Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Streckensperrung zwischen Schwelm und Wuppertal

Pressemitteilung der Bahn AG

Brückenbauarbeiten von Straßen NRW an der Schwelmtalbrücke führen in den Nächten am 17./18. November und von Sonntag/Montag, 1./2. Dezember  bis Sonntag/Montag, 8./9. Dezember zu Zugausfällen bei der Regional-Express-Linie RE 4 und der S-Bahn-Linie S 8. Busse verkehren alternativ im Schienenersatzverkehr (SEV). Die Fahrplanänderungen für die Baumaßnahme sind bereits in den Online-Auskunftssystemen enthalten. Zudem sind sie unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App „DB Bauarbeiten“ abrufbar. Außerdem gibt es eine Broschüre mit detaillierten Infos für die Reisenden. Diese wird rechtzeitig vor Baubeginn an den Bahnhöfen und den Verkaufsstellen ausliegen, im Internet zum Download angeboten und während der Bauarbeiten durch das Servicepersonal vor Ort verteilt.

Tempo-Überwachung auf der K2 ist beschlossen

„Die Bekämpfung von Verkehrsunfällen und regelmäßige Verkehrsunfalluntersuchungen sind die wichtigsten gemeinsamen Aufgaben der Straßenverkehrs-, Straßenbau- und Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen. Aus diesem Grund findet regelmäßig die sog. Unfallkommission (UK) statt, wobei Ziel der örtlichen Unfalluntersuchung die Erhöhung der Verkehrssicherheit und damit die Verhinderung von Straßenverkehrsunfällen ist. Als ein Ergebnis der UK 2019 wurde festgestellt, dass auf der K 2 zwischen L 412 und Dörpmühle die Anzahl der Verkehrsunfälle die Richtwerte zur Identifikation einer Unfallhäufungsstelle im Sinne der Erlasslage erreichen.

Nach Analyse der Verkehrsunfälle und eingehender, fachlicher Diskussion wurde einstimmig beschlossen, im gesamten(beschriebenen) Bereich die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h herabzusetzen. Ergänzend dazu wurde die Einrichtung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage beschlossen – dieser Beschluss der Unfallkommission ist für die Stadt Remscheid bindend. Die europaweite Ausschreibung zur Anschaffung einer Geschwindigkeitsmessanlage wurde veröffentlicht, so dass aktuell davon ausgegangen werden kann, dass im 1.Quatral 2020 im Bereich der Unfallhäufungsstelle eine Anlage zur Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eingerichtet wird.

Der finanzielle Aufwand beläuft sich für einen Messtower, einer Messeinheit zur alternierenden Überwachung der Geschwindigkeit in beide Fahrtrichtungen sowie den Kosten für eine entsprechende Stromversorgung auf ca. 133.000 Euro. Die zu erwartenden Einnahmen belaufen sich auf ca. 40.000  Euro pro Jahr.“ (Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung  am 12.November)

Bürgerbus: Werner Wulff ist der 150.000 Fahrgast

Mit einem Essengutschein und einem schönen Blumenstrauß hat der erste Bürgerbusverein Remscheid seinen 150.000. Fahrgast geehrt: Werner Wulff (im Bild links in der gelben Jacke). Eigens dafür war auch  Rolf Peuster aus Gummersbach angereist, der Geschäftsführer des Vereines Pro Bürgerbus NRW. Werner Wulf, der in der Ackerstraße wohnt, fährt nach eigenen Angaben schon seit mehr als zehn Jahren mit dem Bürgerbus zum Einkaufen nach Hasten oder nutzt ihn für einen Anschluss an dem ÖPNV in die Stadt. Wulff und die anderen Fahrgäste, die am gestrigen Tag regnerischem „Remscheid-Wetter“ mit dem Bürgerbus unterwegs waren, zeigten sich erfreut darüber, dass dieses Verkehrsmittel so gut genutzt werde. Auch lobten sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fahrer: Keine Tasche sei ihnen zu schwer, kein Rollator zu sperrig. Und die Haltestelle sei oftmals direkt vor der Wohnung der Fahrgäste. Ottmar Gebhardt vom Bürgerbusverein (/rechts im Bild) wünschte Werner Wulff "alles Gute für die Zukunft und dass er noch lange Jahre den Bürgerbus nutzt!“

