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Anlässlich 150 Jahren Freiherr-vom-Stein-Schule Lennep

Teil II

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Die Gemeinschaftsgrundschule Freiherr-vom-Stein feierte dieser Tage das 150. Bestehen ihres großen Gebäudes an der Hardtstraße in Lennep. Auch ich bin in den 1950er Jahren dort in die Volksschule gegangen, aber bereits nach dem 1. Schuljahr 1953 wurde ich mit einigen anderen Schülern aufgrund der Veränderung des Einzugsgebiets an die Volksschule "An der Glocke“ an der oberen Kölner Straße überwiesen. Dennoch ist das erste Schuljahr in der Hardtstraße vor meinem geistigen Auge noch sehr präsent, u.a. erinnere ich mich daran, dass man aus mir seinerzeit beim Schreiben einen Rechtshänder machte. Aber es verbindet mich mit dieser Schule auch etwas Familiäres, sie wurde nämlich wie mehrere andere Schulen in Lennep von meinem Urgroßvater Albert Schmidt erbaut.

Am Mollplatz aufgewachsen, habe ich einen erheblichen Teil meiner Kindheit und Jugend in der Lenneper Hardtstraße verbracht, zunächst im städtischen Kindergarten, heute „Kinderhaus Westerholt“, dann in der genannten Volksschule, später im darüber liegenden alten evangelischen Gemeindehaus beim Katechumenen- und Konfirmandenunterricht des Pfarrers Roland Spengler und natürlich in der angrenzenden Albrecht-Thaer-Straße im Hause des CVJM. Um die bauliche Entstehung der genannten Gebäude habe ich mich damals naturgemäß nicht gekümmert, und ich wusste lange Zeit nicht, dass sowohl das Kinderhaus Westerholt wie auch die spätere Freiherr-vom-Stein-Schule auf meinen Urgroßvater, den Lenneper Baumeister Albert Schmidt zurückgehen, und das heute nicht mehr existente Gemeindehaus auf dessen Sohn Arthur. Erst als ich mich später mit der Lenneper Geschichte beschäftigte, lernte ich auch, dass die heutige Hardtstraße (früher auch einmal Vicariestraße) einst ein einfacher, schmaler Gartenweg war und die abbiegende Straßenführung hinauf zum Gemeindehaus eine Zeit lang Schulstraße hieß. Und nach und nach wurde mir auch klar, welche Rolle dabei Albert Schmidt spielte, den später manche Lenneper einfach nur den „Baurat“ nannten.

Der Lenneper Baumeister Albert Schmidt (1841-1932) führt in seiner "Liste der ausgeführten Hochbauten in Lennep und Umgebung (1865-1902)" den Bau der heutigen Freiherr-vom-Stein-Schule als Höhere Bürgerschule für die Jahre 1868/1869 auf. Mit ihr wurde zunächst die Höhere Bürgerschule (zuvor u.a. Höhere Stadtschule) in der ehemaligen Lenneper Kunstgasse, später Knabenschule und Bezirkskommando (s.u.), fortgesetzt. Das seinerzeit neue Gebäude in der heutigen Hardtstraße, ehemals ein tiefliegender enger Fahrweg in "geräuschloser" Gartengegend, errichtete Albert Schmidt nach Entwürfen des mit den Lenneper Industriellenfamilien verbundenen Baumeisters Julius Thomas aus Neuss, mit dem er bereits zuvor beim Bau der Villa Poststraße 5 sowie später bei Fabriken der Wupperorte zusammen arbeitete. Der Neusser Architekt war vom Lenneper Baukomitee aufgrund seiner eingereichten Entwurfsskizzen ausgewählt worden und besaß das besondere Vertrauen auch der Kgl. Regierung.

Die heutige Grundschule an der Hardtstraße auf einer alten Postkarte. Foto: Sammlung Lempe.Die neue Bürgerschule hatte zunächst keine seitlichen Anbauten. Sie erhielt diese erst 1903 bzw. 1908 und durchlief  nach und nach mehrere Funktionsformen, u.a. als Realschule nebst Realgymnasium und Lyzeum, d.h. Höhere Mädchenschule (Foto links). Der Name der Hardtstraße und das Tuchmuseum im heutigen Gebäude verweisen auf die Wichtigkeit der Familie Hardt und ihrer Firmen für das Lenneper Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwesen, das oft nur durch die Stiftertätigkeit der führenden Tuchfabrikanten ermöglicht wurde. Einzelne Jahreberichte der Höheren Bürgerschule sind außer in den Archiven auch im Internet dokumentiert, z.B. https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11367562_00001.html bzw. zur https://remscheid.de/leben/bauen/denkmalschutz/146380100000115782.php. Für das Jahr 1894 verzeichnet Albert Schmidt die Schule "An der Glocke" als einen Schulbau,"Volksschule, sechs Klassen, Kölner Straße, amtlich als die "Schule System 3" oder "Schule Bezirk 3" verzeichnet. Da sie an der Kölner Straße 94 etwas zurück lag, ist sie auf historischen Abbildungen der Straßenflucht oft nicht zu sehen.

Die einstige katholische Grundschule an der Mühlenstraßer neben dem Lenneper Feuerwehrgerätehaus. Foto: Sammlung Lempe.Die alte katholische Schule von 1844 an der Lenneper Mühlenstraße, die zeitweilig wegen des Schulraummangels auch die Grundklasse der evangelischen Volksschule aufnahm, ist unter unterschiedlichen Aspekten in der Lenneper Erinnerung präsent. 1848 war in ihr die erste Klasse der Höheren Bürgerschule untergebracht, 1849 diente sie bei der großen Choleraepidemie als Lazarett. Wie viele nach ihm warf auch Albert Schmidt die Frage auf, warum man eine solche Schule ausgerechnet an einem Ort entstehen ließ, an dem durch die hier zusammen fließenden Quellbäche der entstehenden Lennepe der gesamte Unrat der Stadt unabgedeckt versammelt wurde. Das hinderte aber auch ihn nicht daran, 1895/96 das historische Schiefergebäude durch einen großen, jetzt steinernen Neubau zwischen Mühlenstraße und Jahnplatz zu erweitern (Foto links, das Haus links neben der Feuerwehranlage).

