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Klinische Situation in Remscheid ist dramatisch

Die Inzidenzzahl ist heute auf 217,4 (Land NRW 125) gestiegen. Gestern lag sie noch bei  190,9. Die örtlichen Krankenhäuser meldeten 31 positive Fälle (zwölf mehr als gestern), darunter elf intensivpflichtige Behandlungen (neun beatmet). Laut Prof. Ulrich Sliwka, Ärztlicher Direktor der Remscheider Sana-Klinik, ist ein erheblicher Anstieg von Corona-Erkrankten im stationären Bereich zu verzeichnen. Der Anteil an jüngeren Patientinnen und Patienten, bei denen eine deutlich längere Verweildauer im klinischen Bereich festzustellen sei als bei dem anfänglich überwiegend hochaltrigen Patientenkreis, sei deutlich gestiegen. Man müsse davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen die Intensivbettenkapazitäten ausgeschöpft seien, so der Mediziner.

Die aktuellen Infektionsgeschehnisse in Remscheid lassen sich zurzeit nicht auf bestimmte Einrichtungen oder bestimmte Orte eingrenzen beziehungsweise nicht auf ganz bestimmte, einzelne Aktivitäten im öffentlichen Raum zurückverfolgen. Insgesamt stellt sich die Virusverbreitung daher als diffus dar. Nachweislich findet aber ein großer Teil der Ansteckung im privaten Bereich statt.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 450 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Weiter herrscht ein diffuses Infektionsgeschehen, alle Altersgruppen sind betroffen. Damit gibt es insgesamt 4.752 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 4.162 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 140 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 961 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 526 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Corona-Variante und einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Spendenaktion "Kleines Geld für großes Lächeln"

Liebe Eltern, liebe Remscheiderinnen, liebe Remscheider,
Wir, der Jugendamtselternbeirat Remscheid (JAEB), wenden uns heute mit einem besonderen Anliegen und einer herzlichen Bitte an Sie! Wir alle, insbesondere aber unsere Kinder, haben unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden; es fehlen soziale Kontakte, es fehlen Freizeitaktivitäten, es fehlen Hilfsangebote…

Leider gibt es in Remscheid Familien und Kinder, die es in den letzten Monaten schlimmer getroffen hat als andere. Der Jugendamtselternbeirat möchten daher diese Familien und Kinder besonders unterstützen und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich uns anschließen: Wir haben die Spendenaktion „Kleines Geld für großes Lächeln“ ins Leben gerufen zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbund Remscheid e.V., um hilfebedürftige Familien und Kinder in Remscheid zu unterstützen, deren Lage sich insbesondere durch die Corona-Krise noch verschärft hat. Es wäre toll, wenn Sie sich uns anschließen könnten! Jeder Euro kann etwas Tolles in Remscheid bewirken! Wir würden uns freuen, wenn Sie direkt an den Kinderschutzbund Remscheid e.V. spenden:

Deutscher Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid
Spendenkonto: DE 02 3405 0000 0000 0072 60
Stichwort: „Kleines Geld für großes Lächeln“. (Wenn gewünscht, kann der Deutsche Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid, Spendenquittungen ausstellen. Als Nachweis reicht jedoch meist auch der Überweisungsbeleg.)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Die Vorsitzenden Marco Marquard und Miriam Wetzel

Zur Information über den JAEB:  Der Gesetzgeber des Landes NRW hat seit 2011 im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) die Elternmitwirkung in Kindertagesstätten formuliert. Wir sind die KiTa-Elternvertretung aller Träger in Remscheid. Wir vertreten die Interessen im Sinne der Eltern und ihrer Kinder gegenüber den öffentlichen Trägern (Stadt Remscheid), der Jugendhilfe und freien Trägern der Jugendhilfe. Der JAEB ist parteilos, unabhängig und alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Internationale Drogenhändler festgenommen

