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Wegen Legionellen kein Duschen in Hackenberg

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Rahmen einer routinemäßigen Kontrollmessung durch das städtische Gebäudemanagement sind aktuell an wechselnden Zapfstellen der Sportanlage Hackenberg erhöhte Legionellen-Werte festgestellt worden. Die Messwerte lagen dabei mit 3100/KBE (koloniebildende Einheiten) deutlich über dem Schwellenwert von 100KBE/100ml (dem sogenannten Prüfwert 1), ab dem Maßnahmen gegen die erhöhten Werte erforderlich sind. Eine starke Wertüberschreitung (ab 10.000 KBE/100ml) liegt zwar nicht vor, aus Gründen der Gesundheitsvorsorge hat der städtische Fachdienst Gesundheit jedoch eine vorübergehende Nutzungseinschränkung (Duschverbot) empfohlen. Mit sofortiger Wirkung hat der städtische Fachdienst Sport und Freizeit daher die Nutzung der Duschen bis auf weiteres untersagt, damit erforderliche Sanierungsmaßnahmen der Hausinstallationen schnellstmöglich durchgeführt werden können. Da ohnehin eine dreiwöchige Schließung aufgrund der bevorstehenden Ferien geplant ist, soll in dieser Zeit die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsanalyse erfolgen. Weitere Schritte – Sanierung, Umbau beziehungsweise teilweise Nutzung unter Einsatz endständiger Filter – werden zeitnah geklärt. Die Nutzung der Sportflächen ist ohne Einschränkung weiterhin gegeben. Die Schulen und Vereine als Nutzer der Sporthalle Hackenberg wurden umgehend über den aktuellen Sachstand informiert.

Bedarf an Sporträumen ist noch unklar

Weiterführende Schulen haben enormen Raumbedarf“, titelte der Waterbölles am 25. Mai, nachdem die Verwaltung der Politik den künftigen Raumbedarf für die weiterführenden Schulen mitgeteilt hatte, berechnet von dem Bildungswissenschaftler Dr. Detlef Garbe von der Leverkusener Beraterfirma Dr. Garbe & Lexis. Demnach fehlen in Remscheids weiterführenden Schulen bis 2029 mehr als 160 Räume, und die Rückkehr zu G9 kostet insgesamt knapp sieben Millionen Euro.

Kommen dazu womöglich noch weitere Ausgaben für Sporträume hinzu? Die Frage wurde gestern im Sportausschuss gestellt. Den Mitgliedern war aufgefallen, dass sich der Schulentwicklungsplan mit dem Raumbedarf für den Schulsport gar nicht beschäftigt. Vielleicht, weil das in der Vergangenheit kein Problem war. Inzwischen aber könnte das anders aussehen. Einstimmig beschloss der Sportausschuss deshalb gestern auf Antrag von Alexander Schmidt (CDU), die erforderlichen Sporträume gleichwertig in die Schulentwicklungsplanung aufzunehmen.  Auf diese Weise ließe sich dann leichter erkennen, ob und wo es zu einer Raumverknappung zu Lasten der Sportvereine kommen könnte, die in den Hallen auch und gerade auf die späteren Nachmittagsstunden  angewiesen sind. Für David Schichel von den Grünen „ein wichtiges Thema“.

Sportdezernent Thomas Neuhaus will dazu nach der Sommerpause  konkreter werden. Aber zunächst müsse die Stadt bei der Bezirksregierung in Düsseldorf ihren Plan einer neuen Dreifach-Turnhalle am Albert-Einstein-Gymnasium an der Brüderstraße in trockene Tücher bringen. Darauf aufbauend könnten die für Sport und Schule zuständigen Fachbereiche der Verwaltung sich dann gemeinsam um den übrigen Bedarf an Sporträumen kümmern.

