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Stadtteilentwicklungskonzept für Lennep steht an

Die Stadt Remscheid strebt die Ausschreibung eines Stadtteilentwicklungskonzepts Lennep mit den Themenschwerpunkten Aktives und Lebendiges Zentrum, Mobilitätsentwicklung, Entwicklungsimpuls Tourismus und klimagerechte Wohnentwicklung an. Zur Sitzung am 25. Mai hat sie der Bezirksvertretung Lennep einen entsprechenden Beschlussvorschlag unterbreitet. Zitat: „Das Ziel des Stadtteilentwicklungskonzepts ist es, eine Grundlage für zukunftsfähige Planungen zur Attraktivitätssteigerung Lenneps zu schaffen. Es dient u.a. der langfristigen, koordinierten und zielgerichteten Umsetzung von Maßnahmen im öffentlichen Bereich.“

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im Januar 2022 und der Beendigung der Projektentwicklung zum DOC müssten die Themen des Stadtteilentwicklungskonzepts mit dem Entwicklungsprozess für die neuen Quartiere Lennep abgeglichen werden, so die Verwaltung. Die zu beauftragenden Büros würden sich hierfür laufend abstimmen. Die Vorlage beschreibt die vier Themenfelder im Einzelnen wie folgt:

  • Aktives und Lebendiges Zentrum: Die Kölner Straße und die Altstadt weisen eine Mischung von vielfältigem Einzelhandel, Dienstleistung sowie Wohnen auf. Der besondere Charakter des Gebietes verdient es, zukünftig zu klären, ob diese Funktionen beibehalten werden können und welche zentrale Funktion – unter Betrachtung des Denkmalschutzes – hier im Fokus liegen wird. Zu einem aktiven und lebendigen Zentrum gehört dabei auch die Stärkung des Erholungs- und Freizeitsektors. Dabei fördern potenzielle Grünentwicklungen nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Klima. Die zukünftige straßenbauliche Gestaltung der Kölner Straße wird durch eine separat zu beauftragende Straßenplanung abgedeckt.
  • Mobilitätsentwicklung: Um zu einer gut funktionierenden und nachhaltigen Mobilität im Ort zu kommen, müssen auch die Freizeitbereiche auf kurzem Wege nachhaltig angebunden sein. Hierzu ist es notwendig, neue Anreize zu schaffen und ein Wegeleitsystem für zu Fuß Gehende und Radfahrende zu entwickeln. Weiterhin ist hier das Thema des Parkens in der Altstadt ein zentraler Punkt, der durch das Konzept thematisiert werden soll. Das Thema des ÖPNV-Angebots wird im Nahverkehrsplan behandelt, kann aber entsprechend mit der vorliegenden Mobilitätsentwicklung verzahnt werden.
  • Entwicklungsimpuls Tourismus: Lennep bietet ein hervorragendes touristisches Potenzial. Der gesamte Altstadtbereich steht als Rundling unter Ensembleschutz, ebenso tragen die Einzeldenkmäkler zur Qualitätsbildung bei. Kulturelle Einrichtungen, wie z.B. das Röntgenmuseum, Klosterkirche oder Stadtbibliothek sind vorhanden und werden rege genutzt. Die Freizeitgestaltung unter dem Thema „Wasser“ (Talsperren, H2O, Gradierwerk und Kneipp-Becken) nimmt neben der Landschaft einen großen Raum ein. Diese vorhandenen Qualitäten gilt es weiter zu entwickeln und auszubauen. Es sollen unter Berücksichtigung bestehender Grundlagen und Personengruppen inhaltliche Ziele für einen erfolgreichen Tourismus benannt werden, um diesen aus der Innenperspektive mit Stahlkraft heraus zu entwickeln.
  • Klimagerechte Wohnentwicklung: Die klimagerechte Entwicklung von (Bestands-)Immobilien und Siedlungen ist eine der großen Herausforderungen im Bauwesen. Hier sind besonders zwei Bereiche im Fokus: Für die bestehenden GEWAG-Wohnhäuser an der Ring- und Zeppelinstraße (erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil einer Gartenstadt/Arbeitersiedlung) gilt es im Konzept darzustellen, wie die Gebäude mit Betrachtung der Lage und Zustand zukünftig genutzt werden können. Dabei sollen Varianten eines Umbaus im Bestand oder einer Niederlegung der leerstehenden Gebäude mit anschließendem Neubau unter städtebaulichen und klimabezogenen Aspekten verglichen werden. Zusätzlich ist das Neubaupotenzial Knusthöhe hinsichtlich einer klimagerechten Siedlungsentwicklung zu betrachten.“

Die Stadt will die Öffentlichkeit intensiv an der Erarbeitung des Konzepts beteiligen; ein entsprechendes Beteiligungskonzept sei Bestandteil der Ausschreibung. Auch die laufende Rückkopplung zur Entwicklung der Brachflächen an der Röntgenstraße / Mühlenstraße zu neuen Quartieren für Lennep werde Bestandteil der Aufgabenstellung sein. (Ausgangspunkt war eine Online-Konferenz zur Zukunft von Lennep mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im September 2021.)

