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Planungstreffen für Wochen gegen Rassismus 2023

Pressemitteilung von Remscheid Tolerant e.V.

Vom 20. März bis 2. April 2023 finden wieder deutschlandweit die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Seit Jahren beteiligen wir uns als Remscheider Stadtgesellschaft daran mit einem bunten Angebot an Veranstaltungen. Ein erstes Planungstreffen findet am Dienstag, 18. Oktober, um 19 Uhr in den Räumlichkeiten der SPD statt (Elberfelder Str. 39). Bitte geben Sie mir bis spätestens Sonntag, 9. Oktober, bescheid, ob sie teilnehmen werden. Für alle, die noch nicht wissen, ob oder wie sie sich beteiligen können, werden wir ebenfalls eine Reihe an Ideen für Veranstaltungsmöglichkeiten mitbringen. Gerne könne Sie mich bei Fragen oder Ideen jederzeit per Mail unter kontakt@remscheidtolerant.de erreichen. Ich empfehle zudem allen die Internetseite der Stiftung gegen Rassismus, auf der Sie alle Informationen, Ideen und Anregungen zu den Wochen gegen Rassismus einsehen können. (Anne Marie Faßbender)

Italienische Operngala voll schöner Melodien

Pressemitteilung der Bergischen Symphoniker

Am Samstag, 8. Oktober, im Teo Otto Theater Remscheid und am 9. Oktober in der Festhalle Solingen findet jeweils um 19.30 Uhr die „Italienische Operngala“ mit den Bergischen Symphonikern unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Daniel Huppert statt. An diesem italienischen Konzertabend dreht sich alles um Amore. Gespickt mit den schönsten Melodien aus der Opernwelt – unter anderem von Rossini, Donizetti, Puccini und Verdi –wird es zugleich hochdramatisch, leidenschaftlich und romantisch. Wenn die Sopranistin Leonor Amaral, die Mezzosopranistin Sarah Mehnert und der Bariton Miljenko Turk unter der Leitung von Daniel Huppert gemeinsam mit den Bergischen Symphonikern eine Auswahl von Arien anstimmen, die die Herzen höher schlagen lassen. Karten für das Solinger Konzert sind erhältlich ab 24 € unter Tel. 0212 / 20 48 20 oder www.theater-solingen.de  und für das Remscheider Konzert zu 28 €; Jugendticket 6,50 €, unter Tel. RS 162650 oder theaterticket.remscheid.de. Nutzen Sie Ihre TheaterCard. (Manuela Scheuber)

Das Städtedreieck im Cabriobus entdecken

Pressemitteilung der Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH 

Ein Ferientag vor der Haustür: Mit dem Doppelstock-Cabriobus geht es am 9. und 16.Oktober quer durch das Städtedreieck zu vielen Highlights in der Region. Weitere Fahrten widmen sich Remscheid und Solingen. Eine Kooperation von Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. und Dr. Tigges-Reisen. Auf dem Cabrio-Deck des Busses hat man einen wunderbaren Ausblick auf das, worüber gut ausgebildete Reiseführer berichten. Die Sehenswürdigkeiten von Remscheid, Solingen und Wuppertal, die auf den großen Touren angefahren werden: unter anderem Remscheid Lennep, Solingen Gräfrath und Schloss Burg sowie die Müngstener Brücke. Zwischendurch gibt es eine Kaffeepause mit Bergischen Waffeln – genug Zeit, um sich mit den Gästeführern auszutauschen.

