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Provisorische Umleitung an der Konrad-Adenauer-Straße

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Montag, 10. Oktober, beginnt der Straßenbau in der Konrad-Adenauer-Straße zwischen der Einmündung Elberfelder Straße und der Wilhelm-Schuy-Straße. Die Straße erhält eine neue Fahrbahn. Hierfür wird die Straße zur Einbahnstraße in Richtung Teo Otto Theater, wobei der Verkehr in Teilen provisorisch über den Friedrich-Ebert-Platz geführt wird. Eine Zufahrt zur Wilhelm-Schuy-Straße wird von dort aus möglich sein. Die Arbeiten werden rund fünf Wochen in Anspruch nehmen.

Der gesamte Verkehr aus Richtung Theater/Alleecenter wird über die Scharffstraße zur Elberfelder Straße umgeleitet. Der Busverkehr nutzt gleichfalls diese Strecke, um zum Friedrich-Ebert-Platz zu gelangen. Angesichts der stark veränderten Verkehrsführung und des hohen Busverkehrs im Baustellenbereich werden alle Verkehrsteilnehmenden um erhöhte Aufmerksamkeit und Achtsamkeit gebeten.

Merke: Vorbild für Kinder an Fußgängerüberwegen!

Um die Verkehrssicherheit für Kinder zu erhöhen und die Erwachsenen an ihre Vorbildfunktion als Fußgänger zu erinnern, bringt die Remscheider Verkehrswacht in den nächsten Tagen, rechtzeitig vor Beginn der „ dunklen Jahreszeit“, an rund 100 Fußgängerampeln im Stadtgebiet, die erfahrungsgemäß stark frequentiert sind, Aufklebern an mit der Aufschrift: „Nur bei Grün!  Vorbild sein!“ Mit Genehmigung des städtischen Ordnungsamtes, versteht sich. Im Bild v. li. n. re. Otto Mähler, der Vorsitzende der Verkehrswacht Remscheid, Siegmar Paeslack  (SPD) , Mitglied der Bezirksvertretung Alt- Remscheid, Arndt Liesenfeld, Leiter des Ordnungsamtes, und BerndSchäfer, Geschäftsführer der Verkehrswacht Remscheid.

 

 

Er kümmert sich um leerstehende Ladenlokale

In einer Pressekonferenz stellten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Christina Kutschaty, die Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung, den Medienvertretern gestern David R. Froessler als den künftigen Zukunftsmanager der Stadt vor. Der 64-jährige selbständige Raumplaner(Büro „urbano“) aus Düsseldorf soll sich der schwerpunktmäßig in Lennep in der Altstadt und an der Kölner Straße um die Reaktivierung von leerstehenden Ladenlokalen kümmern. Aber auch an der Alleestraße solle er Vermietern von Läden und potenziellen Mietern als Berater zur Verfügung stehen. In Remscheid ist Froessler kein Unbekannter. Er war an der Planung des neuen Lindenhofs beteiligt und trat bei einer Bürgersammlung im Schulzentrug Hackenberg zum DOC als Moderator auf. In Lennep soll er nun ein Büro bekommen. „Da warte ich aber nicht, bis jemand kommt, sondern ich werde unterwegs sein und die Geschäftsleute selbst ansprechend!“,  sagte er gestern.

Neue Schulwegpläne für alle Grund- und Förderschulen

Für Grundschüler ist diese Straßenkreuzung zu groß.Das Projekt „Schulisches Mobilitätsmanagement für alle Remscheider Grundschulen unter Berücksichtigung von Mobilitätsbildung und Schulumfeldsicherheit“ ist eine Kooperation zwischen den städtischen Fachdiensten Umwelt & Bürger, Sicherheit und Ordnung. Die Stadt Remscheid hat hierfür Fördermittel des Landes NRW in  Anspruch genommen (80 Prozent von maximal 100.000 Euro). Gestartet ist das Projekt am 1. März 2020. Und wahrscheinlich hätte es termingerecht im Sommer 2021 geendet, wäre die Corona-Pandemie nicht gewesen. So verzögerte sich die umfangreiche Besichtigung aller 24 Standorte der 19 Grundschulen sowie der Förderschule Heinrich-Neumann und der Rudolf-Steiner-Schule in Remscheid um mehr als ein Jahr. In Augenschein und bewertet wurde von Dipl.-Ing. (FH) Carsten Elkmann und seinem Dortmunder Team, spezialisiert auf Rad- und Fußgängerverkehrsplanung, auch alle 280 von Kindern,. Eltern und Lehrerschaft genannten Problembereiche in Umfeld der Schulen.

