Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Mit guter Zeitplanung gegen Terminengpässe

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Ein jährlich wiederkehrendes Phänomen zeigt sich in den kommenden Wochen in Remscheid wie auch in anderen Städten. Beim Blick in den Ausweis fällt auf, dass der Pass für die Urlaubsreise erneuert werden muss. Das Frühlingswetter macht Lust auf dem abgemeldeten Freisitzer, das Zweirad wird angeschafft oder in den ruhigen Urlaubstagen zur Jahresmitte wird ein Gang zum Amt eingeplant. Kurz: Bis zur Jahresmitte herrscht klassischer Weise im städtischen Bürgerservice großer Besucherandrang, angemessene Wartezeiten und Ad-Hoc-Terminvergaben sind schwerlich zu halten.

Um diese Belastungsspitzen im Remscheider Bürgerservice abzufangen, gilt inzwischen für Bürgeranliegen im Bereich KFZ-Zulassung und Meldeangelegenheiten eine generelle Terminpflicht. Und auch Besuche bei der städtischen Führerscheinstelle sind nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Termine für die Bereiche Bürgerservice, Passstelle und Führerscheinstelle können beim Bergischen ServiceCenter unter Tel. RS 16-2200 reserviert werden. Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr erreichbar. Darüber hinaus können Termine auch im städtischen Internetportal unter www.remscheid.de und während der Öffnungszeiten direkt bei der Info-Theke im Ämterhaus am Friedrich-Ebert-Platz gebucht werden. Die Informationstheke ist ebenfalls Anlaufstelle für ausgewiesene Notfälle.

Ergänzend zu den regulären Terminen, die online via www.remscheid.de oder über das Bergische ServiceCenter (s.o.) buchbar sind, werden von Montag bis Freitag um 7.30 Uhr Zusatztermine für den selben Tag freigeschaltet. Ihre Anzahl wird tagesaktuell passend zur tatsächlichen Personalkapazität ermittelt. Eine Terminvorsprache am gleichen Tag ist somit ab sofort nicht mehr nur über die Vermittlung der Infotheke in Form eines Notfall-Termins möglich. Im Ämterhaus gibt es zudem einen sogenannten Schnellschalter, an dem allerlei Dienstleistungen ganz ohne Terminreservierung erledigt werden können. Hier ein Überblick über sein Leistungsangebot:

Einwohnermeldeangelegenheiten:

  • Beantragung eines Führungszeugnisses
  • Beglaubigung von Dokumenten und Unterschriften
  • Meldebescheinigung
  • Beantragung eines Untersuchungsberechtigungsscheins nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz

KFZ-Angelegenheiten

  • Abmeldung (bis zu 5 Stück)
  • Reparaturkennzeichen
  • Ausstellung einer Feinstaubplakette
  • Ausstellung einer 100 km/h Plakette
  • Beantragung eines Kurzzeitkennzeichens (nur in begründeten Ausnahmefällen und bei entsprechender personeller Besetzung)

Sonstiges

  • Verkauf von amtlichen Müllsäcken
  • Aushändigung von Formularen (z.B. Steuererklärung, Wohngeldanträge, Antrag auf Wohnberechtigungsscheine, Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung, Sperrmüllkarten, Anträge auf Befreiung der Rundfunkbeitragspflicht)
  • Verlängerung eines Schwerbehindertenausweises.

Sieben neue Scouts für Jobtickets und Radfahren

Meryem Büyükodabasi (20) und Laura Schellhorn (21) sind die neuen Klima- und Energiescouts zur klimafreundlichen Mobilität in der Stadtverwaltung Remscheid. Die beiden Auszubildende hatten im vergangenen Jahr im Rahmen ihrer Ausbildung an einer Pflichtveranstaltung von Monika Meves (Fachdienst Umwelt) teilgenommen. Diese hatte damals nach Freiwilligen gesucht, um unter den 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das „Jobticket“ zu werden. Das heißt bei den Remscheider Stadtwerken offiziell „Großkunden-Rabattmodell“ und verspricht Arbeitgebern ab 30 Angestellten, die sich für ein Jobticket-Abonnement entscheiden, einen Preisnachlass von mindestens acht Prozent. Je größer der Anteil der Belegschaft, die für die Fahrten zum und vom Arbeitsplatz den öffentlichen Nahverkehr nutzen, desto größer der Preisnachlass (zehn Prozent ab 100 Abos, elf Prozent ab 250 und zwölf Prozent ab 700 Abos). Dafür zu werden, sei lohnenswert, auch im Sinne der Umwelt, befanden die beiden Auszubildenden und meldeten sich spontan für die Aufgabe, Klimaschutz und Energieeinsparung nachhaltig in der Stadtverwaltung zu verankern.

Bundesweit arbeiten daran inzwischen „Klima- und Energiescouts“ in 60 Kommunen. Die Idee dazu hatte das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU). Motivierte Auszubildende in Städten, Gemeinden und Landkreisen sollten zu eigenen Klimaschutz-Aktivitäten befähigt werden. In einem Workshop wurden die angehenden Scouts in Klimaschutz- und Energiethemen sowie damit verbundene Handlungsmöglichkeiten in den Kommunen eingeführt. Vermittelt wurden auch Grundlagen von Präsentationstechniken, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit sowie Messverfahren. Alle „Scout-Projekte" nehmen an einem Wettbewerb teil. Die drei überzeugendsten Azubi-Projekte werden im November bei der Kommunalen Klimakonferenz, die das DIFU gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium ausrichtet, ausgezeichnet mit jeweils 1.000 Euro Preisgeld, das wiederum in kommunale Klimaschutzprojekte investiert werden muss. Monika Meves in der gestrigen Pressekonferenz: „Das passt gut zu unserem Projekt des Betrieblichen Mobilitätsmanagement, bei dem die Mobilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Weg von Zuhause zum Arbeitsplatz im Mittelpunkt steht.“

