GmbH & Co. KG  auf „Holz“ in Hasten schnitt im Oktober 2009 ein computergesteuerter Leserstrahl mit einer Temperatur von 1.500 Grad aus einer ein Zentimeter Platte aus Dirostahl 1,80 Meter große Silhouetten, darunter eine Buchleserin, einen Saxophon-Spieler und einen Zeitungsleser. Eine Idee des damaligen "Aktionskreises Scharffstraße 3" (Friedhelm Reska, Philipp Künz, Gerd Wehberg, Jochen Schwerdtfeger, Sascha Kremser, Thomas Zimmermann und Dirk Trümmelmeyer)  Und wenige Tage spätere wurden die neuen Kunstfiguren bei der "Nacht der Kultur 2009" an der Scharffstraße, Ecke Alleestraße, auf die Betonklötze montiert, die dort wildes Parken verhindern sollen. Längst haben die Metallfiguren Patina angesetzt und sind auch etwas „aus der Form“ geraten.

Sie werde  für frischen Wind und neue Impulse sorgen, kündigte im Oktober 2009 der damalige Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann an, als er der Lokalpresse Nicole Hauser-Grüdl (heute Grüdl-Jakobs), bis dahin Lehrbeauftragte für Sprachwissenschaft  im Fachbereich „Geistes- und Kulturwissenschaften“ der Universität Wuppertal, als neue Sprachbereichsleiterin der Volkshochschule Remscheid – und in der Nachfolge von Klaus Ehler, auch als zunächst kommissarische Leiterin der VHS vorstellte. Diese kündigte u. a. eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit an – auch, um der VHS neue Zielgruppen zu erschließen, Henkelmann setzte damals in die Doktorandin, deren Arbeit zur Mehrsprachigkeit von Kindern „so gut wie fertig“ sei, sehr große Hoffnungen. Für die Leitung der VHS bringe die 37-Jährige, die am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium ein Einser-Abitur hinlegte, gute Voraussetzungen mit. Als die Musik- und Kunstschule, die Bibliothek und die VHS unter das Dach des Kommunalen Bildungszentrums kamen, wurde ihr dessen Leitung übertragen.

Solche Sprayer sind dem Rektor der EMA sehr willkommen: Bei einem „Ortstermin“ bezeichnete Hans Heinz Schumacher, damals Rektor des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums (EMA) im Oktober 2009 eine von der „grünen Jugend“ und dem grünen Ratsmitglied David Schichel initiierte Graffiti-Aktion als einen Gewinn für die zwischen Elberfelder und Ludwigstraße gelegene Schule. Was Mariola Klosowski und Rene Schneider (baixart.de) an die Wand parallel zur Ludwigstraße gesprayt hatte, fand er prima. Von den beiden Entwürfen, die Schneider an der Ludwigstraße realisiert hatte, stammte einer vom Remscheider Jugendrat. Daran war Hakan Eren, im kleinen Bild rechts neben Hans Heinz Schumacher, wesentlich beteiligt. Inzwischen ist er selbst Künstler - und sogar mit akademischem Abschluss.

Im Jahre 1831 hatte die Ortschaft Lobach 40 Einwohner

Lobacher Hammer im Hammertal. Foto: HIZ Remscheid

Dort wo die BSI und die DEW ihren Schutt abgelagert haben, beginnt das Lobachtal. Es ist das ehemalige Quellgebiet des Loborns und wurde bereits 1369 als Hofschaft genannt. Noch im 17. Jahrhundert hat dort ein Hof gelegen, der einem Peter Scharwächter (Landmesser) gehörte. Bachabwärts Folgte der Hof Lobach. 1680 standen dort schon zwei Höfe. Die Ortschaft Lobach ist aber noch viel älter. Sie wird schon 1369 als Lobech erwähnt. 1469 ist eine Namensänderung in Loebeck, 1487 in Loebech und ab 1634 in Lobach erfolgt Das Urkataster von1826 gibt die Ortschaft Lobach mit 18 Häuser an. Auf alten Karten sieht man auch die Flurbezeichnung „LOH“ (heute noch heißt eine Straße oberhalb des Hanges Richtung Ehringhausen „Im Loh“). Aus dem Jahre 1831 haben wir eine Aufstellung über etwa 40 Personen, die damals in der Ortschaft wohnten. Insgesamt hat der Lobach im oberen Teil bis zum Linkläuer Bach eine Länge von 1, 4 Kilometern. Bei der Hofschaft Herberg nimmt er den Vieringhauser Bach (ehemals auch Kleinburgerbach) auf und fließt dann 2, 6 Kilometer weiter beim Hüttenhammer in den Eschbach. In Normalzeiten führen auf dieser Strecke 13 Nebenwässerchen (Siefen) ihr Wasser zu. Man kann also sagen, dass der Lobach alle Gewässer vom ehemaligen Reinshagener Bergwerk über den Schlachthof bis Ehringhausen/Tirol aufnimmt.

Vier Hämmer und Kotten standen einst am Vieringhauser Bach und neun am Lobach, somit 13 im gesamten Hammertal. Auf der Katasterkarte von 1826, die als handcholorierter Handriß zurzeit leider dem Verfall preisgegeben ist, da die Restaurationsmittel fehlen, sieht man noch den Teich unterhalb der Ortschaft, der das Wasser für den 1. Lobacher Hammer lieferte. An einem weiten Obergraben, der von Dem Teich wegführt, hat Wilhelm Engels den Kotten des Schleifers Jaspers angenommen, der stationär nur noch dort einzuordnen ist. Nennen wir ihn also Jasperskotten 1770 wird er von Jacobi genannt und weitere Indizien geben seine Existenz preis: 1765 nehmen Joh. Peter Jaspers und seine Frau Maria Magdalena Busch eine Hypothek auf und geben unter anderem als Sicherheit „den itzo würklich zu bauen im Begriff seyenden neuen Schleifkotten auff der Lobacherbach unter Lobach“ an. 1773 erscheint der Kotten in der von Jacobi Pachtliste. 1800 liest man bon einen „Jaspers vom Schleifkotten in der Lobach modo Wwe. und Sohn von den Steinen“, der einen Reichstaler Wassererkenntnis (Pacht) zahlen müsse. 1828/29 ist der Kotten dann in den Aufzeichnungen des Remscheider Mühlenkatasters nicht mehr genannt.

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