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Sanierung des Ehrenhains zum Jubiläum 2025?

„Verfügt die Stadt Remscheid über eine Auflistung aller sich in kommunaler Verantwortung befindlicher Denkmäler, insbesondere der Standdenkmäler im Stadtgebiet von Remscheid? Ansonsten bitten wir um eine entsprechende Auflistung“, schrieb die CDU-Fraktion im Dezember an die Verwaltung. Das  war zwar sprachlich etwas irritierend („Ansonsten“?), aber die Verwaltung hat gleichwohl geliefert. In der Kulturausschusssitzung am Mittwoch verwies sie auf das Denkmalschutzgesetz NRW,  in dem der Begriff des Denkmals definiert ist. Demnach handelt es sich dabei nicht nur um „Kunstwerke von hohem Rang und überregionaler Bedeutung“, die als Denkmäler zu schützen und zu pflegen seien, sondern auch um Objekte von regionaler oder lokaler Bedeutung. Zitat: „Es muss dabei ein ‚öffentliches Interesse‘ an der Erhaltung und Nutzung bestehen. Laut Gesetz besteht dieses öffentliche Interesse, ‚wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.‘“

Ein Denkmal müsse daher weder sonderlich alt, noch „schön“ sein. Es komme vielmehr auf seine Geschichte und ihre Bedeutung für die Menschen an. Dabei könne ein Denkmal sowohl „besonders“ als auch „typisch“ sein. Im nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetz sei zudem ausdrücklich vorgesehen, dass auch „Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen sowie andere von Menschen gestaltete Landschaftsteile“ unter Denkmalschutz gestellt werden könnten. Die Denkmalliste, in der Bau- und Bodendenkmäler erfasst werden, führe im Rathaus die Untere Denkmalbehörde. Zu den in städtischem Eigentum befindlichen Baudenkmäler siehe Anlage 1, zu den Bodendenkmälern siehe Anlage 2. Gutachten zur Instandsetzung liegen für folgenden Denkmälern vor: Ehrenhain Reinshagen, Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches (Stadtpark), Denkmal für die Gefallenen der sog. Einigungskriege (Stadtpark) und das Löwendenkmal auf dem Theodor-Heuss-Platz. „Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel ist die sukzessive Sanierung der Denkmäler geplant“, so die Verwaltung.

Das Denkmal für die Opfer des Kapp-Putsches von 1920 konnte mit geringem Aufwand bereits im vergangenen Jahr gereinigt werden. Für die Sanierung des in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Denkmals für die Gefallenen der sog. Einigungskriege wird der Sanierungsaufwand auf knapp 27.000 Euro beziffert für einen Graffitischutz des Steins und einen Zaun, ähnlich dem um das Adolf-Clarenbach-Denkmal in Lüttringhausen. Das Geld soll für 2021 eingeplant werden. Für die Sanierung des Löwendenkmals (ca. 90.000 Euro) werde kurzfristig angestrebt, so die Verwaltung.

Der Ehrenhain Reinshagen habe den höchste Sanierungsaufwand. Er beläuft sich derzeit auf knapp 1,1 Millionen Euro. Aber: „Im städtischen Haushalt stehen hierfür bisher weder Investitionsmittel noch Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid bemüht sich um eine Förderung aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt. In Gesprächen mit der Bezirksregierung Düsseldorf wurde zugleich erörtert, ob die ggf. erforderlichen Eigenmittel in die künftige Investitionsplanung aufgenommen werden können. Im Zuge der Sanierung ist angedacht, den Zugang in den Mauer-Rundling nur tagsüber zuzulassen und hierfür – in Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde – schmiedeeiserne Tore einzusetzen. Damit soll ein unbefugtes Betreten der Anlage in der Dämmerung und während der Nacht unterbunden werden. Die Anlage wurde 1925 errichtet. Die Fertigstellung der Sanierungsarbeiten – mitsamt historischer Einordnung – könnte demnach für das 100. Bestehen angestrebt werden. Die Untere Denkmalbehörde informiert über Fördermöglichkeiten für Denkmäler – auch in privatem Eigentum – unter https://remscheid.de/leben/bauen/denkmalschutz/146380100000079126.php.

