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Förderschule freute sich über 24 Schutzhelme

Radfahrern will gelernt sein, besonders der Umgang mit Mountainbikes. Das wissen auch die  Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Neumann-Förderschule an der Engelbertstraße. Regelmäßiges Fahrrad-Training gehört für sie zum Schulangebot und wird gerne angenommen. Was ihnen dabei bislang fehlte, waren Schutzhelme und Speichenreflektoren für die Räder. Gestern nun besuchte die Verkehrswacht Remscheid die Schule und überbrachte den Jungen und Mädchen als Spende 24 Schutzhelme und eine ausreichende Anzahl von Speichenreflektoren. Stolz präsentierten sie sich damit dem Fotografen. Mit im Bild Petra Schulze, die stellvertretende Schulleiterin, Bezirksbürgermeister Otto Mähler, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, deren Geschäftsführer Bernd Schäfer sowie die örtlichen Verkehrsicherheitsberater der Polizei, die Hauptkommissare Stephan Keller und Michael Wenner und ihre junge Kollegin Anja Wallert.

Fabian Knott bleibt Kreisvorsitzender der JU

Fabian Knott. Foto: Petra-FiedlerDie Junge Union (JU) Remscheid hat Fabian Knott erneut und einstimmig zum Kreisvorsitzenden gewählt. Der 24-jährige Jura-Student führt die Remscheider CDU-Jugendorganisation bereits seit 2015 an. Zu seinen Stellvertretern wurden Alessia Schaaf und Francesco Lo Pinto gewählt. Schatzmeister bleibt Tobias Koch, Luna Oberste-Brink-Bockholt bleibt Schriftführerin. Neue Mitgliederbeauftragte ist Pauline Rützenhoff, neue Medienreferentin Sahra Bissek. Komplettiert wird der Kreisvorstand durch die Beisitzerinnen und Beisitzer Mustafa Al, Roland Gedig, Melissa Pehn, Christian Schmitz und Julia Wachter.

Lenneper Weihnachtstreff findet nicht statt

Pressemitteilung von Lennep Offensiv e.V.

Bis vor wenigen Tagen bestand noch Hoffnung, dass der Lenneper Weihnachtstreff stattfinden könnte. Jetzt haben sich Vorstand und Beirat von Lennep Offensiv schweren Herzens entschieden, die Veranstaltung abzusagen. „Es ist uns nicht leicht gefallen, denn nach zweijähriger Corona-Pause hätten wir gern wieder diesen beliebten Treff für Lennep stattfinden lassen“ kommentiert Thomas Schmittkamp, Vorsitzender des Vereins, die Entscheidung. „Aber angesichts der aktuellen Entwicklung der Infektionslage war es aus unserer Sicht nicht mehr zu verantworten.“
Alle Vorbereitungen waren getroffen, das Programm stand fest, die Künstler waren engagiert, die ehrenamtlichen Helfer schon eingeteilt, die Vorfreude war groß. Letztlich musste aber bei der Entscheidung die Gesundheit der Besucher im Vordergrund stehen. Diese war beim derzeitigen Infektionsgeschehen nicht zu gewährleisten. „Ein mit fröhlichen Menschen dicht gedrängtes Weihnachtsdorf, so schön es auch sonst sein mag, ist in Zeiten der Pandemie fehl am Platz. Deshalb mussten wir uns zu der Absage entschließen.“

Lüttringhauser Sternendorf erstrahlt zum 1. Advent

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

49 Herrnhuter Sterne erstrahlen jetzt wieder im historischen Zentrum von Lüttringhausen und bilden gemeinsam mit der festlichen Anstrahlung der Lüttringhauser Stadtkirche und der kath. Kirche das stimmungsvolle „Lüttringhauser Sternendorf“. Bevor die Sterne durch eine Fachfirma aufgehängt wurden, hatten - wie jedes Jahr ehrenamtliche Helfer die Sterne kontrolliert und teilweise kleinere Reparaturen vorgenommen. Für die Anstrahlung der ev. Stadtkirche wurden 7 neue moderne und stromsparende LED-Scheinwerfer angeschafft, die die alten und in die Jahre gekommenen Strahler ersetzen. Das historische Kirchengebäude erstrahlt jetzt in einem besonders hellen Licht. Finanziert wird das „Sternendorf“ einschließlich der Anstrahlung der Kirchen seit Jahrzehnten über Spendensammlungen, die der Heimatbund Lüttringhausen organisiert. Ein vorweihnachtlicher Bummel durch das Sternendorf in den Abendstunden lohnt sich auf jeden Fall und lässt, gerade in der jetzigen Zeit, Vorfreude auf das Weihnachtsfest aufkommen. Bei allen Spenderinnen und Spendern bedankt sich der Heimatbund Lüttringhausen herzlich. (Peter Maar)

