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Kleiner Stadtteil ganz groß – 650 Jahre Kremenholl!

Kremenholler Frühjahrsempfang am Sonntag,  24. März, von 11 bis 15 Uhr in der Kinder- und Jugendwerkstatt „echt Kremig“ e.V., Bernhardstraße 1.

Auch wenn die letzte Kältewelle vielen Menschen nicht nur sprichwörtlich noch in den Knochen sitzt und vereinzelt Schneeschauern zu dieser Zeit keine Seltenheit sind, Mittwoch, der 20.03.2018, steht als meteorologischer Frühlingsanfang im Kalender.

Höchste Zeit also, dass wir auf Tuchfühlung mit dem Frühling gehen. Verbunden mit dem Frühlingserwachen ist immer eine gewisse Aufbruchsstimmung, körperlich und geistig… Frühlingsgefühle haben jetzt Saison!

Aber, für die Kremenholler BürgerInnen ist der diesjährige Empfang auch der Start in ein ganz besonderes Jahr:

Unser Stadtteil wird 650 Jahre alt!

Der Initiativkreis Kremenholl e.V. und das Team der Kinder- und Jugendwerkstatt „echt Kremig“ e.V., möchten diesen Auftakt mit Ihren Gästen und Freunden gebührend feiern und sich gerne diesen Frühlingsgefühlen voller Leidenschaft hingeben. Die Aktiven der Vereine hoffen, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, Ehemalige und Freunde des schönen Stadtteils Kremenholl beim diesjährigen Frühjahrsempfang als Gäste begrüßen zu dürfen!

 

Geboten wird generationsübergreifend Informatives, Musikalisches und wie gewohnt auch Kulinarisches: Natürlich können wir leider nicht die gesamten 650 Jahre unserer Hofschaft dokumentieren, aber wir halten so einige „alte“ aber auch „neue“ Informationen über unseren Stadtteil bereit. Außerdem haben wir für unsere kleinen Gäste die Künstlerin Marion Drensek aus Radevormwald eingeladen, die mit den Kindern in der Werkstatt töpfert und mit Naturmaterialien bastelt. Die „School of Rock“ – AG und die „Tanzmäuse“ der OGS – Kremenholl zeigen im Laufe der Veranstaltung mit viel Spaß und Freude Ausschnitte ihres Könnens. Wir vom Initiativkreis Kremenholl wissen: Gemeinsames Singen macht glücklich! Aufgrund dieser Tatsache stellt Wolf-Dietrich Hörle explizit für unseren Empfang ein kleines Liederbuch mit Frühlingsliedern zusammen und lädt damit alle BesucherInnen zu einem besonderen musikalischen Genuss ein.

Gestärkt durch eine köstliche Gemüsesuppe und Würstchen mit Kartoffelsalat oder bei Kaffee und Kuchen, kann natürlich auch in Nostalgie geschwelgt werden. Aber das Beisammensein soll auch Gelegenheit bieten, sich über Quartiersneuigkeiten auszutauschen und gemeinsam wunderbare Ideen für die Zukunft zu schmieden. 

Wir sind sowas von bereit für unsere Gäste!

Gabriele Leitzbach

Sieben Telefonshops in RS verstießen gegen Vorschrift

Im Telefonshop werden Kunden erschlagen von einer Vielzahl an Tarifen für höhere Übertragungsgeschwindigkeit, mehr Datenvolumen und zahlreiche Extras. „Damit Ratsuchende eine Chance haben, in dem Gewirr von Kosten, Extras und Tarifen einen für sie passenden Handyvertrag zu finden, sind Shopbetreiber seit Mitte 2017 verpflichtet, Kunden über die wichtigsten Details vor einem Vertragsabschluss zu informieren“, erklärt Lydia Schwertner, Leiterin der Remscheider Verbraucherzentrale. Händler müssen Kunden auf ein nach Vorgaben der Bundesnetzagentur gestaltetes Produktinformationsblatt hinweisen und dieses leicht zugänglich bereitstellen, also entweder sehr gut sichtbar auslegen oder den Kunden aushändigen. Doch diese Vorgabe ist vielfach bloße Theorie. Das ergab eine landesweite Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW in 301 Telefongeschäften im Vorfeld des diesjährigen Weltverbrauchertages (15. März). Demnach händigten nur zwei Shopverkäufer Ratsuchenden das hilfreiche Produktinformationsblatt unaufgefordert aus. Neun von zehn Händlern rückten die Übersicht auch auf nochmalige Nachfrage nicht heraus. „Das Ziel der Vorschrift, ratlose Kunden anhand des Produktinformationsblatts durch den Tarifdschungel hin zu dem von ihnen gewünschten Vertrag zu führen, wird durch die Nichtherausgabe des Produktinformationsblatts regelmäßig untergraben“, kritisiert Schwertner von der Verbraucherzentrale.

Die Remscheider Beratungsstelle gibt Telefonkunden deshalb folgende Infos und Tipps mit auf den Weg zum passenden Vertrag:

