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"Frohe Ostern" in Lennep schon seit gestern

Pressemitteilung von Lennep Offensiv e.V.

Vorösterliche Stimmung herrscht in Lennep schon seit dem gestrigen Mittwoch. Aktive von Lennep Offensiv hatten sich am Kreishaus platziert, um die Passanten mit einem bunten Osterei zu begrüßen. Am Ostersamstag wird Lennep Offensiv ab 10 Uhr am Alten Markt präsent sein, um den Marktbesuchern einen Ostergruß anzubieten. "Mit dieser kleinen Geste wollen wir allen Lennepern und auswärtigen Besuchern zeigen, dass in Lennep etwas Besonderes geboten wird", kommentiert der Vereinsvorsitzende Thomas Schmittkamp mit einem Augenzwinkern. "Aber unabhängig davon lohnt es sich immer, in Lennep einzukaufen." (Foto: Lennep Offensiv e.V.)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Eine herzliche Bitte an
alle Vereine und Institutionen,
die diese Rubrik nutzen.

Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Tag. Also nicht “am 31. März”, sondern “am Sonntag, 31. März”. Die Leserinnen und Leser des Waterbölles, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken. Die Jahrszahl können sie dafür gerne weglassen, es sei denn, der Termin wäre erst nach dem 31. Dezember. ;-)

Öffnungszeiten am Gründonnerstag. Am Gründonnerstag, 18. April, sind die Agenturen für Arbeit in Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie die Berufsinformationszentren in Solingen und Wuppertal und auch die Familienkasse Wuppertal bis 13 Uhr geöffnet. Das Jobcenter in Remscheid schließt um 12.30 Uhr für den Publikumsverkehr, danach ist der Zugang für terminierte Beratungsgespräche möglich. Folgende Servicenummern beiben am Gründonnerstag von 8 bis 18 Uhr erreichbar: Agentur für Arbeit, kostenlose Servicerufnummer für Arbeitnehmer 08004555500 bzw. für Arbeitgeber: 08004 555520, Familienkasse 08004 5555 30, Jobcenter Remscheid 02191/95180.

Im vorigen Jahr im „Rosengarten“

AWO Lennep-Lüttringhausen  & SPD Lennep /  Alle Jahre wieder. Bereits zum dritten Mal laden die Arbeiterwohlfahrt Lennep-Lüttringhausen und der SPD-Ortsverein Lennep zu einer gemeinsamen Ostereiersuche für Kinder ein. Diese findet statt am Samstag. 20. April, von 11 bis 13 Uhr im „Rosengarten“ an der Wupperstraße in Lennep. Wie in den vergangenen Jahren werden in mehreren Runden Plastik-Ostereier versteckt, die von den Kindern gesucht werden können. Für je drei gleichfarbige Eier gibt es am Stand ein kleines Präsent.
„Die Ostereiersuche hat sich bewährt – deshalb ist es selbstverständlich, dass wir sie auch dieses Jahr wieder anbieten“, so die Bezirksvertreterin Katharina Janotta, die vor zwei Jahren die Idee mit der Ostereiersuche hatte. Während die Kleinen auf die Suche nach Ostereiern gehen, können die Großen bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee auf ihren Nachwuchs warten. In diesem Jahr wird von Seiten der Veranstalter komplett auf Einwegbesteck und Einweggeschirr verzichtet. „Wir schleppen in diesem Jahr lieber Geschirr als blaue Müllsäcke!“ so der Vorsitzende der AWO Lennep / Lüttringhausen, Antonio Scarpino. Falls größere Gruppen an der Ostereiersuche teilnehmen möchten, würde er sich über einen Hinweis unter Tel. RS 662626 freuen.

Steffenshammer / Anschmieden. In diesem Jahr eröffnet der Steffenshammer  seine 11. Saison am Ostersamstag, 20. April, mit dem „Anschmieden“. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr schmieden an der Feldesse Martin Cramer-Backhausen und Bernd Schochow, und im Hammergebäude wird das bewährte Team um Dieter Orth und Fritz Halbach historische Schmiedetechnik vermitteln und zum Mitmachen einladen. Der Ausflug in die Vergangenheit lohnt sich. Lassen Sie sich das nicht entgehen! Wie immer ist auch für eine Stärkung in den Pausen gesorgt. Parkmöglichkeiten stehen bei Fa. Hermann Kemper, Gerstau 34 und auf dem Gelände ehemals Teppichknoten, Clemenshammer 34 sowie bei der Firma Wenesit AG, Clemenshammer 59a zur Verfügung. Das Steffenshammer – Team freut sich über Ihren Besuch und wünscht ein sonniges und angenehmes Osterfest.

