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Noch keine Entscheidung über Public Viewing zur EM

„Viele fußballbegeisterte Remscheiderinnen und Remscheider denken sicher noch gerne an freud- und schmerzvolle Momente beim öffentlichen ‚Rudelgucken‘ vor dem Remscheider Rathaus zurück. Zahlreiche Fans wünschen sich ähnliche gemeinschaftsstiftende Gänsehausmomente sicher auch zur EM 2020“, hat sich die CVDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid erinnert. Und auch daran: „Im Juli 2018 äußerte der Organisator der Fanfeier, Patrick Clalüna, noch Zweifel, ob es auch 2020 zur EM wieder Public Viewing geben würde.“ Zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am Donnerstag hatte die CDU nachgefragt, ob die Stadt davon ausgehe, dass es auch anlässlich der Fußball- Europameisterschaft wieder die Möglichkeit für sogenanntes „Public Viewing“ vor unserem Rathaus in der Innenstadt geben werde und ob das Stadtmarketing schon Gespräche geführt habe, ob und in welcher Form der Wettbewerb in unserer Stadt öffentlich gezeigt werden könnte.

„Wir können verstehen, dass man sich eine solche Entscheidung nicht einfach macht, zumal der Erfolg einer solchen Veranstaltung von Faktoren abhängt, die wir vor Ort nicht beeinflussen können. Im Sinne der Fans würden wir uns natürlich freuen, wenn unser Stadtmarketing hier positive Nachrichten vermelden könnte. Ein friedliches Fanfest auf dem Theodor-Heuss-Platz dient auch dazu, unsere Innenstadt zu beleben“, schrieb die CDU. Dazu am Donnerstag der Technische Beigeordnete Peter Hinze: Es habe erste Gespräche gegeben, aber noch keine Entscheidung. „Da steht noch nichts fest!“ Zu bedenken sei schließlich, dass der wirtschaftliche Erfolg für den Veranstalter eines „Public Viewing“ vom sportlichen Erfolg der deutschen Mannschaft abhänge. Unausgesprochen schein da mitzuklingen, dass davon heute noch längst nicht alle deutschen Fußballfans überzeug seien.

15. Mädchenfußball-Turnier am 31. Januar

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In der Sporthalle Neuenkamp veranstaltet der städtische Fachdienst Jugend am Freitag, 31. Januar, gemeinsam mit den Kooperationspartnern Fußballkreis Mädchenfußball, SG-Hackenberg und 1. FC Klausen unter Beteiligung der Remscheider Schulen und des Fachdienstes Sport und Freizeit zum 15. Mal das Mädchenfußball-Turnier „GIRLS-SOCCER“.  Es steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Neben den Vereinssportlerinnen sind ganz besonders Schul- und Straßenmannschaften dazu eingeladen mitzumachen. Auch Einzelspielerinnen sind herzlich willkommen und werden vor Ort in bestehende Teams integriert. Zum zweiten Mal können beim „GIRLS-SOCCER“ auch die Vier- bis Sechsjährigen ihr Können unter Beweis stellen und ab 14.30 Uhr am Turnier teilnehmen. Diese Kinder-Mannschaften werden allerdings ausschließlich von Kindertageseinrichtungen gestellt, damit eine Betreuung vor Ort gewährleistet ist.  

Von 14.30 bis 17.30 Uhr findet das Turnier der Sieben- bis Zehnjährigen und der Elf- bis 14-Jährigen sowie ein Spaß- und Bewegungsparcours für alle Altersklassen statt. Um 18.30 Uhr startet das Turnier für die 15- bis 18-Jährigen. Während der Spielpausen ist selbstverständlich für ausreichend Getränke und Snacks gesorgt. Mitmachen lohnt sich: Für die ersten drei siegreichen Mannschaften gibt es tolle Preise und eine Urkunde. Und auch Spielerinnen, die nicht einen Platz auf dem "Treppchen" ergattern, erhalten als Anerkennung für ihre Leistung einen kleinen Preis mit Urkunde.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Ein herzlicher Dank gilt den Stadtwerken Remscheid, der Lebenshilfe Remscheid, dem H2O Remscheid, der Hudora GmbH (Hugodrom) und dem CineStar Remscheid. Sie unterstützen das Turnier mit Geld- und Sachspenden. Der Anmeldeschluss per Internet oder E-Mail ist am Donnerstag, 30. Januar, um 12 Uhr. Kurzentschlossene können sich am Veranstaltungstag auch noch vor Ort anmelden für das Turnier der Jüngeren bis 14 Uhr und für das Turnier der Älteren bis 18 Uhr.