Darüber hinaus gibt es Gedenktafeln, Grabanlagen und Kunstwerke, die nicht in der Denkmalschutzliste erfasst sind und dennoch dem kulturellen und historischen Gedächtnis der Stadtgesellschaft zuzurechnen sind. Hiervon befinden sich nach Mitteilung der Verwaltung folgende in städtischem Besitz:

  • Gedenkstätte für die Gründer des Stadtparks Remscheid Johann Peter Arns, Karl Hessenbruch und Julius Koch(Stadtpark, Julius-Koch-Weg)
  • Hasenclever Gedenkstein (Reinshagen, unterhalb Ehrenhain)
  • Gedenkstein den Mitstiftern des Bismarckparks(Reinshagen, unterhalb des Wallburghanges im Felsdurchbruch)
  • Gedenkstein an Walter Dannenberg(Lennep, Diepmannsbachtal)
  • Richard-Lindenberg-Platz(Hasten, Richard-Lindenberg-Platz)
  • Intze-Gedenktafel(Südbezirk, Intzeplatz)
  • Gedenkort „Steinernes Kreuz“(Südbezirk, Eschbachtalsperre)
  • Plastik „Die Schreitende“(Hasten, Historisches Zentrum, Park)
  • Plastik „Partnerschaftssäule Remscheid-Quimper“(Innenstadt, Quimperplatz)
  • Plastik „Der Lesende“ von Ernst Barlach(Innenstadt, Zentralbibliothek, Foyer)
  • Kupferrohrplastik vor dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (Innenstadt, Elberfelder Straße / Alte Rathausstraße)
  • Plastik „Jupiter“ (Lennep, Schul- und Sportzentrum Hackenberg)
  • Plastik „Mutter und Kind“ von Gustav Kramer(Hasten, Gesundheitshaus, Hastener Straße)
  • Gedenkplatte für die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 8. Dezember 1988(Reinshagen, Ehrenhain)
  • Gedenktafel im Treppenaufgang des Remscheider Rathauses(Innenstadt, Rathaus, Treppenhaus zw. EG und 1. OG)
  • Gedenktafel für die jüdischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft (Innenstadt, Rathaus, Foyer)
  • Plastik „Rhythmische Raumgestaltung mit plastischen Körpern“ von Heinrich Neumann(Hasten, Schule Höterfeld)
  • Plastik „Organisch – Anorganisches“ von Gustav Kramer(Südbezirk, Schule Bökerhöhe).

Neues Dach der Kita Edelhoffstraße ist feucht

„Am Erweiterungsbau der Kindertagesstätte Edelhoffstraße wurden Mängel festgestellt. In einem Gutachterlichen Verfahren wurden als Verursacher der Dachdecker, der Architekt sowie der Tragwerksplaner benannt. Zurzeit werden in einem Klageverfahren die Sanierungskosten bei den Verursachern geltend gemacht“, teilt die Verwaltung der Politik zur heutigen Ratssitzung mit. „Durch den bauphysikalisch falschen Aufbau kommt es zu einer Durchfeuchtung der Dachkonstruktion. Die zu hohe Bauteilfeuchte greift auch die tragende Holzkonstruktion der Sparren an. Der Schaden ist bereits Anfang 2014 aufgetreten, und seitdem läuft auch das Beweissicherungsverfahren. Durch diesen langen Verfahrensweg ist die Konstruktion bereits stark angegriffen. Bei einer Öffnung des Dachs im vergangenen Jahr wurden bereits eklatante Feuchteschäden festgestellt. Die Sparrenköpfe sind bereits an vielen Stellen weg gefault. Diese Faulstellen sind nicht von außen ersichtlich und können, falls dies den tragenden Querschnitt oder das Auflager betrifft, im schlimmsten Fall zum Einsturz des Daches führen. Nach dem nun die Beweissicherungsverfahren abgeschlossen sind, können die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Sanierungsmaßnahme sollte schnellstmöglich umgesetzt werden.“ Hierfür möchte sich die Verwaltung vom Rat der Stadt75.000 Euro als Instandhaltungsrücklage bewilligen lassen. Wann das Klageverfahren der Stadt gegen die Verursacher abgeschlossen sein wird, steht in der Beschlussvorlage nicht.