Sportausschuss-Sitzung ausnahmsweise ohne Sternkopf

Die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen und der Sportausschuss werden künftig nicht an einem Tag tagen. Denn dann müsste Martin Sternkopf (Foto) passen. Weil er sich nicht klonen kann. Denn für den Sportausschuss ist der Oberverwaltungsrat als Leiter des (im Rathaus Lüttringhausen ansässigen) Fachdienstes „Sport und Freizeit“ ein wichtiger Ansprechpartner, und für die Bezirksvertretung Lüttringhausen der neue „Pate“ der Verwaltung in der Nachfolge von Thomas Grieger. Als solcher nahm er gestern erstmals an einer Sitzung der BV teil. Es war eine außerordentliche, und sie hatte nur ein Kernthema: den Empfehlungsbeschluss an den Rat zu den nächsten beiden verkaufsoffenen Sonntagen in Lüttringhausen (Bauernmarkt, Weihnachtsmarkt).

Pech, dass die BV in Ermangelung von Mitgliedern nicht beschlussfähig war. Denn ausnahmsweise fand die Sitzung im Rathaus Remscheid statt. Doch da kamen neben Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller nur drei Mitglieder an. Weitere waren ins Rathaus Lüttringhausen gekommen, weil sie die Rotverschiebung in der Einladung übersehen hatten.

Gleichwohl wird heute der Rat der Stadt über die verkaufsoffenen Sonntage beschließen können. Denn der BV blieb gestern noch der Weg über einen Dringlichkeitsentscheid. Den unterschrieben - in Remscheid - Susanne Pütz, Heinz-Jürgen Heuser und Jürgen Koball. In der nächsten Sitzung der BV, dann wieder vollzählig in Lüttringhausen, dürfte er der Ordnung halber vom Planum gebilligt werden.

Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren

Waterbölles-Kommentar

Um den Sport in Remscheid kümmern sich viele. Da wären in erster Linie die Sportvereine zu nennen, dann natürlich der Sportbund Remscheid. Ferner die Politik, die dafür den „Ausschuss für Sport“ eingerichtet hat, und natürlich auch die Stadt Remscheid. Dort ist das Thema im Fachdienst „Sport und Freizeit“ (2.45) angesiedelt unter Leitung von Oberverwaltungsrat Martin Sternkopf. Die Frage, die sich mir nun seit der gestrigen Sitzung des Sportausschusses stellt, ist folgende: Ziehen alle an einem Strang, oder wartet der eine auf den anderen, obwohl es besser wäre, nach dem Motto „Hannemann, geh Du voran!“ zu verfahren? Womit in diesem Fall nicht das Sprichwort gemeint ist, sondern Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes.

An die hätte sich die CDU-Fraktion wenden können, als ihr zwei neue Sport-Projekte aus NRW ins Auge fielen, die auch Remscheid ins Leben gerufen werden sollten. Hannemann hätte die Anregungen „auf kurzem Dienstweg“ an die Vorsitzenden der Sportvereine weiterleiten und nachfragen können, ob bzw. wer hierzu konkrete Angebote machen könnte, wenn er freie Übungsleiter zur Verfügung hat und ein positives Echo aus der Bürgerschaft erwartet. Doch nicht Hannemann wurde von der CDU gefragt, sondern die Stadt Remscheid.

Anfrage Nr. 1 in der zur Sitzung des Ausschusses für Sport am 29. November 2017 betraf das Projekt „Sport im Park“ aus einigen anderen NRW-Kommunen Aachen, Bonn, Düsseldorf, Mülheim an der Ruhr, Viersen etc.), ein niederschwelliges , etwa einstündiges und kostenloses Bewegungsangebot für Jung und Alt, bestehend aus Gymnastik, Tai Chi, Yoga, Pilates oder Qigong  in städtischen Parks. „In Düsseldorf werden die Kurse von erfahrenen Übungsleitern aus Vereinen gegeben“, teilte die CDU der Verwaltung in ihrer Anfrage mit und bat zu prüfen, ob ab dem kommenden Jahr ein solches Projekt auch in Remscheid möglich wäre. Hierzu sollten Gespräche mit dem Stadtsportbund und möglichen Sponsoren geführt werden. Zitat: „Ein Projekt ‚Sport im Park‘ in Remscheid könnte unsere Parks beleben. (...) Darüber hinaus könnten auf diesem Wege auch durchaus potenzielle neue Mitglieder für unsere Remscheider Sportvereine gewonnen werden.“

