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Essen für städtische Kitas kommt von apetito

Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz NRW) regelt das Angebot einer Mittagsverpflegung in den Kindertageseinrichtungen. Wird dort ein Mittagessen angeboten, ist demzufolge jedem Kind mit einer wöchentlichen Betreuungszeit ab 35 Stunden die Teilnahme grundsätzlich zu ermöglichen. Der Träger der Kindertageseinrichtung entscheidet, ob das Mittagessen täglich in der Einrichtung zubereitet oder von einem Caterer angeliefert wird. Bei der Anlieferung kann zwischen Warmanlieferung oder Lieferung von Gefrierware unterschieden werden.

Der Träger der Kindertageseinrichtung entscheidet im Rahmen des Betreuungsvertrages über die Höhe des täglichen oder monatlichen Entgeltes, das die Eltern für das Mittagessen direkt an den Träger zahlen. Die Eltern werden vom Personal des Trägers darauf hingewiesen, dass evtl. eine finanzielle Unterstützung im Rahmen von Bildung und Teilhabe in Anspruch genommen werden kann. Antragsunterlagen werden in den Einrichtungen vorgehalten. In den 60 Remscheider Kindertageseinrichtungen sind – abhängig von der Entscheidung des Trägers – alle Zubereitungsformen in der Mittagsverpflegung vertreten. (...) Es ist grundsätzlich ... davon auszugehen, dass die konzeptionellen Überlegungen zum Mittagessen, wie Mitwirkung der Kinder bei der Speiseplangestaltung, Wirtschaftlichkeit, gesunde Ausgewogenheit des Angebotes bei allen Trägern gleichermaßen Berücksichtigung finden.

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Zertifizierung des Schulessens wäre zu aufwendig

Alle OGS in Remscheid bieten eine Verpflegung an, die sich an den Standards der DGE orientiert. Im gleichen Maße trifft dies auch auf die Anbieter in den Schulen der Sekundarstufe zu. Als Mindestanforderung für die Caterer gibt der Schulträger vor, dass die Auswahl und Zusammenstellung der Speisepläne in Bezug auf Menge und Qualität auf Basis der ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gemäß ihrer aktuellen Veröffentlichung „Qualitätsstandards für Schulverpflegung“ (in der jeweils gültigen Fassung) erfolgen muss. Die Schulen der Sekundarstufen, deren Mensa beispielsweise durch einen Förderverein betrieben wird, sehen ihre Verpflichtung ebenfalls darin, eine ausgewogene, möglichst qualitativ hochwertige Verpflegung anzubieten. Die Ausgestaltung liegt in der eigenen Verantwortung der Betreiber.

Nach Kenntnis des Schulträgers wurde an keiner Schule eine Zertifizierung auf der Grundlage der Standards vorgenommen. Die Zertifizierung beinhaltet ein aufwendiges Verfahren im Rahmen verschiedener Zertifizierungsarten. Der Aufwand und Nutzen dieses Verfahrens für Schulen steht in keinem Verhältnis. Darüber hinaus können einzelne Aspekte der Zertifizierung auch nur bedingt umgesetzt werden.  So sind zum Beispiel die Standards, dass für die Mittagspause mindestens 60 Minuten zur Verfügung stehen oder der Umstand, dass für Ausgabe und Verzehr von Speisen ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen muss, in den OGS in Remscheid nur bedingt umsetzbar. Darüber hinaus stehen die konkreten Speiseempfehlungen auch immer im Spannungsfeld zwischen den von Schülern gewünschten Speisen  und  gesundheitlichen und ernährungswissenschaftlichen Aspekten. Insbesondere ältere Kinder machen vor diesem Hintergrund je nach Lage der Schule, von der Möglichkeit Gebrauch, das Schulgelände zu verlassen und etwas anderes zu essen. Von den externen Caterern hat ein Anbieter die Zertifizierung  nach dem DGE Qualitäts-standard für die Schulverpflegung erhalten.

Im Rahmen der „Gesundheitskonferenz“ wurden vor einigen Jahren gemeinsam „Standards für Ernährung und Bewegungsförderung von Kindern in Remscheid“ entwickelt. Es gab eine Arbeitsgruppe „Kinder im Grundschulalter“, die sich an der Entwicklung der Standards beteiligte und die Umsetzung dieser Standards in allen Schulen zum Ziel hatte. Die Träger der OGS waren an der Entwicklung und Umsetzung der Standards beteiligt und sehen sich diesen Empfehlungen auch weiterhin verpflichtet und arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung.

