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Ein markiger Etappensieg ohne Langzeitwirkung

BV 10 bekommt sichere Zukunft am Neuenkamp“, titelte der Waterbölles am 14. September, zwei Tage vor der jüngsten Ratssitzung, und zitierte aus einem Beschlussvorschlag der Verwaltung: „Das Tennenspielfeld an der Sportanlage Hackenberg wird umgebaut. Hinzu kommen leichtathletische Nebenangebote auf dem übrigen Gelände am Hackenberg. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel von 53.250 € in 2021 und 1.522.500 € in 2022 werden außerplanmäßig bereitgestellt. Die bisherigen Planungen zum Sportzentrum Hackenberg werden eingestellt.“ In der Ratssitzung fassten die Politiker jedoch keinen entsprechenden Beschluss, sondern schoben das Thema dem Sportausschuss zu. Der wird am 7. Oktober im Vorfeld des Hauptausschusses zu einer Sondersitzung zusammenkommen.
Einen Ratsbeschluss am 18. September vorausgesetzt, hatte die Verwaltung die Vorlage der Bezirksvertretung Lennep in der gestrigen Sitzung eigentlich nur „zur Kenntnis“ geben wollen – als Mitteilungs-, nicht als Beschlussvorlage. Wie also jetzt mit der neuen Situation umgehen?? „Zur Kenntnis nehmen“ und alles weitere den folgenden Gremien überlassen? Das hielt der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Kötter nicht für angemessen und beantragte eine Abstimmung. Schließlich habe die BV in der Vergangenheit zu Angelegenheiten des lokalen Sports immer ihre Meinung gesagt. Das sei man den interessierten Bürgerinnen und Bürgern schuldig. Und so ließ Bezirksbürgermeister Rolf Haumann denn abstimmen Mit dem Ergebnis, dass die BV mit einer Stimme Mehrheit (6:5) dem nachfolgenden Beschlussgremium (Hauptausschuss oder Rat blieb in der Sitzung unklar) empfahl, die Verwaltungsvorlage abzulehnen.

Den Auftrag, einen Alternativvorschlag zur Umgestaltung des Sportzentrums Hackenberg auszuarbeiten, hatte der Rat der Verwaltung am 25. Februar erteilt. Zitat: „Die Verwaltung wird beauftragt, eine Alternativplanung für die Sportflächenentwicklung (Fußball, Leichtathletik, Schulsport) incl. Kostenschätzung für die Sportanlage am Hackenberg zu entwickeln. Zusätzlich soll geprüft werden, welche leichtathletischen und schulsportlichen Angebote zukünftig dort angeboten werden können.“

Damit hatte der Rat der Stadt auf die Sorge der Sportgemeinschaft (SG) Hackenberg 1973 e. V. vor einem weiteren Mitgliederschwund reagiert. „Der Ruf nach Hilfe war sehr berechtigt“, meinte gestern in der BV-Sitzung Torben Clever (FDP). „Diesem Hilferuf hat die Verwaltung mit Erfolg Rechnung getragen“, ergänzte Petra Kuhlendahl von den Grünen. „Ich kann der Vorlage zustimmen!“ Jürgen Kucharczyk, Sprecher der SPD, drückte es so aus: „Die SG Hackenberg braucht dringend Zukunftsperspektiven, und das ist eine realistische Lösung, mit der ich mich anfreunden könnte!“ (Bei der Abstimmung gehörte er zu den Befürwortern). Und auch Roland Kirchner (W.i.R.) schien dieser Meinung zu sein. Er erklärte zunächst, mit dem Alternativvorschlag der Verwaltung „gut leben zu können“, ergänzte dann aber: „Wenn es beim Röntgen-Stadion bleibt!“. Wenn nicht, fürchte er eine Zusammenballung der Trainingseinheiten der Sportvereine im Stadion Reinshagen, der dieses nicht gewachsen sein könne.  “Die Vereine befürchten nichts dergleichen“, entgegnete Neuhaus.