  • Transparenz und Vergleich - im Produktinformationsblatt A und O: Die Übersicht enthält die wesentlichen Angaben, die Telefon-, TV- und Internetverträge transparent und miteinander vergleichbar machen. Dazu gehören unter anderem Name des Tarifs, die darin enthaltenen Zugangsdienste, die Vertragslaufzeit, Infos zur Kündigung und Verlängerung des Vertrags, die Datenübertragungsraten in Mbit/s, das Datenvolumen und Informationen zur Drosselung, Preise sowie Name und die ladungsfähige Adresse des Anbieters. Mit Hilfe des Produktinformationsblattes soll sichergestellt werden, dass Kunden die wichtigsten Vertragsdetails auf einen Blick erhalten und mit Angeboten anderer Unternehmen vergleichen können.
  • Händler muss informieren: Dieses Blatt muss grundsätzlich für alle Verträge bereitgestellt werden, die einen Zugang zum Internet ermöglichen. Weist der Verkäufer während des Verkaufsgesprächs nicht auf das Produktinformationsblatt hin, sollten Kunden gezielt danach fragen und um einen Ausdruck bitten. Falls sich der Händler weigert, verstößt er damit gegen seine gesetzliche Informationspflicht. Kunden sollten in einem solchen Fall besser nach einem Shop Ausschau halten, der seinen Servicepflichten nachkommt.
  • Vertragsbedingungen genau studieren: Die Informationen des Produktinformationsblatts müssen im Vertrag deutlich ins Auge stechen. Wichtig ist, dass die Auskünfte darin mit den Angaben im Vertrag übereinstimmen und Sonderkonditionen im Vertrag schriftlich ergänzt werden. Kunden sollten auch prüfen, ob sich mündliche Zusagen des Verkäufers exakt im Vertrag wiederfinden. Vor der Zustimmung zu einem Vertrag sollten Kunden alle für den Vertrag relevanten Unterlagen zur Kenntnis nehmen können. Dazu gehören neben dem Vertragsformular auch noch die Leistungsbeschreibung, das Preisverzeichnis, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und eben auch das Produktinformationsblatt. Die Unterlagen sollten am besten zu Hause abgeheftet werden.
  • Top – der abgeschlossene Vertrag im Laden gilt: Im Gegensatz zum Internet können im Handyshop abgeschlossene Verträge in der Regel nicht im Nachhinein widerrufen werden. Mögliche Ausnahme: Wenn mit dem Abschluss eines Mobilfunkvertrags etwa zusätzlich ein vergünstigtes Handy oder ein Tablet erworben wird.

Wer wieder aus dem Vertrag aussteigen will: Wer es sich zu Hause anders überlegt, ist zunächst an den Vertrag gebunden. Haben Kunden Zweifel, ob der Vertrag rechtmäßig zustande gekommen ist, oder stellen sie im Nachhinein fest, dass die Leistungen nicht dem entsprechen, was im Vertrag vereinbart worden ist: Dann sollten Betroffene rechtlich prüfen lassen, ob der Vertrag angefochten, außerordentlich gekündigt und Schadensersatz geltend gemacht werden kann.

Die Beratungsstelle in Remscheid bietet anlässlich des Weltverbrauchertages in der Woche vom 18. bis 22. März eine kostenlose Rechtsberatung zu diesem Thema an. Kunden können zudem ihren Ärger über das Verkaufsverhalten in Telefonläden bei der Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Remscheid, unter Tel. RS 842479-1, persönliche zu den Öffnungszeiten oder per E-Mail an remscheid@verbraucherzentrale.nrw loswerden.

Seit 1983 wird der Weltverbrauchertag jedes Jahr am 15. März gefeiert, um öffentlich auf aktuelle Themen zur Verbesserung des Verbraucherschutzes hinzuweisen. Merke: in die landesweite Erhebung sind Stichproben in sieben Remscheider Telefonshops eingeflossen. Alle sieben Shops gaben kein Produktinformationsblatt (PIB) heraus.

Dritte Kulturbörse kommt im Mai

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach einer kleinen Pause gibt es sie wieder: die Remscheider Kulturbörse, die bereits in 2014 und 2016 mit Erfolg an den Start gegangen ist! Ergänzend zur Nacht der Kultur bietet die Kulturbörse den Aktiven der Remscheider Kulturszene die Möglichkeit, sich und ihre Angebote gemeinsam zu präsentieren, miteinander in Austausch zu kommen und sich einem breiten Publikum vorzustellen. Hintergrund: Am 5. Februar hatte im Teo Otto Theater nach über zweijähriger Pause eine Neuauflage des Kulturdialogs statt, zu dem Stadtdirektor Sven Wiertz und die Intendantin des WTT, Claudia Sowa, zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Remscheider Kultureinrichtungen und -trägern begrüßen konnten. Die Teilnehmenden sprachen sich zunächst einstimmig für ein Wiederaufleben des Kulturdialogs in regelmäßigen Abständen aus und vereinbarten dann die gemeinsame Realisierung der dritten Remscheider Kulturbörse.

Für die Remscheider Kulturbörse am 11. und 12. Mai (Samstag und Sonntag) im Teo Otto Theater sind noch Anmeldungen bis zum 23. März möglich. Kulturschaffende können sich sowohl mit einem Infostand als auch mit einem Beitrag für das gemeinsame Showprogramm auf der Theater-Bühne beteiligen. Außerdem wird im oberen Foyer eine kleine Kostprobenbühne aufgebaut. Aus den vergangenen beiden Kulturbörsen waren viele tolle Initiativen und Kooperationsprojekte entstanden. Die Initiatoren der Remscheider Kulturbörse hoffen in diesem Jahr erneut auf ein großes Echo. Anmeldekontakt: Claudia Gottschalk-Elsner, Stadt Remscheid, Fachdienst Kulturmanagement, E-Mail Claudia.Gottschalk-Elsner@remscheid.de">Claudia.Gottschalk-Elsner@remscheid.de.

Umbau von Tennen- und Kunstrasenplatz in Reinshagen

Mehrkosten erfordern weiteres Nachdenken“, berichtete der Waterbölles am 23. September 2017 über die geplante Umwandlung des Tennenplatzes im Stadion Reinshagen in Kunstrasen. Den konnten sich damals die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) in zwei Varianten vorstellen. Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. März hat die Stadtverwaltung eine neue Planvariante vorgelegt. Diese sieht vor, neben dem Tennenplatz auch das 19 Jahre alte Kunstrasenspielfeld im Stadion Reinshagen zu erneuern.

