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Problemlöser müssen die Anwohner selbst sein

Problemlöser müssen die Anwohner selbst sein

„Zurück an Absender“ könnte über der Mitteilungsvorlage stehen, die sich auf scheinbar mangelhafte Parkmöglichkeiten an der Platanenallee in Lennep zwischen den Häusern 119 bis 131 bezieht. Dieser Bereich „wurde jüngst im Rahmen der Verkehrsbesprechung 01/2020 von dem Gremium aus Straßenverkehrsbehörde, Straßenbaulastträger, Polizei und Stadtwerke hinsichtlich der Parksituation überprüft. In der Verkehrsbesprechung vom 23. Januar 2020 wurde folgendes Ergebnis festgehalten und an die Ortspolitik kommuniziert: „Eine Optimierungsmöglichkeit der Situation besteht primär in der Beantragung einer Genehmigung zur Zufahrtserweiterung bei den TBR und darauf folgend in der faktischen Verbreiterung der Einfahrt. Maßnahmen der Verkehrsregelung im öffentlichen Verkehrsraum sind hier nicht erforderlich.“

Die angeführte Problematik sei also primär nicht dem ruhenden Verkehr geschuldet, sondern der geringen faktischen Breite der Zufahrten, heißt es in der Vorlage weiter. Und: „Eine Rückfrage bei der zuständigen Fachabteilung bei den TBR ergab, dass bis zum heutigen Tage keine derartigen Anträge eingegangen sind. Somit steht als Prüfergebnis weiterhin fest, dass das Problem vorrangig straßenbaulicher Natur ist und demnach auch vorrangig straßenbaulich, auf Initiative der dortigen Anwohnerschaft, zu lösen ist.“

„FlexTicket“ jetzt mit mehr Flexibilität

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr

Die Corona-Pandemie hat Einfluss auf das Arbeitsleben und somit auch auf den öffentlichen Nahverkehr– bedingt durch das Arbeiten im Homeoffice und eine veränderte Präsenzkultur. Mit neuen Arbeitsmodelle deuten sich nachhaltige Veränderungen für die gesamte Arbeitsplatz-Mobilität an. Der VRR arbeitet ergänzend und vorausschauend an einfachen Tarifen, die das Thema „neue Arbeitsmodelle“ aufgreifen, und testet seit Juni gemeinsam mit der Rheinbahn aus Düsseldorf mit „FlexTicket“ ein Tarifmodell, welches zunächst Firmenkunden für eine begrenzte Zeit offeriert wird.

Bei dieser attraktiven Alternative für Beschäftigte, für die sich möglicherweise ein klassisches Abo nicht mehr lohnt, zahlen Nutzer*innen einen Grundbetrag von 20 Euro und erhalten dafür über einen Zeitraum von 30 Kalendertagen einen vergünstigten Preis für bis zu zwölf 24-StundenTickets. Der Grundbetrag bleibt in allen Preisstufen gleich und wird vom Arbeitgeber eingezogen. Er kann entweder vom Mitarbeiten-den selbst oder in Form eines Zuschusses durch den Arbeitgeber gezahlt werden. Das FlexTicket ist als Pilotprojekt für zwei Jahre ausgelegt. Die Rheinbahn testet das Angebot über die Sommermonate zunächst mit ein bis zwei ausgewählten Unternehmen. Nach erfolgreicher Testphase wird das Angebot im Herbst auf weitere Großkunden ausgeweitet. Auch weitere Verkehrsunternehmen können sich im Laufe des zweijährigen Piloten am Projekt beteiligen.

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Sicherer Fahrradweg erscheint Politikern völlig unklar

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 23. Juni haben SPD und FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Verkehrsführung an der Ring-/ Rader Straße und im weiteren Verlauf der Wupperstraße so gestalten, dass insbesondere für den Radverkehr sichere Wege in alle Richtungen ausgewiesen werden. Gleichzeitig sollen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt werden. Außerdem sei zu prüfen, inwieweit eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Wupperstraße (30km/h) in diesem Rahmen zur Sicherheit beitragen kann.

