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Losverfahren für vier Stellplätze noch möglich?

Im Zusammenhang mit der Sanierung einer alten Stützmauer können an der Breslauer Straße auf einem Grundstück der GEWAG 16 Stellplatze angelegt werden Für die mit Parkplätzen nicht gerade reich gesegneten Anlieger eine sehr gute Nachricht, die Bezirksbürgermeister Stefan Grote gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd gerne verkündete. „Parkplätze sind in diesem Quartier Gold wert!“ Aus diesem Grunde war unter Anwohnern der Breslauer Straße auch Unmut aufgekommen, als sie erfahren hatten, dass die Stadt abseits des Straßenraums auf städtischen Gelände vier Stellplatze an Interessenten verpachtet hat, die sich selbst bei ihr gemeldet hatten. Einige davon waren zur gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd im Rathaus erschienen, um zu erfahren, was die Kommunalpolitiker davon hielten. Um es kurz zu machen: wenig! Einstimmig beschlossen sie, die Verwaltung um eine Prüfung der Angelegenheit zu bitten mit dem Ziel, die Pachtverträge rückgängig zu machen, wenn möglich, und die Flächen in einem Losverfahren unter den Anwohnern in der näheren Umgebung des Platzes neu zu vergeben. Dabei spielte eine Rolle, dass ein oder mehrere Pächter der Plätze selbst über Garagen verfügen und ein Pächter gleich zwei Stellplätze angemietet hab en soll, von denen er anschließend offenbar einen Platz zur Untervermietung angeboten hat. Dies sei gar nicht zugelassen, sagte auf Nachfrage Frank Schulz von der Liegenschaftsverwaltung der Stadt.

Zuschüsse für neue Brücke würde es nicht geben

Die Verwaltung hält am Plan eines Durchstichs Intzestraße zur Lenneper Straße fest. Eine Fördermöglichkeit wie für den Durchstich Intzestraße über das GVFG-Programm hält die Verwaltung bei einer neue Brücke für unrealistisch, da hierfür die Förderbedingungen für nicht erfüllt würden. Für den Durchstich Intzestraße rechnet die Stadt dagegen mit einer Förderung von rund 65 Prozent der anrechenbaren Baukosten. „In Summe senkt dies den Eigenanteil der Stadt Remscheid auf ca. 1.302.700 € brutto“ (reine Baukosten). Eine planerische Änderung ist nach Ansicht der Verwaltung unökonomisch und äußerst zeitaufwendig. Zudem würde sich das Risiko einer Brückenstilllegung der bestehenden Brücke mit der Zeit vergrößern, da sich diese „aktuell schon am Ende ihrer prognostizieren Lebensdauer“ befinde. In einer Mitteilung zur heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd spricht sie sich aus Kosten- und anderen Gründen gegen den Alternativvorschlag einer neuen Brücke aus. Zitat:

„Für eine neue Brücke müssten die bisherigen Brückenbauwerke (Brücke für den Verkehr, aber auch Fußgängerbrücke) abgerissen werden. Ein neues Brückenbauwerk würde jedoch nicht so klein wie das bisherige ausfallen können, da damit die bisherigen Probleme weiter bestehen bleiben würden. Eine neue, zur Gleisachse schiefwinkligen Straßenbrücke mit beidseitigen Kappen und Gehwegen würde vom Intzeplatz in die Intzestraße führen und die Baisieper Straße so anschließen, dass die Schleppkurven für Busse konfliktfrei angesetzt werden können. Das würde bedeuten, dass die Busse leichter den Knotenpunkt passieren können. Dies ist die Mindestvoraussetzung, wie auch schon in den Vorlagen 16/0427 und 16/0956 beschrieben. Fahrzeuge des Umweltverbundes sind nach Auffassung der Verwaltung bei einer Neuplanung eines Brückenbauwerks unabdingbar, um der Bedeutung des ÖPNV nach den Nachhaltigkeitskriterien gebührend Rechnung zu tragen.“
Ein Ausschluss von Gelenk-Bussen bei einer neuen Brücke sei nicht denkbar. Bei der großen Stützweite der neuen Brücke biete sich eine Verbundbrücke an, wie sie vor rund zehn Jahren auf der Lenneper Straße (zwischen Hausnummer 85 und 87) ebenfalls diagonal über die Gleisanlagen errichtet worden sei.

