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Tag der offenen Tür für Eltern und Schüler

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

Das Röntgen-Gymnasium stellt sich am Tag der offenen Tür am Samstag, 26. Januar, 9 bis 13 Uhr den Eltern und Schülerinnen und Schülern vor. Die Frage, welche Schule soll mein Kind nach der 4. Klasse besuchen soll, stellen sich derzeit viele Eltern. Diese und alle Schülerinnen und Schüler der 4. und10. Klassen, die womöglich vor einem Wechsel in die Gymnasiale Oberstufe stehen, sind herzlich eingeladen, sich über unser besonderes Fremdsprachenprofil, die vielfältigen Schüleraustausche, die Bildung in den MINT-Fächern, das musische Profil MachMusik!, unsere Übermittagbetreuung 13plus und vieles mehr zu informieren.
Der Tag beginnt mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung um 9 Uhr in der Aula. Von 9.30 bis 11.20 Uhr findet der Schnupperunterricht statt, unter anderem im Fach Sport in unserer neuen Dreifachturnhalle. Außerdem informieren unsere Fachlehrerinnen und Fachlehrer in zahlreichen Veranstaltungen über alle wichtigen Bereiche des schulischen Lebens. So können sich interessierte Eltern und Viertklässler ab 11.10 Uhr über das Musikprojekt MachMusik! Informieren oder bei unseren zahlreichen Experimenten für Kinder in naturwissenschaftlichen Fächern mitmachen. Unsere Mensa bietet bei Kaffee und Kuchen zudem die Möglichkeit, mit den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern der Schule ins Gespräch zu kommen.

Für interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, die in unsere gymnasiale Oberstufe wechseln wollen, steht unsere Oberstufenkoordinatorin Stefanie Pirags zur Verfügung. Jeweils um 9.30 und 11 Uhr findet in Raum A 210 eine Übersicht über die Schullaufbahn statt. Danach besteht die Möglichkeit zu Einzelgesprächen. Ein Rundgang durch die Schule mit Oberstufenschülern schließt sich daran an. (Doris Hildebrand)

VHS verhilft Erwachsenen zum fehlenden Schulabschluss

Dass das Angebot der Volkshochschule Remscheid vielfältig ist, beweisen deren Programmhefte seit Jahren. Weniger bekannt ist dagegen, dass die VHS Erwachsenen auch die Möglichkeit bietet, einen – aus welchen Gründen  in jungen Jahren auch immer versäumten – Schulabschluss nachzuholen. Darüber informierte am Mittwoch Nicole Grüdl-Jakobs, die Leiterin des städtischen Bildungszentrums, den städtischen Schulausschuss: „Der Bereich der schulischen Abschlüsse hat in der VHS Remscheid eine Jahrzehnte lange Tradition!“ Das begann schon 1982 mit diversen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und sozialen Eingliederung junger Ausländer*innen (MBSE). Die Grundlage für dieses VHS-Angebot bildet das Weiterbildungsgesetz (WbG) NRW. Dort heißt es in Paragraf 3, Absatz 1: „Das Bildungsangebot der Einrichtungen der Weiterbildung umfasst […] die Bereiche der allgemeinen, politischen, beruflichen und kulturellen Weiterbildung und schließt den Erwerb von Schulabschlüssen und Eltern- und Familienbildung ein.“

Konkret: Die VHS Remscheid bietet Lehrgänge zum Erwerb der Hauptschulabschlüsse Klasse 9 und Klasse 10 A sowie zum Erwerb des Mittleren Bildungsabschlusses an. Ursprünglich waren es zeitgleich sechs Lehrgänge; seit 2002 sind es noch vier, nachdem zugunsten der Abendrealschule auf die zwei Lehrgänge am Abend verzichtet worden war, weil die Konkurrenzsituation als unbefriedigend empfunden wurde. )

Pro Jahr nehmen im Durchschnitt zwischen 100 und 120 Schüler*innen an den VHS-Schulabschlusskursen teil. Davon erwerben im Durchschnittlich 65 bis 70 Prozent den angestrebten Abschluss. Und in den Lehrgängen der Klasse 10B sind jedes Jahr sogar etliche Schüler*innen, die mit ihrer Durchschnittsnote 3 oder besser einen Qualifikationsvermerk erhalten, der ihnen den Weg zum Fachabitur frei macht.

