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Neun neue Bürgerlotsen werden jetzt eingewiesen

Dank an Grundschul-Eltern für wichtigen Lotsendienst“ titelte der Waterbölles am 10. Januar 2019. Otto Mähler, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Remscheid, und Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein von der Polizeiinspektion Remscheid (Verkehrsunfallprävention) hatten ins Deutsche Werkzeugmuseum eingeladen, um den Eltern für ihren Lotsendienst zu danken. Sie wurden von Mähler gebeten, in Elternkreisen für diesen Einsatz zu werben. Denn der sei unter Umständen auch an anderen Grundschulen in Remscheid sinnvoll, in denen man sich dazu bislang noch nicht entschlossen habe.

Bürgerlotsen und Bürgerlotsinnen helfen an Grundschulen Schülerinnen und Schülern beim sicheren Überqueren der Straßen. Die Ausbildung übernehmen Polizeibeamte der Verkehrssicherheitsberatung. Die notwendige Bekleidung steuert die Verkehrswacht Remscheid bei. In diesem Jahr sah es jedoch zunächst so aus, als könnten wegen der Corona-Pandemie an den drei Lotsen-Grundschulen in Remscheid keine neuen Bürgerlotsen ausgebildet werden.

Weil keine Elternabend in den Schulen stattfanden, an denen die Polizei für diesen wichtigen Dienst hätte werben können! Ein Personalengpass ergab sich insbesondere für die Gemeinschaftsgrundschule Walther-Hartmann. Aber dann kamen dort doch noch zwei Elternabende für die 1. und 2. Klassen zustanden, auf der Werbung für den Lotsendienst möglich war. Und so konnten neun neue Lotsinnen und Lotsen gefunden werden. Sie bekommen in dieser Wochenende ihre Einweisung.

Warnstreik im Nahverkehr am 29. September

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Wie dem Verlauf der Tarifverhandlungen zu entnehmen ist, wird die Gewerkschaft ver.di in den nächsten Tagen Warnstreiks auch in NRW ausrufen. Am Dienstag, 29. September, sind davon auch die Stadtwerke Remscheid im öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) betroffen. Die EWR GmbH und die H2O GmbH sind nicht vom Warnstreik betroffen und mit ihrem Service wie gewohnt für die Kunden da.

Die Busse der Stadtwerke Remscheid werden Dienstag von Betriebsbeginn an nicht fahren. Die Nachtexpresse verkehren von Montag auf Dienstag wie gewohnt. Über den weiteren Tagesverlauf am Dienstag wird voraussichtlich keine Buslinie fahren und auch kein Schulbusverkehr stattfinden. Der Warnstreik im Nahverkehr wird wahrscheinlich 24 Stunden andauern. Die ersten Busausfahrten werden voraussichtlich erst wieder am Mittwoch gegen 4 Uhr erfolgen.

Das MobilCenter im Allee-Center hat planmäßig am Dienstag geschlossen bleiben. Der Ticketverkauf sowie die elektronische Fahrplanauskunft per Internet stehen aber weiterhin zur Verfügung. Allgemeine Fragen zu Tickets und Tarifen werden über die Verkehrshotline für Bus und Bahn unter: 01806 50 40 30* beantwortet. Es kann jedoch zu Einschränkungen bei der Erreichbarkeit kommen. Aufgrund des Warnstreiks von Gewerkschaftsseite entfallen die Ansprüche sowohl der Mobilitätsgarantie als auch des Pünktlichkeitsversprechens. Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis. (Mike Giera)

Eis-Aktion von Abellio auf der Linie S 7

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW GmbH

Die Sommerferien liegen schon einige Zeit zurück, und auch die warmen Sonnentage gehen zu Ende. Um den Sommer jedoch noch ein wenig zu verlängern, verschenkt das nordrheinwestfälische Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail NRW am Donnerstag, Freitag und Samstag (24., 25., 26. September), auf der Linie S 7 zwischen Wuppertal und Solingen rund 1.000 Exemplare der kleinsten Eismaschine der Welt (Eispulver + Becher zum Anrühren). Damit wird an die bekannte Tradition aus den letzten Jahren angeknüpft. „In diesem Jahr ist coronabedingt alles anders. Jedoch möchten wir den Fahrgästen unseren beliebten Sommergruß deswegen nicht vorenthalten. Dafür haben wir uns etwas ganz Besonderes ausgedacht und schenken ihnen die kleinste Eismaschine der Welt mit Eispulver in den Sorten Vanille oder Himbeere inklusive des Bechers zum Anrühren der leckeren Erfrischung.“, so Julia Limia y Campos (Pressesprecherin Abellio Rail NRW). Mitarbeiter sind an den genannten Tagen auf ausgewählten Fahrten der Linie unterwegs und verteilen den Gruß an die Fahrgäste.

