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Empfang der Quimper-Delegation heute im Rathaus

von Susanne Fiedler

Gleich zwei Delegationen aus Quimper nahmen heute Nachmittag an dem offiziellen Empfang im großen Sitzungssaal des Rathauses teil aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper: eine offizielle (mit Bürgermeisterin Isabelle Assih, Francoise Dorval, Doriane Le Treust und AnnaTg Le Meur die und eine private (mit elf Mitgliedern des Partnerschaftsvereins L'Association Quimper-Remscheid). In herzlichen Ansprachen – die den Gedanken der Amitié  weiterinterpretierten – wurde deutlich, dass die jahrzehntelange Freundschaft, die von den Bürger*innen, Schüler*innen und Jugendlichen, die im Sommer in Quimper jobbten, lebhaft gepflegt wird, auch in der Politik angekommen ist. Quimpers neue Bürgermeisterin Isabelle Assih, begleitet von zwei Adjointes (Dezernentinnen) und der Deputierten des Finistère (Süd-Bretagne) im französischen Parlament, versicherte, dass diese europäische Freundschaft zwischen den beiden Städten die bestehenden kulturellen, sportlichen und geselligen Beziehungen um ökologischen, klimapolitischen und wirtschaftlichen Austausch verstärkt werden solle.

Der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper hatte zusätzlich neun Besucher des Vorstandes des der Association Quimper-Remscheid zu Gast, angeführt von dem dortigen Präsidenten Philipp Louarn, mit denen noch ein umfangreiches touristisches Programm absolviert wurde. Wie schön, dass es in zwei Wochen, wenn eine Reisegesellschaft mit 44 Remscheider*innen in die Bretagne fährt, ein Wiedersehen geben wird.

Wetterbericht ließ gestern viele zu Hause bleiben

Ein offizieller Empfang im Rathaus beendet morgen Nachmittag die vielen kleinen und größeren Begegnungen von Mitgliedern des französischen Partnerschaftsvereins L'Association Quimper-Remscheid und des deutschen Partnerschaftsvereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V. aus Anlass von "50 Jahren Jumelage (Partnerschaft". Es war dem Wetterbericht geschuldet, dass die für gestern Vormittag geplante Klettertour im stählernen Steig der Müngstener Brücke, nur etwas für Schwindelfreie, abgesagt wurde. Und auch für gestern Abend hatten die Meteorologen nichts Gutes vorhergesagt. Doch das angekündigte Gewitter hatte sich bereits verzogen, als auf dem Ratshausplatz gegen 18.30 Uhr die ersten 3G-Gäste der Musik-, Film- und Lasershow "Amitié" eintrafen.

Gastgeber Bernd Fiedler hatte im Vorfeld verraten, dass auf dem Rathausplatz 2.500 Besucher:innen erlaubt gewesen wären, man sich aber „wegen Corona-Hygiene“ aber auf 1.000 Besucherinnen und Besucher beschränkt habe. Da konnte er nicht wissen, dass es – wohl auch wegen der Wetterprognose für diesen Tag – bei etwas mehr als 200 verkauften Eintrittsklarten bleiben würde. Ein Glück, dass hinter dem Partnerschaftsverein als Sponsoren der Deutsch-Französischen Bürgerfonds , die Vaillant Group, das Heimatministerium NRW die Stadtsparkasse Remscheid standen. Gleichwohl war es für die ehrenamtlichen Mitglieder des Partnerschaftsvereins Remscheid-Quimper und von Remscheid Tolerant e.-V. eine herbe Enttäuschung in Anbetracht einer Vorbereitungszeit von mehreren hundert Stunden.

Wer zu Hause geblieben war, konnte der Lasershow am heimischen Bildschirm via Livestream aus dem Internet verfolgen.  Dazu gehörte viel Live-Musik (Bigband der Musik- und Kunstschule, Katrin Eggert und Band, Papa Jo’s One Man Acoustic Jam), ein bunter Bilder- und Filmmix auf einer großen LED-Wand (mit einem historischen Film über die Begründung der Partnerschaft am 19. Mai 1971) und eine Laser-Illumination der Rathausfront, die die Ideen von Freundschaft, Frieden, Toleranz und Respekt aufgriff. Zum Gegenbesuch werden Oberbürgermeister Für Burkhard Mast-Weisz, sein Stellvertreter Kai Kaltwasser (CDU) und Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) am 23. September in Quimper eintreffen.

