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Bewohnerparken an der Metzerstraße in Aussicht

Seit vielen Jahren forderten Anwohner der Metzer Straße und der Umgebung ein Bewohnerparken gefordert, da der knapp bemessene Parkraum von Schülern und Lehrern der angrenzenden Schulen in Anspruch genommen werde. Jetzt hatte die Verwaltung ein Einsehen und teilte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd mit, der Wunsch sei nachvollziehbar, „da sich das Problem im Laufe der Zeit weiter verschärft“ habe. Daher wurde vorgeschlagen, für die Metzer Straße eine Bewohnerparkregelung einzurichten. Und: „Sofern sich später Verlagerungseffekte in die angrenzenden Bereiche ergeben sollten, kann die Bewohnerparkzone später erweitert werden.“

Das beschilderte Bewohnerparken soll auf der Metzer Straße, der Spichernstraße, im östlichen Teil der Sedanstraße (ab Haus-Nr. 61, bzw. 64) und im östlichen Teil der Wörthstraße (ab Haus-Nr. 19) eingerichtet werden für die Zeit von 8 bis 18 Uhr (montags bis freitags) bzw. 8 bis 14 Uhr (samstags) mittels Parkscheiben und einer Höchstparkdauer von zwei Stunden. Auf der Metzer Straße soll es im Übrigen – im Rahmen der präventiven Schulwegsicherung –so genannte. „Eltern-Kind-Haltestellen“ geben. Bei zustimmendem Beschluss der Bezirksvertretung  will die Straßenverkehrsbehörde Kontakt zur Schulleitung aufnehmen, um die Einrichtung der „Eltern-Kind-Haltestelle“ zu begleiten. Die BV will in der nächsten Sitzung am 3. April über den Vorschlag der Verwaltung entscheidet. Die Sitzung beginnt um 17.30 Uhr in der Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße.

Wer macht mit bei der Kindermeilenkampagne?

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid lädt alle Kindertageseinrichtungen und Schulen zur Teilnahme an der Kindermeilenkampagne ein. Die Kampagne wird seit 2002 jährlich durch das Klimabündnis durchgeführt. Seither haben über zwei Millionen Kinder aus 37 Ländern teilgenommen und gemeinsam 27 Millionen „Grüne Meilen“ gesammelt. Die Stadt Remscheid hat bereits an der Aktion teilgenommen und plant nun eine weitere Aktion. Dabei setzen sich Kinder bis zur 6. Klasse mit den Themen Nachhaltigkeit, Klima und Verkehr auseinander, indem sie sogenannte „Grüne Meilen“ sammeln. Eine „Grüne Meile“ steht für einen Weg, der klimafreundlich zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde. Die Kinder erproben dabei alternative Verkehrsmittel zum Elterntaxi und entdecken ihre eigene Mobilität sowie ihre Umgebung bewusst.

Kindertagesgruppen und Schulklassen können zwischen dem 1. April und dem 30. Juni teilnehmen. Sie entscheiden selbst, wann und wie lange sie mitmachen wollen. Es wird empfohlen, mindestens sieben Tage lang „Grüne Meilen“ zu sammeln. Detaillierte Vorschläge für Lerneinheiten und Spielideen gibt es in einem Begleitheft, das von der Stadt Remscheid für alle teilnehmenden Einrichtungen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Auch bei der Umsetzung einzelner Aktionen gibt es bei Bedarf Unterstützung durch die Klimaschutzmanagerin Nicole Schulte (Tel. RS 163344, E-Mail nicole.schulte@remscheid.de">nicole.schulte@remscheid.de). Am Ende des Projektes werden die Kinder ihre eigenen Ideen und Wünsche für den Klimaschutz im Remscheider Rathaus vorstellen.

