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Bei zweitem Geldsegen könnte die Stadt hoffen

Sollte es im kommenden Jahr eine zweite Auflage des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ geben, könnte das Remscheider Freibad im Eschbachtal darauf hoffen, vom Geldsegen aus Berlin doch noch etwas abzubekommen. In diesem Jahr war Deutschlands ältestes „Strandbad“ leider leer ausgegangen. Für eine Fortsetzung des Förderprogramms will sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt einsetzen. Das sagte dieser gestern Stadtdirektor Sven Wiertz und Stefan Grote, dem Vorsitzenden des Fördervereins Freibad Eschbachtal e.V., bei einem konstruktiven Ortstermin.

Im August 2018 hatte die Stadt aus dem Fördertopf des Bundes 4.038.000 € beantragt. Zunächst war von beantragten neun Millionen Euro die Rede gewesen. Ein Fachunternehmen hat den gesamten Sanierungsstau im Freibad auf rund zehn Millionen € geschätzt. Für den ersten Bauabschnitt (Stützwand / Technikgebäude / Technik komplett) waren dann aber „lediglich“ die 4,03 Millionen € beantragt worden. Doch trotz des historischen Hintergrundes als ältestes Binnenfreibad Deutschlands mit künstlicher Wasserzufuhr war der Antrag in der Haushaltssitzung des Deutschen Bundestages am 10. April 2019 nicht berücksichtigt worden. Der Grund, so Hardt gestern: Das Bundesprogramm war mit rund 1.300 Antragstellern neunfach überzeichnet. Stefan Grote hatte daraufhin enttäuscht einen Offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten geschrieben: "Dies ist für uns wie ein Schlag ins Gesicht!" Eine Reaktion, für die Grote Hardt gestern um Verständnis bat. Schließlich müsse das Freibad dringend saniert werden, könne aber von der finanzschwachen Stadt die nötigen Gelder nicht erwarten. Das bestätigte bei dem Treffen Stadtkämmerer Sven Wiertz.

Der OB schrieb einen Geburtstagsbrief an unsere Stadt

Die Großstadt Remscheid feierte am Samstag ihren 90. Geburtstag. Und das Programm – aus Bordmitteln und ohne großen finanziellen Aufwand gestaltet, wie angesichts der Finanzlage der Stadt auch nicht anders denkbar – war für Jung und Alt gleichermaßen unterhaltsam. Auf großes Interesse stießen vor allem die Jubiläumsausstellung im Rathaus, die Turmführungen und die Rathausführungen mit Museumsleiter a.D. Dr. Urs Diederichs. Der abwechslungsreiche Tag mit Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“ Tanzvorführungen der Lenneper Turngemeinde, Stand Up Comedy mit Sascha Korf, der Jim Rockford Band, Präsentationen von Feuerwehr und TBR sowie vielen Spielmöglichkeiten und Zauberei für Kinder klang aus mit einer Party im Rathaus mit Musik der 1920-er Jahre. Das Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum Stadtjubiläum fiel diesmal anders aus als üblich – er hatte daraus einen „Geburtstagsbrief an unsere Stadt“ gemacht:

Liebes Remscheid,

herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. 90 Jahre bist du gerade geworden. Für uns sind 90 Jahre eine Ewigkeit, für eine Stadt befindest du dich in noch sehr jungen Jahren. Du bist als Großstadt jung, obwohl deine Stadtteile sehr viel älter sind. Es sind stolze Stadtteile, früher eigenständige Städte. Jeder Stadtteil hat seine eigene Geschichte.

Dies spürt man noch bis heute. Liebes Remscheid, deine Bürgerinnen und Bürger sind gerne erst einmal Lüttringhauser, Lenneper, Hastener, Kremenholler, Honsberger, Bliedinghauser usw. Und dann erst sind sie Remscheiderinnen und Remscheider. Daran hat sich in den vergangenen 90 Jahren nichts geändert. Die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil oder gar Quartier ist etwas, was Remscheid so bemerkenswert macht.

Manchmal ist es anstrengend. Da schauen manche schon mal eifersüchtig auf das, was gerade im anderen Stadtteil geschieht. Dann ist man nicht die gemeinsame Großstadt, dann kämpft man darum, dass es dem eigenen Sprengel mindestens genauso gut geht wie den anderen, am liebsten noch ein bisschen besser.