„In der bisher bestehenden Brücke liegen sehr viele Versorgungsleitungen, wie Gas, Wasser und Strom, weshalb mit umfangreichen Verlegungsarbeiten der Versorger zu rechnen ist. Die auf der alten Brücke liegenden Leitungen müssen für den Bau mittels Provisorium über die Gleise an einer anderen Stelle außerhalb des Baufeldes verlegt werden. Ein solches Provisorium könnte aufgrund der Leitungslage aus Sicherheitsgründen nicht für einen Fußgängerverkehr freigegeben werden. Es wird eine große Schneise über den Gleisen erforderlich sein, die bautechnisch und bewuchsfrei zu planen und herzustellen ist. Bei der zu überbrückenden Entfernung von Böschung zu Böschung wird es nur mit einer aufwändigen Stützkonstruktion im Böschungs- und Gleisbereich möglich sein, dieses Problem zu lösen. (…)

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Vortrag zu neuen Regeln für Taxen und Mietwagen

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Was Taxis und Mietwagen jeweils dürfen und was nicht, regelt das Personenbeförderungsgesetz (PBefG). Es ist quasi das „Grundgesetz“ der Branche. Nach langer und heftiger Diskussion wurde das Gesetz in diesem Jahr novelliert. Viele Vorschriften wurden geändert und modernisiert; so sind jetzt beispielsweise neue Pooling-Dienste geregelt sowie die Ortskenntnisprüfung bei Taxis abgeschafft. Was die zahlreichen Änderungen für die Branche konkret bedeuten, darum geht es in einer Info-Veranstaltung der Bergischen IHK am 27. September. Die Veranstaltung findet ab 15 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle Wuppertal am Heinrich-Kamp-Platz 2 statt.

Thomas Grätz, ehemals Geschäftsführer des Bundesverbandes Taxi- und Mietwagen, wird im Rahmen seines Vortrages vor allem auf die praktischen Auswirkungen der Gesetzesänderungen für die Unternehmen eingehen. Die Begrüßung und Einführung wird IHK-Präsident Henner Pasch übernehmen. Alle Taxi- und Mietwagenunternehmer aus Wuppertal, Solingen und Remscheid sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Die Anmeldung ist online über bergische.ihk.de möglich (Dokumentennummer 3885152). Eine Teilnahme ist nur mit 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) möglich.

Tempo 50 ist Bettina Stamm zu hoch

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 22. September hat Bettina Stamm (echt.Remscheid) die zur Verkehrsführung in Lennep problematisiert und die Verwaltung um einer Stellungnahme gebeten:

„Aus welchen Gründen ist die Ausfahrt aus der Altstadt von der Schwelmer Str. ab Ecke Mühlenstraße. nur über eine zusätzliche „Runde“ durch den Altstadtkern über die Berliner Str. möglich? Unnötige Fahrten (Parkplatzsuchverkehr usw.) durch die Altstadt könnten vermieden werden, wenn die Ausfahrt aus der Altstadt auch über die Schwelmer Straße Richtung Thüringsberg möglich wäre.

Die Anregung eines Bürgers , die Geschwindigkeit auf der gesamten Länge der Robert-Schumacher Str. und Gartenstraße auf 30 km/h zu begrenzen, wurde von der Verwaltung mit dem Hinweis abgelehnt: „da keine, der besonderen Örtlichkeit geschuldete besondere Gefahrenlage bestehe“ und „es sich bei den beschriebenen Rasereien um subjektiv wahrgenommene Fälle“ handelt. Wie in der Eingabe dargestellt, herrscht ein stetiger Wechsel zwischen Tempo 30 und Tempo 50 auf der Gartenstraße und Robert-Schumacher-Str.. So ist beispielsweise auf der Robert-Schumacher Str. unmittelbar nach dem „Kreisverkehr“ auf der Geraden auf einem Teilstück von ca. 200 Meter Tempo 50 erlaubt, um dann für ca. 100 Meter bis zur Kölner Str. in Tempo 30 zu münden.

