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Hygiene- und Sicherheitskonzepte auch in Moscheen

Aus gegebenem Anlass hat die Verwaltung am Donnerstag im Hauptausschuss schriftlich dargelegt, „was in Remscheid seit März 2020 bezüglich der Corona-Schutzverordnung alles geleistet wurde und auch weiterhin geleistet wird“. Mit Beginn des 1. bundesweiten Lockdown im März 2020 seien sukzessive folgende Maßnahmen erfolgt:

  • Alle Informationen über den Corona-Virus (Aufklärung, Hygienemaßnahmen, Abstandregeln, Mund-Nase-Masken) wurden in mindestens 10 Sprachen über qualifizierte Elternbegleiterinnen (Multiplikatorinnen) an 12 Kindertagesstätten, ein Übergangsheim und zwei Grundschulen weitergeleitet.
  • Am 16.April fand ein Treffen mit den vier großen Moscheegemeinden statt, um Verhaltensregeln bzgl. des bevorstehenden Ramadan und weitern Aspekten des Miteinanders in Remscheid zu besprechen. An diesem Treffen haben von Seiten der Stadtverwaltung der Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Stadtkämmerer und Stadtdirektor Sven Wiertz, der Beigeordneten des Fachdezernats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung Peter Heinze, die Fachdienstleiterin des Kommunalen Integrationszentrums Sevinc Brilling auch die Integrationsratsvorsitzende Erden Ankay-Nachtwein teilgenommen. Das Protokoll ist ebenfalls auf der Internetseite sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache nachzulesen. 
  • Die Internetseite der Stadt Remscheid (Kommunales Integrationszentrum)  wurde mit dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration verlinkt, um Zugriff auf folgende Informationen in fast 20 Sprachen zu erhalten:
  • Coronavirus – wir informieren in mehreren Sprachen: Gesundheit und Verhaltenstipps, Gesundheit und Hygiene (Die 10 wichtigsten Hygienetipps), Was Sie über Corona wissen müssen zum Herunterladen, Informationen zur Impfverordnung, Informationen zur Impfung, Hinweise für nicht erkrankte Personen, die sich nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne befinden, Häusliche Isolierung bei bestätigter Covid-19-Erkrankung, Zurück in den Alltag – die Corona-Warn-App für Deutschland. Alle Informationen werden laufend aktualisiert.
  • Des Weiteren wurden Migrantenorganisationen in Remscheid  über diese links in Kenntnis gesetzt.
  • Alle wichtigsten Verhaltensregeln wurden als Piktogramme in den gängigsten und für Remscheid relevanten Sprachen ausgedruckt und zum Aushang verteilt an: Öffentliche Gebäude, Moscheegemeinden, Migrantenorganisationen, Supermärkte, diverse Geschäfte auf der Alleestraße.
  • Das Kommunale Integrationszentrum stattete gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst Besuche bei den großen Moscheegemeinden ab. Alle Moscheegemeinden präsentierten ein Hygiene- und Sicherheitskonzept, in denen akribisch auf die Einhaltung der städtischen Verordnungen hingewiesen wurde. Außerdem wurde in Eigenregie ein Film gedreht, in denen alle Verhaltensregeln (Händewaschen, Desinfizieren, Mund-Nase-Schutz Tragen, Abstand halten, Aufnahme der Personalien zur Nachverfolgung) erläutert wurden.
  • Alle Imame wurden gebeten in ihren Freitagsgebeten ihre Gläubigen zur Einhaltung der Hygieneregeln aufzufordern.
  • Alle Zusammenkünfte/Treffen/Feierlichkeiten in den Räumlichkeiten der Moscheegemeinden wurden mit Zunahme der Inzidenzwerte seitens der Vorsitzenden unterbunden.
  • Alle Vorsitzenden der Moscheegemeinden haben eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der sie sich gegenseitig über die neuesten Verordnungen in Kenntnis setzen.
  • Zu Beginn der Pandemie wurde eine mehrsprachige Hotline im Gesundheitsamt installiert
  • Informationen zum Coronavirus und den notwendigen Verhaltensregeln wurden in 15 Sprachen übersetzt und über die HSU-Lehrer (Heimatsprachlicher Unterricht) an die Schülerinnen und Schüler respektive ihre Eltern verteilt.
  • Alle Familien und Einzelpersonen, die entweder in den Übergangsheimen untergebracht sind oder in Wohneinheiten wohnen wurden über den Sozialdienst in ihrer jeweiligen Muttersprache über die Pandemie, die AHA-Regeln und die Möglichkeit sich weitere Informationen zu holen, schriftlich benachrichtigt.
  • Das Kommunale Integrationszentrum ist ein direkter Ansprechpartner für alle Menschen mit Migrationshintergrund und verfügt über einen Sprachmittlerpool, so dass  Informationen zeitnah in beliebige (zurzeit 22) Sprachen übersetzt und weitergeleitet werden können.“

