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14. Interkulturelle Lesereihe mit Autor Akos Doma

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Donnerstag, 21. November, findet um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) in der Zentralbibliothek Remscheid, Scharffstraße 4 - 6, die 14. interkulturelle Lesereihe statt. Der Eintritt ist frei. Interessierte sind herzlich eingeladen. Zu Gast ist der deutsch-ungarische Autor Akos Doma. 1963 in Budapest geboren, verließ der heute vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Ungarn als Kind mit seiner Familie. Nach einer mehrjährigen Odyssee über Italien und England landete er schließlich 14jährig in seiner neuen Heimat Deutschland, wo er zur Schule ging und im Anschluss studierte. Seit 2001 hat er mehrere Romane veröffentlicht.

In Remscheid liest Akos Doma aus seinem 2017 erschienenen Roman „Der Weg der Wünsche“. Mit großer sprachlicher Kraft stellt er die Flucht einer Familie aus dem sozialistischen Ungarn in die erhoffte Freiheit vor dem Hintergrund von Bespitzelung, Mangelwirtschaft und Wohnungsnot dar. Auch die Zwangsaussiedlung seiner Familie vor der heranrückenden Ostfront im zweiten Weltkrieg wird thematisiert. Das Leben von Flüchtenden, deren Dasein in der Anonymität, die verlorene Zeit des Abwartens und der Verlust von Heimat sind in diesem auch heute hochaktuellen Roman melancholisch und einfühlsam aus der Sicht einer Familie mit zwei Kindern dargestellt. Musikalisch wird der Autor von dem Gitarristen Alaa Khaddam begleitet.

Am Freitagvormittag (22. November) wird Akos Doma vor Schülerinnen und Schüler der Sophie-Scholl-Gesamtschule lesen und anschließend mit ihnen ins Gespräch kommen. Zur Veranstaltergemeinschaft der Interkulturellen Lesereihe gehören Schlawiner gGmbH, Caritasverband Remscheid e.V., Deutsch-Indische Gesellschaft Remscheid e.V., Die Lütteraten e. V., IKE-Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V., Akademie der Kulturellen Bildung e.V., Katholisches Bildungswerk Wuppertal, Solingen, Remscheid und Kommunales Integrationszentrum der Stadt Remscheid – ein. Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

X-perimente: Das Unsichtbare sichtbar machen

Pressemitteilung der Klaus Tschira-Stiftung

Das Jahr 2020 steht ganz im Fokus eines Doppeljubiläums zum Thema „Röntgen“. Bundesweit wird der 125. Entdeckungstag der Röntgenstrahlen und der 175. Geburtstag ihres Entdeckers und ersten Physik-Nobelpreisträgers Wilhelm Conrad Röntgen gefeiert. Aus diesem Anlass entwickeln das Deutsche Röntgen-Museum in Remscheid (DRM) und die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim das Projekt „X-perimente – Das Unsichtbare sichtbar machen“. Sie bestücken ein „Röntgenmobil“ mit interaktiven Experimenten für Kinder und Jugendliche, das im kommenden Jahr deutschlandweit unterwegs ist. Ermöglicht wird das Projekt durch die Klaus Tschira-Stiftung in Heidelberg. Diese fördert die Entwicklung und Umsetzung inklusive aller Sach- und Personalkosten mit rund 700.000 Euro. Die kostenlosen Versuche richten sich an Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis zur Oberstufe. Ziel ist es, die junge Generation über die Röntgentechnologie für Naturwissenschaften und Medizin zu begeistern.

Am 8. November 1895 entdeckte Röntgen in seinem 50. Lebensjahr „eine neue Art von Strahlen“, welche weltweit Wissenschafts- und Alltagsgeschichte geschrieben haben, bis heute schreiben und auch zukünftig schreiben werden. Die nach Röntgen benannten Strahlen machen Unsichtbares sichtbar – im Nano-, Mikro- und Makrobereich. Röntgenstrahlen durchdringen Stoffe und schaffen durch ihre Absorption Transparenz. Schicht um Schicht wird sichtbar, was unter einer für das menschliche Auge undurchdringlichen Hülle liegt: Knochen einer antiken Mumie, Blutgefäße eines Patienten, eine übermalte Figur in einem Gemälde Max Liebermanns, eine Schweißnaht unter Lackschichten eines gesunkenen Schiffsrumpfes, Viren, Genome, Tumore, Himmelskörper, alte Schriften, Maschinenteile und vieles mehr. Die „Welt des Röntgens“ ist voller überraschender Phänomene und ästhetisch faszinierender Bilder.

