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Bürgerstiftung RS für Engagementpreis benannt

Die Bürgerstiftung Remscheid ist für den Deutschen Engagementpreis vorgeschlagen worden. Darüber freuen sich die Stiftungsvorsitzende Kathrin Gilberg und die Vorstandsmitglieder Rainer Gilberg und Wilfried Milz ebenso wie der Karl Heinz Humpert, der Vorsitzende des Stiftungsrates. Die Bürgerstiftung Remscheid wurde im Oktober 2000 ins Leben gerufen, um Bürger und Unternehmen in unserer Stadt zu ermuntern, sich gemeinnützig für Remscheid zu engagieren. Gefördert werden Projekte in Remscheid aus den Bereichen Jugend, Kultur und Soziales ideell und materiell mit Geld und Sachmitteln. In den vergangenen vier Jahren wurde nach Angaben von Kathrin Gilberg mit einer Gesamtsumme in Höhe von Gesamtfördersumme ca. 40.000 € eine Vielzahl größerer und kleinerer Projekte unterstützt:

  • 2015: Der Fitnessplatz im Stadtpark (von der Bürgerstiftung installiert, wurde überholt und um zwei Geräte erweitert), Projekt für Demenzerkrankte im Wiederhof mit Musikgeragogin, Patenschaft Orchester.
  • 2016: Bewerberbuch BZI, Demenzprojekt Wiedenhof (fortgeführt), Demenzprojekt mit Remscheider Schulen („Konfetti im Kopf“ mit Abschlussveranstaltung im Faßbender-Saal), Start des BürgerKollegs, Patenschaft Orchester.
  • 2017: Bewerberbuch BZI, Integrations-Sportfest, Spende an „Die Wiege e.V.“, Patenschaft Orchester, BürgerKolleg.
  • 2018: Bewerberbuch  BZI, Spende an „Echt kremig“, Kinderschutzbund (Müttercafé Mama Mia) und Initiativkreis Kremenholl (Tisch-Bank-Kombi), Kamishibai-Theater-Patin, Patenschaft Orchester, Projekt „Frühaufsteher“ BZI, BürgerKolleg.

Der Deutsche Engagementpreis wurde erstmals 2009 im Rahmen der Kampagne "Geben gibt." ausgelobt. Das Ziel der Initiative ist bis heute die Stärkung der öffentlichen Anerkennung von bürgerschaftlichem Engagement. Inzwischen hat sich der Deutsche Engagementpreis als die deutschlandweit wichtigste Würdigung für bürgerschaftliches Engagement etabliert. Seit 2015 präsentiert der Dachpreis in einem neuen Wettbewerbsverfahren die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Ausrichter der rund 700 Engagement- und Bürgerpreise in Deutschland, um ganzjährig die Anerkennungskultur für freiwilliges Engagement zu befördern.

Vom 12. September bis 24. Oktober wird über den Deutschen Engagementpreis 2019 abgestimmt. Mehr als 600 Projekte und Personen haben dann die Chance, den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis zu erhalten. Die TOP 50 der öffentlichen Abstimmung gewinnen zudem die Teilnahme an einer kostenfreien Weiterbildung in Berlin. Wir laden Sie ein, sich an der Abstimmung zu beteiligen und Ihre persönlichen Favoritinnen und Favoriten unter allen Teilnehmenden auszuwählen. Das Projekt mit den meisten Stimmen gewinnt. Für alle, die sich an der Abstimmung beteiligen möchten, hier der Link: https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/.

Stadt lehnt Kauf des Sportplatzes als zu teuer ab

Als „teuersten Kunstrasenplatz aller Zeiten“ bezeichnete der Waterbölles am 11. März den Sportplatz Neuenkamp, nachdem der RSV gegenüber der Stadt Remscheid einen Verkaufspreis von 3.635.000 Euro genannt hatte (als handele es sich um Wohnungsbaugelände) und die Stadt auf den tatsächlichen Wert des Sportgeländes, 540.036,60 € (38 €/m²), verwiesen hatte. Inzwischen hat die Delegiertenversammlung des Vereins einen neuen Preisvorschlag gemacht – nun sollen es 1,5 Millionen € sein. Die Botschaft an die Stadt: „Der Sportplatz Neuenkamp wird der Stadt Remscheid für den Kaufpreis von € 1,5 Millionen  bei rein sportlicher Nutzung für mindestens 30 Jahre angeboten.“