Die Fahrt dauert fünf Stunden inkl. 45 Minuten Pause und kostet ab 39 €. Die Gästeführer sind durch den Bergisches Land Tourismus Marketing e.V. geschult. Sie verfügen über fundiertes Wissen zum gesamten Städtedreieck. Die Bergische Rundfahrt startet in Remscheid am Schützenplatz, Nähe Bismarckturm und in Solingen am Gründer- und Technologiezentrum., eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Stadtrundfahrten durch Remscheid und Solingen dauern 90 Minuten und kosten ab 20 €, eine Anmeldung ist erforderlich. Die Termine: 09.10., 10 Uhr, Bergische Rundfahrt ab Remscheid 09.10., 16 Uhr, Stadtrundfahrt Remscheid 16.10., 10 Uhr, Bergische Rundfahrt ab Solingen 16.10., 16 Uhr, Stadtrundfahrt Solingen Weitere Informationen und Buchungen: www.bergische-touren.de oder per Telefon (0201 – 857956070).

Ein Ziel: Neue Postkarten vom Honsberg in alle Welt

Am Projekt „Experiment Raum“ der Art-Gallery „Ins Blaue“ auf dem Honsberg beteiligte sich die Fotografin und Videokünstlerin Beate Gördes aus Köln mit Projektionen auf Hauswänden. Wie Menschen ihr direktes Umfeld sehen – seine schönen, aber auch seine hässlichen Seiten – interessiert sie schon lange. Für „Hier in Niehl – Besondere Orte, früher und heute“ erhielt sie den „Kinderkulturpreis“ im Rahmen des Jugend.Kultur.Preises NRW 2018 beim „See You“-Festival in Neuss. Und heute kommt sie auf den Honsberg zurück, um in den nächsten Tagen gemeinsam mit der Kölner Literatin Adrienne Brehmer und mit „Ins Blaue“ das Projekt „HIER_ am_Honsberg“ zu realisieren, finanziell gefördert vom „Heimat-Scheck NRW“, einer Initiative des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes.

Die beiden Kölnerinnen wollen in den nächsten Tagen den Stadtteil gemeinsam mit AnwohnerInnen künstlerisch und interaktiv neu entdecken. Mit Fotoapparat, Handykamera, Notizbücher und verschiedenen Requisiten möchten sie Bild- und Textmotive für eine Postkartenedition entwickeln.  In Szene gesetzt werden sollen Lieblingsplätze, Erinnerungsorte, Alltagswege und Neuentdeckungen, aber auch der Anwohner / die Anwohnerin selbst mit seinen / ihren individuellen Sichtweisen über das Viertel, wenn sie mögen. Mal mit Ernst und Tiefgang, mal vielleicht auch lustig-verrückt.

“Das wird sich mal so und mal so entwickeln“, sagte Beate Gördes gestern bei einem ersten Kennenlern-Treffen mit Anwohnerinnern und Anwohnern im neuen, noch unfertigen „Nachbarschaftswohnzimmer“ der Art-Gallery im Haus Siemensstraße 23. Fest steht bislang, dass es neben zahlreichen neuen Postkarten vom Honsberg stets eine Kombination von Fotografie und Text, an gleicher Stelle am 29. Oktober auch eine Abschlusspräsentation von “HIER_am_Honsberg“, geben wird als Beitrag der Kölnerinnen / der Art-Gallery „Ins Blaue“ zur Remscheider Nacht der Kultur. Wer Lust hat, in das Projekt noch kurzfristig mit eigenen Ideen / Meinungsäußerungen einzusteigen, ist von Kaja Wickert dazu herzlich eingeladen (E-Mail: gemeinsam@ins-blaue.net">gemeinsam@ins-blaue.net).

Mit dabei war gestern schon Martin Korb. Der pensionierte evangelische Pfarrer, dessen Stelle auf dem Honsberg von der Kirchengemeinde nicht wieder besetzt wurde, verspricht für Beate Gördes und Adrienne Brehmer eine wahre Fundgrube an Geschichten über den Honsberg zu werden. Ein Stadtteil, in dem es einst 13 Kneipen gab, die allesamt gut florierten. Korb: „Früher war der Honsberg das Viertel der armen Leute, um das die Bürger einen Bogen machten. Dann galt er als Kommunisten-Hochburg mit der Besonderheit während der Nazi-Zeit, dass die Mitglieder des CVJM und der Bekennenden Kirche sich dort immer gerne trafen, weil sie dann von den Kommunisten vor den Nazi-Schlägern beschützt wurden. Später wurde aus ‚Klein-Moskau‘ ‚Klein-Istanbul‘. Und jetzt wird daraus ein Künstler-Viertel!“

