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Trecknase: Zweite Bauphase startet heute

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Heute in den frühen Abendstunden wird auf der Kreuzung Trecknase die zweite Baustellenphase vorbereitet. Am Freitagmorgen soll dann der Verkehr in weiten Teilen über fertig gestellte Straßenoberflächen laufen. Das jetzige Umleitungssystem bleibt fast unverändert bestehen. Lediglich die Fahrspuren werden von der alten Fahrbahnoberfläche auf die neu hergestellte Fläche „verlegt“.

Mit der zweiten Bauphase sind auch Änderungen verbunden. Hier die wichtigsten Neuerungen und Verbesserungen im Überblick.

  • Aus Bergisch Born kommend werden die beiden Fahrtrichtungen „Autobahn A1 Remscheid Innenstadt“ nach links und „Ringstraße nach Lennep“ nach rechts beampelt. Bisher galt dort „Vorfahrt gewähren“.
  • Ab Dienstag, 3. Juli, wird der Verkehr aus der Kölner Straße in Richtung Autobahn A1 beziehungsweise in Richtung Bypass wieder möglich. Hier erfolgt ein Einfädeln in den fließenden Verkehr über einen Einfädelungsstreifen. Gleichfalls kann ab dem 3. Juli aus der Ringstraße rechts in die Kölner Straße abgebogen werden.
  • Die Ausfahrt aus der Straße Trecknase auf die Borner Straße beziehungsweise in den Flurweg kann ab Freitag (29.06.) nur noch über eine Spur erfolgen. Denn auch hier wird ein Baufeld eingerichtet, weil Teile der Kreuzung Borner Straße/Trecknase/Flurweg hergestellt werden müssen.  
  • Während der Umbauarbeiten der Baustellenampeln und Schilder am Donnerstagabend (28.06.) beziehungsweise in der Nacht auf Freitag wird der Verkehr Schritt für Schritt umgestellt. Für diese Zeit wird um erhöhte Aufmerksamkeit und äußerste Vorsicht im Baustellenbereich gebeten.
  • Die neue Bushaltestelle auf der Borner Straße vor der Autowaschanlage in Fahrtrichtung Lennep wird ab Freitag (29.06.) in Betrieb genommen.
  • Die provisorische Bushaltestelle auf der Ringstraße Höhe Leverkuser Straße in Richtung Lennep bleibt erhalten.
  • Da die Ausfahrt aus der Kölner Straße wieder möglich ist, fahren die Busse wieder in Richtung Remscheid und Bergisch Born über die Kölner Straße.  
  • Über Änderungen im Busfahrplan informieren die Stadtwerke im Fahrplanaushang.

Alle Verkehrsteilnehmenden werden gebeten, die Baustelle Trecknase vor allem in den ersten Tagen nach der Umstellung der Verkehrsführung mit großer Sorgfalt und Rücksicht zu durchfahren. 

Mehr P&R-Parkplätze in Lennep statt Gewerbeflächen?

Die CDU-Fraktion hat zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 28. Juni, zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 5. September sowie zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 6.September den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Vermarktung der Gewerbeflächen (Grundstück 9 und 10) im Gewerbegebiet am Lenneper Bahnhof stoppen und die Einrichtung von P&R-Parkplätzen prüfen einschließlich der Frage nach Fördermitteln. Diese beiden Grundstücke sind insgesamt ca. 8.735 Quadratmeter groß.