Begründung: „Beim Ausbau der Kreuzung Ring-/ Rader Straße wurde bedauerlicherweise auf die Berücksichtigung von Rad Fahrenden verzichtet. Gleichwohl ist zu beobachten, dass sehr viele Personen mit ihren Fahrädern den Kreuzungsbereich nutzen, insbesondere um von den Naherholungsgebieten in der Bachtalrunde und an der Wuppersperre in Richtung der Lenneper Innenstadt zu fahren bzw. den umgekehrten Weg nutzen. Trotz der Fahrradampel ist völlig unklar, welchen sicheren Weg die Rad Fahrenden nutzen können, zumal die Geradeausspur in Richtung Mühlenstraße durch einen Parkplatz am Beginn der Straße versperrt ist und die Verkehrsbeteiligten sich kurzzeitig wieder in die Abbiegespur einordnen müssen. Hinweise für Radfahrende fehlen vollständig. Auch auf der Wupperstraße fehlen klare Kennzeichnungen für sicherere Radwege. Angesicht der schwierigen und unsicheren Gemengelage sollte in Betracht gezogen werden, die vorgeschriebene Geschwindigkeit auf Tempo 30 zu reduzieren.

Besorgt über Insolvenz-Gerüchte bei Abellio

Pressemitteilung der SPD

Mit großer Sorge haben wir in den vergangenen Tagen überregionale und regionale Presseberichte über die finanzielle Situation des Bahnunternehmens Abellio zur Kenntnis nehmen müssen. Hiernach drohe bei Abellio aufgrund der hohen aufgelaufenen Verluste ein Insolvenzverfahrens. Für die finanziellen Probleme bei Abellio soll es viele Gründe geben. Abellio behauptet, die zu geringen Preise der Verkehrsverbundes VRR und die hohen Strafen bei Ausfällen und Verspätungen seinen daran schuld. Die aktuellen Verträge zwischen VRR und Abellio sind bis Dezember 2028 geschlossen.

  • Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt nutzen täglich die Bahn, um in unsere Nachbarstädte zu fahren. Ein Ausfall dieser S-Bahn-Linie wäre eine Katastrophe.
  • Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion zur Sitzung des Rates am 24. Juni um die Beantwortung der folgenden Fragen:
  • Welche Hinweise auf eine drohende Insolvenz des Bahnunternehmens Abellio gibt es?
  • Wären im Fall eines Insolvenzverfahrens des Unternehmens Abellio der Betrieb auf der S-Bahn-Linie 7 (Solingen-Remscheid-Wuppertal) gefährdet?
  • Gab es bereits Gespräche mit dem Bahnunternehmen Abellio und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)?

Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „Ein Ausfall dieser S-Bahn-Linie wäre eine Katastrophe!“

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

In den derzeit laufenden Verhandlungen zwischen der Tochter der Niederländischen Staatsbahnen Abellio und mehreren Verkehrsbünden, fordert das Bahnunternehmen unter anderem vom VRR mehr Geld, andernfalls droht es mit dem Gang in die Insolvenz. Durch den Betrieb der Bahnlinie S7, der einzigen Bahnverbindung zwischen Solingen, Remscheid und Wuppertal, wäre Remscheid von einem Konkurs des Unternehmens in besonderem Maße betroffen. Die laufenden Verhandlungen kommentiert Colin Cyrus, verkehrspolitischer Sprecher der Linken Remscheid, folgendermaßen: "Der jetzt angelaufene Verhandlungspoker darf nicht auf dem Rücken der Belegschaft und der Fahrgäste ausgetragen werden. Remscheid braucht eine gesicherte Bahnverbindung nach Solingen und Wuppertal!"
Für Cyrus steht fest, dass wir dringend ein Umdenken in der Verkehrspolitik brauchen. "ÖPNV sowie SPNV gehören zur Daseinsvorsorge und damit in öffentliche Hand. Der private Wettbewerb führt weder zu sicheren und kostengünstigen Verbindungen für die Fahrgäste noch zu guten und sicheren Bedingungen für die Mitarbeitenden in den Bahnbetrieben. Dieser Vorfall bestätigt dies wieder einmal. Eine nachhaltige und dringend benötigte Mobilitätswende ist unter diesen Umständen nicht möglich." DIE LINKE Remscheid fordert die Verwaltung der Stadt Remscheid auf, alle ihre Möglichkeiten auszunutzen, um den Betrieb der S7 aufrechtzuerhalten und darüber hinaus endlich eine echte Mobilitätswende zu forcieren. (Axel Behrend)

