Skip to content

Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

 Der Lenneper Kirmesplatz, derzeit von Fahrzeuige gesperrt. Foto: privat.Lenneper Kirmesplatz wird ansehnlicher“, titelte der Waterbölles am 24. Juni 2021. Tags zuvor hatte´ TBR-Chef Michael Zirngiebl angekündigt, die Technischen Betriebe Remscheid wollten den Platz ansehnlicher machen, bis der Bau des Designer Outlet Centers und des dazu gehörenden Parkhauses auf dem Kirmesplatz an der Brehmstraße beginne. Das daraus nichts wird, weil Richter das anders gesehen haben, ist längst bekannt.

Am Aussehen des Platzes hat sich folglich bislang auch nicht viel geändert. Das Abstellen von  Fahrzeugen ist dort trotz geplatzter DOC-Träume weiterhin verboten. Als ob es in Lennep ausreichend Parkplätze gäbe!?

Ratsmitglied Bettina Stamm (echt.Remscheid), auch Mitglied in der Bezirksvertretung Lennep, will das nicht einsehen. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 28.September hat sie deshalb den Antrag gestellt, den vorderen Teil des Platzes als Pkw-Stellfläche an Wochenenden und bei Veranstaltungen im Lenneper Röntgenstadion freizugeben, solange es für ihn keine andere Nachnutzung gebe. Zitat: „Die Zufahrten sind durch Poller versperrt. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion über fehlende Stellplätze bei Veranstaltungen in der Altstadt und im Röntgenstadion könnte mit einer temporären Öffnung des vorderen, nicht begrünten Teils des Kirmesplatzes kurzfristig zusätzlicher, öffentlicher Parkraum geschaffen werden.“

Der Bootssteg an der "Kräwi" ist sanierungsbedürftig

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 28. September und des Ausschusses für Sport und Freizeit am 25. Oktober haben die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung möge „unter der Berücksichtigung von Fördermitteln prüfen, wie die Arbeit Remscheid gGmbH bei der Erneuerung der sanierungsbedürftigen Steganlage im Freizeitpark Kräwinklerbrücke unterstützt werden kann“. Die „Kräwi“ gehöre zu einem der beliebtesten Freizeitangebote in der Stadt. Gerade in heißen Sommern sei sie ein wichtiger Ort für Kinder und Jugendliche auch mit kleinem Geldbeutel. „Um den Bootsverleih, die Vermietung von Bootsliegeplätzen etc. auch in Zukunft gewährleisten zu können, ist eine Unterstützung und Umsetzung der Erneuerung der Steganlage erforderlich!“

So sah gestern Remscheids erste Fahrradmesse aus

Remscheider Bike-Show auf dem Rathausplatz“ überschrieb der Waterbölles am Freitag die Pressemitteilung, in der die Stadtverwaltung „die erste Remscheider Fahrradmesse“ bewarb. Zwischen 10 und 17 Uhr werde sich “direkt vor dem Rathaus … an verschiedenen Ständen alles um das Thema Radverkehr" drehen, hieß es da. Da hatte sich offenbar noch niemand im Rathaus – federführend soll das Umweltamt gewesen sein – nach dem Wetterbericht für Sonntag erkundigt. Der verhieß nichts Gutes. Das bekamen schon am Samstag die Akteure und Besucher/innen von „Remscheid United“ zu spüren. Bei  "April"-Wetter und niedriger Temperatur hielt sich die Feierlaune in Grenzen. Und am gestrigen Sonntag kamen, wie ebenfalls angekündigt, noch Sturmböen hinzu. Die brachten das „Party“-Zelt von Fahrrad Nagel zum Tanzen. Den beiden Mitarbeitern im städtischen Zelt nebenan stand danach nicht der Sinn. Eher schon ein Grog, vermute ich. Einsam links  auf dem Platz auch das Lastenfahrrad, das künftig auf der Alleestraße verkehren soll. Der gesamte Rathausplatz – fast völlig leer.

Als ich aus der Tiefgarage nach oben gegangen und das „Elend für Arme“ auf dem Platz noch gar nicht gesehen hatte, war mir eingefallen: „Remscheid braucht eine Stadthalle für Veranstaltungen jeder Art!“ Und was sagt mir fünf Minuten später Klaus Kreutzer, der bekennende Radfahrer und Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V., gleich nach der Begrüßung: „Remscheid braucht eine Stadthalle!“ Um einen Förderverein zu gründen fehlten uns leider fünf weitere Interessierte.