Häufig, nein meistens aber  ist es liebenswert. Was würdest du, Remscheid, ohne die Menschen machen, die sich in ihren Stadtteilen engagieren. Dann gäbe es keinen Lenneper Sommer, keine Heimatspiele in Lüttringhausen, kein Fest auf Hasten oder Honsberg. Dann gäbe es nicht die tollen Vereine, die so sehr für die Attraktivität in ihrem Stadtteil sorgen. Wie wäre es um dich, Remscheid, bestellt, wenn es nicht die vielen Ehrenamtlichen gäbe, die sich für die Menschen und das Miteinander in den Stadtteilen einsetzen würden.

Ja, Remscheid, du kannst stolz auf dich und deine Stadtteile sein. Und du kannst stolz auf deine gemeinsame Geschichte sein. Egal, ob es nun damals vor 90 Jahren tatsächlich nur vier Stimmen Mehrheit für den Zusammenschluss gab, du hast eine bewegte und bewegende junge Geschichte. Du hast viel erlebt. Als Seestadt auf dem Berge wirst du bezeichnet. Nach wie vor tragen Werkzeug und andere Industriegüter deinen Namen in alle Welt. Du hast die schreckliche Zeit des Faschismus und des fürchterlichen zweiten Weltkriegs erlebt und erlitten. Du bist wieder aufgebaut worden. Manche Narben sieht man heute noch. Nein, auf den ersten Blick zeigst du nicht deine Schönheit. Man muss sich Zeit nehmen und in die Altstädte und die kleinen Hofschaften gehen. Da zeigst du dich von deiner attraktivsten Seite. Manchmal sollte man auch in die Luft gehen. Nicht aus Ärger, sondern um einmal von oben zu ermessen, wie schön unser Umfeld ist. Übrigens reicht dafür schon ein Blick vom Rathausturm.

Deine Bürgerinnen und Bürger sind keine Westfalen und keine Rheinländer. Was sind sie denn dann? Es scheint so, als ob sie von der Mentalität beider Nachbarn etwas in sich vereinen. Sie sind besonnen und herzlich, ohne überschäumend zu sein. Das ähnelt ein wenig dem Westfälischen. Sie können feiern und haben viel Humor. Anleihen ans Rheinische. Seit vielen Jahren sind viele Menschen aus anderen Ländern bei uns heimisch geworden und bringen ganz neue Lebensarten dazu. Das alles zusammen ergibt einen ganz besonderen Menschenschlag:  Sie sind eben Bergische. Manchmal sind sie mir zu pessimistisch und zweiflerisch. Das müssten sie eigentlich nicht sein. Natürlich gibt es Sorgen und Probleme. Die bezeichne ich lieber als Herausforderungen. Das klingt gleich viel optimistischer.

Liebes Remscheid, ja, was ich dir zu deinem Geburtstag vor allem wünsche, ist sehr viel Optimismus. Wenn wir uns alle auf die Stärken dieser Stadt mit ihren so unterschiedlichen Stadtteilen und ihren liebenswerten Menschen hier besinnen, wenn wir alle das Glas immer als halbvoll betrachten, wenn wir uns alle in der Verantwortung sehen, nicht nur danach zu fragen, was du Remscheid für die Menschen tust, sondern, was wir alle für unsere Stadt tun können, dann bin ich für deine Zukunft nicht bange. Deswegen lasst uns alle heute den 90. Geburtstag gemeinsam feiern, nicht als Dinner for one, sondern als schönes gemeinsames Fest für unsere Heimatstadt Remscheid. Ganz herzlichen Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen Menschen, die uns dieses Fest durch ihren unermüdlichen Einsatz ermöglichen. Remscheid, Glück auf.

