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Zu Viert macht ein Sommerfest erst richtig Spaß

Für fetzige Rockmusik sorgte die in Remscheid bestens bekannte Gruppe Timeless. Foto: Lothar KaiserUnter dem Motto 'Von Tür zu Tür" feierten die Lebenshilfe Remscheid und die Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen am Samstag am Mollplatz in Lennep erstmals ein gemeinsames Sommerfest. Geboten wurde ein stimmungsvolles Unterhaltungsprogramm mit Auftritten der Zumba-Gruppe der "Welle" und der inklusiven Tanzgruppe der Tanzschule Wieber. Das Klezmer-Duo der Musikschule Dippel aus Lüttringhausen und der Auftritt der Band „Timeless“ rundeten das Programm ab. Daneben fand auf der Bühne auch ein Moderatorengespräch der Journalistin Stefanie Bona mit der Vorsitzenden der Lebenshilfe-Vereinigung Remscheid, Karin Lenhard, und der ehemaligen Vorsitzenden der AWO Lennep, Marliese Sieper, statt. Lenhard, Ehrenamtspreisträgerin 2017, und Sieper betonten beide den Wert des Ehrenamtes für ihre Organisationen und riefen zur Mitarbeit auf.

Der Zuspruch zu diesem Sommerfest übertraf die Erwartungen der Organisatoren. Mehrere hundert Menschen fanden den Weg zum Tor der Lenneper Altstadt. Die Fleißigen an den Verkaufsständen kamen folglich nicht nur wegen der hohen Temperaturen ins Schwitzen. "Wir sind restlos ausverkauft!" hieß es am Grillstand eine Stunde vor Ende der Veranstaltung.

Die vier Organisationen im Überblick

  • Die Lebenshilfe begleitet viele hundert Menschen mit Behinderungen in ihrer Werkstatt, den Wohngruppen und den Integrativen Kindertagesstätten.
  • Die Arbeiterwohlfahrt betreibt den Seniorentreff am Mollplatz. Kurz nach den Worten des Ersten Weltkrieges gegründet, feiert dieser im Januar kommenden Jahres seinen 100. Geburtstag.
  • Die Deutsch-Italienische Gesellschaft bietet Sprachkurse für nach Deutschland emigrierte Italienerinnern und Italiener und bietet zahlreiche kulturelle Aktivitäten an.
  • Die Falken sind ein Jugendverband, der sich gegen Rechtsextremismus und für Jugendbeteiligung engagiert.

Auch die Jüngsten kamen am Samstag auf ihre Kosten. Der Jugendverband "Die Falken" lud zum Kickern und zu Geschicklichkeitsspielen. Die Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe hatte für die Jungen und Mädchen Murmelmalen im Angebot, und der Clown René begeisterte Groß und Klein.

"Es stimmte einfach alles!", freuten sich die Organisatoren des Festes übereinstimmend. "Wir wollten die Lenneperinnen und Lenneper einladen, an unsere Türen zu klopfen um herauszufinden, was sich hinter den Türen der Lebenshilfe am Thüringsberg und der AWO und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft am Mollplatz verbirgt." so der Vorsitzende der AWO, Antonio Scarpino, in seiner Begrüßung. "Dieses Fest hat Maßstäbe gesetzt!" stellten die Organisatoren am Ende zufrieden fest. „Das Ziel, Menschen aller Generationen zusammen zu bringen, wurde erreicht und das Prinzip ‚Gute Nachbarschaft‘ beispielhaft vorgelebt!“

Es gab viel zu probieren bei "Lennep lecker"

Fotos: Eindrucke von „Lennep lecker“ am Samstagabend auf dem Alter Markt in Lennep. Fotos: Christiane Mersmann-Pohl.

„Es war ein voller Erfolg“, lautet die Bilanz von „Lennep lecker 2018“, die gestern die Augusta Hardt Horizonte gGmbH (www.ahh-rs.de) als Veranstalter des musikalisch-kulinarischen (oder umgekehrt) „Lenneper-Sommer“-Abends vom Vortag auf dem Alter Markt in Lennep zog. Und das ließ sich noch aufteilen: „Wetter gut, prima Musik – Bluesrythmen mit Brinkmann und Heinemann –, Köstlichkeiten von Tobias Riemann, duftender Kaffee von Crespo, Wein und Käse vom Stand der AHH, Kakao-Köstlichkeiten mit Elimba, Crêpes bei Selda, Risotto von Saro...“
Was bei strahlendem Sonnenschein begann, mündete in einem lauen, stimmungsvollen Abend. Und für Dönekes mit Lokalkolorit sorgte Stadtführer Lothar Vieler.

