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DOC: Bekannte Positionen noch einmal zementiert

Ratsmitglied Bettina Stamm (echt.Remscheid e.V.), hatte zur gestrigen Sitzung des Hauptausschusses den Antrag gestellt, die Stadt möge die bestehenden Verträge mit dem DOC-Investor der weiteren Verfahrensentwicklung anpassen. Doch bei der Abstimmung bekam dieser Antrag nur eine Stimme, ihre eigene. Alle anderen Ausschussmitglieder waren dagegen. Auch David Schichel von den Grünen. Er bezeichnete den Antrag als „wenig durchdacht“, auch wenn er mit der Grundidee sympathisiere. Brigitte Neff Wetzel von den Linken wollte gar nicht erst ins Detail gegen und verwies auf das Grundsätzliche Nein ihrer Fraktion zum DOC-Projekt, während es Sven Wolf (SPD) und Sven Chudzinski befürworteten. Wolf: Die Verträge mit dem Investor McArthurGlen seien verbindlich; das sehe dieser nicht anders.

„Auch wir stehen zu unserem Wort!", betonte für die CDU Markus Kötter. Das schließe auch den vereinbarten Kaufpreis ein. Die CDU verspreche sich von  dem neuen DOC nach wie vor eine Belebung des Lenneper Innenstadt. Dass der Investor vertragstreu sei, habe er erst vor wenigen Stunden in einen Gespräch versichert, ergänzte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Waltraud Bodenstedt (W.-i.R.) meinte, es sei Zeit für eine (nichtöffentliche) Videokonferenz mit Henning Balzer, Develpoment-Director der McArthurGlen-Group, damit ihm die Kommunalpolitiker ihre Fragen direkt stellen könnten. 

ZOB soll Lederhülsenbäume bekommen

Die beschlossene Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes nimmt Formen an. Dies geht aus der Mittelungsvorlage der Verwaltung für zwei Fachausschüsse und die Bezirksvertretung Alt-Remscheid hervor. Die Planungen sehen einen Ablauf der Bauarbeiten in drei Stufen vor (1. Außenbereiche, z.B. vor dem Ämterhaus, 2. ZOB-Fläche, 3. Platzfläche und große Überdachung). Noch aber liegt der konkrete Bauabwicklungsplan nicht vor. Dafür kann die Verwaltung die geplanten umfangreichen Pflanzmaßnahmen auf dem Platz schon näher beschreiben. Geplant sind entlang der Elberfelder Straße und auf den Bussteigen die Anpflanzung diverser Japanischer Schnurbäume und entlang der Konrad-Adenauer-Straße die Anpflanzung von Winterlinden. Der geplante Baumhain auf der Platzfläche soll darüber hinaus aus Gleditschien („Lederhülsenbäume“) bestehen. Die um das Betriebsgebäude der Stadtwerke Remscheid GmbH oder entlang der Elberfelder Straße entstehenden Stauden sollen aus Gold-Garben, Astern, Elfenblumen, Lampenputzergras oder auch Beetrosen bestehen.

Ein weiteres Planungsfeld ist der Busbahnhof (ZOB). Geplant werden müssen dort nicht nur Sitzbänke und Abfallbehälter, sondern auch Fahrradanlehnbügel, Baumscheiben, Fahrplanvitrinen, Fahrgastunterstände, dynamische Fahrgastinformationsanzeigen und Schutzgeländer. Auf dem ZOB sind verschiedene Musterflächen in Planung, „die Aufschluss über eine gestalterisch ansprechende und funktional den Ansprüchen an einen barrierefreien ZOB genügende Gestaltung“ geben sollen. Dabei kommen unterschiedliche Verlegearten, Steinformate und Materialen (Natur- und Betonstein) zum Einsatz. „ Eine erneute Bürgerbeteiligung, ähnlich zum Probesitzen auf der Alleestraße, ist vorstellbar“, stellt die Verwaltung fest.  Der neue ZOB Friedrich-Ebert-Platz wird über ein flächendeckendes Leitsystem, barrierefreie Ampeln und seniorengerechte Sitzbänke verfügen. „Für den Rückbau der Unterführung wurde unterdessen ein Rückbaukonzept erstellt. Geprüft wird derzeit inwiefern Schadstoffe in der Unterführung verbaut wurden“, teilt die Verwaltung weiter mit.

