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Stadt soll Forderung der "Seebrücke" teilen

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Diese solidarisieren sich „mit allen Menschen auf der Flucht“ und erwarten von der deutschen und europäischen Politik „sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen.“ Eine Forderung, der sich Remscheid anschließen sollte, meinen die Ratsfraktion der Grünen und die der Linken und haben zur Sitzung des Rates am 18. Juni den Antrag gestellt, auch die „Seestadt auf dem Berge“ zu einem sicheren Hafen zu machen. Der Antrag hat folgenden Wortlaut:  

  1. Der Rat der Stadt Remscheid beschließt, dass sich die Stadt Remscheid mit der Initiative Seebrücke1 solidarisch erklärt, dem Bündnis „Städte Sichere Häfen“ beitritt und damit zum „Sicheren Hafen“ für geflüchtete Menschen wird.
  2. Die Stadt Remscheid ist bereit, im Rahmen ihrer Kapazitäten zusätzliche geflüchtete Personen aufzunehmen und äußert dies gegenüber der Landesund Bundesregierung.  +
  3. Die Stadt Remscheid bietet im Rahmen ihrer Kapazitäten zusätzliche Aufnahmeplätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus griechischen Auffanglagern an und sichert die Unterbringung in Einrichtungen auf ihrem Gebiet zu. Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein Verfahren zur Übernahme dieser unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge nach Deutschland zu schaffen.“

Die Begründung ergebe sich aus dem christlichen Menschenbild und den gemeinsamen humanitären Werten: „Aufgrund der Zunahme von Menschen, die vor Krieg und Elend fliehen müssen, erreichen uns täglich Nachrichten über die inhumane Situation in den Auffanglagern in Griechenland. Durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus erreicht die Situation Auswirkungen erheblichen Ausmaßes. Es geht um Leben und Tod. In den überfüllten Camps ist es nicht möglich ausreichend Abstand zu halten, es gibt weder genug Wasser, noch vernünftige Schutzkleidung und ausreichende ärztliche Versorgung. Insbesondere betroffen sind Familien, allein reisende Frauen und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Es geht um Humanität und europäische Solidarität. Bereits in der Vergangenheit waren viele EU-Staaten nicht bereit Geflüchtete aufzunehmen. Dagegen müssen wir ein Zeichen setzen und unsere Bereitschaft erklären zusätzliche geflüchtete Menschen aufzunehmen. Viele Städte in Deutschland, darunter auch unsere Nachbarstadt Solingen, haben sich der Initiative Seebrücke angeschlossen, sind dem Bündnis „Städte Sichere Häfen“ beigetreten und bieten damit geflüchteten Menschen eine humanitäre Perspektive. Diese Städte und Bündnisse setzen ein Zeichen gegen die Abschottungspolitik vieler EU-Staaten. Diesem Beispiel sollten wir folgen. Die Fluchtroute über das Mittelmeer bleibt lebensbedrohlich. Ebenso wird sich die Situation in den Auffanglagern zunehmend zuspitzen, wenn wir nicht bereit sind, weitere Menschen aufzunehmen. Die Bereitschaft vieler Städte ist somit ein wirksames Signal, welches das massenhafte Sterben im Mittelmeer und die katastrophale Situation in den überfüllten Lagern verhindern kann. Dieses Signal richtete sich auch an die Vielzahl der Helfer*innen und Organisationen, die versuchen eine humanitäre Katastrophe abzuwenden.“

Vielen arbeitslosen Frauen fehlt die Qualifikation

Der Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Familienphase stellt in der Regel Frauen vor viele Herausforderungen. Viele von ihnen sind direkt nach der Schule in die Familienphase gegangen, sind also gar keine klassischen Wiedereinsteigerinnen, sondern benötigen erst einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung, bevor sie durchstarten können. Klappt es mit der Kinderbetreuung, und wie können die Aufgaben im Haushalt neu verteilt werden? Kann ich in Vollzeit wieder einsteigen, oder benötige ich für eine Zeit eine Teilzeitstelle? Reicht die berufliche Qualifikation? Die Antwort auf diese Frage ist für Frauen ohne Schul- und/ oder Berufsabschluss besonders wichtig.

Wie groß ist die Zahl der betroffenen Frauen, und in welcher konkreten Lebenslage befinden sie sich, bezogen auf Familienstand, Zahl der Kinder, Alter und Migrationsgeschichte. Der Fachdienst „Gleichberechtigung von Frau und Mann“ der Stadtverwaltung Remscheid beauftragte Astrid Vornmoor (Vornmoor Consult) mit der Datenevaluation im Bergischen Städtedreieck. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Kommunales, Heimat, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Landesinitiative NetzwerkW. Die Ergebnisse legte die Verwaltung jetzt dem Sozial- und dem Hauptausschuss vor sowie dem Integrationsrat.