THW macht Bahnstrecke wieder frei

Pressemitteilung des Technischen Hilfswerks, Ortsverband (OV) Remscheid

Beim Abschleppen einer historischen E-Lok der Baureihe 103 löste sich am vergangenen Freitag eine Stange aus deren Untergestell und verkeilte sich am Bahnübergang Schnittert am Casperbroicher Weg in unmittelbarer Nähe des Solinger Hauptbahnhofs. Durch diesen Vorfall schleifte das Gespann Teile des Bahnübergangs mit und entgleiste schließlich. Teile des beschädigten Bahnübergangs mussten in der Nacht zu Sonntag durch das Technische Hilfswerk (THW) entfernt werden. Nach dem die Bahnstrecke ab 2.40 Uhr vollständig gesperrt worden war und durch das Technische Hilfswerk Ortsverband (OV) Solingen ausgeleuchtet wurde, konnten die THW Ortsverbände Solingen und Remscheid gemeinsam die Strecke räumen. Mit der Rettungsspinne, einem Schreitbagger des OV Remscheid für schwere Bergung wurden die eiserne Platten des Bahnübergangs angehoben und neben dem Gleisbett abgelegt. Damit ein Arbeitszug der Deutschen Bahn (DB) die Teile aufnehmen kann, wurden sie von THW-Helfern mit Motortrennschleifern zerkleinert. Am Sonntag gegen 4 Uhr wurde die Bahnstrecke durch das Notfallmanagement der DB wieder freigegeben und der Einsatz erfolgreich beendet.

Zunächst hatte die Fachleute des THW bereits am Samstagmittag versucht, die Gleise wieder instand zu setzten. Dies hatte aber erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr, so dass die Arbeiten auf die Nacht verschoben wurden. (Florian Berger, Oliver Mugalla)

Ende November freie Fahrt auf der Ringstraße

Die Straßenbauarbeiten auf der Ringstraße, Wupperstraße und Rader Straße in Lennep sollen in wenigen Wochen abgeschlossen sein: Für Ende November verspricht Gunter Breidbach, Bereichsleiter Neubauten bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) den Autofahrern freie Fahrt nach monatelangem Umleitungsverkehr über die Kölner Straße Richtung Trecknase – und den Bewohnern des Lenneper Ortskerns wieder etwas weniger Verkehrslärm. Darauf können auch die Anwohner der Ringstraße hoffen. Denn die stark befahrene Straße bekommt – auch in Erwartung des neuen Designer Outlet Centers auf dem Stadiongelände – einen so genannten Flüsterasphalt. Der ist heute auf weite Strecken schon zu besichtigen, und gleich daneben der alte, recht dünne und daher vielfach rissige Straßenbelag, von dem man sich wundert, dass er so lange gehalten hat.

Die Bauarbeiten konzentrieren sich gegenwärtig auf eine Lärmschutzwand. Sie wird linkerhand der Ringstraße von der Rader Straße 220 Meter weit bis fast zum Talsperrenweg aus Metallkäfigen und Sandsteinbrocken gebaut, besser gesagt montiert, und soll, drei bis vier Meter hoch, die Häuser an der Geschwister-Scholl-Straße vom Straßenverkehr auf der Ringstraße besser abschirmen. Mehr dazu im Waterbölles-Video mit Gunter Breidbach.

Musical „Abgeschnallt“ für Schulkinder im Theater

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Dienstag, 22. September, um 11 Uhr wird im Teo Otto Theater das des Musical „Abgeschnallt“ vor Grundschulkindern aufgeführt. Es vermittelt den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Neben der klassischen Verkehrs- und Mobilitätserziehung wird auch der Aspekt der Selbstständigkeit thematisiert. Fünf Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe „theatertill“ aus Meerbusch zeigen den Kindern anhand eines Ausfluges des Mädchens Jule, wie sie sich im Straßenverkehr, beispielsweise an einer Ampel oder einem Zebrastreifen, richtig verhalten.

