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Wirtschaftsförderung begleitet Firmen im Krisenfall

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Remscheider Wirtschaftsförderung ist auch in Zeiten der Corona-Krise verlässliche Partnerin für Remscheider Unternehmerinnen und Unternehmer. Mit starker Internetpräsenz und im persönlichen Austausch per Telefon oder E-Mail unterstützt sie Gewerbetreibende darin, sich im Dschungel der Hilfs- und Förderprogramme von Bund und Land sowie hilfreichen Informationen von Verbänden und Organisationen zu orientieren. Unternehmen, Kultureinrichtungen und Künstler finden gleichermaßen  Unterstützung.  

Aus Anlass der aktuellen Corona-Krise und dem sich hieraus ergebenden gesteigerten Informations- und Beratungsbedarf für Remscheider Unternehmen hat die städtische Wirtschaftsförderung auf ihrer Web-Seite „Coronavirus trifft Wirtschaft“ zahlreiche Infos und Tipps zusammengetragen. Die Informationen werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert: https://remscheid.de/arbeiten-und-wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/foerderungen-und-kooperationen/146380100000143783.php?p=67465,67803,143783.

Eine Sichtung der aufgeführten Links und Programme macht Unternehmen und Gewerbetreibenden eine Entscheidung darüber möglich, welche Inhalte und Angebote mit passendem Kontakt von besonderem Interesse sind. Besteht darüber hinaus noch Informations- und Beratungsbedarf, steht das Beratungsteam „Wirtschaft und Corona“ für weitere Information zur Verfügung. Sofern gewünscht, wird anschließend für eine rechtssichere Beratung zu einzelnen Maßnahmen an den jeweiligen Träger weitervermittelt. Die Mitglieder des Teams „Wirtschaft und Corona“ sind telefonisch und per E-Mail von Montag bis Freitag zu den üblichen Dienstzeiten erreichbar:

Was nutzen Vorschläge, die nicht realisiert werden?

Die Remscheider Stadtverwaltung ist um Klimavorsorge bemüht. Es geschehe bereits „viel auf der strategischen Ebene; leider noch nicht so viel auf der Umsetzungsebene“, heißt es in einer ausführlichen Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Ratssitzung am Donnerstag, 26. März, im großen Saal des Neuen Lindenhofs an der Honsberger Straße. Der Oberbürgermeister hat dorthin (und nicht in den Ratssaal im Rathaus) eingeladen, weil die Ratsmitglieder dort in größeren Abstand voneinander Platz nehmen können. (Nachtrag: Gestern hat der OB mit Blick auf die aktuelle Situation die Ratssitzung abgesagt: "Sobald sich die Lage entspannt, werde ich zu einer Sondersitzung einladen.")

Mit ihrem Klimaschutzteilkonzept „Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid" haben die beiden bergischen Großstädte seit Dezember 2011 einen Prozess angestoßen, der sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. Die Anpassungsstrategie benennt wesentliche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren, identifiziert aktuelle und künftige Herausforderungen für die Städte und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Aber: „Da könnte sich die Stadt noch besser aufstellen. Dies ist jedoch der fehlenden Personal- und Finanzausstattung geschuldet“, bekennt die Stadtverwaltung in ihrem aktuellen Papier. Darin seien 36 Maßnahmen entwickelt worden, von denen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ abzielen. Und weitere elf Vorschläge seien übergreifend.

Das Projekt „BESTKLIMA“ gilt der Klimaanpassung im Bergischen Städtedreieck. Dabei arbeiteten die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal drei Jahre lang (von 2014 bis 2017) mit dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen sowie mit lokalen und regionalen Akteuren zusammen und führten die 2013 erarbeitete Klimaanpassungsstrategie fort. Ergebnisse sind beispielsweise:

  • Kompetenz-Teams für Hitze bzw. Starkregen sowie eine dezernatsübergreifende Lenkungsgruppe
  • Klimaanpassung in der Bauleitplanung – Checkliste für Klimaschutz und Anpassung (diese wird in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung kontinuierlich eingesetzt)
  • Fließwegemodellierung für Starkregenereignisse in Remscheid (Karten sind veröffentlicht unter www.geodatenportal.remscheid.de)
  • Klimafunktionsanalyse Remscheid: Siedlungsklimatische Modellierung inkl. Kaltluftmodellierung und Wärmeinseln; die Klimafunktionskarte wird bei Planungsvorhaben berücksichtigt und ist im Geodatenportal öffentlich einsehbar.
  • Leitfaden „Gewerbeflächen im Wandel“
  • Qualitätsmanagementsystem zur Messbarmachung und Bewertung kommunaler Anpassungsprozesse

Zu den 36 Maßnahmen gehört ferner die Erstellung einer Risikoanalyse und eines Handlungskonzeptes zum Schutz vor Starkregen für das Stadtgebiet Remscheid. Ziel des Projektes „ProPolis – Stadtklima im Wandel“ ist die Berechnung von Stadtklimamodellen, um geplante Veränderungen durch Bauvorhaben darzustellen und die Auswirkungen erkennen und bewerten zu können. Remscheid gehört neben Augsburg, Berlin, Chemnitz, Dresden, Essen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, München, Solingen und Stuttgart zu den Praxispartnern. Es handelt sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt; Eigenmittel sind nicht erforderlich.