Untersuchungen hatten ergeben, dass es keinen Kunstrasenbelag gibt, der den drei Sportarten Fußball, Hockey und American Football gleichermaßen gerecht wird und darüber hinaus einen idealen Untergrund für eine dieser Sportarten bietet. Vorgesehen ist nun, den Tennenplatz mit einem Granulat verfüllten Kunstrasen mit langem Flor und entsprechender Größe und Linierung für den Wettkampfsport für Fußball und American Football zu versehen. Der alte Kunstrasenplatz soll einen ungefüllten Kunstrasen mit kurzem Flor, mit Beregnungsanlage und entsprechender Größe und Linierung für den Wettkampfsport für Hockey und Fußball (wie in Oelde) erhalten. Kosten für den Umbau des unteren Platzes bis 2021: 1.243.000 Euro und für den oberen 655.000 Euro. Hinzu kommen Planungskosten von insgesamt 140.000 Euro. Das ergibt Gesamtkosten in Höhe von 2.038.000 Euro.

Für diesen Plan votiert der Fachdienst Sport und Freizeit aus sportfachlicher Sicht aus mehreren Gründen:

  • „Zum einen bekommen alle Sportarten ihren optimalen Untergrund bei wettkampfgerechter Platzgröße.
  • Nur so ist eine Sicherstellung und darüber hinaus Weiterentwicklung des Hockeysportes in Remscheid möglich, im Besonderen, da es sich um die einzige Remscheider Hockeywettkampfstätte handelt.
  • Auch der Footballsport bekommt auf diese Weise eine wettkampfgerechte Ausweichmöglichkeit für den Rasenplatz. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, da es nach dem Abgang  des Röntgen-Stadions die einzige Option zum Ausweichen bei Unbespielbarkeit des Naturrasens ist. Zudem ist es nur so möglich, dem Naturrasenplatz im Stadion Reinshagen die dringend nötige Entlastung zukommen zu lassen, indem größere Anteile des Trainingsumfangs auf die neue Sportfläche verlagert werden.“

Der Sportbund Remscheid (SBR) begrüßt den Vorschlag, ebenso die betroffenen Vereine. Für diese ergeben sich daraus nach Auffassung der Sportverwaltung Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf Mitgliederzahl und Wettkampfteams. Eine gemeinsame Ausschreibung der beiden Spielfelderneuerungen führt nach Einschätzung der Fachplanung der TBR zudem zu wirtschaftlichen Synergieeffekten. Im Übrigen schlägt die Verwaltung eine Eigenbeteiligung der Vereine in der bisher üblichen Form (Sportanlage Bergisch Born, Neuenhof und Bliedinghausen) vor. Zitat: „Das würde bedeuten, dass die am Reinshagen ansässigen Vereine der Sportarten Fußball, Hockey und American Football bei zwei umzubauenden Plätzen durch Mitfinanzierung und Muskelhypothek zusammen ... von 100.000 Euro beisteuern. (...) Details zur Verteilung auf die Vereine und die genaue Form müssten mit den Nutzern noch abgesprochen werden.“

Viele blaue Lichter für Honsbergs lebendige Zukunft

Taller de Casqueria hat mit dem Honsberg einiges vor“, kündige der Waterbölles am 18. Februar an. Durch Aktionen von Künstlergruppen wie dem Verein Kulturwerkstatt / Ins Blaue e. V. in bis dahin unbewohnten Häusern der GEWAG im Honsberger Süden waren die „Montag Stiftung Urbane Räume gAG“ (MUR) und das (vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen getragene) Büro Startklar „Initiative ergreifen“ auf den Remscheider Stadtteil Honsberg seine Potentiale aufmerksam geworden und hatten – nach einem Ausschreibungsverfahren das spanische Architektenbüro „Taller de Casqueria“ beauftragt, nach einer Quartierswerkstatt mit Akteuren / Bewohnern für den Ortsteil „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ zu entwickeln. Es geht gezielt um „besondere Impulse für die Entwicklung des Stadtteils..., die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen“. Das Projekt ist zu 80 Prozent aus Stadtumbau-Fördermitteln finanziert. Die Stadt Remscheid mit 10.000 Euro beteiligt.

Am vergangenen Sonntagabend kamen die drei Planer von Taller de Casqueria ( Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins) auf dem Honsberg an, bezogen ihr Quartier und arbeiten seitdem in Ateliers der Künstlergruppe „Ins Blaue“ im Haus Halskestraße 26. Und gestern trafen sie sich dort mit dem Technischen Beigeordneten Peter Heinze, Dr. Robert Winterhager, Projektentwickler der Montagsstiftung Urbane Räume, Wiltrud Willing von der GEWAG und dem für die Montagsstiftung arbeitenden freien Stadtplaner Kai Dietrich, der schon seit sechs Monaten auf dem Honsberg unterwegs ist.

Bis zum 16. März wird das Planungsteam gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Vereinen und Institutionen eine „Honsberg-Strategie“ für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten. Initialzündungen? Sicher aber eine Zukunftsvision. Dafür will das spanische Team seiner Rückkehr in Madrid sorgen. Am Honsberg soll diese dann am 6. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. Erfahrungen mit ähnlichen Projekten hatten die Stadtplaner zuvor bereits in Marl, Bottrop und Berlin gesammelt.

Von ihnen stammte auch die Idee zu der temporäre „Glühbirnenbörse“: In der Honsberger Straße 18b können alle Honsberger Haushalte seit Montag ein blaues LED-Leuchtmittel für eine große kollektive Lichtinstallation abholen, die für den kommenden Samstag, 16. März, geplant ist, und dabei mit dem Planungsteam Ideen austauschen. Davon sei bereits rege Gebrauch gemacht worden, berichtete gestern Dr. Robert Winterhager: „150 blaue Birnen als Botschaft, dass der Honsberg eine Zukunft hat, haben wir schon verteilt. 450 sind noch zu haben!“  Viele Bürger/innen, die sich offenbar schon früher Gedanken zur Zukunft  des Stadtteils gemacht hätten, seien mit Anregungen in die „Glühbirnenbörse“ gekommen. Das bestätigten auch die spanischen Planer und zeigten sich „überrascht über Spontaneität und Offenheit. Wir fühlen uns in diesem Gesprächen willkommen!“ Spürbar sei eine große Erwartungshaltung, die Hoffnung auf mehr junge Leute (Studenten der neuen Fachhochschul-Dependance?) im Viertel, aber auch die Sorge, nach Bäckerei, Metzgerei und Kneipen auch noch den letzten Arzt und Apotheker zu verlieren.