Im Bergischen Städtedreieck ist die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Frauen mit niedriger oder geringer Qualifikation hoch. In Remscheid sind es rund 1230 Frauen, in Solingen 1840 Frauen und in Wuppertal 4650 Frauen.

Die gering qualifizierten Frauen machen im Bergischen Städtedreieck den Großteil (7.720) der knapp 11.000 arbeitslos gemeldeten Frauen aus. 80 bis 90 Prozent von ihnen werden im SGB II betreut. Das liegt für Wuppertal und Remscheid mit 87 und 88 Prozent der Anteilsverteilung über dem Landesdurchschnitt von 85 Prozent und dem Bundesdurchschnitt von 80 Prozent. Solingen liegt mit 83 Prozent dazwischen.

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Aktion der AGOT gegen Diskriminierung

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid (AGOT)

Am 17. Mai wird seit 2005 im Rahmen des Internationalen Tags gegen Homophobie und Transphobie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen gesetzt, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität nicht den Mehrheitsnormen entspricht. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet unter anderem engagierte und wertvolle Beiträge zur Befähigung junger Menschen zu Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensentwürfen und sexuellen Identitäten. Sie leistet Beiträge, damit junge Menschen ihre Identität selbstbestimmt und gelingend entwickeln können. Sie tut dies aus Überzeugung und im gesetzlichen Auftrag.

Nach den großen Erfolgen in den vergangenen Jahren auf der Alleestraße möchte die AGOT auch in diesem Jahr, jedoch in digitaler Form, ein sichtbares Signal für Vielfalt und gegen Ausgrenzung setzen. Nutzen auch Sie an diesem Tag den von uns erstellten Rahmen für ihr Profilbild bei Facebook www.facebook.com/profilepicframes/?selected_overlay_id=335235197438514  oder schauen Sie sich das Video des Jugendrats unter  https://www.youtube.com/watch?v=_dDXy2-Er84&t=11s an.

Darüber hinaus  laden wir Sie herzlich ein, sich an der bekannten „Rote Karte Aktion“ zu beteiligen indem Sie in den sozialen Netzwerken (Instagram, Facebook etc.) ein Selfie mit einer roten Karte posten. Nutzen Sie dazu den #IDAHOT2020. Infos über Aktionen zum IDAHOT finden Sie hier: zeig` Homo- und Transphobie die rote Karte.

Oberbürgermeister Mast-Weisz schreibt Partnerstädten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Krise hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz heute die Stadtspitzen der Partnerstädte Quimper/Frankreich, Prešov/Slowakei, Pirna/Sachsen, Kirşehir/Türkei, Ashington/Newbiggin-by-the-Sea/England und Mragowo/Polen angeschrieben:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

die Corona-Krise hat unsere Städte in einem Maße verändert, wie wir es uns nicht haben vorstellen können. Der Showdown hat dazu geführt, dass es kaum ein öffentliches Leben gibt. Die wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht abzuschätzen. Aber mit den Auswirkungen auf das soziale und kulturelle Leben werden wir uns noch lange beschäftigen.

Ich möchte Ihnen ganz herzliche Grüße aus Ihrer Partnerstadt Remscheid zukommen lassen. Derzeit trennen uns Reisebeschränkungen und Kontaktverbote. Im Herzen bleiben wir aber miteinander verbunden. Leider sind in diesem Jahr kaum persönliche Begegnungen möglich. Diese werden wir aber ab dem kommenden Jahr nachholen. Gerade in einer Zeit, in der das nationalstaatliche Denken immer stärker wird, sind unsere Städtepartnerschaften ein wichtiges Zeichen für ein geeintes Europa, ein Europa der Freundschaft, der Offenheit und des Miteinanders.

Ich freue mich darauf, dass wir uns baldmöglichst sehen und grüße Sie sehr herzlich.
Ihr
Burkhard Mast-Weis
z“

Mit Laptops für Digitalunterricht ist es nicht getan

„Sind die Remscheider Schulen für das Homeschooling ausreichend medial ausgestattet?“, wollte die Fraktion der Linken von der Verwaltung wissen, und diese antwortete zur gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Teo Otto Theater in schriftlicher Form. Zitat: „Es gibt aktuell keine klassische Homeschooling-Ausstattung für die Remscheider Schulen.“ Der gültige Medienentwicklungsplan 2017-2021 gehe lediglich auf die auf die in der Schule zu nutzende Hardware ein. Der Berechnungsschlüssel liege bei 5:1, d. h. fünf Schüler teilen sich einen PC). Allerdings schlage der Fachdienst Schule und Bildung aufgrund der aktuellen Erfahrungen einen neuen Dialog mit den Schulen vor zur Fortschreibung des Medienentwicklungsplans und „darin die künftige Strategie für die ‚Digitale Schule‘ in Remscheid zu formulieren und politisch zu beschließen“.