Der Verkehr an den Karnevalstagen in Lennep

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Gleich mehrere Karnevalsveranstaltungen in Remscheid-Lennep haben Auswirkungen auf die Verkehrsregelungen in der Zeit vom 24. Februar bis längstens 7. März. Auf der Robert-Schumacher-Straße wird ab dem 25. Februar ein Festzelt der Lenneper Karnevalsgesellschaft e. V.  aufgebaut. Dafür ist die Sperrung der P+R Parkplätze erforderlich. Hier wird ab Sonntag, 24. Februar, 18 Uhr, ein absolutes Haltverbot angeordnet. Die Robert-Schumacher-Straße kann nicht mehr durchgängig befahren werden, die Zufahrt zu den ortsansässigen Geschäften ist aber weiterhin über die Alte Kölner Straße möglich. Als Ersatz der wegfallenden P + R Parkplätze in der Robert-Schumacher-Straße werden im Bereich der Straße Am Johannisberg sowie in der Düstergasse die regulären zeitlichen Beschränkungen vorübergehend aufgehoben.

Der traditionelle Rosenmontagszug setzt sich am 4. März um 14.11 Uhr in Bewegung. Die Aufstellung des Zuges erfolgt ab 12 Uhr auf der Albrecht-Thaer-Straße. Von dort startet der Zug über die Strecke Hardtstraße -Thüringsberg - Poststraße - Kölner Straße - Ringelstraße – Leverkuser Straße - Rotdornallee - Kölner Straße – Bahnhofstraße und endet in der Straße Düstergasse. Für die Zugaufstellung wird die Albrecht-Thaer-Straße ab Einmündung Drosselsang ab 12 Uhr voll gesperrt. Alle weiteren Einmündungen, die auf die Zugstrecke treffen, werden für den Fahrzeugverkehr ab 13 Uhr gesperrt. Die Haltverbote auf der gesamten Wegstrecke des Zuges gelten am 4. März ab 12 Uhr. An diesem Tag wird zur Aufrechterhaltung des ÖPNV in der Hermannstraße in Fahrtrichtung Kölner Straße von der Einmündung Leverkuser Straße bis zur Kölner Straße  ein absolutes Halteverbot erhalten für die Zeit von 11 bis 18 Uhr. Die Haltestellen „Kreishaus“ in Fahrtrichtung Remscheid werden auf der Kölner Straße verlegt. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, die Veranstaltungsbereiche zu umfahren.

Die Ordnungsbehörde bittet darum, die ausgeschilderten Haltverbote unbedingt zu beachten. Falschparker werden noch vor der Veranstaltung abgeschleppt. Im Interesse aller gilt es, einen sicheren Ablauf der Karnevalsveranstaltungen zu gewährleisten. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Neuer Hinweis auf Werkzeugmuseum am Eisernstein

„Die bestehende Großwegweisung im Bereich der Kreuzung Eisernstein musste, da sehr desolat und kaum noch erkennbar, erneuert werden“, teilte die Verwaltung der Bezirksvertretung Lüttringhausen mit. Inhaltlich hätten sich gegenüber dem Altbestand keinerlei Änderungen ergeben, außer dass die Schilder nun retroreflektierend und nicht mehr innenbeleuchtet seien. Und an die Stelle des bisherigen Hinweises auf das „Heimatmuseum“ in Hasten sei nun „Deutsches Werkzeugmuseum“ getreten. Das gehörte bisher nicht zur so genannten Großwegweisung am Eisernstein. „In einer sehr umfangreichen Abstimmung im Jahr 2001 zwischen Politik und Verwaltung, in der u. a. auch die Bezirksvertretung Lüttringhausen beteiligt war, wurde auf Hinweise auf das Deutsche Röntgenmuseum  an dieser Stelle verzichtet. Die sogenannte Zielspinne für das Museum fängt erst an den beiden Autobahnanschlüssen 95 a (Remscheid-Lennep) und 95 b (Remscheid) an, d.h. ab diesen Standorten gibt es eine innerörtliche Wegweisung  – touristischer Hinweis: braune Schilder – zu dem Museum“, so die Stadtverwaltung.