Rainer Frantzen: „Wir wurden regelrecht überrannt!“

Stachelhauser Kornbranntwein ist Geschichte“, berichtete der Waterbölles am 18. Mai. Im Video hatten Dr. Rainer Frantzen, bisher Geschäftsführer der traditionsreichen Brennerei Gebr. Frantzen GmbH & Co. KG, Alte Freiheitstraße 24, und die beiden Projektentwickler Stefan Fellhölter und Nikas Schwolle dem Waterbölles mitgeteilt, dass die traditionsreiche Destille an die Unternehmensgruppe „Mayestate“ in Beckum verkauft worden ist.. Gleich neben dem neuen Quartiersplatz von Stachelhausen sind acht Servicewohnungen (Betreutes Wohnen) sowie eine Verbund-Pflegeeinrichtung mit 60 vollstationären Plätzen, einer solitären Kurzzeitpflegeeinrichtung mit 14 Plätzen, einer Demenz-Wohngemeinschaft und einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft mit jeweils zwölf Plätzen geplant. Ein Projekt im Umfang von 30 Millionen Euro.
Dass in der 199 Jahre alten Brennerei Trödel auf Käufer warte, eine Vielzahl von alten Brennerei-Utensilien, verriet Frantzen am 25. August. Und lud für Montag, 3. Oktober, ab 11 Uhr zum Stöbern in die Brennerei ein. Im Angebot: Ölgemälde, Kerzenleuchter für Tisch und Decke, eine Rechenmaschine aus den 1950er Jahren, große Holzfässer und etwa 80 gläserne Kornflaschen. „Die waren besonders gefragt“, sagte er am Montag um 15 Uhr; da war der große Ansturm schon vorbei. „Man hat uns um 11 Uhr regelrecht überrannt. Einige warteten schon um 10 Uhr darauf,  dass geöffnet wurde!“

Programm des Teo Otto Theaters im Oktober

Bild © Franziska StraussMittwoch, 5. Oktober, 19.30 Uhr
​Alles was sie wollen
Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière
Komödie am Kurfürstendamm

Lucie (Nora von Collande), eine erfolgreiche Theaterautorin, hat eine Schreibblockade. Bisher lieferte ihr missglücktes und chaotisches Privatleben den Stoff für ihre Stücke, doch jetzt ist sie glücklich und jegliche Inspiration zum Schreiben fehlt – das Papier bleibt weiß. Wenn irgendjemand sie doch nur ein bisschen unglücklich machen könnte.
Das Leben meint es gut mit ihr, und eine defekte Badewanne führt zu einer Begegnung mit Thomas (Herbert Hermann), ihrem Nachbarn. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein: Sie rastlos und selbstbezogen, er in sich ruhend, etwas schwerfällig. Dennoch kommen die beiden einander näher und entwickeln einen gewagten Plan, um Lucies Kreativität wiederzubeleben.
Die beiden Autoren Matthieu Delaporte und Alexandre de La Patellière ("Der Vorname", "Das Abschiedsdinner") schaffen mit "Alles was Sie wollen" eine Komödie, die auf geschickte Weise aus der Urkraft der dramatischen Kunst, dem Spiel aus Illusion und Wirklichkeit, schöpft.
Karten 25 €, Jugendticket fünf €, TheaterCard.