Ob in den vergangenen Wochen durch das Homeschooling auch alle Kinder aus so genannten bildungsfernen Schichten erreicht worden wäre, wollten die Linken weiter wissen. Antwort: „Eine hundertprozentige Erreichbarkeit kann nicht sichergestellt werden, da nicht jede Familie über die notwendigen digitalen technischen Voraussetzungen verfügt. Die aktuelle Erreichbarkeit kann nur über Telefonlisten, E-Mail oder Messenger-Dienste versucht werden. (…) Aus den Schulen wurde berichtet, dass der Kontakt über die klassische Telefon- bzw. E-Mail-Listen gehalten wurde.“ Teilweise seien die Aufgaben von den Schulen in Papierform an die Eltern verteilt und die erledigten Aufgaben auf dem gleichen Weg zurückgekommen. Andere Fragen der Linken blieben unbeantwortet mit Verweis auf die Corona-Krise.

Von den Fraktionen und Gruppe von SPD, BÜNDNIS‘90/DIE GRÜNEN und FDP kam zur gestrigen Sitzung der Antrag, die Verwaltung möge den Bedarf an technischen Endgeräten sowie Internetanschlüssen ermitteln „für Schülerinnen und Schüler, deren Familien eine uneingeschränkte Nutzbarkeit nicht bereitstellen können.“ Sodann sollen ausreichend schulfähige Endgeräte beschafft werden, „damit alle Schülerinnen und Schüler mit Bedarf ein Endgerät und einen Drucker für je ein Schuljahr ausleihen können“, zum Beispiel beim Schulverwaltungsamt. Auch möge die Stadtverwaltung ein Spendenkonto einrichten, „auf dem Geld für das Beschaffen von Gutscheinen für mobile Daten gesammelt werden kann“.

 Dass es sich hierbei um Prüfaufträge handelte, betonten die Antragsteller auf Nachfrage der CDU gestern Abend. So stand schließlich einem einstimmigen Beschluss nichts mehr im Wege. Zuvor hatte  Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken, den Antrag von SPD, Grünen und FDP unterstützt und „weitgehend gleiche Bildungschancen auch in der Pandemiekrise“ betont. Für den Zugang zum digitalen Lernen sei die Bereitstellung adäquater Hardware unumgänglich („Aber bitte keine Leihgaben; aus Gründen des Datenschutzes und weil die Kinder sich mit dem digitalen Medium identifizieren können müssen!“). Und Beinersdorf ging noch einen Schritt weiter: „Auch wenn der Schulbetrieb eingeschränkt wieder stattfindet, wird es für etliche Zeit noch beim Homeschooling bleiben. Digitales Lernen wird also weiter von Bedeutung sein –auch  über die Corona-Krise hinaus. Schule wird zunehmend durch digitales Lernen geprägt sein. Dies bedeutet aber auch, dass allen Kindern während der gesamten Schulzeit die Nutzung digitaler Medien ermöglicht werden muss. Auch Kinder aus einkommensschwachen Familien haben das Recht auf bestmögliche moderne Lernbedingungen –während ihrer gesamten Schulzeit und nicht nur in der Corona-Krise!“

Von einem „digitalen Aufholbedarf“ hatte Sven Wolf (SPD) gesprochen, und David Schichel von den Grünen hatte gefordert, „die Chancengleichheit in der Bildung langfristig sicherzustellen.“ Das bedeute einen Laptop für jeden Schüler, konkretisierte das Wolf. Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) folgerte zurecht: „Dann brauchen wir eine Bedarfs- und Kostenermittlung!“ In den nächsten  Monaten werde an Digitalunterricht festgehalten werden müssen, vermutete Volker Leitzbach (SPD). Kinder ohne Laptop würden dann wohl „auf der Strecke bleiben“. Matthias Heidtmann (CDU, Lehrer) gab zu bedenken, dass „ein Laptop ohne Zubehör, etwas die Verbindung zur Schule („Cloud“) sinnlos sei.

Die genauen Kosten für die Ausstattung aller bedürftigen Kinder mit Endgeräten hat nun die Verwaltung zu ermitteln. Ob sie den Prüfauftrag bezogen auf die Corona-Krise versteht oder auf die langfristige Umstellung in den Schulen auf digitalen Unterricht, bleibt abzuwarten.