Den Unterricht in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch, Biologie, Geschichte sowie Arbeits- und Wirtschaftslehre bestreiten derzeit drei bei der VHS festangestellte Lehrer*innen (auf 2,25 Vollzeitstellen) sowie vier Honorarkräfte; letztere haben eine wöchentliche Lehrverpflichtung von insgesamt 18 Unterrichtsstunden.

Dass die Remscheider VHS diese Kurse anbieten kann, wäre ohne die finanzielle Unterstützung durch das Land NRW nicht möglich: Aus der Landeskasse fließen pro Jahr rund 95.000 Euro in den Bereich der Schulabschlusskurse. Und mit weiteren 51.130 Euro im Jahr fördert das Land die Stelle der Bereichsleitung. Macht zusammen knapp 150.000 Euro im Jahr.

Die VHS als Arbeitsvermittler? Auch das ist keine Neuerung. „Die Praktika zur Berufsorientierung sind sehr erfolgreich“, berichtete Nicole Grüdl-Jakobs den Mitgliedern des Schulausschusses. „Im Durchschnitt werden pro Jahr zehn Schüler*innen, davon zwei bis drei mit Abschluss Klasse 9, auf nach ihrem Praktikums in Ausbildung bzw. Beruf vermittelt!“ Dabei helfe ein „sehr persönlicher Kontakt zu den Schüler*innen“. Überhaupt gebe es „trotz fehlender Sozialpädagog*innen viele Beispiele für gelungene Integration und Inklusion“. Die Weiterempfehlungsraten seien entsprechend hoch und die Anmeldezahlen seit Jahren stabil.

Ab 2008 fanden die Kurse im Schulgebäude Hölterfeld statt. Dort standen drei Unterrichtsräume, ein funktionsfähiger EDV-Raum sowie je ein Physik-, Beratungs-, Aufenthalts- und Lehrerraum zur Verfügung sowie ein Büro. Und weil sowohl Pausenhof als auch Unterrichtsräume vom Lehrerzimmer und vom Büro aus einsehbar waren, seien die Aufsichtsmöglichkeiten dort „grundsätzlich gut“ gewesen, so Grüdl-Jakobs.

Im Jahr 2015 wurde die alte Schule Hölterfeld am Hasten dann kurzfristig zur Notunterkunft für Flüchtlinge, und die VHS musste ausziehen. Seitdem finden die Schulabschlusslehrgänge der VHS im Souterrain der früheren Hauptschule Bökerhöhe. Eine Etage darüber befindet sich übrigens auch die Abendrealschule.

Im Schulgebäude Bökerhöhe kann die VHS über zwei Unterrichtsräume, einen EDV-Raum (allerdings ohne funktionsfähiges WLAN), einen Fachraum für Naturwissenschaften, ein Lehrerzimmer und einen Büroraum verfügen. Als positiv hob Grüdl-Jakobs am Mittwoch hervor, dass alle Räume auf einer Ebene liegen, was einen intensiven durchgehenden Kontakt zu den Schüler*innen ermögliche. Während der Pausen gebe es allerdings kaum Aufsichtsmöglichkeiten. Insgesamt werde von den Lehrenden als auch von den Schüler*innen die derzeitige räumliche Unterbringung „als nicht unbedingt zufriedenstellend Empfunden“. Wünschenswert wäre, perspektivisch gesehen, eine Unterbringung der VHS-Schulabschlusslehrgänge gemeinsam mit den VHS-Integrations-und Orientierungskursen, um bei deren Teilnehmer*innen Hemmschwellen abzubauen und „Kontinuität sowie Nachhaltigkeit im Lernprozess sicherzustellen“, sprich: ihnen Mut zu machen für einen weiteren Gang auf dem für Migranten ohnehin nicht einfachen Bildungsweg.