Im „Röntgenjahr“ 2020 laden das Deutsche Röntgen-Museum und die Reiss-Engelhorn-Museen zu einer Spurensuche in die „Welt des Unsichtbaren“ ein. Getreu dem Motto von Wilhelm Conrad Röntgen „ich fühle mich nur wohl, wenn ich experimentieren kann“ geben sie Schulen, Museen Seite 2 von 4 und anderen Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, mit Kindern und Jugendlichen selbst aktiv zu werden und zu experimentieren. Hierzu wird ein Fahrzeug (Sprinter) als „Röntgenmobil“ konzipiert, das vielfältige und spannende Experimente zur Entdeckung des Unsichtbaren vor Ort in die Unterrichtsräume bringt. Im Jubiläumsjahr können Bildungseinrichtungen deutschlandweit das „Röntgenmobil“ zu sich in den Unterricht einladen. Ausgehend von der Faszination des Röntgenverfahrens ermöglichen die Experimente einen Überblick über verschiedene Techniken, mit denen das „Innere“ von Dingen sichtbar gemacht werden kann: vom langwelligen infrarotem Licht bis hin zu den kurzwelligen Gammastrahlen und dem Ultraschall. Das kostenlose Angebot richtet sich mit ausgewählten Experimenten an Kinder und Jugendliche von Klasse 4 bis 8 und mit erweiterten Einblicken an die Stufen ab Klasse 9, jeweils in Absprache mit den Lehrenden in den Räumen der Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen erteilen die Projektleiter, Voranmeldungen sind bereits möglich unter info@x-perimente.de.

Dr. Uwe Busch, Direktor Deutsches Röntgen-Museum „Wir möchten das ‚Röntgenjahr‘ nutzen, um Lernprozesse im Bereich Natur, Wissenschaft und Technik anzuregen, nachhaltig und attraktiv zu gestalten sowie darüber Themenbrücken in das tägliche Leben schlagen. Kinder und Jugendlichen werden mit Spaß und Empathie selbst zum Entdecker und wecken den Forscher in sich.“

Der Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940 bis 2015) rief 1995 mit privaten Mitteln die Klaus Tschira-Stiftung (KTS) ins Leben. Heute gehört die KTS zu den großen Stiftungen Europas. Sie fördert Naturwissenschaften, Mathematik sowie Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Die Unterstützung der Stiftung spiegelt sich in den drei Bereichen Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation wider. Besonderen Wert legt sie dabei auf neue Formen der Vermittlung und Einordnung wissenschaftlicher Themen. Die KTS ist bundesweit tätig in Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und eigenen Instituten. Für die Verwirklichung all dieser Ziele engagieren sich seit mehr als 20 Jahren Menschen innerhalb und außerhalb der Klaus Tschira Stiftung.

Akteure (6) im Gesamtkonzept Kulturelle Bildung

„Schulen und Kindertageseinrichtungen (KTE) Im Zusammenhang mit dem kommunalen Gesamtkonzept Kulturelle Bildung als eigene Kategorie zu nennen, ist einigen Besonderheiten dieser Institutionstypen geschuldet. Für die KTE gilt, dass diese per se Einrichtungen sind, die im Rahmen eines Grunderwerbs kultureller Fähigkeiten am frühesten in einer Biografie einsetzen. In KTE ist es eines der erklärten Primärziele, neben der Schaffung und Förderung von sozialen Kompetenzen den Kindern frühestmöglich Interesse an kulturschaffenden Fähigkeiten, aber auch an konsumierbaren kulturellen Ausdrucksformen zu wecken.

In den 60 KTE verschiedener Träger in Remscheid findet sich eine breite Palette von kulturellen Angeboten, Aktionen, Veranstaltungen sowie Kooperationen mit Künstlern und kulturellen Einrichtungen. So wird den Kindern und ihren Familien über die praktische Erfahrung der Zugang zu kultureller Bildung ermöglicht.  Beispiele für kulturelle Angebote in KTE:

  • Besuch der Kinderbibliothek mit Führung und Ausstellen von Leserausweisen
  • Besuch im Teo Otto Theater und WTT, auch hinter den Kulissen
  • Museumsbesuche in Remscheid, Köln, Wuppertal, Solingen
  • Besuch bei den Bergischen Symphonikern
  • Gestaltung eigener Ausstellungen und Theaterstücke
  • eigene Experimente und Forschungen

Auch die Schulen nehmen ihren kulturellen Bildungsauftrag wahr. Durch die Schulpflicht ist der Zugang zu Kindern und Jugendlichen sichergestellt. Alle Remscheider Schulen bieten neben dem Regelunterricht freiwillige Angebote wie Bands, Chöre und Theater-AGs. Die Theater-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums gewann beim Theaterwettbewerb, der seit vielen Jahren im Rahmen der Solinger Theatertage veranstaltet wird, einen ersten Preis mit der Produktion „Peer Gynt“, an der Schüler*innen der Jahrgangsstufen QI und II teilnahmen. In Remscheid gibt es insgesamt

  • 17 Grundschulen (davon vier Schulverbünde),
  • zwei Förderschulen,
  • eine Hauptschule (zwei Standorte),
  • zwei Realschulen,
  • eine Sekundarschule,
  • zwei Gesamtschulen,
  • vier Gymnasien,
  • drei Berufskollegs,
  • ein Weiterbildungskolleg (Abendrealschule) und
  • die Waldorfschule Rudolf-Steiner-Schule (Schule in freier Trägerschaft).