Bild © Marc McGarraghyDonnerstag, 6. Oktober, 19.30 Uhr
Iness Mezel Duo
Stimmen der Berberfrauen

Es ist eine alte Welt, in der Wasser und Erde verehrt werden und Männer und Frauen eine natürliche Kraft teilen, die so alt ist wie die Zeit. Es ist eine Welt, die auf der Berber-Kosmologie basiert, in der die nordafrikanischen Traditionen Gleichgewicht und Frieden fördern. Iness Mezel schreibt eigene Lieder mit starken und engagierten Texten in Tamazight, die diese uralten Mythen heraufbeschwören, als die Natur heilig war. Sie erzählen von der Intensität des Lebens, der Wichtigkeit, frei zu sein, dem Zustand der Frauen, ihrem Streben nach Unabhängigkeit und ihrem rebellischen Geist.
Die Imazighen, unter dem Begriff "Berber" bekannt, sind die größte ethnische Minderheit in Nordafrika. Ihre Kultur litt und leidet noch immer unter Unterdrückung und Unsichtbarkeit. Es ist eine mündliche Kulturtradition mit eigener Sprache, Schrift (Tamazight) und Musik, in der Frauenstimmen, begleitet von einer Bendir-Rahmentrommel, eine bedeutende Rolle spielen.
Iness Mezel, Gesang;Nora Abdoun, Bendir, Qaraqeb, Perkussion
Oberes Foyer, Karten 15 €, Jugendticket fünf €.

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Honsberger Bäckerei diente 20 Jahre lang als Moschee

„Es-Selamu-Aleykum - Friede sei mit euch!“, begrüßte gestern Nachmittag Bayram Söylemez, Vorstandsmitglied der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş Remscheid e.V., zusammen mit dem Imam Dönmez und dem Vereinsvorsitzenden Cenap Aydin in der großen Moschee an der Neuenkamper Straße zahlreiche Remscheider Nicht-Muslime zum „Tag der Offenen Moschee“ (TOM). Auch im Namen der übrigen neun Moschee-Vereine in der Stadt. Denn sie alle hatten vor einigen Jahren vereinbart, diesen Tag, der seit 1997 in mehr als 1.000 Moscheen in Deutschland begangen wird, nicht länger getrennt voneinander zu organisieren, sondern gemeinsam. Das hatte 2017 bei DITIB an der Stachelhauser Straße begonnen. 2018 war die ATIB an der Industriestraße der Gastgeber, 2019 die Türkischer Föderation Remscheid an der Freiheitstraße, und 2020 wäre die IGMG an der Reihe gewesen. Doch in jenem und dem folgenden Jahr musste der TOM wegen der Corona-Pandemie ausfallen.

Umso intensiver hatte sich die IGMG als Gastgeber auf diesen Tag vorbereitet. Und Bayram Söylemez („Ich bin seit 1978 Remscheider und auf dem Honsberg aufgewachsen!“) freute sich sehr, unter den Gästen auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, die evangelische Superintendentin Antje Menn, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates, Erden Ankay-Nachtwein, und den SPD-Bundestagsabgeordneten Ingo Schäfer begrüßen zu können: „Es ist eine besondere Gelegenheit, die Moschee und damit den Islam und die Muslime als Nachbarn näher kennenzulernen, voneinander zu lernen, Vorstellungen übereinander geradezurücken und damit auch Vorurteile abzubauen sowie religiöse und kulturelle Vielfalt wertzuschätzen“, betonte Söylemez und wünschte allen Teilnehmern „Hoffnung, Kraft und Zuversicht für das Miteinander in der Gesellschaft.“

Der Oberbürgermeister griff das später in seiner Rede auf. „Der Islam ist in Deutschland zu Hause; der Islam gehört zu unserer Stadt!“ Und der habe sich sehr verändert – „weg von den Hinterhof-Moscheen!“ Damit war auch die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş gemeint. Sie wurde 1992 in einer ehemalige Bäckerei im Haus Honsberger Str. 73 gegründet. Söylemez: „Die Räume waren so klein, dass wir genau planen mussten, wer sie wann nutzen durfte - und das ganze 20 Jahre lang, bis es der Gemeinde dann endlich gelang, dieses Gebäude hier zu kaufen. Das war im Jahr 2012.“ Heute zählt der Moschee-Verein 481 Mitglieder (180 Männer, 173 Frauen, 73 Mädchen und 55 Jungen).