Eingeladen zum Musical sind Kinder, die sich an der Kindermeilen-Kampagne beteiligen. Angemeldet haben sich bislang etwa 200 Kinder aus drei Remscheider Grundschulen. Da das Musical durch das Verkehrsministerium NRW gefördert wird, ist der Eintritt für alle Kinder und Begleitpersonen frei. Zur Nachbereitung des Themas „Verkehrssicherheit“ stellt das Ministerium den Schulen zudem eine Arbeitsmappe zur Verfügung.

Das Musical dauert etwa 50 Minuten und wird am 22. September zweimal aufgeführt. Bereits 2019 konnten Schulen, die an der Kindermeilen-Kampagne teilgenommen hatten, die Aufführungen des Musicals besuchen. Damals haben waren das rund 290 Kinder.  Coronabedingt ist die Zahl der Sitzplätze diesmal geringer.

Bei der Kindermeilen-Kampagne sammeln Kinder so genannte „Grüne Meilen“, wenn sie ihre Wege zur Schule / zur Kindertagesstätte klimafreundlich zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Das Musical vermittelt den Kindern die Problematik der „Eltern-Taxis“.

OB wünscht sich konkrete Vorschläge zur Kölner Straße

Gut, das der Waterbölles eine Suchfunktion hat (oben rechts). Da habe ich mal „Boulevard“ eingegeben, wohl wissend, dass sich Klaus Kreutzer vom Lenneper Verkehrts- und Förderverein für die Kölner Straße in Lennep viele Jahre herbeigesehnt hatte zu Gunsten von Anwohnern, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistern. Und natürlich bin ich fündig geworden: „Test-Verkehr erst, wenn Lenneper Boulevard in Sicht kommt“, titelte der Waterbölles am  März 2008. Damals hatte es die Bezirksvertretung Lennep mit den Stimmen von CDU, FDP und W.I.R. abgelehnt, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und testweise durch abknickende Vorfahrtsregelungen den Durchgangsverkehr von der oberen Kölner Straße über die Robert-Schumacher-Straße (kleine Westtangente) zur Lüttringhauser Straße zu führen (und umgekehrt). Auch der ergänzende Vorschlag, durch zusätzliche Hinweisschilder auf die „Lenneper Einkaufsmeile“ hinzuweisen, fand keine Mehrheit. Lediglich die SPD und die Grünen befürworteten den Testbetrieb, um Erkenntnisse zu gewinnen für den frühestens im Jahre 2015 mit Hilfe von Landeszuschüssen machbaren Ausbau der Kölner Straße zu Lenneps „Boulevard“. Das Nein der CDU begründete Hilmar Somborn damals damit, der Test könne ruhig erst zwei Jahre vor einer dann absehbaren Bewilligung der Landeszuschüsse für den „Boulevard“ anlaufen.

Händler der Kölner Straße bekommen Entwicklungschancen“, hieß es dann am 18. September im Zusammenhang mit dem neuen Einzelhandelskonzept der Stadt. Zitat aus der damaligen Stellungnahme der BV Lennep: „„Der derzeitige Einzelhandelsbesatz entlang des Ergänzungsbereichs Kölner Straße zwischen dem Kreuzungsbereich Am Johannisberg/ Rotdornallee im Norden und der Einmündung Hermannstraße im Süden soll in seiner derzeitigen Funktion gesichert werden. Für den Bestandsbetrieb soll jedoch ein gewisses Entwicklungspotential im Rahmen eines erweiterten Bestandsschutzes ermöglicht werden. Zur Funktionssicherung des Ergänzungsstandorts Kölner Straße - einer gewachsenen Geschäftslage - ist zu empfehlen, Einzelhandelsentwicklungen mit zentrenrelevantem oder Zentren- und nahversorgungsrelevantem Hauptsortiment bis zur Grenze der Großflächigkeit positiv zu bewerten. Demnach ergibt sich insbesondere für die kleinteiligen Einzelhandelsbetriebe entlang der Kölner Straße ein nennenswertes Entwicklungspotential.“