In einer trockenen Halle hätten gestern sicher auch Polizei und Verkehrswacht ihre Ankündigung wahrgemacht und  sich mit eigenen Ständen an der Bike-Show beteiligt. So aber hatten sie am frühen Morgen im Rathaus abgesagt. Bei diesem Wetter die einzig richtige Entscheidung! Die hätte im Rathaus der Oberbürgermeister oder der zuständige Dezernent treffen können. Sie waren aber offenbar nicht gefragt worden. Und auch das Stadtmarketing nicht. Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Remscheider Bike-Show auf dem Rathausplatz

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Sonntag, 18. September, findet in Remscheid die erste Remscheider Bike-Show statt – eine Fahrradmesse, zu deren Besuch Sie herzlich auf dem Theodor-Heuss-Platz eingeladen sind.  Direkt vor dem Rathaus dreht sich zwischen 10 und 17 Uhr an verschiedenen Ständen alles um das Thema Radverkehr. Neben der Möglichkeit, aktuelle Fahrradmodelle zu begutachten und vor Ort Probe zu fahren, wird auch das Thema des regionalen Radtourismus präsentiert. Zum Thema „Sicherheit auf dem Fahrrad“ betreuen die Polizei und die Remscheider Verkehrswacht Stände. Auch die Stadtverwaltung ist mit einem Stand rund um den Radverkehr und die Radinfrastruktur vertreten und möchte die Gelegenheit nutzen, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Anregungen von Ihnen, den alltäglichen Nutzerinnen und Nutzern der Radinfrastruktur, sind der Stadt besonders wichtig und werden als wertvolle Hinweise für die weitere Radverkehrsplanung in Remscheid genutzt.

Weiterhin haben die Besucherinnen und Besucher der Bike-Show erstmalig die Möglichkeit, sich über das Projekt „Remscheid bringt’s“ mit seinem Lastenfahrrad zu informieren. Denn ab November diesen Jahres heißt es in Remscheid: Einkaufen per Internet beim Innenstadthändler und umweltfreundlich „grün“ liefern lassen. Das Ziel ist, den Einzelhandel vor Ort zu stärken und gleichzeitig etwas für den Klima- und Umweltschutz in Remscheid zu tun. Statt bei Amazon & Co. zu shoppen, können dann alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger alternativ die neue Einkaufsplattform nutzen. Aus diesem Grund wird das Unternehmen e-cargo, welches „Remscheid bringt’s“ umsetzen wird, bei der Bike-Show vertreten sein.

Zudem findet um 15 Uhr die Auszeichnung der erfolgreichsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie der erfolgreichsten Teams der diesjährigen STADTRADELN Kampagne in Remscheid statt. Die Auszeichnungen gehen an die drei Teams mit den meisten geradelten Gesamtkilometern bzw. mit den meisten geradelten Kilometern pro Person im Teamdurchschnitt, die drei Frauen bzw. Männer mit den meisten geradelten Kilometern sowie die drei Schulen mit den meisten geradelten Kilometern bzw. den meisten Teammitgliedern.

Die erste Remscheider Bike-Show findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche statt. Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, die seit 2002 Kommunen die Möglichkeit bietet, ihren Bürgerinnen und Bürgern Themen nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.
Hintergrund für die Teilnahme an der Mobilitätswoche ist die vom Stadtrat beschlossene gesamtstädtische Mobilitätsstrategie sowie das gerade in Umsetzung befindliche Radverkehrskonzept. Damit verpflichtet sich die Stadt Remscheid unter anderem zur Radverkehrsförderung sowie zur Umsetzung von Informations- und Motivationskampagnen zur klimafreundlichen Mobilität.

Spannende Stunden bei gemeinschaftlicher Aktion

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI)

Zum Auftakt des Ausbildungsvorbereitungsjahres (AVJ) im BZI ging es jetzt zum gemeinsamen Drachenbootfahren auf den Beyenburger Stausee. Neben dem Spaß und dem gegenseitigen Kennenlernen spielte dabei der Team-Gedanke eine zentrale Rolle. Bei Traumwetter waren die 16 Teilnehmer eine Stunde unter Anleitung auf dem Boot und mussten einen gemeinsamen Takt finden, was nach einigen Startschwierigkeiten auch gut klappte. Im Anschluss gab es ein „Multikulti-Picknick“, zu dem jeder etwas beitrug.

