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96 neue Ladepunkte für Remscheider E-Autos in 2022

Die Stadtverwaltung hat der Politik ein „Lade-Infrastrukturkonzept für Elektrofahrzeuge und Pedelecs für das Stadtgebiet Remscheid“ zur Beschlussfassung vorgelegt. Hiermit werden sich zunächst die vier Bezirksvertretungen beschäftigen, beginnend mit der BV Alt-Remscheid am 13. April, gefolgt vom Ausschuss für Wirtschaftsförderung und  Mobilität dem Hauptausschuss und schließlich dem Rat der Stadt (24. Juni). Erarbeitet hatte die Stadt das neue Konzept unter gutachterlicher Beteiligung des Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen, Aachen, und „energieschub Dr. Claudia Brasse“, Köln. In 2022 sehen die Gutachter in Remscheid einen Bedarf an 96 Ladepunkten bzw. ca. 50 Ladesäulen.  Für 2025 wurden 191 Ladepunkte (≈ 100 Ladesäulen) errechnet, für  2030 957 Ladepunkte (≈ 480 Ladesäulen). Mit dem vorliegenden Konzept werde bei Qualifizierung der vorhandenen Ladesäulen und dem Ausbau der bereits vorhandenen Standorte die erste Marke für 2022 erreicht, so die Verwaltung. Auf der Grundlage der „Förderrichtlinie Elektromobilität“ übernimmt das Bundesverkehrsministerium 80.000 Euro für die Konzepterstellung; der Eigenanteil von max. 20.000 Euro kommt im Rahmen eines Kooperationsvertrages von der EWR GmbH.

Über die Bereitstellung der notwendigen Parkplätze entscheiden die Bezirksvertretungen. Die Parkerlaubnis auf den mit dem Schild „Parken“ (und dem Zusatz „Auto mit Stromkabel“ gekennzeichnet Plätze wird auf die Nutzung durch Elektrofahrzeuge beschränkt sein. Die Parkplätze werden der EWR GmbH für die Installation von Ladesäulen (AC-Laden, je Säule zwei Ladepunkte) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus bietet die EWR GmbH weiterhin Privatkunden die Installation von Wallboxen (Privatkunden) bzw. Ladesäulen (Geschäftskunden) an. Mit dem öffentlichen Lade-Angebot könne die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs attraktiv werden für Autofahrer/innen, die ihr Elektroauto nicht zu Hause laden könnten, sondern auf eine öffentliche Infrastruktur angewiesen seien, heißt es in der Vorlage.

Vorgesehen ist, bis Anfang 2022 an 13 Standorten im Stadtgebiet 15 Ladesäulen mit 30 Ladepunkten zu errichten. Bis Anfang 2023 sollen dort bei entsprechender Auslastung weitere 22 Ladesäulen mit 44 Ladepunkten hinzukommen. Es handelt sich um elf öffentliche Standorte, die in der Zuständigkeit der Stadt Remscheid liegen. Dazu kommen zwei Standorte, bei denen Straßen NRW bzw. der Wupperverband zuständig sind.

Die EWR GmbH plant die Abrechnung des getankten Ökostroms mit einem sog. Fahrstrom-Tarif, an den sich ein „Ladeverfügbarkeitsentgelt“ anschließt. Der getankte Strom wird nach Menge (in kWh) abgerechnet. Das Auto kann jederzeit vom Ladekabel abgenommen werden und die Fahrt fortgesetzt werden. Soll das Fahrzeug vollständig betankt werden, so kann das Fahrzeug während der gesamten Ladezeit auf dem Parkplatz verbleiben. Das kann, je nach Ladeleistung der Batterie, mehrere Stunden dauern. Ist der Ladevorgang abgeschlossen und die Batterie gefüllt, so wird nach einer Karenzzeit von 30 Minuten ein Ladeverfügbarkeitsentgelt von der EWR GmbH erhoben. Damit sollen die Parkplätze, auf denen Fahrzeuge stehen, die vollständig aufgeladen sind, möglichst schnell für neu zu betankende Fahrzeuge verfügbar sein. Per SMS werden die Fahrerinnen und Fahrer über den Ladezustand ihres Pkw informiert und auf den Zeitpunkt der Erhebung des Entgelts und dessen Höhe hingewiesen. Die EWR GmbH möchte damit die Wirtschaftlichkeit der Ladesäulen erhöhen und einen hohen Umlauf auf den Parkplätzen erreichen. Die Autofahrerinnen und -fahrer haben somit die Gelegenheit, ihr Fahrzeug rechtzeitig abzuholen und die Erhebung des Ladeverfügbarkeitsentgelts zu vermeiden.