SPD-Unterbezirk Remscheid / Ostersonntag zur Ostereiersuche in den Stadtpark. Bereits zum sechsten Mal laden die Remscheider Jusos (das sind die jungen SPD-Mitglieder) zu Ostern (diesmal zu Ostersonntag, 21. April, von 11 bis 13 Uhr) zur Ostereiersuche in den Stadtpark am Schützenplatz ein. Die Ostereiersuche findet statt auf der Fläche des Staudengartens unterhalb des großen Spielplatzes unterhalb des Schützenhauses. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir schon alles erlebt: Sonne & Regen, Wind und Wetter - aber war eines immer vorhanden: der Spaß der Kinder. Deshalb laden wir in diesem Jahr wieder zur traditionellen Ostereiersuche ein und freuen uns auf viele, viele neugierige Kinder.“ so der Juso-Vorsitzende Burhan Türken.
Während die Kleinen sich auf der Suche nach Plastikostereiern begeben, die am Stand gegen Schokoladenhasen eingetauscht werden, können sich die Erwachsenen bei einem Stück Kuchen die Zeit vertreiben. Kosten entstehen keine - das Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf zwölf Jahre beschränkt. Die Kinder werden gebeten, Osterkörbe mitzubringen. Falls Gruppen teilnehmen möchten, ist eine kurze Information unter UB.Remscheid.NRW@spd.de erwünscht.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Zu Ostern das restliche „Geld“ verschenken

Euro-Scheine als Souvenir.Pressemitteilung der des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V.

Man kann zwar nicht mit ihm nicht bezahlen. Aber als Souvenir und als Sammlerstück haben die Geldscheine einen ganz individuellen Wert. Es sind Scheine mit allem, was dazugehört: gedruckt auf echtem Europapier, 135 mm × 74 mm groß, und sie verfügen über die üblichen Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Hologramm, transparentes Fenster, Kupferstreifen und eine individuelle Seriennummer. Der Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. hat noch Restbestände, die sich sicherlich gut als „eckiges Osterei“ im Nest machen. Die 0-Euro-Scheine kosten drei Euro pro Stück. Sie sind im Büro des Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. in der Kölner Straße 8 in Solingen (Bürozeiten: montags bis donnerstags 9 bis 16 Uhr und freitags 9 bis 15 Uhr) erhältlich oder können auch bequem per E-Mail oder telefonisch bestellt werden (birth@die-bergischen-drei.de; 0212/88160673). Die Scheine werden dann gerne zur Abholung reserviert oder auf dem Postweg (gegen Erstattung der Versandkosten) verschickt.

Fünf Frauen stellen im F(l)lair-Laden ihre Literatur vor

Pressemitteilung der Ökumenischen Initiative Lüttrighausen

Die Buchhandlung im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen lädt für Samstag, 27. April, zu einer illustren Lesereihe ein. Im Rahmen der Aktion GertenBUCHstraße stellen fünf Lüttringhauser und Lenneper Bürgerinnen „ihre Literatur“ vor. Im Halbstundentakt kommen Autoinnen und Autoren zu Wort, deren Werke die fünf Frauen beeindruckt haben. Damit vermitteln die Bücher eine Vorstellung von den Themen, die „vor Ort“ interessieren, und der Art und Weise ihrer Darstellung. Die erlebte Lesefreude soll anstecken. Johannes Haun, verantwortlich für den Buchhandel im F(l)air-Weltladen, zeigt sich erfreut über die Titelauswahl. Für das Leben wichtige Themen werden von internationalen Autoren präsentiert und laden zum Erfahrungsaustausch ein. „Wer über den Tellerrand blickt, dem fällt es leichter, sich auch vor Ort zu verständigen“, will Haun in der Veranstaltung hervorheben.

Um 11.30 Uhr beginnt Susanne Pütz, CDU-Ratsmitglied, mit dem Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ der australischen Autorin, Songwriterin und Sängerin Bronnie Ware. Nach einigen Jahren als Bankangestellte zog es Bronnie Ware in die weite Welt, sie lebte in England und auf einer Südseeinsel. Anschließend arbeitete sie acht Jahre als Palliativkrankenschwester. Ihr Blog zu ihren Erlebnissen wurde zur Grundlage ihres Bestsellers. Heute lebt Bronnie Ware wieder in Australien.

Katrin Volk, Öffentlichkeitsreferentin des Evangelischen Kirchenkreises Lennep,  setzt um 12 Uhr mit dem Titel „Wie man wird, was man ist“ die Lesereihe fort. Autor ist der amerikanische Psychotherapeut Irvin D. Yalom. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA und ist vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher gelten als Klassiker. Seine Romane wurden international zu Bestsellern und zeigen, dass die Psychoanalyse Stoff für die schönsten und aufregendsten Geschichten bietet, wenn man sie nur zu erzählen weiß. „Wie  man wird, was man ist“ sind sehr persönliche Erinnerungen, geschrieben mit der Offenheit, die Yalom als Psychotherapeuten so besonders und letztlich weltberühmt machten.

Um 12.30 Uhr steht schon der nächste Wechsel an. Gerhilt Dietrich, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen der SPD Remscheid, stellt „Der dritte Zustand“ von Amos Oz vor. Der erst kürzlich im Alter von 81 Jahren verstorbene israelische Autor trat 1954 dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war Mitbegründer und herausragender Vertreter der seit 1977 bestehenden Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now). Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014. Mit „Der dritte Zustand“ ist Oz mit dem ironischen Porträt des sich selbst quälenden Intellektuellen Fima nicht nur eine Diagnose der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft gelungen, sondern zugleich ein äußerst humor- und liebevolles Porträt der täglich mit den Fragen von Leben und Tod konfrontierten einzelnen Israelis.