Busse halten für Fahrgäste auch auf Zuruf

Pressemitteilung der Stadtwerke

Die Sicherheit unserer Fahrgäste liegt uns sehr am Herzen und von daher ist es uns ein Anliegen, dass unsere Busse auch als fahrende Notrufsäulen wahrgenommen werden. Unser Fahrpersonal und unsere Videoüberwachung in den Bussen sorgen dafür, dass Sie sich zu jeder Zeit sicher fühlen können. Sie benötigen dennoch die Hilfe der Polizei im Bus oder an einer Haltestelle? Gut zu wissen - zwischen uns und der Polizei Remscheid besteht eine Notrufpartnerschaft. Sprechen Sie unser Fahrpersonal im Notfall direkt an. Sie geben den Notruf per Funk sofort an unsere Leitstelle weiter, die über Standleitungen mit der Polizei und der Feuerwehr verbunden ist.

Aber unsere Fahrgäste können nicht nur vom Notrufservice profitieren: Ab 20 Uhr können sie sich auf den VRR-Linien in Remscheid auch ihre "persönliche Haltestelle" aussuchen, und der Bus hält auf Zuruf. Aber nur dort, wo es verkehrstechnisch möglich ist und wenn die Fahrplansituation es zulässt, hält der Bus auf Wunsch auch zwischen zwei Haltestellen, damit Sie näher und v.a. sicher an Ihr Ziel kommen. Geben Sie dem Fahrer einfach rechtzeitig Bescheid, wo Sie aussteigen möchten – am besten schon beim Einstieg. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass unser Fahrpersonal die Entscheidung über einen "Halt auf Zuruf" in jedem Einzelfall eigenverantwortlich treffen muss.

In 2021 wird sich der Bilanzverlust verdoppeln

Im Geschäftsjahr 2020 betrug der Bilanzgewinn der Stadtwerke Remscheid GmbH lediglich 1.620.226,00 €. Gleichwohl soll die Tochtergesellschaft an die “Mutter“, die Stadt Remscheid, 1.782.000 € ausgeschüttet, wie der Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag beschlossen hat.  Das gelingt aber nur, weil der Fehlbetrag von 161.774 € der Gewinnrücklage entnommen wird. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bestimmen die wirtschaftliche Lage auf der ganzen Welt. Die Coronakrise hat die konjunkturelle Schwächephase im Industriesektor im Jahr 2020 noch verschärft und leitete eine tiefe Rezession ein“, heißt es im Lagebericht der Stadtwerke GmbH für 2020. „Die Stimmung in der bergischen Industrie ist allerdings spürbar positiver als noch zu Beginn der Krise.“ Nach wie vor hart getroffen werde der Verkehrssektor: „Sowohl die Lockdown-Phasen als auch die empfohlenen Homeoffice-Zeiten beeinflussen die Erlöse und die Ergebnisse! (…) Insgesamt beförderten die Stadtwerke 3,3 Millionen Fahrgäste weniger als im Vorjahr.

Die Umsatzerlöse im Konzern sanken gegenüber dem Vorjahr von 156 Millionen Euro um circa sechs Prozent auf rund 146,6Millionen. Bei der umsatzstärksten Tochter EWR gingen die Erlöse - reduziert um Stromsteuer sowie Erdgassteuer – um 7,3 Millionen auf 132,4 Millionen Euro zurück (minus 5,2  Prozent). Wobei die Umsätze im Bereich der Privat- und Geschäftskunden der EWR als Folge der zahlreichen Homeoffice-Regelungen um 6,7 Prozent bzw. 2,4 Millionen Euro zulegten. In der  Gasversorgung durch die EWR (Netz und Vertrieb) sanken Erlöse um 2,3 Millionen Euro oder 6,6  Prozent, in der Wasserversorgung stiegen sie um 4,6 Prozent auf 17,4 Millionen Euro, während die Umsätze der Wärmeversorgung um ca. 3,2 Millionen oder 6,4 Prozent fielen. Im Bereich Gas und Wärme war die Schließung des H2O-Bads aufgrund der Pandemie ergebnisprägend (minus 53,2 Prozent trotz 254.000 € an Fördermitteln.