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Prof. Dr. Heather Kaths erforscht den Radverkehr

Prof. Heather Kaths. Foto: Friederike von Heyden.

Ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende ist der Radverkehr. Wie dieser künftig gestaltet werden kann, wird nun in Wuppertal gelehrt und erforscht: Prof. Dr.-Ing. Heather Kaths ist die neue Stiftungsprofessorin für „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ an der Bergischen Universität. Erstmals fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) an sieben Hochschulen Radverkehrs-Professuren. Konkret geht es darum, die Interessen von Radfahrer*innen künftig noch stärker zu berücksichtigen – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung. Das BMVI fördert die Einrichtung der Professur: Für die Zeit bis zum 31. Dezember 2023 erhält die Bergische Universität rund eine Million Euro.

Heather Kaths (35) studierte Bauingenieurwesen (Bachelor) an der kanadischen University of Calgary und Transportation Systems (Master) an der Technischen Universität München (TUM). Dort promovierte sie 2017. In ihrer Dissertation analysierte sie das Verhalten von Radfahrenden im urbanen Kontext und entwickelte daraus entsprechende Simulationsmodelle. In München war Kaths mehrere Jahre Wissenschaftliche Mitarbeiterin und leitete an der TUM zuletzt die Forschungsgruppe „Urban Traffic Simulation“. Im April kam sie nach Wuppertal.

Heather Kaths‘ Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Simulation, Reallabor und Transformation. Ihr Ziel ist es, Werkzeuge zu entwickeln, die Planung, Entwurf und Bewertung von funktional differenzierten, in sich geschlossene Radwegenetze mit hoher Leistungsfähigkeit ermöglichen. Um Praxiserfahrung und reale Erkenntnisse einzubringen, werden in Realexperimenten und in Reallaboren praxistaugliche, funktionierende Lösungsbeiträge entwickelt, erprobt und evaluiert. „Es ist an der Zeit, dass die Radverkehrsforschung in Bezug auf quantitative, experimentell fundierte Erkenntnisse zum motorisierten Verkehr aufschließt“, sagt Professorin Kaths.

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ÖPNV: Bezahlbar, klimafreundlich und sauber

Zur Sitzung des Hauptausschusses am 22. April hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge gemeinsam mit der Stadtwerke Remscheid GmbH im Zusammenhang mit dem aktuell aufzustellenden Nahverkehrsplan die Auslastung von Bussen und Bahnen bewerten und die Taktzeiten tagsüber und im Nachtverkehr an die Nachfrage anpassen. Außerdem wünscht sich die CDU „eine Linienbetrachtung mit digitalen Daten der Nutzerinnen und Nutzer im Sinne einer bedarfsorientierten Planung“, ein „Konzept, mit welchen Mitteln die Taktverdichtung im Sinne der Fahrgäste umgesetzt werden kann“ und ein weitertes „Konzept für ein attraktives Ticketangebot für Pendlerinnen und Pendler“, einzubringen in die Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Im Rahmen einer „Park-and-Ride-Offensive“ soll die Verwaltung ferner beauftragt werden, die vorhandenen Park-and-Ride-Möglichkeiten in Remscheid in puncto Qualität und Quantität zu prüfen und ggf. anzupassen und sich bei den Stadtwerken für die Implementierung des eTarifs NRW in deren App einzusetzen und hierfür die Förderung durch das Land NRW zu nutzen.

