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Die Zeit, in der das einfache Brot wundervoll schmeckt

Vom 6. Mai bis 4. Juni begehen die Muslime auf der ganzen Welt den Fastenmonat Ramadan. Mit Einbruch der Dunkelheit treffen sie sich in ihren Familien, bei Nachbarn oder in der Moschee, um bei einem gemeinsamen „Fastenbrechen“ (Iftar) ein wenig zu feiern und die Gemeinschaft zu genießen. Dazu hatte der Verein Deutsch-türkisches Kultur und Sportzentrum e.V. an der Freiheitstraße am Samstagabend auch deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen, inzwischen schon eine gute Tradition. Der Vorsitzende Mesut Sezen und Salih Temizyürek, auch Mitglied des städtischen Integrationsrates, begrüßten dazu neben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auch den evangelischen Superintendenten Hartmut Demski, Pastor André Carouge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“) sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, und Sevinc Brilling, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Remscheid.

Demski überbrachte die Grüße der christlichen Kirchengemeinden in Remscheid und wertete die Einladung als Zeichen der Offenheit: „Das wissen wir sehr zu schätzen!“ Und der OB betonte, er Gedankenaustausch im Rahmen der Iftar-Essen sei ihm wichtig: „Ein gutes Zeichen für unsere Stadt, dass die muslimischen Gemeinden dazu einladen!“

Salih Temizyürek hatte zuvor bei der Begrüßung der Gäste betont: „Die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz bedeutet uns sehr viel“ Der Kultur- und Sportzentrum Remscheid e.V. verfolge ausschließlich Ziele, die mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Einklang stünden. „Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und lehnen jeglichen Extremismus und Rassismus ab. Wir als Verein legen Wert auf Freundschaftlichkeit, Toleranz und Solidarität der Menschen untereinander und gegenüber anderen Glaubensangehörigen. Wir lehnen jede Art von Gewalt und Aufruf zur Gewalt ab. Unser Ziel ist ein Zusammenleben in Remscheid gemeinsam zu gestalten. Wir respektieren die Glaubens- und Meinungsfreiheit anderer, verlangen aber den gleichen Respekt von anderen!“ Vor allem gelte das für von Politikern, „die nichts anderes zu tun haben scheinen, als das Kopftuch zu thematisieren.“

Ramazan sei eine Zeit der Bescheidenheit, wo das einfache Brot wundervoll schmeckt und das Wasser einen besonderen Wert hat. „Auch in diesem Jahr erinnern wir uns daran, wie gut es uns eigentlich geht und wie wichtig es ist anderen, vor allem hungerleidenden Menschen zu helfen!“

Gäste aus Irael lernen heute den Pferdestall kennen

Pressemitteilung der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw)

Der Stadtverband Remscheid des Deutschen Beamtenbund (dbb) und insbesondere seine Jugendgruppe engagieren sich seit vielen Jahren sowohl für jugendpolitische Themen vor Ort, als auch im Rahmen der internationalen Jugendarbeit. So gehörten in den vergangenen Jahren auch immer junge Remscheiderinnen und Remscheider zu den Delegationen im Rahmen der internationalen Jugendarbeit – Immer wieder auch in Israel. Denn zu den vielfältigen Aufgabenfeldern des gewerkschaftlichen Jugenddachverband, der für die Belange und Interessen von jungen Erwachsenen im öffentlichen Dienst Nordrhein-Westfalens eintritt, zählt u.a. auch die internationale Jugendarbeit. Die Schwerpunkte der partnerschaftlichen Kontakte liegen in Israel, der Ukraine, Russland, R.O.C./ Taiwan sowie in der Volksrepublik China.

Der intensive Kontakt nach Israel besteht bereits seit 1976. Im jährlichen Wechsel ist eine israelische Delegation zu Besuch in Nordrhein-Westfalen bzw. eine Delegation der dbb jugend nrw zu Gast in Israel. Der israelische Partner ist die „Union of Local Authorities in Israel, ULAI“ – der Israelische Städte- und Gemeindebund. Vom 12. Bis 17. Mai  sind sechs Sozialamtsleiter (Directors of Welfare Department) aus verschiedenen israelischen Städten sowie ein Vertreter des israelischen Partnerverbandes zu Gast in NRW und auf Einladung des DBB Stadtverbandes Remscheid heute auch in Remscheid. Das diesjährige Leitthema der israelischen Delegation lautet: „Junge Flüchtlinge: Herausforderungen und Potentiale für das Aufnahmeland“ Vor zwei Jahren behandelte eine Delegation der dbb jugend nrw dasselbe Thema bei einem Besuch in Israel.