90 Jahre Großstadt Remscheid wird gebührend gefeiert

Am morgigen Samstag sollen 90 Jahre Großstadt Remscheid gebührend gefeiert werden. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz möchte die Stadt das Zusammengehörigkeitsgefühl von 2014 wieder aufleben lassen und lädt alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger zu diesem Ereignis herzlich ein! Von 12 bis 22 Uhr erwartet sie ein buntes und vielfältiges Bühnenprogramm für die ganze Familie sowie viele weitere Attraktionen auf dem Theodor-Heuss-Platz und im Remscheider Rathaus. Auch für das kulinarische Wohl der Besucherinnen und Besucher ist mit einem abwechslungsreichen Produktangebot von herzhaft bis süß gesorgt.

Ab 21 Uhr lädt das Rathaus zu einer Reise in die Vergangenheit ein! Feiern Sie zur Musik der 1920-er Jahre und lassen den Abend bei lebhafter Stimmung sowie der ein oder anderen Getränkespezialität ausklingen! Das Programm nach Orten chronologisch:


RATHAUS REMSCHEID

11:30 bis 24 Uhr: Jubiläumsausstellung 90 Jahre Großstadt Remscheid
13 bis 18 Uhr: Turmführungen
14 bis 14.45 Uhr:& 17 bis 17.45 Uhr: Rathausführung mit Dr. Urs Diederichs
21 bis 24 Uhr: 20er-Jahre Party mit DJ Chris (Rathausfoyer)

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“
13:30 - 13.45 Uhr: Grußwort Herr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Foto)
13.45 Uhr:- 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band
20 bis 22 Uhr: YouWho

THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 20 Uhr: Feuerwehrwagen der Feuerwehr RS und Müllfahrzeuge der TBR, verschiedene Spielgeräte für die ganze Familie, Fotoaktion „Sie in 1929“
13.15 Uhr:- 13:30 & 15.45 Uhr:- 16 Uhr: Zauberei für die Kleinen
16 bis 16.30 Uhr:  #5630

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr:&13.45 Uhr bis 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG Auf die Bühne, fertig, los! Die Kindertanzgruppe der LTG tanzen wie die Stars auf der großen Bühne. Der Verein bietet von Tanz, Yoga, Zumba über Cycling, Nordic-Walking, Capoeira und Babyschwimmen Kurse für jeden Geschmack. Leidenschaft, Ehrgeiz, Freude, Offenheit, Gemeinschaft. All dies sind Attribute des Sports bei der Lenneper Turngemeinde 1860 e.V. www.ltg-sport.de
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“ Es war einmal in Remscheid zur Zeit eines großen Jubiläums. Alle freuten sich auf das Fest, planten, fieberten, organisierten… Alle? Nein nicht alle. Im Zirkus langweilte sich Leo, der Löwe. Er wollte lieber nach New York, um dort ein gefeierter Star zu werden. Aber die garstige Zoodirektorin, Hera Röntgen, hätte so etwas natürlich niemals erlaubt... Lassen sie sich entführen und erleben sie eine spannende Geschichte um Leo, unseren König von Remscheid!
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf Das passiert. Das entsteht. Das verzückt. Aus der Hüfte, fertig, los! Nach dem Motto „alles ist möglich“ zaubert Sascha Korf aus jedem Auftritt ein neues Ereignis. Seine unglaubliche Schnelligkeit, Energie und Sympathie sind der Motor der Show, gepaart mit grandioser Situationskomik, pointierten Alltagsbetrachtungen und wilden Improvisationen. www.sascha-korf.de
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“ Manche Filme kann man sich ohne Musik gar nicht vorstellen. Balu der Bär ohne sein Lied über Gemütlichkeit? Oder Timon und Pumbaa ohne Hakuna Matata? Die Sängerinnen Verena Itze und Meike Pöther euch mit auf eine Reise durch die Geschichte der Filmmusik und Kinderlieder zum Mitsingen.
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band Die Jim Rockford Band erweckt Emotionen – in jedem Song. Das facettenreiche Repertoire der Jim Rockford Band reicht von Modern, Standard, Dinner, Lounge, Jazz und Easylistening bis hin zu Pop, Soul, Gala, aktueller Chart und Party-Musik. Wenn sich eine eingespielte Profi Band auf wechselnde Solisten (Gesang, Saxophon) einlässt, entstehen einzigartige Interpretationen bekannter Songs, die das Publikum verzaubern. www.jim-rockford-band.de
20 bis 22 Uhr: YouWho Sechs Musiker der regionalen Band spielen ausschließlich Live-Musik mit einer hochexplosiven Mischung aus Rockklassikern, Partykrachern aus vier Jahrzehnten und aktuellen hartst rmer. ou ho bieten ein musikalisches Feuer erk auf höchstem Niveau mit perfekter Licht- und Soundtechnik und ist damit zu Recht eine der beliebtesten Coverbands in NRW. www.youwho.de.