Integriert in die Gruppe waren drei Teilnehmer aus der Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen. „Wir hatten an dem Tag die Möglichkeit, uns alle etwas besser kennenzulernen und zusammen Spaß zu haben“, fasst Diplom-Pädagogin Anna Dörschler vom Bereich Weiterbildung im BZI zusammen. Im AVJ lernen Jugendliche die für eine Ausbildung notwendigen Schlüsselqualifikationen. Hintergrund ist, dass insbesondere Industriebetriebe zunehmend Schwierigkeiten haben, Ausbildungsplätze adäquat zu besetzen. Wie sich immer wieder herausstellt, bringen manche Bewerberinnen und Bewerber zum Zeitpunkt des Schulabschlusses die erforderlichen Voraussetzungen nicht mit, um eine Berufsausbildung in diesem Bereich erfolgreich abschließen zu können.

Zwar ist das Ausbildungspotenzial vorhanden, nicht aber die Ausbildungsfähigkeit. Im AVJ bereitet das BZI Hauptschulabsolventen (für den Bereich Metalltechnik) bzw. Schülerinnen und Schüler mit Fachoberschulreife (für den Bereich Elektrotechnik) auf die gewerblich-technische Ausbildung vor und nimmt dabei auch das Arbeits- und Sozialverhalten in den Blick. Bislang konnte eine hundertprozentige Integrationsquote in die gewerblich-technische Ausbildung erzielt

werden. Das nicht mit wird in Kooperation mit Unternehmen durchgeführt, die entsprechende Kandidatinnen und Kandidaten dafür vorsehen. Zudem bietet das BZI eigene Plätze an, die vom Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V. finanziert werden.

 

Den Radtrassen-Knoten Lennep entwickeln

Pressemitteilung der Grünen

„Eigentlich“, sagt Gerd Münnekehoff und schaut seine Zuhörer*innen beschwörend an, „ist alles schon da. Man muss es nur sichtbar machen.“ Der Vorsitzende des Vereins „Bergischer Brückenschlag“ steht auf dem Lenneper Marktplatz und stellt gemeinsam mit Susanne Fiedler, der Vorsitzenden des Arbeitskreises Fuß und Rad von Bündnis 90/Die Grünen, den „Radtrassen-Knoten Lennep“ vor.

Acht Radtrassen zählt Münnekehoff auf, die sich mitten in der Lenneper Altstadt kreuzen. Sie führen über Diepmannsbach und das Morsbachtal nach Solingen, über Lüttringhausen und Langerfeld auf die Nordbahntrasse, nach Radevormwald, Hückeswagen, Marienheide und Wermelskirchen. Wissen tue dies jedoch kaum jemand, sagt er und genau das wolle man ändern. „Es braucht ja gar nicht viel, die Wege gibt es ja schon. Man muss lediglich eine Verbindung vom Bahnhof Lennep in die Altstadt schaffen und dort entsprechende Schilder anbringen“, erklärt der leidenschaftliche Radfahrer. Dass sich das lohnt, davon ist auch Susanne Fiedler überzeugt. „Das ist definitiv eine Aufwertung für Lennep und kann auch mehr Touristen in die schöne Altstadt locken, wo sie in den Cafés einkehren und auch die Geschäfte besuchen. Es sollte also auch im Interesse der Stadt sein, dies zu entwickeln.“ Gerd Münnekehoff schwebt vor, Routen in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsstufen auszuarbeiten, um diese für Radfahrende besonders attraktiv und informativ zu gestalten. Damit die Idee Fahrt aufnimmt, sollen bald entsprechende Anträge der Politik eingebracht werden. Eine Hürde in der Umsetzung sehen die Initiatoren nicht. Und sind sicher: „Wenn alle Trassen und Radwege in den kommenden Jahren ausgebaut werden, wird es auch immer mehr Radfahrende bei uns geben.“

Die acht Radtrassen im Überblick:

  1. Lennep Markt – Diepmannsbach- Morsbachtal- Solingen
  2. Lennep Markt – Lüttringhausen- Wuppertal Langerfeld- Nordbahntrasse
  3. Lennep Markt – H2O- Dahlhausen- Beyenburg
  4. Lennep Markt – Wuppersperre- Radevormwald
  5. Lennep Markt – Feldbachtal- Wuppersperre- Radevormwald
  6. Lennep Markt – Balkantrasse- Hückeswagen- Marienheide
  7. Lennep Markt – Balkantrasse- Wermelskirchen- Opladen
  8. Lennep Markt – Remscheid- Solingen