Die Öffnung von Schule gegenüber außerschulischen Lernorten und -inhalten jenseits des Fächerkanons bietet die Möglichkeit Kultureller Bildung und Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler. Um diesen Effekt an Remscheider Schulen zu gewährleisten, bestehen zahlreiche Kooperationen zwischen Schulen und Orten kultureller Bildung. Ein Beispiel dafür ist der seit Jahren bestehende Kooperationsvertrag zwischen den Bergischen Symphonikern und Remscheider Schulen, finanziert von der Stadt. Hierdurch wird allen beteiligten Schüler*innen, auch solchen mit sonst eingeschränktem Zugang zu diesem Bildungsangebot, die Möglichkeit der Teilnahme an speziellen, kulturpädagogisch gestalteten Schulkonzerten ermöglicht. Durch die Beteiligung von Schulen am Landesprogramm Kultur und Schule (s.o.) haben sich die Projekte zum festen Bestandteil des Schulprogramms entwickelt, aus ihnen hat sich zum Teil eine weitergehende Zusammenarbeit mit Orten kultureller Bildung und Künstler*innen ergeben."

(Ausschnitte aus dem 30 Seiten umfassenden „Kommunale Gesamtkonzept Kulturelle Bildung“, das die Verwaltung dem Kulturausschuss zu seiner Sitzung am 29. Oktober vorgelegt hat.)

Erste Ergebnisse des neuen Informatikunterrichts

Pressemitteilung der Bezirksregierung Düsseldorf

An jeweils 37 Gymnasien in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln steht seit einem Jahr für die Jahrgänge 5 und 6 Informatik auf dem Stundenplan. Im Rahmen des Modellvorhabens „Informatik in der Erprobungsstufe der Gymnasien“ lernen sie mit Hilfe der altersgerechten Programmierplattform „Open Roberta Lab“ des Fraunhofer IAIS, den Einplatinenrechner „Calliope mini“ etwa als Bewässerungs-System für Blumen oder Musikinstrument zu nutzen. Der handtellergroße Rechner ist unter anderem mit Leuchtdioden, einem Lautsprecher und einem Lagesensor ausgestattet. Außerdem hat er
unterschiedliche Schnittstellen (z.B. Bluetooth, Grove Connectoren), um externe elektronische Bauteile einzubinden. Die Schülerinnen und Schüler können mit Hilfe visueller Programmierblöcke per Drag and Drop eigene Programme erstellen, die die verschiedenen Funktionen des Calliope mini steuern. Das Modellvorhaben soll erproben, wie ein gender- und altersgerechter Einstieg in das Programmieren in der Schule umgesetzt werden kann. Zu den teilnehmende Schulen im Regierungsbezirk Düsseldorf gehört das Remscheider Leibniz-Gymnasium.

Thomas Hartmann, Direktor der Schulabteilung der Bezirksregierung Düsseldorf, betont: „Die Digitalisierung formt in wesentlichen Bereichen unser Leben. Schule muss Kompetenzen und Fähigkeiten vermitteln, die einen selbstbestimmten Umgang mit digitalisierten Prozessen ermöglicht. Das sehr erfolgreiche Modellvorhaben zeigt Wege auf, wie Informatik-Kenntnisse spielerisch und experimentell in der Schule vermittelt werden können.“

Um das Modellvorhaben umzusetzen, kooperiert die Bezirksregierung mit der Initiative „Roberta – Lernen mit Robotern“ des Fraunhofer IAIS sowie der
Calliope gGmbH. Roberta hat die Open-Source-Programmierplattform Open Roberta entwickelt, auf der Kinder und Jugendliche spielerisch Programme für unterschiedliche Rechner, insbesondere Robotik-Systeme, erstellen können. Außerdem schult das Fraunhofer IAIS rund 100 Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen im Umgang mit Open Roberta und dem Calliope mini im Unterricht. Die Calliope gemeinnützige GmbH stellt den 74 Schulen jeweils einen Klassensatz des Calliope mini Rechners zur Verfügung.

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Wer als Kind viel liest, hat bessere Zensuren

Pressemitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft

Dass es für Kinder positiv ist, wenn sie regelmäßig lesen oder ihnen jemand vorliest, ist allseits bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, dass sich die Leistungen in manchen Schulfächern sogar um eine Viertelnote verbessern können. Zehnjährige, die täglich in ihrer Freizeit ein Buch in die Hand nehmen, gehen später häufiger auf ein Gymnasium – die Wahrscheinlichkeit hierfür ist zehn Prozentpunkte höher als bei den Lesemuffeln. Auch die Schulnoten, vor allem in Deutsch und in der ersten Fremdsprache, fallen später besser aus – auf dem Zeugnis von 14-Jährigen sind die Noten im Gegensatz zu Kindern, die mit zehn Jahren weniger gelesen haben, eine Viertelnote besser. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.