Passend zum 90jährigen Stadtfest gibt’s am Verkaufsstand des Stadtmarketings auf dem Theodor-Heuss-Platz ein neues Remscheid-Souvenir. Der 2D-Magnet-Löwe aus Holz mit Druck in den Maßen 10 x 5,5 Zentimeter passt auf jedes Magnetbrett und an jeden Kühlschrank. Er ist für 3,50 Euro (2,94 Euro zuzüglich 19% MwSt.) mit der Artikelnummer 10008 ab sofort auch online auf www.unser-remscheid.de zu bestellen. Ab heute, Freitag, ist er auch beim Stadtmarketing (Alleestraße 6-8, 1. Etage, 42853 Remscheid) und in der ErlebBar (Hindenburgstraße 8, 42853 Remscheid) erhältlich.

 

Hohenhagen: 1972 wurde der Flugbetrieb eingestellt

Der „Hans-Bertram-Weg“ und die Straße „Am alten Flugplatz“ auf dem Hohenhagen erinnern an Zeiten, da war nicht der große Kinderspiel- und Bolzplatz gleich nebenan  d e r  Anziehungspunkt für Jung und Alt, sondern es war der Flugplatz, der sich über die gesamte Anhöhe erstreckte, von der Hohenhagener Straße bei Edscha bis zum heutigen Ev. Gemeindezentrum an der Eschenstraße. Der am 26. Februar 1906 in Remscheid geborene Hans-Karl Bertram, Sohn eines Gastwirts aus der Salemstraße/Nordstraße, soll in den 1920er Jahren, als er zuerst in Hamburg und danach in München Flugunterricht nahm und die Kunstfliegerprüfung ablegte, als einer der Ersten einen Flugplatz auf dem Hohenhagen gefordert haben. (Bertrams schillernder Lebenslauf als Pilot, Schriftsteller und Regisseur  ist bei Wikipedia nachzulesen).

Zu den ersten Segelfliegern in Remscheid kurz nach dem 1. Weltkrieg gehörten Heinz Klein und  Max Brück. Um 1924 entstand der Flugplatz auf dem Hohenhagen (Foto links). Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Alliierten die Fliegerei verboten hatten, trafen sich die begeisterten Luftsportler dennoch weiterhin im Lokal Breidenbach auf dem Hohenhagen. Und gingen mit dem selbstgebauten "Schulgleiter 38 - Tü Pitter" in die Lüfte, kaum war das 1950/51 wieder erlaubt. Die Gründung des Luftsportclubs Remscheid ließ nicht lange auf sich warten. Am 11. November 1950 war es soweit, und kurz darauf folgte der zweite Segelflieger "Tü Pitter II", ein Doppelsitzer (für Lehrer und Schüler). Gestartet und gelandet wurde auf dem kleinen Flugplatz in der Hildener Heide. 

Der Motor- und Segelflugbetrieb auf dem Hohenhagen wurde erst 1958 wieder zugelassen. Er lockte in den Folgejahren insbesondere an schönen Wochenenden viele Schaulustige aus Remscheid und Umgebung an. Zumal dem Luftsportclub Remscheid auch Flieger aus Wuppertal, Solingen, Wipperfürth, Bergisch Gladbach und Wermelskirchen beitraten. Nicht alle kamen so heil wieder herunter, wie sie gestartet waren. Auch tödliche Abstürze (zum einen, weil die Technik noch nicht so weit fortgeschritten war, zum anderen, weil die Begeisterung größer war als das fliegerische Können) waren zu verzeichnen (Foto unten rechts), darunter der des Lebensmittelhändlers Sersch aus dem Steinberg (wie hieß er noch gleich mit Vornamen?)  – und wurden von den Schaulustigen schaudernd fotografiert. Auch ein Rentner kam zu Tode, als eine Cessna über die Startbahn Richtung Stadtzentrum hinausschoss und ihn auf einer Bank traf. 1972 wurde der Flugbetrieb auf dem Hohenhagen eingestellt. Somit wurde der Flugplatz Remscheid nach dem Zweiten Weltkrieg gerade mal 14 Jahre alt.