Das Projekt "ExTrass", an dem Remscheid seit dem 1. Oktober 2018 beteiligt ist, wird federführend von der Universität Potsdam geleitet wird. Remscheid ist neben den Städten Potsdam und Würzburg die dritte Fallstudienstadt im Projekt. Das vom BMBF geförderte Projekt soll Kommunen widerstandsfähiger machen gegenüber extremen Wetterereignissen.

Es gibt jedoch ein grundsätzliches Problem. Die Stadtverwaltung bezeichnet es in ihrer Vorlage als „eindeutig“: Es ist die „oft fehlende Umsetzung der in den Konzepten vorgeschlagenen Maßnahmen“.

Der Waterbölles meint: „Gut., dass wir mal darüber geredet haben“ kann es nun wirklich nicht sein!“

Weitere Einschränkung des Publikumsverkehrs

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Aufgrund der aktuellen Gefährdungssituation durch das Corona-Virus sind die Bereiche Technik und Verwaltung der Unteren Bauaufsicht sowie die Untere Denkmalbehörde der Stadt Remscheid für den allgemeinen Publikumsverkehr geschlossen. Bauanträge und sonstige für diese Bereiche bestimmte Unterlagen können in die jeweiligen Einwurfs Postkästen am Dienstgebäude Ludwigstraße 14 oder am Rathaus der Stadt Remscheid (Theodor-Heuss-Platz 1, 42853 Remscheid) eingeworfen werden. Die werden regelmäßig geleert. In dringenden Fällen können diese Bereiche telefonisch zentral wie folgt erreicht werden:

  • Bauaufsicht –Technik: 02191 -16 -2429
  • Bauaufsicht – Verwaltung, Bauaktenarchiv: 02191 -16- 3822
  • Untere Denkmalbehörde: 02191 -16-2302 / 3991

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre dienstlichen E-Mail-Adressen erreichbar.

Gleichfalls geschlossen für den allgemeinen Publikumsverkehr ist der Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung der Stadt Remscheid. In dringenden Fällen können diese Bereiche telefonisch zentral wie folgt erreicht werden:

  • Stadtentwicklung: 02191 / 16 – 3194
  • Bauleitplanung: 02191 / 16- 2431/2677
  • Verkehrsplanung: 02191 -16- 2725

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre dienstlichen E-Mail-Adressen erreichbar.

Derzeit laufen Beteiligungsverfahren

  • zum Bebauungsplan Nr. 672 – Gebiet östlich Bahnhof Lennep, westlich der Straße Am Bahnhof und das Geviert zwischen den Straßen Robert-Schumacher-Straße, Alte Kölner Straße, Kölner Straße und Am Johannisberg. Die Unterlagen sind weiterhin auf der Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de, > Rubrik Remscheid & Tourismus > Stadtentwicklung > Planverfahren > Beteiligungsverfahren) bis zum 20.3.2020 einzusehen.
  • zum Bebauungsplan Nr. 668 - Gebiet Am Schützenplatz. Die Unterlagen sind weiterhin auf der Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de
    , > Rubrik Remscheid & Tourismus > Stadtentwicklung > Planverfahren > Beteiligungsverfahren) bis zum 17.4.2020 einzusehen.

Arbeiten an neuen Sportplätzen nicht vor Herbst

Kunstrasen in Reinshagen mit Muskelhypothek der Sportler?“, fragte der Waterbölles am 24. Januar. Die Kosten für den Umbau des alten Tennenplatz in Reinshagen und die Sanierung des oberen Kunstrasenspielfeld hatte die Verwaltung mit 2.038.000 Euro veranschlagt. Dabei wird es nicht bleiben; aber dazu später. Sportbund Remscheid und die sechs in Reinshagen beheimateten Vereine (Fußball, Hockey und American Football) hatten die Pläne begrüßt, doch dann hakte es bei der Frage der Mitfinanzierung und Muskelhypothek (100.000 Euro). Weil sich die Vereine lediglich in der Lage sahen, eine Muskelhypothek in Höhe von 6.300 € zu erbringen, hatten der Sportbund und der Fachdienst Sport und Freizeit  den Vereinen im Dezember einen Schlüssel zur Verteilung des Eigenanteils von 100.000 € erarbeitet und den Vereinen im Januar vorgelegt. Sportdezernent Thomas Neuhaus äußerte damals die Erwartung, dass die Sportvereine noch einen eigenen Vorschlag zur Kostenaufteilung vorlegen würden.

