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Terror bei Fest im Freien eher unwahrscheinlich

Um die Sicherung von öffentlichen Wegen und  Plätzen bei Veranstaltungen geht es im Dezember in mehreren Sitzungen politischer Gremien (Ausschüsse und Bezirksvertretungen). Die endgültige Beschlussfassung soll in der Ratssitzung am 7. Februar 2019 erfolgen. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung sieht vor, Großveranstaltungen mit einer hohen Personendichte (z. B. Rosenmontagszug sowie Sommer-und Winzerfest in Lennep) „in dem durch eine individuelle Risikobeurteilung erforderlichen Umfang unter Einsatz von Fahrzeugen als Zufahrtssperren“ zu sichern, und zwar möglichst durch Fahrzeuge des Veranstalters, sofern geeignete Fahrzeuge zur Verfügung stehen und deren Einsatz möglich und zumutbar ist. Andernfalls soll die Stadt Remscheid die Sicherung durch den Einsatz von Fahrzeugen beauftragter Unternehmen übernehmen.

Hierfür sieht der Doppelhaushalt 2019/2020 insgesamt 30.000 € vor. Dauerhafte und anlassunabhängige Sicherungsmaßnahmen für die Fußgängerzone der Alleestraße, den Theodor-Heuss-Platz, die Lenneper Altstadt, die Alte Bismarckstraße, die Robert-Schumacher-Straße, die Gertenbachstraße, die Hindenburgstraße  und den Remscheider Schützenplatz hat die Verwaltung in ihrem Beschlussvorschlag nicht vorgesehen, da zum Teil auch gar nicht möglich. Im Übrigen biete keine Maßnahme, welche die Stadt Remscheid zum Schutz vor terroristischen Anschlägen ergreife, einen absoluten Schutz bietet: „Ein Restrisiko im täglichen Leben oder bei der Durchführung von Veranstaltungen ist immer gegeben. (...) “

Durch stärkere Sicherungsmaßnahmen würde sich zwar die Sicherheit der Fußgänger erhöhen, gleichzeitig würde aber der bisherige Liefer- und Ladeverkehr für die Geschäfte erheblich verändert und erschwert werden. „Aus Gründen der Praktikabilität und im Hinblick auf die hohen Kosten von hydraulischen Pollern ist diese dauerhafte Sicherung der Fußgängerzone nicht zu empfehlen“, so die Verwaltung. „Die Wahrscheinlichkeit, im Rahmen einer Veranstaltung Opfer eines Terroranschlages zu werden, ist – nach objektiver Einschätzung – verschwindend gering und zählt somit zu den (bei der Betrachtung von Maßnahmen bei Veranstaltungen unter Anwendung einer Risikomatrix) zu vernachlässigenden, „akzeptablen“ Risiken.“

Zugausfall wegen Arbeiten am Stellwerk Wuppertal

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW GmbH

Aufgrund von Arbeiten am elektronischen Stellwerk in Wuppertal entfallen in der Nacht von Sonntag, 2. Dezember (22.50 Uhr), auf Montag, 3. Dezember (4.50 Uhr), einige Züge der Linie S 7 der Abellio Rail NRW. Folgende Zugverbindungen sind von diesen Bauarbeiten betroffen und werden durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) ersetzt:

In Richtung Solingen Hbf:

  • 90157: ab Wuppertal Hbf fahrplanmäßig um 23.13 Uhr, Busabfahrt abweichend um 23.02 Uhr
  • 90159: ab Wuppertal Hbf fahrplanmäßig um 0.13 Uhr, Busabfahrt abweichend um 0.02 Uhr
  • 29103: ab Wuppertal Hbf fahrplanmäßig um 4.33 Uhr, Busabfahrt abweichend um 4.20 Uhr

Um die letzte Verbindung ab Wuppertal Hbf in Richtung Remscheid Hbf zu gewährleisten, wird eine zusätzliche SEV-Fahrt um 0:32 Uhr ab Wuppertal Hbf angeboten.