Anfrage Nr. 2 aus derselben Sitzung galt „Bewegungsangebote für ältere und körperlich eingeschränkte Menschen“. Die Frage: „Ist Rollator-Walking auch in Remscheid möglich?“ Als positives Beispiel wurde in diesem Fall der Stadtsportbund Duisburg genannt. Die CDU: „ Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘? Welche Angebote im sportlichen Bereich gibt es schon jetzt für Menschen, die auf Rollatoren oder andere Gehhilfen angewiesen sind? (...) Wir könnten uns vorstellen, dass die Verwaltung im Dialog mit dem Stadtsportbund, den Sportvereinen, dem Behinderten- und Seniorenbeirat, dem Seniorenbüro der Stadt Remscheid, Sanitätshäusern etc. eine Lösung auch für Remscheid finden könnte, die das wertvolle Angebot der Stadtwerke im Rahmen des Rollatortags NRW, wo vornehmlich das Einsteigen des Rollators in Busse geübt wird, ergänzt.“

Erbeten wurde eine schriftliche Antwort der Verwaltung. Auf die wartet die CDU heute noch. Denn auch gestern wäre das Thema nicht zur Sprache gekommen, wenn Gabriele Kemper-Heibutzki nicht danach gefragt hätte. Kurzes Zwiegespräch daraufhin zwischen Sportdezernent Thomas Neuhaus und Markus Dobke vom 2.45. Dann die sinngemäße Antwort: Wir haben keine Mitarbeiter, die Übungsleiter sind!

Das war, zugegeben, ein wenig flapsig – und warf den Ball weiter zu Daniela Hannemann (Foto) am anderen Ende des Sitzungssaales. Und da landete er denn auch richtig. Denn sie kennt das Projekt aus der Nachbarstadt Solingen. Dort sei es Aufgabe der Stadt, die finanzielle Seite zu regeln, sagte sie. Da widersprach Neuhaus nicht, betonte aber zugleich: "Jedes neue Sportangebot muss von einem Verein kommen!"

Eine gute Aufgabenverteilung. Zuerst kommt die Idee, dann die Suche nach einem Geldgeber. Umgekehrt würde auch keinen Sinn haben. Und so gesehen hätte die CDU besser daran getan, sich direkt an den Sportbund Remscheid zu wenden. Die Finanzierung von „Sport im Park“ hätte dann anschließend auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses stehen können, einen Finanzierungsantrag des Sportbundes vorausgesetzt. Womöglich stünde das Angebot heute schon abgesichert im Etat 2018, statt weiter durch den Sportausschuss zu geistern.

So aber können die vielleicht gut gemeinten Anträge der CDU an die Verwaltung den Eindruck hinterlassen, als seien sie (auch) geschrieben worden, um den Vorwurf der Untätigkeit anbringen zu können. Was soll man denn antworten, wenn man gefragt wird: „Hat die Verwaltung bereits erwogen, ein ähnliches Angebot auch in Remscheid mit lokalen Partnern auf ‚die Schiene zu setzen‘?“ Wer mit Nein antwortet, hat schon verloren.

Mehr zum Defizit des neuen Sportzentrums im September

Dass für den Bau des neuen Sportzentrums der Erlös aus dem Verkauf des Stadions Lennep, des Schützen- und des Jahnplatzes an den DOC-Investor McArthurGlen nicht reichen wird, steht schon seit geraumer Zeit fest. Zur Deckung des Defizits hätte die Stadt Remscheid gerne eine sechsstellige Summe aus der vom Land alljährlich überwiesenen Sportpauschale herangezogen. Dafür fand sie aber bei den Mitgliedern des Sportausschusses keine Unterstützung, auch nicht bei den Vertretern der Lenneper Vereine, die davon profitiert hätte. Allgemeine Einsicht: Die Sportpauschale ist für alle Remscheider Sportvereine da. Das bekräftigte in der gestrigen Sitzung David Schichel von den Grünen und deutete ein noch höheres Defizit an: „Es gilt, ein nicht unbeträchtliches Finanzloch zu schließen!“ Schichel stellte den Antrag zur Diskussion, die Verwaltung möge prüfen, wie eine Finanzierung der geplanten neuen Sportanlage Hackenberg, über die aus den erwarteten Erlösen der Grundstücksverkäufe zur Verfügung stehenden Mittel hinaus, dargestellt werden könne. Hierbei seien folgende Wege zu prüfen und ggf. mit dem Investor McArthurGlen bzw. der Bezirksregierung zu erörtern:

  • “Finanzierung über eine zusätzliche Kostenbeteiligung des Investors, z.B. in Form einer nachträglichen Besserung des Kaufpreises für die zu übertragenden Grundstücke.
  • Finanzierung über zusätzliche Investitionskredite im Rahmen der Möglichkeiten rentierliche Maßnahmen über die Netto-Null-Kreditgrenze hinaus zu finanzieren.
  • Finanzierung aus allgemeinen Haushaltsmitteln der Stadt Remscheid, unter der Maßgabe, dass die Mittel der Sportpauschale gleichzeitig in vollem Umfang für Investitionen in die weiteren Sportanlagen unserer Stadt zur Verfügung stehen.“

Die Sportpauschale dürfe nicht angetastet werden, da in Remscheid die Sanierung mehrerer Kunstrasenplätze anstehe, betonte David Schichel (Foto). Da widersprach niemand. Doch Nachverhandlungen mit dem Investor konnten sich wieder Klaus Wetzel (Linke) noch Alexander Schmitz (CDU) vorstellen. Erwin Rittich warnte vor „Totschlagsargumenten“ und empfahl, es bei McArthurGlen durchaus einmal zu versuchen. Denn dass die Preise allgemein und die auf dem Immobilienmarkt im Besonderen in den vergangenen Jahren gestiegen seien, ließe sich ja wohl nicht bestreiten. Der Sportausschussvorsitzende Markus Kötter zählte zu den Skeptikern; die Verträge zwischen Stadt und Investor sähen keine Nachschläge wegen Preissteigerungen vor.

Sportdezernent Thomas Neuhaus schlug dem Ausschuss vor, das Thema bis zur nächsten Sitzung im September nach der Sommerpause zu vertagen. Bis dahin habe die Verwaltung die Kostenkalkulation noch einmal nachgerechnet. Darüber war David Schichel nicht erfreut. Es handele sich schließlich um einen Prüfauftrag. Und prüfen könne mal ruhig schon jetzt. Da die SPD-Fraktion bereits zu Beginn der Sitzung weiteren Beratungsbedarf angemeldet hatte und Neuhaus erste Prüfergebnisse für die September-Sitzung zusagte, wurde über den Antrag der Grünen gestern nicht abgestimmt und für die morgige Ratssitzung einer Vertagung auf September vereinbart.

Neue Bande und neuer Boden ist auf der Agenda

Bei mehreren Sportarten ist die „Bande“ eine Einfassung des Spielfelds, von der das verwendete Sportgerät – beim Rollhockey ein Ball – abprallt und auch darf. In der Sporthalle Hackenberg ist die die 1975 installierte Rollhockey-Spielfeldbande nach Angaben des IGR-Vorstands inzwischen „dermaßen abgenutzt, dass es in der näheren Vergangenheit mehrfach zu teilweise schweren Verletzungen der Sportler gekommen ist.“ Aber leider sei angesichts der Kassenlage der Stadt Remscheid an eine Ersatzbeschaffung, die knapp 40.000 Euro ausmachen würde, nicht zu denken. Dazu passe aber die (teure) Herrichtung der Halle für eine kommerzielle Nutzung (Karnevalsfeier) nicht; da sei die Sicherheit der Sportler höher zu bewerten.