Preise für Kinder in einer Flüchtlingsunterkunft

Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks Remscheid

Das Bergische Land hat einiges zu bieten! Hiervon ist der Remscheider Fotograf und Illustrator Thomas Wunsch überzeugt. Anfang April hatten wir begonnen, an jedem Wochenende drei Bilder von Thomas Wunsch zum Ausmalen über Facebook zu veröffentlichen. Diese Bilder enthielten Wahrzeichen des Bergischen Landes, wie Schloss Burg, den Diederichstempel im Tal der Wupper bei Müngsten oder die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands eben dort. „Mit dieser Aktion wollten wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass Kinder, die zurzeit wegen Corona zu Hause bleiben müssen, eine kleine Abwechslung haben. Die Resonanz auf diese Aktion war überwältigend,“ berichtet die Vorsitzende der Remscheider SPD, Christine Krupp. „Vereinzelt erreichten uns auch Nachrichten, dass Kinder die Motive schön fänden, die Familien zu Hause aber keinen Drucker hätten. „Hier haben wir nicht lange gefackelt und haben diesen Familien Malbücher mit den entsprechenden Bildern zugeschickt.“, so die stellv. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, Ursula Wilberg.

Bei der Veröffentlichung der dritten Bilderserie Mitte April war ein Bild dabei, das einen Wanderer vor Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke gezeigt. Wir haben dazu aufgerufen, dieses Bild möglichst phantasievoll auszumalen und das Bauwerk zu benennen, vor dem der Wanderer steht, wie alt es ist und was das Besondere an ihm ist. „Die Kinder aus einer Flüchtlingsunterkunft am Hasten haben uns gleich eine ganze Serie an sehr schön ausgemalten Bildern nebst richtigen Antworten geliefert“, so Christine Krupp. Als Dank dafür haben Krupp und Wilberg den Kindern gestern in gebührendem Abstand Spiele für ihre Freizeit überreicht. „Den Bewohnern und vor allen den Kindern fehlt die Abwechslung durch den Besuch von Kitas und Schulen.“, betonte Sozialarbeiterin Elfi Radziwill. „Dieser Wettbewerb kam gerade zur richtigen Zeit.“

Grußwort des Oberbürgermeisters zum Ramadan

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan wendet sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit einem Grußwort an alle Musliminnen und Muslime in Remscheid.

Liebe Remscheiderinnen und Remscheider muslimischen Glaubens,

2020 wird für alle Menschen dieser Welt als ein Jahr der besonderen Herausforderung in die Geschichte eingehen. Das Coronavirus hat uns in unserer Lebensqualität getroffen und uns gezwungen, uns neue Möglichkeiten des friedvollen und verantwortungsbewussten Zusammenlebens zu überlegen.

Zum 24. April fängt für die islamische Welt der heilige Monat Ramadan an. Er ist eigentlich auch ein Monat der Begegnung – innerhalb der Familie, der Gemeinde, mit Nachbarn und Freunden, mit Menschen unterschiedlicher Religionen.

Leider lässt die derzeitige Corona-Krise genau diese Begegnungen nicht zu. Die Gläubigen können sich nicht zum allabendlichen Fastenbrechen in der Moschee oder in größerem Kreis treffen, ich darf auch nicht zum Fastenbrechen ins Rathaus einladen.

Ich wünsche allen Menschen muslimischen Glaubens eine gesegnete Zeit im heiligen Monat. Ich wünsche ihnen, dass sie trotz aller Einschränkungen die Zeit für Einkehr und Gebet nutzen können und darüber hinaus, dass sie das Fastenbrechen im engsten Familienkreis genießen können.

Ich bin mir sicher, dass wir im Verlaufe dieses Jahres noch genügend Gelegenheiten zur Begegnung und zum Austausch haben werden.

Ich habe mich gemeinsam mit der Vorsitzenden des Integrationsrates Frau Erden Ankay-Nachtwein mit den vier großen Moscheegemeinden darauf verständigt, dass wir in den kommenden Tagen die Moscheen besuchen. Nachdem der Imam dort sein Gebet zum Fastenbrechen gesprochen hat, das als Videobotschaft per Livestream an alle muslimischen Haushalte gesendet wird, werde ich an die muslimischen Remscheider Mitbürgerinnen und Mitbürger Grußworte richten und Ihnen eine gesegnete Fastenzeit wünschen. Ich freue mich, dass alle vier Moscheegemeinden dies angeregt haben und unterstützen. 