„Die Parksituation am Bahnhof Lennep ist äußerst angespannt. Die Verwaltung hat sich im Stadtentwicklungsausschuss dafür ausgesprochen, die noch freien Flächen am Bahnhof Lennep zu vermarkten. Grundsätzlich sieht die CDU-Fraktion die Erschließung neuer Gewerbegebiete positiv. In diesem konkreten Fall haben wir aber Bedenken“, heißt es im Antrag der CDU. „Der Parkdruck im Bereich des Bahnhofs Lennep ist enorm. Daher sollte die Vermarktung der freien Flächen zurückgestellt werden. Eine Verkehrswende gelingt uns nur, wenn eine Vernetzung verschiedener Formen des Individualverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs gelingt. Lennep braucht daher in der Nähe des Bahnhofs weitere Parkflächen. Zurzeit sei es häufig so, dass schon am frühen Morgen  eine langwierige Parkplatzsuche nötig sei. Dies belaste die Nerven der Autofahrer, aber auch die Umwelt. Die CDU versteht ihren Antrag folglich als „ einen kleinen Baustein für eine kommunale Unterstützung der Mobilitätswende“.

Die Remscheider SPD reagierte darauf prompt: „Parkflächen statt Gewerbe – nicht mit uns!“, überschrieb sie gestern eine Pressemitteilung. „Da bemühen wir uns seit Jahren ausreichend Gewerbeflächen zu schaffen, und dann kommt die CDU mit einem Antrag um die Ecke, der das alles zu Nichte machen soll“, stellt darin der stellvertretende Fraktionsvorsitzende York Edelhoff fest. „Hinzu kommt, dass bereits ein Antrag zur Erweiterung der P&R-Parkplätze von SPD, GRÜNEN, FDP und W.i.R. gestellt wurde“. Den stellten die Ratsfraktionen und Gruppen im März 2016, um den möglichen Engpässen entgegenwirken; sie empfahlen eine frühzeitige Planung zur Erweiterung der Parkflächen. Und im April 2017 folgte ihr Antrag zur Bedarfsermittlung und Bedarfsprognose der Parkflächen an den Bahnhöfen. Denn es hatte sich gezeigt, dass die dortigen Park-Kapazitäten  unter der Woche ausgeschöpft sind. „Viele Pendler nutzen die ausgewiesen P+R Parkplätze, um in öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, oder sie nutzen die Parkplätze für Mitfahrgelegenheiten“, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung der SPD. Zitiert wird darin Sven Wolf, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD, mit den Worten: „Wir wissen, dass sich die Parksituation an den angesprochenen Bahnhöfen nicht verbessert hat. Nach wie vor ist festzustellen, dass die Kapazitäten unter der Woche ausgeschöpft sind. Jedoch wäre es ein falsches Zeichen, die ohnehin geringen Gewerbeflächen in Parkflächen umzuwandeln“.

Chancen der historischen Brücken auf Welterbe-Status

Weltkulturerbe: Brückenkongress in Portugal“, überschrieb der Waterbölles am 7. Juni die Pressemitteilung der Stadt Remscheid, dass die portugiesischen Nachbarstädte Porto und Vila Nova de Gaia vom 21. bis 23. Juni Gastgeber des zweiten internationalen Fachkongresses WORD HERITAGE CONGRESS zu den stählernen Großbogenbrücken des späten 19. Jahrhunderts seien, die es als Weltkulturerbe in den nächsten zehn bis 15 Jahren auf die renommierte UNESCO-Liste schaffen sollen: die Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, der Ponte San Michele in Italien, das Garabit-Viadukt in Frankreich und die Müngstener Brücke in Deutschland. Zu der bergischen Delegation, die inzwischen aus Porto frohen Mutes zurückgekehrt ist, gehörten Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Remscheids Technischer Beigeordneter Peter Heinze. Denn nach ihren intensiven Gesprächen in der portugiesischen Hafenstadt, darunter auch der portugiesische Premierminister António Costa und Kulturminister Luis Filipe Castro Mendes, sehen sie die Welterbe-Bewerbung auf einem guten Weg. „Der Premier ist beeindruckt von der Idee und der partnerschaftlichen internationalen Energie, die in dieser gemeinsamen Bewerbung steckt“, freut sich Tim Kurzbach. „Er will das Projekt sehr genau im Auge behalten. Wir nehmen aus Porto also zusätzlichen Rückenwind mit.“ Zumal Kulturminister Luis Filipe Castro Mendes den Bergischen zusagte, das Gespräch mit seiner deutschen Kollegin in Berlin suchen und so für das Projekt eintreten zu wollen.

