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Lichtkunstfest, oder: Alles bunt macht der November

29. Novermber | 19 -21 Uhr | LICHTgestalten mit den „TagTool“-Künstlern - "Lichtgestalten" und Ballonkünstler Hakan Eren | Kraftstation | Honsberger Str. 2 | Eintritt frei! | geeignet für jedes Alter!

Am 29. November veranstaltet die Kraftstation bereits zum fünften Mal das Lichtkunstfest „LICHTgestalten“. Zwischen 19 und 21 Uhr sind alle herzlich eingeladen, sowohl im Gebäude als auch auf dem Hof der Kraftstation Lichtkunst zu erleben und vor allem selbst auszuprobieren.

Die "Lichtgestalten" aus Dortmund, Christian Spieß und Matthias Plenkmann, inszenieren den Innenhof mit dem „TagTool“.  Graffiti 2.0 - so könnte man frei übersetzt „TagTool“ bezeichnen. Finger statt Spraydose, Licht statt Lack. Denn das wichtigste Arbeitsmittel beim "tagtoolen" ist das I-Pad auf dem die eigenen Ideen gezeichnet werden. Die Licht-Graffitis werden dann mit einem Beamer an die Wand projiziert und können sogar noch animiert werden.
Bei dieser „TagTool“ Session experimentieren wird mit bewegten Bildern, Farben und Fotografien, experimentiert die sofort über die Mauern der Kraftstation fliegen werden. Hier ist Eure Kreativität gefragt, um die Kraftstation für einen Abend in ein völlig anderes Licht zu tauchen. Klingt schwierig ist aber kinderleicht und in Minuten gelernt.

In der alten Wagenhalle selbst gibt die lokale Berühmtheit Hakan Eren seine einzigartige Ballonkunst zum Besten. In einer Schwarzlichtausstellung werden die Ballonwesen in ein ganz neues Licht getaucht, außerdem gibt es eine Live - Performance durch den Künstler und die entstandenen Ballonwesen können ab 21 Uhr selbstverständlich mitgenommen werden.

Wer sich auf die dunkle Bühne traut kann mit kleinen LED Lämpchen beim Lightpainting tolle Bilder, Worte und Umrisse entstehen lassen.  Außerdem wird es Nachtklettern, Lagerfeuer, Leckereien, Glühpunsch und vieles mehr geben. Der Eintritt ist frei! 

Natur-Wanderung im Winter am 8. Dezember

Baumrinde in der tiefstehenden Sonne, vom Regen erzeugter Schaum am Baumstamm, Haareis im Bachtal, Spuren von Tieren im Schnee oder holzzersetzende Pilze – der Winterwald hält viele interessante Momente für uns Menschen bereit. Und die Natur-Schule Grund bietet Gelegenheit, bei einer Winterwanderung die verschiedenartigen Wälder und Forstbestände zwischen Grund und Grüne sowie ihre Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt kennenzulernen. Die Wanderung unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl startet am Sonntag, 8. Dezember, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13 und dauert ca. drei Stunden. Bei wetterfester Kleidung und warmem, Feuchtigkeit abhaltendem und festem Schuhwerk ist die Wanderung geeignet für interessierte erwachsene Einzelpersonen und für Familien mit Kinder ab ca. sieben Jahren. Kinder (bis 15 Jahre) zahlen drei Euro, Erwachsene sechs Euro, Familien mit zwei eigenen Kindern 15 Euro und für jedes weitere eigene Kind 1,50 €.
Eine Anmeldung bis Freitag, 6. Dezember, ist unbedingt erforderlich. Anmeldungen an die Natur-Schule Grund unter E-Mail info@natur-schule-grund.de oder Tel. RS 3748239.

Qualifizierungskurs zur Hospizarbeit abgeschlossen

Pressemitteilung des Ambulanten Hospiz Remscheid e. V.

Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Radevormwald, Remscheid und Wermelskirchen haben den Hospiz-Befähigungskurs abgeschlossen und ihre Zertifikate erhalten. Ein gutes halbes Jahr hatten sie sich an fünf Wochenenden und acht Abenden mit den Bedürfnissen schwerkranker Menschen und ihrer Angehörigen beschäftigt. Dabei spielte auch die Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen von Sterben, Tod und Abschied eine wichtige Rolle. Es ging darum, wie sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet werden können - mit Einfühlungsvermögen, Respekt und dem nötigen Wissen. Den Kurs leiteten Marina Weidner und Marlene Brockhaus (Koordinatorinnen der Hospizgruppen Radevormwald und Remscheid). Ein neuer Kurs beginnt im Mai 2020. Interessierte Männer und Frauen können sich gerne melden unter Tel. RS 46 47 05c oder E-Mail info@hospiz-remscheid.de">info@hospiz-remscheid.de.