Schule Stuttgarter Straße weicht neuen Wohnungen

Als SPD, Grünen und FDP („Gestaltungsmehrheit“) Anfang März mit dem Plan an die Öffentlichkeit traten, die Fläche des bisherigen Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Stuttgarter Straße zu einem „Wohnstandort mit Grünflächen“ machen zu wollen, ernteten sie nicht nur Lob, sondern auch Kritik. Erst in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, dann im Bauausschuss, später im Hauptausschuss und – nach einem Vertagungsantrag der CDU – auch im Schulausschuss. Die dort geführte heftige und zeitaufwendige Diskussion wurde, was manche frustrierte, in der gestrigen Sitzung des Rates fortgesetzt, wiederum angeführt von der CDU-Fraktion, unterstützt aber auch von der Fraktion der Linken und der Wählergruppe der W.i.R. Alle drei Gruppierungen wiederholten ihre schon früher geäußerte Ansicht, bei den in den nächsten Jahren vor allem in der Innenstadt wachsenden Schülerzahlen könnte das alte Schulgebäude an der Stuttgarter Straße noch von großem Nutzen sein. Waltraud Bodenstedt (W.i.R.): „Jetzt schon auf das Gebäude zu verzichten wäre voreilig!“ Das meinten auch Brigitte Neff-Wetzel (Linke) und Bettina Stamm (echt. Remscheid e.V.). Mehrfach meldeten sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Kötter und sein Fraktionskollege Alexander Schmidt zu Wort: „Dieser Schulraum wird uns eines Tages noch fehlen!“

Dagegen hielt die „Gestaltungsmehrheit“ an ihrer Meinung fest, das Schulgebäude sei marode und könne keiner Grundschule als neues Quartier angeboten werden. David Schichel, Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Alle Gremien des Rates haben sich für eine Wohnbebauung ausgesprochen. Diese demokratische Mehrheit kann nicht weggeredet werden!“

Doch leicht machen wollten es die Kritiker gestern den Fraktionen von SPD, Grünen und FDP nicht. Vielmehr beantragte Markus Kötter namentliche Abstimmung, und zwar über alle drei Anträge zur Stuttgarter Straße, über die schon der Schulausschuss abgestimmt hatte, zwei ablehnend und einem zustimmend. Und so musste denn Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei allen drei Abstimmungen die Namen der 57 anwesenden Ratsmitglieder aufrufen und nach ihrem Votum fragen. Die Ergebnisse dieser Abstimmungen entsprach dann wie erwartet denen des Schulausschusses: Der Antrag der CDU wurde mit 32 Nein-Stimmen (25 Ja; keine Enthaltungen) abgelehnt, ebenso wie anschließend der Antrag der Linken. Danach setzte sich die Gestaltungsmehrheit mit 32 Ja- bei 25 Nein-Stimmen durch.  Indirekt ist damit der Abriss des alten Schulgebäudes beschlossene Sache.

FC-Vorstand hat mit Lenneper Röntgen-Stadion viel vor

Der Vorstand des FC Remscheid – 1. Vorsitzender Ralf Niemeyer, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer Thorsten Greuling und Schatzmeister Ralf Trögel – sind einer Meinung: „Das Röntgen-Stadion muss erhalten bleiben!“ Als traditionsreiche Fußballstätte, die schon viele Größen des deutschen und internationalen Fußballs gesehen habe, und als Kulturgut. Das betonten die drei gestern in einer Pressekonferenz im Vereinsheim „1908 Treff“. Das Stadion habe zwar „seine Schwächen“, sei aber auch keinesfalls eine „Bruchbude". Mit Ausnahme der „Südtribüne" seien gleich zwei Tribünen nutzbar: Die Haupttribüne, die der in Reinshagen in allen Belangen überlegen sei, ebenso wie die Pressetribüne, die bei höherklassigem Fußball durchaus wieder wichtig werden könnte. Auch sei im Stadion eine Fantrennung möglich, erforderlich schon ab der Oberliga. Und dann der Rasen: hervorragend gepflegt, so dass kein Ball verspringen könne und die Verletzungsgefahr niedrig sei.

Warum dieses Loblied? Weil der FC-Vorstand sich mit dem Plan der Stadt Remscheid nicht anfreunden kann, dem Verein künftig im Stadionspielen zu lassen. Die fast hundert Jahre alte Tribüne und das ganze Stadion Reinshagen versprühe „den Charme der 1960er Jahre – alles andere als zeitgemäß!“ Das könne keine Heimspielstätte mit Zukunft sein. Ralf Niemeyer (Foto oben rechts): „Reinshagen ist absolut dezentral und hat keine gute Verkehrsanbindung.“ Das schrecke neue, talentierte Spieler von auswärts ab, was wiederum die ambitionierten Ziele des FCR gefährde. Und aus Lüttringhauser Sicht liege das Stadion Reinshagen genau am anderen Ende der Stadt. Thorsten Greuling (Foto oben links):  „In Lüttringhausen ist der FCR beheimatet. Von dort und aus Lennep kommen die meisten Fans. Ob die zum Umzug ins weit entfernte Reinshagen bereit sein würden, ist mehr als fraglich.“

Also soll es auch künftig das Röntgen-Stadion sein, verkleinert auf eine Kapazität von ca. 5.000 Zuschauern. Die Pläne des FC-Vorstands sind ambitioniert: Die Rückwand und das Dach der Haupttribüne sollen abgebaut werden. Angebaut werden soll ein modernes Multifunktionsgebäude mit Überdachung der Tribüne. Auf dem neuen Dach LED-Strahler, um den Fußballplatz ausleuchten zu können. Auf Nord- und Südkurve soll verzichtet werden. Dafür sollen Dach und Technik der Pressetribüne saniert werden. Auf dem neuen Dach der Haupttribüne sowie im Bereich Südkurve wäre Platz für Sonnenkollektoren zur eigenen Stromerzeugung.