„Die Gutachter der Stadtwerke mögen klimaneutrale Antriebstechniken für die Flotte der Stadtwerke prüfen. In allen Bussen werden kostenloses W-Lan und Lademöglichkeiten für digitale Endgeräte sichergestellt“, heißt es im Antrag der CDU weiter. Auch solle die Verwaltung darauf hinzuwirken, „intensive Grundreinigungen und Instandhaltungen an Bahnhöfen und Haltestellen wesentlich häufiger als bisher vorzunehmen du an Haltestellen und Bahnhöfen kostenloses W-Lan sicherzustellen. Wiederholt wird die schon ältere Forderung, sich beim VRR verstärkt für Direktverbindungen nach Düsseldorf und Köln einzusetzen. In der Begründung heißt es: „Auf kommunaler wie Landesebene strebt die CDU das Ziel an, den Bürgerinnen und Bürgern ein überzeugendes Mobilitätsangebot zu machen, das sauber, flexibel und kundenfreundlich ist. (…) Durch ein einfacheres Informations-, Vertriebs- und Bezahlsystem wie den eTarif NRW können unserer Auffassung nach mehr Gelegenheitskunden für den ÖPNV gewonnen werden.“

Unfallgeschehen auf der A1 bei Remscheid

Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven

In einem Brief an den Landtagsabgeordneten Jens-Peter Nettekoven hatte der Düsseldorfer Polizeipräsident vor mehr als fünf Monaten eine Analyse des Unfallsgeschehens am 16. September 2020 in Aussicht gestellt und zudem auf eine laufende Überprüfung der seitens der Unfallkommission angeordneten Maßnahmen zur Unfallvermeidung auf diesem Streckenabschnitt der A1 hingewiesen. Nachdem bis heute keine Ergebnisse der Prüfungen veröffentlicht worden sind, hat sich der Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete in dieser Angelegenheit heute erneut an den Düsseldorfer Polizeipräsidenten gewandt und sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt: „Die Remscheider Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, zu welchen Ergebnissen die Überprüfung der bisher unternommenen Anstrengungen der Polizeibehörde gekommen ist und in welchem Umfang künftig weitere Maßnahmen getroffenen werden, um den Schutz aller Verkehrsteilnehmer an dieser Gefahrenstelle nachhaltig zu erhöhen. Damit wird dem berechtigten Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen und zugleich ihr Vertrauen in die Wirksamkeit der polizeilichen Unfallpräventionsmaßnahmen gestärkt“, sagt Nettekoven.

Nach 50 Jahren keine absolute Mängelfreiheit mehr

Mit Hinweis auf äußerliche Schäden an der Birgderkamper Brücke hatte die FDP-Fraktion im März im Rat der Stadt mehrere Fragen zur Verkehrssicherheit der Birgderkamper und der Neuenkamper Brücke gestellt. Inzwischen liegt die Antwort der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) vor. Darin heißt es zu dem von der FDP vorgelegten Foto eines deutlichen Betonausbruch bzw.-abbruch im Bereich der westlichen Rampenwand (Parkplatz des Verbrauchermarktes) der Birgderkamper Brücke: „Hier wurde bereits bei der kompletten Instandsetzung der Birgderkamper Brücke in 1990 ein Riss festgestellt und beseitigt. Leider wurde mit der Planung/Neubau der Brücke in etwa 1970 bei den Rampenwänden nur alle zehn Meter eine Dehnungsfuge zwischen den einzelnen Abschnitten der Stützwände vorgesehen. Das ist mit dem heutigen Wissenstand ein zu großer Abstand, um die Längenausdehnung der Abschnitte untereinander bei zunehmender Temperaturdehnung (in den Sommermonaten ohne nächtliche Abkühlung) aufzunehmen.“ Folglich werde es immer wieder zu Spannungen und somit Rissbildungen und Betonabplatzungen an den Rampenwänden kommen. Das sei konstruktiv bedingt und lasse sich im Nachhinein auch nicht mehr beheben. Hier könne z. B. bei der Instandsetzung nur eine zusätzlich Sollrissfuge, dem diagonalen Rissverlauf entsprechend, ausgebildet und der Betonausbruch beigemörtelt werden. Die Schadstelle solle bei der anstehenden Sanierung beseitigt werden; sie habe keinen Einfluss auf die Standsicherheit der Brücke.