Bemerkenswerte Sportstruktur soll erhalten bleiben

Die erstmals in 2008 aufgelegte, in 2016 fortgeschriebene und in 2021 aktualisierte Sportentwicklungsplanung der Stadt Remscheid für die Sportfreiflächen hat auch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Sportvereine im Blick, um Rückschlüsse für weitere Entwicklungen bzw. Planungen daraus zu ziehen. „Erstmals seit Jahren ist die Zahl der gemeldeten Fußballmannschaften in Remscheid unter 100 Mannschaften gesunken“, teilte die Verwaltung am Dienstag den Mitgliedern des Sportausschusses mit. „Damit setzt sich bedauerlicherweise ein Trend fort, der ggfs. coronabedingt noch verschärft wurde.“ Demnach sind in der Saison 2022/23 99 Teams als aktiv gemeldet. Die Rangfolge:  TV Hasten 19, SSV Bergisch Born 16,  SG Hackenberg und TS Struck je 11, FC Remscheid 9, SpVg. Remscheid und BV1910 je 7, SC Ayyildiz und Tura Süd je 6, VfB Marathon 5. Jeweils eine Mannschaft ist gemeldet für den FC Klausen und den Türkiyemspor (jeweils 1. Männer Kreisliga B).

In der Saison 2018/19 waren im Sportamt noch 139 Mann­schaften ( ohne Betriebssport-Fußballer) gemeldet, 120 in 2019/20 und 124 in2020/21. Das läge nicht nur an Corona, vermutete in der Sitzung Jens Peter Nettekoven (CDU), sondern auch an den noch bestehenden Ascheplätzen in Hackenberg und Neu­enkamp. Der neue Kunstrasen in Hackenberg werde voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November fertig werden, berichtete die Verwaltung. . Die gesamte Umgestaltung der Sportanlage Hackenberg werde sich von 1,575 Millionen Euro auf 1,880 Millionen Euro verteuern.
Sportdezer­nent Thomas Neuhaus kündigte im Sportausschuss an, die Stadt werde es bei der Mannschaftsstatistik n nicht belassen, sondern demnächst auch die Belegung der Sporthallen ermitteln. Nettekoven gab zu bedenken, sin­kende Zahlen seien ein Alarmzeichen, „allerdings noch kein An­lass, Sportstätten gleich zu schließen.“ Attraktive Sportangebote müsse es auch kpnftig in allen  Stadtteilen geben. Das sah auch Neuhaus so: "Die bemerkemswerte Sportstruktur, die wir erreicht haben, gilt es zu erhalten!"

Neuer Kunstrasen bewässert und unbewässert bespielbar

Umbau von Tennen- und Kunstrasenplatz in Reinshagen“, titelte der Waterbölles am. 14. März 2019. Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. März hatte die Stadtverwaltung angekündigt, neben dem Tennenplatz auch das 19 Jahre alte Kunstrasenspielfeld zu erneuern. Dieser solle einen ungefüllten Kunstrasen mit kurzem Flor, mit Beregnungsanlage und entsprechender Größe und Linierung für den Wettkampfsport für Hockey und Fußball (wie in Oelde) erhalten. Dazu hieß es nun am Dienstag im Sportausschuss: „Bei der Prüfung der unterschiedlichsten Belagstypen und Empfehlungen von Herstellern musste festgestellt werden, dass … ein wassergestützter Vollkunstrasen voraussichtlich nur eine ca. halb so lange Lebensdauer wie ein anderer Kunstrasenplatz (hat). Zudem muss er für eine entsprechende Nutzung grundsätzlich bewässert werden, auch für die Sportarten, die eigentlich keinen bewässerten Kunstrasen benötigen, was zu enormen Wasserkosten führt. Auch wenn dieser Kunstrasentyp die optimalen Eigenschaften für den Hockeysport hat, so ist er für weitere Sportarten (z. B Fußball, Schulsport –bis zu 2/3 der Platzauslastung) weniger gut geeignet.“

Daraufhin habe der Fachdienst Sport und Freizeit  nach Alternativen gesucht  und halte nun ein „teilsandverfülltes System wie z. B. der DOMO Hockey Extreme Ultra für einen optimalen Kompromiss. Bewässert, ermöglicht er den Hockeysportlern/innen die gleichen technischen Aktionen wie auf einem wassergestützten Vollkunstrasen; auch das Ballrollverhalten ist nahezu gleich. Er kann aber eben auch unbewässert von den anderen Sportarten bespielt werden und das mit erheblich besseren Eigenschaften für z. B. den Fußballsport.“ Auch habe dieses System eine viel höhere Verschleißresistenz.