In Richtung Wuppertal Hbf:

  • 90148: ab Wuppertal-Oberbarmen fahrplanmäßig um 22.38 Uhr, Busabfahrt abweichend um 22.42 Uhr
  • 90152: ab Wuppertal-Oberbarmen fahrplanmäßig um 23.38 Uhr, Busabfahrt abweichend um 23.42 Uhr

In Wuppertal-Oberbarmen sind die Fahrzeiten des Ersatzverkehrs so angepasst, dass ein Umstieg vom Zug auf die Busse des SEV in Richtung Wuppertal Hbf problemlos möglich ist.

Bitte beachten Sie die Abfahrts- und Ankunftsorte des Schienenersatzverkehrs für beide Fahrtrichtungen:

  • Wuppertal Oberbarmen > Oberbarmen Bf/Rauental Bussteig 1
  • Wuppertal Barmen > Barmen Bf, Bussteig 1
  • Wuppertal-Unterbarmen > Völklinger Straße
  • Wuppertal Hbf > Morianstraße

Abellio empfiehlt den Fahrgästen, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Reisezeit einzuplanen.

Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten zu informieren. (Julia Limia y Campos)

OB hat kein Verständnis für Position des VRR-Chefs

Resolution für Züge nach Düsseldorf und Köln“, titelte der Waterbölles am 22. September. Und wie angekündigt stimmte der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 27. September dafür. Es ja 46 Ja-Stimmen, keine Nein-Stimmen und kei9ne Enthaltungen. In der Resolution wurde der Vorstand des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) aufgefordert, „die vom VRR in Aussicht gestellte Direktverbindung von Remscheid nach Düsseldorf umzusetzen. Gleichzeitig muss gemeinsam mit dem VRS die Direktverbindung nach Köln vorangetrieben werden.“.

Nach der Präsentation durch den VRR-Geschäftsführer Martin Husmann im Hauptausschuss der Stadt Remscheid am 25. Januar waren die Kommunalpolitiker davon ausgegangen, dass eine schnelle Umsetzung möglich ist. Auch der Kreis Mettmann befürwortet gemeinsam mit den Städten und Verkehrsbetrieben eine regelmäßige Direktverbindung der S-Bahn 7 nach Düsseldorf.

Inzwischen liegt Oberbürgermister Burkhard Mast-Weisz- Husmanns Antwort auf die Resolution vor. Darin schreibt  der zum Jahresende ausscheidenden Chef des VRR: „Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz, ich kann Ihre Enttäuschung bezüglich unseres Schreibens vom 21.8.2018 nachvollziehen und möchte an dieser Stelle nochmals unsere Bewegründe darlegen, da diese in Ihrem Antwortschreiben vom 22.9.2018 weitestgehend ignoriert werden. Ich hatte Anfang des Jahres im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Remscheid ausgeführt, dass die Direktverbindung Remscheid-Düsseldorf ergebnisorientiert geprüft wird. Dass diese Aussage wie eine Zusage interpretiert wird ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Es seien alle Alternativen intensiv untersucht worden, aber der VRR sehe keine Möglichkeit, aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen kurzfristig die gewünscht Direktverbindung zu realisieren. Infrastrukturelle Zwänge, verkehrliche Erfordernisse und ein sinnvoller Finanzmitteleinsatz seien, Zitat, „leider nicht immer so zu biegen, bis das gewünschte Ziel erreicht werden kann.“

