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Im JHA dürfte die Diskussion weitergehen

Politik wünscht finanzielle Entlastung der Eltern“, titelte der Waterbölles am 5. Dezember 2020. Zur Sitzung des Rates am 10. Dezember hatten die Fraktionen von SPD, Bündnis‘90/DIE GRÜNEN, FDP und DIE LINKE den Antrag gestellt, Elternbeiträge zu Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Offenen Ganztagsgrundschulen (OGGS) für die Zeit einer vollständigen oder teilweisen Schließung während einer behördlich verfügter Corona-Quarantänen oder ähnliches auf Antrag zu erstatten. Und das beschloss der Rat dann auch mit 55 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung (zählt nicht mit) einstimmig.

Doch für die CDU war das Thema damit nicht erledigt. Der Beschluss sei von der Verwaltung nicht vollumfänglich umgesetzt worden, meinte sie und verwies auf fünf Tage im Dezember, für die bisher keine Erstattung der Elternbeiträge vorgesehen sei. Die Stadt dürfe im Übrigen auch dann nicht den vollen Elternbeitrag einfordern, wenn die Kinder nur in einer Art Notbetreuung ohne qualitatives Betreuungsangebot untergebracht gewesen seien.  Das habe im Dezember für 35 Prozent der Kinder in den Kitas und OGS gegolten, hieß es am Donnerstag in der Sitzung des Hauptausschusses in der Aula der Albert-Einstein-Gesamtschule.

Der Antrag der CDU-Fraktion wurde dort von ihrem Fraktionsvorsitzenden Markus Kötter emotional vorgetragen („Auch für fünf Tage ist ein Erstattungsbetrag für manche Familien eine Menge Geld!“). Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sprach sich nach längerer Diskussion dagegen aus: „Ich betrachte diesen Antrag als erledigt“, sagte er. Und niemand widersprach! Denn da war längst klar, dass der zuständige Fachausschuss, der Jugendhilfeausschuss (JHA), das Thema in seiner nächsten Sitzung aufgreifen wird. Den Weg dorthin hatte der OB bereits zu Beginn der Diskussion gewiesen: „Wenn aus fachlicher Sicht weiterer Beratungsbedarf besteht, ist dafür nicht der Hauptausschuss, sondern der Jugendhilfeausschuss das richtige Gremium!“

Strittig dürfte dann sein, ob die Betreuung in der OGS sich auf eine Notbetreuung von  geringerer Qualität minimiert hat, wie es am Donnerstag Markus Kötter beschrieb. Teilweise hätten Kinder ihr Spielzeug von Zuhause mitbringen müssen. David Schichel von den Grünen: „Da habe ich Besseres gehört!“ Einen finanziellen Ausgleich für die „fünf vergessenen Tage im Dezember“ (Brigitte Neff-Wetzel von den Linken) hielt Schichel allerdings für berechtigt.

Bündnis hat bergische Zukunftsthemen auf der Agenda

Rund ein Jahr, nachdem die „Fridays for Future“-Gruppe Remscheid ihre Arbeit beendete, hat sich jetzt eine neue Gemeinschaft gegründet: Das neue „Bündnis Remscheid“ möchte die alten Klimaprojekte der FFF-Bewegung aufgreifen, aber auch neue Akzente setzen. Man versteht sich nicht allein als Klimagruppe, sondern als Zukunftsbündnis und setzt damit auch auf vielfältige weitere Themen.

Das „Bündnis Remscheid“ besteht im Kern aus Vertreterinnen und Vertretern von Remscheider Organisationen und Vereinen sowie aus engagierten Jugendlichen. Nicht nur Mitglieder des Jugendrats der Stadt Remscheid, sondern auch Vertreter der Natur-Schule Grund sowie der Caritas, des Kinderschutzbundes, von Greenpeace, des DGB Remscheid und von Schülervertretungen gehören der Gemeinschaft an. In Zukunft soll sie weiter wachsen; Interesse an einer Zusammenarbeit haben z.B. die örtlichen Naturschutzverbände bekundet.