In § 45 Abs. 1 c StVO heißt es: „ Die Straßenverkehrsbehörden ordnen ferner innerhalb geschlossener Ortschaften, insbesondere in Wohngebieten und Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte sowie hohem Querungsbedarf, Tempo 30-Zonen im Einvernehmen mit der Gemeinde an.“ Warum wird aus Gründen des Umwelt- und Lärmschutzes sowie der Verkehrssicherheit (Fahrradtrasse, Geschäftsverkehr; hoher Querungsbedarf, Bushaltestelle/Bahnhof) die Regelgeschwindigkeit in diesem Bereich nicht einheitlich auf Tempo 30 festgelegt?“

In Schulen und Qartieren fehlt Platz für Fahrräder

„Wer ein Fahrrad besitzt braucht insbesondere in den Wohnquartieren auch einen sicheren Fahrradabstellplatz. Zahlreiche Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in den Wohnquartieren wie Mixsiepen/Vömix, Hohenhagen, Klausen und Hackenberg und Hasenberg, um nur einige zu nennen, stammen aus den 1960-er und 1970-er Jahren. Keller und Abstellräume, -wenn überhaupt vorhanden – reichen nicht ansatzweise aus um die heutigen Fahrräder – ob analog oder e-Bike – sicher abzustellen“, hat die SPD-Fraktion erkannt und damit ein „großes Defizit an sicheren Abstellplätzen für Fahrräder“. Um dieses zu beseitigen, fordert die Fraktion von der Verwaltung „kreative Lösungen“. Ein fehlender Fahrradkeller im Mehrfamilienhaus solle in Zukunft nicht mehr dazu führen, dass die Anschaffungen von Fahrrädern – für den Weg zur Schule, zum Einkaufen und insbesondere zum Weg zur Arbeit – unterbleibt.

In einem Antrag, der jetzt die Runde macht durch die Bezirksvertretungen und Fachausschüsse, hat die SPD die Verwaltung um Antwort auf folgende F ragen gebeten:

  • Hat die Stadtverwaltung im Hinblick auf die e-Mobilität schon Standorte für Quartiersfahrradgaragen und sichere Stellplätze in den Wohnquartieren identifiziert und mögliche Bewirtschaftungskonzepte in Kooperation mit geeigneten Partnerinnen und Partnern wie Wohnungsbaugesellschaften, eruiert und katalogisiert?
  • Sind der Stadt Remscheid entsprechende Fördermaßnahmen auf der EU, Bundes und Landesebene für solche Projekte bekannt?
  • Sind an den Remscheider Schulen sicher Fahrradstellplätze vorhanden, so dass auch die steigende Nachfrage von Schüler*innen, die mit dem Rad zur Schule kommen möchten, entsprochen werden kann?

„Die SPD-Fraktion möchte erreichen, dass nicht nur die Errichtung von sicher Fahrradabstellmöglichkeiten (Keller u. Fahrradboxen) geprüft wird, sondern dass auch z. B. leere Ladenlokale in die Betrachtung mit einbezogen werden. Der sichere Fahrradstellplatz muss auch an den Remscheider Schulen -ab Sekundarstufe 1 – gewährleistet sein“, heißt es in der Antragsbegründung.

Waterbölles: Die von den Grünen auf Bundesebene geforderte Förderung von Lastenfahrrädern taucht in dem Antrag nicht auf.

Maßnahmen gegen hohen Radscheibenverschleiß

Pressemitteilung von VRR, DB und Abellio

Seit Mitte Juni kam es auf der von Abellio Rail betriebenen Strecke der S7 zwischen Wuppertal und Solingen zu einem außergewöhnlich hohen Radscheibenverschleiß an den Radsätzen der eingesetzten LINT41-Züge. Sämtliche Überprüfungen und umfangreiche Untersuchungen der Expertenteams von Abellio, der DB und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr haben keine Ursache für den hohen Verschleiß sowohl am Fahrzeug oder an der Infrastruktur identifizieren können. Sowohl das Fahrzeug als auch die Infrastruktur befinden sich in einem regelwerkskonformen Zustand. Mit den zwischenzeitlich durch die von DB Netz und Abellio vorgenommenen präventiven Maßnahmen - wie zusätzliches, manuelles Fetten der Schienen und eine Takterhöhung der Fettsprühintervalle an den Fahrzeugen - hat sich das Verschleißverhalten der Fahrzeuge nahezu auf Ausgangsniveau reguliert. Zusätzlich wurden in vier Nächten Ende August bereits etwa 15.000 Meter Schienenprofile gefräst. Abellio konnte so bereits Ende August wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

Aktuell plant die DB in Abstimmung mit Abellio und VRR weitere stabilisierende Maßnahmen. Im Zeitraum vom 15. bis 26. November soll noch ein Schienenwechsel auf etwa 8.000 m Länge stattfinden. Eine weitere Frässchicht ist für die Zeit vor dem Schienenwechsel vorgesehen. Die genauen Zeitpunkte werden aktuell abgestimmt. Für die Dauer der Arbeiten und der damit verbundenen Logistikkonzepte im Rahmen des Schienenwechsels wird Solingen-Mitte weiterhin aus Richtung Remscheid auf dem Schienenweg anfahrbar bleiben. Abellio wird für den genannten Zeitraum einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen für den Abschnitt Solingen-Mitte – Solingen Hbf. einrichten. Die Fahrzeiten und Ersatzfahrpläne werden mit entsprechendem Vorlauf in den bekannten Auskunftsmedien veröffentlicht. (Dino Niemann, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr)