Fehlende Direktverbindung ganz persönlich gespürt

Die Diskutanten im alten Bahnhof Lüttringhausen. Foto: Bernd Kuznik.Im Rahmen ihrer Klimaschutzwochen hatte die Remscheider SPD in den Bahnhof Lüttringhausen, um mit Susana dos Santos Herrmann (MdL), Helmut Ruppert (VCD), Michael Munkler (Ver.di) und Axel Sindram „Pro Bahn“ die Frage „Mobilität in unserer Gesellschaft – Pflicht oder Kür?“ zu erörtern. Sie wurden begrüßt von Ulla Wilberg, Koordinatorin der Klimaschutzwochen.  Moderator Thorsten Kabitz von Radio RSG eröffnete das Gespräch mit einer Anekdote: Warum fahren die lippischen Mitglieder des Landtages NRW nur bis zur vorletzten Station des Landtages? Gerüchte besagen, dass dies aus gesundheitlichen Gründen erfolgt und um sich gut mental auf die bevorstehenden Sitzungen vorzubereiten. Ein anderer Grund könnte sein, dass die Fahrt bis zum Landtag eine weitere Tarifzone beinhaltet und damit teurer ist. Zwei Seiten einer Medaille namens Mobilität. Für Susana dos Santos Herrmann war auch der Zeitfaktor wichtig: Für die Bahnfahrt von Köln nach Lüttringhausen hatte sie 1,5 Stunden gebraucht. Das lag zwar auch an einem verpassten Anschluss, aber die Fahrzeit war ihr dennoch zu lang: „Das müsste eigentlich besser gehen, etwa durch eine Direktverbindung nach Köln!“

Die SPD-Landtagsabgeordnete erinnerte an den Zustand des Rheins vor ca. 30 Jahren: „Kein Fisch war zu sehen. Seitdem hat sich viel verbessert. Heute laichen wieder Lachse im Rhein.“ Gleichzeitig sei das Bedürfnis nach Mobilität gewachsen. Könnten da noch die Klimaziele erreicht werden? In Köln seien die Straßen, die Bahnen und die Busse stark frequentiert. Ca. 45 Prozent der Verkehrsteilnehmer (ohne die Güterverkehre) nutzen das Auto, 43 Prozent andere Möglichkeiten, und zwölf Prozent seien Fußgänger. An dieser Aufteilung habe sich seit 1990 faktisch nichts verändert. Wichtig sei der Ausbau des ÖPNV mit Mitteln aus dem Verkehrswegeplan 2030. Ziel müsse es dabei sein, die Kosten für die Nutzer niedrig zu halten. Denn sonst könnten sie zum Umsteigen auf Busse und Bahn nicht bewogen werden. „Der Zug-Takt zwischen Dortmund und Köln sollte idealerweise 15 Minuten betragen!“

Der Bund befördert die Infrastruktur der Bahn jährlich mit ca. einer Milliarde Euro/ Jahr.  Das betrifft auch Investitionen in moderne Antriebstechniken und eine bessere Verknüpfung der Verkehrsmittel untereinander. Diskutiert werde das 365-€-Jahresticket. Aber trotz eine solchen Tickets habe in Stadt Wien der Individualverkehr leicht auf 39 Prozent zugenommen. Eine andere Möglichkeit seien neue oder modernisierte Bahnstrecken sowie die Digitalisierung der Stellwerke. Doch zügige Planverfahren würden häufig durch Klagen von Anwohnern verzögert.