Der dritte Fund („Kölner Straße soll gleich nach DOC kommen“) datiert vom 7. Dezember 2017. Zitat: „Bereits im April 2015 hatte Bezirksbürgermeister Markus Kötter ein Konzept zur städtebaulichen Entwicklung der Kölner Straße gefordert, anknüpfend an die noch ältere ‚Boulevard‘-Forderung von Klaus Kreutzer. Er war vom damaligen Stadtplaner Robin Denstorff damit abgebügelt worden, dass sich der richtige Zeitpunkt für ein Integriertes Handlungskonzept erst ergäbe, „wenn die Verwaltungsgerichtsverfahren gegen das DOC abgeschlossen sind und das DOC gebaut werden kann“. In der Dezember-Sitzung der BV Lennep war davon zwar nicht mehr die Rede, dafür wurde der Platz 2 der Kölner Straße auf der Lenneper Prioritätenliste der Verwaltung („nach dem DOC“) bestätigt: Die Straße brauche langfristig eine Kompletterneuerung. Dass könne für die Planer und die Politik kein Sprint werden, so Bezirksbürgermeister Markus Kötter damals. „Das wird wohl noch einige Jahre dauern!“

Den BV-Mitgliedern lag damals eine Tischvorlage vor. Zu den darin vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen gehörten „überflüssiger Einbauten, Schilderpfosten und Absperrungen (z.B. an der ehemaligen Schule Glocke), durch die die Gehwegreinigung erschwert wird“. Aber auch die Neugestaltung bzw. Instandsetzung der Bushaltestelle am Kreishaus und die Sanierung des Kioskes.

Beides ist zwar inzwischen in der konkreten Planung. Aber wir haben nun einmal Kommunalwahlkampf, und das merkte man dem Antrag, den die CDU gestern dem Haupt- und Finanzausschuss vorlegte, denn auch in weiten Strecken an. Zitat: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, alle nötigen Maßnahmen zur Revitalisierung der Kölner Straße jetzt umzusetzen und nicht auf die Zeit nach der Realisierung des Designer Outlet Centers (DOC) zu verschieben. (…) Die Bezirksvertretung 3 – Lennep hat dafür längst Planungsmittel in Höhe von 50.000 Euro bereitgestellt. Geschehen ist aber – nichts! (…) Wir sollten … die Revitalisierung der Kölner Straße … nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben.“

Die Verwaltung sollte ferner beauftragt werden, die Straße durch bestimmte Maßnahmen deutlich unattraktiver für sogenannte „Auto-Poser“ und „Raser“ zu machen.  Diese „bestimmten Maßnahmen“ seien alles andere als ein konkreter Arbeitsauftrag an die Verwaltung, kritisierte David Schichel von den Grünen. „Da muss noch mehr Fleisch dran!“ Markus Kötter wehrte sich: „Wir wissen doch alle, was gemeint ist!“ Aber Schichel blieb bei seiner Meinung: „So ist der Antrag lediglich ein Schnellschuss für die Zeitung!“

Das ließ ein längeres Hin und Her befürchten. Doch als David Schichel vorschlug, Fußgängern und Radfahrern auf der Kölner Straße mehr Raum einzuräumen („anstelle eines Mittelstreifens“), hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Idee, alle Fraktionen und Gruppen zu konkreten Vorschlägen zur Zukunft der Kölner Straße aufzurufen. Die könnten dann bis zur nächsten Sitzung der BV Lennep (23.9.) und des Rates der Stadt (24.09.) in eine Vorlage der Verwaltung eingebaut und weiter beraten werden. Zwei kurze Wortmeldungen gab es noch. Kötter plädierte für „Planungen, die der heutigen Zeit angepasst sind“, und Schichel warnte davor, „Bedürfnisse in der Bürgerschaft zu wecken, die unerfüllbar sind“. Dann aber war der Tagesordnungspunkt vertagt.

Ach ja, da waren ja noch die Poser und Rader. Um die will sich Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU) zusammen mit der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst kümmern. Getrennt voneinander. Denn beide Gruppen von Autofahrern hätten ohnehin nicht viele Gemeinsamkeiten. Die Polizei soll sich der Poser-Szene annehmen, die Stadt (KOD und Verkehrsabteilung) der Raser (durch Kontrollen und u.U. auch durch eine veränderte Verkehrsplanung, die die Kölner Straße ruhiger macht).

