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Stadt bereitet sich auf weitere Flüchtlinge vor

Bei den Zuweisungen von Flüchtlingen waren die Auswirkungen von Corona insbesondere bis zur Jahresmitte 2021 feststellbar. Seit Anfang des 3. Quartals steigt die Anzahl der Asylantragstellungen bundesweit spürbar an. Auch Remscheid hat seitdem wieder vermehrt Zuweisungen von Flüchtlingen erhalten, in 2021 waren es bisher insgesamt 114 (aus Nigeria, Türkei, Afghanistan, Irak, Iran, Vietnam, Nordmazedonien, Somalia, Mongolei, Russ. Föderation, China/Taiwan, Eritrea, Myanmar, Guinea und Syrien). Damit liegt in Remscheid die Erfüllungsquote bei 91,58 Prozent. Im Oktober kam eine siebenköpfige afghanische Familie aus dem Kontingent der vom Bund aufgenommenen Ortskräfte aus Afghanistan nach Remscheid. Darüber hinaus ist eine vermehrte Zuweisung von afghanischen Staatsangehörigen bisher nicht zu verzeichnen, berichtet die Verwaltung zur Sitzung des Integrationsrates am 25. September.

Im Vergleich zum den Vorberichten ist die Anzahl der untergebrachten Flüchtlinge in Remscheid mit 2.632 fast gleichgeblieben:

  • Flüchtlinge mit Bleiberecht (humanitäre Aufenthalte): 1.885 Personen
  • Flüchtlinge im laufenden Asylverfahren: 273 Personen
  • Flüchtlinge mit abgelehntem Asylverfahren (Duldung): 474 Personen.

In den sechs Übergangsheimen der Stadt und in einer Wohnanlage lebten im vergangenen Monat Oktober 359 Flüchtlinge, in Wohnungen 434 (insgesamt 793). Sowohl für die Unterbringung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge als auch für die Flüchtlinge, die nach erfolgreichem Asylverfahren ein Bleiberecht erlangt haben und sich eine eigene Wohnung suchen müssen, stehen aktuell ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Die Entwicklung in Afghanistan bzw. die generelle Flüchtlingszuwanderung wird weiterbeobachtet. Bereits jetzt werden Möglichkeiten geprüft, um auf eine erhöhte Flüchtlingszuwanderung entsprechend reagieren zu können.

Seit Anfang des Jahres 2021 sind bisher insgesamt 23 Personen im Rahmen der Familienzusammenführung zu in Remscheid lebenden geflüchteten Familienangehörigen gekommen. Bisher wurden 22 Personen abgeschoben (Zielstaaten: Bulgarien, Georgien, Aserbaidschan, Serbien, Pakistan, Türkei, Albanien, Nordmazedonien, Armenien), und 21 Personen sind ihrer Ausreiseverpflichtung freiwillig nachgekommen.

Handlungsstrategie für künftige Naturkatastrophen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Partnerstädte Quimper und Remscheid haben im Rahmen des 50. Jubiläums der Städtepartnerschaft eine engagierte Zusammenarbeit im Bereich der Nachhaltigkeit vereinbart. Beide Städte verpflichten sich, eigene Fachleute in einen neu zu gründenden Arbeitskreis zu entsenden. Er soll eine gemeinsame Handlungsstrategie entwickeln, durch die beide Städte angesichts der zunehmenden weltweiten klimabedingten Naturkatastrophen auch gemeinsam einen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Entwicklung leisten können. Denkbar sind beispielsweise ein gemeinsames Vorgehen beim nachhaltigen Verwaltungsumbau oder ein gemeinsames Pilotprojekt unter Einbeziehung der Bürger:innen oder Unternehmen. Auch Fragen der Mobilität und deren energetischer Versorgung, die Wasserwirtschaft, der Hochwasserschutz, die nachhaltige Nahrungsmittelerzeugung und die Energiewende seien geeignete Themen für künftige Zusammenarbeit, sind sich die beiden Städte einig.

