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Sporthalle: Studie zur Wirtschaftlichkeit im Mai

Am 3. Mai 2018 hatte der Rat der Stadt beschlossen, die vergleichende Untersuchung dreier möglicher Standorte für den Bau einer Dreifachsporthalle in der Innenstadt auszusetzen. Stattdessen wurde die Verwaltung beauftragt, die Wirtschaftlichkeit eines Ersatzbaus für die in die Jahre gekommene Sporthalle der Albert-Einstein-Gesamtschule an der Brüderstraße in Absprache mit der Kommunalaufsicht zu prüfen, um die Maßnahme ohne Belastung des städtischen Kreditrahmens im Investitionsprogramm abbilden zu können. Nach Ausschreibung wurde damit im November 2018 die Beraterfirma PSP Consult (www.psp-consult.de) beauftragt. Sie arbeitet derzeit an einer Vorlage für den Verwaltungsvorstand, wie am Mittwoch die Mitglieder des Sportausschusses erfuhren. Bis zum 20. April sei mit einer Beschlussvorlage für die Politik zu rechnen. Folgendes Beratungs- und Beschlussverfahren ist geplant: 8. Mai Ausschuss für Schule, 15. Mai Sportausschuss und 16. Mai Rat (unter Teilnahme von PSPC-Mitarbeitern zur Beantwortung ggf. auftretender Fragen).

Sportdezernent Thomas Neuhaus geht davon aus, dass sich ein Neubau an der Brüderstraße als die wirtschaftlichste Lösung erweisen wird. Davon müsse dann auch noch die Bezirksregierung in Düsseldorf überzeugt werden. Die Planung des Neubaus werde ausschließlich auf den Bedarfen des Schulsports („eine Pflichtraufgabe der Stadt“) beruhen, betonte er. Zuvor hatte Daniela Hannemann, die Geschäftsführerin des Sportbundes Remscheid, darauf hingewiesen, dass der Sportbund auf den Wunsch nach einer neuen Sporthalle am Stadtpark verzichtet habe mit Blick auf die neue Schulsporthalle an der Brüderstraße. Neuhaus verwies auf die um 900 gestiegene Schülerzahl und darauf, dass für diesen Neubau keine Gelder speziell für den Vereinssport ausgegeben werden dürften. Gleichwohl gebe es in Remscheid keine einzige Sporthalle, in der nicht auch Vereinssport stattfinde. Neuhaus sagte zu, der Sportbund Remscheid werde in die Planung der neuen Halle eingebunden. Die Nöte und Bedürfnisse der Sportvereine seien ihm durchaus bekannt.  Im Übrigen sei mit der Untersuchung des Hallenbedarfs der Stadt Remscheid in den kommenden Jahren des der Bildungswissenschaftler Dr. Detlef Garbe von der Leverkusener Beraterfirma Dr. Garbe & Lexis beauftragt worden. Ein Ergebnis liegt aber noch nicht vor.

Gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten

In der Sitzung des Sportausschusses am 26. September 2018 hatte die Verwaltung im Sportausschuss das Investitionsprogramm 2018-2023 für das neue Sportzentrum Hackenberg (DOC) vorgelegt. Dass damals seine mündlichen Nachfragen unbeantwortet blieben, ließ Klaus Wetzel von den Linken nicht ruhen. Schriftlich bat die Ratsfraktion der Linken am 14. Januar die Beantwortung dezidierter Fragen zur Verlagerung der Sportstätte Hackenberg mit der Begründung, die von der Verwaltung vorgelegten Summen seien nicht deckungsgleich. In der gestrigen Sitzung des Sportausschusses stellte Martin Sternkopf (Sportverwaltung) klar, dass es keine unterschiedlichen Beträge gibt, wohl aber unterschiedliche Bezeichnungen für ein und denselben Etatposten. Das herauszufinden, habe ihn selbst einige Zeit gekostet.

In der aktuellen Mitteilungsvorlage liest sich das so: Mit den im Investitionsprogramm 2018 hinterlegten Summen (528.000 € für 2017 und 750.000 € für 2018) seien die Teile des haushaltsrechtlichen Ansatzes gemeint, die als Planungsansätze (!) für die Maßnahme bereitgestellt worden seien. Die Zahlen, die den Linken aufgefallen waren, seien dagegen die realen Zahlungsflüsse, so Sternkopf. Die seit 2013 entstandenen Kosten zur Verlagerung der Sportstätten werde die Verwaltung projektscharf zuordnen und entsprechend umbuchen zwecks transparenter Darstellung des Gesamtprojekts. Im Übrigen seien „noch einzelne Recherchen notwendig, da die Federführung für die Verlagerung der Sportstätte nach Hackenberg erst im Jahre 2016 dem Fachdienst Sport und Freizeit übertragen wurde“.

Klaus Wetzel zeigte sich mit der schriftlichen wie der mündlichen Antwort der Verwaltung noch nicht zufrieden. Markus Kötter, der Vorsitzende des Sportausschusses, empfahl deshalb ein direktes Gespräch mit dem DOC-Projektkoordinator der Stadt Remscheid, Dietmar Klee. „Und Martin Sternkopf kommt bestimmt auch noch dazu!“ Damit wandte sich der Ausschuss anderen Themen zu.

Zurück nach Madrid mit Merkzetteln und Notizen

Ein „Ideenbasar zur Zukunft des Honsbergs“ und die Aktion „Mach Dein Licht an!!!“, bei der viele blaue Lichter, die aus den bewohnten Wohnungen auf die Straßen schienen als Zeichen der Hoffnung und des Engagements für eine lebendige Zukunft des alten Remscheider Arbeiterviertels – das waren dort am Samstag der Höhepunkt einer „Quartierswerkstatt“. In ihr wollte das spanische Architektenbüro „Taller de Casqueria“ (Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins) gemeinsam mit interessierten Bewohnern des Stadtteils in den vergangenen Tagen „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ auf dem Honsberg entwickeln, die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen. Ob das gelingen wird, muss sich erst noch zeigen. Wenn die drei jungen Architekten heute nach Madrid zurückfliegen, werden sie jedenfalls viele Merkzettel und Notizen im Gepäck haben für ihre „Honsberg-Strategie“ zur Zukunft des Stadtteils. Die will das spanische Team in den nächsten Wochen in Madrid erarbeiten. Bei stetiger Rückkopplung mit der Stadt Remscheid und der Wohnungsbaugesellschaft GEWAG per E-Mail und Videokonferenzen per Skype! Am Honsberg soll das Ergebnis dann am 6. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. (Kamera im Video: Lothar Kaiser uns Hans Georg Müller)

Bis zu fünf Terrassen für die Außengastronomie

Neue Ideen für die Alte Bismarckstraße – am Donnerstagabend wurden sie im Innenstadtbüro Markt 13 vorgestellt, und 13 Anwohner, zumeist Gastronomen und andere Geschäftsleute sowie Mitglieder des jungen Vereins „MyViertel“ interessierten sich für die Präsentation der Pläne per Beamer, die Landschaftsarchitekt Stefan Bracht von der SAL Landschaftsarchitektur GmbH und Dipl.-Ing. Heinfried Drewer-Gutland vom Ingenieurbüro Lindschulte aus Münster mitgebracht hatten. Diese haben von der Stadt den Auftrag erhalten, insgesamt sechs Remscheider Innenstadtstraßen zu überplanen, alles Maßnahmen aus dem vom Rat der Stadt beschlossenen Revitalisierungskonzept. Und den Anfang machten sie nun mit Entwürfen zur Alten Bismarckstraße, vom erweiterten Kreuzungsbereich Alte Bismarckstr./ Johanniterstr./ Kirchhofstr bis zum letzten Haus rechts am unteren Ende der Alten Bismarckstraße.