Die Unterstützung der Portugiesen ist für einen Erfolg des Vorhabens unabdingbar. Denn über deren Tentativliste sollen die Müngstener Brücke und die anderen Bauwerke auf die Liste der UNESCO gelangen - in einer Art Huckepack-Verfahren. In Deutschland, Italien und Frankreich wären die Aussichten deutlich geringer. Denn deren Listen sind erst vor kurzem aktualisiert worden.

Zusätzlicher Rückenwind aus Porto auch deshalb, weil mit Portos Nachbarstadt Vila Nova de Gaia und Saint Flour in Frankreich jetzt auch die letzten verbliebenen Brücken-Kommunen der Bewerbung beigetreten. Eine weitere Brücke aus Albi in Frankreich soll hinzukommen. Und dass die Bahn-Gesellschaften aus Deutschland und Italien sich schriftlich bereiterklärt haben, das Welterbe-Vorhaben zu unterstützen, spornt Peter Heinze weiter an: „In den Tagen von Porto haben wir einen großartigen Spirit erlebt, der uns weitertragen wird. Ich freue mich jetzt schon auf den 3. Welterbe-Kongress im kommenden Jahr in Italien. Bis dahin werde ich mich überall in Remscheid für diese Bewerbung stark machen.“ Der Beitritt der französischen und portugiesischen Eisenbahn-Eigentümer gilt als nächster Schritt und ist als Ziel für das Jahr 2019 formuliert. Die Deutsche Bahn werde hierfür Dampf machen, wurde mit der Unterschrift von Porto angekündigt.

Aber auch die beteiligten Kommunen wollen auf der Arbeitsebene das Tempo ankurbeln. In Porto wurde vereinbart, dass Solingen jetzt dafür die Federführung übernimmt und im engen Austausch mit den Partnern in den kommenden Monaten die Organisationsstruktur aufgebaut. Für Herbst wurde bereits ein Treffen in Solingen vereinbart.

Bis zum dritten Welterbe-Kongress 2019 in Italien sollen auch die beiden Bahn-Gesellschaften Frankreichs und Portugals ins Boot geholt worden sein. Ein weiteres Ziel der Bergischen ist der Aufbau eines internationalen Netzwerks, bestehend aus Experten, die von der Bedeutung der herausragenden Eisenbahn-Brücken überzeugt sind. Beim Bau dieser Brücken hätten sich die Erbauer noch als Konkurrenten gefühlt („Schneller, weiter höher!“), sagte Peter Heinze gestern im Gespräch mit dem Waterbölles. Zugleich aber hätten sie voneinander gelernt. Denn der technische Standard dieser nach einander entstandenen sei von Mal zu Mal besser geworden. Nunmehr könnten die Brücken aus den beteiligten Kommunen „eine Gemeinschaft in europäischem Geist  schmieden“. Daraus könnten durchaus eines Tages auch Städtepartnerschaften entstehen, meinte der Baudezernent. Vorab jedenfalls Experten-Workshops zu städtebaulichen und/oder verkehrsplanerischen Fragestellungen. Konkretes Beispiel: Wie lässt sich die Umgebung der historischen Brücken für Touristen so gestalten, dass sie diese nicht nur auf der Talsohle, sondern auch in der Höhe gut erreichen können.