Gespannt auf das Judo-Abenteuer 2. Bundesliga

Auf Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz trugen sich am Samstag im großen Sitzungssaal des Rathauses das 2012 gegründete Judo-Team des Remscheider TV (Rodell Arnolds, Jannik Wenzel, Nikolai Koch, Philip Mähler, Marco van Huet, Junior Degen, Tim Jochum, Andreas Buscher, Nassir Hosseyni, Corrado Gradante und Ziggy Horsten), Trainer Peter Degen und die Teammanager Rene Endres und Cedric Pick ins goldene Buch der Stadt Remscheid ein. Damit würdigte das Stadtoberhaupt die Erfolgsgeschichte der Mannschaft, die es in sieben Jahren auf sechs Aufstiege gebracht hatte und im kommenden Jahr in der 2. Bundesliga kämpft. Auf dem Foto fanden sich nicht nur ein Großteil der Mannschaft und der OB ein, sondern auch Sportdezernent Thomas Neuhaus und  RTV-Ehrenmitglied Klaus Triesch. Alle freuen sich gespanmnt auf das "Abenteuer" 2. Bundesliga im kommenden Jahr. Foto: Jürgen Steinfeld.

Funbox: Neue Skateranlage hat schon viele Fans

Nicht nur Skater aus Remscheid und dem Bergischen Land, sondern auch aus Köln und Düsseldorf wetteiferten gestern in der zu einer vielseitigen stationären Skateranlage umgebauten „Funbox“ an der Ringstraße in Lennep um hochwertige Preise. Mit diesem großen Contest, organisiert durch den städtischen Fachdienst Sport und Freizeit (Martin Sternkopf, Markus Dobke), den Fachdienst Jugend (Egbert Willecke, Michael Ketterer) und die Skater selbst, wurde die Freizeitanlage, in der auch die Bogenschützen trainieren können, gestern wiedereröffnet. Mit dabei auch Sportdezernent Thomas Neuhaus und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Zusammen mit seinem Team aus dem Rathaus und früheren Mitgliedern des Jugendrates, die sich für die Halle stark gemacht hatten, weihte der OB die die 600 Quadranten große Sportfläche ein.

„Als erstes Fazit lässt sich feststellen, dass der Umbau bei den Hauptnutzern noch besser als erwartet angenommen wird und sich der Bekanntheitsgrad der Funbox auch über die Stadtgrenzen von Remscheid hinaus positiv entwickelt“, teilte die Verwaltung dem Sportausschuss bereits am 20. November mit. Die Funbox steht weiterhin dem Schulsport zur Verfügung, im Besonderen geeignet für das im Lehrplan vorgesehene Bewegungsfeld „Fahren, Rollen, Gleiten.“

So gut die weltweit agierende Fachfirma Schneestern GmbH die neue Skater-Anlage gestaltet hat – in die Mikrophon-Anlage muss die Stadt noch investieren. Auch wegen des fehlenden Schallschutzes dröhnt jeder Ton derart durch den Raum, dass die Rede des Oberbürgermeisters kaum zu verstehen war.

Die Biathlon-Meisterschaften auf der Alleestraße

Am Sonntag, 1. Dezember, steht die Fußgängerzone der Alleestraße ganz im Zeichen der vom Marketingrat Innenstadt e.V.- veranstalteten Offenen Bergischen Biathlon-Meisterschaften. Sie finden an diesem Tag von 11 bi 18 Uhr statt. Nachfolgend der von Ralf Wieber miutgeteilte Zeitplan:

Einzelwettkampf für alle von 11 bis 12 Uhr) (keine Voranmeldung nötig)

Teams (mit jeweils vier Personen ab 15 Jahre) ab 12 Uhr (jeweils Voranmeldung nötig)
Rennen 1] Staffeln  1-3     12.20 Uhr
Rennen 2] Staffeln  4-6     12.40 Uhr
Rennen 3] Staffeln  7-9     13.00 Uhr

Finale der drei schnellsten Staffeln: 13.30 Uhr

Siegerehrung: 14 Uhr

Spontanes Mitmachen: 14.10 - 15 Uhr
Prominenten-Biathlon 15 - 16 Uhr
Spontanes Mitmachen 16 - 18 Uhr
Als Preise winken für die Sieger des Einzelwettbewerbs und der Staffel ein Wochenende im Trainingscamp in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding unter Anleitung des Olympiasiegers Fritz Fischer. Der Reinerlös der Startgelder aus den Staffeln geht 1:1 an das Ärztliche Kinderschutz Ambulanz.

