Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Nur gute Noten für die Gastgeber

Im Rahmen eines Austauschprogramms des Deutsch-Französischen Jugendwerks verbringen Judith Vidal (17) und Gaëlle Marchand (16), zwei Schülerinnen aus Remscheids französischer Partnerstadt Quimper, vom 29. Juni bis 29. Juli den ersten Teil ihrer Sommerferien in Remscheid, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. In der jeweiligen Gastfamilie, aber auch im Ferienjob in je einem Remscheider Kindergarten, der Kita Henkelshof bzw. der Kita Eisernstein. Darüber und über ihre anderen Eindrücke und Erlebnisse in diesem für sie bislang fremden Land erzählten sie dem Waterbölles erfrischend ungezwungen im Video. Und wenn gerade mal das passende Wort auf Deutsch nicht einfiel, half aus dem Hintergrund Philipp Veit vom Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper weiter.

Dringende Bitte um Unterstützung für Adil Demirci

Pressemitteilung der AG Jugendsozialarbeit (JSA)

Mit Bestürzung erfuhren die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Jugendsozialarbeit (AG JSA) und der „Offene Türen“ (AGOT) im Mai aus der Presse von der Verhaftung ihres Kollegen Adil Demirci in der Türkei. Er sitzt seit mehreren Jahren als Vertreter des Internationalen Bunds in der AG JSA. Wir haben ihn immer als engagierte und offene Person erlebt, die sich für die Belange der Remscheider Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt und sie bestmöglich unterstützt. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter beim Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bunds begleitet er neu zugewanderte Migranten beim Start in das neue Leben und unterstützt sie bei ihrer individuellen Lebensplanung. Dazu zählt auch die Vermittlung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen  in die Remscheider Kinder- und Jugendzentren.

Was ihm vorgeworfen wird, konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt lediglich aus den öffentlichen Medien entnehmen. Zur Unterstützung nahmen wir Kontakt zu den Angehörigen und Freunden von Adil Demirci, sowie seinem Arbeitgeber dem Internationalen Bund auf und machten uns bei der Mahnwache des Solidaritätskreises „Freiheit für Adil“ in Köln in Gesprächen mit den Angehörigen ein eigenes Bild von den Umständen seiner Verhaftung.

Adil Demirci, der sowohl die deutsche als auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt, begleitete den Zeitungsberichten und seiner Familie zufolge im April seine krebskranke Mutter in die Türkei, als er am 13. April von der dortigen Polizei verhaftet wurde. Ihm wird, ähnlich wie weiteren aktuellen und ehemals  Inhaftierten (z. B. Deniz Yücel, Meşale Tolu) Terrorpropaganda und die Mitgliedschaft in der Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei (MLKP) vorgeworfen. Was wir wissen ist, dass Adil Demirci nach Angaben aus seinem Umfeld bislang von Deutschland aus als freier Journalist für die Nachrichtenagentur Etha berichtete. In seinen Artikeln zu kulturellen, sozialen und politischen Themen übte er auch Kritik an der türkischen Regierung.

Die Angehörigen von Adil Demirci und auch wir befürchten nach den Erfahrungen, die Deniz Yücel, Meşale Tolu und weitere regimekritische Journalisten machen mussten, dass Adil Demirci monatelang in Haft bleiben muss. Aus diesem Grund entschieden sich die Mitglieder der AG JSA und der AGOT, einen Brief an das Auswärtige Amt zu schicken, damit dieses sich für die Freilassung von Adil Demirci einsetzt:

Sehr geehrter Herr Außenminister,

wir wenden uns an Sie mit einem großen Anliegen, dass uns sehr bewegt und bitten Sie hierfür um Unterstützung bezüglich der Festnahme unseres Kollegen Adil Demirci in der Türkei.

Wir, die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften „Jugendsozialarbeit" und „Offene Kinder-und Jugendarbeit* der Stadt Remscheid engagieren uns selbst und arbeiten gemeinsam mit großem Engagement für die gelingende Integration junger Menschen in unserer Stadt Remscheid. Unter diesen betreuten Kindern und Jugendlichen sind viele, die ihre Wurzeln auch in der Türkei haben. Herr Adil Demirci begleitet im Rahmen seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter beim Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bunds in Remscheid junge Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte beim Start in das neue Leben und unterstützt sie bei ihrer individuellen Lebensplanung.