Bis heute ist jedoch über eine Einigung der Vereine über die prozentualen Verteilung der Eigenleistung nichts bekannt. Dabei waren die Vereine von der Verwaltung am 20. Januar bei einer Besprechung im Rathaus Lüttringhausen noch einmal darauf hingewiesen worden, dass Zeit dränge, „damit der Maßnahmenbeginn nach Vertragsschluss mit allen sechs Vereinen zeitnah erfolgen kann“, wie es in einer Mitteilungsvorlage zur Sitzung des Sportausschusses am 18. März heißt. Das heißt, „dass die Bauaufträge erst vergeben werden, wenn das Projekt finanziell in trockenen Tüchern ist“, wie es der Waterbölles im Januar ausdrückte.

Wie die Verwaltung jetzt mitteilte, halten die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) „aufgrund der vorangeschrittenen Zeit“ einen Baubeginn in diesem Frühjahr nicht mehr für realistisch. Zitat: „Die Firmen haben für diese Saison keine Kapazitäten mehr und reichen, wenn überhaupt, lediglich sehr teure Angebote ein. Es wird daher als sinnvoll und realistisch erachtet, die Ausschreibung für den unteren und oberen Sportplatz zu bündeln (Synergieeffekte und Kostenersparnis) und erst im Spätsommer 2020 raus zu schicken, so dass die Sportplatzbauarbeiten  im Herbst 2020 beginnen können.“
Waterbölles: Immer vorausgesetzt, zwischen den Vereinen und der Stadt kommt ein Vertrag über die zu erbringende Eigenleistung zustande. In der aktuellen Vorlage der Verwaltung heißt es dazu: „Es liegen das Meinungsbild des Fachdienstes Recht und Datenschutz sowie Entwürfe der Verträge vor.“

Grüne wünschen für "Kräwi" einen Ganzjahresbetrieb

Nach Ansicht der Remscheider Grünen könnte die Freizeitanlage „Kräwi“, die vor etwa 15 Jahren an der Wuppertals auf einem Grundstück des Wupperverbandes mit Fördermitteln der Stadtentwicklung errichtet wurde, zu einer ganzjährigen außerschulische Bildungsstätte mit dem mit dem Schwerpunkt „Naturraum Wasser“ weiterentwickelt werden. So steht es in dem Antrag, der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weist für die anstehenden Sitzungen der zuständigen Fachausschüsse und des Rater der Stadt vorliegt. Die Idee der Grünen: Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Wupperverband innovative Ideen zur Attraktivierung dieses städtischen Freizeitangebots und damit des touristischen Potenzials bzw. der Bildungslandschaft von Remscheid insgesamt zu entwickeln. Diese könnten dann den Ausschüssen des Rates und der Bürgerschaft (diesen in einer „Werkstatt“) vorgestellt werden. Dann bedürfe es noch eines geeigneten Förderprogramm… für die Umsetzung zu eruieren.

In der Antragsbegründung der Grünen heißt es: „Unsere Freizeitanlage Kräwinkler Brücke wird insbesondere in der Sommersaison von Jugendlichen und jungen Familien intensiv genutzt. Die „Kräwi“ bietet den Remscheider Bürgerinnen und Bürgern ein kostenfreies Freizeitvergnügen und wird von der Arbeit Remscheid gGmbH vorbildlich bewirtschaftet.“ Da der Betrieb der Anlage in der Sommersaison durch Parkgebühren und den Imbissbetrieb keine Kostendeckung erreiche, sollten Stadt und Wupperverband über weitere Nutzungen nachdenken, um die Menschen auch außerhalb der Sommersaison zur „Kräwi“ zu führen.

Freie Urnen-Kammern noch bis zum Jahresende

Zusätzliche Sitzbänke statt neuer Kolumbarien“, titelte der Waterbölles am. März 2018. Auf dem Waldfriedhof Reinshagen werden Bestattungen in Urnenkolumbarien schon seit 2004 angeboten. Zuletzt (2015) wurden die Urnenwände nahe der Friedhofskapelle erweitert. soll gegenüber der Friedhofskapelle ein neuer Aufenthaltsbereich entstehen. Weitere Kolumbarien an dieser Stelle wurden von der Alt-.Remscheid am 17. April 2018 zu Gunsten eines Aufenthaltsbereichs verworfen. „Für eine in späteren Jahren eventuell anstehende Erweiterung der Urnenkolumbarien ist die Nutzung eines anderen Grabfeldes vorgesehen“, hieß es damals. Die neuen Urnen-Pläne werden jetzt schneller konkret als vor einem Jahr abzusehen: Auf der Tagesordnung der Sitzung des Betriebsausschusses für die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) steht am 17. März der Beschlussvorschlag der Verwaltung, auf dem Waldfriedhof Reinshagen weitere Urnenkolumbarien zu errichten. Von den 168 Urnen-Kammern auf dem Friedhof sind noch 30 frei, ausreichend bis Ende 2020. Zur Umgestaltung für Urnen-Bestattungen sind die ehemaligen Reihengrabfelder 49 und 50 vorgesehen: „Abgesehen von einer Einzelgrabstätte am unteren Rand des Grabfeldes steht die komplette Fläche zur Umgestaltung zur Verfügung. Hinsichtlich der Topographie, der Nähe zur Friedhofskapelle sowie der Bebaubarkeit im vorhandenen Baumbestand wurde diese Fläche als aktuell sinnvoll umsetzbare Variante identifiziert“, so die Verwaltung.