Bereits im kommenden Jahr soll der Austausch auf Arbeitskreisebene – bevorzugt auf digitalem Weg – intensiv fortgeführt werden. Akteur:innen aus dem Umweltbereich, der lokalen Energieversorger, der Universitäten und der Wirtschaftsverbände sind genauso zur Mitarbeit eingeladen wie interessierte Bürger:innen. Und auch weiteren Partnerstädten von Remscheid und Quimper soll es möglich sein, sich an diesem Prozess zu beteiligen. In seiner Sitzung am 18. November wird sich der Remscheider Stadtrat mit dem Thema beschäftigen (Top 6.2.).

Treffen mit dem Partnerclub in Xanten

Pressemitteilung des Soroptimist Clubs Remscheid

Anlässlich des 100. Gründungsjubiläums von Soroptimist International trafen sich Mitglieder des Soroptimist Clubs Remscheid im Archäologischen Park Xanten mit ihrem niederländischen Partnerclub Arnheim-Ost. Nach einer fast zweijährigen Corona bedingten Durststrecke, in der lediglich online-Meetings stattfinden konnten, waren alle Teilnehmerinnen sehr froh, sich endlich wieder persönlich treffen zu können.
Soroptimist International ist eine der weltweit größten Service Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Der Club Remscheid wurde im Jahr 1967 gegründet. (Nicole Grüdl-Jakobs)

„Merkez Camii“ gestern feierlich eingeweiht

Mit orientalischen Ornamenten reichlich verziert ist der 474 qm große Gebetsraum unter der blau schimmernden Kuppel der „Merkez Camii“ (Zentralmoschee) der Türkisch-islamischen Gemeinde zu Remscheid e.V.“, die vom örtlichen Vorstand der DITIB (Diyanet Işleri Türk Islam Birliği) gestern gemeinsam mit rund 100 Gästen feierlich eingeweiht wurde. Darunter waren auch die türkische Generalkonsulin Ayşegül Gökçen Karaarslan aus Düsseldorf, Ersin Özcan, der Landesvorsitzende der DITIB, Kazim Türkmen, der Bundessvorsitzende der DITIB, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, Sevinc Brilling, die Leiterin des Kommunalen integrationszentrums, Pastor André Carouge, der Vorsitzende des Freundschaftsvereins Kırşehir und sein Vorgänger, Pfarrer Hartmut Demski.

Den Bau der Moschee an der Weststraße hatte die DITIB vor zehn Jahren angekündigt. Die Grundsteinlegung fand allerdings erst am 2. Februar 2014 statt. Die zunächst mit drei Millionen Euro veranschlagten Baukosten lagen, wie gestern bekannt wurde, schließlich bei rund sechs Millionen. Die neue „Merkez Camii“ in Remscheid zählt rund 500 Mitglieder nebst ihren Familien und ist eine von 300 DITIB-Moscheen landesweit.

Schon gespannt auf die Herbstreise in zwei Jahren

Pressemitteilung des Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V.

Nach unseren 50-Jahr-Feiern in Remscheid am 10. und 11. September, zu denen neben derg offiziellen Delegation mit der Bürgermeisterin von Quimper auch der Vorstand des bretonischen Partnerschaftsvereins angereist war, konnten wir auf Einladung unserer bretonischen Freunde am 24. /25. September in der Bretagne ebenfalls ein schönes Fest-Wochenende erleben, an dem unsere 41-köpfige Reisegruppe auch ausgiebig die Region erkunden konnte.

Man kannte sich schon, die Stimmung war heiter und beschwingt unter Freunden, die glücklich waren, sich schon nach kurzer Zeit wieder zu treffen. Eingebettet war dieser Besuch in eine Herbstreise, die der Städtepartnerschaftsverein in der Regel alle zwei Jahre im September für interessierte Vereinsmitglieder anbietet. Die erste Station dieser Reise war Waterloo, wo wir im 200. Todesjahr von Napoleon Bonaparte das „Mémorial Waterloo 1815“ besichtigten und so die Bedeutung von Napoleon für die europäische Geschichte mit allen Widersprüchen, Höhen und Tiefen nachvollziehen konnten.