Im Rathaus wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gegen Mittag die israelischen Gäste empfangen. Am Nachmittag werden sie Gedenk- und Bildungsstätte „Pferdestall“ besuchen, die Aktion „Stolpersteine“ in der Innenstadt näher kennenlernen und schließlich noch dem BZI Remscheid einen Besuch abstatten.

Jungen Franzosen das Bergische nähergebracht

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

Es ist wieder so weit: Seit Donnerstagabend sind Schülerinnen und Schüler des Collège Sainte Geneviève aus Asnières-sur-Seine für eine Woche in Lennep. 25 Schüler des Rögy und zehn Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule erwarteten gespannt die Ankunft. Am Freitag fuhren alle beteiligten Schüler gemeinsam nach Bonn, um die Stadt und das "Haus der Geschichte" zu erkunden. Natürlich gab es auch einen (sehr begrüßten) Abstecher zu Haribo, bei dem Taschengeld den Besitzer wechselte. So konnte man sich schon kennenlernen, bevor es ins Wochenende mit den Gastfamilien ging. Diesen gilt der herzliche Dank der Schulen dafür, dass sie den Gästen mit großem Einsatz das Bergische Land und die deutsche Sprache näherbringen.

Am morgigen Montag gibt es in der Mensa des Röntgen-Gymnasiums ein von den Eltern organisiertes "goûter" (Kaffeetrinken) mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten. Besuche im Zoo von Wuppertal (diesmal ohne eine Fahrt mit der Schwebebahn) und in Köln mit der Besichtigung des Doms, des EL-DE-Hauses und des Museums Ludwig werden im Laufe der Woche vorgenommen. Am Abreisetag werden die Gäste am Unterricht in den jeweiligen Schulen teilnehmen. Der Abschiedsschmerz wird nicht so groß sein, da fünf Tage später der Gegenbesuch stattfindet. (Doris Hildebrand)

Remscheid macht mit beim Bündnis "vote together"

 

Zum gestrigen Pressetermin im Teo Otto Theater kam Ute Lennartz-Lembeck mit Kindern aus ihrer „Kunstschule Heimat“ in der “Kraftstation“. Um ihnen zu zeigen, dass es auch andere – und politischere –  Möglichkeiten gibt, sich in Remscheid zu engagieren.  Zum Beispiel für die Europa-Wahl Ende Mai. Die zu unterstützen ist aller Ehren wert. Meinte auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, als er von Ute Lennartz-Lembeck von dem überparteilichen und europaweiten Bündnis "vote together" erfahren hatte, einer Initiative des international bekannten Künstlers und Fotografen Wolfgang Tillmans zur Europa-Wahl. Er ist gebürtiger Remscheider, aufgewachsen in Reinshagen, zwei Häuser neben Ute Lennartz-Lembeck. Klar, dass beide sich gut kennen, auch heute noch miteinander korrespondieren. Und ebenso klar war es für die Remscheider Künstlerin, dass Tillmans Heimatstadt sich an der Aktion „Wählen gehen“ beteiligen müsse.

Tillmans nennt es auf der Internetseite von „vote together“ eine Chance, an den zweitgrößten Wahlen der Welt teilzunehmen. Alle 420 Millionen Wahlberechtigten entscheiden gemeinsam, wer im Parlament sein soll.   Wir können unsere Rechte als Bürger nutzen, um eine Erklärung für das europäische Projekt und ein weiterhin friedliches und kollaboratives Europa abzugeben.   Lasst uns diese Wahlen als einen Moment feiern, in dem wir zusammenkommen können. Abstimmungen sind ein Privileg und niemals ein Einzelfall. Gehen Sie also mit Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren Nachbarn zu den Wahlen.“

„Wählen gehen“ ist ein Projekt von „Between Bridges“.- Das war ursprünglich die Galerie von Tillmans, – zuerst in London, dann in Berlin – und ist heute „seine“ Stiftung, 2917 gegründet zur Förderung von Demokratie, Völkerverständigung, Kunst und LGBT-Rechten (LGBT ist die aus dem Englischen stammende Abkürzung für Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender).