Grüne: Das Alternative Verfahren überarbeiten!

Pressemitteilung der Grünen

Zu dem in den Ratsgremien zum Beschluss vorliegenden Straßen- und Wegekonzept der Stadt Remscheid (Drs. 15/7627) erklärt David Schichel, stellvertretender Fraktionssprecher: „Wir können die im Rahmen des Verkehrs- und Wegekonzeptes vorgesehenen Ausnahmen von der nach dem neuen Kommunalabgabengesetz festgeschriebenen Anliegerbeteiligung in der vorgelegten Form nicht mittragen. Aus unserer Sicht werden die Regelungen zum sogenannten ‚Alternativen Verfahren“ die Ausnahme zur Regel machen. Im Ergebnis wird dann auch zukünftig in zu vielen Fällen statt einer Anliegerversammlung, weiterhin nur eine schriftliche Information der Anlieger erfolgen. Auch wenn sich die Landesregierung bei der Novelle des Kommunalabgabengesetzes (KAG) nicht zu der geforderten Abschaffung der Anliegerbeiträge durchringen konnte, so wollte sie mit dem neuen Gesetz doch immerhin die Beteiligung der betroffenen Anlieger an Planungsentscheidungen stärken. Denn die Menschen sind die Expert*innen vor Ort, da wo sie leben. Das gilt selbstverständlich auch für Straßenbaumaßnahmen. Darum erwarten wir, dass die Verwaltung die Regelungen zum Alternativen Verfahren überarbeitet und neu vorlegt.“

Das Probesitzen auf der Alleestraße hat begonnen

Seit heute können die Besucherinnen und Besucher der Alleestraße entscheiden, auf welcher Bank sie künftig in der Fußgängerzone Platz nehmen wollen. Die Stadtverwaltung hat sie – und alle auswärtigen Gäste –herzlich eingeladen, die eine Metall-Liege und die acht Bänke zu begutachten und zu bewerten, die temporär auf der Alleestraße aufgestellt worden sind. Abgestimmt werden kann sowohl im Internet als auch vor Ort. Wer den digitalen Weg bevorzugt, gelangt über die an den Bänken angebrachte QR-Codes und sein eigenes Smartphone zur Abstimmungsseite. Auf der Homepage des Innenstadtmanagements (www.maqsi.de) sind darüber hinaus alle Informationen rund um das Probesitzen aufbereitet. Auf analogem Wege ist eine Stimmabgabe im Foyer des Rathauses, in der Sparkasse, im Allee-Center sowie im Innenstadtbüro Markt 13 beziehungsweise außerhalb der Öffnungszeiten des Innenstadtbüros im Seniorenbüro Alte Bismarckstraße 4 möglich. Dort gibt es auch bis zum 23. Oktober die Stimmzettel. Danach erfolgt die Stimmenauszählung und die Ernennung der neuen „Remscheider Bank“. Sie soll auf der gesamten Alleestraße aufgestellt werden. In welcher Stückzahl, hängt von den Stellflächen für Veranstaltungen wie die Motorshow“ ab. Aber knapp 40  Bänke werden es wohl werden…

Konzept für ein neues Netz von Mobilstationen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Mit dem eigenen Pkw zum Bahnhof, mit dem Zug in die Innenstadt und die letzten Kilometer bis zum Ziel mit dem Leihfahrrad: Sogenannte Mobilstationen erleichtern an zentralen Verkehrsknotenpunkten oder in Wohnquartieren die Kombination unterschiedlicher Verkehrsmittel. Um eine flexible, multimodale Mobilität zu fördern, hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Ende August 2020 ein Konzept für die verbundweite Einrichtung von Mobilstationen an ÖPNV-Verknüpfungspunkten fertiggestellt. Es beleuchtet für 630 Haltestellen und SPNV-Stationen im gesamten VRR-Raum, welches Potenzial sie für eine Weiterentwicklung zur Mobilstation bieten.