Als entschiedene Gegner des Verwaltungsvorschlags outeten sich lediglich Markus Kötter (CDU) und Peter Lange (Linke). „Der Vorschlag überzeugt mich nicht“, stellte Kötter fest. „Er ist kein adäquater Ersatz für das Röntgen-Stadion beim Bau des DOC. Lennep bekommt dann nur noch einen Provinzplatz!“ Und Peter Lange machte sein Nein am Verzicht auf einen 400-Meter-Rundlauf für die Leichtathleten fest: „Eine 250-Meter-Markierung auf dem neuen Fußballfeld wäre lediglich eine Alibi-Aktion!“ (Auf der Zuschauertribüne dürften das Klaus Kreutzer vom Verkehrs- und Förderverein Lennep und Gunther Brockmann von der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. gerne gehört haben). Dass die befragten Sportvereine und Schulen eine solche, sehr teure und erst viel später zu verwirklichende Infrastruktur gar nicht gefordert hätten, wandte Sportdezernent Thomas Neuhaus vergeblich ein. Was die Verwaltung jetzt vorgelegt habe, sei schon im kommenden Jahr realisierbar. „Das ist die schnellste Lösung. Sie bietet für alle Sportarten genug Entfaltungsmöglichkeit und wäre für den Lenneper Sport geradezu paradiesisch!“

Ein Sportentwicklungsplan, wie ihn die Stadt Remscheid bei der Universität Wuppertal in Auftrag gegeben habe, sei keine Wunschliste, abgesprochen zwischen Verwaltung und Sportbund Remscheid, ließ Neuhaus durchklingen, sondern „eine Bedarfsmessung“. Auf die tatsächlichen Bedarfe der Vereine komme es an! Und die hätten erklärt, mit dem Alternativvorschlag einverstanden zu sein. Der verspreche für die SG Hackenberg einen ähnlichen Aufschwung durch Kunstrasen wie beim TV Hasten und in Bergisch Born. „Es ist eine gute Lösung“, betonte der Sportdezernent mehrfach. Aber bei den Lenneper Kommunalpolitikern siegte, wenn auch knapp, das Bauchgefühl vor der Vernunft. Eine knappe Mehrheit von ihnen brauchte aber offenbar einen markigen populistischen Etappensieg. Auch ohne Langzeitwirkung.