In diesen Plänen spielen Verkehrsberuhigung, Begrünung, Sitzmöglichkeiten, Aufenthaltsqualität und die Erweiterung der Außengastronomieflächen (bei Verzicht auf Parkplätze) eine wichtige Rolle. Das galt dann auch für den anschließenden Beteiligungsworkshop zwecks weiterer Ideen für das neue Gesicht der Alten Bismarckstraße. Die Wünsche und Ideen, die dabei von den Anwohnern geäußert wurden, nahmen die Planer für die weitere Ausarbeitung ihrer Entwürfe mit nach Münster.

Zum Verkehr: Autofahrer, die sich auf der Johanniterstraße oder Kirchhofstraße der Alten Bismarckstraße nähern, sollen künftig schon einige Meter vorher erkennen, dass sie es bei der Alten Bismarckstraße mit einer verkehrsberuhigten Zone zu tun bekommen, in der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind - ohne besondere Vorfahrtsregeln und ohne die bisherigen Zebrastreifen im Kreuzungsbereich. Dieser soll künftig so aussehen wie der obere Teil der Alten Bismarckstraße (entlang Ev. Stadtkirche) mit einem Band aus barrierefreien Betonplatten und der Fahrbahn aus Natursteinen. Das heißt, die bisherige Natursteinfläche des oberen Teils der Alte Bismarckstraße (Richtung Markt) soll über den Kreuzungsbereich hinaus in Richtung untere Alte Bismarckstraße erweitert werden. Das werden die Autofahrer auf der bisherigen Vorfahrtsstraße (Kirchhof, Johanniter) als eine kleine Schwelle erleben, die sie zu “Weg vom Gas!“ auffordert.

Gastronomie und Parken: Die Zahl der Parkplätze auf der linken Seite der Alten Bismarckstraße soll zu Gunsten von Außenflächen für die Gastronomie verringert werden. Geplant sind zwei (für den Anfang) bis fünf (Endausbau) hölzerne Terrassen, jeweils 2,10 Meter breit und so lang, dass ihr in der kleinen Version ein Stellplatz und in der großen zwei Stellplätze geopfert werden müssen (bei fünf Terrassen insgesamt sieben Stellplätze). Talwärts soll an jeder Terrasse in eine offene Baumscheibe ein junger Baum gepflanzt werden, bergwärts soll jeder Terrasse eine Licht-Stele erhalten, um die Gastronomiefläche gezielt beleuchten zu können. In die Stele könnte auch Wifi (Wireless LAN) oder sogar eine Ladestation von Elektro-Pkw eingebaut werden. Anregung eines Zuhörers: „Und in die Abtrennungen der Terrassen bitte auch historische Fotos von der Alten Bismarckstraße!“

Als spätere Option nannten die Planer eine sechste Terrasse im Einmündungsbereich der Alten Bismarckstraße in die Bismarckstraße. Nach ihren Vorstellungen sollen die hölzernen Terrassen fest installiert werden. Vorstellbar wäre aber auch eine erste Probeinstallation mit geringwertigerem Bauholz. Die Autofahrer in der verkehrsberuhigten Zone werden die mal links, mal rechts stehenden Terrassen umkurven müssen – bei einer deutlich geringerer Geschwindigkeit als dort heute üblich ist.

DOC Remscheid ohne negative Auswirkungen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach seinem Sachstandsbericht in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV) am 7. März hat der DOC-Projektkoordinator der Stadt Remscheid, Dietmar Klee in der gestrigen Sitzung des Haupt‐, Finanz‐ und Beteiligungsausschussesses auch zu den Inhalten der mittlerweile in der Endfassung vorliegenden neuen Verträglichkeitsanalyse berichtet. Die Stadt Remscheid hatte aus Gründen der Rechtssicherheit eine erneute Prüfung der Auswirkungen des geplanten DOC Remscheid beauftragt. Der Gutachter sollte überprüfen, ob die dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 657 zugrunde liegenden Ergebnisse der Verträglichkeitsanalyse aus 2015 weiterhin zutreffen. Gleichzeitig sollte der Gutachter dabei auch weitere in den Normenkontrollanträgen vorgetragene Hinweise mit einbeziehen. Dies betraf insbesondere vom Investor McArthurGlen im November 2016 veröffentlichte neue Geschäftszahlen zum DOC in Ochtrup, den im Gutachten zugrunde gelegten Einzugsbereich unddie Einbeziehung des geplanten FOC Wuppertal. Das Planungsbüro Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbB (Stadt+Handel) hat dazu eine neue Verträglichkeitsanalyse erstellt, die das dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 657 zugrundeliegende Abwägungsergebnis bestätigt, wonach die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 657 und damit auch das geplante DOC Remscheid städtebaulich verträglich sind.

In der neuen Verträglichkeitsstudie wurden die Eingangsparameter

  • Untersuchungsraum und untersuchungsrelevante Standorte,
  • Umsatzprognose auf Basis der Umsatzzahlen 2016 des DOC Ochtrup,
  • Umsatzanteil, der auf den Untersuchungsraum entfällt, aufgrund der in den Normenkontrollanträgen vorgetragenen Hinweise aktualisiert.

Der Untersuchungsraum wurde insofern gegenüber der Untersuchung 2015 enger gefasst. Dadurch fallen 37 Standorte aus dem Untersuchungsraum heraus (126 zu 163 Standorte). Folglich wird der prognostizierte Umsatz des DOC Remscheid auf weniger Standorte umverteilt. Im Sinne eines Wort‐Case‐Ansatzes bei der städtebaulichen Bewertung sind die Auswirkungen auf die einzelnen Standorte dadurch größer.