Vorübergehend mehr Hauptschüler an der Wilhelmstraße

Im Rahmen verschiedener Fördermaßnahmen soll die Gemeinschaftsgrundschule (GHS) Hackenberg am Hauptstandort unter Aufgabe von zwei kleinen Pavillons so grundsaniert werden, dass ausreichend Räume vorhanden sind und die Dependance Wilhelmstraße aufgegeben werden kann. Wo heute noch die Pavillons stehen, ist ein größerer Neubau vorgesehen. Der Fachdienst 1.28 (Gebäudemanagement) wurde beauftragt, eine Machbarkeitsstudie, eine Kostenkalkulation und eine Skizze zu entwerfen. Für den Zeitraum der Renovierung des Hauptstandortes ist geplant, die 5. und 6. Klassen am Hackenberg in den Pavillons zu belassen. Die 7. und 8. Klassen sollen während der Renovierung mit in der Wilhelmstraße untergebracht werden. Dort sind zurzeit allein die 9. und 10. Klasse untergebracht. Für die zusätzlichen Klassen müsse der Standort Wilhelmstraße ertüchtigt werden, so die Verwaltung in einer Mitteilung zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 4. März. , um die 7. und 8. Klassen aufnehmen zu können. Längerfristig ist geplant, die Standorte Engelbertstraße und Kreishaus der Förderschule Heinrich-Neumann aufzugeben und die Schule an der Wilhelmstraße als Förderschule auszubauen.

Mehr Aufenthaltsqualität für Menschen und Bäume

Eine Platane, die mit ihrem Stammumfang von 135 Zentimetern unter die städtische Baumschutzsatzung fällt, wird gefällt, wenn die Haltestelle Kreishaus in Remscheid-Lennep umgebaut wird. Das teilt die Stadtverwaltung den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep mit zu deren Sitzung am 19. Februar um 17 Uhr in der Hilda-Heinemann-Schule. Im Wurzelbereich der sechs Bäume, die bleiben sollen, soll die Oberflächenversiegelung entfernt und die oberen Bodenschichten sollen gegen Baumsubstrat ausgetauscht werden zwecks besserer Bodenbelüftung. Eine wassergebundene Deckschicht sollen sich sodann den Wurzeln der Bäume anpassen. Das verschafft den Bäumen bessere Lebensbedingungen. Die erforderliche Ersatzpflanzung wird in Absprache mit dem Umweltamt an der Rotdornallee erfolgen. Die jetzige Haltestelle sei aus mehreren Gründen verbesserungswürdig, so die Verwaltung. Zum einen würden die technischen Vorgaben für Bushaltestellen (Barrierefreiheit) nicht eingehalten, zum anderen wüchsen dort derzeit sieben Bäume in zu kleinen Baumscheiben. Und die Asphaltdecke sei vielfach gerissen, es hätten sich schon Erhöhungen ausgebildet.

Die neue Haltestellen soll neben dem standardisierten Blindenleitsystem auch das so genannte Kasseler Sonderbord (erhöht) bekommen, durch in Remscheid schon an vielen Haltestellen die Einstiegshöhe in den Bus geringer ist, was das Einsteigen mit einem Rollstuhl oder Rollator deutlich erleichtert. Gleichzeitig ermöglicht das Bord dem Busfahrer ein einfacheres Heranfahren an die Haltestelle mit einem geringeren Reifenabrieb. Um an der Bushaltestelle einen ebenerdigen Wartebereich schaffen zu können, sollen die Litfaßsäule wegfallen. Mehrere Schaltschränke sollen versetzt und der Mittelbereich neu gepflastert werden. „Die Wartehalle wird erneuert. Hierfür wurden verschiedene Modelle geprüft. (…) Der Kiosk erhält einen neuen Anstrich. Die standardisierte Wartehalle wird seitlich am Platz aufgestellt wird (siehe Skizze). So können die Busbewegungen optimal beobachtet werden“, erläutert die Verwaltung. „Die Modernisierungsmaßnahme wertet das Umfeld des historischen Kreishauses gleichermaßen auf. Alle Maßnahmen wurden mit der Unteren Denkmalbehörde und der TBR abgestimmt.“ Bei einem höheren Fahrgastaufkommen ließe sich zweite Wartehalle gegenüber der neuen Wartehalle aufstellen.

Für den Fußgängerverkehr Richtung Lennep Innenstadt soll die Ringelstraße einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) bekommen. Eine einfache Querungsinsel sei an dieser Stelle wegen des Wendeverkehrs der Linienbusse nicht möglich. Und auch für die Autofahrer gibt es eine gute Nachricht: „Die bestehende Lichtsignalanlage wird auf den aktuellen Stand der Technik gebracht!“ Die Gesamtkosten für den Umbau der Haltestellen belaufen sich nach Angaben der Verwaltung auf 114.000 €. Das Geld kommt aus der Nahverkehrspauschale des Landes. Alles in allem versprechen sich die Planer von den Maßnahmen „ein positives Raumgefühl im Bereich der Haltestelle“ und ein „höheren Maß an Aufenthaltsqualität“.