Weiter heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung: "Spannbetonbrücken mit Überbauten als Hohlkästen bedürfen einer ständigen Überwachung und Unterhaltung. Das gilt insbesondere durch den laufend zunehmenden Schwerlastverkehr. Damit die rund 50 Jahre alten Brücken überhaupt die vorgesehene Nutzungsdauer/ Abschreibung von 80 Jahren erreichen können, wurde bereits seit ca. 1985 – 2008 ein umfangreiches Instandsetzungsprogramm an den Bauwerken durchgeführt, welches in Teilen auch mehrfach zur Ausführung kommen muss, je länger die Bauwerke genutzt werden und somit Bauteile verschleißen."

Bei den Bauwerksprüfungen der letzten Jahre wurden erneut zahlreiche Betonausbrüche im Bereich der Betonfertigteilkappen, Betonschäden an Widerlagern, Rampenwänden, Stützen sowie Undichtigkeiten an den Entwässerungsleitungen (Hohlkästen) festgestellt. Diese Schäden wurden zum Teil bereits im Rahmen der laufenden Unterhaltungs- und Sanierungs-arbeiten beseitigt. Die restlichen Schäden werden im Zuge der Instandsetzungsmaßnahmen in den Jahren 2021/2022 beseitigt.

Aus Rückstellungen in Höhe vom 2.377.000 € für Sanierungsarbeiten wurden in 2020 die Stützen an allen drei Brücken sowie die Entwässerungsleitungen in den Hohlkästen der Bauwerke instandgesetzt. In diesem Monat wird ein öffentliches Ausschreibungsverfahren für die Instandsetzung der Überbauten, Widerlager und Rampenwände folgen. Die Betonarbeiten sind von Mitte Juni 2021 bis Juli 2022 geplant. Dabei seine eine Sperrung für den Fahrzeugverkehr auf der an der Birgderkamper Brücke für einige Wochen unumgänglich, so die Verwaltung. Nach dieser Sanierung befänden sich die Brücken wieder in einem guten Zustand. Aber: „ Absolute Mängelfreiheit kann es bei den rund 50 Jahre alten Spannbetonbrücken nicht geben.“

Am 15. Mai 1876 fuhr der erste Zug nach Bergisch-Born

Der frühere Bahnhof Bergisch-Born. Foto: Wilfried Sieberg.Dr. Hans-Jürgen Vorsteher und der Arbeitskreis Bahnen Wuppertal/VOBA-Team haben im Internet die Geschichte der bergischen Bahnlinien fortgeschrieben:  Passend zum derzeit laufenden Umbau der „Balkantrasse“ zwischen Lennep und Bergisch-Born zum Fahrradweg haben sich die Eisenbahnfreunde in Wort und Bild intensiv mit der früheren Bahnstrecke Lennep-Opladen beschäftigt: „Die Strecke wurde in zwei Etappen eröffnet: zwischen Lennep und Wermelskirchen am 15. Mai 1876 und das Reststück nach Opladen am 15. Oktober 1881. (…) Der Endpunkt Opladen, früher selbst Kreisstadt des Bezirks Rhein-Wupper, gehört seit der kommunalen Neugliederung Anfang der 1970-er Jahre zur Stadt Leverkusen. (…) Der Abschnitt zwischen Remscheid-Lennep und Bergisch Born wurde ab 1893 zweigleisig befahren, zunächst wegen des parallelen, offenbar stark zunehmenden Betriebes der Linien nach Opladen und Dieringhausen, ab 1910 dann die gesamte Balkanlinie zwischen Born und Opladen.  als wohl “wichtige” Bahn zweigleisig ausgebaut. (…)In den 1950er Jahren wurde die Trasse sukzessiv wieder auf ein Gleis reduziert, dafür gab es aber - man höre und staune ob der vermeintlichen Bedeutung - einen formalen Aufstieg zum Hauptbahnstatus. Dieser wurde sogar bis zur ersten vollständigen Stilllegung eines Streckenabschnittes zum 28. Mai 1983 (Wermelskirchen - Hilgen) beibehalten. Die beiden Reststümpfe wurden, mittlerweile wieder mit Nebenbahnstatus versehen, in den Jahren 1991 (Opladen - Hilgen) und 1994 (Born - Wermelskirchen) endgültig kassiert. Verschiedene Planungen zu einer Reaktivierung verliefen im Sande.“
Eine weitere Internetseite hat der Arbeitskreis bereits in Arbeit; sie gilt dem Bahnhof Lüttringhausen.
Das Foto von Wilfried Sieberg entstand am 5. Mai 1983 und zeigt den Bahnhof Bergisch Born mit einem  damals typischen Nebenbahnzug (Diesellok, vier Umbau-Dreiachser und ein zweiachsiger Gepäckwaggon). Südlich der Bahnsteige verzweigten sich die Gleise nach Opladen und nach Wipperfürth. Im Hintergrund ist das Stellwerk “Bn” (Born Nord) zu erkennen.