Gleisdreieck: Grünes Licht aus Sicht des Artenschutzes

Rund 70 Seiten umfasst die Vertiefende Artenschutzprüfung zum geplanten Interkommunalen Gewerbegebiet „Gleisdreieck Hückeswagen-Remscheid-Wermelskirchen“, die die Stadt Remscheid bei den Umweltplanern von Froelich & Sporbeck in Bochum in Auftrag gegeben hatte. Der Bericht, der der Politik inzwischen vorliegt, gibt aus der Sicht des Artenschutzes (ob und bei welchen Arten Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG erfüllt werden) grünes Licht für das Projekt. Zitat: „Mit der Planung werden unter Berücksichtigung der Maßnahmen keine Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG ausgelöst. Somit stehen dem Vorhaben aus Sicht des gesetzlichen Artenschutzes keine zulassungshemmenden oder zulassungsversagenden Hindernisse entgegen.“ In der Zusammenfassung des Gutachtens heißt es weiter:

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Verzeichnis bebaubarer Flächen aktualisiert

Zur Sitzung des Bauausschusses am 2. Februar hat die Verwaltung das Verzeichnis der Bauflächenreserven und Baulücken im Stadtgebiet aktualisiert. Hintergrund: Von Juli bis Dezember 2020 waren in Remscheid auf 80.300 Quadratmetern 127 neue Wohnungen gebaut worden (Arnoldstr., Auf’m Heidchen, Berghauser Str., Birgdener Berg, Brüderstr., Düppelstr., Engelsberg, Hastener Str., Heinrich-Geißler-Str., Hohenbirker Str., Intzestr., Knusthöhe, Lockfinker Str., Martin-Luther-Str., Mixsieper Str., Morsbacher Str., Raiffeisenstr., Reinshagener Str., Schwarzer Weg, Solinger Str., Timmersfeld, Walterstr., Westhauser Str. und Yorckstraße). Und die Gewerbereserven reduzierten sich im November und Dezember durch den Baubeginn eines Hotels an der Lenneper Straße und des neuen Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Schmalkalder Straße.

Neu erfasst wurden seit Juli 2020 13 Baulücken in den Lagen Albert-Schweitzer-Str., Am Stadtwald, Emil-von-Bernuth-Str., Flurstr., Grenzwall, Klauser Delle, Königstr., Küppelsteiner Str., Paulstr., Strucker Str./Auguststr., Wermelskirchener Str., Westring und Wiesenstr./Thüringsberg im Umfang von ca. 12.400 Quadratmeters, sowie, vorwiegend aufgrund von Baugenehmigungen, 25 Wiedernutzungspotenziale im Umfang von 15.900 Quadratmetern. Durch die beabsichtigte Aufhebung des Bebauungsplanes Nr. 566 - Gebiet östlich Büchelstraße, nördlich und südlich Baumschulenweg -, werde zugleich „eine vormals als mittelfristig realisierbar angenommene Reserve im Umfang von 43 Wohneinheiten“ entfallen.

Für Ende Dezember 2020 hat die Verwaltung die folgende Bestandserhebung veröffentlicht:

  • Wohnbaureserven: 66 Wohnbaureserven mit insgesamt 59,42 ha, von denen 5 mit 7,7 ha als nicht verfügbar eingestuft wurden
  • Gewerbereserven: 18 Gewerbereserven mit insgesamt 30,58 ha, von denen 1 mit 0,48 ha als nicht verfügbar eingestuft wurde.
  • Gemischte Reserven: 12 gemischte Reserven mit insgesamt 7,98 ha, von denen 1 mit 0,74 ha als nicht verfügbar eingestuft wurde.
  • Wiedernutzungspotenziale: 99 Wiedernutzungspotenziale mit insgesamt 32,17 ha, von denen 5 mit 2,48 ha als nicht verfügbar eingestuft wurden.

Lenneps erstes Hospital war ein Fachwerkhaus

Lenneps erstes Krankenhaus.von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde, es ist auch schon wieder einige Jahre her, dass ich auf dem Schulhof meiner Einschulungsschule an der Hardtstraße, Ecke Albrecht-Thaer-Straße, stand. Von dort erblickt man die Rückseite des ursprünglich ersten Lenneper Krankenhauses, das nach vorne zur Hardtstraße hin geschiefert völlig anders ausschaut, als es auf diesem Foto zu sehen ist. So manchem Lenneper ist es vielleicht niemals aufgefallen, um was für ein schönes altes Fachwerkhaus es sich hier handelt und welche Bedeutung es hatte, als die heutige Hardtstraße noch eine schmale Gartengasse war.