Die Gestaltung der Mittagessen ist Aufgabe der Anbieter an der jeweiligen Schule. Das sind in den Grundschulen die Maßnahmeträger der OGS und an den weiterführenden Schulen die Mensavereine, Fördervereine oder beauftragte Caterer. Demzufolge ist es deren Aufgabe das Thema mit den Mitarbeiter*innen zu thematisieren und sie fachgerecht zu schulen. Das Thema „Gesunde Ernährung“ ist über alle Schulen hinweg ein Thema, dem eine besondere Bedeutung beigemessen wird. In der Selbstverpflichtung, sich diesem wichtigen Thema angemessen und altersgerecht zu nähern, finden unterschiedliche Aktionen („Gesundes Frühstück“, Aktionstage mit gemeinsamer Essenszubereitung, Theaterstücke etc.) statt. Hier zeigt es sich, dass an allen Schulen eine hohe Sensibilität und Verantwortung dafür vorhanden ist, Kindern und Jugendlichen an Remscheider Schulen eine ausgewogene und gesunde Ernährung anzubieten.

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Ein Geschenk für kleine Alltagshelden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern sind tagtäglich mit nicht altersgemäßen Belastungen konfrontiert. Selbstbestimmtes Spielen kommt deshalb oft zu kurz. Mit einem Kunstprojekt möchte das Remscheider Netzwerk „Kleine Helden“ belasteten Kindern spielerische Erfahrungen ermöglichen und eine positive Selbstwahrnehmung stärken.

Milas Lieblingspuppe liegt seit Tagen unberührt in der Ecke. Die Siebenjährige hat heute noch viel zu erledigen: Das schmutzige Geschirr stapelt sich in der Küche, ihr kleiner Bruder hat Hunger und ihre Mutter braucht dringend ein Glas Wasser. Mila weiß, immer wenn Mama Kopfschmerzen hat, muss es schnell gehen. Das Mädchen holt routiniert Kopfschmerztabletten, ein Glas Wasser und einen feuchten Lappen. Jetzt kann sie sich um ihren Bruder und dann um den Abwasch kümmern.

Als Tochter einer Suchtkranken hat Mila schnell gelernt, Verantwortung für die Familie zu übernehmen. Ob es ihrer Mutter gut oder schlecht geht, kann sich schnell ändern. Mila ist auf diese Stimmungsschwankungen eingestellt und weiß, wie sie reagieren muss. Da sich ihre Eltern getrennt haben, hat die Grundschülerin ihr Leben voll und ganz auf die Bedürfnisse ihrer Mutter und ihres Bruders ausgerichtet. Wann sie zuletzt gespielt hat, weiß Mila nicht mehr. Wann sich jemand für sie persönlich Zeit genommen hat? Mila kann sich beim besten Willen nicht erinnern.

Spiel, Entspannung, Zeit und Raum für sich selbst, ohne Familie – das ist für Mila Luxus und zugleich ihr größter Wunsch. Das Remscheider Netzwerk „Kleine Helden“ weiß um diesen Bedarf von Kindern suchtkranker und psychisch kranker Eltern. In dem Netzwerk arbeiten Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen zusammen, um die Lebenssituation der Kinder nachhaltig zu verbessern.In enger Kooperation mit den Eltern, den begleitenden Erziehungshilfen sowie mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid ist es dem Netzwerk gelungen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die Bedürfnisse vielfach belasteter Grundschulkinder in den Mittelpunkt stellt. Träger des Projektes ist das Diakonische Werk des Kirchenkreises Lennep. Eigenmittel seitens des Diakonischen Werkes, der Heilpädagogisch-therapeutischen Praxis Katrin Binner sowie der Stadt Remscheid tragen im Wesentlichen zur Umsetzung bei. Gefördert wird das Projekt von der Koordinationsstelle Kinderarmut des LVR-Landesjugendamtes Rheinland (Landschaftsverband Rheinland) sowie mit Mitteln der gemeinnützigen Auridis-Stiftung. Durch künstlerisches Gestalten, Musik und Tanz lernen die Kinder, sich neu zu erleben. Der geschützte Raum erlaubt es ihnen, gemeinsam Spaß zu haben und den Alltag zu vergessen. Die erfahrenen Tanz- und Musiktherapeutinnen Irmela Boden und Deborah Mayer leiten das Projekt, begleitet von zwei pädagogischen Fachkräften. Von den Herbstferien bis in die Weihnachtszeit finden mehrere Treffen statt, an denen rund zehn Kinder teilnehmen.