Neue Sitzbänke – seniorengerecht oder zum Flätzen?

Die Neu-Möblierung der Fußgängerzone „Alleestraße“ ist ein Teilprojekt des städtischen Revitalisierungsprogramms. Dafür sind 100.000 Euro eingeplant. Wie viele neue Bänke es am Ende sein werden, die Passaanten zu einer kleinen Rast einladen, konnten der technische Beigeordnete Peter Heinze und Stadtplanerin Christina Kutschaty, Leiterin des  Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften, in ihrer gestrigen Pressekonferenz noch nicht sagen. Wohl aber, dass an zehn Standorte die aus den 1990er Jahren stammenden Bänke wegen Verschleiß und/oder Vandalismus abgebaut werden mussten. In der Frage, welche neuen Bänke dort aufgestellt werden sollen, kann ab März bis zum Beginn der Sommerferien die interessierte Bürgerschaft ein Wort mitreden. Sie ist eingeladen zu einem „Probesitzen“ auf acht ganz unterschiedlichen öffentlichen Sitzmöbeln. Die  hat die Stadt Remscheid gekauft und lässt sie in den nächsten Wochen auf der oberen Alleestraße in der Nähe der „ Zange“ von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) diebstahlsicherinstallieren. Die Bänke kosten jeweils etwa 1.000 Euro („alle im ähnlichen Preissegment“, so Heinze). Hinzu kommen dann noch die Mehrwertsteuer und di Einbaukosten, so dass die Verwaltung mit Gesamtkosten von 20.000 Euro rechnet. Daran will sich die ISG Alleestraße beteiligen, so Ralf Wieber gestern: „Eine Bank übernehmen wir!“

In welcher Weise die Bürgerinnen und Bürger für ihr bevorzugtes Modell votieren können, steht noch nicht fest. Möglich wäre eine schriftliche, aber auch eine elektronische Stimmangabe. Auf jeden Fall aber wird es vor Beginn der Sommerferien eine Bürgerversammlung geben mit einem von der Stadt engagierten Moderator. Der wird das Bürgervotum dann nach den Ferien der Politik vorlegen; die hat das letzte Wort, voraussichtlich in der Ratssitzung am 24. September. In der Bürgerversammlung will die Verwaltung auch verschiedene Versionen von neuen Papierkörben für die Alleestraße vorstellen.

Von den acht Sitzmöbel, die zur Wahl stehen haben einige seniorengerecht Rücken- und Armlehne bei einer Sitzhöhe von 48 bis 50 Zentimetern, andere sind eher etwas für jüngere Leute (zum Fläzen). Aus Edelstahl sind die beiden Modelle, die in der Justizvollzugsanstalt von Strafgefangenen gebaut werden. Diejenigen Modelle, die bei den Bürgern für die Alleestraße einen Anklang finden, könnten an anderen Stellen im Stadtgebiet (Stadtpark, Bökerspark) einen Platz bekommen, sagte Peter Heinze, könnten aber auch an Interessenten versteigert werden. Auch hierüber ist das letzte Wort noch nicht gefallen.

Erhebliche Kostensteigerung beim neuen Berufskolleg

In nichtöffentlicher Sitzung befasst sich heute Abend der Schulausschuss mit dem geplanten Neubau für das Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung. Das soll auf dem so genannten Baufeld 6 am Remscheider Hauptbahnhof entstehen, einem länglichen Grundstück am Anfang der Werkzeugtrasse. Gerüchte darüber, dass der Stadt Remscheid bei diesem Projekt die Baukosten in den Himmel schießen, gab es schon lange. Eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. von heutigen Tage scheint das zu bestätigen. Darin stellt die Ratsgruppe der W.i.R. fest: „Ein Budgetbeschluss von 30 Millionen € im Eilentscheid bei einer Investitionserhöhung um über 50 Prozent ist kein leicht zu nehmender Vorgang, und nachdem die Öffentlichkeit ja mit auf die spannende Suche nach einem Standort genommen worden ist, sollte sie auch erfahren, warum die damaligen Annahmen so nicht mehr zutreffen.“