Ausstellung "Am anderen Ende der Welt" ab 13. 8.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In der Zentralbibliothek, Scharffstraße 4-6, ist von Dienstag, 13. August, bis Samstag, 14. September, eine Ausstellung mit Foto-Impressionen von Neuseeland zu sehen. Dorthin waren 2018 der Fotograf und Maler Udo Straßmann und seine Frau gereist. Der Remscheider Fotograf, der sich auf seinen Reisen sowohl für die Landschaften als auch für die Menschen und ihre Kultur interessiert, war von dem Inselstaat im südlichen Pazifik fasziniert. Seine ausdrucksstarken Aufnahmen geben einen Einblick in die Vielfalt neuseeländischer Naturschönheiten und zeigen auch einzelne Porträts von Einheimischen. Zusätzlich präsentiert Udo Straßmann am Mittwoch, 11. September, um 18.30 Uhr seinen Video-Film über Neuseeland. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag 11 bis 19 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 11 bis 18 Uhr, Freitag 11 bis 19 Uhr und Samstag 11bis 13 Uhr.

Anders als bei Australien wohnt Neuseeland nicht erst seit den Filmszenen des Auenlandes aus dem Film „Herr der Ringe“ eine Faszination inne, die sich seit der ersten Besiedlung durch die Maoris bis in die heutige Zeit für Jugendliche mit „Travel & Work“ und Naturbegeisterte hinzieht. Dabei gibt es die Naturschönheiten in einer Fülle, die ihresgleichen sucht: tief eingeschnittene Fjorde, die Gebirgswelt der neuseeländischen Alpen mit ihren bis fast zur Tasmansee reichenden Gletschern, subtropische Regenwälder mit endemischer Flora und Fauna, eine schottisch-irisch anmutende Landschaft mit Schafen und Rindern, Vulkane und Küstenlandschaften. Hinzu kommt eine sehr herzliche Bevölkerung - zusammengesetzt aus Auswanderern aller Herren Länder - die gelernt hat, in Respekt miteinander umzugehen. Die Vielfältigkeit des Landes kann in dieser Foto-Ausstellung nur angedeutet werden - weitere Einblicke finden Interessierte auf seiner Homepage https://ustra-fotografie.de/reisen/ neuseeland-2018/.

Plan zur Sanierung des Freibades beantragt

Zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 5. September und des Ausschusses für Sport am 25. September hat die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, der Verwaltung den folgenden Prüfauftrag zu erteilen für

  • eine Planung für das „Freibad Eschbachtal 21“
  • die Ermittlung der erforderlichen Finanzierungsbedarfe und
  • eine Investitionsplanung unter Ausnutzung aller Förderoptionen im Rahmen der Haushaltsfortschreibung, gegliedert nach Bauabschnitten. Diese Planung soll die vollständige Sanierung des Remscheider Freibades schrittweise innerhalb von fünf Jahren abbilden und auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Folgekosten neu ermitteln.

Bei der Planung der Bauabschnitte sei darauf zu achten, dass in den Sommermonaten – soweit technisch möglich – der Betrieb des Freibades – ggf. in Teilbereichen – aufrechterhalten werden sollte. Auch sei die Sanierung darauf auszurichten, dass der Pflegeaufwand verringert, die Nutzungszeiten verlängert, der Ressourcenverbrauch vermindert und die Barrierefreiheit verbessert wird. Vordringlich hierfür sei eine vollständige Erneuerung der technischen Anlagen und der Umbau der Schwimmbecken nach heutigem technischem Standard (Wegfall Fliesen, Einsatz von V4A-Stahl als Beckenmaterial).

Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung möge die Verwaltung berücksichtigen, dass die Eintrittspreise des Freibades auch weiterhin familien- und bürgerfreundlich sein sollen.