Der Remscheider Wettbewerbsbeitrag wurde am 8. März beim DIFU eingereicht. Ziel von Meryem Büyükodabasi und Laura Schellhorn ist es dabei, Jobticket und Mitfahrgemeinschaften unter den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus bekannter zu machen. Der Entscheidung war im Rahmen des Projektes „Betriebliches Mobilitätsmanagement" eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Rathaus arbeiten, nach ihrem Weg von zu Hause ins Rathaus und eine anonyme Wohnstandortanalyse vorausgegangen. Das Ergebnis hatte auch Umweltdezernentin Barbara Reul Nocke überrascht:

  • 75 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus wohnen in einer Entfernung, die mit einem Fahrrad bzw. Pedelec gut zu überwinden ist.
  • Für 54 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wäre ein Pedelec das nutzenoptimalste Fortbewegungsmittel ist (ermittelt nach den Kriterien 40 Prozent Zeitaufwand, 40 Prozent Kosten, zehn Prozent CO2-Erspamis, zehn Prozent Bewegung), und knapp ein Drittel der Befragten fährt grundsätzliche gerne mit dem Rad - aber nicht mit dem Rad zur Arbeit!

„Wie wäre es denn mit einem Bus der Stadtwerke“, wollten die beiden Energiescouts von Kollegen wissen, nachdem sie im November gestartet waren. Und stellten dabei nicht minder erstaunt fest, dass viele Mitarbeiter/innen das Prinzip des Jobtickets – „Je mehr Mitfahrer, desto günstiger“ – gar nicht kannten. Damals entstand die Idee zum gestrigen verwaltungsinternen „Mobilitätstag“ im Rathausfoyer. Mit einem Flyer, der der Gehaltsabrechnung für Februar beilag, wurde dafür geworben. Zitat: „Es gibt viel mehr Alternativen als das elektrisch angetriebene Fahrrad, um entspannt und klimafreundlich zur Arbeit zu gelangen - meist auch erstaunlich günstig. Erfahren Sie am 18, März, welche Möglichkeiten es für Sie gibt. Ist eine Fahrgemeinschaft über eine Mitfahrbörse für Sie interessant? Wie günstig ist das Jobticket? Und wie fährt sich überhaupt ein Pedelec? Welche Antriebe kann ein umweltfreundliches Auto haben, außer reinem Diesel oder Benzin?“ Die Antworten darauf gab es gestern an verschiedenen Informationsständen. Zum Beispiel von Frank Schulz, Karin Sablotny, Frank Stiller, Elke Ellenbeck und Winfried Roskamp. Diese fünf städtischen Mitarbeiter sind die „Fahrradscouts“ der Stadtverwaltung. Sie wissen, auf welchen Strecken man am sichersten mit dem Fahrrad oder Pedelec zum Rathaus kommt. Barbara Reul-Nocke und Monika Meves: „Eingeladen waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Dienststellen. Wir wollten sie für nachhaltige Verkehrsmittel begeistern, daher gilt die Teilnahme am Aktionstag als Arbeitszeit!“

Meryem Büyükodabasi und Laura Schellhorn fahren täglich mit Bussen der Stadtwerke und mit dem Jobticket zur Arbeit. Sie haben errechnet, dass sie auf diese Weise gegenüber einem Pkw monatlich 150 bis 160 Euro sparen. Denn beim Pkw kommen zum Kaufpreis  Steuer, Versicherung, Benzin und Wartungskosten hinzu. Das läppert sich! Vom Stress mal ganz abgesehen. Meryem Büyükodabasi: „Ich kenne Kollegen, die fahren morgens erst mal 15 Minuten um den Block, bis zu für ihren Pkw einen Parkplatz gefunden haben!“
Für diese Pkw-Nutzer ist die Internetseite im städtischen Intranet gedacht (samt E-Mail-Adresse fahrradsouts@remscheid.de">fahrradsouts@remscheid.de für Anfragen), die die beiden Auszubildenden selbst getextet und eingestellt haben. Das Fachwissen dafür hatten sie sich bei Mitarbeiter/innen der städtischen IT-Abteilung geholt. Nicht ausgeschlossen, dass es ihnen auf ihrem späteren beruflichen Weg in der Verwaltung noch nützlich sein kann. Ihre Werbung für Fahrgemeinschaften ist übrigens nicht die erste im Remscheider Rathaus. Bereits am 18. Februar 2014 hatte es im Waterbölles geheißen „Neuer Mobilitätsservice für Pendler aus Remscheid“. In einer Pressemitteilung hatte das Umweltamt damals auf das Pendlerportal NRW aufmerksam gemacht, ein Angebot nicht allein für städtische Bedienstete, sondern für alle regelmäßigen Berufspendler. Doch das Echo darauf war schwach gewesen, wie Monika Meves gestern einräumte. „Dabei muss man gar nicht jeden Tag eine Fahrgemeinschaft nutzen. Schon wenn man an mehrere Tage im Monat gemeinsam zur Arbeit fährt, führt das auch schon zu einer Klimaentlastung!“

S7: Einschränkungen und Änderungen

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW GmbH

Aufgrund von Gleisbauarbeiten durch die DB Netz AG kommt es in der Zeit von Montag, 18. März (2.10 Uhr), bis Montag, 1. April (1.30 Uhr), zur Sperrung der Strecke der Linie S7 von Abellio zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Wuppertal Hbf. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) wird für die ausfallenden Fahrten eingerichtet. Die Busse des SEV fahren von den folgenden Haltepunkten ab:

  • Wuppertal-Oberbarmen: Oberbarmen Bf./Rauental, Bussteig 1
  • Wuppertal-Barmen: Barmen Bf., Bussteig 1 (Richtung Wuppertal Hbf) bzw. Bussteig 3 (Richtung Wuppertal-Oberbarmen)
  • Wuppertal-Unterbarmen: Völklinger Straße
  • Wuppertal Hbf: Hauptbahnhof, Bussteig 6

In Fahrtrichtung Wuppertal-Oberbarmen verkehren die Busse ab Wuppertal Hbf früher als die regulären Züge. Das ermöglicht einen nahtlosen Umstieg auf die Züge ab Wuppertal-Oberbarmen in Richtung Remscheid/Solingen. Die Busse ab Wuppertal-Oberbarmen verkehren in Richtung Wuppertal Hbf zu einem späteren Zeitpunkt als die Züge üblicherweise.