Artikel vollständig lesen

Längst geplant: Holzbänke für Sportplätze

Gerne hätte die CDU-Fraktion die Ausstattung des Jahnplatzes in Lüttringhausen mit einer Überdachung und Sitzgelegenheiten von der Verwaltung prüfen lassen. Doch ihr Antrag wurde am Dienstag im Sportausschuss von allen  anderen Fraktionen und Gruppen abgelehnt. „Aus Gründender Gleichbehandlung“, wie Bernd Fiedler (Grüne) meinte. Schließlich gebe es all das auch auf anderen Remscheider Sportplätzen nicht. Sportamtsleiter Martin Sternkopf hielt die Prüfung von Sitzbänken im Übrigen noch einem anderen Grunde „nicht mehr für notwendig“. Denn es sei längst vorgesehen, „alle Sportanlagen mit Holzbänken auszustatten“.

Termin zur Vertragsunterschrift kann vereinbart werden

Die Frage von Jens Peter Nettekoven (CDU) nach einem „Zeitstrahl“ (Bauzeitenplan) für den Sportplatz Neuenkamp konnte Sportdezernent Thomas Neuhaus In der Sitzung des Sportausschusses am Dienstag nicht beantworten.  Allerdings habe die Bezirksregierung Düsseldorf dem Förderantrag des Fachdienstes Sport und Freizeit stattgegeben. Auf Wunsch des gegenwärtigen Grundstückeigentümers (RSV) und des dort beheimateten Sportvereins BV 10 sollen nach Erwerb des Platzes durch die Stadt zwei Flächen im Rahmen von Gestattungsverträgen für sportliche Zwecke als Ergänzungsangebot der beiden Vereine zur Verfügung gestellt werden – eine Multifunktionsfläche für RSV und BV 10 im rückwärtigen Teil des Geländes und einen „Gesundheits-Campus“ für den RSV im vorderen. „Damit werden perspektivisch die Angebote sinnvoll aufgebaut, die … im Rahmen des Förderantrags ‚Investitionspakt Sport‘ bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorgestellt wurden“, heißt es in der Vorlage für den Sportausschuss.

Bezüglich der bekannten Altlastenproblematik könnten durch den Fachdienst Sport und Freizeit derzeit nur Vorarbeiten in Kooperation mit dem Fachdienst Umwelt und den Technischen Betrieben (TBR) geleistet werden. Die Bezirksregierung Düsseldorf kann Entsorgungskosten erst bezuschussen, wenn die Stadt das Gelände erworben hat. Dem scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen. Im Sportausschuss teilte die Verwaltung mit, der RSV habe nunmehr per E-Mail mitgeteilt, „dass im Rahmen einer außerordentlichen Delegiertenversammlung am 10. August dem Vertragsentwurf zugestimmt wurde, und um Terminierung zur Vertragsunterzeichnung gebeten.“ Der Fachdienst Sport und Freizeit habe zwischenzeitlich absprachegemäß einen Mittelabruf der Fördermittel gem. dem Zuwendungsbescheid für die Jahre 2021 und 2022 veranlasst. Die TBR kankuliert die Sanierung des Sportpülatzews derzeiot mit 1.560.000 Ezúro.-

Freibad blieb mit 16.763 Gästen unter dem Durchschnitt

Angesichts technischer Einschränkungen und der Begrenzung auf 1.500 Badegäste pro Öffnungstag ist die Saison im Freibad Eschbachtal (Mai  – August) nach Angaben der Stadtverwaltung „weitestgehend störungsfrei und zufriedenstellend verlaufen“. Sie legte den Mitgliedern des Sportausschusses am Dienstag die vorläufige Bilanz vor, nach der die CDU-Fraktion gefragt hatte.