5-Punkte-Papier zu Neuenkamp einstimmig beschlossen

Unter die Diskussion um den Sportplatz Neuenkamp haben am Mittwoch der Sportausschuss und gestern  der Rat der Stadt einen vorläufigen Schlussstrich gezogen, nachdem der RSV hat der Stadt Remscheid einen Nachvertrag für den Sportplatz Neuenkamp vorgelegt hatte (siehe „Neuer Pachtvertrag zu Neuenkamp ist unterschriftsreif“ vom 15. November).

Worüber als weitergehend abgestimmt werden sollte, blieb bei der etwas schwerfälligen Diskussion im Rat der Stadt lange unklar. Waren es die von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz vorgelegten vier Eckpunkte zum neuen Vertrag zwischen RSV und Stadt, oder war es der vom Sportausschussvorsitzenden Markus Kötter präferierte Beschluss des Sportausschusses, den Sportplatz als für den Stadtteil unverzichtbar unbedingt zu erhalten, was zuvor auch schon die Bezirksvertretung Süd gefordert hatte? Die Entscheidung über eine Kombination aus Beidem fiel schließlich einstimmig aus. Der Beschluss im Wortlaut:

  • „Der Rat begrüßt die getroffene Vertragsverlängerung zwischen dem RSV und der Stadt bis zum Jahr 2021 und der Option auf eine weitere Verlängerung.
  • Dies gibt den Vereinen zunächst eine befristete Planungssicherheit.
  • Der Rat fordert die Verwaltung nachdrücklich auf, im Rahmen einer nachhaltigen Haushaltsführung dafür zu sorgen und dafür zu kämpfen, dass der Sportplatz an dieser Stelle erhalten bleibt.
  • Die derzeitigen Rahmenbedingungen (Kaufpreis, Förderung) machen einen Erwerb und Umbau Kunstrasen nicht möglich.
  • Sollten sich diese Bedingungen ändern, wird die Verwaltung prüfen, ob eine Verfolgung des Ziels, den Platz zu erwerben und umzubauen, darstellbar ist.“

Eingangs hatte der Oberbürgermeister dem RSV, Sportdezernent Thomas Neuhaus und den Fachdienst Sport für die bis 2021 erreichte Planungssicherheit gedankt. Kritik kam vom CDU-Vorsitzenden Jens Peter Nettekoven: Man habe „Zeit gewonnen, aber keine Lösung für die Sportfläche gefunden“. – „Wie auch?“, fragte Thomas Brützel (W.i.R.). Schließlich könne die Stadt das Gelände zwecks Sportplatzerhalts gar nicht kaufen, wenn der Etat das nicht hergebe.

Lenneper Schwimmverein in politischen Bahnen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Politisch interessiert und aktiv zeigten sich die Seniorinnen und Senioren des Lenneper Schwimmvereins bei ihrem Besuch im Landtag und der Diskussion mit dem Remscheider SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf. An dem von Vorstandmitglied Wolfgang Wäscher organisierten Ausflug nach Düsseldorf nahmen mehr als 40 Mitglieder teil. In der von ihnen besuchten Landtagsdebatte ging es um unbesetzte Stellen an Grundschulen und die Bezahlung von Grundschullehrkräften. In der anschließenden Diskussion mit Sven Wolf gab es viele Fragen zur Landtagsarbeit, der Zusammensetzung der Gremien und den Entscheidungswegen  im Landtag, aber es ging auch um ganz konkrete politische Themen wie Energiepolitik und Verkehr.

