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Revitalisierung (2): Typische Gemengelage

Jahr

Ereignis

12. Jhd.

Erwähnung eines Hofes (RS-Rath) bei Haddenbach in Besitz des  Stiftes Essen

1363

Remscheid und Lüttringhausen erscheinen als Kirchspiele im Amt Bornefeld, Lennep als eine der Fünf Städte des Landes Berg

um 1400

Beginn der Nutzung der Wasserkraft zum Betrieb von Eisenhütten, Hammerwerken, Schleifkotten und Walkmühlen in Remscheid, Lüttringhausen und Lennep

1723

Das obere Dorf Remscheid mit Kirche und Schule wird durch einen Brand zerstört

1805

Wirtschaftlicher Tiefstand. Übergang des Landes Berg an Napoleon und Errichtung des Großherzogtums Berg

1813/15

das Großherzogtum Berg fällt dann an das Land Preußen und wird Bestandteil der preußischen Rheinprovinz

1848

Inbetriebnahme der ersten Remscheider Dampfmaschine in einem Hammerwerk

1868

Eröffnung der Eisenbahnlinie Rittershausen Oberbarmen-Ronsdorf-Lüttringhausen-Lennep-Remscheid

1888

Remscheid scheidet aus dem Landkreis Lennep aus und wird selbständiger Stadtkreis

1919

Eröffnung eines städtischen Schauspielhauses in Remscheid

1929

Eingemeindung Lenneps und Teile von Lüttringhausen nach Remscheid

1943

Zerstörung des Stadtkegels durch Luftangriff

1975

Eröffnung der Alleestraße als Fußgängerzone

1986

Eröffnung des Allee-Centers

1996

Eröffnung der "Allee-Center"-Erweiterung

1990/95

Umgestaltung der Alleestraße als Allee, Fußläufigkeit des Marktes, Errichtung der „Stadthof“-Bebauung

2008

Erneute Erweiterung des Alleecenters

2009

Fertigstellung des neue Hauptbahnhof und des Brückencenters

2012

Der Verein ISG Allestraße e.V. gründet sich mit dem Ziel der Bildung einer Immobilien- und Standortgemeinschaft zur Aufwertung der Alleestraße

Die Remscheider Innenstadt entstand durch Erweiterung des Siedlungskerns Alt-Remscheid östlich des jetzigen Marktes auf dem Osthang einer  Geländekuppe im Wesentlichen beginnend im 19. Jahrhundert. Die Entwicklung der funktionalen Bedeutung der Innenstadt korrespondierte mit dem Stadtwachstum Remscheids bis in die 1970er Jahre. In Folge des wirtschaftlichen Strukturwandels und durch den ausgeprägten demographischen Übergang in der Stadt Remscheid haben sich die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Innenstadt deutlich verschlechtert.

Die historische Entwicklung des Siedlungsraumes Remscheid lässt sich im Wesentlichen wie folgt charakterisieren: Remscheid wird 1173 und 1189 erstmalig in Urkunden als Kirchort erwähnt. Die spätere Stadt erwuchs aus vielen einzelnen, im weiten Abstand zum Kirchhof gelegenen Höfen. In den Tälern siedelten sich seit dem 15. Jahrhundert Wasserhämmer und Schleifkotten an. 200 Jahre später bestand dort schon eine dichte Folge von Wasserkraftanlagen zur Bearbeitung von Werkzeugprodukten. Die starke industrielle Entwicklung ging bereits in dieser Zeit einher mit erfolgreichen Handelsbeziehungen der Remscheider Wirtschaft mit Übersee. Den Mittelpunkt der Höfe bildeten im 18. Jahrhundert prächtige bergische Bürgerhäuser der ansässigen Kaufleute. Erst 1808 wurde das Kirchspiel unter französischer Verwaltung zur „Munizipalität“, zur Stadt erhoben. Im 19. Jahrhundert wuchsen dann im Zuge der sich verdichtenden Besiedlung des Raumes die Einzelhöfe mit dem Kirchort zu bandartig bebauten Straßenzügen zusammen.

