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Auch Planung von Profis kann Schuss „Lokalkolorit“ vertragen

Zur Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen am 17. August hat Sebastian Hahn, Sprecher der CDU-Fraktion in der BV, die Verwaltung im Auftrag der CDU-Fraktion um Auskunft gebeten über den aktuelle Sachstand und Zeitplan für den Umbau der Kreuzung Eisernstein zu einem Kreisverkehr, den bewilligten Fördergeldern vom Land, sowie eventuell gestiegenen Kosten und Lieferschwierigkeiten der Firmen beim Baumaterial. Hahn: „In welcher Form können Lüttringhauser Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmen und sonstige Interessierte ihre Ideen für die Gestaltung einer der künftigen „Visitenkarten“ Lüttringhausens, der Kreiselmitte, einbringen? Wie könnte eine Abstimmung über die zu erwartenden vielfältigen Ideen erfolgen?“

In seinem Antrag erinnert er daran, dass die ersten Ideen zum Umbau der Kreuzung am Eisernstein auf die frühen 1990-er Jahren datierten. Zitat: „Im Frühjahr 2021 wurde den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lüttringhausen die damalige Planung für den Kreisverkehr vorgestellt, und vor gut einem Jahr wurden die Förderunterlagen bei der zuständigen Stelle des Landes Nordrhein-Westfalen eingereicht. Wie jüngst der Lokalpresse zu entnehmen war, liegen mittlerweile Förderzusagen vor. Daraus folgend sollte die Zeitplanung nun verbindlicher formuliert werden können.“ Die Mitglieder der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung seien bereits mehrfach darauf angesprochen worden, ob auf die Gestaltung der Kreiselmitte noch Einfluss genommen werden könne. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass auch die Planung erfahrener Profis einen Schuss „Lokalkolorit“ vertragen könne. Aktuelles Beispiel dafür sei der neue Park am Lüttringhauser Rathaus.

Im Stadtbezirk entscheidet die Bezirksvertretung

Eine Fahrradstraße von der Engelsburg durchs Feldbachtal Richtung Kräwinklerbrücke wird es nach Auffassung der Stadtverwaltung nicht geben. Begründung: Für diesen Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP sei allein die Bezirksvertretung Lennep zuständig, und die habe den Antrag am 30. März abgelehnt. Dies hat die Stadt der BV Lennep zur Sitzung am 25. Mai mitgeteilt, ferner dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität (2. Juni) und dem Hauptausschuss (9. Juni). Die Entscheidungsbefugnis für die Errichtung einer Fahrradstraße sieht die Verwaltung in diesem Fall ausschließlich bei der BV Lennep: Für die Gemeindestraßen, deren Ausbau, Instandsetzung Unterhaltung und „Umgestaltung … zur Erreichung angepasster Fahrgeschwindigkeiten“ seien nach der Gemeindeordnung NRW (§ 37) die Bezirksvertretungen zuständig, aber  n i c h t für die Widmung einer Gemeindestraße als Fahrradstraße ohne baulichen Maßnahme nicht zuständig – hätte es da nicht 1984 eine Novellierung der Gemeindeordnung gegeben. Seitdem haben Bezirksvertretungen „eine gesetzliche Entscheidungsbefugnis … grundsätzlich in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht; Vorschiften der Hauptsatzung dürfen den gesetzlichen Zuständigkeitsbereich weder einschränken noch erweitern (siehe Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 14. Februar 1997, AZ 1K 833/96 und des OVG vom 7.7.1997, AZ 1_K_833_96).