Initiator und Organisator des Bündnisses ist der ehemalige Kopf der Remscheider FFF-Bewegung, Daniel Pilz. Er sieht die neue Gruppe strukturell gut aufgestellt: „ Im Gegensatz zur damaligen FFF-Gruppe bilden jetzt Organisationsvertreter den Rahmen, in welchem sich junge Menschen engagieren und einbringen können. Das sorgt dafür, dass wir in Zukunft stabiler aufgestellt sind und gemeinsam kontinuierlicher arbeiten können. Es ist wichtig, dass sich Jugendliche auch außerhalb der politischen Blase für ihre Themen stark machen können.“ Pilz spricht damit das plötzliche Auseinanderbrechen der FFF-Bewegung kurz vor der Abiturphase im März 2020 an. Das neue Bündnis solle keine Neuauflage der Remscheider „Fridays for Future“-Bewegung sein, sondern etwas ganz Neues: „Thematisch soll es jetzt nicht mehr nur um den Klimaschutz gehen. Die Ziele der Berliner FFF-Bewegung sind ohnehin für eine Stadt wie Remscheid schwer umzusetzen. Es geht um generelle Zukunftsthemen in unserer Region. Mir persönlich ist der soziale Zusammenhalt beim Thema Klimaschutz ein Kernanliegen“, so Daniel Pilz.

“Klimaschutz, ohne das Soziale zu bedenken, ist nicht möglich. Jeder muss mitgenommen werden, niemand darf vergessen werden. Klimaschutz darf nicht zu Lasten der Schwächsten gehen. Vor dieser Zukunftsdebatte stehen wir, auch hier im Bergischen. Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass sowohl Vertreter von Umwelt- als auch von sozialen Organisationen dabei sind. Es geht darum Umwelt und Soziales zu versöhnen und gemeinsam auf Zukunftsthemen in unserer Region aufmerksam zu machen.“

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Schulschließung verstärkt ungleiche Entwicklung

Pressemitteilung des Kinderschutzbundes Remscheid

Der Kinderschutzbund Remscheid warnt sehr eindringlich vor Überlegungen, die Schulen für die jüngeren Schülerinnen und Schüler - vor allem die Grundschulen und Förderschulen - ganz zu schließen. Die Schulen müssen geöffnet bleiben für solche Kinder, die zu Hause keine angemessene Unterstützung im Lernprozess erhalten können, z.B. wegen zu engem Wohnraum, fehlendem Rückzugsraum zum Lernen, überforderten Eltern oder fehlender digitaler Infrastruktur. Diese Probleme dürfen nicht auf dem Rücken dieser Kinder ausgetragen werden. Zahlreiche Eltern - aus welchen Gründen auch immer - sind am Limit und brauchen Entlastung. Für diese Kinder ist die Schule ein wichtiger Schutzraum und ein nicht ersetzbarer Raum sozialer Interaktion. Diese schwächeren Kinder fallen im Lernprozess zurück und die ungleiche Entwicklung in der Bildung wird größer. Das Schulministerium erlaubt die Betreuung von Schulkindern, wenn die Eltern erklären, ihre Kinder nicht zu Hause betreuen zu können. Von Seiten des Schulministeriums für die Entscheidung über die schulische "Notbetreuung"  von Kindern die Begriffe "Kindeswohlgefährdung " und "Jugendamt" ins Spiel zu bringen, verursacht Ängste bei Eltern und birgt die Gefahr der Stigmatisierung. In der Anmeldung für den Präsenzunterricht sollte kein Grund angegeben werden müssen.