Auch später in der Schullaufbahn lassen sich positive Effekte beobachten. 17-Jährige, die mindestens einmal pro Woche in ihrer Freizeit lesen, sind mit ihren Noten und Leistungen in der Schule zufriedener als Jugendliche, die seltener lesen. Die besuchte Schulform, also Hauptschule, Realschule, Gesamtschule oder Gymnasium, spielt dabei keine Rolle. Außerdem lesen die älteren Jugendlichen häufiger, wenn sie bereits im Grundschulalter Freude an Büchern hatten. Gerade deshalb sollten Kinder im Grundschulalter noch stärker zum Lesen motiviert werden. "Ehrenamtliche Lesepaten leisten hier bereits heute einen wichtigen Beitrag und ihr Engagement sollte weiter gestärkt werden", sagt Wido Geis-Thöne, der Autor der neuen  Studie. "Zudem sollte die Leseförderung noch stärker im Regelangebot verankert werden." Die Datengrundlage für die Studie ist eine Langzeitbefragung von mehreren tausend Haushalten in Deutschland.

Auf 2. Elternkurs „Fit für die Schule“ folgt 3.

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Weil der zweite Elternkurs „Fit für die Schule“ mit Start am 21. November bereits restlos ausgebucht ist, bietet die Psychologische Beratungsstelle der Stadt Remscheid am 12. Dezember einen weiteren Kurs für Eltern von Kindern an, die im Schuljahr 20/21 eingeschult werden. Die Kursleitung haben Schulpsychologin Hannah Arendt und Erziehungsberaterin Constanze Werth. Sie vermitteln den Eltern Anregungen zum spielerischen Fördern im Hinblick auf die Einschulung. Interessierte Eltern können sich ab sofort per E-Mail unter hannah.arendt@remscheid.de">hannah.arendt@remscheid.de oder constanze.werth@remscheid.de">constanze.werth@remscheid.de anmelden.
Eltern, die sich Unterstützung bei der Begleitung ihres Kindes wünschen, wenn es um einen gelungenen Start ins Schulleben als große Entwicklungsaufgabe für das Kind und sich selbst geht, sind bei der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid richtig. Der kostenfreie Kurs umfasst insgesamt sechs Termine, jeweils donnerstags von 18 bis 19.30 Uhr in der Psychologischen Beratungsstelle, Hastener Straße 15. Weil der Kurs als kontinuierliche Begleitung der Familien im Übergang Kita – Schule konzipiert ist, bauen die Termine inhaltlich aufeinander auf. Eine Anmeldung ist daher nur für den kompletten Elternkurs möglich.

Letzte freie Plätze für die Unternehmerschule

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Samstag, 9. November, startet der neue Durchgang der Unternehmschule Remscheid / Bergisches Land. An insgesamt zehn Samstagen von jeweils 9 bis 16 Uhr vermittelt sie unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ grundlegende Kenntnisse zu den drei Modulen Führungs-, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. In den einzelnen Modulen mit jeweils drei bis vier Einzelterminen vermitteln erfahrene Dozenten mit Führungs- und Beratungserfahrung praxisorientierte Kenntnisse. Kleine Lerngruppen mit max. zehn Teilnehmenden erlauben eine intensive Betreuung.

Modul 1 bietet die Gelegenheit, die eigene Rolle als Unternehmer zu reflektieren und selbstkritisch zu hinterfragen und in die eigene Führungs-Kraft zu finden. Die Persönlichkeit des Unternehmers prägt das Unternehmen. Ihre Denk- und Sichtweise, die eigenen Werte und Überzeugungen haben direkte Auswirkungen auf die Entwicklung eines Unternehmens. Das Mitbringen von eigenen Themen aus dem Führungs- und Arbeitsalltag der Teilnehmenden sind ausdrücklich erwünscht. Im gemeinsamen Tun und Lernen können so Lösungen für Businessprobleme gefunden werden.

Die insgesamt zehn Veranstaltungen der drei Module finden im Zeitraum zwischen November 2019 und Juni 2020 statt und können einzeln oder als Gesamtpaket über https://netzwerk-niw.de/ gebucht werden. Die weiteren Termine:

Modul 1 - Führungsfähigkeit
09.11.2019 - Grundlagen
14.12.2019 - Personalführung und Organisationsentwicklung
11.01.2020 - Management

Modul 2 - Leistungsfähigkeit
01.02.2020 - Finanzwesen
29.02.2020 - Kosten- und Leistungsrechnung
21.03.2020 - Finanzplanung

Modul 3 - Wettbewerbsfähigkeit
18.04.2020 - Markt & Wettbewerb
09.05.2020 - Kunde & Kundenbeziehung
06.06.2020 - Vermarktung & Vertrieb
27.06.2020 - Medien

Die Unternehmerschule Remscheid - Bergisches Land ist ein Projekt der Stadt Remscheid gemeinsam mit dem Netzwerk Integrative Wirtschaftsförderung e.V. und der Stadtsparkasse Remscheid. Die Schulleitung übernimmt Holger Schlichting von der Organisationsberatung PRAXISFELD GmbH. Das Angebot richtet sich an alle Branchen und soll insbesondere Inhaber, Geschäftsführer, Nachfolger und Existenzgründer ansprechen. Ziel der Unternehmerschule ist die nachhaltige Stärkung der Wirtschaft in der Region Bergisches Land. Das Konzept der Unternehmerschule wird seit mehr als Jahren erfolgreich in 22 Städten von NRW und Rheinland-Pfalz eingesetzt.