Ein Rückblick auf die jüngster Diskussion um die Halle Hackenberg. Im Sportausschuss wollte sie gestern Klaus Wetzel (Linke) neu beleben, doch niemand sprach auf den Zug auf. Und so wurde denn die Veraltungsvorlage, die die Pläne der Lenneper Karnevalsgesellschaft beerdigte, bei nur zwei Gegenstimmen „beerdigt“. Sportausschussvorsitzender Markus Kötter (CDU) zu Wetzel: „Das Themas ist durchgeprüft und abgewogen, die Verwaltung hat alle Fragen ausführlich beantwortet!“ Eine Nutzungsänderung, wie von den Karnevalisten beauftragt, kollidierte nun mal mit Vereins- und Schulsport. Das betonte auch der Beigeordnete Thomas Neuhaus noch einmal: „Man muss manchmal auch eine Entscheidung treffen, die unpopulär. Das heißt in diesem Fall,  die Stadt muss den Schulsport sicherstellen; das ist für sie eine rechtliche Verpflichtung!“

Und damit zurück zur maroden Bande in der Halle. Eine neue müsse her, so schnell wie möglich, bekannte in der Sitzung Markus Dobke vom städtischen Sportamt. Hierüber sei man mit der IGR “in ständigen Gesprächen“, ergänzte Neuhaus. Das gelte auch für einen neuen Bodenbelag. Er schloss nicht aus, dass der Belag in 2019 erneuert werden könne. Schließlich habe der Rollhockeyverein in Remscheid keine andere Spielmöglichkeit als die Halle Hackenberg.

Fahrt zu teilsandverfülltem Kunstrasen in Herne

Mehrkosten erfordern weiteres Nachdenken“, titelte der Waterbölles am 23. September 2017, die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) im Sportausschuss für die Umwandlung des Tennenplatzes im Stadion Reinshagen in Kunstrasen in zwei Varianten vorgestellt hatten:

  • Kunstrasenspielfeld für Fußball und American Football (1.100.000 €,)
  • Kunstrasenspielfeld für Fußball, American Football und Hockey (1.155.000 €). Das Hockey-Spiel auf einem wasserverfüllten Kunstrasenplatz hatte zuvor der Reinshagener Turnerbundes (RTB) beantragt, unterstützt vom Sportbund Remscheid.

Aus Gesprächen mit den Nutzern und den Informationen von Betreibern und Herstellern von Sportstätten ergab sich für den Umbau, dass sich mit der Mehranzahl von Linien auf dem Kunstrasenplatz dessen Haltbarkeitsdauer verkürzt und die vielen Linien überdies zur Verwirrung der Sportler bei. Zur Sitzung des Sportausschusses heute um 17 Uhr bei Tura Süd auf Bliedinghausen hat die Verwaltung nun ergänzend mitgeteilt, dass die Linierung des Platzes nur für Fußball und Hockeylinien in diesem Punkt unkritisch sei. Aber: „Wenn zusätzlich die kompletten Footballlinien dazukommen, sieht der Fußballkreis ein Problem und wird den Platz für Wettkämpfe nicht zulassen. (...) Eine ideale Oberfläche für eine gemeinsame Nutzung aller drei Sportarten gibt es nicht. Für den Hockeysport ist ein ungefüllter, kurzfloriger Kunstrasen mit hoher Flordichte und ständiger Bewässerung ideal. Für den Fußball- und Footballsport ist ein Gummi/Sand-teilverfüllter, hochfloriger Kunstrasen mit niedriger Flordichte am besten.“ Will heißen: Der Kunstrasentyp, der für die eine Sportart ideal ist,  ist für andere Sportarten  unbespielbar ist. Die Diskussion führte zu den folgenden beiden möglichen Versionen eines Umbaus:

  • Der untere Ascheplatz wird in einen Hockey- und Fußballplatz (eingeschränkte Footballnutzung) mit einer Kompromissoberfläche, aber mit einer für beide Sportarten wettkampfgerechten Platzgröße, umgebaut und im zweiten Schritt bekommt der Mittelplatz (Kunstrasen) die dringend benötigte neue Oberfläche (Fußball) ohne weitere Umbaumaßnahmen.
  • Der untere Ascheplatz wird  in einen Kunstrasen mit idealer Oberfläche für Fußball- und Football umgebaut und im zweiten Schritt wird der Mittelplatz (Kunstrasen) in einen reinen Hockeyplatz mit entsprechender Oberfläche (Bewässerung) und Wettkampfgröße umgebaut.