Christiane Karthaus, Rechtsanwältin und Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen,  hat sich um 13 Uhr „Kinder der Freiheit“ von Ken Follet vorgenommen. Der britische Schriftsteller Ken Follett, geboren 1949 in Cardiff, Wales, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der Welt. Berühmt wurde er mit den Romanen Die Säulen der Erde und der Fortsetzung Die Tore der Welt. Mit Sturz der Titanen, Winter der Welt und Kinder der Freiheit hat Follet eine groß angelegte Chronik des 20. Jahrhunderts vorgelegt. „Kinder der Freiheit“ erzählt von der Zeit nach dem 2. Weltkrieg, dem Kalten Krieg und dem Aufbruch in neue Freiheiten.

Ab 13.30 Uhr beendet die Kunst- und Literaturhistorikerin Gisela Schmoeckel die Lesereihe mit 2 Büchern von Hans Magnus Enzensberger. Im Mittelpunkt steht „Die große Wanderung“, in der Enzensberger das Jahrhundertthema Völkerwanderung und Fremdenhass aufgreift. Das schon 1994 erschienene Werk „putzt die Brille. Und es ist ästhetische Medizin gegen den Identitäts- und Gesinnungskitsch, der die deutsche Debatte beherrscht.« (»FAZ«) Gisela Schmoeckel setzt das Buch mit dem jüngsten Werk des Autors „Eine Handvoll Anekdoten“, erschienen 2018, in Verbindung. Hans Magnus Enzensberger wurde 1929 in Kaufbeuren geboren. Als Lyriker, Essayist, Biograph, Herausgeber und Übersetzer ist er einer der einflussreichsten und weltweit bekanntesten deutschen Intellektuellen.

Geburtshaus von W. C. Röntgen ist teilsaniert

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Am 27. März 2019 wäre Wilhelm Conrad Röntgen 174 Jahre alt geworden. Die Deutsche Röntgen-Gesellschaft und die Geburtshaus-Stiftung nutzten dieses Datum, um im jetzt fertiggestellten Erdgeschoss des Gebäudes eine Ausstellung über den Jubilar offiziell vorzustellen. Damit ist die etwa siebenjährige Geschichte des Umbaus aber noch nicht beendet. Im Obergeschoss geht die die Restaurierung des denkmalgeschützten Hauses weiter – übrigens ohne öffentliches Geld, vielmehr stammen sämtliche Mittel aus Spenden und Zuschüssen. Dies wurde nun gefeiert, nach den zahlreichen Reden auch mit einem Buffet und Sekt. Auch das Fernsehen war dabei, und die am Boden liegenden Zigarettenreste vor der Fensterfront wurden zweimal entfernt.

In meiner Kinder- und Schülerzeit bin ich, da ich ja nur ca. 50 bis70 Meter entfernt am Mollplatz wohnte, fast jeden Tag an Röntgens Geburtshaus am Gänsemarkt vorbeigekommen und natürlich auch hineingegangen, zumindest in den Teil des Gebäudes, der als Metzgerei der Familie Fritz Drösser öffentlich war. Ich erinnere mich nur zu gut, dass ich des Öfteren dort Schinken kaufen sollte, aber „gut abgehangen“, darauf legte man seinerzeit großen Wert.

Der Metzger Drösser galt in Lennep als Witzbold. Er hängte unter anderem ein Schild ins Schaufenster, auf dem geschrieben stand: „Gern schlage ich Ihnen Ihre Knochen ein“, eine Ausdrucksweise, die man im bergischen Lennep verstand, während man sie heute bei Stadtführungen des Öfteren erklären muss. Meist ging es dann noch ein paar Schritte weiter zum Bäcker Willmund, dessen Nachkriegs- „Amerikaner“ mit der Zucker- und Fettglasur sowie der stark gesüßte „Brotkuchen“ mir besonders schmeckten.

Mit dem Erwerb des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen im Herzen der Lenneper Altstadt hat die Deutsche Röntgengesellschaft dankenswerterweise auch den Weg bereitet, am Ursprungsort des Wissenschaftlers dem persönlichen Nachlass Röntgens einen würdigen Raum zu schaffen. Bislang fehlten ja Räumlichkeiten und Kontext, um die einzigartige Sammlung adäquat präsentieren zu können. Röntgens persönlicher Nachlass enthält Objekte, Möbel, Skizzen und Entwürfe zu einer Vielzahl wissenschaftlicher Themen und seltene Fachliteratur der frühen Radiologie. Es bietet somit ein reichhaltiges Spektrum, um den Wissenschaftler in einem biographisch authentischen Umfeld zu präsentieren. Das Röntgen-Geburtshaus bietet aber auch die Chance, gemeinsam mit dem Deutschen Röntgen-Museum Leben, Werk und Wirkung von Wilhelm Conrad Röntgen umfassend darzustellen.

Die Wiederherrichtung des Hauses bietet zugleich die Chance, ein denkmalgeschütztes Gebäude im Herzen der Altstadt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In enger Anbindung an das Deutsche Röntgen-Museum soll es als besonderer historischer Ort das geistige und materielle Erbe Wilhelm Conrad Röntgens in außergewöhnlicher Weise bewahren. Zugleich soll es Bildungs- und Weiterbildungszwecken dienen, nur so wird eine museale Einrichtung auch zu einem lebendigen Ort.