In der Diskussion mit den Teilnehmern und den Besucher/innen und Besuchern der Veranstaltung wurde darauf verwiesen, dass sich seit 1930 die meisten Verkehrsplanungen auf das Auto ausgerichtet seien. Es müsse darauf ankommen, Flächen für Verkehrswege anders zu verteilen, mit größeren Anteilen für Fahrrad und Fußgänger, die Fahrwege zu verkürzen (wohnortnahe  Beschäftigung, nahegelegene Kindergärten und Schule, Pflegedienste im Quartier). Auch mehr Car Sharing könne den Individualverkehr verringern, hieß es. Abschließend wollte Thorsten Kabitz je zwei Thesen oder Forderungen hören. Das Ergebnis:  

  • Helmut Ruppert: Ausbau Fahrrad Infrastruktur, Förderung des ÖPNV.
  • Axel Sindram: Reaktivierung der Strecke Remscheid- Köln; Förderung von Bus on Demand-Systemen.
  • Michael Munkler: Höhere Finanzierung und Förderung.
  • Susana dos Santos Herrmann: Den ÖPNV ausbauen und „eine starke Stimme in Berlin  für den Bahnumbau in Köln“. Denn Köln sei ein Nadelöhr für den Schienenverkehr. Und der Zuschuss des Bundes für den Ausbau der vier großen Bahnhöfe sei zu gering.

Das Fazit dieses Abends: „Mobilität“ ist ein hochkomplexes Thema. Angemessene Bezahlung spielt dabei genauso eine Rolle wie Fahrradtrassen, gute Schienenverbindungen, schnell Taktzeiten usw. Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an. Muss man wirklich am Sonntagmorgen mit dem Auto zum Bäcker fahren? Geht das eventuell auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß? Muss ich in Köln oder Düsseldorf arbeiten? Geht es eventuell auch wohnortnah?

IG Bau beklagt 21.000 Einpendler nach Remscheid

Pressemitteilung der  Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Bezirksverband Düsseldorf

Frust im Stau: Immer mehr Beschäftigte haben weite Wege zur Arbeit. Die Gewerkschaft IG BAU macht für den Trend auch den fehlenden Wohnraum in Großstädten verantwortlich.

Wenn Lebenszeit im Stau flöten geht: Die Zahl der Berufspendler in Remscheid hat einen neuen Höchststand erreicht. Im vergangenen Jahr kamen rund 21.000 Menschen zum Arbeiten regelmäßig von außerhalb in die Stadt – das sind 27 Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Damals zählte Remscheid noch rund 17.000 sogenannte Einpendler, wie die Industriegewerkschaft (IG) Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich dabei auf eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Die Zahl der Auspendler in Remscheid stieg dabei in genanntem Zeitraum um 44 Prozent auf 17.000 Menschen. Gewerkschafterin Doris Jetten spricht von einem „alarmierenden Trend“. Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sei der Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Städten. „Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind“, sagt die Bezirksvorsitzende der IG BAU Düsseldorf. Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge. Strecken von mehr als 50 Kilometern bis zum Arbeitsplatz seien für viele Pendler in Remscheid mittlerweile gang und gäbe, betont Jetten. „Dabei geht nicht nur wertvolle Zeit für Familie, Freunde und Hobbys verloren. Auch die Umwelt leidet unter der Fahrerei.“

Warten auf klärende Worte von Experten

Mag sein, dass man bei der Gewerkschaft Bau in Düsseldorf die Verhältnisse in Remscheid nicht so gut kennt. Ich finde jedenfalls, dass mehr Ein- als Auspendler (wie in Remscheid mit plus 4.000 Einpendlern) für eine Stadt besser ist als umgekehrt (die Situation in den Nachbarstädten Wuppertal und Solingen). Und an hohen Mieten in Remscheid kann das nicht liegen; die sind im Vergleich zu denen in der Rheinschiene deutlich niedriger. Es kann also nur etwas mit attraktiven Arbeitsplätzen zu tun  haben, vermute ich.