Abbiegen in spitzem Winkel erhöht die Sturzgefahr

zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Einrichtung einer Radfahrspur auf dem Bürgersteig vor dem Bahnhof Lennep prüfen. Begründung: „Die bisherige Zuführung von Radfahrenden am Bahnhof Lennep auf die Balkantrasse ist nur schwer zu erkennen. Als Folge davon nutzen die meisten Radfahrenden verbotswidrig den Bürgersteig des Bahnhofs. Dies ist für Fußgänger und Radfahrende eine nicht ganz ungefährliche Angelegenheit und führt häufig zu Konflikten. Zudem ist die bisherige Führung für Radfahrende über den P+R-Parkplatz alles andere als sicher, da dort an haltenden Bussen vorbei, deren Fahrbahn kreuzend, abgebogen werden muss und gegen die Ausfahrt des P+R-Parkplatzes eingebogen werden soll.“

Für von der Balkantrasse kommenden Radfahrerinnen und Radfahrer stelle sich, so die Antragsteller, eine andere Gefahrensituation dar, die entschärft werden sollte: „Um von der Balkantrasse wieder auf die Robert- Schumacher-Straße zu kommen, muss bisher in einem sehr spitzen Winkel auf den P+R- Parkplatz abgebogen werden, der für ältere und weniger bewegliche Radfahrende die Sturzgefahr erhöht. Daher wird auch aus dieser Richtung kommend der Bürgersteig sehr häufig verbotswidrig von den Radfahrenden genutzt.“ Für beide Richtungen sei die Beschilderung zudem kaum zu sehen und somit wirkungslos.

Ab Dezember im Stundentakt schneller nach Düsseldorf

Das Remscheid eine stündliche Direktverbindung auf der Schiene nach Düsseldorf bekommen soll, RE 47 genannt, ist keine neue Nachricht. „Zug nach Düsseldorf ab Ende 2022 bzw. Anfang 2023“, titelte der Waterbölles am 26. Juni 2021, nachdem Frank vom Scheidt die Information aus der Verbandsversammlung des  Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) in der damaligen Sitzung des Rates der Stadt verkündet hatte. „Das ist eine riesige Chance für Remscheid als Wohn- und Arbeitsstandort!“, freute sich damals Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Und David Schichel (Grüne) zeigte sich überzeugt, „dass diese Verkehrsverbindung viele Leute vom Auto in den Zug locken wird!“ Das bedeute aber auch, dass sich Rat und Verwaltung in nächster Zeit um weitere P&R-Parkplätze in Remscheid kümmern müssten.

Davon war bislang noch nicht die Rede. Stattdessen fand die FDP-Fraktion ein Paar in der Suppe: Der neue Direktzug  werde in Güldenwerth nicht alten, kritisierte sie am 24. März 2022 in einer Pressemitteilung. Und damit werde dann „der gesamte Remscheider Westen und auch Fahrgäste vom Hasten und Teilen der Innenstadt von dem RE 47 abgekoppelt“. Das sei nicht nachvollziehbar. Zumal „ die beiden Haltepunkte Solingen-Grünewald und Solingen-Mitte angefahren werden, obwohl diese nur einige hundert Meter auseinanderliegen.“

Wer daraufhin annahm, der VRR würde seine Pläne n och einmal überdenken, täuschte sich, wie jetzt eine Vorlage der Stadt Remscheid zur Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität am 2. Juni deutlich macht. Demnach wird der neue Regionalexpress 47 folgende Bahnhöfe / Haltepunkte ansteuern:

  • · Remscheid-Lennep,
  • · Remscheid Hauptbahnhof,
  • · Solingen Mitte,
  • · Solingen Grünewald,
  • · Solingen Hauptbahnhof,
  • · Hilden,
  • · Düsseldorf-Eller Mitte,
  • · Düsseldorf Hauptbahnhof.

In Güldenwerth soll der Zug also nicht halten, ebenfalls nicht an den Düsseldorfer Haltepunkte Volksgarten und Oberbilk. Auf diese Weise verkürze sich „die Fahrzeit zwischen Remscheid-Lennep und Düsseldorf Hauptbahnhof um zehn Minuten im Vergleich zur aktuellen Direktverbindung der S7“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Und weiter: „Die neue Linie … soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember … die Verstärkerfahrten der S7 ersetzen. (…) Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.“

Kein Anliegerverkehr in Remscheids "Westen"