Drei Jahre dauerte es, bis die frühere Metallfabrik komplett umgebaut und kernsaniert saniert war, „nach zigtausend Stunden an Eigenleistung unserer handwerklich geschickten Mitglieder! Und finanziert ohne jegliches Fremdkapital von unseren Gemeindemitgliedern durch Spenden, höhere Mitgliedsbeiträge,  Wohltätigkeits-Veranstaltungen, Versteigerungen, Konzerte etc. (…) Der Verein steht schuldenfrei da, Gott sei Dank!“

Die zehn Remscheider Moscheen

  • DITIB Merkez Moschee Remscheid, Stachelhauser Straße
  • Türkische Föderation Remscheid, Freiheitstraße
  • Türkischer Kulturverein ATIB, der Industriestraße
  • Remscheider Bildungs- und Kulturverein, Kremenholler Straße
  • Marokkanische Moschee, Bismarckstraße
  • Buhara Kultur Zentrum, Waldstraße
  • Türkischer Kulturverein Nizami-Alem, Bismarckstraße
  • Bosnisch-Albanische Moschee, Karlstraße
  • Kocatepe Moschee, Klausener Straße
  • Islamische Gemeinschaft Milli Görüş e.V., Neuenkamper Straße.

Eine Leistung, die ein paar Zahlen verdeutlichen können: 2000m² Grundstück, 1350 m² Nutzfläche auf drei Etagen, darunter zwei Gebetsräume (180m² im 1. Obergeschoss für die Männer und 70 m² im 2. Obergeschoss für die Frauen), eine Cafeteria, eine industrielle Großküche und ein 250 m² großer Veranstaltungsraum im Erdgeschoss. Das alles barrierefrei und behindertengerecht (Aufzug für acht Personen), bestückt komplett mit sparsamen LED und fußbodenbeheizt mittels Luft-Wärmepumpe-Technik. Hinzu kam in diesem Jahr eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

In diesem Jahr stand der „Tag der Offenen Moschee“ unter dem Motto „Knappe Ressourcen - große Verantwortung“, um das Bewusstsein für ein nachhaltiges und klimagerechtes Leben zu wecken oder zu verstärken. Bayram Söylemez: „Denn Moscheen sind nicht nur Gebetsstätten, sondern auch Orte der Bildung, Begegnung und Sensibilisierung.“ Und deshalb haben mehrere Moschee-Gemeinden mit der Stadt Energie-Beratungen für ihre Mitglieder vereinbart – „wie man die Energieverbrauch senken kann, welche staatlichen Unterstützungen es gibt und wie effizient eine Photovoltaik-Anlage, eine Luftwärme- oder Erdwärme-Pumpe sein kann“.

Herbst-Highlights in der Stadtbibliothek

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Für den Herbst hat sich das Team der Öffentlichen Bibliothek im Kommunalen Bildungszentrum, Scharffstraße 4-6, einige Highlights überlegt, die den Bibliotheksbesuch für Groß und Klein zum Erlebnis machen. Nach der großen Nachfrage im vergangenen Herbst findet dort auch in diesem Jahr wieder eine Halloweenaktion statt – ebenso in den Zweigstellen Lennep und Lüttringhausen. Auch dieses Mal gibt es Taschen mit Spiel, Spaß, Süßigkeiten und gruseligen Bastelaktionen. Aufgrund der großen Beliebtheit wird für die Taschen um Voranmeldung unter Tel. RS16-2336 oder persönlich in der jeweiligen Bibliothek gebeten. Abgerundet wird die Halloweenaktion am 29. Oktober um 19.45 Uhr im Rahmen der Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen mit einer gruseligen Lesung für mutige Kinder in der Kinder- und Jugendabteilung der Zentralbibliothek Remscheid.