Die beiden Förderschulen haben Raumbedarf

Rat und Verwaltung wollen die städtische Schulentwicklungsplanung fortschreiben, um die die Schullandschaft im Allgemeinen und die Betreuung der Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Schulformen im Besonderen weiter zu verbessern. Die aktuellen Bestandsanalysen des Bildungswissenschaftlers Dr. Detlef Garbe von der Leverkusener Beraterfirma Dr. Garbe & Lexis sind dafür eine wichtige Grundlage. Seine Berichte zeigen auf, welcher Veränderungsbedarf sich durch aktuelle schulpolitische Entwicklungen rund um die Themen Ganztag, Inklusion und Lehrerarbeit ergibt. Darin wird etwa rechnerisch ermittelt, wie hoch der Raumbedarf an den einzelnen Standorten ist und wie er künftig auf der Grundlage der Prognosen sein wird. Für die Verwaltung ergibt sich aus diesen Erkenntnissen unter Umständen weiterer Handlungsbedarf: Welche Möglichkeiten hat sie, etwa aufgrund der baulichen, baurechtlichen, politischen und finanziellen Vorgaben und Rahmenbedingungen? Am Ende des Prozesses soll für jede Schule ein Maßnahmen- und Umsetzungsplan stehen, um anschließend die einzelnen Maßnahmen gewichten und priorisieren zu können. „Ein Projekt für die nächsten Jahre“, hieß es am Mittwoch auf der Sitzung des Schulausschusses in der Rudolf-Steiner-Schule in Bergisch Born. Zitat aus der Verwaltungsvorlage: “Sobald die erarbeiteten Pläne im Schulausschuss beraten wurden, werden diese dem Gebäudemanagement mit der Bitte weitergeleitet, sie auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen. Im Anschluss sind die verschiedenen Varianten zu vergleichen und eine Kostenkalkulation zu erstellen. Erst im Anschluss kann ein weiterer Zeitplan seriös erstellt werden.“

Das gilt auch für den Raumbedarf der Förderschulen in Remscheid. Nachdem die Karl-Kind-Schule ausgelaufen ist (im August 2018), gibt es in Remscheid nur noch zwei Förderschulen, die Hilda-Heinemann-Schule mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ und die Heinrich-Neumann-Schule mit drei Standorten (Gewerbeschulstraße 1, Engelbertstraße 1 und Kölner Straße 82). „Geradezu unabhängig von den schulpolitisch eingeleiteten Inklusionsbestrebungen haben sich die Schülerzahlen an den Remscheider Förderschulen nach oben hin entwickelt“, heißt es in dem Bericht, den Dr. Garbe am Mittwoch im Schulausschuss vorlegte. Für seine Raumanalyse hatte er jeden Schulstandort besucht und die vom Gebäudemanagement der Stadt bereitgestellten Pläne hinsichtlich der konkreten Nutzung der Räume geprüft.

Die Hilda-Heinemann-Schule ist eine Ganztagsschule. Sie hat zurzeit in der Primarstufe sechs Klassen mit im Durchschnitt neun Schüler/innen (SuS). Mittel- und Oberstufe haben fünf Klassen; die Berufspraxisstufe zwei Klassen, d. h. einen Klassenraum, einen Gruppenraum sowie nach Möglichkeit Sanitär- und Pflegebereiche. Jeder Klasse sind vier bis fünf Erwachsene zugeordnet (Lehrkräfte, Schulbegleiter und sonstige Betreuungskräfte). Gegessen wird in einer großen Mensa. Sie ist jedoch nicht groß genug für alle: Zwei Klassen müssen das Essen in ihren Räumen einnehmen.

„Die Klassenräume sind extrem klein; bei 10 SuS müssten diese 50 qm groß sein“, stellt der Gutachter fest. Zu erwartende steigende Schülerzahlen (von 137 in 2019 auf 149 in 2029) seien von den Raumgrößen her nicht aufzufangen. „Eine Ausschöpfung der zulässigen Bandbreite von 13 SuS wäre weder pädagogisch wünschenswert, noch räumlich möglich.“ In der Primarstufe sei die aktuelle Belegung mit neun SuS pro Klasse gerade noch zu vertreten. Aber: „Mittelfristig muss über einen Ersatz des Nebengebäudes (Pavillonbauweise) nachgedacht werden.  Es fehlen Aufenthaltsmöglichkeiten für Schulbegleiter und Bundesfreiwilligendienst sowie Besprechungs- und Diagnostikräume.“

Für die Heinrich-Neumann-Schule 18 sieht der Gutachter insbesondere am Standort Engelbertstraße (Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung) in absehbarer Zeit Handlungsbedarf: „Die Klassenräume sind sehr klein; ihre Größe ist baulich nicht zu verändern. Deshalb sind die Gruppenräume als Ergänzung notwendig, müssen aber für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die OGS-Räume sind sehr klein, aber in dieser Größe für drei bis sechs Kinder funktional. Um alle Kinder betreuen zu können, fehlt Fläche!“