Die allgemeine Schulgeschichte Lenneps wiederzugeben ist hier nicht der Ort, und eine umfassende Geschichte der im Jahre 2019 einhundertfünfzig Jahre alt werdenden Schule an der Hardtstraße kann ich gar nicht leisten. Sie wurde auch bereits in der „Geschichte des Röntgen-Realgymnasiums mit Realschule und Lyceum“ beschrieben, die im Jahre 1935 von dem Lenneper Kapitän a.d. Paul Windgassen, selbst Absolvent dieses Gymnasiums, verfasst wurde, und sie lebte in der späteren „Schulgeschichte des Röntgen-Gymnasiums in Remscheid-Lennep“, 1991 herausgeben von Oberstudienrat Dr. Michael Metschies, noch einmal auf.

Volker Schatz gewinnt Gold bei Deutscher Meisterschaft

Volker Schatz mit dem Handbike vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten im Herzen von Hamburg.

Triathlon ist mit Sicherheit eine verwegene Ausdauersportart. Schwimmen, Biken und Laufen werden innerhalb eines Wettkampfes nacheinander angetreten. Für einen Rollstuhlfahrer offensichtlich unerreichbar. Aber in Hamburg, bei der größten Triathlon-Veranstaltung der Welt, dem „Hamburg Wasser World Triathlon“, war für den 6. Juli die Deutschen Meisterschaften im Paratriathlon ausgeschrieben. Und dabei trat Volker Schatz aus Remscheid ist in der Rollstuhlklasse an. Der Wasserstart begann wie geplant um 9.02 Uhr in der Alster bei frischen 18 Grad Wassertemperatur. Zunächst ging es um zwei Bojen und am Ende der Schwimmstrecke durch einen ca. 40 Meter langen Tunnel mit schlechten Sichtverhältnissen. Da der Ausstieg über eine Treppe erfolgte standen Helfer bereit, um die Rollstuhltriathleten hochzutragen.

In der Wechselzone musste eine Strecke von ca. 800 Metern mit dem Rollstuhl zurückgelegt werden, um zum Handbike zu gelangen. Die Radstrecke führte die Teilnehmer entlang zahlreicher Sehenswürdigkeiten wie Speicherstadt, Landungsbrücken und Reeperbahn. Der Abschnitt über die Lombardsbrücke ermöglichte einen wunderschönen Blick über die Alster.

Die Laufstrecke wurde im Rennrollstuhl angetreten. Sie führte auf weitgehend flachen, asphaltierten Rad- und Fußwegen in Richtung Norden zur Außenalster. Zwei Abschnitte à jeweils ca. 500 Meter waren allerdings befestigte Sandwege. Auch gab es nur eingeschränkte Überholmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer. Die Zielgerade führte Volker Schatz direkt auf das Siegertreppchen zum Deutschen Meister 2019 im Paratriathlon.

Schulwegplanung: 125.000 Euro für Gutachter?

Tägliche Kontrollen vor Schulen rollieren lassen“, titelte der Waterbölles am 22. Juni. Um die Verkehrssicherheit vor Schulen und Kitas zu verbessern, hatten die Fraktionen und Gruppe von SPD, Bündnis 90/Die GRÜNEN und FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung möge ein standortscharfes Konzept mit Eltern-Kind-Haltestellen vor Schulen und Kindertageseinrichtungen und/oder Elternparkplätze in unmittelbarer Nähe erstellen und die Halteverbote vor Schulen und Kitas regelmäßig und ganzjährig überwachen. Als Kompromiss wurde daraufhin  im Schulausschuss vorgeschlagen, die „täglichen Kontrollen“ nach einem rollierenden System stattfinden zu lassen.  Zur letzten Ratssitzung vor der Sommerpause ging die Verwaltung in  einer Mitteilungsvorlage noch einmal auf das Thema ein. Der Waterbölles zitiert daraus nachfolgend:

„Kinder zählen, neben Senioren, unbestritten zum schutzbedürftigsten Personenkreis im Straßenverkehr. In Remscheid gab es laut Statistik aus 2018 3.845 Grundschüler, verteilt auf insgesamt 25 Standorte. Auch wenn nach aktuellen Erkenntnissen die Unfalllage auf Schulwegen in Remscheid als unauffällig eingestuft werden kann, gefährdet  Hol- und Bringverkehr im Bereich von Grundschulen bewiesener Maßen die Sicherheit von Schulkindern. Verkehrsverstöße kommen im Zusammenhang mit Hol- und Bringverkehr auffallend häufig vor. So werden beispielsweise Schulbusse behindert, gefährliche Fahr- oder Wendemanöver vollzogen, im Halteverbot gehalten etc.

Nun reicht es aber nicht aus, die Schulwegsicherung auf einzelne Maßnahmen, wie die Schaffung von Eltern-Kind-Haltestellen zu beschränken. Die Schulwegsicherung oder -planung umfasst auch nicht nur die klassische Erstellung von Schulwegen, sondern muss umfassend die spezifischen Probleme des jeweiligen Schülerverkehrs aufgreifen. Im Kontext sind dies, neben den bereits genannten, z.B. auch:

  • Fahrrad-Nutzung (gegebenenfalls auch an Grundschulen),
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV),
  • Bewegungsförderung
  • Sonstiges (zum Beispiel Notinseln, das sind Fluchtpunkte für Kinder, die Hilfe brauchen).