Somit liegen „auch die aktuellen Vorstellungen des RSV bei einem Kaufpreis, der den ermittelten Verkehrswert als Sportfläche weiterhin deutlich übersteigt“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Sportausschusses am 25. September. Und weiter: „Der Verwaltungsvorstand hat daraufhin ... festgestellt, dass die Teilnahme am Förderprogramm ‚Soziale Integration im Quartier‘ nicht in Frage, kommt, da hier maximal ein Kaufpreis in Höhe des Verkehrswertes (540.000 €) gefördert werden kann.“ Darüber hinausgehende Erwerbskosten würden zu Lasten der Kommune gehen, da sie nicht förderfähig seien. „Freiwillig“ einen Kaufpreis zu akzeptieren, der 960.000 € über dem ermittelten Verkehrswert liegt, wäre rechtlich zu beanstanden, so die Verwaltung.

Darüber gab es bereits Ende August ein Gespräch unter Federführung des Oberbürgermeisters in Anwesenheit des zuständigen Dezernenten und der Fachdienstleitung Sport und Freizeit mit Vertretern des Fußballvereins BV 10 und des Sportbundes Remscheid (SBR). Ergebnis: „Nach intensiver Diskussion waren sich alle Beteiligten unter großem Bedauern einig, dass unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eine Realisierung des Sportplatzes am Neuenkamp nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz wird die Stadtverwaltung ihre Bemühungen fortsetzen, eine zufriedenstellende Lösung für den dort beheimateten Verein zu finden. Zunächst konnte der RSV als Grundstückseigentümer davon überzeugt werden, dem BV 10 b.a.w. die Möglichkeit einzuräumen, dort auch weiterhin seinen Sportbetrieb aufrecht zu erhalten. Entsprechende Gespräche waren erfolgreich, der  Fachdienst Sport und Freizeit wurde umgehend  beauftragt, Folgegespräche zur jetzt doch möglichen jahrweisen Verlängerung des Pachtvertrages über den 31. Mai 2020 hinaus mit dem RSV aufzunehmen. Alle Beteiligten waren sich unter den gegebenen Umständen einig, dass dies die sinnvollste und pragmatischste Lösung ist.“

Gleichzeitig wurde der Fachdienst Sport und Freizeit beauftragt, mögliche Alternativen für den Spielbetrieb des  BV 10 zu erarbeiten. Dabei soll der Fokus insbesondere auf Alt-Remscheid mit der Möglichkeit des Spielbetriebs auf Kunstrasen gelegt werden.

Fest zum Weltkindertag wieder am Rathaus

Plakat der Stadt Remscheid zum Weltkindertag 2019.Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Unter dem Motto „Wir Kinder haben Rechte“ lädt der städtische Fachdienst Jugend, Abteilung Kinder- und Jugendförderung gemeinsam mit vielen Remscheider Einrichtungen und Vereinen für Sonntag, 22. September, zu einem bunten Kinder- und Familienfest auf den Theodor-Heuss-Platz gvor dem Rathaus ein. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz wartet von 13 bis 18 Uhr an 35 Ständen ein vielfältiges Programm zum Spielen, Basteln und Bewegen auf die (kleinen) Gäste. Wasserspiele, Hüpfburgen, Kinderschminken, Kreatives, Sportliches und vieles mehr versprechen Spaß und Abwechslung für die ganze Familie. Auf der Bühne präsentieren junge Remscheider Gruppen ihr Können mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen. Auch für das leibliche Wohl ist mit vielen Leckereien und Getränken gesorgt.

Der Weltkindertag geht auf eine Initiative der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1954 zurück und hat zum Ziel, jedes Jahr auf die Situation und die Bedürfnisse von Kindern weltweit aufmerksam zu machen. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Wir Kinder haben Rechte“.

Kinder bis einschließlich 14 Jahre fahren am Weltkindertag auf allen Linien des öffentlichen Personennahverkehrs in NRW unentgeltlich. Zusätzlich bietet der VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) am 21. und 22. Septemnber (Kölner Weltkindertag-Fest) unentgeltliche Fahrten an, so dass auch auf Linien der Stadtwerke Remscheid Kinder bis 14 Jahre, die dieses Fest besuchen möchten, unentgeltlich befördert werden.