Konzert zum Internationalen Tag des Friedens

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad erlangte 2014/2015 internationale Bekanntheit durch seine Auftritte im Flüchtlingslager Jarmuk. Ein als „Pianist in den Trümmern“ während des Bürgerkriegs in Syrien! Inzwischen lebt er in Deutschland. Durch die Intensität seiner Lieder und die Virtuosität seines Klavierspiels begeistert Aeham Ahmad die Zuschauer auf seinen zahlreichen Konzerten. Neben Stücken von Beethoven und Mozart trägt er eigene Kompositionen, fröhliche und traurige Lieder gegen Krieg, Hunger, Gewalt und Ausgrenzung vor. Flexibilität ist für ihn, der das Improvisieren und Zusammenführen von Stilrichtungen in der Musik liebt, der Königsweg. Selbst so bekannte Melodien wie "Die Gedanken sind frei" erlangen in diesem Zusammenspiel eine ungeahnte Bedeutung.

Aeham Ahmad erhielt 2015 in Bonn den erstmals verliehenen Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion. Nach seinem erfolgreichen Buch »Und die Vögel werden singen – Ich der Pianist aus den Trümmern«, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde, erscheint aktuell mit »Taxi Damaskus« sein zweites Buch.

Sein Konzert am 21. September zum Internationalen Tag des Friedens beginnt um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)  in der Lenneper Klosterkirche, verbunden mit einer Lesung aus „Und die Vögel werden singen“. Eintritt frei (3G!). Anmeldung erforderlich unter https://caritas.erzbistum-koeln.de/remscheid-cv/anmeldung.

 

Gewalt gegen Frauen: Es fehlt ein Aktionsplan

„Gibt es einen kommunalen Aktionsplan zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen? Wenn nicht, ist ein solcher geplant?“, wollte die Fraktion der Linken von der Verwaltung wissen. Inzwischen liegt die Antwort vor: „Einen Aktionsplan gibt es bisher nicht, es ist auch keiner in Planung. Während einer Klausurtagung des Runden Tisches in 2019 wurde dies angesprochen und die Notwendigkeit der Schaffung einer Stelle für einen solchen Aktionsplan gesehen.“ In Remscheid werde auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Zusammenhängen „an der Problematik gut vernetzt gearbeitet. Systematisierte, dokumentierte und aufeinander aufbauende Hilfen seien derzeit allerdings nicht institutionalisiert. „Interventionsketten bedürfen zuverlässiger Vereinbarungen. (…) Der angesprochene Aktionsplan sowie systematisierte aufeinander aufbauende Angebote wären hilfreich."

Frage: Welche Maßnahmen müssen – nach Meinung der Gleichstellungsbeauftragten – ergriffen werden, um die Gewaltprävention und den Schutz der betroffenen Frauen zu verbessern?
Antwort: Präventiv könnte die Öffentlichkeitsarbeit zu häuslicher und sexualisierter Gewalt sicher intensiviert werden. Dabei sollte auch Schule und Jugendhilfe einbezogen werden. Das Hilfsangebot wäre sicher auch ausbaufähig. Ein Angebot der Anonymen Spurensicherung befindet sich in der Startphase und konnte leider durch Corona noch nicht aktiv angeboten werden. Für einige Einrichtungen gibt es bereits Gewaltschutzkonzepte, die systematische Implementation weiterer Konzepte wäre sinnvoll. Betriebe könnten bei der Erstellung von Gewaltschutzkonzepten beraten werden. Noch wichtiger wäre jedoch eine einheitliche bundesweite Strategie zum Ausbau des Beratungs- und Hilfsangebots, da Remscheider Frauen i.d.R. Schutz außerhalb Remscheid suchen. Die Finanzierungsgrundlagen von Frauenhäusern und Beratungsstellen sind bundesweit uneinheitlich. Frauen müssen die Sicherheit haben, unabhängig vom Wohnort, von ihrer Nationalität, von ihrem Aufenthaltsstatus und von ihrer Einkommenssituation Hilfe und Schutz zu bekommen. Dieses ist derzeit nicht gewährleistet. Eigene Angebote, die sich an Männer sowohl als Täter als auch als Opfer oder an Non-binäre Personen richten müssen zumindest regional vorhanden sein.