Wahlvorschläge für den Integrationsrat bis 16. Juli

Bis zu den Kommunalwahlen 2020 stehen für den Integrationsrat der Stadt Remscheid noch sechs Termine an:  Am 15. Dezember, 16. Januar, 5. März, 14. Mai, 25. Juni und 3. September. Die Kommunalwahlen für die 16. Wahlperiode finden am Sonntag,  13. September, statt und sind mit der Wahl zum Integrationsrat verbunden. Nach § 27 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen wird der Integrationsrat „gebildet, indem die Mitglieder ... in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl für die Dauer der Wahlperiode des Rates nach Listen oder als Einzelbewerber gewählt  werden und die vom Rat bestellten Ratsmitglieder zu einem späteren Zeitpunkt hinzutreten. Für die Mitglieder nach Listen und die Einzelbewerber können Stellvertreter gewählt werden.“

Zur Vorbereitung dieser Wahl wird der Fachdienst Bürger, Sicherheit und Ordnung – Abteilung  Bürgerservice und Wahlen – die Wahlordnung für die Wahl der direkt in den Integrationsrat der Stadt Remscheid zu wählenden Mitglieder aktualisieren. Die Beschlussvorlage wird voraussichtlich im Januar 2020 zur Vorberatung in den Integrationsrat eingebracht. Für März 2020 ist die öffentliche Bekanntgabe des Wahltermins geplant. Letzter Tag für die Abgabe von Wahlvorschlägen ist der 59. Tag vor dem Wahltermin, somit der 16. Juli 2020, 18 Uhr.

5-Punkte-Papier zu Neuenkamp einstimmig beschlossen

Unter die Diskussion um den Sportplatz Neuenkamp haben am Mittwoch der Sportausschuss und gestern  der Rat der Stadt einen vorläufigen Schlussstrich gezogen, nachdem der RSV hat der Stadt Remscheid einen Nachvertrag für den Sportplatz Neuenkamp vorgelegt hatte (siehe „Neuer Pachtvertrag zu Neuenkamp ist unterschriftsreif“ vom 15. November).

Worüber als weitergehend abgestimmt werden sollte, blieb bei der etwas schwerfälligen Diskussion im Rat der Stadt lange unklar. Waren es die von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz vorgelegten vier Eckpunkte zum neuen Vertrag zwischen RSV und Stadt, oder war es der vom Sportausschussvorsitzenden Markus Kötter präferierte Beschluss des Sportausschusses, den Sportplatz als für den Stadtteil unverzichtbar unbedingt zu erhalten, was zuvor auch schon die Bezirksvertretung Süd gefordert hatte? Die Entscheidung über eine Kombination aus Beidem fiel schließlich einstimmig aus. Der Beschluss im Wortlaut:

  • „Der Rat begrüßt die getroffene Vertragsverlängerung zwischen dem RSV und der Stadt bis zum Jahr 2021 und der Option auf eine weitere Verlängerung.
  • Dies gibt den Vereinen zunächst eine befristete Planungssicherheit.
  • Der Rat fordert die Verwaltung nachdrücklich auf, im Rahmen einer nachhaltigen Haushaltsführung dafür zu sorgen und dafür zu kämpfen, dass der Sportplatz an dieser Stelle erhalten bleibt.
  • Die derzeitigen Rahmenbedingungen (Kaufpreis, Förderung) machen einen Erwerb und Umbau Kunstrasen nicht möglich.
  • Sollten sich diese Bedingungen ändern, wird die Verwaltung prüfen, ob eine Verfolgung des Ziels, den Platz zu erwerben und umzubauen, darstellbar ist.“

Eingangs hatte der Oberbürgermeister dem RSV, Sportdezernent Thomas Neuhaus und den Fachdienst Sport für die bis 2021 erreichte Planungssicherheit gedankt. Kritik kam vom CDU-Vorsitzenden Jens Peter Nettekoven: Man habe „Zeit gewonnen, aber keine Lösung für die Sportfläche gefunden“. – „Wie auch?“, fragte Thomas Brützel (W.i.R.). Schließlich könne die Stadt das Gelände zwecks Sportplatzerhalts gar nicht kaufen, wenn der Etat das nicht hergebe.