Zweiter Elternkurs startet am 21. November

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Eltern, die sich Unterstützung bei der Begleitung ihres Kindes wünschen, wenn es um einen gelungenen Start ins Schulleben als große Entwicklungsaufgabe für das Kind und sich selbst geht, sind bei der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid richtig. Sie bietet seit März den kostenfreien Kurs „Fit für die Schule“ für Eltern von Vorschulkindern an. Der erste Kurs ist zwischenzeitlich erfolgreich beendet. Ab Donnerstag, 21. November, geht’s in die zweite Runde mit sechs Einzelterminen von November 2019 bis Oktober 2020.

Der erste Kurs – bestehend aus fünf Terminen vor und einem Termin nach der Einschulung – hat von März bis Juni mit neun Teilnehmenden stattgefunden. Um die Kinder gut auf das zukünftige Schulleben vorzubereiten, wurden Ideen zum spielerischen Fördern, zum Kommunizieren über Schule und zur Gestaltung der Hausaufgaben sowie des allgemeinen Lernens vermittelt. Darüber hinaus gab es Gelegenheit, eigene Schulerfahrungen zu reflektieren und sich anhand verschiedener (Gedanken-)übungen auf die neue Rolle als Elternteil eines Schulkindes vorzubereiten.

Die Kursleitung hatten Schulpsychologin Hannah Arendt und Erziehungsberaterin Constanze Werth. Sie freuen sich sehr, dass ihr neues Beratungs- und Informationsangebot gut ankommt. So seien beispielsweise der inhaltliche Aufbau des Kurses und die Möglichkeit, viele neue Ideen auch aus dem Austausch mit den anderen Eltern mitnehmen zu können, gelobt worden. Auch die vielen praktischen Beispiele und ein Heft mit weiteren Tipps für zu Hause hätten Anklang gefunden.

Der Kurs für die Eltern der Kinder, die im Schuljahr 20/21 eingeschult werden, startet am 21. November. Interessierte Eltern können sich über hannah.arendt@remscheid.de oder constanze.werth@remscheid.de anmelden. Darüber hinaus haben Remscheider KiTas die Möglichkeit, ein Elterncafé zum Thema „Fit für die Schule“ bei der Psychologischen Beratungsstelle anzufragen. Mehr Infos zum neuen Elternkurs (Start 21. November) im städtischen Internetportal unter https://remscheid.de/pressearchiv/meldungen-2019/07-september/146380100000141172.php und zur Psychologischen Beratungsstelle unter https://remscheid.de/leben/kinder-jugend-und-familie/psychologische-beratungsstelle/146380100000079281.php.

Über die einstige Lenneper Lehrerbibliothek

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper,
gerade findet in Frankfurt am Main wieder die jährliche Buchmesse statt, mit der auch ich lange beschäftigt war, u.a. mit Vorführungen moderner Methoden der Kulturgutsicherung, z.B. der Mikroverfilmung und später der Digitalisierung. In diesem Bereich war ich u.a. zwei Jahrzehnte mit Pilotprojekten der VW-Stiftung und als Gutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft tätig. Aber die Kulturgutsicherung findet ja gottseidank nicht nur durch die Erstellung von Surrogatformen des Buchgutes statt, sondern auch durch die Erhaltung der originalen Schriften und Bücher in unseren Archiven und Bibliotheken. Oben  sehen wir ein naturwissenschaftliches Buch über Versteinerungen aus dem Bestand der Vorgängerinstitution "Höhere Bürgerschule" und rechts eine Romanausgabe aus dem Jahre 1845, die ursprünglich zur "Bücherei des Realgymnasiums" in der Hardtstraße gehörte. Beide Bücher gingen in den Bestand der Lehrerbücherei am Röntgen-Gymnasium ein.

Eine der durchaus bedeutenden Lenneper Sammlungen dieser Art war die Lehrerbibliothek des Röntgen-Gymnasiums, mit einem Bestand aus vielen Jahrzehnten bzw. drei Jahrhunderten. Sie diente in erster Linie den Lehrkräften zur Unterstützung der Unterrichtsvorbereitung und allgemeinen Weiterbildung. Aus diesem Grund waren wissenschaftliche Bücher sehr stark vertreten. Aber auch sehr gediegene Klassikerausgaben deutscher und ausländischer Dichter und Schriftsteller gehörten zum Bestand. In einer Schulgeschichte aus dem Jahre 1991 schrieb der damalige Oberstudienrat Manfred Frank dazu einen Beitrag, in dem es u.a. hieß: „Dieser Buchbestand, von Kennern und Freunden der Literatur, den Philologen der Vorgängerschulen des Röntgen-Gymnasiums durch Kauf, Bitte um Überlassung, Erbschaft oder Stiftung zusammengetragen und gehütet, ist gefährdet … Vieles musste die Bibliothek nach dem verlorenen Krieg aufgeben, weil auf Anordnung der Besatzungsmacht ein britischer Offizier die Säuberung von nationalsozialistischem Schrifttum angeordnet hatte. Auch danach haben Ahnungslosigkeit und Nachlässigkeit, verbunden mit Platzmangel, manche Lücke gerissen … Die Schulbibliothek des Röntgen-Gymnasiums darf wohl als die erschlossenste und am besten erhaltene weit und breit gelten. Sie spiegelt die verschiedenen Epochen der Geistesgeschichte von 18. bis ins 20. Jahrhundert wieder.“