Frage: Wie kann die Politik dabei unterstützen?
Antwort: Die präventive Arbeit und die Beratungsarbeit in den Beratungsstellen muss auskömmlich finanziert werden. Dieses war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Konsequent wäre, z.B. Bordellwerbung im Stadtgebiet soweit wie irgend möglich einzuschränken. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse sollten insbesondere für Einkommensschwächere gefördert werden. An der Thematik zu arbeiten und Gewalt und sexualisierte Gewalt zu ächten und entschieden dagegen anzutreten ist eine Aufgabe der gesamten Stadtgesellschaft und sollte auch in politischen Diskussionen stets eine Rolle spielen.“

Frage:  Welche Maßnahmen zur Prävention von häuslicher und sexueller Gewalt gibt es zurzeit in Remscheid?
Antwort: Wesentliches Element der Remscheider Präventions- und Informationsarbeit ist der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt Remscheid.  Er wurde durch die Initiative des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Remscheid ins Leben gerufen. Seit Mai 1999 trifft sich der Kreis regelmäßig vier Mal im Jahr. Er ist damit einer der ersten Runden Tische zu diesem Thema in NRW. In diesem Kreis treffen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Justiz, der Polizei, des Opferschutzes, der Kindertageseinrichtungen, der Schulen und der Träger von Beratungseinrichtungen des Frauenhauses und verschiedener Dienststellen der Stadt Remscheid. Seit 2006 wird der Runde Tisch als Unterarbeitsgruppe der Gesundheitskonferenz geführt und seit 2013 vom Fachdienst Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Remscheid koordiniert. Ziel des Runden Tisches ist es

  • einen Informationsfluss zu Aspekten Häuslicher und sexualisierter Gewalt weiter zu fördern und aufrechtzuerhalten
  • Möglichkeiten und Grenzen der Unterstützungsmöglichkeit der beteiligten Institutionen zu kennen und zu nutzen
  • Konstruktive Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, um in Remscheid angemessene Angebote der Gewaltprävention sowie Hilfen bei Häuslicher sowie sexualisierter Gewalt weiter zu entwickeln
  • Öffentlichkeit für das Problem Häuslicher und sexualisierter Gewalt herzustellen und dieses zu enttabuisieren

Frage: Welche Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen stehen betroffenen Frauen vor Ort zur Verfügung?
Antwort: Ein Flyer, der über die wichtigsten gesetzlichen Regelungen informiert (in zehn Sprachen) sowie eine Notfallkarte ist an vielen Stellen im Stadtgebiet erhältlich.

Familiensportfest für das ganze Neuenkamper Quartier

Am 1. Januar 2018 Ballspielverein 1910 e.V. Remscheid 171 Mitglieder. Am 1. Januar 2021 waren es 268, und jetzt sind es 284 Mitglieder. „Und das trotz Corona!“, sagt Geschäftsführer Berthold Fahl nicht ohne Stolz und zählt gleich noch drei Pluspunkte auf: „Insgesamt 11 Mannschaften im Spielbetrieb, erfreuliche Steigerung in der Jugend, und die Sportgutscheine werden gut angenommen!“ Seit Juni ist der BV 1910 Remscheid  ein „kinderfreundlicher Sportverein“. Dieses Gütesiegel erhielt er vom Landessportbund.

Die Zahl der Mitglieder könnte schon bald weiter wachsen. Denn ein Familiensportfest, wie es der Verein am Samstag, 2. Oktober von 11 bis 17 Uhr für das ganze Neuenkamper Quartier veranstaltet, kombiniert mit der Aktion „picobello“,  erzeugt bei (hoffentlich) schönem Wetter auch eine gewisse Werbewirkung. Zumal sich der Vorstand in Zusammenarbeit mit der KITA Ahörnchen und Unterstützung durch den Remscheider Sportbund viel hat einfallen lassen. Berthold Fahl: „Folgende Aktionen sind geplant: Aufbau einer „Sportstation 2“ – ein Highlight, das viele Bundesligavereinen gerne nutzen; Kinder-Minigolf, Kinder-Parcours, zwei Torwände, Torwarttraining für Kinder, Basketballkorb, Tauziehen, Sackhüpfen, Gummitwist, Weitsprung, und weitere Spiele sind noch in der Überlegung. Wir wollen den Kindern nach der schwierigen Zeit durch Corona – lange Trainingspause, wenig schulischer Präsenzunterricht etc.– eine Vielfalt an sportlichen Betätigungsmöglichkeiten bieten!“ Eltern und Team­mitglieder es der Kita „Ahörnchen“ vom Hohenhagen werden den Bewegungsparcours übernehmen.