Ziel sollte also mittel- und langfristig daher nicht allein die Schaffung von Hol- und Bringzonen sein, sondern die nachhaltige Änderung des Mobilitätsverhaltens von Kindern hin zu einer selbstständigen Teilnahme am Straßenverkehr. Die eigenständige Bewältigung des Schulweges zu Fuß hat eine Reihe von positiven Effekten auf die kindliche Entwicklung. Dazu zählen eine höhere Konzentrationsfähigkeit im Unterricht, eine gesteigerte körperliche Fitness, der Abbau von Übergewicht sowie – bei gemeinsamer Bewältigung des Schulwegs mit anderen Kindern – die Verbesserung des Sozialverhaltens. Außerdem entwickeln Kinder dadurch frühzeitiger ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr und werden in die Lage versetzt, ein räumliches Bild („geistige Landkarte“) des eigenen Stadtteils bzw. des eigenen Schulwegs zu entwerfen.

Die Zuständigkeit für die Schulwegsicherung ist in NRW per Erlass (Schulwegsicherung und Beförderung von Schülerinnen und Schülern gem. RdErl. d. Ministeriums für Stadtentwicklung und Verkehr, d. Kultusministeriums u. d. Innenministeriums  v. 18.8.1994) – anders als in manchen anderen Bundesländern - nicht eindeutig geregelt. Hier heißt es lediglich: „Die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern auf ihrem täglichen Weg von und zur Schule zu erhöhen, gehört mit zu den wichtigsten Zielen der Verkehrspolitik. Die Zahl der Kinder, die auf dem Schulweg verunglücken, ist immer noch zu hoch. Durch konsequente Nutzung von verkehrsregelnden und baulichen Möglichkeiten kann das Gefährdungspotential für die Kinder erheblich vermindert werden. Beispielhaft sind die Einbeziehung von Schulen in Tempo 30-Zonen oder verkehrsberuhigte Bereiche, Maßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung, Hilfen zum Überqueren der Fahrbahn und ein sicheres Radverkehrsnetz zu nennen. Daneben sind Schulwegpläne, die Einrichtung von Schüler- oder Elternlotsendiensten und die Beförderung mit dem Schulbus weitere geeignete Mittel.
Es wird empfohlen, von diesen Maßnahmen auf der Grundlage von Orientierungshilfen für die Schulwegsicherung, die beim Verkehrsministerium angefordert werden können, Gebrauch zu machen.

Im Leitfaden für die Erstellung von Schulwegen, herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen, heißt es: „Ein guter Schulwegplan wird idealerweise in Zusammenarbeit von Schule, Kommune, Polizei und Eltern beziehungsweise Schülern erstellt.“  Häufig geht die Initiative hierbei von den Schulen/Schulleitungen aus. Darüber hinaus wird im Leitfaden folgende Vorgehensweise (pro Schulstandort) bei der Schulwegplanung empfohlen:

1. Startphase

  • Gründung einer Arbeitsgruppe mit geeigneten Projektpartnern
  • Zielvereinbarung, Festlegung einzelner Arbeitsschritte, Aufgabenverteilung

2. Bestandsaufnahme und Analysen

  • Eltern- /Schülerbefragung und Auswertung
  • Unfallanalysen
  • Schulwegbegehung, Überprüfung auf Defizite
  • Erarbeitung von Routenempfehlungen

3. Umsetzung

  • Planerstellung und Verarbeitung

4. Wirkungskontrolle

  • Eine empirische und umfangreiche Herangehensweise an das Thema Schulwegsicherung ist unerlässlich, um den gewünschten Erfolg auf ganzer Linie zu erzielen, die Gefahren für Schulkinder/Kindergartenkinder – auch dauerhaft – weitestgehend auszuschließen und sog. fehlerverzeihende Verkehrssituationen herbeizuführen. Mit einzelnen, punktuellen Maßnahmen ist dieses Ziel nicht zu erreichen. 

Vor dem Hintergrund der vielfältigen Aufgaben der Verkehrsbehörde kann dieses komplexe Themengebiet mit den vorhandenen Ressourcen nicht in der gewünschten Intensität bearbeitet werden. Es wird daher angeregt, die Inanspruchnahme der Dienste eines entsprechenden Ingenieurbüros zu prüfen.  Eine unverbindliche Voranfrage bei einem solchen Fachbüro hat ergeben, dass die Kosten für eine solche Inanspruchnahme bei aktuell ca. 5.000 € pro Schulstandort liegen würden."

Waterbölles: Bei Aufträgen für 25 Schulstandorten würde das Gutachterkosten von insgesamt 125.000 Euro bedeuten.

Schüler/innen fordern Politiker-Beitrag zum Klimaschutz

Einen Katalog von zwölf Punkten zum Klimaschutz übergaben gestern Mittag während der zweiten Demonstration „Fridays for future“ auf dem Theodor-Heuss-Plat Schülersprecher von Gertrud-Bäumer-, Ernst-Moritz-Arndt- und Röntgen-Gymnasium Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD). Dieser zeigte sich erfreut darüber, dass Schülerinnen und Schüler - diesmal waren rund 350 gekommen - beim Klimaschutz auch auf lokaler Ebene weiter am Ball bleiben. Ihren Forderungskatalog hatten die Jugendlichen mit einem Zitat von Molière überschrieben: „ „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Eingangs heißt es in dem Papier: „Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit. Seit Beginn der Industrialisierung hat sich die Erde laut IPCC (The Intergovernmental Panel on Climate Change, Der Weltklimarat) bereits um circa ein Grad Celsius erwärmt. Es bleibt daher wenig Zeit, den Klimawandel aufzuhalten und so zu verhindern, dass die Kipppunkte im Klimasystem überschritten werden. Tun wir das nicht, werden die verursachten Schäden weit höhere Kosten mit sich bringen als alle Investitionen in konkrete Maßnahmen zur Vermeidung der Klimakatastrophe.“