Dank an Grundschul-Eltern für wichtigen Lotsendienst

Der Waterbölles hatte am 26. August 2016 um 7.30 Uhr einen ungewöhnlichen „Dienstbeginn“: Er filmte vor der Grundschule an der Menninghauser Straße Eltern, die um diese Zeit den Lotsendienst vor der Schule übernommen hatten, zwei Politessen und  Michael Brandenstein von der Polizeiinspektion Remscheid (Verkehrsunfallprävention). Solche „Bürgerlotsen“ gibt es auch an anderen Remscheider Grundschulen, insgesamt sind es inzwischen 60 Eltern, die sich darum kümmern, dass Jungen und Mädchen sicher zu ihrer Grundschule kommen. An der Menninghauser Schule ist seit sechs Jahren Britta Scholz dabei; damals gehört ihr Sohn zu den I-Dötzen. Alle zwei Wochen übernimmt sie drei Lotsendienste; für sie eine wichtige Aufgabe: Denn verschlafene Autofahrer übersähen kleine Menschen manchmal. Deshalb machte sie als Lotsin weiter, als ihr Sohn an eine weiterführende Schule wechselte, und wirbt auf  Elternabende um Unterstützung.

An der Walter-Hartmann-Grundschule ist seit vier Jahren Emel Dutkun die Koordinatorin für den Lotsendienst der Eltern. Ein Jahr zuvor war ihre Tochter eingeschult worden. Da sah Emel Dutkun Handlungsbedarf und startete alsbald den Lotsendienst mit zehn Vätern und Müttern. Dieses Ehrenamt gelte es herauszustellen , befanden jetzt die Kreisverkehrswacht Remscheid und die Verkehrsunfallprävention der Polizei luden engagierte Eltern mit ihren Kindern ins Deutsche Werkzeugmuseum zu Getränken, belegten Brötchen und Süßigkeiten ein. Otto Mähler, der Vorsitzende der Verkehrswacht, und Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein dankten den Eltern für ihren Einsatz. Dank sagte den Gästen aber auch Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht: „Ein tolles Engagement, das wir gerne heute versüßen wollen!“  Zugleich lud er Eltern und Kinder zu einer Führung durch das Museum ein.  

Für den gestrigen Nachmittag hatten sich 40 Elternteile und ca. 40 Kinder angesagt. Rund 30 waren gekommen. Sie wurden von Mähler gebeten, in Elternkreisen für den Lotsendienst zu werben. Der Einsatz sei unter Umständen auch an anderen Grundschulen in Remscheid sinnvoll, in denen man sich dazu bislang noch nicht entschlossen habe.

Kein Workshop zur Entwicklung kreativer Lösungen

Die so genannte Übergangsstatistik der Stadtverwaltung enthält die Daten von 812 Schüler*innen (Vorjahr 850), die die Schule nach der Erfüllung der Vollzeitschulpflicht zum Ende des Schuljahrs 2017/18 verlassen haben. Davon waren 47,7% Mädchen und 52,3% Jungen. 53,3% der Schüler*innen haben einen Migrationshintergrund. Von den insgesamt 383 Schüler*innen (Vorjahr 355) der Jahrgangsstufe 9 der Gymnasien verließ lediglich eine/r die Schule (Vorjahr 3); alle anderen Schüler*innen wechselten in die Oberstufe.

Erneut erreichten ca. zwei Drittel der Abgänger*innen einen mittleren Bildungsabschluss, mehr als die Hälfte davon mit Qualifikation für die Oberstufe. „Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss hat sich leider auf 5,3 Prozent erhöht (Vorjahr 3,6 Prozent). Zur Risikogruppe, die besondere Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben brauchen, gehören auch Jugendliche mit Förderschulabschluss und dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9“, heißt es im Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für das Jahr 2018 zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar.
Fast 30 Prozent der Abgänger*innen wechselten in die gymnasiale Oberstufe (Vorjahr: 23,7 Prozent); hinzukommen kommen die 382 Gymnasiast*innen aus der Jahrgangsstufe 9. Damit sei „der Trend zu einem möglichst hohen Bildungsabschluss ungebrochen“, so der Bericht. „Nur rund 13 Prozent gehen ohne Umweg von der Sek I in die duale Ausbildung oder die schulische Ausbildung im Gesundheitswesen/Altenpflege“ im Vergleich zu ca. 15 Prozent in 2017. Der Anteil der Schüler*innen, die zunächst in das Übergangssystem an ein Berufskolleg wechseln, sei mit 38,8 Prozent fast genauso hoch wie 2017 (39,3 Prozent).