Zur Eröffnungsrede haben sich Bezirksbürgermeister Stefan Grote und Reinhard Ulbrich, der Vorsitzende des Remscheider Sportbundes, angesagt, und auch Oberbürgermeister Mast-Weisz will vorbeischauen. Fahl: „Einladungen ergehen auch an die Ratsfraktionen!“ Obwohl keine Pflicht, soll die Veranstaltung nach der 3G-Regel für den  Corona-Schutz aller Teilnehmer:innen sorgen.   Den Sanitätsdienst übernimmt das DRK, das Catering für Groß und Klein Donato Lilliu von der Remscheider Firma Mamaterra, die an der Lempstraße ein Feinkostgeschäft mit sardische Spezialitäten betreibt.

Der neue Quartierstreff soll „zum Wohlfühlen“ sein

 

Klausen bekommt im Oktober neuen Quartierstreff“, titelte der Waterbölles am  18. Juni 2020, nachdem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Dr. Volker Wiegel, Vorstand der LEG Immobilien AG, den auf (zunächst) fünf Jahre angelegten Kooperationsvertrag zur Gründung des neuen Bürgertreffs im direkten Umfeld des Hochhauses Karl-Arnold-Straße 4 unterzeichnet hatten. Doch die Eröffnung musste leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden, weil die Corona-Pandemie neue Inzidenz-Höhen anstrebte.

Kooperationspartner sind die Stadt Remscheid, die Schlawiner gGmbH, die Arbeit Remscheid gGmbH, der AWO Ortsverein Lennep-Lüttringhausen und die von der LEG gegründete Stiftung „Dein Zuhause hilft“. Sie hat für den Quartierstreff in den nächsten fünf Jahren insgesamt 150.000 Euro vorgesehen. Die Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung beteiligte sich an dem Projekt mit 20.000 Euro für das Mobiliar.

Unter Beachtung der Corona-Beschränkungen öffnete der Treff seine Türen als Ort für Begegnung, Bildung und Beratung in allen Lebenslagen am 14. Dezember 2020. Seitdem wird er wird von den Anwohnern gut angenommen. Das wurde bei der gestrigen offiziellen Einweihung von verschiedenen Akteuren bestätigt. Unter den Gästen waren viele, die im Juni vorigen Jahres auch die Vertragsunterzeichnung miterlebt hatten : Melanie Anhalt (LEG-Stiftung), Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser, der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf, Richard Ulrich (Schlawiner) und seine Nachfolgerin in der Geschäftsführung, Stefanie Hosters, Antonio Scarpino (AWO) und Ralf Barsties (Arbeit Remscheid) sowie aus der Stadtverwaltung Egbert Willecke, Carsten Thies, Thomas Köppchen und Daniela Krein.

Die LEG, die in Klausen fast 900 Wohnungen bewirtschaftet,  erhofft sich von den Kooperationspartnern ein umfangreiches Beratungs-, Bildungs- und Freizeitangebot „zur Steigerung des Wohlfühlens und der Lebensqualität im Stadtteil Klausen sowie zur Verbesserung des sozialen Miteinanders“. Zum gestrigen Mieterfest, das sich an die Eröffnung anschloss, kam auch das AGOT-Spielmobil als besondere Attraktion für die kleinen Gäste.

Gemeinsamer Impfaufruf von Moscheegemeinden und Stadt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Impfung gegen das Coronavirus sind der entscheidende Schlüssel in der Pandemiebekämpfung und der einzige Weg aus der Pandemie. Impfen bedeutet mehr Schutz für jede Einzelne und jeden Einzelnen und somit für uns alle. Damit die vierte Welle im Herbst/Winter 2021 nicht erneut mit verheerenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen einhergeht, haben die Vorsitzenden der Remscheider Moscheegemeinden sich entschlossen, zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Krisenstabsleiter Thomas Neuhaus und Sevinc Brilling, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, die muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gezielt zum Impfen aufzurufen. Die Impfquote ist insgesamt in Remscheid hoch und somit auch unter der migrantischen Bevölkerung, jedoch gibt es nach wie vor – wie unter allen Bevölkerungsgruppen unabhängig ihrer Herkunft – Menschen, die nicht ausreichend informiert sind, Ängste haben und/oder auch nicht wissen, wo sie sich impfen lassen können. 