Seit 1850 verlagerten sich die Standorte der Industrie wegen ihres Flächenbedarfes aus den engen Tälern auf die Hochebene. Der Remscheider Kegel, der Holscheidsberg wurde erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besiedelt. In dieser Zeit setzte im Gebiet der heutigen Stadt Remscheid ein einschneidender Strukturwandel ein, der von einer Bevölkerungszuwanderung zu den neuen gewerblichen Standorten sowie dem Ausbau des Verkehrsnetzes begleitet war. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Siedlungsflächen der alten Ortskerne im Wesentlichen durch bandartige Strukturen, in Alt-Remscheid durch Straßenrandbebauung auf den Höhenrücken zwischen dem ehemaligen Kirchhof und den näher gelegenen Höfen.

Die weitere Auffüllung und Ergänzung der vorhandenen bandartigen Strukturen und Arrondierung von Flächen auf den Höhenrücken kennzeichnet die Siedlungsentwicklung in Alt-Remscheid bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Standorte der gewerblichen Betriebe blieben in dieser Zeit stadtnah, die typische Gemengelagensituation in der Stadt verfestigte sich. (Flächennutzungsplan der Stadt Remscheid, Begründung)

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

 

Entwürfe zur Neugestaltung der Innenstadt

Auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 27. September steht auch der Gestaltungsleitfaden Innenstadt. Dass er beschlossene Sache ist, ist so gut wie sicher. Denn für die Umsetzung des Konzepts zur Revitalisierung der Innenstadt ist die Vorgabe von Gestaltungsregeln für den öffentlichen Raum ein zentraler Baustein. „Die Stadt Remscheid und die städtischen Töchter sind in diesem Zusammenhang in mehrfacher Hinsicht gefordert“, heißt es im Beschlussentwurf der Verwaltung. „Sie die Aufgabe,  die innerstädtischen Straßen, Wege und Plätze unter Berücksichtigung ihrer besonderen Funktionen so zu gestalten, dass sie einerseits ihre rahmensetzende Funktion als Gestaltungselement gerecht werden und sich andererseits in das äußere Erscheinungsbild der Innenstadt einfügen.“ Der Gestaltungsleitfaden (Konzeption, Gestaltung, Bearbeitung: stadtraum Architektengruppe, Bernd Strey, Sylvia Winkel, Christopher Dierkes, Jens Hoppstädter) soll mit einer umfassenden Bestandsaufnahme des öffentlichen Raums dabei helfen, die Gestaltqualitäten der Innenstadt zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Dabei gehen die Autoren auch auf Bodenbeläge, Stadtmöbelsystem (Bänke, Abfalleimer, Fahrradbügel und Poller) und Straßenbeleuchtung ein und präsentieren beispielhafte Entwürfe die Gestaltung des öffentlichen Raums – als Vorentwürfe für die einzelnen Planungen.

Die Verwaltung: „Der Gestaltungsleitfaden wird in Zukunft einen Standard für die Gestaltung der Innenstadt festlegen. Die Verwaltung beabsichtigt, die Maßnahmen aus dem Konzept und den Masterplan vorbehaltlich der entsprechenden Beschlüsse der Ratsgremien schrittweise umzusetzen. Hierbei sollen die interessierte Öffentlichkeit und die Politik über den Fortschritt der Planungen informiert werden und die Gelegenheit erhalten, Anregungen und Hinweise zu geben.“ Noch in diesem Jahr sollen – entsprechend dem Konzept zur Revitalisierung der Innenstadt – der Entwurf und die bauliche Umgestaltung von fünf Umgebungsstraßen (Zugänge) zur Innenstadt (Alleestraße) und eine Straße im südlichen Programmgebiet vergeben werden. Dabei handelt es sich um die

  • Scharffstraße,
  • Fastenrathstraße,
  • Wiedenhofstraße,
  • Mandtstraße,
  • Erholungstraße,
  • Fußwegeachse Alte Bismarckstraße und
  • Alte Bismarckstraße.