Die Zwischenübernachtung war in Amiens. Wir besichtigten dort die beeindruckende Kathedrale, das größte gotische Bauwerk Frankreichs, in das man die Notre-Dame de Paris hineinstellen könnte. Quer durch die Picardie und die Normandie ging es am 24. September dann in die Bretagne, wo wir in einem Feriendorf in Trégunc in der Nähe von Concarneau unsere Ferienhäuschen bezogen.

Das Festwochenende konnte beginnen: mit der Stadtbesichtigung von Quimper (Foto), einem Crêperie-Besuch und einer kleinen Stadtrundfahrt mit dem Celtic-Train. Das Wetter spielte mit, und die Sonne strahlte über den zahlreichen Besuchern und Gästen, als die Bürgermeisterin von Quimper, Isabelle Assih, und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, begleitet von bretonischer Musik, eine Gedenktafel enthüllten. Beim Empfang im Hof des Priorats sein gemeinsam mit den beiden Partnerschaftsvereins-Vorsitzenden, Philippe Louarn und Bernd Fiedler, aus der lebendigen Freundschaftsgeschichte der vergangenen 50 Jahre. Zwei Zeitzeugen, Detlef Franzen und Maryvonne Le Bec, die beide schon im Jahre 1971 bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde dabei waren, konnten und wollten ihre Rührung nicht verbergen.

Bei Jubiläen wird auch vorausgeschaut, und so unterzeichneten die beiden Bürgermeister einen neuen Vertrag (Foto), in dem sie sich und die Bewohner ihrer Städte zur ökologischen und nachhaltigen Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten verpflichten. Der Festtag endete mit einem Orgelkonzert in der Kathedrale Saint Corentin.

Am Sonntag, 26. September, trafen wir uns mit ca. 100 Personen in unserem Feriendorf zu einem Freundschaftstag, einer „journée amicale“, der vom Städtepartnerschaftsverein Quimper organisiert worden war. Für uns war es der Höhepunkt der Feierlichkeiten. Eine bretonische Musikkapelle begrüßte uns zum Aperitif. Nach einem gemeinsamen Festessen konnten wir bretonische Tänze im Freien üben. Die bretonische Tanzgruppe war unermüdlich, auch, weil es nach so langen Pandemiebeschränkungen für alle das erste große Fest dieser Art war. Tänzerinnen und Tänzer sowie Zuschauerinnen und Zuschauer genossen es sichtlich. Zum Abschluss machten wir einen gemeinsamen Spaziergang zum Meer. An den verbleibenden Tagen unternahmen wir Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung: Concarneau mit Altstadt, Bootstour und Strandspaziergang; Pleyben mit Calvaire, Aussichtspanorama in den Monts d’Arrée; Besichtigung eines stillgelegten Atomkraftwerkes, aber auch einer Cidrerie mit Apfelplantagen und Verkostung von Cidre und Lambig (Apfelwein und Apfelschnaps). Auch schauten wir uns ein ehemaliges Nationalgestüt in Hennebont an, wo wir zu einer Kutschfahrt eingeladen wurden und uns eine Reitvorführung geboten wurde. Viele von uns waren zum ersten Mal im „kleinen Quimper“, in Quimperlé, das an drei Flüssen liegt, die in den letzten Jahren die Stadt überschwemmten wie im Juli bei uns.

Die Rückreise führte über Chartres, wo wir abends die Beleuchtungsshow an der Kathedrale und an anderen Gebäuden der Stadt erleben durften. Am 1. Oktober fuhren wir nach Paris, entlang der Seine und am Eifelturm vorbei über die Champs-Elysées, um den verhüllten Arc de Triomphe zu sehen. Wir freuen uns schon auf ein Fototreffen, bei dem wir alles Revue passieren lassen und uns austauschen können. Auch sind wir schon gespannt auf die nächste Herbstreise in zwei Jahren, zu der alle herzlich eingeladen sind. (Klara Marnach-Wetzel, Reiseleiterin)