Die Ergebnisse können sich sehenlassen: Am 18. August erhielten die Grund- und Förderschulen eine Unterrichtskiste mit vielfältigen, speziell entwickelte Materialien zur Verkehrserziehung etc. Hinzu kamen Schulwegepläne für die einzelnen Standorte. Damit können nicht nur alle Kinder der 1. bis 4. Klassen ausgestattet werden, sondern auch noch nachfolgende Jahrgänge.  Auch wurde für jeden Grund- und Förderschulstandort ein gesonderter Abschlussbericht ausgearbeitet.

Diese Berichte liegen der Stadtverwaltung bereits digital vor. Zudem finden sich in einem zusammenfassenden Abschlussbericht für alle Standorten mit allen 96 organisatorischen, 74 bauliche und/oder verkehrsrechtliche Maßnahmevorschläge (z.B. klassische Schulwegsicherung, Eltern-Kind-Haltestellen) für eine bessere klassische Schulwegsicherung und neue Eltern-Kind-Haltestellen. Das Ziel: Kinder und Eltern für eine klimafreundliche Mobilität zu sensibilisieren, konkret: durch organisatorischen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit den Fußverkehr zu fördern und die Anzahl an „Elterntaxis“ zu verringern. (Alle Berichte können als PDF unter der Überschrift „Schulisches Mobilitätsmanagement und Schulumfeldsicherheit“ auf der Homepage der Stadt oder gleich hier abgerufen werden).

Die Umsetzung von baulichen/technischen Maßnahmen ist nunmehr Aufgabe von Rat und Verwaltung, wobei ein Arbeitskreis aus Schulvertretern und anderen Akteuren wie Verkehrswacht und Polizei zuarbeiten soll. Da dürfte es hin und wieder noch einer nachdrücklichen Einladung der Verwaltung bedürfen. Das deutete Carsten Elkmann am Dienstag an, als er im Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit den zusammenfassenden Abschlussbericht zum Projekt vorlegte. So habe es auf eine Anfrage bei der Polizei keine Rückmeldung gegeben, und das Echo auf eine Schülerbefragung sei in einigen Schulen sehr schwach gewesen.

Erstaunt hat Carsten Elkmann, dass kaum ein Grundschüler / eine Grundschülerin mit dem Fahrrad zur Schule fährt, aber jede/r dritte mit dem „Elterntaxi“ gebracht und abgeholt wird. Dabei sei der eigenständige Schulweg für die Kinder von essentieller Bedeutung. Dadurch könnten die Kinder die nötige Sicherheit im Verkehrsalltag gewinnen, aber auch eine höhere Sozialkompetenz im Umgang mit ihren Schulkameraden. Die von manchen Eltern vorgebrachten Bedenken gegen einen unbegleiteten Schulweg beträfen die fehlende Verkehrssicherheit (zu kleine Querungshilfen für größere Schülergruppen), fehlende sozialer Kontakte auf dem Weg (eventuelle unbestimmte „Übergriff“ und zu geringes Zutrauen dem eigenen Kind gegenüber. Ob dieses Zutrauen umso geringer ist, je älter Mutter und/oder Vater ist/sind, wurde in dem Projekt nicht untersucht.

Spielstraße auf Zeit mehr als eine populistische Idee?