Abschließend betont die Verwaltung: „Wir konnten bisher in Remscheid schnell und unbürokratisch auf alle notwendigen Veränderungen und Anforderungen eingehen und werden auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in Remscheid jederzeit die Information erhalten, die sie benötigen, um gemeinsam der Pandemie entgegenwirken zu können.“

Zur Koordination kommunaler Entwicklungspolitik

Angenommen wurde am Donnerstag vom Hauptausschuss der Antrag der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP , die Verwaltung möge prüfen, „ob und mit welchen Projekten Remscheid Fördergelder im Rahmen von ‚Koordination kommunaler Entwicklungspolitik‘ für eine/einen Koordinator/Koordinatorin beantragen kann“. Sollte dies der Fall sein, möge sie dem Rat eine Übersicht über die Fördermöglichkeiten und über den zu erbringenden Eigenanteil vorlegen und – sobald absehbar Fördermöglichkeiten bestünden – gegenüber den Fördergebern das Interesse der Stadt  bekunden.

„Entwicklungspolitik fängt auf kommunaler Ebene an. Remscheid geht diesen Weg schon länger mit vielen kleinen und großen Projekten und Initiativen aus unserer Stadt“, heißt es in er Antragsbegründung. Seit 2016 werde im Rahmen des Programms „Koordination kommunaler Entwicklungspolitik“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Zuschuss für Personalressourcen für kommunales entwicklungspolitisches Engagement vergeben. Dort müsse mindestens vier Wochen vor dem eigentlichen Antrag im Zeitraum vom 15. Januar bis spätestens 31. Mai 2021 Interesse angemeldet werden. Darin sehen die Antragsteller die Möglichkeit, „neue Projekte zu starten, die Vernetzung der unterschiedlicher Akteure in dem Bereich in unserer Stadt zu koordinieren und schneller deren Projekte umzusetzen.“ Konkret werden in diesem Zusammenhang die Arbeitsgruppe Fair Trade Town, das Projekt „Our children and our future” e.V. ,die DeutschIändische Gesellschaft und die Kaffeebäuerinnen-Kooperative „Asociacion de Productoras Libres de Marcala "APROLMA" aus Honduras genannt. Verwiesen wird ferner auf „die zahlreichen Projekte in Kirchen- und Religionsgemeinschaften“.

Gute Nachbarschaft hat keinen Platz für Rassismus

Pressemitteilung der SPD

„Wer, wenn nicht wir und wann, wenn nicht jetzt?“ Diese Frage brachte Jana Kawina von der Aidshilfe Wuppertal auf die Idee, dass die Nachbarinnen und Nachbarn vom Haus „Mollplatz 3“ in Lennep gemeinsam ein Zeichen gegen Alltagsrassismus setzen sollen. Das schmucke Schieferhaus am Eingang zur Lenneper Altstadt beherbergt die Arbeiterwohlfahrt, die Senioren vom Hardtpark, die Deutsch-Italienische Gesellschaft, die Eritrean Community in Remscheid, die Aidshilfe Wuppertal sowie die Fachstelle Altersgerechte Quartiersentwicklung der Stadt Remscheid unter einem Dach. „Internationaler und intergenerationaler geht es doch kaum!“, so der Vorsitzende der AWO Lennep / Lüttringhausen, Antonio Scarpino, der sich von der Idee sofort begeistert zeigte. Am  Donnerstag,18. März, wollen die beteiligten Organisationen ein gemeinsames Zeichen gegen Alltagsrassismus setzen, indem sie sich an einer Aktion der Stiftung „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beteiligen. „Wir wollen mit einer kleinen, aber wirkungsvollen Aktion zum Nachdenken anregen!“, sagt Giovanni Farruggia von der Deutsch-Italienischen Gesellschaft.  „Unser Haus ist in normalen Zeiten ein Treffpunkt von Menschen vieler unterschiedlicher Nationen, das sollen die Besucherinnen und Besucher beim Betreten des Hauses vor Augen haben!“, so Dawit Kuflu Kidane vom der Eritrean Community in Remscheid.