In der täglichen Arbeit wird Adil Demirci von seinem Kollegium im Remscheider Netzwerk als offener und engagierter Mensch wahrgenommen, der sich für die Belange der Remscheider Jugendlichen und jungen Erwachsenen einsetzt und sie bestmöglich unterstützt.

Wir machen uns große Sorgen um ihn, da er seit vielen Wochen in Untersuchungshaft sitzt. Er fehlt und wir brauchen ihn in Remscheid in der täglichen Arbeit. Unser Mitgefühl gilt auch seiner Familie, für sie ist diese Situation eine große Belastung.

Herr Adil Demirci hat auch als freier Journalist für eine Nachrichtenagentur gearbeitet. Bitte setzen Sie sich für die Presse- und Meinungsfreiheit ein, welche für eine Demokratie unabdingbar ist. Bitte setzen Sie sich auch dafür ein, dass Herr Adil Demirci umgehend freigelassen wird und er ausreisen darf.“ (Diana Mucha, Sabine Schmidt)

Integrationsräte bleiben in NRW, wie sie sind

Pressemitteilung der SPD-Fraktion

Nach ersten Plänen der NRW-Landesregierung sollten in Zukunft die Kommunen die Möglichkeit haben, sich zwischen einem Integrationsausschuss und einem Integrationsrat zu entscheiden. Ein Integrationsausschuss wäre ein Ausschuss des Rates, in den die Migrantenvertreterinnen und -vertreter im Integrationsausschuss zwar weiterhin durch eine Direktwahl gewählt werden, aber die Ratsmitglieder sollen in dem Ausschuss die Mehrheit haben und den Vorsitz stellen. Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD: „In Kommunen mit mehr als 5.000 Ausländern gibt es seit vielen Jahren einen Integrationsrat. Es kann nicht sein, dass das erfolgreiche Modell des  Integrationsrates abgeschafft wird!“ Bereits der Vorstand des Städtetages lehnte die Pläne der Landesregierung ab. Im Städtetag NRW haben sich 40 Städte mit rund neun Millionen Einwohnern zusammengeschlossen, der kommunale Spitzenverband repräsentiert damit etwa die Hälfte der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens. Darunter sind auch viele CDU-Oberbürgermeiste, die gegen die Pläne der eigenen Landesregierung sind.
Im Gegensatz zum schwarz-gelben Koalitionsvertrag ist die Landesregierung nun zur Besinnung gekommen. Der Landesintegrationsrat hatte die Pläne scharf kritisiert und sich mit einer Resolution an die Landespolitik gewandt. Ich bin froh, dass der Protest der Integrationsräte über die geplante massive Einschränkung der politischen Teilhabe der Migrantinnen und Migranten in Nordrhein-Westfalen geholfen hat. Die gute Arbeit der Integrationsräte hat sich etabliert. Auch künftig wird es weiterhin ein Forum geben, in dem sich die Remscheiderinnen und Remscheider mit und ohne Migrationshintergrund als demokratisch gewählte Migrantinnenvertreterinnen und -vertreter einbringen können.“

Erden Ankay-Nachtwein, Mitglied der SPD und Vorsitzende des Integrationsrates: „Der von Migrantinnen und Migranten gewählte Integrationsrat ist für viele von ihnen die einzige Möglichkeit, sich politisch in unserer Stadt einzubringen und  das zunehmend wichtige Thema ‚die Integration‘ für die ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger voranbringen zu können“.

Thomas Neuhaus auf Arbeitsbesuch in Mragowo

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am vergangenen Wochenende besuchte „Paten-Dezernent“ Thomas Neuhaus den Kreis Mragowo/Sensburg. Anlass für den Arbeitsbesuch war die Jubiläumsfeier zum 200-jährigen Bestehen des Kreises Mragowo. Landrat Antoni Karas und die Mitglieder des Kreistags freuten sich sehr über die Anwesenheit aus der Partnerstadt Remscheid und würdigten die Verbindung zu Remscheid durch das Aufstellen der Patenschaftsurkunde von 1954 und der Partnerschaftsurkunde von 2015. In der Sondersitzung des Kreistages des Kreises Margowo ging Thomas Neuhaus auf die lange, wechselvolle und teilweise sehr schwierige Geschichte zwischen Polen und Deutschland ein. Alle Anwesenden teilten die Auffassung, dass der Schlüssel für ein gutes Miteinander auf den verschiedenen Ebenen die Begegnungen von Menschen aus den jeweiligen Ländern darstellen. Daher wurden die Anstrengungen, die Verbundenheit und Leistungen der Kreisgemeinschaft Sensburg gewürdigt und beschlossen, neben gegenseitigen Besuchen von Bürgerinnen und Bürgern der Kommunen in den Feldern Bildung, Sport und Wirtschaft weitere Aktivitäten zu forcieren, die die guten Beziehungen beider Kommunen weiter stärken.