Immer mehr Menschen entscheiden individuell, wann sie welches Verkehrsmittel nutzen und kombinieren oftmals mehrere Mobilitätsangebote, um von A nach B zu kommen. Mobilstationen fördern dieses Mobilitätsverhalten, denn sie führen die verschiedenen Angebote und Services an einem Ort räumlich zusammen und erleichtern so den Umstieg von einem Verkehrsmittel auf das andere. Mit dem Gutachten treibt der VRR nun den Ausbau von ÖPNV-Haltepunkten zu Mobilstationen weiter voran.

In einem ersten Schritt identifizierte der Gutachter Standorte im gesamten Verbundraum, an denen Mobilstationen prinzipiell denkbar wären, beispielsweise Haltepunkte, an denen man vom Zug in Bus- oder Straßenbahnlinien oder auf ein Leihfahrrad bzw. ein Carsharing-Angebot umsteigen kann. Auch Park+Ride- bzw. Bike+Ride-Angebote, Anschlussmöglichkeiten an Radschnellwege, die räumliche Lage eines Haltepunktes und die Fahrgastnachfrage flossen in die Betrachtung mit ein. Steckbriefe zu jedem geeigneten Standort skizzieren, welche zusätzliche Ausstattung erforderlich ist, um einen Haltepunkt als Mobilstation ausbauen zu können – und zwar inklusive einer groben Schätzung, welche Kosten für eine Mindestausstattung hierfür anfallen würden. Denn Mobilstationen verknüpfen nicht nur Verkehrsträger, sondern dienen auch als Service- und Informationsplattform rund um die verschiedenen Verkehrsangebote. Je nach Ausgestaltung können sie zudem ein Treffpunkt im öffentlichen Raum sein und Quartiere aufwerten, wenn beispielsweise Bäckereien, Kioske oder Ähnliches integriert werden.

„Jede Kommune im VRR ist mit mindestens einem Standort im Gutachten vertreten. Denn Mobilstationen sollen möglichst in einem Netz angeboten werden, um Synergien und Interaktion zwischen den einzelnen Stationen zu schaffen“, erklärt Ronald R.F. Lünser, Vorstandssprecher des VRR. „Durch die Verknüpfung der Mobilstationen optimieren wir Wegeketten und schaffen öffentliche Verkehrsangebote, die bestmöglich aufeinander abgestimmt sind.“ Das Gutachten dient nun als Grundlage für den Aufbau eines verbundweiten Mobilstationen-Netzes. Der VRR und die Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr des Zukunftsnetz Mobilität NRW beraten und unterstützen die Städte und Kreise beim Ausbau der infrage kommenden Standorte mit Informationen zu Ausstattungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Perspektivisch sollen die Mobilstationen in ganz NRW zu einem landesweiten Netz verknüpft werden. Entsprechend fördern VRR und das NRW-Verkehrsministerium die Einrichtung von Mobilstationen und stellen hierfür finanzielle Mittel zur Verfügung. Weitergehende Informationen zu Mobilstationen unter https://www.vrr.de/de/magazin/verbundweites-konzept-fuer-die-errichtung-von-mobilstationen/

Vom "Hermann-äh-Kreishaus-Platz" in Lennep

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
das Umbenennen von Straßen ist ja heute sehr beliebt, aber durchaus nichts Neues. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, da eliminierten sie alle Straßennamen, die an Demokraten und Juden oder sonst was für sie Unliebsames erinnerten, und auch in Lennep wurde so manche Straße nach den damals aktuellen führenden Nationalsozialisten benannt.

Der Kaiserplatz hatte damals noch Glück, dass er zum Mollplatz wurde, und zwar, weil die Familie Moll zu den historischen Lenneper "Wirtschaftsführern", wie man das damals nannte, zählte. Bei der alten, seit Jahrhunderten so bezeichneten "Kölner Straße" musste natürlich ein Name der obersten Nationalsozialisten her. Ältere Lenneper erinnern sich noch, dass die Kölner Straße zur "Hermann-Göring-Straße" wurde und das Kreishausareal zum Hermann- Göring-Platz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste natürlich wieder alles geändert werden. Das sieht man gut auf unserer heutigen Ansichtskarte. Die Bezeichnung "Hermann-Göring-Straße" wurde wieder zur "Kölner Straße", und die zwischenzeitliche Straßenbezeichnung wurde einfach schwarz überdruckt. So konnte die Ansichtskarte weiter verwendet werden. Der relativ kurzeitige Namenwechsel hatte aber auch Kurioses zur Folge. Bei den Lennepern gab es das "Vertällchen", dass ein Straßenbahnschaffner die Station am Kreishaus im Eifer des Gefechts als "Hermann-äh-Kreishaus-Platz" ausrief. Dieser "Hermann-Kreishaus-Platz" blieb den Lennepern noch lange im Gedächtnis.