Thomas Neuhaus auf Arbeitsbesuch in Mragowo

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am vergangenen Wochenende besuchte „Paten-Dezernent“ Thomas Neuhaus den Kreis Mragowo/Sensburg. Anlass für den Arbeitsbesuch war die Jubiläumsfeier zum 200-jährigen Bestehen des Kreises Mragowo. Landrat Antoni Karas und die Mitglieder des Kreistags freuten sich sehr über die Anwesenheit aus der Partnerstadt Remscheid und würdigten die Verbindung zu Remscheid durch das Aufstellen der Patenschaftsurkunde von 1954 und der Partnerschaftsurkunde von 2015. In der Sondersitzung des Kreistages des Kreises Margowo ging Thomas Neuhaus auf die lange, wechselvolle und teilweise sehr schwierige Geschichte zwischen Polen und Deutschland ein. Alle Anwesenden teilten die Auffassung, dass der Schlüssel für ein gutes Miteinander auf den verschiedenen Ebenen die Begegnungen von Menschen aus den jeweiligen Ländern darstellen. Daher wurden die Anstrengungen, die Verbundenheit und Leistungen der Kreisgemeinschaft Sensburg gewürdigt und beschlossen, neben gegenseitigen Besuchen von Bürgerinnen und Bürgern der Kommunen in den Feldern Bildung, Sport und Wirtschaft weitere Aktivitäten zu forcieren, die die guten Beziehungen beider Kommunen weiter stärken.

Landrat Antoni Karas überreichte Herrn Neuhaus die Medaille, die anlässlich des Jubiläums geprägt worden war und das Buch „Sensburg und der frühere Kreis auf alten Ansichtskarten“, in der der Stinthengst in Nikolaiken natürlich nicht fehlen kann. Medaille und Buch wurden Oberbürgermeister Herrn Mast-Weisz übergeben und werden in der Vitrine des Rathauses Remscheid ausgestellt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Thomas Neuhaus freuen sich auf den Besuch einer Delegation aus dem Kreis Mragowo zum Tag der Vereine am 9. September in Remscheid, um die Kontakte zu den Vereinen möglich zu machen und die Partnerschaft weiter zu stärken.

Busse der Stadtwerke zwei Tage kostenfrei?

Auf Antrag der Fraktionen von SPD, GRÜNEN und DIELINKE hat der Rat der Stadt in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Remscheid GmbH am 23. August den zusätzlichen Tagesordnungspunkt „Durchführung einer Marketingaktion zugunsten des ÖPNV in Remscheid“ zu beantragen und den folgenden Beschlussentwurf zur Abstimmung zu stellen: „Zum Zwecke der Förderung der Attraktivität des ÖPNV in Remscheid im Rahmen einer Marketingaktion wird die Nutzung der Busse der Stadtwerke Remscheid GmbH aus Anlass des ‚Tages der Vereine‘ am 9. September 2018 ganztägig und anlässlich der „Nacht der Kultur“ am 27. Oktober 2018 ab 17 Uhr bis Betriebsschluss kostenfrei gestellt. Die Stadtwerke Remscheid GmbH verhandeln die hierzu erforderlichen Modalitäten mit dem VRR. Für beide Aktionen ist ein Bericht über das Fahrgastaufkommen und die Reaktion der Fahrgäste öffentlich vorzulegen.“ Begründung: „Am 9. September 2018 präsentieren sich die Remscheider Vereine im Innenstadtbereich. Von der Alleestraße bis hin zum Theodor-Heuss-Platz werben sie an Ständen und auf Aktionsbühnen mit Bewegungs- und Unterhaltungspro-grammen für ihre Angebote. Um allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt den Zugang zu dieser Veranstaltung zu ermöglichen könnte die Nutzung des ÖPNV kostenfrei angeboten werden.

Armut im Deutschland ist auch in Remscheid ein Thema. Menschen die davon betroffen sind (Alte, Alleinerziehende, SozialhilfeempfängerInnen usw.) können sich in vielen Fällen die Fahrkarten für den ÖPNV nicht leisten um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Gerade dieser Bevölkerungsschicht könnte an diesem Tag Zugang und Teilhabe am Leben der Stadt ermöglicht werden.