In einer Vorlage zur gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen hat die Verwaltung eine Bürgerpetition zurückgewiesen, in der gefordert worden war, den Fahrzeugverkehr in den Hofschaften Grund, Oelingrath, Langenhaus und Westen an der Stadtgrenze 6zu Wuppertal nur den Anliegern zu erlauben. Eine Beschränkung der in der Petition angegebenen Straßenzüge würde ein sehr weitläufiges Gebiet umfassen. Und zusätzlich zur Straße Langenhaus müsste die geforderte Anlieger-Beschränkung dann auch für die Straße Neuland gelten. Dort aber befinde sich der Begräbniswald Kempkenholz , der auch über Wuppertal-Rädchen angefahren wird. Ferner lägen in dem gewünschten Anliegerbereich auch die Naturschule Grund und andere Ziele wie Gastronomie oder Paketshop, die einen unbestimmten Personenkreis zu berechtigten Anlieger erlaubter Einfahrt in das Zielgebiet machen würden. Auch wären Freigaben für Anlieger, Lieferverkehr, Land- und Forstwirtschaft sowie den Linienbusverkehr erforderlich.

Zitat: „Zusammenfassend ist davon auszugehen, dass durch die Größe des Gebietes und die hohe Anzahl darin gelegener Ziele eine Überwachung der Anlieger-Beschränkung nahezu unmöglich ist.“ Die erhebliche Zahl tatsächlich Berechtigter lasse nicht erwarten, dass die geschilderten Verkehrsverstöße mit Wirkung für die Zukunft verringert oder gar ausgeschlossen werden könnten. Aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde „ist eine verstärkte Überwachung der gefahrenen Geschwindigkeiten oder bereits schon die – Anbringung eines Tempo-Info-Displays eher geeignet, der Verkehrssicherheit zu dienen, als die beantragte Teileinziehung“. Die wird im Übrigen auch in einem Klima-Check verworfen: Für Hindurchfahrende ergäben sich Umwege und ein erhöhter Energieverbrauch.

Flachwurzler für Verkehrsinseln der Trecknase

„Pflanzen sind nicht nur schön anzusehen. Sie kühlen auch die Umgebung und fördern die Artenvielfalt – egal ob an der Straße, an Fassaden oder auf Dächern. Die Stadt Remscheid sieht Grün als Überlebensstrategie in Zeiten des Klimawandels und möchte für mehr Grün sorgen,“ zitieren die Fraktionen von SPD. Grünen und FDP aus einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid vom 20. Januar. Zugleich weisen sie darauf hin, dass beim Umbau der Kreuzung Trecknase sämtliche Flächen auf den Verkehrsinseln zubetoniert worden seien. Wie eine umweltfreundlichere Gestaltung aussehen könne, sehe man an der Kreuzung Ring-/ Rader Straße, wo auf einzelnen Verkehrsinseln Flachwurzler gepflanzt worden seien. „Diese Maßnahme dient nicht nur einem besseren Klima, sondern fördert auch die Artenvielfalt“, stellen die drei Fraktionen fest und bitten die Verwaltung um Prüfung, ob eine entsprechende Entsiegelung Kreuzung Trecknase möglich sei.

Neuer „Blitzer“ kompensiert Mehrkosten des KOD

Drei befristete Stellen für den KOD werden verlängert“, titelte der Waterbölles am 1. September 2021. Pläne, den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) mit weiteren elf Stellen (befristet)  auszustatten, hatten sich nicht realisieren lassen. Besetzt werden konnten nur die vier Stellen in der Leitstelle, nicht aber die sieben für den Außendienst. Für diese habe es keine geeigneten Bewerber:innen gegeben, sagte damals Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Drei der vier Stellen, die zunächst bis 30. September bestanden, wurden in der Ratssitzung am 16.9. September bis 30. Juni 2022 verlängert, da wegen Corona unverzichtbar. Verbunden waren damit Personalkosten von insgesamt 120.950 Euro. (Der vierte befristete Mitarbeiter der Leitstelle war zwischenzeitlich in ein Ausbildungsverhältnis bei der Stadt Remscheid gewechselt). Zur Ratssitzung am 19. Mai liegt nun der Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, diese drei Stellen in der KOD-Leitstelle in unbefristete Stellen und zum 1. Juli eine weitere unbefristete Stelle einzurichten. Das sei im Haushaltsjahr 2022 mit zusätzlichen Personalausgaben in Höhe von 126.800 € verbunden.