Darüber hinaus fordert die Fridaysforfuture-Bewegung Remscheid von den Remscheider Kommunalpolitikern: „Tragen Sie Ihren Beitrag dazu bei, das Klima weltweit zu verbessern durch folgende Maßnahmen:

1. Jährlich findet eine „autofreie“ Ratssitzung statt. Diese Ratssitzung beinhaltet auch einen thematischen Schwerpunkt zum Klimaschutz, zur Mobilität und zur Anpassung an den Klimawandel!
Begründung: Um die Themen Klimaschutz, Mobilität und Anpassung an den Klimawandel aktuell und präsent zu halten, gibt es einmal jährlich eine Schwerpunkt-Sitzung des Stadtrates zu der die Stadträtinnen und Stadträte klimafreundlich mit dem Rad, den eigenen Füßen oder Bus/Bahn anreisen. Ausnahmen für die Pkw-Nutzung gelten nur für Personen mit Behinderungen oder Parlamentarier mit eigenem Elektrofahrzeug, das mit Ökostrom betankt wird.

2. In allen Schulgebäuden werden Wasserspender zur Befüllung von Trinkflaschen installiert!
Begründung: Leitungswasser gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln. Trinkwasser ist ein kalorienfreier Durstlöscher, also ohne Zucker und andere Zusatzstoffe. Trinkwasser stammt hier aus den Talsperren, kommt also aus der Leitung, ohne lange Transportwege zurückzulegen. Durch das Trinken von Leitungswasser werden außerdem Verpackung (Müllvermeidung) und Transportemissionen in den Handel und von dort nach Hause gespart.

3. Jeder Schülerin und jedem Schüler wird zu Beginn der Schulzeit eine hochwertige, langlebige Mehrweg-Trinkflasche geschenkt!
Begründung: Wahrscheinlich wird nicht jede Schülerin/jeder Schüler die Trinkflasche ständig benutzen, aber sie ist ein Symbol für das klimafreundliche Schulleben. Die Trinkflasche vermeidet Abfälle anderer Trinkverpackungen und kann tausendfach genutzt werden.

4. In allen kommunalen Gebäuden, natürlich auch allen Schulgebäuden, wird zertifizierter Ökostrom eingesetzt!
Begründung: Mit zertifiziertem Ökostrom kann die Emission von knapp 4.700 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. (Quelle: 4.689 Tonnen CO2: Seite 24 des „Energieberichts der Stadtverwaltung Remscheid für das Jahr 2016“)

5. Die Schulhöfe werden mit einem verstärkten Anteil an „Grün“ umgestaltet und tragen zur Aufenthalts- und Lebensqualität der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bei!
Begründung: Wenn Schulhöfe mit umfangreicher Begrünung (Bäume und Sträucher) ausgestattet sind, dann gibt es viele Vorteile wie die Verbesserung des Mikroklimas und die Schaffung von Lebensräumen für Tiere, Vögel und Insekten. Damit wird die Biodiversität erhöht. Regenwasser kann besser versickern. Die Erholungs- und Entspannungseffekte während der Pausen werden erhöht. Bäume bieten Schatten.

6. Die Getrenntsammlung von Restmüll, Altpapier und „Grüner-Punkt-Müll“ wird in allen Schulen und Verwaltungsgebäuden umgesetzt! Das bedeutet auch eine getrennte Erfassung der Abfallarten durch die Reinigungskräfte und entsprechende Abfallbehälter im und am Schulgebäude. Alle Beteiligten (Lehrende, Lernende, Reinigungskräfte, Hausmeister, Verwaltungsmitarbeiter/innen etc.) erhalten entsprechende Einweisungen und Anweisungen!
Begründung: Indem wir Abfälle getrennt sammeln, sortieren und aufbereiten, können wir gezielt auf die darin enthaltenen Wertstoffe, wie zum Beispiel Metalle, Glas, Kunststoffe, Papier oder Holz zugreifen. Sind die Stoffströme erst einmal isoliert, können die Wertstoffe als so genannter Sekundärrohstoff etwa in Stahl- und Aluminiumwerken oder in der Kunststoffindustrie verwertet werden. So wird der Einsatz von Metallen vermieden, die aus Erzen gewonnen werden oder von Kunststoffen, die aus Erdöl hergestellt sind.
Das Recycling spart auch Energie. Denn Gewinnung, Transport und Aufarbeitung der Primärrohstoffe (Erze, Mineralien, Erdöl etc.) verbrauchen viel Energie. Jede durch Abfalltrennung und Recycling vermiedene Tonne Primärrohstoff vermindert also den Rohstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen. Zwar wird auch bei der Sammlung und Aufbereitung von Abfällen Energie verbraucht. Die Energiemenge, die für die Gewinnung von Sekundärrohstoffen benötigt wird, ist aber deutlich kleiner als diejenige für Primärrohstoffe. Zieht man die Aufwendungen für das Recycling ab, so werden zum Beispiel durch Recycling von Eisen und Stahl zirka 1 Tonne, von Kupfer etwa 3,5 Tonnen und von Aluminium sogar rund 10 Tonnen CO2 pro Tonne Metall nicht in die Atmosphäre geschickt.