Der Gestaltungsleiutfaden finden sich im Ratsonformationssystem der Stadt Remscheid unter http://ratsinfo.remscheid.de/sessionnet/bi/getfile.php?id=146219&type=do&

 

S7: Teilausfälle im Raum Wuppertal

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW

Aufgrund von Arbeiten am elektronischen Stellwerk in Wuppertal kommt es im Zeitraum von Samstag, 22. September, 22.50 Uhr, bis Sonntag, 23. September, 6 Uhr, zu Einschränkungen im Zugbetrieb der Linie S7 von Abellio. Bei insgesamt sieben Fahrten entfallen die Halte an den Bahnhöfen Wuppertal Hbf, Wuppertal-Unterbarmen und Wuppertal-Barmen: Ab Wuppertal Hbf um 23.13 Uhr, 0.13 Uhr und 1.13 Uhr, ab Wuppertal-Oberbarmen um 22.41 Uhr, 23.41 Uhr, 0.41 Uhr und 1.41 Uhr. Ein Ersatzverkehr mit Bussen (SEV) ist eingerichtet.

Bitte beachten Sie die abweichenden Abfahrtszeiten des Schienenersatzverkehrs: In Richtung Wuppertal-Oberbarmen fahren die Busse um 22.53 Uhr, 23.53 Uhr sowie 0.53 Uhr ab und verkehren damit 20 Minuten vor der planmäßigen Zugfahrt. Abfahrtsort ist der Bussteig 1 der Haltestelle „Brausenwerth“. In Richtung Wuppertal Hbf starten die Busse des SEV jeweils um 22.46 Uhr, 23.46 Uhr, 0.46 Uhr sowie 1.46 Uhr und damit rund acht Minuten später als die eigentliche Zugverbindung. Die SEV-Busse fahren am Bussteig 1 der Haltestelle „Oberbarmen Bf / Rauenthal“ ab. Die Fahrt kann sich dementsprechend um einige Minuten verlängern. Abellio empfiehlt den Fahrgästen, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Zeit für die Reise einzuplanen. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten zu informieren.

Auch alternative Parkkonzepte sollen geprüft werden

Neue P&R-Plätze in Lennep frühestens in zwei Jahren“, titelte der Waterbölles am15. September. Und gestern stand die Frage der CDU von Juni („Mehr P&R-Parkplätze in Lennep statt Gewerbeflächen?“) auch im Bauausschuss im Raum. Doch der setzte sich über die jüngsten Beschlüsse des Entwicklungsausschusses und der Bezirksvertretung Lennep hinweg und stoppte weder die Vermarktung des neuen Gewerbegebietes am Lenneper Bahnhof, noch den Verkauf eines der beiden dort noch freien Grundstücke. Letzterer wurde im nichtöffentlichen Teil der Sitzung vielmehr auch mit den Stimmen der CDU gebilligt.  Möglich gemacht hatte diesen Meinungswechsel die Verwaltung mit der Vorlage eines Beschlussvorschlages, der im öffentlichen Teil einstimmig angenommen wurde (bei einer Enthaltung). Demnach wird die Verwaltung beauftragt, im Umfeld des Haltepunktes Bf. Lennep weitere P+R-Parkflächen zu prüfen, deren Förderfähigkeit zu ermitteln, den erforderlichen Grunderwerb einzuleiten und die planungsrechtlichen Voraussetzungen hierfür zeitnah zu schaffen und die Planungskosten in den neuen Doppelhaushalt 2019/2020 aufzunehmen. (Der VRR hat Zuschüsse in Aussicht gestellt.)

Mit dem Besitzer der Privatstraße nahe der Schlachthofstraße, die von der Stadt zur Erschließung eines P&R-Geländes gekauft werden müsste, habe man inzwischen Kontakt aufgenommen, berichtete der Technische Beigeordnete Peter Heinze. Auf Nachfrage von Jill Gerber (W.i.R.) bestätigte die Verwaltung, dass dieses Gelände zusätzlich zu P&R auch zur Fortführung der Fahrradtrasse Richtung Blume/Lüttringhausen genutzt werden könnte.

Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, alternative Parkkonzepte, wie z.B. Parkpalette, Parkhaus mit Bewirtschaftung oder privater Parkplatz zu prüfen, um die Zeit, die ein Bauleitplanverfahren mit anschließender Förderung benötigt, abzukürzen. Martin Klück (Linke) regte an, einmal mit dem Eigentümer der Parkpalette an der Robert-Schumacher-Straße über deren Aufstockung zu sprechen, deutlich näher am Bahnhof gelegen als das Gelände auf der anderen Seite der Gleise.

Partner für Elektromobilität in Remscheid

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

„Elektromobilität ist ein wichtiges Thema unserer Zeit – eine spannende Entwicklung, die immer mehr Menschen weltweit bewegt“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Wer mit dem Gedanken spielt, auch zu den Vorreitern in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz zu gehören, stellt sich viele Fragen: Mit welchem E-Mobil möchte man in Zukunft mobil sein? Wie und wo kann man „nachtanken“? Und wieviel Strom verbraucht man dabei? Bei all diesen Fragen beraten die Ingenieure und Techniker der EWR GmbH gerne. Und der lokale Energiedienstleister bietet konkrete Lösungen für Lademöglichkeiten und Stromtarife an. Ökologisch, praktisch, alltagstauglich, lokal und maßgeschneidert.

Viele Kunden wissen es sicher schon: Die Haushaltssteckdose zuhause ist nur eine Notlösung, um den Energiebedarf des E-Mobils zu decken. Man braucht eine spezielle Elektro-Ladestation, um sicher und schnell zu laden. Bei der Frage nach der richtigen Lösung geht es um verschiedene Faktoren: Welches Fahrzeug soll aufgeladen werden? Welche Elektroladestation ist die Richtige? Gibt es einen oder mehrere Nutzer? Welche Ladeleistung und Ladezeit ist gefordert? Wo soll die Ladestation montiert werden und wie sind die baulichen und technischen Voraussetzungen? Elektro-Ladestationen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen: Als WALLBOX zur Montage an der Wand oder als Ladesäule zum Aufstellen, jeweils mit unterschiedlichen Ladeleistungen und für unterschiedliche Steckertypen. Je nach Anforderung ist eine Ladestation für die private, betriebliche oder öffentliche Nutzung geeignet. Zugleich sind interessante Komfortmerkmale wie eine Steuerung per Smartphone-App verfügbar. Bei aller Vielfalt der Möglichkeiten: Die EWR hat für die Familie Zwanzig-Müller die passende Lösung gefunden und damit die neue E-Mobilität ganz schnell in den Alltag integriert. Die Familie nutzt zum Laden ihres PKW als erste Familie in Remscheid eine EWR*WALLBOX. Diese WALLBOX wurde in der Garage an der Wand montiert, hat eine Leistung von 22 kW und ein sieben Meter langes Ladekabel. Die WALLBOX kann per App über ein Smartphone gesteuert werden. Das E-Fahrzeug der Familie verbraucht 12,2 kWh pro 100 km und hat eine Reichweite von rund 240 km. Die Ladeenergie für eine Vollladung beträgt 29,4 kWh1). Bei einem Arbeitspreis von 26,42 ct/kWh (brutto) beim Ökostrom EWR*NATUR FIX 24 kostet dann eine „elektrische Tankfüllung“ 7,78 Euro. Für eine Vollladung werden 6,4 Stunden Ladezeit1) benötigt.

„Mit unserem Angebot EWR*WALLBOX unterstützen wir Kunden, die eine passgenaue Lösung für das Laden ihres Elektrofahrzeuges suchen. Wir bieten individuelle und maßgeschneiderte Elektroladestationen für Privat- als auch für Gewerbekunden an“, so Maren Koppelberg, Projektingenieurin bei der EWR GmbH. Ladestation, Installation – wir helfen schon! Die EWR-Energie-Spezialisten helfen den Kunden nicht nur bei der Auswahl der für sie geeigneten Ladestation, sie beraten auch gerne bei Fragen zur Installation und Wartung sowie zum Service der Ladestation weiter. Dazu arbeitet die EWR GmbH eng mit dem örtlichen Elektro-Handwerk zusammen. Interesse? Rufen Sie einfach die EWR-WALLBOX-Berater unter der Telefonnummer: 02191/16- 4540 oder 16-4542 an.