Im Ergänzungsband dieser Schulgeschichte aus dem Jahre 1999 schrieb später der Herausgeber Dr. Michael Metschies: „Schließlich wäre zu prüfen, ob die alte Lehrerbibliothek des Röntgen-Gymnasiums es nicht verdient hätte, in ihrer Gesamtheit als bewegliches Denkmal eingestuft und in die Denkmalliste der Stadt Remscheid eingestuft zu werden.“ Die beiden Bücher rechts im Bild waren ursprünglich Eigentum der Höheren Töchterschule an der Lenneper Hardtstraße, später Lyceum. Das mittlere Buch wurde durch das spätere Röntgen-Gymnasium durch einen neuen zusätzlichen Stempel in den eigenen Bestand aufgenommen. Das Buch rechts aus dem Jahre 1934 ist ein Beispiel nationalsozialistischer Literatur, das als Roman nach 1945 die säubernde Ausmusterung überstand.

Wie sagte einst der Lateiner: „Habent sua fata libelli“, was so viel heißt wie: Auch Bücher haben ihre je eigene Geschichte und Schicksale. Und das liegt in unserer Zeit nicht etwa nur am modernen Desinteresse am Buch, sondern ganz prosaisch auch am Platzmangel in unseren Institutionen. Als ich Ende der 1990er Jahre hörte, dass aus diesem Grunde die traditionsreiche Lehrerbibliothek des Röntgen-Gymnasiums in Lennep aufgelöst und abgeschafft werden sollte, da kam ich als ehemaliger Absolvent der Schule in Frankfurt am Main auf die Idee, wenigstens einen Teil davon zu retten und für künftige Zeiten verfügbar zu machen, und zwar mithilfe des nationalen Programms der „Sammlung deutscher Drucke“ (SDD). Diese bezeichnete einen Zusammenschluss großer deutscher Bibliotheken in einer Arbeitsgemeinschaft mit dem Ziel, eine möglichst vollständige Sammlung der gedruckten Werke des deutschen Sprach- und Kulturraums vom Beginn des Buchdrucks bis heute aufzubauen, zu erschließen, sie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und für künftige Generationen zu bewahren.

Die Frankfurter Stadt- und Universitätsbibliothek, in der ich u.a. für solche Angelegenheiten verantwortlich war, war seinerzeit in diesem Projekt für den Zeitraum 1801 bis 1870 zuständig. Was lag also näher, auch in der Lehrerbibliothek des Lenneper Röntgen-Gymnasiums, auch in den Kellerräumen, nach einschlägig brauchbaren Büchern zu suchen. Dabei wurden die durch jahrelangen Nichtgebrauch verdreckten Regalbretter für die Auswahl der verstaubten Bücher mit Fettstift vormarkiert, und nach Absprache mit der Direktion rollten an einem Samstag aus Frankfurt zwei Sprinterautos mit rund sechs Mitarbeitern zum Abtransport an. Obwohl die Aktion einschließlich des Kaufpreises mit dem Kulturdezernat der Stadt Remscheid vereinbart war, gab es dennoch in der Schule, besonders natürlich in der Lehrerschaft, über die Abgabe deutlichen Unmut, und noch Jahre danach, als ich zum 40-jährigen Abitur zu einem Treffen nach Lennep angereist war, äußerten sich einige Altvordere über die damalige Aktion kritisch. Aber wie dem auch sei, so konnten jedenfalls Buchmaterialen gerettet und im Original für die Zukunft verfügbar gemacht werden.

Aber wie komme ich überhaupt auf dieses Thema? Nicht nur wegen der diesjährigen Buchmesse! Beim Räumen meiner Archivmaterialien, von denen ich mich jetzt nach und nach trennen will, stieß ich u.a. auf einen alten Karton aus der Lehrerbibliothek des Röntgen-Gymnasiums, mit schwarzem Papier bezogen. Ich hatte ihn wohl lange übersehen. Dieser Schuber enthielt zahlreich bergisches Kartenmaterial aus dem 19. Jahrhundert, u.a. von der "Karten-Vertriebsstelle Coblenz der Kgl.-Preuß. Landesaufnahme“. Die einzelnen Karten trugen die Besitzstempel der historischen Lenneper Schulen, deren Bibliotheksmaterial nach und nach in das Eigentum des späteren Röntgen-Gymnasiums übergegangen waren, von der alten Bürgerschule an der Schwelmer Straße über das Real-Gymnasium und die Höhere Töchterschule bzw. Lyceum an der Hardtstraße usw. Und auch etliche historische Landkarten fanden sich in dem lange vergessenen Schuber. Auch sie sollen nun einen bleibenden Archivplatz erhalten wegen ihrer sichtbaren Zugehörigkeit zu der einstigen Lenneper Schulbibliothek des Röntgen-Gymnasiums, die wertvolle historische Ausgaben beinhaltete, die ältesten Exemplare aus dem 18. Jahrhundert.
Ein paar Jahre nach der Auflösung der Lenneper Lehrerbibliothek erstand ich in einem bergischen Antiquariat noch ein Buch meines Urgroßvaters über "Die Wupper", natürlich aus der Lenneper Lehrerbibliothek. Man sieht also, auch Bücher haben ihre Geschichte, und manchmal kehren sie auf Umwegen an ihren Ursprungsort zurück.