Arbeitsgebiet der „Koordinierungsstelle für 'Kein Abschluss ohne Anschluss'“ in und für Remscheid ist das flächendeckende Übergangssystem von der Schule in den Beruf, das seit November 2011 in NRW beschlossene Sache ist. Damit will die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) sowohl der Orientierungslosigkeit mancher Schüler als auch dem drohenden Fachkräftemangel der Wirtschaft begegnen. Die „AG Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung“ tagte 2018 allerdings nicht. Der Vorschlag, einen Qualifizierungsworkshop zur Entwicklung kreativer Lösungen (z. B. zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben bei der Werbung um Auszubildende) zu nutzen, sei von den Wirtschaftsakteuren nicht geteilt worden, heißt es in dem Bericht der Verwaltung. „Auch in bilateralen Gesprächen wurde eine Lösung des Problems („Ausbildung muss sexy werden“) auf kommunaler Ebene für wenig aussichtsreich gehalten. (...) In der Frühjahrssitzung des Lenkungskreises wurde ... über die lokalen Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung diskutiert. Diese Diskussion wurde im Herbst fortgeführt, weil es bisher keine Aktivitäten zur praktischen Umsetzung der gesammelten Ideen gegeben hatte. Die Ergebnisse der Übergangsstatistik wurden zur Analyse der Situation herangezogen. Allerdings konnte aus Personalmangel noch keine Auswertung der Befragung in den Berufskollegs vorgenommen werden. Es wurde Einvernehmen darüber erzielt, in der AG Attraktivitätssteigerung konkrete Schritte vorzubereiten.“ (siehe auch "Für soziale Kompetenz müssen Eltern und Schule sorgen", Waterbölles vom 14.1.2017.)

Waterbölles: Vielleicht sagt der Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle im nächsten Jahr dann, was im Lenkungskreis herausgekommen ist...

Rainer Schulz leitet das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

EMA-Schulleiter Rainer Schulz.

Als Nachfolger von Hans Heinz Schumacher als Leiter des Ernst-Moritz-Arndt.-Gymnasiums bestellte die Bezirksregierung Düsseldorf zum 1. Dezember Rainer Schulz (52) aus Leichlingen. Hans Heinz Schumacher war bereits Ende Januar in den Ruhestand gegangen; danach hatte der stellvertretende Schulleiter Olaf Wiegand für zehn Monate die kommissarische Leitung der EMA übernommen.

Rainer Schulz war zuvor 18 Jahre lang am Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen  Lehrer für Geschichte und Sozialwissenschaften (seit 2009 Fachleiter für Sozialwissenschaften). Auf der Internetseite der EMA hat sich der neue Schulleiter in einem Brief an SchülerInnen, Eltern, Unterstützende und Förderer so vorgestellt: „Nach einem sehr freundlichen Empfang durch das Kollegium hatte ich in der ersten Woche auch bereits zahlreiche Begegnungen mit Personen, die unsere Schule auf vielfältige Weise unterstützen. So denke ich zum Beispiel an den erfolgreichen Ablauf des Schüleraustauschs mit dem Collège Laënnec in Pont-L’Abbé. Ich freue mich sehr auf die vielfältigen Aufgaben, die das Amt des Schulleiters an einer so traditionsreichen Schule wie der EMA mit sich bringen. Es gilt auch in Zukunft, erfolgreiche Bereiche unserer Bildungsarbeit zu erhalten sowie den gesellschaftlichen Wandel im digitalen Zeitalter aktiv mitzugestalten.“

Der neue Schulleiter absolvierte ein Qualifizierungs- und Eignungsverfahren, bevor ihn die Bezirksregierung nach Remscheid berief.

Nicht alle Wünsche nach Montessoriangebot erfüllbar

Kinder, die bis zum 30. September 2019 das sechste Lebensjahr vollendet haben,  werden zum Beginn des Schuljahrs 2019/2020 am 1. August 2019 schulpflichtig. In Remscheid werden es voraussichtlich 1.032 sein (gegenüber 946 im Vorjahr). Nach Angaben der Verwaltung zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar wurden bisher 970 schulpflichtige Kinder an den städtischen Grundschulen angemeldet. Hinzu kommen 19 eventuell vorzeitig einzuschulende Kinder. Macht insgesamt 989 Kinder. Der Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte wird bei rund 56 Prozent liegt (Vorjahr 54 Prozent). „Gemeinsam mit der Schulaufsicht, dem Kommunalen Integrationszentrum, den Schulen und der Verwaltung ist es bisher gelungen, für Kinder aus Zuwandererfamilien „wohnortnah“ einen Platz an einer Grundschule bereitzustellen. Jedoch ist die weitere Entwicklung ständig zu beobachten und mit den schulischen Kapazitäten (Personal, Räume) abzugleichen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung an den Schulausschuss.