In einem bei der Staatsanwaltschaft Köln anhängigen Ermittlungsverfahren wegen Drogenhandels haben Ermittler von Polizei Köln und Zollfahndungsamt Essen mit Unterstützung einer Spezialeinheit am gestern, 8. April, drei Haftbefehle gegen 24, 47 und 48 Jahre alte Beschuldigte in Köln und Remscheid vollstreckt und unter anderem elf Wohnobjekte und Schließfächer in Köln, Dormagen, Remscheid, Pulheim und im spanischen Cadiz durchsucht. Zeitgleich nahmen Beamte der Guardia Civil in Cadiz den mutmaßlichen Chef (37) der international agierenden Drogenbande fest. Die Ermittler beschlagnahmten neben einer professionellen Cannabisplantage mit circa 240 Pflanzen etwa 80 Kilogramm Marihuana, scharfe Munition, mehrere tausend Euro Falschgeld, mehr als 60.000 Euro sowie drei Autos. Gegen die Beschuldigten liegen Arrestbeschlüsse zur Vermögensabschöpfung in Höhe von mehreren Millionen Euro vor. Nach derzeitigen Ermittlungen soll die sechsköpfige deutsch-türkische Bande seit etwa einem Jahr insgesamt über 1,5 Tonnen Marihuana sowie Haschisch im Wert von mehr als fünf Millionen Euro von Spanien nach Deutschland und ins benachbarte Ausland geschmuggelt und verkauft haben.

Polizeiwache in Lennep wird saniert. Seit einigen Wochen finden in der Polizeiwache in Lennep, Wupperstraße 2, Sanierungsmaßnahmen statt.  Die weiteren Arbeiten werden voraussichtlich noch etwa zwei Monate in Anspruch nehmen. Um die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten, dient seit gestern, 8. April, eine mobile Wache als Anlaufstelle für polizeiliche Anliegen. Diese Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten ist die Polizeiwache in Remscheid, Quimperplatz 1, rund um die Uhr besetzt. In dringenden Fällen wenden Sie sich unter Tel. 110 an den Notruf der Polizei.

Tatverdächtiger wurde mit Haftbefehl gesucht. Am Sonntagmorgen gegen 9 Uhr informierte eine Zeugin die Polizei über eine brennende Mülltonne auf der "Alte Kölner Straße" in Lennep. Zuvor hatte die Zeugin beobachtet, wie ein Mann einen brennenden Gegenstand in die Papiertonne warf. Die kurze Zeit später eintreffenden Beamten trafen auf einen 40-jährigen. Bei dessen Überprüfung stellte sich heraus, dass er mit Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben war. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten geringe Mengen Betäubungsmittel und Diebesgut. Ein Übergreifen der Flammen aus der Mülltonne auf angrenzende Gebäude konnte durch den Einsatz eines Feuerlöschers und die weitere Brandbekämpfung der Feuerwehr verhindert werden. Der festgenommene Verdächtige wurde aufgrund des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. (aus dem Polizeibericht)

Ein Defibrillator als zusätzliche Unterstützung

Ein Defibrillator sorgt seit Kurzem im RTV für zusätzliche Unterstützung im Ernstfall. Noch unter der Leitung von Hans-Werner Wiese-mann wurde bereits im vergangenen Jahr einstimmig beschlossen, dass ein Defibrillator im RTV sinnvoll wäre. Über Sponsorengelder, die eine externe Firma verwaltete, konnte das Gerät kostengünstig angeschafft werden. Der Standort im Foyer im Eingangsbereich erwies sich als besonders sinnvoll, da dieser schnell aus allen Bereichen des RTV erreichbar ist. Das Gerät leitet mittels Sprachanweisungen einfach durch die Bedienschritte. Somit ist der Defibrillator auch von Laien einfach zu verwenden. Im Paket enthalten sind zum Beispiel Rasierklingen, um stark behaarte Patienten im Brustbereich kurz und einfach zu rasieren. Des Weiteren sind Tücher beigelegt, um stark schwitzende Personen vorher etwas trocknen zu können. Die mitgelieferten Klebe-Pads haben jedoch eine sehr starke Klebekraft, so dass in nahezu jedem Fall der richtige Kontakt hergestellt werden kann. Wissenswert ist, dass die lebensrettenden Spannungsstöße erst nach erfolgreichem Selbsttest und einigen Messungen des Gerätes abgegeben werden, so dass Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen sind. Interessierte Mitglieder haben die Möglichkeit, sich kurz schulen zu lassen. Termine hierfür werden je nach Möglichkeiten abgestimmt. Wichtig ist, im Ernstfall Ruhe zu bewahren und sofort den Notruf 112 zu kontaktieren. (Jan Christoph Heinsch in der TRV-Information 1/2021)