Hinweis: Früh morgens und abends verkehren einzelne Züge der Linie S7 auf dem gesamten Streckenabschnitt, können aber nicht in Wuppertal-Unterbarmen halten. Zu diesen Zeiten verkehrt kein SEV. Fahrgäste von/nach Unterbarmen werden auf den lokalen Busverkehr (Schwebebahnexpress, Linie 611) verwiesen. Abellio empfiehlt, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen zu den Fahrten sowie Ersatzhalten in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Reisezeit in dem betroffenen Zeitraum einzuplanen.

Neue Allee schneller planen als bisher vorgesehen

Die Zukunft der Alleestraße beschäftigt Politik und Bürgerschaft schon seit langem. Für die CDU ist klar: Die Alleestraße brauche zur Neubelebung Autoverkehr. Die Remscheider Grünen „möchten die Zukunft der Alleestraße modern, nachhaltig und lebensfreundlich gestalten und fordern daher die Umsetzung eines Sofortprogramms und die Prüfung von Perspektiven für die Alleestraße“. Zur Sitzung des Rates am 28. März haben sie dazu einem umfassenden Antrag eingebracht mit dem Ziel, unter Berücksichtigung von potentiellen Fördermitteln (z.B. Städtebauförderung, Heimatförderung) folgende Sofortmaßnahmen auf der Alleestraße umzusetzen:

  • Die Alleestraße wird zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (Gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, z.B. Fahrräder, Inline-Skates, Skateboards, elektrisch betriebene oder unterstützte Fahrräder (E-Bikes, Pedelecs), (E-)Tretroller, Hoverboards, Segways®, etc. freigegeben. Dabei werden folgende ordnungsrechtliche Maßnahmen geprüft/berücksichtigt und durch den Kommunalen Ordnungsdienst kontrolliert: Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für den nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, Einhaltung von Schritttempo durch alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Vorrang für die/ den jeweils schwächere/n Verkehrsteilnehmer*in, Anpassung und Durchsetzung der Ordnungssatzung, Verkehrs- und Ordnungsregeln werden mittels Schildern und Piktogrammen gut sichtbar und international verständlich kommuniziert, Unterstützung des KOD durch städtische Streetworker.
  • Unter Einbeziehung der Stadtwerke Remscheid werden Ladesäulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Pedelecs, E-Bus, etc.) eingerichtet.
  • Unter Einbeziehung der TBR und/ oder der Arbeit Remscheid werden Hochbeete für Urban Gardening Projekte eingerichtet und der Bevölkerung auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.
  • Die Stadt stellt eine mobile Spielebox zur Verfügung und wirbt hierfür in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugend ehrenamtliche Kümmerer, z.B. aus dem Kreise der Geschäftstreibenden. Der Aufbau von provisorischen Sitzgelegenheiten wird geprüft.
  • In Absprache mit der ISG und den Geschäftstreibenden wird im gesamten Bereich Alleestraße/ Markt freies W-LAN zur Verfügung gestellt.
  • Die Brunnen werden wieder in Betrieb genommen. Die Stadt bemüht sich weiterhin/ erneut um die Anwerbung von Sponsoren, hierzu werden u.a. Gespräche mit den Stadtwerken, der Stadtsparkasse und der GEWAG aufgenommen.
  • Die Sondernutzungsgebühren werden in Absprache mit der Bezirksregierung zunächst ausgesetzt.
  • Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung empirisch begleitet und nach Abschluss regelmäßig, erstmals nach zwei Jahren, anhand zuvor festgelegter Indikatoren (u.a. Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz und -verweildauer, Umsatz, Öffnungszeiten, Leerstandsquote) belastbar evaluiert.

Der Standpunkt der Grünen

„Seit zwei Jahren läuft ein von der Stadt unterstützter und von Experten moderierter bürgerschaftlicher Prozess zur Aufwertung der Remscheider Innenstadt. Neben der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, haben engagierte Remscheiderinnen und Remscheider, unter Beteiligung von Politik und ISG, einen Maßnahmenkatalog zur Aufwertung der Alleestraße entwickelt. Anstatt diesen bürgerschaftlichen Prozess nun durch eine Öffnung für den Autoverkehr zu unterlaufen, sollten Rat und Verwaltung gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die vorgeschlagenen Maßnahmen schneller, als bislang geplant, umzusetzen."

Die Verwaltung solle die beschleunigte Umsetzung der von Bürgerschaft und Anliegern gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Aufwertung der Alleestraße im Rahmen der Städtebauförderung, heißt es in dem Antrag weiter. Sie soll ferner die Einrichtung von Spielgelegenheiten und Spielplätzen, zusätzlichen Sitz- und Aufenthaltsbereichen sowie Maßnahmen zum Schutz vor Sonne, Wind und Niederschlag prüfen.

In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Integrationsrat und dem Jugendrat sollen jeweils zielgruppenorientierte Maßnahmenkataloge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Schaffung zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Straßenraums erarbeitet werden.