Um ein sich Wiederholen von Seuchen zu unterbinden, beschloss die Lenneper Bürgerschaft Mitte des 19. Jahrhunderts, ein Krankenhaus zu bauen. Dazu wurde vor Ort ein „Krankenhaus-Verein“ gegründet. Schon bald stiegen die Spendenbeträge dafür auf über 8.000 Thaler an. Das erste Lenneper Krankhaus wurde dann an der Hardtstraße unterhalb der späteren Bürgerschule, heute Freiherr-vom-Stein-Schule, errichtet. Am 1. Juli 1851 wurde der Betrieb mit Kaiserswerther Schwestern aufgenommen, die teilweise schon während der Choleraepidemie von 1849 ihren Dienst in der alten Schule unten an der Lenneper Ausgangsstraße in Richtung des Mühlentales versehen hatten.

Die schnelle Entwicklung Lenneps und die Tatsache, dass auch das Hinterland seine Kranken in das Lenneper Krankenhaus schickte, erforderte aber schon bald einen Neubau. Die neue vom Lenneper Baumeister Albert Schmidt errichtete Krankenanstalt wurde am 1. November 1875 an der Hackenberger Straße in Betrieb genommen. Damals hatte sie 50 Betten. 1913 wurde ein Seitenflügel angebaut, um neue medizinische Einrichtungen unterbringen zu können. Um 1925 zählte dieses Krankenhaus 100 Betten. Damit alleine war der Kampf gegen Seuchen jedoch nicht geschlagen. Der Schock der Choleraepidemie von 1849 veranlasste weitblickende Lenneper Bürger, eine Wasserleitung und eine Kanalisation zu planen. Denn es hatte sich herausgestellt. dass eine Stadt mit guter zentraler Wasserversorgung und Kanalisation weniger seuchenanfällig ist.

1883 bekam Lennep als eine der ersten Städte in Deutschland eine Schwemmkanalisation. Dabei wurde ein Verfahren zugrunde gelegt, bei dem die Abfallstoffe durch Fließwasser zu einer außerhalb der Stadt liegenden Sammelanlage und später in eine moderne Kläranlage transportiert wurden. In vielen Berichten aus dem 19. Jahrhundert wird beschrieben, wie sich in Lennep zuvor die Abwässer samt toter Tiere auf dem späteren Jahnplatz in stinkenden Flößrinnen sammelten, die in der Sommerzeit von den Schülern im immer noch nicht gänzlich ausgetrockneten Zustand gerne als Rutschbahn benutzt wurden. Später wunderte man sich, dass in direkter Nachbarschaft an der Mühlenstraße eine Schule gebaut werden durfte, aber auch, dass sich die Bewohner der umgebenden Straßen vormals trotz der bestialischen Ausdünstungen augenscheinlich bester Gesundheit erfreuten.

"Rot" steht künftig verstärkt für Radverkehr

Wie vorgesehen in kleinen Schritten realisiert die Stadtverwaltung den städtischen Radverkehrsplan mit jährlichen Etatmitteln in Höhe von 100.000 Euro. Was für 2021 im „Maßnahmen- und Umsetzungsplan Radverkehr“ geplant ist, steht in diesem und im kommenden Monat auf den Tagesordnungen der vier Bezirksvertretungen, des Mobilitäts- und des Hauptausschusses. Im Laufe des Jahres sollen diesem Sachstandsbericht noch die zu den einzelnen Maßnahmen notwendigen Beschlussvorlagen folgen. Für den 19. Januar ist ein weiterer – digitaler – Bürgerdialog zum Radverkehr geplant. „ Dort sollen Wegepräferenzen, Wünsche und Ergänzungen der allgemeinen Öffentlichkeit ermittelt, bewertet und ggf. in der weiteren Planung berücksichtigt werden“, so die Verwaltung.