Für Burkhard Mast-Weisz ist Wählen nicht nur ein Bürgerrecht, sondern sollte für jeden Einzelnen auch eine Verpflichtung sein. Deshalb wird ab sofort am Teo Otto Theater neutral für die Europa-Wahl geworben.  Mit vergrößerten Postern, die von „vote together“ stammen. Ebenso wie die Fotos, mit denen sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Remscheiderinnen und Remscheidern fotografieren ließen, um zu zeigen, dass sie die Kampagne „vote together“ unterstützen. In Medien wie Facebook und Twitter soll (und könnte) daraus eine ganze Lawine von Fotos werden (wenn viele Nutzer die Aufforderung zur Wahl zu gehen auf ihre eigenen Seiten übernehmen (teilen), wünscht sich Ute Lennartz-Lembeck.

Das Teo Otto-Theater im Zeichen der bevorstehenden Europa-Wahl. Foto: Lutz Heinrichs.

Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2019

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

Zum dritten Mal vergibt die Deutsche Bischofskonferenz den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 4.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep. Der Jury-Vorsitzende, der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), erklärt anlässlich der Veröffentlichung der Preisträger, der Preis verdeutliche auch in diesem Jahr wieder, dass es an vielen Orten in unserem Land „Leuchttürme des kirchlichen Engagements „gebe; dies mache ihn zuversichtlich und dankbar. Insgesamt waren 81 Bewerbungen und Vorschläge für den Preis eingereicht worden. Die Preisverleihung ist am 4. Juli auf der Zeche Carl in Essen beim vierten „Katholische Flüchtlingsgipfel“, der fremdenfeindliche Tendenzen als Herausforderung für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in den Blick nimmt.

Das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ habe sich auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben, so die Jury. „ Im Zentrum stehen die Geschichten von Menschen vor Ort: in Lennep aufgenommene Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission oder Menschen in schwierigen Lebenslagen, die beim örtlichen „Lotsenpunkt“ Unterstützung suchen. Das Projekt macht erfahrbar, was Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung verbindet. Der persönliche Austausch wird zu einer Stadtführung weiterentwickelt, die in Gesprächen, im szenischen Spiel und durch kulinarische Spezialitäten von der Vielfalt des Lebens im Quartier erzählt. Dabei zeigt sich: Geschichten aus Lennep sind Weltgeschichten. Eine besondere Stärke des Projekts, das vom „Engagement Förderer“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz geleitet wird, liegt in der Vernetzung von Akteuren, zwischen denen es sonst nur wenige Berührungspunkte gäbe. Mit „Global Village: Weltort Lennep“ eröffnen die Pfarrgemeinde und der von ihr getragene „Lotsenpunkt“ Räume des Austauschs, die der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommen. An die Stelle abstrakter Stereotypen tritt konkrete menschliche Wertschätzung.“

Leibniz-Gymnasiasten besuchten Presov

Nach der Anreise mit dem Flugzeug von Dortmund nach Krakau und einer anschließenden 3,5-stündigen Busfahrt erreichten wir die Partnerstadt Prešov  um 23.45 Uhr. Der erste Tag in der Slowakei war erlebnisreich und spannend. Das begann mit einer herzlichen Begrüßung in unserer Partnerschule. Dort erhielten wir zunächst einen kurzen Einblick in das slowakische Schulsystem. Im Museum Solivar hatten wir sodann interessante Führung mit Informationen über die früheren Methoden der Salzgewinnung. In der Innenstadt von Prešov folgte danach eine Geocaching-Tour entlang vieler alter und schöne Kirchen sowie fröhlich-bunter Häuser. Dort hatten wir auch genug Zeit, um uns umzusehen, zu shoppen oder einen Kaffee zu trinken. Mit dem Bus ging es am Nachmittag zum Kalvarienberg, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Insgesamt war der erste Tag schon sehr beeindruckend und wir freuen uns auf weitere schöne Tage. (Lilly Stuppmann, Q1)

Am zweiten Tag fuhren wir in die Nähe der polnischen Grenze zur mittelalterlichen Burg in Stará L´ubovňa. Eine Burgführerin stellte uns die Anlage anschaulich und informativ vor und erzählte uns viel über das Mittelalter und das damalige Burgleben. Anschließend besuchten wir das benachbarte Freilichtmuseum, wo uns das Leben als Bauer im Mittelalter beispielhaft gezeigt wurde. Ein Erlebnis war auch das gemeinsame Essen mit unseren slowakischen Freunden in einem altertümlichen Restaurant. (Linda Mosbach und Melissa Ulrich, beide 9a)