Arbeitsgruppe soll Züge nach Düsseldorf ermöglichen

In einer Resolution plädierte der Rat der Stadt Remscheid im September 2018  für Züge nach Düsseldorf und Köln: „Der VRR wird aufgefordert, die von uns geforderte und vom VRR in Aussicht gestellte Direktverbindung von Remscheid nach Düsseldorf umzusetzen. Gleichzeitig muss gemeinsam mit dem VRS die Direktverbindung nach Köln vorangetrieben werden.“ Zuvor bereits hatte der Kreis Mettmann gemeinsam mit den Städten und Verkehrsbetrieben im bergischen Städtedreieck eine regelmäßige Direktverbindung der S-Bahn 7 nach Düsseldorf befürwortet.

Martin Husmann, bis Ende 2018 Vorstandssprecher des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), hatte im Januar vergangenen Jahres vor dem Haupt- und Finanzausschuss Rat und Verwaltung Hoffnungen auf eine Direktverbindung von Remscheid nach Düsseldorf gemacht: Diese sei fahrplantechnisch möglich und würde die Reisezeit von 51 Minuten auf 40 Minuten reduzieren. Die Beschaffung der zusätzlich notwendigen Fahrzeuge müsse der Streckenbetreiber Abellio kalkulieren. Eine Direktverbindung von Remscheid über Solingen nach Köln sah Husmann dagegen damals wegen der „sehr dichten Trassenbelegung“ zwischen  Solingen und Deutz und dem „Nadelöhr Hohenzollernbrücke“ nicht.

Was folgte war eine Absage: Mit Schreiben vom 21. August 2018 teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr mit, dass die vom VRR zu tragenden Kosten, insbesondere für die zusätzliche erforderliche Fahrzeugbeschaffung, so hoch seien, „dass eine Umsetzung aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen nicht möglich ist“. Aus einer Direktverbindung würden sich jährliche Mehrkosten von rd. 1,1 Mio. € bzw. über drei Mio. € ergeben, „für die aktuell keine Finanzmittel zur Verfügung stehen“. Diese Ausgaben wären „aufgrund der negativen verkehrlichen Auswirkungen auch nicht zu rechtfertigen“. Kein Verständnis für Position des VRR-Chefs zeigte damals Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Er werde im neuen Jahr „die von allen als notwendig erachteten Direktverbindungen nach Düsseldorf und nach Köln weiterverfolgen“, kündigte er im November an. Er habe sich diesbezüglich auch mit der Bezirksregierung Düsseldorf verständigt, die das Vorhaben unterstütze.

Gut, dass am Sprichwort „neue Besen kehren gut“ ein Fünkchen Wahrheit zu sein scheint. Denn beim VRR weht inzwischen ein frischer Wind. Martin Husmann wurde in den Ruhestand verabschiedet und Ronald R. F. Lünser als sein Nachfolger ins Amt des VRR-Vorstandssprechers eingeführt. Lünser kam von Abellio, war dort „einer der qualifiziertesten Manager in unseren Reihen“, wie ihm Abellio-CEO Stephan Krenz Ende Januar bescheinigte. Und gestern trafen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf in Gelsenkirchen mit Ronald R. F. Lünser zusammen.