Auch die der PSR bekamen die Corona-Krise 2020 deutlich zu spüren durch weniger Ein- und Ausfahrten von Kurzparkern. Die Gesellschaft beschließt das Geschäftsjahr mit einem negativen Jahresergebnis von ca. 30.000 Euro (2019 plus 117.000 Euro). Mit rund 455.000 Parkvorgängen verzeichnete die Gesellschaft gegenüber 2019 einen Rückgang von ca. 122.000 Parkvorgängen (minus 21,1 Prozent). Bei den Dauerparkern verzeichnete sie dagegen mit ihrem Ergebnis von 407.000 Euro einen Erlöszuwachs von 5,6  Prozent.

Größte Einzelposten beim Materialaufwand sind wie im Vorjahr mit etwa 1,6 Millionen Euro (2019  1,9 Mio.) die Treibstoffkosten zum Betrieb der Busflotte. Die Personalkosten für die Fahrer/innen und Mitarbeitenden in der Werkstatt, der größte Faktor in der Ergebnisrechnung, sank 2020 leicht auf 13,3 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 beschäftigte die Gesellschaft 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit vier mehr als im Vorjahr. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 103,7 Millionen Euro. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von circa 65,3 Prozent. Für 2021 erwarten die Stadtwerke Remscheid aufgrund der pandemiebedingten Entwicklung und den daraus entstehenden Verkehrs- und Bäderverlusten - deckungsgleich mit dem Konzernbilanzverlust- einen Bilanzverlust von drei Millionen Euro.

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Abfall-Container waren eher kontraproduktiv

„Ist der Verwaltung bekannt, dass es im Bereich der McDonald’s-Filiale am Jägerwald insbesondere seit Corona-Zeiten zu starken Vermüllungen im Umfeld des Schnellrestaurants kommt? Hat die Verwaltung z. B. über die TBR Gespräche mit dem Betreiber der Filiale geführt? Wenn ja: Mit welchen Ergebnis wurden diese Gespräche geführt? Gibt es Lösungsvorschläge?“, schrieb Markus Kötter als Sprecher der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Lennep an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. „Insbesondere seit Ausbruch der Pandemie verschärft sich das Müllproblem im Umfeld der Filiale des Schnellrestaurants am Jägerwald. Leere Getränkebecher oder Burger-Verpackungen werden einfach aus dem Auto geschmissen. (…) Das Aufstellen zusätzlicher Mülleimer oder Müllbehälter an Laternenmasten könnte ggf. ein Lösungsvorschlag sein. Denn eins ist klar: Es muss etwas passieren!“

Die Technischen Betriebe Remscheid sehen das gelassener. Zitat aus der Antwort von TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl zur Sitzung der BV am 23. Juni: „Wegen des Corona-bedingten Verzehrverbotes im Umfeld von Imbiss-Gaststätten haben die TBR in den vergangenen Monaten im gesamten Stadtgebiet vermehrt entsprechenden Verpackungsabfall wahrgenommen. Städtische Papierkörbe waren stärker mit diesen Abfällen befüllt, da die Abfallbehälter im Umfeld der Imbissbetriebe nicht zu nutzen waren. Vermehrte Beschwerden über die Zustände im Industriegebiet Jägerwald sind den TBR nicht zugegangen. Die TBR haben im Rahmen der Straßenreinigung die Aktivitäten der Mitarbeiter von McDonald's regelmäßig wahrgenommen.“