Interessierte können sich bis zum Samstag vor einer blauen Leinwand mit ihrer ganz persönlichen Zukunftsvision vom Honsberg auf Video aufnehmen lassen. Die Botschaften werden gesammelt und am Samstagnachmittag in der Quartiers-Werkstatt, einem großen Ideenbasar, in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Honsberg präsentiert. Bisheriger Eindruck der Fachleuteaus Spanien: „Für die Bewohner ist das Leben auf dem Honsberg jetzt schon besser aus des Image des Viertels außerhalb!“

Neue Ideen für die Alte Bismarckstraße

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Maßnahmen aus dem Revitalisierungskonzept nehmen Gestalt an: Am Donnerstag, 14. März, um 17.30 Uhr stellen die SAL Landschaftsarchitektur GmbH und die Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH aus Münster ihre Entwürfe für die Neugestaltung der Alten Bismarckstraße vor. Dies geschieht im Innenstadtbüro Markt 13 im Rahmen eines Beteiligungsworkshops. Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, sich am Workshop zu beteiligen und Anregungen zu den Entwürfen zu geben.

Der Beteiligungsprozess zur Alten Bismarckstraße hat im Winter 2017 begonnen. Eine Gruppe engagierter Anwohner, die City-Kirche, Diakonie und Brücke sowie ansässige Gewerbetreibende wollten die Straße bis zum Markt mit Leben füllen und das Zusammenleben im Viertel stärken. Hierzu startete die Initiative gemeinsam mit dem Innenstadtmanagement das Projekt „Straßenfest“, woraus sich schlussendlich ein rauschendes „MyViertel-Fest“ zum Tag der Städtebauförderung entwickelte. Die Stadt Remscheid und das Innenstadtmanagement Remscheid sind seither im regelmäßigen Austausch mit dem mittlerweile geründeten „MyViertel-Verein“, der die Interessen der Initiative vertritt.

Am Tag der Städtebauförderung im Mai 2018 konnte das Innenstadtmanagement unter anderem Ideen für das neue Gesicht der Alten Bismarckstraße sammeln. Dabei spielten vor allem Begrünung, Sitzmöglichkeiten, Aufenthaltsqualität und die Erweiterung der Außengastronomieflächen eine wichtige Rolle. Diese Wünsche und Ideen wurden an die Planungsbüros aus Münster weitergegeben und konnten in einen umsetzbaren Entwurf überführt werden.

Stadt will 104 Mitarbeiter des BAF e.V. übernehmen

Zu einer Sondersitzung kommt der Rat der Stadt Remscheid am kommenden Montag, 18. März, um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat die Sitzung auf Antrag der CDU-Fraktion einberufen. Begründung der CDU: Die Ratsfraktionen und -gruppen seien dringend über die strategische Ausrichtung der Unterbringung von Flüchtlingen in Remscheid zu informieren. Denn die Stadtverwaltung, die in den vergangenen Jahren aus Kostengründen mühsam Personal eingespart hat, soll auf einen Schlag um mehr als 100 Mitarbeiter größer werden. Derzeit sind sie noch beim BAF e.V. (Begegnen, Annehmen, Fördern) beschäftigt, der seit 1996 mit der Hausverwaltung der städtischen Übergangsheime und der Betreuung der Flüchtlinge betraut ist. Doch dem wirf die Stadt Strukturlosigkeit (um nicht zu sagen organisatorisches Chaos) vor und will ihm deshalb kündigen.

Darüber hatte der OB das am vergangenen Samstag in seinem Dienstzimmer Vertreter der Politik informiert und für die reguläre Ratssitzung am 28. März einen Beschlussvorlage angekündigt, die zu den 104 neuen Verwaltungsmitarbeiter/innen führen soll. Weil beim BAF e.V. ad hoc die Reißleine gezogen werden müsse. Der eigenständige Verein, gegenwärtig noch Arbeitgeber der104 Beschäftigten (davon 70 in Vollzeit, drei in Teilzeit und 31 geringfügig beschäftigt), ist in den vergangenen Jahren mit der Zahl der Flüchtlinge so groß geworden, „dass eine Fortführung der Aufgabenwahrnehmung nur unter erheblichen organisatorischen Veränderungen und einer grundsätzlichen Neuausrichtungen möglich ist“. Das hat eine „prozessorientierte Organisationsuntersuchung“ zu den Strukturen und Arbeitsabläufen innerhalb des BAF e. V. ergeben, um die die Stadt Remscheid im vergangenen Jahr die Stadt Solingen gebeten hatte unter Beteiligung des eigenen Rechnungsprüfungsamtes.

Der Vertrag zwischen Stadt Remscheid und BAF (“Heimleitungsvertrag“) zwecks Verwaltung der städtischen Übergangsheime für asylbegehrende Ausländer, Kriegsflüchtlinge sowie Aussiedler (ausländische Flüchtlinge) einschließlich deren sozialpädagogischer Betreuung datiert auf den 3. Januar 1996. Im Laufe der Jahre wurde der Vertrag mehrfach geändert und an die jeweils aktuelle Flüchtlingssituation in Remscheid angepasst. Parallel dazu besteht für die Notschlafstelle Schüttendelle ein gesonderter Vertrag. Zuletzt wurde der Heimleitungs- und Dienstleistungsvertrag am 8. August 2012 unter anwaltlicher Begleitung neu gefasst, mit Nachtrag vom 9. Januar 2015. 2012 registrierte die Stadt sinkende Flüchtlingszahlen. Damals beschäftigte der BAF e. V. gerade mal 37 Mitarbeitende. Die Personalkostenabrechnung wird durch einen Treuhänder über ein Treuhandkonto vorgenommen unter Einbeziehung eines Steuerberaters. Die Abrechnungen zur Überprüfung erhält die Stadt vom Verein quartalsweise.