Wochen gegen Rassismus größtenteils online

Pressemitteilung von Remscheid Tolerant e.V.

Liebe Mitstreitende fürs Gute,
anbei das Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Remscheid. Wir alle haben uns dazu entschlossen, das Programm in diesem Jahr über den offiziellen Zeitraum hinaus auszuweiten. Der Großteil der Veranstaltungen wird in diesem Jahr online durchgeführt, daher haben wir auf ein gedrucktes Programmheft verzichtet und veröffentlichen das Programm über unsere Webseite
www.remscheid-tolerant.de. Der Vorteil: Wir können die Veranstaltungen dynamisch anpassen und fortlaufend ergänzen. Es werden noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen zugefügt und fortlaufend aktualisiert. Die jeweils aktuelle Programmübersicht gibt es immer unter www.remscheid-tolerant.de/iwgr - Details werden fortlaufend ergänzt. Häufiges Nachschauen zahlt sich also aus.

Der Programmablauf mit Stand von heute:
 

Artikel vollständig lesen

Die Stadt erfüllt ihre Flüchtlingsquote zu 92,62 Prozent

Bei den Zuweisungen von Flüchtlingen in die Städte und Gemeinden spürt auch die Stadt Remscheid die Auswirkungen von Corona: In diesem Jahr wies die Bezirksregierung in Arnsberg der Stadt bisher lediglich zwei Flüchtlinge ( aus Nigeria) zu. Für Ende Februar sind weitere acht Personen angekündigt. Damit erfüllt Remscheid seine Quote zu 92,62 Prozent. In den sechs Übergangsheimen der Stadt und einer Wohnanlageleben zurzeit 362 Flüchtlinge, in Wohnungen 429 Personen (insgesamt 791). Sowohl für die Unterbringung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge als auch für die Flüchtlinge, die nach erfolgreichem Asylverfahren ein Bleiberecht erlangt haben und sich eine eigene Wohnung suchen müssen, stehe weiterhin ausreichend Wohnraum zur Verfügung, teilt die Stadt zur Sitzung des Integrationsrates am 4. März mit.

Die Vorgaben bezüglich des Infektionsschutzes im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für die Unterbringung in Übergangsheimen werden beachtet. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner der städtischen Unterkünfte wurde in der entsprechenden Landessprache über die einzuhaltenden Schutzmaßnahmen schriftlich informiert. Für etwaige Infektionsfälle unter den Bewohnern der städtischen Unterkünfte haben die städtischen Fachdiensten Gesundheit, Soziales und Wohnen, Gebäudemanagement und Zuwanderung ein Handlungskonzept abgestimmt und haben für eventuelle Quarantänefälle Unterbringungsmöglichkeiten reserviert. Die pandemiebedingten Einschränkungen im Kundenverkehr mit persönlichen Vorsprachen gelten im Fachdienst Zuwanderung weiterhin und wurden Mitte Dezember mit der Verschärfung des Lockdowns noch einmal erhöht. Die Dienstleistungen erfolgen ganz überwiegend per Post, E-Mail oder telefonisch.

Von den 2.546 Flüchtlingen, die sich gegenwärtig in Remscheid aufhalten, haben 1.860 ein Bleiberecht (humanitäre Aufenthalte), befinden sich 267 im laufenden Asylverfahren und 419 nach abgelehntem Asylverfahren in der Duldung). Im vergangenen Jahre vollzog das Ausländeramt der Stadt Remscheid 18 Rückführungen in die Länder Algerien, Marokko, Nigeria, Bulgarien, Guinea, Rumänien, Ägypten, Italien, Türkei und Kosovo (je eine Person) und nach Albanien, Nordmazedonien, Iran und Russland (je zwei Personen). In diesem Jahr wurden gab es bisher keine Abschiebungen und auch keine freiwilligen Ausreisen.

 

Integrationszentrum soll umziehen. Aber wohin bloß?