Deshalb unterstützt die Stadt Remscheid die muslimischen Gemeinden, indem auf Wunsch ein Ärzteteam aus dem Gesundheitsamt gemeinsam mit Sprachmittlerinnen des Kommunales Integrationszentrums vor Ort Informationsveranstaltungen durchführen werden. Des Weiteren wird ab nächster Woche – zunächst für vier Termine - an jedem Freitag ein mobiler Impfstand vor einer Moschee bzw. einem Gemeindehaus Impfungen anbieten. An den Samstagen werden Impfungen auf dem Gelände des Supermarktes Erciyes in Honsberg angeboten. Selbstverständlich können alle Personen, die sich impfen lassen möchten, von diesen Terminen Gebrauch machen!

"50 Jahre Städtepartnerschaft" wird groß gefeiert

Als am 29. Mai 1971 im Remscheider Rathaus die Städtepartnerschaft mit Quimper in der Bretagne besiegelt wurde, war Maryvonne Le Bec, damals Maryvonne Vigier, die französische Übersetzerin. „Es war eine große Ehre für mich, ganz gewiss, aber auch eine riesengroße Panik!“, erinnert sie sich heute. Und weil Oberbürgermeister Willi Hartkopf es mit seinem Redetext nicht so genau nahm und ihr das deutsche Wort „Präzision" nicht sofort einfiel, erfuhren ihre Landsleute von ihr: Remscheid sei die Stadt der „kleinen Werkzeuge". Während der anschließenden informeller Treffen sei sie dann entspannter gewesen und habe es als großes Glück empfunden, „in die Gesichter der Leute der Delegation schauen zu können, die sich freuten, wenn ich ihnen half, zu verstehen, was der Gesprächspartner meinte.“ In den folgenden Jahren war die Lehrerin wiederholt in Remscheid, begleitete Schüleraustauschgruppen und den Chor „Pen Ar Bed" (bretonisch: „Ende der Welt"). Da war sie dann stets bei Gastfamilien untergebracht. „Die sind es, der die Städtepartnerschaft ihren Fortbestand zu verdanken hat“, sagt sie. Da seien langjährige Freundschaften entstanden.

Gute Gelegenheiten, neue Freundschaften zu knüpfen, werden sich vom 10. bis 12. September ergeben, wenn gleich zwei Delegationen aus Quimper in Remscheid zu Gast sind, eine offizielle (mit Bürgermeisterin Isabelle Assih, Francoise Dorval, Doriane Le Treust und Annaig Le Meur) und eine private (mit elf Mitgliedern des Partnerschaftsvereins L'Association Quimper-Remscheid, auf die sich die Remscheider Gastfamilien schon freuen). Gemeinsam werden die Gäste aus Quimper am Abend des 19. September auf dem Rathausplatz an der Musik-, Film- und Lasershow "Amitié" teilnehmen. Für deren Vorbereitung haben die ehrenamtlichen Mitglieder des Partnerschaftsvereins Remscheid-Quimper und Remscheid Tolerant e.-V. mehrere hundert Stunden aufgebracht, wie Vorsitzender Bernd Fiedler gestern sagte. Gemeinsam mit Lothar Schiffer (Remscheid Tolerant) und seinen Vorstandsmitgliedern Dieter Wetzel und Manfred Ebert war er auf Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ins Rathaus gekommen, um der lokalen Presse das Programm der drei „Festtage“ vorzustellen. Der OB dankte ihnen für ihr „besonderes Engagement bei der Vorbereitung des Festes“ zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft von Remscheid und Quimper. „Es wird mit Sicherheit ein wunderbarer Abend!“