Diejenigen, die es genau wissen, arbeiten zum Beispiel bei der Bergischen IHK und bei der städtischen Wirtschaftsförderung. Über ein paar klärende Worte von dieser Seite wäre sicherlich nicht nur ich dankbar.

Lothar Kaiser

Nach Angaben des Umweltbundesamtes geht knapp ein Fünftel aller CO2- Emissionen in Deutschland auf das Konto des Verkehrs. Die IG BAU warnt vor einer Zunahme der Pendlerzahlen, sollte sich das Wohnen noch weiter vom Arbeiten entfernen. Nötig sei eine „drastische Wende“ in der Wohnungsbaupolitik. „Die öffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungsräumen zu schaffen. Es fehlen vor allem Wohnungen im sozialen und im bezahlbaren Segment“, so Jetten. Massive Investitionen seien aber auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. „Vor allem beim Schienen-, Straßen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf groß“, macht Jetten deutlich. Einen entscheidenden Beitrag gegen den „Pendel-Frust“ könnten zudem die Firmen leisten – indem sie es ihren Beschäftigten leichter machen, in Gleitzeit oder im Home-Office zu arbeiten. Die Pendler-Problematik in Remscheid ist Teil eines bundesweiten Trends: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit pendelten im letzten Jahr 39 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in eine andere Stadt oder einen anderen Kreis zur Arbeit.

Ring-/Rader Straße: Arbeiten im Plan, Kosten im Rahmen

In der Baustelle an der Ring-/Rader Straße wird am kommenden Sonntag, 13. Oktober, die Verkehrsführung umgestellt, allerdings nur im unmittelbaren Kreuzungsbereich; die bisherigen Fahrbeziehungen bleiben erhalten. Um die bislang im Baufeld verlegten Gas- und Wasserleitungen in Richtung Radevormwald verlängern und an das Baufeld des nächsten großen Bauabschnitt heranführen zu können, wird nach Angaben der Stadt Remscheid für rund sechs Wochen eine „Baustelleninsel“ in der Ringstraße eingerichtet. Diese trennt dann die aus Richtung Trecknase kommende Fahrbahn. Die Geradeausspur wird auf die bereits soweit hergestellte neue Fahrbahn verschwenkt, während die Rechtsabbiegespur in Richtung Radevormwald unverändert bleibt. Während der Umstellung der Baustellenampelanlage wird es am Sonntag nicht möglich sein, vorher bereits alle Gelbmarkierungen aufgeklebt zu haben. Alle am Verkehr Teilnehmenden werden gebeten, besonders vorsichtig und umsichtig zu sein.

Die Fußgänger können die bereits hergestellten Gehwege benutzen und haben wieder eine direkte Verbindung zwischen Wupperstraße, Mühlenstraße und Ringstraße. Die Fußgängerquerungen der Ringstraße sind weiterhin auf Höhe Röntgenstraße und Tankstelle möglich. Die Technischen Betriebe sind zusammen mit der ausführenden Baufirma bemüht, die Umstellung der Baustelle möglichst zügig vorzunehmen, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr zu minimieren.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter hatte die Verwaltung darum gebeten, der Bezirksvertretung einen Einblick zu gewähren in die Abläufe der Baustelle im Verkehrsknotenpunkt Ringstraße / Rader Straße. Die Mitglieder der Bezirksvertretung sollten sich vor Ort einen persönlichen Eindruck davon machen können, welche baulichen Maßnahmen zum Um- und Ausbau des Verkehrsknotenpunktes inzwischen ausgeführt worden sind und wie sich damit der Kreuzungsbereich bereits verändert hat. Dieses Treffen fand am vergangenen Mittwoch statt (Foto). An der Baustellenbesichtigung nahmen von Seiten der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) Gerald Hein und Projektleiter Gunter Breidbach teil. Ihre Botschaft:  Die Arbeiten auf der Kreuzung verlaufen planmäßig, und die Kosten liegen im festgelegten Rahmen.