Die W.i.R. bittet in ihrem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 13.Februar „zur Vorlage 15/7016 den Budgetsteigerungsbedarf von elf Millionen € seit August 2016 detailliert zu erläutern“. Hierbei möge die Verwaltung dann auch die Frage zu beantworten: „Wäre nach Einschätzung der Verwaltung eine analoge Kostensteigerung auch beim Alternativangebot Alleestraße zu erwarten gewesen?“

Mit dem Beschluss des Rates der Stadt zur Auftragsvergabe ist in der Ratssitzung im April zu rechnen. Man darf gespannt sein, ob die Verwaltung schon vorher, also im „laufenden Verfahren“ zu Einzelheiten der Kostensteigerungen Stellung nahmen wird.

Straße Neuenteich im März voll gesperrt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Baustelle am Knotenpunkt Ringstraße / Rader Straße tritt in eine weitere Bauphase ein. Die Fahrbeziehungen in der Ringstraße bleiben weitestgehend erhalten, jedoch werden die Fahrspuren auf jeweils eine kombinierte Spur reduziert, geradeaus / rechts aus Richtung Remscheid kommend bzw. geradeaus / links aus Richtung Hackenberg kommend.

Die Rader Straße wird ab der Baustelle bis zur Einmündung Alte Rader Straße nur in Fahrtrichtung Radevormwald befahrbar sein. Die Gegenrichtung ist nur für Anlieger und Besucher der Gaststätte freigegeben. Eine Durchfahrtsmöglichkeit nach Lennep besteht nicht. Der Verkehr aus Radevormwald kommend wird großräumig über die L 412 (Wuppertalsperre/Engelsburg/Trecknase/Ringstraße) und über die L 81 / L 414 / L 411 (Wuppertal-Beyenburg) umgeleitet.

Die Buslinie 671 der Stadtwerke Remscheid wird von Radevormwald kommend über die sogenannte Alte Rader Straße nach Durchsholz und dann über die Hackenberger Straße und Ringstraße umgeleitet. Die Alte Rader Straße ist für den sonstigen öffentlichen Verkehr gesperrt.

Änderungen ergeben sich auch an der Einmündung der Straße Neuenteich in der Rader Straße: Der gesamte Fahrverkehr im Stadtteil Hasenberg, einschl. die Buslinie 664 und der Nachtexpress, wird über den Talsperrenweg und den Höhenweg umgeleitet. Die Einfahrt von der Rader Straße in die Straße Neuenteich ist zunächst möglich (8.2. bis 22.2.). Die Ausfahrt von der Straße Neuenteich in die Rader Straße ist gesperrt. Voraussichtlich vom 22.2. bis 31.3. ist eine Vollsperrung der Einmündung Neuenteich erforderlich. Alle am Verkehr Teilnehmenden werden um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.

Neuer Asphalt, weil der alte zu glatt geworden war

Fünf Monate, nachdem in der Bezirksvertretung Süd Fragen zum Straßenschadensbericht der Stadt Remscheid gestellt wurden (9.10.2019) liegen nun die Antworten der Verwaltung zur BV-Sitzung am 12. Februar vor, verbunden mit dem Hinweis, für die Beantwortung der Fragen habe man insgesamt 5,5 Stunden benötigt, woraus sich Personalkosten von 365,50 € ergäben. Zur Sache selbst bezüglich der Frage nach dem neuen Asphalt auf der Neuenkamper Straße:

Frage: Warum wurde die Fahrbahndecke der Neuenkamper Str. erneuert, obwohl andere Straßen/Straßenabschnitte einen deutlich schlechteren Zustand aufweisen?
Antwort: Bei der Neuenkamper Straße handelt es sich um eine Bundesstraße mit einer hohen täglichen Verkehrsbelastung (rd. 30.000 Kfz pro Tag bei einem Anteil von ca. 1.000 LKW 3% gemäß der Verkehrszählung im Jahr 2010). Der hohe LKW-Anteil trägt zur erhöhten Abnutzung der Oberfläche (Ausmagerungen und Glättebildung) sowie zur Spurrinnenbildung bei  - insbesondere im Bereich der Lichtsignalanlagen-. Insofern sind an diese Hauptverkehrsstraße erhöhte Anforderungen bezüglich der Verkehrssicherheit  und auch des Lärmschutzes zu stellen, die zu einer hohen Priorisierung bei der Unterhaltung führen. Nach den Instandsetzungsarbeiten der anderen Abschnitte der Neuenkamper Straße im Jahr  2014 befindet sich diese Straße nun zwischen Lenneper Straße und den Neuenkamper Brücken wieder vollständig in einem guten Verkehrszustand. Bei Straßen mit geringerer  Verkehrsbedeutung kann ein verkehrssicherer Zustand  häufig durch weniger aufwendige Flickarbeiten sichergestellt werden.