Die Umsetzung der im Schreiben vom 21.8.2018 dargelegten Variante sei weder volkswirtschaftlich, betriebswirtschaftlich noch verkehrlich zu vertreten, meint Husmann weiter: „Ich darf daran erinnern, dass jährliche Mehrkosten von rd. 1.1 Millionen € entstehen würden. Der Preis pro Zugkilometer für die Mehrleistung liegt fast bei dem Dreifachen eines durchschnittlichen Zugkilometerpreises. Um die zusätzlichen Direktverbindungen zu schaffen ist zudem der Wegfall von S1-Verstärkerzügen erforderlich, die durch die S7-Direktverbindungen ersetzt würden. Die S7 kann bezüglich ihrer fahrdynamischen Eigenschaften nur einen Halt zwischen Solingen und Düsseldorf bedienen, was zu einer Angebotsreduzierung in der Hauptverkehrszeit an sechs Halten führt. Aufgrund der deutlich geringeren Kapazitäten der S7 gegenüber der S1 würden Fahrgäste am Bahnsteig zwischen Solingen und Düsseldorf zurückbleiben Es würden also überproportional teure Zugleistungen generiert, die zudem zu nicht vertretbaren verkehrlichen Problemen in der HVZ zwischen Solingen und Düsseldorf führen.“

In der E-Mail mit Husmanns Schreiben wurde die Reaktion der Oberbürgermeister gleich mitgeliefert: Er habe für die vorgetragenen Argumente kein Verständnis und werde im neuen Jahr „die von allen als notwendig erachteten Direktverbindungen nach Düsseldorf und nach Köln weiterverfolgen“. Er habe sich diesbezüglich auch mit der Bezirksregierung Düsseldorf verständigt, die das Vorhaben unterstütze. In diesem Zusammenhang soll auch der zunächst noch für dieses Jahr geplante „Bahn-Gipfel“ erst Anfang 2019 stattfinden. Auch diese zeitliche Taktung sei Bestandteil des Gespräches mit der Bezirksregierung Düsseldorf gewesen, so der OB.

Neuerungen zum Fahrplanwechsel am Sonntag

Pressemtteilung der Stadtwerke Remscheid

Der Umbau des Busbahnhofs am Hauptbahnhof in Wuppertal-Elberfeld ist abgeschlossen und führt auch im Remscheider Verkehrsnetz zu einigen Fahrplanänderungen, die ab Sonntag, 25. November, in Kraft treten. Die Abfahrtzeiten sowohl der unmittelbar betroffenen Linie 615 als auch einiger damit zusammenhängender Linien haben sich verschoben. Darüber hinaus wurden diese Änderungen zum Anlass genommen durch Fahrplankorrekturen auf anderen Strecken Pünktlichkeit, Anschlusssicherheit und Platzkapazitäten zu verbessern. Die wesentlichen Neuerungen des Fahrplanwechsels sind nachfolgend zusammengefasst.

Linie 615: In Wuppertal-Elberfeld verläuft der neue Linienweg ab 25. Nov. vom und zum Hauptbahnhof. Die Abfahrtzeiten verschieben sich ins-besondere montags bis freitags tagsüber in Richtung Remscheid um etwa zehn Minuten.

Linie 620: Der ab 25. Nov. veränderte Streckenverlauf führt zwischen Lichtscheid und Elberfeld wieder auf kürzestem Weg über die Straße Döppersberg zum Hauptbahnhof. Größere Fahrplanverschiebungen ergeben sich im Spätverkehr.

Linie 653: In Anpassung an die neuen Fahrplanlagen der Linie 615 ändern sich ab 25. Nov. vor allem die Zeiten im Tagesverkehr montags bis freitags in Richtung Ehringhausen – Burg. Der Betrieb zwischen Hasten und Stadtmitte beginnt samstags erst gegen 9 Uhr.

Linie 654: Ab 25. Nov. können an Schultagen ab 7 Uhr von Reinshagen zur Stadtmitte wieder Taktverdichtungen bis zu fünf Minuten angeboten werden. Aus Richtung Lüttringhausen nach Remscheid werden die morgendlichen Verstärkerfahrten geringfügig aus dem reinen Zehn-Minuten-Takt verschoben, um im Zusammenspiel mit der Linie 655 eine gleichmäßigere Verteilung der Fahrten zwischen Lennep und Stadtmitte herzustellen. Die täglich letzte Fahrt ab Lüttringhausen verlängern wir über Neuenkamp hinaus bis zum Rathaus, um die zeitliche Lücke bis zum Betriebsbeginn der NachtExpress-Linie NE16 zu schließen.