Zum Verkehr entspann sich eine lebhafte Debatte. Die Gäste bemängelten die Unübersichtlichkeit der vielen Tarife und die ständigen Tariferhöhungen im ÖPNV. „Das ist auch an den Fahrkartenautomaten sehr undurchschaubar. Dann hat man ein Ticket gezogen und es ist vielleicht nicht das Richtige und das muss man dann, wenn die Kontrolle kommt, wieder erklären“, berichtete eine Teilnehmerin. „Richtig“, stimmte Sven Wolf zu. “Manches, wie den so genannten ‚Kragentarif‘, versteht niemand. Ich habe auch selber kürzlich ein zu teures Ticket gezogen, weil es in der Stadt eine Kurzstrecke-Option gegeben hätte. Wenn man wirklich eine Entlastung der Straßen von Autos erreichen möchte, dann muss der Bus- und Bahnverkehr viel günstiger werden oder sogar innerstädtisch kostenlos. In Wien kann man für einen Euro pro Tag Bus und Bahn im ganzen Stadtgebiet fahren. Gar nicht so ferne Zukunftsmusik ist es auch, dass zukünftig das Ticket nicht nur mit dem Smartphone gezogen wird, sondern genau die gefahrene Strecke abgerechnet wird. Man loggt sich ein, wenn man einsteigt, und wieder aus, wenn man aussteigt. Das würde die Sache viel einfacher machen.“

„Was tut das Land denn, um eine lebenswerte Umwelt zu erhalten“, wollte eine der Besucherinnen wissen. Sven Wolf erläuterte, dass bereits in der letzten Legislaturperiode ein Klimaschutzgesetz im Land verabschiedet worden sei, um sich zu weniger CO2-Ausstoß und zu mehr Nutzung erneuerbarer Energie zu verpflichten. „Als Opposition ist es unsere Aufgabe, hier auch die Landesregierung zu mahnen, diesen Weg weiter zu gehen. Vor diesem Hintergrund sehe ich allerdings die Vergrößerung der Abstände zwischen Windanlagen und Gebäuden kritisch. Das führt zu eingeschränkten Möglichkeiten, Windkraftanlagen zu bauen, und auch bei der heimischen Bergischen Zuliefererwirtschaft zu einem Rückgang in den Auftragsbüchern.“

Stadt hofft auf rund 13 Millionen Euro vom Land NRW

.Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. November hat die Verwaltung der Politik den Beschlussvorschlag vorgelegt, das Freibad Eschbachtal Freibades Eschbachtal auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie vom 27. August 2018 mit veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 14.418.000  Euro sanieren zu lassen, wobei die Studie noch einer konkreten Planungsvergabe bedürfte. Geknüpft ist dieser „Beschluss ins Blaue“ allerdings an die Voraussetzung, dass das Land NRW der Stadt einen 90-prozentigen Zuschuss (rund 13 Millionen Euro)  zu den Sanierungskosten bewilligt. Demgegenüber scheint der ergänzende Auftrag an die Verwaltung, „auf eine höchstmögliche Förderung der Sanierungsmaßnahme hinzuwirken und die notwendigen Genehmigungen durch die Kommunalaufsicht einzuholen“ wie eine Selbstverständlichkeit.

Aus den beantragten Fördermitteln von 12.976.000 Euro ergibt sich ein städtischer Eigenanteil von ca. 1,5 Millionen Euro. Die Stadt Remscheid möchte das Projekt – auch mit Rücksicht auf ihre Finanzschwäche – auf fünf Jahre anlegen:

 

Gesamtkosten

2020

2021

2022

2023

2024

Auszahlungen

14.418.000

565.000

5.083.000

3.888.000

4.395.000

487.000

Einzahlungen

12.976.000

508.000

4.574.000

3.498.000

3.955.000

441.000

Eigenanteil

1.442.000

57.000

509.000

390.000

440.000

46.000

Für die Vergabe von Planungsaufträgen sollen in den Haushalt 2020 für die Sanierung des Freibads Eschbachtal  an investiven Mitteln 565.000 € bereitgestellt werden, davon  57.000 €, die ursprünglich für den Verkehrsknoten Eisernstein vorgesehen waren.