Am dritten  Tag lernten wir die Hohe Tatra kennen. Bevor wir eine 4,5 Kilometer lange Wanderung machten, besuchten wir die Illusionsgalerie „Tricklandia“ in Starý Smokovec (viele lustige Fotos). Vor der Wanderung lernten wir das slowakische Schulsystem näher kennen (neun Jahre Grundschule, bei der man aber in der fünften Klasse auf das Gymnasium wechseln kann für weitere acht Jahre). Auf unserer Wanderung mit vielen schönen Natureindrücke führte hinauf zu einem Berg (Mittagessen) und zurüvk mit Blick auf den Bergsee „Popradské ples“. Ein Zug brachte uns dann nach Štrbské Pleso, um einige Souvenirs zu kaufen und den nahen gleichnamigen See zu besichtigen. Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag. (Paula Kurth, Paula Welke und Nina vom Brocke,alle 7b)

An unserem letzten Tag, an dem wir alle zusammen unterwegs waren, empfing uns im Rathaus der stellvertretende Bürgermeister von Prešov. Er hat uns viel über die Historie und die Ziele der Stadt erzählt, und wir haben eine interessante Führung durch das schöne und große Rathaus bekommen. Danach fuhren wir in unserem Reisebus zu der Jasov-Höhle im Nationalpark Slovenský kras. Es war sehr kalt dort, aber trotzdem wunderschön. Wir zwängen uns durch enge Steingänge und sind mehrere Meter tief in die Höhle gegangen – ein Erlebnis! In der zweitgrößten Stadt der Slowakei, Košice, haben wir sodann den größten Dom der Slowakei, den „Heiligen Dom der Elisabeth“ besichtigt. Am Abend feierten wir Abschiedsfeier in einer Bowlinghalle. Es war ein sehr lustiger Abend, und wir freuen uns schon alle sehr auf das Wochenende bei unseren Gastfamilien. (Marie Christ, EF)

Das Wochenende war für Programme der Familien reserviert. Es wurden weitere Ausflüge gemacht, z.B. zur weltbekannten Zipser Burg oder zum Floßfahren auf dem Dunajec, dem Grenzfluss zwischen der Slowakei und Polen. Der Montag begann mit einem gemeinsamen Resümee sowie einem Gespräch mit dem Schulleiter, bevor dann gegen 9.30 Uhr die rund neunstündige Rückfahrt begann. (Klaus Fey)

Von Grundsätzen der Demokratie verabschiedet

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Zur Entscheidung der türkischen „Wahlkommission“ die Bürgermeisterwahl in Istanbul zu wiederholen, äußerte sich Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Remscheider Linken, wie folgt:

„Es war eigentlich damit zu rechnen, dass Erdogan sich gegen den Machtverlust in Istanbul wehren wird. Mit Hilfe der Neuwahl startet er jetzt den Versuch sich doch noch die Macht in der größten Stadt des Landes sichern. Damit verabschiedet sich die Türkei von wichtigen Grundsätzen der Demokratie: freie Wahlen und Anerkennung des Wählerwillens. Wir alle wissen, dass bisher auch nicht  alles in Ordnung gewesen war. Die Erdogan-Regierung hat in den vergangenen Jahren wichtige Institutionen unter ihre Kontrolle gebracht. So wurden Justiz und Medien auf Linie gebracht, das Parlament wurde entmachtet, gewählte Politiker und Journalisten wurden ins Gefängnis gesteckt, zuletzt wurde neugewählten kurdischen Bürgermeistern das Amt verweigert.

Wenn die friedliche Übergabe der Macht in der größten Stadt des Landes nicht mehr funktioniert, kann von freien Wahlen keine Rede mehr sein. Der politische Wettbewerb wird abgewürgt. Das ist nicht nur für die türkische Innenpolitik, für die Menschen in der Türkei eine Katastrophe, sondern dies wird auch Auswirkungen in unserer Stadt haben.“

Bewerberbuch: Chancen geben, Mitarbeiter gewinnen

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI)

Omur möchte Zerspanungsmechaniker werden, Emilia träumt von einer Ausbildung zur Industriekauffrau und Manuel interessiert sich für den Beruf des Technischen Produktdesigners - zum fünften Mal stellen sich im Bewerberbuch des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) junge Frauen und Männer mit ihren Berufswünschen vor. 87 Kurzporträts sind darin kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Damit erhalten Unternehmen verschiedener Branchen in Remscheid und Umgebung einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen, Potenziale und Ziele der Ausbildungsinteressierten und können so mit ihren potenziellen neuen Mitarbeitern gezielt nach Auswahl ihrer Branche in Kontakt treten.