Die Umsatzprognose für das DOC Remscheid wurde auf Basis der Echtzahlen 2016 des DOC Ochtrup zzgl. eines 15-prozentigen Sicherheitszuschlags aktualisiert. Während sich danach beim Hauptsortiment Bekleidung eine leicht reduzierte Umsatzprognose gegenüber dem Stand 2015 ergibt, wird insbesondere in den Sortimenten Schuhe / Lederwaren sowie Sportartikel ein höherer Umsatz prognostiziert. Schließlich wurde auch der Umsatzanteil aus dem Untersuchungsraum unter Zugrundelegung vorliegender Daten zur Kundenherkunft sowie zu den durchschnittlichen Ausgaben aus bestehenden DOC neu berechnet. Danach ist ein Umsatzanteil von 45 % auf den Untersuchungsraum gegenüber einem Umsatzanteil von 50 % im Gutachten 2015 umzuverteilen.

Auch mit den aktualisierten Eingangsparametern sind keine negativen städtebaulichen Auswirkungen für die Zentren und Versorgungstrukturen im Untersuchungsraum feststellbar: Beim mit 65 Prozent des Gesamtumsatzes umsatzstärksten Sortiment Bekleidung wird gegenüber 2015 ein etwas geringerer Umsatz prognostiziert, in den Sortimenten Schuhe / Lederwaren und Sportartikel liegen die Steigerungen der Umsatzumverteilungen im verträglichen Rahmen.

Von Stadt+Handel wurden auch noch die zu erwarteten Besucherzahlen des DOC Remscheid anhand der aktuellen Umsatzprognose sowie der aktuellen Daten zur Kundenherkunft und zu den durchschnittlichen Ausgaben pro Kunde aus bestehenden DOC aktualisiert. Unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlages ergibt sich hierbei ein prognostiziertes Besucheraufkommen von maximal rund 2,5 Mio. Besuchern pro Jahr. Der Wert entspricht dem Prognosewert im Gutachten aus 2015; die Grundlage für die Verkehrsuntersuchung zum DOC ist damit weiter aktuell. Stadt+Handel kommt abschließend zu den Ergebnissen, dass

  • sich das DOC Remscheid als kongruent zu den Zielen des Einzelhandelskonzeptes für die Stadt Remscheid darstellt,
  • vom DOC Remscheid keine negativen Auswirkungen auf den Bestand und die Entwicklungsmöglichkeiten der zentralen Versorgungsbereiche im zugrunde gelegten Untersuchungsraum ausgehen und
  • das DOC Remscheid kongruent zu den Zielen der Landesplanung ist.
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Umbau von Tennen- und Kunstrasenplatz in Reinshagen

Mehrkosten erfordern weiteres Nachdenken“, berichtete der Waterbölles am 23. September 2017 über die geplante Umwandlung des Tennenplatzes im Stadion Reinshagen in Kunstrasen. Den konnten sich damals die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) in zwei Varianten vorstellen. Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. März hat die Stadtverwaltung eine neue Planvariante vorgelegt. Diese sieht vor, neben dem Tennenplatz auch das 19 Jahre alte Kunstrasenspielfeld im Stadion Reinshagen zu erneuern.

Untersuchungen hatten ergeben, dass es keinen Kunstrasenbelag gibt, der den drei Sportarten Fußball, Hockey und American Football gleichermaßen gerecht wird und darüber hinaus einen idealen Untergrund für eine dieser Sportarten bietet. Vorgesehen ist nun, den Tennenplatz mit einem Granulat verfüllten Kunstrasen mit langem Flor und entsprechender Größe und Linierung für den Wettkampfsport für Fußball und American Football zu versehen. Der alte Kunstrasenplatz soll einen ungefüllten Kunstrasen mit kurzem Flor, mit Beregnungsanlage und entsprechender Größe und Linierung für den Wettkampfsport für Hockey und Fußball (wie in Oelde) erhalten. Kosten für den Umbau des unteren Platzes bis 2021: 1.243.000 Euro und für den oberen 655.000 Euro. Hinzu kommen Planungskosten von insgesamt 140.000 Euro. Das ergibt Gesamtkosten in Höhe von 2.038.000 Euro.

Für diesen Plan votiert der Fachdienst Sport und Freizeit aus sportfachlicher Sicht aus mehreren Gründen:

  • „Zum einen bekommen alle Sportarten ihren optimalen Untergrund bei wettkampfgerechter Platzgröße.
  • Nur so ist eine Sicherstellung und darüber hinaus Weiterentwicklung des Hockeysportes in Remscheid möglich, im Besonderen, da es sich um die einzige Remscheider Hockeywettkampfstätte handelt.
  • Auch der Footballsport bekommt auf diese Weise eine wettkampfgerechte Ausweichmöglichkeit für den Rasenplatz. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, da es nach dem Abgang  des Röntgen-Stadions die einzige Option zum Ausweichen bei Unbespielbarkeit des Naturrasens ist. Zudem ist es nur so möglich, dem Naturrasenplatz im Stadion Reinshagen die dringend nötige Entlastung zukommen zu lassen, indem größere Anteile des Trainingsumfangs auf die neue Sportfläche verlagert werden.“

Der Sportbund Remscheid (SBR) begrüßt den Vorschlag, ebenso die betroffenen Vereine. Für diese ergeben sich daraus nach Auffassung der Sportverwaltung Entwicklungsmöglichkeiten in Bezug auf Mitgliederzahl und Wettkampfteams. Eine gemeinsame Ausschreibung der beiden Spielfelderneuerungen führt nach Einschätzung der Fachplanung der TBR zudem zu wirtschaftlichen Synergieeffekten. Im Übrigen schlägt die Verwaltung eine Eigenbeteiligung der Vereine in der bisher üblichen Form (Sportanlage Bergisch Born, Neuenhof und Bliedinghausen) vor. Zitat: „Das würde bedeuten, dass die am Reinshagen ansässigen Vereine der Sportarten Fußball, Hockey und American Football bei zwei umzubauenden Plätzen durch Mitfinanzierung und Muskelhypothek zusammen ... von 100.000 Euro beisteuern. (...) Details zur Verteilung auf die Vereine und die genaue Form müssten mit den Nutzern noch abgesprochen werden.“

MIT will Plattform für Zukunftsstandort RS

Pressemitteilung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Remscheid

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Remscheid will eine Plattform für den Wirtschaftsstandort Remscheid ins Leben rufen. Dies war die zentrale Botschaft eines Pressegesprächs, zu dem der MIT-Vorsitzende Alexander Lampe sowie seine beiden Vorstandskollegen Ralf Hesse und Dr. Peter Dültgen  in die CDU-Geschäftsstelle eingeladen hatten. Bei einem Kick-Off-Workshop der MIT, an dem Mitglieder und Nicht-Mitglieder der MIT teilgenommen hatten, waren vier Zukunftsthemen für unsere Stadt identifiziert worden:

  • Gewerbegebiete in Remscheid: Was brauchen wir wo?
  • Digitalisierung & künstliche Intelligenz: Wie kann sich der Wirtschaftsstandort Remscheid auf diese Herausforderungen vorbereiten?
  • Arbeit und Fachkräfte: Welche Fachkräfte mit welchen Kompetenzen brauchen wir?
  • Kommunaler Haushalt: Was kann und was muss sich unsere Stadt leisten?“.