Bis zur Anfrage der CDU vom 3.Mai hätten die TBR mit Mitarbeitern von McDonald's keine Gespräche geführt, „da keine Erkenntnisse über ein übermäßiges Problem vorlagen und die Reinigungsaktivitäten im öffentlichen Straßenraum durch die Mitarbeiter des Restaurants bekannt waren.“ Am 27. Mai sei dann mit dem Konzessionsinhaber und den Verantwortlichen gesprochen worden. Fazit der TBR: „Der Gastronomiebetrieb am Jägerwald reinigte regelmäßig mindestens dreimal täglich im gesamten Bereich des Industriegebietes Jägerwald und bis zu den Bushaltestellen an der Lenneper Straße. Darüber hinaus wurde bei Hinweisen, die das Restaurant erreichten, bedarfsgerechte Zusatzreinigungen durchgeführt. Den TBR sind keine langandauernden, übermäßigen Verschmutzungen bekannt. Für zukünftige Hinweise über Verschmutzungen sind die Verantwortlichen im Restaurantbetrieb dankbar und sagten eine schnellstmögliche Mängelbeseitigung zu. Perspektivisch gehen die TBR davon aus, dass mit Rücknahme der Verzehrverbote im Umfeld der Gastronomiebereiche und der Öffnung der Außen- und Innengastronomie mit einem deutlichen Rückgang der Verschmutzungen zu rechnen ist.“

Von weiteren Müllcontainern rät McDonald's ab. In einem Schreiben an die TBR nennt das Unternehmen diese „kontraproduktiv, „da (Verpackungs)müll entweder daneben abgelegt oder durch Vögel herausgezerrt wurde. Nachdem wir die Behälter entfernt hatten, wurde das Umfeld nachweisbar sauberer.“ Da ist also schon etwas geschehen!

Freizeitgestaltung in den Ferien bei freiem Eintritt?

Sympathie mit dem Antrag der Linken, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 26 Jahren in den Sommermonaten Juli und August den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im gesamten Remscheider Stadtgebiet kostenlos nutzen zu lassen, zeigten im Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag auch Sprecher anderer Fraktionen. Für Kinder und Jugendliche wünschten sich die Linken auch freien Eintritt ins Badeparadies H²O und das Freibad Eschbachtal (falls geöffnet), und für den "Kräwi-Bus" im Juli und August einen doppelt so großen Fahrplan. .Doch beschlossen wurde über den Antrag nicht, sondern er wurde bis zur Ratssitzung am 24. Juni vertagt. Denn dabei hätten unter Umständen auch die Stadtwerken und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als Geldgeber ein Wort mitzureden, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Besonders die Antragsbegründung hatte es dem Hauptausschuss angetan: „Kinder und Jugendliche gehören zu der Gruppe, die unter der Pandemie und unter den dazugehörigen Maßnahmen am meisten zu leiden hatten und haben. Sie haben sich größtenteils vorbildlich an die geltenden Maßnahmen gehalten und damit auf ihre gewohnten und für ihre Entwicklung wichtigen Aktivitäten und Kontakte verzichtet – v. a. um Menschen aus den Risikogruppen zu schützen. Neben der (partiellen) Schließung von Kindergärten und Schulen trafen sie auch die Schließungen von Jugendzentren, Sportvereinen, Musikschulen und anderen Einrichtungen übermäßig. Auch die Ausgangssperre und private Kontaktverbote waren Maßnahmen, die überproportional zulasten der jungen Generationen gingen.“

Gleichzeitig hätten sich viele junge Menschen von staatlichen Hilfspaketen und dem allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs über die Pandemie ausgeschlossen gefühlt, stellten die Linken fest. Deshalb sei es richtig, der jungen Generation „wenigstens ein Stück weit entgegenzukommen und ihr in der ausklingenden Pandemie mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu bieten. Denn viele Familien und junge Menschen werden auch in diesem Sommer auf Urlaub verzichten müssen, und viele Einrichtungen in Remscheid werden auch weiterhin nicht im Normalbetrieb laufen können.“ Auch könne der Gebührenerlass  zur Wiederbelebung der Innenstädte und Stadtteilzentren beitragen.