Hoffen auf neues Leben für alten Bahnhof

Foto: Volker BeckmannDie Eisenbahn kam nach Lennep am 1. September 1868“, titelte der Waterbölles am 18. September 2008, Die Bergisch-Märkische Eisenbahn eröffnete am 1. September 1868 ihre Strecke von Rittershausen nach Opladen über Lennep mitsamt einer Zweigstrecke von dort nach Remscheid, wodurch die damals noch zwei Städte erstmals Eisenbahnanschluss erhielten. Der alte Bahnhof Lüttringhausen kann folglich zu Recht in diesen Tagen sein 150jähriges Bestehen feiern, auch wenn er in den vergangenen Jahren zu verfallen drohte. Denn vor zwölf Jahren schickt ihn die Deutsche Bahn mit Eröffnung eines neuen „DB PlusPunkt" aufs Altenteil. Doch es gibt Hoffnung, seit der Bau einen neuen Besitzer hat. Der will nicht nur den Verein der Remscheider Eisenbahnfreunde, mittlerweile 30 Jahre alt, der die frühere Gaststätte im Erdgeschoss des alten Bahnhof seit 2005 sein Vereinsheim nennt, gerne als Mieter behalten, sondern kann sich darüber hinaus noch weiteres „neues Leben“ in dem Gebäude vorstellen.

Der Aktionskreis aus engagierten Lüttringhauser Bürgern, der den alten Bahnhof vergeblich zu kaufen versucht hatte, hofft folglich darauf, seine Idee eines Kulturzentrum weiterentwickeln zu können. Und will bis zum Jahresende ein konkretes Konzept vorlegen, wie Volker Beckmann am Samstag bei dem Familien- und Kulturfest ankündige, dass die Eisenbahnfreunde und der Heimatbund Lüttringhausen organisiert hatten - –quasi als Jubiläumsfeier für den alten Bahnhof. In einer Gesprächsrunde begrüßten heute Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Lüttringhausens Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller gegenüber Moderator Horst Kläuser die Bürgerinitiative und versprachen ideelle Unterstützung (siehe Video).

Ralf Krüger und Rainer Morteln wagten sich auf Strecke

„Senioren in Bewegung“ war das kleine Straßenfest überschrieben, mit dem am Samstag die diesjährigen Wochen der älteren Generation endeten. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Elke Rühl, die Vorsitzenden des Seniorenbeirates, zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl der vor dem Vaßbender-Saal am Markt ausgestellten Dreiräder mit E-Motor, die von einer niederländischen Firma speziell für ältere Menschen oder solche mit Behinderungen gebaut und vom „Dreirad-Zentrum Solingen) vertrieben werden. Darunter war auch ein Dreirad für den Behindertentransport. Der städtische Behinderten- und Seniorenbeauftragter Ralf Krüger und DRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Morteln wagten sich für den Waterbölles „auf Strecke“. Preis des Rades: ab 6.688 Euro.

Neue P&R-Plätze in Lennep frühestens in zwei Jahren

Mehr P&R-Parkplätze in Lennep statt Gewerbeflächen?“, fragte der Waterbölles am, 27. Juni. Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 28. Juni und der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep nach den Sommerferien hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Vermarktung der Gewerbeflächen (Grundstück 9 und 10) im Gewerbegebiet am Lenneper Bahnhof stoppen und die Einrichtung von P&R-Parkplätzen prüfen einschließlich der Frage nach Fördermitteln. Nach längerer Diskussion beschloss die BV Lennep am 5. September, die Verwaltung möge „neue P&R-Parkplätzen im Umfeld des Bahnhofs Lennep prüfen“.