Die Verwaltung begründet die zusätzlichen Stellen damit, das Bürgerschaft, die städt. Dienststellen und Polizei  in der Einsatzzentrale einen wichtigen Ansprechpartner für ihre Probleme und Belange gefunden hätten. Dort würden alle Aufträge zentral bearbeitet. „Alleine im Zeitraum Oktober 2021 bis März 2022 wurden in der Einsatzzentrale knapp 4.000 Mails im Funktionspostfach verzeichnet und bearbeitet. Weiterhin wurden über 2.500 Aufträge koordiniert und dem KOD zugewiesen. Die zu bearbeitenden Aufträge ziehen sich durch das komplette Leben (von A wie Aufenthaltsermittlungen, über K wie Kontrolle von Veranstaltungen, Gewerbebetrieben oder des Nichtraucherschutzgesetzes bis Z wie Zwangsstillegung eines Kfz). Inzwischen ist die Einsatzzentrale, insbesondere im Umgang mit den telefonischen und elektronischen Bürgeranfragen, dem Umgang mit den verschiedenen Dienststellen (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitsamt, Verwaltung intern) und den mehr als 25 Kolleginnen und Kollegen des KOD, ein kontinuierlicher und unverzichtbarer Teil im Zusammenspiel des internen und externen Informationsaustauschs geworden.“ Ohne die Einsatzzentrale wäre ein koordinierter Einsatz kaum mehr denkbar.

In der Frage der Kompensation der zusätzlichen Personalkosten verweist die Verwaltung in ihrer Vorlage darauf, dass an der Grundschule Adolf-Clarenbach in Goldenberg ein zweiter stationärer „Blitzer“ (talwärts in Richtung Haddenbach) in Betrieb genommen worden sei. Bei 150 gemessenen Geschwindigkeitsübertretungen pro Woche und einem durchschnittlichen Verwarngeld von 40 Euro sei mit jährlichen Einnahmen von 312.000 € zu rechnen.

Ohne Aushilfskräfte keine Reisepässe und Führerscheine

Zur morgigen Ratssitzung hat die Verwaltung vorgeschlagen, vier im Bürgerservice und in der Führerscheinstelle eingerichtete befristete Stellen für sechs Monate (bis zum 31. Dezember) zu verlängern und dafür im Etat 111.000 € bereitzustellen. Begründung: Mit der Zahl von Auslandsreisen Remscheider Bürgerinnen und Bürger steige nunmehr wieder der Bedarf an Reisepässen, Personalausweisen und an neuen Führerscheindokumenten. Zudem könne ein Internationaler Führerschein, oft im Ausland die zwingende Voraussetzung für die Anmietung eines Mietwagen, ausschließlich bei Vorlage eines Kartenführerscheins ausgestellt werden. Die hohe Nachfrage nach Reisedokumenten sei schon seit einigen Wochen spürbar; bei Ausweisen bestehe inzwischen ein Terminvorlauf von bis zu fünf Wochen. „Um auch der hohen Nachfrage vor den Sommer- und Herbstferien gerecht zu werden, werden die Aushilfen weiterhin benötigt“, betont die Verwaltung.

Zusätzliches Problem: Die Mitarbeitenden des Bürgerservice müssen im Mai und Juni in kleineren Gruppen jeweils drei Wochen lang in ein neues Programm (Fachverfahrens für das Meldewesen) eingearbeitet werden. Und dieses Problem verschärft sich noch durch eine hohe Personalfluktuation im Bürgerservice, heervorgerufen durch Schwangerschaft, Aufstiegs-Lehrgang, Stellenwechsel etc. Zitat: „Die neuen Mitarbeitenden sind noch nicht sofort komplett einsetzbar, sodass es auch hier zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen kann.“

Auch in der Führerscheinstelle könne auf die befristeten Kräfte nicht verzichtet werden, da vakanten Stellen mit Ausbildungskräfte aus dem vergangenen Lehrjahr neu besetzt worden seien, die erst eingearbeitet werden mussten und zudem an zwei Schultagen pro Woche fehlen (letzte Abschlussprüfungen im Juni).