Ordnungsamt widerspricht: Kölner Straße im Blick

Über „zum Teil unzumutbare Zustände an der Kölner Straße“ hat sich David Schmidt vom Lenneper Rotationstheater und -Café bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep und der Stadtverwaltung beschwert: „Wir sind nach wie vor mit den Parksituationen sehr unzufrieden, da unsere Ladenlokale permanent – insbesondere an den Wochenenden – zugeparkt werden. Es geht sogar so weit, dass unsere Kunden noch nicht einmal unser Café bzw. die Kunstschulräumlichkeiten (Kölner Straße 6 und 8-) betreten können, da die Hausturen zugeparkt werden.“ In diesem Zusammenhang weist Schmidt darauf hin, dass das Rotationstheater ein weiteres leerstehendes Ladenlokal in unmittelbarer Nachbarschaft seiner außerschulischen kulturpädagogischen Angebote für Kinder und Jugendarbeit anzumieten gedenke. „Das wäre dann das vierte Ladenlokal an der Kölner Straße, das wir seit dem Jahre 2007 vor einem Leerstand bewahren!“ Sollte geplant sein, die Poller auf der Straße abzubauen, würde sich für die Autofahrer die Parksituation verbessern. „Und die Fahrzeuge würden dann noch dichter an den Schaufenstern stehen.“

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 23. Juni liegt die Antwort der Verwaltung vor: „Die Verkehrssituation in der Lenneper Altstadt wird regelmäßig durch Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes kontrolliert und weist keine signifikanten Besonderheiten auf. Im Rahmen des Entschließungs- und Auswahlermessens erfolgt eine entsprechende Ahndung von Ordnungswidrigkeiten – im Falle von verkehrsgefährdenden Verkehrssituationen wird im Rahmen des Verwaltungsvollstreckungsgesetztes vor Ort unmittelbar eingeschritten.“ Im Rahmen bevorstehender Arbeiten auf der Kölner Straße würden Poller nur vereinzelt entfallen, „wenn sie im jeweilige Baufeld stehen und aus heutiger Sicht verzichtbar sind.“ Das werde aber „auf die Parksituation (hier: unerlaubtes Parken) nur einen unwesentlichen Einfluss haben.“

Die Pflasterarbeiten auf der Kölner Straße, mit denen am 25. Mai begonnen worden sei, würden punktuell insgesamt acht Wochen andauern, jeweils in Abschnitten von ca. 20 Metern wechselseitig auf der rechten und linken Fahrbahnseite. „Dabei ist eine Durchfahrt für Fahrzeuge jederzeit gewährleistet, und die Zugänge zu den Häusern sind ebenfalls jederzeit möglich. Bei den Arbeiten werden die Abflussrinnen teilweise reguliert und instandgesetzt.“

Freie Fahrt in den Sommerferien in ganz NRW

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR),

Während der gesamten NRW-Sommerferien 2021 können die Besitzer*innen eines im Aktionszeitraum gültigen Abo-Tickets aus dem Aachener Verkehrsverbund (AVV), dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), dem WestfalenTarif oder des NRW-Tarifs täglich kostenfrei und in Begleitung rund um die Uhr durch ganz Nordrhein-Westfalen reisen. Mit dieser Aktion bedanken sich die Verkehrsverbünde, Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen auch in diesem Jahr für die Treue der Fahrgäste während der Corona-Pandemie.

Für alle Abo-Tickets aus dem AVV, dem VRR, dem VRS, dem WestfalenTarif oder des NRW-Tarifs wird der Geltungsbereich vom 03. Juli bis einschließlich 17. August 2021 auf ganz NRW erweitert. Demnach sind Abo-Kund*innen im Aktionszeitraum ganztägig von Montag bis Sonntag im gesamten NRW-Nahverkehr mobil. Somit gelten die Abo-Tickets für beliebig viele Fahrten in allen Nahverkehrsmitteln: Busse, Stadt-, S- und U-Bahnen, Regionalbahnen, Regionalexpresse. Die Übergangsbereiche über die geografischen Landesgrenzen hinaus nach Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Belgien und die Niederlande sind nicht eingeschlossen mit Ausnahme der SPNV-Strecke über Osnabrück sowie der rheinland-pfälzischen Abschnitte auf der Sieg- und Hellertalstrecke.