Förderverein Welterbe Müngstener Brücke gegründet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Müngstener Brücke soll Weltkulturerbe werden - in internationaler Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich und der Ponte San Michele in Italien. Alle sechs Großbogenbrücken wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut und gelten aufgrund ihrer Konstruktion als herausragende Beispiele der Ingenieurskunst. Das Antragsverfahren in Nordrhein-Westfalen ist inzwischen auf dem Weg und damit ein erster Meilenstein im Welterbeverfahren gesetzt. Parallel geht es darum, eine tragfähige Finanzstruktur zu entwickeln. Ziel ist es, zum Ende hin eine Stiftung zu gründen, die das Gesamtvorhaben finanziert, den europäischen Welterbeprozess unterstützt und begleitet. Getragen wird sie gleichberechtigt von allen europäischen Brücken-Partnern, ihr Sitz soll in Solingen sein. So wurde es beim letzten internationalen Brückenkongress in Frankreich vereinbart. 

Zur Vorbereitung werden in den vier beteiligten Ländern jeweils Fördervereine gegründet. Sie sollen zunächst im eigenen Land Finanzmittel beschaffen, Veranstaltungen organisieren und durchführen sowie Projekte zur Förderung des Vereinszweckes entwickeln und unterstützen. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stehen die Bemühungen um das Bauwerk vor Ort, aber immer im Hinblick auf die gemeinsame Bewerbung der sechs Großbogenbrücken als serielles, transnationales UNESCO-Welterbe. Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Der Welterbeprozess lebt davon, dass ihn die Menschen in den jeweiligen Ländern unterstützen und dabei die europäische Idee, die ihn auszeichnet, spüren. Genau das wollen wir erreichen. Wir handeln lokal und international. Und  alle ziehen an einem Strang.“

Der Förderverein „Welterbe Müngstener Brücke“ wurde heute gegründet, besiegelt mit den Unterschriften der Gründungsmitglieder, darunter die Oberbürgermeister von Remscheid, Solingen und Wuppertal und der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink. „Die Deutsche Bahn sagt noch einmal ganz bewusst „Ja“ zur Müngstener Brücke als Welterbe. Diesen Prozess wollen wir mit unseren Partnern im Städtedreieck und auf europäischem Parkett mit allem Nachdruck zum Erfolg führen“ hebt er hervor: „Wir sind stolz auf das Bauwerk, es ist das Aushängeschild der Deutschen Bahn.“

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Antwort auf Frage nach Gurkenwasser für Winterdienst

Mit 250 Euro beziffert die Stadtverwaltung die Kosten der Anfrage, mit der sich die FDP in der Februar-Sitzung des Betriebsausschusses der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) für den Einsatz von Gurkenwasser beim Winterdienst stark gemacht hatte. Die hätten sich die Freien Demokraten im Rat der Stadt sparen können, wenn sie die Zahl der heimischen Gurkenproduzenten recherchiert hätten, bei denen geeignetes Gurkenwasser als Abwasser anfällt.  Denn „Null, nade, niente“ oder ähnlich wäre das Ergebnis gewesen! Doch der Recherche zog die FDP die auf Nichts gestützte Annahme vor, Gurkenwasser könne für die TBR im Stadtgebiet zum Nullplusultra eis- und schneefreier Straßen werden.