Ideeller Weihnachtsmarkt in Lennep ist gesichert

Der 44. ideelle Weihnachtsmarkt in der Altstadt von Lennep ist nicht länger gefährdet. Am Dienstagabend konnte das Organisationsteam bei seinem Treffen in der Sporthalle Hackenberg aufatmen: Nachdem sich bis vor zwei Wochen bei der IGR als Veranstalter lediglich fünf Standbetreiber gemeldet hatten, kann IGR-Vorsitzender Georg Feldhoff nunmehr 16 Standbetreiber Vereine, Initiativen und Privatpersonen für die Veranstaltung am Sonntag, 8. Dezember auf dem Alten Markt vorweisen, deren Einnahmen allesamt gemeinnützigen Zwecken zugutekommen werden. Dazu zählen neben mehreren Kitas und Privatleuten die Grünen, der Verein Miteinander, Lennep Offensiv, der FC Remscheid (Jugend), Die Handballer des BSDL (Jugend), das Jugendzentrum „Die Welle“, die Ql-Klassen des Röntgengymnasiums, die Pfadfinder (DPSG), die Jugend der Pfarrei St. Bonaventura und natürlich die IGR. Der Markt beginnt 14 Uhr und endet um 20 Uhr.

Austausch in Bewegung - Tanzbattle in der Krafstation

23.11.19 | 14 -21 Uhr | für Zuschauer*innen von 0 – 100 Jahren  | fünf €

Am 23. November präsentiert die Kraftstation bereits zum dritten Mal ein professionelles Tanzbattle - „Battle Box“. Getanzt wird in den Kategorien Hip Hop, Popping, House, Krump und Mixstyle. Für Zuschauer*innen jeden Alters, Tanzbegeisterte aber auch Menschen die die energiegeladene Atmosphäre eines Tanzbattles einmal hautnah miterleben möchten ist diese Veranstaltung genau richtig. Die Tänzer*innen reisen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland an. In der Kraftstation bewegen sie sich zu fetten Beats und treten auf der Battle-Tanzfläche im Duell gegeneinander an. Wer in einer Kategorie selbst antreten möchte kann sich am Samstag um 13:00 Uhr registrieren und loslegen.

Eine Jury aus hochkarätige, namhafte Mitgliedern entscheidet wer das jeweilige Battle gewinnt. Franky Dee für Hip Hop, Dalil für Popping, OG für House und Trouble für Krump. DJ Crash sorgt für die Musik und der Host des Abends ist Almir K-Mifa.
Zudem haben am Sonntag den, 24. November alle Newcomer und Neugierige die Möglichkeit, an Workshops der Juroren teilzunehmen. In diesem Jahr findet die Veranstaltung in Kooperation mit dem Remscheider-Tanzzentrum und Urban Art Complex Wuppertal statt. Gefördert wird die Battle Box durch den Bergischen Kulturfond.

Dance Battle | für Tänzer*innen |  23.11.2019 | Kraftstation, Honsberger Str. 2, 42857 Remscheid | Registrierung: 13.00 Uhr | Preselection: 14.00 Uhr | Battles: 17.00 Uhr | Eintritt für alle: 5 €
Workshop | 24.11.2019 | 13:00 -19:00 Uhr | Remscheider –Tanzzentrum, Alleestraße 17-19, 42853 Remscheid | 1 Std. 10€ | 3 Std. 25 € | 6 Std. 50 €
Hip Hop mit Aldo: 13.00 - 14.00 Uhr Anfänger / Mittelstufe | 14.00 - 15.00 Uhr Masterclass
Popping mit Dalil | 15.00 - 16.00 Uhr Anfänger / Mittelstufe |16.00 - 17.00 Uhr Masterclass
House mit OG | 17.00 - 18.00 Uhr Anfänger / Mittelstufe | 18.00 - 19.00 Uhr Masterclass

 

 