Poitik sieht Bemühung um Radverkehr als Daueraufgabe

Einstimmig angenommen wurden am Dienstag von der Bezirksvertretung Alt-Remscheid drei Anträge zum neuen Radverkehrskonzept der Stadt. Und mit Zustimmung der übrigen Bezitksvertretungen ist zu rechnen.

  • Von den Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, DIE LINKE und FDP kam der Antrag, die Detailplanung dahingehend zu ändern, dass die früher vorhandenen Radfahr- und Schutzstreifen nicht nur am Bahnhof Lennep, sondern im gesamten Stadtgebiet reaktiviert werden. Neu: An allen zentralen Bus- und Bahnhaltepunkten sollen sinnvolle Abstellflächen, wenn nötig überdacht, geschaffen werden, aber auch an anderen Stellen im Stadtgebiet. Dazu gehören die Bahnhöfe Hauptbahnhof, Güldenwerth, Lennep und Lüttringhausen wie auch die zentralen Bushaltestellen, z.B. Friedrich-Ebert-Platz und Zentralpunkt.
  • Die Ratsgruppe der W.i.R. hatte beauftragt, die Stadtverwaltung möge in das Konzept er Streckenführung der Alltagsverkehre die Verbindungen vom Bahnhofskreisel nach Westhausen und nach Hasten über die Trasse des Werkzeugs einbeziehen. Die Wegeführung über die Trasse des Werkzeugs sei unbestritten die schnellere und sichere als die Routenvorschläge über die topographisch schwierigen Stadtstraßen.
  • Die Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, DIE LINKE und FDP möchten sichergestellt wissen, dass „das Radverkehrskonzept als Radverkehrsmasterplan für das Gesamtstadtgebiet von Remscheid dient und Grundlage für alle Rad -Verkehrsmaßnahmen ist. Auch solle es regelmäßig fortgeschrieben werden. Dazu wird von der Verwaltung ein jährlicher Maßnahmen- und Umsetzungsplan erwartet. Zitat aus der Begründung: „Nicht nur sportlich ambitionierte Remscheiderinnen und Remscheider benutzen immer öfter das Fahrrad. Die rasante Entwicklung von Pedelecs, E-Bikes und E-Scootern haben dem Radverkehr im Bergischen Land neue Perspektiven eröffnet. Dies zeigt sich unter anderem im großen Erfolg der Trassen.“ Auch bei den städtischen Klimazielen müsse der Radverkehr muss bei allen Verkehrsmaßnahmen mitgedacht werden.

Lange Liste von Frost- und anderen Straßenschäden

Otto Mägler und Hans-Otto Heming, inzwischen in Pension, vor Schlaglöchern auf der Freiheitstraße. Archivfoto: Lothar Kaiser Die Liste der reparaturbedürftigen Straßen in Remscheid wird immer länger, doch der Stadt fehlt das Geld, um sie „abarbeiten“ zu lassen. Im aktuellen Straßenschadensbericht, den die Technischen Betriebe Remscheid den vier Bezirksvertretungen vorgelegt haben (gestern der BV Alt-Remscheid), ist von 3.200 Schlaglöchern die Rede (+800 gegenüber dem Vorjahr), die von  den städtischen Straßenmeistereien in den Wintermonate 2018/2019  mit ca. 32 Tonnen Asphaltmischung ausgebessert wurden – acht Tonnen mehr als im Vergleichszeitraum  der Vorsaison - aber nur wenige grundlegende Straßenerneuerungen. Zitat: „Die allgemeine Straßensubstanz der Fahrbahnen hat sich weiter verschlechtert. Dies hat zur Folge, dass die Straßen häufig nicht mehr durch  einen einfachen Deckenüberzug nachhaltig repariert werden können, sondern aufwendig saniert werden müssen. Diese Sanierungen ... sind um ein Vielfaches teuer als eine einfache Deckensanierung.“