17 Kinder wurden an der Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) angemeldet, davon sieben ebenfalls an einer Remscheider Grundschule. Mit einer Entscheidung über die Aufnahme sei erst Anfang Februar zu rechnen, so die Stadt. Für Familien habe die wohnortnahe Beschulung der Kinder weiterhin eine hohe Priorität. hat.
Folgende schulorganisatorische Maßnahmen sind vorgesehen:

  • An den GGS Am Stadtpark, Hasten, Reinshagen und Dörpfeld muss aufgrund der vorliegenden Anmeldungen die gesetzlich festgelegte Bandbreite ausgeschöpft werden: Aufgrund der vom Rat beschlossenen Zügigkeiten ist die Bildung weiterer Eingangsklassen nicht möglich. Einmalige Mehrklassen können aufgrund der Raumkapazitäten nicht eingerichtet werden.
  • In den folgenden Grundschulen können nach den aktuellen Anmeldezahlen kleine Eingangsklassen gebildet werden: Daniel-Schürmann, Kremenholl, Steinberg, Walther-Hartmann, Freiherr-vom Stein, Adolf-Clarenbach und Eisernstein.
  • Die Anmeldezahlen in der GGS Mannesmann entsprechen rechnerisch einer großen Eingangsklasse. Da die Schule ihre Klassen jahrgangsübergreifend in Klasse 1 und 2 beschult, können die Kinder auf insgesamt drei Klassen verteilt werden.
  • Die GGS Hasenberg schöpft die vom Rat beschlossene Dreizügigkeit nicht aus. Es können aber zwei kleine Eingangsklassen gebildet werden.
  • Die KGS Franziskus – Standort Lüttringhausen muss in diesem Jahr einige Ablehnungen vornehmen und bildet nun eine große Eingangsklasse. Die Bildung einer Mehrklasse, wie im letzten Jahr einmalig beschlossen, ist aufgrund der Raumkapazitäten nicht möglich. (Ggfs. können einige Kinder an den Hauptstandort nach Lennep verwiesen werden. Ansonsten bestünden wohnortnah noch ausreichend Kapazitäten, so die Verwaltung.)
  • An der GGS Hackenberg wurden 64 Kinder angemeldet. Die GGS Hackenberg ist eine zweizügige Schule und kann somit rechnerisch zwei Eingangsklassen bilden. Die am Schulstandort vorhandenen Raumressourcen sind sowohl für den Unterrichtsbedarf als auch die Betreuung in der OGS ausgeschöpft. Eine Abweisung in den Regelklassen ist jedoch nicht erforderlich, da 20 Kinder das Montessori-Angebot der Schule besuchen möchten. In diesen Fällen könnte eine Umberatung in eine Regelklasse erforderlich werden, wenn nicht ausreichende Montessori-Plätze angeboten werden können.
  • An folgenden neun Remscheider Grundschulen wird Gemeinsames Lernen (GL) von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf angeboten: Eisernstein, Hackenberg, Mannesmann, Steinberg, Am Stadtpark, Hasenberg, Reinshagen, Dörpfeld, Adolf-Clarenbach. Die konkrete Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kann von der Schulaufsicht frühestens ab dem 1. Quartal 2019 nach Eingang aller Anträge benannt werden.
  • Das Montessoriangebot ist traditionell ein fester Bestandteil in der Remscheider Schullandschaft und wird nach wie vor nachgefragt. Aktuell verfügen die Grundschulen Hackenberg, Siepen und Adolf-Clarenbach am Standort Goldenberg über ein zum Regelunterricht zusätzlich bestehendes Montessoriangebot. Für das Schuljahr 2019/2020 wurden insgesamt 58 Kinder (Vorjahr 64) für ein Montessoriangebot an folgenden Schulen angemeldet: GGS Hackenberg: 20 Kinder; GGS Ad.-Clarenbach/Standort Goldenberg: 24 Kinder; GGS Siepen: 14 Kinder. „Eine Ausweitung von Montessoriangeboten gestaltet sich aufgrund der knappen personellen Ressourcen von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften sowie der teilweise ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten schwierig“, teilt die Verwaltung weiter mit. „Dies führt dazu, dass nicht allen Wünschen nach einem Montessoriangebot entsprochen werden konnte.“