Berliner Netzpolitiker Yannick Haan zu Gast

Pressemitteilung der SPD Remscheid

Zur Diskussion  der Frage „Auf der Höhe der Zeit oder den Höhepunkt überschritten? – Welche SPD braucht es für die Zukunft?“ mit dem Berliner Netzpolitiker Yannick Haan lädt die SPD alle Interessierte für Mittwoch, 27. November, um 19 Uhr in den Flair-Weltladen nach Lüttringhausen ein. Hat sich die deutsche Sozialdemokratie vielleicht überlebt und ist die Idee der klassen- oder schichtenübergreifenden Solidarität ein Fall für Lagerfeuerromantik und die Geschichtsbücher? Hat die die SPD noch das Potential, Lösungen für die aktuellen Herausforderungen zu entwickeln (Beispiel: Klimawandel)? Braucht es eine „neue“ SPD, die in der Lage ist den veränderten Gegebenheiten in unserem Land Rechnung zu tragen (Individualisierung, Digitalisierung, Auflösung der großen Milieus, multikulturelle Gesellschaft)? Diese und viele andere Fragen mehr im F(l)air-Weltladen, Gertenbachstraße 17, zur Diskussion. Yannick Haan ist Vorsitzender der SPD Alexanderplatz (Berlin), Politikberater beim Thinktank „iRightsLab“ und Publizist. An seinen Vortrag soll sich ein „Generationen-Talk “ anschließen mit Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaften  von Jusos, 60plus und AsF.

„Es gab mal eine Zeit, da gab die Arbeiterbewegung und mit ihr die deutsche Sozialdemokratie in unserem Land den Takt vor, wenn es darum ging, unser Land sozialer, demokratischer und gerechter zu machen. Die politischen Leistungen, die auf das Konto der SPD gehen, bilden das Kapital, auf dem unser Sozialstaat, unser Rechtsstaat und auch unser wirtschaftliches Wohlergehen fußen. Leider wirft dieses Kapital schon seit vielen Jahren keine Zinsen mehr für uns ab. Wir wollen herausfinden, warum das so ist.“ so die stellv. Vorsitzende der Lüttringhauser SPD, Gerhilt Dietrich.

Stolze Bilanz in drei Jahren: 312.000 Kilogramm

Armut hat in Remscheid viele Facetten: Jeder zehnte Remscheider ist auf Transferleistungen nach SGB II (Sozialhilfe) angewiesen. Jedes fünfte Kind lebt in Armut oder ist von Armut bedroht. Und viele Frauen beziehen eine Rente, die unter dem Existenzminimum liegt. Für diese Mitbürger/innen ist die „Remscheider Tafel“ mit ihrer kostenlosen Ausgabe von Lebensmitteln eine große Hilfe. Und was geschieht mit den  Lebensmitteln mit abgelaufenem Verfallsdatum, die von der Tafel aus Hygiene-Vorschriften nicht verteilt werden dürfen? Ab in die Abfalltonne?! Viel zu schade dafür! Zum Glück kümmern sich um diese Lebensmittel seit Oktober 2016 die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der „Initiative Foodsharing“. Aus einem kleinen Kreis engagierter Frauen um Elisabeth Erbe (links im Bild) wurde seitdem ein bestens (über WhatsApp) vernetztes Team aus 97 aktiven „Foodsavern“, die bei mittlerweile 48 Lebensmittelgeschäften, Discountern und Bäckereien regelmäßig das abholen, was nicht mehr verkauft werden darf, aber den Bedarf der Tafel übersteigt oder dort nicht angenommen werden darf. Nach einem festen Plan fährt jeder Foodsaver seine Kooperationspartner ab, sammelt die Waren ein und verteilt sie anschließend an seine „Kunden“– mal abends, wenn die Fahrer der Tafel nicht fahren, mal am Vormittag, wenn sie ihre Runde schon abgeschlossen haben. Das summierte sich in den vergangenen drei Jahren auf 312.000 Kilogramm!

