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995 Kinder verteilen sich auf weiterführende Schulen

Aus den derzeitigen vierten Klassen der Remscheider Grundschulen stehen zum Schuljahr 2018/2019 insgesamt 919 Schülerinnen und Schüler zum Wechsel in die Sekundarstufe I an (Vorjahr 946 Kinder). Mit der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse am 2. Februar 2018 begann die Frist zur Anmeldung an den weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2018/2019. Das für die beiden Gesamtschulen und die Nelson-Mandela-Sekundarschule geltende verkürzte Anmeldeverfahren wurde vom 5. bis 6. Fbruar durchgeführt. Für die Hauptschule Hackenberg, die Realschulen und die Gymnasien fanden die Anmeldungen am 19. und 20.02.2018 statt. Entsprechend der schulgesetzlichen Regelungen waren hier Anmeldungen noch bis zum gesetzlichen Endtermin am 16. März möglich. Insgesamt wurden 995 Kinder  (Vorjahr: 998) angemeldet und aufgenommen; davon 872 Kinder aus Remscheider Grundschulen und 123 auswärtige Kinder (Vorjahr 105), welche hauptsächlich aus den Bereichen Radevormwald, Wermelskirchen und Wuppertal kommen. Die Verteilung auf die einzelnen Schulformen bleibt trotz leichter Schwankungen stabil.

Insgesamt wurden an den beiden Remscheider Gesamtschulen 389 Kinder angemeldet (Vorjahr 377), davon 353 Remscheider (Vorjahr 337) und 36 auswärtige Kinder (Vorjahr 40). Es wurden 312 Kinder aufgenommen; davon 281 Remscheider und 31 auswärtige Kinder. Beide Gesamtschulen bilden jeweils sechs Eingangsklassen im Jahrgang 5. Von der Sophie-Scholl-Gesamtschule wurden 162 Kinder aufgenommen und 100 Kinder abgewiesen (Vorjahr 80). Als Schule des gemeinsamen Lernens hat die Sophie-Scholl-Gesamtschule 13 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen. Von den 100 abgewiesenen Kindern wurden 23 von der Albert-Einstein-Gesamtschule und sieben von der Nelson-Mandela-Schule aufgenommen. 70 Kinder wurden an anderen weiterführenden Schulen angemeldet und aufgenommen. Von der Albert-Einstein-Gesamtschule erfolgten keine Abweisungen aus Kapazitätsgründen. Dort wurden insgesamt 150 Kinder (127 als Erstanmeldung) aufgenommen. Als Schule des gemeinsamen Lernens hat die Albert-Einstein-Gesamtschule 13 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.

An der zum Schuljahr 2013/2014 gegründeten Nelson-Mandela-Sekundarschule wurden 61  Kinder angemeldet (Vorjahr 67), darunter ein auswärtiges Kind. Als Schule des gemeinsamen Lernens nahm die Nelson-Mandela-Sekundarschule acht Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auf. Mit den 61 Aufnahmen erfüllt die Nelson-Mandela-Schule die rechtliche Voraussetzung von mindestens 60 und maximal 87 Anmeldungen für diese Schulform. Der gesetzliche Durchschnittswert liegt bei 25 Kindern pro Klasse bzw. insgesamt 75 Aufnahmen für die dreizügige Nelson-Mandela-Schule.

An der GHS Hackenberg wurden für zwei Eingangsklassen 43 Kinder angemeldet. Die GHS Hackenberg hat als Schule des gemeinsamen Lernens vier Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.

An den beiden Realschulen wurden 215 Kinder (Vorjahr 203) angemeldet. An der Alexander-von-Humboldt-Realschule wurden 100 Kinder angemeldet. Dementsprechend  bildet die Schule vier Eingangsklassen. Die Albert-Schweitzer-Realschule bildet mit 115 Aufnahmen in Abstimmung mit der oberen Schulaufsicht fünf Eingangsklassen und hat als Schule des gemeinsamen Lernens vier Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.

Die Zahl der Anmeldungen an den Gymnasien (364 Kinder) ist im Vergleich zum Vorjahr (373) leicht gesunken. Das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium bildet mit 101 Anmeldungen vier Eingangsklassen, das Gertrud-Bäumer-Gymnasium (GBS) mit 82 Anmeldungen ebenfalls. Die GBS hat als Schule des gemeinsamen Lernens fünf Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen. Das Leibniz-Gymnasium (92 Anmeldungen) und das Röntgen-Gymnasium (89 Anmeldungen) bilden jeweils drei Klassen. Das Leibniz-Gymnasium hat als Schule des gemeinsamen Lernens zwei Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf aufgenommen.