Ihr Burkhard Mast-Weisz

Telefonseelsorge auch in den Moscheegemeinden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zwischenzeitlich gibt es laut Gesundheitsamt 80 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von diesen gelten 33 als genesen. Die Zahl der bekannten Verdachtsfälle (= angeordnete häusliche Quarantänen) unter den Remscheiderinnen und Remscheidern liegt bei 508. Die Krankenhäuser melden vier stationäre Verdachtsfälle (Testergebnisse liegen noch nicht vor). Einer davon ist intensivpflichtig, außerdem sieben positiv getestete Personen in stationärer Behandlung, davon drei auf der Intensivstation.

Nachstehende Ansprechpartnerin und Ansprechpartner kümmern sich in den Moscheegemeinden um die Seelsorge:

  • DITIB: Moschee-Vorsitzender: Metin Göcer, mobil 0177 1751314. Imam: Kerim Koc, mobil 0178 4128295. 
  • ATIB: Moschee-Vorsitzender: Tevfik Baylan, mobil 0172 1808420. Imam: Ibrahim Aksoy, mobil 0178 1645018.
  • Freiheitstraße Ülkü Ocagi: Frau Selma Temizyürek, mobil 0157 78838313.
  • IGMG: Imam: Mehmet Akif Ayvacik, mobil 0172 3786778.

Alle mehrsprachigen Informationen zum Corona-Virus unter www.remscheid.de/KI. Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Auch in Krisenzeiten ein Tipi mitgestalten

Pressemitteilung des Caritasverbands Remscheid e.V.

Gerade in dieser weltweiten Krisenzeit erleben wir dieses Gefühl als existentiell. Ein gemeinsames Projekt zu erarbeiten, bei dem jeder einzelne wichtig ist, sich zu einem weltweiten Gesamtgefüge verbindet, kann trösten. Das Tipi-Projekt gibt es mittlerweile seit 8 Jahren, es erweitert sich stetig und ist international. Es gibt dieses Projekt mittlerweile in vielen deutschen Städten, aber auch in Kenia, Taipeh, New York, Spanien, Belgien, Italien und in der Schweiz. Weltweit arbeiten tausende Menschen mit und verbinden sich so zu einer vielfältigen Gemeinschaft.

Die Tipis werden in Handarbeit hergestellt und bestehen aus vielen bunten gestrickten oder gehäkelten Quadraten, die am Schluss zusammengefügt werden. So entsteht ein farbenfrohes Kunstwerk, dass idealerweise mit der Unterstützung von vielen tatkräftigen Helfern zu einem Ganzen wird. Ein buntes Dach, dass zugleich ein Symbol unserer vielfältigen Gesellschaft ist. Andrea Schara von Vielfalt. Viel wert. des Caritas Verbandes Remscheid hat gemeinsam mit der Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck Anfang des Jahres erneut ein Tipi-Projekt ins Leben gerufen. Es sind bereits viele bunte, teilweise gemusterte Quadrate in fleißiger Handarbeit entstanden.

„Eigentlich hatten wir geplant, dass wir mit vielen Menschen zusammenkommen und gemeinsam stricken und häkeln und darüber in einen Austausch und in Kontakt kommen. So vielfältig und bunt wie die Quadrate, die entstehen, sollten die Kontakte sein. Nun hat uns der Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Trotzdem und gerade jetzt soll das Projekt fortgeführt werden. Die Läden sind geschlossen, die Menschen sitzen Zuhause, teilweise, auch aufgrund der Kontaktsperre alleine. Dies ist gerade eine ideale Chance vielen dieser Menschen die Möglichkeit zu geben sich an einem Gemeinschaftsprojekt zu beteiligen und Teil eines Großen und Ganzen zu werden. „Da wir nicht persönlich in engen Kontakt kommen können, gehen wir nun andere Wege.“ Wer gerne handarbeitet und noch Wollreste zu Hause hat, soll zu Strick- oder Häkelnadel greifen und mitgestalten. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Jeder kann sich beteiligen so wie er „gestrickt ist“!

Die Größe der Quadrate soll 15cm x 15cm sein. Die Fäden sollen bitte vernäht sein. Dies ist eine Einladung für alle! Ein Einstieg in das Projekt ist jederzeit möglich. Männer dürfen sich übrigens auch sehr gerne an dem Projekt beteiligen. So begegnen wir gemeinsam der Krise! Das Kunst-Tipi hat eine hohe symbolische Bedeutung, die nicht erklärt werden muss und sofort erfahrbar ist. Ein Zelt steht für Schutz, Gastfreundschaft, ist mobil, die Farbgebung folgt der eines Regenbogens, dem Symbol für Frieden. Aufgestellt steht man in einen meditativen Raum, der sofort positive Emotionalität spürbar werden lässt. Am Ende passt alles zusammen! Das Tipi wird nach der Krise als „Symbol der Gemeinschaft“ und als „Dach der Vielfalt“ aufgestellt und so physisch für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht. Es soll Teil eines internationalen Tipi-Dorfes werden und später mit seiner Symbolkraft als „Caritas- Vielfalt- Tipi“ in die Welt versendet werden. Mehr über das Tipi-Projekt und die Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck erfahren Sie auf der Homepage www.ute-lennartz-lembeck.de. Für Fragen stehen Ute Lennartz-Lembeck ute.lennartz@gmail.com und Andrea Schara a.schara@caritasverbandremscheid.de gerne zur Verfügung.