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Leider keine Abstriche bei den Kita-Gebühren

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Die Landesregierung hangelt sich von einem Rettungspaket zum nächsten. Aber substanzielle Verbesserungen? Fehlanzeige. Eine wesentliche Verbesserung für Familien in unserem Land wäre die vollständige Abschaffung der Kita-Gebühren“, meint der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Aber die lehnt die Landesregierung ab. Im heutigen Plenum haben wir einen entsprechenden Antrag für eine beitragsfreie KiTa vorgelegt. CDU und FDP  - auch Jens Nettekoven - haben dagegen gestimmt. Wir brauchen die gebührenfreie KiTa. Das entlastet die Familien und schafft gleiche Chancen für alle Kinder auf die frühkindliche Bildung.“

Das fordern auch mehr als 55.000 Eltern in Nordrhein-Westfalen, die sich an der Online-Petition „Abschaffung der KiTA-Gebühren in NRW“ (Open Petition) beteiligt haben. Auch „Beitragsfreie KiTa-Plätze – für ganz Deutschland“ (change.org) setzt sich mit über 70.000 Mitunterzeichnenden für Gebührenfreiheit ein. „Es muss das Ziel sein, möglichst früh Ungleichheiten bei den Bildungschancen zu verringern und alle Bildungspotenziale zu nutzen. Beitragsfreiheit ist elementar, um Aufstieg durch Bildung ein realistisches Versprechen werden zu lassen. Zudem wird dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt. Es kann nicht sein, dass der Wohnort der Eltern darüber entscheidet, welche Kitagebühren sie bezahlen. Durch die Beitragsfreiheit, wie bereits im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung praktiziert, können einheitliche Lebensverhältnisse im Land geschaffen werden.“, so Wolf.

Durch den Winterwald wandern

Baumrinde in der tiefstehenden Sonne, vom Regen erzeugter Schaum am Baumstamm, Haareis im Bachtal, Spuren von Tieren im Schnee oder holzzersetzende Pilze - der Winterwald hält viele interessante Momente für uns Menschen bereit. Die Natur-Schule Grund bietet Gelegenheit, bei einer Winterwanderung die verschiedenartigen Wälder und Forstbestände zwischen Grund und Grüne sowie ihre Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt kennen zu lernen. Die Wanderung unter Leitung des Biologen Jörg Liesendahl startet am Sonntag, 16. Dezember, um 10 Uhr an der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, und dauert ca. drei Stunden. Bei wetterfester Kleidung und warmem, die Feuchtigkeit abhaltendem und festem Schuhwerk ist die Wanderung geeignet für interessierte Erwachsene und Familien mit Kinder ab sechs Jahren.
Kinder (bis 15 Jahre) zahlen drei Euro, Erwachsene sechs Euro, Familien mit zwei eigenen Kindern 15 Euro und für jedes weitere eigene Kind 1,50 €. Eine Anmeldung bis Freitag, 14. Dezember, ist unbedingt erforderlich unter Tel. RS 374 8239 bzw. E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Eine Erzieherin mit Herz, Seele und Verstand

Katharina Wolf, die Leiterin der städtischen Kita am Holscheidsberg, wurde gestern von den Mitarbeiter/innen, langjährigen Wegbegleitern und Freunden in den Ruhestand zum 1.1.2019 verabschiedet. Ein herzlicher Abschied, aber auch mit Wehmut.

Als Erzieherin im Anerkennungsjahr fing Katharina Wolf 1975 in der Kita Paulstraße bei der Stadt Remscheid an. Von 1990 bis 1997 war sie Leiterin Kita Henkelhof. Zur Kita Eberhardstraße, aus der die neue Kita am Holscheidsberg hervor ging, kam sie 1997. Der Beruf war für Katharina Wolf immer auch Berufung. Dank und Anerkennung für 35 Jahre Kita-Leitung sagten gestern u. a. auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus und der für Kitas in der Stadtverwaltung zuständige Abteilungsleiter Peter Nowack.