Die Bildungskrise trifft nicht alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen - es trifft die jüngeren stärker als die älteren. Natürlich gibt es auch die Kinder und Jugendlichen, die relativ gut durch die Krise kommen, weil sie gute unterstützende Voraussetzungen zu Hause vorfinden, eigene Lernkompetenzen entwickelt haben oder in der digitalen Welt gut zurechtkommen. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen individuelle Wochenpläne für die einzelnen Schülerinnen und Schüler erarbeiten. Für die Kinder in der Präsenzbetreuung besteht die Chance in kleinen Gruppen bisherige Schwächen aufzuarbeiten und bei den Aufgaben pädagogisch betreut zu werden. Darüber hinaus sollten wir sehen, dass es alle Schülerinnen und Schüler hart trifft, dass "Nebenfächer" wie Musik, Kunst und Sport, nicht stattfinden können, die jedoch in der kindlichen Entwicklung eine wichtige Rolle spielen.  (Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender)

Großes Engagement für Kinderrechte

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Ich erinnere mich noch gut an das Jahr 2015. Damals lud mich die Klasse 4 b) der Grundschule Siepen ein. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich viele Gedanken gemacht und sehr bewegende Reden verfasst“, erinnert sich der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf. „Mit den Kindern diskutierte ich über die Rechte der Kinder – nicht nur bei uns in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Mein Wunsch an die Klasse war es, dass alle diesen Einsatz für Schwächere beibehalten und sich auch in den nächsten Jahren stark machen für eine gerechtere Gesellschaft.“

Die Reden beeindruckten den Landtagsabgeordneten so sehr, dass er sie der damaligen Landtagspräsidentin Carina Gödecke übergab, die daraufhin die Klassensprecherin Lea Sophie Zarrath, den Klassensprecher Tom Wessel gemeinsam mit ihrer Lehrerin Iris Theuermann und der Schulleiterin Nicola Pernat in den Landtag einlud. Dort trug Lea Sophie sehr bestimmt vor der Landtagspräsidentin Carina Gödecke ihre Rede zu den Rechten von Mädchen vor und mahnte Gleichberechtigung an – in allen Ländern der Erde.

„Noch heute hebe ich die Reden in einem besonderen Ordner auf. Sie erinnern mich daran, wie sehr Kinder sich bereits mit ihren Rechten befassen und wie viel Verständnis sie für die komplexen Zusammenhänge aufbringen. An manchen Tagen haben mir diese Reden bereits Mut gemacht und meine Laune gebessert, wenn es im politischen Tagesgeschäft allzu mühsam voranging und im Stocken war. Und es ist einfach ein schöne Sache, dass nun die Chance besteht, dass Kinderrechte auch auf Verfassungsebene ein stärkeres Gewicht bekommen“, so der Abgeordnete. „Beim bundesweiten Vorlesetag im Jahr 2019 habe ich in der Offenen Ganztagsgrundschule Am Steinberg auch zu diesem Thema einen Abschnitt aus dem Buch ‚Justine und die Kinderrechte‘ vorgelesen. Die zwölf Kurzgeschichten in diesem Buch sind je einem wichtigen Kinderrecht gewidmet. In der Geschichte ‚Armer Jonas‘, die ich vorgelesen habe, hilft Justine einem Jungen dabei, sein Recht auf einen angemessenen Lebensstandard zu erstreiten. Er überzeugt seine Eltern, Unterstützung beim Sozialamt zu beantragen. So wird auch ihm aus einer armen Familie die Klassenfahrt ermöglicht. Auch in dieser Klasse waren die Schülerinnen und Schüler gut informiert und kannten sich mit ihren Rechten aus.“