Und auch eine „Gastro-Strategie“ schlagen die Grünen vor. Die könne die Stadtverwaltung unter Einbeziehung von ISG, Geschäftstreibenden, Gastronomen und der Initiative „MyViertel“ erarbeiten: „Heute kämpfen auch diese Großunternehmen mit sich verändernden Wettbewerbsbedingungen, maßgeblich angetrieben durch den wachsenden Onlinehandel. Mit diesem Wandel verlieren insbesondere die Stadtzentren der Mittel- und Unterzentren zunehmend ihre Funktion als zentrale Einzelhandelsstandorte. Angesichts dieser Entwicklung hilft es niemandem, sich an Konzepte und Weisheiten des vergangenen Jahrhunderts zu klammern. Vielmehr müssen neue Funktionen für unsere zentralen urbanen Räume gesucht und entwickelt werden. Im Sinne einer lebendigen Stadt wollen wir dabei jedoch den Charakter unseres Stadtzentrums als Treffpunkt der Stadtgesellschaft erhalten.“

Auch die folgenden Prüfaufträge gehören zum Antrag der Grünen:

  • Die Verwaltung nimmt Gespräche mit der Gewag auf mit dem Ziel, mittel- bis langfristig den Rückbau aller drei Pavillons zu prüfen. („Die drei in den 90ern auf der Mitte der Alleestraße errichteten Pavillons sind aus Sicht vieler Experten ein Mahnmal der verfehlten Stadtentwicklungspolitik früherer Jahre. Sie zerschneiden den öffentlichen Raum und die ästhetisch wie räumlich wichtige Achse zur stadtbildprägenden Stadtkirche. Dadurch bilden sie physische Barrieren zwischen der oberen und unteren Alleestraße, die beide Funktionsräume in ihrer Entwicklung von einander abgekoppelt haben und so im Laufe der Zeit auch zu sozialen Barrieren wurden.“)
  • Die Verwaltung prüft die Umwandlung des Übergangsbereichs Alleestraße/ Fastenrathstraße / Daniel-Schürmann-Str./ Hindenburgstraße in einen sogenannten „Shared Space“ unter Einbeziehung von Fördermöglichkeiten.
  • Die Verwaltung prüft die Einrichtung eines (u.U. selbstfahrenden) E-Shuttles zwischen Markt und „Zange“ bzw. Theodor-Heuss-Platz. In diesem Zusammenhang werden Gespräch mit den Stadtwerken, der ISG, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderung (BSW) und der Bergischen Universität (Kompetenzzentrum „Autonomes Fahren“) aufgenommen.
  • Die Verwaltung prüft, welche öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr mittelfristig im Bereich der unteren Alleestraße angesiedelt werden können und welche Voraussetzungen hierfür zu schaffen sind.
  • Die Verwaltung prüft in Rücksprache mit der Bezirksregierung alle verfügbaren Instrumente des Planungs- und Baurechts, mittels derer eine langfristige städtebauliche Rahmenplanung unter Mitbetrachtung des Gebäudebestands umgesetzt werden kann. Hierzu zählen u.a. die Ausweisung eines Sanierungsbereichs oder städtebaulichen Entwicklungsbereichs und/oder eines Leerstandmanagements, insbesondere mit Blick auf die Wohnungen.
  • „Die aktuelle Diskussion über die Öffnung der Alleestraße für den Autoverkehr läuft allen anerkannten Konzepten einer modernen und nachhaltigen Stadtentwicklung zuwider“, heißt es in der Antragsbegründung. „Immer mehr Städte in Deutschland, Europa und weltweit diskutieren über autofreie Innenstädte und eine Stadtentwicklung, die anstelle des Autos endlich wieder die Menschen und ihre Lebensqualität in den Mittelpunkt rückt. In Remscheid wollen Teile der Politik dagegen die bestehende Fußgängerzone für den motorisierten Individualverkehr (MIV) öffnen. Eine solche Politik ist nicht nur von vorgestern, sie bedient dabei auch noch Einzelinteressen. Denn die Autofahrer*innen in unserer Stadt beklagen weder die aktuelle Verkehrsregelung, noch die Parkraumsituation.“

Die Vielen, die gar kein Auto besäßen, hätten vom Vorschlag der ISG ohnehin keinerlei Nutzen, dafür aber umso mehr Einschränkungen zu erwarten, so die Grünen. Keine der zurzeit diskutierten Zukunftsvisionen für die Alleestraße würde von mehr Autoverkehr und Parkplätzen profitieren, weil beides den Anforderungen an ein lebenswertes Umfeld längst nicht mehr entspreche. Unabhängig davon welche Ideen sich durchsetzen – ob gehobenes und generationenübergreifendes Wohnen, Einzelhandel, die Ansiedlung von Gastronomie oder öffentlich Einrichtungen - Autoverkehr wäre ein Störfaktor für die Menschen und die Aufenthaltsqualität auf der Allee. „Statt einer aufgewärmten und rückwärtsgewandten Notlösung, brauchen wir eine ehrliche Diskussion über die Perspektiven unserer Innenstadt und, davon abgeleitet, über eine moderne und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Alleestraße. Unser Ziel ist es, eine Innenstadt zu bewahren, die allen Menschen in Remscheid als sozialer Treffpunkt und zivilgesellschaftlicher Gestaltungs- und Entfaltungsraum dient.“

Praxisbeispiele, wie z.B. die Stadt Hasselt in Belgien, belegen nach Auffassung der Grünen, dass autofreie Innenstädte Einzelhandel, Gastronomie, Fremdenverkehr und die Lebensqualität insgesamt, heute mehr denn je begünstigen. „So tragen sie auch entscheidend zur Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Heimatstadt bei. Denn immer mehr Bürger*innen leiden unter den Folgen des Autoverkehrs und erleben Luftverschmutzung und Lärm als nur schwer erträglich. Autoverkehr macht das städtische Leben für die meisten Menschen nicht attraktiver, er erstickt es buchstäblich. Daher möchten wir die Alleestraße zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr öffnen. Flankiert wird diese Öffnung von klaren Regeln (Schritttempo, Vorrang für Schwächere, Ordnungssatzung), deren Durchsetzung durch den KOD gewährleistet wird, und weiteren zügig umzusetzenden Maßnahmen zur Förderung der Aufenthaltsqualität, der Nutzungsmöglichkeiten und von Handel und Gastronomie. Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung in Bezug auf Indikatoren wie Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz, Umsatz, Entwicklung von Geschäftszeiten und Leerstandsquoten etc. belastbar evaluiert.“