Für den 7. Oktober lädt die Bibliothek zur kostenfreien Lesung von Jo Schuttwolf und Miri Smith ein. Jo Schuttwolf studierte Philosophie und Pädagogik auf Lehramt und arbeitete später in der Werbebranche. Die exotischen Eindrücke aus der Werbewelt wurden in seinem Roman "U-Turn – Irgendwann kommt jeder an" verarbeitet. Und darum geht es: Manchmal gerät das Leben aus den Fugen und die Einkaufsfahrt zum nächsten MediaMarkt wird zu einem abenteuerlichen Trip nach Andalusien. Das ist die Geschichte von Tom. Und dann sind da noch Andy, der durchgeknallte Werbetexter, und Juana, die spanische Biologiestudentin. Alle drei werden gehörig vom Schicksal herausgefordert. Und am Ende treffen sie aufeinander – in der Wüste von Tabernas. Dort naht die Katastrophe, aber wie so oft im Leben kann man das auch anders sehen.

Hinter dem Pseudonym Miri Smith versteckt sich die Wuppertaler Autorin Miriam Schmidt. Nach ihrem Oecotrophologie-Studium war sie zunächst als Rezeptentwicklerin für Kochbücher und Magazine tätig. Miri Smith wird aus dem zweiten Band der Elsy-Moore-Reihe lesen. Inhalt: Nervenaufreibender hätte das neue Jahr für die Dorfbewohner von Stricktony nun wirklich nicht beginnen können. Ein Wasserschaden legt nicht nur die beliebte Leihbibliothek lahm, sondern das gesamte Gemeindezentrum gleich mit. Als dann der Sprössling eines reichen Bauunternehmers während der Renovierungsarbeiten bei einem Unfall ums Leben kommt, ist das kleine Dorf vollends in Aufregung.

Termine im Westdeutschen Tourneetheater (WTT)

Freitag 30. September, um 19.30 Uhr (PREMIERE)
Samstag 1. Oktober, um 19.30 Uhr

AUSZEIT
Komödie von Manfred Schild

Die drei Freunde Arthur, Leo und Felix verbringen ihr jährliches Angler-Wochenende im Wald. Die Pandemie ist Vergangenheit, jetzt geht das Leben wieder so richtig los. Davor wollen sich die drei Naturburschen beim Fischen und vertrauten Männerritualen entspannen. Aber wie soll das „Danach“ aussehen? So wie früher, in Stress, Profitzwang und Hektik? Arthur und Leo drängen schon bald zur Rückkehr in die Stadt. Felix verweigert die gemeinsame Abreise und bleibt im Wald. Er beobachtet die Tiere, jobbt für eine Bäuerin und nimmt sich, allen Apellen vonseiten seiner Kumpel zum Trotz, eine Auszeit. Aber es wäre nicht Felix, würde hinter dieser Aktion nicht noch ein anderes Motiv stecken. Eine erfrischende Drei-Männer-Komödie, die sich bei aller Unterhaltsamkeit brisanten gesellschaftlichen Fragen stellt.
Mit: Björn Lenz, Björn Lukas, Thomas Ritzinger
Regie: Claudia Sowa, Regieassistenz: Leoni Jonczik.
Karten 15 € / zehn € ermäßigt.

Spielstraße auf Zeit mehr als eine populistische Idee?

„Temporäre Spielstraßen auf Zeit“ – nach dem Beispiel von Berlin, Dortmund oder Hemer – forderte die CDU-Fraktion in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit mit dem Verweis auf „viele Familien mit kleinen Kindern“. Deren Sicherheit im Straßenverkehr und beim Spielen habe für die CDU höchste Priorität. Allerdings sei es nicht überall möglich, eine dauerhafte Spielstraße einzurichten. Hier könnten „temporäre Spielstraßen“ eine Alternative sein. Die Verwaltung möge doch bitte hierfür verschiedene Straßen im Stadtgebiet benennen, wo dies „einfach und auf jeden Fall kostenlos“ möglich sei. Schließlich habe nicht jede Familie einen eigenen Garten, und nicht überall sei der nächste Spielplatz direkt nebenan: „In Wohngebieten gehören die Straßen nicht nur den Autos, auch spielende Kinder mit Kreide und Bobbycar“. Die Verwaltung möge dem Beispiel von Hemer im Sauerland folgen und „den Familien die Möglichkeit zur Beantragung einer ‚Spielstraße auf Zeit‘ einräumen“, zitiert die CDU Fabian Knott, den örtlichen Vorsitzenden ihrer Jugendorganisation Junge Union.