In der ersten Version kostet der Umbau des unteren Platzes 1.254.000 € und die neue Oberfläche des oberen Platzes 187.000 €. In der zweiten Version kostet der Umbau des unteren Platzes 1.243.000 € und der Umbau des oberen Platzes 807.600 €. Dazu die Verwaltung: „Unter der Berücksichtigung der hohen Kosten und vor allem der Tatsache, dass beide Varianten immer noch keine Ideallösung darstellen, (...) recherchiert der Fachdienst Sport und Freizeit weiter.“ Und erfuhr inzwischen aus dem Arbeitskreises Deutscher Sportämter Rhein-Ruhr, dass es eine neue Generation von teilsandverfüllten Kunstrasen gibt, die ein guter Kompromiss für den Hockey- und Fußballsport seien. Aktuell werde in Herne einer gebaut, der im Juli fertig gestellt sein soll. Daraufhin vereinbarte das Sportamt mit der Hockeyabteilung des RTB, den Herner Platz nach seiner Fertigstellung gemeinsam (eventuell auch mit weiteren Nutzern) zu besichtigen.

Judokas des RTV steigen in die 3. Liga auf

Foto: Jürgen Steinfeld.

Pressemitteilung des Remscheider TV

Das RTV- JUDOTEAM hat es tatsächlich geschafft. Nach nur einem Jahr in der Oberliga können die Jungs um Kapitän Junior Degen bereits den nächsten Aufstieg feiern. Auch dank eines furiosen Finales der Meisterschaft in Düsseldorf. Gegen den Gastgeber und bis dahin Tabellenzweiten Post SV Düsseldorf gab es einen hart umkämpften 5:2 Sieg. BTW Bünde II wurde im Anschluss souverän mit 6:1 bezwungen. Abschlusstabelle der Oberliga 2018: 1. RTV JUDOTEAM, 14 Punkte; 2. PSV Duisburg; 12 P., 3. Post SV Düsseldorf, 10 P.;4. JKG Essen, 10 P.; TV Dellbrück, 8 P.; 6. JG Ibbenbüren, 6 P.; 7. PSV Bochum, 6 P.; 8. BTW Bünde II., 4 P.; 9. SUA Witten-Annen III, 2 P.

Mit dem Aufstieg in die 3. Liga (NRW-Liga) setzen die Jungs ums Trainergespann Benjamin Klöckner und Peter Degen sowie die Teammanager René Endres und Cedric Pick  ihren erfolgreichen Weg  in Richtung Bundesliga fort. Die Planungen für die Saison 2019 gehen die vier Verantwortlichen bereits in der kommenden Saison an.

Der Aufstieg in die NRW-Liga war ein Erfolg des Kollektivs. Die ganze Mannschaft hat daran geglaubt, dafür gearbeitet und dafür gebrannt. Eine Mannschaft die um ihren Kapitän herum zusammen gewachsen ist. Über Wochen, über Monate, über Jahre. Der Kapitän, Junior Degen, ist zweifelsohne eine schillernde Persönlichkeit des Judosports. Auf der Matte ein Kämpfer mit maximal ausgeprägtem Siegeswille, außerhalb der Matte ein Ansprechpartner und Unterstützer eines jeden Einzelnen seiner Teamkameraden. Der Niederländer ist seit 2014 beim JUDOTEAM. Seine Landsmänner Pascal Scherrenberg und Guus Clous seit diesem Jahr. Ebenso wichtig und nicht mehr wegzudenken sind Tjado Ganders, Nam Hai, Gregor Zimmermeier, Daniel Reutershan Gregor Feils. Wunderbare Charaktere und tolle Judoka aus Süd- und Norddeutschland. Zum Teil seit vielen Jahren Athleten des Remscheider JUDOTEAM.