Auch die jährlich stattfindende „Nacht der Kultur“ am 27. Oktober 2018 ist ein Kultur-Fest in Remscheid. Vielfältig und kreativ zeigt sich Remscheid von seiner besten Seite und lockt die Menschen in die Innenstadt und zu den ungewöhnlichsten Orten. Autofahrer können an diesen Tagen auf die Nutzung des eigenen Pkw verzichten. Die angespannte Parkplatzsituation in der Innenstadt würde im Vorfeld bereits entzerrt. Die Diskussion um günstigen öffentlichen Personennahverkehr ist ein Thema, mit wir uns immer wieder auseinandersetzen. Die österreichische Hauptstadt Wien erlebte einen Ansturm auf Busse und Bahnen als diese ein Tagesticket für einen Euro anboten. Die Fraktionen möchten einen „Versuchsballon“ starten und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Möglichkeit bieten, an diesen zwei Tagen die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei auszuprobieren. Gleichzeitig betrachten wir dies auch als Werbung für die Veranstaltungen und für den ÖPNV.“

'Pferdestall' mit Gründungssatzung auf Weg zum e.V.

Um das Projekt „Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid“ voranzutreiben, hat sich am Mittwoch in Remscheid ein Trägerverein gegründet. Gestützt auf den erklärten Willens aller Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt, das Projekt zu unterstützen, „betrachtet es die Stadt Remscheid als unerlässlich, Gründungsmitglied des Vereins in Gründung zu werden“, hieß es in der gestrigen Ratssitzung in einer Beschlussvorlage, der der Rat zustimmte. Damit wurde ein entsprechender Dringlichkeitsentscheid gebilligt, den am 28. Juni Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven unterzeichnet hatten. Demzufolge ist die Stadt Remscheid Gründungsmitglied und wird künftig in der Mitgliederversammlung des Vereins durch den Oberbürgermeister vertreten.

Im Video Gründungs- und Vorstandsmitglieder des neuen Vereins: Francesco Pasquale Lo Pinto, Klaus Blumberg, Johannes Kessler (Geschichtsverein), Nick Jannis Schmeißer, der evangelische Superintendent Hartmut Demski Dechant Thomas Kaster, Stephanie Licciardi, Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Johann Max Franzen und Hans Heinz Schumacher.

Satzung und Vorstands des Vereins stellte gestern im großen Sitzungsaal des Rathauses eine Stunde vor Beginn der Ratssitzung EMA-Schulleiter a.D. Hans Heinz Schumacher als tags zuvor Vorsitzender vor. Und die Pressevertreter waren Zeuge, wie Stadtdirektor Sven Wiertz in Vertretung des erkrankten OB, der katholische Dechant Thomas Kaster, der evangelische Superintendent Hartmut Demski und Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, ihre Unterschriften unter die Gründungssatzung des neuen Vereins setzten.

 

Was bisher geschah

Der Verein soll der Erinnerungskultur im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Remscheid dienen und im ehemaligen Pferdestall des Polizeikomplexes am Quimperplatz das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, an ihr Leiden und Sterben durch Verfolgung und Inhaftierung, pflegen und das Lernen aus der Geschichte am historischen Ort ermöglichen. Anlässlich der Progromnacht in Deutschland vor 80 Jahren plant der Verein für den 10. November eine weiterte Ausstellung in der künftigen Gedenkstätte.

Der Vorstand besteht neben Hans Heinz Schumacher aus den EMA-Schülern Francesco Pasquale Lo Pinto und Nick Jannis Schmeißer ( beide stellvertretende Vorsitzende), Klaus Blumberg (Schatzmeister), der früheren EMA-Schülerin und heutigen Journalistin Stephanie Licciardi (Schriftführerin) und den Beisitzer Roya Banaeian, Mirjam Geiler, Tina Horky, Tabea Imig, Hauke, Michael Müller, Marko Röhrig, Theodora Tu und EMA-Schulleiter Olaf Wiegand.

Juristische Mitglieder des Vereins sind: Bergischer Geschichtsverein Abteilung Remscheid, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Remscheid, Evangelischer Kirchenkreis Lennep, DGB-Stadtverband Remscheid, Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, IG Metall Remscheid-Solingen, Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal, Katholisches Stadtdekanat, und die VVN/BdA Kreisverband Remscheid (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten).