Auf der Tagung in Porto oblag es Peter Heinz, die Müngstener Bücke näher vorzustellen, „ ein technisches Meisterwerk der Baupioniere“, wie er betonte. Mit 107 Metern ist sie immer noch die höchstgelegene Eisenbahnbrücke Deutschlands, und während der Bauzeit hatte die Stahlbogenkonstruktion die größte Spannweite (170 m). Der Brückenschlag zwischen Remscheid und Solingen war damals vor allem von den Remscheider Unternehmerschaft gefordert worden. Die neue Eisenbahnstrecke ersparte einen 44 Kilometer langen Transportweg und verkürzt die Reisedistanz auf acht Kilometer. Peter Heinze: „Bis heute ist die Brücke eine direkte Verbindung von Remscheid zum Rheingebiet einschließlich Duisburg oder Rotterdam Hafen - und schließlich ist sie eine Verbindung zur Welt, eine Schlüsselinfrastruktur für die Entwicklung der Industrieregion "Bergisches Städtedreieck" Solingen - Remscheid - Wuppertal“ mit exportorientierten, metallverarbeitenden Industrie.“ Zugleich sei sie aber auch ein authentisches Wahrzeichen, das die Leistungen der Pioniere der Stahlbreitbogenbrücken Ende des 19. Jahrhunderts. In den zurückliegenden 120 Jahren sei die Müngstener Brücke für die neuesten Standards des öffentlichen und industriellen Eisenbahntransports ohne tiefgreifende

Und zum Werbekulturerbe-Projekt sagte Heinze in Porto: „Die einzige Brücke, die zum Weltkulturerbe gehört, ist die Coalbrookdale-Brücke, die etwa hundert Jahre früher als unsere Brücken auf Gusseisenbasis gebaut wurde. Daher glauben wir, dass unser gemeinsames Projekt eines seriellen, transnationalen Welterbes gute Chancen haben wird, in die Welterbeliste aufgenommen zu werden, zumal die Kategorie des industriellen und kulturellen Erbes auf der Liste unterrepräsentiert ist. Es wird ein langer Weg sein - aber ich bin mir sicher, dass es für diese große Bogenbrücken des 19. Jahrhunderts in Europa ein würdiger Weg sein wird“

Neuer Schilderbaum am Bahnhof zu den Partnerstädten

Auf ein „nicht mehr aktuelles Hinweisschild zu den Remscheider Städtepartnerschaften“ an der Stadtgrenze zu Wuppertal machte in der Ratssitzung im März 2017 Jens Peter Nettekoven (CDU) aufmerksam: „Da fehlen so einige!“ Am, 7. September 2017 folgte der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, die Verwaltung möge die auf die Partnerstädte und Städtefreundschafen hinweisenden Schilder an den Ortseingängen erneuern. Derzeit sind zwölf Standorte an städtischen Straßen bzw. solchen in der Zuständigkeit des Landesbetriebes ausgewiesen, an denen entsprechende Schilder installiert sind bzw. sein sollten. Denn teilweise sind dort gar nicht mehr vorhanden. Und die anderen „befinden sich in desolatem Zustand“, wie es in einer Vorlage der Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 21. Juni heißt. Darin wird als Alternative ein Schilderbaum vorgeschlagen mit je einem Schild pro Partnerstadt, jeweils in die entsprechende Richtung weisend. Als zentraler Standort hierfür böte sich der Fußgängerbereich des Remscheider Hauptbahnhofes an. Erste Kostenschätzungen sprechen von 22.000 bis 25.000 € ohne Montage. Ansonsten könne – basierend auf den alten Schildern und Standorten – ein sogenanntes „Standschild“ erstellt werden mit einzelnen Schilderelementen untereinander. Dieses Schild könne dann an allen zwölf Standorten (soweit der Landesbetrieb die erneute Aufstellung der Schilder genehmigt) die alten Hinweisschilder ersetzen.