„Jetzt muss auf der A1 gehandelt werden!“

Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven

 Am Freitagabend bot die A1 im Bereich der Anschlussstelle Remscheid wieder einmal ein Bild des Graues. In Fahrtrichtung Dortmund ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem fünf Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit aufeinander fuhren. Neben sechs Schwerverletzten ist erneut ein Todesopfer zu beklagen. Der Unfall ist das jüngste Ereignis einer Reihe von schweren Unfällen auf diesem Autobahnabschnitt. Wiederholt hat der Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven sich schriftlich an den zuständigen Polizeipräsidenten gewandt und mit Nachdruck um eine Ausweitung der bisher umgesetzten Maßnahmen zur Unfallvermeidung gebeten. Eine dauerhafte Ausweisung einer Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem Teilbereich der A1, wie sie der Landtagsabgeordnete vorschlagen hatte, ist bis heute nicht erfolgt.

Im letzten Schreiben des umfangreichen Schriftverkehrs wurde Nettekoven mitgeteilt, dass sich seit der am 24. November 2020 umgesetzten Maßnahmen zur Unfallvermeidung auf diesem Streckenabschnitt kein Verkehrsunfall aufgrund der festgestellten örtlichen Problematik mehr ereignet habe und das Unfallgeschehen im Vergleich zur Situation an anderen Anschlussstellen nicht auffällig sei. „Nach jedem neuerlichen Verkehrsunfall auf der A1 im Bereich der Anschlussstelle Remscheid erhalte ich eine Reihe von Zuschriften und Anrufen besorgter Bürgerinnen und Bürger. Jeder von ihnen weiß von brenzligen Situationen und Beinaheunfällen zu berichten, die sich hier fast täglich ereignen. Entsprechend groß ist das Unverständnis über die zögerliche Haltung der Polizei. Wie die Bürgerinnen und Bürger stelle auch ich mir die Frage, was denn noch passieren muss, wie viele Schwerverletzte und Unfalltote es noch geben muss“, sagt Nettekoven.

„Unabhängig von der Analyse der genauen Unfallursache des jüngsten Unfalls muss jetzt endlich entschlossen gehandelt werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung mag Fahrfehler und persönliches Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer nicht verhindern können, aber sie kann die Schwere der Unfallfolgen merklich reduzieren. Jetzt gilt es die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Bilder von Trümmerfeldern, wie sie sich den Einsatzkräften an der Unfallstelle am Freitag wieder einmal boten, schnellstmöglich der Vergangenheit angehören“, fordert der CDU-Landtagsabgeordnete.

Rathausplatz bleibt für Taxen weiterhin gesperrt

Seit dem Ratsbeschluss vom 20. Dezember 1993 ist der Theodor-Heuss-Platz wurde „dem öffentlichen Verkehr gewidmet§, zugleich aber ´“ auf den Fußgängerverkehr beschränkt“. Darauf machte gestern die Verwaltung die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid aufmerksam. Diesen der Antrag der Gastwirtin der Gaststätte „Grüne Gans“ neben dem Eingang zum Allee-Center vor, die Taxifahrern  die Fahrt über den Platz bis zur Gaststätte für die Zeit nach 19 Uhr freizugeben. Die Gastwirtin hatte das damit begründet, dass der Platz ja auch von Lieferdiensten („Sogar Lkw!“) befahren werde. Doch erstens gibt es bekanntlich vor Gericht keine Gleichbehandlung im Unrecht, und zweitens müsste einer solchen Ausnahmegenehmigung eine Änderung des Ratsbeschlusses vorausgehen. Letzteres bestätigte in der Sitzung Ordungsamtsleiter Jürgen Beckmann. In der schriftlichen Stellungnahme der Verwaltung liest sich das so: „Die Erteilung einer verkehrsrechtlichen Ausnahmegenehmigung für das Befahren mit Taxen läuft diesem Widmungszweck zuwider und wird abgelehnt, solange der Widmungsinhalt unveränderten Bestand hat.“