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Sechs KiTas um Zahngesundheit bemüht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Unter dem Motto „Alle Kinder haben das Recht auf gesunde Zähne“ bietet der Arbeitskreis „Zahngesundheit für Remscheid“ die Karies-Gruppenprophylaxe nach § 21 SGB V in Kindertageseinrichtungen, Grund- und Förderschulen an. Während der Corona-Pandemie ist dieses Angebot leider nicht möglich. Auch das tägliche Zähneputzen in der Kindertageseinrichtung findet nicht wie gewohnt statt. Eine willkommene Abwechslung in Zeiten der Corona-Pandemie bot sich den Remscheidern Kindertageseinrichtungen allerdings mit dem vom Arbeitskreis „Zahngesundheit für Remscheid“ angebotenen Projekt zum Thema Zahngesundheit. Sechs Kindertageseinrichtungen widmeten sich intensiv der Zahngesundheit und Kariesvorbeugung. Für die Teilnahme lockte der ZahnGesundheitsPreis in Höhe von je 200 Euro für jede teilnehmende Kindertageseinrichtung. Folgende sechs Kindertageseinrichtungen haben teilgenommen: Städt. KiTa Honsberg, Städt. KiTa Remscheider Straße, Ev. KiTa Gertenbachstr., Ev. KiTa Steinackerstr., Kath. KiTa St. Josef, KiTa Sterntaler des Caritasverbandes.    

Nach Abschluss der Projektphase präsentierten die Kindertageseinrichtungen dem Arbeitskreis mit einer umfangreichen Dokumentation ihre Ergebnisse und Ideen: Die KiTas beschäftigten sich mit unterschiedlichen Fragestellungen und Arbeitsaufträgen zum Thema. In den Mittelpunkt rückten dabei natürlich die „Zähne“, das heißt die Milchzähne, die Wackelzähne, die „großen“ bleibenden Zähne, die Funktion der Zähne, der Aufbau der Zähne, die Zahnbakterien, der Zahnbelag, die Pflege und die richtige Zahnputztechnik, der Zahnarzt und natürlich die gesunde zuckerarme Ernährung.

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FÖJ-Stelle muss nachbesetzt werden

Die Natur-Schule Grund teilt mit, dass ab dem 1. Februar ein Platz im laufenden Freiwilligen Ökologischen Jahr 2020 / 2021 nachbesetzt werden muss. Um kurzfristige Bewerbungen werden junge Menschen in Remscheid, Wuppertal und der unmittelbaren Umgebung gebeten, die evtl. keinen Ausbildungsplatz bekommen haben oder sich noch beruflich orientieren. Für diesen Nachrückerplatz im FÖJ können BewerberInnen mit Abschluss in der Sekundarstufe I (Haupt- oder Realschule) oder mit Fachhochschulreife oder Abitur berücksichtigt werden. Möglich ist auch eine Bewerbung für Menschen ganz ohne Schulabschluss. Interessierte können sich aber auch direkt bei der Natur-Schule Grund in Remscheid für die freiwerdende FÖJ-Stelle melden (02191 3748239 oder info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de). BewerberInnen sollten sich auf der Internetseite des Landschaftsverbandes Rheinland, der für Remscheid zuständigen FÖJ-Zentralstelle, unter www.foej.lvr.de über das FÖJ informieren. Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben."

Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet Einblicke in die ökologischen Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung. Es bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich ein Jahr lang konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima-, Natur- und Umweltschutz zu verbessern. Zum FÖJ gehört u.a. die Teilnahme an mehreren Seminaren, an Praktika und vielem mehr.
Auch seit August des vergangenen Jahres leisten wieder engagierte Freiwillige ihr FÖJ in der Remscheider Umweltbildungsstation. Da eine der Freiwilligen jetzt leider gekündigt hat, ist eine Nachbesetzung für das laufende FÖJ erforderlich, das ein halbes Jahr bis Ende Juli 2021 dauern wird.

In der Natur-Schule Grund versorgen die FÖJlerInnen u.a. die Hühner und sind für Pflege, Pflanzung und Planung konkreter Flächen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z. B. umweltpädagogische Materialien, die dann in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter, säen Salat, Kräuter und Gemüse und pflegen die Staudenbeete. Dabei sind die jungen Leute bei Wind und Wetter draußen aktiv. Infolge der Corona-Beschränkungen sind zur Zeit auch viele  Arbeiten am Computer erforderlich.