7. In den Schulmensen, Kiosken, Bistros sowie der Mittagsverpflegung der Offenen Ganztagsbetreuung werden nur regionale und saisonale Lebensmittel, bevorzugt biologisch angebaute Lebensmittel zur Verpflegung verarbeitet und angeboten. Ein Tag in der Woche ist ein „Veggie-Day“, an dem nur vegetarisches Essen angeboten wird!
Begründung: Fleischkonsum trägt erheblich zur Emission von CO2 bei. Fleisch, Käse und Butter sind in der Herstellung und Produktion viel energieaufwändiger als Obst und Gemüse und verursachen damit deutlich mehr CO2. Wenn eine Person pro Woche auf Rind- und Kalbsfleisch verzichtet, spart das im Jahr 125 Euro und vermeidet jährlich 175 kg CO2. Man kann 900 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, wenn man annimmt, dass ein Drittel der Schülerinnen und Schüler in der Schule isst. (Quellen: Fleischatlas 2018; Verzehr: durchschnittlich 250 Gramm pro Woche pro Person / Statistisches Jahrbuch der Stadt Remscheid 2018: Anzahl der Schülerinnen und Schüler

Hochrechnung: 16.000 Schülerinnen und Schüler in Remscheid x 175 kg CO2 = 2.800 Tonnen CO2; Annahme: ein Drittel der Schülerinnen und Schüler isst in der Schule = 900 Tonnen CO2)

8. Bei allen städtischen Veranstaltungen werden nur noch Mehrwegbecher, Mehrweggeschirr und Mehrwegbesteck eingesetzt. Bei Veranstaltungen anderer Organisationen wirkt die Stadt auf die Veranstalter ein, Mehrwegbecher, –geschirr und -besteck einzusetzen!
Begründung: Wegen der Verletzungsgefahr bei Großveranstaltungen ist ein Glasverbot sinnvoll. Jedoch ist der Einsatz von Einweggeschirr und Einwegbechern energetisch und wegen des lediglich einmaligen Gebrauchs nicht sinnvoll, da wenig Ressourcenschonend.

9. Einseitig bedrucktes oder kopiertes überzähliges Papier soll an zentraler Stelle in jeder Schule und in jeder Verwaltungsabteilung gesammelt werden. Jede/r die/der Notizzettel benötigt kann sich dann dort bedienen!
Begründung: Die Stadtverwaltung und die Schulen kommen nicht ohne Papier aus. Der sparsame Umgang mit der Ressource und die volle Ausnutzung der Nutzbarkeit ersparen Energie und Rohstoffe, die bei der Herstellung und dem Transport des Papieres entstehen.

10. Appellieren Sie an den Einzelhandel auf jede Form von Plastiktüten, insbesondere für die kostenlosen Tüten zum Abwiegen von Obst und Gemüse zu verzichten und Alternativen anzubieten bzw. zuzulassen!
Begründung: Plastiktüten sind zum einmaligen Gebrauch bestimmt und werden schnell zu Müll. Die Herstellung der Tüten ist energieaufwändig und verbraucht wertvolle Ressourcen wie Erdöl. Mehrwegbeutel und –schalen sind nachhaltiger, schonen unsere Ressourcen und somit das Klima.

11. Die Teilnahme am Anreiz- und Motivationsprogramm des Fachdienstes Umwelt und Gebäudemanagement wird durch die weiterführenden und berufsbildenden Schulen forciert!
Begründung: Fast alle Remscheider Schulen und fast alle Kindertageseinrichtungen der Stadt Remscheid haben sich dazu entschlossen, an dem Programm teil zu nehmen. Die Schulen und Kindertagestätten engagieren sich durch verstärkte Aktivitäten und bilden „Klima-AGs“. Die Stadtverwaltung unterstützt die Schülerinnen und Schüler. Mit dem veränderten Nutzungsverhalten bei der Einsparung von Heizenergie und Strom tragen die Schülerinnen und Schüler zu vermindertem CO2-Emissionen bei und werden für ihren Einsatz finanziell an den Einsparungen beteiligt.

12. Selbstverpflichtung: Vermeidung von „Eltern-Taxis“!
Wir Schülerinnen und Schüler unterstützen die Schule und die Stadtverwaltung und setzen uns mit konkreten Aktionen für eine klimafreundliche Mobilität ein. Unsere Mitschülerinnen und Mitschüler sollen nicht von ihren Eltern zur Schule gebracht werden sondern selbstständig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem ÖPNV zur Schule kommen. Es werden nicht nur Pkw-Emissionen vermieden sondern auch die Verkehrssicherheit wird unterstützt und gefährliche Situationen entstehen erst gar nicht.

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Anlässlich 150 Jahren Freiherr-vom-Stein-Schule Lennep

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Für uns erscheint es heute oft schwierig, sich in das Schulleben vergangener Zeiten zurück zu versetzen. Im Vergleich zu früher hat sich so manches verändert: die Schulen als Gebäude, die Bildungsideale, die Erziehungsmethoden, die Lehrerausbildung, die Lehrmaterialen und natürlich die Menschen in unserer Welt überhaupt. Darum ist es vielleicht sinnvoll, einmal ein paar historische Zeugnisse kennen zu lernen, die uns die vergangene Zeit, hier insbesondere das 19. Jahrhundert, näher bringen, und dies natürlich am Beispiel unserer Heimatstadt Remscheid-Lennep. Mehrfach hat z.B. der Lenneper Baumeister Albert Schmidt (1841-1932), der ja in Lennep mehrere Schulen erbaute, auch über seine eigene Lenneper Kinder- und Schulzeit berichtet.

Foto oben: Im Lennep des 19. Jahrhunderts gab es auch spezielle Mädchenschulen. Auf dem linken Foto sieht man die Höhere Private Töchterschule am Lenneper Gänsemarkt 7. Sie war hier zwischen 1856 und 1865 untergebracht, später dann ein Stück weiter im Anwesen Nr. 30 in der Nähe des späteren Röntgenmuseums. Das Foto rechts betrifft die Höhere Töchterschule im Jahre 1875 mit Rektor Dr. Fischer und Lehrkraft Magdalena Reichel. Anders als in der Elementarschule entstammten die Mädchen hier fast ausschließlich bürgerlichen bzw. wohlhabenden Familien, z.B. Kühner, Steinhaus, Lambeck, Böse, Lausberg, Ringel, Weskott, Christians, Hager und Leysieffer.