Markierungsmaßnahmen 2021 / 2022: Die Markierung von Radverkehrsanlagen im Straßenraum sieht die Verwaltung als schnelle und kostengünstige Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs an. Hierdurch würden auch weitere Lücken im Radverkehrsnetz geschlossen und der Straßenraum zugunsten schwächerer Verkehrsteilnehmer neugegliedert. Derzeit wird die Machbarkeit von Radverkehrsanlagen in den folgenden Bereichen geprüft: Dreherstraße, Gartenstraße, Nordstraße bergaufwärts, eventuell weitere Bereiche in Lennep und Lüttringhausen.
Auch sollen die Technischen Betriebe (TBR) den Radverkehr bei ihren geplanten Sanierungsmaßnahmen 2021 / 2022 berücksichtigen. werden. Dies betrifft Lindenallee (Barmer Straße – Lüttringhauser Straße), Lüttringhauser Straße (Lindenallee – OD Bundesautobahn), Lüttringhauser Straße (Ringstraße – Gartenstraße), Höhenweg, Bliedinghauser Straße und Wermelskirchener Straße. Zitat: „Alle Bereiche werden sukzessive im Laufe des Jahres geprüft …werden.“ Beschlussvorlagen sollen  folgen.

Aufstellflächen und Rot-Markierungen von Radverkehrsanlagen: Zu den geplanten Markierungsmaßnahmen gehören vorgezogene Aufstellflächen vor Ampeln und Rot-Markierungen von Radverkehrsanlagen – für die Verwaltung „aufgrund der positiven Resonanz und der erhöhten Aufmerksamkeit auf Radfahrende in hochfrequentierten Bereichen (beispielsweise Ein- und Ausfahrten, Einmündungen von Nebenstraßen usw.)“ ein geeignetes Mittel zur verstärkten Radverkehrsförderung und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende (siehe Beispiele der Verwaltung im Bild).

Öffnung von Einbahnstraßen: Gemäß der StVO-Novelle des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur soll der Straßenverkehr „noch sicherer, klimafreundlicher und sozial gerechter“ werden. Dazu gehört auch die Förderung des Fuß- und Radverkehrs durch vermehrte Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrende in Gegenrichtung bei Erfüllung bestimmter Kriterien (Höchstgeschwindigkeit nicht mehr als 30 km/h, eine ausreichende Begegnungsbreite, übersichtliche Verkehrsführung auch an Kreuzungen und Einmündungen, notfalls ein Schutzraum für den Radverkehr). „Unter Beachtung dieser Voraussetzungen wird die Verwaltung jede mögliche Öffnung einer Einbahnstraße für den Radverkehr der Politik zum Beschluss vorlegen.“

Radabstellanlagen (Radbügel): Vorrang haben hier vorerst Standorte an öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Einkaufszentren, Rathäusern/Ämtern usw. Aufgrund der ungünstigen topographischen Bedingungen für Radfahrende in Remscheid geht die Verwaltung davon aus, dass der Anteil an t Pedelecs / E-Bikes bereits weiter ansteigen wird. Für diese sind sichere Abstellboxen in der Stadt bisher nicht vorhanden, zudem fehlen auch größere Sammelabstellanlagen oder Radstationen. Geplant sind n ach Angaben der Verwaltung Radboxen an den vier Schienenbahnhöfen in Lüttringhausen, Lennep, Hbf. Remscheid und Güldenwerth. Als geeignetes System hierfür wird das vom VRR angebotene „Dein Radschloss“ gesehen. Die Stellplätze lassen sich online (via Internet oder VRR-App) reservieren und buchen. In die Radboxen soll eine Lademöglichkeit für Pedelecs und E-Bikes integriert werden.

Verlängerung Balkantrasse vom Bahnhof Lennep bis nach Wuppertal: Bis die Streckenführung parallel zu den Gleisen realisiert werden kann, schlägt die Verwaltung die Alternativ-Strecke vom Haltepunkt Bf. Lennep bis zum Ende der Lüttringhauser Straße (Knotenpunkt Ringstraße) vor. Über weitere Markierungsmaßnahmen in den nächsten Jahren in Lüttringhausen (z.B. Lindenallee und Barmer Straße) könne die Alternativ-Strecke bis zur Grenze nach Wuppertal verlängert werden.

„Radweg Mixsiepen“: Planungsmittel wurden als investive Maßnahme für den kommenden Doppel-Haushalt angemeldet. Der erste Abschnitt soll über den Bebauungsplan 673 gesichert werden.

Künftig eine neue Schule an der Stuttgarter Straße?