 Normalerweise besteht ein Tipi aus Acrylwolle, die wetterunabhängig ist. Auf Grund der Situation werden aktuell andere Wege beschritten und jegliches Material ist zugelassen. Alle Wollreste und Material, was Zuhause vor Ort ist, darf verwendet werden. Es darf verwendet werden, was da ist. So entsteht ein besonderes, sehr persönliches Tipi, mit dem ein Zeichen gesetzt werden soll. Einige Wollknäuel sind noch bei der Caritas zu erfragen. Die fertigen Quadrate können (nach vorheriger Ankündigung unter Tel. RS 4911-0) in der Blumenstraße 9 abgegeben werden oder per Post z.Hd. A. Schara dorthin gesendet werden. (Andrea Schara, Fachdienst: Integration und Migration, a.schara@caritasverbandremscheid.de)

#heimatbunt – Dein Selfie gegen Rassismus

Pressemitteilung von Remscheid Tolerant e.V.

Insgesamt fünfzehn Veranstaltungen hatte Remscheid Tolerant mit vielen Kooperationspartnern für die Internationalen Wochen gegen Rassismus auf die Beine gestellt, weniger als ein Drittel haben derzeit noch Bestand. Der Großteil der Veranstaltungen zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Remscheid wurde abgesagt ( Remscheid Tolerant informiert auf www.remscheid-tolerant.de fortlaufend über den jeweiligen Stand). Eine Alternative, die hoffentlich nur im positiven Sinne ansteckend ist, wurde gestern gestartet: Ursprünglich als Projekt für die Ideenmesse entwickelt, wurde in den vergangenen Tagen das Projekt #heimatbunt vorangetrieben. Dabei geht es darum, ein Selfie von sich im sozialen Netzwerk Instagram zu teilen und mit dem Hashtag „heimatbunt“ zu versehen. Alle Fotos, die mit #heimatbunt versehen sind, werden nach dem Motto „Dein Selfie gegen Rassismus“ automatisch auf der Internetseite www.heimatbunt.de angezeigt. „HeimatBUNT“ war das Motto des noch von Volker Beckmann 2019 organisierten Lüttringhauser Bahnhofsfestes, das sich ebenfalls um Respekt und Toleranz drehte. Die Aktion Muteinander zeichnet für den technischen Teil der Webseite verantwortlich. „Der alltägliche Rassismus kommt durch den Virus leider nicht zum Erliegen, mit unserer überparteilichen Selfie-Aktion kann man selbst aus der Quarantäne ein Zeichen setzen“, so Sascha von Gerishem, stellvertretender Vorsitzender von Remscheid Tolerant und Sprecher und Mit-Initiator der Aktion Muteinander.

„Im Kampf gegen rechts ist es wichtig überparteilich aufzutreten. Wir demokratischen Parteien und Organisationen müssen gemeinsam einstehen für Toleranz und gegen Rassismus“, begründet Denise Abé, Fraktionsgeschäftsführerin der Remscheider Grünen, warum die Ideengeber das Projekt für möglichst viele Aktionspartner öffnen möchten. Die Remscheider SPD, die Linke, die AWO Lennep-Lüttringhausen, die Ökumenische Initiative Lüttringhausen mit dem Flair-Weltladen und der FC Remscheid, allesamt Teilnehmer des Lüttringhauser Bahnhofsfestes im vergangenen Jahr, schlossen sich der Aktion sofort an.

Wer keinen eigenes Benutzerkonto bei Instagram unterhält, hat die Möglichkeit sein Foto und seine Beschreibung auch per E-Mail einzusenden, dann veröffentlichen Remscheid Tolerant oder die Aktion Muteinander das Foto über ihre Kanäle. Die Fotos selbst werden auf der Projektseite nicht zwischengespeichert, wird das Foto im sozialen Netz gelöscht, verschwindet es auch von der Webseite. Bei per E-Mail eingesandten Bildern genügt eine formlose Nachricht, das entsprechende Foto wieder zu löschen.