Mit dem Vorschlag eines Schilderbaumes griff die Verwaltung Hinweise aus der Bürgerschaft auf. Im März legte sie beiden Möglichkeiten incl. entsprechender Planskizzen dem Ältestenrat vor mit der Bitte, ein Stimmungsbild innerhalb der Fraktionen und Gruppen einzuholen. „Die mehrheitliche Anzahl der Rückmeldungen hat sich für die Errichtungen eines zentralen Schilderbaumes ausgesprochen“, heißt es nun in der Vorlage. „Insofern bittet die Verwaltung um einen entsprechenden Beschluss, der den Beschluss vom 7.9.2017 ersetzt.“

Den Vorteil eines Schilderbaumes sieht die Stadt darin, dass „die Remscheider Bürgerinnen und Bürgern und die Menschen aus der Umgebung die Möglichkeit hätten, sich in Ruhe mit unseren Partnerstädten und Städtefreundschaften auseinander zu setzen. Durch die Größe des Schildes, die mit den Länderfarben gefüllten Pfeile und die Kilometerzahl in Richtung des jeweiligen Landes“ und den Fußgängerverkehr am Bahnhof und am neuen Kino sei „sicherlich eine deutlich bessere Wahrnehmung der Inhalte möglich“. Auch führe der Wegfall der Schilder an den Ortseingängen zu einer Verminderung des Schilderwaldes und erleichtere künftige Kontroll- und Pflegearbeiten. Bei einem positiven Beschluss plant die Verwaltung die Einweihung des Schilderbaumes zum Tag der Vereine im September in Anwesenheit der Vertreterinnen und Vertreter aus den Partnerstädten.

Ab heute eingeschränkter Zugverkehr

Pressemitteilung der Abellio GmbH

Aufgrund eines unwetterbedingten Hangrutsches zwischen Solingen und Remscheid ist die Strecke der S-Bahn-Linie S7 zwischen Solingen Hbf und Remscheid Hbf seit Sonntag, 10. Juni, in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Bislang verkehrte ein Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) auf dem gesperrten Streckenabschnitt. Der Abellio Rail NRW als Betreiberin der Linie S7 und der DB Netz AG als Verantwortliche für die Schieneninfrastruktur ist es gestern in intensiver und konstruktiver Zusammenarbeit gelungen, bereits ab Mittwoch, 13. Juni, 4:52 Uhr, wieder einen provisorischen Zug-Pendelverkehr zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth einzurichten.

Aufgrund der noch in Reparatur befindlichen Signaltechnik darf sich immer nur ein Zug zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth befinden, der hier im Stundentakt pendelt und zwischen Güldenwerth und Remscheid Hbf einen Anschluss auf die SEV-Busse herstellt. In Solingen besteht mit wenigen Ausnahmen in den Abendstunden ein Anschluss der S7-Pendelzüge von der/an die S 1. Die Pendelzüge der S7 können nur ein Streckengleis benutzten und verkehren deshalb zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth an allen Unterwegshalten in beiden Fahrtrichtungen jeweils vom Abfahrtsbahnsteig in Richtung Solingen.

Alle anderen fahrplanmäßigen Fahrten der S 7 werden zwischen Remscheid Hbf und Solingen Hbf weiterhin mit einem durchgehenden Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Die Instandsetzungsarbeiten an der Hangrutschstelle beim Büchener Tunnel nahe Remscheid-Güldenwerth werden aktuell fortgesetzt, ein genauer Endtermin steht derzeit noch nicht fest. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ verfügbar. Fahrgästen wird empfohlen, für die Strecke Remscheid - Solingen den provisorischen Pendelverkehr der Abellio Rail NRW zu nutzen. Fahrgäste, die den Umweg über Wuppertal nach Remscheid/ Solingen wählen, brauchen dafür einen entsprechend gültigen Fahrausweis.

Kirchhofstraße: Eine Stunde länger parken?