Der Mitgliedbeitrag: Ordentliche Mitglieder zahlen zwölf Euro im Jahr, juristische Personen 20 Euro im Jahr und Schüler, Studenten etc. drei Euro im Jahr.

Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren

Waterbölles-Kommentar

Um den Sport in Remscheid kümmern sich viele. Da wären in erster Linie die Sportvereine zu nennen, dann natürlich der Sportbund Remscheid. Ferner die Politik, die dafür den „Ausschuss für Sport“ eingerichtet hat, und natürlich auch die Stadt Remscheid. Dort ist das Thema im Fachdienst „Sport und Freizeit“ (2.45) angesiedelt unter Leitung von Oberverwaltungsrat Martin Sternkopf. Die Frage, die sich mir nun seit der gestrigen Sitzung des Sportausschusses stellt, ist folgende: Ziehen alle an einem Strang, oder wartet der eine auf den anderen, obwohl es besser wäre, nach dem Motto „Hannemann, geh Du voran!“ zu verfahren? Womit in diesem Fall nicht das Sprichwort gemeint ist, sondern Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes.

An die hätte sich die CDU-Fraktion wenden können, als ihr zwei neue Sport-Projekte aus NRW ins Auge fielen, die auch Remscheid ins Leben gerufen werden sollten. Hannemann hätte die Anregungen „auf kurzem Dienstweg“ an die Vorsitzenden der Sportvereine weiterleiten und nachfragen können, ob bzw. wer hierzu konkrete Angebote machen könnte, wenn er freie Übungsleiter zur Verfügung hat und ein positives Echo aus der Bürgerschaft erwartet. Doch nicht Hannemann wurde von der CDU gefragt, sondern die Stadt Remscheid.

Anfrage Nr. 1 in der zur Sitzung des Ausschusses für Sport am 29. November 2017 betraf das Projekt „Sport im Park“ aus einigen anderen NRW-Kommunen Aachen, Bonn, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr, Viersen etc.), ein niederschwelliges , etwa einstündiges und kostenloses Bewegungsangebot für Jung und Alt, bestehend aus Gymnastik, Tai Chi, Yoga, Pilates oder Qigong  in städtischen Parks. „In Düsseldorf werden die Kurse von erfahrenen Übungsleitern aus Vereinen gegeben“, teilte die CDU der Verwaltung in ihrer Anfrage mit und bat zu prüfen, ob ab dem kommenden Jahr ein solches Projekt auch in Remscheid möglich wäre. Hierzu sollten Gespräche mit dem Stadtsportbund und möglichen Sponsoren geführt werden. Zitat: „Ein Projekt ‚Sport im Park‘ in Remscheid könnte unsere Parks beleben. (...) Darüber hinaus könnten auf diesem Wege auch durchaus potenzielle neue Mitglieder für unsere Remscheider Sportvereine gewonnen werden.“

Anfrage Nr. 2 aus derselben Sitzung galt „Bewegungsangebote für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen“. Die Frage: „Ist Rollator-Walking auch in Remscheid möglich?“ Als positives Beispiel wurde in diesem Fall der Stadtsportbund Duisburg genannt. Die CDU: „ Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘? Welche Angebote im sportlichen Bereich gibt es schon jetzt für Menschen, die auf Rollatoren oder andere Gehhilfen angewiesen sind? (...) Wir könnten uns vorstellen, dass die Verwaltung im Dialog mit dem Stadtsportbund, den Sportvereinen, dem Behinderten- und Seniorenbeirat, dem Seniorenbüro der Stadt Remscheid, Sanitätshäusern etc. eine Lösung auch für Remscheid finden könnte, die das wertvolle Angebot der Stadtwerke im Rahmen des Rollatortags NRW, wo vornehmlich das Einsteigen des Rollators in Busse geübt wird, ergänzt.“

Erbeten wurde eine schriftliche Antwort der Verwaltung. Auf die wartet die CDU heute noch. Denn auch gestern wäre das Thema nicht zur Sprache gekommen, wenn Gabriele Kemper-Heibutzki nicht danach gefragt hätte. Kurzes Zwiegespräch daraufhin zwischen Sportdezernent Thomas Neuhaus und Markus Dobke vom 2.45. Dann die sinngemäße Antwort: Wir haben keine Mitarbeiter, die Übungsleiter sind!