Die Auftaktveranstaltung, die in Kooperation mit der Citykirche im Vaßbendersaal in Remscheid stattfinden sollte, war als Ideenmesse zum Kennenlernen und Vernetzen geplant. „Ende September findet die Interkulturelle Woche statt, konzeptionell und inhaltlich passt die Ideenmesse auch sehr gut dorthin, so dass keine Idee verloren geht“, beschwichtigt Anne Marie Faßbender, Vorsitzende von Remscheid Tolerant, kritische Stimmen, die eine Absage für übertrieben halten.

Wochen gegen Rassismus vom 13. März bis 4. April

Freitag, 13. März, 15 bis 20 Uhr, Eintritt frei
Ort: Vaßbendersaal, Schulgasse 1,
Ideenmesse: „Zukunft (mit-) gestalten“ Verschoben!

Den Auftakt zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus bildet eine gemeinsame Ideenmesse. Verschiedene Vereine, Gruppen und Aktionsbündnisse stellen sich und ihre Ziele vor und nutzen die gemeinsame Zeit auch zum Austausch, Kennenlernen und Vernetzen. Aufgelockert wird die Messe durch Sequenzen auf der Bühne. Zum einen sorgen Horst Wegener und Jochen Wingsch aka Papa Jo‘s One Man Acoustic Jam für musikalische Unterhaltung, zum anderen wird es eine Bürger-diskussion mit Vertretern aus der Lokalpolitik geben. Das Thema auch hier: „Zukunft (mit) gestalten“. Besucher*innen können sich informieren, in persönlichen Gesprächen inspirieren lassen oder selbst Anregungen abgeben. Für ein faires Catering in Kooperation mit dem Lüttringhauser Flair-Weltladen und der Aktion Muteinander ist gesorgt. Ziel ist, das eigene Netzwerk auch außerhalb von Facebook erweitern, mit den Menschen ganz ungebunden ins Gespräch zu kommen und im Idealfall Unterstützer*innen oder Kooperationen zu finden.
Veranstalter: Remscheid Tolerant e.V. mit der Citykirche.

Samstag, 14. März, 14-17 Uhr, Eintritt frei
Ort: Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall auf dem Polizeigelände am Quimperplatz, Martin-Luther-Straße 61,

Ausstellung: „VERFOLGT – VERURTEILT – FAST VERGESSEN“
Als Widerstandskämpfer vom NS-Staat zu Haftstrafen verurteilt, wurden Männer gezwungen, in sogenannten Bewährungseinheiten am Krieg teilnehmen. Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall stellt auf drei Ausstellungstafeln Remscheider Bewährungssoldaten vor, ergänzt durch die Wanderausstellung „Was damals Recht war“ über Deserteure im NS-Staat und die Ausstellung über Remscheider Deserteure mit dem Titel „Das war damals Recht“. Um 14.30 Uhr wird eine Führung durch die Ausstellungen angeboten. Besucher betreten das Gelände bitte über die Treppe gegenüber der Martin-Luther-Straße 61. Anfragen für weitere Führungen können per Email an info@gub-pferdestall.de gestellt werden. Veranstalter: Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall e.V. Abgesagt!

Sonntag, 15. März, 16-18 Uhr, Eintritt: zehn Euro
Ort: CVJM Lüttringhausen, Gertenbachstraße 38,

„Renaissance und Anachronismus“
Die Aktion Muteinander präsentiert das Stück „Renaissance und Anachronismus“ vom WÜSTheatER: „Es gibt einen Himmel im religiös-phantastischem Sinne und die dazugehörigen Engel. Immer mehr Verstorbene kommen an der Himmelspforte an, das Verwalten der Toten verkommt zur Fließbandarbeit. Nach einigen Überlegungen beschließen die Enge: Sie wollen streiken! Doch können und dürfen sie das überhaupt? Und welche Auswirkungen hätte dies auf die Menschheit? Darf man die Unmoral der Menschheit, unser Verhalten, bestreiken?“ Tickets und weitere Infos: www.wuestheater.de, Kartenvorverkauf auch in Isa‘s Dorf-Shop, Richthofenstraße 22.
Veranstalter: Aktion Muteinander mit dem WÜSTheatER

Montag, 16. März, 19 Uhr, Eintritt frei
Ort: Kraftstation, Honsberger Straße 2,

Vortrag: Die AFD und die soziale Frage
Die AfD ist 2013 entstanden als Partei des Sozialabbaus. Marktradikalität heißt soziale Kälte und schließlich auch Demokratieverachtung. Diese Kälte gegenüber Menschenrechten machte die AfD interessant für faschistische Ideologen. Der Soziologe Andreas Kemper gab bereits 2013 als erster ein Buch zur AfD heraus und analysiert deren Entwicklung seither. Eine lebhafte Diskussion wird sich anschließen. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Veranstalter: Die Linke. Remscheid. Verschoben!