Die Antwort der Verwaltung begann gestern mit der Erklärung des Unterschieds zwischen  einer „Spielstraße“ als  einem verkehrsberuhigten Bereich mit sehr geringem Fahrzeugverkehr und über eine überwiegende Aufenthaltsfunktion auf der einen Seite und einer zeitlich begrenzten Spielstraße, die ein Anlieger bei der Verwaltung beantragt habe, auf der anderen Seite. Für diese müsse „zwingend Vorsorge für den ruhenden Verkehr getroffen werden, d. h.  es müssten temporäre Parkflächen gekennzeichnet werden“. Eine solche Straße gebe es in Hemer, und habe es die Stadtverwaltung mit einem „Veranstalter“ zu tun, „der zugleich die Haftung übernimmt und ggfs. eine Veranstalter-Haftpflichtversicherung abschließt“. In diesem Fall werde der öffentliche Verkehrsraum mittels Absperrschranken und dem Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) beschildert. Allerdings kämen hierfür „Hauptverkehrs- und Haupterschließungsstraßen, Straßen mit Linienverkehr oder Straßen, an denen gerade eine Baustelle liegt, … nicht in Frage.“ In Hemer müssten Antragsteller die Nachbarschaft über ihr Vorhaben mindestens eine Woche vorher informieren, so die Stadt Remscheid..  Anwohner, die den Termin vergessen hätten, sei die Zufahrt zu ihrem Grundstück zu ermöglichen.

Und die Kosten für den Antragsteller? In Hemer wird die Beschilderung kostenfrei angeliefert und zur Verfügung gestellt; es fallen keine Gebühren an. In Düsseldorf muss dem Antrag eine Skizze mit möglichen Aufbauten beigefügt werden¸ außerdem wird eine Verwaltungs- und Bearbeitungsgebühr fällig. Die Organisatoren müssen dort  die erforderliche Beschilderung selbst mieten und aufstellen. In Bonn muss zudem die Mehrheit der Nachbarn zustimmen. Fazit der Stadt Remscheid: „Grundsätzlich wäre unter den o.g. Bedingungen auch in Remscheid eine ‚Spielstraße auf Zeit‘ denkbar. Auch hier würde der Antragsteller die Haftung übernehmen. Für die Bewilligung und Abnahme wäre eine Verwaltungsgebühr fällig. Die Kosten der erforderlichen Beschilderung müsste der Antragsteller tragen.“. Fraglich sei jedoch, ob ein Bedarf bestehe und ob der Aufwand in einem Verhältnis zu dem Nutzen stehe.

Roland Kirchner (W.R.R) dazu in der gestrigen Sitzung: „Im Prinzip ist die Idee einer solchen Spielstraße auf Zeit gut. Aber ist sie auch praktikabel?“ In der Siedlung in Lennep, in der er wohne,  könne er sich eine Zustimmung aller Anlieger kaum vorstellen. Roland Gedig (CDU): „Die Nachbarschaft müsste natürlich mit ins Boot genommen werden!“

Waterbölles: Man darf gespannt sein, wann der Antrag, dem die CDU zu Beginn der Sitzung noch „großer Potenzial“ beimaß, wieder auf der Tagesordnung stehen wird...