Kremenholl in drei Berichten und einem Video

Was als „Cremenholl“ begann, wurde 1672 offiziell zu „Kremenholl“. 650 Jahre Kremenholl, ein guter Grund zum Feiern. Und das taten die Kremenholler denn auch am vergangenen Wochenende. Es war übrigens ihr  23. Kremenholler Stadtteilfest. Und der Waterbölles berichtete im Vorfeld dreimal über das Fest und seinen besonderen Anlass:

Heute folgt ein Video über die Eröffnung am Samstag. Dazu konnte Gabriele Leitzbach, die Vorsitzende des Initiativkreises Kremenholl e.V., auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, den SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf und den Stadtführer Lars Johann begrüßen.

Wissenswertes zur Geschichte des Kremenholl

Die Kremenholler feiern morgen und übermorgen ihr Stadtteilfest und zugleich das 650. Bestehen des Kremenholl (1369 - 2019): Es sei ein Stadtteil mit „Ecken und Kanten", schreibt Gabi Leitzbach, die Vorsitzende des Initiativkreises Kremenholl e.V., in ihrem Grußwort in der aktuellen Festschrift. „“Ein Quartier, das heraufordert, aber dank der Menschen, die sich für und in ihm engagieren, ein Ort an dem seinen Bewohnern nicht langweilig werden muss!“ Stadtführer Lars Johann (Foto) hat sich in der Festschrift mit der Geschichte des Stadtteils eingehend befasst. Er schreibt: „Wer sagt eigentlich, dass es tatsächlich 650 Jahre Kremenholl gibt? Vielleicht sind es nur 600 Jahre, vielleicht sogar 700 Jahre. In Zeiten, in denen Fake-News Teil des Alltags geworden sind und soziale Medien Informationen in wenigen Zeichen zwitschern, ist es schön, auf diesem Weg einmal etwas ausführlicher die Richtigkeit der 650 Jahre Kremenholl beleuchten zu können.

Letztendlich kann nur anhand von alten Urkunden, Aufzeichnungen und Chroniken festgestellt werden, ab wann eine Stadt oder eine Ortschaft entstanden ist. Es werden also so lange Urkunden ausgewertet, bis der früheste Zeitpunkt der ersten Erwähnung festgestellt wird. Für Kremenholl ist dies tatsächlich das Jahr 1369. In einer Urkunde aus diesem Jahr wird erwähnt, dass ein Albrecht von Kremenholl zwei Malter Hafer als Abgabe zu entrichten hat. Da es um Geld ging, wurden entsprechende Unterlagen akribisch geführt, so dass man hier wohl auch bezüglich des Datums von der Richtigkeit ausgehen kann. Der Name selbst setzt sich aus zwei Teilen zusammen, nämlich dem ersten Teil Kriemen, heute Kremen, der wahrscheinlich auf einen Grimo oder Grimhard zurückzuführen ist.

Mit Holl oder Hol ist eine Bodenmulde gemeint, die sich besonders gut zu Siedlungszwecken geeignet hat, da diese etwas geschützter lag. Wenn also der Name der Siedlung auf einen Grimo zurückgeht, der Steuerschuldner für den Hafer jedoch ein Albrecht ist, so ist davon auszugehen, dass bereits vor 1369 ein Hof oder eine kleine Siedlung mit Namen Kriemenholl existiert hat. Tatsächlich dürfte somit die Siedlung Kremenholl älter als 650 Jahre sein. Wir wollen uns jedoch streng an die Belegbarkeit halten und ein genaueres Jahr als 1369, die erste urkundliche Erwähnung, existiert nicht. Also ist dieses Datum als erstes belegbares Jahr der Beginn der Zählung, so dass wir tatsächlich auf 650 Jahre kommen.

In den folgenden Jahren und Jahrzehnten geschah dann relativ wenig Aufsehenerregendes in der kleinen Siedlung Kremenholl. Es wurde wohl mal versucht Eisenerz abzubauen, was allerdings im Hinblick auf die schlechte Qualität nicht von Erfolg gekrönt war und teilweise dazu führte, dass Einwohner weggezogen sind, um woanders ihr Glück mit dem Eisenerz zu versuchen. So war Kremenholl eine kleine Siedlung im Bereich des Dorfes Remscheid.

Aus dieser Zeit gibt es leider kaum Unterlagen, die erhalten geblieben sind, so dass erst 1675 im Lagerbuch der Stadt Remscheid der Kremenholl dann wieder erwähnt wird. In diesem Lagerbuch werden vier Höfe erwähnt, namentlich die Familien Honsberg, Hermes, Dahlmann und Roster. Zu diesem Zeitpunkt, in vorindustrieller Zeit, dürfte es eine eher landwirtschaftliche Nutzung des Kremenholl gewesen sein, von der die Leute gelebt haben.