In den Jahren 2014 - 2017 wurden nach Angaben der TBR  zwölf Deckensanierungen mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Mio. € vorgenommen. In 2018/2019 wurden sechs Straßen (Reinshagener Straße, Langestraße, Büchner Straße, Linkläuer Straße, Berliner Straße und Bornefelder Straße I) grundlegend erneuert. Im Sommer 2019 folgten ein Teilabschnitt der Neuenkamper Straße, und die Jan-Wellem-Straße). De Erneuerung von insgesamt 16.000 m² Fahrbahn kostete die Stadt ca. 570.000 €.  Insgesamt konnten im Zeitraum 2017 bis Mitte 2019 innerstädtische Straßen für rd. sieben Mio. € fertiggestellt werden. Rosemarie Stippekohl (CDU) gestern in der BV Alt-Remscheid: „Klappt es denn wenigstens 2020 mit dem Ausbau der Königstraße?“ – Antwort von Michael Zirngiebl, Chef der TBR: „Wir arbeiten an der Ausbauplanung. Das Geld ist eiungeplant. Ich gehe davon aus, dass mit dem Ausbau im kommenden Jahr zumindest begonnen werden kann!“

Rund 10.234. 000 € müssten in die zahlreichen Straßen  mit Frost– und Straßenschäden investiert werden, die die TBR in ihren Bericht aufgelistet hat. Tatsächlich können dort „jedoch nur Instandsetzungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden“. Die Liste enthält weiterhin Straßen, die aus Sicht der Straßenunterhaltung als Erneuerungsmaßnahme in das Investitionsprogramm aufgenommen werden sollten. Für diese Maßnahmen wurde allerdings noch keine Kostenbeurteilung durchgeführt. Die Investitionssumme für die erneuerungsbedürftigen Straßen, die das Investitionsprogramm bereits enthält, beläuft sich auf rd. 32.767.400 €. Umgesetzt werden hiervon zurzeit lediglich Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Millionen €.

Unter „Rückstellungen“ haben die TBR alle notwendigen Straßenerneuerungen aufgelistet, für die im Rahmen der städtischen Jahresabschlüsse 2012 bis 2018 eine Rückstellung für eine Deckensanierung gebildet wurde bzw. werden sollte. Zitat: „Momentan wurde für diese Rückstellungsmaßnahmen ein Gesamtbetrag in Höhe von rd. 3.909.999 € für Fahrbahnen und 279.000 € für Gehwege gemeldet. 

Zum TBR-Bericht über das schadhafte Straßennetz gehört auch, dass im vergangenen Jahr ca. 9.345 Kleinschäden protokolliert und weitestgehend punktuell beseitigt wurden (insgesamt rd. 6.470 m² Gehwegflächen und 5.740 m² Fahrbahnflächen). In diesem Jahr stehen für diese Kleinmaßnahmen rd. 620.000 € zur Verfügung.

Katastrophenschutzübung an der Wuppersperre

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid richtet an der Wuppersperre in Remscheid am 5. und 6. Oktober im Auftrag und unter Beteiligung der Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln eine Übung für die Einsatzkräften des Katastrophenschutzes aus. Erprobt wird die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen (die aus der DLRG, dem DRK, der JUH bestehen) und der Feuerwehr mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der einzelnen Katastrophenschutzeinheiten zu fördern, um den Erfolg im Einsatzfall zu gewährleisten. Zu den örtlichen Einheiten werden an jedem Tag zusätzlich noch ca. 230 Einsatzkräfte mit 50 Fahrzeugen aus den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln zusammengezogen. Insgesamt sind pro Tag ca. 500 Personen beteiligt. Die Übungen finden auf der Wuppersperre und im Bereich Niederfeldbach, Oberfeldbach, Müllersberg und Nagelsberg in der Zeit von ca. 10 bis 16 Uhr statt.