Vor der Corona-Pandemie hatte das Freibad auf einen wesentlich größeren Stamm von Saisonkräften zurückgreifen können als während ihr. Zitat: „Beschäftigte auf 450 €-Basis stehen lediglich mit durchschnittlich sechs Wochenstunden zur Verfügung, somit ist eine größere Zahl notwendig, um alles abdecken zu können.“ Wegen der problematischen Akquise von 450- Euro-Kräften sowie kurzfristig beschäftigten Hilfskräften und Rettungsschwimmern schon vor Beginn der Saison habe man die (unerlässlichen) Dienst- und Einsatzpläne anders aufstellen müssen. Darin seien alle Beschäftigten im Freibad mit ihren nachgewiesenen Schichtzeiten zu führen, wobei Pausen und Erholungszeiten unbedingt eingehalten werden müssten. Die gesamte Einsatzplanung erfordere einen ausreichenden Vorlauf, um  dem Betrieb (Planungs-) Sicherheit zu geben.

Derzeit kann sich das Freibad auf zwei festangestellte Bäderfachangestellte, eine Hilfskraft mit Saisonvertrag über die Arbeit Remscheid und eine Aushilfe auf 450-Euro-Basis mit Stundenkonto für ein Jahr stützen. Bei Bedarf wird eine Sicherheitsfirma mit flexiblem Stundenkonto beschäftigt. Für die Saison Mai – September nennt die Verwaltung (als geringfügig oder kurzfristig beschäftigt) einen Meister für Bäderbetriebe, vier Bäderfachangestellte, 16 Rettungsschwimmer*innen, drei Kassierer*innen und eine Verwaltungskraft mit 3,5 Std / pro Woche.

„Der Fachkräftemangel ist nicht alleine in Remscheid ein Thema. Bundesweit wird seit Jahren in Fachforen, Expertengremien aber auch Presse, Funk und Fernsehen das Fehlen von mind. 3.000 Fachkräften in der Branche diskutiert“, stellt die Verwaltung in ihrem Bericht fest. „Die Corona- Pandemie hat zu einer zusätzlichen Verschärfung der Lage geführt. Viele 450 €-Kräfte und kurzfristig Beschäftigte sind in andere Bereiche abgewandert, weil die bisherige Sicherheit, dort nebenher arbeiten zu können, nicht mehr gewährleistet werden konnte. Das Kontingent an Rettungsschwimmern, auf das in den letzten Jahren zurückgegriffen werden konnte, hat sich halbiert.“ Die Stadt Remscheid sei seit Jahren über viele Kanäle unterwegs, dem entgegenzusteuern. Neben Anzeigen in Fachforen, u.a. auch der Bundesagentur für Arbeit, und Aushänge z.B. an der Sporthochschule Köln habe man jede Gelegenheit in den Medien genutzt, um auf dieses Problem aufmerksam zu machen. So sei es schließlich dank zusätzlicher Kräfte gelungen, die kurzfristige Reduzierung der Öffnungszeiten des Freibads von 12 Uhr bis 18 Uhr um zwei Stunden (10 bis 18 Uhr) zu verlängern.

Der Fachdienst Sport und Freizeit bietet seit Jahren einen Ausbildungsplatz für Bäderfachangestellte im Freibad an, aktuell ist der Platz besetzt. Der Fachdienst sei weiterhin um zusätzliche Kräfte bemüht : „Nach wie vor besteht für Interessierte die Möglichkeit, sich die Ausbildung zum Rettungsschwimmer finanzieren zu lassen. Die künftige Entwicklung des Personalbestandes hänge auch von der Neubauplanung ab, die in den kommenden Ausschusssitzungen auf der Tagesordnung stehen soll.

ADFC fragt:  Wie ist das Radfahren in Remscheid?

Pressemitteilung Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid möchte weiterhin einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr gewährleisten. Hierzu gehört vor allem die Förderung des Radverkehrs. Um weitere Maßnahmen anzustoßen, brauchen wir die Rückmeldung der Bürgerinnen und Bürger, denn sie wissen am besten, was sie brauchen, um im Alltag mehr mit dem Rad unterwegs zu sein. Wir bitten daher alle Remscheiderinnen und Remscheider, sich ein paar Minuten für die Befragung auf www.fahrradklima-test.de zu nehmen. Bis Ende November können Sie auf dieser Internetseite des ADFC das Fahrradklima vor Ihrer Haustür bewerten.

2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in mehr als 1.000 Städten und Gemeinden. Die Stadt Remscheid wurde dabei mit der Schulnote 4,6 bewertet. Mit der erneuten Teilnahme kann nun geprüft werden, ob sich der Radverkehr in den zwei Jahren verbessert oder verschlechtert hat. Der ADFC-Fahrradklima-Test stellt in 27 gleichbleibenden Fragen nach der Fahrradfreundlichkeit vor Ort. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen. Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendlerinnen und Pendler ausreichend Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen. Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.