„Wir wollen es uns als MIT nicht leicht machen und einfach Forderungen an Politik und Verwaltung nach dem Motto ‚Nun macht mal schön‘ richten. Als Vorstand der MIT haben wir uns bewusst für einen anderen Weg entschieden. Zwei oder drei Mal im Jahr möchten wir zu einer Plattform einladen, die dem Vernetzen dient. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sollen auf unsere Einladung zusammenkommen, um über die vier oben genannten Zukunftsthemen gemeinsam zu diskutieren und – wenn möglich – zu gemeinsamen Lösungsansätzen zu kommen. Wir sind noch auf der Suche nach einem knackigen Titel für dieses Format. Runder Tisch wollen wir die Plattform nicht nennen, denn dieses Format ist ja leider inzwischen eingeschlafen und entsprechend negativ belastet. Wir wollen mit frischem Spirit Visionen für unsere Stadt und unseren Wirtschaftsstandort Remscheid entwickeln“, so Alexander Lampe.

Die drei MIT-Vorstandsmitglieder zeigten sich einig, dass es beim Thema Gewerbegebiete keine Tabus und Denkverbote geben dürfe. Zurzeit werde zu wenig getan, um den Status quo zu halten und dafür Sorge zu tragen, dass auch künftig Wertschöpfung in Remscheid geschieht. Es mangele an einer digitalen Strategie für unsere Stadt. Die MIT will sich auch weiterhin aktiv bei Zukunftsthemen einbringen und vergibt daher bei ihrer traditionellen Frühjahrs-Matinee am 24. März zum zweiten Mal ihren MIT-Innovation-Award.

Neue Allee schneller planen als bisher vorgesehen

Die Zukunft der Alleestraße beschäftigt Politik und Bürgerschaft schon seit langem. Für die CDU ist klar: Die Alleestraße brauche zur Neubelebung Autoverkehr. Die Remscheider Grünen „möchten die Zukunft der Alleestraße modern, nachhaltig und lebensfreundlich gestalten und fordern daher die Umsetzung eines Sofortprogramms und die Prüfung von Perspektiven für die Alleestraße“. Zur Sitzung des Rates am 28. März haben sie dazu einem umfassenden Antrag eingebracht mit dem Ziel, unter Berücksichtigung von potentiellen Fördermitteln (z.B. Städtebauförderung, Heimatförderung) folgende Sofortmaßnahmen auf der Alleestraße umzusetzen:

  • Die Alleestraße wird zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (Gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, z.B. Fahrräder, Inline-Skates, Skateboards, elektrisch betriebene oder unterstützte Fahrräder (E-Bikes, Pedelecs), (E-)Tretroller, Hoverboards, Segways®, etc. freigegeben. Dabei werden folgende ordnungsrechtliche Maßnahmen geprüft/berücksichtigt und durch den Kommunalen Ordnungsdienst kontrolliert: Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für den nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, Einhaltung von Schritttempo durch alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Vorrang für die/ den jeweils schwächere/n Verkehrsteilnehmer*in, Anpassung und Durchsetzung der Ordnungssatzung, Verkehrs- und Ordnungsregeln werden mittels Schildern und Piktogrammen gut sichtbar und international verständlich kommuniziert, Unterstützung des KOD durch städtische Streetworker.
  • Unter Einbeziehung der Stadtwerke Remscheid werden Ladesäulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Pedelecs, E-Bus, etc.) eingerichtet.
  • Unter Einbeziehung der TBR und/ oder der Arbeit Remscheid werden Hochbeete für Urban Gardening Projekte eingerichtet und der Bevölkerung auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.
  • Die Stadt stellt eine mobile Spielebox zur Verfügung und wirbt hierfür in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugend ehrenamtliche Kümmerer, z.B. aus dem Kreise der Geschäftstreibenden. Der Aufbau von provisorischen Sitzgelegenheiten wird geprüft.
  • In Absprache mit der ISG und den Geschäftstreibenden wird im gesamten Bereich Alleestraße/ Markt freies W-LAN zur Verfügung gestellt.
  • Die Brunnen werden wieder in Betrieb genommen. Die Stadt bemüht sich weiterhin/ erneut um die Anwerbung von Sponsoren, hierzu werden u.a. Gespräche mit den Stadtwerken, der Stadtsparkasse und der GEWAG aufgenommen.
  • Die Sondernutzungsgebühren werden in Absprache mit der Bezirksregierung zunächst ausgesetzt.
  • Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung empirisch begleitet und nach Abschluss regelmäßig, erstmals nach zwei Jahren, anhand zuvor festgelegter Indikatoren (u.a. Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz und -verweildauer, Umsatz, Öffnungszeiten, Leerstandsquote) belastbar evaluiert.

Der Standpunkt der Grünen

„Seit zwei Jahren läuft ein von der Stadt unterstützter und von Experten moderierter bürgerschaftlicher Prozess zur Aufwertung der Remscheider Innenstadt. Neben der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, haben engagierte Remscheiderinnen und Remscheider, unter Beteiligung von Politik und ISG, einen Maßnahmenkatalog zur Aufwertung der Alleestraße entwickelt. Anstatt diesen bürgerschaftlichen Prozess nun durch eine Öffnung für den Autoverkehr zu unterlaufen, sollten Rat und Verwaltung gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die vorgeschlagenen Maßnahmen schneller, als bislang geplant, umzusetzen."

Die Verwaltung solle die beschleunigte Umsetzung der von Bürgerschaft und Anliegern gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Aufwertung der Alleestraße im Rahmen der Städtebauförderung, heißt es in dem Antrag weiter. Sie soll ferner die Einrichtung von Spielgelegenheiten und Spielplätzen, zusätzlichen Sitz- und Aufenthaltsbereichen sowie Maßnahmen zum Schutz vor Sonne, Wind und Niederschlag prüfen.

In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Integrationsrat und dem Jugendrat sollen jeweils zielgruppenorientierte Maßnahmenkataloge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Schaffung zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Straßenraums erarbeitet werden.