Dass sie mit Herz, Seele und Verstand, engagiert und interessiert, Erzieherin sei, bescheinigte ihr gestern u. a. auch Bezirksbürgermeister Otto Mähler, der sie  seit 1980 auf ihrem beruflichen Weg begleitet hat. Katharina Wolf (ihr Vater Peter Wolf war vom 8. Mai 1963 bis zum 19. Oktober 1964 Oberbürgermeister der Stadt Remscheid) kündigte an, sich im Ruhestand mehr um ihr Pferd und um ihren Hund kümmern zu wollen: „Ein Couchpotato werde ich bestimmt nicht!“. Und im Übrigen reise sie auch sehr gerne. Alles Themen, über die sich Otto Mähler mit Katharina Wolf gerne unterhalten würde. Aber ein Thema hätten sie in den vergangenen Jahren stets ausgespart – die Kommunalpolitik. Vater Wolf war CDU-Mitglied.

BV Süd machte sich Kita-Entscheidung nicht leicht

„Der Blaue Mond soll stehen, sonst muss der ALDI gehen“, prangte auf dem kleinen gelben Schild links neben dem inzwischen allseits bekannten Transparent, mit dem sich Bernd Schützenberg und seine „Mond-Akteure“ gestern gegen 17 Uhr vor dem Eingang zur Sophie-Scholl-Gesamtschule postiert hatten – so zusagen als Empfangskomitee für die Kommunalpolitiker der Bezirksvertretung Süd, die sich um 17.30 Uhr in der Mensa der Schule zu ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr trafen. Gerne hätten die Mitglieder der Bürgerinitiative auch im Inneren der Schule demonstriert (schon wegen der Heizung), doch das hatte Bezirksbürgermeister Stefan Grote nicht erlaubt. Die Schule sei „neutrales Gelände“, habe er ihm erklärt, verriet Schützeberg.

In der weisen Voraussicht, dass (ausnahmsweise) viele Bürgerinnen und Bürger diese Sitzung miterleben wollten, hatte Bezirksbürgermeister Stefan Grote die große Mensa als Tagungsraum gewählt. Und tatsächlich interessierten sich rund 30 Anwohner des Hohenhagens für einen ganz bestimmten Punkt auf der Tagesordnung: den geplanten Bau einer vierzügigen Kindertagesstätte an der Sedanstraße. Der demontierte Mannesmann-Turm auf dem ALDI-Gelände an der Burger Straße kam in der Sitzung nur am Rande zur Sprache.

Um es vorweg zu nehmen: Bei zwei Enthaltungen stimmten die BV-Mitglieder einstimmig für den Beschlussvorschlag der Verwaltung: „Die Bezirksvertretung Süd beschließt für die Errichtung und verkehrliche Anbindung einer viergruppigen Kindertageseinrichtung an der Sedanstraße gegenüber der GGS Walther-Hartmann ... die Änderung der Verkehrsführung mit der Empfehlung an die Verwaltung, die vorhandene temporäre Halteverbotszone auf etwa der Hälfte der Sedanstraße um ... zwei Parkplätze zu vergrößern.“ Mit der größeren Ausweichfläche bekomme der Begegnungsverkehrs mehr Möglichkeiten. Zugleich wurde von der Verwaltung aber auch eingeräumt: „Die Verkehrssituation in der Sedanstraße ist bereits angespannt durch Anwohner, Verkehr zur Grundschule und Parkplatzsuchenden des Berufskollegs Technik. ... Mit ... der ... Kindertagesstätte wird sich die Verkehrsdichte, insbesondere vormittags mit dem Bringen der Kinder, weiter verdichten.“ Stefan Grote hatte den Tagesordnungspunkt so eröffnet: „Dieses Projekt hat mir einige graue Haare eingebracht!“

Zur künftigen Verkehrsführung:  Indem das erste Verkehrsschild aus Richtung Spichernstraße um zwei Parkplätze nach vorn gestellt wird – dann wäre die temporäre Zone des Halteverbots etwa auf der Hälfte des Teilstückes der Sedanstraße – stünden den Anwohnern künftig temporär zwei Parkplätze weniger zur Verfügung. Der so ermöglichte Begegnungsverkehr erlaube dann eine Andienung von Kindertagesstätte und Grundschule, das Bringen und Holen der Kinder. Hinzu kommen sechs Stellplätze auf dem Gelände der Kindertageseinrichtung für die Pkw der Eltern (die  zwölf bis 16 Erzieherinnen müssen sich andere Stepplätze in der Umgebung suchen, sollten sie mit Pkw zur Arbeit kommen wollen). Von Elke Rühl (CDU) kam der Prüfauftrag an die Verwaltung, ob die sechs Stellplätze abends sowie an Sonn- und Feiertagen auch den Anwohnern zur Verfügung stünden. Auch betonte sie, dass zur größtmöglichen Verkehrssicherheit der Kita- und Grundschul-Kinder auf der Sedanstraße notfalls Tempo 10 km/h eingeführt werden müsse.