Die Anzahl der an den Gymnasien angemeldeten auswärtigen Kinder entspricht dem Niveau der Vorjahre. „Traditionsgemäß“ werden Kinder aus Wuppertal-Ronsdorf am Leibniz-Gymnasium und aus dem Bereich Radevormwald am Röntgen-Gymnasium angemeldet. Insgesamt 31 Kinder (Vorjahr 32) aus Remscheider Grundschulen wurden an auswärtigen Schulen angemeldet,  davon wurden an der Wuppertaler Erich-Fried-Gesamtschule angemeldet (Vorjahr 18). Die übrigen Erstanmeldungen an verschiedenen auswärtigen Schulen erfolgten aufgrund von Wegzügen oder betrifft Familien, die in den Randbereichen Remscheids wohnen und eine Wohnortnähe zu auswärtigen Schulen haben.

Oberbürgermeister von RS und SG sind dabei

Pressemitteilung der „Junior Uni“ Wuppertal

Zusätzlich zu Ministerpräsident Armin Laschet und Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke unterstützen nun auch die Oberbürgermeister Tim Kurzbach (Solingen) und Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) als weitere Schirmherren die Wuppertaler „Junior Uni“ für das Bergische Land. Der von Anfang an regional ausgerichtete außerschulische Lern- und Forschungsort hat seit seiner Gründung auch sehr viele Studenten und Studentinnen aus den bergischen Schwesterstädten. Außerdem gehören bedeutende Unternehmen aus Remscheid und Solingen zu den finanziellen Unterstützern der Einrichtung. Junior Uni-Gründer Prof. Ernst-Andreas Ziegler freut sich sehr über dieses Zeichen bergischer Solidarität: „Für den größten Schatz unserer Region – unsere Kinder – ist es ein starkes und mutmachendes Signal, dass die Stadtchefs, die schon immer begeistert vom Konzept der Junior Uni waren, nun auch ganz offiziell Schirmherren sind.

Schulrätin besucht den Schulausschuss "freiwillig"

Zahlen zum Lehrermangel an die Öffentlichkeit!“, forderte der Waterbölles am 15. Januar, nachdem im Schulausschuss Schulrätin Brigitte Dörpinghaus auf die Frage „Gibt es eine Unterversorgung an den Schulen?“ erklärt hatte, diese Zahlen nicht nennen zu dürfen, dem Informationsfreiheitsgesetz des Landes zum Trotz. Dass sie dabei aus der Sicht der Remscheider Stadtverwaltung durchaus im Rahmen ihrer Kompetenzen gehandelt hat, geht aus einer Mitteilungsvorlage hervor, die die Verwaltung jetzt dem Schulausschuss zur Sitzung am 30. Mai vorlegt hat. In der Sitzung des Schulausschusses am 7. März war die Verwaltung gebeten worden, „mit Blick auf die Rechtslage klarzustellen, wie das Verhältnis der Vertretung des Landes vor Ort ist“. Dazu heißt es nun:

Die Zuständigkeiten von Schulaufsicht, Schulträger und Schulen orientieren sich an der Differenzierung in "innere" und "äußere" Schulangelegenheiten.

Die Stadt Remscheid ist „Schulträger“ und damit für die „äußeren Schulangelegenheiten“ zuständig. Die Schulträger sind verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten sowie das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung zur Verfügung zu stellen. Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Sachaufwandträgerschaft
  • bauliche Maßnahmen
  • Ausstattung und Unterhaltung der Schulen, wie z.B. Lehr- und Lernmittel, Geschäftsbedarf
  • Dienstbehörde für das nicht-pädagogische Personal, wie Schulhausmeister, Schulsekretärinnen
  • Schulentwicklungsplanung
  • Schülerbeförderung von Anspruchsberechtigten

Das Land NRW trägt die Verantwortung für die „inneren Schulangelegenheiten“. Innere Schulangelegenheiten betreffen insbesondere Ziele, Inhalte und Organisation des Schulunterrichts; dafür ist die staatliche Schulaufsicht zuständig. Die Schulämter als untere Schulaufsichtsbehörde nehmen diese Angelegenheiten eigenverantwortlich wahr. Zu den Aufgaben gehören insbesondere:

  • Fachaufsicht für die Haupt- und Förderschulen
  • Dienstaufsicht für die Grundschulen
  • Ausschreibung, Einstellung und Einsatzmanagement des pädagogischen Personals für die Grundschulen
  • Ziele, Inhalte, Organisation und Qualitätsanforderungen des Unterrichts
  • Zahl der Unterrichtsstunden und die Dauer des Unterrichts
  • Unterrichtsversorgung
  • Verfahren zur Sicherung und Evaluation schulischer Qualität
  • Beratungs-, Unterstützungs-, Beschwerde- u. Widerspruchsstelle im Schulleben (z.B. Schüler/Eltern-Lehrer-Verhältnis, Zeugnisse, Versetzungen, Ordnungsmaßnahmen, Schulordnung)
  • Vorbereitung des Schuljahres
  • Ansprechpartner für pädagogische Fragen
  • Gesundheits- und Arbeitsschutz
  • Wahrnehmung übergreifender Generalien (z.B. Digitale Medien, Inklusion, Integration, Offener Ganztag, Regionales Bildungsnetzwerk, Schulsport, Verkehrserziehung, Übergang Schule-Beruf, Herkunftssprachlicher Unterricht)

Gem. § 88 Abs. 3 SchulG NRW ist die untere Schulaufsichtsbehörde das staatliche Schulamt. Es ist rechtlich nicht Teil der Gemeindeverwaltung, sondern eine untere Landesbehörde. Es unterliegt keiner Vorgabe oder Kontrolle durch den Gemeinderat oder seinen Ausschüssen. Die Anwesenheit der Schulaufsichtsbeamtin im Schulausschuss ist eine gute Tradition in Remscheid, erfolgt jedoch freiwillig.“

Zur Schulentlassung ein Broschüre der Stadt

Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland durch den Präsidenten des Parlamentarischen Rates ausgefertigt und verkündet. 2019 jährt sich zum 70. Mal der Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Und: Am 14. August 2019 wird es 100 Jahre her sein, dass die Weimarer Reichsverfassung verkündet wurde. Zugleich jährt sich am 28. März 2019 zum 170. Mal die Beschlussfassung über die Paulskirchenverfassung. Drei Zeitmarken, die die Fraktion der SPD und die Ratsgruppe der W.i.R. veranlasst haben, zur Sitzung des Rates am 5. Juli die Einführung einer „Schulentlassgabe“ für die Remscheider Schülerinnen und Schüler zu beantragen: „Über lange Zeit war es üblich, dass die Stadt Remscheid den Absolventinnen und Absolventen der allgemeinbildenden Remscheider Schulen eine Schulentlassgabe überreicht. Diese Tradition wurde in den 1990er Jahre im Zuge der Haushaltskonsolidierung beendet. Wir würden es begrüßen, wenn diese Tradition wieder auflebt und zu einem festen Bestandteil im Programmablauf der allgemeinbildenden Remscheider Schulen wird!“

Die „Schulentlassgabe“ als Zeichen der Anerkennung für die erbrachten schulischen Leistungen „soll durch den Oberbürgermeister, den stellv. Bürgermeistern, den Bezirksbürgermeistern und den Vorsitzenden des Schulausschusses im Rahmen der Entlassfeier überreicht werden“, heißt es im Antrag. „Die Schulentlassgabe soll den Wortlaut des Grundgesetzes und der Landesverfassung Nordrhein-Westfalen beinhalten. Den regionalen Bezug soll eine Darstellung der Geschichte des Bergischen Landes und der Stadt Remscheid herstellen.“ Zugleich wünschen sich die Antragsteller darin ein Vorwort des Bundespräsidenten.  Die Finanzierung der soll durch Sponsoren und durch einen Eigenanteil der Stadt Remscheid erfolgen. Aufgabe der Verwaltung wird es sein, die Kosten zu ermitteln und nach einem Sponsor zu suchen.