Die Erinnerungen Albert Schmidts an das Schulwesen im 19. Jahrhundert wurden, und dies nicht unbedingt unter dem Beifall der Schulbehörde, im Rahmen einer Serie von  Berichten „Aus dem alten Lennep“ im Lenneper Kreisblatt von 1922/23 weiter gepflegt, wobei immer wieder die Nähe der alten katholischen Schule zu den Abwässern der Stadt thematisiert wird. Denn die Schule lag „unmittelbar an dem Teich der sog. Drahtmühle am späteren Jahnplatz, (...) in dem sich die Abwässer der Stadt zu einem dicken Brei vereinigten, um von hier den unterhalb liegenden Wiesen als Dünger zugeführt zu werden. Alles was an sterblichen Überresten der Hunde und Katzen nicht untergebracht werden konnte, wurde diesen Erdkuhlen anvertraut, unbeschadet der pestilenzartigen Ausdünstungen, die die ganze Nachbarschaft belästigten.“

Albert Schmidt über seine Schulzeit 1846 -1856: „Seit 1846 hatte ich die Schule besucht und zwar zuerst bei dem Unterlehrer Pfaffenbach, der die kleinsten Kinder der Ungewitterschen Schule zu unterrichten hatte. Diese unterste Klasse der evangelischen Volksschule war in dem katholischen Schulgebäude in der Mühlenstraße untergebracht worden, da die evangelische Schule überfüllt war. Die Lehrer erhielten so wenig festes Gehalt, dass sie sich durch Privatstunden und Zuwendungen der Schüler bei festlichen Gelegenheiten und ihren Geburtstagen erhalten mussten. Es war selbstverständlich, dass die Kinder der reichsten elterlichen Spender vom Lehrer bevorzugt wurden. Das Privatstundenwesen war ein Unfug und ohne Nutzen für den Schüler, da der Lehrer meist weder Zeit noch Lust hatte, sich um die Menge der Privatschüler gleichzeitig zu bekümmern. Um den Herrn Ungewitter für die Kinder zu interessieren, lud ihn meine Mutter jeden Mittwochnachmittag zum Kaffee auf die Knusthöhe ein. Es wurde dann seine Lieblingsspeise, ein sogenannter Napfkuchen gebacken, und wir Kinder sahen neidvoll zu, wie derselbe von dem Herrn Lehrer vertilgt wurde; für uns blieb meistens nur ein schäbiger Rest übrig."

Foto unten: 1849 während der Cholera spielte die heute nicht mehr existente alte katholische Volksschule am späteren Jahnplatz eine wichtige Rolle in der Lenneper Schulgeschichte. Als sie zu klein wurde, baute man daneben größer und moderner. Alles dies ist vergangen. Wichtig war auch das schräg gegenüber liegende Gebäude der dort von 1873-1916 untergebrachten Höheren Töchterschule an der Ecke Hardt- und Mühlenstraße. Ursprünglich eine Fabrikantenvilla der Lenneper Familie Karsch, wurde diese später der Stadt Lennep von der Firma Johann Wülfing & Sohn der Familien Hardt zur Verfügung gestellt, diente verschiedenen sozialen Zwecken und ist heute Sitz des Ortsvereins Lennep des Deutschen Roten Kreuzes.

Viele Projekte für Nachhaltige Entwicklung

Seit Herbst 2017 arbeiten an je sechs Schulen in Remscheid, Solingen und Wuppertal insgesamt 19 Gruppen und Klassen an Projekten zur Nachhaltigen Entwicklung. Zum Ende des zweijährigen Projektes „der Zirkel des Lernens“ soll am 2. Juli auf einer Schülerkonferenz, an der auch die Oberbürgermeister von Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie Partnerinnen und Partnern aus den drei bergischen Großstädten teilnehmen wollen, Bilanz gezogen werden. Die Remscheider Schüler*innen haben dafür drei Einzelprojekte ausgewählt und bearbeitet:

  • Neugestaltung des Schulgartens (Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium),
  • nachhaltige Bewirtschaftung einer Streuobstwiese (Leibniz-Gymnasium),
  • Umstellung der Schulverpflegung im Hinblick auf nachhaltige, gesunde, regionale, fair gehandelte Produkte und wenig bis keine Verpackung (Sophie- Scholl-Gesamtschule)

Hauptziel des Projektes „der Zirkel des Lernens“ ist es, das nachhaltige Denken und vor allem Handeln von Schülern*innen zu fördern. Darüber hinaus soll die lokale nachhaltige Entwicklung durch den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Schülerschaft und Stadtverwaltung sowie lokalen Organisationen gestärkt werden. Projektträger ist der Förderverein der Station Natur und Umwelt Wuppertal mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW.  Feste Partner im Projekt sind die Natur-Schule Grund in Remscheid, die Regionalen Bildungsbüros Remscheid und Solingen sowie der Strategiebereich für Nachhaltige Entwicklung im Büro des Oberbürgermeisters der Stadt Solingen.

Brotdosen für I-Dötze mittlerweile im 11. Jahr

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Energie ist eines der Hauptthemen der EWR: „Als Remscheider Dienstleister versorgen wir unsere Kunden neben vielen weiteren Produkten und Dienstleistungen vor allem mit Energie. Und zum neuen Schuljahr gibt´s für die neuen Erstklässler wieder die beliebten Schulbrotdosen. Sie helfen dabei, die kleinen Schüler mit der nötigen Energie für ihren Schulalltag zu versorgen“, sagt Prof. Dr. Thomas Hoffmann, Geschäftsführer der EWR GmbH. Über die Aufgabe als Energiedienstleister hinaus engagiert sich die EWR seit Jahren auch für die Umwelt, den Sport sowie für Kultur, Bildung und Soziales. Und weil den Kindern die Zukunft gehört, setzt sich die EWR für sie ganz besonders gern ein. Darum stattet die EWR auch die I-Dötzchen des Jahrgangs 2019 (im 11. Jahr) mit praktischen Schulbrotdosen aus. Verteilt werden sie an die Schulen schon jetzt, um zum Beginn des neuen Schuljahres im August gleich griffbereit zu sein. Rund 1.000 Erstklässler in 25 Remscheider Schulen werden dann eine Brotdose erhalten. Das bedeutet: Jeden Tag gibt es mehr als1000 Mal die Chance, dass ein Kind nicht auf die Schnelle mit einem Fertig-Snack für die Schultasche versorgt wird, sondern mit leckerer, frischer Kost, sicher in der Dose verpackt.