Betagte Eisenbahnbrücken in Lennep werden ersetzt

Die Tage der beiden zweigleisigen Eisenbahnbrücken über der Schlachthofstraße bzw. der Wülfingstraße (bzw. Kimmenauer Weg und Alte Kölner Straße) in Lennep scheinen gezählt zu sein: Weit mehr als 100 Jahre als, haben sie nach Angaben der Deutschen Bahn AG n das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Die DB Netz AG will sie deshalb im kommenden Jahr durch Neubauten zu ersetzen. Über den Baubeginn will die Bahn die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren. Zwischen der Bahn AG und der Stadt gab es bereits diverse Abstimmungen unter Einbeziehung mehrerer Fachdienste „Derzeit wird von einem frühestmöglichen Baubeginn im Februar 2023 ausgegangen“, teilte die Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 25. Mai mit.

Birgderkamper Brücke wird schon zwei Tage früher frei

Betonarbeiten erfordern Brückensperrung“, titelte der Waterbölles am 8. April . Die Stadtverwaltung hatte angekündigt, dass die Birgderkamper Brücke vom 19. April bis einschließlich 27. Mai gesperrt werden müsse: „Im Zuge der laufenden Betoninstandsetzungsarbeiten werden die funktionslosen Berührschutzplatten im Bereich des ehemaligen Ostbahnhofs zurück gebaut und abtransportiert. Nach dem Abschneiden der Schutzplatten wird die Brücke mittels eines Oberflächenschutzsystems wieder optimal gegen die Bewitterung geschützt.“

Was die Verwaltung damals noch nicht ahnte: Die Brückensperrung zieht in den Hauptverkehrszeitenerhebliche Staus nach sich. Das thematisierte Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd sehr kritisch. „Der Südbezirk ist abgeschnitten“, sagte sie und meinte damit vor allem die Staus auf der Bismarckstraße Richtung Unterführung.

„Die Arbeiten an der Birgderkamper Brücke verlaufen gut. Die Anzahl der größeren Schadstellen ist gegenüber den ersten Einschätzungen mehr geworden. In Teilbereichen leider auch über den Bereichen der DB-Gleise, die nur mit besonderen Auflagen durchgeführt werden können“, teilte Viola Juric, die Pressesprecherin der Stadt gestern auf Anfrage des Waterbölles mit. „Die Berührschutzplatten konnten bereits alle entfernt werden und können in der Zukunft keine Probleme mehr bereiten. Die Arbeiten am Gesamtbauwerk werden sich über die nächsten Monate erstrecken.“

Und dann die gute Nachricht: „Die Birgderkamper Brücke wird aller Voraussicht nach am Mittwoch, 25. Mai, im Laufe des Nachmittags - also vor dem Feiertag - freigegeben werden können.“ Weitere Arbeiten sind dann zwar noch  a u f  der Birgderkamper Brücke erforderlich, diese könnten jedoch „in friedlichen Miteinander von Verkehr und Baustelle abgewickelt werden.“ Allerdings bei Langsamfahrt im Baustellenbereich mit Tempo 30 km/h.

VCD-Mobifibel gibt Tipps für den Schulstart

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Bei vielen Kindern im Verbundgebiet steht nach den Sommerferien der große Schulstart an. Die sechste Auflage der Mobilitätsfibel von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) gibt darum hilfreiche Tipps, wie Kinder sicher und selbständig zur Schule kommen. Auf den Sonderseiten „Unterwegs im VRR“ können junge Verkehrsteilnehmer*innen spielerisch den sicheren Schulweg mit Bus und Bahn erlernen. Der Schulweg ist für junge Verkehrsteilnehmer*innen oft der erste Weg, den sie alleine gehen. Um bei der Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung der Kinder zu unterstützen, haben die Partner die wichtigsten und aktuellsten Infos zur kindgerechten Mobilität zusammengefasst.