Landrat Antoni Karas überreichte Herrn Neuhaus die Medaille, die anlässlich des Jubiläums geprägt worden war und das Buch „Sensburg und der frühere Kreis auf alten Ansichtskarten“, in der der Stinthengst in Nikolaiken natürlich nicht fehlen kann. Medaille und Buch wurden Oberbürgermeister Herrn Mast-Weisz übergeben und werden in der Vitrine des Rathauses Remscheid ausgestellt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Thomas Neuhaus freuen sich auf den Besuch einer Delegation aus dem Kreis Mragowo zum Tag der Vereine am 9. September in Remscheid, um die Kontakte zu den Vereinen möglich zu machen und die Partnerschaft weiter zu stärken.

Flüchtlinge zu Fachkräften machen

Pressemitteilung der bergischen IHK

Mehr als 100 Personalverantwortliche und Experten, die an der Beratung und Integration Geflüchteter in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beteiligt sind, kamen am Mittwoch in die Hauptgeschäftsstelle Wuppertal der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK). Dort fand eine gemeinsame Veranstaltung der IHK und des Netzwerks „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ statt. Die Teilnehmer tauschten sich intensiv darüber aus, wie Integration gelingen kann und welche Unterstützungsangebote es gibt. Außerdem informierten sie sich über rechtliche Rahmenbedingen. Constantin Bräunig vom Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ gab Tipps für eine erfolgreiche Personalauswahl. Katja Heck, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal erläuterte das „my-skill Verfahren“ zur Einstufung der Vorkenntnisse. Barbara Eufinger (BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG) und Anita Porsche (periplast) berichteten über ihre Erfahrungen bei der Ausbildung von Flüchtlingen.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass die Sprachqualifikation ein entscheidendes Kriterium für die Integration sei. Sie forderten daher den Fachsprachunterricht an den Berufsschulen auszubauen und die dafür nötigen Ressourcen bereitzustellen. Nur mit zusätzlichem Sprachförderunterricht seien die Fachbegriffe erlernbar, betonte Michael Wenzel, Lehrer des Berufskollegs Werther Brücke der Stadt Wuppertal. (Claudia Herdt)

Diskussionen in zwei Schulen über Zivilcourage

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums und des Remscheider Integrationsrates im Rahmen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist am Freitag, 29. Juni, die Bestsellerautorin und Filmemacherin Mo Asumang an zwei Remscheider Schulen zu Gast. Dabei zeigt sie eine Schulversion ihres mit dem Grimme-Preis nominierten Films „Die Arier“, liest aus dem Buch „Mo und die Arier“ und diskutiert anschließend mit den Schülerinnen und Schülern über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassisten, dem Ku-Klux-Klan und Zivilcourage.

Die erste Veranstaltung findet vor rund 120 Schülerinnen und Schülern des neunten Jahrgangs an der Alexander-von-Humboldt-Realschule statt, die seit dem 1. Juli 2017 neu im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist. Im Anschluss geht die Schul-Tour im Röntgen-Gymnasium weiter. Es hat sich auf den Weg gemacht, „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu werden. Dort wird Mo Asumang von 300 Schülerinnen und Schülern erwartet.

Mo Asumang. Foto: Gabi Gerster.Mo Asumang, Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers, wurde 1996 Deutschlands erste Afro-Deutsche TV-Moderatorin. Seit dem arbeitet das Multitalent als Filmemacherin, Moderatorin, Dozentin, Bestsellerautorin und Schauspielerin. 2010 erhielt sie durch Roman Polanskis Film "The Ghostwriter" in der Rolle der US Außenministerin auch internationale Präsenz. Mo ist Patin und langjährige Unterstützerin des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.  Seit Jahren widmet sie sich dem Thema Rassismus. Auslöser dafür war eine Morddrohung der Neo-Naziband „White Aryan Rebels“ die in einem Lied sangen „Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang“. Dieser Schock inspirierte Mo zu ihrem Regiedebüt „Roots Germania“ (2007) und nach weiterer Recherche zu dem Film „Die Arier“ über Rassisten weltweit (beide Filme „Grimme Preis“ nominiert). Ihr Buch „Mo und die Arier“ wurde ein Spiegel Bestseller und ist wie der Film bei der Bundeszentrale für politische Bildung wichtiger Lehrstoff. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit besucht Mo weltweit Schulen und Universitäten persönlich, um sich für Integration stark zu machen und das Thema Rassismus mutig von einer neuen Perspektive anzugehen.