Remscheider Jugendrat wirbt mit Flyer und Aufkleber

Das Titelbild des neuen Jugendrat-Flyers. Der Remscheider Jugendblatt macht mit einem neuen Faltblatt (Flyer) auf sich aufmerksam – und auf das, was er tut. Die Absicht: miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über verschiedene Themen auszutauschen. Auch ein neuer Aufkleber mit der Instagram-Adresse (jugendrat_remscheid) und der Web-Adresse des Jugendrates (www.jugendrat-remscheid.de) wurde aufgelegt. Der Waterbölles dokumentiert den Text des Flyers nachfolgend:

  • „DER JUGENDRAT ist die politische Vertretung der Kinder und Jugendlichen in Remscheid. Er ist nicht an Parteien gebunden und vertritt die Interessen der Jugendlichen gegenüber Politik und Verwaltung.
  • DER JUGENDRAT besteht aus  15 stimmberechtigten  Jugendlichen und fünf Nachrücker/innen im Alter von 14 bis 17 Jahren.  Alle  Remscheider Jugendlichen können den Jugendrat alle zwei Jahre wählen,  egal  welche  Nationalität  sie haben. Sie müssen nur in Remscheid gemeldet sein. Gewählt wird an den weiterführenden  und  berufsbildenden Schulen.
  • DER JUGENDRAT beschäftigt sich mit Themen, die Kinder und Jugendliche angehen. Egal ob Spielplätze, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Schulbusverkehr oder ÖPNV allgemein ... der Jugendrat bestimmt mit!
  • DER JUGENDRAT kann zu bestimmten Themen Projektgruppen gründen. Die Themen suchen sich die Jugendlichen selber aus. Beispiele: Integration, Rassismus, Aufwertung des Stadtbildes, Moderne Schule, Jobbörse... Der Jugendrat plant auch mit bei Festivals und nimmt Einfluss auf das Line-Up und die Aktionen. Bei jugendrelevanten Entscheidungen des Rates und der Ausschüsse muss der Jugendrat laut Satzung der Stadt vorher angehört werden.
  • DER JUGENDRAT tagt monatlich im Plenum. Dort werden Dinge besprochen, die die Jugendlichen interessieren und ändern wollen. Sie nehmen Einfluss auf die Gestaltung der Stadt z. B. weil sie bei der Planung von Baumaßnahmen beteiligt werden (Friedrich-Ebert-Platz, Skateanlagen, Parkour-Anlage) oder sie fordern Änderungen ein.“

Zertifizierung des Schulessens wäre zu aufwendig

Alle OGS in Remscheid bieten eine Verpflegung an, die sich an den Standards der DGE orientiert. Im gleichen Maße trifft dies auch auf die Anbieter in den Schulen der Sekundarstufe zu. Als Mindestanforderung für die Caterer gibt der Schulträger vor, dass die Auswahl und Zusammenstellung der Speisepläne in Bezug auf Menge und Qualität auf Basis der ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gemäß ihrer aktuellen Veröffentlichung „Qualitätsstandards für Schulverpflegung“ (in der jeweils gültigen Fassung) erfolgen muss. Die Schulen der Sekundarstufen, deren Mensa beispielsweise durch einen Förderverein betrieben wird, sehen ihre Verpflichtung ebenfalls darin, eine ausgewogene, möglichst qualitativ hochwertige Verpflegung anzubieten. Die Ausgestaltung liegt in der eigenen Verantwortung der Betreiber.

Nach Kenntnis des Schulträgers wurde an keiner Schule eine Zertifizierung auf der Grundlage der Standards vorgenommen. Die Zertifizierung beinhaltet ein aufwendiges Verfahren im Rahmen verschiedener Zertifizierungsarten. Der Aufwand und Nutzen dieses Verfahrens für Schulen steht in keinem Verhältnis. Darüber hinaus können einzelne Aspekte der Zertifizierung auch nur bedingt umgesetzt werden.  So sind zum Beispiel die Standards, dass für die Mittagspause mindestens 60 Minuten zur Verfügung stehen oder der Umstand, dass für Ausgabe und Verzehr von Speisen ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen muss, in den OGS in Remscheid nur bedingt umsetzbar. Darüber hinaus stehen die konkreten Speiseempfehlungen auch immer im Spannungsfeld zwischen den von Schülern gewünschten Speisen  und  gesundheitlichen und ernährungswissenschaftlichen Aspekten. Insbesondere ältere Kinder machen vor diesem Hintergrund je nach Lage der Schule, von der Möglichkeit Gebrauch, das Schulgelände zu verlassen und etwas anderes zu essen. Von den externen Caterern hat ein Anbieter die Zertifizierung  nach dem DGE Qualitäts-standard für die Schulverpflegung erhalten.