Natürlich hat das Geburtshaus auch eine Geschichte. Bekanntlich wurde im Oktober 1746 die Stadt Lennep bis auf sieben Häuser und das Minoritenkloster durch ein großes Feuer verwüstet. Wie es damals am Gänsemarkt aussah, das ist natürlich nicht bekannt. Durch Gutachten kann man nur sagen, dass das spätere Haus am Gänsemarkt 1 nach 1783/85 erbaut worden sein muss. Um 1811 erfolgte der Kauf des Hauses durch Johann Heinrich Röntgen und Anna Louise Frowein, die es später an Friedrich Carl Röntgen (Vater von W.C. Röntgen) und dessen Brüder Richard und Ferdinand vererbten.

Catharina von Pohlheim ist die letzte bekannte Vorbesitzerin vor den Röntgens. Ein genaues Kaufdatum lässt sich nicht mehr ermitteln. 1846 wurde das Haus dann an einen Metzgermeister Gustav Kühne veräußert, der es wiederum 1864 an Metzgermeister F.W. Drösser und dessen Sohn verkaufte.1860 wurde die Ansicht des Hauses durch die Veränderung der Schauseite durch den Einbau eines Ladenschaufensters verändert. Diese Schauseite ist im Prinzip bis heute erhalten und wird gerade restauriert. 1963 erfolgte die Schließung der Metzgerei, an die sich noch heute viele Lenneper erinnern, ein Jahr danach erwarb die Stadt Remscheid das Gebäude und entwickelte verschiedene Überlegungen zur städtischen Nutzung. Spätere Sanierungsarbeiten der Stadt wurden zunächst im Jahre 1980 abgeschlossen. Die Sanierungsarbeiten sollten endgültig ursprünglich bis 2015 abgeschlossen sein, jedoch ergaben sich nach und nach immer wieder neue Schwierigkeiten.

Während der Veranstaltung zur Eröffnung der Ausstellung im Geburtshaus von Röntgen konnte man sehen, dass bei der Renovierung von Röntgens Geburtshaus schon viel geschehen ist, dass aber noch viel getan werden muss. Alles ist abhängig von Spendengeldern.

Für die Lenneper ist es natürlich erfreulich, dass die architektonische und denkmalpflegerische Organisation und  Betreuung durch Ansässige geschieht. Sophie Welke von "Welke Architekten" dazu auf einer Webseite des Bundes Deutscher Architekten NRW: „Aktuell befassen wir uns mit dem Geburtshaus von Wilhelm Conrad Röntgen in Remscheid-Lennep. Das Museum, das dort entstehen wird, braucht zum Beispiel eine Alarmanlage und Heizung. Dort ist u.a. die Unsichtbarkeit von Technik ein Thema. Es bedarf sicher auch einiger Kunstgriffe für den geplanten Wintergartenanbau, dass es passt und aussieht, und dass man das Neue nicht als Störung wahrnimmt.“

Im nächsten Jahr, 2020, also zum 175. Geburtstag und Jubeljahr des berühmtesten Lennepers, soll Wilhelm Conrad Röntgen natürlich noch viel umfassender gefeiert werden, in Würzburg, in München, in Gießen, aber auch in Lennep natürlich.

Lenneper Lions spenden 12.500 Euro aus Kalender

Pressemitteilung des Lions Club Remscheid -  Wilhelm Conrad Röntgen

Der Adventskalender des Lenneper Lions Clubs wurde 2018 zum 12. Mal für einen guten Zweck verkauft. Er bestand wieder aus vier Komponenten: dem bergischen Motiv, Tee, Los für eine Tombola mit Preisen im Gesamtwert von ca. 8.000 Euro – und kommt im Reinerlös komplett guten Zwecken in Remscheid zugute. Viele Remscheider Unternehmer und Einzelhändler tragen durch ihre Geld- und Sachspenden zur Verwirklichung des Kalenderprojekts bei.

Das machte nicht nur den Lions Club Remscheid „Wilhelm Conrad Röntgen“ glücklich: 12.500 Euro erbrachte der jüngste Verkauf des Lions-Adventskalenders – eine Summe, die nun als Spende an zwei Remscheider Förderschulen geht. Präsident Willi Birrenbach (2.v. li.) und Mit-Initiatorin Cornelia Heynen übergaben sie jetzt an Christian Jansen (li. im Bild), stellvertretender Schulleiter der Hilda-Heinemann-Schule, und Karl-Richard Ponsar (rechts) vom Deutschen Kinderschutzbund Remscheid.

Der Hilda-Heinemann-Schule (Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung) fehlten noch 5.000 Euro zum Kauf einer sogenannten Rolli-Schaukel. Mit der Lions-Spende kann die Schule nun ein Projekt verwirklichen, das in der Region einmalig ist, sagt Christian Jansen: „Das Tolle ist, das Kinder, die im Rollstuhl sitzen, diese Schaukel nicht nur selbstständig nutzen können, sondern auch mit anderen Kindern zusammen schaukeln können.“ Hoffentlich noch bis zum Sommer soll die Schaukel in Betrieb genommen werden.