Langfristig ist die Umsetzung in bis zu vier Bauabschnitten möglich. Im ersten Bauabschnitt sollen aktuell vier Urnenwürfeln mit jeweils 64 Kammern, insgesamt also 256 Kammern, angelegt werden, auch bei hoher Nachfrage ausreichend für mehr als 5 Jahre. Erweiterungsmöglichkeiten um jeweils zwei bzw. drei Urnenwürfel in den weiteren Bauabschnitten seien möglich, erläutern die TBR.

Der erste Bauabschnitt wird als platzähnliche Anlage mit Aufenthaltsqualität und ansprechender Rahmenbepflanzung errichtet. Der Platz selbst wird mit Pflaster und zahlreichen Sitzmöglichkeiten – entsprechend der an der Friedhofskapelle vorhandenen Anlage – gestaltet. Zusätzlich erhält die Anlage einen Zugang über eine Treppe in Sichtbeziehung zum Nebeneingang zwischen Wald- und Westfriedhof. Die spätere Verbindung zum zweiten Bauabschnitt erfolgt ebenfalls über eine neue Treppe, gleichzeitig besteht dann der barrierefreie Zugang über die bereits vorhandenen Friedhofswege. Die Urnenwürfel sollen – wie der bereits vorhandene Abschnitt an der Friedhofskapelle – mit Natursteinklinkern ansprechend gestaltet werden. Die Kosten des ersten Bauabschnitts sind für 2020/21 mit 364.000 Euro veranschlagt.

Ein Fahrrad ist nicht mit Tütenmilch vergleichbar

Die Zukunft von Radsport Nagel in Remscheid bleibt ungewiss. Mit dem früheren Pflanzenmarkt an der Rader Straße / Am Neuenteich – im Sommer oft ein „Treibhaus“ – ist das Unternehmen nicht zufrieden und sucht nach einer neuen Gewerbefläche in Remscheid in der Größenordnung von 4000 m2. Im Entwicklungsausschuss teilte die Verwaltung dazu am Donnerstag auf Anfrage der CDU-Fraktion mit, man stehe mit der Firma „schon seit Jahren in einem mehr oder weniger engen Kontakt“. Der konkrete Wunsch nach Entwicklungsmöglichkeiten habe sich bei einem Gespräch im Herbst 2018 ergeben, nicht ausgeschlossen eine Standortveränderung. Doch da habe die Verwaltung nichts im Angebot: „Die Stadt Remscheid selbst verfügt nicht über Gewerbeflächen dieser Größenordnung. (…) Aus diesem Grund wurde der Kontakt zu mehreren Eigentümern gewerblicher Immobilien hergestellt und eine Begleitung zugesagt.“ Radsport Nagel sei auch auf das leerstehende Gebäude an der unteren Alleestraße (Kaufhof/ SinnLeffers) hingewiesen worden sowie auf Flächen auf der mittleren Alleestraße. „Beide Standorte stießen aber, auch aufgrund logistischer Probleme, nicht auf Zustimmung.“

Aus dem Entwicklungsausschuss kam gestern die Empfehlung, über eine planungsrechtliche Aufwertung des Grundstücks an der Rader Straße / Am Neuenteich nachzudenken. Denn dort, ganz in der Nähe des neuen DOC, könnte ein Fahrradgeschäft künftig sehr intererssant sein.
Waterbölles: Der alleinige Hinweis der Verwaltung auf das geltende Einzelhandelskonzept der Stadt zieht hier nicht. Ein Fahrrad ist schließlich nicht mit Tütenmilch vergleichbar!