Fakt ist: Im Winter 2019 startete in Bayern ein Pilotprojekt, bei dem die niederbayrischen Straßenmeistereien Dingolfing, Landshut und Abensberg Gurkenwasser im Straßenwinterdienst einsetzen. Es stammt aus der Produktion von Salzgurken einer Firma in Dingolfing und musste dort bislang als Abfallprodukt entsorgt und geklärt werden musste. Nunmehr wird das Gurkenwasser recycelt und als Streumittel eingesetzt. Die FDP folgerte haarscharf: Was bei den Bayern klappt, muss auch im Bergischen Land funktionieren. Und entsprechend waren die Fragen an die Verwaltung formuliert:

  • „Hat sich die Stadt Remscheid bereits mit dem Einsatz von Gurkenwasser als Alternative zum Streusalz auseinandergesetzt? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen hat sie dies getan?
  • Wird sich die Stadt Remscheid mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW in Verbindung setzen, um den Einsatz von Gurkenwasser als Alternative zum Streusalz gemeinsam wirtschaftlich umsetzen zu können?

Kurze Zusammenfassung der vierseitigen (!) Antwort der Stadt: Für die TBR stellte sich zinächst "die rein praktische Frage, ob in NRW überhaupt Firmen ansässig sind, die nennenswerte Mengen an Gurkenwasser bedarfsgerecht zur Verfügung stellen könnten." Nach ihren Ermittlungen  seien die nächsten größeren Gurkenhersteller am Niederrhein und in Westfalen ansässig. Die Verwendung von Gurkenwasser zur Produktion von Sole für den Straßenwinterdienst in Remscheid scheide daher aus. Der Einsatz von Gurkenwasser sei für die TBR keine Alternative zum Einsatz von Streusalz.

Damit hätte es die TBR belassen können. Aber offenbar hatte sie am Thema Spaß gefunden. Denn sie recherchierte weiter und fand heraus, „dass 2020 ein schlechtes Erntejahr für die Einlegegurke war. Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) mit Sitz in Bonn weist darauf hin, dass die Versorgung mit Einlegegurken in diesem Jahr knapp werden könnte. „Weil im April und Mai nicht genügend Saisonarbeiter zur Verfügung standen, haben die Bauern wesentlich weniger angepflanzt als voriges Jahr. Auch zur Ernte, die Mitte Juni begonnen hat, sind zu wenig Arbeitskräfte auf den Feldern. Bei Einlegegurken wird die Ernte daher mindestens 20 Prozent geringer ausfallen. …  Wo weniger geerntet wird, kann weniger verarbeitet werden. Entsprechend knapp werden die Produkte der Verbandsmitglieder: Essiggurken, Gurkentöpfchen und Gurken-Sticks oder Scheiben.“ (Pressemitteilung des BOGK vom 11.08.2020). Noch dramatischer sei die Situation bei Einlegegurken in Bio-Qualität. Hier liege die Ernte nach Aussage des BOGK um die Hälfte niedriger als erwartet. "Diese Verknappung und der damit verbundene Produktionsrückgang wird auch Auswirkungen auf die Versorgung mit Gurkenwasser im Winterdienst haben."

„Der Pilotversuch in Bayern ist den Technischen betrieben Remscheid (TBR) bekannt“,  heißt es in der Mitteilungsvorlage sachlich weiter. Nach Recherchen der TBR werde in den angesprochenen bayrischen Straßenmeistereien das Gurkenwasser aber nicht als Alternative zum Streusalz eingesetzt, sondern teilweise als Alternative zur Sole, d. h. nach der Anlieferung müsse die ca. fünfprozentige Gurkensole mit zusätzlichem Salz versehen werden, um die ca. 22-prozentige Sättigung zur Verwendung im Winterdienst zu erreichen. Das Wasser aus dem Dingolfinger Großbetrieb reiche dann für die Befüllung von zehn (!) Winterdienstfahrzeugen. Zitat:

„Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die technische Entwicklung von Fahrzeugen, Geräten und auch Streustoffen im Winterdienst von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TBR permanent beobachtet, Fachpublikationen studiert und Fortbildungen wahrgenommen werden. In Studien wird gelegentlich auch von Versuchen zur Verwendung alternativer Streustoffe (z.B. Zucker, chemische oder mineralische Streustoffe) berichtet. Für den Winterdienst auf Fahrbahnen ist nach der einhelligen Meinung aller Experten auch unter ökologischen Gesichtspunkten der maßvolle Einsatz von Feuchtsalz alternativlos.“

Mehrere Tage Baumfällungen an der Ringstraße

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Von Montag, 29. März, bis Donnerstag, 1. April, sowie von Dienstag, 6. April, bis Donnerstag, 8. April, werden Baumfällungen entlang der Ringstraße durchgeführt. Die Arbeiten, die jeweils von 9 bis 15 Uhr stattfinden, haben Auswirkungen auf den Fahrzeug- und Busverkehr. Die Arbeiten erfolgen in mehreren Bauabschnitten im Bereich zwischen der Hentzenallee und der Christhauser Straße sowie zum Teil im Bereich der Christhauser Straße zwischen Ringstraße und Justus-von-Liebig-Straße. Der Verkehr wird mittels mobiler Baustellenampel an der Arbeitsstelle vorbeigeführt.

Im Rahmen des ersten Bauabschnittes am Montag, 29. März, werden die beiden Bushaltestellen „Fontanestraße“ verlegt. Die Ersatzbushaltestellen werden im Bereich Ringstraße 101 bis 103 und gegenüber eingerichtet. Außerdem wird voraussichtlich am Mittwoch, 7. April, die Christhauser Straße ab Ecke Ringstraße bis Ecke Justus-von-Liebig-Straße zur Einbahnstraße. In diesem Bereich ist die Fahrt dann ausschließlich in Richtung Röntgenstraße möglich.

Remscheid hat rund 21.400 Einpendler

Pressemitteilung der die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)

Wenn Lebenszeit im Stau verloren geht: Auch in Zeiten von Lockdown und Homeoffice bleibt die Zahl der Pendler in Remscheid auf einem hohen Level. Im vergangenen Jahr kamen rund 21.400 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt. Darauf macht die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufmerksam. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Demnach sank die Zahl der sogenannten Einpendler nach Remscheid geringfügig um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zu den Hauptursachen für die anhaltend großen Pendelströme zählt nach Einschätzung der IG BAU Düsseldorf der teure Wohnraum in den Städten. „Nach jahrelangen Mietsteigerungen können sich viele Beschäftigte das Leben am Arbeitsort nicht mehr leisten. Ihnen bleibt als Alternative oft nur stundenlange Fahrerei mit dem Auto oder der Bahn“, so Bezirksvorsitzender Uwe Orlob. In der Baubranche seien weite Anfahrtswege besonders verbreitet. Es dürfe aber nicht sein, dass Bauarbeiter, die in den Ballungsräumen Wohnungen bauten, sich diese selbst nicht mehr leisten könnten.

Die IG BAU fordert deshalb mehr Anstrengungen bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Deutlich mehr Wohnungen, die sich in den Städten auch Gering- und Normalverdiener leisten können, sind ein entscheidender Beitrag, um die Pendler-Zahlen zu verringern“, sagt Orlob. Dafür müsse die Politik klare Vorgaben machen, etwa indem kommunale Grundstücke nicht an den Meistbietenden verkauft würden, sondern an Bauherren, die sich zu bezahlbaren Mieten verpflichteten. Beim sozialen Wohnungsbau müssten die staatlichen Fördermittel massiv aufgestockt werden und einmal gebaute Sozialwohnungen dauerhaft preisgebunden bleiben.