Foodsaver verteilen das Eingesammelte ganz individuell - hier in der eigenen Küche oder an der Haustür, dort in einer angemieteten Garage. Beliefert wird auch das Obdachlosen-Café an der Schüttendelle, das Mädchen-Wohnheim an der Steinstraße, die Augusta-Hardt-Horizonte gGmbH in Lennep und das Männer-Wohnheim („Haus Dresen“ an der Neuenkamper Straße. Und nichts landet im Abfall. Dafür sorgt das Netzwerk der Foodsaver. Hat der eine seine Abnehmer alle versorgt und etwas ist übrig geblieben, reicht ein Anruf bei einem anderen, und es wird abgeholt und von diesem verteilt. Ganz ohne Berechtigungsschein! Elisabeth Erbe schätzt, dass etwa die Hälfte der rund 2.000 Abnehmerinnen und Abnehmer der Lebensmittel froh sind, dafür ihr geringes Einkommen nicht in einem regulären Geschäft ausgeben zu müssen. Bei der anderen Hälfte handele es sich um Menschen ohne oder mit geringeren Geldsorgen, denen es allerdings gegen den Strich ginge, wenn verwertbare Lebensmittel in der Müllverbrennungsanlage landen würden. Sie kommen in eine der 40 Abgabestationen von Foodsharing in Remscheid nicht nur, um etwas abzuholen, sondern auch, um andere Lebensmittel abzugeben, für die sie gerade keine Verwendung mehr haben.

„Es wird in Remscheid immer noch viel zu viel weggeworfen, was noch verzehrt werden könnte. Aber gut, dass es die Tafel und die Foodsharer gibt“, sagte gestern Abend Oberbürgermeister Mast-Weisz 14 Frauen (Elisabeth Erbe, Michaela Ernzer, Elke Gorka, Angela Heise, Uta Januszek, Ariane Konermann, Tanja Mergen, Margid Pacheco, Antje Sander, Claudia Schäfer, Mirjam Starke, Jaqueline Stiehl, Carmen Vogt und Michaela Weische – verhindert waren Carmelina Saciri und Andrea Schütte-Mohr) und einem Mann (Frank Brauner), als er ihnen als Ausdruck der Anerkennung und Wertschätzung für ihr bürgerschaftliches Engagement Ehrenamtskarten überreichte, die mit verschiedenen attraktiven landesweiten Vergünstigungen verbunden sind.

Eine Ehrenamtskarte kann erhalten, wer sich über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung  nachweislich freiwillig engagiert hat. Die gestern Geehrten kommen mit fünf Stunden Foodsharing pro Woche nicht aus. „Es sind eher zehn bis 15 Stunden“, berichteten sie. Das ginge manchmal bis in den späten Abend. „Da ruft beispielsweise um 22 Uhr eine Familie mit drei Kindern an, die keine Lebensmittel mehr im Haus haben. Natürlich wird für die die Garage noch einmal aufgeschlossen!“

Hier der prall gefüllte Einkaufswagen, dort Leere im Kühlschrank. Auch in Remscheid sind das zwei Seiten einer Medaille. „Das erleben Sie jeden Tag“, sagte Burkhard Mast-Weisz „mit Dankbarkeit und Respekt für das ehrenamtliche Engagement“. Dieses sei „der Kitt, der die Stadt zusammenhält“.

Deutlich wurde gestern Abend, dass die Foodsharer ihren Besuchern nicht nur Lebensmittel schenken, sondern auch Gesprächszeit und Anteilnahme – „auch das ganz wichtig!“, so der Oberbürgermeister. "Gerade ältere Menschen leiden oft unter Einsamkeit!"

Künstlerisch-kultureller Erfahrungsaustausch

Eine Städtepartnerschaft sollte in beiden Kommunen von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Nicht nur von Rat und Verwaltung und den eigens dafür gegründeten Partnerschaftsvereinen, sondern auch von kleinen Initiativen, die mit einem gemeinsamen Anliegen auf einer Wellenlänge funken. Wie etwa die Künstler/innen aus Pirna und Remscheid, die mit Hilfe der Vereine „Soroptimist International“ aus beiden Städten und Beatrice Schlieper von den Grünen zueinander gefunden haben. Bei einer der letzten Begegnungen zwischen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern der beiden Partnerstädte war die Idee geboren worden, eine neue Ebene des Miteinanders nicht nur über Wirtschaft, Politik, sondern auch über die Wege von Kunst und Kultur zu suchen. Mit Fördermitteln der Stadt Pirna u(500 Euro) und Hilfe durch die Soroptimisten-Clubs Pirna und Remscheid wurden jeweils zweitägige gegenseitige Besuche geplant als Einstieg in eine künstlerisch-kulturelle Begegnung. Den Anfang machte im September ein Besuch der Remscheider Künstlerinnen Gundis Friege, Katja Wickert und Christiane Strauss (beide von der Kulturwerkstatt Ins Blaue e.V. vom Honsberg), Teona Gogichaishvili, der Leiterin des Fachbereichs Kunst der Musik- und Kunstschule Remscheid sowie der Kulturjournalistin Gisela Schmoeckel.