Schülergruppe aus Asnières-sur-Seine zu Gast

Noch bis morgen sind wieder 34 französische Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse einer Mittelschule (Collège) aus Asnières-sur-Seine in der Nähe von Paris  zu Gast bei Familien in Lennep. Sie nehmen an 10. Schüleraustausch der 8. und 9. Jahrgangsstufen des Röntgen-Gymnasiums und der Albert-Schweitzer-Realschule teil. Zu dem vielfältigen (Kultur-)Programm, das ihnen geboten wird, um das Bergische Land und das Rheinland kennenzulernen, gehörte gestern Nachmittag in der Mensa des RöGy ein gemeinsames Kaffeetrinken (oder "goûter" im Französischen) gemeinsam mit Eltern, Patenschüler/innen, Französischlehrerinnen und den beiden Schulleitern Jörg Bergmann und Matthias Lippert. Doch zuvor gab es am Portal des Rögy ein großes Gruppenfoto. Einer der Gastschüler, der 14 Jahre alte Felix Becu, berichtete dem Waterbölles begeistert, dass sie den Vormittag im Wuppertal mit Zoo-Besuch und Schwebebahnfahrt verbracht hätten. Am Sontag war Kirmes angesagt, am Samstag Schloß Burg und ein Barbecue, am Freitag der Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn („Und ein Shopping!“), und am Donnerstag besichtigte die Schülergruppe den Kölner Dom und das Wallraf-Richartz-Museum neben. Köln aber war für Felix Becu fast schon so etwas wie ein Heimspiel: Dort hatte er mit seinem Eltern vier Jahre lang gelebt. Die deutschen Schülerinnen und Schüler freuen sich jetzt schon auf dem Gegenbesuch in Asnières-sur-Seine.

Dank für Spende zur neuen Gedenk- und Bildungsstätte

„Ich frage mich, was kann uns Besseres passieren in einer Zeit, in der Menschen, die sich als Juden zu erkennen geben, auf offener Straße geschlagen werden, in der sich die Bundesregierung genötigt sieht, einen Antisemitismusbeauftragten zu bestellen, in der durch Anbringung von Symbolen in öffentlichen Gebäuden Menschen klargemacht werden soll, dass sie nicht erwünscht sind, nicht dazugehören, in der die größte Oppositionspartei im Bundestag von Rechtsextremen gestellt wird? Was kann uns in dieser Zeit Besseres passieren als dass es junge Menschen gibt, die sich für die Vergangenheit interessieren und dabei herausfinden, welche Gräueltaten vor rund 80 Jahren in den 12 Jahren der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland und eben auch hier in Remscheid begangen wurden?

Sie fanden heraus, dass auch in Remscheid Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Herkunft, ihrer Behinderung, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer politische Überzeugungen und eben auch ihrer Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft in den Jahren 1933 bis 1945 inhaftiert, gefoltert, deportiert und letztlich umgebracht wurden.

In Remscheid waren die Gefängniszellen des Polizeipräsidiums am Quimperplatz sowie die Kellerräume durch diese Menschen zeitweise überfüllt, sodass sie auch im Pferdestall des Präsidiums eingepfercht wurden. Und eben diese jungen Menschen, wovon einer, Francesco Lo Pinto, heute neben mir steht, fragen sich, warum es in Köln, in Düsseldorf oder Münster, aber nicht in Remscheid eine Stätte gibt, an der dieser Menschen und deren Verfolgung gedacht werden kann. Seit zwei Jahren verfolgen diese jungen Menschen gemeinsam mit anderen Interessierten die Idee, den gut erhaltenen Pferdestall als authentischen Gedenkort herzurichten.

Im November konnten wir im Pferdestall schon eine erste Ausstellung zur Verfolgung von Menschen im 3. Reich mit lokalen Bezügen zeigen. Dabei hat uns u.a. auch die Gewerkschaft IG Metall sowie die „Gesellschaft Gemeinnützige Respekt! Kein Platz für Rassismus“ bereits ideell als auch finanziell unterstützt.

Die Idee, den Pferdestall zu einer permanenten Gedenk- und Bildungsstätte umzugestalten, trifft noch auf viele Hindernisse. Wir kämpfen weiter für diese Idee und bedanken uns ganz herzlich bei euch allen, dass ihr uns auch heute wieder unterstützt. Nur eine Gesellschaft, die ihre Vergangenheit kennt, kann aus früheren Fehlern lernen und hoffentlich verhindern, dass es wieder zur Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen auch hier in Remscheid kommt! Vielen Dank!!!“

(Hans Heinz Schumacher, Rektor a.D. des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, gestern zu Beginn der Mai-Kundgebung auf dem Rathausplatz, nachdem der DGB-Stadtverband Remscheid bekannt gemacht hatte, dass er die Spenden-Einnahmen dieses Kulturfests dem Projekt des EMA-Gymnasiums zur Schaffung einer dauerhaften Gedenkstätte im früheren Pferdestall der Polizeiwache widmen werde.)