Zur Geschichte des Röntgen-Stadions in Lennep

Gebaut 1925 als „Kampfbahn für Turnen und Sport". Genutzt für Schul- und Leichtathletikwettkämpfe. Seit den 1970er Jahren Heimat der 1. Mannschaft des FC Remscheid. • Nach einer fulminanten Aufstiegsserie, die den FC Remscheid bis in die 2. Bundesliga führte, bekam das Stadion einen neuen „Anstrich" und wurde für mehrere Millionen Mark ausgebaut. Wiedereröffnung 1982 mit einem Spiel gegen den FC Schalke 04. Zum dritten Aufstieg in die 2.Bundesliga (1991) erhielt die Arena den Namen „Röntgen-Stadion".

Den großen Neubau hinter der Haupttribüne stellt sich der Vorstand dreigeschossig vor,

  • mit Kabinen, Lagerräume, Schiedsrichterraum, Medizinraum, Dopingkontrollraum, Fan-Shop, Kiosk, Speisen und Getränke auf  der Untere Ebene,
  • mit Gastronomie, VIP-Räume, Veranstaltungsräume auf der mittlere Ebene und
  • mit Büroräume zur Vermietung und einer Wohnung für den Platzwart auf der oberen Ebene.

Apropos Speisen und Getränke. Unter „Gastronomie“ versteht der FC-Vorstand  keine Beköstigung allein während der Sportveranstaltung, sondern ein vermietetes Lokal, geöffnet wie jedes andere. Unter einer „modernen Sportanlage für Sport, Freizeit und Kultur“ versteht der Vorstand  „die Nutzung für Konzerte (Indoor/Outdoor), Lesungen, Tagungen, Kongresse, kleinere Hausmessen, Sommer-Open-Air-Festival, Kinoabend, Publik Viewing etc.“

Aus der Portokasse wäre dieser Plan nicht zu finanzieren. Niemeyer sprach gestern von vier bis fünf Millionen Euro an reinen Baukosten. Hinzu käme der Kaufpreis für das Gelände, das derzeit der Stadt Remscheid gehört. Macht zusammen einen zweistelligen Millionenbetrag aus, den der FC Remscheid nicht hat. Deshalb ist an die Gründung einer Gesellschaft gedacht, an der sich vermögende Vereinsanhänger („gerne aber auch die Stadt“) beteiligen sollen. „Der FC Remscheid e.V. ist mit namhaften Unternehmern und Persönlichkeiten unserer Stadt in intensiven Gesprächen“, hieß es gestern. „Wir bitten um Verständnis, dass wir die Namen zum heutigen Tage noch nicht veröffentlich dürfen. Dies wird zeitnah nachgeholt!“ Der Finanzierungsplan sei „aktuell in Arbeit“ und werde „selbstverständlich ebenfalls nachgereicht“.

Natürlich sei noch nicht alles „in Stein gemeißelt“, räume Ralf Niemeyer ein. Das Ganze sei zunächst nicht mehr als eine Diskussionsgrundlage. Zugleich setzt der FCR auf „viele Unterstützer“ und zeigt sich überzeugt davon, „dass das Röntgen-Stadion noch viele Jahre Mittelpunkt großartiger Veranstaltungen sein wird - für Sport, Freizeit und Kultur“!
Dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz für die Stadt Remscheid andere Pläne mit dem Lenneper Stadion verfolgt, weiß der FC-Vorstand. Und seit gestern hat er es auch schriftlich: Zitat aus der Pressemitteilung der Stadt, die der Waterbölles gestern zwei Stunden vor Beginn der Pressekonferenz erhielt und veröffentlichte: „Mast-Weisz stellte zugleich aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Haushaltssicherung an rechtliche Voraussetzungen gebunden ist: ‚Die Stadt darf aus Haushaltsmitteln keine doppelte Infrastruktur schaffen. Das bedeutet, dass zusätzliche Einrichtungen nicht finanziert werden können.‘ Als Beispiele nannte er unter anderem neue Sportstätten, Veranstaltungsflächen oder Bildungseinrichtungen“. Das bezog sich auf die neue Infrastruktur der Sportanlage Hackenberg, in die die Stadt Remscheid gegenwärtig rund 1,8 Millionen Euro investiert.