Für ihren Mut wurde Mo Asumang 2016 mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. Aktuell ist sie Kuratorin für die Rassismus-Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden und stellt dort als Künstlerin ihre Video-Installation „help me, chapter 1“ vor.

Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach einem gelungenen Start in die Veranstaltungsreihe „Es ist auch unser Remscheid. Rassismus fängt im Kopf an.“ im Frühjahr haben am Dienstag rund zwanzig Interessierte – darunter Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte, Vertreter aus Verwaltung, Politik, Flüchtlingshilfe und Migrationsorganisationen – ihren gemeinsamen Lernprozess fortgesetzt. In diesem zweiten Workshop in der Friedenskirche an der Schützenstraße ging es um die geschichtliche Entwicklung des Rassismus und seine Wirkungsmechanismen.

Unsere Stadtgesellschaft dazu anzuregen, sich mit dem Thema Rassismus auseinander zu setzen und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren, ist Ziel einer Veranstaltungsreihe, die das Kommunale Integrationszentrum im März gestartet hat. Sie richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, um sie für einen qualifizierten Umgang mit dem facettenreichen Thema Rassismus fit zu machen. Ausgestattet mit viel neuem Wissen sollen sie am Ende dieses Prozesses andere Menschen in unserer Stadtgesellschaft dazu anzuregen können, sich aktiv mit dem Thema Rassismus auseinander zu setzen und gegen Rassismus anzutreten.

Die vom Kommunalen Integrationszentrum gezielt zur Teilnahme eingeladenen Bürger/innen setzen sich in insgesamt vier Modulen mit verschiedenen Aspekten des Rassismus auseinander. Jedes Modul wird professionell von dem jeweiligen Referenten moderiert und bietet ein passendes Fachreferat. Im ersten Modul – angeleitet von der Referentin Karima Benbrahim (IDA NRW) – erfuhren die Teilnehmenden zunächst, was Rassismus eigentlich ist. Das zweite Modul gestern bot ihnen viel Informationen und Austausch über die geschichtliche Entwicklung des Rassismus und seine Wirkungsmechanismen (Referentinnen: Sandra Karangwa und Ilka Simon, AntiDiskriminierungsBüro). In einem dritten Modul – vorgesehen im September – werden die Teilnehmenden den Antimuslimischen Rassismus kennen lernen (Referent: Elhakam Sukhni). Im Rahmen eines vierten Moduls im November wird über Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Engagierte informiert (Referentin: Laura Digoh-Ersoy). Die öffentliche Abschlussveranstaltung ist für das erste Quartal 2019 terminiert. Sie soll Gelegenheit geben, die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe zu diskutieren. Schirmherr dieser Veranstaltungsreihe ist Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Multikulturelles Programm lockte viele zum Honsberg

Stadtteilfest Honsberg 2018. Fotos: Hans Georg Müller."Honsberg - immer am Ball", unter diesem Motto feierten die Honsberger am Wochenende ihr 36. Stadtteilfest. Dafür hatten 19 Vereine und Organisationen vor und hinter dem neuen Neuen Lindenhof wieder ein buntes, unterhaltsames und multikulturelles Programm für Jung und Alt zusammengestellt. Mit Budenkirmes, Hüpfburg, der Fotoausstellung „verschieden|gleich|zusammen“ von der Kraftstation und dem Remscheider Fotografen Thomas E. Wunsch, essbaren Pflanzen, türkischer(n) und portugiesischer(n) Musik (Tänzen), Samenbällen im Wasserbecken, selbstgebauten Berliner Hockern, Holzskulpturen und viel Leckerem zum Probieren (und Sattwerden) aus vielen verschiedenen Heimatländern – süß und herzhaft, Cocktails, Reibekuchen, Crêpes, Kaffee, Kuchen und Donuts.