Das alles blieb bis 2015 überschaubar. Doch ab dann weitete sich „das Auflagenvolumen des Vereins ... extrem aus. Bestehende Arbeitsprozesse ... konnten aufgrund der kontinuierlich steigenden Flüchtlingszuwanderung weniger systematisch entwickelt werden. Innerhalb kürzester Zeit mussten neben den drei bestehenden Übergangsheimen fünf zusätzliche Übergangsheime sowie Hunderte von Wohnungen betreut werden.“ So steht es in einer Presseerklärung, die Oberbürgermeister Mast-Weisz gestern Abend gegen 19.15 Uhr den anwesenden fünf Journalisten übergab. Mit diesem Termin hatte er kurzfristig auf die Ankündigung der CDU reagiert, am Donnerstagmorgen eigenständig die Presse über die geplanten Personalmaßnahmen informieren zu wollen. Seine Bitte, diesen Termin zu verschieben, da für Montag zunächst die BAF-Mitarbeiter von dem anstehenden Wechsel ihres Arbeitgebers erfahren sollten, habe der CDU-Fraktionsvorsitzende nach Rücksprache mit seinen Vertretern Markus Kötter und Tanja Kreimendahl abgelehnt, berichtete der OB gestern Abend – und zeigte sich verwundert. Schließlich habe beim Hintergrundgespräch mit der Politik am Samstag keiner der Anwesenden widersprochen, als er von der Absicht der Stadt berichtet habe (vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses am 28.März), die Verträge mit dem BAF e. V. ordentlich zum 31.März zu kündigen, um den Vertrag zum 31. Dezember auslaufen lassen zu können. Und auch nicht der für diesen Termin geplanten Übernahme des BAF-Personals in den städtischen Stellenplan mit allen Rechten und Pflichten städtischer Mitarbeiter. Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke dazu einschränkend: „Aber Schweigen heißt nicht immer Zustimmung!“

Und so musste der OB das Gespräch mit der BAF-Belegschaft auf morgen Abend vorverlegen und die Presse auf die Schnelle ins Bild setzen, um noch halbwegs Herr der Verfahrens zu bleiben und der CDU das Feld nicht allein zu überlassen. Obwohl die Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 28. März noch gar nicht fertig geschrieben ist, die CDU darauf also heute nicht Bezug nehmen kann! Über deren Beweggründe wurde folglich gestern Abend spekuliert. Will sie aus der „Zwangsmaßnahme“ politisches Kapital schlagen oder diese gar gänzlich verhindern? Letzteres hält der OB nicht für möglich; er geht von einer deutlichen Ratsmehrheit aus für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Zumal die Bezirksregierung Düsseldorf dagegen bei den anstehenden Haushaltsgesprächen keine Einwände erhoben habe. Und in einem Gespräch kurz vor der gestrigen Pressekonferenz habe er den Betriebsratsvorsitzenden der BAF, Mitglieder des Vorstands, die BAF-Geschäftsführerin Daniela Krein und einen Vertreter des Personalrates der Stadt Remscheid informiert, berichtete der OB, und diese hätten das geplante Vorgehen ausdrücklich begrüßt.

Mit Daniela Krein sprach der Waterbölles heute Morgen gegen 9.30 Uhr am Telefon. Für sie hatte sich die Arbeitssituation schon 2016 drastisch verändert: „Damals habe ich mich zum ersten Mal beim Vorstand wegen Arbeitsüberlastung gemeldet!“ Seitdem habe dieser an einer Änderung der Satzung gearbeitet mit dem Ziel, ihr mehr Handlungsspielraum zu geben. Mehrere Entwürfe habe es gegeben, die „viel Zeit und Kraft gekostet“ hätten, die aber alle als wenig zielführend verworfen worden seien. Hinzu kam offenbar, wie der Oberbürgermeister gestern berichtete, dass die Mitglieder des (von Norbert Horn geführten) Vorstands nicht alle an einem Strang gezogen und ein Teil von ihnen mit Daniela Krein nicht richtig zusammengearbeitet hätten. In der Presserklärung liest sich das so: „Aus der Struktur des aktuellen Vertrags ergeben sich erhebliche Defizite und Risiken für die Stadt Remscheid. (...) Die Geschäftsführung ist ... nicht entsprechend bevollmächtigt, die Geschäfte des Vereins zu führen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Aufgabenerledigung und die Funktion des Vereins als Arbeitgeber. (...) Es bestehen nur sehr eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten und Möglichkeiten auf eine ordnungsgemäße und effektivere Aufgabenerfüllung Einfluss zu nehmen. (...)Aufgrund der derzeitigen Zusammensetzung des (am 24. November 2018 neu gewählt) Vorstandes bestehen seitens der Stadt Remscheid erhebliche Bedenken, dass der Vorstand seinen satzungskonformen Aufgaben nachkommen und die Geschäfte des Vereins ordnungsgemäß führen kann. Dies wurde von zwei Vorstandsmitgliedern bestätigt.“ Fazit der Verwaltung: „Die Aufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge kann unter den bestehenden Voraussetzungen mit dem Vertragspartner BAF e. V. nicht mehr adäquat erbracht werden.“ Dafür gibt die Stadt pro Jahr entsprechend der vertraglichen Verpflichtung für Betriebsmittel und Personalaufwendungen ca. 3,5 Millionen Euro aus. Hierdurch entstünden ihr „erhebliche finanzielle Risiken“, räumte der OB ein. Den BAF-Mitarbeitern selbst machte er keine Vorwürfe. Die hätten "stets gute Arbeit geleistet".