Der Deutsche Kinderschutzbund bietet am Standort Gewerbeschulstraße (früher Karl-Kind-Schule) der Heinrich-Neumann-Schule (Förderschule mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung) eine Übermittagsbetreuung für Schüler ab 13 Jahren an. Das Land zahle dafür zwar die Personalkosten, erläuterte Ponsar, aber nicht die Sachkosten – und die Eltern der Schüler können dafür nicht alleine aufkommen. Für die Förderschüler und ihre Entwicklung ist dieses Angebot, das vor allem kreative Angebote umfasst, aber ebenso wichtig und wertvoll wie für jüngere Kinder. Zur Aufrechterhaltung dieses Angebots ist der Kinderschutzbund auf Spenden angewiesen – und kann sich nun 7.500 Euro von den Lions freuen.  

Netzwerk Hasten: Was in Kürze auf dem Programm steht

Der Service des Waterbölles
für alle Hastener Vereine

Der "Steffenshammer - Förderverein für historische Schmiedetechnik stellt seine Termine für 2019 vor

Samstag, 20.April
In diesem Jahr eröffnet der Steffenshammer  seine 11. Saison am Ostersamstag, 20. April, mit dem „Anschmieden“. In der Zeit von 14 bis 18 Uhr schmieden an der Feldesse Martin Cramer-Backhausen und Bernd Schochow, und im Hammergebäude wird das bewährte Team um Dieter Orth und Fritz Halbach historische Schmiedetechnik vermitteln und zum Mitmachen einladen. Der Ausflug in die Vergangenheit lohnt sich. Lassen Sie sich das nicht entgehen! Wie immer ist auch für eine Stärkung in den Pausen gesorgt. Parkmöglichkeiten stehen bei Fa. Hermann Kemper, Gerstau 34 und auf dem Gelände ehemals Teppichknoten, Clemenshammer 34 sowie bei der Firma Wenesit AG, Clemenshammer 59a zur Verfügung. Das Steffenshammer – Team freut sich über Ihren Besuch und wünscht ein sonniges und angenehmes Osterfest.

Die folgenden Termine:

  • 6.Juli, 14 - 22 Uhr, Hammerfest
  • 8.Sept., 11 - 18 Uhr, Offenes Denkmal
  • 6.Okt., 18- 24 Uhr, Nacht der Kultur
  • 1. Dez,. 11 - 18 Uhr, Adventsschmieden

Von April bis Oktober jeden 3. Samstag im Monat von 11 - 17 Uhr freie Besichtigung des Hammers. Individuelle Führungen sind nach Kontaktaufnahme von April bis Oktober möglich. Ansprechpartner: Dieter Orth Tel. 0179 / 229 13 12 Lutz Kleuser Tel. 0160 / 977 95 337, E-Mail info@steffenshammer.de.
Sonstige Informationen über www.steffenshammer.de. Das Team des Steffenshammer freut sich auf Ihren Besuch.

„Hasten für Hasten“ e.V. stellt seine Termine 2019 vor

  • 12. Mai, 14 Uhr: Rundgang über den historischen Büchel mit Frau Holtschneider (IG Remscheider Stadtführer, Anmeldung erforderlich, Tel. 666861, fünf €)
  • 24. Mai, 14 Uhr: Jährliches Kinderfest auf dem Spielplatz Bremen (an der Trasse, hinter Edeka/Lidl), mit Kinderspaßprogramm und Verpflegung (gegen Spende),. Für die Erwachsenen, neu dabei: div. Hastener Vereine präsentieren sich
  • 8. Juli, 19 Uhr: Jährliche Mitgliederversammlung „Hasten für Hasten“ e.V. (in den Räumen der Freiw. Feuerwehr Löscheinheit 16, Oberhützer Str. 21)
  • 28. September, 15 Uhr: Whiskyführung „Hastener Bürger öffnen ihre Türen zum Gucken und Whisky tasten“ mit Lars Johann (IG Remscheider Stadtführer in Kooperation mit „Hasten für Hasten“ e.V., Anmeldung erforderlich, Tel. 666861, 40 €)

26. – 30. April
Schützenfest des Schützenvereins Wildschütz Aue e.V.,
Liebe Hastener Freunde, wir feiern unser Schützen- und Volksfest in der Aue und laden Euch dazu recht herzlich ein. An diesen Tagen bieten wir ein interessantes und abwechslungsreiches Festprogramm und hoffen, Euch recht zahlreich dazu begrüßen zu können. Unser Highlight in diesem Jahr ist unser Starabend zum Tanz in den Mai am Dienstag 30. April, mit ROSS ANTONY.
Unser Hauptfestzug beginnt am Sonntag, 28. April, um 15 Uhr am Festzelt. Der Krönungsball für die neuen Majestäten beginnt danach gegen 19 Uhr. Wenn Eintrittskarten bestellt werden möchten, ruft mich bitte an oder schreibt mir eine Mail: sandra.roesler@prang-werkzeuge.de">sandra.roesler@prang-werkzeuge.de, Tel. 0178 / 8085 925.  (Sandra Rösler)