André Carouge führt Freundschaftsverein Kirsehir

Pressemitteilung des Freundschaftsverein Kırşehir–Remscheid

Der Freundschaftsverein Kırşehir–Remscheid e.V. stellt seine neuen Vorstandsmitglieder vor. Auf der 13. Mitgliederversammlung im Gemeindezentrum der Friedenskirche verabschiedete sich nach 13 Jahren konstruktiver Zusammenarbeit der Vorsitzende Hartmut Demski mit einer Dankesrede. Unzählige erfolgreiche Projekte, wie z.B. internationale Schüleraustausche zwischen Kırşehir und Remscheid, hatten unter der Leitung von Demski sehr positive Auswirkungen auf den Freundschaftsverein. Zudem organisierte er mehrere wichtige Besuche von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz in Kırşehir sowie einen Besuch des Oberbürgermeisters der Stadt Kırşehir, Selahattin Ekicioğlu, in Remscheid, der die Freundschaft der beiden Städte ebenfalls stärkte.

Zahlreiche Kooperationen mit der Ahi Universität Kırşehir und der Bergischen Universität Wuppertal wurden geschaffen. Bedauerlicherweise wurde dieser enge Kontakt der beiden Universitäten aufgrund der Corona-Situation eingeschränkt, soll aber soll in Zukunft wieder intensiviert werden. Viele neue Projekte wurden auf der Mitgliederversammlung besprochen und werden in Kürze coronagerecht verwirklicht.

Seit dem Jahr 2015 ist Kırşehir die Partnerstadt von Remscheid. Dieses Bündnis wird durch den Freundschaftsverein von Jahr zu Jahr gestärkt. In der Mitgliederversammlung wurde André Carouge als neuer Vorstandsvorsitzender gewählt. Erden Ankay-Nachtwein und Burkhard Mast-Weisz wurden als  Stellvertreter bestätigt. Die Mitglieder teilten einstimmig die Aufgabe als Schriftführer Bekir Öztürk zu. Die Verantwortung der Kasse übernimmt Handan Sezen, und die Beisitzer sind Dr. Stephanie Bluth, Beatrice Schlieper und Serdar Ünsal. Zudem wurde Hartmut Demski einstimmig zum Ehrenvorstand gewählt und ist somit weiterhin im Verein aktiv. (Bekir Öztürk)

 

Familiensportfest für das ganze Neuenkamper Quartier

Am 1. Januar 2018 Ballspielverein 1910 e.V. Remscheid 171 Mitglieder. Am 1. Januar 2021 waren es 268, und jetzt sind es 284 Mitglieder. „Und das trotz Corona!“, sagt Geschäftsführer Berthold Fahl nicht ohne Stolz und zählt gleich noch drei Pluspunkte auf: „Insgesamt 11 Mannschaften im Spielbetrieb, erfreuliche Steigerung in der Jugend, und die Sportgutscheine werden gut angenommen!“ Seit Juni ist der BV 1910 Remscheid  ein „kinderfreundlicher Sportverein“. Dieses Gütesiegel erhielt er vom Landessportbund.

Die Zahl der Mitglieder könnte schon bald weiter wachsen. Denn ein Familiensportfest, wie es der Verein am Samstag, 2. Oktober von 11 bis 17 Uhr für das ganze Neuenkamper Quartier veranstaltet, kombiniert mit der Aktion „picobello“,  erzeugt bei (hoffentlich) schönem Wetter auch eine gewisse Werbewirkung. Zumal sich der Vorstand in Zusammenarbeit mit der KITA Ahörnchen und Unterstützung durch den Remscheider Sportbund viel hat einfallen lassen. Berthold Fahl: „Folgende Aktionen sind geplant: Aufbau einer „Sportstation 2“ – ein Highlight, das viele Bundesligavereinen gerne nutzen; Kinder-Minigolf, Kinder-Parcours, zwei Torwände, Torwarttraining für Kinder, Basketballkorb, Tauziehen, Sackhüpfen, Gummitwist, Weitsprung, und weitere Spiele sind noch in der Überlegung. Wir wollen den Kindern nach der schwierigen Zeit durch Corona – lange Trainingspause, wenig schulischer Präsenzunterricht etc.– eine Vielfalt an sportlichen Betätigungsmöglichkeiten bieten!“ Eltern und Team­mitglieder es der Kita „Ahörnchen“ vom Hohenhagen werden den Bewegungsparcours übernehmen.