Was also tun? Einen neuen Verein suchen? Bei dieser Auftragssumme hätte eine Ausschreibung europaweit erfolgen müssen - mit allen damit verbundenen Unwägbarkeiten. Das schied aus! Nachdem die Stadt Solingen im Februar ihren Prüfbericht abgegeben hatte, holte sich der Remscheider Verwaltungsvorstand Rat bei Anwälten. Und der lautete, die Stadt müsse die Pflichtaufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge kurzfristig selbst sicherstellen, indem alle Mitarbeitenden des BAF e. V. zeitnah in die Organisationsstruktur der Stadt Remscheid integriert werden. Dies gilt auch für den Betreuungsvertrag zur Notschlafstelle Schüttendelle.  Der Oberbürgermeister: „Die Altersstruktur der Mitarbeitenden des BAF e. V. würde es der Stadt Remscheid ermöglichen, auf einen eventuell notwendigen Personalabbau (z. B. bei Schließung von Übergangsheimen) ausschließlich im Rahmen der Altersfluktuation zu reagieren. Kostensteigerungen werden sich aus den neuen städtischen Mitarbeitern nicht ergeben!“ Im Gegenteil: Aus einer einheitlichen IT und Nachrichtentechnik, Personalverwaltung, Materialbeschaffung, einheitlichem Rechnungswesen und  Controlling, klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten und durch einen Abbau von Doppelstrukturen (Sicherheitsfachkraft, Betriebsarzt, Treuhänder, Datenschutzbeauftragter) würden sich Synergieeffekte ergeben. Im Übrigen, so Barbara Reul-Nocke ergänzend, sei demnächst die Gründung einer städtischen Tochter-GmbH oder eines städtischen Eigenbetriebes zur Betreuung der Flüchtlinge nicht ausgeschlossen. Letzter Satz des OB: „Hauptsache, wir bekommen klare Strukturen!“ Darauf hofft BAF-Geschäftsführerin Daniela Krein schon lange...

Neuer Förderverein startet aktive Spendenakquise

Neuer Förderverein nimmt sich der Produktionsschule an“, titelte der Waterbölles am 4. Juli 2018. Tags zuvor hatten acht sozial engagierte Remscheider Bürgerinnen und Bürgern in den Räumen der Arbeit Remscheid gGmbH den neuen Förderverein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen” gegründet. Mit dem allgemeinen Ziel der Förderung von Jugendhilfe, Erziehung und Berufsbildung und mit der besonderen Aufgabe, die seit 2016 bei der Arbeit Remscheid gGmbH bestehende Produktionsschule „Catering & Eingemachtes" zu unterstützen. Deren Existenz war damals durch gestrichene Fördergelder der schwarz-gelben Landesregierung in Gefahr. Zum Glück sprang das Remscheider Jobcenter in die Bresche und sicherte ab 1. September für zunächst ein Jahr die Finanzierung des Projekts von 600 Euro je Teilnehmer und Monat (mit der Option auf weitere zwei Jahre). Das lobte der Förderverein (Vorsitzender Lothar Sill, stellvertretende Vorsitzende Jutta Velte, Kassiererin Erden Ankay-Nachtwein und die beiden Beisitzer Brigitte Neff Wetzel und Thomas Neuhaus) auf seiner gestrigen Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der „Catering-Küche“ der Produktionsschule und berichtete des Weiteren, dass die Finanzbehörde die Gemeinnützigkeit des Verein bestätigt habe. Mit anderen Worten: Dem Einwerben von Fördermitteln / Spenden, sprich: einer aktiven Spendenakquise steht nichts mehr im Wege.

„Eine erste Spende von einer Privatperson über 620 Euro haben wir schon bekommen“. freute sich Lothar Sill. Demnächst will der Verein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen e.“ (IBAN-Konto-Nummer: DE11 3405 0000 0012 1068 78) an Stiftungen in Remscheid herantreten, die gemeinnützig tätig sind und die Remscheider Produktionsschule unterstützen könnten. Und natürlich werden auch weitere Mitglieder gerne aufgenommen. Denn jeder Euro zählt: Der Mitgliedsbeitrag beträgt 120 Euro pro Jahr für natürliche Personen und 240 Euro für juristische (Firmen, Verbände etc.). Berufstätige junge Menschen bis 27 Jahre werden für 30 Euro im Jahr aufgenommen, Arbeitslose unentgeltlich. „Interessenten sind herzlich willkommen bei der nächsten Mitgliederversammlung am Dienstag, 26. März, um 17 Uhr bei der Arbeit Remscheid gGmbH, Freiheitstraße 83a“, betonte gestern deren Geschäftsführer Ralf Barsties. Er hält das Projekt der Produktionsschule nach wie vor für dringend erforderlich angesichts von 400 Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27, die in Remscheid wegen fehlender Qualifikationen keine Zukunftsperspektive haben und aktuell arbeitslos sind. Das unterstrich auch Erden Ankay-Nachtwein: „40 bis 60 Jugendliche verlassen in Remscheid jedes Jahr die Schule ohne irgendeinen Abschluss. Wie bleiben die denn!?“

Die Remscheider Produktionsschule hat Platz für zwölf junge Leute zwischen 17 und 25 Jahren (oft mit schwierigem sozialem Hintergrund), die eine allgemeinbildende Schule ohne ausreichende Betriebs- und Ausbildungsreife verlassen haben und denen das Jobcenter so genannte mehrfache arbeitsmarktliche Vermittlungshemmnisse (Motivation/Einstellung, Schlüsselqualifikationen, soziale Kompetenz) attestiert. Derzeit kümmern sich in der Produktionsschule der gelernte Koch Jan de Buhr sowie zwei Sozialarbeiter (in Teilzeit) um die Förderung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen von acht jungen Menschen, um sie für eine Berufsausbildung oder eine anschließende weitere, speziellere Berufsförderung fit zu machen. Dass vier Plätze derzeit unbesetzt sind, kann daran liegen, dass das Jobcenter sich an den von ihr finanzierten Klienten „Produktionsschule“ erst noch gewöhnen muss. Von einem bürokratischen Hemmschuh wollte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern allerdings nichts wissen und zeigte sich zuversichtlich.