Naturschützer wollen ihr Vorgehen koordinieren

Zwischen Eichholz und der Straße Buchholzen in Bergisch Born sollen Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt werden. Bei einem Spaziergang haben die Remscheider Naturschutzverbände am Freitag rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter Mark vom Hofe, Vorsitzender des Rheinisch-Bergischen Naturschutzvereins, über die Planungen für ein neues interkommunales Gewerbegebiet im so genannten Gleisdreieck im Grenzbereich der Regierungsbezirke Remscheid/Rheinisch-Bergischer Kreis/Oberbergischer Kreis informiert – angrenzend an das auf Remscheider Stadtgebiet bestehende Gewerbegebiet.

Die Umweltverbände und -vereine sehen diese Planung kritisch. Die Naturschützer messen dem Vorhaben große ökologische Auswirkungen zu, wie Gabriele Lipka (Naturschutzbeirat Remscheid) und Moritz Schulze (Naturschutzbund Deutschland) schon in ihrer Einladung betont hatten: „In den vergangenen 25 Jahren wurde der Bereich vielfältig beobachtet, und die Ergebnisse wurden dokumentiert. Wie auch die im Regionalplan aufgeführten Gewerbeflächen Blume und Erdbeerfelder liegt dieser Bereich in einem Quellgebiet (Eifgen), an einer Wasserscheide und wirkt als Pufferzone zum angrenzenden Naturschutzgebiet, ist wertvolles Ackerland und Biotopvernetzungsgebiet. Alle Bereiche sind aus naturschutzfachlicher Sicht nicht ausgleichbar.“ Auf den Äckern, aus denen Gewerbegebiet werden sollen, seien Kiebitze, Regenpfeifer, Feldlerchen und Feldsperlinge beobachtet worden, berichtete am Freitag Hubert Benzheim vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

Remscheid mangelt es an unbebauten Gewerbeflächen, die Stadt befindet sich im „Flächennotstand“. Es gibt also gute Gründe, der Industrie Raum zu geben. Aber die Naturschützer sorgen sich um den Gewässerschutz. Denn das Quellgebiet des Bergisch Borner Bachs gehört zum Wassereinzugsgebiet des Eifgenbaches. In vier Wochen ist ein weiteres Treffen angesagt, um eine die Natur schützende Vorgehensweise zu vereinbaren.

Bekannte Vorschläge zur Trasse wiederholt

Es gibt zu wenige Sitzbänke entlang der Trasse des Werkzeugs zwischen Hasten und Hauptbahnhof. Und von den bestehenden Bänken stammen die meisten aus dem Baujahr 2006 und weisen Schäden aus. So interessierte Bürger am Donnerstag in der Bürgersprechstunde, zu der Bezirksbürgermeister Otto Mähler ins Deutsche Werkzeugmuseum eingeladen hatte. Auch der Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern an der Trasse lasse zu wünschen übrig. Bemängelt wurde auch, dass Hinweistafeln an den Eingängen der Tasse fehlten, obwohl schon vor Jahren angemahnt. Ein weiterer, schon mehrfach geäußerter Kritikpunkt: Die Trasse könnte – gerade in der dunklen Jahreszeit – mehr Licht vertragen…

Das Aufstellen von Solarleuchten an der Trasse sei kein finanzielles, sondern ein personelles Problem, meinte der Technische Beigeordnete Peter Heinze. In Sachen Sitzbänke sagten Stadtführer Klaus R. Schmidt und Ernst Günter Söhnchen, Mitglieder des Vereins Hasten für Hasten e.V., Unterstützung zu: Sie wollen die Standorte für zusätzliche Bänke erkunden und der Stadt mitteilen.