Linie 655: Der Linienabschnitt im Bereich Alt-Hackenberg wurde aus betrieblichen Gründen in Verbindung mit der äußerst geringen Nachfrage bereits zum 09.04.2018 eingestellt. Im Interesse größerer Pünktlichkeit und einer gleichmäßigeren Vertaktung mit der Linie 654 wird die Fahrzeitverteilung von Hackenberg bis Remscheid Mitte sowie die Fahrtlage der morgendlichen Verstärkungsfahrten ab 25. Nov. etwas verändert.

Linie 657: Die täglich letzte Fahrt von Blumental verkehrt ab 25. Nov. über RS Hbf hinaus bis Friedrich-Ebert-Platz. Montags bis freitags ändert sich ebenfalls in dieser Fahrtrichtung der Übergang vom Tages- auf den Spättakt mit einer zusätzlichen Fahrt ab Blumental zur Stadtmitte.

Linie 660: An Schultagen setzen wir ab 25. Nov. zur morgendlichen Hauptverkehrszeit eine zusätzliche Fahrt zur Taktverdichtung nach Lüttringhausen ein. Die bisher angebotenen Verstärkungsfahrten von Stadtmitte nach Kremenholl werden durch E-Wagen-Fahrten um 7.10 Uhr und 7.28 Uhr von Stadtpark bis Kremenholl ersetzt.

Linie 664: Zum Unterrichtsbeginn der Gesamtschule Hohenhagen fahren ab 25. Nov. die Busse ab RS Mitte im Fahrplantakt von bis zu fünf Minuten. In Gegenrichtung verschieben sich die Zeitlagen der Verstärkungsfahrten ab Lennep geringfügig, um eine Überbelegung der Haltestelle Jägerwald zu vermeiden.

Linie 669: Der letzte Bus von Beyenburg fährt ab 25.11. 2018 ab Lennep als E-Wagen bis Neuenkamp.

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Vorschusslorbeeren für den MRR leider verwelkt

"Das Rheinland setzt ein starkes Zeichen!", titelte der Waterbölles am 21. Februar 2017, nachdem tags zuvor in Düsseldorf im Beisein der Regierungspräsidentinnen von Düsseldorf und Köln, Anne Lütkes und Gisela Walsken, der Verein Metropolregion Rheinland e.V. aus der Taufe gehoben worden war. In der Turbinenhalle der Stadtwerke Düsseldorf hatten Vertreter von Kommunen, Kreisen, der Städte-Region Aachen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern die Vereinssatzung unterzeichnet und damit ihren Willen zu engerer Zusammenarbeit bekundetet. Ein  starkes Zeichen? Eher Vorschusslorbeeren, die inzwischen leider verdorrt sind. Gerade in der Startphase des neuen Vereins sei eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit (Informationsveranstaltungen, Empfänge, Broschüren und Flyern, Veröffentlichungen im Internet und in Social Media) von großer Bedeutung, hatte im September 2016 die Steuerungsgruppe erklärt, die die Vereinsgründung vorbereitet hatte. Viel ist davon in Remscheid leider nicht angekommen. Dabei war Anne Lütkes recht optimistisch gewesen: „Eine der wichtigen Aufgaben der neuen Metropolregion, ist der Erhalt von leistungsfähigen Verkehrssystemen, sowie der Ausbau von alternativen, nutzerfreundlichen und zukunftsfähigen Mobilitätsstrukturen im Sinne einer Multimodalität. Ein Beispiel könnte ein in der gesamten Region gültiges ÖPNV-Ticket sein.“