„Die Parkzeit in der Kirchhofstraße ist in den letzten Jahren nicht verändert worden“, trat die Verwaltung gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid einer anderslautenden Vermutung entgegen: „Nach den Recherchen der TBR beschloss die BV Sitzung am 13.März die Demontage des Parkscheinautomaten (dieser stand unmittelbar neben der Zufahrt zur öffentlichen Tiefgarage in der Kirchhofstraße) und statt dessen die Einführung einer Parkscheibenregelung wie im unteren Teil (am Friedhof) der Kirchhofstraße. Also gab es dort (Bereich Friedhof) zu dieser Zeit bereits eine Parkscheibenregelung. Die Parkzeit ist zwischenzeitlich nicht verändert worden.“

Sigmar Paeslack (SPD) regte gestern an, die einstündige Parkzeit um eine weitere Stunde zu verlängern, da Teilnehmer von Beerdigungen und andere Friedhofsbesucher ansonsten womöglich ein Knölchen riskierten. Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann hielt entgegen, für längere Parkzeiten gebe es das nahe Parkhaus, und eine Parkzeit von zwei Stunden - je nach Einstellung der Parkscheibe auch 2,5 Stunden - rege eher zum Dauerparken an durch Nachstellen der Parkscheibe. Nun soll sich die "Verkehrsbesprechung"des Themas annehmen.

Straßenbau für Kita womöglich vergessen?

„Neue Kita an der Fritz-Ruhrmann-Straße“, titelte der Waterbölles am 20. Januar, nachdem Volksbank-Architekt Andreas Bona im Jugendhilfeausschuss (JHA) erste Entwürfe des zweigeschossigen, barrierefreien Kita-Neubaus vorgestellt hatte, den die Volksbank als Investor des Trägers Initiative Jugendhilfe e.V. dort errichten will. Die neue, viergruppige Kindertagesstätte soll den in Lüttringhausen zurzeit bestehenden Bedarf an weiteren Kita-Plätzen  (91) weitgehend decken.  

In diesem Sommer könne mit dem Bau begonnen werden, sagte Bona damals. In einer Mitteilungsvorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen am 13. Juni geht die Verwaltung auf den Beginn der Bauarbeiten nicht ein, sondern verweist darauf, dass zunächst das Kita-Grundstück durch eine neue Zufahrtsstraße von 50 Metern Länge mit der Straße „Klauser Delle“ verbunden werden müsse. Man habe verwaltungsintern abgestimmt, „dass zunächst der Straßenausbau durchgeführt und auf der Basis der anschließenden Schlussvermessung das Planungsrecht auf der Grundlage von §125(3) Baugesetzbuch angepasst wird. Hierzu wird es dann eine weitere Vorlage durch die entsprechende Fachabteilung geben.“

Weiter heißt es in der Vorlage: „Die Straße wird als „Sackgasse" mit einem Wendekreis mit 20 m Durchmesser ausgeführt, um auch größeren Fahrzeugen (z.B. Anlieferung, Müllfahrzeuge) das Wenden zu ermöglichen. Ebenfalls sind zehn Stellplätze in Betonpflaster vorgesehen, um die Andienung für die Kindertagesstätte komfortabler zu gestalten. (...) Der Straßenausbau ist von der Stadt Remscheid durchzuführen. Die Gesamtkosten werden schätzungsweise 150.000 € betragen. Derzeit wird die Finanzierung verwaltungsintern abgestimmt, damit die Mittel verfügbar gemacht werden können. Anschließend wird es eine separate Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss geben. Die Finanzierung der Straße wird in einer gesonderten Dringlichkeitsvorlage erörtert, da der Ausbau bislang nicht im Ergebnis- und Finanzplan enthalten sind.“

Da stellte sich für den „unbedarften Laien“ die Frage, warum zwischen der Mitteilung im Jugendhilfeausschuss und dieser in der BV Lüttringhausen sechs Monate vergehen mussten. Hatte man den notwendigen Straßenbau vielleicht vergessen? Sommerfang ist bekanntlich am 21. Juni.