Bushaltestelle Richthofenstraße neu

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Montag, 11. März, – spätestens am Dienstag, 12. März – beginnen die Arbeiten zum Neubau der Bushaltestelle „Richthofenstraße“ in der Lüttringhauser Straße (Fahrtrichtung Lennep). Der Gehweg und die Busspur werden im Bereich der Haltestelle neu ausgebaut und verbreitert. Das Bauende ist für Ende April 2019 vorgesehen. Während der Baumaßnahme sind die Fahrbahn in Fahrtrichtung Lennep und der Gehweg im Haltestellenbereich aus bautechnischen Gründen voll gesperrt. Der Verkehr in Richtung Lennep wird über die Gegenfahrbahn mit einer eigenen Fahrspur an der Baustelle vorbei geführt. Im Baustellenbereich wird Tempo 30 angeordnet. Der Verkehr von Lennep kommend wird geradeaus weitergeführt. Das Abbiegen rechts in die Garschager Straße ist möglich. Das Abbiegen links in die Richthofenstraße ist nicht gestattet. Die Umleitung erfolgt über die Lindenallee und die Feldstraße oder über die Gertenbachstraße und die Kreuzbergstraße. Der die Lüttrinhauser Straße im Kreuzungsbereich mit der Richthofenstraße beziehungsweise Garschager Straße querende Fußgängerverkehr wird während der Baumaßnahme mittels Beschilderung über die vorhandene Ampelanlage (nördlicher Fußgängerüberweg) sowie eine provisorische Querungshilfe südlich der Baustelle (Höhe Hausnummer 148/149) umgeleitet. Der zugehörige südliche Fußgängerüberweg über die Lüttringhauser Straße wird für die Dauer der Bauzeit gesperrt.

Die Bushaltestelle wird während der Bauzeit unmittelbar hinter die Baustelle beziehungsweise vor die provisorische Querungshilfe umgesetzt. Die derzeit in diesem Bereich stehenden Sammelcontainer für Glas, Papier und Altkleider werden vorübergehend links neben die Zufahrt von Hausnummer 148 versetzt und bleiben damit in Sichtweite zum jetzigen Standort.

Ab heute gilt Tempo 30 auf der Freiheitstraße

Pressemitteilung Stadt Remscheid

Alle Schilder sind aufgestellt, jetzt geht in Remscheid auf der Bundesstraße 229 eine neue Tempo-30-Zone an den Start: Aus Lärmschutzgründen gilt ab heute, Donnerstag, 7. März, auf der Freiheitstraße eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Im Abschnitt Amtsgericht bis Willy-Brandt-Platz darf von 22 bis 6 Uhr maximal 30 Stundenkilometer gefahren werden. Der städtische Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss hatte die Geschwindigkeitsbegrenzung am 22. November 2018 mehrheitlich beschlossen, um die Lärmbelastung für die Anwohner kurzfristig zu reduzieren und ihrem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen. Die Einrichtung der Tempo-30-Zone gilt als Übergangslösung, bis die Freiheitstraße saniert und mit einem lärmmindernden Asphalt ausgestattet wird. Konkrete Planungen für die Sanierung der Bundesstraße stehen noch aus.

Parkraum für zwölf Fahrzeuge gefunden

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 2. April hat die SPD-Fraktion die Verwaltung gebeten, ob ihr bekannt ist, wer zurzeit ein städtisches Grundstück gegen über von Hindemithstraße 2 nutzt. Diese Parkfläche werde zum Teil durch Wohn- und Arbeitsanhänger belegt. Anwohner hätten sich bereits an die Stadt gewandt, um dieses Parken in Wohngebieten zu unterbinden. Die SPD: „Offensichtlich gibt es ein Überwachungsproblem. Denn diese Anhänger werden nach 14-tägigem Aufenthalt kurz gewechselt um anschließend dort wieder zu parken.“ Als eine bessere Nutzungsmöglichkeit empfiehlt die SPD für dieses Grundstück der Stadt Remscheid eine Parkraumbewirtschaftung. Immerhin hätten dort zwölf Fahrzeuge Platz.

Ab 15.11 Uhr ziehen heute die Jecken durch Lennep

Schon mal Appetit holen?
Das war der Rosenmontagszug 2017.

Der traditionelle Lenneper Rosenmontagszug setzt sich heute erst m 15.11 Uhr in Bewegung. Die Aufstellung des Zuges erfolgt ab 12 Uhr auf der Albrecht-Thaer-Straße. Von dort startet der Zug über die Strecke Hardtstraße -Thüringsberg - Poststraße - Kölner Straße - Ringelstraße – Leverkuser Straße - Rotdornallee - Kölner Straße – Bahnhofstraße und endet in der Straße Düstergasse. Für die Zugaufstellung wird die Albrecht-Thaer-Straße ab Einmündung Drosselsang ab 12 Uhr voll gesperrt. Alle weiteren Einmündungen, die auf die Zugstrecke treffen, werden für den Fahrzeugverkehr ab 13 Uhr gesperrt. Die Haltverbote auf der gesamten Wegstrecke des Zuges gelten am 4. März ab 12 Uhr. An diesem Tag wird zur Aufrechterhaltung des ÖPNV in der Hermannstraße in Fahrtrichtung Kölner Straße von der Einmündung Leverkuser Straße bis zur Kölner Straße  ein absolutes Halteverbot erhalten für die Zeit von 11 bis 18 Uhr. Die Haltestellen „Kreishaus“ in Fahrtrichtung Remscheid werden auf der Kölner Straße verlegt. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, die Veranstaltungsbereiche zu umfahren.