Mit diesem Beschluss befasste sich am Donnerstag noch einmal der Entwicklungsausschuss am Donnerstag dahingehend, dass die Vermarktung der beiden noch freien Gewerbegrundstücke gestoppt und der für die nächste Bauausschusssitzung am 18. September geplante Verkauf eines Grundstücks zurückgestellt werden solle (Ursprungsantrag). Der Technische Beigeordnete sagte das in der Sitzung nicht zu, sondern verwies auf das Recht des Bauausschusses, die Beschlüsse von BV Lennep und Entwicklungsausschuss zu bewerten, also auch am Verkauf eines Grundstücks festzuhalten. Allerdings kündigte er auch eine erklärende Vorlage an zu einem Grundstück westlich der Bahngleise Richtung Lüttringhausen, das von der Schlachthofstraße hinter der Unterführung nach rechts über eine Privatstraße zu erreichen sei und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft der Bahn AG gehöre. Dazu müsse allerdings eine Privatstraße öffentlich gewidmet werden.

Ob die Stadt denn mit dem Eigentümer dieser Straße inzwischen gesprochen habe, wollte der CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Peter Nettekoven wissen. Immerhin liege der Antrag der CDU-Fraktion ja schon seit Juni vor. Das sei bisher nicht geschehen, räumte Peter Heinze ein. Die CDU bestand daraufhin auf einer Abstimmung über ihren Antrag und setzte sich bei der Zurückstellung des Grundstücksverkaufs mit sieben zu fünf Stimmen bei drei Enthaltungen durch. Der Beschluss über die „Prüfung des Umfelds“ zwecks neuer P&R-Parkplätze fiel danach einstimmig aus. Auf dem anvisierten Bahngelände könnten ca. 80 P&R-Plätze entstehen, beim Bau einer Parkpalette noch mehr. Vorausgesetzt, die Verhandlungen mit dem Straßenbesitzer verliefen erfolgreich. Danach wäre dann ein Bebauungsplan aufzustellen. Laufzeit bis zur Rechtskraft: ca. zwei Jahre.

Neue Ladestation für Elektrofahrzeuge

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

„E-Mobilität ist eine moderne Möglichkeit, in die Zukunft zu investieren. Zur sauberen Sache wird das Stromtanken vor allem mit Strom aus erneuerbaren Energien“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. An den Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Remscheid wird EWR-Ökostrom „getankt“. Damit engagieren sich die Bürger bei ihrer Mobilitätslösung rundum für Umwelt und Natur – und halten Remscheid emissionsfrei. Der EWR-Ökostrom stammt zu 100 % aus regenerativen Quellen und ist zertifiziert.

Wer mit dem Gedanken spielt, auch zu den Vorreitern in Sachen Mobilität, Klimaschutz und Energieeffizienz zu gehören, stellt sich vor allem die Frage: Wo kann man das E-Mobil aufladen, d.h. wie und wo kann man „nachtanken“? Ab sofort gibt es in Remscheid eine weitere Ladestation für Elektrofahrzeuge und zwar direkt vor dem Möbelhaus Knappstein an der Neuenkamper Straße. Diese neue Ladesäule verfügt über zwei Typ2-Anschlüsse mit jeweils 22 kW Ladeleistung. „Mit unserer neuen Ladesäule möchten wir unseren Kunden noch mehr Service bieten. Während der Einkaufszeit in unserem Möbelhaus kann das Elektroauto der Kunden in Ruhe aufgetankt werden. An unserer Kasse im Möbelhaus liegen dazu zwei Ladekarten bereit, die sich der Kunde kostenlos ausleihen kann und von unserem Nachbarn - der EWR GmbH – gibt es bis Jahresende den Ladestrom gratis“, so Andreas Knappstein, Geschäftsführer des Möbelhauses.