Kampagne „#IhrFehlt gegen Lehrermangel

Pressemitteilung der GEW Remscheid

Mit 20 lebensgroßen Figuren machte die Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft (GEW) gestern von 14 bis 15 Uhr am Alleecenter-Brunnen auf der Alleestraße auf den chronischen Lehrermangel aufmerksam. Dieser verhindert Bildungschancen unserer Kinder und Jugendlichen. Die Kampagne „#IhrFehlt für gute Schule“ kritisiert bis zum  22. September  in neun Städten die bestehende Schieflage und ihre Folgen. Die Aluminiumfiguren stehen symbolisch für die 4000 fehlenden Lehrkräfte in NRW. Allein 1.450 an den Grund- und mehr als 600 Lehrkräfte an den Förderschulen fehlen! Sie fehlen natürlich im Unterricht, aber auch bei der Klassenfahrt, beim Bilden von Persönlichkeiten, für die individuelle Förderung und insgesamt für gute Schule. Jede der 20 menschengroßen Figuren steht also symbolisch für die fehlenden Kolleg*innen in den Klassenzimmern.
„Lehrkräftemangel bedeutet ein Leben lang verpasste Chancen. Er verhindert, dass wir in kleineren Klassen verlässlich und individuell beste Bildung bieten können. Er verhindert, dass junge Menschen bestmöglich ihren Weg gehen können. Er verhindert echte Chancengleichheit und verstärkt die soziale Schieflage im Bildungssystem“, betont Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW. „Ausbaden müssen das die Schüler*innen, denn wir legen ihnen damit Steine in den Lebensweg. Ausbaden müssen es auch die Kolleg*innen mit hoher Belastung, großen Klassen und zusätzlichen Aufgaben. Viele Lehrkräfte gehen deshalb weit über ihre Grenzen, damit Kinder und Jugendliche nicht im Regen stehen. Sie springen dauerhaft in die Bresche. Das kann nicht gut gehen.“ (Ute Brocke)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Caritasverband Remscheid / „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2021 möchten wir im Sinne gesellschaftlicher Partizipation auch einen Blick auf unterschiedliche Ressourcenausstattungen und die damit einhergehenden unterschiedlichen Lebensbedingungen von bestimmten Gruppen werfen. Die Pandemie hat die Auswirkungen der sozialen Schieflage insbesondere bei  Kindern und Jugendlichen nochmal immens verstärkt, aber zugleich auch verdeutlicht. Aus diesem Grund hat die Integrationsagentur des Caritasverband Remscheid e.V. den Kölner Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge zusammen mit seiner Frau Carolin eingeladen. Die beiden werden die Kerninhalte aus ihrem aktuellen gemeinsamen Buch „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“ vorstellen. Dargestellt werden das Ausmaß der Kinderungleichheit, die Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen. Die Online Lesung findet am 28. September von 18 bis ca. 20 Uhr via Zoomstatt und ist kostenfrei. Anmeldung per E-Mail an k.becklas@caritasverbandremscheid.de">k.becklas@caritasverbandremscheid.de.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Bingo auf dem Hohenhagen. Am Mittwoch, 29. September von 15 bis 17 Uhr bietet der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen in Kooperation mit der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde im Gemeinde- und Stadtteilzentrum Esche in der Eschenstraße einen Bingo-Nachmittag an. Für einen Unkostenbeitrag von drei € werden drei Gewinnrunden ausgespielt , wobei jeweils der erste, zweite und dritte Gewinner mit einem Geschenk belohnt wird. Es werden außerdem Getränke zu moderaten Preisen angeboten. Die Veranstaltung findet gemäß der 3G-Regel (geimpft , genesen oder getestet) statt. Entsprechende Nachweise sind bitte vorzulegen. Außerhalb des Veranstaltungsraumes besteht Maskenpflicht. Die Abstandsregel wird durch die vorhandene Bestuhlung garantiert. (Eberhard Schulze)

SPD Remscheid / „Zeitspuren“, oder: Die bunte Welt auf der Leinwand. Am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr, eröffnet die SPD in ihrer Geschäftsstelle an der Elberfelder Straße eine Ausstellung mit Werken des Remscheider Künstlers José-Luis Ortega. Seit seiner Kindheit ist der gebürtige Spanier von der Malerei fasziniert. Nach dem Erlernen eines „ordentlichen Berufs“ und dank seines Mentors, des bekannten spanischen Maler und Bildhauers Professor Nicolás Prados, entstand das Fundament für seine künstlerische Arbeit. Abstrakter Expressionismus im Wechsel zu gegenständlicher Malerei sind heute sei Markenzeichen.  Seit mehr als 20 Jahren ist Ortega Dozent an der VHS Remscheid für Aquarell- und Acrylmalerei. Sehr erfolgreich sind seine Malkurse für Kinder an den Remscheider Grundschulen. Die Ausstellung läuft bis 31. März 2022 und kann künftig regelmäßig mittwochs von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter Tel. RS 4600622 oder E-Mail UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de.

„Die Schlawiner“ gGmbH / Wieder Rechtsberatung. „Die Schlawiner“ gGmbH bieten am Mittwoch, 6. Oktober, von 17 bis 19 Uhr eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Eine Rechtsanwältin berät in allen juristischen Fragen. Bitte beachten: Die Rechtsberatung findet im neuen Quartierstreff Klausen, Karl-Arnold-Str. 4a, statt. Telefonische Anmeldung bei Anja Westfal unter 6913878 (Handy: 0172 90 71 545) oder E-Mail anja.westfal@dieschlawiner.de.