Dass sich die acht „Produktionsschüler“ selbst Gedanken  gemacht haben, wie der neue Förderverein der Einrichtung helfen könnte, hat Lothar Sill und seine Vorstandskollegen beeindruckt: „Das sind doch gute Ideen – ein Spendenlauf im Stadtpark, ein Sommerfest mit Tombola (Catering), jeweils verbunden mit leckerem Essen aus der Produktionsschule, und ein Charity-Essen mit Show-Cooking!“ All das könnte den Förderverein in der Öffentlichkeit bekannter machen und und vor allem der Produktionsschule zu Einnahmen verhelfen. Denn das erste gesetzte Ziel, ein Verkaufswagen, der sich bei öffentlichen Veranstaltungen, Sommer- und Stadtteilfesten gut einsetzen ließe (Beispiel: Der Stand auf dem Wochenmarkt im Juni 2018) ist ambitioniert; ein solcher Wagen ist schließlich nicht unter 20.000 Euro (Neuhaus) zu haben.  

 

„Remscheid brummt“: Insektenschutz in der Stadt

Pressemitteilug der Stadt Remscheid

Nach einer Eingabe der Grünen hatte der Rat der Stadt Remscheid am 22.Februar 2018 einstimmig beschlossen, sich mehr für die Vermittlung der Bedeutung von Insekten sowie ihren Schutz einzusetzen, unter anderem durch das Angebot von Nistplätzen und Nahrung. Dabei geht es nicht allein um die Steigerung des Ertrags für Imker, sondern um die Erhaltung der Artenvielfalt unserer Insekten. Zudem soll die Bevölkerung darüber informiert werden, wie unverzichtbar Insekten -  auch die kaum wahrnehmbaren und die nicht ganz so niedlichen - für uns Menschen sind. Dabei setzt man am besten bei Kindern und Jugendlichen an und nutzt ihre Neugier auf alles, was um uns herum lebt. Auszug aus dem Ratsbeschluss: „Im Rahmen ihres Engagements für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Remscheid setzt sich die Verwaltung für eine verstärkte Vermittlung der Bedeutung von Insekten und ihrer Lebensräume ein. Hierzu sollen im Öffentlichen Raum, sowie – auf freiwilliger Basis - an Schulen und Kindergärten exemplarisch Blühangebote, charakteristische Lebensraumstrukturen sowie Nisthabitate geschaffen und gefördert werden.“

Zur Umsetzung dieses Beschlusses traf sich seitdem mehrfach eine vom Bildungsbüro koordinierte ressortübergreifende Arbeitsgruppe aus Fachleuten und Verwaltungsmitgliedern. Denn es soll nicht bei einzelnen Aktionen bleiben, sondern der Insektenschutz soll zum „mitwachsenden Konzept“ werden. Beteiligt sind neben Bildungseinrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Grund- und Förderschulen, Schulen der Sekundarstufe I und II, Arbeit Remscheid) auch der Fachdienst Umwelt, die Natur-Schule Grund, die Biologische Station Mittlere Wupper und die Technischen Betriebe Remscheid. Somit stellt sich „Remscheid brummt“ als ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit von Bildungsakteuren innerhalb und außerhalb der Verwaltung dar.

Für Juni sind Aktionswochen geplant:  Pfingsten herum (3.-7.6. und 12.-15.6.) werden für alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Aktivitäten angeboten, z.B. Führungen und Begehungen an Orten, die im Sinne der Erhaltung der Artenvielfalt gestaltet sind (etwa die Ziegelei Schäfer, das Freibad Eschbachtal, das Naturschutzgebiet Feldbachtal), Schulen und Kindertageseinrichtungen zeigen auf ihren Geländen angelegte Habitate, Interessierte können Insektenhotels bauen und aufstellen etc. Das genaue Programm befindet sich noch in der Planung.

Auch ein Wettbewerb ist vorgesehen. Hierfür ist es gelungen, Spenden einzuwerben. Zu gewinnen sind attraktive Geldpreise, alle Teilnehmenden erhalten aber auch Sachpreise als Anerkennung für ihren Einsatz (Insektenhotels, Becherlupen, evt. Sachbücher). Und Grundschüler*innen sind aufgefordert, ein Logo zu entwerfen, das in Zukunft das Markenzeichen von „Remscheid brummt“ sein soll.

Für die Sekundarstufen I und II wird jeweils ein Kurzfilmwettbewerb ausgeschrieben, in dem die Bedeutung von Insekten – teils mit wissenschaftlichem Schwerpunkt, aber immer mit deutlichem Bezug zu unserer Stadt - Thema ist. Am 15. Juni sollen im Kino die Preisträger geehrt werden.

Auf lange Sicht werden die Orte des Insektenschutzes (renaturierte Flächen, Insektenhotels, Blumenwiesen mit passendem Nahrungsangebot, Streuobstwiesen etc.), auch solche auf Kita- und Schulgeländen, im städtischen Geo-Datenportal und auf der Pädagogischen Landkarte, die vom Bildungsbüro eingerichtet wird, zu finden sein.