Neue Nutzungsideen für Ex-DOC-Gelände gesucht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid sucht die besten Nutzungsideen für die Zukunft Lenneps. Die rund 7,5 Hektar große Fläche, die für das Designer Outlet Center Remscheid vorgesehen war, soll eine neue Funktion bekommen. Alle Remscheiderinnen und Remscheider sind aufgerufen, sich in Eigeninitiative oder in Gruppen mit ihren Ideen für die „Neuen Quartiere in Lennep“ einzubringen. Wer jetzt schon Ideen skizzieren möchte, schreibt bitte an: Neuequartiere@remscheid.de">Neuequartiere@remscheid.de. „Es gilt jetzt, die beste Nutzungsidee für Lennep zu finden. Dabei ist es klug, auf die Ideenvielfalt in unserer Stadt zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum Auftakt der Aktion. Mast-Weisz stellte zugleich aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Haushaltssicherung an rechtliche Voraussetzungen gebunden ist: „Die Stadt darf aus Haushaltsmitteln keine doppelte Infrastruktur schaffen. Das bedeutet, dass zusätzliche Einrichtungen nicht finanziert werden können.“ Als Beispiele nannte er unter anderem neue Sportstätten, Veranstaltungsflächen oder Bildungseinrichtungen. „Ansonsten sind alle Vorschläge willkommen, der Fantasie sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Die Suche kann beginnen. Klar sollte jedoch auch die Finanzierung möglicher Vorschläge sein – die Stadt selber hat mit Blick auf die Haushaltslage kaum Möglichkeiten für ein eigenes Investment. Auch gilt es zu beachten, dass mit der Bezirksregierung vereinbart wurde, die Flächen zu veräußern, d. h. eine kostenlose Bereitstellung durch die Stadt ist nicht möglich.“   

Der Startschuss für die Bürgerbeteiligung wird am 25. Mai in der Bezirksvertretung Lennep fallen. Dort wird die Stadt zunächst ein mögliches Nutzungsszenario für die ehemalige DOC-Fläche präsentieren sowie einen Fahrplan mit Spielregeln. Dabei ist der Vorschlag der Verwaltung, wie ein neuer Nutzungsmix für die Flächen im Umfeld der Wupper-, Röntgen-, Brehm- Mühlenstraße und der Straße Am Stadion aussehen könnte, nur eine Planungsvariante und ein erster Diskussionsansatz. Ebenso wird die Stadt Remscheid in der Bezirksvertretung alle bisher hier vorgetragenen Nutzungsideen darstellen. „Die Stadt Remscheid übernimmt damit zwei Rollen: als Ideengeber und Moderator“, erklärt Planungsdezernent Peter Heinze zum Verfahren.

Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Institution sind eingeladen, ihre Ideen und Anregungen in den Prozess einzubringen. Dies ist auch noch im Rahmen einer Lennep-Konferenz, die noch vor den Sommerferien stattfinden wird, möglich. Dort sollen die bis dahin vorliegenden Nutzungsideen vorgestellt werden. In den danach folgenden Monaten soll dann in einem zweiten Schritt abgewogen und fixiert werden, wie die Zukunft des ehemaligen DOC-Areals aussehen könnte. Das letzte Wort hat dann am Ende des Prozesses der Rat der Stadt. „Schon jetzt formulieren im Vorfeld der Lennep-Konferenz viele Einzelgruppen ihre Nutzungsvorstellung. Dennoch bleibt der Prozess weiterhin offen und spannend,“ sagte Heinze. Die Stadtverwaltung erwartet keine bis ins Detail ausgearbeiteten oder professionellen Vorschläge. Heinze: „Wir sind zunächst einmal für alles offen, bitten aber um Beachtung der genannten Rahmenbedingungen.“

Pläne für Käthe-Kollwitz-Berufskolleg und zwei Grundschulen

Die Stadt prüft derzeit Erweiterungsmöglichkeiten am Hauptstandort des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs an der Freiheitstraße. Sollte dort ein Anbau möglich sein, wäre die Schule nicht mehr auf das Schulgebäude Tersteegenstraße in Kremenholl als Dependance angewiesen. Das könnte dann für die Bedürfnisse der Grundschule Kremenholl umgebaut werden. Zwischenzeitlich werde geprüft, ob bereits vorher Räume an der Tersteegenstraße von der Grundschule übergangsweise genutzt werden könnten (OGS), berichtete in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses. Dirk Schöneborn vom städtischen Gebäudemanagement.

Umgebaut und saniert werden soll auch die Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld an der Oststraße., Dies sei aber im laufenden Schulbetrieb nicht möglich. Deshalb erarbeite die Verwaltung ein Konzept, „um eine zeitweise, ortsnahe Auslagerung der Schule zu ermöglichen.“

„Auf die Plätze...“ zum Tag der Städtebauförderung

Presseimitteilung der Stadt Remscheid

Der bundesweite Tag der Städtebauförderung (Samstag, 14. Mai)  wird auch in diesem Jahr wieder in Remscheid gebührend gefeiert. Die Stadt Remscheid lädt die Bürgerinnen und Bürger erstmals seit 2019 wieder ein, diesen Tag in persönlichem Zusammenkommen zu feiern. Unter dem Motto „Auf die Plätze...“ haben verschiedene Partnerinnen und Partner ein Programm aufgestellt, das sich sehen lässt! Um 11.30 Uhr bietet „Bergisch Erlebnis“ zusammen mit der Stadtverwaltung eine ganz besondere, kostenlose Stadtführung an: Vom Friedrich-Ebert-Platz über die neuen Terrassen an der Alten Bismarckstraße bis zum Schlusspunkt, dem Quartiersplatz in Stachelhausen, erhalten Sie zahlreiche Informationen zu den Projekten der Städtebauförderung sowie geschichtliche Hintergründe zu vielen weiteren Stationen auf der rund 90-minütigen Tour. Für die Stadtführung anmelden können Sie sich hier.