Um die Szenarien zu verdeutlichen, werden mehrere Statisten und verschiedene Darstellungsmittel eingesetzt. Dabei kommt es zu Rauch- und Feuererscheinungen, die keine Gefährdungen für Menschen, Tiere oder die Umwelt darstellen. Aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften und Einsatzfahrzeugen, kann es im Bereich der Kräwinklerbrücke sowie im Bereich Niederfeldbach zu Behinderungen und Lärmbelästigungen kommen. Die Bevölkerung wird dafür um Verständnis gebeten. Die rund 80 Anwohner*innen im Übungsgebiet werden im Vorfeld über ein persönliches Anschreiben der Feuerwehr Remscheid informiert; auch über die Warn-App NINA wird auf die Übung hingewiesen werden.

Rund 10.000 Fahrgäste zwischen 7 und 8 Uhr

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Vom 11. März bis 14. April beauftragte der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid die GVS (Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung) mit einer Verkehrserhebung. Unter die Lupe genommen wurden alle 18 Buslinien, neun Nachtexpresslinien und der Schülerverkehr. Ebenso wurden alle ein- und aussteigenden Fahrgäste an den Haltestellen für die jeweilige Fahrt erfasst. Bei der Befragung der Fahrgäste wurden die Ein- und Ausstiegshaltestelle und bei Bedarf auch der Umstieg erfragt. Ebenso die benutzen Fahraus-weise, den Zweck der Fahrt und personenbezogene Daten wie z.B. das Alter.

Erste Ergebnisse: Das ÖPNV-Angebot des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke deckt sich mit der Nutzungsnachfrage. Erwartungsgemäß befinden sich auf der Linie 654 die meisten Fahrgäste, gefolgt von den Linie 655, 660 und 664. In den nächsten Wochen werden die Ergebnisse noch im Detail ausgewertet, um Rückschlüsse ziehen zu können.

78 Prozent unserer Fahrgäste sind Direktfahrer, und 22 Prozent steigen auf ihrem Weg in andere Linien um. In der Frühverkehrsspitze zwischen 7 und 8 Uhr befördern wir um die 10.000 Fahrgäste, um die Mittagszeit zwischen 13 und 14 Uhr sind es 7.500 Fahrgäste und nachmittags von 16 bis 17 Uhr um die 9.000. Danach geht die Nachfrage dann kontinuierlich zurück.

Maximal drei Kilometer fahren 50 Prozent unserer Fahrgäste. 25 Prozent fahren um die sechs Kilometer mit unseren Bussen. Entsprechend der Reiseweiten verteilt sich auch die Dauer der Reisezeit. Bei 44 Prozent der Fahrgäste beträgt die Reisezeit bis zu zehn Minuten, nur zwölf Prozent verbringen mehr als 20 Minuten in den Fahrzeugen der Stadtwerke Remscheid.

Der Fahrtzweck von montags bis Freitag ist bei 46 Prozent der Schul- und Berufsverkehr, 21 Prozent Freizeit und 20 Prozent nutzen unseren Busverkehr für ihre Einkäufe. Am Samstag nutzen 50 Prozent der Fahrgäste den ÖPNV in Remscheid für die Freizeit, 32 Prozent für Einkäufe und nur acht Prozent für berufliche Zwecke. Am Sonntag machen die Freizeitfahrer 90 Prozent aus und die Berufspendler lediglich vier Prozent. Über 80 Prozent unserer Fahrgäste nutzen bei Ihrer Fahrt ein Ticket des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und neun Prozent des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Fahrrad- und Pedelec-Training am 21. September