„Kein Sport“ ist für den RTV keine Option

„Auch wenn wir wegen Corona keinen Präsenssport anbieten dürfen, so möchten wir den-noch unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich sportlich zu betätigen – und das mit gewohnter professioneller Unterstützung. Es haben sich zahlreiche Abteilungen bereit erklärt, ihren Sport online anzubieten. Sprich: „jeder für sich alleine – alle online vereint“. Übungsleiter:innen zeigen vor einer Kamera Übungen, Tänze, Bewegungen und was es sonst noch alles gibt. Die Teilnehmer machen mit. Zusammen mit Musik, Motivationsreden und Korrekturen bietet es also eine besondere Form des Trainings. Das Gute daran: Die An-gebote sind für Mitglieder und Nicht-Mitglieder offen. Die Aktuelle Fassung des Online-Stundenplans findet Ihr immer auf der RTV-Homepage https://remscheider.tv/. Da aber auch wir wieder schnell in den Präsenssport wechseln möchten, tüfteln wir an einem Rahmenprogramm für „Sport im Park“– einem kostenlosen Sportangebot im Freien. Hauptorganisator der Aktion ist der Sport-bund Remscheid. Hier haben alle die Möglichkeit, Outdoor-Sport zu betreiben und viele Sportarten auszuprobieren. Wann diese Aktion starten kann, hängt von der gültigen Corona-Schutzverordnung ab. Wir informieren Euch auf den bekannten Kanälen, wenn es soweit ist.“ (Tim Boretius in der TRV-Information 1/2021)

Ostern, Corona und kein Ferienprogramm

Schweren Herzens hat die Natur-Schule Grund auch die zweite Woche ihres Osterferienprogramms abgesagt. Leider, so der Leiter der Remscheider Umweltbildungsstation, Jörg Liesendahl, wurden nicht genug Kinder für das viertägige Programm angemeldet, so dass die erforderliche MindestteilnehmerInnenzahl nicht erreicht werden konnte.Liesendahl sieht in der geringen Zahl von Anmeldungen einen Hinweis auf die Unsicherheit, die in Zeiten des Corona-Lockdown bei vielen Eltern herrschen dürfte. Auch das Team der Natur-Schule habe lange überlegt, ob ein Programmangebot überhaupt verantwortbar wäre. Aufgrund der Tatsache, dass das Programm komplett draußen und natürlich unter Wahrung von Hygiene, Abstand und mit Maskenpflicht ein überzeugendes Hygienekonzept hatte, sei das Team aber zu der Meinung gelangt, dass ein solches Naturerlebnisangebot "sicher" umsetzbar sei.
 
Gleichwohl hat Jörg Liesendahl größtes Verständnis für Eltern, die bei der derzeit  hohen Inzidenz in Remscheid und anderen Unsicherheiten ihr Kind nicht angemeldet haben.Das Team der Natur-Schule Grund hofft inständig, dass nach dem aktuellen Lockdown die Zahlen wieder sinken und im Sommerferienprogramm auch wieder Kinder an Kursen in der Natur-Schule werden teilnehmen können.