Zur aktuellen Situation im Freibad stellt die Verwaltung fest: „Die Technik und Gebäudesubstanz ist ... auf dem Stand der 1960er Jahre und mittlerweile äußerst störanfällig. Entsprechend hoch ist der Aufwand, das Freibad für die jeweilige Saison vorzubereiten. In den vergangenen Jahren waren immer wieder Ausfälle zu beklagen, weil technische Probleme auftraten. Hinzu kommen heute nicht mehr zeitgemäße Rahmenbedingungen wie z.B. der umständliche Zugang für Menschen mit Handicap auf das Gelände des Freibades, aber auch erschwerter Einstieg in die Becken.“

Gleichwohl sei das „Strandbad“ über die Stadtgrenzen hinaus bei Jung und Alt bekannt und beliebt. Leider seien über Jahrzehnte hinweg grundlegende Sanierungen oder zeitgemäße Investitionen in Technik und Gebäudesubstanz des Bades angesichts der Haushaltslage der Stadt unmöglich gewesen.

In den vergangenen drei Jahren waren vermehrt Störungen aufgetreten, die immer wieder kurzfristige Schließungen während der Saison notwendig machten. Nach Einschätzung des in 2018 eigeschalteten Fachunternehmens werden diese Störungen eher noch zunehmen. „Eindeutig wurde darauf hingewiesen, dass zum dauerhaften Erhalt des Freibades eine grundlegende Sanierung absehbar unumgänglich ist!“

Für einen Förderantrag beim Land NRW sieht die Stadt jetzt gute Chancen. Zitat: „„Erstmalig hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Programmaufruf zur Städtebauförderung  und zum  Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ 2020 die Förderfähigkeit von Schwimmbädern zugelassen. Aufgrund der gebotenen Eile hat der Verwaltungsvorstand in seiner Sitzung vom 26. September die Teilnahme an dem Förderantrag unter dem Vorbehalt der haushaltsrechtlich möglichen Darstellung der zu leistenden Eigenanteile beschlossen. (...) Die Förderung bedeutet für die Stadt Remscheid die große Chance, das Freibad Eschbachtal auf einen modernen Stand der Technik zu bringen und durch die weiteren beschriebenen Maßnahmen zukünftig ein attraktives Familienbad betreiben zu können.“ Die Förderung durch das Land werde eine intensivere Kooperation mit Schulen und Vereinen bei künftigen Schwimmangeboten im Freibad ermöglichen. Zusätzlich Angebote seien nötig „angesichts der Diskussionen um viele Kinder, die nicht oder nicht ausreichend schwimmen können“. (Lesen Sie auch: "Fit für die Zukunft!")

Neuer Pachtvertrag zu Neuenkamp ist unterschriftsreif

Der RSV hat der Stadt Remscheid Nachvertrag für den Sportplatz Neuenkamp zugesandt. Der Vertrag steht auf der Tagesordnung der Sportausschusssitzung am 20. November, verbunden mit einem knappen „Vorwort“ der Stadt Remscheid. Zitat: „Nach Rücksprache mit dem Fachdienst Recht und Datenschutz ist der Vorschlag des RSV nicht zu beanstanden. Der Fachdienst Sport und Freizeit beabsichtigt daher, die Unterzeichnung des Nachvertrages nach der Sitzung  des Ausschusses für Sport in die Wege zu leiten.“

Unterzeichnet war der Pachtvertrag vom 23. Mai 1990 vom Remscheider Sportverein 1897 e.V. als Verpächter, vertreten durch seinen Vorstand, als Rechtsnachfolger des Turnverein Jahn Remscheid 1882(Korp.), und durch die Stadt Remscheid als Pächterin, vertreten durch den Oberbürgermeister. Diesen Vertrag hatte der RSV zum 1.6.2020 gekündigt. Diese Kündigung wird widerrufen, „da die Vertragsparteien nunmehr eine zeitlich begrenzte Fortsetzung des Pachtverhältnisses beabsichtigen“. Hierzu wurde Folgendes vereinbart: „Das Pachtverhältnis ... wird zu unveränderten Bedingungen bis zum 31. Mai 2021 fortgesetzt. Mit Ablauf des 31. Mai 2021 endet das Pachtverhältnis, ohne dass es einer weiteren Erklärung bedarf, wenn nicht bis zum 31. Dezember 2020 eine Verlängerung vereinbart wird. Die weiteren Regelungen aus dem Pachtvertrag vom 23. Mai 1990 bleiben unverändert und werden hiermit bestätigt.“