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Worst-Case-Szenario: 15 Prozent weniger ÖPNV

„Momentan erfüllt der Friedrich-Ebert-Platz seine Funktion als Zentraler Omnibusbahnhof. Doch das Mobilitätsverhalten dürfte sich in den nächsten Jahren gravierend ändern (deutliche Zuwächse beim Nahverkehr, mehr E-Mobilität mit der entsprechenden Infrastruktur an Ladestationen, Zunahme von Carsharing und Bikesharing etc.). Sind alle diese möglichen und von weiten Teilen der Politik auch gewünschten Veränderungen unserer Mobilität bei den Planungen des Umbaus des Friedrich-Ebert-Platzes berücksichtigt worden? Wenn ja, in welcher nachvollziehbaren Form? Falls nein, warum hat man auf entsprechende Überlegungen verzichtet?“ So die Anfrage der CDU-Fraktion zur morgigen Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung. Zur Begründung verweist die CDU darauf, dass es nach Meinung von Experten bis zum Jahr 2030 rund 30 Prozent mehr Nahverkehr geben könnte. Deshalb werde den Kommunen eine maßgebliche Rolle bei der Gestaltung der „modernen Mobilität“ bzw. „Verkehrswende“ zukommen. Deshalb wolle sie von der Verwaltung wissen, ob und in welcher Form bei den derzeit durchaus kontrovers diskutierten Planungen für den Friedrich-Ebert-Platz seitens der Verwaltung, der Stadtwerke sowie der Architekten und Planer berücksichtigt wurde, welche Anforderungen ein ZOB in den nächsten Jahren aufgrund des veränderten Mobilitätsverhaltens erfüllen muss.

Zur Sitzung liegt inzwischen die Antwort der Verwaltung vor. Darin wird darauf verwiesen, dass der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) unabhängig von anderen Betrachtungen schon allein deshalb geplant sei, weil die Haltestellen und die Betriebsflächen sanierungsbedürftig seien und den Ansprüchen der Barrierefreiheit nicht genügen. Im Übrigen hätten“ im Vorfeld des städtebaulichen Wettbewerbs Stadt und Stadtwerke gemeinsam mit einem Planungsbüro die verkehrlichen und funktionalen Ansprüche für den ZOB ermittelt und dabei sowohl die heutigen betrieblichen Anforderungen, als auch die für die Zukunft absehbaren Entwicklungen im Remscheider Nahverkehr berücksichtigt“.  So gebe es bei der Anzahl von Halte- und Wartepositionen auch eine Reserve für eventuelle künftige Erweiterungen der Betriebsleistung. Aber: „Diese Reserven wurden nur aus grundsätzlichen Erwägungen vorgesehen. Aus heutiger Sicht ist in den nächsten Jahren keineswegs mit einer erheblichen Steigerung der Betriebsleistung zu rechnen, da die gegenwärtigen Finanzierungssysteme im ÖPNV auf eine vollständige Finanzierung der Defizite durch die zuständige Kommune hinauslaufen und deren finanziellen Spielräume aber auch mittelfristig nur gering sein werden.“

Auch die von der CDU zitierten „30 Prozent mehr Nahverkehr bis 2030“ aus der VDV-Studie „Deutschland mobil 2030“ stellten nur die wünschenswerte Entwicklung im Best-Case-Szenario dar, die sich ergeben könnte, wenn die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen geschaffen würden. Dafür wären laut Studie aber deutliche preis- und ordnungspolitische Maßnahmen zur Begrenzung des Pkw-Verkehrs erforderlich. In ihrem Worst-Case-Szenario gehe die Studie davon aus, „dass es in naher Zukunft keine preis- und ordnungspolitischen Maßnahmen zur Reduzierung des Autoverkehrs geben wird, was dann sogar zu einer Absenkung des ÖPNV-Anteils um 15 Prozent führen würde.“

Schon in naher Zukunft werde sich die Verwaltung verstärkt um eine Integration der E-Mobilität in den Remscheider Stadtverkehr bemühen, heißt es in der Antwort weiter. Das schließe die Errichtung von öffentlichen Ladestationen im Stadtgebiet ein. Auch Carsharing und Bikesharing lasse sich sinnvoll auf den Stellplätzen vor dem Ämterhaus oder in der Konrad-Adenauer-Straße anordnen.