„Temporäre Spielstraßen auf Zeit“ – nach dem Beispiel von Berlin, Dortmund oder Hemer – forderte die CDU-Fraktion in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit mit dem Verweis auf „viele Familien mit kleinen Kindern“. Deren Sicherheit im Straßenverkehr und beim Spielen habe für die CDU höchste Priorität. Allerdings sei es nicht überall möglich, eine dauerhafte Spielstraße einzurichten. Hier könnten „temporäre Spielstraßen“ eine Alternative sein. Die Verwaltung möge doch bitte hierfür verschiedene Straßen im Stadtgebiet benennen, wo dies „einfach und auf jeden Fall kostenlos“ möglich sei. Schließlich habe nicht jede Familie einen eigenen Garten, und nicht überall sei der nächste Spielplatz direkt nebenan: „In Wohngebieten gehören die Straßen nicht nur den Autos, auch spielende Kinder mit Kreide und Bobbycar“. Die Verwaltung möge dem Beispiel von Hemer im Sauerland folgen und „den Familien die Möglichkeit zur Beantragung einer ‚Spielstraße auf Zeit‘ einräumen“, zitiert die CDU Fabian Knott, den örtlichen Vorsitzenden ihrer Jugendorganisation Junge Union.

Die Antwort der Verwaltung begann gestern mit der Erklärung des Unterschieds zwischen  einer „Spielstraße“ als  einem verkehrsberuhigten Bereich mit sehr geringem Fahrzeugverkehr und über eine überwiegende Aufenthaltsfunktion auf der einen Seite und einer zeitlich begrenzten Spielstraße, die ein Anlieger bei der Verwaltung beantragt habe, auf der anderen Seite. Für diese müsse „zwingend Vorsorge für den ruhenden Verkehr getroffen werden, d. h.  es müssten temporäre Parkflächen gekennzeichnet werden“. Eine solche Straße gebe es in Hemer, und habe es die Stadtverwaltung mit einem „Veranstalter“ zu tun, „der zugleich die Haftung übernimmt und ggfs. eine Veranstalter-Haftpflichtversicherung abschließt“. In diesem Fall werde der öffentliche Verkehrsraum mittels Absperrschranken und dem Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) beschildert. Allerdings kämen hierfür „Hauptverkehrs- und Haupterschließungsstraßen, Straßen mit Linienverkehr oder Straßen, an denen gerade eine Baustelle liegt, … nicht in Frage.“ In Hemer müssten Antragsteller die Nachbarschaft über ihr Vorhaben mindestens eine Woche vorher informieren, so die Stadt Remscheid..  Anwohner, die den Termin vergessen hätten, sei die Zufahrt zu ihrem Grundstück zu ermöglichen.

Und die Kosten für den Antragsteller? In Hemer wird die Beschilderung kostenfrei angeliefert und zur Verfügung gestellt; es fallen keine Gebühren an. In Düsseldorf muss dem Antrag eine Skizze mit möglichen Aufbauten beigefügt werden¸ außerdem wird eine Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühr fällig. Die Organisatoren müssen dort  die erforderliche Beschilderung selbst mieten und aufstellen. In Bonn muss zudem die Mehrheit der Nachbarn zustimmen. Fazit der Stadt Remscheid: „Grundsätzlich wäre unter den o.g. Bedingungen auch in Remscheid eine ‚Spielstraße auf Zeit‘ denkbar. Auch hier würde der Antragsteller die Haftung übernehmen. Für die Bewilligung und Abnahme wäre eine Verwaltungsgebühr fällig. Die Kosten der erforderlichen Beschilderung müsste der Antragsteller tragen.“. Fraglich sei jedoch, ob ein Bedarf bestehe und ob der Aufwand in einem Verhältnis zu dem Nutzen stehe.