Zum Gegenbesuch in Remscheids begrüßte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern im großen Sitzungsaal des Rathauses drei Kulturschaffende aus Pirna: Christiane Stöbe, Giesela Protzke und Barbara Hirsch. Die Bildhauerin und Kunstpädagogin Christiane Stöbe und Giesela Protzke sind die Kuratorinnen des seit 2013 in Pirna stattfindenden „Skulpturensommers“, Barbara Hirsch ist Vorstandsmitglied des 2010 gegründeten und seitdem mehrfach ausgezeichneten Vereins „Die Theatermacher“, Theaterpädagogisches Zentrum Pirna e.V. Der ging damals aus einem Theaterprojekt des Soroptimist International Club Pirna hervor.

Dass sich Kulturinitiativen aus Pirna und Remscheid gegenseitig befruchten könnten, hob Burkhard mast-Weisz gestern hervor: „Die Kultur ist das Salz, das einer Stadt die Würze gibt!“ Für ein größeres Kulturbudget im Etat der Stadt Remscheid reiche das Geld leider nicht. Umso wichtiger seien die Ehrenamtlichen, die sich in einer „Kulturszene ohne Netz und doppelten Boden künstlerisch engagieren“. Damit war die Honsberger Kulturwerkstatt Ins Blaue e.V. Der sei, so Burkhard Mast-Weisz, inzwischen schon Bestandteil einer integrativen Stadtteilentwicklung geworden. Die Gäste aus Pirna lernten das Domizil des Vereins an der Siemensstraße gestern Nachmittag kennen. Weitere Besuche gelten dem Westdeutschen Tourneetheater und der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid.

Gemeinsam ist Pirna und Remscheid der Missstand, dass in den Innenstädten die Zahl der leerstehenden Einzelhandelsgeschäfte zunimmt. Diesen „Freiraum“ für Kulturprojekte und kulturellen Jugendarbeit zu nutzen, könnte zu einem gemeinsamen Ziel der Kulturschaffenden beider Städte werden. Der Remscheider OB: „Gute Ideen brauchen viele Väter und Mütter!“ Beatrice Schlieper will das im kommenden Jahr bei einem weiteren Besuch in der Partnerstadt Pirna aufgreifen. Ihr schwebt ein Jugendaustausch vor.

Weihnachtsmarkt und Krippenspiel auf Schloss Burg

Pressemitteilung des Bergischen Museums Schloss Burg an der Wupper

Alle Jahre wieder findet am ersten Adventswochenende (Freitag, 29.11., bis Sonntag, 1.12., Sa 10-20 Uhr, Fr+So 10-18 Uhr) der traditionelle Weihnachtsmarkt auf Schloss Burg statt. Merke: Für Berufstätige und Nachtschwärmer ist der Markt am Samstag länger geöffnet, so dass Sie bis 20 Uhr gemütlich bummeln können. Ein Weihnachtsmarkt, der sich durch das besondere Flair der romantischen mittelalterlichen Burganlage von anderen Märkten unterscheidet. Viele kleine Lichter stimmen die Besucher auf die besinnliche Vorweihnachtszeit ein und duftende Leckereien locken auf dem Vorplatz.

Rund 100 Aussteller präsentieren in und um Schloss Burg diesmal ihre liebevoll gefertigten handwerklichen Geschenkideen, Gebrauchsgegenstände und allerlei weihnachtliche Dekorationen. Von erzgebirgischer Volkskunst über Weihnachts- und Adventsdekorationen bis hin zu den verschiedensten Geschenkideen im Bereich Mode, Schmuck, Keramik oder auch Feinkost. Hier findet man garantiert noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk.