Inzwischen ist Ernüchterung eingetreten. In einem Brief an die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands der Metropolregion Rheinland haben sich heute die Grünen enttäuscht gezeigt über den bisherigen Verlauf des Gründungsprozesses: „Wir alle mussten feststellen, dass der Start der MRR eher holperig und für viele zu langsam verlief. (...) Die aktuellen Entwicklungen in der Metropolregion, gipfelnd in der Kündigung des bisherigen Geschäftsführers, erfordern nicht nur rasche Entscheidungen bezüglich der Geschäftsführung, sondern bieten auch Chancen für eine Neuaufstellung und -ausrichtung. (...) Entscheidend für einen gelungenen Neustart wird jetzt sein, dass eine bessere und vertrauensvollere Kommunikation zwischen der MRR und den kommunalen Gebietskörperschaften sowie bestehenden Institutionen, wie beispielsweise den regionalen Verkehrsunternehmen und -verbünden, gelingt. Die Zusammenarbeit darf nicht weiter als inhaltliche Konkurrenz und als Gegeneinander einzelner Regionen wahrgenommen werden. Im Gegenteil: Die vielfältigen Herausforderungen wie Digitalisierung, Infrastrukturinvestitionen und Aufbau einer europäischen Förderkulisse erfordern das Miteinander aller genannten Institutionen inklusive der MRR.“

Für die positive Begleitung des Gründungsprozesses der Metropolregion Rheinland sei für die Grünen das formulierte Ziel entscheidend gewesen, sich in der harten Konkurrenz um europäische Fördergelder besser aufzustellen, heißt es in dem Schreiben weiter. „Genau dieser Punkt wurde aber in der bisherigen Arbeit der Metropolregion deutlich vernachlässigt. Die personelle und inhaltliche Neuausrichtung bietet jetzt die Gelegenheit, die bisherigen inhaltlichen Defizite zu minimieren.“

Die Mobilität bleibt auf der Strecke

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

 „Trotz hartnäckiger Nachfragen ändert sich für Bahnfahrende, die zur Arbeit nach Düsseldorf müssen, nichts zum Besseren“, kommentiert der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Da gibt es immer wieder neue Ärgernisse. Unter solchen Voraussetzungen werden Autofahrer nicht aufs ökologischere Bahnfahren umsteigen. Auf die Bahn muss endlich wieder Verlass sein!“

Die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage der beiden Landtagsabgeordneten Sven Wolf aus Remscheid und Sarah Philipp aus Duisburg zeigt: der VRR hat dazu bereits mit der DB Gespräche geführt, aber es hat sich noch nichts wesentlich geändert.

 „Wir wollten von der Landesregierung wissen, warum ausgerechnet auf der vielgenutzten Pendlerstrecke S1 selbst zu Stoßzeiten Kurzzüge eingesetzt wurden. Nach Angaben des VRR fehlen der Deutschen Bahn zwei S-Bahn-Fahrzeuge, die durch Brände nicht zur Verfügung stehen. Andere Fahrzeuge werden umgestaltet oder repariert. Offensichtlich kann die Deutsche Bahn die Fahrzeuge nicht mehr laut Plan bereitstellen. Dazu kam noch Personalmangel in der Ferienzeit und damit kam es obendrein zu Zugausfällen“, berichtet der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. Auf Vorschläge des VRR zu einer Umschichtung von anderen S-Bahn-Linien sei die Deutsche Bahn nicht eingegangen, berichtet die Landesregierung. 

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P&R-Parkhaus soll für Kino gesellschaftsfähig werden

Das P&R-Parkhaus am Remscheider Hauptbahnhof wird im Zuge der Eröffnung des „Cinestar“-Kinos hergerichtet. Dazu gehören eine grundlegende Innenreinigung, vor allem des Treppenhaus (Fäkalien), die Reparatur des Aufzuges, die Instandsetzung der Toranlage (Einfahrt) sowie die Sanierung der Fahrbahndecke und der Schutzgitter. Vorgesehen sind künftig auch ein Winterdienst im Außenbereich und eine nächtliche Patrouille des Parkhauses (eine nächtliche Schließung ist nicht vorgesehen). Die Mittel für die laufenden Kosten der Unterhaltung  in Höhe von 47.750 € sollen im städtischen Etat 2019/2020 neu eingeplant werden, empfahl der Bauausschuss gestern auf Vorschlag der Verwaltung. Zitat aus der Beschlussvorlage: „Dadurch, dass Betonflächen (Boden- und Wandflächen) im Treppenhaus mit Urin verschmutzt sind, ist eine Sonderreinigung dieser verschmutzten Flächen einschließlich der Geruchsbekämpfung als vorgeschaltete Maßnahme erforderlich. Dabei wird der offenporige Beton so behandelt, dass bis zu einer bestimmten Tiefe die Urin-Moleküle mit einer nicht gefährlichen Chemikalie zerstört werden. Unmittelbar danach müssen diese Flächen gestrichen und versiegelt werden. Diese Maßnahmen im Treppenhaus können erst dann erfolgen, wenn der Aufzug wieder funktionsfähig ist.“ (Defekt ist er übrigens nicht zum ersten Mal)