Voba-Kunden im Bergischen spendeten 10.500 Euro

Pressemitteilung der der Volksbank im Bergischen Land

Die Kundinnen und Kunden der Volksbank im Bergischen Land haben entschieden: je 4.000 Euro gehen als Spende an den Tierpark „Fauna“ in Solingen und den Verein „Kindertal“ in Wuppertal, 2.500 Euro erhält die Remscheider Tafel. „Als Bank, die hier in der Region zu Hause ist, möchten wir nicht nur für die Finanzen unserer Kunden da sein, sondern auch ihr Umfeld stärken“, erklärt Marktbereichsleiter Oliver Niehaus den Hintergrund. „In diesem Fall haben wir die Kunden direkt in die Entscheidung eingebunden.“

Für jeden Kunden, der seit April erstmals ein Depot bei der Union Investment eröffnete, spendet die Volksbank 15 Euro. Dabei entschieden die Kundinnen und Kunden selbst, welche der drei bergischen Einrichtungen ihre Unterstützung bekommen sollte. Oliver Niehaus übergab die aufgerundete Spende jetzt an „Kindertal“. Der Verein kümmert sich um Kinder und Jugendliche in Wuppertal, die an der Armutsgrenze leben. Seine Kollegen Eric Brühne und Oliver Wenzel besuchten die „Fauna“ und die Remscheider Tafel. So unterschiedlich die Ziele und Zwecke dieser drei Initiativen sind, so einig waren sich die Volksbanker: die Unterstützung der Volksbank -Kunden kommt hier gut an.

Sport- und Bewegungstherapie in Neubau für 2,2 Millionen

Nach 30 Jahren hat sich die Stiftung Tannenhof erstmals wieder an den Bau einer neuen Sporthalle gewagt. Sie entstand binnen eines Jahres auf dem Gelände einer früheren Minigolfanlage. Und bei der gestrigen Einweihung landete bereits so mancher Basketball im Korb. Der Neubau auf einer Nettogrundfläche von 672,82 Quadratmetern, verteilt auf die Sporthalle sowie Therapie-, Fitness und Umkleideräume, ist für die Stiftung ein wichtiger Baustein in der therapeutischen Behandlung von Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen. In der neuen Sporthalle soll den Patientinnen und Patienten der psychiatrischen Klinik eine Vielzahl von Bewegungs- und Sporttherapie auf hohem Niveau angeboten werden. Nachdem Motto „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“, wie Dietmar Volk, der kaufmännische Direktor der Stiftung, gestern bei der Einweihung vor Mitgliedern des Kuratoriums sowie Mitarbeiter:innen und Patient: innen sagte. Und ergänzte: „Ausgerechnet in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie! Aber lieber selbst Treiber sein, als sich im 125. Jahr der Stiftung treiben zu lassen!“

Errichtet wurde der Neubau (Foto links) mit Betonfertigteilen. Die Fassade erhielt Fensterbänder und Oberlichter für eine optimale Belichtung. Der Sichtbeton blieb innen sichtbar und kontrastiert mit einer Wandbekleidung aus Holz als Prallschutz. Der Boden wurde mit einem Schwingboden aus Holz belegt. Der Therapieraum hat eine verglaste Außenwand mit Ausblick in die Landschaft. Baulich verbunden wurde die neue Sporthalle mit dem benachbarten dreigeschossigen Georg-Hafner-Haus. In dessen Erdgeschoss, das bisher klinisch genutzt wurde, soll eine psychiatrische Station für Wahlleistungspatienten entstehen.

Dem Kuratorium mit seinem Vorsitzenden Guido Colsman, der leider wegen einer starken Erkältung hatte absagen müssen, galt gestern Volks besonderer Dank für die Bewilligung von 2.200.000 Euro für den Neubau, der die Sport- und Bewegungstherapie künftig wetterunabhängig macht. Das Bauprojekt sei durch Corona zu einer großen Herausforderung geworden, berichtete Volk: „Die Bauarbeiten fanden unter äußerst erschwerten Bedingungen statt. Die Pandemie sorgte für erhebliche Materialverknappungen und starke Preiserhöhungen im Baugewerbe. Hinzu kam im Sommer 2020 das Hochwasser, das zu außerordentlichen Auslastungen und Kapazitätsengpässen bei den Baufirmen führte.“ Und dazu, dass das Kuratorium das veranschlagte Budget für den Bau erhöhen musste. So sei es gelungen, den Neubau nahezu im Zeitplan fertigzustellen.