Bernd Quinting (CDU) zeigte zwar Verständnis für den Antrag, kam aber auch an den formalen Fakten n verkehrsrechtlichen Ausnahmegenehmigung vorbei. Beatrice Schlieper von den Grünen hielt es im Übrigen für zumutbar, dass sich Gäste des Lokals für Fuß auf den Weg machten bis zum nächsten Taxistand – entweder über den Rathausplatz zur Fastenrathstraße oder durch das (auch nachts offene) Allee-Center in Richtung Theater. Auch Bezirksbürgermeister Otto Mähler bekannt, er habe „bei dem Antrag kein gutes Gefühl“, denn im Sommer spielten Kinder auch um 19 Uhr noch auf dem Platz; deren Sicherheit müsse auch bedacht werden.

Bleibt die Tatsache, dass unerlaubte Fahrten auf dem Platz von den Ordnungsbehörden nur in seltenen Fällen geahndet werden, weil der Platz nicht unter ihrer dauernden Beobachtung steht.

Gestaltungsmehrheit will bessere Verkehrsanschlüsse

Zur Sitzung des Rates am 16. September haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP den Antrag zur Abstimmung gestellt, die Verwaltung mit einer Machbarkeitsstudie zum Thema „Alternative Möglichkeiten zur Anbindung an die Metropolen Köln, ins Ruhrgebiet und die umliegenden Nachbarstädte von Remscheid“ unter Einbeziehung stillgelegter Bahnstrecken für Personen- und/oder Güterverkehr zu beauftragen. Auch möge die Stadt Remscheid die ebenfalls betroffenen Kommunen Wermelskirchen, Hilgen, Burscheid und Leverkusen zur Gründung einer entsprechenden interkommunalen Arbeitsgemeinschaft einladen. In die Machbarkeitsstudie sollten dann auch die auf den Gebieten der Kommunen tätigen Verkehrsunternehmen einbezogen werden (u.a. Stadtwerke Remscheid GmbH, Wupsi GmbH, die KVB AG im Hinblick auf die Durchbindung nach Köln).

Begründung: „Das Thema der alternativen Ideen für Zugverbindungen, insbesondere in die Metropolen Düsseldorf und Köln beschäftigt uns seit Jahrzehnten. Gezielte Anfragen der Fraktionen werden mit dem Verweis auf Planungen und Fördertöpfe von Land und Bund beantwortet. Die Verwaltung ist stets bemüht eine verbesserte Anbindung der Stadt Remscheid an den SPNV zu erreichen. Rat und Verwaltung haben immer wieder gemeinsam Initiativen ergriffen, um das Thema Direktverbindungen Gehör zu finden. Bei der Direktverbindung scheint sich diese ausgezahlt zu haben, denn der VRR kündigte nun eine regelmäßige Durchbindung der S7 nach Düsseldorf an.

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Mit schraffierter Fläche ist das Problem gelöst

Ortrsterm,inb derBezirksvertretung Alt-Remscheid gestern auf Fü+rberg. Foto: Lothar KaiserWo Lkw-Fahrer einen großen Tastsinn brauchen...“, titelte der Waterbölles am 19. August. Tags zuvor hatten Uwe Ritter und seine Rechtsanwältin Gudrun S. den Mitgliedern der städtischen Beschwerdekommission von Verkehrsproblemen in der kleinen Ortschaft Fürberg oberhalb des Morsbachtals berichtet. Dort betreibt Ritter ein Straßenbau-Unternehmen (Asphalt). Sein längster Lkw kommt mit Anhänger auf 15 Meter. Bei der Ausfahrt bergwärts nach rechts Richtung Volkeshaus habe der Fahrer wegen dicht an der Ausfahrt abgestellter Fahrzeuge keine Sicht auf den Verkehr. Auf eine entsprechende Eingabe an die Verkehrsbehörde hatte diese geantwortet, in diesem Fall sehe § 8, Abs. 2 Satz 3, der StVO vor, „dass sich der einfahrende Verkehrsteilnehmer vorsichtig in die Kreuzung oder Einmündung hineintasten darf. Dies bedeutet zentimeterweises Vorrollen bis zum Übersichtspunkt mit sofortiger Anhaltemöglichkeit (BGH NJW 85 2757)“.

Wenn links ein Wagen dicht an der Ausfahrt steht, wird es eng für den Lkw-Fahrer in der Ortschaft Fürberg.