Ambulantes Hospiz Verein Remscheid / Vortrag zur Patientenverfügung und Vorsorge am "Tag der seelischen Gesundheit“. Im Rahmen unserer Beteiligung am "Tag der seelischen Gesundheit" bieten wir in unseren Räumen Elberfelder Str. 41 am Samstag, 9. Oktober, um 12 Uhr einen Vortrag zu Patientenverfügung und Vorsorge an. Besucher haben von 11 bis 14 Uhr auch die Möglichkeit, die Ambulante Hospizarbeit kennenzulernen. Ehrenamtliche Mitarbeiter informieren darüber, und ein Hospiz-Film gibt Einblicke in die ambulante, hospizliche Begleitung. Eine Anmeldung  unter Tel. RS 464705 bzw. E-Mail info@hospiz-remscheid.de">info@hospiz-remscheid.de  ist erforderlich. Es gilt die 3G-Regel.

Sportbund Remscheid / Lehrgang Sporthilfe. Für den Lehrgang „Sporthelfer 1“ in den Herbstferien gibt es noch freie Plätze! Der Lehrgang findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der Herbstferien statt (Sporthelfer/in, 14. – 17. Oktober. Die Anmeldung erfolgt online auf folgender Seite: Sporthelfer 1.

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Die SPD berät Sportvereine bei der Coronahilfe

Pressemitteilung der SPD

Seit gestern können Sportvereine eine finanzielle Coronahilfe bei der Landesregierung NRW beantragen. Um die Auszahlung zu beschleunigen, bietet die SPD allen Remscheider Sportvereinen Unterstützung bei der Antragstellung an. Michael Büddicker, sportpolitischer Sprecher der SPD: „Ich freue mich sehr, dass die so dringend benötigte Coronahilfe für Sportvereine nun endlich da ist. Auch in Remscheid haben die Vereine sehr unter der Pandemie gelitten und viele Mitglieder verloren. Gerne helfe ich persönlich dabei die wichtige Arbeit der vielen Vereine in unserer Stadt zu stärken und den Betrieb trotz geringerer Einnahmen wieder auf das ursprüngliche Niveau anzuheben.“

Im Rahmen des Programms „Coronahilfe Breitensport NRW“ kann jeder Sportverein auf Antrag eine Hilfszahlung in Höhe von bis zu 30 Euro pro verlorenes Mitglied erhalten. Abzüglich eines Sockelbetrages von 1.000 Euro wird die Hälfte des so errechneten Betrages zur Milderung der Einnahmeverluste sofort ausgezahlt. Gewinnt der Verein Mitglieder zurück, wird dies im Frühjahr 2022 mit einer entsprechenden Auszahlung der zweiten Hälfte honoriert. Die Mittel können ab sofort über das Förderportal des Landessportbundes NRW unter www.foerderportal.lsb-nrw.de beantragt werden.

Samstag 21. Röntgen-Classic mit rund 100 Teilnehmern

Vom Mai in den September verschoben startet am Samstag, 25. September, die 21. Röntgen-Classic mit rund 100 Teilnehmern zur traditionellen Ausfahrt. Wieder sind Oldtimer aus neun Jahrzehnten Automobilgeschichte dabei. Für Frühaufsteher stehen Sekt, O-Saft oder Kaffee in der Nähe des Startbogens bereit. Um 8.30 Uhr soll das erste Auto auf die rund 160 Kilometer lange Strecke durch den Startbogen an der Volksbank, Tenter Weg 1 in Lennep, fahren. Im Minutentakt folgen dann die weiteren Teilnehmer. Für alle liegt das Zwischenziel im Sauerland. Nach diversen Prüfungen und Kontrollstellen könnten die ersten nach drei Stunden den Sport- und Segelflugplatz „Auf dem Dümpel“ in Meinerzhagen erreichen. Für die Teilnehmer gibt es dort ein Mittagessen, für die Oldtimer eine Ruhepause, bis es um ca. 14 Uhr auf die rund 90 Kilometer lange Rückfahrt geht.