Neue Turnhalle - schneller als bisher geplant!

Gemeinsam drücken die Fraktionen von CDU, SPD und GRÜNE sowie die Ratsgruppen von FDP und W.i.R. auf die Tube, um den Schulsport in der Remscheider Innenstadt dauerhaft sichern. Sie wollen, dass die Turnhalle an der Brüderstraße durch einen modernen Sporthallenbau ersetzt wird. Diesen Antrag haben sie heute für die Sitzung des Rates am 3. Mai angekündigt. Zitat: „Die bisher vorgesehene vergleichende Untersuchung dreier möglicher Standorte für den Bau einer Dreifachsporthalle wird ausgesetzt. Stattdessen wird die Verwaltung beauftragt – analog zum Projekt „Erweiterung Rathaus“ – die Wirtschaftlichkeit eines Ersatzbaus für die abgängige Schulsporthalle Brüderstraße in Absprache mit der Kommunalaufsicht zu prüfen, um die Maßnahme ohne Belastung des städtischen Kreditrahmens im Investitionsprogramm abbilden zu können.“

„Die Schulsporthalle Brüderstraße ist dringend erneuerungsbedürftig. Eine Sanierung des Gebäudes ist wegen der schlechten Bausubstanz unwirtschaftlich“, heißt es in der Begründung. „Im Rahmen der Bewerbung der Stadt Remscheid im Jahre 2015 um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung von kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend, Kultur“ wurden verwaltungsseitig folgende erhebliche Mängel beschrieben:

  • keine ausreichende Kapazität für den Schulsport (sowohl der angegliederten Gesamtschule wie für die Schulen im innerstädtischen Umfeld);
  • erhebliche Schäden im Innenbereich der Halle;
  • defekte Fenster mitsamt defektem Sonnenschutz;
  • keine Wärmedämmung, d.h. erhebliche energetische Mängel;
  • fehlende Barrierefreiheit.

In der Schlussfolgerung sprach sich die Verwaltung für einen vollständigen Ersatzbau an gleicher Stelle aus, der unter Nutzung der topographischen Lage der Schule und der ehemaligen Hausmeisterwohnung die Schaffung einer Gesamtsportfläche von 3.600 m² in Form einer 3-fach-Sporthalle, einer Turnhalle und zweier Gymnastikhallen vorsah. Das Investitionsvolumen wurde zum damaligen Zeitpunkt auf 8,3 Mio. Euro beziffert.

Dem gegenüber bietet die bestehende Halle heute eine Gesamtfläche von knapp 1.000 m² in Form einer Turnhalle, einer Gymnastikhalle und eines Bewegungsraumes. Eine Förderung aus dem Bundesprogramm kam leider nicht zustande. Im Zuge der Standortsuche für eine Dreifachsporthalle im Bereich der Remscheider Innenstadt wurde die Verwaltung beauftragt, die in der Diskussion befindlichen Standorte

  • Stadtpark Remscheid (ehem. Rollschuhlaufbahn)
  • Freifläche am Städt. Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Elberfelder Straße
  • Sporthalle und Teilfreifläche an der Städt. Albert-Einstein-Gesamtschule, Brüderstraße

vergleichend zu untersuchen, um eine Standortentscheidung zu ermöglichen. Hierfür stellte der Rat mit dem Beschluss über den Doppelhaushalt 2017/2018 für das Jahr 2017 einen Betrag in Höhe von 50.000 Euro zur Verfügung. Die für den Bau – ausschließlich – einer Dreifachsporthalle erforderlichen Mittel in Höhe von 6,0 Mio. Euro wurden für spätere Jahre, d.h. nach 2021, eingestellt. Eine frühere Einplanung war wegen der Auslastung des städtischen Kreditrahmens nicht möglich.

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Sportbundes Remscheid wurde die Anregung diskutiert, analog zum Vorgehen beim Projekt der Erweiterung des Rathauses die Wirtschaftlichkeit eines Ersatzbaus an der Brüderstraße zu prüfen, um in Absprache mit der Kommunalaufsicht den Bau ohne Belastung des städtischen Kreditrahmens im Investitionsprogramm abbilden zu können. In diesem Fall könnte die Maßnahme schneller als bisher geplant verwirklicht werden.“

Waterbölles: Eine glänzende Idee! Aber mit Verlaub: Warum ist denn darauf keiner der Fachleute aus Rat und Verwaltung gekommen?