Die Zugaufstellung 2019: 18 "Die Welle" e.V. "20 Jahre rockt die Welle den Zug!"; 17 IGR- Remscheid "Wir zaubern uns zur Meisterschaft"; 16 KG Blau-Weisse Jung´s ; 15 Fründe "Lenneper Glücksbringer!"; 14 Sieper Höhe "Fluch der Sieper Höhe!"; 13 Die Vorstadt-Cowboys e.V.; 12 ; Lüttringhauser TV "Alaaf und Helau 150 Jahre LTV!"; 11 Ski-Club Remscheid "Schnewitchen und 52 Zwerge!"; 10 Bürgerinitiative Lennep e.V. "Lennep bewahren!"; 9 Friends and Pänz "Jedem Tierchen sein Plaisierchen!"; 8 RV Adler "Keine Gnade für die Wade!"; 7 Fidele Schlafmützen "Bau nicht ab!"; 6 Kapelle; 5 unBehindert miteinander e.V. "Bauarbeiter"; 4 Freundeskreis HHS "Bauarbeiter"; 3 Ka. Ge. Hohenstein "Tanzgarde"; 2 Freundeskreis Honsberg; 1 LKG-Zugleitwagen - LeO-Mobil, "De Zoch kütt!"

Infos zu Bus-Umleitungen an Karneval

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

  • Rosenmontag, 4. März, und Veilchendienstag, 5.März: An diesen beiden Tagen fahren wir nach Ferienfahrplan. Ausnahme: Am Dienstag, fahren die E-Wagen von Hasteraue (morgens) und nach Hasteraue (mittags).
  • Rosenmontagsumzug am 4.März in Remscheid-Lennep: In der Zeit von 12 bis 18 Uhr ist die Lenneper Innenstadt gesperrt. Es kommt zu folgenden Umleitungen.
  • Linie 654 und 655: Die Busse dieser Linien fahren nach der Haltestelle Alte Kölner Straße zur Ersatzhaltestelle Kreishaus in der Kölner Straße. Von dort aus über die Hermannstraße – Ringstraße zur Haltestelle Blume bzw. Max von Laue Straße. Die Rückfahrten werden umgekehrt ebenso angefahren. Die auf der Ringstraße befindlichen Haltestellen (Fontanestraße und Christhauser Straße) werden angefahren. Zusätzlich wird in Höhe des Autohauses Scheider eine Ersatzhaltestelle „Rader Straße“ eingerichtet. Auf dem Rückweg wird die Nachtexpresshaltestelle Rader Straße angefahren.
  • Linien 240, 336, 664, 669 und 671: Diese Linien fahren aus Richtung Trecknase oder Rader Straße kommend über die Ringstraße in die Hermannstraße. Dort wird zwischen Sauerbronnstraße und Leverkuser Straße eine Ausstiegshaltestelle „Kreishaus“ eingerichtet. Die Rückfahrten erfolgen ab der verlegten Haltestelle Kreishaus in der Kölner Straße zur Haltestelle Alte Kölner Straße von dort weiter über die Kreuzung Trecknase in Richtung Bergisch Born, bzw. Rader Straße. Die auf der Ringstraße befindlichen Haltestellen (Fontanestraße und Christhauser Straße) werden angefahren. Zusätzlich wird in Höhe des Autohauses Scheider eine Ersatzhaltestelle „Rader Straße“ eingerichtet. Auf dem Rückweg wird die Nachtexpresshaltestelle Rader Straße angefahren.
  • Ausnahme: Die Linie 669 von Grenzwall kommend fährt den normalen Linienweg bis zur Ersatzhaltestelle Kreishaus und dann weiter über die Herrmannstraße - Ringstraße in Richtung Badeparadies H2O.
  • Des Weiteren werden vor Beginn und nach dem Ende des Zuges E-Wagen von Remscheid und Lüttringhausen eingesetzt. Die E-Wagen, aus Remscheid kommend, fahren den Linienweg der Linien 654 oder 655. Die E-Wagen, aus Lüttringhausen kommend, fahren ab der Haltstelle Diepmannsbacher Str. über die Gartenstraße zum Lenneper Bhf. Der Ausstieg am Lenneper Bahnhof erfolgt am Bahnsteig B.  Der Zustieg für die Rückfahrten ist Bussteig A.
  • Karnevalsumzug in Radevormwald am Samstag, 2. März: An diesem Tag ist der Innenstadtbereich in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Hierdurch wird folgende Umleitung für die Linie 671 erforderlich: Aus Richtung Lennep über B 229 zum Busbahnhof, in Richtung Lennep über die Poststraße, rechts auf die Kaiserstraße in östliche Richtung und über die neue Anbindung auf die B 229. Die Haltestellen Rathaus, Lindenbaumschule und Hermannstraße entfallen. Zwei Ersatzhaltestellen werden am „Südkreuz“ auf den Abbiegespuren der B 229 von der Kaiserstraße bzw. zur Dietrich-Bonhoeffer-Straße eingerichtet. (Nicole Druschke)

Landesweites AzubiTicket im VRR für monatlich 81,10 Euro

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

YoungTicketPLUS trifft den Nerv der Auszubildenden. Zufrieden blickt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf das zum 1. Januar 2018 eingeführte netzweit gültige YoungTicketPLUS. „Die bisherigen Verkaufszahlen haben sich sehr positiv entwickelt. Wir konnten den seit Jahren anhaltenden Absatzrückgang stoppen, teilweise sogar umkehren und verzeichnen seit dem Start des Ausbildungsjahres im September 2018 steigende Einnahmen“, sagt Castrillo. „Mit dem Ticket haben wir ein Angebot geschaffen, das dem Bedarf der Auszubildenden entspricht.“ Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 können Auszubildende, die ein YoungTicketPLUS im Abo haben, mit einem Zuschlag ein landesweit gültiges Ticket erwerben. Dieses AzubiTicket gilt dann auch für Fahrten im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) und im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Für den Zuschlag auf das verbundweite Ticket zahlen Auszubildende 20 Euro im Monat. Damit kostet das landesweite AzubiTicket im VRR-Raum monatlich 81,10 Euro.