Es sei ein sehr angenehmes, konstruktives Gespräch gewesen, sagte der OB anschließend am Autotelefon. Für direkte Züge nach Köln habe der neue VRR-Chef aus den bekannten Gründen zwar wenig Hoffnungen machen können („Das bleibt unser grundsätzliches langfristiges Ziel!“), dafür aber sei man überein gekommen, sich in nächster Zeit mit einer Direktverbindung nach Düsseldorf in den Hauptverkehrszeiten (!) näher zu befassen: Lünser habe den „sehr guten Vorschlag“ gemacht, den bisherigen Schriftwechsel als wenig zielführend ad acta zu legen und unter Beteiligung der städtischen Verkehrsplanung eine Arbeitsgruppe einzurichten, um herauszufinden, unter welchen verkehrstechnischen und finanziellen Bedingungen eine Direktverbindung nach Düsseldorf machbar ist. Mast-Weisz: „Und das unter dem Vorzeichen, dass es klappen soll, und nicht, um die Hindernisse voranzustellen. Ziel soll sein, Zwischenergebnisse schon vor der Sommerpause vorlegen zu können!“ Gemeinsames Ziel sei es, die neue Verbindung zum Fahrplanwechsel 2019/2020, spätestens aber 2020/2021 zu realisieren.

Zu Köln sagte Sven Wolf nach dem Gespräch in Gelsenkirchen, eine Zwischenlösung könne vielleicht eine Schnellbusverbindung sein. Die hatten der Rheinisch-Bergische und der Oberbergische Kreis im Zusammenmit ihr „ihrer“ Regionale 2025 ins Gespräch gebracht.

Hangrutsch in Wuppertal führt zu Umleitungen

Pressemitteilung der Bahn AG

Wegen eines Hangrutsches zwischen Wuppertal Hbf und Wuppertal-Vohwinkel ist ein Gleis bis auf Weiteres nicht zu befahren. Deshalb wird die ICE-Linie 10 aus Richtung Berlin nach NRW über die Ruhrschiene mit Haltausfällen in Hagen und Wuppertal umgeleitet. Die Züge der ICE-Linie 10 aus NRW in Richtung Berlin fahren planmäßig. Zusätzlich gibt es eine Einschränkung im Nahverkehr: Die S-Bahn-Linie 9 endet wochentags bis 19 Uhr bereits in Wuppertal-Vohwinkel.

Der Hang ist im Bereich Wuppertal, Zoologischer Garten, auf einer Länge von etwa 20 Meter abgerutscht. Sachverständige der Deutschen Bahn und externe Gutachter waren heute vor Ort und haben die Schäden begutachtet. In Abstimmung mit einem Geologen muss dann in den nächsten Tagen entschieden werden, welche Reparaturmaßnahmen notwendig sind. Wir bitten die Reisenden um Verständnis für die Beeinträchtigungen. (Kirsten Verbeek)

Früher Nein zu Fahrrädern, jetzt freie Fahrt für Pkw?

Postkarte der Alleestra0e aus 1970.Parkplätze vor der Ladentüre lassen die Kassen klingeln“, titelte der Waterbölles am 18. Mai 2011. An diesem Tag hatten Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein und Prof. Dr. Dirk Temme („Schumpeter School of Business and Economics“ der Universität Wuppertal) das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ präsentiert, das die Stadt Remscheid bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Kein Grund, darüber heute noch Lobgesänge anzustimmen (siehe Kasten). Aber Politiker können ja so vergesslich sein, wenn es ihnen in den Kram passt. Und so verfasste die CDU-Fraktion fünfeinhalb Jahre später, im Dezember 2016, den Antrag an die Bezirksvertretung Alt-Remscheid, die Verwaltung möge ein (Parkraum-)Konzept erstellen für künftigen motorisierten Individualverkehr auf der unteren Alleestraße vom Markt bis zur Scharffstraße sowie ein zweites für Wohnbebauung in diesem Bereich der Alleestraße.