Am Quartiersplatz Stachelhausen folgt ab 13 Uhr das nächste Highlight:  Das Gelände des Quartiersplatzes wird begeh- und erlebbar! Zusammen mit dem Stadtumbaumanagement Stachelhausen/Honsberg (SUM), der Kraftstation und der Caritas wurde ein Programm für alle Generation auf die Beine gestellt. Führen Sie Gespräche mit dem SUM auf der Erzählbank, lassen Sie sich zum Umbau des Quartiersplatzes und der Kraftstation informieren oder erleben Sie die historische Fotoausstellung. Für Getränke und Speisen sowie Mitmachaktionen für Jugendliche sorgt das Team der Kraftstation, die Caritas ist mit einem Aktionsstand der Integrationsagentur vor Ort und bietet bei gutem Wetter für Vorlese- und Bastelaktionen.

Wer am Samstag, 14. Mai, leider keine Zeit hat oder noch mehr über die Städtebauförderung in Remscheid wissen will, kann sich digital informieren! Neben einer Aktualisierung der Projektkarte im Geodatenportal, präsentiert Ihnen die Stadt Remscheid ein Video zum ehemaligen, aktuellen und künftigen Friedrich-Ebert-Platz, inklusive eindrucksvoller Drohnenaufnahmen! Darin steht der Technische Beigeordnete Peter Heinze für vier kurze Fragen Rede und Antwort. Damit bleibt uns nur noch zu sagen: Auf die Plätze!

Das Augenmerk der Planer gilt Fußgängern und Radfahrern

Künftig weniger Autos in der Remscheider Innenstadt?“, fragte der Waterbölles am 11. März. Und berichtete über den Auftrag der Stadtverwaltung an einen externen Verkehrsplaner, im Innenstadtbereich von Wandsbekstraße, Elberfelder Straße, Hochstraße, Alleestraße und Freiheitstraße (stark befahrene Bundesstraße) durch Neuordnung des Ziel- und Quellverkehrs nach Möglichkeit „das Aufkommen des motorisierten Individualverkehrs zu reduzieren und Mobilitätsangebote stärker miteinander zu verknüpfen“. So nachzulesen im Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität vom 16. Dezember 2021. Entsprechende Fördermittel für das Konzept habe man für 2022 akquirieren können, sagte in der BV-Sitzung von März Christina Kutschaty, die Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung. Aber auch das war für Waltraud Bodenstedt von der W.i.R. zu wenig „Fleisch am Knochen“; sie wünschte sich eine ausführlichere Erläuterung des angestrebten neuen Verkehrskonzepts. Die wurde in der BV-Sitzung vom vergangenen Dienstag nachgeliefert. Dafür war eigens aus Dortmund Christian Bexen angereist. Er ist einer von drei Geschäftsführern des dortigen Stadt- und Verkehrsplanungs­büros „Planersocietät“. 1994 gegründet, beschäftigt es inzwischen am Sitz Dortmund und in zwei Büros in Bremen und Karlsruhe mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie arbeiten an nachhaltigen Konzepten für die Stadt der Zukunft und die Mobilität von morgen.

Der Schwerpunkt von Christian Bexen sind  Verkehrsentwicklungspläne und Mobilitätskonzepte. Er soll der Stadt Remscheid eine realistische Umsetzungsstrategie für ein  zukunftsorientiertes Verkehrskonzeption liefern, in dem Fußgänger und Radfahrer gegenüber dem Autoverkehr mehr Gewicht erhalten als bisher. Zitat: „Autofahrer finden in der Innenstadt rund 3000 Parkplätze, drei Viertel davon in Parkhäuser, Fußgänger auf dem Innenstadtring dagegen nur wenige Querungsmöglichkeiten!“ Und an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder mangele es allerorten.