Das Verkehrsministerium unterstützt die landesweite Vermarktung der Aktion. Verkehrsminister Hendrik Wüst: „Eine tolle Aktion, die Abo-Kundinnen und -Kunden für ihre Geduld und Flexibilität während der Corona-Pandemie mit einer Ferien-Flatrate zu belohnen! Viele Bus- und Bahnfahrerinnen und -fahrer haben während der Pandemie ihr Ticket weniger genutzt und haben dem Abo trotzdem die Treue gehalten. So haben sie ganz bewusst die hohe gesellschaftliche Bedeutung eines sicheren und zuverlässigen Nahverkehrs unterstützt. Mit der Ferien-Aktion sagen wir mit den Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen den treuen Bus- und Bahnkundinnen und -kunden Danke!“

Zur Aktion werden neben der NRW-weiten Gültigkeit auch die Mitnahmeregelungen angepasst: Pro Ticket dürfen inklusive Ticketinhaber zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu drei Kinder oder zwei Personen (Erwachsener oder Kind) und bis zu zwei Fahrräder fahren. Zeitliche Beschränkungen, etwa bei 9-Uhr-Abos, werden im Rahmen der Aktion aufgehoben. Von der Erweiterung der Geltungsbereiche auf ganz NRW profitieren auch Kund*innen, die erst im Aktionszeitraum ein neues Abonnement abschließen. Alle Informationen zur Abo-Aktion finden Sie unter www.mobil.nrw/sommer. (Dino Niemann)

 

 

Städte sehen gute Chancen für „Welterbe“-Votum

„Die Müngstener Brücke hat sehr gute Chancen, als UNESCO-Welterbe-Kandidat für Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene nominiert zu werden und damit die erste große Hürde im Welterbe-Verfahren zu nehmen: Die Welterbe-Fachjury Nordrhein-Westfalen 2021 empfiehlt dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Nominierung der "Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts" für die Fortschreibung der Deutschen Tentativliste in Erwägung zu ziehen. Die Entscheidung triff das Landeskabinett voraussichtlich im September“, reagierte die Stadt Remscheid gestern in einer Pressemitteilung auf das bekanntgewordene Votum der Jury. Die Bewerbung der Müngstener Brücke in internationaler Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich und der Ponte San Michele in Italien sei der einzige Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, der im weiteren Verfahren Chancen habe, heißt es in der Stellungnahme. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Mit der heutigen Empfehlung der Welterbe-Fachjury und einer hoffentlich im Herbst folgenden Nominierung wird dieses wichtige Projekt auch für die Menschen in unseren drei Städten immer greifbarer. Im internationalen Kontext haben diese Brücken, die als außerordentliche Ingenieursleistungen gelten, dadurch die Chance zu völkerverbindenden Elementen zu werden."

Zitiert wird auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Wir haben eine erste wichtige Station auf dem Weg zum Welterbe erreicht. Und mit Volldampf geht es nun weiter. Ich freue mich auf den weiteren Weg, gemeinsam mit unseren Partnern im Städtedreieck, bei der Deutschen Bahn und in Europa.“

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind stellt fest: „„Schon jetzt ist die Müngstener Brücke ein wunderbares touristisches Ziel. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe würde ihr zusätzlichen Glanz und Anziehungskraft verleihen. Dass das auch noch verbunden ist mit dem europäischen Gedanken und dem Zusammenspiel mit anderen bedeutenden Brückenbauwerken, freut mich besonders.“ Und für Günter Gewehr, Projektleiter bei der Deutschen Bahn, wäre die Nominierung „dieser in Deutschland einzigartigen Brücke zum Weltkulturerbe die Krönung der Brückensanierung, die wir in den nächsten Wochen abschließen werden.“

In den nächsten Wochen muss der Antrag zwar noch ergänzt und überarbeitet werden, wie von der Jury gefordert, dennoch aber sei „das Votum für uns großartig“, so Welterbe-Koordinator Carsten Zimmermann, Solingen. „Es zeigt, dass unsere Bewerbung vom Grundsatz her überzeugt. Jetzt geht es um die weitere Ausarbeitung – und die werden wir pünktlich liefern.“

Bereits vor zehn Jahren hatte sich das Bergische Städtedreieck am Interessensbekundungsverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Damals attestierte die Jury der Region eine hervorragende Bewerbung und forderte ausdrücklich auf, eine serielle transnationale Bewerbung mit vergleichbaren Brückenbauwerken in Europa auf den Weg zu bringen. „Diese Anregung haben wir aufgenommen“, erläutert Zimmermann. Die schriftliche Bewerbung habe die gesamte Serie der Großbogenbrücken berücksichtigt, dabei stand aber zunächst das in NRW beheimatete Bauwerk „Müngstener Brücke“ im Fokus. Nun werde man die bereits vorhandenen Überlegungen und Konzeptionen noch ausführlich schriftlich in den Antrag einarbeiten, so Zimmermann.