Kinderbibelwoche fand zu Hause statt

Vergangenes Jahr muss sie leider coronabedingt ausfallen, doch dieses Jahr gab es zum Thema „Schalom – Komm, wir suchen Frieden“ wieder eine ökumenische Kinderbibelwoche in der ersten Woche der Osterferien. Da eine Präsenzveranstaltung mit über 60 Kindern und 20 Jugendlichen im CVJM-Haus nicht möglich war, hatten die Veranstalter – die Ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen, kath. Pfarrei St. Bonaventura und Hl. Kreuz und der CVJM Lüttringhausen – die KiBiWo kurzerhand in die Kinderzimmer verlegt. Über eine eigens eingerichtete Webseite konnten die Kinder sich anmelden und erhielten vor den Osterferien eine Erlebnistasche mit Liederheft, Bastel- und Rätselmaterial. So konnte Religionspädagogin Sabine Wunsch online täglich mehr als 40 Kinder begrüßen und ihnen spannende Geschichten mit Lena und dem Postboten Fieder präsentieren, die sich das große Ziel gesetzt hatten den Frieden zu finden. Dazu wurden vorab Videos produziert.

Der Montag stand unter dem Thema „Du wirst Frieden teilen“ und erzählte die Berufung des Petrus zum Menschenfischer. Passend dazu wurden dann Boote und Mobiles mit Motiven aus der Geschichte gebastelt. Am Dienstag hieß es dann „Du bekommst Frieden geschenkt“. Erzählt wurde die Geschichte einer Sünderin, der Jesus ihre Sünden vergibt und nicht nachtragend ist. Die Kinder konnten an diesem Tag einen Friedens-Pompon-Vogel basteln und sich in Dot-Painting, einer Malform der Aborigines (Ureinwohner Australiens) probieren.
„Du findest Frieden – im Hören und Tun“ war das Motto des dritten Tages.  Es ging darum, im richtigen Moment auf Gott zu hören und auch einfach mal Abschalten zu können. Die Kinder konnten hierzu ein Kuschelkissen für friedvolle Stunden nähen. Am Abschlusstag erfuhren die Kinder, dass auch Geduld und Hartnäckigkeit sich auszahlen können. Im Bastelangebot für diesen Tag befand sich ein Kugellabyrinth, für das man ebenfalls viel Geduld benötigt.

Für die Kinderbibelwoche Zuhause gab es von den Kindern und Eltern zwar viel Lob; die Veranstalter hoffen aber, dass die KiBiWo nächstes Jahr wieder klassisch in den Räumen des CVJM in Lüttringhausen stattfinden kann. Auf der Website https://www.kibiwo-luettringhausen.de hat der Veranstalter ein paar Bastelergebnisse der Kinder online gestellt.

Brand an der Sophie-Scholl-Gesamtschule

Gestern um 22.33 Uhr bemerkte der Fahrer eines vorbeifahrenden Linienbusses Feuerschein an der Sophie-Scholl-Gesamtschule und meldete diesen über die Zentrale der Verkehrsbetriebe bei der Leitstelle der Feuerwehr Remscheid. Bei Eintreffen eines Löschzugs der Berufsfeuerwehr stellte sich heraus, dass ein Müllcontainer nahe des östlichen Klassenraumbereiches in einem Kellerabgang brannte. Das Feuer hatte bereits durch die geplatzte Verglasung auf das Gebäude und im Untergeschoss gelagerte Baumaterialien übergegriffen. Ein Löschtrupp ging unter Atemschutz gegen die Flammen vor, und konnte sie nach wenigen Minuten unter Kontrolle bringen. Bei der anschließenden Kontrolle des Gebäudes stellte sich heraus, dass ein Großteil der Flure über sämtliche Geschosse verraucht war. Weitere Trupps gingen unter Atemschutz vor, um die Belüftung des Gebäudes mittels eines elektrisch betriebener Hochleistungslüfter über Abluftöffnungen vorzubereiten. Anschließend wurden die Räume mit Messgeräten kontrolliert. Gegen 0:51 Uhr konnte die Einsatzstelle dem Gebäudemanagement der Stadt Remscheid gesichert übergeben werden. Die Gebäude sind trotz des Brandes weiter nutzbar. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Die Tradition der bunten Ostereier bleibt erhalten

Pressemitteilung von Lennep Offensiv e. V.