„Das groß angekündigte Bundes-Förderprogramm für Schwimmbäder ist vor Ort in den Städten nicht angekommen. Anträge wurden reihenweise abgelehnt, ohne dass deutlich geworden ist, woran es bei den Förderanträgen hakt. Das Freibad Eschbachtal hätte die beantragten Mittel für den Sanierungsbedarf dringend gebraucht. Wenn jetzt unter dem Strich von 60 Anträgen aus Nordrhein-Westfalen nur zehn bewilligt wurden, hilft das kaum“, schreibt die SPD-Fraktion in der Antragsbegründung. „ Auf der einen Seite müssen wir feststellen, dass immer weniger Kinder schwimmen können, und bemühen uns um Programme zum Schwimmen lernen - auf der anderen Seite hakt es mit der Sanierung der Schwimmbäder. Ende Juli haben 25.000 Menschen das Freibad Eschbachtal aufgesucht und somit Magnet und Anziehungspunkt für Badegäste. Das älteste Freibad Deutschlands liegt in idyllischer Lage tief unten im Remscheider Wald und grenzt an unsere Nachbarstadt Wermelskirchen. 1912 eröffnete das Freibad seine Pforten und ist seit dieser Zeit aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Menschen und Familien, die nicht in den Sommermonaten vereisen können, sollten einen Ort zum Schwimmen und Baden im Freien vorfinden. Remscheid muss das Freibad Eschbachtal erhalten!“

Zuerst viel Wasser von oben und dann beschaulich

Der Anfang des Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. war am vergangenen Freitagabend nicht gerade vielversprechend. Denn ein Wolkenbruch ging über der Lenneper Altstadt nieder und vertrieb zahlreiche Gäste. Wer unter Regenschirmen ausharrte, habe bald  mehr Wasser in seinem Glas gehabt als Wein, wurde dem Waterbölles berichtet. Der hatte sich frühzeitig entschieden, dem Fest erst am Sonntagnachmittag einen Besuch abzustatten. Und damit lag er richtig. Gestern gegen 17 Uhr ging es auf dem Alter Markt richtig beschaulich zu. Und das Wetter hätte nicht besser sein können.

Keine Teilnahme ohne Ticket gilt generell

Auch in diesem Jahr wird es in Remscheid wieder „Wochen der älteren Generation“ geben, und zwar vom 31. August bis 14. September. Aber: „Was heißt hier eigentlich ‚ältere‘?“, fragt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Vorwort der kleinen Programmbroschüre, die jetzt an vieren öffentlichen Stellen in der Stadt ausgelegt wird. „Natürlich geht es in der Woche um Themen von Menschen in unserer Stadt, die zumeist das Berufsleben abgeschlossen und die Kinder ‚aus dem Haus‘ haben. Aber jeder sollte sich davor hüten, diese Generationen zu unterschätzen. Sie sind in vielen Organisationen nach wie vor diejenigen, die die Arbeit stemmen und für den Zusammenhalt sorgen. Sie engagieren sich und zeigen, dass Remscheid ihre Stadt ist. Und dennoch, gleichzeitig wäre es unverantwortlich, sich nicht auch mit Themen zu befassen, die im Alter auf jede/n von uns zukommen. Die Wochen für die ältere Generation beinhalten alles: Von der fröhlichen Begegnung bis zur Diskussion um ernste Themen.“ Der Dank des OB gilt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des vielfältigen Programms sind, vor allem den Mitgliedern des Seniorenbeirates.

Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr haben den ehrenamtlichen Helfern gezeigt, dass wohl der richtige Weg ist, um möglichst viele Seniorinnen und Senioren zu erreichen. Deshalb wird die Ticketausgabe beibehalten: Am ersten Anmeldetag, dem 7. August, werden nur persönliche und keine telefonischen Anmeldungen entgegennehmen. In der neuen Programmbroschüre sucht man deshalb auch die Telefonnummer des Seniorenbüros vergeblich. Die Ausgabe soll um 9.30 Uhr beginnen damit auch die Besitzer vom Ticket 2000 rechtzeitig vor Ort sein können. Pro Person werden nicht mehr als zwei Tickets für eine Veranstaltung ausgeben. „Keine Teilnahme ohne Ticket!“ gilt für alle Veranstaltungen, also auch die kostenfreien. Ausgenommen davon ist lediglich die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 31. August, von 14 bis ca. 17 Uhr im VHS-Saal, Elberfelder Str. 32. Die Anmeldung hierzu erfolgt telefonisch bei der Volkshochschule unter Tel. RS 16-3491. Diesen bunten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen wird der Frauenchor Ehringhausen musikalisch begleiten. Eintritt: sechs €. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 80 begrenzt.

