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Offenes Bachbett gegen größere Überschwemmungen

"Bacherlebnisraum für Kinder als neue Attraktion“, titelte der Waterbölles am 19. Januar. Der soll auf dem Gelände des Remscheider Freibads im Eschbachtal entstehen, dessen Sanierung das Velberter Architekturbüro Krieger im Auftrag der Stadt plant. So sollen  etwa in die bestehenden Betonbecken neue Becken aus Edelstahl eingelassen werden, die Umgebung 70 Zentimeter überragend, damit bei künftigen Überflutungen des Eschbaches durch Starkregen kein Schmutzwasser mehr in die Becken fließen kann, wie 2007 und 2013 geschehen. Und die Verrohrung des Eschbachs, bei Hochwasser ein leidiges Nadelöhr, wird ein Ende haben; der Bach soll unterhalb des Hangs (auf Remscheider Seite) ein neues, offenes Bett bekommen.

Im Sportausschuss holte sich die Verwaltung am Dienstag grünes Licht für Fachgutachten (63.397 Euro) zur Verlegung und Offenlage des Baches und den geplanten Maßnahmen für den Hochwasserschutz ein. Auch stimmten die Ausschussmitglieder der Einrichtung einer Begleitkommission zu, bestehend aus politischen Vertretern und ehrenamtlich engagierten Personen.

Die umfassende Sanierung des Freibades ist kein Pappenstiel. Um hierfür an Gelder aus einem 2018 aufgelegten Förderprogramm des Bundes für zu gelangen, erarbeitete das Büro Krieger eine Machbarkeitsstudie zum Umbau und zur Modernisierung des Freibades. Doch die Summe, die sich die Stadt erhofft hatte, erschien den Fördergebern zu groß. „Mehrere erfolglose Anträge bei Förderprogrammen führten schließlich zum Beschluss des Rates vom 24. September 2020 (DS 15/7706), die Sanierung mit eigenen Mitteln zu realisieren aber auch weiterhin zu versuchen, Fördermittel zu requirieren“, erinnert die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Sportausschuss an die Vorgeschichte. „Schließlich erfolgte dann doch im März 2021 der Zuschlag für das Freibad Eschbachtal zur Erneuerung der Technischen Gebäudeausstattung.“ Der diesbezügliche Zuwendungsbescheid datiert vom 28. Februar 2022 gilt für 2.579.756 €.

Daran will die Stadt nun anknüpfen. Dafür wurde der Sanierungsplan für das Freibad noch einmal überarbeitet (Hochwassersschutz). Mit dem neuen Konzept hoffen Rat und Verwaltung auf Gelder aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Zitat aus der Vorlage: „Schwerpunkt dieser Konzeptidee ist die Renaturierung des Eschbachs, die von dem Expertenteam als historische Chance gesehen wird. Die daraus resultierenden weiteren Überlungen zur Steigerung der Attraktivität des Freibades u.a. mit einem Bacherlebnisraum runden die Konzeptidee ab.“ Bis September muss der Förderantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorliegen. Der Fachdienst Sport und Freizeit unter Leitung von Martin Sternkopf ist zuversichtlich. Denn nicht nur mit Expertinnen und Experten des FD Umwelt, des Wupperverbandes und der Technischen Betriebe (TBR) begrüßen das offene Bachbett für den Eschbach um künftig Überschwemmungen größeren Ausmaßes verhindern zu können, sondern entsprechend habe sich inzwischen auch die Bezirksregierung Düsseldorf geäußerte, so die Verwaltung.

2023: Suche nach Sanierungsbedarf von Sporthallen

Mündlich berichtete Thomas Judt, der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, in der gestrigen Sitzung des Sportausschusses über den Sanierungsbedarf der städtischen Sporthallen. Den wolle der Fachdienst gemeinsam mit dem Sportamt bis Mitte des nächsten Jahres ermittelt haben. Eine neue Version der gegenwärtig zur Ermittlung des baulichen Zustands der einzelnen Gebäude sei leider nur für viel Geld zu haben. Deshalb habe sich die Verwaltung nach einer kostengünstigeren Lösung umgesehen – und sie auch gefunden. Allerdings steht die Übertragung der Daten von der alten auf die neue Software noch aus. Auch müssten diese anschließend sicherheitshalber noch einmal überprüft bzw. aktualisiert werden. Das soll bei Ortsbegehungen geschehen,. Mit denen rechnet Judt für Anfang 2023. Ein Merkposten wird dann auch die Barrierefreiheit sein.  Mit einer Prioritätenliste („Wo ist die Not am größten?“) der anstehenden Sanierungen sei dann im Sommer zu rechnen.