Das war, zugegeben, ein wenig flapsig – und warf den Ball weiter zu Daniela Hannemann (Foto) am anderen Ende des Sitzungssaales. Und da landete er denn auch richtig. Denn sie kennt das Projekt aus der Nachbarstadt Solingen. Dort sei es Aufgabe der Stadt, die finanzielle Seite zu regeln, sagte sie. Da widersprach Neuhaus nicht, betonte aber zugleich: "Jedes neue Sportangebot muss von einem Verein kommen!"

Eine gute Aufgabenverteilung. Zuerst kommt die Idee, dann die Suche nach einem Geldgeber. Umgekehrt würde auch keinen Sinn haben. Und so gesehen hätte die CDU besser daran getan, sich direkt an den Sportbund Remscheid zu wenden. Die Finanzierung von „Sport im Park“ hätte dann anschließend auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses stehen können, einen Finanzierungsantrag des Sportbundes vorausgesetzt. Womöglich stünde das Angebot heute schon abgesichert im Etat 2018, statt weiter durch den Sportausschuss zu geistern.

So aber können die vielleicht gut gemeinten Anträge der CDU an die Verwaltung den Eindruck hinterlassen, als seien sie (auch) geschrieben worden, um den Vorwurf der Untätigkeit anbringen zu können. Was soll man denn antworten, wenn man gefragt wird: „Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘?“ Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren.

Neue Bande und neuer Boden ist auf der Agenda

Bei mehreren Sportarten ist die „Bande“ eine Einfassung des Spielfelds, von der das verwendete Sportgerät – beim Rollhockey ein Ball – abprallt und auch darf. In der Sporthalle Hackenberg ist die die 1975 installierte Rollhockey-Spielfeldbande nach Angaben des IGR-Vorstands inzwischen „dermaßen abgenutzt, dass es in der näheren Vergangenheit mehrfach zu teilweise schweren Verletzungen der Sportler gekommen ist.“ Aber leider sei angesichts der Kassenlage der Stadt Remscheid an eine Ersatzbeschaffung, die knapp 40.000 Euro ausmachen würde, nicht zu denken. Dazu passe aber die (teure) Herrichtung der Halle für eine kommerzielle Nutzung (Karnevalsfeier) nicht; da sei die Sicherheit der Sportler höher zu bewerten.

Ein Rückblick auf die jüngster Diskussion um die Halle Hackenberg. Im Sportausschuss wollte sie gestern Klaus Wetzel (Linke) neu beleben, doch niemand sprach auf den Zug auf. Und so wurde denn die Veraltungsvorlage, die die Pläne der Lenneper Karnevalsgesellschaft beerdigte, bei nur zwei Gegenstimmen „beerdigt“. Sportausschussvorsitzender Markus Kötter (CDU) zu Wetzel: „Das Themas ist durchgeprüft und abgewogen, die Verwaltung hat alle Fragen ausführlich beantwortet!“ Eine Nutzungsänderung, wie von den Karnevalisten beauftragt, kollidierte nun mal mit Vereins- und Schulsport. Das betonte auch der Beigeordnete Thomas Neuhaus noch einmal: „Man muss manchmal auch eine Entscheidung treffen, die unpopulär. Das heißt in diesem Fall,  die Stadt muss den Schulsport sicherstellen; das ist für sie eine rechtliche Verpflichtung!“

Und damit zurück zur maroden Bande in der Halle. Eine neue müsse her, so schnell wie möglich, bekannte in der Sitzung Markus Dobke vom städtischen Sportamt. Hierüber sei man mit der IGR “in ständigen Gesprächen“, ergänzte Neuhaus. Das gelte auch für einen neuen Bodenbelag. Er schloss nicht aus, dass der Belag in 2019 erneuert werden könne. Schließlich habe der Rollhockeyverein in Remscheid keine andere Spielmöglichkeit als die Halle Hackenberg.