pro familia: Mehr sozialrechtliche Fragen als früher

Pressemitteilung von pro familia Remscheid

Wir freuen uns, Ihnen unseren Jahresbericht 2018 vorlegen zu können. Lesen Sie, was uns regional und bundesweit im letzten Jahr beschäftigt hat. pro familia ist die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung Die Grundlagen unserer Beratungen sind im Schwangerschaftskonfliktgesetz (§ 2 SchKG) vorgeschrieben und umfassen alle eine Schwangerschaft mittelbar und unmittelbar berührenden Themen. Dazu gehören unter anderem: Beratung zu rechtlichen, finanziellen, medizinischen und sozialen Hilfen; Pränataldiagnostik; Kinderwunschberatung; Familienplanung und Verhütungsberatung; Sexualpädagogik; Sexualberatung und Paarberatung Außerdem beraten wir im Falle eines Schwangerschaftskonfliktes (§§ 5 / 6 SchKG und § 219 StGB).

Im letzten Jahr mussten wir uns mit der Frage beschäftigen, in welchem Umfang wir unser Angebot im Bereich der „P+S Beratungen“ aufrechterhalten können. Hintergrund war die defizitäre Situation der Beratungsstelle aufgrund der nicht ausreichenden Finanzierung des Landes und der fehlenden Anpassung der kommunalen Mittel. Unser Eigenanteil aus Spenden und Einnahmen konnte das Defizit nicht ausgleichen. Wir freuen uns nun sehr, dass der Rat der Stadt entschieden hat, den Zuschuss für pro familia zu erhöhen und damit einen wichtigen Bestandteil der Beratungslandschaft in Remscheid sichert.

Der Verband und die einzelnen Beratungsstellen verfolgten gespannt den Prozess um die Ärztin Kristina Hänel bzw. den §219a StGB. Der §219a StGB und seine juristische Auslegung führen dazu, dass es Frauen schwer gemacht wird, ihr Recht auf Information wahrzunehmen. Es darf nicht veröffentlicht werden welche/r Ärzt*in bzw. Gesundheitseinrichtung einen Schwangerschaftsabbruch durchführt und wer welche Abbruchmethode anbietet. Auch der derzeit diskutierte Kompromiss sieht dies nicht vor und reglementiert Ärzt*innen weiterhin. Genauere Informationen zu den angebotenen Methoden sollen Frauen z.B. auf Listen der Bundesärztekammer einsehen können. Niederschwellig ist das leider nicht! So wohlwollend der Entwurf auf den ersten Blick gemeint ist, so bleiben doch wichtige Aspekte des Informationsrechts unberücksichtigt. pro familia hält diesen Entwurf für einen halbherzigen Schritt und fordert weiterhin die Streichung des § 219a StGB.

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Landtag beschließt Abschaffung der Stichwahl

Pressemitteilung des Mehr Demokratie e.V. NRW

Fast 18.000 Menschen haben sich einem Aufruf der Initiative Mehr Demokratie angeschlossen, Verfassungsrechtler meldeten erhebliche juristische Bedenken an und über 50 Bürgermeister kritisierten das Vorhaben in einem offenen Brief. Trotzdem hat der Landtag gestern die Abschaffung der Stichwahl bei Bürgermeister- und Landratswahlen mit den Stimmen von CDU und FDP beschlossen.

Alexander Trennheuser, Geschäftsführer von Mehr Demokratie, kritisiert die Abschaffung der Stichwahl scharf: „Die Antwort auf eine sinkende Wahlbeteiligung kann doch nicht die Abschaffung von Wahlen sein.“ Statt Demokratieabbau zu betreiben, hätte man sich ein Beispiel an der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nehmen können. Diese habe kürzlich angekündigt, dass sie Köln zur Stadt mit der höchsten Wahlbeteiligung bei der anstehenden Europawahl machen möchte.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Stichwahl in NRW abgeschafft wird. So wurde die Stichwahl 1994 eingeführt, 2007 abgeschafft, 2011 erneut eingeführt, bevor sie nun abermals abgeschafft wurde. Mehr Demokratie schlägt als Kompromiss deshalb die Einführung der sogenannten integrierten Stichwahl vor. Diese ermögliche es einerseits, auf einen zweiten Wahlgang zu verzichten, andererseits aber dennoch einen eindeutigen Wahlgewinner ermitteln. Unter anderem in Australien wird dieses Verfahren bereits erfolgreich angewandt.  

Nachdem die aktuelle Regierungskoalition aus CDU und FDP die Abschaffung der Stichwahl bei Bürgermeister- und Landratswahlen im vergangenen Jahr angekündigt hatte, formierte sich ein breites Bündnis aus Initiativen und Parteien, das sich für den Erhalt der Stichwahl einsetzt. Unter anderem gehören dem Bündnis neben SPD und Grünen auch die Linken, die Piratenpartei und die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) an. Gemeinsam haben sie den Online-Aufruf „Stichwahl bleibt!“ gestartet.