Balzgesang des Grünspechts schon im Januar

Er ist ein scheuer Geselle, aber auch in Gärten wieder regelmäßig zu beobachten, der Grünspecht (auch bekannt als Grasspecht, Erdspecht oder „Fliegender Zorro“). Rote Kappe, grünes Gefieder, schwarze Augenmaske und ein Gesang, der an das Lachen eines Menschen erinnert, so kennt man den lachenden Specht, den Grünspecht, Picus viridis, aus der Familie der Erdspechte, der Picidae. Er wird bis 32cm lang und hat eine Spannweite von etwa 52 cm. Bereits Ende Januar beginnen die Balzgesänge; gebrütet wird zwischen April und Mai. Als Wohnraum braucht der Grünspecht dicke, alte Bäume, mit möglichst schon weichem, morschem Holz, um hier eine Bruthöhle anzulegen. Das Brutpaar, das meist nur für eine Saison zusammenbleibt, zimmert gemeinsam, was die Paarbindung festigt. Bevorzugte Bäume für Bruthöhlen sind Weiden, Pappeln und Obstbäume. Verlassene Höhlen sind begehrt bei Nachmietern wie Staren, Meisen, Kleibern, Gartenrotschwanz, aber auch bei Fledermäusen, Hornissen oder Siebenschläfern.

Das Weibchen legt fünf bis acht weiße Eier auf die durch die Bauarbeiten entstandenen Späne, es wird kein Nistmaterial eingebracht. Weibchen und Männchen teilen sich das Brutgeschäft, die Jungen schlüpfen nach 14 bis 17 Tagen, sind nach 23 bis 27 Tagen flügge und beginnen bereits im darauffolgenden Jahr selber zu brüten. Lieblingsspeise des tagaktiven Grünspechts sind Ameisen, notfalls auch Insekten, Regenwürmer, Schnecken oder Obst. Unter den Spechten ist der Grünspecht der mit der längsten Zunge. Um an die begehrte Beute zu gelangen, wird der Schnabel als Axt oder Zange eingesetzt, um Löcher in Ameisennester zu bohren. Dann stochert die bis zu zehn Zentimeter lange, klebrige Zunge, ein empfindliches Tastorgan, in die offenen Gänge hinein und fördert Ameisen, Puppen, Larven und Eier zu Tage. So vertilgt der Grünspecht bis zu 2000 Ameisen pro Tag.

Der Grünspecht verlässt uns über Winter nicht. Er ist ein Stand- oder Strichvogel. Während er im Sommer kleine Ameisenarten, zu erkennen an kleinen Erdhäufchen an der Erdoberfläche, bevorzugt, dienen ihm im Winter oft auch die großen Nesthügel der größeren Waldameisen als Nahrungslieferanten. Grünspechte können auch unter dem Schnee versteckte Ameisennester wiederfinden. Problematisch wird es, wenn die Schneedecke sehr dick wird oder die Erde sehr fest gefroren ist.

Auf Grund seiner Ernährungsweise bevorzugt der Grünspecht als Lebensraum baumbestandene Gärten, Parkanlagen, Waldränder und die immer seltener werdenden Streuobstwiesen. Um diesem hübschen Vogel, dem lachenden Specht, Lebensraum und Futterquellen zu erhalten, sollte im eigenen Garten auf den Einsatz von Pestiziden und Dünger verzichtet werden.

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp
Eure / Ihre Stefanie Barzen

Kita-Gebühren werden Eltern erstattet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach einem Ratsbeschluss werden die Gebühren für November und Dezember 2020 den Eltern zurück erstattet, sofern die Kita, die Tagespflege oder die OGS als Folge behördlich verfügter Corona-Quarantäne geschlossen war beziehungsweise coronabedingt nur eine reduzierte Regelbetreuung angeboten werden konnte. Ein entsprechender Antrag ist bei der Kita, der Tagespflege und der OGS erhältlich. Für Januar 2021 hat das Land NRW mit den kommunalen Spitzenverbänden eine generelle Regelung vereinbart, die auch für Remscheid – vorbehaltlich einer Dringlichkeitsentscheidung im Rathaus – gültig sein wird. Hierbei erfolgt eine Rückerstattung bereits bezahlter Beiträge automatisch. Die durch entstehenden Einnahmeausfälle teilen sich das Land NRW und die Kommunen. Von diesen Regelungen werden viele Eltern betroffen sein. Die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Soziales und Wohnen tun alles, was möglich ist, für eine zeitnahe Bearbeitung. Mit längeren Wartezeiten ist leider trotzdem zu rechnen.