Der BV 10 kommt dem Ziel eines Kunstrasenplatzes näher

„Es geht bergauf“, rief in der gestrigen Sitzung des Sportausschusses dessen Vorsitzender Torben Clever (FDP) ermunternd Berthold Fahl zu. Der Geschäftsführer des Ballspielvereins 1910 e.V. (BV 10) war gekommen, weil er sich für Punkt 12 der Tagesordnung interessiert, die geänderte Fortschreibung der Remscheider Sportentwicklungsplanung. Dieser hatte der Ausschuss wenige Sekunden vor dem Zuruf vom Podium einstimmig zugestimmt. Der Beschluss im Wortlaut: „Nach der umgesetzten Grundstücksübereignung des Sportplatzes Neuenkamp vom RSV an die Stadt Remscheid wird die mit Bescheid vom 29. Juli 2021 erteilte Förderzusage über 1.354.979 € zur Modernisierung und Instandsetzung des Bestandsgebäudes des Sportparks am Fürberg an den RSV, Fürberger Straße 32, an den RSV weitergeleitet. Die Stadt übernimmt den zehnprozentigen Eigenanteil in Höhe von150.553 €. Dieses ist vertraglich zu sichern.“

Ursprüngliches Ziel des RSV war der Bau eines neuen Mehrzweckraums am Fürberg. Doch entpuppten sich die Kosten als zu hoch. In Abstimmung mit den Fördergebern wurde daraufhin der Fachdienst Sport und Freizeit beauftragt, aus „Neubau“ im Förderantrag die „Modernisierung und Instandsetzung des Bestandsgebäudes“ zu machen. Und am 31. März bestätigte die Bezirksregierung Düsseldorf die Änderung der Zweckbindungsänderung und die neuen Kostenberechnungen per E-Mail. Auf der Grundlage des aktualisierten Zuwendungsbescheid führte danach die Stadt die Gespräche mit dem RSV über die Vertragsgestaltung, um die Auflagen der Bezirksregierung rechtssicher umzusetzen. Ist der Vertrag notariell beurkundet, kann die Fördersumme aus Düsseldorf nah Remscheids fließen.

Dieser Deal zwischen Stadt, RSV und BV 10 war schon im August 2020 vereinbart worden: Fördergelder des Landes sollten dafür sorgen, dass der „klamme“ RSV sein in die Jahre gekommenes Sportzentrum Fürberg modernisieren und das durch Dioxin belastete „Marsberger Kieselrot“ auf dem Sportplatz am Neuenkamp durch einen neuen Natur- oder gar Kunstrasen ersetzt werden.  könne. Die damalige Übereinkunft, die wegen der Kostenexplosion im Bauwesen wieder in Gefahr geriet: Die Stadt Remscheid erwirbt den Sportplatz Neuenkamp für einen Euro und übernimmt die Kaufnebenkosten (Notar). Nach der Grundstücksübereignung vom RSV an die Stadt erhält der RSV die Förderzusage über 1.354.979 €, und die Stadt trägt den zehnprozentigen Eigenanteil des RSV in Höhe von 150.553 €. Heimat des BV 10 bleibt die Sportanlage Neuenkamp, deren Tennenspielfeld wird zum Kunstrasenplatz umgebaut. Diesem Ziel ist der BV 10 gestern einen großen Schritt nähergekommen.

Freibad Eschbachtal eröffnet Saison am 26. Mai

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

An Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 26. Mai) um 10 Uhr geht das Freibad Eschbachtal in die voraussichtlich letzte Saison vor seinem Neubau. Aufgrund von begrenzten Kapazitäten der Filteranlage und Personalmangel ist die Zahl der Badegäste auf 1.500 maximal pro Tag begrenzt und der Betrieb nur mit reduzierten Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags:

  • 10 - 11 Uhr Frühschwimmen zum Kurzschwimmertarif von 2 Euro
  • 12 - 18 Uhr Erwachsene vier Euro – Kinder- und Jugendliche 2,50 Euro und Familienkarte 10,50 Euro (10er-Karten können aus organisatorischen Gründen nicht angeboten werden.)