Zur Eröffnungsrede haben sich Bezirksbürgermeister Stefan Grote und Reinhard Ulbrich, der Vorsitzende des Remscheider Sportbundes, angesagt, und auch Oberbürgermeister Mast-Weisz will vorbeischauen. Fahl: „Einladungen ergehen auch an die Ratsfraktionen!“ Obwohl keine Pflicht, soll die Veranstaltung nach der 3G-Regel für den  Corona-Schutz aller Teilnehmer:innen sorgen.   Den Sanitätsdienst übernimmt das DRK, das Catering für Groß und Klein Donato Lilliu von der Remscheider Firma Mamaterra, die an der Lempstraße ein Feinkostgeschäft mit sardische Spezialitäten betreibt.

Empfang der Quimper-Delegation heute im Rathaus

von Susanne Fiedler

Gleich zwei Delegationen aus Quimper nahmen heute Nachmittag an dem offiziellen Empfang im großen Sitzungssaal des Rathauses teil aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper: eine offizielle (mit Bürgermeisterin Isabelle Assih, Francoise Dorval, Doriane Le Treust und AnnaTg Le Meur die und eine private (mit elf Mitgliedern des Partnerschaftsvereins L'Association Quimper-Remscheid). In herzlichen Ansprachen – die den Gedanken der Amitié  weiterinterpretierten – wurde deutlich, dass die jahrzehntelange Freundschaft, die von den Bürger*innen, Schüler*innen und Jugendlichen, die im Sommer in Quimper jobbten, lebhaft gepflegt wird, auch in der Politik angekommen ist. Quimpers neue Bürgermeisterin Isabelle Assih, begleitet von zwei Adjointes (Dezernentinnen) und der Deputierten des Finistère (Süd-Bretagne) im französischen Parlament, versicherte, dass diese europäische Freundschaft zwischen den beiden Städten die bestehenden kulturellen, sportlichen und geselligen Beziehungen um ökologischen, klimapolitischen und wirtschaftlichen Austausch verstärkt werden solle.

Der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper hatte zusätzlich neun Besucher des Vorstandes des der Association Quimper-Remscheid zu Gast, angeführt von dem dortigen Präsidenten Philipp Louarn, mit denen noch ein umfangreiches touristisches Programm absolviert wurde. Wie schön, dass es in zwei Wochen, wenn eine Reisegesellschaft mit 44 Remscheider*innen in die Bretagne fährt, ein Wiedersehen geben wird.

Wetterbericht ließ gestern viele zu Hause bleiben

Ein offizieller Empfang im Rathaus beendet morgen Nachmittag die vielen kleinen und größeren Begegnungen von Mitgliedern des französischen Partnerschaftsvereins L'Association Quimper-Remscheid und des deutschen Partnerschaftsvereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V. aus Anlass von "50 Jahren Jumelage (Partnerschaft". Es war dem Wetterbericht geschuldet, dass die für gestern Vormittag geplante Klettertour im stählernen Steig der Müngstener Brücke, nur etwas für Schwindelfreie, abgesagt wurde. Und auch für gestern Abend hatten die Meteorologen nichts Gutes vorhergesagt. Doch das angekündigte Gewitter hatte sich bereits verzogen, als auf dem Ratshausplatz gegen 18.30 Uhr die ersten 3G-Gäste der Musik-, Film- und Lasershow "Amitié" eintrafen.