Ca. 160 Jahre später, im Jahr 1831 sieht dies dann schon anders aus. Die Kleinstaaterei im Gebiet des heutigen Deutschlands hat ein Ende, Remscheid und damit der Kremenholl gehören nun zu Preußen, und der wirtschaftliche Aufschwung in Remscheid wird erkennbar. Davon profitiert natürlich auch der Kremenholl. So sind 1831 zehn Häuser erwähnt, in denen insgesamt 131 Personen leben, inklusive Kinder. In diesem Einwohnerbuch sind auch die Geburtsorte der Bewohner angegeben. Auffallend ist hier, dass von den 131 Bewohnern neun in Hessen geboren wurden und schon in jungen Jahren nach Remscheid gekommen sind, wie z.B. der Knecht Conrad Schreiner, der mit 15 Jahren im Haus des Feilenhauers Krummenedel und seiner Familie lebt. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wird deutlich, dass die Bewohner des Kremenholl ihr Einkommen in erster Linie durch Metallverarbeitung verdienen. Allein bei zwölf der Bewohner des Kremenholl wird als Beruf Feilenhauer angegeben. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt viele noch zur Selbstversorgung einige Tiere halten ist der Trend klar erkennbar. Mit zunehmender Industrialisierung setzt sich dies dann fort.

Anfang des 20. Jahrhunderts ist die Wohnungsnot der Arbeiterfamilien das größte Problem. So titelt der RGA: „In der einzigen Stube hausen Sechse". In Remscheid führt dies dazu, dass unter Führung des Industriellen Moritz Böker — nachdem später dann die Moritzstraße auf dem Kremenholl benannt wird, der gemeinnützige Remscheider Bauverein gegründet wird, der immerhin bis 1906 111 Häuser baut, darunter auch viele auf dem Kremenholl. Hinzu kam noch, dass 1885 Alexander von der Nahmer nach Streitereien mit der Familie Böker aus der Bergischen Stahlindustrie AG (BSI) ausstieg und am Kremenholl mit dem Alexanderwerk sein eigenes Unternehmen gründete, das ebenfalls wirtschaftlich sehr erfolgreich war. Damit war der Kremenholl zu Beginn des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich und infrastrukturell vollständig an die Stadt Remscheid angebunden. Fortan entwickelte sich auf dem Kremenholl das für Arbeitersiedlungen typische Vereins- und Gemeinschaftsleben, z.B. in Form von Gesangsvereinen.

Im 2. Weltkrieg wurde auch der Kremenholl dann schwer durch den Angriff auf Remscheid am 30.7.1943 getroffen. Große Teile des Alexanderwerks und des Kremenholl waren zerstört und auch die alte Hofschaft war nicht mehr zu retten. Nach dem Krieg begann natürlich der Wiederaufbau und infolge des Wirtschaftswunders wurde der Wohnraum erneut knapp, da nun auch für die Gastarbeiter Wohnraum benötigt wurde. Der Kremenholl veränderte dadurch seinen Charakter, da statt gemütlicher Hofschaft nun Hochhäuser den Kremenholler Kopf prägten. (...) Dies hat jedoch nichts daran geändert, dass der Kremenholl immer noch durch ein starkes Gemeinschaftsgefühl geprägt wird, das letztendlich dadurch zum Ausdruck gebracht wird, dass es heute möglich ist, das 650jährige Bestehen des Kremenholl in dieser Form zu feiern.“

Nachfolgend das Programm das Stadtteilfestes:

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Edgar Schneider mit NRW-Sportplakette ausgezeichnet

Mit der NRW-Sportplakette wurden in den vergangenen 60 Jahren fast 890 Personen ausgezeichnet. Erstmals erhielt jetzt auch ein Remscheider diese Ehrung: Edgar Schneider. Für große ehrenamtliche Verdienste! Staatssekretärin Andrea Milz und Walter Schneeloch, der Präsident des Landessportbundes NRW, bescheinigten ihm Düsseldorfer Capitol-Theater, in seinem Sportverein, dem Reinhagener Turnerbund und auf kommunaler Ebene generell als Ideengeber und Organisator maßgebliche Veränderungen des Sports initiiert und umgesetzt zu haben. Sein Engagement sei vorbildhaft und strahlt über die lokale Ebene hinaus.