Planvariante "Sozialer Standort" der Stadt Remscheid.Mit den möglichen Folgenutzungen des 5.307 Quadratmeter großen städtischen Geländes Stuttgarter Straße 13 nach dem Auszug des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung ab 2022 beschäftigt sich eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe der Verwaltung; sie hat bislang zweimal getagt. Die vom Hauptausschuss der Stadt am 8. November 2012 beschlossene Rahmenplanung (mit räumlichem Leitbild) verpflichtet die Arbeitsgruppe, bei ihren Nutzungsalternativen die Stärkung der Grünfunktion, den Aufbau einer neuen Grün- und Wegeverbindung und die Umstrukturierung der Blockinnenbereiche „ planerisch zu würdigen“. Folgende Nutzungsvarianten, die ohne Bebauungsplan realisiert werden könnten, wurden bislang vorgestellt und erörtert:

  • A: Entwicklung einer Schule
  • B: Wohnstandort und Partialrückbau Grün
  • C: Sozialer Standort
  • D: Grüne Lunge Westpark

Damit will sich die Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 12. Januar befassen. Der Fachdienst Schule und Bildung (2.40) hat bereits Bedarf angemeldet für den gesamten an die Stuttgarter Straße angrenzenden Gebäudekomplex. Zitat: „Eine schulische Nutzung wäre aufgrund der voraussichtlich möglichen weitgehenden Nachnutzung des Gebäudebestandes absehbar die kostengünstigste Option. Die Nutzungsvariante B setzt auf die Entwicklung eines hochwertigen Wohnstandortes mit Stadtwohnungen/-häusern, einer Blockentkernung und Grünflächen, sowie eine Umnutzung des Hauptgebäudes als Wohnstandort. Die Nutzungsvariante C sieht ebenso wie A einen hohen Nachnutzungsanteil des direkt an der Stuttgarter Straße gelegenen Gebäudekomplexes vor. Im Gegensatz zur Variante A werden jedoch umfangreichere, weniger kostengünstige Umbauten erforderlich.

Die Nutzungsvariante D kongruiert 1:1 mit dem Rahmenplan Westliche Innenstadt, der auf den einstigen Flächen des Berufskollegs die Anlage einer neuen Grünfläche mit Spielmöglichkeiten und die Schaffung von Fuß- und Radwegeverbindungen vorsieht sowie die Entwicklung einer Parkfläche, verbunden insgesamt mit den absehbar höchsten Kosten im Vergleich zu den übrigen Varianten. „Auf der anderen Seite wäre hier eine ansprechend gestaltete urbane Grünfläche mikroklimatisch sehr vorteilhaft und es könnten auch mitten im dichtbesiedeltsten Stadtbereich Remscheids derzeit stark nachgefragte neue Gärten realisiert werden“, räumt die Verwaltung ein.

Querungshilfe kommt zunächst provisorisch

Während einer Baumaßnahme auf der Königstraße in Höhe der Verbrauchermärkte musste vor geraumer Zeit der Gehweg einseitig gesperrt werden. In dieser Zeit hat sich eine Querungshilfe nicht nur zur Umgehung der Baustelle bewährt, sondern wurde auch von Anwohnern, insbesondere  des in der Nähe gelegenen Altenheims, gut angenommen. Der Verein „Hasten für Hasten" hat dies aufgegriffen und der Verwaltung die dauerhafte Einrichtung einer Querungshilfe empfohlen („sicherlich sinnvoll“). Nach einer fachlichen Bewertung ist die Verwaltung dieser Auffassung gefolgt. Zitat: „Die Abstimmung zwischen TBR, Straßenverkehrsbehörde und Verkehrsplanung hat ergeben, dass der Querungsbedarf auch jetzt schon mit einer provisorischen Querungshilfe unterstützt werden sollte, damit die Fahrbahn nicht ohne Hilfe gequert werden muss.“

Die Querungshilfe soll zunächst von der TBR provisorisch hergestellt werden. Die endgültige Herstellung soll im Zuge des geplanten Ausbaus der Königstraße erfolgen. Der Förderantrag für die Erneuerung der Königsstraße ist für Mai 2022 vorgesehen. „Der Ausbau erscheint im Jahr 2023 oder Beginn 2024 realistisch“, so die Verwaltung in ihrer Vorlage zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 12. Januar.

Neue Wohnbebauung in der Abstimmung

Ev. Gemeindezentrum soll Wohnbebauung weichen“, berichtete der Waterbölles am 17. Juni 2019. Von offizieller Seite verlautete dazu bislang nicht. Deshalb wandte sich die CDU-Fraktion vor Jahreswechsel an die Verwaltung und fragte (zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 12. Januar) die Verwaltung nach der Zukunft des Evangelischen Gemeindezentrums an der Philipp-Melanchthon-Straße: „Über welche aktuellen Informationen verfügt die Stadt Remscheid? Wie sehen die aktuellen Pläne für das Evangelische Gemeindezentrum an der Philipp-Melanchthon-Straße aus?“ Zitiert wird zur Begründung der Bericht des Waterbölles.