Schweiß floss für den neuen Nutzgarten

Am Samstag um 9 Uhr nahmen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bank und der Hilda-Heinemann-Schule gemeinsam eine Neubepflanzung der Außenanlage der Schule vor. Mit professioneller Unterstützung durch den Gartenlandschaftsbauer Frank Lipphard-Hahn und dank einer Pflanzenspende (Obstgehölz und Kräuter) der Deutschen Bank gelang es innerhalb eines Tages (zu dem auch ein gemeinsames Frühstück und Grillen gehörte), am Hang neben der Schule einen großen und ansehnlichen Nutzgarten anzulegen. Die Schülerinnen und Schüler können demnächst die neugestaltete Außenfläche in ihren Unterricht mit einbinden und Wachstum bzw. Ernte von Obst und Kräutern hautnah miterleben. Gleichzeitig wird die Fläche mit dem Bau und Anbringen von Insektenhotels auch zur Nutzfläche für Insekten und nützliche „Helfer“ im Garten.

Yakub Arslan führt den 8. Remscheider Jugendrat

Der 17 Jahre alte Yakub Arslan, Schüler der Albert-Einstein-Gesamtschule, der bei der Wahl des 8. Remscheider Jugendrates mit 406 die meisten Stimmen bekommen hatte, wurde gestern auf der konstituierenden Sitzung im Großen Sitzungssaal des Rathauses zum  Vorsitzende des Jugendrates gewählt. In einer Stichwahl erhielt er von den abgegebenen 15 Stimmen - alle Jugendratsmitglieder waren anwesend und gaben ihr Votum ab - acht Stimmen; auf die beiden übrigen Kandidaten Daniel Pilz und Sophie Flüß entfielen vier b zw. drei Stimmen. Auch bei den Wahlen der beiden Stellvertreter bedurfte es Stichwahlen. Die eine entschied Francesco Lo Pinto (16, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium) mit zehn Stimmen für sich; auf seinen Gegenkandidaten Bengi Aslan entfielen fünf Stimmen: In der anderen Stichwahl – für den zweiten Stellvertreter – brachte es der 17 Jahre alte EMA-Schüler dann auf acht Stimmen, eine mehr als sein Gegenkandidat Elias El Ghorchi. Damit war das neue Führungstrio des neuen Jugendrates komplett: Vorsitzender Yakub Arslan, 1. Stellvertreter Francesco Lo Pinto, 2.Stellvertreter Bengi Aslan. Gerd Dietrich-Wingender, der Geschäftsführer des Jugendrates, staunte: Fünf Kandidaten bei der Wahl des Vorsitzenden und je zehn bei der seiner Stellvertreter - das hatte es zuvor noch nie gegeben!“ Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz verpflichtete sodann die fünf Jugendratsmitglieder und wünschte ihnen eine spannende Zeit. Für die Mitglieder des 7. Jugendrates hatte er herzliche Worte des Dankes und Urkunden.

Vor Ausstellung betroffen über Amokfahrt

In der Stadtbibliothek Remscheid wurde gestern Nachmittag von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Ausstellung „verschieden | gleich | zusammen“ eröffnet, ein Foto-Projekt des Jugendzentrums „Die Kraftstation“, Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V., der Albert-Einstein-Gesamtschule (AES) und des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Remscheid, das Befindlichkeiten und Sichtweisen einer Gruppe junger Menschen in dieser Stadt sichtbar und greifbar machen will. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 der AES zeigen in unterschiedlichen Arbeiten, inszenierten Fotos und Porträts mit eigenen Textzeilen Reflexionen über sich selbst in dieser Stadt mit Menschen aus rund 140 Nationen. Und die Internationale Flüchtlingsklasse des Berufskollegs verknüpfte farbige Fotos aus der Heimat der Schüler*innen mit aktuellen Fotos von ihnen. Bei den Betrachtern sollen die Fotos eigene Reflexionen auslösen über Verschiedenheit, Gleichheit und Zusammengehörigkeit. Die künstlerische Leitung hatte der bekannte Remscheider Fotograf Thomas E. Wunsch. Das Projekt wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Sport des Landes NRW durch die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NW gefördert. Bevor der Oberbürgermeister auf die Ausstellung zu sprechen kam, äußerte er seine Betroffenheit über den gestrigen Anschlag im kanadischen Toronto, die Amokfahrt eines 25-Jährigen mit bislang zehn Toten und mehreren Schwerverletzten.