Das Vorbereitungsteam rechnet damit, dass die ersten Teilnehmer mit ihren Fahrtzeugen gegen 15.30 Uhr die Lenneper Altstadt erreichen werden. Dort sollen dann die automobilen Schätzchen den interessierten Zuschauern präsentiert werden. Die letzte Etappe führt in Richtung Süden. Dort steht auf dem Hof der Firma Kaltenbach der Zielbogen. Für 16 Uhr ist dort die Zielankunft geplant. Dann wird es für Vorbereitungsteam und Teilnehmer spannend. Die Punkte aus den Prüfungen müssen zusammengerechnet werden. Um 19 Uhr sollen die Sieger in den einzelnen Klassen feststehen und geehrt werden. Die Aktion findet im Rahmen dessen statt, der von den Corona-Schutzverordnung festgelegt wird.

14. Juli zeigte: Menschen halten in der Not zusammen

Die Spenden an die „Fluthilfe Remscheid“ (IBAN: DE12 3405 0000 0012 1212 16) reißen nicht ab:  Über 7.210 Euro von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“), die er wenige Stunden zuvor erhalten hatte, berichtete Horst Kläuser gestern im Garten der Gaststätte Wildschütz Aue. Dorthin („auf Wuppertaler Stadtgebiet…“) hatte er spontan und kurzfristig die vom Hochwasser am 14. Juli Betroffenen aus dem Morsbachtal und den umliegenden Tälern einladen, damit sie sich kennenlernen konnten (falls sie das nicht schon taten), vor allem aber, um ihnen Gelegenheit zu geben, Erfahrungen (etwa mit Versicherungen), Ideen und Tipps auszutauschen. An dem „freundlichen Get-Together ohne großes Programm“ (Kläuser) nahmen auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan, Pfarrer Siegfried Landau, Mitglieder des für die Fluthilfe-Spenden eingerichteten „Verteilerkreises“ sowie einige "Bekieker" teil, die die Hochwasserschäden im Tal in Augenschein genommen  hatten. Den Namen in Remscheider Platt hatte Stephanie Hoffmann („Steph“) beigesteuert. Sie gehört ebenso zum Initiativkreis um Kläuser wie Thomas E. Wunsch und Maximilian Süss. Und die „Bekieker“ seien alles gute Freunde von ihm, verriet der pensionierte WDR-Reporter gestern: „Auch einstige Klassenkameraden sind dabei!“

Bewirtet wurden die Betroffenen mit Würstchen, belegten Brötchen, Kuchen, Bier und Softdrinks. Um das zu organisieren, hatte es nur einiger weniger Telefonanrufe bei einer Metzgerei, einer Bäckerei etc. bedurft. Horst Kläuser ist in Remscheid gut vernetzt. Die Aussage „Alles, was angeboten wird, ist extra gespendet, es fließt kein Spendengeld der Fluthilfe Remscheid“ war ihm wichtig. „Es ist kein Abschiedsbier, das Sie heute trinken“, sagte er in die Runde. Vor den vom Hochwasser Betroffenen liege noch eine schwierige Zeit. „Aber Sie bleiben auch künftig nicht allein. Die Erfahrung nach dem 14. Juli hat gezeigt, dass die Menschen zusammenhalten!“

Und das sogar über die Grenzen Remscheids hinaus. Davon wurde Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überrascht, wie er berichtete. Ralf Scheler, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Eilenburg in Nordsachsen, hatte ihm schon Ende Juli eine Unterstützung der Remscheider Flutopfer angekündigt und in einem ersten Schritt 21.000 Euro überwiesen. Daraus seien inzwischen 30.000 Euro geworden, so Mast-Weisz bei dem gestrigen Treffen. Dazu hatte der OB Kopien von Antragsformularen und Erläuterungen mitgebracht. Die wurden an die Betroffenen verteilt, um ihnen eventuelle weitere Anträge auf Fördermittel an das Land zu erleichtern. „Wenn Sie sonst noch Sorgen haben, einfach anrufen. Wir kümmern uns dann!“ Horst und Elke Kläuser sowie ihren Unterstützern in der Fluthilfe Remscheid“ dankte Mast-Weisz herzlich für ihr Engagement.