Fachtagung zur Offenen Ganztagsschule steht

„Kinderbetreuung im Grundschulalter – Angebotsstrukturen, Bedarfe und Herausforderungen“ ist eine Fachtagung überschrieben, zu der die Stadt Remscheid Vertreter/innen der Fachpolitik, Lehrerinnen, Erzieherinnen und  sonstige pädagogische Fachkräfte als die professionellen Akteuren im Offenen Ganztag sowie Kooperationspartner/innen und Elternvertreter/innen einlädt. Ihnen sollen am Samstag, 23. November, im Schulzentrum Lüttringhausen, Lockfinker Str. 23, von 10 bis 15 Uhr grundlegende Informationen zu Entwicklungen und Lebenslagen von Familien und deren Auswirkungen auf das Aufwachsen der Kinder geboten werden (Vortrag von Heinz Müller, Diplom-Pädagoge am Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH) sowie Informationen über die OGS als Lebens- und Bildungsraum vorgestellt mit ihren aktuellen Bedingungen betrachten und künftigen Perspektiven (Vortrag von Dr. Karin Kleinen, Fachberaterin für

Offene Ganztagsschule und Inklusion in der Jugendförderung beim Jugendamt des Landschaftsverbandes Rheinland). Nach beiden Vorträgen besteht nach der Mittagspause an Thementischen  die Möglichkeit zu einer fachlich-inhaltlich vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Gehörten. Die Moderation übernehmen Arndt Liesenfeld und Egbert Willecke.

Die Offene Ganztagsschule existiert in Remscheid mittlerweile seit 15 Jahren. Aus dem anfänglichen „Projekt" der Schulkinderbetreuung habe sich ein Modell mit Perspektive entwickelt, das heute zum selbstverständlichen Angebot fast aller Schulen im Primarbereich gehöre, heißt es in der Einladung. Zitat: „Die ersten OGS in Remscheid entstanden im Jahr 2004. Nach einer Aufbauphase kamen in jedem Schuljahr neue Schulen dazu, so dass schon einige Jahre später alle Schulen im Primarbereich ein Offenes Ganztagsangebot unterbreiten konnten. Mittlerweile kann mehr als 2.300 Schülerinnen und Schülern ein Betreuungsangebot gemacht werden, d.h. ca. 60 Prozent aller Kinder in Remscheider Grundschulen machen von diesem Angebot Gebrauch!“

Die OGS leiste einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so der an der Tagung mitwirkende städtische „Qualitätszirkel OGS“. Vorrangiges Ziel sei es jedoch, ein ganztägiges Bildungskonzeptes umzusetzen, „welches das einzelne Kind in den Mittelpunkt stellt und eine Lernkultur entwickelt, die den Talenten, Begabungen und Fähigkeiten der Kinder Aufmerksamkeit schenkt und sie individuell fördert. Dabei entwickele sich die Arbeit der Ganztagsbetreuung stetig weiter. Fachlich werde dies insbesondere vom Qualitätszirkel OGS unterstützend begleitet, der sich mit den Handlungsfeldern "Kommunikation und Kooperation", "Raumgestaltung und Lebenswelt", "Entwicklung gemeinsamer Bildungsangebote" sowie den "Rahmenbedingungen" der OGS auseinandergesetzt habe. Die Ergebnisse waren Grundlagen für fachpolitische Diskussion mit Vertreterinnen des Schulausschusses und des Jugendhilfeausschusses. Diese hatten sodann übereinstimmend einen vertiefenden Fachtag zu dieser Thematik empfohlen. „Wir, die Mitglieder des Qualitätszirkels, freuen uns auf einen konstruktiven Austausch und das persönliche Kennenlernen!“ Schulamtsdirektorin Brigitte Dörpinghaus und Schuldezernent  Thomas Neuhaus werden die Tagungsteilnehmer am 23. November begrüßen. Anmeldungen unter E-Mail olaf.baerwald@remscheid.de.

Kurden aus Syrien bitten um Unterricht in Kurmandschi

Im großen Sitzungssaal des Rathausaes v. li. n. re. Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates, Foto:; Lothar Kaiser