Dass Menschen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen können, sei nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Frage: „Weniger Pendelei bedeutet für die Betroffenen mehr Zeit für die Familie, Freunde und Hobbys. Gleichzeitig kann ein erheblicher Teil der CO2-Emissionen im Verkehrssektor eingespart werden“, so Orlob weiter.

Fraktionen fragen nach aktuellem Planungsstand

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 21. April haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP die Verwaltung um Auskunft gebeten, wie es um geplanten „Durchstich Intzestraße“ bestellt ist, von dem sie sich eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation in diesem Bereich versprechen, verbunden mit einem großen Beitrag zum Klimaschutz. Den Fraktionen war Anfang Februar die Kritik von Naturschützerinnen und Naturschützer an den Planungen nicht entgangen, die befürchten, dass zur Umsetzung der Maßnahme mehrere Bäume fallen müssen. Die Antragsteller: „Bevor Tatsachen geschaffen werden, bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Wie ist der aktuelle Planungsstand und die weitere Zeitachse für das Projekt Durchstich Intzestraße?
  • Welche Gutachten (Baumgutachten etc.) liegen vor, sind in Auftrag gegeben worden und/oder sind in Planung?
  • Wo, in welcher Form und in welchem Umfang sind Kompensationen für wegfallende Bäume vorgesehen? Wie ist der Stand der diesbezüglichen Planung?
  • Ist eine Detailprüfung für die sich im Planungsgebiet stehenden Bäume vorgesehen?“

Teile des Revitalisierungskonzept verschoben

Mit der Aufstellung des Städtebauförderungsprogramms für das Jahr 2020 wurden die bisherigen sechs Programmlinien in der Städtebauförderung des Bundes und der Länder auf drei Programme  („Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“) reduziert, wodurch man sich eine höhere Flexibilität bei gleichzeitig verringerter Bürokratie erhofft. (…) Die umfangreiche Neustrukturierung macht auch für die Stadt Remscheid Anpassungen in der Innenstadtentwicklung erforderlich. (…)  Die neuen Rahmenbedingungen … haben Einfluss auf die weitere Umsetzung von Maßnahmen des Revitalisierungskonzeptes Innenstadt:

  • Die Möblierung Alleestraße soll bis Ende 2022 umgesetzt sein.
  • Für das Teilprojekt Beleuchtung Alleestraße der Maßnahme Innenstadtbeleuchtung ist ebenfalls eine Umsetzung bis Ende 2022 anvisiert.
  • Die Aufwertung Alte Bismarckstraße soll bis Ende des dritten Quartals 2021 umgesetzt sein, der Verfügungsfonds wird fortlaufend weiter betreut. (…)
  • Für Maßnahmen des Revitalisierungskonzeptes, die kurzfristig nicht umgesetzt werden können (z.B. die Aufwertung des Theodor-Heuss-Platzes oder die Umgestaltung der Scharff-, Fastenrath-, Wiedenhof- und Mandtstraße), sollen erst dann bedarfsgerechte Förderanträge gestellt werden, wenn die personellen Kapazitäten eine Durchführung und Betreuung der Maßnahmen zulassen.

Mit Blick auf die … städtebauliche Sanierungsmaßnahme und die dafür zu erstellende Rahmenplanung kann festgehalten werden, dass es zu einer Zusammenführung von Maßnahmen aus dem Revitalisierungskonzept und der Rahmenplanung kommen wird. Eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme in der Innenstadt ist notwendig, da die bisherigen Maßnahmen des Revitalisierungskonzeptes nicht ausreichen, um die städtebaulichen und funktionalen Missstände im Stadtumbaugebiet zu beheben. Maßnahmen zur Haus- und Hofflächengestaltung, zu Grünflächen oder den Fassaden werden auch angesichts der Ergebnisse der Vorbereitenden Untersuchung der Fußgängerzone Alleestraße weiter angestrebt. (…) Ein ersatzloser Entfall von Maßnahmen des Revitalisierungskonzeptes ist im Zuge der Aufstellung eines Sanierungsgebietes nicht vorgesehen. (aus Mitteilungsvorlager 16/0601 der Verwaltung für die BV Alt-Remscheid und div. Fachausschüsse)