Die Stärken des Fußverkehrs in Remscheid:

  • • Kurze Entfernung zum Hauptbahnhof
  • • Innenstadt umfasst einen bereits bestehenden Park (dieser hat allerdings Aufwertungspotential)
  • • Engmaschiges Fußwegenetz
  • • Verweilmöglichkeiten im öfftl. Raum
  • • Barrierefreiheit an wichtigen Verbindungen (bspw. Verbindung Bismarckstraße – Hbf. barrierefrei)

Die Schwächen:

  • • Innenstadtumring insgesamt mit wenig  Querungsmöglichkeiten
  • • Fast ausschließlich Anforderungs-LSA (insb. auf der Freiheitstraße)
  • • Schmale Seitenräume (z.T. durch Parken auf Gehwegen)
  • • Barrierefreiheit nicht flächendeckend
  • • Topographisch bewegt (starke Steigungen südl. der Alleestraße) → viele Treppen

Die Stärken des Radverkehrs in Remscheid:

  • • Wegeleitsystem am Hauptbahnhof (ausbaufähig auch für die weitere Innenstadt)
  • • Fahrradstraßen, Öffnung der Fußgängerzone und weitere Infrastruktur geplant (Radkonzept)
  • • Durchwegung der Innenstadt mit Hauptrouten für den Radverkehr

Die Schwachen:

  • • Radverkehr weist im Seitenraum meist keine eigene Führung auf (neue Führungsformen im Radkonzept geplant)
  • • Bislang kein öffentliches Fahrradverleihsystem
  • • Fehlende Radabstellanlagen in weiten Teilen der Innenstadt
  • • Keine Service-Infrastruktur
  • • Topographie macht Radfahren unattraktiver

Die Stärken des ÖPNV

  • • Zentraler Haltepunkt Friedrich-Ebert-Platz mit Anbindung in die ganze Stadt
  • • Gute ÖPNV-Erschließung in der Innenstadt (ÖPNV-Achse vom Hbf. über den Busbahnhof bis zum Allee-Center)
  • • Geringe fußläufige Distanzen zu den Haltestellen
  • • Moderne und barrierefreie Bushaltestelle am Hauptbahnhof

Die Schwächen:

  • • Bushaltestellen nur teilweise barrierefrei
  • • Busbahnhof mit deutlichem Aufwertungspotential (Umbau in Planung)
  • • Zuwegung zum Busbahnhof verbesserungswürdig z.B. aus Nord und Süd (dunkel, schmal, teilw. nicht barrierefrei)

Die Stärken des Radverkehrs in Remscheid:

Die Stärken des Kfz-Verkehrs:

  • • Schnelle Erreichbarkeit von übergeordneten Straßen (direkter Anschluss an die B229, A1 in fünf Minuten Fahrzeit)
  • • Parkraumbewirtschaftung nahezu in der gesamten Innenstadt
  • • Parkleitsystem und viele Parkmöglichkeiten

Die Schwächen:

  • • Innenstadtumring und insb. die Freiheitstraße stark vom Kfz-Verkehr geprägt (hohes Verkehrsaufkommen)
  • • E-Ladeinfrastruktur noch ausbaufähig

Wie die Untersuchung nun weitergeht? Mit der Befragung von rund 500 Passanten. Die erste Befragung hat am vergangenen Mittwoch schon stattgefunden. Drei weitere sollen noch folgen. Inder Zeit von jeweils 9 bis 17:30 Uhr, wie Christian Bexen der BV Alt-Remscheid berichtete. „Und was ist mit den Abendstunden?“§, fragte Beatrice Schlieper von den Grünen nach. Immerhin entwickele sich an der Alten Bismarckstraße mit s4einen neuen Terrassen vor dem Lokalen das „My  Viertel“ hoffnungsvoll. Darauf war der Verkehrsplaner von der Verwaltung anscheinend noch nicht aufmerksam gemacht worden, jedenfalls sagte er prompt zu, auch dort Bürgermeinungen einholen zu lassen. Und frühere Planungen für die Freiheitrstra0ße interessierten ihn, auf die Waltraud Bodenstadt von der W.i.R. ihn aufmerksam machte. Die will er sich von  der Verwaltung zeigen lassen. In Arbeit ist eine spezielle Internetseite: rs-innenstadt-mobil.de. Die soll der Information der Öffentlichkeit dienen, den Fortgang der Untersuchung aufzeigen, d.h. die Zwischenergebnissen des neuen Innenstadtverkehrskonzepts, und interessierten Bürger:innen die Möglichkeit geben, eigene Ideen und Anregungen zu platzieren („Ideenmelder“).

Erbbaurecht nutzungs-, aber nicht gewinnorientiert

Pressemitteilung der Ratsfraktionen von SPD, Grünen und FDP

Erbbaurecht – was erst mal abstrakt klingt, beinhaltet für die Bürgerinnen und Bürger jedoch ganz konkrete und gravierende Punkte zum Thema Bauen und Wohnen. Daher hat die Gestaltungsmehrheit aus SPD, GRÜNEN und FDP einen Änderungsantrag zur Neufassung der Richtlinien der Stadt Remscheid über die Vergabe und den Verkauf von Erbbaugrundstücken (Drucksache 16/1632) vorgelegt, mit dem wir unter anderem bezahlbares Wohneigentum fördern wollen und über den der Rat in seiner heutigen Sitzung (28. April 2022) entscheidet.