Nachfolgend die weiteren Programmpunkte der „Wochen der älteren Generation 2019“:
 

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Das Verbindende soll am 10. August gefeiert werden

„Ab 1. August Groß-Remscheid“ prangte heute vor 90 Jahren auf der Titelseite des Remscheider General-Anzeigers. „Lennep und Lüttringhausen gehören von heute an zu Remscheid. Ebenso treten heute die verschiedenen Grenzregulierungen in Kraft. (...) In diesem Augenblick begrüßt Remscheid die 25.000 neuen Gemeindemitglieder ehrlich und herzlich und reicht ihnen die Hands zu gemeinsamer Arbeit. Mögen Lennep und Lüttringhausen sich mit der gleichen Unvoreingenommenheit und demselben Verantwortungsgefühl in den Dienst des neuen Gemeindewesens stellen, wie es Remscheid von sich mehrfach bekundet hat.“ Zitiert wird sodann aus dem Willkommensgruß des damaligen Remscheider Oberbürgermeister Dr. Hartmann: „Gewerbefleiß du Bürgersinn, die alle drei Städte groß gemacht hat, sollen auch die Stützen des Gemeindewesens werden. Möge unsere große Bergstadt ... stark werden und einer Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt entgegensehen zum Segen unserer gesamten Bürgerschaft.“ Und der Artikel endet mit den Sätzen: „Nun zieht Remscheid Teile des Kreises, mit dem es einstmals verbunden war, an sich. Der lebenden Generation erwachsen damit größere Aufgaben als dereinst. Ihre Aufgabe ist es, den Vätern, die sich durch Weitblick und zugleich kluges Maßhalten, durch Fleiß und Sparsamkeit auszeichneten, nachzueifern, dann braucht uns trotz der Lastenschwere der Gegenwart um die Zukunft nicht bange zu sein, dann wird auch das g r ö ß e r e  R e m s c h e i d im Kranz der deutschen Städte einen a c h t u n g s g e b i e t e n d e n ,  e h r e n v o l l e n P l a t z  einnehmen.“

Wie es zu dieser Eingemeindung kam, beschreibt der Remscheider Journalist Dr. Gerd Courts in seinem  zweiten Buch „Remscheid so wie es war“, siehe Waterbölles vom 24. Juli 2019: „"Kulturelle Mitte" - von Eingemeindeten nicht bestritten“. Zitat: „Die städtebauliche Vision vom Zusammenwachsen der drei ehemals selbständigen Gebilde blieb Wunschtraum, wird heute, da Grünzonen längst den Vorzug vor lückenloser Flächenbebauung haben, wohl auch nicht mehr betrieben. Und doch kann man nicht sagen, dass die Zusammenlegung von Remscheid, Lennep und eines Teils von Lüttringhausen ein einziger großer Irrtum gewesen wäre.“

Nun also bald 90 Jahre Großstadt Remscheid! Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz kein „Dinner for One“ in Anspielung auf dem Silvester-Dauerbrenner im Fernsehen, sondern eine „Party für alle“, wie er gestern betonte. „Nichts gegen Qartiersidentitäten. Die gibt es auch in Hasten, Honsberg, Goldenberg, Hasenberg“, so der OB. Und natürlich gebe es auch Eifersüchteleien (etwa, wenn bei finanziellen Förderungen). Doch die Remscheider Stadtteile, auch Lennep und Lüttringhausen, hätten auch viel, was sie verbinde. Und das gelte es am 10. August zu feiern.