Ein aktuelles Beispiel für manchmal allzu langsam mahlende Mühlen der Verwaltung liefert seit einigen Monaten die Stadt Remscheid mit ihrem „Kommunalen Integrationszentrum“ (KI). Das hängt mit dem neuen Projekt „Kommunales Integrationsmanagement NRW“ zusammen, eine Idee des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW. In die will die Landesregierung in diesem Jahr insgesamt 50 Millionen Euro stecken. Von den Kommunen, die sich an diesem Förderprogramm beteiligen, erwartet der Geldgeber dadurch schnellere Integrationsprozesse und bessere Integrationschancen für zugewanderte Menschen. Den „wesentlichen Erfolgsfaktor“ sieht das Land dabei in einer engeren Zusammenarbeit der verschiedensten Ämter vor Ort (von Jobcenter, Ausländerbehörde, über Jugend- und Sozialamt bis hin zum Ehrenamt).

An dem Projekt beteiligt sich auch die Stadt Remscheid. Sie hat die Förderbescheide des Landes längst erhalten. Nach Angaben von Sevinc Brilling, Leiterin des städtischen Fachdiensts „Kommunales Integrationszentrum“, kann die Stadt mit Landesmitteln für die Einrichtung eines strategischen Integrationsmanagements (drei Stellen, davon 0,5 Stelle für eine Verwaltungsassistenz) sowie vier Stellen im Case-Management und 1,5 Stellen in der Ausländer- und Einbürgerungsbehörde rechnen. Integrationsstaatssekretärin Serap Güler in einer Pressemitteilung des Ministeriums: „Integrationsarbeit braucht verlässliche und verbindliche Strukturen. Deshalb wollen wir die Kommunen hierbei stärker und auch dauerhaft unterstützen. Das Kommunale Integrationsmanagement wollen wir bei der anstehenden Grundnovellierung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes gesetzlich verankern und damit für mehr Verlässlichkeit und Verbindlichkeit sorgen.“

Das spricht für neue, unbefristete Stellen im KI. Doch die Mitteilungsvorlage, die der Integrationsrat Ende vorigen Jahres bekam, weist lediglich befristete Stellen für die Zeit vom 1.Oktober 2020 bis 31.12. 2022 aus. 8,5 an der Zahl! Bisher war die Förderung immer an die jeweilige Landesregierung gekoppelt, und dementsprechend galt die Förderungszusage auch nur für deren Amtszeit. Nun also soll das Teilhabe- und Integrationsgesetz novelliert werden, sprich: Integration soll für die Landespolitik ganz generell verpflichtender werden, soll die Existenz der Kommunalen Integrationszentren über längere Zeiträume sichern. Das verspricht eine Förderung der neuen Stellen über 2022 hinaus. Entsprechend hat Minister Dr. Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident, den Kommunen empfohlen, die neuen Stellen jetzt schon unbefristet einzurichten. Dass die Stadt Remscheid dies gerne schwarz auf weiß hätte, ist verständlich. Die 8,5 vom Land geförderten Stellen wurden folglich erst einmal befristet bis 31.12. 2022 einrichtet. Das hat der Rat der Stadt so beschlossen.

Besetzt ist von den 8,5 Planstellen für die Stadt Remscheid seit Januar lediglich eine halbe. In der Ausländerbehörde (Baustein 3 des Projekts). Und dort soll im März auch eine Vollzeitstelle besetzt werden. Neue Mitarbeiterinnen für die übrigen beiden Bausteine des Projekts sind in Remscheid noch nicht in Sicht.

  • Baustein 1: Die Strategische Steuerung. Der künftige Inhaber / die Inhaberin dieser koordinierenden Stelle für den Gesamtprozess soll Lenkungsgruppe und Arbeitsgruppen begleiten, (Kooperationsvereinbarungen zwischen den Ämtern/Behörden/Freien Trägern entwickeln, den ganzen Prozess ratgebend begleiten und dabei Schwachstellen definieren und Probleme lösen.
  • Baustein 2 sieht vier neuen Stellen für Case-Management vor – Einzelfallberatung, die ämterübergreifend unter Berücksichtigung der besonderen Lebenslage und Bedarfe der zugewanderten Menschen deren Integration fördern soll. Konkret: In ausführlichen Gesprächen mit den Zugewanderten sollen Ziele vereinbart und dann in weiteren Gesprächen überprüft werden.