Das erspart der Umwelt viel Müll in Form von Alu- oder Plastikfolien. Ganz abgesehen davon, dass Fertigprodukte zum Beispiel im Vergleich zu einem frischen Vollkornbrot mit Käse und Salatblatt aus gesundheitlicher Sicht meist schlechter abschneiden. Mit jeder Brotdose bietet sich folglich die Chance, Müll zu sparen, die Umwelt zu schonen – und unsere Kinder gesünder zu ernähren. „Unsere handlichen Pausenbrotdosen bieten Platz für vitaminreiche und schmackhafte Kost. Außerdem lassen sie sich mehrfach verwenden, so dass Abfall vermieden und unsere Umwelt geschont wird“, so Prof. Dr. Thomas Hoffmann. „Für eine bessere Konzentrationsfähigkeit und gute schulische Leistungen darf den Kindern die Energie nicht fehlen!“

Worauf es bei den Gesellenstücken ankommt

34 Junghandwerkerinnen und Junghandwerker des Tischler-Handwerks aus Remscheid, Solingen und Wuppertal präsentieren im Rahmen der Ausstellung „Die gute Form“ 2019 von Sonntag, 30. Juni, bis Mittwoch, 3. Juli, im  Remscheider Rathaus ihre Gesellenstücke. Gestern wurden die Gesellenstücke in die 2. Etage gebracht und dort vom  Prüfausschuss der drei Tischler-Innungen bewertet. Und vom Remscheider Lehrlingswart Oliver Möller ließ sich der Waterbölles im Video erklären, worauf es bei den Gesellenstücken ankommt.

Die nächsten Mentees steigen im September ein

Seinen Abschluss fand am Dienstag im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium das Projekt „Mentoring“ – bezogen auf das Schuljahr 2018/2019. Zugleich war das Treffen eine Orientierungsveranstaltung für die Mentees (Schüler/-innen der Jahrgangsstufe Q1), die im September einsteigen werden. Ziel des Mentoring-Projektes der EMA, das im September 2014 begann, ist es, die beruflichen Chancen der teilnehmenden Schüler/innen zu verbessern, die keinen Bezug zu universitären Berufsbildern besitzen, sei es auf Grund ihres sozialen Umfeldes, einer nichtakademischen Familienhistorie oder eines Migrationshintergrundes. Konkret: Ein erfahrener Mentor hilft einem weniger erfahrenen Mentee dabei, schulische, berufliche und persönliche Ziele zu formulieren und Kompetenzen zu entwickeln. Die ehrenamtlichen Mentoren sind in diesem Fall Akademiker mit ganz unterschiedlichen Berufen (Ärzte, Lehrer, Ingenieure, Journalisten, Juristen). und die Rolle als Mentor ehrenamtlich ausüben. Bei den Mentees handelt es sich um Schülerinnen und Schüler der EMA mit relativ geringen Kenntnissen über das Ausbildungs-, Berufs- und Studienangebot, das sie nach dem Abitur erwartet. Da können die Mentoren hilfreich  sein, damit die Suche nach geeigneten Studien- und Berufsmöglichkeiten nicht an Informationsdefiziten und/oder fehlenden persönlichen Kontakten und Netzwerken scheitert.

Als Mentorin bzw. Mentor brachten sich in diesem Jahr ein: Nicole Rensmann, Schriftstellerin; Dr. Martin Ulatowski, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Christoph Borgolte, Informatiker; Dr. Gunnar Schauf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,; Dr. Johannes Luckhaus, Facharzt für Gynäkologie; Christian Klostermann, Diplom Ingenieur und Wirtschaftsingenieur; Chris Kornacker Wirtschaftspsychologin; Peter Wind, Lehrer für Sozialpädagogik; Gerald Neumann,  Rechtsanwalt; Wolfgang Picard, Betriebswirt mit Schwerpunkt Marketing und Unternehmensorganisation; Stephanie Mannhardt; Moderatorin bei der WDR-Lokalzeit Wuppertal; Björn Lenz, Schauspieler, Theaterpädagoge und Regisseur am WTT; Dr. Claudia Müller, Kinderärztin und Diabetologin; Manuel Becker, Personalchef und Informatiker. Diese begleiteten im vergangenen Schuljahr insgesamt15 Schülerinnen und Schüler der Q1. Unterstützt wird das Projekt von den Wirtschaftsjunioren Remscheid, dem Verein der Freunde und ehemaligen Schüler des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums zu Remscheid e.V. und der Marianne und Emil Lux Stiftung.

Abi, und dann? Abend für Studieninteressierte

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Um Abiturienten und Oberstufenschüler bei ihrer Studienwahl zu unterstützen, veranstaltet die Zentrale Studienberatung der Bergischen Universität Wuppertal am Donnerstag, 27. Juni, den „Langen Abend für Studieninteressierte“. Von 17 bis 20 Uhr beraten Uni-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Studieninteressierte zu den Fragen: Was kann ich studieren? Wie bewerbe ich mich? Wie schreibe ich mich ein? Wie finanziere ich mein Studium? Veranstaltungsorte sind das Gebäude K (Foyer und Hörsäle) sowie das Gebäude VW auf dem Campus Grifflenberg, Gaußstraße 20, in Wuppertal.