Anglerclub wird Löwenteich wohl aufgeben müssen

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Bundesrepublik Deutschland, allen Gewässern  – Grundwasser und Oberflächengewässer – spätestens bis 2017 zu  einem "guten Zustand" zu verhelfen, chemisch wie ökologisch. Als Folge der EU-Gebote sind künstlich angelegte Teiche, die den natürlichen Lauf eines Baches unterbrechen, den Behörden, darunter der Wupperverband, ein Dorn im Auge. Folglich wurde zum Beispiel die alte Teichanlage am Klauserner Bach zurückgebaut, ebenso eine Betonschwelle im Morsbach. Und im Focus der Behörden steht jetzt auch der Löwenteich an der Heintjesmühle (Eschbachtal) im Grenzgebiet zwischen Wermelskirchen und Remscheid). Geplant ist, den Damm des Löwenteichs zu „schlitzen“ und den Teich auslaufen zu lassen, so Stadtförster Markus Wolff (TBR). Mit dem Wupperverband sei vor zwei Wochen vereinbart worden, nach Ostern einen Fahrplan aufzustellen für den naturnahen Rückbau des Löwenteichs und diesen dann dem Rheinisch-.Bergischen Kreis (RBK) als  der zuständigen Wasserbehörde zur Genehmigung vorzulegen. Denn der Teich befindet sich zwar seit mehr als 130 Jahren im Besitz der Stadt, liegt aber im Stadtgebiet von Wermelskirchen und somit im Zuständigkeitsbereich des RBK. Die Absicht der TBR sei dem Vorstand des AC Rotauge sowie der Politik (hier: über den TBR-Betriebsausschuss) schon seit geraumer Zeit bekannt, erklärte Wolff.

Blick zurück: Bei Inkrafttreten des Wasserhaushaltsgesetzes beantragte die Stadt Remscheid beim RBK im Jahr 1984 das Aufstauen des Löwenteichs. Der führte zwar schon damals Wasser, aber schließlich muss ja alles seine „Behördenordnung“ haben. Die Wasserrechtliche Genehmigung wurde der Stadt damals für 20 Jahre erteilt. Sie lief also 2004 aus. Schon 2002, mit zweijährigem Vorlauf, forderte die Obere Wasserbehörde bei der Bezirksregierung in Köln die Stadt Remscheid auf, das erteilte Wasserrecht verlängern zu lassen. Doch im Remscheider Rathaus war das Wissen über den genehmigten Antrag von 1984 offenbar bei aller Behördenordnung verloren gegangen. Anscheinend nahm man an, es handele sich bei dem Brief um einen Irrläufer, und irgendwie werde der wohl noch in der Nachbarkommune Wermelskirchen landen (die damit nun gar nichts hätte anfangen können). Jedenfalls schmorte das Schreiben aus Köln wegen „unklarer Zuständigkeit“ zunächst bei der damaligen Oberbürgermeisterin Beate Wilding und dann beim städtischen Umweltamt. Vier Jahre lang hielt die Bezirksregierung das aus, dann löschte sie mit Datum vom 1. Mai 2006 das Wasserrecht. Und am 5. Juni 2006 teilte sie das der Stadt Remscheid auch mit. Pech, dass dieses Schreiben wiederum beim nicht zuständigen Umweltamt einging. Dort legte man den scheinbaren zweiten Irrläufer wiederum zu den Akten und – tat nichts.

Wie der angegraute Vorgang schließlich am 12. Januar 2011, fünfeinhalb Jahre später, bei Markus Wolff vom Forstamt und damit an der richtigen Stelle landete, lässt sich heute offenbar nicht mehr rekonstruieren. Jedenfalls bestätigte der damalige Fischereiberater, dass das Wasserrecht für den Löwenteich im "Wasserbuch" nicht mehr existierte. Daraufhin beantragte das Forstamt (mittlerweile bei den Technischen Betrieben Remscheid angesiedelt) am 12. August 2014 ein neues Wasserrecht für den Löwenteich.

Hierfür waren mehrere Gutachten fällig, die die Stadt Remscheid eine fünfstellige Summe kosteten. Das gewässerökologische Gutachten, erstellt im Rahmen einer Bachelor-Arbeit eines Studenten der Universität Lübeck, ergab für den Bach ober-. Und unterhalb der Teichanlage eine gleichwertige Wassergüte. Wenn es also nur darum gegangen wäre, hätte die Obere Wasserbehörde das beantragte Wasserrecht bis spätestens 2027 erteilen können.  Doch der Löwenteich, ein potenzielles Laichgewässer, fällt als Stauanlage auch unter die DIN-Norm 19700 bzw. die vereinheitlichen Sicherheitsanforderungen an Staudämme und Staumauern, etwa bei extremen Wetterereignissen wie Starkregen.

Mit dem Standsicherheitsgutachten für den Staudamm wurde das Ingenieurbüro Beck aus Wuppertal beauftragt. Es stellte fest, dass auf dem Damm im Laufe der Jahre Bäume gewachsen waren und an den technischen Anlagen (am eisernen Rechen und am so genannten Mönch, dem regulierbaren Ablaufbauwerk) der Zahn der Zeit genagt hatte. Hinzu kommen anscheinend noch einige ungenehmigte Umbauten (eine Hütte und Abgrabungen, um besser Angeln zu können), wie Michael Zirngiebl andeutete.