Die aktuelle Kostenaufstellung belauft incl. Mehrwertsteuer auf 74.315 €:

  • Reinigung Wandpaneele: ca. 500 €
  • Reparatur des Aufzuges: ca. 4.200 €
  • Sonderreinigung ca. 849 €
  • Wand- und Deckenanstrich Treppenhaus: ca.44.000 €
  • Anstrich Türen und Tore: ca. 1.000 €
  • Sanierung Fahrbahndecke (oberste Ebene): ca. 5.000 €
  • Erneuerung Fahrbahnschutzgitter: ca. 1.500 €
  • Instandsetzung Toranlage Einfahrt: ca. 5.400 €

Auch die Ablösung weiterer drei Stellplätze kostet Geld: ca. 22.500 €. Das P & R-Parkhaus hat insgesamt 231 Stellplätze. Das Kino benötigt 91 Stellplätze. 88 Stellplätze wurden bereits von der Stadt Remscheid abgelöst. Die drei fehlenden Stellplätze müssen nun noch abgelöst werden. Macht zusammen mit den Kosten für eine Absturzsicherung auf der Parkebene 12 (8.925 Euro) einschließlich Mehrwertsteuer 31.425 €.

Die künftigen laufen Kosten von 47.744 € verteilen sich auf die nächtliche Patrouille (ca. 19.710 €), die Unterhaltsreinigung (ca. 16.452 €), eine anlassbezogenen Reinigung (ca.996 €), die Kosten der Entleerung der Mülleimer (ca. 1.963 €) und den Winterdienst an der Presover Straße (ca. 1.000 €).

Kleine Verkehrstaus sind hier an der Tagesordnng

Es gibt sicher schönere Wohnstraßen in Remscheid, breiter, ruhiger, nicht so steil und kurvig. Aber Remscheid liegt nun mal nicht in der rheinischen Tiefebene, sondern im Bergischen Land. Und das ist auch gut so. Und eine kleine Straße oberhalb des Morsbachtals wie „Volkeshaus“, die Verlängerung der Oberhölterfelder Straße talwärts, ist sicherlich allemal besser als die geräuschvolle Freiheitstraße, die noch ein paar Jahre auf ihren Flüsterasphalt wird warten müssen. Wenn „Volkeshaus“ (findet sich in meinem Navigator bundesweit nur ein einziges Mal) nur nicht so schmal wäre, dass an manchen Stellen zwei etwas breitere SUV oder Kleintransporter nicht aneinander vorbeikommen und ein Fahrer notgedrungen zurücksetzen muss.
Er kann dann nur hoffen, das nicht gerade in dem Moment zu tun, in dem ein dritter Wagen zum Überholen ansetzt, der in dem unübersichtlichen Straßenabschnitt nahe Haus Nr. 11 die Situation zu spät erkannt hat. Davon können die Anwohner so manche schräge Geschichte erzählen - und taten es gestern auch. Bei einem Ortstermin mit Bezirksbürgermeister Otto Mähler, an den auch als Mitglieder der Bezirksvertretung Alt Remscheid Beatrice Schlieper von den Grünen, Hans Lothar Schiffer (FDP) und Ilsedore Uibel (SPD) teilnahmen sowie Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann und seine Mitarbeiter Lars Schreckegast und Thorsten Bussmann.