Am Ostersamstag wird Lennep Offensiv vormittags am Alten Markt präsent sein, um den Marktbesuchern einen Ostergruß anzubieten. Viele bunte Ostereier warten darauf, von den Marktkunden mit nach Hause genommen zu werden. „Wir wollen diese Tradition auf jeden Fall auch in diesem Jahr fortsetzen, auch wenn wegen Corona außer dem Markt nur wenige Geschäfte öffnen dürfen“ erklärt Vereinsvorsitzender Thomas Schmittkamp. „Umso wichtiger ist es jetzt, einerseits die Marktbeschicker zu unterstützen und andererseits Geschäfte und Kunden zum Durchhalten zu ermuntern.“ So hart der Lockdown auch viele trifft, bleibt es das Ziel des Vereins, den Zusammenhalt in Lennep zu fördern und gemeinsam die Corona-Zeit zu bewältigen. Lennep Offensiv wünscht allen eine frohes Osterfest.

Die Freien Träger zeigen sich irritiert

Unterrichtsausfall wegen Corona kompensieren!“, überschrieb der Waterbölles am 18. Februar die Mitteilung der Fraktionen von SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN und FDP, in der sie zur Sitzung des Hauptausschusses am 18. März einen An trag ankündigten  “zur Unterstützung bei der Kompensation von pandemiebedingtem Unterrichtsausfall“. Siehe dazu auch die Stellungnahme der Verwaltung im Waterbölles vom 22. März: „Jugendhilfe kann Unterrichtsausfall nicht ausgleichen“. Dazu haben sich gestern nun auch die Sprecher der beiden Arbeitsgemeinschaften Offene Kinder- und Jugendarbeit (AGOT) und Jugendverbandsarbeit (AGJ) zu Wort gemeldet. Der Waterbölles dokumentiert diese Stellungnahme nachfolgend:

„Der Antrag (der Fraktionen) wurde in der AGOT und der AGJ intensiv diskutiert. Er hat in mehrfacher Hinsicht irritiert:

  • Es ist keine Adressierung an den Jugendhilfeausschuss vorgesehen, obwohl die Gestaltung und Durchführung der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit und die Nutzung der Einrichtungen, ja sogar der Einsatz des Personals betroffen sind.
  • Er vermittelt den Eindruck, die Kinder- und Jugendarbeit sei in den „zurzeit ohnehin geschlossenen Jugendzentren“ eingestellt und ignoriert damit die auch in dieser Zeit durchgeführten vielfältigen und flexiblen Angebote.
  • Es wird der Eindruck erweckt, Unterrichtsausfall und entstandene schulische Defizite im formalen Bildungsbereich könnten durch das non-formale und informelle Bildungssystem Jugendhilfe kompensiert werden.

Aus diesem Grund soll zur Klärung hier noch einmal der Auftrag und die Arbeitsgrundlage der Kinder- und Jugendarbeit dargestellt werden: Die Kinder- und Jugendarbeitet bietet Orte und Räume der Begegnung, der Freizeitgestaltung und der außerschulischen, nonformalen und informellen Bildung für junge Menschen mit eigenständigem Auftrag und Profil. Die maßgebliche gesetzliche Grundlage ist das SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz. Die wesentlichen Grundlagen der Arbeit in Remscheid sind: 1. § 11 SGB VIII Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG); §§ 10-12 Kinder- und Jugendfördergesetz NRW (3.AG-KJHG); der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Remscheid (DS 16/0112 im JHA am 10.02.2021) ; Das Konzept Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid (DS 15/3457 im JHA am 10.05.2017)

Die Kinder- und Jugendarbeit berichtet kontinuierlich und in der Zeit der Pandemie noch ausführlicher über ihre Arbeit [Qualitätsbericht Offene Kinder- und Jugendarbeit 2019 (DS 15/7226 im JHA am 3.6.2020); Bericht Aktivitäten der Jugendhilfe in der Corona-Pandemie (DS 15/7449 im JHA am 2.9.2020); Bericht Aktivitäten der Jugendarbeit in der Corona-Pandemie (DS 16/0503 im JHA am 10.2.2021); Qualitätsbericht Offene Kinder- und Jugendarbeit 2020 (DS 16/0619 im JHA am 24.3.2021)].