Roland Kirchner (W.R.R) dazu in der gestrigen Sitzung: „Im Prinzip ist die Idee einer solchen Spielstraße auf Zeit gut. Aber ist sie auch praktikabel?“ In der Siedlung in Lennep, in der er wohne,  könne er sich eine Zustimmung aller Anlieger kaum vorstellen. Roland Gedig (CDU): „Die Nachbarschaft müsste natürlich mit ins Boot genommen werden!“

Waterbölles: Man darf gespannt sein, wann der Antrag, dem die CDU zu Beginn der Sitzung noch „großer Potenzial“ beimaß, wieder auf der Tagesordnung stehen wird...

Am Stadion Lennep zwei Wartehallen mit Dachbegrünung

Weil auch kleinere Dachbegrünungen in den Innenstadtbereichen helfen können, dem Insektensterben entgegenzuwirken, lässt die Stadt Remscheid am Lenneper Stadion zwei  modifizierten Standard-Wartehallen (Breite von 4,28 m, Tiefe von 1,80 m) an einer Stelle errichten, wo die Breite des Gehweges erhalten bleiben kann. Das Besondere an diesen beiden Wartehallen: Sie sollen begrünt werden. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben den Bauauftrag erhalten (Tiefbau, Versetzen des Zaunes, Aufstellen der Wartehallen inkl. Dachbegrünung) und gehen von Kosten in Höhe von 56.000 € für aus. Die Finanzierung erfolge über die Nahverkehrspauschale, die die Stadt vom Lan d NRW erhält. Die TBR soll später die Pflege der Grünflächen übernehmen. „Die Verwaltung möchte mit den Wartehallen erste Erkenntnisse mit dieser Art der Dachbegrünung auf Wartehallen sammeln. Insbesondere geht es dabei auch um Erkenntnisse hinsichtlich der Unterhaltung. Daher handelt es sich um eine auf die Zukunft ausgerichtete Maßnahme im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie“, heißt es in der Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep.

Für "wildparkende Pkw und Wildpinkler" nicht zuständig

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit thematisierte die CDU-Fraktion „Probleme im Bereich der Autobahnraststätte und vor dem Eingang zum Rundwanderwegs an der Eschbach-Talsperre“ und beklagte „zunehmend Gefahrensituationen durch ‚wildparkende‘ Lkw „ und viele ‚Wildpinkler‘ am Eingang zum Rundwanderweg; sie würden dort „ sogar vor anderen Besuchern und Familien am Wegesrand ihr ‚Geschäft‘ öffentlich verrichten.“ Kritisch fragt die CDU nach: „Sind Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) und Polizei im Bereich des Rundwanderwegs und der Autobahnraststätte tätig und zeigen dort Präsenz? Wir … bitten die Verwaltung darum, mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. Wir könnten uns beispielsweise eine höhere Präsenz von KOD und Polizei vorstellen. Das öffentliche Urinieren ist in der Regel eine Ordnungswidrigkeit und kann zumindest mit Bußgeldern belegt werden. Mehrsprachige Hinweisschilder und der Bau einer Toilettenlage im oberen Bereich der Anlage müssten unserer Auffassung nach ebenfalls geprüft werden.“ Ordnungsamtsleiter Arndt Liesenfeld sah das allerdings anders: Für diese Bereiche die Stadt Remscheid gar nicht zuständig. Sie gehören zwar teilweise zum Stadtgebiet von Remscheid, dann aber (Autobahn) in den Zuständigkeit des Landesbetriebs Straßen NRW. Und der Bereich am Rundwanderweg sei Teil der Stadt Wermelskirchen. Er werde aber dort gerne auf die Probleme hinweisen und über die Antworten aus Wermelskirchen und Düsseldorf, sobald sie vorliegen, wieder im Ausschuss berichten.

Errichtung von Quartiersgaragen wird gefördert

Antrag zu Quartiersgaragen für Besitzer von E-Autos“, titelte der Waterbölles am 16. April . Die CDU-Fraktion hatte es damals als ein „Gebot der ökologischen Notwendigkeit und sozialen Gerechtigkeit“ bezeichnet, „dass möglichst viele Menschen an der E-Mobilität teilhaben können.“ Entsprechend hatte sie die Verwaltung gebeten, die Möglichkeit von Quartiersgaragen im Remscheider Stadtgebiet zu eruieren. Dadurch könne die Anzahl an Pkw in stark zugeparkten Straßen reduziert werden. Die Idee der Quartiersgarage könne ein Baustein sein für eine kommunalen Strategie zur Förderung der E-Mobilität und der kommunalen Verkehrswende.

Zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität am 10. November hat nun die Gestaltungsmehrheit von SPD, Grünen und FDP bezüglich der Förderung von Sharing-Angeboten und Quartiersgaragen bei der Verwaltung nachgefragt, ob es schon erste Quartiersgaragen mit Ladestationen für E-Autos gibt und ob die Stadt Remscheid entsprechende Förderanträge bei der Bezirksregierung gestellt hat. Denn das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW habe eine neue Richtlinie zur Förderung von Sharing-Angeboten und Quartiersgaragen für Kommunen auf den Weg gebracht. Es soll „Carsharing-Angebote in Kommunen unterstützen, in denen es sich wegen der längeren Anlaufphase wirtschaftlich derzeit nicht rechnet“. Außerdem solle nun auch die Errichtung von Quartiersgaragen, sowohl für Neubau- wie auch für Bestandsquartiere, gefördert werden. Auf den wegfallenden Parkplätzen können dann Freiflächen für Begegnungs- Spiel- und Grünflächen entstehen.“

Oberbürgermeister fordern zuverlässige S-Bahnen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Zustände auf den S-Bahnlinien 1 und 7 sind inakzeptabel. Darin sind sich die bergischen Oberbürgermeister einig. Aufgrund der Ausfälle und Verspätungen, die Pendlerinnen und Pendler nahezu täglich in größte Schwierigkeiten bringen, haben sich die Stadtchefs darauf verständigt, den Druck auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zu erhöhen. Tim Kurzbach (Solingen), Uwe Schneidewind (Wuppertal) und Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) verlangen, umgehend Abhilfe zu schaffen. "Die Zustände sind nicht haltbar", erklären sie. "Die bergischen Großstädte und die gesamte Region müssen zuverlässig angebunden und erreichbar sein. Das muss sichergestellt werden. Was in diesem Herbst erneut passiert, ist nicht nachzuvollziehen und zeugt von schlechtem Management. Während mit Blick auf den Klimawandel und die Belastungen auf den Straßen überall die Verkehrswende mit dem verstärkten Umstieg auf Bus und Bahn beschworen wird, gibt es ein Service-Angebot, das diesen Namen nicht verdient." Die bergischen Oberbürgermeister appellieren daher dringend an den Vorstand des VRR, umgehend Abhilfe zu schaffen.

Nachbarschaftsgespräch der SPD am Hauptbahnhof

Pressemitteilung der SPD

Verspätungen, Zugausfälle, schlechte Kommunikation: Die für Remscheid so wichtige Linie S7 ist auch nach dem Wechsel von Abellio zu VIAS ein ständiges Ärgernis für Pendler*innen. Zwar steht Ende 2023 erneut ein Betreiberwechsel an, bis dahin geht es aber mit VIAS weiter. Um für die Übergangszeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen, laden die Remscheider SPD und die SPD-Ratsfraktion für Mittwoch, 28. September, ab7.30 Uhr zu einem Nachbarschaftsgespräch am Hauptbahnhof ein. Treffpunkt ist der Bahnhofsvorplatz. Dort können dann Betroffene, aber auch alle anderen interessierten Bürgerinnen und Bürger, mit Oberbürgermeister Burkhard Mast- Weisz, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Sven Wolf und weiteren Rats- und BV-Mitgliedern der SPD ins Gespräch kommen und auch eigene Ideen einbringen. Diese werden im Anschluss an die Aktion an den Betreiber VIAS weitergeleitet. Der OB: „Wenn die S7 ausfällt, sind die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt vom ÖPNV abgeschnitten und können ihre Arbeitsplätze in Solingen, Wuppertal oder Düsseldorf nicht erreichen. VIAS, VRR und Deutsche Bahn sind dringend gefordert, den Remscheiderinnen und Remscheidern eine zuverlässige Bahnverbindung zu bieten – und genau das wollen wir mit unserer Aktion nochmals klarstellen.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf: „Nach Wechsel des Betreibers von Abellio zu VIAS wurde angekündigt, dass sich Qualität und Zuverlässigkeit verbessern werden. Leider kam es in den vergangenen Wochen jedoch zu erheblichen Verschlechterungen und zu entsprechenden Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern aus Remscheid. Mit unserer Aktion am Hauptbahnhof wollen wir nun allen Betroffenen die Möglichkeit geben, ihre Probleme vorzutragen. Denn wir wissen: Bei der Bahn hilft nur öffentlicher Druck!