23. Lüttringhauser Gespräche widmen sich Humor

Im November finden zum 23. Mal die Lüttringhauser Gespräche statt. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Ev. Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof, der Kath. Pfarrgemeinde St. Bonaventura/Heilig Kreuz, der Ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen und des Katholischen Bildungswerkes Wuppertal/Solingen/Remscheid. Mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort werden Themen von gesellschaftlicher Bedeutung öffentlich diskutiert. Beabsichtigt ist keine neue Wiederholung von gängigen Argumenten, sondern differenzierte Meinungsbildung, wobei die eigenen Fragen und Erkenntnisse ins Gespräch eingebracht werden können.

Unter dem Titel „Das Schwere leicht gesagt – Humor als Brücke zum Verstehen?“ widmen sich die Gespräche in diesem Jahr den Chancen, über einen humoristischen Zugang Krisen, Lebensumbrüche und Leiderfahrungen zu reflektieren und zu überwinden. Neben psychologischen und theologischen Erkundungen soll auch herausgestellt werden, das die befreiende Kraft des Lachens uns helfen kann, den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen und ihnen etwas entgegen zu setzen. Die Referentinnen und Referenten aus Religion und Wissenschaft gehen diesen Fragen an drei Abenden auf den Grund und stehen für das Gespräch mit dem Lüttringhauser Publikum zur Verfügung:

  • 8.11.2022 Humor – Eine befreiende Weise des Widerstands? Facettenreichtum des Humors und seine existentielle Dimension Dr. theol. Dr. h.c. Peter Bukowski
  • 15.11.2022 Wir sind doch alle Schwestern und Brüder... Humorvolle Betrachtungen aus dem Kabarett Helga Siemens-Weibring
  • 22.11.2022 Wenn der Mensch lacht, ist er leicht wie ein Engel Heitere und besinnliche Geschichten über die befreiende Kraft der anderen Perspektive Diakon Willibert Pauels

Grüne Schulhöfe für ein angenehmeres Klima

Zu den nächsten Sitzungen der Bezirksvertretungen und des Schulausschusses liegt der Antrag der Gestaltungsmehrheit von SPD, Grünen und FDP vor, Verwaltung möge grundsätzlich die Entsiegelung von Schulhöfen und die Ausgestaltung mit Spielgeräten für mehr Aufenthaltsmöglichkeiten – unter Einzelfallbetrachtung – umsetzen, sofern Sanierungen und Erweiterungen anstehen, und zugleich prüfen, ob die Kosten aus dem städtischen Budget für die Erweiterungsbauten an Grundschulen finanziert werden können bzw. ob bereits Fördermittel im Rahmen des NRW- Konjunkturprogramms der Landesregierung wurden. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auf die von der TBR vorgeschlagene Lösung zur Reduzierung der Kosten für die Entsiegelung von Schulhöfen.

Begründung: „Klimaschutz und Klimaanpassung stellen uns vor immer größere Herausforderungen. Innovative Projekte und Ideen sind gefragt. Viele Städte haben bereits Maßnahmen ergriffen. Anhand der Drs.16/2893 ‚Erweiterungsbauten an Grundschulen‘ möchten wir erneut das Thema der Neugestaltung bzw. Umgestaltung von Schulhöfen aufgreifen. Die Entsiegelung von Schulhöfen ist mit Blick auf den Klimawandel durchaus von großer Bedeutung. Der „Grüne Schulhof“ würde inmitten vieler Quartiere zu einem angenehmen Klima beitragen.
In Düsseldorf ist der erste Schulhof entsiegelt worden. Der Pausenhof wurde abgebrochen und durch einen Schulgarten und durch wasser- und luftdurchlässiges Pflaster ersetzt. Der Schulhof kann so zu einem Erholungs- und Lernort werden. Gefördert werden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt, dass diese Freiflächen einen hohen Grünanteil in der Stadt haben werden und somit von großem stadtökologischem Wert sind. Das Land NRW hat im Rahmen des NRW-Konjunkturprogramm zur Corona-Hilfe ein Klimaresilienz-Programm aufgelegt. Entsprechend der Drs. 16/1687 wurde mitgeteilt, dass über den Förderantrag noch nicht entschieden wurde und dieser geprüft werden sollte.“