Die Evangelische Stiftung Tannenhof leistet mit ca. 525 Behandlungsplätzen, fünf Tageskliniken und drei Institutsambulanzen die psychiatrische Pflichtversorgung für mehr als eine halbe Million Einwohner:innen für die Städte Wuppertal, Remscheid und Velbert. Sie verfügt über eine Reihe störungsspezifischer Behandlungsangebote, u.a. Fachstationen für depressive Störungen, Psychotraumatologie, Psychosomatik, Gerontopsychiatrie und Abhängigkeitserkrankungen.

„Moderne Psychiatrie braucht Bewegung!“, schrieb die Stiftung in ihrer Einladung zur gestrigen Einweihung. Darauf ging der Geistliche Vorsteher Pfr. Uwe Leicht in seiner Begrüßung ein, indem er den römischen Dichter Decimus Iunius Iuvenalis, geboren um 60 n. Chr., zitierte: „orandum est ut sit mens sana in corpore sano – „Man soll beten, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei!“ Denn: Wer sich bewege, dem gehe es besser, so Leicht. Deshalb werde die neue Sporthalle auch den Kindern der stiftungseigenen Kita zur Verfügung stehen.

„Viel Freude an Bewegung“ hatte zuvor der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Eugen Davids den Patient:innen und den Sport- und Physiotherapeut:innen gewünscht. Letztere überraschte der Stiftungsvorstand gestern mit neuen, eigens bedruckten T-Shirts für Beruf und Freizeit. Zum Glück seien die Mitarbeitenden der Stiftung Tannenhof „bisher gut durch die Pandemie gekommen“, freute sich Davids.

Auf anderen Wegen in die Zukunft der Alleestraße

Pressemitteilung des ISG Alleestraße e.V.

Mit vielen Erfahrungen aus der ersten ISG-Laufzeit haben sich die Mitglieder für die Vereinsauflösung entschieden. Sie geben damit Raum für neue und andere Wege für das künftige Engagement von Immobilienbesitzern auf der Alleestraße. Der ISG Alleestraße e.V. spendet das verbliebene Guthaben aus der Vereinskasse an den Förderverein christliches Hospiz Bergisches Land e.V.

Der ISG Alleestraße e.V. wurde 2011 ins Leben gerufen, um als Trägerverein eine gleichnamige ISG in öffentlich-rechtlicher Form (öR) gemeinsam mit der Stadt Remscheid zu gründen. Das zur Gründung einer ISG öR gesetzlich geregelte Abstimmungsverfahren wurde in 2014 erfolgreich durchlaufen und bestand aus den Bausteinen „Gestaltung eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit der Stadt Remscheid“, “Erlangung der Zustimmung der Eigentümer an der Alleestraße“ sowie der „politische Unterstützung“.

Im Jahr 2015 startete die ISG öR. Sie setze sich für eine schöne und lebenswerte Alleestraße mit Maßnahmen in den unterschiedlichsten Bereichen ein. Diese erstreckten sich unter anderem von der Grünpflege, Blumenampeln, Biathlon-Events, Seifenkistenrennen bis hin zu Workshops und Gesprächsrunden mit Anwohnern, Stadtverwaltung, Gewerbetreibenden und Partnern. Auch verkaufsoffene Sonntage, die Beschaffung und Installation von Weihnachtsdekoration wurden unterstützt. Zielsetzung der ISG-Arbeit war dabei immer die Suche nach neuen Ideen, Funktionen und Besuchsgründen für die Alleestraße. Finanziert wurden all diese Aktionen durch die Beiträge der Eigentümer entlang der Alleestraße. Die Laufzeit dieser ISG öR war von Beginn an vertraglich bis zum Ablauf des Jahres 2020 festgelegt. Der Vereinszweck ist daher zunächst erfüllt, wenngleich es noch diverse Pläne und städtische Vorhaben auf der Alleestraße gibt.