Die Bekämpfung der vielfältigen negativen Folgen der Pandemie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die auch die (Offene) Kinder- und Jugendarbeit und die Jugendverbandsarbeit, insbesondere für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien, mit ihrem eigenen Bildungs- und Erziehungsauftrag von Beginn wahrnimmt. Leider nimmt der Antrag die Kinder und Jugendlichen nur sehr verengt als Schülerinnen und Schüler in den Blick, reduziert auf ihre Funktion als zukünftige Arbeitnehmer*innen. Diese öffentliche Sichtweise werden auch durch diverse Studien (u.a. JuCo-Studie1) im Kontext der Corona-Krise kritisiert:

 „Sie werden überwiegend auf ihre Rolle als Schüler*innen und zukünftige Arbeitnehmer*innen reduziert. Andere, jugendspezifische Interessen, Bedürfnisse und Themen treten noch mehr in den Hintergrund als vor der Pandemie.“2

Begründet wird dies im Antrag damit, dass der „Ausfall unzähliger Unterrichtszeiten zu zum Teil deutlichen Lerndefiziten bei Schülerinnen und Schülern geführt (hat).“3

Dies entspricht sicher der Realität und sollte durch das zuständige System dringend durch zusätzliche Lern-angebote von qualifizierten Fachkräften (Fach-/Lehrer*innen) behoben werden. Unverständlich für uns ist deshalb, dass für diese Angebote auf das Leistungsspektrum, die Räume und das Personal der Kinder- und Jugendarbeit zurückgegriffen werden soll.

„Der Offenen Kinder- und Jugendarbeit kommt … die Aufgabe zu, dafür Sorge zu tragen, dass auch andere Bedarfe und Lebensbereiche junger Menschen wahrgenommen werden und dass Kinder und Jugendliche eine Stimme in ihren Kommunen haben.“4 Deshalb, und auf der Basis unseres gesetzlichen Auftrages gemäß SGB VIII, weisen wir darauf hin, dass der Ausfall unzähliger Sozialkontakte auf Dauer zu zum Teil deutlichen Sozialisationsdefiziten führen kann.

Der Qualitätsbericht „Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid 2020“ widmet den (Aus-)Wirkungen der Krise auf jugendliche Lebenswelten deshalb auch ein eigenes Kapitel.5

Artikel vollständig lesen

Rotarier schreiben Förderpreis für Digitalisierung aus

Pressemitteilung des Rotary Clubs Remscheid

Distanzunterricht, Home-Schooling, digitale Kommunikation und digitales Lernen werden auch nach der Corona-Pandemie zentrale Themen der zukünftigen schulischen Bildung bleiben. Bei dieser großen Aufgabe will der Rotary Club Remscheid die Remscheider Schulen über mehrere Jahre unterstützen und stärken. Dabei wollen wir nicht in Maschinen, sondern in Köpfe investieren. Wir haben deshalb den Digitalisierungspreis des RC Remscheid ausgeschrieben. Der Preis wird in zwei Kategorien vergeben – für Grund- und Förderschulen sowie für alle weiterführenden Schulen – und ist jeweils mit 5.000 € dotiert. Er soll die besten Konzepte zur nachhaltigen und langfristigen Integration digitaler Inhalte und Medien in das Lernangebot sowie zur effizienten digitalen schulinternen Kommunikation fördern. Allen teilnehmenden Schulen wird im Rahmen von Veranstaltungen ermöglicht, sich zur Digitalisierung auszutauschen und auf Best practice-Ansätze zurückzugreifen die erste findet als Kick-off-Workshop am 19.April statt.