Personelle Unterstützung gesucht: Das Freibadteam sucht immer noch mit Hochdruck nach Rettungsschwimmer:innen und Bäderfachangestellten. Vor allem für die anstehenden Sommerferien, um das Freibad auch wie geplant tatsächlich öffnen zu können. Angeboten werden Aushilfsjobs für die Badesaison 2022. Gesucht werden Personen für eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Ende Mai bis Mitte August. Ihr Einsatz erfolgt je nach Wetterlage in Absprache mit dem Freibad-Team. Für die Rettungsschwimmerinnen oder Rettungsschwimmer gelten dabei folgende Einstellungsvoraussetzungen: Sie müssen den DLRG-Rettungsschein Silber und einen Erste-Hilfe-Schein besitzen, mindestens 18 Jahre alt sein und ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag vorlegen.
Interessierte wenden sich bitte im Freibad Eschbachtal unter Tel. RS 388601 an Dennis Halbach oder Marc Ottenströer. Die auszufüllenden Personalunterlagen werden auf Nachfrage (bitte E-Mail an
sport@remscheid.de">sport@remscheid.de) gerne zugesandt oder können im Freibad Eschbachtal, Eschbachtal 5, 42859 Remscheid, abgeholt werden.

Sanitäranlagen von sechs Sportstätten vor Sanierung

Zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Sport und Freizeit hat die Verwaltung den Ausschussmitgliedern empfohlen, grünes Licht zu geben für die  Planung zur Sanierung der Sanitäranlagen auf den Remscheider Sportanlagen gemäß dieser Prioritätenliste

  • Sportanlage Struck
  • Sportanlage Bergisch Born
  • Sportanlage Honsberg
  • Sportanlage Hackenberg
  • Sportanlage Am Stadtpark
  • Sportanlage Bliedinghausen.

Die erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von jeweils 445.700 € im Doppelhaushalt stünden zur Verfügung, so die Verwaltung. Dank des Kunstrasenprogramms, das in Zusammenarbeit mit den Technischen Betrieben entwickelt und in den vergangenen Jahren umgesetzt worden sei, hätten viele Vereine, die bis dahin nur ein Tennenspielfeld hatten, ihre Mitgliederzahlen zumindest gehalten können bei zunehmenden sportlichen Aktivitäten. „Zeitverzögert musste allerdings festgestellt werden, dass die Infrastruktur auf allen Sportanlegen … nicht mehr den modernen Anforderungen entspricht und entsprechend störanfällig ist. Insbesondere die Sanitäranlagen der Sportstätten unterliegen einer hohen Beanspruchung – seit Jahren Thema in den Gesprächen mit den Vereinen.“

Im Stadtbezirk entscheidet die Bezirksvertretung

Eine Fahrradstraße von der Engelsburg durchs Feldbachtal Richtung Kräwinklerbrücke wird es nach Auffassung der Stadtverwaltung nicht geben. Begründung: Für diesen Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP sei allein die Bezirksvertretung Lennep zuständig, und die habe den Antrag am 30. März abgelehnt. Dies hat die Stadt der BV Lennep zur Sitzung am 25. Mai mitgeteilt, ferner dem Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität (2. Juni) und dem Hauptausschuss (9. Juni). Die Entscheidungsbefugnis für die Errichtung einer Fahrradstraße sieht die Verwaltung in diesem Fall ausschließlich bei der BV Lennep: Für die Gemeindestraßen, deren Ausbau, Instandsetzung Unterhaltung und „Umgestaltung … zur Erreichung angepasster Fahrgeschwindigkeiten“ seien nach der Gemeindeordnung NRW (§ 37) die Bezirksvertretungen zuständig, aber  n i c h t für die Widmung einer Gemeindestraße als Fahrradstraße ohne baulichen Maßnahme nicht zuständig – hätte es da nicht 1984 eine Novellierung der Gemeindeordnung gegeben. Seitdem haben Bezirksvertretungen „eine gesetzliche Entscheidungsbefugnis … grundsätzlich in allen Angelegenheiten, deren Bedeutung nicht wesentlich über den Stadtbezirk hinausgeht; Vorschiften der Hauptsatzung dürfen den gesetzlichen Zuständigkeitsbereich weder einschränken noch erweitern (siehe Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 14. Februar 1997, AZ 1K 833/96 und des OVG vom 7.7.1997, AZ 1_K_833_96).