Mähler und Beckmann waren sich einig: „Solche Straßen gibt es in Remscheid viele!“ Mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h und Durchfahrtserlaubnis für Lastwagen nur bis 3,5 Tonnen. Viele davon sind nur für Anlieger passierbar. „Volkeshaus“, wofür die beschriebenen Verkehrsbeschränkungen ansonsten ebenfalls galten, ist dagegen eine öffentliche Straße, d.h. sie ist für alle Verkehrsteilnehmer offen, nicht nur für die direkten Anlieger. Erkennbar war das gestern an den Nummernschildern der Fahrzeuge, die die Gruppe (meist schneller als 30 km/h) passierten: SG, LEV, W... Wer sein Navi im Auto nutzt oder sich auch ohne dieses gut auskennt, wisse „Volkeshaus“ als zulässigen (!) Schleichweg von uns nach Müngsten bzw. Wuppertal zu schätzen, berichtete den Kommunalpolitikern und Vertretern der Verwaltung Anwohner Friedhelm Schulze. Zusammen mit vier weiteren Bürgern hatte er sich schriftlich an den Bezirksbürgermeister gewandt und auf die Probleme hingewiesen.

Was aber dagegen tun? Ein Vorschlag war gestern, den engsten Teil der Straße durch Ampeln zu regeln. Oder noch weitere Verkehrsspiegel anzubringen. Am weitestgehenden (auch auf die längere Fahrtstrecke bezogen) war der Vorschlag, aus „Volkeshaus“ und Fürberger Straße im Verbund Einbahnstraßen zu machen, in welche Richtung auch immer. Doch dagegen erhob sich sogleich Protest: Das lasse motorisierten Anwohnern im Winter, wenn der Schneeräumdienst die kleine Straße noch nicht erreicht habe, keine Ausweichmöglichkeit mehr ("Dann sitzen wir womöglich fest!“).

Könnte noch die Möglichkeit bestehen, aus der Durchgangs- eine Anlieger-Straße zu machen. Da hatte Jürgen Beckmann zwar seine Zweifel, musste aber einräumen, den Grund dafür nicht zu kennen, warum die (vergleichbare) Fürberger Straße im unteren Bereich vor Jahren zur Anliegerstraße gemacht worden war. „Das werde ich überprüfen“, kündige er an. Beatrice Schlieper wünschte sich ein Ergebnis zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 11. Dezember. „Aber bitte nichts abbügeln, sondern sich um ein positives Ergebnis bemühen!“, gab sie den Männern vom Ordnungsamt mit auf den Weg.

Keine Spur mehr von alter Tankstelle und Waschanlage

Schon seit Dezember vorigen Jahres ist die Greyfield Real Estate GmbH, spezialisiert auf die Revitalisierung ungenutzter Industriebrachen, Eigentümer des rund  3200 Quadratmeter große Geländes an der Unterführung und der Neuenkamper Brücke, auf dem der Remscheider Mineralölhändler Hans-Joachim Dattner 1984 eine Großtankstelle mit der Waschstraße errichtete. Beides war im Frühjahr 2013 geschlossen worden, nachdem sich Dattner an der Neuenkamper Straße - deutlich vergrößert - in die Reihe der dortigen Tankstellen eingereiht hatte, auch mit einer moderneren und größeren Waschstraße. De alte Anlage verkam seitdem zum städtebaulichen Schandfleck.

Inzwischen hat ein Bagger die ausgediente Waschanlage und die Tankstellen-Gebäude oberhalb der Haddenbacher Straße abgerissen. Die Größe des Grundstücks ist erst jetzt wieder deutlich erkennbar. Greyfield will darauf einen dreigeschossigen Neubau auf Stelzen (für 80 überdachte Stellplätze) errichten. Dort will die Fit-Deutschland GmbH in Essen mit einem neuen Fitness-Studio einziehen, wie die Firma auf ihrer Internetseite bestätigt.