Übrigens, zu den Flutopfern gehört auch der Wirt der Gaststätte Wildschütz Aue, wie Kläuser berichtete: „Der Keller war überflutet. Der Bierkühlschrank dort sah aus wie ein Schlammlager!“

500.000 Euro für Sportgeräte im Stadtgebiet

54 Kreis- und Stadtsportbünde erhalten vom Land NRW aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ 300 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen in vereinseigener Trägerschaft. Über 500.000 Euro kann sich der Sportbund Remscheid freuen, wie in der vergangenen Woche im Sportausschuss Sportdezernent Thomas Neuhaus bestätigte. Was der Sportbund damit im kommenden Jahr machen will, skizzierte in der Sitzung Vorstandsmitglied Joachim Hartenstein:

  • Überdachte Spielfläche am Neuenkamp
  • Spielplatz in Lüttringhausen (Absprache mit dem CVJM)
  • Ertüchtigung der Bachtalrunde in Lennep
  • Erweiterung des Parcours an der "Deutschen Eiche"
  • Altersgerechte Geräte am Spielplatz in Ehringhausen
  • Sportboxen für den Stadtpark und in Lennep
  • Parcourgeräte für die Werkzeugtrasse Hasten - Bahnhof

Bis zum Jahresende erwartet der Sportbund von seinen Mitgliedsvereinen weitere Vorschläge für neue Sport- und Freizeitgeräte in der Öffentlichkeit. Sollte dabei an städtischen Grund und Boden gedacht sein, müsse mit der Stadt über die Kosten für Pflege und Unterhalt gesprochen werden, so Thomas Neuhaus. Die Verwaltung stehe darüber bereits mit dem Sportbund in Kontakt.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, besuchte am Donnerstag stellvertretend einen Sportverein  in Düsseldorf, der bereits seine Fördermaßnahme abgeschlossen hat: „Unser gesamtes Leben ist von Gemeinschaft und sozialem Miteinander geprägt. Das Förderprogramm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ schafft die Möglichkeit, die im Sport vereinten Gemeinschaften langfristig zu unterstützen.“

Von der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid kommt der Vorschlag, in Remscheid Sportboxen aufzustellen nach dem Beispiel von Bonn, Mannheim, Marburg und Münster. Mittels einer speziellen App können aus diesen Boxen an öffentlichen Plätzen Sport- und Fitnessgeräte wie Hanteln, Matten, Terrabänder, Yogamatten oder Faszien-Rollen ausgeliehen werden. Auch Desinfektionsmittel und Tücher zum Reinigen der Geräte befänden sich in den Sportboxen, so die CDU. Sollte es einen Corona-Fall geben, so ermögliche die App die Nachverfolgung. In Münster sei die Sportbox ein voller Erfolg. Die Kosten einer solchen Box k liegen bei 17.500 Euro.

Klimacamp begann mit Transparenten und Plakaten

aaa Foto: Lothar Kaiser

‚Klimacamp‘ am Rathaus ist zugleich Mahnwache, titelte der Waterbölles am Donnerstag und stellte die erste größere Aktion des neuen „Bündnis Remscheid“ vor, die auf Initiative von Daniel Pilz, damals Schülersprecher des Röntgen-Gymnasiums und Jugendratsmitglied, inzwischen Vorsitzender der Remscheider Jusos, aus der „Fridays for Future“-Gruppe Remscheid hervorgegangen ist. Auf einer Pressekonferenz im Rathaus hatten die vier Organisator:innen Belinda Tillmanns und Sofia Rodriguez Eckwert, Mitglieder der Projektgruppe „Nachhaltigkeit und Klimaschutz" des Remscheider Jugendrates, Julian Ring und Daniel Pilz über die einzelnen Programmpunkt der Aktion berichtet.