Wasserstoff für die Linienbusse ist unrealistisch

Die Remscheider Stadtwerke haben die Anfrage der Linken  zu „Brennstoffzellen-Busse für Remscheid" abschlägig beschieden. Zur Sitzung  des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 19. Juni teilen sie mit, dass in Wuppertal zwar eine Wasserstofferzeugungsanlage geplant sei, aber zu weit von den Remscheider Verkehrsbetrieben, um eigene Brennstoffzellen-Busse dort betanken zu können. Das wäre unwirtschaftlich. Im Übrigen würde der Bau einer eigenen Wasserstofferzeugungsanlage „die finanziellen Möglichkeiten des Verkehrsbetriebes weit überschreiten. Die Anschaffung von Brennstoffzellenfahrzeugen (ca. eine Million €) beträgt trotz Förderung ein Vielfaches eines Euro-Vl-Dieselbusses (ca. 220.000 €).“ Die anfallenden Infrastrukturkosten seien hierbei noch gar nicht berücksichtigt.

Frage der Linken: Ist eine Erweiterung der bestehenden Solarstromanlage auf dem Gelände der Stadtwerke Remscheid möglich, um Wasserstoff für den Betrieb von Bussen für den ÖPNV herzustellen?

Antwort: „Die die Kapazität der Solarstromerzeugungsanlage (PV-Anlage) des Verkehrsbetriebes würde auf keinen Fall ausreichen, Wasserstoff für den Busverkehr zu produzieren. Die durchschnittlich erzeugte Jahresarbeit der PV-Anlage im Verkehrsbetrieb beträgt ca. 20.000 kWh/a. Ein Linienbus verbraucht im Jahr durchschnittlich ungefähr 23.500 I Diesel. Der Energieinhalt des jährlich verbrauchten Diesels beträgt damit rund 235.000 kWh. Wenn man sämtliche Aspekte wie Umwandlungs- oder Wirkungsgradverluste außer Acht lässt, ergibt sich die Notwendigkeit von mindestens zwölf PV-Anlagen, nur um einen Bus mit Wasserstoff ein Jahr lang betreiben zu können. Realistisch wird dieser Wert viel höher ausfallen, da allein die Erzeugung von Wasserstoff aus Strom einen Wirkungsgradverlust von min. 30 Prozent mit sich bringt. Bleibt man aber erst einmal bei den zwölf Anlagen, werden daraus bei der Busflotte mit 90 Bussen rund 1.100 Anlagen, um alle Busse mit Wasserstoff zu betreiben. (...)“

Die Verkehrsbetriebe in Remscheid verweisen des Weiteren auf enge Kontakte, u. a. zu den Nachbarunternehmen wie z. B. WSW, VER, SWS und den Hagener Straßenbahnen. Durch regelmäßigen Erfahrungs­austausch sei man über deren Vorhaben informiert. „Wir beobachten die Entwicklung neuer Technologien, die den Einsatz umweltfreundlicher und klimaschonender, alternativer Antriebe beschleunigen.“ Um die Umwelt zu schonen und die Schadstoffemissionen zu reduzieren, würden die Fahrer/innen mit einer Software der Firma Kienzle/MixTelematics darin unterstützt, wirtschaftlich sowie umwelt- und materialschonend zu fahren. „Auf diesem Weg sparen wir Kraftstoff ein und reduzieren den CO2- und NOx-Ausstoß.“ Angestrebt werde der von Bussen mit den umweltfreundlichsten Euro VI Motoren, wenn möglich als Euro Vl-Mild-Hybrid-Antrieb. So wolle man in den kommenden fünf Jahren fast 50 die Hälfte des Bus-Parks erneuern. Und: „Wir prüfen zurzeit die Nachrüstungsmöglichkeit einiger älterer Busse mit einem noch effizienteren Abgasreinigungssystem, das die Schadstoffe im Abgas reduziert.“

„Abweichungen vom Fahrplan" leicht untertrieben

Straßensperrung in Unterburg (seit Monaten), Straßensperrung zwischen Gerstau und Cronenberg (ab Montag), und jetzt das: Streckensperrung für den Müngstener (S 7) für die nächsten vier bis sechs Wochen zwischen Remscheid und Solingen.