Die Antwort der Verwaltung liegt inzwischen vor. Zitat: „Für das ehemalige Kirchengelände an der Philipp-Melanchthon-Straße 8-10 besteht das Interesse eines privaten Investors, hier eine Wohnbebauung zu errichten. Der rechtskräftige Durchführungsplan Nr. 112 setzt für das Grundstück eine Fläche für kirchlichen Bedarf (Kirche) fest. Festsetzungen zum Maß der baulichen Nutzung wie Geschossanzahl und zur überbaubaren Grundstücksfläche trifft der Durchführungsplan nicht. Für die vorhandene Wohnbebauung setzt der Durchführungsplan ein allgemeines Wohngebiet fest. Da die Kirchennutzung aufgegeben wurde und eine Nachnutzung für kirchliche Zwecke nicht absehbar ist, ist für eine Wohnbebauung eine Befreiung von dem festgesetzten Nutzungszweck Kirche möglich. Die Bebauung muss sich baulich in die nähere Umgebung einfügen.“ Die Verwaltung befinde derzeit in der Abstimmung mit dem Investor. Sobald ein abgestimmter Entwurf vorliegt, wurde dieser in der Bezirksvertretung vorgestellt.
„Zwischenzeitlich wurde im bauordnungsrechtlichen Verfahren der Abriss der bestehenden Kirchgebäude angezeigt, eine gesonderte Abrissgenehmigung ist gemäß der Bauordnung NRW nicht erforderlich.“

So manche Schule platzt inzwischen aus allen Nähten

Infolge der Corona-Pandemie haben in der Schulverwaltung erhebliche Mehrarbeiten dazu geführt, „dass die Schulentwicklungsplanung nicht so vorangetrieben werden konnte, wie dies beabsichtigt war“. Das hat die Stadtverwaltung zur Sitzung des Schulausschusses am 20. Januar mitgeteilt und damit auch eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. vom 13. Dezember beantwortet. Zugleich beschreibt die aktuelle Vorlage die ambitionierten Umbau- und Umzugsplänefür  verschiedene Schulen, die den Schulausschuss in diesem Jahr noch mehrfach im Detail beschäftigen werden.

Die Hauptschule Hackenberg hat nach Angaben des Schulentwicklungsplaners Dr. Detlef Garbe eine stabile Anmeldeprognose (im Jahrgang 7 kommen zwei weitere Jahrgänge hinzu) und soll deshalb auch künftig ein wichtiger Bestandteil des Remscheider Schullebens bleiben. Ursprünglich war geplant, dass die Jahrgänge 7 und 8 zu den Jahrgängen 9 und 10 an den Teilstandort Wilhelmstraße ziehen sollten. Doch deie Corona-Pandemie machte einen Strich durch diese Rechnung (schlechtes Lüften / fehlender Abstand / keine Waschbecken bzw. Toiletten in den Pavillons); Der weitere Teil-Umzug von Lennep nach Remscheid wurde gestoppt. Inzwischen hat die Schule den Wunsch geäußert, den Hauptstandort zu erweitern und den Teilstandort an der Wilhelmstraße aufzugeben. Zur Sanierung des Hauptstandortes (Fassade, Dämmung, Fenster, Wände, Decken, Böden, Elektro) sind Landesmittel in Höhe von 3,2 Millionen € vorgesehen. Da diese nur bis zum 31. Dezember 2023 abgerufen werden können, wurde aufgrund folgender Plan entwickelt:

  • Erweiterungsbau (ca. 1.000 m²) am Hauptstandort erstellen (mit den Landesmitteln)
  • Die Schülerinnen und Schüler ziehen sodann in den Erweiterungsbau und in die Pavillons
  • Danach wird der Hauptstandort saniert. (Die zusätzlichen Kosten  von 3,6 Millionen € sollen im Investitionsprogramm für den nächsten Haushalt berücksichtigt werden)
  • Nach der Sanierung sollen der Teilstandort Wilhelmstraße und die Pavillons in Hackenberg aufgegeben werden.