Kurz vor Ablauf der Bewerbungsphase für zulassungsbeschränkte Studiengänge am 15. Juli können sich Studieninteressierte umfassend über Studienmöglichkeiten informieren, sich gleich online bewerben und all ihre Fragen rund um ein Studium an der Bergischen Universität Wuppertal klären. (www.zsb.uni-wuppertal.de)

Tägliche Kontrollen vor Schulen rollieren lassen

Um die Verkehrssicherheit vor Schulen und Kitas zu verbessern, haben die Fraktionen und Gruppe von SPD, Bündnis 90/Die GRÜNEN und FDP den Antrag gestellt, die Verwaltung möge ein standortscharfes Konzept mit Eltern-Kind-Haltestellen vor Schulen und Kindertageseinrichtungen und/oder Elternparkplätze in unmittelbarer Nähe erstellen und die Halteverbote vor Schulen und Kitas regelmäßig und ganzjährig überwachen. Nachdem die Straßenverkehrsbehörde mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass mit der aktuellen Personalausstattung weitere Maßnahmen nicht möglich seien, hatte Waltraud Bodenstedt (W.i.R.), die Verwaltung im Schulausschuss gebeten, den Personaleinsatz der Straßenverkehrsbehörde zahlenmäßig darzustellen. Die Antwort lag in der gestrigen Sitzung des Schilausschusses vor: „Der Straßenverkehrsbehörde sind aktuell zehn Stellen zugeordnet, wovon durch Stellenwechsel und Krankheitsausfall aktuell nur acht Stellen besetzt sind. (...) Die Arbeit im Rahmen der präventiven Schulwegsicherung ist ein wichtiges Anliegen der Verkehrsregelung, jedoch sind bei der Einrichtung von „Eltern-Kind-Haltestellen“ diverse Vorgaben und Problemstellungen zu beachten, so dass (aufgrund der anderen, nicht minder wichtigen Aufgaben im Rahmen der Arbeit der Verkehrsregelung) nicht immer eine ausreichende (zeitliche) Kapazität zur kurzfristigen, flächendeckenden Einrichtung der besagten Haltestellen gegeben ist.“

Brigitte Neff-Wetzel (Linke) wünschte sich in der Diskussion, dass die Schulkinder häufiger mal zu Fuß gingen oder einen Bus nähmen. Erden Ankay-Nachtwein (SPD) wandte ein, das könne sie als Lehrerin bei manchen  örtlichen Gegebenheiten nicht guten Gewissens empfehlen... Schuldezernent Thomas Neuhaus berichtete von einer erfolgreichen Aktion der Grundschule Reinshagen, die „Eltern-Taxen“ einzudämmen. Darüber möge sich der Ausschuss doch einmal in der nächsten Sitzung von den Akteuren berichten lassen.

Aus dem Kreis der anwesenden Schulleiter kam die Bitte, die Zahl der Kontrollen vor den Schulen in den Morgenstunden zu verstärken: „Am liebsten täglich, denn auf Hinweise der Lehrer hören falsch parkende Eltern schon lange nicht mehr!“ Personalausstattung? Siehe oben. Als Kompromiss wurde vorgeschlagen, die „täglichen Kontrollen“ nach einem rollierenden System stattfinden zu lassen. Am besten nach dem Zufallsprinzip?! Damit sich niemand die Reihenfolge der Kontrollen merken könne.

Informationsabend „Studieren, Wohnen und Arbeiten“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im September 2019 öffnet der neue Studienort Remscheid-Honsberg seine Pforten – eine Initiative der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) und der Stadt Remscheid für die Menschen in der Region und für die Bergische Wirtschaft. Die RFH stellt allen Interessierten am Donnerstag, 1. August, 18 Uhr, im kleinen Saal des Lindenhofs, Honsberger Straße 38, ihre Bachelorstudiengänge „Betriebswirtschaftslehre“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Produktionstechnik“ vor. Diese richten sich an Abiturient*innen, Fachabiturient*innen, Auszubildende, Praktikant*innen oder bereits Berufstätige. Zahlreiche bergische Unternehmen unterstützen das Angebot durch die Möglichkeit von studentischer Mitarbeit.

Die Bergische Wirtschaft umfasst nicht nur Großkonzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen und kleinere Familienbetriebe. Gemeinsam stehen all diese vor einer enormen Herausforderung: Wie lässt sich der zunehmende Bedarf nach Fach- und Führungskräften zukünftig decken? Der oft weit auseinanderliegende Arbeits- und möglicherweise auch Studienplatz schmälert die Attraktivität, sich weiterzubilden. Mit dem Angebot der Rheinischen Fachhochschule Köln besteht jetzt in Remscheid für die Bergische Wirtschaft eine attraktive Möglichkeit, Beruf und Weiterbildung zu vereinen. Die staatlich anerkannten Studiengänge „Betriebswirtschaftslehre“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Produktionstechnik“ werden mit dem akademischen Grad „Bachelor of Art“ beziehungsweise „Bachelor of Science“ beziehungsweise „Bachelor of Engineering“ abgeschlossen. Studieren in Remscheid bedeutet:

  • eine exzellente akademische Ausbildung im familiären Umfeld
  • ein direkter persönlicher Austausch mit Dozent*innen und Kommiliton*innen
  • keine überfüllten Hörsäle, sondern kleine Semestergruppen
  • ein hoher Praxisbezug
  • anerkannte Abschlüsse einer staatlich anerkannten Fachhochschule
  • bezahlbares Wohnen am Studienort

Die RFH lädt Interessierte, auch Eltern, zu der Infoveranstaltung hjerzlich ein. Sie ist seit 1971 als Hochschule staatlich anerkannt, hat derzeit circa 6 500 Studierende und zeichnet sich durch kleine Semestergruppen und ein hohes Maß an Praxisnähe aus, das durch projektbezogenes Arbeiten, branchenerfahrene Dozentinnen und Dozenten durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft erreicht wird.