„Edgar Schneider hat ein Gespür für den gesellschaftlichen Wandel, greift neue Sporttrends auf und schafft so neue zeitgemäße Sportangebote. Er erkannte früh das Potential der aus den USA bekannten Fitnesswelle und schuf bereits mit Beginn der 1980er Jahre entsprechende Sportangebote in seinem Sportverein“, heißt es in der Laudatio. „Die Gründung einer Aerobic-Abteilung, verschieden Laufevents (City- und Röntgen-Lauf / Waterbölles)  mit überregionaler Ausstrahlung, neue Sportangebote für Kinder, einschließlich Kinderrad- und Mountainbike Kurse gehen auf seine Initiative zurück.“

In seinem Sportverein macht sich Edgar Schneider seit nunmehr 60 Jahren als Trainer, Sportabzeichenprüfer, Oberturnwart und als Vorstandmitglied verdient. 2006 erhielt er (deswegen) die Ehrennadel des Deutschen Turner-Bundesund die Sportehrenplakette der Stadt Remscheid .2015 folgte die Goldene Ehrennadel des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein.

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Lenneper können den Kaisersaal wieder nutzen

1820 wurde in Lennep das Hotel „Berliner Hof“ am Mollplatz eröffnet. Für diesen Namen hätten sich die damaligen Besitzer entschieden, weil in jener Zeit am Mollplatz die Postkutschen nach abgefahren seien, weiß der Seyed Amir Zabihi. Er kaufte das dreistöckige Fachwerkhaus samt 1.700 Quadratmeter großem Grundstück vor drei Jahren (2016) von Manfred und Ursula Noll-Baues und modernisiert seitdem schrittweise die 45 Gästezimmer. Aber nicht genug damit: Auch der rund 400 Quadratmeter große „Kaisersaal“ mit seiner hohen Kuppeldecke, der viele Jahre leer gestanden hatte, wurde renoviert und steht nun für Veranstaltungen und Familienfeste mit bis zu 150 Teilnehmern zur Verfügung. Beeindruckt von Lenneps neuem Festsaal und den übrigen Aktivitäten des neuen Hotelbesitzers und seines engagierten Teams zeigten sich gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Ralf Flügge, der Vorsitzende des Lenneper Schützenverein 1805 e.V. Der Waterbölles konnte sie bei der Besichtigung des  „Kaisersaals“ begleiten.

Ziel ist reizvolle gastronomische Location

Röntgens Geburtshaus in Lennep, das ehemalige Ärztecasino im Südbezirk, ein Wohnhaus in Ehringhausen, der Steffenshammer im Morsbachtal, der Bismarckturm im Stadtpark oder die alte Feilenfabrik Ehlis im Eschbachtal – beim gestrigen Tag des offenen Denkmals hatten interessierte Bürger/&innen die Qual der Wahl. Der Waterbölles entschied sich für letzteres, schon um bei fortschreitender Sanierung der historischen Fabrikanlage durch den „Förderverein zur Erhaltung der Feilenfabrik in Schlepenpohl e. V.“ (Thomas Abbas, Werner Wand, Walter Pricken) auf den neuen Stand zu kommen, nachdem er die bisherigen Arbeiten mit der Foto- und Videokamera begleitet hatte. Diesmal war der Architekt Detlef Jürgen aus Hemer der Gesprächspartner. Er berichtete von den umfangreichen Arbeiten am Dach und dem mühsamen Entfernen von diversen Farbschichten an den Innenwänden, um die schöne Struktur der gelben Klinkersteine wieder hervortreten zu lassen. Als nächstes werden dann Brandschutzmaßnahmen anstehen. Schließlich soll „Ehlis in Schlepenpohl“ nicht nur Museum und Wirkungsstätte für einen Handwerker oder Künstler werden, sondern auch eine besonders reizvolle gastronomische  „Location“. Aufgebaut wurde inzwischen der nostalgische Ehlis-Messestand mit vielen Originalteilen. Seit den 1950 Jahren genoss der Messestand Kultstatus auf der Eisenwarenmesse in Köln.