Dr. Kawthar El-Qasem leitet Fachbereich Baukultur

Pressemitteilung der Akademie der Kulturellen Bildung

Unter der Leitung von Dr. Kawthar El-Qasem wird sich in der der Akademie der Kulturellen Bildung in Küppelstein der neue Fachbereich Baukultur künftig dem gesamten Themenspektrum baukultureller Bildung widmen. Er verbindet Kulturelle Bildung mit Themen wie Raumgestaltung, Architektur, Nachhaltigkeit, Design, partizipative Landschafts-, Städte und Raumplanung sowie Erinnerungskultur. Ein Ziel des Fachbereichs Baukultur ist es, die Bedeutung von Baukultur, Baukunst und Umweltgestaltung für die nachhaltige Entwicklung unserer Lebenswelten stärker ins Bewusstsein zu rufen. Er vermittelt Methoden, um gebaute Umwelt mit allen Sinnen zu erkunden und Zusammenhänge verstehen zu lernen. Zudem will er die partizipative Teilhabe in Planungsprozessen von umbautem Raum oder gebauter Landschaft stärken. Der Fachbereich Baukultur richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch an Multiplikator*innen, Architekt*innen, Landschafts- und Stadtplaner*innen sowie Künstler*innen.
„Baukultur ist nach Assmann Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Gesellschaft. Freiraum zu geben für subjektbezogene Interpretationen bei Denkmälern wird in einer heterogenen Gesellschaft immer wichtiger. Künstlerisch-ästhetische Erfahrungen und partizipative Prozesse bieten eine wesentliche Grundlage, um Baukultur als Prozesse aktiver Selbstaneignung von Welt zu gestalten. Es wird daher immer dringender, eine fundierte fachliche Didaktik zu erarbeiten, die baukulturelle Bildung systematisch als eigenständige Fachdisziplin innerhalb der Kulturellen Bildung verankert“, erklärt Akademie-Direktorin Prof. Dr. Susanne Keuchel.
Als Leitung für den Fachbereich Baukultur konnte die Akademie der Kulturellen Bildung Dr. Kawthar El-Qasem gewinnen. Sie studierte Architektur an der Fachhochschule Düsseldorf und Baukunst an der Kunstakademie Düsseldorf. An der Fakultät für Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar hat sie im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung promoviert. Parallel zu ihren Tätigkeiten im Bereich Architektur hat Kawthar El-Qasem eigene Demokratie- und Bildungsprojekte entwickelt und umgesetzt, zuletzt als Projektreferentin für die Opferberatung Rheinland. Seit 2017 lehrt sie im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Hochschule Düsseldorf.
Beim konzeptionellen Aufbau des neuen Fachbereichs Baukultur werden für Dr. Kawthar El-Qasem postkoloniale Lesarten, Diversität, third spaces und safe spaces eine besondere Rolle spielen. „Baukulturelle Bildung ist auch Demokratie-Erziehung. Demokratie verstehe ich dabei nicht als Mehrheitsregime, sondern als Aushandlungsraum, in dem möglichst die Interessen, Ressourcen und Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden“, sagt Dr. Kawthar El-Qasem. „Baukulturelle Bildung kann aus meiner Sicht deshalb nur ein offener, relationaler Prozess sein, in dem alle Beteiligten voneinander und miteinander lernen. Dieser offene Prozess beginnt für mich idealerweise im Fachbereich Baukultur.“

Noch etliche Flächen für den Wohnungsbau frei

Der Wohnungsbau braucht in Remscheid nicht zum Erliegen kommen. Das belegen die Zahlen, die der Technische Beigeordnete Peter Heinze in der vergangenen Woche der Politik präsentierte. Demnach kommen in Remscheid gegenwärtig insgesamt 338 unbebaute Flächen, insgesamt 900.000 Quadratmeter, für eine wohnbauliche Teil- oder Vollnutzung in Betracht. Dies sind im Einzelnen:

  • 72 Potenziale mit 61 ha in Wohnbauflächen des Flächennutzungsplans, von denen 62 Flächen mit 55 ha,
  • 12 Potenziale mit 8 ha in Mischgebieten des Flächennutzungsplans, von denen 10 Flächen mit 7 ha sowie
  • 254 Baulücken im Umfang von 22 ha, von denen 239 Baulücken mit 20 ha, die je nach kommunaler Strategie oder Eigentümerabsichten sofort bis langfristig verfügbar sein können.

Zwischen dem 1.1.2017 und dem 31.12.2019 wurden in Remscheid insgesamt ca. 472 Wohneinheiten mit Flächen im Umfang von ca. 16 ha realisiert.