Verzögerte Platzvergabe zum neuen Kita-Jahr

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die 61 Remscheider Kindertageseinrichtungen hatten sich ursprünglich verständigt, die Eltern ab heute (11.01.) darüber zu informieren, ob ihnen ein Kindergartenpatz zum 1. August angeboten werden kann. Alle Eltern wissen entsprechend Bescheid und warten natürlich auf positive Nachrichten. Nun jedoch starten alle Kitas heute in den eingeschränkten Pandemiebetrieb. Den Betrieb umzustellen, erfordert organisatorische Veränderungen, die im Moment mit Hochdruck geplant und umgesetzt werden. Die Info an die neuen Eltern kann sich nun an einzelnen Standorten etwas verspäten. Alle Einrichtungen versuchen jedoch, das im Januar zu schaffen.

56 Prozent der I-Dötze mit Zuwanderungsgeschichte

Entsprechend der schulgesetzlichen Regelungen werden Kinder, die bis zum 30. September 2021 das sechste Lebensjahr vollendet haben, zum Schuljahr 2021/2022 (1.8.2021) schulpflichtig. Für das Anmeldeverfahren standen 1087 schulpflichtige Kinder an (im Vorjahr waren es 1085 Kinder). Die Zahl der schulpflichtigen Kindern reduziert sich allerdings um 30 auf 1057 durch vorzeitige Einschulungen (13), Wegzüge (10) zurückgestellte Einschulung (1) und Beschulung außerhalb von Remscheid (6). Für Familien hat die wohnortnahe Beschulung weiterhin eine hohe Priorität. Der Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte liegt wie auch im Vorjahr bei rund 56 Prozent. „Gemeinsam mit der Schulaufsicht, dem Kommunalen Integrationszentrum, den Schulen und der Verwaltung ist es bisher gelungen, für Kinder aus Zuwandererfamilien wohnortnah einen Platz an einer Grundschule bereitzustellen. Jedoch ist die weitere Entwicklung ständig zu beobachten und mit den schulischen Kapazitäten (Personal, Räume) abzugleichen“, teilt die Verwaltung dem Schulausschuss zu seiner Sitzung am 20. Januar mit.

Bisher wurden 990 schulpflichtige Kinder an den städtischen Grundschulen angemeldet. Hinzu kommen 18 eventuell vorzeitig einzuschulende Kinder. 29 Kinder wurden an der Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) angemeldet, davon 25 ebenfalls an einer Remscheider Grundschule. Nach Auskunft der Rudolf-Steiner-Schule ist mit einer Aufnahmeentscheidung erst nach Ostern 2021 zu rechnen.

Das Montessori-Angebot wird in Remscheid nach wie vor nachgefragt. Aktuell verfügt die GGS Hackenberg neben dem Regelunterricht  über ein zusätzliches Montessori-Angebot. Angemeldet wurden für 2021/2022 insgesamt 21 SuS. Aufgrund der begrenzten Kapazität konnten lediglich 14 angenommen werden. An der GGS Adolf-Clarenbach / Standort Goldenberg und an der GGS Siepen fließen die Montessori-Kriterien in den Unterricht ein. Eine Ausweitung von Montessori-Angeboten gestaltet sich aufgrund der knappen personellen Ressourcen von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften sowie der teilweise ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten schwierig. Dies führt dazu, dass nicht allen Wünschen entsprochen werden konnte.