Antrag auf UNESCO-Welterbe überarbeiten

Pressemitteilung des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW

Wo könnte das nächste UNESCO-Welterbe in Nordrhein-Westfalen stehen? Im Dezember 2019 startete das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen einen Aufruf, Anträge für in Frage kommenden Stätten einzureichen. Folgende vier Vorschläge wurden eingereicht: „Düsseldorfer Gaslaternen“, „Jüdisch-mittelalterliches Viertel Köln“, „Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts: Die Müngstener Brücke als Bestandteil einer transnationalen und seriellen Welterbe-Nominierung“ und „Industrielle Kulturlandschaft Ruhrgebiet“. Zur Bewertung der eingereichten Vorschläge wurde im Ministerium eine renommierte Fachjury eingesetzt. Sie hat ihren Abschlussbericht nun Ministerin Ina Scharrenbach übergeben. Das Landeskabinett wird im Sommer entscheiden, welcher Vorschlag an die Bundesregierung aus Nordrhein-Westfalen gerichtet wird.

Die Empfehlungen der Jury zur Müngstener Brücke (Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts): Die Fachjury erkennt das hohe Potenzial zum Nachweis des außergewöhnlichen universellen Wertes, welchen eine serielle, transnationale Nominierung der Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts haben könnte. Allerdings sei eine Ergänzung und Überarbeitung des vorliegenden Antrags notwendig. Es soll abgeklärt werden, ob die Ergänzung und Überarbeitung in der verbleibenden Zeit möglich ist, um gegenüber der Bundesregierung diesen Vorschlag unterbreiten zu können.

Zitate aus dem Abschlussbericht der Jury: „Die Stadt Solingen bewirbt sich mit der Müngstener Brücke für die Aufnahme in die Deutsche Tentativliste zur Nominierung als UNESCO-Weltkulturerbe im Rahmen eines transnationalen und seriellen Antrages mit fünf weiteren Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Italien, Frankreich und Portugal. Obgleich ein transnationales Sammelgut beantragt wird, ist der eingereichte Antrag auf eine Komponente des Sammelgutes, die Müngstener Brücke, fokussiert. (…) Es wäre anzuregen, dass bei internationalen Sammelgütern Informationen über alle Komponenten, nicht nur die deutsche Komponente, einzureichen sind. (…)

In der vorliegenden Form dürfte der Antrag wenig Chancen auf Berücksichtigung für die Tentativliste haben. Eine systematische Überarbeitung des Antrags, insbesondere Informationen über alle Komponenten des Sammelgutes sowie zum internationalen Managementansatz sind für die Befassung auf Bundesebene zwingend notwendig. Entgegen der im Antrag dargestellten Auffassung ist der KMK bislang kein Antrag zur Müngstener Brücke bzw. zu Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts mit Bitte um Evaluierung vorgelegt worden. Indes wurde die Empfehlung, eine internationale serielle Nominierung ins Auge zu fassen, von der durch das Land Nordrhein-Westfalen im Jahre 2012 eingesetzten Jury ausgesprochen. Der vorliegende Antrag kommt dieser Empfehlung nur unzureichend nach, da nur das Objekt Müngstener Brücke ausführlich behandelt wird. (…) Notwendig ist insbesondere die Erstellung einer internationalen Vergleichsstudie, die darstellt, wie die einzelnen Bestandteile zum OUV beitragen, warum diese „Brückenfamilie“ insgesamt den OUV der europäischen Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt und wie sie den Brückenbau in anderen Weltregionen maßgeblich beeinflusst hat.“

Die Empfehlungen zu den übrigen drei Anträgen in Kurzform:

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