„Das Bewerberbuch ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt BZI-Geschäftsführer Michael Hagemann. Aufgrund dieses Vermittlungsinstruments seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausbildungsverträge geschlossen wurden. „Einerseits helfen wir jungen Menschen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden und andererseits unterstützen wir Unternehmen der Bergischen Wirtschaft dabei, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Dies sei ein wichtiger Beitrag, um den Jugendlichen und jungen Erwachsenen berufliche Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs in der Region nachhaltig zu sichern. Die Ausbildungsinteressentinnen und -interessenten besuchen derzeit die Abgangsklassen der Remscheider Schulen oder nehmen an den Ausbildungsvorbereitungsprojekten des BZI teil. So unterschiedlich, wie Menschen sind, so verschieden sind ihre beruflichen Ziele. Die Vorstellungen betreffen neben dem metallverarbeitenden Ausbildungsbereich genauso kaufmännische Berufe, das Handwerk, Gesundheit und Pflege. „In jeder Branche werden heute Fachkräfte gesucht. Ein Blick ins Bewerberbuch kann also durchaus lohnend sein“, betont Michael Hagemann.

Die Kurzporträts enthalten Angaben zur Person, zum erzielten oder angestrebten Schulabschluss und zu absolvierten Praktika. Ebenso stellen die künftigen Berufsstarter ihre Stärken, besonderen Kenntnisse und Interessen heraus. Über die Kontaktleiste am Ende eines jeden Porträts können Ausbilder und Bewerber schnell und unkompliziert ins Gespräch kommen. „Auch Flüchtlinge, die in unserem Haus besonders gefördert werden, erhalten so eine Chance, sich ihrem möglichen neuen Ausbilder auf ansprechende Weise zu präsentieren. Denn eine persönliche Ansprache fällt dem einen oder anderen in der neuen und ungewohnten Umgebung sicher noch schwer. Wir wissen aber, dass hier genau wie bei den anderen Ausbildungskandidaten große Potenziale zu finden sind“, erklärt der BZI-Geschäftsführer. Das Bewerberbuch ist ein Kooperationsprojekt des BZI mit der Kreishandwerkerschaft Remscheid, dem Handelsverband NRW und dem DEHOGA NRW. Ausdrücklich dankt das BZI der Stiftung der Stadtsparkasse Remscheid, der Bürgerstiftung Remscheid und der Marianne und Emil-Lux-Stiftung für ihre finanzielle Unterstützung für dieses wichtige Projekt zur Ausbildungsförderung. Das Bewerberbuch kann auf der Homepage des BZI unter www.bzi-rs.de abgerufen werden. Über die Rückmeldung eines erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungsvertrages würde sich das BZI freuen. Kontakt über Frau Petra Sterken, Telefon: 0 21 91 - 93 87- 251, E-Mail: p.sterken@bzi-rs.de.

„Os Campinos“ vom Honsberg sang und tanzte

Seit ihrer Gründung im Jahre 1979 ist die „Os Campinos de Remscheid“ ein fester Bestandteil der ausländischen Kultur in Remscheid. Durch die seit Jahren regelmäßigen Auftritte u.a. anlässlich der Interkulturellen Woche, Tag der Vereine, Maikundgebungen, Stadtteilfeste in Honsberg und die selbst organisierten Folklorefestivals sind die „Os Campinos“ bei den Remscheidern bekannt und beliebt. Am vergangenen Samstag feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen im „Neuen Lindenhof – gemeinsam mit drei Folkloregruppen aus Düsseldorf, Hagen und Hamburg. An der Feier nahmen auch der portugiesische Generalkonsul Dr. José Manuel Carneiro Mendes, Bürgermeister Kai Kaltwasser in Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie Bezirksbürgermeister Otto Mähler teil (im Video des Waterbölles in der Reihenfolge ihres „Bühnenauftritts“). Und die Folkloretanzgruppe „Os Campinos de Remscheid“ tat das, was sie am besten kann und wofür sie bekannt ist – sie sang und tanzte.