Im Rahmen der „Gesundheitskonferenz“ wurden vor einigen Jahren gemeinsam „Standards für Ernährung und Bewegungsförderung von Kindern in Remscheid“ entwickelt. Es gab eine Arbeitsgruppe „Kinder im Grundschulalter“, die sich an der Entwicklung der Standards beteiligte und die Umsetzung dieser Standards in allen Schulen zum Ziel hatte. Die Träger der OGS waren an der Entwicklung und Umsetzung der Standards beteiligt und sehen sich diesen Empfehlungen auch weiterhin verpflichtet und arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung.

Die Gestaltung der Mittagessen ist Aufgabe der Anbieter an der jeweiligen Schule. Das sind in den Grundschulen die Maßnahmeträger der OGS und an den weiterführenden Schulen die Mensavereine, Fördervereine oder beauftragte Caterer. Demzufolge ist es deren Aufgabe das Thema mit den Mitarbeiter*innen zu thematisieren und sie fachgerecht zu schulen. Das Thema „Gesunde Ernährung“ ist über alle Schulen hinweg ein Thema, dem eine besondere Bedeutung beigemessen wird. In der Selbstverpflichtung, sich diesem wichtigen Thema angemessen und altersgerecht zu nähern, finden unterschiedliche Aktionen („Gesundes Frühstück“, Aktionstage mit gemeinsamer Essenszubereitung, Theaterstücke etc.) statt. Hier zeigt es sich, dass an allen Schulen eine hohe Sensibilität und Verantwortung dafür vorhanden ist, Kindern und Jugendlichen an Remscheider Schulen eine ausgewogene und gesunde Ernährung anzubieten.

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Studieren, aber was? – Schülerinfotage 2019

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Abi – und dann? Diese Frage beschäftigt Hunderte von Schülerinnen und Schülern jedes Jahr. Einen ersten Einblick in das vielfältige Studienangebot der Bergischen Universität geben die traditionellen Schülerinfotage an der Wuppertaler Hochschule. Vom 14. bis 25. Januar können sich Schülerinnen und Schüler zwei Wochen lang über die mehr als 110 Studiengänge an der Bergischen Uni informieren. Zurzeit erhalten alle Schulen der Region das Veranstaltungsprogramm zur Weitergabe an ihre Oberstufenschülerinnen und -schüler. Zum Auftakt der Schülerinfotage am Montag, 14. Januar, gibt es um 12 Uhr einen Vortrag der Zentralen Studienberatung über „Wege zu einer guten Studienentscheidung“. Anschließend können die Schülerinnen und Schüler den Campus kennenlernen und um 14:30 Uhr die Infoveranstaltung des Fachs Architektur besuchen.

Infos über Studieninhalte, mögliche Fächerkombinationen, Bachelor- und Master-Abschlüsse sowie Zukunfts- und Arbeitsmarktperspektiven erhalten die Schülerinnen und Schüler bei den Schülerinfotagen aus erster Hand. Studierende und Lehrende stellen zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung Studiengänge und Fächer an der Bergischen Uni vor, zeigen Räumlichkeiten und beantworten Fragen. Kurzvorträge, Präsentationen und Laborbesichtigungen vermitteln den Schülern vor Ort einen lebendigen Eindruck von Lehre und Forschung an der Bergischen Universität. Alle Details zum Programm der Schülerinfotage unter www.zsb.uni-wuppertal.de/fuer-schuelerinnen-und-schueler/schuelerinfotage.html

Zahlreiche Lehrende und Studierende der Bergischen Uni beteiligen sich auch am 50. Bergischen Primanertag, der bereits am Samstag, 12. Januar, am Carl-Fuhlrott-Gymnasium stattfindet. Bei dieser Veranstaltung stehen rund 120 Berufspraktikerinnen und -praktiker sowie Hochschullehrerinnen und -lehrer aus verschiedenen Berufsfeldern für individuelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Weitere Infos unter www.primanertag.de. Die Schülerinfotage sind Teil der NRW-weit durchgeführten „Wochen der Studienorientierung“, die vom 14. Januar bis 8. Februar stattfinden.