Die in 2021 theoretisch maximal mögliche Projektförderung in 2021

Baustein

Stellen

Förderung

Sachkosten

Förderung Gesamt

1) Strategischer Overhead

2,5 VZ

2,5 x 55.000 €

0,5 zu 22.500 €

78.000 €

238.100 €

2) Case Management

4,0 VZ

4,0 x 55.000 €

-

220.000 €

3) Ausländerbehörde

1,5 VZ

1,5 x 50.000 €

-

75.000 €

 

 

 

 

533.100 €

533.100 Euro hätte die Stadt in diesem Jahr vom Land erhalten, wenn alle neuen Stellen zum 1. Januar besetzt gewesen wären. Doch die sieben Planstellen für die Bausteine 1 und 2 können nicht besetzt werden, weil sie noch gar nicht ausgeschrieben sind. Denn für sieben neue Mitarbeitende gibt es im KI, das derzeit im einstigen VHS-Trakt des Ämterhaus am Friedrich-Ebert-Platz untergebracht ist, gar keine freien Büroräume. Alles hängt also von einem Umzug ab, genauer: einer Reihe von Umzügen. Denn sobald das KI seine Räume im Ämterhaus verlassen hat, kann dorthin die Ausländerbehörde umziehen. Auf deren bisherige Räume wartet bereits die Ordnungsbehörde. Mit anderen Worten: Der Umzugsreigen beginnt mit dem KI. Doch erst, wenn sein Umzugstermin feststeht, können die sieben freien Stellen ausgeschrieben werden. Und erst, wenn sie besetzt werden, überweist das Land der Stadt die Fördermittel dafür.

Die Frage ist also, wann der Verwaltungsvorstand über den neuen Standort des KI entscheiden wird. Inzwischen habe man ein Objekt ausgesucht, weiß KI-Leiterin Sevinc Brilling. Doch von einem unterschriebenen Mietvertrag hat sie noch nichts erfahren. Aber man bemühe sich um eine baldige Lösung...
Merke: Je länger der Umzug des Kommunalen Integrationszentrums auf sich warten lässt, desto kürzer wird die Projektphase. Und entsprechend geringer die Aussicht auf geeignete Bewerber/innen auf die bis Ende 2022 befristeten Stellen. Denn Wuppertal war auf dem Bewerbermarkt längst unterwegs. Allein elf Stellen wurden ihr für das neue Case-Management genehmigt.  Zehn davon sind seit dem 1. Januar besetzt.

Forum zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Corona-Krise geht mit drastischen Maßnahmen für den Schulalltag einher. Auf einmal stehen solche Themen wie Online-Kommunikation und E-Learning im Fokus und stellen häufig eine Herausforderung für Lehrende und Lernende dar. Insbesondere schwierig gestaltet sich die Suche nach passenden Methoden für den Online-Unterricht mit mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern in der Grundschule und den Klassen 5 und 6. In einem  Online-Workshop will deshalb das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Remscheid am 23. Februar interaktive Methoden für den Online-Unterricht ausprobieren und mit den Beteiligten Antworten auf folgende Fragen suchen:

  • Wie schaffe ich es, dass mein Online-Unterricht denselben Effekt hat wie mein Präsenzunterricht?
  • Wie kann ich meinen Online-Unterricht kreativ und abwechslungsreich gestalten?
  • Welche Methoden eignen sich für den Online-Unterricht mit jüngeren mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern?
  • Welche Energizer und Warm-Up Übungen eignen sich für den Unterrichtsbeginn und für zwischendurch?
  • Sind Bewegungsaktivitäten für den Online-Unterricht: möglich oder unmöglich?

Die Referentin ist Dr. Natalia Tilton . Zu der kostenlose Videokonferenz per Zoom am Dienstag, 23. Februar, von 14 bis 17 Uhr sind noch Plätze frei. Verbindliche Anmeldung unter Angabe von Vor- und Nachnamen, Schule, Institution oder Aufgabe per E-Mail an claudia.goencueoglu@remscheid.de">claudia.goencueoglu@remscheid.de. Ein paar Tage vor Veranstaltungsbeginn) erhalten die Teilnehmenden dann einen Link bzw. die Zugangsdaten, mit denen Sie sich für den Online-Workshop einloggen können.

Fastenaktion „Mit 7 Tüten durch die Welt“

Pressemitteilung der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen

Der F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen lädt dazu ein, die Fastenzeit zu nutzen, um fair gehandelte Produkte zu kosten und sich mit den Kooperativen zu solidarisieren, die im globalen Süden wertvolle Lebensmittel produzieren. Vom 17. Februar an können sieben Wochen lang, jeweils mittwochs  zwischen 16 und 17.30 Uhr, vorbereitete Tüten im F(l)air-Weltladen, Gertenbachstr. 17, abgeholt werden. Sie enthalten zu unterschiedlichen Themen Bio-Qualität-Produkte aus dem Fairen Handel im Wert von zehn Euro. Hier drei Themenbeispiele: „Wunderkorn der Inka“, „Mit Hoffnung den Tag beginnen“ und „Befreites Mafialand“. Auf Wunsch kann die Tüte auch nach Hause geliefert werden.