„Wir haben verschiedene Ideen und sinnvolle Bereiche aufgezeigt, in denen eine Gemeinschaft aus Eigentümern, Nutzern und Pächter für eine attraktive Alleestraße beitragen könnte", so die einstimmige Meinung der anwesenden Vereinsmitglieder. Herausforderungen und Aufgaben wie die Leerstandsituation, das städtische Revitalisierungskonzept und auch das geplante Sanierungsgebiet können durch das Engagement der Immobilienbesitzer in Zukunft begleitet werden. „Jetzt müssen zunächst neue Wege sowohl für die Immobilienbesitzer, als auch für eine Zusammenarbeit mit der Stadt gefunden werden, die Zukunft der Alleestraße zu gestalten“, stellt der Verein fest.

Auf der Mitgliederversammlung der ISG Alleestraße e.V. am 11.11.2021 wurden daher die Vereins-Auflösung beschlossen und das Thema ISG ausgesetzt. Die große Anzahl laufender Planungen für die Allee und andere zukünftige Schwerpunkte betreffen nicht nur die in der ISG e.V. vertretenen Eigentümer, sondern auch die Anwohner und die Gewerbetreibenden. (Nelson Vlijt)

Deal zwischen Stadt, RSV und BV 10 droht zu scheitern

Alles zurück auf Null, was die Zukunft des Sportplatzes Neuenkamp und den Bau einer neuen Mehrzweckhalle auf dem Gelände des RSV an der Fürberger Straße angeht? Aber am besten fangen wir 27 Monate früher an. Erinnern Sie sich? „Sportplatz Neuenkamp: Zukunft jetzt vielleicht klarer“, titelte der Waterbölles am 22. August 2020. Der Bericht galt dem gemeinsamen Ziel, das damals die Stadt Remscheid, den RSV, der Sportbund Remscheid mit seinem Vorsitzenden Reinhard Ulbrich, Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt und die beiden Remscheider Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven (CDU) und Sven Wolf (SPD) in einer Pressekonferenz dargelegt hatten: Fördergelder des Landes soll(t)en dafür sorgen, dass der „klamme“ RSV sein in die Jahre gekommenes Sportzentrum Fürberg modernisieren und dass das Dioxin belastete „Marsberger Kieselrot“ auf dem Sportplatz durch einen neuen Natur- oder gar Kunstrasen ersetzt werden könne.

Ein Jahr später, am 14. September 2021, eine neue, konkretere Überschrift: „BV 10 bekommt sichere Zukunft am Neuenkamp“. Die Übereinkunft in den Grundzügen: Die Stadt Remscheid erwirbt den Sportplatz Neuenkamp für einen Euro und übernimmt die Kaufnebenkosten (Notar). Nach der Grundstücksübereignung vom RSV an die Stadt erhält der RSV die Förderzusage über 1.354.979 € zum Bau eines Mehrzweckraumes zur Aufwertung des Sportparks am Fürberg, und die Stadt trägt den zehnprozentigen Eigenanteil des RSV in Höhe von 150.553 €. Das Bonbon dabei für den BV 10: Das Tennenspielfeld am Neuenkamp wird zum Kunstrasenplatz umgebaut.

Schon damals klang das (beinahe) zu schön, um wahr zu sein. Und seit der gestrigen Ratssitzung wissen die Beteiligten, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ganz von vorne planen müssen, damit aus der „sicheren Zukunft“ für den BV 10 auch tatsächlich etwas wird. Die Hiobsbotschaft verkündete Sportdezernent Thomas Neuhaus unter Punkt 10 der Tagesordnung – „Anfragen von Ratsmitgliedern“. Ob es zutreffe, dass bei der Planung der Mehrzweckhalle „erhebliche Mehrkosten festgestellt worden seien, hatte die CDU-Fraktion von ihm wissen wollen. Und ob der RSV sich tatsächlich „nicht in der Lage sehe, diese Mehrkosten zu tragen und deshalb von der Übereinkunft mit der Stadt zurücktreten wolle“. Thomas Neuhaus daraufhin: Das treffe zu, die „Kette von Vereinbarungen“ drohe zu brechen. „Es gibt noch keine Lösung!“ Und wenn die Stadt nicht Eigentümer des Sportplatzes Neuenkamp werde, könne dort auch kein Kunstrasenplatz angelegt werden.