Abgesehen von der Ausstellung zur Stadtgeschichte, die von Jörg Holtschneider zusammengestellt wurde und die ab 10. August für mindestens zwei Wochen im Remscheider Rathaus zu sehen sein wird, geht das Programm des Jubiläumsfestes auf die Gebietsreform von 1029 nicht weiter ein („Weil sie schon so weit zurückliegt und es kaum noch Zeitzügen gibt“, so Andreas Meike, der Leiter des Stadtmarketing der Stadt). Ein Hauch der 1920-er Jahre wird allerdings am 10, August sehr wohl durchs Rathaus wehen, was Kleidung und Musik betrifft. Und im ersten und zweiten Stock werden die aktuellen Schilder an den Türen vorrübergehend ersetzt durch Repliken, die verraten, wer in den Amtsstuben vor 90 Jahren gearbeitet hat und welche Ämter es damals gab. Das Arbeitszimmer 43 wird dann den Assessor Dr. Borcherding (war später Bürgermeister von Wermelskirchen) als „Juristischen Hilfsarbeiter“ ausweisen, weil er nur eine befristete Stelle innehatte. Borcherding (alias Dr. Urs Diederichs, Museumsleiter a.D.) wird am Jubiläumstag interessierte Bürgerinnen und Bürgern die „Amtsstuben von einst“ in zwei halbstündigen Führungen näherbringen.

Ferienprogramm "Natur" für die 4. Ferienwoche

Das Ferienprogramm "Natur" der Natur-Schule Grund geht in die 4. Ferienwoche, diesmal mit dem Biologen Jörg Liesendahl.Am Montag und Donnerstag der kommenden Woche (5. und 8. August) erforschen Kinder im Grundschulalter (ca. sechs bis zwölf Jahre) wirbellose Tiere. Jeweils von 10 bis 13 Uhr geht es um die Frage, was ein wirbelloses Tier ausmacht, welche Arten im Garten, im Haus und an anderen Orten des naturnahen Außengeländes de Natur-Schule zu finden sind und woran sie erkannt werden können. Schnecken, Insekten, Asseln und Tausendfüßer sind dabei nur einige der infrage kommenden Arten.

Am Freitag, 9. August, heißt es dann von 10 bis 13 Uhr für diese Altersgruppe "Wir erforschen Wirbeltiere I", mit Fortsetzung am Montag der Folgewoche (12.August). Was ist ein Wirbeltier, woran erkennen wir Echsen, Schlangen, Vögel aller Art? Viele Fragen, die hier beantwortet werden. Alle Termine finden in der Natur-Schule Grund und ihrem Außengelände Grunder Schulweg 13statt. Die Teilnahme kostet je Kind und Termin acht Euro. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich: info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Tel. RS 3748239.

Die Kinder sollten eine kleine Zwischenmahlzeit mitbringen. Die wetterfeste Kleidung sollte insbesondere eine lange Hose und geschlossene Schuhe umfassen, da zumindest ein Teil der morgendlichen Aktionen bei jedem Wetter im Freigelände stattfinden wird. Hier sind üblicherweise Zecken zu finden, so dass die Kleidung auch den Schutz vor diesen Tieren sicher stellen sollte.

Besondere Verkehrsregelungen zum Winzerfest

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Donnerstag, 1. August, beginnen die Aufbauarbeiten für das diesjährige Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V., das vom 2. bis 4. August (Freitag bis Sonntag) auf dem Alter Markt gefeiert wird. Wegen der zu erwartenden hohen Besucherfrequenz gelten an diesen Tagen besondere Verkehrsregelungen. Und auch für die Auf- und Abbauzeiten – bis Montagmittag ist der Alte Markt wieder freigeräumt – sind verkehrliche Änderungen vorgesehen.

Die Umfahrungsmöglichkeit Neugasse –Munsterplatz – Wetterauer Straße wird Freitag und Samstag von 15 bis 24 Uhr und Sonntag von 13 bis 22 Uhr komplett gesperrt. Gleiches gilt für die Zufahrt über die Berliner Straße.

Die Altstadt bleibt weiter über die Kölner Straße befahrbar. Die ortsfeste Einbahnstraße in der Schwelmer Straße wird hierfür aufgehoben. 

Außerhalb der beschrieben Zeiten kann die Altstadt nur über die Neugasse angefahren werden. Die Zufahrt über Berliner Straße ist außerhalb der Zeiten nur für Lieferverkehr bis Alter Markt frei.

Anwohner und Anlieger werden um Verständnis für diese Einschränkung gebeten.