Abonnieren kann man die „Fairen Tüten“ per E-Mail flair-weltladen@t-online.de">flair-weltladen@t-online.de oder Tel. RS 564016. Wegen des zurzeit geschlossenen Weltladens wird beim 1. Aktionstag eine Rechnung beigelegt. Dazu ist es wichtig, bei Bestellung eine Adresse mitzuteilen und für Rückfragen am besten eine Telefonnummer. Über Anmeldungen freut sich das Weltladen-Team bis zum 12. Februar . Es weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass jederzeit Bestellungen für alle Waren des Fairen Handels und des Buchhandels aufgegeben werden können. Auch hierzu besteht ein Abhol- und Lieferservice. Nähere Informationen unter www.flair-weltladen.de.

Wochen gegen Rassismus diesmal online?

Pressemitteilung des Remscheid Tolerant e.V.

Das vergangene Jahr hat uns allen gezeigt, wie schnell sich Selbstverständliches zu Privilegien wandeln können und wir alle haben lernen müssen zu verzichten. Dabei hat die Corona-Pandemie auf die gesellschaftlichen Missstände wie durch ein Vergrößerungsglas hingewiesen. Mag das Virus zwischen Herkunft und Hautfarbe keinen Unterschied machen, so hat sich doch in großen Teilen der Gesellschaft Stigmatisierung, Ideologisierung und Radikalisierung ausgebreitet. Wir waren gezwungen, nahezu alle Veranstaltungen und Projekte abzusagen, die vorher in monatelanger Planung entstanden waren. Voraussichtlich wird auch in diesem Jahr eine Planung von Präsenzveranstaltung vergebene Lebensmüh sein.

Aber wir leben ja Gott sei Dank in einer Welt voller digitaler Möglichkeiten der Kommunikation. Nächste Woche Mittwoch, 3. Februar, wollen wir uns um 18.30 Uhr via "Zoom"-Videokonferenz  darüber austauschen, wie wir in 2021 als Verein und Bündnis in Aktion treten können. Wir laden dazu herzlich ein. Es wird insbesondere um die Gestaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus in diesem Jahr gehen; da wollen wir unsere Ideen vorstellen und hoffen auch Input von Eurer Seite. Denn trotz der pandemie-bedingten Einschränkungen lebt unser Zusammenschluss von jedem einzelnen und seinen Ideen. (Anne Marie Faßbender, Vorsitzende)

Geboren bei Wein und fairem Kaffee

Es war vor einigen Jahren am Rande eines Sommerfestes im Lüttringhauser Ortskern, bei dem die Stände des AWO-Ortsvereins Lennep / Lüttringhausen und der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen nebeneinander standen und die Vertreterinnen und Vertreter der beiden Organisationen nicht nur Wein (AWO) und Fairen Kaffee (Ökumenische Initiative) ausgaben, sondern sich auch über die Idee eines „Hauses der Vielen“ austauschten. „Wir würden schon gerne auch in Lüttringhausen präsent sein, aber wir können aus finanziellen und aus personellen Gründen hier keinen eigenen Treff aufmachen.“, sagte damals der Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Lennep / Lüttringhausen, Antonio Scarpino. „Muss es denn gleich ein eigener Treff sein? Was wollt ihr denn genau anbieten, und könnt ihr Euch vorstellen, mit anderen Vereinen zusammen ein Haus zu bespielen?“, entgegnete pragmatisch Volker Beckmann, der damalige Vorsitzende der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen. „Ich hätte da eine Idee, wo so ein gemeinsames Haus entstehen und eine Lücke schließen könnte!“, so der stellv. Vorsitzende der AWO und damalige stellv. Bezirksbürgermeister von Lüttringhausen, Jürgen Heuser.