„FIT in Deutsch“ weckt Hoffnung auf die Zukunft

Sie heißen Mohamad, Rasha, Hanah und Ivy, sind zwischen zwölf und 17 Jahre alt und kommen aus Syrien, dem Irak oder Kenia. Nach Deutschland kamen sie vor zwei bis drei Jahren als Flüchtlinge gemeinsam mit ihren Eltern in der Hoffnung, bei uns eine neue Heimat zu finden. Nicht die einzige Gemeinsamkeit, wie Schuldezernent Thomas Neuhaus gestern auf einer Pressekonferenz im Pavillon des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums an der Alten Rathausstraße erklärte. Die zweite Gemeinsamkeit sei ihre große Motivation beim Erlernen der deutschen Sprache. Und damit hätten sie gerade erst (an acht Ferientagen über Ostern) ihrer beiden Lehrer Melina Preiß und Felix Krüger  beim Unterricht in Pavillon und bei Exkursionen beeindruckt.

Deutsch-Unterricht in den Schulferien. Den gibt es in Remscheid nun schon im dritten Jahr, und diesmal sogar an drei Ferienterminen (Ostern, Sommer und Herbst) an insgesamt 23 Unterrichtstagen (in den Sommerferien von Montag, 5. August, bis Freitag, 16. August, und in den Herbstferien von Montag, 14. Oktober, bis Freitag, 18. Oktober; Anmeldungen bei Christoph Sykulski im Kommunalen Integrationszentrum). Macht übers Jahr gesehen ca. 120 Teilnehmer (Doppelbuchungen sind aber nicht ausgeschlossen) in dreimal zwei FIT-Kurse (für Einsteiger bzw. Fortgeschrittene) mit maximal 20 Schülerinnen und  Schülern pro Gruppe. Die Kurse beginnen um 9 Uhr und enden um 16 Uhr. Außerdem gibt es ein Frühstücksbuffet und ein gemeinsames  Mittagessen  (ohne Schweinefleisch), das in der Mensa der EMA zubereitet und eingenommen wird.

„FIT“ steht für FerienIntensivTraining, und daran können alle Schülerinnen und Schüler mitmachen, die neu nach Remscheid zugewandert sind und deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um am normalen Regelunterricht teilzunehmen. Sie müssen zudem eine weiterführende Schule (Gymnasium  Haupt-, Real-,  Sekundär-  oder Gesamtschule) besuchen oder die  Internationale Förderklasse eines Berufskollegs. Nicht ausgeschlossen, dass im kommenden Jahr auch Grundschüler/innen mit Migrationshintergrund und deutschen Sprachdefiziten ein ähnliches Angebot gemacht werden wird, wie Matthias Spaan, Geschäftsführer des Trägervereins „Die Verlässliche“, in der Pressekonferenz andeutete.

„FIT in Deutsch“ ist ein abwechslungsreiches Programm aus Übungen, Spiel, Spaß und Aktivitäten, bei dem die Teilnehmenden gesetzlich unfallversichert sind. In den vergangenen Osterferien gehörten dazu auch Ausflüge nach Schloß Burg (Thema „Ritter und Burgen) und zum „Tierpark Fauna“ (Motto „Heimische Tierwelt“) in Solingen-Gräfrath. Darüber mussten die Jungen und Mädchen anschließend im Schulpavillon der EMA vor der Gruppe auf Deutsch kleine Vorträge halten - meist als stressig empfunden, aber auch als lehrreiche Erfahrung. Das machte das Reden auf Deutsch wieder ein wenig sicherer. Erstaunlich übrigens, wie akzeptfrei die vier jugendlichen Protagonisten gestern von ihrem Ferienkurs auf Deutsch erzählten – ein indirekter Beweis für die gute Arbeit ihrer beiden Deutschlehrer.

Ziel der für die Jungen und Mädchen kostenlosen FIT-Kurse ist es, deren Sprachkenntnisse außerhalb der Schulzeit weiter zu fördern, zu vertiefen und im Alltag anzuwenden. Von den Gesamtkosten in Höhe von ca. 23.000 Euro, die in diesem Jahr insgesamt anfallen werden, übernimmt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen den größten Batzen (80 Prozent). Die übrigen 20 Prozent will Matthias Spaan mit Hilfe der Kooperationspartner einsammeln  – Kommunales Integrationszentrum Remscheid, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Alexander-von-Humboldt-Realschule, Stadt  Remscheid und Rotary Club Remscheid. Letzterer hat bereits 500 Euro gespendet, wie Michael Birker gestern berichtete. Gut investiertes Geld, schließlich gehe es dabei um eine Zukunft von zugewanderten Jungen und Mädchen, die umso aussichtreicher ist, desto besser sie sich auf Deutsch verständigen können.