Und auch eine „Gastro-Strategie“ schlagen die Grünen vor. Die könne die Stadtverwaltung unter Einbeziehung von ISG, Geschäftstreibenden, Gastronomen und der Initiative „MyViertel“ erarbeiten: „Heute kämpfen auch diese Großunternehmen mit sich verändernden Wettbewerbsbedingungen, maßgeblich angetrieben durch den wachsenden Onlinehandel. Mit diesem Wandel verlieren insbesondere die Stadtzentren der Mittel- und Unterzentren zunehmend ihre Funktion als zentrale Einzelhandelsstandorte. Angesichts dieser Entwicklung hilft es niemandem, sich an Konzepte und Weisheiten des vergangenen Jahrhunderts zu klammern. Vielmehr müssen neue Funktionen für unsere zentralen urbanen Räume gesucht und entwickelt werden. Im Sinne einer lebendigen Stadt wollen wir dabei jedoch den Charakter unseres Stadtzentrums als Treffpunkt der Stadtgesellschaft erhalten.“

Auch die folgenden Prüfaufträge gehören zum Antrag der Grünen:

  • Die Verwaltung nimmt Gespräche mit der Gewag auf mit dem Ziel, mittel- bis langfristig den Rückbau aller drei Pavillons zu prüfen. („Die drei in den 90ern auf der Mitte der Alleestraße errichteten Pavillons sind aus Sicht vieler Experten ein Mahnmal der verfehlten Stadtentwicklungspolitik früherer Jahre. Sie zerschneiden den öffentlichen Raum und die ästhetisch wie räumlich wichtige Achse zur stadtbildprägenden Stadtkirche. Dadurch bilden sie physische Barrieren zwischen der oberen und unteren Alleestraße, die beide Funktionsräume in ihrer Entwicklung von einander abgekoppelt haben und so im Laufe der Zeit auch zu sozialen Barrieren wurden.“)
  • Die Verwaltung prüft die Umwandlung des Übergangsbereichs Alleestraße/ Fastenrathstraße / Daniel-Schürmann-Str./ Hindenburgstraße in einen sogenannten „Shared Space“ unter Einbeziehung von Fördermöglichkeiten.
  • Die Verwaltung prüft die Einrichtung eines (u.U. selbstfahrenden) E-Shuttles zwischen Markt und „Zange“ bzw. Theodor-Heuss-Platz. In diesem Zusammenhang werden Gespräch mit den Stadtwerken, der ISG, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderung (BSW) und der Bergischen Universität (Kompetenzzentrum „Autonomes Fahren“) aufgenommen.
  • Die Verwaltung prüft, welche öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr mittelfristig im Bereich der unteren Alleestraße angesiedelt werden können und welche Voraussetzungen hierfür zu schaffen sind.
  • Die Verwaltung prüft in Rücksprache mit der Bezirksregierung alle verfügbaren Instrumente des Planungs- und Baurechts, mittels derer eine langfristige städtebauliche Rahmenplanung unter Mitbetrachtung des Gebäudebestands umgesetzt werden kann. Hierzu zählen u.a. die Ausweisung eines Sanierungsbereichs oder städtebaulichen Entwicklungsbereichs und/oder eines Leerstandmanagements, insbesondere mit Blick auf die Wohnungen.
  • „Die aktuelle Diskussion über die Öffnung der Alleestraße für den Autoverkehr läuft allen anerkannten Konzepten einer modernen und nachhaltigen Stadtentwicklung zuwider“, heißt es in der Antragsbegründung. „Immer mehr Städte in Deutschland, Europa und weltweit diskutieren über autofreie Innenstädte und eine Stadtentwicklung, die anstelle des Autos endlich wieder die Menschen und ihre Lebensqualität in den Mittelpunkt rückt. In Remscheid wollen Teile der Politik dagegen die bestehende Fußgängerzone für den motorisierten Individualverkehr (MIV) öffnen. Eine solche Politik ist nicht nur von vorgestern, sie bedient dabei auch noch Einzelinteressen. Denn die Autofahrer*innen in unserer Stadt beklagen weder die aktuelle Verkehrsregelung, noch die Parkraumsituation.“

Die Vielen, die gar kein Auto besäßen, hätten vom Vorschlag der ISG ohnehin keinerlei Nutzen, dafür aber umso mehr Einschränkungen zu erwarten, so die Grünen. Keine der zurzeit diskutierten Zukunftsvisionen für die Alleestraße würde von mehr Autoverkehr und Parkplätzen profitieren, weil beides den Anforderungen an ein lebenswertes Umfeld längst nicht mehr entspreche. Unabhängig davon welche Ideen sich durchsetzen – ob gehobenes und generationenübergreifendes Wohnen, Einzelhandel, die Ansiedlung von Gastronomie oder öffentlich Einrichtungen - Autoverkehr wäre ein Störfaktor für die Menschen und die Aufenthaltsqualität auf der Allee. „Statt einer aufgewärmten und rückwärtsgewandten Notlösung, brauchen wir eine ehrliche Diskussion über die Perspektiven unserer Innenstadt und, davon abgeleitet, über eine moderne und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Alleestraße. Unser Ziel ist es, eine Innenstadt zu bewahren, die allen Menschen in Remscheid als sozialer Treffpunkt und zivilgesellschaftlicher Gestaltungs- und Entfaltungsraum dient.“

Praxisbeispiele, wie z.B. die Stadt Hasselt in Belgien, belegen nach Auffassung der Grünen, dass autofreie Innenstädte Einzelhandel, Gastronomie, Fremdenverkehr und die Lebensqualität insgesamt, heute mehr denn je begünstigen. „So tragen sie auch entscheidend zur Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Heimatstadt bei. Denn immer mehr Bürger*innen leiden unter den Folgen des Autoverkehrs und erleben Luftverschmutzung und Lärm als nur schwer erträglich. Autoverkehr macht das städtische Leben für die meisten Menschen nicht attraktiver, er erstickt es buchstäblich. Daher möchten wir die Alleestraße zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr öffnen. Flankiert wird diese Öffnung von klaren Regeln (Schritttempo, Vorrang für Schwächere, Ordnungssatzung), deren Durchsetzung durch den KOD gewährleistet wird, und weiteren zügig umzusetzenden Maßnahmen zur Förderung der Aufenthaltsqualität, der Nutzungsmöglichkeiten und von Handel und Gastronomie. Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung in Bezug auf Indikatoren wie Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz, Umsatz, Entwicklung von Geschäftszeiten und Leerstandsquoten etc. belastbar evaluiert.“