Soweit die Vorgeschichte, Teil 1. Bei einem Rundgang durch den Stadtteil Klausen, der einige Monate später stattfand und an dem auch Oberbürgermeister Mast-Weisz teilnahm, blieb man auf der „Piazza“ in Klausen mit den Pavillons an der Karl-Arnold-Straße vor dem großen Hochhaus stehen, wo bis in die 1990-er Jahre hinein ein EDEKA-Händler, eine Bäckerei, eine Sparkassen-Filiale und weitere Geschäfte für die Nahversorgung in dieser „Wohnstadt“ sorgten, die in den 1960-er Jahren auf der grünen Wiese entstanden war. Davon geblieben war zuletzt lediglich ein Kiosk.

Eigentlich hatte die AWO zuerst an die Reaktivierung des leerstehenden ehemaligen Seniorentreffs etwas abseits gedacht und als Zweites an das ehemalige Waschhaus im Rücken des heutigen Schulzentrums. „Warum wollt Ihr Abseits stehen und geht nicht in die alte Mitte von Klausen?“, fragte damals Oberbürgermeisters Burkhard Mast-Weisz und gab damit den Anstoß, die Idee eines Treffpunkt für Viele in der ehemaligen Klausener Einkaufszeile ins Auge zu fassen.

Das Fundament: starke Partnerinnen und Partner

Das berühmte Zitat von Victor Hugo, wonach nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, bewahrheitete sich auch und gerade bei diesem Projekt. Mit dem organisatorischen Rückgrat des soziokulturellen Jugendzentrums „Die Schlawiner“, der LEG-Stiftung „Leben“, der Stadt Remscheid und hier insbesondere dem Quartiersmanagement, der Arbeit Remscheid gGmbH und der finanziellen Unterstützung der Ulrike-und-Lothar-Kaiser-Stiftung wurden zwei leerstehende Pavillons zu einem hochattraktiven Stadtteiltreff neuen Typs umgebaut, der schon beim Betreten Lust weckt, hier aktiv zu werden.

Endlich vor Ort: die AWO

„Für uns als AWO-Ortsverein, der auf einen kleinen, aber sehr aktiven Stamm von Aktiven bauen kann, ist der Stadtteiltreff auf Klausen die Möglichkeit, endlich vor Ort, im wahrsten Sinne des Wortes ‚in unmittelbarer Nachbarschaft‘ Angebote von Nachbarn für Nachbarn anzubieten“, sagt der AWO-Vorsitzende Antonio Scarpino. Und sein Stellvertreter Jürgen Heuser ergänzt: „Wir wollen das Potenzial und die Tatkraft der Menschen abgreifen, die im Laufe eines langen Berufslebens einiges an Können erworben und Spaß daran haben, dieses weiterzugeben. Eine solche Idee ist die Etablierung eines Reparatur-Cafés, wo Haushaltsgegenstände, Fahrräder und vieles mehr repariert werden sollen!“ Scarpino, nach eigenen Worten ein „in Lennep geborener Remscheider mit italienischem Pass“, möchte „auf“ Klausen auch einen Treffpunkt für Italienerinnen und Italiener schaffen: „Der Klausen ist Grün-Weiß-Rot. Deshalb möchten wir ein Beratungsangebot einer italienischen Auslandsgewerkschaft vor Ort etablieren. Ferner möchten wir bei Bedarf Sprachkurse in Deutsch für Italienerinnen und Italiener anbieten, die im Zuge der Arbeitssuche neu nach Deutschland kommen.“ Auch kulturelle Angebote mit grün-weiß-roten Anstrich – von Lesungen über Musik bis hin zur Culinaria - stehen auf dem Wunschzettel.

Steter Wandel als Prinzip

Das Angebot an den Dienstagen, die von der AWO bespielt wird, werden nicht statisch sein. „Wir werden die Augen und Ohren offen halten nach Personen, die gerne etwas anbieten möchten. Und wir wollen Anwohnerinnen und Anwohner erfahren, wenn ihnen etwas fehlt. Wenn etwas gut angenommen wird, wolle wir das etablieren. Wenn die Nachfrage nicht so hoch ist wie angenommen, werden diese Angebote (vorerst) zurückgestellt und zu einem späteren Zeitpunkt ein neuer Anlauf unternommen“, so Heuser. Darüber sollen Angebote, die man im AWO-Treff in Lennep aufgrund der begrenzten räumlichen Kapazitäten nicht anbieten kann, nach Klausen holen. „Ganz oben steht ein Chinesisch-Kurs, den einer unserer Mitglieder geben könnte,“ so Scarpino. Heuser und Scarpino freuen sich, dass – dem Gespräch bei Wein und Fairem Kaffee an jenem lauen Sommerabend „im Dorp“ folgend –, der Kulturkreis im Heimatbund, dem Volker Beckmann einst vorstand und der heute von Ursula Wilberg geführt wird, als Kooperationspartner gewonnen werden konnte. Dieser will  einmal im Monat abends eine kulturelle Veranstaltung anbieten und damit eine Brücke schlagen vom „Dorp“ in die „Filiale Klausen“.