Dazu gehört am Samstag, 11. September, auch ein offizieller Empfang im Rathaus. Die „Abenteurer“ unter den offiziellen Gästen aus Quimper werden dann das wahre Highlight dieses Tages aber schon hinter sich haben – eine Klettertour im stählernen Steig der Müngstener Brücke, nur etwas für Schwindelfreie... Zu „Amitié“ (französisch: „Freundschaft“) wären am Freitag auf dem Rathausplatz 2.500 Besucher:innen erlaubt, die Gastgeber wollen sich „wegen Corona-Hygiene“ aber mit 1.000 beschränken. Diese müssen mit Eingangskontrollen (3G) durch Security-Mitarbeiter rechnen und mit einem Eintrittspreis von sieben Euro. Sechs davon erhalten sie allerdings als Verzehr-Gutscheine zurück, und je 50 Cent sind für die Flughilfe Remscheid und den Ticketservice „Remscheid live“ bestimmt, so dass für den Partnerschaftsverein nichts mehr übrig bleibt. Und das trotz Veranstaltungskosten von 30.000 Euro?! Ein Glück, dass es Sponsoren gibt: Je 10.000 Euro kommen vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds und von der Vaillant Group, 5.000 Euro vom Heimatministerium NRW und 3.000 Euro von der Stadtsparkasse Remscheid, so dass der Verein seine Kasse nur noch mit 2.000 Euro belasten muss.

In den spielerischen/künstlerischen Elementen der Lasershow  werden sich Ideen von Freundschaft, Frieden, Toleranz und Respekt widerspiegeln“, so Bernd Fiedler. Zum vierstündigen Programm (bis 23 Uhr, Einlass ab 18 Uhr) gehört viel Live-Musik (Bigband der Musik- und Kunstschule, Katrin Eggert und Band, Papa Jo’s One Man Acoustic Jam), aber auch ein historischer (digitalisierter) Film über die Begründung der Partnerschaft am 19. Mai 1971, zu sehen auf einer großen LED-Wand, auf die zwischendurch auch das Bühnengeschehen sowie andere Filme aus Quimper und Remscheid übertragen werden. Und weil das Ganze auch ins Internet gestreamt wird, können die Bürger:innen im fernen Quimper es live miterleben.

Übrigens: Remscheid Tolerant und der Partnerschaftsverein haben bereits die nächste gemeinsame Veranstaltung ins Auge gefasst für 2022 – ein „Europafest“! Denn dann wird Remscheid Tolerant zehn Jahre alt.

Für Burkhard Mast-Weisz liegt ein anderer Termin näher: Mit seinem Stellvertreter Kai Kaltwasser (CDU) und Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser (SPD) bildet er die offizielle Delegation der Stadt, die am 23. September nach Quimper reisen wird, um dort am nächsten Tage die 50-jährige „Jumelage“ zwischen beiden Städten zu feiern. Die Erklärung zur Freundschaft mit Quimper, die am 24. Juni vom Rat der Stadt Remscheid beschlossen wurde, soll dann ein zweites Mal unterzeichnet werden. Diese sei ein solides Fundament der Brücke zum europäischen Nachbarn, heißt es in der Deklaration. Und weiter: „. Wir werden die gelebte Freundschaft unserer beiden Städte als Sieg der Demokratie und Freiheit über Vorurteile, Angst, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus im 21. Jahrhundert weiter pflegen und fortentwickeln. Mit ihrer Beständigkeit der Beziehungen und der großen Bandbreite gemeinsamer Aktivitäten bringt unsere Städtepartnerschaft Europa direkt zu den Bürgern. Wir sind Europa!“

Beitritt zur Aktion „Seebrücke“ überdenken

DIE LINKE begrüßt grundsätzlich die Bereitschaft der Stadt 500 Menschen aus Afghanistan in Remscheid aufzunehmen. „Wir hoffen, dass nach anfänglich zögerlichem und bürokratischem Vorgehen der Bundesregierung jetzt noch möglichst viele Ortskräfte, Journalist:innen, Mitarbeiter:innen von NGOs und alle bedrohten Personen, insbesondere Mädchen und Frauen, in Sicherheit gebracht werden können“, so Fraktionsvorsitzende Brigitte Neff- Wetzel. Einigen davon in Remscheid einen Zufluchtsort zu gewähren, hält DIE LINKE für selbstverständlich. Allerdings muss daran erinnert werden, dass nicht nur in Afghanistan Menschen um ihr Leben fürchten müssen. Zehntausende von Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen etwa leben in provisorischen Camps unter menschenunwürdigen Situationen. Auch hier sind Mädchen und Frauen täglich der Vergewaltigung, der Folter, dem Tod ausgesetzt. Hier müssen wir ebenfalls unsere Verantwortung wahrnehmen und dürfen uns nicht hinter irgendwelchen –nicht vorhandenen – europäischen Lösungen verstecken.  Das gilt auch für Remscheid. Der Rat sollte jetzt noch einmal seine damalige ablehnende Haltung zum Beitritt zur Aktion „Seebrücke“ überdenken und Remscheid zum „sicheren Hafen“ für möglichst viele Geflüchtete machen. (Colin Cyrus, Fraktionsgeschäftsführer)