Teilweise neue Pläne zum Historischen Zentrum

In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung legte die Verwaltung einen Sachstandsbericht zum Deutschen Werkzeugmuseum / Historischen Zentrum vor. Er knüpft  an das 2016 vorgelegte „Konzept zur künftigen inhaltlichen Positionierung von Haus Cleff im Gesamtkontext des künftigen Historischen Zentrums sowie den Grundsätzen einer denkmalgerechten Sanierung“. Dessen Umsetzung stand unter dem Finanzierungsvorbehalt künftiger Haushaltsjahre sowie einer erfolgreichen Drittmittelakquise. Fazit dieses Konzepts: „Dieses außergewöhnliche und deutschlandweit einmalige Ensemble muss erhalten und für die Öffentlichkeit erschlossen und erlebbar gemacht werden.“ Vorgesehen waren in Haus Cleff nach dessen Sanierung zwei Ausstellungs- und eine Veranstaltungsebene und im Werkzeugmuseum eine zeitgemäße Neugestaltung, ebenso im benachbartenHaus Berger und im Umfeld des Ensembles. Diese schrittweise und langfristige Umsetzung des Gesamtkonzeptes werde das Historische Zentrum „zu einem Leuchtturm mit überregionaler Strahlkraft machen.“ Der Gesamtaufwand wurde damals grob auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Inzwischen steht fest: Die Neukonzeption der Ausstellung des Deutschen Werkzeugmuseums bleibt zwar Bestandteil der Gesamtkonzeption, jedoch wird im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen und den vordringlichen Handlungsbedarf zur Sanierung des Hauses Cleff der Plan einer direkten baulichen Anbindung des Deutschen Werkzeugmuseums und des Hauses Cleffs nicht weiterverfolgt. Zumal der Durchgang zwischen beiden Gebäuden nach übereinstimmender Aussage der beteiligten Architekten den Charakter des freistehenden, denkmalgeschützten Patrizierhauses stark beeinträchtigen würde. Räumlichkeiten für ein Museumscafé und einen Museumsshop moderner soll es künftig im Deutschen Werkzeugmuseum geben.

Über Haus Cleff fanden seit September 2017 mehrere Abstimmungs- und Erörterungsgespräche mit der Landeskonservatorin statt, um die Sanierungsmaßnahme eng mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege abzustimmen. Mitte des vergangenen Jahres wurde im vereinbart, das Denkmal hinsichtlich seiner nationalen Bedeutung zu prüfen, nachdem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien das Gut „Haus Harkorten“ im Hagener Ortsteil Westerbauer als national bedeutsames Denkmal empfohlen hatte. Aber: „Die Prüfung des Landschaftsverbandes Rheinland in Bezug auf Haus Cleff hat ergeben, dass die Voraussetzungen als national bedeutsames Denkmal nicht gegeben sind“, teilt die Verwaltung nunmehr mit – und zitiert die Landeskonservatorin zugleich hoffnungsvoll: „Auch wenn die nationale Bedeutung von Haus Cleff aus unserer Sicht nicht gegeben ist, handelt es sich bei dem Gebäude natürlich dennoch um ein bedeutendes Beispiel eines regionalen Haustyps für die Wohnformen eines reichen Bürgertums im ehemaligen Herzogtum Berg im 18. Jahrhundert. Vor diesem Hintergrund sind die Chancen für eine Landesförderung und evtl. für Zuschüsse anderer Fördergeber (…) sehr gut.“ Die Landeskonsdervatorin sei „zuversichtlich, dass es uns gemeinsam auch ohne eine Förderung aus dem Programm nationale Kulturdenkmäler gelingen wird, Haus Cleff in angemessener Weise instand zu setzen und seiner neuen Nutzung zuzuführen.“

 Für die Sanierung des Denkmals stehen derzeit folgende Mittel zur Verfügung:

  •  Eingeplante Haushaltsmittel der Stadt Remscheid 1.200.000 Euro
  •  Vorschlag zur Bildung einer Rückstellung im Entwurf des Jahresabschlusses der Stadt Remscheid zum 31.12.2017 880.000 Euro
  •  Förderung aus dem Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages 490.000 Euro
  •  Förderung der Stiftung Deutsche Denkmalpflege 120.000 Euro

 Das macht in der Summe 2.690.000 Euro. Bisher sind seit 2015 für vorbereitende Sanierungsuntersuchungen und Sicherungsmaßnahmen 383.505,07 Euro ausgegeben worden. Die Fördermittel der Stiftung Deutsche Denkmalpflege wurden abgerufen. Der Abruf der Fördermittel des Bundes setzt die denkmalrechtliche Erlaubnis und eine grobe Nutzungskonzeption voraus, an dieser wird derzeit gearbeitet. Auf Grundlage der aktuellen Kostenschätzung ergibt sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 2.217.000 Euro (brutto) für die Sanierung der Gebäudehülle (erster Bauabschnitt). Auf dieser Grundlage wurde zwischenzeitlich ein Antrag auf Gewährung einer Landeszuwendung aus der Denkmalförderung gestellt. Dieser umfasst die folgenden Maßnahmen:

  • statische Ertüchtigung der Außenwände und der flankierenden Bauteile innen
  •  Austausch bzw. Ergänzung von nicht mehr tragfähigem Holzwerk und Fachwerkverbindungen, Ertüchtigung der Sparren und Pfetten der Dachkonstruktion;
  •  Wiederherstellung der Auflager Decke / Außenwand;
  • Instandsetzung der Fassaden und der Dachhaut
  •  Abbruch und Erneuerung der Schieferflächen unter Berücksichtigung des historischen Schieferbildes;
  •  Abbruch und Erneuerung der Bedachungen und der alten Bleianschlüsse an den Übergängen zum Gesims, den Holzfenstern und dem Sockel;
  •  Restaurierung bzw. Rekonstruktion des Holzwerks der Fassade
  •  Restauratorische Bearbeitung der historischen Fensterelemente, Gesimse, Lisenen, Läden und Gauben;
  •  Rekonstruktion von vier fehlenden Fensterelementen;
  •  Anstrich des gesamten Holzwerks in den Außenwänden mittels Leinöl.

 Die Arbeiten sollen mit dem Einrüsten des Denkmals nach den Sommerferien 2019 beginnen und werden voraussichtlich bis Ende 2020 andauern.

 Die Konzeption zu Haus Cleff sah bisher die Nutzung des ersten Obergeschosses als Veranstaltungsraum (mit Räumlichkeiten für Technik, Garderobe und Küche) vor. Die Nutzung wurde durch ein Café mit entsprechendem Aufenthaltsbereich ergänzt. Die Konzeption, die auch Bestandteil des Entwurfs der Ausstellungskonzeption des Büro „Szenario Ausstellung | Kommunikation“ ist, kann nicht im Einklang mit den Zielen des Denkmalschutzes realisiert werden. Die damit verbundenen Eingriffe in die Gebäudesubstanz durch Tragwerke und Installationen sind mit der historischen Bausubstanz nach dem Votum der beteiligten Architekten, der örtlichen und überörtlichen Denkmalpflege nicht vereinbar. Das mit der Sanierungsplanung und -durchführung beauftragte Büro „Bernhard Bramlage Architekten BDA“ wird das Büro „Szenario Ausstellung | Kommunikation“ und die Museumsleitung bei der Überarbeitung des Ausstellungskonzeptes begleiten.