Gastgeber Bernd Fiedler hatte im Vorfeld verraten, dass auf dem Rathausplatz 2.500 Besucher:innen erlaubt gewesen wären, man sich aber „wegen Corona-Hygiene“ aber auf 1.000 Besucherinnen und Besucher beschränkt habe. Da konnte er nicht wissen, dass es – wohl auch wegen der Wetterprognose für diesen Tag – bei etwas mehr als 200 verkauften Eintrittsklarten bleiben würde. Ein Glück, dass hinter dem Partnerschaftsverein als Sponsoren der Deutsch-Französischen Bürgerfonds , die Vaillant Group, das Heimatministerium NRW die Stadtsparkasse Remscheid standen. Gleichwohl war es für die ehrenamtlichen Mitglieder des Partnerschaftsvereins Remscheid-Quimper und von Remscheid Tolerant e.-V. eine herbe Enttäuschung in Anbetracht einer Vorbereitungszeit von mehreren hundert Stunden.

Wer zu Hause geblieben war, konnte der Lasershow am heimischen Bildschirm via Livestream aus dem Internet verfolgen.  Dazu gehörte viel Live-Musik (Bigband der Musik- und Kunstschule, Katrin Eggert und Band, Papa Jo’s One Man Acoustic Jam), ein bunter Bilder- und Filmmix auf einer großen LED-Wand (mit einem historischen Film über die Begründung der Partnerschaft am 19. Mai 1971) und eine Laser-Illumination der Rathausfront, die die Ideen von Freundschaft, Frieden, Toleranz und Respekt aufgriff. Zum Gegenbesuch werden Oberbürgermeister Für Burkhard Mast-Weisz, sein Stellvertreter Kai Kaltwasser (CDU) und Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) am 23. September in Quimper eintreffen.

Konzert zum Internationalen Tag des Friedens

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad erlangte 2014/2015 internationale Bekanntheit durch seine Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk. Ein als „Pianist in den Trümmern“ während des Bürgerkriegs in Syrien! Inzwischen lebt er in Deutschland. Durch die Intensität seiner Lieder und die Virtuosität seines Klavierspiels begeistert Aeham Ahmad die Zuschauer auf seinen zahlreichen Konzerten. Neben Stücken von Beethoven und Mozart trägt er eigene Kompositionen, fröhliche und traurige Lieder gegen Krieg, Hunger, Gewalt und Ausgrenzung vor. Flexibilität ist für ihn, der das Improvisieren und Zusammenführen von Stilrichtungen in der Musik liebt, der Königsweg. Selbst so bekannte Melodien wie "Die Gedanken sind frei" erlangen in diesem Zusammenspiel eine ungeahnte Bedeutung.

Aeham Ahmad erhielt 2015 in Bonn den erstmals verliehenen Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion. Nach seinem erfolgreichen Buch »Und die Vögel werden singen – Ich der Pianist aus den Trümmern«, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, erscheint aktuell mit »Taxi Damaskus« sein zweites Buch.

Sein Konzert am 21. September zum Internationalen Tag des Friedens beginnt um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)  in der Lenneper Klosterkirche, verbunden mit einer Lesung aus „Und die Vögel werden singen“. Eintritt frei (3G!). Anmeldung erforderlich unter https://caritas.erzbistum-koeln.de/remscheid-cv/anmeldung.

 

Gewalt gegen Frauen: Es fehlt ein Aktionsplan

„Gibt es einen kommunalen Aktionsplan zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen? Wenn nicht, ist ein solcher geplant?“, wollte die Fraktion der Linken von der Verwaltung wissen. Inzwischen liegt die Antwort vor: „Einen Aktionsplan gibt es bisher nicht, es ist auch keiner in Planung. Während einer Klausurtagung des Runden Tisches in 2019 wurde dies angesprochen und die Notwendigkeit der Schaffung einer Stelle für einen solchen Aktionsplan gesehen.“ In Remscheid werde auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Zusammenhängen „an der Problematik gut vernetzt gearbeitet. Systematisierte, dokumentierte und aufeinander aufbauende Hilfen seien derzeit allerdings nicht institutionalisiert. „Interventionsketten bedürfen zuverlässiger Vereinbarungen. (…) Der angesprochene Aktionsplan sowie systematisierte aufeinander aufbauende Angebote wären hilfreich."