Deutliche Kritik an Standort und künftiger Verkehrsführung kam von Uwe Schabla (CDU) und Klaus Wetzel (Linke), die sich später bei der Abstimmung der Stimme enthielten.  Es seien zu wenig Parkplätze für den Bring- und Holddienst der Eltern eingeplant, meinte Schabla und sah die BV-Mitglieder in der Zwickmühle: „Ein Nein schadet den Familien, die dringend einen Kita-Platz suchen, und ein Ja gefährdet womöglich die Kinder!“ Daniel Pfordt (Fachdienst Bürger, Sicherheit und Ordnung) dazu: „Die größte Gefahr für die Kinder sind die Eltern, die sie bis vor die Türe fahren wollen!“

Vehement verteidigte auch Sozialdezernent Thomas Neuhaus das Kita-Projekt. Zum einen sei es für den Stadtteil sehr wichtig, 80 neue Kita-Plätze seien geradezu eine bürgerschaftliche Pflicht. Für die Mitarbeiterinnen der Kita und die Lehrer/innen der Grundschule bestehe kein Rechtsanspruch auf einen Parkplatz, und im Übrigen sei der Kita-Strandort nicht besser und nicht schlechter als der am Holscheidsberg, an der Johann-Sebastian-Bach-Straße und an anderen Stellen in Remscheid. Die Nähe zur Grundschule lasse Kooperationen und Patenschaften zu und sei von daher sogar ideal, widersprach Thomas Neuhaus dem Vertreter der Linken. Natürlich werde es die BV mit ihrer Entscheidung nicht allen Recht machen können. Aber während früher die autofreundliche Stadt im Vorderrund gestanden habe, gehe es heute im eine kind- und  eine familiengerechte Stadt. Und wo sonst fände sich in Remscheid ein 2000 Quadsratmeter großes Grundstück für einen viergruppigen KIndergarten?

Nachgetragen seien noch ein paar Fakten aus der Verwaltungsvorlage: Die Errichtung des Wendehammers erfolgt durch den Bauherrn der Kindertageseinrichtung nach Schließung eines Erschließungsvertrages mit den Technischen Betrieben. Die Kosten dafür betragen etwa 100.000 €. Der Investor trägt auch die Kosten der Anlage eines befestigten und beleuchteten Wegs zwischen Wörthstraße und Sedanstraße. 

 

Gut besuchter Sternenbasar in der Kita Confetti

Am Sonntag hatten die Interkulturelle Kindertagesstätte Confetti und der Träger IKE (Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V.) zum Basar in die Kita Confetti eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Geselligkeit und gemeinsame Aktivitäten für Kinder und ihre Eltern. Mütter und Väter haben an diesem Nachmittag eifrig mit ihren Kindern gebastelt, und in der Backstube wurde mit den Kindern Teig geknetet, und es wurden Plätzchen gebacken. Ganz leise war es im Bilderbuchkino; dort hörten die Kinder Geschichten von Sternen und vom Nikolaus. Für den Basarverkauf hatten die Eltern schon im Vorfeld Vieles gebastelt, und im Nu waren die schönsten Stücke verkauft. Großen Zulauf hatte auch die Tombola mit einem Einkaufsgutschein als Hauptgewinn. Im Sternencafé gab es leckere Waffeln und reichlich Kuchen zu familienfreundlichen Preisen.