Ohne Schließung 30.000 Euro mehr in der Kasse

Zur Sitzung des Sportausschusses am 29. November hat die Verwaltung Antworten vorgelegt auf eine Anfrage der CDU-Fraktion vom 1. August zum aktuellen Sachstand des Freibades Eschbachtal. Darin wird „trotz der bekannten technischen Störungen, die kurzfristige Schließungen notwendig machten“, die abgelaufene Saison „von der Besucherzahl her als zufriedenstellend bezeichnet“. Die Sicherheitslage im Freibad Remscheid wird allgemein als gut eingeschätzt. Bereits seit vielen Jahren werde an Tagen mit großem Betrieb Sicherheitspersonal eingesetzt: „Als Faustformel werden an Tagen bis 1000 Besucher zwei zusätzliche Kräfte eingesetzt, ab 1000 Besucher werden drei bis vier Sicherheitskräfte eingesetzt, darüber hinaus nach Einschätzung

 der Badleitung. Diese Regelung wird als ausreichend angesehen und soll 2020 fortgeführt werden. Anzeigen wurden nicht erstattet. Ein neues Sicherheitskonzept wird aufgrund der jahrelangen gesicherten Praxis für nicht notwendig erachtet.“ Drogen und Alkohol seien auf dem Freibadgelände seit fast 20 Jahren verboten, die Hausordnung werde diesbezüglich auch durchgesetzt. Platzverweise mussten in diesem Jahr nicht ausgesprochen werden. Auch mangelnder Respekt sei kein Thema. Auch gebe es „keine gesicherten Erkenntnisse über eine grundlegende zunehmende Aggressivität“. Aufgrund der guten Vorarbeiten musste in diesem Jahr die Zahl der Besucher wegen fehlender Rettungsschwimmer nicht begrenzt werden. Und damit das auch im der kommenden Saison so bleibt, sollen die Vorbereitungen zur Personalakquise bereits Mitte Januar 2020 beginnen.

Zur  veralteten Technik des Freibades: 2018 hatte die Stadtverwaltung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, diese sollte die konzeptionelle Grundlage sein für einen Förderantrag an den Bund. Dabei wurden mit dem Fachunternehmen auch eine Unterteilung in mögliche Bauabschnitte diskutiert und berechnet. Als erster Bauabschnitt wurde u.a. eine grundlegende Sanierung der Technik festgelegt, der mit ca. 4.000.000 € zu veranschlagen ist. In diesem Jahr kam aufgrund der vermehrten technischen Probleme ein weiterer Gutachter hinzu. Dieser definierte in Kooperation mit dem Gebäudemanagement „Maßnahmen, die notwendig sind, um die Badesaison 2020 sicherzustellen“, so die Verwaltung. Sollte die vollständige Auswertung des Gutachtens bis zur Sitzung des Ausschusses vorliegen, werden die Ausschussmitglieder sie als Tischvorlage erhalten.

vom 2. bis 7. Juli musste das Bad wegen der technischen Überprüfung der Pumpen und auf der Basis der Einschätzung des beauftragten Gutachters dann ab dem 19.August für die restliche Saison (bis 1. September) geschlossen werden. Mithin blieb das Bad in diesem Jahr an 20 Saison-Tagen geschlossen. Darunter waren zehn Tage  mit Temperaturen von mehr als 27 Grad. Die Verwaltung: „Geht man von der Besucherbegrenzung auf 1.500 Personen täglich aus, hätten mind. 15.000 Besucher noch zusätzlich ins Freibad kommen können.“ Es sei jedoch nicht möglich, einen genauen Einnahmeverlust zu beziffern. „Nach realistischer Einschätzung  handelt es sich um eine Summe von mehr als 30.000 €, die zusätzlich hätte eingenommen werden können.“

Freibad-Sanierung notfalls in kleineren Schritten

Unser Freibad muss fit werden für die Zukunft“, schrieb Sportdezernent Thomas  Neuhaus am 14. Oktober im Waterbölles in einem Gastkommentar. „Unser Freibad Eschbachtal ist eine bedeutende Einrichtung in unserer Stadt. Undenkbar ist es, wenn unsere kleine Großstadt Remscheid ohne Freibad dastehen würde. Es garantiert Sommererlebnisse in Remscheid für Jung und Alt seit 1912. Es ist damit ein Relikt der Gründerzeit und der Industrialisierung.“