 

Kurse in Erster Hilfe für verschiedene Zielgruppen

Pressemitteilung des DRK-Kreisverband Remscheid e.V.

Wer einmal hilflos einer Notsituation gegenübergestanden hat, weiß um die Bedeutung der fachgerechten Ersten Hilfe. Vielfach wird ein Erste Hilfe-Kursus vor der Führerscheinprüfung absolviert, um danach das Wissen nie wieder aufzufrischen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Remscheid nimmt den Tag der Ersten Hilfe am 12. September zum Anlass, um vor Ort noch einmal eindringlich auf die Gefahren dieser Lethargie und Nachlässigkeit hinzuweisen. Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist, die Bedeutung qualifizierter Nothilfe im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Denn mit Unfällen, Verletzungen und Katastrophen kann man tagtäglich konfrontiert werden – im eigenen Haushalt, auf der Straße, am Arbeitsplatz, in Schulen, KiTa oder in der Sporthalle.

Die Bandbreite der Ersten Hilfe reicht von der Versorgung kleinerer Wunden bis hin zur Einleitung lebensrettender Sofortmaßnahmen bei Atemnot oder Kreislaufstillstand. In der Rettungskette übernehmen Ersthelfer die Alarmierung, die Absicherung der Unfallstelle und die Betreuung der Patienten bis professionelle Hilfe eintrifft. „Nur wer auf solche Notfälle vorbereitet ist, kann wirkungsvoll Hilfe leisten. Dazu gehört, dass man seine Kenntnisse in Erster Hilfe in regelmäßigen Abständen auf den neuesten Stand bringt“, sagt Rainer Morteln, Geschäftsführer des DRK Remscheid. So wird etwa Auto- und Motorradfahrern empfohlen, Erste-Hilfe-Schulungen nach zwei bis drei Jahren zu wiederholen. Genauso kann es behördliche Auflagen geben, beispielsweise für die Betriebsersthelfer, die alle zwei Jahre ihre Bescheinigung auffrischen und eine Fortbildung absolvieren müssen.

In den Erste-Hilfe-Kursen des Remscheider DRK werden neueste Erkenntnisse moderner Rettungsmedizin aktuell an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weitergegeben. „Ein umfangreicher Praxisteil ist dabei für uns von größter Bedeutung. Damit werden Berührungsängste abgebaut und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt“, erläutert Carmen Fahrentrapp, beim DRK Remscheid zuständig für die Erste Hilfe-Schulungen. Hochwertiges Equipment, wie zum Beispiel ein Übungs-Defibrillator, mit dem realistisch die Wiederbelebung und Defibrillation von Patienten trainiert werden kann, steht in den Kursen ebenso zur Verfügung. Einem Herzstillstand geht zu 80 Prozent eine Herzrhythmusstörung voraus. In Ergänzung zu optimaler Laienhilfe hilft ein Defibrillator, den Herzrhythmus wieder zu ordnen und das Herz schlagen zu lassen. „Darum hängen an vielen öffentlichen Orten in Remscheid, aber auch bei Firmen sogenannte automatische Defibrillatoren kurz AEDs. Den Umgang mit ihnen zu üben, ist ein wichtiger Teil jeder Ersten Hilfe Schulung“, erklärt Carmen Fahrentrapp.

Die Erste Hilfe-Schulungen des DRK in Remscheid haben unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte. Beispielsweise werden Seniorenkurse angeboten, außerdem gibt es den Kurs „Erste Hilfe am Kind“. Marcel Arndt, ebenso Ansprechpartner für die Erste Hilfe Schulungen beim DRK Remscheid, nennt einen weiteren wichtigen Punkt: „In Deutschland sind Sie verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Wer nicht hilft, macht sich unter Umständen der unterlassenen Hilfeleistung schuldig.“ (Mehr Info unter www.drk-remscheid.de)