Erfolgreicher Auftakt für das Spielkulturfestival

Pressemitteilung der Akademie der Kulturellen Bildung

Mit dem Spielkulturfestival unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Franziska Giffey hat die Akademie der Kulturellen Bildung am 7. und 8. März ein neues, jährlich wiederkehrendes Format rund um das Thema Spiel gestartet. Das Festival knüpft an den traditionellen Spielmarkt an und macht ihn mit einem frischen Konzept und vielen Mitmach-Angeboten fit für die Zukunft. Rund 500 Gäste nahmen an dem umfangreichen Workshop-Angebot teil. Eingeladen waren alle, die Spielkultur leben, gestalten, erforschen, verändern oder verbreiten wollen. So trafen Jugendliche und junge Erwachsene sowie Macher*innen von Spielangeboten beim Spielkulturfestival auf Fachkräfte, Wissenschaftler*innen und Netzwerker*innen der Spielpädagogik. Statt auf Ausstellerstände mit Messecharakter setzte das Spielkulturfestival auf eine starke spielerisch-fachliche Beteiligung der Besucher*innen. Diese konnten sich in zahlreichen Workshops neue Inspirationen holen: so konnten sie lernen, wie sie einen Escape Room entwickeln, wie sie mit alten Spielen und neuen Medien eine Spielshow gestalten oder mit Kostümen oder Greenscreens spannende Spielwelten entwerfen.

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Markus Kötter fordert Streitkultur auf hohem Niveau

Beziksbürgermeister Markus Kötter.

„Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ Mit diesen Worten von Victor Hugo begrüßte Bezirksbürgermeister Markus Kötter soeben zahlreiche Lenneper Bürger/“innen zum traditionellen Bürgerempfang der Bezirksvertretung (BV) Lennep im Minoritensaal der Klosterkirche Lennep. Bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep bedankte er sich eingangs sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Monaten, „insbesondere auch bei meiner Stellvertreterin Ursula Czylwik (SPD)“. Den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep bescheinigte der Bezirksbürgermeister „Leistungswillen, Einsatzbereitschaft, Kompromissbereitschaft und Kompetenz in der Kommunalpolitik. Wir sind in Lennep auf einem guten Weg. Wir haben viel getan, aber es steht auch noch viel Arbeit an!“ Es sei für ihn erneut eine Ehre und Freude, diesen Bürgerempfang ausrichten zu dürfen, betonte Kötter. Diesen verstehe er „als Wertschätzung für die Bürgerinnen und Bürger Lenneps“.

An jüngste Meinungsverschiedenheiten mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (af Dienstreise) erinnernd, meinte Markus Kötter: „Es ist nicht gut, wenn sich der Oberbürgermeister der Stadt Remscheid mit dem Bezirksbürgermeister von Lennep in aller Öffentlichkeit streitet. Eine Streitkultur auf hohem Niveau muss das Ziel künftiger Auseinandersetzungen sein. Wir müssen für viele Probleme und Projekte Lösungen finden, die für alle gut und verantwortbar sind. Dies geht nur in vertrauensvollem Dialog. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erwarten greifbare und nachvollziehbare Entscheidungen und haben ein Recht darauf, von Anfang an eingebunden zu werden.“

Die Bezirksvertretung Lennep verstehe sich weiterhin, trotz unterschiedlicher Ansichten, als konstruktiv-kritischer Partner des Oberbürgermeisters und der Verwaltung. Die bisherige Zusammenarbeit könne man als vertrauensvoll bezeichnen, „auch wenn wir in einigen Politikfeldern nicht übereinstimmen“, fuhr Kötter fort. „Wir sollten alles tun, um bei dem bisherigen Umgang miteinander zu bleiben. Dass es unterschiedliche politischen Meinungen und Ansichten gebe, liegt in der Natur der Sache.“

Im Folgenden sprach Markus Kötter zahlreiche Sachthemen an, die die BV in den vergangenen Monaten beschäftigt hatten. Der Waterbölles dokumentiert dies nachfolgend:

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Herberge mit fünf Matratzen unterm Dachjuchhe

Eine kleine Mansarde mit fünf Betten in einem Fachwerkhaus an der Berliner Straße in der Altstadt von Remscheid-Lennep, das ist die Herberge des Vereins der Lenneper Pilgerfreunde e.V., das „Pilgerlager“. Nach intensivem Einsatz war es den Lenneper Pilgerfreunde vor zweiJahren Jahr mit finanzieller Hilfe von Sponsoren gelungen, neue Matratzen, Sesseln und einen Tisch anzuschaffen, die Wände zu streichen, zwei neue Toilettenräume zu fliesen (einer davon bekam Anfang dieses Jahres auch eine Dusche) und in die Giebelwand ein größeres Fenster einzubauen (eine behördliche Brandschutz-Auflagen). Alle Pilger sind herzlich eingeladen, auf ihrem Weg durch das Bergische Land in Richtung Santiago de Compostela in dem Pilgerlager (gegen Vorlage des Pilgerpasses) kostenlos zu übernachten, sofern sie keine Tiere mitbringen, dafür aber einen eigenen Schlafsack.

Schon seit Oktober 2009 betreiben die Lenneper Pilgerfreunde in der Altstadt und damit direkt am historischen Jakobsweg eine Stempelstelle für Jakobspilger in dem vom 1. Vorsitzenden Willi Oberlis geführten Laden im Haus Berliner Str.5. Dort werden auch neue offizielle Pilgerausweise ausgestellt und Buchungen für die vom Verein organisierten Pilgerreisen entgegengenommen. Nur noch wenige Plätze sind frei für die so genannte Tour 1 auf dem „Camino Frances“ vom 30. August bis 10. September, der von Saint Jean Pied de Port auf 191 Wanderkilometern  über die Pyrenäen nach Nájera führt. Zuvor wird allerdings im Rahmen des „Lenneper Sommers“ noch das 10. Pilgerfest gefeiert; Am Sonntag, 28. Juli, wieder verbunden mit einer Wanderung.

Von Willi Oberlies und Kassierer Wolfgang Haagen ließ sich der Waterbölles kürzlich die neue Pilgerherberge zeigen, in der bald der 100. Pilger erwartet wird. Denn die Herberge erfreut sich seit einem Vierteljahr wachsender Beliebtheit.