Zu den Mitveranstaltern bzw. Mitwirkenden gehörten neben dem Stadtteil e.V. die Chorgemeinschaft Hazet & MGV Honsberg, der Spielmannszug Remscheid, die portugiesische Folkloregruppe „Os Campinos de Remscheid“, die „Kraftstation“, der Moscheeverein D.I.T.I.B. /Diyanet-Moschee, der türkische Senioren-Solidaritätsverein, die Frauengruppe „Kardelen“, das städtische Familienzentrum Honsberg, das Stadtumbaumanagement, die Offene Ganztagsgrundschule Honsberg, der Väterkreis, der Mütterkreis, die Kulturwerkstatt e.V. / Ins Blaue, der SPD-Ortsverein West, der AWO-Kreisverband Remscheid, der AWO Ortsverein West, das Familienbildungswerk Bergisch Land, die ev. Stadtkirchengemeinde, die Kunstschule „Heimat“, die KiTa Honsberg, die Tanzgruppe der GGS Kremenholl und des Tanzstudios Remscheid, die Cover-Band „shake-a-delic“, die Trommelgruppe des Deutsch-Togolesischen Freundschaftsverein e.V., die Gruppe: „Mama Phil and the Family“ (mit Jazz und Blues) und Ballonkünstler Hakan Eren.

Integrationsrat wünscht sich einen Empfang im Jahr

Aus dem Gremium heraus ist zur Sitzung des Integrationsrates am 28. Juni der Antrag gestellt worden, dieser möge künftig einmal im Jahr zu einem Empfang für alle Remscheiderinnen und Remscheider einladen, finanziert aus dem eigenen Budget des Integrationsrates. Konzeption, Ort und Zielgruppen könnten im Herbst auf der Klausurtagung des Integrationsrates besprochen werden. Zum ersten Empfang wird vorgeschlagen, Dr. Aladin el Mafaalani, Abteilungsleiter im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und  Koordinator der Integrationspolitik des Landes, um ein Impulsreferat zu bitten. Der jährliche Empfang soll unterschiedlichen gesellschaftlichen Einrichtungen und Institutionen in Remscheid eine Möglichkeit der Begegnung und des Austausches bieten, durch Fachvorträge in der Remscheider Stadtgesellschaft Diskussionen anregen  und ferner dazu dienen, dass der Integrationsrat stärker in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Erste Sprachkurse förderten die Integration nicht

Kultursensible Seniorenarbeit braucht Zeit“, überschrieb der Waterbölles am 14. März die Pressemitteilung der Stadt Remscheid zu der Fachtag „Kultursensible Seniorenarbeit – Sprachbarrieren abbauen, Chancen ermöglichen“, zu der das Kommunalen Integrationszentrum und der Integrationsrat der Stadt Remscheid in die Räume der Alevitischen Gemeinde eingeladen hatten. Die Ausgangslage: In Remscheid leben Menschen aus mehr 120. Nationen zusammen. Und mehr als 37 Prozent der Einwohner/innen stammen aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte, davon die Mehrheit Türkeistämmigen muslimischen Glaubens vor Italienern und Spätaussiedlern. Die meisten von ihnen sind noch nicht im Rentenalter, aber es könne davon ausgegangen werden, dass der Versorgungs- und Pflegebedarf der Migrantengruppen muslimischen Glaubens in Zukunft zunehmen werde.

Frau Souad El Hasnoui, 1. Vorsitzende des Vereins „Vielfalt verbindet e.V.“, berichtet auf der Tagung von den Gastarbeiter/innen in den ersten Jahren der Migration, die als „Gäste“ nach Deutschland kamen: „Nicht nur sie hatten die Intention nach ein paar Jahren wieder in ihre Heimat zurückzukehren, sondern auch die BRD war von ihrer Rückkehr ausgegangen. Deshalb wurden keinerlei Maßnahmen für die Integration der Zuwander/innen durchgeführt, wie es z.B. auch keine Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache gab – von Seiten der Regierung.“ Die später eingeführten Integrationskurse seien immer an aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen geknüpft und nicht auf die Bedürfnisse der älteren Migrant/innen zugeschnitten gewesen, was den Betroffenen langfristige Integrationsbemühungen erschwert hätte.

Viele Gastarbeiter der ersten Generation seien zumeist in Deutschland geblieben. Ihr eigentliches Ziel sei es zunächst gewesen, Geld zu sparen und sich schnellstmöglich in ihrem Herkunftsland eine eigene Existenz aufzubauen. Ihre in Deutschland heranwachsenden Kinder hätten diese Überlegungen jedoch zunichte gemacht. Die zweite und auch darauf folgende Generation habe inzwischen ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland und keinen direkten Bezug mehr zum Herkunftsland ihrer Eltern- und Großelterngeneration.

Artikel vollständig lesen