Die sechste Auflage der Broschüre präsentiert sich mit ansprechenden Bildern und Grafiken rund um das Thema Mobilität. Tipps und Tricks, Erfahrungsberichte und eine Reihe von Literaturempfehlungen unterstützen Familien und Pädagog*innen dabei, die Eigenständigkeit der Kinder im Straßenverkehr frühzeitig zu fördern. Außerdem stellt sie Familien z.B. die verschiedenen Möglichkeiten des Carsharings vor oder gibt Hinweise zum Umgang mit E-Bikes. Auf den Sonderseiten können interessierte Kinder Flo und Tine kennenlernen. Die beiden „Profis für Bus und Bahn“ im VRR erklären den jungen Verkehrsteilnehmer*innen auf spielerische Weise, wie sie sich an Haltestellen oder während der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verhalten sollten. Die Mobifibel wird im Verbundgebiet über die Kommunen und die örtlichen Verkehrsunternehmen an die Schulen gesendet. Diese verteilen die Broschüre an die Erstklässler*innen. Darüber hinaus können interessierte Familien, Lehrkräfte und Erzieher*innen die Fibel auch kostenlos über den VRR per Email an info@vrr.de bestellen. Weiteres Material zum Thema finden Kinder, Eltern und Pädagog*innen unter www.vrr.de/flo. Der VRR stellt dort Filme, Broschüren und weitere Mitmach-Angebote bereit.

Berufskolleg braucht funktionierenden Bahnhof

Pressemitteilung der SPD Remscheid

„Immer wieder hakt es bei den Verkehrsverbindungen und Einrichtungen des ÖPNV. Ob bei der Direktverbindung oder beim defekten Aufzug. Da ist uns jede Unterstützung sehr willkommen“, betont der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Daher habe ich den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Udo Schiefner zu einem Gespräch nach Remscheid eingeladen, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Mast-Weisz aktuelle Verkehrsthemen zu besprechen. Genau an einem Tag an dem es abends wieder zu heftigen Störungen auf unserer Strecke kam und Züge ausfielen. Diesmal wohl wegen einer defekten Weiche. Der Aufzug ist nun zumindest zunächst einmal wieder in Betrieb, wird aber nochmals für eine weitere Reparatur ausfallen. Bei der Direktverbindung sind wir dabei, nachzuhaken, was mit den Haltepunkten Güldenwerth und Lüttringhausen passiert, die in der bisherigen Planung des VRR nicht vorgesehen sind.

Udo Schiefner hat Unterstützung zugesagt: „Mich erreichen als Vorsitzender des Verkehrsausschusses unzählige Anliegen aus ganz Deutschland. Es hilft da ungemein, sich vor Ort direkt ein Bild zu machen. Regelmäßig nutze ich meine Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, um diese Problem dann an die richtigen Adressen weiterzugeben. Remscheid hat es da mit nur einer Zugverbindung echt nicht leicht. Wenn die Züge ausfallen oder unpünktlich sind, steht hier der ganze Verkehr still.“

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz nutzte das Gespräch, um auch auf das bald fertige Berufskolleg hinzuweisen. „Wir haben hier in der Region bald das einzige Berufskolleg mit Bahnanschluss. Das ist eine große Kraftanstrengung gewesen und bald eine große Chance für Remscheid. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn auch die Bahn zuverlässig fährt. Nach dem Wechsel auf den neuen Betreiber VIAS hat es etwas geruckelt. Der Geschäftsführer hat mir aber in einem Gespräch versichert: VIAS ist gekommen um zu bleiben. Weiterhin wichtig ist für die Stadt Remscheid das Thema einer Direktverbindung nach Köln. Da bleiben wir am Ball. Eine gute Anbindung an Köln als Metropole würde für die zukünftige Mobilität der Remscheiderinnen und Remscheider eine wichtige Verbesserung darstellen.“