Messgeräte für Vermessung kommen bald geflogen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Digitalisierung der Stadtverwaltung Remscheid schreitet voran. Ab dem 11. März setzt der Fachdienst Bauen, Vermessung und Kataster eine „Drohne“, fachmännisch ein UAV – Unmanned Aerial Vehicle, ein. Nach einer intensiven Probe- und Testphase löst das Messgerät vermessungstechnische Aufgaben auch an schwer zugänglichen Stellen schnell und präzise. Das Fluggerät ist mit einer hochauflösenden Spezialkamera versehen und wird unter anderem eingesetzt in der Straßenplanung, bei der Aktualisierung der Luftbilder, bei dreidimensionaler Erfassung der Geometrie von städtischen Bauwerken sowie zur kartographischen Erfassung des Geländes (Topographie) mit dem Ziel einer dreidimensionalen Darstellung. Mit dieser innovativen Methode können darüber hinaus Baufortschritte auf städtischen Baustellen erfasst oder aktuelle Planungsdaten geliefert werden. Neben der Erfassung der Geometrie geben die Fotos auch Aufschluss über den technischen Zustand von Gebäuden, insbesondere an schwer zugänglichen Flächen.

Das fliegende Messgerät wird von speziell geschultem Personal der Vermessungsabteilung gesteuert, da vor jedem Einsatz eine detaillierte Vorbereitung und Analyse für die Objektvermessung mit der Festlegung der Flugparameter erforderlich ist. „Deshalb kann nicht jeder Mitarbeiter einfach ein fliegendes Messgerät navigieren“, erklärt Thomas Wurm, Leiter der Vermessungsabteilung. Dies dient sowohl der Qualität aufzunehmenden Fotos und Daten für das Zielobjekt und gleichermaßen der Flugsicherheit. Die Flüge werden mit Polizei und Ordnungsamt abgestimmt.

Das Fluggerät ist mit einer Vielzahl von autonom arbeitenden Sensoren - unter anderem zur Satellitennavigation – bestückt und kann daher weitestgehend automatisiert fliegen. Dennoch halten die Piloten am Boden Sichtkontakt, um unmittelbar manuell eingreifen zu können. Nach der Landung werden die erfassten Daten über spezielle Softwareprodukte vermessungstechnisch ausgewertet und für weitere Verwendung wie die Visualisierung aufbereitet. Mit dem Einsatz eines Flugmessgerätes kommen wir zu einem Qualitätssprung in der Erfassung von Vermessungsdaten, für viele Arbeitsprozesse in der Planung und Qualitätsüberwachung.

„Der Einsatz eines Fluggeräts in der Vermessungstechnik ist ein wichtiger Schritt für die Digitalisierung des Technischen Dezernates insbesondere für fast alle Planungsprozesse, die so nun leichter und in höherer Qualität umsetzen lassen“, ordnet Peter Heinze, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschafsförderung, das neue Arbeitsgerät ein. (Für Mittwoch, 11. März, hat die Verwaltung die lokale Presse eingeladen, um die neue Drohne vorzustellen.)

Ohne Renovierung sind manche Wohnungen nicht vermietbar

In der Nachfolge von Hans-Jürgen Behrendt ist Oliver Gabrian seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres alleiniger Vorstand der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft Remscheid, in deren Eigenbestand sich laut Hauptversammlung vom 28. August 2019 6.234 Wohnungen befinden. Gemeinsam mit der Dipl.-Ingenieurin Wiltrud Willing, Leiterin der Technischen Abteilung, berichtete Gabrian gestern den Mitgliedern des städtischen Bauausschusses, dass die GEWAG auf dem örtlichen Wohnungsmarkt gut aufgestellt sei, aber in den nächsten Jahren noch etliche Wohnungssanierungen vor sich habe. Denn: In ihrem gegenwärtigen Zustand ließe sich für so manche leerstehende Wohnung kein neuer Mieter finden. „Wir haben in Remscheid kein Wohnungsproblem; Wohnungen gibt es genug. Wir haben ein qualitatives Problem!“ Und um das zu lösen, müsse die GEWAG bei jeder Wohnungssanierung zwischen 20. 000 und 30.000 Euro in die Hand nehmen, bezogen auf dem gesamten Wohnungsbestand, für neue Bäder, neue Böden, neue Elektrik und/ oder einen neuen Wohnungszuschnitt. Das betreffe insbesondere die alten Arbeitersiedlungen (wie den Honsberg). „Das ist für uns in den nächsten Jahren eine große Herausforderung. Wir werde da quartiersweise vorgehen!“

In diesem und im nächsten Jahr liege der Schwerpunkt weiterhin auf dem Hasenberg. An der Emil-Nohl-Straße bekämen Wohnungen neue Grundrisse. Auch sei dort – wie am Hackenberg – der Einstieg in Mieterstrom aus eigenen Photovoltaikanlagen auf den Dächern vorgesehen. 2022 werde dann der Stadtteil Phoemix an die Reihe kommen, „§rund um die Gerhart-Hauptmann-Straße“, berichtete der GEWAG-Chef gestern. Auch dort gebe es GEWAG-Häuser, die ohne grundlegende Renovierung nicht mehr „in den Markt zu bringen“ seien. Keine Chancen sieht Oliver Gabrian für die schon längere Zeit leestehenden Wohnungen an der Ring- und Leverkuser Straße in Lennep: „Die gehen wir gegenwärtig nicht an; wir brauchen erst einmal ein Konzept für das gesamte Areal!“