Ziel ist nicht nur eine finanzielle Förderung, sondern ein paralleles Coaching und Mentoring durch erfahrene Fachleute aus Bildung und Wirtschaft. Idealerweise soll damit das Remscheider Bildungsnetzwerk weiter gestärkt und ausgebaut werden. Eine hochkarätige Jury aus Fachleuten wird über die Konzepte entscheiden, ihr gehören an: Frau Dr. Christine Hummel von der Studienberatung der Uni Wuppertal, Frau Dr. Ariane Staab von der Junior Uni Wuppertal, Mathe-YouTube®-Star Daniel Jung, Axel Richter (RGA) sowie vom Rotary Club Remscheid Dr. Peter Schniering und Michael Birker.

Die Förderpreise sollen künftig zweijährigem Turnus  in jeder Kategorie über 2.500 Euro für die erstplatzierte Schule und je 1.250 Euro für den zweiten und dritten Platz vergeben werden, insgesamt also 10.000 Euro. Die erste Preisverleihung und der Beginn des erste Mentoring-Programms ist für Oktober geplant. Anmeldungen zur Kick-off-Workshop am 19.April von 18 bis 19 Uhr nimmt Michael Birker unter Tel. RS 1631913642 oder E-Mail mi-ma-birker@t-online.de entgegen.

Am 15. Mai 1876 fuhr der erste Zug nach Bergisch-Born

Der frühere Bahnhof Bergisch-Born. Foto: Wilfried Sieberg.Dr. Hans-Jürgen Vorsteher und der Arbeitskreis Bahnen Wuppertal/VOBA-Team haben im Internet die Geschichte der bergischen Bahnlinien fortgeschrieben:  Passend zum derzeit laufenden Umbau der „Balkantrasse“ zwischen Lennep und Bergisch-Born zum Fahrradweg haben sich die Eisenbahnfreunde in Wort und Bild intensiv mit der früheren Bahnstrecke Lennep-Opladen beschäftigt: „Die Strecke wurde in zwei Etappen eröffnet: zwischen Lennep und Wermelskirchen am 15. Mai 1876 und das Reststück nach Opladen am 15. Oktober 1881. (…) Der Endpunkt Opladen, früher selbst Kreisstadt des Bezirks Rhein-Wupper, gehört seit der kommunalen Neugliederung Anfang der 1970-er Jahre zur Stadt Leverkusen. (…) Der Abschnitt zwischen Remscheid-Lennep und Bergisch Born wurde ab 1893 zweigleisig befahren, zunächst wegen des parallelen, offenbar stark zunehmenden Betriebes der Linien nach Opladen und Dieringhausen, ab 1910 dann die gesamte Balkanlinie zwischen Born und Opladen.  als wohl “wichtige” Bahn zweigleisig ausgebaut. (…)In den 1950er Jahren wurde die Trasse sukzessiv wieder auf ein Gleis reduziert, dafür gab es aber - man höre und staune ob der vermeintlichen Bedeutung - einen formalen Aufstieg zum Hauptbahnstatus. Dieser wurde sogar bis zur ersten vollständigen Stilllegung eines Streckenabschnittes zum 28. Mai 1983 (Wermelskirchen - Hilgen) beibehalten. Die beiden Reststümpfe wurden, mittlerweile wieder mit Nebenbahnstatus versehen, in den Jahren 1991 (Opladen - Hilgen) und 1994 (Born - Wermelskirchen) endgültig kassiert. Verschiedene Planungen zu einer Reaktivierung verliefen im Sande.“
Eine weitere Internetseite hat der Arbeitskreis bereits in Arbeit; sie gilt dem Bahnhof Lüttringhausen.
Das Foto von Wilfried Sieberg entstand am 5. Mai 1983 und zeigt den Bahnhof Bergisch Born mit einem  damals typischen Nebenbahnzug (Diesellok, vier Umbau-Dreiachser und ein zweiachsiger Gepäckwaggon). Südlich der Bahnsteige verzweigten sich die Gleise nach Opladen und nach Wipperfürth. Im Hintergrund ist das Stellwerk “Bn” (Born Nord) zu erkennen.