Gestern nun war es soweit: Ein Zelt und ein Pavillon wurden aufgebaut, und heute folgte noch ein zweites Zelt – vor allem aber: Es kamen Transparente und Plakate hinzu. Mit diesen machten die Mitglieder der Remscheider Gruppe von „Seebrücke“ auf die Klimakrise aufmerksam und die sich daraus ergebende wachsende Zahl von Flüchtlingen. Morgen um 11 Uhr beginnt vor dem Rathaus ein „Schöpfungsgottesdienst“ zum Artensterben mit der evangelischen Superintendentin Antje Menn und Bruder Dirk aus Beyenburg. Dazu sind nicht nur Kinder und Jugendliche willkommen, sondern auch ältere Bürgerinnen und Bürger (es sollen mehr als 100 Stühle aufgestellt werden).

Kirsten Hein vom TV Hasten erhielt Sportplakette

Pressemitteilung der Staatskanzlei NRW

Die Staatsekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat in Vertretung von Ministerpräsident Armin Laschet die Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen. Bei einer Festveranstaltung in Münster würdigte die Staatssekretärin gemeinsam mit dem Präsidenten des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, die Verdienste von 32 Bürgerinnen und Bürgern, die sich nachhaltig im Sport engagieren. Die Sportplakette ist die höchste Auszeichnung, die das Land für herausragendes Engagement im Sport vergibt. Seit der Stiftung 1959 durch die damalige Landesregierung wurden lediglich 908 ehrenamtlich Engagierte, Sportlerinnen und Sportler sowie drei Mannschaften mit der Sportplakette des Landes ausgezeichnet. „Sie repräsentieren das Sportland Nordrhein-Westfalen in seiner gesamten Vielfalt.“, sagte Staatssekretärin Andrea Milz. „Sie ermöglichen Breitensportangebote für alle, organisieren den Wettkampfsport oder erbringen Spitzenleistungen als Aktive. Damit sind sie Vorbilder für andere.“
Zu den Geehrten gehörte auch Kirsten Hein, 2. Vorsitzende und Abteilungsleitung Gesundheits-& Rehabilitationssport im Hastener Turnverein 1871 e.V.  Zitat aus der Pressemitteilung „Sie ist eine in besonderer Weise verdiente Ehrenamtlerin, von deren Engagement die Sportvereine leben. Seit 1996 bringt sie sich im Hastener Turnverein 1871 in Remscheid als Übungsleiterin im Gesundheits- und Rehasport ein. Sehr früh bot sie eine unterstützende Gymnastik zur Linderung der Folgen einer Morbus Bechterew Erkrankung an. Mittlerweile betreut sie immer neue Gruppen für verschiedene Behinderungen und Erkrankungen. Damit hat sie zahlreichen Betroffenen entscheidend geholfen auf dem Weg zu mehr Lebensqualität durch Sport.

Kirsten Hein ist seit 2009 Abteilungsleiterin in ihrem Verein. Mit ihrem Engagement geht sie voran und animiert andere aktiv zu werden. Im Jahr 2014 wurde sie erstmalig zur 2. Vereinsvorsitzenden gewählt. Im Stadtsportbund Remscheid organisiert sie den „Runden Tisch Behindertensport“ sowie Veranstaltungen zum Programm „Bewegt gesund bleiben“. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für Fragen um den Gesundheits- und Rehabilitations-Sport. Bei der Remscheider Sportlerehrung 2016 erhielt Kirsten Hein den Sonderpreis „Bewegt gesund bleiben".

Eine starke Partnerschaft für den Behindertensport

Pressemitteilung des Reinshagener Turnerbundes

Der Reinshagener Turnerbund ist froh und stolz, mit der Firma Lohmann erstmalig einen Förderer für den Behindertensport begrüßen zu dürfen. Eine Förderung des  Behindertensports in dieser ungewissen Corona-Zeit ist etwas Besonderes.