Nichts Konkretes zum Plan eines Kulturzentrums

Unter dem Motto "HeimatBUNT" veranstaltete der Kulturkreis.jetzt am Samstag sein zweites nachhaltiges Bahnhofsfest am historischen Bahnhof Lüttringhausen. Dafür engagierten sich auch diesmal wieder Vereine, Politik und Bürgerschaft. Das Ganze begann mit der Präsentation von zwei fast funkelnagelneuen Elektro- / Hybrid-.Fahrzeugen aus asiatischer Produktion, die sich als preiswerter herausstellen, als von dem meisten Zuschauern angenommen. Vor allem die Plugin-Version in Kombination von Batteriebetrieb und Benzin-Motor wurde von seinem Besitzer als sehr kostengünstig im Verbrauch gelobt. Und zum Strom-Tanken in der eigenen Garage reiche eine normale Steckdose. Auch Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller, der zum Bahnhofsfest mit einem der Fahrzeuge abgeholt worden  war, zeigte sich beeindruckt.

Der erste Bahnhofsfest vor einem Jahr hatte der Waterbölles mit „Hoffen auf neues Leben für alten Bahnhof“ überschrieben.  Denn damals hatte der Aktionskreis aus engagierten Lüttringhauser Bürgern, der den alten Bahnhof vergeblich zu kaufen versucht hatte, bekundet, seine Idee eines Kulturzentrum weiterverfolgen zu wollen, entwickeln zu können. Bis zum Jahresende werde ein konkretes Konzept vorliegen, kündigte Volker Beckmann auf dem Familien- und Kulturfest an, dass die Eisenbahnfreunde und der Heimatbund Lüttringhausen organisiert hatten. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Andreas Stuhlmüller versprachen ideelle Unterstützung. Daran dürfte sich auch nichts geändert haben. Konkretes ist zu dem Plan eines Kulturzentrums aber nicht zu berichten. Offenbar verlaufen die Gespräche mit dem neuen Besitzer des ehemaligen Bahnhofsgebäudes recht zäh.

Herbstliche Blütenpracht zum Kartoffelfest in Lennep

Das beliebte Kartoffelfest in Lennep, das alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Altstadtfest stattfindet, begleitet von einem verkaufsoffenen Sonntag, hätte in diesem Jahr auch „Blumenfest“ heißen können, so groß war die Blütenpracht, mit der ein heimischer Gärtner aufwartete. Aber auf den zweiten Blick war natürlich auch die Kartoffel variationsreich vertreten. Denn die gastronomischen Betriebe auf dem Alter Markt hatten Kartoffelgerichte (Reibekuchen, Kartoffelsuppe, Pommes Frites, Kartoffelsalat mit Spanferkelbraten oder Burger im Kartoffelbrötchen) im Angebot. Lennep Offensiv hatte sich diesmal als Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen – eine Sammlung von Kochrezepten für Kartoffelgerichte, die dann als kleines Kochbuch in einer Broschüre veröffentlicht werden sollen.

Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz

In Kooperation mit der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen, sowie der Stiftung „Gedenken und Frieden“ lädt der Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. zur Eröffnung der Ausstellung „Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ für den 6. September um 12 Uhr in die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall. (Bitte nutzen Sie den Zugang über die Treppe gegenüber der Hausnummer 61 der Martin-Luther-Straße, Parkmöglichkeit auf dem Schützenplatz)

Die Wanderausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der erst zwischen 2002 und 2009 erfolgten rechtlichen Rehabilitierung ihrer Opfer. Im Zentrum stehen Fallgeschichten, bei denen es nicht nur um Personen geht, die als Deserteure abgeurteilt wurden, sondern auch um so genannte Wehrkraftzersetzer und Volksschädlinge. Darüber hinaus werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Insgesamt wurden mindestens 22.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten (auch aus unserer Region) werden in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz zwischen 1871 bis 1939 eingebettet. Auch nimmt die Ausstellung die Ausgrenzung und Nichtachtung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten in den Blick.

Zur Eröffnung der Ausstellung werden neben einem Vertreter des Remscheider Vereins auch Thomas Kutschaty (MdL, SPD), Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Stadt Remscheid und Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Kurator der Ausstellung, das Wort ergreifen.

Yves Fily: Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Im Rathaus empfing Oberbürgermeister gestern Vormittag Yves Fily aus Quimper, langjähriger aktiver Begleiter der Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper und wesentlicher Unterstützer des Schüleraustausches des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums (GBG) mit einer Schule in Quimper. Gerne kam der Gast aus der Bretagne der Bitte des OB nach, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Mit dabei: GBG-Schulleiter Stephan Döring, Lehrer Frank Schopphoff und Lehrerin Klara Marnach-Wetzel in Begleitung ihrer Ehepartner. „Sie tragen mit ihrer Arbeit maßgeblich zu dem gelungenen Schüleraustausch bei!“, dankte ihnen Burkhard Mast-Weisz.