Neuer Förderverein nimmt sich der Produktionsschule an

„Brücken bauen - Perspektiven schaffen”, heißt der neue Förderverein, der gestern von acht Remscheider Bürgerinnen und Bürgern gegründet wurde, die für ihr soziales Engagement bekannt sind. Das ist eine gute Ausgangsbasis für das Einwerben von Fördermitteln, sobald der Verein ins Vereinsregister als gemeinnützig eingetragen sein wird. Denn Vereinszweck ist, so die gestern beschlossene Satzung, “die Förderung der Jugendhilfe, der Erziehung und der Berufsbildung“. Verwirklicht werden soll er „durch die Beschaffung von Mitteln für die Förderung von Projekten und Maßnahmen für nicht berufsreife Jugendliche und und Menschen bis 27 Jahre in Remscheid durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. In Frage kommen Projekte zur Entwicklung persönlicher, schulischer und beruflicher Qualifikation sowie sozialer Kompetenz damit die Eingliederung in berufliche Ausbildung und Arbeit gelingen kann.“

Das klingt sehr allgemein, und muss es wohl auch, aber die Ansicht, die dahinter steht, ist sehr konkret: Remscheid soll seine 2016 ins Leben gerufene Produktionsschule „Catering & Eingemachtes" behalten. Angesiedelt ist sie zurzeit bei der Arbeit Remscheid gGmbH, und deren Geschäftsführer Ralf Barsties war es auch, der am 23. Juni (auch im Waterbölles) zur Vereinsgründung eingeladen hatte, um so die „Grundlagen dafür zu schaffen, dass dieses und vergleichbare Projekte auch weiterhin umgesetzt werden kann“.

Der Bedarf für diese Schule ist mit 400 Jugendliche und jungen Erwachsenen bis 27, die in Remscheid wegen fehlender Qualifikationen keine Zukunftsperspektive haben und aktuell arbeitslos sind, in der Tat unübersehbar. Das betonte gestern noch einmal Sozialdezernent Thomas Neuhaus. Er übernahm die Leitung der Gründungversammlung. Die Regularien waren dank der Vorarbeit von Ralf Barsties schnell beschlossen. Und auch um die Mitarbeit im Vorstand musste niemand lange gebeten werden (einstimmig oder bei Enthaltung des/der „Betroffenen“). Den Vorsitz übernahm Lothar Sill. Stellvertretende Vorsitzende ist Jutta Velte, Kassiererin Erden Ankay-Nachtwein. Zu Beisitzern wurden Brigitte Neff Wetzel und Thomas Neuhaus gewählt, zur Kassenprüfern Ute Feldbrügge und Wolfgang Rau.

Der Mitgliedsbeitrag für den neuen Verein wurde gestaffelt festgelegt. Natürliche Personen zahlen 120 Euro pro Jahr, juristische Vereinen (Firmen, Verbände etc.) 240 Euro. Berufstätige junge Menschen bis 27 Jahre werden für 30 Euro im Jahr aufgenommen, Arbeitslose unentgeltlich.

Ob die Arbeit Remscheid gGmbH auch im kommenden Jahr noch Träger der Produktionsschule sein wird, muss sich erst noch entscheiden. Denn das Remscheider Jobcenter, das den Fortbestand finanziell sicherstellen will, muss die künftige Trägerschaft (ab 1. Septermber bis Ende 2019 mit Option für ein weiteres Jahr) zum 17. Juli öffentlich ausschreiben. Bewerben können sich einschlägige Bildungseinrichtungen. Wer den Zuschlag erhält, entscheiden sich nicht nur über den eingereichten Kostenrahmen, sondern auch über das Konzept. Ralf Barsties: „Wir werden uns auf jeden Fall wieder bewerben!“

Fahrt zu teilsandverfülltem Kunstrasen in Herne

Mehrkosten erfordern weiteres Nachdenken“, titelte der Waterbölles am 23. September 2017, die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) im Sportausschuss für die Umwandlung des Tennenplatzes im Stadion Reinshagen in Kunstrasen in zwei Varianten vorgestellt hatten:

  • Kunstrasenspielfeld für Fußball und American Football (1.100.000 €,)
  • Kunstrasenspielfeld für Fußball, American Football und Hockey (1.155.000 €). Das Hockey-Spiel auf einem wasserverfüllten Kunstrasenplatz hatte zuvor der Reinshagener Turnerbundes (RTB) beantragt, unterstützt vom Sportbund Remscheid.