Im Besitz der GEWAG befinden sich seit 2003 auch die drei Pavillons auf der Alleestraße. Nur zu gerne hätten die Mitglieder des Bauausschusses erfahren, welche Zukunft Gabrian für diese Bauten sieht, in deren Umfeld besonders viele Läden leer stehen. Doch da wollte er sich nicht festlegen und verwies auf die nicht abgeschlossenen Planungen und Untersuchungen zur Alleestraße. „Natürlich würden wir fragen, wer die Pavillons bezahlt, wenn sie abgerissen werden sollten. Schließlich stehen sie jetzt noch mit stolzen Beträgen in unseren Büchern!“ Aktuell sei geplant, den unteren Pavillon mit Hilfe Honsberger Künstler attraktiver zu gestalten, im Inneren mit einer Leinwand, auf der Events vom Honsberg gezeigt werden sollen. "Solange kein neuer Mieter für den Pavillins gefunden werden kann!"
Auch die Engelspassage zwischen Alleestraße und Ebert-Platz will die GEWAG zusammen mit anderen Hausbesitzern durch Kunst, Graffiti und neue Beleuchtung so aufhübschen, dass niemand mehr an einen Angstraum denkt.

Asus dem Ausschuss kamen auch Fragen nach dem Verhältnis von Vermieter zu Mieter – Stichwort „Sozialmanagement“. Der GEWAG-Chef sah da keine Defizite: „Unser Service ist gut und rund um die Uhr erreichbar. Wir arbeiten mit keinem Callcenter, sondern unsere Mitarbeiter sind in den Quartieren bekannt und absprechbar. Darunter ist auch eine Sozialarbeiterin!“

Ob sich die GEWAG denn auch an der Stuttgarter Straße engagieren wolle, wollte der Ausschussvorsitzender Otto Mähler wissen. Doch damit erwischte er Gabrian auf dem falschen Fuß. Dass die SPD zur Unterzeichnung der Projektvertrages für den Bau eines neuen Berufskollegs Wirtschaft & Verwaltung am Bahnhof – siehe Waterbölles von gestern – baldige Überlegungen über die künftige Nut6zung des im Sommer 2022 frei werdenden Schulgeländes an der Stuttgarter Straße gefordert hatte, war ihm anscheinend nicht bekannt. Mähler: Da sollten wir etwas vorliegen haben, wenn die Schule umzieht“, forderte er den Technischen Beigeordneten Peter Heinze auf.  Das gelte für das gesamte Quartier zwischen Christian-, Bau-. und Theodor-Körner Straße, ergänzte Lothar Schiffer und verwies auf die hohe Baudichte und „zu wenig Grün“ in diesem Quartier. Dafür gebe es doch schon seit 2017 die Eckdaten des Rahmenplans „Westliche Innenstadt“, entgegnete Heinze. Da werde man in nächster Zeit ins Detail gehen müssen, war sich der Ausschuss einig.

B-Plan Nr. 668 „ Am Schützenplatz“ liegt aus

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

.Der städtische Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss hat am 13.12.2016 den Aufstellungsbeschluss zu dem Bebauungsplan Nr. 668 – Gebiet Am Schützenplatz – gefasst zur Realisierung eines Allgemeinen Wohngebietes. Die Planung wird – auch in Fortführung des bestehenden Wohngebietes An der Windmühle – als städtebaulich sinnvoll und wünschenswert beurteilt. Die Bezirksvertretung 4 – Lüttringhausen – hat am 7.12.2016 beschlossen, die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung zu dem Bebauungsplan Nr. 668 durchzuführen. Die entsprechenden Planunterlagen lagen vom 25.1.2017 bis einschließlich 21.2.2017 zur Einsichtnahme aus. Mit Schreiben vom 25.1.2017 erfolgte die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die verwaltungsinterne Abstimmung.

Am 28.11.2019 hat der Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss beschlossen, den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 668 mit angepasstem räumlichen Geltungsbereich öffentlich auszulegen. Die Offenlage mit Begründung einschließlich der zugehörigen Anlagen und den nach Einschätzung der Gemeinde wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen findet von Montag, 9. März, bis einschließlich Freitag, 17. April, im Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung, Ludwigstraße 14, 2. Obergeschoss, 42853 Remscheid, statt. Während dieser Frist haben Interessierte Gelegenheit zur Einsichtnahme und können Stellungnahmen schriftlich, zur Niederschrift oder per E-Mail (Staedtebauentwicklung@remscheid.de) beim Fachdienst Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung einreichen. Zusätzlich sind die Unterlagen auch auf der Internetseite der Stadt Remscheid (www.remscheid.de, è Rubrik Remscheid & Tourismus è Stadtentwicklung è Planverfahren è Beteiligungsverfahren) einsehbar.