Kein Grund für Lobgesänge

Für alle, die in „geschichtlicher Verklärung“ heute das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ von Prof. Dr. Dirk Temme ( Universität Wuppertal) vom Mai 2011 hochloben, hier ein Zitat: „Eine Auswertung der Informationen über die Kassenvorgänge (Anm.: der Einzelhändler) war ...aufgrund fehlender Daten sowie der Unterschiedlichkeit der Art der Angaben nicht möglich. Die subjektiven Einschätzungen der zwölf Einzelhändler, die die Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt haben (Anm.: von insgesamt 20 angeschriebenen), ergeben lediglich eine Stimmungslage, die nicht repräsentativ ist!“

An einer schriftlichen Kurzbefragung der Universität nach Ende der damaligen Testphase beteiligten sich von 34  angeschriebenen Einzelhändlern nur noch neun; lediglich sieben Fragebögen konnten ausgewertet werden. Auf die Frage, ob die untere Alleestraße nach Abschluss der Probephase wieder für den privaten Fahrzeugverkehr geöffnet werden sollte oder nicht, antworteten vier Geschäfte mit Zustimmung, während drei Geschäfte eine solche Öffnung ablehnten. Kein Grund für Lobgesänge also!

Damals zeichneten sich bereits Pläne für eine Revitalisierung der gesamten Innenstadt ab. Deshalb warnte damals Bezirksbürgermeister Otto Mähler zu Recht: „Wir stehen kurz vor Beginn eines Prozesses, der für die gesamte Innenstadt gilt, Millionen kosten wird und hoffentlich bis zum Jahr 2020 abgeschlossen ist. Da nutzt es nicht, das Pferd von hinten aufzäumen mit irgendwelchen Vorschlägen, die womöglich die Vorschläge der Planer konterkarieren würden.“ Und der Waterbölles kommentierte „Was soll es zum jetzigen Zeitpunkt bringen, gebetsmühlenartig mehr Autos auf der unteren Alleestraße zu fordern? (...) Es würde sogar Sinn haben, das Thema ruhen zu lassen, bis die geforderten neuen Wohnungen  bezugsfertig sind. Vielleicht interessieren sich dafür ja insbesondere ältere Mitbürger ohne eigenes Auto, die ihren Lebensabend gerne stadtnah verbringen möchten – aber ohne viele Autos  anderer vor ihrer Haustür!“

Nun also ein neuer Antrag zum alten Thema, wieder von der CDU und wieder in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV). In der Sitzung am Dienstag wurde er diskutiert und schließlich mit neun Stimmen (von SPD, WiR und Pro Deutschland) gegen sieben Stimmen von SPD, Grünen und FDP bei Enthaltung von Ilsedore Uibel (SPD) angenommen. Bezirksbürgermeister Otto Mähler hatte zuvor vergeblich empfohlen, erst die vom Oberbürgermeister für die nächste Sitzung angekündigte „ausführliche Vorlage zum Thema“ abzuwarten, während Alexander Ernst (WiR) darauf verwies, dass „Fachleute schon seit Jahren für Autoverkehr plädieren“. (Die Abstimmung in der BV lässt eine weitere „muntere“ Debatte erwarten bei der endgültigen Abstimmung in der nächsten Ratssitzung.)

Der neue Antrag der CDU, über den der Waterbölles schon am 4. Februar berichtete, ist eigentlich der alte: „Die untere Alleestraße wird im Bereich vom Markt bis zur Höhe der Scharffstraße probeweise für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren für den motorisierten Individualverkehr geöffnet. (...) Für diesen Bereich wird ein Parkraumkonzept erarbeitet.“

Als erste Kritikerin der CDU meldete sich Beatrice Schlieper von den Grünen zu Wort. Sie erinnerte an den Antrag ihrer Partei von September 2014, in der Fußgängerzone der Alleestraße Fahrräder zuzulassen. Den zogen die Grünen allerdings einen Monat später wieder zurück, nachdem die Polizei, wie es damals hieß, Sicherheitsbedenken geäußert hatte. Vehement hatte sich zuvor auch die Vorsitzende der Senioren-Union Remscheid, Elke Rühl (CDU),  im Seniorenbeirat gegen den Fahrradverkehr auf der Allee ausgesprochen:  „Wir glauben nicht, dass eine solche Öffnung maßgeblich zur Belebung der Allee in der Innenstadt beitragen würde. Vor allem aber haben wir Sorge um die Sicherheit der älteren Menschen, Behinderten und Kinder, die über die Alleestraße gehen.“ – „Damals gegen Fahrräder, heute für Pkw, das ist nicht zu verstehen“, sagte Schlieper am Dienstag. Widerspruch von der CDU. Alexa Bell: „Wir glauben an die untere Alleestraße“; Bernd Quinting: „Die Leute, die dann im Straßencafé sitzen, die wollen was sehen!“. Latte Macchiato im Auspuffdunst?