Aus Gesprächen mit den Nutzern und den Informationen von Betreibern und Herstellern von Sportstätten ergab sich für den Umbau, dass sich mit der Mehranzahl von Linien auf dem Kunstrasenplatz dessen Haltbarkeitsdauer verkürzt und die vielen Linien überdies zur Verwirrung der Sportler bei. Zur Sitzung des Sportausschusses heute um 17 Uhr bei Tura Süd auf Bliedinghausen hat die Verwaltung nun ergänzend mitgeteilt, dass die Linierung des Platzes nur für Fußball und Hockeylinien in diesem Punkt unkritisch sei. Aber: „Wenn zusätzlich die kompletten Footballlinien dazukommen, sieht der Fußballkreis ein Problem und wird den Platz für Wettkämpfe nicht zulassen. (...) Eine ideale Oberfläche für eine gemeinsame Nutzung aller drei Sportarten gibt es nicht. Für den Hockeysport ist ein ungefüllter, kurzfloriger Kunstrasen mit hoher Flordichte und ständiger Bewässerung ideal. Für den Fußball- und Footballsport ist ein Gummi/Sand-teilverfüllter, hochfloriger Kunstrasen mit niedriger Flordichte am besten.“ Will heißen: Der Kunstrasentyp, der für die eine Sportart ideal ist,  ist für andere Sportarten  unbespielbar ist. Die Diskussion führte zu den folgenden beiden möglichen Versionen eines Umbaus:

  • Der untere Ascheplatz wird in einen Hockey- und Fußballplatz (eingeschränkte Footballnutzung) mit einer Kompromissoberfläche, aber mit einer für beide Sportarten wettkampfgerechten Platzgröße, umgebaut und im zweiten Schritt bekommt der Mittelplatz (Kunstrasen) die dringend benötigte neue Oberfläche (Fußball) ohne weitere Umbaumaßnahmen.
  • Der untere Ascheplatz wird  in einen Kunstrasen mit idealer Oberfläche für Fußball- und Football umgebaut und im zweiten Schritt wird der Mittelplatz (Kunstrasen) in einen reinen Hockeyplatz mit entsprechender Oberfläche (Bewässerung) und Wettkampfgröße umgebaut.

In der ersten Version kostet der Umbau des unteren Platzes 1.254.000 € und die neue Oberfläche des oberen Platzes 187.000 €. In der zweiten Version kostet der Umbau des unteren Platzes 1.243.000 € und der Umbau des oberen Platzes 807.600 €. Dazu die Verwaltung: „Unter der Berücksichtigung der hohen Kosten und vor allem der Tatsache, dass beide Varianten immer noch keine Ideallösung darstellen, (...) recherchiert der Fachdienst Sport und Freizeit weiter.“ Und erfuhr inzwischen aus dem Arbeitskreises Deutscher Sportämter Rhein-Ruhr, dass es eine neue Generation von teilsandverfüllten Kunstrasen gibt, die ein guter Kompromiss für den Hockey- und Fußballsport seien. Aktuell werde in Herne einer gebaut, der im Juli fertig gestellt sein soll. Daraufhin vereinbarte das Sportamt mit der Hockeyabteilung des RTB, den Herner Platz nach seiner Fertigstellung gemeinsam (eventuell auch mit weiteren Nutzern) zu besichtigen.

Programm mit Orgelmusik aus vier Epochen

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Der 30. „Orgelsommer“ in der Kirche der Ev. Stiftung Tannenhof beginnt am 1. August und endet am 29. August. Die fünf Konzerte Die Evangelische Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof freut sich auf Begegnungen mit Musik, die anregt, die Veränderungen, die die Zeit mit sich bringt, wahrzunehmen und immer wieder neugierig zu begrüßen.

Uwe Hofmann wird den Barock vorstellen, also Musik aus der Zeit des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Stephan Lux präsentiert Orgelmusik der darauf folgenden Klassik ( ca. 1750-1830). Hans-André Stamm bringt zusätzlich zur Orgel einen Trompeter mit, Michael Frangen, um uns mit ihm gemeinsam die Musik der Romantik, also einer Musik des 19. Jahrhunderts, nahezubringen. Oliver Richters spielt Stücke der Moderne und kommt unserer Gegenwart dabei nicht nur zeitlich nah, sondern auch durch ein der heutigen Globalisierung entsprechendes internationales Programm. Mit einer Serenade von Klassik bis Pop beschließen der Klarinettist Ferdinand Holler und die Organistin unserer Kirchengemeinde, Sylvia Tarhan, den diesjährigen Jubiläums-Orgelsommer (Festgottesdienst am Sonntag, 22. Juli, ab 10 Uhr mit Kreiskantor Johannes Geßner an der Orgel).