Zum Schuljahr 2022/23 soll das neue Berufskolleg fertig sein

Der Bau des neuen Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Schmalkalder Straße (Spielstraße) am Remscheider Hauptbahnhof kann beginnen. In Anwesenheit zahlreicher Vertretern der Verwaltung - darunter Arndt Liesenfeld (Fachdienst Schule und Bildung) sowie Elke Ittig, Dirk Deutemann und Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement -, drei Kommunalpolitikern (Brigitte Neff-Wetzel ,Wolf Lüttinger und Florian Böker), Lehrer/innen und Schüler/innen unterzeichneten den 46-seitigen Vertrag gestern um 13 Uhr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter, Geschäftsführer der Imetaal Industriebau GmbH & Co. KG, einer der 100-prozentigendeutschen Tochtergesellschaft der niederländischen Ten Brinke Group mit über 1.000 Mitarbeitern, die in Lennep seit der Übernahme der einstigen Hertie-/Karstadt-Filiale als Investor bekannt ist. Sieben Unternehmen hatten sich an der europaweiten Ausschreibung des 30 Millionen Euro „schweren“ Bauprojektes beteiligt. Mit Imetaal, so die Stadt Remscheid schon am vergangenen Donnerstag in der Ratssitzung, habe die Stadt „einen geeigneten und leistungsstarke Totalunternehmer gewonnen“. Und der will das Projekt nun zügig angehen. Schon in wenigen Tagen wird Bert Sluyter erstmals Gast der städtischen Bauaktenkonferenz sein. „Ende Juni, Anfang Juli wollen wir der Baubehörde den fertigen Bauantrag vorlegen!“ Geht alles glatt, sollen die Bauarbeiten im Januar 2021 beginnen, die ersten Erdarbeiten vielleicht schon im November, Dezember. Fertig werden soll der Neubau bis April 2022. Dann soll mit der Inneneinrichtung begonnen werden, um der Stadt die neue Schule im Mai oder Juni komplett fertig übergeben zu können. Der Schulbetrieb könnte dann ohne Zweitdruck nach den Sommerferien starten.

Beteiligt an dem Ausschreibungsverfahren war auch die Beratungsgesellschaft für Behörden mbh (VBD) in Köln, gestern vertreten durch Gebietsleiter Thomas Mandt. Er bestätigte die Aussage von Bert Sluyter, dass das 10.681 Quadratmeter große Baugrundstück („Baufeld 6“) entlang der Bahngleise „so seine Besonderheiten“ habe (auch schon mal ein „schmales Handtuch“ genannt). Das habe bei der Erörterung von Bedürfnissen und Bedarf Abstrich am Raumprogramm zur Folge gehabt „wie beim Häuten einer Zwiebel“. Unterm Strich seien die wesentlichen Wünsche der Schule aber allesamt in Erfüllung gegangen, lobte nach der Vertragsunterzeichnung auf einer Pressekonferenz Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann in Anwesenheit ihres Vorgängers Gerhard Leicht. „Aber wir haben uns ja auch keine Träume erfüllt, sondern das, was unsere Schülerinnen und Schüler brauchen!“

Burkhard Mast-Weisz und Bert Sluyter bedi der Vertragsuntzerzeichnung. Über die beiden  Füllfederhalter freute sixch anschließend die Schulleiterin. Der OB bekam von Bert Sluyter für demnächst anstehende Besichtigungen der Baustelle am Bahnhof einen weißen "Ten Brinke"-Bauhelm und ein Zentimetermaß. Foto: Lothar Kaiser„Ein Tag zum Feiern“, befand Schuldezernent Thomas Neuhaus. Der Neubau werde Lehrern und Schülern bessere Lehr- und Lernmöglichkeiten bieten. Überhaupt sollten die besten Gebäude in einer Stadt die Schulen sein. Insbesondere lobte Neuhaus die „wertvolle und fruchtbare Zusammenarbeit aller Beteiligten“ an diesem Schulbauprojekt, dem ersten in Remscheid seit 25 Jahren, so Stadtdirektor Sven Wiertz.

Die dreigeschossige Berufsschule werde hohe energische Standards erfüllen (z. B. Geothermie), sagte Projektleiter Guido Handschmann von der SSP AG in Bochum, von der das Entwurfskonzept der neuen Berufsschule stammt. Diese wird aus drei zu einander versetzten Baukörpern mit einer Nutzfläche von 7.746 Quadratmetern bestehen und in fünf Lehrbereichen Platz für insgesamt 1.400 Schülerinnen und Schüler und 70 Lehrerinnen und Lehrer bieten. Zum Außenbereich gehören 70 Parkplätze und ebenso viele Fahrradständer. Wobei Schülervertreter gestern die Vermutung äußerten, dass viele Schüler/innen auf ihrem Schulweg künftig die S-Bahn nutzen werden und nicht (mehr) den eigenen Wagen.