Seit nunmehr zwölf Jahren besteht das Angebot des Behindertensports durch den Reinhagener TB. Wie eine zarte Pflanze, die stetig gewachsen ist, gibt es jungen Sportlern mit Handicap ein großes Stück jener Normalität zurück, die Sportler ohne Handicap immer genießen können. Für Menschen mit Handicap ist es mittlerweile tatsächlich normal, Sport zu treiben und am nächsten Tag in der Schule, bei Freunden oder in der Familie von den Erlebnissen im Verein und bei Wettkämpfen zu berichten.

Zumindest im Bergischen Land ist ein das Angebot des RTB einmalig. Immer dienstags treiben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichsten Handicaps gemeinsam Sport. Hinzu kommen die integrativen Fahrrad- und Laufkurse. Beide Kurse finden von April bis Oktober statt. Auch die Teilnahme am Röntgenlauf, einer der Top-Landschaftsläufe in Deutschland, gehört zum Repertoire des Breitensportvereins.

Der Reinshagener TB ist bereit neue Wege zu gehen. So bot man im Jahr 2020 ein Hockeyprojekt für Sportler mit Handicap an. Dies wurde sehr gut angenommen und war ein voller Erfolg. Da der Hockeysport die größte Abteilung im Reinshagener TB darstellt, haben die Verantwortlichen eine ehrgeizige Vision: Irgendwann Sportler mit Handicap in die Vereinsmannschaften zu integrieren oder gar eine Handicap-Mannschaft aufzustellen und Specialhockey im Wettkampf- und Turnierbetrieb anzubieten.

In dieser Aufbruchstimmung freut man sich sehr über das Angebot der Firma Lohmann,  den Behindertensport im RTB zu unterstützen. Das Engagement von Lohmann erstreckt sich über die Jahre 2021 und 2022. Die Handicap-Sportler werden mit Kleidung, Shirts und Hoodies, ausgestattet, die nicht nur beim Vereinssport, sondern auch bei Sportveranstaltungen getragen werden können. Zudem erhält der Verein ein Budget, aus dem Startgelder für Laufveranstaltungen, wie zum Beispiel der Teilnahme am Röntgenlauf, bezahlt werden können.

Im Freibad startet das Hundeschwimmen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am kommenden Wochenende startet das 10. Hundeschwimmen.  Es findet an den  Wochenenden vom 18./19. September bis 23./24 Oktober jeweils von 14 bis 18 Uhr statt. Der Eintrittspreis liegt bei drei Euro pro Hund. Mitgebrachte Herrchen und Frauchen sind frei. Beim Eintritt muss eine gültige Impfung des Hundes gegen Tollwut per Impfausweis nachgewiesen werden. Für Frauchen und Herrchen ist das Schwimmen aus hygienischen und organisatorischen Gründen nicht erlaubt. Die aktuelle Verhaltensregelung gemäß der Corona-Schutzverordnung  (3-G Regel) ist zu beachten. An ausgewählten Tagen, die noch gesondert bekannt gegeben werden, wird es auch ein Catering des Fördervereins Freibad Eschbachtal e.V. unter Beachtung der Hygienemaßnahmen geben.

Remscheid soll bei „NRW 3x3 Tour 2022“ dabei sein

Bei sechs Enthaltungen hat der Sportausschuss am Dienstag auf Antrag von SPD, Grünen und FDP einstimmig beschlossen, dass sich die Stadt Remscheid für 2022 als einer der Austragungsorte der „NRW 3x3 Tour“ bewirbt. In den vergangenen Jahren hatte die „NRW Streetbasketball-Tour“ (ursprünglicher Name) in jeweils zwölf Städten in NRW Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihr sportliches Können und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Die Antragsteller: „Sport ist mehr als der bloße Wettkampf! Es geht um soziales Miteinander und Spaß in Gesellschaft.“ Sie wünschen sich, dass „aus unseren Sportvereinen ( Basketballabteilungen) und Schulen (Basketball AG) eine Sportgemeinschaft für die Bewerbung bildet und … ein Teil dieser Tour wird, unterstützt durch den Sportbund Remscheid. David Schichel von den Grünen: "Nach der Cortona-Pandemie ist jeder Sporttermin bestimmt gerne gesehen!"