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Symbolischer Besuch der Sternsinger im Rathaus

Die Sternsinger-Aktion 2021 unter dem Motto “Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ will gerade in pandemischen Zeiten ein Zeichen für weltweiten Zusammenhalt und Zuversicht setzen. Und trotz des Corona-Virus nehmen Remscheider Mädchen und Jungen an der Sternsinger-Aktion der katholischen Kirche unter dem Leitmotiv "Segen bringen, Segen sein" teil. Wenngleich „auf ganz anderen Wegen“ als sonst, wie der Waterbölles schon am 29. Dezember berichtete. Normalweise ziehen junge Sternsingerinnen und Sternsinger durch die Straßen, segnen Häuser und bitten um Spenden. Das war in diesem Jahr unmöglich. Und es war deshalb auch eher ein symbolischer Besuch, zu dem eine dreiköpfige Sternsinger-Gruppe unter der Leitung von Marion Kurp von der katholischen Pfarrei St. Suitbertus in Alt-Remscheid gestern ins Remscheider Rathaus kam, wo sie von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz empfangen wurde. Im Eingangsbereich des Rathauses nahm er die traditionelle Segensbitte „20*C+M+B+21“ („Christus mansionem benedicat“ – Christus möge dieses Haus segnen!) in Empfang.

In den vergangenen mehr als sechs Jahrzehnten sammelten die Sternsinger bundesweit etwa 1,19 Milliarden Euro für mehr als 75.600 Projekte zugunsten von Kindern in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa – in den vergangenen Jahren kam jährlich ein fünfstelliger Betrag davon aus Remscheid. Wer spenden will, kann einen Geldbetrag auf das Konto der Katholische Kirchengemeinde Sankt Suitbertus überweisen (IBAN: DE33 3405 0000 0000 0047 62, Verwendungszweck: Sternsinger). Der Segenswunsch kommt dann per Post ins Haus.

Klarheit und Verlässlichkeit für Schulen und Kitas

Pressemitteilung der Fraktion der Grünen

„So kann es nicht weitergehen“, sagt Jutta Velte, schulpolitische Sprecherin der Remscheider Grünen, mit Blick auf die möglichen Vorgaben des Ministeriums für die Schulen. „Kinder, Eltern und Lehrkräfte brauchen Klarheit, Planbarkeit und Verlässlichkeit. Arbeitgeber müssen informiert, die Kinderbetreuung im Lockdown sichergestellt, der Unterricht geplant und wichtige Abschlussklausuren geschrieben werden. Nach den gestrigen Gesprächen zwischen Bund und Ländern ist immer noch nicht klar, wie und unter welchen Bedingungen der Unterricht nach dem 11. Januar laufen soll. Die Schulen sollen „weitestgehend“ geschlossen bleiben. Letztendlich entscheiden wird das NRW-Landeskabinett heute in einer Sondersitzung. Es wäre an der Zeit, sich nicht in realitätsfernen Überlegungen zu ergehen, sondern den Schulen endlich die Möglichkeit zu geben, angepasst zu agieren. Das gilt selbstverständlich auch für die Situation in den OGS.“

„Die unübersichtliche Situation setzt sich in den Kitas fort“, ergänzt Ilka Brehmer, familienpolitische Sprecherin der Grünen. „Es gibt bisher weder klare Regeln noch Planbarkeit. Offenbar gibt es in den Ministerien keine Kenntnisse über die realen Situationen in den Familien. Homeoffice kann zur Belastung werden und es sind einmal mehr die Mütter, die jedwede Idee ausbaden müssen.“ Einig sind sich die beiden Ratsfrauen in der Einschätzung, dass unter der Situation insbesondere die Kinder und Familien leiden, die aus einkommensschwachen Familien stammen. „Besonders die Kinder von Familien mit Fluchthintergrund sind stark betroffen. Durch den Lockdown fällt der wichtige Kontakt zu den deutschsprachigen Kindern weg und damit die Chance in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Das ist tragisch. Besonders schlimm: keines der Ministerien hat diese Kinder auch nur im Blick.“