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Auf dem Weg zu einer Gesellschaft des Miteinanders

„Vision: Zukunft (mit-)gestalten. Gesicht zeigen – Stimme erheben!“ Unter diesem Motto werden in diesem Jahr dieses Jahr die Internationalen Wochen gegen Rassismus feiern – in ganz Deutschland und natürlich auch in Remscheid. „Als eine Stadt die mehr als 120 Nationen eine Heimat bietet, wollen wir zeigen, dass diese Vielfalt in Einheit möglich ist. Dass wir kulturübergreifend und unabhängig von der Herkunft an einem Strang ziehen und unsere Zukunft gemeinsam Gestalten“, hat der Vorstand von Remscheid tolerant e.V. (Anne Marie Faßbender, Hans-Lothar Schiffer und Sascha von Gerishem“ das Programm mit insgesamt 14 Veranstaltungen zwischen dem13. März und 4.   April überschrieben, das in gedruckter Form gestern in der SPD-Geschäftsstelle gerader noch rechtzeitig zu der Pressekonferenz eintraf, in der es vorgestellt wurde.

Daran beteiligen sich diesmal rund 20 Parteien, Jugendzentren, Kirchengemeinden, Schulen, Sozialverbände, der F(l)air-Weltladen, der städtische Integrationsrat, das Kommunale Integrationszentrum etc.  Und damit bei den geplanten Gesprächsrunden, Lesungen, Ausstellungen, Film- und Marinettentheater etc. das Publikum nicht ausbleibt, werden in den nächsten Tagen an 16 Stellen im Stadtgebiet Großplakate auf die Internationale Woche gegen Rassismus aufmerksam machen – ein Sonderangebot einer Werbefirma.

„Früher bekam ich oft gesagt ‚Rassismus? Gibt es doch in Remscheid gar nicht!‘ Das sagt mir heute niemand mehr,“ berichtete gestern Johannes Haun. Dass es auch bei uns alltäglichen Rassismus gebe, sei inzwischen vielen Bürgerinnen und Bürgern bewusst. Erden Ankay-Nachtwein und Hans Lothar Schiffer nannten zwei alarmierende Beispiele: Als die frühere farbige Vorsitzende des städtischen Jugendrates einmal alleine an  einer Bushaltestelle gewartet habe, sei der Bus an ihr vorbeigefahren. Und eine andere Farbige habe einen Ladenbesitzer gebeten, neben ihr auf dem Bürgersteig auf das bestellte Taxi zu warten, weil sie es schon erlebt habe, dass das Taxi weitergefahren sei.  „Wir müssen Respekt und Verständnis füreinander aufbauen. Und dies schaffen wir nur durch Kommunikation. Wir müssen lernen, wieder mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und ein offenes Ohr für das Leben anderer zu haben“, so der Vorstand von Remscheid Tolerant. „Nur wenn wir einander zuhören, können wir auch gemeinsam Wege ebnen – für eine solidarische und faire Gesellschaft für alle!“

"Wenn Du gerade 10kg Nudeln, 10kg Reis,
Dosenkonserven und Desinfektionsspray
gebunkert hast, und wegen drei Corona-Verdachtsfällen
in der Region ans Auswandern denkst, dann verachte niemals wieder Menschen,
die vor Krieg oder Hunger fliehen!"

(Sascha von Gerishem auf der Facebook-Seite „Muteinander“, bislang mehr als 860 Mal geteilt)

Das bunte Programm der Remscheider Woche gegen Rassismus soll ein Schritt sein auf dem Weg zu einer „Gesellschaft des Miteinanders“. "Es ist gerade nach solchen Taten wie in Hanau deutlich geworden, dass es leider noch immer nicht selbstverständlich ist gegen Rassismus zu sein. Um so wichtiger ist es nun als Gesellschaft zu zeigen, dass wir diese Ideologie ablehnen und uns gemeinsam gegen diesen Hass stellen", hob Anne Marie Faßbender hervor. Die rund 700 Besucher der Mahnwache am Remscheider Rathaus hätten aber deutlich gemacht, dass Remscheid eine Stadt sei, die sich durch rechten Terror betroffen fühlt. Denn viele würde Rassismus selbst treffen, oder Freunde, Verwandte und Kollegen. "So furchtbar diese Ereignisse waren, hab ich die Hoffnung, dass sie dazu führen, dass den Menschen bewusst wird, dass es nicht genügt nur leise im Kopf dagegen zu sein, sondern das auch ganz klar zu zeigen!"