Zusätzliche Öffnungszeiten erfordern mehr Personal

Nachdem in der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen am 23. März  nochmal die Öffnungszeiten des Jahnplatzes diskutiert worden waren, insbesondere des Kunstrasenspielfeldes mit der angrenzenden Tartanbahn, hat der städtische Fachdienst Sport und Freizeit nunmehr mitgeteilt, dass der Jahnplatz an den Wochentagen (Montag –Freitag) von 6 bis 22 Uhr geöffnet ist. „Die Anlage ist insbesondere beim Schulsport hochfrequentiert, zusätzlich muss der Vereinssport abgedeckt werden. Aktuell kann mit dem bestehenden Personal das Kunstrasenspielfeld am Wochenende für insgesamt neun Stunden geöffnet werden (samstags vier Stunden, sonntags fünf Stunden)“, so die Verwaltung. Zu welchen Zeiten der Platz an Wochenenden am meisten beansprucht werde, will man noch ermitteln. Allerdings sei das auch witterungs- und jahreszeitenabhängig. Die gegenwärtigen Öffnungszeiten bedeuten für Mitarbeitende des Fachdienst Sport und Freizeit Überstunden. Deshalb weist die Verwaltung darauf hin, „dass die Multifunktionsfläche an der Kreuzbergstraße dauerhaft geöffnet ist“.  Zusätzliche Öffnungszeiten am Jahnplatz sei „nur mit zusätzlichem Personal, ggfs. über 450 €“. Das Thema steht am heute auf der Tagesordnung  der Bezirksvertretung Lüttringhausen und am 25. Mai auf der des Sportausschusses.

FC-Vorstand hat mit Lenneper Röntgen-Stadion viel vor

Der Vorstand des FC Remscheid – 1. Vorsitzender Ralf Niemeyer, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer Thorsten Greuling und Schatzmeister Ralf Trögel – sind einer Meinung: „Das Röntgen-Stadion muss erhalten bleiben!“ Als traditionsreiche Fußballstätte, die schon viele Größen des deutschen und internationalen Fußballs gesehen habe, und als Kulturgut. Das betonten die drei gestern in einer Pressekonferenz im Vereinsheim „1908 Treff“. Das Stadion habe zwar „seine Schwächen“, sei aber auch keinesfalls eine „Bruchbude". Mit Ausnahme der „Südtribüne" seien gleich zwei Tribünen nutzbar: Die Haupttribüne, die der in Reinshagen in allen Belangen überlegen sei, ebenso wie die Pressetribüne, die bei höherklassigem Fußball durchaus wieder wichtig werden könnte. Auch sei im Stadion eine Fantrennung möglich, erforderlich schon ab der Oberliga. Und dann der Rasen: hervorragend gepflegt, so dass kein Ball verspringen könne und die Verletzungsgefahr niedrig sei.

Warum dieses Loblied? Weil der FC-Vorstand sich mit dem Plan der Stadt Remscheid nicht anfreunden kann, dem Verein künftig im Stadionspielen zu lassen. Die fast hundert Jahre alte Tribüne und das ganze Stadion Reinshagen versprühe „den Charme der 1960er Jahre – alles andere als zeitgemäß!“ Das könne keine Heimspielstätte mit Zukunft sein. Ralf Niemeyer (Foto oben rechts): „Reinshagen ist absolut dezentral und hat keine gute Verkehrsanbindung.“ Das schrecke neue, talentierte Spieler von auswärts ab, was wiederum die ambitionierten Ziele des FCR gefährde. Und aus Lüttringhauser Sicht liege das Stadion Reinshagen genau am anderen Ende der Stadt. Thorsten Greuling (Foto oben links):  „In Lüttringhausen ist der FCR beheimatet. Von dort und aus Lennep kommen die meisten Fans. Ob die zum Umzug ins weit entfernte Reinshagen bereit sein würden, ist mehr als fraglich.“

Also soll es auch künftig das Röntgen-Stadion sein, verkleinert auf eine Kapazität von ca. 5.000 Zuschauern. Die Pläne des FC-Vorstands sind ambitioniert: Die Rückwand und das Dach der Haupttribüne sollen abgebaut werden. Angebaut werden soll ein modernes Multifunktionsgebäude mit Überdachung der Tribüne. Auf dem neuen Dach LED-Strahler, um den Fußballplatz ausleuchten zu können. Auf Nord- und Südkurve soll verzichtet werden. Dafür sollen Dach und Technik der Pressetribüne saniert werden. Auf dem neuen Dach der Haupttribüne sowie im Bereich Südkurve wäre Platz für Sonnenkollektoren zur eigenen Stromerzeugung.