Die Remscheider Kommunalpolitiker sehen das uni solo genauso. Das verdeutlichten am vergangenen Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss zwei Anträge von SPD und CDU.
Die SPD wünscht  sich in ihrem Prüfauftrag zur Sanierung des Freibades von der Verwaltung eine Planung „Freibad Eschbachtal 21“ mit verlängerten Nutzungszeiten samt einer Investitionsplanung „unter Ausnutzung aller Förderoptionen im Rahmen der Haushaltsfortschreibung eine Investitionsplanung, die nach Bauabschnitten gegliedert ist und die vollständige Sanierung des Remscheider Freibades schrittweise innerhalb von fünf Jahren abbildet“. Bei der Planung der Bauabschnitte sei darauf zu achten, dass in den Sommermonaten – soweit technisch möglich – der Betrieb des Freibades – ggf. in Teilbereichen – aufrechterhalten werde.

Die CDU-Fraktion regte eine Ergänzung dieses Antrags in zwei Punkte an: Die Investitionsplanung vorzulegen solle die vollständige Sanierung des Remscheider Freibads auch für den Fall sicherstellen, „dass die Stadt nicht in den Genuss einer zusätzlichen Förderung von Land und Bund kommt“. Das aber hielt David Schichel (Grüne) für nicht seriös. Die CDU müsse schon erklären, woher die Stadt eine auf 14,4 Millionen Euro geschätzte Investition ohne Fördermittel von Bund und Land stemmen solle: „Verwaltung, Du machst das schon, geht hier nicht!“ Zustimmung von Wolf Lüttinger (FDP): Das kann Remscheid ohne Zuschüsse gar nicht schaffen!“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven hatte darauf keine Antwort, entschärfte den Antrag seiner Fraktion jedoch zu einem Prüfauftrag, so dass beide Anträge einstimmig angenommen werden konnten. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Oberstes Ziel muss die Erhaltung des Freibades sein!“ Und dem könne man sich auch in kleineren Schritten nähern, angepasst an eingehende Fördergelder von Bund und Land. Stadtkämmerer Sven Wiertz sieht einen Beginn der Freibadsanierung ohnehin nicht vor dem städtischen Etat für 2022.

Skater: Kinder und Jugendliche konnten mit planen

2005 war die kleine, asphaltierte Skate-Anlage am Hagedornweg in Remscheid eröffnet worden. 2017 war dann endgültig Schluss: Die Elemente waren irreparabel. Doch schon ein Jahr später begann unter Beteiligung von Jugendlichen, u. a. aus der evangelischen Adolf-Clarenbach-Kirchengemeinde, sowie der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) und des städtischen Fachdienstes Jugend, die Planung einer neuen Anlage mit attraktiveren Elementen. Keine leichte Aufgabe, wie sich bald zeigte. Denn es bedurfte eines neuen Schallschutzgutachtens und einer zweiten Baugenehmigung. Und auch die finanzielle Frage galt es zu klären: Der Jugendrat beschloss, Restgelder aus den Spenden für die Parkour-Anlage für die Skate-Anlage freizugeben, und vom Rat der Stadt kam der Grundsatzbeschluss, jährlich zusätzlich 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen, um Spiel- und Bolzplätzen attraktiver machen zu können.

Dass dies mit der neuen Skate-Anlage neben der Sporthalle West auf Reinshagen gelungen sei, versicherten gestern Nachmittag zahlreiche junge Skater den zur Einweihung erschienenen Kommunalpolitikern: Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf, die stellv. Bezirksbürgermeisterin Rosemarie Stippekohl (CDU), die Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein und Gabi Leitzbach (SDPD), die Vorsitzende des Jugendhilferates. Für den Jugendrat nahm dessen stellv. Vorsitzender Francesco Lo Pinto teil.

Zur Eröffnung der neuen Anlage (Gesamtkosten 30.400 Euro), die vom ersten Tag der Fertigstellung an sehr gut genutzt wird, gab es kleine Snacks und für die ganz Kleinen einen Bobbycar-Parcours. Sie müssen fürs Skaten erst noch etwas wachsen...