Autoverkehr und Außengastronomie auf der Alleestraße, das sei ein Widersprich in sich, meinte Fritz Beinersdorf von den Linken. Da seien ihm Spielgeräte und ein Sandkasten für Kinder schon lieber. „Außengastronomie? Welche? Straßencafés brauchen Aufenthaltsqualität“, meinte Schlieper. „Bei Autos auf der Mitte der Straße wäre für Tische und Stühle kaum noch Platz!“ Ihr Fazit: „Für alle Konzepte, die wir uns für die untere Alleestraße noch einfallen lassen könnten, wären Autos nur störend. Erst recht bei neuen Wohnungen rechts und links. Da müsse schließlich auch an „Aufenthaltsqualität“ gedacht werden.

Rosemarie Stippekohl (CDU) ging darauf nicht ein, wohl aber auf den Radfahrverkehr. Der werde sich bei Autoverkehr auf der Alleestraße nicht verhindern lassen. Das stehe schließlich so in der Straßenverkehrsordnung.

Stadt bestätigt Beschilderungskonzept für Bahnhof

Ein Thema feierte im vergangenen Dezember aus Anlass der Kino-Einweihung am Hauptbahnhof Zehnjähriges: Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 11.Dezember stellte die SPD-Fraktion den Antrag, die Verwaltung möge prüfen, ob die Beschilderungen für Reisende am Remscheider Hauptbahnhof verbessert werden könnten. Insbesondere Hinweise zum Busbahnhof, Trassenverbindungen und Richtungshinweise für Fußgänger Richtung Innenstadt/Südbezirk sollten dabei berücksichtigt werden. Begründung: „Für ortsfremde Reisende, die am Remscheider Hauptbahnhof ankommen, ist es leider wenig bis gar nicht ersichtlich, welche Richtung sie vom Gleis einschlagen müssen, um zu den Bussen; in die Innenstadt oder Richtung Südbezirk zu gelangen. Wenn Beschilderungen vorhanden sind, sind sie relativ klein und leicht zu übersehen. Auch ein Hinweis zum Zugang zur Werkzeugtrasse fehlt bzw. ist nicht eindeutig genug. Es wäre auch hilfreich, wenn ausgeschildert werden würde, dass der Else-Treichel-Steg die einfachste und schnellste Fußgängerverbindung in die Innenstadt darstellt. Durch das neue Kino ist zu erwarten, dass mehr ortsunkundige Reisende am Hauptbahnhof ankommen. Diesen sollte man die Orientierung so einfach wie möglich machen.“

Am 11. Februar legte die SPD nach und beantragte, neue oder bereits vorhanden Hinweisschilder für das P&R Parkhaus mit dem Zusatz „Kino“ zu installieren, 2. die Einfahrt des P&R Parkhauses deutlicher zu kennzeichnen und die Kinobesucher durch entsprechende Schilder auf die in der Nähe liegenden Gastronomiebetriebe hinzuweisen. Begründung: Durch das neue Kino kämen am Bahnhof Remscheid mehr Ortsunkundige an, die frühzeitig durch entsprechende Beschilderung zum Kino und auf Parkmöglichkeiten hingewiesen werden müssten.