Zur Geschichte des Röntgen-Stadions in Lennep

Gebaut 1925 als „Kampfbahn für Turnen und Sport". Genutzt für Schul- und Leichtathletikwettkämpfe. Seit den 1970er Jahren Heimat der 1. Mannschaft des FC Remscheid. • Nach einer fulminanten Aufstiegsserie, die den FC Remscheid bis in die 2. Bundesliga führte, bekam das Stadion einen neuen „Anstrich" und wurde für mehrere Millionen Mark ausgebaut. Wiedereröffnung 1982 mit einem Spiel gegen den FC Schalke 04. Zum dritten Aufstieg in die 2.Bundesliga (1991) erhielt die Arena den Namen „Röntgen-Stadion".

Den großen Neubau hinter der Haupttribüne stellt sich der Vorstand dreigeschossig vor,

  • mit Kabinen, Lagerräume, Schiedsrichterraum, Medizinraum, Dopingkontrollraum, Fan-Shop, Kiosk, Speisen und Getränke auf  der Untere Ebene,
  • mit Gastronomie, VIP-Räume, Veranstaltungsräume auf der mittlere Ebene und
  • mit Büroräume zur Vermietung und einer Wohnung für den Platzwart auf der oberen Ebene.

Apropos Speisen und Getränke. Unter „Gastronomie“ versteht der FC-Vorstand  keine Beköstigung allein während der Sportveranstaltung, sondern ein vermietetes Lokal, geöffnet wie jedes andere. Unter einer „modernen Sportanlage für Sport, Freizeit und Kultur“ versteht der Vorstand  „die Nutzung für Konzerte (Indoor/Outdoor), Lesungen, Tagungen, Kongresse, kleinere Hausmessen, Sommer-Open-Air-Festival, Kinoabend, Publik Viewing etc.“

Aus der Portokasse wäre dieser Plan nicht zu finanzieren. Niemeyer sprach gestern von vier bis fünf Millionen Euro an reinen Baukosten. Hinzu käme der Kaufpreis für das Gelände, das derzeit der Stadt Remscheid gehört. Macht zusammen einen zweistelligen Millionenbetrag aus, den der FC Remscheid nicht hat. Deshalb ist an die Gründung einer Gesellschaft gedacht, an der sich vermögende Vereinsanhänger („gerne aber auch die Stadt“) beteiligen sollen. „Der FC Remscheid e.V. ist mit namhaften Unternehmern und Persönlichkeiten unserer Stadt in intensiven Gesprächen“, hieß es gestern. „Wir bitten um Verständnis, dass wir die Namen zum heutigen Tage noch nicht veröffentlich dürfen. Dies wird zeitnah nachgeholt!“ Der Finanzierungsplan sei „aktuell in Arbeit“ und werde „selbstverständlich ebenfalls nachgereicht“.

Natürlich sei noch nicht alles „in Stein gemeißelt“, räume Ralf Niemeyer ein. Das Ganze sei zunächst nicht mehr als eine Diskussionsgrundlage. Zugleich setzt der FCR auf „viele Unterstützer“ und zeigt sich überzeugt davon, „dass das Röntgen-Stadion noch viele Jahre Mittelpunkt großartiger Veranstaltungen sein wird - für Sport, Freizeit und Kultur“!
Dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz für die Stadt Remscheid andere Pläne mit dem Lenneper Stadion verfolgt, weiß der FC-Vorstand. Und seit gestern hat er es auch schriftlich: Zitat aus der Pressemitteilung der Stadt, die der Waterbölles gestern zwei Stunden vor Beginn der Pressekonferenz erhielt und veröffentlichte: „Mast-Weisz stellte zugleich aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Haushaltssicherung an rechtliche Voraussetzungen gebunden ist: ‚Die Stadt darf aus Haushaltsmitteln keine doppelte Infrastruktur schaffen. Das bedeutet, dass zusätzliche Einrichtungen nicht finanziert werden können.‘ Als Beispiele nannte er unter anderem neue Sportstätten, Veranstaltungsflächen oder Bildungseinrichtungen“. Das bezog sich auf die neue Infrastruktur der Sportanlage Hackenberg, in die die Stadt Remscheid gegenwärtig rund 1,8 Millionen Euro investiert.