Im Rahmen dessen wird auch die künftige Präsentation von Werken des Malers Johann Peter Hasenclever, des Graphikers Gerd Arntz und des Bühnenbildners Teo Otto konzeptionell geplant. Dazu gehört auch die Verbindung von Künstlern und Werken mit der Handels- und Industriegeschichte Remscheids. Die Möglichkeit der Einbindung weiterer namhafter aus Remscheider stammender Künstler in den Kontext der Ausstellung wird geprüft. Weiterhin sollen Wechselausstellungen ermöglicht werden.

„Im Haus Cleff finden die Werke aus Remscheid stammender und international bekannter Künstler einen würdigen und zeitgemäßen Rahmen. Diese Anpassung der bisherigen konzeptionellen Überlegungen wird von der Landeskonservatorin ausdrücklich begrüßt und unterstützt“, so die Verwaltung weiter.  Die Werke von Johann Peter Hasenclever und Gerd Arntz wurden bereits in der Vergangenheit im Haus Cleff präsentiert und sind derzeit eingelagert. Der im Besitz der Stadt Remscheid befindliche Nachlass von Teo Otto wurde bisher der Öffentlichkeit nicht gezeigt, da er noch nicht aufbereitet ist.

Im Zuge der Sanierung von Haus Cleff sollen bestehende Mobilitätsbarrieren unter Beachtung des Denkmalschutzes weitestgehend abgebaut werden. Die bisherigen Planungen sahen die Barrierefreiheit im Erd- und ersten Obergeschoß durch einen im rückwärtigen Bereich angebauten Aufzug vor. Im Mansardengeschoß scheitert eine vollständige Barrierefreiheit an den durchgängig zu schmal bemessenen historischen Türbreiten. Zur Wahrung des äußeren Erscheinungsbildes des Denkmals ist nunmehr beabsichtigt den Aufzug innerhalb eines der beiden später ergänzten rückwärtigen Anbauten unterzubringen, so dass er äußerlich nicht mehr auffallen dürfte.

Im Zusammenhang mit Haus Berger unterstützt die Stadt Remscheid die Idee des Regionalprojekts „Tool Lab Bergisches Städtedreieck“.Ziel ist dabei die Etablierung eines außerschulischen Lernortes für Kinder und Jugendliche aus dem Bergischen Städtedreieck, um sie durch praktische Lernangebote frühzeitig in Kontakt mit den Möglichkeiten eines beruflichen Werdegangs im Handwerk zu bringen. Das Tool Lab soll dies gleichermaßen für Lehrkräfte und Eltern leisten, damit diese die Attraktivität eines Handwerksberufs erkennen und dies ihren Schülern bzw. ihren Kindern vermitteln können. Das Tool Lab soll zudem ein Demonstrationsort für Veränderungen von Beschäftigung und Qualifikationserfordernissen infolge der Digitalisierung sein. (Dem Handwerk eröffnen sich durch die Nutzung digitaler Technologien neue Möglichkeiten. So hat eine neue Studie der Universität Köln und der RWTH Aachen gezeigt, dass erste handwerkliche Betriebe beginnen, sich neu auszurichten, indem sie ihren Kunden CAD-gestützte Ingenieurs- und Konstruktionsdienstleistungen ergänzend zur Herstellung von z. B. Bauelementen anbieten.) Angestrebt wird, das Tool Lab im Haus Berger als Teil des historischen Gebäudeensembles Deutsches Werkzeugmuseums  einzurichten und mit den vorhandenen Angeboten  zu verknüpfen.

Diese Idee wird unterstützt von Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal, Kreishandwerkerschaft Remscheid, Junior Uni Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität für das Bergische Land gGmbH, Alexander-von-Humboldt-Schule (Remscheid), GHS Hackenberg (Remscheid), Albert-Schweitzer-Realschule (Remscheid) und der Stadt Remscheid. Die Koordinierung erfolgt über die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein- Westfalen hat zwischenzeitlich mitgeteilt, das Projekt zur Förderung im Rahmen des Projektaufrufes „Region.NRW – Innovation und Transfer“ zu empfehlen, der aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird.

Der teuerste Kunstrasenplatz aller Zeiten

Am 22. November 2018 hatte der Rat der Stadt Remscheid die Verwaltung einstimmig beauftragt, Voraussetzungen für einen Grundlagenbeschluss zum Sportplatz Neuenkamp darzulegen. Konkret: Die Politik wollte wissen, mit welchen Kosten bei Grunderwerb und Altlastensanierung zu rechnen sei und mit welchen Planungs- und Baukosten bei der Umwandlung des Sportplatzes Neuenkamp in einen Kunstrasenplatz. Der Fachdienst Sport und Freizeit beauftragte daraufhin die Technischen Betriebe der Stadt Remscheid (TBR) mit der Planung von zwei Varianten für die Sportfläche, die sich noch nie im Eigentum der Stadt Remscheid befand, beauftragt, einem großen Fußballfeld bzw. einem kleinen Fußballfeld mit zusätzlichen Sportangeboten  für Leichtathleten. Weiterhin wurden die TBR mit einer exakten Kostenschätzung für die Sanierung des Platzes beauftragt, da in den 1960er Jahren auf dem Gelände Dioxin belastetes Material (Marsberger Kieselrot) zur Platzauffüllung abgekippt worden war. Die bisherige Kostenschätzung (ohne vertiefte Untersuchung) durch die TBR hatte in Absprache mit dem Umweltamt 300.000 € ergeben.

Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. März hat die Verwaltung nunmehr den fertigen Prüfbericht vorgelegt.  Zu den Grunderwerbskosten heißt es darin: „Da die ursprünglich von RSV e.V., BV 10 e.V. und Stadt Remscheid favorisierte Fortführung der Pacht der Sportfläche mit Umwandlung des Tennen- in einen Kunstrasenplatz nach Stellungnahmen des Rechtsamtes und des Umweltamtes der Stadt Remscheid zum Zeitpunkt Ende 2017 nicht weiterverfolgt werden konnte, wurde mit dem Sportverein RSV e.V. von Seiten der Stadtverwaltung Gespräche hinsichtlich eines angemessenen Kaufpreises für das Grundstück geführt (Oberbürgermeister, Fachdezernate). (...)
Das Ergebnis der Grundstückswertermittlung war am 6. November 2018 Grundlage für ein Gespräch mit den Vertretern des RSV e.V. über den angemessenen Grundstückswert der Sportfläche. Ausgehend von einer 30-jährigen Nutzung als Sportfläche liegt der Grundstückswert bei 38 €/m². Mithin liegt der Wert bei einer Nutzung als Sportfläche gesamt bei 540.036,60 € (ohne Berücksichtigung der Entsorgungskosten).