Tarifvereinfachungen und attraktive Freizeitprodukte. Anfang des Jahres 2018 wurde neben dem HappyHourTicket zur weiteren Stärkung im Freizeitsegment das 24/48-Stunden-Ticket eingeführt. Damit reagierte der VRR auf die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden und die zunehmende touristische Bedeutung der Region Rhein-Ruhr. Denn seit Anfang des Jahres ist das TagesTicket nach der Entwertung 24 beziehungsweise 48 Stunden gültig. Insbesondere die 24-Stunden-Variante erfreut sich großer Beliebtheit.

Die Tarifentwicklung. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt uns, dass bei unseren Kunden in einigen Marktsegmenten die Preisgrenze erreicht ist. Um aber auch in Zukunft einen attraktiven Nahverkehr zu haben, benötigen die Verkehrsunternehmen neben der Nutzerfinanzierung weitere Finanzmittel – der Fahrgast kann die Aufwandssteigerungen jedenfalls nicht mehr in dem Umfang kompensieren“, sagt Castrillo. „Wir richten den Blick auf eine nachhaltige Verkehrswende –  es geht um den Ausbau des Leistungsangebotes. Unsere Partner Kommunen, Land und Bund müssen gemeinsam die Finanzierung des ÖPNV nachhaltig ausbauen.“

2018 merklich schlechtere Qualität auf der Schiene. In seinem aktuellen SPNV-Qualitätsbericht 2018 gibt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bereits zum 13. Mal einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in der Region. Die Ergebnisse variieren je nach Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Qualität im Jahr 2018 insgesamt merklich verschlechtert. Mit einer durchschnittlichen Verspätung von einer Minute und 51 Sekunden waren die Regionalexpresse, Regionalbahnen und S-Bahnen im VRR insgesamt unpünktlicher unterwegs als im Vorjahr (eine Minute und 43 Sekunden). Besonders dramatisch ist die Situation bei der sogenannten Zugbildung: Die Anzahl an nicht wie bestellt verkehrenden Zügen ist 2018 vor allem bei den RE- und S-Bahn-Linien enorm gestiegen. Nur bei den Regionalbahnen hat sich die Situation verbessert.

Unterschriftenaktion und Geld aus eigener Tasche

BV unterstützt Wunsch von Anliegern nach Spiegel“, berichtete waterboelles.de am 12. Dezember 2018. In einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid hatte Jürgen Beckmann, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Remscheid, berichtet, dass dem Gremium der „Verkehrsbesprechung“ von Ordnungsbehörde, Verkehrsabteilung und Polizei, jeden Monat fünf bis sechs Anträge auf Installation eines Verkehrsspiegels vorgelegt würden. Aktuelles Beispiel: Der Antrag der Hofgemeinschaft Unterhölterfelder Straße 40 bis 40k auf dem Hasten. Der war in der Verkehrsbesprechung zwei Monate hintereinander ein Thema –und wurde beide Male abgelehnt. Wie Beckmann mitteilte. Dafür hätten die Verkehrsexperten keine Notwendigkeit gesehen, zumal sich der Ziel- und Quellverkehr in bzw. aus Richtung Holz in Grenzen halte. Der beantragte Verkehrsspiegel sei „zwar möglich, aber nicht nötig“.

Die Politik sah das zwar anders, kann sich über die Entscheidung der Behörden aber nicht hinwegsetzen. „Alles, was mehr Sicherheit bringt, sollten wir unterstützen“, meinte in der Dezember-Sitzung Bezirksbürgermeister Otto Mähler, und Beatrice Schlieper (Grüne), Alexander Ernst (W.i.R.) und Rosemarie Stippekohl (CDU) gaben ihm Recht. Jürgen Beckmann hielt entgegen, der fließende Verkehr sei an der für den Spiegel vorgesehenen Stelle nicht schlechter als anderswo.

Wie viele Fahrzeuge diese Stelle passiere, will die Verkehrsbehörde in diesem Jahr ermitteln lassen. Doch die Anwohner Hans Liebig und Bertold Fahl wollen das Ergebnis dieser Verkehrszählung nicht abwarten, sondern eine Unterschriftenaktion starten, weil sie die umliegenden öffentlichen Einrichtungen allein für triftige Argumente halten, die für einen Verkehrsspiegel an der Straßenlaterne gegenüber der Einfahrt zu den Wohnhäusern sprechen. Den Spiegel selbst zu bezahlen, wären sie gerne bereit. Fehlt nur noch die Zustimmung der „Verkehrsbesprechung“.

Dritte Debatte zu Autos auf der Allee am 28. März

Kein Grund für Lobgesänge

Für alle, die in „geschichtlicher Verklärung“ heute das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ von Prof. Dr. Dirk Temme ( Universität Wuppertal) vom Mai 2011 hochloben, hier ein Zitat: „Eine Auswertung der Informationen über die Kassenvorgänge (Anm.: der Einzelhändler) war ...aufgrund fehlender Daten sowie der Unterschiedlichkeit der Art der Angaben nicht möglich. Die subjektiven Einschätzungen der zwölf Einzelhändler, die die Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt haben (Anm.: von insgesamt 20 angeschriebenen), ergeben lediglich eine Stimmungslage, die nicht repräsentativ ist!“

An einer schriftlichen Kurzbefragung der Universität nach Ende der damaligen Testphase beteiligten sich von 34  angeschriebenen Einzelhändlern nur noch neun; lediglich sieben Fragebögen konnten ausgewertet werden. Auf die Frage, ob die untere Alleestraße nach Abschluss der Probephase wieder für den privaten Fahrzeugverkehr geöffnet werden sollte oder nicht, antworteten vier Geschäfte mit Zustimmung, während drei Geschäfte eine solche Öffnung ablehnten.