Nachwuchs: Fahrschule der Stadtwerke hat sich bewährt

„Um die angestrebte Mobilitätswende zu erreichen, benötigt eine moderne Stadt einen gut funktionierenden, gut ausgestatteten, effektiven und kostengünstigen ÖPNV. Das 9-Euro-Ticket hat eindeutig bewiesen, dass die Nachfrage vorhanden ist, aber auf ein löchriges Angebot trifft“, stellt die Fraktion der Linien fest. „ Täglich gibt es in Remscheid aufgrund von Personalmangel dutzende Fahrtausfälle, die dazu auch noch absolut mangelhaft kommuniziert werden. Zwar folgt der Personalmangel bei den Stadtwerken und ihren Subunternehmen ein Stück weit einen nationalen Trend, doch es muss auch untersucht werden, inwieweit hausinterne Entwicklungen zu der Lage beigetragen haben.“ Die Praxis, Dienstleistungen an eigens gegründete Subunternehmen zu delegieren, die ihre Mitarbeiter:innen zu schlechteren Konditionen einstellen als die Stadtwerke selbst, sei nicht nur äußerst fragwürdig, sondern „sicherlich auch ein Mitgrund für die momentane Lage“. Eine neue Einstellungsoffensive von Busfahrerinnen und Busfahrern sei zwar gut und richtig, doch um den Betrieb langfristig und zuverlässig am Laufen zu halten und das Personal dauerhaft an sich zu binden, müssen attraktive Konditionen für ALLE Beschäftigten geschaffen werden. So hat die Fraktion eine Anfrage zur Situation der Remscheider Busfahrerinnen und -fahrer begründet, die gestern im Hauptausschuss von der Verwaltung beantwortet wurde.

Frage: Wie viel Prozent der Leistungen des Remscheider ÖPNV (besonders die Durchführung von Linienfahrten mit Kraftomnibussen) werden vom Subunternehmen ELBA-Omnibusreisen GmbH und möglicher weiterer Subunternehmen erbracht?
Antwort: Mit Stand 31.8.2022 wurden insgesamt rund 18,5 % der gesamten Verkehrsleistung der Stadtwerke Remscheid GmbH von Subunternehmern erbracht. Diese Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: ELBA: ca. 13 %, KG Wiedenhoff: ca. 5,5 % .

Frage: Wie haben sich diese Leistungsanteile im letzten Jahr entwickelt und wie planen die Stadtwerke die weitere Kooperation?
Antwort: Im Jahr 2021 wurden insgesamt ca. 23 % der gesamten Verkehrsleistung der Stadtwerke Remscheid GmbH von Subunternehmern erbracht. Diese Leistung setzt sich wie folgt zusammen: ELBA: ca. 15 %, KG Wiedenhoff: ca. 7 %, Fa. Növermann: ca. 1 %. Die Planwerte für die Subunternehmerleistungen wurden angepasst. Da die Subunternehmer darüber informierten, Ihre ursprünglich vereinbarte Leistung auch dauerhaft nicht erbringen zu können, wird diese Leistung künftig mit eigenem Personal der Stadtwerke Remscheid GmbH zu leisten sein.