Gestern nun stellte sich bei einem Ortstermin heraus, zu dem Bezirksbürgermeister Otto Mähler die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid eingeladen hatte, dass das Problem bei der Ausfahrt gar nicht die fehlende Sicht auf die Straße ist, sondern die zu nahe an der Ausfahrt stehenden Wagen.  Schon eine kleinere schraffierte Fläche, die freigehalten werden müsse, könnte das Problem lösen. Das erkannten nicht nur die Kommunalpolitiker, sondern auch Ordungsamtsleiter Jürgen Beckmann. In der heutigen BV-Sitzung dürfe folglich das Problem zu jedermanns Zufriedenheit gelöst werden…

Den Nah- und Regionalverkehr bundesweit nutzen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

.Der VRR beteiligt sich an dem vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) initiierten „Deutschland Abo-Upgrade“: In der Zeit vom 13. bis 26. September können Besitzer:innen eines gültigen Abo-Tickets aus dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) den Nah- und Regionalverkehr mit Bus und Bahn bundesweit nutzen – und das ganz ohne weitere Kosten. Für das einmalige Upgrade ist lediglich eine Online-Registrierung erforderlich, die ab sofort unter www.besserweiter.de/abo-upgrade möglich ist. Mit dieser Aktion bedanken sich die Verkehrsverbünde, Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen in Deutschland für die Treue der Fahrgäste in Zeiten der Pandemie.

Bereits während der gesamten NRW-Sommerferien konnten die Besitzer:innen eines gültigen Abo-Tickets aus dem VRR kostenfrei und in Begleitung rund um die Uhr durch ganz Nordrhein-Westfalen reisen. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit einem starken Signal direkt vor der Bundestagswahl den ÖPNV und SPNV in Deutschland als zentralen Baustein für die Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor ins Zentrum der gesellschaftlichen und politischen Aufmerksamkeit zu rücken“, sagt VRR-Vorstand José Luis Castrillo. Mit der zweiwöchigen und bundesweiten Aktion Mitte September setzt der VRR gemeinsam mit seinen Partnern in Deutschland erneut ein Zeichen und bedankt sich ein weiteres Mal bei den treuen Bus- und Bahnkund:innen für ihre Geduld und Flexibilität während der Corona-Krise. Eine Übersicht aller Abo-Tickets des VRR die aktionsberechtigt sind sowie weitere Fragen und Antworten rund um das Abo-Upgrade auf www.vrr.de.

"Lass Mutter nicht so viel in den Garten gehen!"

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
aus einer historischen Ansichtskarte habe ich dieses Einzelmotiv herausgeschnitten. Es zeigt den oberen Teil der Poststraße in Lennep um 1900. Die Straßenbahn war da noch nicht gebaut; sie kam erst 1907. Anstelle der beiden hellen Villen steht dort heute das große Ensemble „Wohnen im Park". Die Villen gehörten damals der Lenneper Industriellenfamilie Hardt, links auf der Ansichtskarte ist noch ein schmales Eckstück des Berliner Hofs zu sehen. Die Poststraße war dort seinerzeit so schmal, dass man einen Kirschkern von der einen auf sie andere Seite spucken konnte. Dies blieb eigentlich auch so, bis in den 1960er Jahren eine Straßenverbreiterung unabdingbar wurde.

Direkt gegenüber dem Berliner Hof sieht man den klassizistisch gestalteten Eingang zum Rosengarten eines weiteren großen Hauses, das in den 1820er Jahren in Fachwerk erbaut wurde und ebenfalls mehreren Fabrikanten als Sitz diente, weshalb es nicht verwundert, dass es ursprünglich die Adresse Poststraße 1 trug. 1970 wurde es im Zusammenhang mit der Straßenverbreiterung abgerissen. Aber links daneben das zur nächsten Hardt-Villa liegende Hagersche Gässchen, man sieht den Beginn auf unserem Bild deutlich, gibt es heute noch.

In der „photographische Aufnahme“ wird die Poststraße als „Straße am Denkmal“ bezeichnet. Damit ist das Kaiserdenkmal am Kaiserplatz gemeint, der später zum Mollplatz wurde. Handschriftlich (Sütterlin) steht auf der Ansichtskarte: „Lass Mutter nicht so viel in den Garten gehen“. Wahrscheinlich sind aber nicht die Gärten der abgebildeten Villen gemeint. Die waren nämlich als Parks hochherrschaftlich gestaltet, wurden von Gärtnern gepflegt und lagen zu heutigen Gartenstraße hin. Sie luden auch nicht alle Lenneper zum Wandeln ein, sondern nur die Ehefrauen und Kinder der Villenbesitzer.