Früher Nein zu Fahrrädern, jetzt freie Fahrt für Pkw?“, titelte der Waterbölles am 14. Februar. Zwei Tage zuvor war in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV) der Antrag der CDU angenommen worden, die untere Alleestraße probeweise für den Individualverkehr (Autos) zu öffnen und nach Investoren für eine Wohnbebauung zu suchen (Der RGA kommentierte das später so: Die Alleestraße solle ja künftig „weniger Einkaufsmeile und mehr Wohnstraße sein. Wer aber wohnt, der will auch wegfahren können und sein Auto in der Nähe wissen.“). Die Entscheidung für den CDU-Antrag (der im Dezember 2016 schon einmal gestellt worden war) fiel in der BV Alt-Remscheid knapp aus: Neun Stimmen Pro (von SPD, WiR und Pro Deutschland) und sieben Stimmen Contra (von SPD, Grünen und FDP) bei Enthaltung von Ilsedore Uibel (SPD). Das ließ für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine lebhafte Diskussion erwarten. Und so kam es denn auch. Ohne dass allerdings eine endgültige Entscheidung fiel. Die wurde auf die Ratssitzung am 28. März (ab 16.15 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses) verschoben. Der wird dann wiederum eine öffentliche Debatte vorausgehen. In der werden die Stimmen der SPD entscheiden. Denn die hielt sich am vergangenen Donnerstag als einzige bedeckt, und Bezirksbürgermeister Otto Mähler äußerte den „festen Glauben“, dass die Verwaltung bis dahin eine Vorlage ausarbeiten werde, „de uns alle auf den richtigen Weg führt“. Er glaube im Übrigen „gar nicht, dass wir mit unseren Meinungen weit voneinander entfernt liegen“.

Als erster meldete sich am Donnerstag CDU-Sprecher Mathias Heidtmann zu Wort und signalisierte für seine Partei die Bereitschaft, über den Antrag hier und jetzt abstimmen zu können („Wir müssen ein Signal setzen!“) Wolf Lüttinger (FDP) verwunderte das: „Aber wir hatten doch vereinbart, die Antwort der Veraltung auf die Anfrage der SPD abzuwarten!?“ Hintergrund: In der Ratssitzung am 7. Februar hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf die Prüfaufträge seiner Fraktion an die Verwaltung zurückgezogen, weil diese bei anderen Fraktionen Irritationen ausgelöst hätten, um diese dann sogleich inhaltlich als Anfrage zu wiederholen. Folglich wären zur Ratssitzung am 28. März Antworten die folgenden Fragen zu erwarten:

  • ob eine Öffnung der unteren Alleestraße für den motorisierten Individualverkehr im Rahmen eines „gemeinsamen Raums“ in das laufende Projekt der Innenstadtrevitalisierung einbezogen werden und wie eine solche Umsetzung erfolgen kann
  • ob eine schnellere Umsetzung der ersten Bausteine der Revitalisierung zur Verschönerung möglich ist
  • ob der unterste Pavillon - in Absprache mit dem Eigentümer und den Nutzern - zurückgebaut werden kann
  • ob eine Einleitung zur Änderung der B-Pläne, um mehr Wohnen zu ermöglichen, erfolgen kann und
  • ob nicht kommerzielle Frequenzbringer angesiedelt werden können.

Foto: Stadt Remscheid. Diese Antworten abzuwarten, empfahl am Donnerstag auch Waltraud Bodenstedt (WiR). Und ging noch einen Schritt weiter: „Hatten wir uns nicht eigentlich auf eine Grundsatzdebatte geeinigt?“ Ein „parteipolitischer Schneeschuss“ sei jedenfalls nicht zu empfehlen. „Wir brauchen neue Funktionen für die Alleestraße und keine neuen Parkflächen für Auto!“, ergänzte David Schichel. Da hätte er sich auch Ideen von der ISG Alleestraße erwartet – eine „Spitze“ gegen CDU-Ratsmitglied Ralf Wieber, den Geschäftsführer der ISG –, deren Plädoyer für den Autoverkehr werte er „als Offenbarungseid“. Parkplätze gebe es jetzt schon im Umfeld der Fußgängerzone genug. Die Grünen jedenfalls sagten grundsätzlich Nein zum „rückwärtsgewandten  Antrag der CDU“ und könnten darüber auch gerne sofort abstimmen.

Dazu erklärte sich auch Fritz Beinersdorf (Linke) bereit. Auch sein Nein zu Autos auf der Alleestraße war eindeutig: „In ganz Deutschland und Europa wird der Verkehr aus den Innenstädten rausgehalten. Nur nicht in Remscheid. Das ist so was von Vorgestern, das glaubt man gar nicht!“ Er habe jedenfalls kein Verständnis dafür, dass die CDU das „zur Glaubensfrage erhoben“ habe. Ralf Wieber zitierte noch einmal aus dem so genannten Gutachten von 2011, aber darauf wollte niemand mehr eingehen, zumal Wolf Lüttinger und York Edelhoff bereits eine Vertagung auf die Ratssitzung im März empfohlen hatten. Dagegen sträubte sich letztlich auch Mathias Heidtmann nicht: „Wenn’s zur Klärung beiträgt...!“