Quote in RS deutlich über dem Landesdurchschnitt

Nahezu 950.000 und damit 39,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in Nordrhein-Westfalen hatten im Schuljahr 2020/21 eine Zuwanderungsgeschichte. In Remscheid sind es 45,7 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Quote landesweit an Hauptschulen mit 62,5 Prozent (Remscheid: 70,8 Prozent)am höchsten, gefolgt von Realschulen (50,2 Prozent), Gesamtschulen (45,8 Prozent) und Grundschulen (44,9 Prozent). Als Personen mit Zuwanderungsgeschichte gelten in der Schulstatistik Schülerinnen und Schüler, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind und/oder Schülerinnen und Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist.

Amitié: Laser-Show zum Freundschaftsfest

Pressemitteilung des Partnerschaftsvereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e.V. und Remscheid Tolerant e.V.

Die Städtepartnerschaft von Remscheid und Quimper wird 50 Jahre alt. Gemeinsam mit Remscheid Tolerant veranstaltet der Partnerschaftsverein ein multimediales Live-Event mit Laser-Show, Livemusik und Videoelementen auf dem Remscheider Rathausplatz. Dabei wird Rathaus als Leinwand genutzt; zentrale Elemente des Freundschaftsfestes werden auf der Fassade zu sehen sein.

Der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper peilt zum fünfzigjährigen Jubiläum der Städtefreundschaft eine große Präsenzveranstaltung an. So lebendig wie die internationale Freundschaft soll auch der Abend werden – mit gemeinsamem Essen und Getränken bei Livemusik und optischen Highlights. Der Kartenvorverkauf wird in Kürze beginnen. Im Eintrittspreis von sieben Euro sind zwei Bons für Freigetränke enthalten.

Seit mehr als einem halben Jahr arbeiten der Partnerschaftsverein Remscheid-Quimper und Remscheid Tolerant zusammen, um das Fest nicht nur unterhaltsam zu gestalten. „Die Ideen von Freundschaft, Frieden, Toleranz und Respekt sollen sich in der Show widerspiegeln“, erklärt Bernd Fiedler, Vorsitzender vom Partnerschaftsverein, „eine Kooperation mit Remscheid Tolerant lag da nah.“ Und mit Maximilian Süss wurde ein weiterer Partner gefunden, der etwa durch die Löwen-Festivals über viel Erfahrung mit Großveranstaltungen auf dem Theodor-Heuss-Platz verfügt.

„Amitié ist Französisch und bedeutet Freundschaft“, sagt Anne Marie Faßbender von Remscheid Tolerant. „Wir hielten das als Titel oder Überschrift für sehr treffend.“ Und unter Freundschaft und Verbundenheit lässt sich auch die finanzielle Unterstützung verbuchen, die das Bündnis etwa vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds, der Firma Vaillant und auch der Remscheider Stadtsparkasse erhielt. „Auch die Stadt Remscheid unterstützt uns sehr“, zeigt sich Fiedler glücklich, „vom Büro des Oberbürgermeisters bis zum Ordnungsamt ziehen wir alle an einem Strang. Amitié wo man hinschaut.“

Falls Corona keinen Strich durch die Rechnung macht, wird am 10. September von 19 bis 23 Uhr (Einlass: 18 Uhr) auf dem Rathausplatz die Freundschaft zelebriert. Auf der Livebühne sind zunächst Big Band-Elemente und das Remscheider Vokalensemble zu sehen und zu hören. Die anschließende Lasershow, die das Rathaus als Leinwand für Elemente der Freundschaftsidee nutzt, dürfte der Hingucker des Abends werden. Eingerahmt von einem Foto- und Film-Mix auf einer großen LED-Wand gipfelt der Abend sodann in einem deutsch-französischen Konzert von Katrin Eggert und Band. In Quimper wird der Abend im Livestream verfolgt, denn Entfernungen spielen bei einer lebendigen Freundschaft keine Rolle.