Zur Architektur: Das Dach der neuen Schule soll teilweise begrünt werden. Auch die Option für eine Photovoltaikanlage ist vorgesehen. Der zentrale, überdachte Haupteingang mündet ins Foyer mit seinen großen Fensterflächen. Daneben wird sich die Cafeteria befinden mit barrierefreiem Zugang zum Aufzug und zum Schulhof. Bei der Planung wurden folgende Aspekte besonders berücksichtigt:

• wirtschaftliche und flächeneffiziente Grundrissgestaltung

• Schaffung von Räumen, die im Sinne des pädagogischen Konzeptes unterschiedliche Funktionen erfüllen

• optimale Nutzbarkeit und Belüftung der Räum

• Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

• Umsetzung der Anforderungen an die Raumakustik

• ein modernes, attraktives äußeres Erscheinungsbild.

Um einen Schulneubau hatten sich Schülerschaft und Lehrerkollegium schon seit 21008 bemüht. Schulleiterin Cornelia Berghaus-Biermann attestierte der Stadt gestern “eine super Unterstützung“, und Oberbürgermeister Mast-Weisz gab das Lob an Schulverwaltung und Gebäudemanagement weiter, die das Projekt gut vorbereitet hätten. „Einer weiteren Planung und Nachnutzung der Fläche in der Stuttgarter Straße steht nun nichts mehr im Wege“, meldete sich der Pressemitteilung die SPD-Ratsfraktion zu Wort. York Edelhoff, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD und Sprecher im Stadtentwicklungsausschuss : „Möglich sind verschiedene Nutzungsvarianten. Unser Ziel sollte eine durchmischte Bebauung mit verschiedenen Nutzungsvarianten sein. Wir brauchen in den kommenden Jahren zeitgemäße, moderne und barrierefreie Wohnungen. Auch Grünflächen‘ für gute Aufenthaltsmöglichkeiten dürfen nicht fehlen. Die Fläche mitten im Herzen Remscheids wäre ein Sahnestück für modernes, innenstadtnahes und nachhaltiges Wohnen.“

Gutachten bis zur Falschinformation verändert?

Kurznotiz im Waterbölles am 18. Februar: „Nicht zu fassen: Das von der Stadt Wuppertal in Auftrag gegebene Gutachten zu der Frage, ob der Rat der Stadt die Klage Wuppertals gegen das Designer Outlet-Center (DOC) in Lennep auch wieder (DOC) zurückziehen könne, soll im Barmer Rathaus in mehreren Passagen im Nachhinein geändert worden sein. Das berichten WZ und RGA. Zitat: „Der Leiter des Rechtsamtes, auf den die Veränderung des Gutachtens möglicherweise zurückgehen könnte, ist seit Monaten im Krankenstand und wird erst Anfang März wieder im Rathaus erwartet.“ Es gebe in dem Schriftstück „eindeutige Hinweise darauf, dass ganze Passagen im Nachhinein geändert worden sind. So sollen Textstellen markiert worden sein, die ihrem Sinn nach von den Rechtsgutachtern auf Anweisung des Amtsleiters inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt wurden.“ Aus dem möglichen Ja des Stadtrates zum Klageverzicht gegen Remscheid wurde so ein striktes Nein.“

Ein „bis zur Falschinformation verändertes Gutachten“ vermutete gestern in der Sitzung des Remscheider Stadtrates Markus Kötter (CDU) und fragte die Verwaltung, ob es sich bei den Veränderungen im Gutachten um ein  eigenmächtiges (Amtsleiter) oder abgestimmtes Verhalten (Verwaltungsvorstand) im Wuppertaler Rathaus gehandelt habe, ob die Stadt Remscheid von Stadt Wuppertal Aufklärung eingefordert habe und ob der Stadt Remscheid und/oder dem Investor McArthurGlen ein finanzieller Schaden entstanden sei.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz antwortete, eine offizielle Stellungnahme der Stadt Wuppertal gebe es (noch) nicht. Diese habe die Aufgabe, den Sachverhalt aufzuklären. Es sei schon ärgerlich, dass das (falsche?) Gutachten ein halbes Jahr lang zu vielen unnötigen Gesprächen geführt und viel Arbeitszeit gekostet habe. Die auch auf der Grundlage des Gutachtens getroffene notarielle Vereinbarung vom vergangenen Dezember werde vom Investor allerdings nicht bestritten. Das habe ihm Henning Balzer (Development Director Deutschland/McArthurGlen) versichert.

Der OB kündigte an. Das Thema zur Ratssitzung im März noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen. Waterbölles: Bis dahin sollte das Bemühen um Aufklärung innerhalb der Stadtverwaltung Wuppertal, so es denn erst gemeint ist, von Erfolg gekrönt sein. Hoffentlich!