Geschichten frei und mündlich erzählen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Kommunale Integrationszentrum lädt zur 2. Veranstaltungsreihe zum Thema „Diversität und Spracherwerb“ für pädagogische Fachkräfte für Donnerstag, 16. Mai, ein. Die Vielfalt in unserer Gesellschaft fordert verstärkt die pädagogischen Fachkräfte im Kindergarten, Offenem Ganztag und Grundschule heraus. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Gemeinsamkeiten, Ressourcen und Potentiale der Kinder zu erkennen und Sicherheit im Umgang miteinander zu gewinnen. Thema der 2. Veranstaltung ist „Geschichten erzählen – Fantasie wecken – Sprache fördern“. Geschichten frei und mündlich zu erzählen, bietet eine hervorragende Möglichkeit, mit Kindern spielerisch auf fantastische Reisen zu gehen. Dabei fördert das Erzählen Konzentration, Zuhörfähigkeit und die Sprachentwicklung – und nebenbei macht es auch noch Freude!

Aber wie finden wir selbst wieder einen Zugang zu dieser alten Kulturtechnik? Wie erschaffen wir Bilder in Köpfen und lassen Geschichten lebendig werden? In dieser Veranstaltung lernen Interessierte verschiedene Ansätze kennen, Geschichten frei zu erzählen, und einfache Übungen und Methoden, um Geschichten mit Kindern zu erfinden. Spielerisch wecken wir unsere eigene Fantasie, erzeugen Kino im Kopf, erzählen und fabulieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Kindern im Alter ab vier Jahren bis zum Ende des Grundschulalters. Termin: Donnerstag, 16. Mai, 9 bis 16 Uhr. Referentin: Selma Scheele (Theaterpädagogin und Erzählerin). Teilnehmerzahl: max. 16 Personen. Ort: Kraftstation, Honsberger Straße 2. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenlos.

Interessierte melden sich bitte für die Veranstaltung bis zum 8. Mai verbindlich per E-Mail an. Sollten Anmeldung – aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl – nicht berücksichtigt werden können, wird eine Absage versandt. Koordination und Anmeldung: Joby Joppen & Claudia Göncüoglu – Kommunales Integrationszentrum Remscheid, Elberfelder Straße 32, 42853 Remscheid, Tel. RS 16-3483, E-Mail: joby.joppen@remscheid.de">joby.joppen@remscheid.de, claudia.goencueoglu@remscheid.de">claudia.goencueoglu@remscheid.de.

Neues Online-Verfahren dient der Einbürgerung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit zwei Neuerungen verbessert die Ausländerbehörde jetzt ihren bisherigen Service. Die Einladung von Besuchern aus dem Ausland wird leichter, und es gibt erweiterte Öffnungszeiten mit Terminvergabe im Bereich Einbürgerung.

Die erste Neuerung betrifft die sogenannte Verpflichtungserklärung. Sie muss abgegeben werden, wenn Gäste aus dem Ausland eingeladen werden. Die Erklärung kann ab sofort online über die Homepage der Ausländerbehörde Remscheid (Ausländerbehörde Remscheid) erfolgen. Durch die elektronische Übermittlung der Daten und Dokumente erfolgt eine schnellere Bearbeitung. Auch die Wartezeit am Vorsprachetag verkürzt sich erheblich. Die Ausländerbehörde empfiehlt deshalb, dieses Online-Verfahren zu nutzen.

Gleichfalls neu sind erweiterte Öffnungszeiten im Sachgebiet „Einbürgerungen“. Vorsprachen sind ab sofort nach Terminvereinbarung während dieser Öffnungszeiten möglich: Montag 8 – 12 Uhr, Dienstag 14 – 17.30 Uhr, Mittwoch geschlossen, Donnerstag 14 – 16 Uhr, Freitag 8 – 12 Uhr. Die bisherige offene Sprechzeit dienstags entfällt.

Termine für den Bereich Einbürgerung können unter Tel. RS 163378 (Buchstabenbereich A – J) bzw. 163812 (Buchstabenbereich K – Z) reserviert werden.