Wann der RSV davon den Verwaltungsvorstand der Stadt mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Spitze in Kenntnis gesetzt hatte, erfuhren die Ratsmitglieder gestern nicht. Um es ihnen mitzuteilen, wäre schon am 16. November eine gute Gelegenheit gewesen. An diesem Tag fand eine Sitzung des Sportausschusses statt. Aber vielleicht erfuhr man im Rathaus ja auch erst am Mittwoch oder im Laufe des gestrigen Tages von den Finanzierungsproblemen des RSV. Letztlich spielt es keine Rolle. Egal, wann der RSV die schlechte Nachricht übermittelte – diese nicht sofort, sondern erst auf Nachfrage aus der Politik öffentlich zu machen ist ein Unding! Aber auch darin bleibt die Stadtverwaltung sich treu: „Wer in sich selbst ruht, braucht keine Öffentlichkeitsarbeit!

„Audere Equity“ investiert in Kita an der Burger Straße

Auf dem Grundstück der inzwischen abgerissenen „Villa Mannesmann“ an der Burger Straße (sie stand nicht unter Denkmalschutz) wird eine Kindertagesstätte mit 100 Plätzen in fünf Gruppen entstehen, allerdings später als geplant. Denn der zunächst vorgesehene Investor, der bereits einen Bauantrag gestellt hatte, ist „abhandengekommen“. Für ihn musste ein neuer gefunden werden, und das gelang auch. Es handelt sich um die Stuttgarter Unternehmensgruppe „Audere Equity“. In den nächsten drei Jahren plant das Unternehmen nach eigenen Angaben im Bundesgebiet 50 Kindertagesstätten. Zehn Projekte befänden sich derzeit in der Umsetzung. Für weitere 30 Kindertagesstätten seien die Gespräche mit öffentlichen, kirchlichen und anderen freien Trägern bereits weit fortgeschritten.

In Remscheid sollen die Gespräche über den Bau der Kita an der Burger Straße in Dezember beginnen, kündigte Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend der Stadtverwaltung, am Mittwoch den Mitgliedern der Bezirksvertretung Süd an. Entstehen soll die Kita im hangseitigen Teil des Grundstücks. Weiter oberhalb, an der Burger Straße, sei eine Seniorenwohnanlage geplant. Weil dafür ein neuer Bauantrag gestellt werden muss, geht Willecke davon aus, dass nicht vor 2023 abgeschlossen sein wird.

Bergische Drei legen neue Postkartenserie auf

Pressemitteilung des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.

Der Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. (BLTM) hatte mit dem Motiv der Bergischen Kaffeetafel und dem Titel „Bergisch Lecker“ Postkarten für die Gäste des Bergischen Städtedreiecks erstellt, da es aktuell ein großer Trend ist, trotz WhatsApp und Co., wieder handgeschriebene Urlaubsgrüße per Postkarte zu versenden. Da die Postkarten sehr gut angenommen wurden, hat der BLTM nun die Fortsetzung der Postkartenreihe mit sechs neuen Postkartenmotive, (je zwei Motive von Remscheid, Solingen und Wuppertal) drei zusätzlichen Weihnachtspostkarten mit einem winterlichen Motiv aus jeder Stadt vorangetrieben.

Auf der Rückseite der Postkarte findet man einen individuellen Spruch, der, passend zum Motiv der Vorderseite, oft zum Schmunzeln anregt. Zudem gibt es auf der Rückseite einen QR-Code, der bei den Postkarten zur neuen Progressive Web App (PWA) führt. Gäste haben mit diesem digitalen Reisebegleiter das gesamte Städtedreieck über ihr Smartphone in der Hosentasche und können bequem ihren Aufenthalt gestalten. Ob Wander- oder Radtouren, Kultur- und Ausflugstipps, oder Gastrobetriebe in der Nähe – in der PWA kommen alle wichtigen Informationen zusammen. Das auf der BLTM-Datenbank basierende Angebot wird laufend aktualisiert und erweitert und ist für Gäste, die ihren Urlaub bei den Bergischen Drei verbringen, genauso informativ und inspirierend wie für Einheimische, die auf der Suche nach Freizeitangeboten sind.

 Bei den drei Weihnachtspostkarten (leitet der auf der Rückseite abgebildete QR-Code auf die saisonal geschaltete Internetseite der Bergischen Drei, auf der die Weihnachtsangebote des Bergischen Städtedreiecks präsentiert werden. So sind neben den Terminen und Öffnungszeiten der Weihnachtsmärkte auch z.B. die (Vor-)Weihnachtsangebote der heimischen Gastronomie oder die Advents- und Weihnachtskonzerte der Bergischen Symphoniker zu finden.