Für das Schulgebäude an der Wilhelmstraße hat die Stadt womöglich eine neue Verwendung: Sie könnte Teilstandort der Heinrich-Neumann-Schule werden; das wird jedenfalls derzeit geprüft. Die Förderschule hat aktuell drei Standorte (Gewerbeschulstraße, Engelbertstraße und Kreishaus). Da die beiden letztgenannten Standorte zu klein seien und haben kaum Weiterentwicklungspotential hätten und bei wachsender, veränderter Schülerschaft ein erhöhter Bedarf an Differenzierungsräumen bestünde, könnte der Teilstandort Wilhelmstraße (nach Aufgabe durch die Hauptschule Hackenberg ) für die Heinrich-Neumann-Schule inkl. der OGS zukunftsfähig ausgebaut werden.

Von allen Remscheider Grundschulen wurden aufgrund der Dringlichkeit (Schülerzahlprognosen) zunächst die folgenden Grundschulen weiter überplant: Reinshagen, Hackenberg, Walther-Hartmann, Am Stadtpark, Hasten, Dörpfeld, Kremenholl, Menninghausen mit den Teilstandorten Julius-Spriestersbach und Daniel-Schürmann. Für die Standorte Menninghauser Straße und Palmstraße der KGS Menninghausen soll ein neuer ausreichender Standort gesucht werden. Das neue Gebäude soll ausreichend groß sein, um die Schule und eine zukunftsfähige OGS mit Mensa unterzubringen. Der bisherige Hauptstandort in Menninghausen ist feucht sanierungsbedürftig (geschätzte Kosten: 1,2 Millionen €). Und der Standort Palmstraße (gemeinsam mit Julius-Spriestersbach und Daniel-Schürmann belegt) hat einen „dramatischen Platzbedarf“, so die Verwaltung. Die OGS Daniel-Schürmann führe bei einer OGS-Quote von 22 Prozent eine erhebliche Warteliste. „Somit muss für den Innenstadtbereich dringend eine Lösung erarbeitet werden.“ B

Bei Auszug der KGS Menninghausen könnte sich die GGS Daniel-Schürmann an der Palmstraße ausreichend ausbreiten und sogar zu einer dreizügigen Grundschule ausgebaut werden, um dem Anspruch der OGS auf eine Ganztagsbetreuung gerecht zu werden.

An der GGS Kremenholl wurde die Idee entwickelt, den Standort der GGS Kremenholl (Kremenholler Str.) und den Teilstandorts Berufskolleg Käthe-Kollwitz (Tersteegenstraße.) zu tauschen. Wenn der Teilstandort des BK Käthe-Kollwitz in das kleinere Gebäude zöge, hätte die  GGS Kremenholl in dem größeren Gebäude ausreichend Platz mit einer auskömmlichen OGS.

Für die vier Remscheider Gymnasien liegen inzwischen Ausbaupläne samt Kostenrahmen vor, die mit den Schulen abgestimmt wurden. Die Verwaltung hat für das erste Quartal einen Durchführungsbeschluss erarbeitet und will ihn im 1.Quartal dieses Jahres im Schulausschuss und im Rat einbringen. „Sobald der politische Beschluss vorliegt, werden alle Standorte für externe Planungsbüros vorbereitet“, so die Verwaltung. Und auch eine Vorlage zur Hilda-Heinemann-Schule in Lennep ist in der Pipeline, da auch dort die Schülerzahl stark angestiegen ist und der Schulraum nicht mehrausreicht.

Gleisdreieck bietet große Chancen für Bergisch Born

Pressemitteilung der FDP

Die Freien Demokraten im Rat der Stadt Remscheid begrüßen das veröffentlichte Artenschutzgutachten zum Gewerbegebiet Gleisdreieck in Bergisch Born. Die Bedenken der Lenneper CDU, die in der Bezirksvertretung Lennep die Seriosität des Gutachtens anzweifelte und ihre ablehnende Haltung zum Gewerbegebiet damit bekräftigte, teilen die Freien Demokraten nicht. „Wir sehen das Gleisdreieck als Chance an, ein modernes Gewerbegebiet zu entwickeln, das ein Vorzeigeprojekt im Bergischen Land wäre. Daher werden wir uns bei der Umsetzung des Bebauungsplans dafür einsetzen, dass die Empfehlungen des Gutachters umgesetzt werden, um ein sinnvolles Miteinander von Ökologie und Ökonomie zu ermöglichen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Sven Chudzinski.