Die Angaben über die im Gutachten genannten Reparaturkosten gehen weit auseinander. Während der AC Rotauge erklärt, ihm liege eine Kostenschätzung des Ingenieurbüros von August 2018 über 85.000 Euro vor, spricht Markus Wolff gegenüber dem Waterbölles von einer Kostenschätzung in Höhe von 350.000 Euro netto. Ohne diese Reparaturen sei mit keiner bis 2027 befristeten fischereilichen Genehmigung durch den RBK zu rechnen. Aber egal, ob 85.000, 120.000 Euro, wie gestern von TBR-Chef Michael Zirngiebl genannt, oder 350.000 Euro – sämtliche Investitionen rechnen sich für die Stadt für eine höchstens acht Jahre dauernde Erlaubnis nicht. Zumal der AC Rotauge für seinen vor zwei Jahren ausgelaufenen Fischereipachtvertrages lediglich einen jährlichen Pachtbetrag von 150 € zu zahlen hatte.

Bereits nach dem Auslaufen des Wasserrechtes war der Pachtvertrag ruhend gestellt worden, da damit die Vertragsgrundlage entfallen war; merke: ohne Wasserrecht keine Genehmigung für eine fischereilichen Nutzung. Deshalb winkte der Vorstand des Anglervereins auch dankend ab, als ihm die Stadt das Gelände für einen Euro zum Kauf anbot. Die Vereinsvorsitzende Cornelia Schmidt: „Was sollte ein gemeinnütziger Angelverein mit einer Teichanlage ohne Wasserrechte?!“ Zumal ihm das Geld fehlt, um die vom Gutachter geforderten Reparaturen am Staudamm selbst bezahlen zu können. Konkret hätte der Verein die Wahl zwischen einem Ausbaggern des Teiches und einer Erhöhung des Staudamms, damit bei Starkregen plötzliche Wassermassen angestaut werden könnten, um nicht auf die unterhalb der Staumauer liegende Straße oder in ein nahes Wohnhaus zu fließen. Derzeit fehlt es dem ca. 5.000 Quadratmeter großen Teich bei einer Wassertiefe von einem bis 1.20 Metern an freiem Stauvolumen.

„Mehrere Teichanlagen in Remscheid sind den Anglern aus Ausweichquartier angeboten worden“, berichtete Markus Wolff. Etwa der Neue Hammerteich im Eschbachtal, Teiche in Tocksiepen und sogar die Panzertalsperre. Doch dem Verein sei neben dem Angeln auch das gesellige Vereinsleben wichtig. Und das setzt, wie am Löwenteich, eine Unterkunft voraus.

Kinder- und Jugendtelefon Remscheid sucht Verstärkung

Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Remscheid

Das Kinder- und Jugendtelefon des Kinderschutzbundes Remscheid ist ein kostenloses Gesprächsangebot an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen, das montags bis freitags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116111 anonym zu erreichen ist. Sie finden dort Anregung und Unterstützung, um Situationen, Probleme, Entwicklungsaufgaben zu reflektieren und besser zu bewältigen. Im Jahr 2018 wurden von den acht ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Beratungsteams insgesamt 2.544 Anrufe entgegengenommen, aus denen sich 549 Beratungen von  rat- und hilfesuchenden Kindern und Jugendlichen entwickelten.

Ab Juli bildet der Kinderschutzbund Remscheid e.V. neue ehrenamtliche Berater*innen für das Kinder- und Jugendtelefon aus. Diese sollen Kindern und Jugendlichen zur Seite stehen, sie entlasten und mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen:

  • Sie haben Verständnis für jugendliche Verhaltensweisen; sind psychisch belastbar und können auch Provokationen angemessen begegnen,
  • Sie sind interessiert und tolerant gegenüber anderen Meinungen, Kulturen und Religionen,
  • Sie können sich einfühlen und haben Freude, anderen zu helfen,
  • Sie können Ihre ehrenamtliche Mitarbeit wöchentlich mit 2-3 Stunden und über einen längeren Zeitraum nachmittags und/oder abends zusagen?

Das Kinder- und Jugendtelefon ist eingebunden ist das bundesweite Netzwerk von Nummer gegen Kummer e.V. Den künftigen Berater/innen wird vor ihrer Beratungstätigkeit eine intensive 70-stündige Ausbildung geboten. Durch Selbsterfahrung, dem Erlernen und Üben von Gesprächsführungs- und Beratungstechniken sowie durch die Auseinandersetzung mit Themen, die für die Beratung von Kindern und Jugendlichen bedeutsam sind, werden die Teilnehmer auf die ehrenamtliche Beratungstätigkeit am Telefon vorbereitet. Für die Ausbildung wird ein Beitrag von 100 Euro pro Teilnehmer/in erhoben. Die weiteren Kosten werden durch Spenden finanziert.

Interessenten melden sich bitte bei Andrea Homfeld, Koordinatorin Kinder- und Jugendtelefon, Tel. RS 292141, E-Mail info@kinderschutzbund-remscheid.de">info@kinderschutzbund-remscheid.de.