Klimaschutz ist auch Kinderschutz

Offener Brief des Kinderschutzbundes, Ortsverband Remscheid

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Mitglieder des Rates der Stadt Remscheid,

auf der Klimastreik-Demonstration am 24. September  auf dem Rathausplatz teilte der Sprecher des Bündnisses Remscheid, Daniel Pilz, mit, dass die Forderung von Fridays for Future, die Ratsmitglieder mögen einmal im Jahr eine autofreie Ratssitzung durchführen – verbunden mit einer Tagesordnung, die sich vorrangig um aktuelle Klimathemen in Remscheid dreht - bisher nicht umgesetzt wurde. Als Vater, Großvater und Vorsitzender des Kinderschutzbundes in Remscheid frage ich mich, warum ist es bisher nicht dazu gekommen? Warum fällt, die Entscheidung, einmal im Jahr zu einer Ratssitzung zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zu kommen, so schwer? Das muss sich doch – einmal im Jahr – organisieren lassen, auch wenn es für jedes Ratsmitglied eine Herausforderung darstellt. Diese Challenge werden Sie doch schaffen!

Natürlich ist die Einsparung von CO2 bei dieser Aktion sehr begrenzt – aber darum soll es dabei ja auch nicht gehen. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen und die jungen Menschen mit ihren Forderungen ernst zu nehmen. „Ja – es geht um eure Zukunft, wir nehmen den Klimawandel ernst.“ Das bedeutet auch, den einen oder anderen Verzicht zu üben. Der Markt allein wird nicht alles regeln. Dieses mag Symbolpolitik sein – aber Fahnen vor dem Rathaus aufhängen ist doch oft auch nur symbolisch, um ein Zeichen zu setzen.

Zum Klimaschutz gehört eine Verkehrswende, d.h. für Remscheid insbesondere der Ausbau des ÖPNV. Hierüber treffen Sie im Stadtrat Entscheidungen. Viele Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche sind auf den ÖPNV angewiesen. Sie als Mitglieder des Stadtrates, die vielleicht nicht regelmäßig mit dem Bus fahren, können so Erfahrungen sammeln.

Ich bitte Sie daher, noch einmal über diese Forderung der jungen Menschen nachzudenken. Als Kinderschützer ist mir dieses Anliegen sehr wichtig – denn „Klimaschutz ist auch Kinderschutz“.

Mit freundlichen Grüßen
Karl-Richard Ponsar

Ein Lesefestival bei freiem Eintritt

Vom 19. bis 21. November gibt es in Remscheid ein kostenloses Lesefestival.

Freitag 19. November,

15 Uhr, Deutsches Röntgenmuseum, Schwelmer Str. 41 in Lennep
Rainer Heuser liest Adalbert Stifter: „Die Sonnenfinsternis von 8. Juli 1842“
Wer einmal eine totale Sonnenfinsternis selbst erlebt hat, dem bleibt dieses Naturschauspiel in seiner ganzen Dramatik für immer in Erinnerung. So erging es auch Adalbert Stifter, der von den Anhöhen Wiens die Sonnenfinsternis vom 8. Juli 1842 erlebte und in einem Essay niederschrieb. In einer tiefgehenden Sprache, geprägt durch eine scharfe Beobachtung der Natur und tiefer christlicher Demut. Ein ergreifender Text, in dem sich höchster Respekt und Ehrerbietung gegenüber der Natur widerspiegelt.
16 Uhr, „DIE WELLE“, Wallstr. 54 in Lennep
Angela Heise: „Die Henkerin von Köln. Flucht nach Limburg“ von Peter vom Falkenberg.
Im ärmlichen Teil der Kölner Südstadt lebt im 13. Jahrhundert die Familie Rheinbeck: Vater Hannes mit seinen beiden Töchtern Gisela und Wiltrud und seinem zehnjährigen Sohn Karl. Durch den frühen Tod der Mutter wird die 18-jährige Gisela heimlich zur Henkersgehilfin ihres Vaters, der dem verfemten Berufsstand der Henker angehört. Doch damit nicht genug, stellt sie das Schicksal vor fast unlösbare Aufgaben, als auch ihr Vater Hannes stirbt. Peter Hein (vom Falkenberg), 1952 in Lennep geboren, besucht zur Recherche seiner Bücher Burgen, alte Städte und mittelalterliche Märkte. Dabei gilt seine besondere Aufmerksamkeit den Grafen von Berg und deren Nachfolger.