„Das Gewerbegebiet Gleisdreieck bietet die Gelegenheit, die Verkehrssituation in Bergisch Born mittelfristig und nachhaltig zu entzerren“, merkt Ratsmitglied Torben Clever an. „Eine bessere Anbindung an den ÖPNV und eine mögliche Umleitung des Fernverkehrs durch das neue Gewerbegebiet wären dabei zielführende Lösungen, um die Verkehrsprobleme in Bergisch Born zu lösen. Hier werden wir das zu erstellende Verkehrsgutachten kritisch begleiten und bei den Verkehrsplanungen auf mögliche Entlastungen der Anwohner der Bundesstraßen in Bergisch Born bestehen.“

Freigabe der neuen Kreuzung Ring-/Rader Straße

Der Asphalt ist eingewalzt, an den neuen Ampeln brennen die Lichter, und die letzte Markierung steht kurz bevor, da gab gestern Mittag die Stadt Remscheid gemeinsam mit der beauftragte Straßenbaufirma Dohrmann nach 18 Monaten Bauzeit und unzähligen Bauabschnitten und Provisorien die fertiggestellte Kreuzung Ring-/Rader Straße offiziell wieder für den Verkehr frei. Auch der Verkehr Richtung Innenstadt fließt jetzt wieder ungehindert.

Endlich wieder freie Fahrt!

Zum Bauprojekt gehörten neben dem vergrößerten Kreuzungsbereich auch eine Lärmschutzwand und zwei Stützwände, von denen die erste bereits im Jahre 2018 neben einer Tankstelle gebaut wurde. Gesamtkosten der Baumaßnahme: 4.650.000 Euro. Sie verteilen sich auf acht städtische Haushaltsstellen, gehen allerdings nur zu etwas mehr als der Hälfte zu Lasten der Stadt (ca. 2,5 Millionen Euro). Das übrige Geld kommt von Bund und Land, aber auch vom DOC-Investor McArthurGlen. Die Kostenaufstellung ist noch nicht valide, da die Schlussrechnung noch nicht vorliegt.

Die Kosten der Lärmschutzwand seien unabhängig vom noch ungeklärten DOC-Projekt angefallen, sagte auf Nachfrage Gunter Breidbach, Bereichsleiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Denn schon der gegenwärtige Verkehrslärm an der Ringstraße habe aus Rücksicht auf die Anwohner den Bau der Gabionenmauer und lärmoptimierten Asphalt erforderlich gemacht.

Damit die Freigabe der Baustelle in diesen „gedämpften“ Corona-Tagen nicht völlig unterging, hatte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu einem kurzen Ortstermin mit Maskenschutz eingeladen. Daran nahmen der Lenneper Bezirksbürgermeister Rolf Haumann, sein Vorgänger Markus Kötter und Susanne Fiedler (Grüne) teil, für die Firm Dohrmann die Geschäftsführer Wulf-Dietrich Spelsberg und Oliver Mesch sowie der Technische Leiter Winfried Köster und Bauleiter Mathias Förster. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) waren durch Geschäftsführer Michael Zirngiebl, Bauleiter Frank Schubert und Bereichsleiter Gunter Breidbach vertreten.

„Über die alte Kreuzung habe ich mich schon vor 34 Jahren geärgert“, bekannte der Oberbürgermeister bei der Begrüßung und freute sich ebenso wie Bezirksbürgermeister Rolf Heumann darüber, dass die Bauzeit von 18 Monaten lediglich um zwei Wochen überschritten worden sei und die veranschlagten Baukosten sogar gar nicht. Von längeren Lieferterminen bei Baumaterial durch Corona berichtete Oliver Mesch.

Während der ruhigen Weihnachtstage werde man die Ampelphasen noch genauer justieren, kündigte Gunter Breidbach an. Susanne Fiedler vermisste im Bereich der Kreuzung und der angrenzenden Straßen Fahrradwege. „Darüber, wie der Radverkehr künftig gelenkt werden kann, werden wir noch nachdenken müssen“, räumte Zirngiebl ein. Dass alle Beteiligten seit Beginn der Planung vor fünf Jahren einen guten Job gemacht hätten, betonte OB Mast-Weisz. Markus Kötter stimmte zu: Alles sei reibungslos abgelaufen. „Trotz diverser Umleitungen ist der Verkehr nicht zusammengebrochen!“ Radfahrer und Fußgänger hättenc allerdings zeitweilig an der Kreuzung kniffliche Situationen erlebt. Für Geduld bedankte sich Oliver Mesch aber auch bei den "geplanten  Autofahrern".