Am14. November 2018 teilte der verkaufsbereite RSV e.V. in einer Email der Stadt Remscheid als Ergebnis eines Vereinsbeschlusses mitgeteilt, dass eine Kaufsumme für das Grundstück (Sportfläche) an der Neuenkamper Straße in Höhe von 3.635.000 € erwartet werde. Dazu fand am 9. Januar 2019 ein Gespräch zwischen Vertreter des RSV e.V. (die Herren Bau, Riemer und Tix) und der Stadtverwaltung (die Beigeordnete Heinze und Neuhaus und sowie die Verwaltungsmitarbeiter Schulz und Sternkopf) statt  den Grundstückswert in Bezug auf eine weitere Nutzung als Sportfreifläche im Eigentum der Stadt Remscheid erörtert. Dabei beharrten die Vertreter des RSV e.V. auf der Kaufsumme i. H. v. 3.635.000 € für die Sportfläche. Hinzu kämen für die Stadt Kosten in Höhe von 555.000 Euro für die Altlastensanierung, wie von den TBR ermittelt (ein Plus von 255.000 Euro gegenüber der bisherigen Schätzung). Fehlen noch die Planungs-und Baukosten:  Die Kostenschätzung für das große Fußballfeld beläuft sich auf 1.197.000 €, die Kostenschätzung für das kleine Fußballfeld auf 1.520.000 €.

Zwischenzeitlich (am 20. Februar 2019) hat der RSV e.V. den Pachtvertrag mit der Stadt Remscheid vom 23. Mai1990 zum 1. Juni 2020 gekündigt. Dazu die Verwaltung: „Das Rechtsamt der Stadt Remscheid bearbeitet die hieraus resultierenden Fragestellungen. Die Stadt Remscheid ist in der Lage ,dem einzigen Nutzer des gepachteten Sportplatzes Neuenkamp, dem BV 10 e.V., alternative Angebote für den Trainings- und Spielbetrieb auf Sportstätten zu unterbreiten, die sich im Eigentum der Stadt Remscheid befinden.“

Waterbölles: Diese Zahlen zugrunde gelegt, müsste die Stadt Remscheid also erst einmal fast 5,4 Millionen Euro ausgeben, um dann auf dem ihr gehörenden Platz Kunstrasen anlegen zu können.  Da wäre es interessant, mal von anderen Remscheider Sportvereinen zu erfahren, ob sie diesen teuersten Kunstrasenplatz aller Zeiten noch für eine gute Investition von Steuergeldern halten würden..

18 Jungen und Mädchen brachten Ideen ein

Bei der Planung. Foto: Stadt Remscheid.Die Stadt Remscheid wird in diesem Jahr mit Bauarbeiten am Spielplatz Henkelshof beginnen. An den Planungen des neuen Spielplatzes durch den Fachdienst Jugend und die Technischen Betriebe Remscheid konnten sich am vergangenen Donnerstag 18 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zehn Jahren aus den Jahrgangsstufen 1. bis 4. Klasse, allesamt Mitglieder des Schülerparlaments der GGS/OGS Hackenberg, beteiligen, die den Spielplatz zukünftig nutzen werden. Gemeinsam besichtigten sie zunächst die künftige Spielfläche am Henkelshof, um sodann in den Räumen der GGS Hackenberg ihre Ideen, Anregungen und Tipps zur Gestaltung des neuen Spielplatzes einbringen. Ausgelegtes Bastelmaterial sollte die Kinder dazu animieren, ihre Ideen durch den Bau eines Modells darzustellen. Die Ideen der Kinder sollen die Grundlage für die Planung des Spielplatzes durch die Technischen Betriebe Remscheid bilden, der 2019/2020 grundlegend instandgesetzt werden soll. Die Onlinedokumentation wird ab kommender Woche unter www.remscheid.de abrufbar sein.

Nachdem alle Modelle vorgestellt worden waren, wurde gemeinsam eine Prioritätenliste erstellt. Die Planung erfolgt nun anhand der Ergebnisse aus der Beteiligung „im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel“, so Daniela Kann vom Fachdienst Jugend, Abteilung Kinder- und Jugendförderung, und Nadine von der Burg, von den Technischen Betriebe Remscheid, Abteilung Planung, Neubau, Grünflächeninformationssystem. Jugendhilfeausschuss, Jugendrat und die Bezirksvertretung Lennep werden sich damit noch zu befassen haben.

Markus Kötter fordert Streitkultur auf hohem Niveau

Beziksbürgermeister Markus Kötter.

„Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ Mit diesen Worten von Victor Hugo begrüßte Bezirksbürgermeister Markus Kötter soeben zahlreiche Lenneper Bürger/“innen zum traditionellen Bürgerempfang der Bezirksvertretung (BV) Lennep im Minoritensaal der Klosterkirche Lennep. Bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep bedankte er sich eingangs sehr herzlich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwölf Monaten, „insbesondere auch bei meiner Stellvertreterin Ursula Czylwik (SPD)“. Den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep bescheinigte der Bezirksbürgermeister „Leistungswillen, Einsatzbereitschaft, Kompromissbereitschaft und Kompetenz in der Kommunalpolitik. Wir sind in Lennep auf einem guten Weg. Wir haben viel getan, aber es steht auch noch viel Arbeit an!“ Es sei für ihn erneut eine Ehre und Freude, diesen Bürgerempfang ausrichten zu dürfen, betonte Kötter. Diesen verstehe er „als Wertschätzung für die Bürgerinnen und Bürger Lenneps“.

An jüngste Meinungsverschiedenheiten mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (af Dienstreise) erinnernd, meinte Markus Kötter: „Es ist nicht gut, wenn sich der Oberbürgermeister der Stadt Remscheid mit dem Bezirksbürgermeister von Lennep in aller Öffentlichkeit streitet. Eine Streitkultur auf hohem Niveau muss das Ziel künftiger Auseinandersetzungen sein. Wir müssen für viele Probleme und Projekte Lösungen finden, die für alle gut und verantwortbar sind. Dies geht nur in vertrauensvollem Dialog. Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erwarten greifbare und nachvollziehbare Entscheidungen und haben ein Recht darauf, von Anfang an eingebunden zu werden.“

Die Bezirksvertretung Lennep verstehe sich weiterhin, trotz unterschiedlicher Ansichten, als konstruktiv-kritischer Partner des Oberbürgermeisters und der Verwaltung. Die bisherige Zusammenarbeit könne man als vertrauensvoll bezeichnen, „auch wenn wir in einigen Politikfeldern nicht übereinstimmen“, fuhr Kötter fort. „Wir sollten alles tun, um bei dem bisherigen Umgang miteinander zu bleiben. Dass es unterschiedliche politischen Meinungen und Ansichten gebe, liegt in der Natur der Sache.“

Im Folgenden sprach Markus Kötter zahlreiche Sachthemen an, die die BV in den vergangenen Monaten beschäftigt hatten. Der Waterbölles dokumentiert dies nachfolgend:

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