Baden in der Wupper-Talsperre ab 15. Mai

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Ab dem 15. Mai ist das Baden an der Wupper-Talsperre wieder möglich nicht aber das Angeln. Am 15. Mai startet wie üblich die Badesaison an der offiziellen Badestelle Kräwi der Wupper-Talsperre. Seit dem 11. April war die Talsperre bereits für den Bootssport und das Tauchen freigegeben worden. Gesperrt bleiben für das gesamte Jahr 2022 die Wupper-Vorsperre in Hückeswagen und Teile der Wupper-Talsperre – vom Absperrbauwerk der Wupper-Vorsperre bis zur Wiebach-Vorsperre. In diesen durch Ölsperren abgetrennten Bereichen kann ein Austreiben von Ölen nicht ausgeschlossen werden. Dies hat auch Auswirkungen auf den Kanu-Wanderweg. Kanufahren ist nur auf der Hauptsperre möglich. Die offiziellen Badestellen an der Bever-, Brucher- und Lingese-Talsperre sind ebenfalls ab 15. Mai geöffnet. offiziellen Informationen zum Freizeitpark Kräwinkler Brücke z. B. Öffnungszeiten finden Sie hier: https://freizeitpark-kraewi.de/

Pöhlsches`schieten in diesem Jahr

Und so wird gespielt...

Die Utensilien zum Pöhlsches`schieten. Das um die Jahrtausendwende gespielte und erfundene Spiel in den Schmetten (Schmieden) wurde in den 1950-er Jahren reaktiviert durch Carl Wiesemann, um dann wieder Ende der 1990-er Jahre im Stadtgeschehen Platz zu finden. Seit dem 3. August 2001 wird es in den Sommermonaten auf dem Carl Wiesemann Platz im Stadtpark (Seniorentreff) von unermüdlichen Senioren und einer Seniorin gespielt. Es findet einmal im Jahr eine Stadtmeisterschaft und ein Pokalturnier statt. Der Oberbürgermeister und Vertreter der Volksbank im Bergischen Land unterstützen dieses Traditionsspiel durch ihre Teilnahme.

Nachfolgend die anstehenden Termine für 2022: 25. Mai, 8.  Juni, 22. Juni, 6. Juli, 20.  Juli, 3. August (Pokal mit OB Burkhard Mast-Weisz ), 24. August, 7. September (Stadtmeisterschaft), 21. September, 12. Oktober. (Bei starken Regenfällen fällt der Termin ins Wasser. Plätt aff!)

Freibad Eschbachtal sucht personelle Unterstützung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zur Entlastung des städtischen Aufsichtspersonals am Beckenrand sucht das Freibad Eschbachtal Rettungsschwimmer:innen für die bevorstehende Saison. Gesucht werden rund dreißig Personen für eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Ende Mai bis Mitte August. Ihr Einsatz erfolgt je nach Wetterlage in Absprache mit dem Freibad-Team. Für die Rettungsschwimmerinnen oder Rettungsschwimmer gelten dabei folgende Einstellungsvoraussetzungen: Sie müssen den DLRG-Rettungsschein Silber und einen Erste-Hilfe-Schein besitzen, mindestens 18 Jahre alt sein und ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag vorlegen. Interessierte wenden sich bitte im Freibad Eschbachtal unter Tel. RS) 388601 an Dennis Halbach oder Marc Ottenströer. Die auszufüllenden Personalunterlagen werden auf Nachfrage (bitte E-Mail an sport@remscheid.de">sport@remscheid.de) gerne zugesandt oder können im Freibad Eschbachtal, Eschbachtal 5, 42859 Remscheid, abgeholt werden.

Freizeitpark „Kräwi“ öffnet am kommenden Montag

Pressemitteilung der Arbeit Remscheid gGmbH

Alle Vorbereitungen sind getroffen, es kann am kommenden Montag endlich losgehen: Der Freizeitpark Kräwinklerbrücke wird ab kommenden Montag, 11 Uhr, für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. „Die Kräwi“ wird dann an sieben Tagen in der Woche jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein und wieder alles bereithalten, was er zu bieten hat: Liegewiesen, Tretbooten und Kanus, Imbiss und Erfrischungen am Kiosk und Parkmöglichkeiten für gut 70 Pkw. Laut Pressemitteilung des Wupperverbandes ist ab dem 11. April der Bootssport inklusive Stand up paddling und Tauchen wieder möglich.

Auch in diesem Jahr bauen wir auf die Vernunft, das Verständnis und die Besonnenheit aller Besucherinnen und Besucher. Weiterhin gelten die bekannten und bewährten Abstands- und Hygienevorschriften. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern am Kiosk und im Toilettenbereich gilt ebenso wie das Tragen einer Alltagsmaske, wenn dieser Abstand nicht eingehalten werden kann. (Maria Sembera)