Wie viele Menschen in Remscheid leben, deren Muttersprache Kurdisch(کوردی kurdî) ist, weiß niemand ganz genau. Erst recht nicht, wenn nach Dialekten unterschieden wird. Denn da gibt es das Behdini. Das sprechen im Irak sehr viele Kurden (und in Deutschland, nach Wikipedia, etwa 500.000). Und da gibt es noch das und Südkurdisch (in Grenzgebieten zum Iran), das Kurmandschi (Nordkurdisch) und Sorani (Zentralkurdisch). Hinzu komme noch das Zazaki (Ostanatolien), berichteten gestern vor der Sitzung des städtischen Integrationsratzes im großen Sitzungssaal des Rathauses Sehenaz Mohammad Ali und Mohamad Hannan. Die beiden Immigranten aus Syrien hatten sich dort mit Erden Ankay-Nachtwein, der Vorsitzenden des Integrationsrates, verabredet, um ihr eine Liste mit Unterschriften von kurdisch-syrischen Eltern zu übergeben. Sie wünschen sich für ihre schulpflichtigen Söhne und Töchter Schülerinnen und Schüler herkunftssprachlichen Unterricht in Kurdisch“ der Integrationsratsvorsitzenden der Stadt Remscheid am 10.10.2019 übergeben, mit der Bitte, dass der Integrationsrat sich für den Angebot “Herkunftssprachlichen Unterricht in Kurdisch (Kurmandschi). Der werde  wegen bisher zu geringer Nachfrage an Remscheider Schulen nicht erteilt, sagte Erden Ankay-Nachtwein. Zu Unrecht, meinen Sehenaz Mohammad Ali und Mohamad Hannan. Sie gehen von ca. 120 Familien in Remscheid aus, in denen Kurmandschi gesprochen wird. Und viele davon hätten drei bis vier Kinder, „zusammen wahrscheinlich 400“, so die Antragsteller. Die Eltern, die die Petition unterzeichnet haben, sind der Meinung, dass muttersprachlicher Unterricht den schulischen Erfolg ihrer Kinder deutlich verbessern könne. Die Vorsitzende des Migrationsrates will die Unterschriftenliste an die Verwaltung weiterreichen mit der Bitte, sie der Schulbehörde zuzuleiten. Denn über muttersprachlichen Unterricht entscheidet nicht die Stadt Remscheid, sondern die Bezirksregierung in Düsseldorf.

Eine ähnliche Aktion gab es an gleicher Stelleschon einmal, im Januar 2017. Damals übergaben marokkanische Väter Erden Ankay-Nachtwein eine Unterschriftenliste mit der dringenden Bitte, der Integrationsrat möge sich für den Ausbau des herkunftssprachlichen Unterricht in Arabisch einsetzen. Der wurde damals lediglich am Lenneper Röntgen-Gymnasium erteilt, nicht aber in Schulen in der Remscheider City. Das änderte sich dann 2018.

Mehr für bezahlbaren studentischen Wohnraum tun

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Das Wohnen für Studenten wird zum Start des Wintersemesters 2019/ 20 schon wieder teurer. Plätze in Studentenwohnheimen werden auch immer knapper - auch weil den Studierendenwerken die finanziellen Mittel fehlen, um bestehende Wohnanlagen zu sanieren oder neue zu bauen. Die Grundfinanzierung wird im Landeshaushalt zum dritten Mal in Folge nicht erhöht. Die Landesregierung lässt die Studentenwerke hängen“, meint der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Ich selbst kann mich noch gut an meine Uni-Zeit in Köln erinnern. Damals waren die Preise schon so hoch, dass ich mir nur ein kleines Zimmer mit gemeinsamer Dusche und Küche auf dem Flur leisten konnte.“

Eine jetzt veröffentlichte Studie des Moses-Mendelsson-Instituts unterstreiche, dass das Wohnungsangebot mit den wachsenden Studierendenzahlen nicht Schritt hielte. Nur 6,5 Prozent der Studierenden erhielten demnach einen Wohnheimplatz. Lange Wartezeiten seien vorprogrammiert. „In keinem Bundesland sind mehr Studierende an einer Hochschule eingeschrieben als in Nordrhein-Westfalen – im Wintersemester des letzten Jahres waren es mehr als 770.000. Darauf können wir stolz sein. NRW blickt auf eine lange Geschichte als europaweit erfolgreicher und bei den Studierenden beliebter Studien- und Forschungsstandort zurück. Mich freut besonders, dass künftig auch Remscheid dabei sein wird mit dem neuen Standort für die Fachhochschule. Wenn wir möchten, dass mehr Menschen sich ein Studium leisten können, müssen wir aber auch für bezahlbaren Wohnraum sorgen.  

Wir haben das zum Thema der aktuellen Stunde gemacht. Die Debatte hat gezeigt: Die Landesregierung nimmt die soziale Realität in unserem Land nicht zur Kenntnis. Die studentische Wohnungsnot zur Semesterbeginn wird als naturgegebenes, wiederkehrendes Phänomen einfach so zur Kenntnis genommen. Konkrete Antworten darauf, was die gewählte Landesregierung für mehr bezahlbaren Wohnraum tun möchte, blieb sie schuldig. Sie hat keine Konzepte, wie eine Verdrängung der Studenten und Studentinnen aus den mittlerweile unbezahlbaren Innenstädten der beliebten Uni-Städte Einhalt geboten werden kann. Auch in Remscheid haben wir das Thema Wohnen für Studierende bereits diskutiert, etwa bei neuen Aufgaben für die Alleestraße. Günstig in Remscheid wohnen und per Bahn zu Uni. Das zeigt, wie angespannt der Wohnungsmarkt in Unistädten ist. Jetzt sind wir selbst Standort einer Hochschule und können derzeit noch bezahlbare Wohnungen anbieten.“