Frage: Inwieweit unterscheiden sich die Vertragsbedingungen (Gehalt, Urlaub usw.) von Busfahrerinnen und Busfahrern der ELBA-Omnibusreisen GmbH zu denen der Busfahrerinnen und Busfahrern der Stadtwerke und welchen Einfluss haben die Stadtwerke Remscheid als Anteilseigner der ELBA-Omnibus GmbH an der Gestaltung der Vertrags- und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter:innen in dem Subunternehmen? Ist es geplant die Vertragsbedingungen anzugleichen?
Antwort: Die Stadtwerke Remscheid GmbH unterliegen dem Wettbewerbsrecht und können leider keine Auskünfte über Details der Vertragsbedingungen geben. Nach Informationen der Stadtwerke Remscheid GmbH wird das Fahrpersonal bei ihren Dienstleistern über Tarif vergütet.

Frage: Die Stadtwerke Remscheid versuchen mit einer Einstellungsoffensive den Personalmangel an Busfahrerinnen und Busfahrern ausgleichen. Wie werben die Stadtwerke um neues Personal und was kann darüber hinaus getan werden, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden und auch langfristig Personal an sich zu binden? Wie ist die Kooperation mit dem Arbeitsamt – insbesondere beim Thema Übernahme der Kosten zur Erlangung des notwendigen Führerscheins für mögliche Bewerber:innen?
Antwort: Die Stadtwerke Remscheid GmbH haben seit Dezember 2021 28 neue Mitarbeiter:innen eingestellt und werben über folgende Kanäle um neues Personal:

  • Stellenausschreibungen in Zeitungen, Social Media, Unternehmens-Homepage, digitale Jobbörsen, Anzeigedisplays in den Bussen, Arbeitsagentur
  • Aktionstage für interessierte Bewerber

Neben einer betrieblichen Altersvorsorge werden beispielsweise Optionen wie Job-Rad und weitere Motivatoren angeboten, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. Eine Kooperation mit der Arbeitsagentur besteht. Die Übernahme der Kosten zur Erlangung des notwendigen Führerscheins für mögliche Bewerber hat sich jedoch als nicht zielführend herausgestellt. Bewährt hat sich hingegen der seit einigen Jahren bestehende Betrieb der unternehmenseigenen Fahrschule. Hier werden Bewerber mit der vorhandenen Führerscheinklasse B ausgebildet auf Klasse D zur Personenbeförderung.

Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

 Der Lenneper Kirmesplatz, derzeit von Fahrzeuige gesperrt. Foto: privat.Lenneper Kirmesplatz wird ansehnlicher“, titelte der Waterbölles am 24. Juni 2021. Tags zuvor hatte´ TBR-Chef Michael Zirngiebl angekündigt, die Technischen Betriebe Remscheid wollten den Platz ansehnlicher machen, bis der Bau des Designer Outlet Centers und des dazu gehörenden Parkhauses auf dem Kirmesplatz an der Brehmstraße beginne. Das daraus nichts wird, weil Richter das anders gesehen haben, ist längst bekannt.

Am Aussehen des Platzes hat sich folglich bislang auch nicht viel geändert. Das Abstellen von  Fahrzeugen ist dort trotz geplatzter DOC-Träume weiterhin verboten. Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

Ratsmitglied Bettina Stamm (echt.Remscheid), auch Mitglied in der Bezirksvertretung Lennep, will das nicht einsehen. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 28.September hat sie deshalb den Antrag gestellt, den vorderen Teil des Platzes als Pkw-Stellfläche an Wochenenden und bei Veranstaltungen im Lenneper Röntgenstadion freizugeben, solange es für ihn keine andere Nachnutzung gebe. Zitat: „Die Zufahrten sind durch Poller versperrt. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über fehlende Stellplätze bei Veranstaltungen in der Altstadt und im Röntgenstadion könnte mit einer temporären Öffnung des vorderen, nicht begrünten Teils des Kirmesplatzes kurzfristig zusätzlicher, öffentlicher Parkraum geschaffen werden.“