  • Sebastian Thiel (Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD): „Ziel der Überarbeitung der erbbaurechtlichen Richtlinien und besonders des Ergänzungsantrages der Gestaltungsmehrheit ist es, die Konstruktion ‚Erbbaurecht‘ attraktiver zu gestalten. Hierzu bauen wir mit den geänderten Regelungen Hürden bei der Nutzung der Grundstücke ab; auf der anderen Seite senken wir für Selbstnutzer, sozialen Wohnungsbau sowie für soziale Zwecke den Erbbauzinssatz. Gerade zu Beginn der erbbaurechtlichen Verträge kommen wir so den Remscheiderinnen und Remscheidern beim Wunsch nach einem Eigenheim entgegen, da erfahrungsgemäß der am Anfang zur Finanzierung aufgenommene Betrag für das Gebäude einen großen Teil der monatlichen Ausgaben ausmacht.“
  • David Schichel (Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN): „Mit unserem Änderungsantrag werden sowohl der soziale Wohnungsbau wie auch bezahlbares Wohneigentum gestärkt. Damit vor allem junge Familien in unserer Stadt geeigneten Wohnraum finden. Das geschieht unter anderem dadurch, dass wir den Erbbauzinssatz nutzungsorientiert statt gewinnorientiert ausrichten, sodass bei selbst genutztem Wohnraum oder gemeinnützige Nutzung ein geringerer Erbbauzinssatz angesetzt wird.“
  • Sven Chudzinski (Fraktionsvorsitzender der FDP): „Die Stadt verfolgt das nachvollziehbare Interesse, ihre Flächen nicht vollständig aus der Hand zu geben. Wir wollen die Nachteile, die sich für die Immobilienbesitzer durch das Erbbaurecht im Vergleich zum Volleigentum ergeben, möglichst weitgehend ausgleichen und auf diese Weise das Erbbaurecht in Remscheid attraktiv gestalten. Dazu gehören die Senkung des Erbbauzinses und der Verzicht auf weitere Belastungen. Zusätzlich wollen wir ein Vorrecht für die Erneuerung des Erbbaurechtsvertrags einräumen und damit den Inhabern des Erbbaurechts mehr Sicherheit geben. Wer in Remscheid ein Erbbaurecht erwirbt, soll sich darauf verlassen können, dass mögliche wirtschaftliche Nachteile im Vergleich zu anderen Kommunen gering ausfallen oder sogar ausgeglichen werden.“ (Waterbölles: Der Rat der SDtadt nahm den Änderungsantrag an)

Neuer Stadtparkteich soll 2023 realisiert werden

Solange Geld fehlt, das Beste aus Verlandung machen!“, titelte der Waterbölles am 27. April 2016. In der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid ging es damals um den gescheiterten Versuch der Verwaltung, sich die Sanierung des (inzwischen verlandeten) Stadtparkteichs aus Mitteln des regionalen Strukturprogramms des Landes bezahlen zu lassen. Von 320.000 € war damals die Rede. Von welchen Kosten die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) inzwischen ausgehen, wird die BV im Mai erfahren, die TBR-Chef Michael Zirngiebl in der gestrigen Sitzung ankündigte. Seine Botschaft: Im kommenden Jahr könne das Projekt realisiert werden. Bezirksbürgermeister Otto Mähler fragte nach: „Auch mit Wasser?“ – Darauf Zirngiebl: „Selbstverständlich! Was wäre ein Teich ohne Wasser?!“ Woher das kommen soll in erwartbaren Dürrezeiten? Aus einer Zisterne, deutete Zirngiebl an, wollte seiner ausführlichen Vorlage für Mai aber nicht weiter vorgreifen. Mähler hoffnungsvoll: „Ein Lichtstreifen am Horizont!“

GEWAG-Belegschaft freut sich auf zeitgemäße Büros

Die Wohnungsbaugesellschaft GEWAG, eine Tochtergesellschaft der Stadt Remscheid, verlagert ihren Geschäftssitz von der Hochstraße 1-3 in die Nähe des Hauptbahnhofs, zur Bis­marckstraße 23. Dieses in die Jahre gekommene Gebäude, dessen 14 Wohnun­gen schon seit mehreren Jahren unbewohnt sind, soll durch einen Neubau ersetzt werden. Voraussichtliche Kosten: 4,5 bis fünf Millionen Euro. GEWAG-Geschäftsführer Oliver Gabrian hofft darauf, dass die 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort im Spätsommer 2023 auf vier Etagen in zeitgemäße, helle Büroräume mit insgesamt rund 900 Quadratmetern Fläche einziehen werden können.

Im Haus an der Hochstraße, Ecke Alleestraße, arbeitet die GEWAG-Belegschaft seit Oktober 1959 – in Räumen, die teilweise zu klein und teilweise zu groß und im Winter nur schwer zu beheizen sind bzw. über gar keine Fenster verfügen. Nun sollen diese Räume zeitgemäß saniert werden (neue Fenster), energetische Maßnahmen (Wanddämmung) eingeschlossen. Die Wohnungen oberhalb der von der GEWAG genutzten beiden Etagen sind davon unberührt. Geplant ist, die modernisierten Geschäftsräume an eine Firma zu vermieten, die dafür bereits Interesse angemeldet hat.