In der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid ging die Verwaltung auf beide Anträge ein und kündigte die Planung für eine künftige Beschilderung des Bahnhofsumfeldes an. Zitat: „Die Straßen- und Wegebeziehungen im Bahnhofsumfeld sollten aufgenommen und das Beschilderungskonzept für dieses Gebiet insgesamt um die im Antrag beauftragten Positionen ergänzt werden.“ Dabei seien dann „die im Gestaltungsleitfaden für die Innenstadt Remscheid empfohlenen Ausführungsregeln für das künftige Wegeleitsystem der Innenstadt, das gestalterisch an die Beschilderung der Maßnahmen der Regionale 2006 anknüpft, zu berücksichtigen. Die BV-Mitglieder nahmen das zur Kenntnis. Bezirksbürgermeister Otto Mähler lakonisch: „Dann lassen wir uns mal überraschen, was dabei herauskommt!“

Königstraße: Kein Personal für Ausbau-Planung

Königstraße: Neue Asphaltdecke früher als geplant?“, hieß es am  21. Oktober 2016 im Waterbölles. Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid hatte die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob im Rahmen der Haushaltsansätze die für spätere Jahre vorgesehene Asphalterneuerung auf der Königstraße zwischen Hastener Straße und Parkstraße auf einen früheren Zeitpunkt vorgezogen werden könne. „Erneuerung der Königstraße nicht in Sicht“, titelte der Waterbölles am 17. Januar 2018. Im Bauausschuss hatte die Verwaltung mitgeteilt, dass aus dem Wunsch der Ausschussmitglieder nach einer grundlegenden Instandsetzung der Königstraße im Laufe des Jahres nicht wird und wohl auch nicht im kommenden Jahr. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es mit einer Deckensanierung der Straße nicht getan sei. In einem schlechten Zustand sei die Straße „schon seit Jahrzehnten“, kritisierte damals Jürgen Kucharczyk (SPD).

Am 9. Oktober 2018 bekräftigte die Verwaltung in der BV, dass mit einer neuen Asphaltdecke auf der Königstraße und einer Linksabbiegerspur zum Parkplatz von Lidl, Edeka etc. so bald nicht zu rechnen sei. Aber die SPD ließ nicht locker. Zur gestrigen BV-Sitzung fragte sie an: Wie ist der aktuelle Sachstand hinsichtlich Planung und Ausbau der Königstraße? Wann soll mit der Umsetzung begonnen werden? Die Antwort von Burkhard Fey, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR: „Für den Fachbereich 4.12 wurde ein Jahresarbeitsprogramm aufgelegt. Im Rahmen der Kapazitätsplanung, insbesondere vor dem Hintergrund der Verfügbarkeit von Personal in der Abteilung, erfolgt die Planung der Königsstraße in zeitlicher Abfolge nach der Planung der Dreiangelstraße. Die Straßenplanung ist für 2020 anvisiert. Die bauliche Umsetzung der Planung Königsstraße schließt sich dann an.“ Das enttäuschte die BV-Mitglieder. Rosemarie Stippekohl (CDU): „Das bedeutet Baubeginn nicht vor 2023!“ Und Fritz Beinersdorf (Linke): „Wir brauchen dringend eine generelle Asphaltsanierung, wir brauchen einen Vollausbau der Königstraße!“ Vielleicht könne die Planung ja an ein externes Büro vergeben werden, frage Stippekohl. Fey: Nicht alles lasse sich von außen erledigen. Beteiligt an der Planung seien auch die Technischen Betriebe Remscheid, und deren personelle Kapazitäten seien ebenfalls begrenzt.