Das bestätigte dem Waterbölles soeben Julia Limia y Campos, die Pressesprecherin des Streckenbetreibers Abellio, nachdem in den Medien zuvor widersprüchliche Meldungen aufgetaucht waren. In der Nacht war ein mit drei Mitarbeitern und einem Fahrgast besetzter Zug In einer Kurve einachsig aus den Gleisen gesprungen und schwer beschädigt liegengeblieben. Starkregen hatte mehrere Versorgungsleitungen, die sonst unter den Gleisen verlaufen, an die Oberfläche gedrückt. Die Leitungen hätten quer über den Gleisen gelegen, berichtete Julia Limia y Campos, und ein Baum habe die Gleise ebenfalls blockiert. Erst am Nachmittag habe Abellio den havarierten Triebwagen bergen können.

Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Die Abellio-Verkehrsmeldung von Abellio im Internet von 15:22 Uhr las demgegenüber sich noch etwas kryptisch: „Wegen einer Störung an der Streckeninfrastruktur kommt es auf dem Streckenabschnitt zwischen Remscheid und Güldenwerth zu Abweichungen vom Fahrplan.“

Kein direkter Weg mehr nach Cronenberg

Pressemitteilung der Stadt Wuppertal

Ab Montag, 11. Juni, wird die Hastener Straße im oberen Bereich Richtung Wuppertal-Cronenberg wegen Gasleitungsarbeiten der Wuppertaler Stadtwerke gesperrt. Eine Durchfahrt von Remscheid nach Wuppertal-Cronenberg ist ab der Kreuzung Hastener Straße und Kleinenhammerweg dann nicht mehr möglich. Ab Montag, 11.06.2018, wird die Hastener Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Während der etwa 14 monatigen Bauzeit verlegen die WSW Energie & Wasser AG von der Einmündung Hauptstraße bis Hastener Straße 82 Kanäle und führen Arbeiten an Gashochdruckleitungen durch. Ebenso wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Wuppertal in dem betroffenen Bereich ein Straßenausbau durchgeführt. Die Andienung der anliegenden Gewerbebetriebe an der Hastener Straße kann dann nur noch von der Straße Morsbachtal erfolgen. Die Durchfahrt von Remscheid nach Cronenberg ist nicht möglich.

Währen der ersten fünf Monate stehen auf der Wuppertaler Hauptstraße nach Gerstau im Einmündungsbereich Hastener Straße in jeder Fahrtrichtung nur eine Fahrspur zur Verfügung. Auch die Cronenfelder Staße ist vom Schulweg bis zur Einmündung der Hastener Straße nur als Sackgasse befahrbar. Umleitungen für die Verkehre aus Richtung Remscheid mit Ziel Cronenberg werden linksabbiegend über das Morsbachtal in Richtung Müngsten, auf die L74 Fahrtrichtung Wuppertal geführt um dann der Beschilderung Richtung W- Cronenberg zu folgen. Der Verkehr mit Fahrtziel Elberfeld wird rechtsabbiegend über das Morsbachtal bis zur Ronsdorfer Straße im weiteren Verlauf über Stollen und Remscheider Straße wieder auf Wuppertaler Stadtgebiet geleitet. Von hier kann der Beschilderung Richtung W-Elberfeld gefolgt werden.

Der Verkehr von Wuppertal mit Fahrtziel Remscheid wir über die Hauptstraße, Solinger Straße, Wahlert und Am Jakobsberg auf die L74 Richtung Müngsten geleitet um von hier der Beschilderung zu folgen. In Gegenrichtung Hauptstraße, Hahnerberger Straße, Jägerhofstraße auf die L418 Richtung Lichtscheid um von hier der Beschilderung zu folgen.

Nach den ersten fünf Monaten soll die Hauptstraße wieder frei befahrbar sein. Auch die Cronenfelder Straße wird wieder geöffnet. Die Durchfahrt der Hastener Straße Richtung Remscheid und auch in Gegenrichtung bleibt den Rest der Bauzeit gesperrt.