Gelungener Austausch zur Stadtplanung in Lennep

Pressemitteilung der Stadt Remscheid und der IHK

Die Stadt Remscheid und die Bergische IHK haben sich zur Zukunft der Fläche, auf der das DOC geplant war, ausgetauscht. Der Stadt geht es um eine nachhaltige, wohlüberlegte Nutzung einer freien Fläche, der IHK vor allem um Fragen der Strahlkraft für die Wirtschaft. „Es war ein sehr angenehmer Austausch“, bilanzieren der Präsident der Bergischen IHK Henner Pasch und Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. An dem Gespräch an Gründonnerstag haben für die Stadt noch die Leiterin des Fachdienstes Stadtentwicklung Christina Kutschaty, der Chef der Technischen Betriebe Remscheid Michael Zirngiebl, der Planungsdezernent Peter Heinze und die Freiraumplanerin Susanne Smolka teilgenommen, für die IHK deren Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, die Vizepräsidentin Bärbel Beck und der für Industrie und Innovation zuständige Leiter Ralph Oermann.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es auf der einen Seite bei der Frage der Nachnutzung nicht um Schnellschüsse gehen dürfe, gleichzeitig dem Stadtteil Lennep aber eine klare Perspektive aufgezeigt werden müsse. „Es geht nicht darum, die Flächen schnellstmöglich zu veräußern, zum Beispiel ausschließlich für Wohnungsbau, sondern darum, eine Nutzung zu entwickeln, die Strahlkraft weit über Remscheid hinaus erreichen kann“, so Mast-Weisz. Für Wenge und Beck standen die Aspekte der Stärkung des örtlichen Einzelhandels im Mittelpunkt. Aus Sicht der Stadt komme es darauf an, einen attraktiven Mix aus unterschiedlichen Nutzungen zu entwickeln. Dabei könnten Wohnen, Gewerbe, Freizeit und Grünflächen durchaus interessante Themen sein, so der für die Planungen verantwortliche Heinze. Die IHK begründete ihr Interesse an dem Austausch damit, dass eine spannende Stadt auch für die Fragen von Standortansiedlung und Fachkräftegewinnung von erheblicher Bedeutung sei. Die Zukunft der ehemaligen DOC-Fläche werde auch im Mittelpunkt der kommenden Sitzung des IHK-Bezirksausschusses Remscheid stehen. Man bleibe miteinander im Gespräch. „Wenn Verwaltung und Wirtschaft auch bei Fragen der Stadtentwicklung gut zusammenarbeiten, kann das nicht zum Nachteil der Region sein.“ Mit diesem Resümee verabredeten sich die Beteiligten, den Dialog miteinander fortzusetzen.

Auf der Düsseldorfer Messe zur Stadt- und Projektentwicklung

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Die Messe mit Begleitkongress zu den Themen Stadt- und Projektentwicklung findet am 27. und 28. April in Düsseldorf statt. Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) wird dort zusammen mit den Wirtschaftsförderungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal die bergische Region präsentieren. „Urbane Produktion“ ist das Schwerpunktthema in diesem Jahr. Die Expert*innen sind sich sicher: Die Stadt der Zukunft wird auch wieder stärker produzierende Stadt sein. Es entstehen mittlerweile neue Produktionsstätten für kreatives Handwerk, ressourcenschonende Lebensmittelproduktion oder Manufakturen. Urbane Produktion kann dazu beitragen, Quartiere in ökonomischer, ökologischer, sozialer und städtebaulicher Hinsicht zu vitalisieren. Weitere Effekte: Nutzungsmischung, neue, ökologische Stoffkreisläufe, Städte der kurzen Wege, wiederentdeckte Wertschätzung für vor Ort hergestellte Produkte. „Urbane Produktion“ ist das Dach von sieben Einzelprojekten an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in Remscheid, Solingen und Wuppertal. Das Gesamtprojekt, koordiniert von der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, versteht sich mit sieben ersten Teilprojekten als Wegbereiter und wird am Stand A05.2 vorgestellt.

Die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal präsentieren auf der polis ihre Flächen- und Grundstückspotenziale, Projektentwicklungen und Strategien. Auf dem Düsseldorfer Areal Böhler können sich Akteur*innen und Entscheider*innen im Bereich Stadt- und Projektentwicklung zu aktuellen Projekten und Themen austauschen. „Unter dem diesjährigen Motto „Wahrheiten“ finden sämtliche Akteurinnen und Akteure der Stadt- und Projektentwicklung hier das richtige Netzwerk, um aus Visionen urbane Wirklichkeiten zu entwickeln“, heißt es seitens der Messegesellschaft. In mehreren Panels und Fachdiskussionen des Kongresses setzen sich die Teilnehmenden mit den vielfältigen Wahrheiten der Stadt auseinander, von der Relevanz inspirierender Bildungslandschaften bis zu ökologischen Wirklichkeiten. Messe und Kongress finden auch in diesem Jahr wieder in hybrider Form vor Ort und auf der eigenen digitalen Plattform statt. Am 28. April von11.45 bis 12.30 Uhr wird die BSW-Geschäftsführerin Uta Schneider beim Panel „Die bewegende Stadt“, mitdiskutieren. Das Thema: Gerade Klein- und Mittelstädte, die familiengeführte Traditionsunternehmen bei sich verorten, profitieren von lokalem Engagement und einem starken Netzwerk. Wie lassen sich hier lokale Bewegungen als neue Ankerpunkte für urbane Resilienz entwickeln?