Für Querungshilfe in Vieringhausen kein Platz

Die SPD-Fraktion hatte im Dezember 2018 in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid den Antrag gestellt, die Verwaltung möge prüfen, ob auf der Straße Vieringhausen, zwischen REWE-Kaufpark und Penny-Markt, eine Querungshilfe für Fußgänger gebaut werden könne. Begründung: Bei einem Ortstermin mit Anwohnern sei festgestellt worden, dass viele Fußgänger diese Straße queren, um in den dortigen Geschäften einzukaufen oder um zu den Bushaltestellen zu gelangen. Da wäre eine Querungshilfe sicherlich eine „geschwindigkeitsdämpfende Maßnahme“. Doch wie Burkhard Fey, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung, ÖPNV und Koordinierung TBR in der gestrigen BV-Sitzung mitteilte, ist das leider wegen Platzmangel nicht möglich. Die Straße sei nicht breit genug, um in der Mitte noch eine 2,5 Meter breite Querungshilfe aufnehmen zu können. Auch bei einer verkleinerten Querungshilfe könnten. Auch Sattelschlepper müssten von dort nach links und rechts Auf die Straße einbiegen können.

Motorshow soll im Juni die Innenstadt beleben

Die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages am 2. Juni in Remscheid steht heute auf der Tagesordnung der Bezirksvertr4tung Alt-Remscheid. Den Antrag hat Ralf Wieber im Namen des Marketingrats Innenstadt e.V. gestellt. Dieser plant für den Samstag, 1., und Sonntag, 2. Juni, auf dem Rathausplatz und in der Fußgängerzone der Alleestraße die inzwischen traditionelle „Remscheider Motorshow“, jeweils  von 11 bis 18 Uhr. An der 7. Motorshow wollen sich a. 20 Autohäuser mit mehr als 200 Autos beteiligen.  Der Marketingrat begründet den verkaufsoffenen Sonntag mit der notwendigen Belebung der Innenstadt. Zitat:

„Das Hauptzentrum der Stadt Remscheid erfüllt für das gesamte Stadtgebiet sowie angrenzende Ortschaften eine wichtige Versorgungsfunktion auf mittelzentraler Ebene. Dieser Standort befindet sich jedoch seit etlichen Jahren in einem Downgrading-Prozess und kann diese Aufgabe zunehmend weniger attraktiv ausfüllen. Die Leerstände in der Hauptfußgängerzone Alleestraße haben zugenommen. Heute stehen 18 Ladenlokale leer, insbesondere in der so genannten „unteren“ Alleestraße, Richtung Marktplatz. Im Einzelhandelskonzept der Stadt Remscheid wurden 2014 in der Innenstadt 27 Leerstände festgehalten. Der Standort hat sich in den flächenexpansionsstarken Jahren der Handelsbranche nicht neu aufstellen und ausrichten können. Es ist abzusehen, dass sich die Innenstadt weiterhin schwer tun wird, da sich aktuell im Handel ein Trend zur Stagnation des Flächenwachstums und teilweise ein Rückzug von Filialisten aus der Fläche zeigt.“  

Ladestation für E-Autos am Haus der Kirche in Lennep

Besucher und Mitarbeiter im Haus der Kirche, Geschwister-Scholl-Straße 1a, in Lennep, die mit einem Elektroauto  unterwegs sind, können die Batterie ihres Fahrzeugs ab sofort während ihres Aufenthaltes im Kirchenkreis-Gebäude aufladen. Gleich neben dem Treppenaufgang wurde die 11 kW-Box für Elektroautos angebracht und dafür ein Pkw-Stellplatz reserviert. Die Wandladestation, die die EWR GmbH zur Verfügung gestellt hatte, ist mit Schlüsselschalter bedienbar und verfügt über einen geeichten digitalen Energiezähler.

„Wir verstehen die Installation dieser Ladestation als ganz konkreten Beitrag unseres Kirchenkreises zu unserer  Verantwortung für die Schöpfung Gottes. Wenn bis 2020 eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen fahren sollen, dann muss die vernetzte E-Mobilität noch weit mehr Fahrt aufnehmen. Jede weitere Ladestation trägt dazu bei“, begründete Superintendent Hartmut Demski (links im Bild) gestern Mittag die Neuerung. Rechts Marc Droste, Fachbereichsleiter des Kirchen kreise Lennep für Bau- und Liegenschaften.