Der Basar war sehr gut besucht. Die Familien hatten Verwandte und Freunde mitgebracht, und auch Anwohner vom Rosenhügel, ehemalige Kindergartenkinder und Freunde der Kita und des Trägers hatten die Einladung gerne angenommen. Fazit: Es war ein gemütlicher Sonntagnachmittag an einem trüben Novembertag mit vielen Begegnungen und gemeinsamen Aktivitäten für Klein und Groß. (Ute Holdorf)

Workshop für Pädagogen im Zirkel des Lernens

Der Zirkel des Lernens, das große, von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW (SUE) geförderte Bildungsprojekt der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bergischen Städtedreieck, startet derzeit in das 2. Bildungsjahr. Unter anderem mit einem gut besuchten und intensiven Lehrerworkshop in der Station Natur und Umwelt (Wuppertal), zu dem auch einige Remscheider Lehrer*innen erschienen waren.Während das Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen sich die Aufgabe gestellt hat, die gesamte Schule nachhaltiger gestalten zu wollen und hier u.a. das Thema "Müll" in der Schule bzw. aus Kiosk und Mensa zu thematisieren, will sich die Future AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) vor allem mit sauberen Energien und dem Klimaschutz beschäftigen. Ein "Ausflug" in die Welt der Wildbienen-Förderung ist dabei aber durchaus auch möglich.
Beide Schulen wurden durch je zwei Lehrerinnen vertreten, die wie durchweg alle Kolleg*innen mit großem Engagement und viel Wissen um die Themen Nachhaltiger Entwicklung bei der Sache waren. Ihnen zur Seite stehen mit Annegret Calaminus (Regionales Bildungsbüro Remscheid) und Jörg Liesendahl (Natur-Schule Grund) Experten der Bildung für Nachhaltige Entwicklung, die sowohl hinsichtlich der Inhalte wie der Organisation von BNE-Bildungsprojekten und dann auch im Bezug auf die Verankerung der BNE in den Schulprogrammen und internen Curricula der Schulen helfend tätig werden.
Bereits Erfahrung mit einem BNE-Projekt hat das Röntgen-Gymnasium in Lennep. Wie betreuende Lehrer*innen und der stellvertretende Schulleiter Thomas Benkert berichten konnten, befassten sich Schüler*innen eines Differenzierungskurses im vergangenen Schuljahr mit Fragen der Energie und Blockheizkraftwerken. In diesem Jahr werden sich andere Lehrer*innen mit ähnlichen Fragen der BNE befassen und auf den Erfahrungen des Vorjahres aufbauen können.
Dieses und einige andere informativ aufbereitete Beispiele aus der BNE-Praxis wurden den Lehrer*innen präsentiert. Außerdem bekamen sie bei einem Markt der Möglichkeiten persönlichen Kontakt zu zahlreichen potentiellen Kooperationspartner*innen, mit denen eine Zusammenarbeit möglich wäre, so z.B. die Untere Naturschutzbehörde, das Umweltamt, die Biologische Station Mittlere Wupper und natürlich die Natur-Schule Grund.
In den nächsten Monaten werden in den teilnehmenden Schulen einzelne Klassen oder Arbeitsgruppen die Arbeit an Themen der Nachhaltigen Entwicklung aufnehmen. Hauptergebnis sollte die Entwicklung von Handlungskompetenzen für die Schüler*innen sein, aber natürlich auch die didaktische Weiterentwicklung der Schulgemeinde. Vor den Osterferien ist für die Schulen ein weiterer Lehrerworkshop geplant, für Juli 2019 dann eine große Schülerkonferenz mit voraussichtlich 240 - 300 Schüler*innen und den sie begleitenden Lehrer*innen.

Zwei Giraffen helfen beim Messen der Größe

In den Ausweis-Dokumenten ist die Größe einer Person eine wichtige und notwendige Angabe. Um dies im Bürgerservice im Ämterhaus bei Beantragung der Dokumente messen zu können, gab es bisher lediglich eine nicht besonders dekorative Übergangslösung. Aber zwischen dem  Kommunalen Ordnungsdienst und der Kreishandwerkerschaft sind die Kontakte gut, und so entstand die Idee, die Säulen durch Auszubildende verschiedener Maler-Betriebe im Rahmen der überbetrieblichen Unterweisung durch die Maler-Innung neu zu gestalten und in vier Mess-Leisten an den Säulen des Großraumbüros im ersten Stock  zwei schöne Motive zu integrieren, das eine kindgerecht (Giraffe) und das andere mit Bezug zu Remscheid (Rathaussilhouette). Am 5. November wurde mit der Verschönerung begonnen. Und gestern fand sie ihren Abschluss. Mit dem Ergebnis der Arbeit der kreativen und engagierten jungen Handwerker zeigten sich alle Beteiligte zufrieden, allen voran Dirk Ahrens vom Bürgerservice der Stadt.