Auf dem Vorplatz gibt es wie immer ein buntes Verpflegungsangebot und im Brunnenhof lädt die Wahre Bergische Ritterschaft zum alljährlichen mittelalterlichen Krippenspiel, am Samstag und Sonntag um 14 und 16 Uhr ein. In der Kapelle gibt es in diesem Jahr eine kleine Sensation: die Krippe hat endlich wieder eine Maria. Dank der liebevollen Arbeit des Schnitzers Franz Breckerfeld aus Oberburg muss Josef nicht länger allein an der Krippe stehen und durch das näherische Geschick von Frau Maria Falkenhain aus Solingen bekam die Figur ein passendes, edles Gewand.  Nach 15 Jahren als „alleinerziehender Vater“ ist das Bild von Maria und Josef nun endlich wieder komplett.

Neben dem großen geschmückten Weihnachtsbaum trägt die Krippe maßgeblich zur besonderen und andächtigen Atmosphäre in der Kapelle zur Weihnachtszeit bei. Lassen auch Sie sich auf die bevorstehende schönste Zeit des Jahres einstimmen und besuchen Sie Schloss Burg zum Adventsbasar.

Es gelten die regulären Eintrittspreise. Bitte beachten Sie: Besucher, die nur zu einer reinen Besichtigung des Museums kommen sind herzlich eingeladen, den Besuch auf ein anderes Datum zu vertagen, denn durch die Verkaufsstände ist die Besichtigung der Exponate nicht möglich.

Lenneper Schwimmverein in politischen Bahnen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Politisch interessiert und aktiv zeigten sich die Seniorinnen und Senioren des Lenneper Schwimmvereins bei ihrem Besuch im Landtag und der Diskussion mit dem Remscheider SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf. An dem von Vorstandmitglied Wolfgang Wäscher organisierten Ausflug nach Düsseldorf nahmen mehr als 40 Mitglieder teil. In der von ihnen besuchten Landtagsdebatte ging es um unbesetzte Stellen an Grundschulen und die Bezahlung von Grundschullehrkräften. In der anschließenden Diskussion mit Sven Wolf gab es viele Fragen zur Landtagsarbeit, der Zusammensetzung der Gremien und den Entscheidungswegen  im Landtag, aber es ging auch um ganz konkrete politische Themen wie Energiepolitik und Verkehr.

Zum Verkehr entspann sich eine lebhafte Debatte. Die Gäste bemängelten die Unübersichtlichkeit der vielen Tarife und die ständigen Tariferhöhungen im ÖPNV. „Das ist auch an den Fahrkartenautomaten sehr undurchschaubar. Dann hat man ein Ticket gezogen und es ist vielleicht nicht das Richtige und das muss man dann, wenn die Kontrolle kommt, wieder erklären“, berichtete eine Teilnehmerin. „Richtig“, stimmte Sven Wolf zu. “Manches, wie den so genannten ‚Kragentarif‘, versteht niemand. Ich habe auch selber kürzlich ein zu teures Ticket gezogen, weil es in der Stadt eine Kurzstrecke-Option gegeben hätte. Wenn man wirklich eine Entlastung der Straßen von Autos erreichen möchte, dann muss der Bus- und Bahnverkehr viel günstiger werden oder sogar innerstädtisch kostenlos. In Wien kann man für einen Euro pro Tag Bus und Bahn im ganzen Stadtgebiet fahren. Gar nicht so ferne Zukunftsmusik ist es auch, dass zukünftig das Ticket nicht nur mit dem Smartphone gezogen wird, sondern genau die gefahrene Strecke abgerechnet wird. Man loggt sich ein, wenn man einsteigt, und wieder aus, wenn man aussteigt. Das würde die Sache viel einfacher machen.“

„Was tut das Land denn, um eine lebenswerte Umwelt zu erhalten“, wollte eine der Besucherinnen wissen. Sven Wolf erläuterte, dass bereits in der letzten Legislaturperiode ein Klimaschutzgesetz im Land verabschiedet worden sei, um sich zu weniger CO2-Ausstoß und zu mehr Nutzung erneuerbarer Energie zu verpflichten. „Als Opposition ist es unsere Aufgabe, hier auch die Landesregierung zu mahnen, diesen Weg weiter zu gehen. Vor diesem Hintergrund sehe ich allerdings die Vergrößerung der Abstände zwischen Windanlagen und Gebäuden kritisch. Das führt zu eingeschränkten Möglichkeiten, Windkraftanlagen zu bauen, und auch bei der heimischen Bergischen Zuliefererwirtschaft zu einem Rückgang in den Auftragsbüchern.“