BV Lennep deutlich gegen Karneval in der Sporthalle

Auf absehbare Zeit kann Gunther Brockmann, der Vorsitzende der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG), seinen Plan ad acta legen, in der Dreifach-Sporthalle in Hackenberg Karneval zu feiern. Denn bei nur einer Gegenstimme (von Roland Kirchner von der Wählergemeinschaft W.i.R.) und keiner Enthaltung ist die Bezirksvertretung Lennep in ihrer gestrigen Sitzung dem Antrag der Verwaltung gefolgt, Karneval in der Sporthalle abzulehnen. Sie hatte ihren Beschlussvorschlag „Dem Antrag der LKG auf Nutzung der Sporthalle Hackenberg im Zeitraum 7.2. – 14.2.2018 zur Durchführung von Großveranstaltungen wird nicht zugestimmt“ in zwei Drucksachen (15/3661 und 15/4660) ausführlich begründet und war dabei von mehreren Sportvereinen unterstützt worden, darunter auch die IGR, weil sie auf Hackenberg als Spielstätte wegen des speziellen Bodens angewiesen sei; der Schwingboden in der Halle Neuenkamp erlaubt keinen Rollschuhsport.

In den vergangenen Wochen hatte der Waterbölles das Pro und Contra neben der Diskussionen in der Bezirksvertretung Lennep ausführlich beleuchtet (im Suchfeld rechts oben bei Bedarf „Hackenberg“ eingeben). Auf die Beerdigung des Karneval-Plans auf Raten ging Bezirksbürgermeister Markus Kötter gestern resigniert mit den Worten ein: „ Ein Kompromiss hätte eigentlich möglich sein müssen. Aber inzwischen sind so viele Hürden aufgebaut worden, dass wir am Ende der Verhandlungen stehen und uns entscheiden müssen!“

Roland Kirchner begründete sein Nein gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung damit, dass diese auf die Fragen der Fraktionen und Gruppen teilweise widersprüchlich geantwortet habe. Und die Sportvereine hätten seiner Meinung nach auf die Bedürfnisse der Karnevalisten an einem einzigen Wochenende im Jahr („ohne Hallentrödel oder Abi-Feiern“) sehr wohl Rücksicht nehmen können.

Sportdezernent Thomas Neuhaus sah dies erwartungsgemäß anders und verwies auf die Umbaukosten für die Sporthalle Hackenberg für Feiern in Höhe von mindestens 72.000 Euro. Dies sei -. Von den Bedürfnissen der Sportvereine und den rechtlichen Verpflichtungen der Stadt beim Schulsport einmal abgesehen – auch wegen der Aufrüstung der Robert-Schumacher-Straße für Brauchtumsfeiern in Höhe von 123.000 Euro nicht zu rechtfertigen. Neuhaus: „Wir können nichts versprechen, was nicht möglich ist!“

Neue Ersthelfer für das Lenneper Röntgen-Gymnasium

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

Erneut fand in der vergangenen Woche am Röntgen-Gymnasium  im Rahmen des Sportunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler ein (Auffrischungs-)Kurs zum Ersthelfer statt. Von der Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe Q1 frischten alle ihre Kenntnisse über die Rettungsmaßnahmen auf. So übten die Schülerinnen und Schüler praxisnah an den „Mini-Annes“, welche Rettungsschritte im Notfall vorzunehmen sind. Dabei zeigte sich: „Prüfen, Rufen, Drücken“ war für viele noch ein Begriff. Die Schülerinnen und Schüler setzen nicht nur sicher einen Notruf ab, sondern können im Falle eines Herzstillstands sogar die Herzdruckmassage als lebensrettende Sofortmaßnahme sicher durchführen. „Aber bitte auf Atemlos von Helene Fischer!“ - freuten sich sogar einige Schülerinnen und Schüler auf die abschließende achtminütige Herzdruckmassage an der Puppe. Das RöGy hatte in der Woche wohl einen Ohrwurm mehr, aber – und das ist viel wichtiger – knapp 750 sichere „neue und alte“ Ersthelfer, die im Falle eines Herzstillstands genau wissen was zu tun ist. (Pia Laerz (Sportlehrerin am Röntgen-Gymnasium)