16.30 Uhr, „DIE WELLE“, Wallstr. 54 in Lennep
Angela Heise: „Rentnerroulette in Lennep“ von Peter vom Falkenberg.
Für die beiden Freunde Max und Heiner aus Lennep bedeutet Korrektheit alles. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, sich um ihre Stadt zu kümmern. In Lennep ist ab sofort Rentnerroulette angesagt: Es werden Ladendiebe gefasst, Falschparker bestraft und vieles mehr. Doch dann geschieht ein Mord. Eine nicht ganz ernstzunehmende Kriminalkomödie.

17 Uhr, Quartierstreff Klausen, Karl-Arnold-Straße 4a, in Klausen
Ulla Wilberg: Gruselgeschichten bei Kerzenschein
Gäste dürfen gerne "ihre" Geschichte vorlesen.

17 Uhr, Modehaus Johann, Kölner Str. 12 in Lennep
Wolf Haumann: „Mein langer Weg vom Kriegskind zum Showmaster“.
Die beruflichen Einschränkungen der Pandemie haben Wolf Haumann veranlasst, einmal auf seine Lebenslinien zurückzublicken. Vielleicht verhalf ihm die Tatsache, ein Sonntagskind zu sein und über einen unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen sowie einer absolut positiven Lebenseinstellung, so gut und unbeschadet durch nunmehr 80 Jahre zu gleiten. In seinem Buch, erschienen im Paramon-Verlag, verarbeitet er die vielen unerwarteten Ereignisse, scheinbaren Zufälle und kleinen Wunder seines bisherigen Lebens.

18 Uhr „DIE WELLE“, Wallstr. 54 in Lennep
Mario Ramos: „Das Café der Verrückten“.
Eine skurrile Reise auf der Suche nach Identität und dem Gefühl von Heimat. Spanische Kurzgeschichten von Felipe Alfau, Juan Manuel de Prada und Javier Marías. Mario Ramos wurde in Salamanca in Spanien geboren und stand schon in den unterschiedlichsten Rollen auf der Bühne. Er spielte
unter anderem den Hitler in „Mein Kampf“, den de Sade in „Marat/Sade“, oder den Mephisto in „Faust“. In Hamburg und Berlin erlebte man ihn in der Titelrolle als "Volpone", George Garga in „Dickicht der Städte“ sowie als Leitenden Ingenieur in "Das Boot" oder als Ben Silverman in „Sonnyboys“.20 Uhr, „DIE WELLE“, Wallstr. 54 in Lennep
Michael Zeller: „Die Kastanien von Charkiw“
Beim 5. Remscheider Lesefestival „erLESEN“ im vorigen Jahr las Michael Zeller aus einem Manuskript über die Ukraine vor. Damals war es noch in Arbeit. Jetzt liegt „Die Kastanien von Charkiw. Mosaik einer Stadt“ als Buch vor (asso verlag Oberhausen). Es ist eines der ganz seltenen Bücher in deutscher Sprache, das die Ukraine, dieses große schöne europäische Land mit seinen reichen Kulturen, literarisch erkundet. “... in den ukrainischen Städten wird es Bild: das Licht Europas, seine Idee von mondialer Weite. Es kam seit je aus dem Osten. In diesen Straßen spürt man es, schauend, gehend, stolpernd, wie die Seele sich weitet, wie sich etwas in einem hebt, bis auf den heutigen Tag. Dieses beinah vergessene Glück von Weite ...” Seit bald drei Jahrzehnten bereist Michael Zeller die Ukraine. Als ihn 2019 der ukrainische PEN als ersten Ausländer in die “Literaturresidenz” Charkiw einlud, hat er die Zeit genutzt, all seine Erfahrungen und Geschichten über Stadt und Land und – vor allem – die Menschen vor Ort festzuhalten. „Er hat das Buch für einen europäischen Leser geschrieben. Desto mehr ist es für uns von Interesse!“, urteilt Andrei Kurkov, auch in Deutschland vielgelesener Romancier aus Kiew, über Michael Zellers neues Buch. Michael Zellerlebt in Wuppertal. Sein umfangreiches und vielgestaltiges Werk von derzeit vierzig Buchtiteln wurde mehrfach ausgezeichnet.

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