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der städtische Fachdienst Umwelt lädt alle interessierten Pedelec- und Fahrradfahrerinnen und -fahrer herzlich ein zu einem kostenfreien Fahrsicherheitstraining mit fahrpraktischen Übungen aus allen Bereichen des Radfahrens. Das etwa vierstündige Training findet statt im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (16. bis 22. September) am Samstag, 21. September, um 10 Uhr auf dem Schulhof der Alexander-von-Humboldt-Realschule, Grunerstraße 8, in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR). Das Training soll helfen, Unfälle, Stürze und Verletzungen zu verhindern und beinhaltet einen theoretischen und einen praktischen Teil.
Im theoretischen Teil werden die Grundbedingungen sicheren Radfahrens erarbeitet, der Umgang mit Gefahrenstellen im Straßenverkehr und die Regelakzeptanz besprochen, Gefährdungssituationen im Straßenverkehr werden analysiert. Im praktischen Teil gibt es einen Übungsparcours mit mehreren Durchgängen (auch mit Ablenkung) zur Verbesserung der Geschicklichkeit sowie Bremsversuche mit den Rädern. Es werden die Technik, die Ausstattung nach Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und ergonomische Aspekte besprochen.
Mitzubringen ist das eigene Fahrrad oder Pedelec sowie ein Fahrradhelm. Anmeldungen nimmt die Klimaschutzmanagerin Nicole Schulte bis zum 18. September entgegen unter E-Mail
nicole.schulte@remscheid.de">nicole.schulte@remscheid.de  oder Tel. 163344.

Drei Monate die Vorzüge von Bus und Bahn testen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die kommunalen Verkehrsunternehmen informieren wie bereits in den Vorjahren mit einer breit angelegten SchnupperAbo-Kampagne über die Vorteile von Ticketabos für Bus und Bahn. Die Kampagne richtet sich insbesondere an Fahrgäste, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bereits regelmäßig mit einem Monatsticket nutzen, sowie Pendlerinnen und Pendler, die überwiegend mit dem Auto im Verbundraum unterwegs sind. Mit dem SchnupperAbo können Interessierte die Vorzüge einer Dauerkarte für Bus und Bahn drei Monate intensiv testen.

Nahverkehrskunden können wahlweise das Ticket2000, das Ticket1000, das YoungTicketPLUS oder das BärenTicket als dreimonatiges Probe-Abonnement bei einem der VRR-Verkehrsunternehmen abschließen – und zwar zum 1. Oktober, 1. November oder 1. Dezember 2019. VRR-Kunden sind mit einem SchnupperAbo im Vergleich zu einer regulären Monatskarte besonders kostengünstig mit Bus und Bahn unterwegs. So sparen sie beispielsweise beim Ticket2000 in der Preisstufe A1 im Vergleich zum Monatsticket 9,09 Euro, in der Preisstufe D monatlich sogar 22,90 Euro. Nach Ablauf der drei Probemonate haben die Fahrgäste schließlich die Möglichkeit, das jeweilige Ticket weiter zu nutzen. Dafür müssen sie nichts tun, denn es behält weiterhin seine Gültigkeit. Ansonsten genügt eine formlose Kündigung bis zum Zehnten des dritten Testmonats und das SchnupperAbo endet.

Die VRR-Tickets für Vielfahrer bieten zahlreiche Vorteile. Abonnenten sparen nicht nur bares Geld, sondern auch Zeit und Aufwand: Der Kauf einzelner Tickets und das damit oftmals verbundene Warten im KundenCenter entfallen. Darüber hinaus sind die unterschiedlichen Abos jederzeit monatlich kündbar. Benötigt ein Fahrgast vor Ablauf der ersten zwölf Monate das Ticket nicht mehr, berechnet das Verkehrsunternehmen lediglich die Differenz zum entsprechenden Monatsticket ab dem Startmonat des SchnupperAbos. Somit zahlt er nie mehr als den Preis einer Monatskarte. Außerdem ist eine Änderung der Preisstufe jederzeit für den Folgemonat kostenlos möglich. Informationen zum SchnupperAbo: https://www.schnupperabo.vrr.de/

Artikel vollständig lesen