Frage: Welche Maßnahmen müssen – nach Meinung der Gleichstellungsbeauftragten – ergriffen werden, um die Gewaltprävention und den Schutz der betroffenen Frauen zu verbessern?
Antwort: Präventiv könnte die Öffentlichkeitsarbeit zu häuslicher und sexualisierter Gewalt sicher intensiviert werden. Dabei sollte auch Schule und Jugendhilfe einbezogen werden. Das Hilfsangebot wäre sicher auch ausbaufähig. Ein Angebot der Anonymen Spurensicherung befindet sich in der Startphase und konnte leider durch Corona noch nicht aktiv angeboten werden. Für einige Einrichtungen gibt es bereits Gewaltschutzkonzepte, die systematische Implementation weiterer Konzepte wäre sinnvoll. Betriebe könnten bei der Erstellung von Gewaltschutzkonzepten beraten werden. Noch wichtiger wäre jedoch eine einheitliche bundesweite Strategie zum Ausbau des Beratungs- und Hilfsangebots, da Remscheider Frauen i.d.R. Schutz außerhalb Remscheid suchen. Die Finanzierungsgrundlagen von Frauenhäusern und Beratungsstellen sind bundesweit uneinheitlich. Frauen müssen die Sicherheit haben, unabhängig vom Wohnort, von ihrer Nationalität, von ihrem Aufenthaltsstatus und von ihrer Einkommenssituation Hilfe und Schutz zu bekommen. Dieses ist derzeit nicht gewährleistet. Eigene Angebote, die sich an Männer sowohl als Täter als auch als Opfer oder an Non-binäre Personen richten müssen zumindest regional vorhanden sein.

Frage: Wie kann die Politik dabei unterstützen?
Antwort: Die präventive Arbeit und die Beratungsarbeit in den Beratungsstellen muss auskömmlich finanziert werden. Dieses war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Konsequent wäre, z.B. Bordellwerbung im Stadtgebiet soweit wie irgend möglich einzuschränken. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse sollten insbesondere für Einkommensschwächere gefördert werden. An der Thematik zu arbeiten und Gewalt und sexualisierte Gewalt zu ächten und entschieden dagegen anzutreten ist eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und sollte auch in politischen Diskussionen stets eine Rolle spielen.“

Frage:  Welche Maßnahmen zur Prävention von häuslicher und sexueller Gewalt gibt es zurzeit in Remscheid?
Antwort: Wesentliches Element der Remscheider Präventions- und Informationsarbeit ist der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt Remscheid.  Er wurde durch die Initiative des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Remscheid ins Leben gerufen. Seit Mai 1999 trifft sich der Kreis regelmäßig vier Mal im Jahr. Er ist damit einer der ersten Runden Tische zu diesem Thema in NRW. In diesem Kreis treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz, der Polizei, des Opferschutzes, der Kindertageseinrichtungen, der Schulen und der Träger von Beratungseinrichtungen des Frauenhauses und verschiedener Dienststellen der Stadt Remscheid. Seit 2006 wird der Runde Tisch als Unterarbeitsgruppe der Gesundheitskonferenz geführt und seit 2013 vom Fachdienst Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Remscheid koordiniert. Ziel des Runden Tisches ist es

  • einen Informationsfluss zu Aspekten Häuslicher und sexualisierter Gewalt weiter zu fördern und aufrechtzuerhalten
  • Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützungsmöglichkeit der beteiligten Institutionen zu kennen und zu nutzen
  • Konstruktive Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, um in Remscheid angemessene Angebote der Gewaltprävention sowie Hilfen bei Häuslicher sowie sexualisierter Gewalt weiter zu entwickeln
  • Öffentlichkeit für das Problem Häuslicher und sexualisierter Gewalt herzustellen und dieses zu enttabuisieren

Frage: Welche Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen stehen betroffenen Frauen vor Ort zur Verfügung?
Antwort: Ein Flyer, der über die wichtigsten gesetzlichen Regelungen informiert (in zehn Sprachen) sowie eine Notfallkarte ist an vielen Stellen im Stadtgebiet erhältlich.