„Rückblickend können wir es als AWO kaum fassen, dass die Idee eines von mehreren Vereinen und Einrichtungen bespielten Hauses dank großzügiger organisatorischer und finanzieller Unterstützung zahlreicher starker Partnerinnen und Partnern nach nur knapp zwei Jahren Realität geworden ist – oder zumindest fast,“ , geht Scarpino auf die durch die aktuelle Corona–Pandemie verschobene Eröffnung des Stadtteiltreffs ein.

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! „Wir wissen nicht, wann wir loslegen können – aber wir wissen, dass es in naher Zukunft losgehen wird und freuen uns auf dieses große Sozialexperiment“, so Scarpino. Bei einem nächtlichen Besuch fiel ihm der frisch verlegte Holzboden auf – und spontan stellte sich ihm die Frage: „Kennen wir jemanden, der einen Tanzkurs anbieten könnte?“ (AS)

„KuK ma!“: Hûman - Sufi Culture & Arts e.V. in Remscheid

Max Süss zu Besuch bei dem Verein Hûman - Sufi Culture & Arts e.V.. Dort sprach er mit dem 1. Vorsitzenden Denis Hüseyinoğlu. Süss: „Ein spannender Abend!“ Weitere Infos zum Verein und den angesprochenen Künsten auf der Homepage https://human-culture.com/index.html. (Kamera / Schnitt Jan Christoph Heinsch; https://www.frametraxx.de/info/wellne... Chinese Girl von Frametraxx)

„Quartierstreff Klausen“ startet am 14. Dezember

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Als Ort für Begegnung, Bildung und Beratung in allen Lebenslagen haben die LEG und die von ihr initiierte „Stiftung – Dein Zuhause hilft“ gemeinsam mit der Stadt Remscheid, der Die Schlawiner gGmbH, der AWO Lennep-Lüttringhausen und der Arbeit Remscheid gGmbH im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes den „Quartierstreff Klausen“ für die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier ins Leben gerufen. Der Quartiertreff Klausen im Gebäude Karl-Arnold-Straße 4 a ist nunmehr fertiggestellt. Ab Montag, 14. Dezember, steht er allen Interessierten unter Beachtung der aktuellen Corona-Beschränkungen und Schutzbestimmungen als Anlaufstelle zur Verfügung.

Der Quartierstreff hat grundsätzlich montags, mittwochs und freitags von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Während dieser Öffnungszeiten sind „Die Schlawiner“ vor Ort. Sie bieten zunächst montags und freitags eine Offene Tür an, mittwochs gibt es eine Offene Sprechstunde. Sobald Corona überstanden ist, sollen Zeitungsfrühstück (donnerstags), Suppenküche (mittwochs), Rechtsberatung (1. Mittwoch im Monat) und InSole (In Sozialräumen lernen) (freitags) dazukommen.

Dienstags übernimmt die AWO Lennep/Lüttringhausen mit unterschiedlichen Angeboten das Ruder im Quartierstreff. Wann welches Angebot stattfindet, steht noch nicht fest. Geplant sind unter anderem ein Reparaturcafé, Rentenberatung der italienischen Gewerkschaft, ein Singkreis und ein Chinesisch-Kurs. An jedem Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr ist die Stadt Remscheid im wöchentlichen Wechsel mit Wohnberatung, Pflegeberatung, Betreuungsstelle und dem Sozialdienst für Erwachsene vor Ort. Über die einzelnen Angebote, die schrittweise ausgebaut werden sollen, informieren „Die Schlawiner“ per Aushang.

Ursprünglich war geplant, dass LEG-Vorstand Dr. Volker Wiegel und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Quartierstreff gemeinsam offiziell und feierlich eröffnen. Das ist aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen vorläufig leider nicht möglich, soll aber zu einem späteren Zeitpunkt in angemessenem Rahmen nachgeholt werden. Die Verantwortlichen hoffen natürlich, dass dies bereits im nächsten Jahr geschehen kann.