Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Programm des Lenneper Sommers 2019

Lenneper Sommer 2019

Samstag, 20. Juli, 18 Uhr (Musik ab 19 Uhr)
Rockin the Blues mit White Hot & Blue TV
„Frisch Auf“ Lennep 1933 e.V. & Lenneper-Schwimm-Verein 1898 e.V. / www.frischauf-lennep.de | www.lenneper-schwimmverein.de

Seit 1982 steht WHITE HOT & BLUE für mitreißenden Rhythm & Blues und kraftvollen Bluesrock. Die Gitarrenduelle sind legendär, die Schlagzeug-Beats Staunen beim Publikum. Abgerundet wird die Soundmaschine durch die über allem stehenden rauchigen Vocals der beiden Sänger. All dies lässt erahnen, dass die Musiker den Blues schon etwas länger haben. Und dies vollzog sich nicht etwa im Mississippi-Delta oder in Texas, sondern mitten im Ruhrpott, denn hier - genau genommen: in Gelsenkirchen - wurde WHITE HOT & BLUE seinerzeit gegründet. bringen jede Bühne zum Beben, und die Sounds, die der Meister der Tasten aus seinem Instrument herausholt, bestechen durch distinguierten Wahnsinn und erzeugen immer wieder ungläubiges Staunen beim Publikum.
Abgerundet wird die Soundmaschine durch die über allem stehenden rauchigen Vocals der beiden Sänger. All dies lässt erahnen, dass die Musiker den Blues schon etwas länger haben. Und dies vollzog sich nicht etwa im Mississippi-Delta oder in Texas, sondern mitten im Ruhrpott, denn dort - genau genommen: in Gelsenkirchen - wurde WHITE HOT & BLUE seinerzeit gegründet.

Artikel vollständig lesen

Freunde, Sympathisanten und Komplizen feierten

Zum dritten Mal vergab die Deutsche Bischofskonferenz am 4. Juli in der Essener Zeche Carl den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 4.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep. Die Preisverleihung war Teil des vierten „Katholische Flüchtlingsgipfel“, der fremdenfeindliche Tendenzen als Herausforderung für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in den Blick nahm. Der Jury-Vorsitzende, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, verwies bei der Preisverleihung darauf, dass es an vielen Orten in unserem Land „Leuchttürme des kirchlichen Engagements“ gebe; dies mache ihn zuversichtlich und dankbar.

Das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ habe sich auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben, so die Jury. „Im Zentrum stehen die Geschichten von Menschen vor Ort: in Lennep aufgenommene Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission oder Menschen in schwierigen Lebenslagen, die beim örtlichen „Lotsenpunkt“ Unterstützung suchen.

Das Projekt macht erfahrbar, was Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung verbindet, bestätigte gestern im „Lotsenpunkt“, Kölner Straße 3, Andy Dino Iussa, der „Engagementförderer“ im Pastoralteam der Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz. Eine besondere Stärke des Projekts sieht er in der Vernetzung von lokalen Akteuren, zwischen denen es sonst nur wenige Berührungspunkte gibt. Die Mitglieder der drei von ihm betreuten Gruppen („Freunde, Sympathisanten und Komplizen“) feierten gestern mit Projektbeteiligten den „Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“. Und prominenter Gratulant war Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der alle Seniorinnen persönlich begrüßte. Dass dabei „Dominikus!“ in den Saal gerufen wurde (siehe Video), überraschte ihn. Doch nicht er war gemeint, sondern ein Projektmitarbeiter mit gleichem (seltenen) Vornamen. Wie der Zufall so spielt...

 

AIDS-Hilfe Wuppertal berät jetzt auch in Remscheid

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die AIDS-Hilfe Wuppertal hat ihr Beratungs- und Präventionsangebot ab auf Remscheid ausdehnt. Das Angebot im städtischen Gesundheitshaus an der Hasatener Straße wird befristet mit Fördermitteln des Landes NRW finanziert. Schwerpunkt der HIV-Prävention in Remscheid sind Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund, die weniger gut von Präventionsangeboten erreicht werden als die Allgemeinbevölkerung. Das Angebot der AIDS-Hilfe Wuppertal umfasst die Beratung und Information rund um das Thema HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Erkrankungen mit einer persönlichen Beratung für Menschen mit HIV und AIDS und deren Angehörigen. Darüber hinaus werden Präventions- und Informationsveranstaltungen und Fortbildungen angeboten sowie unentgeltliche HIV-Tests.

Jana Kawina (mobil 0176-34551933, E-Mail j.kawina@aidshilfe.wtal.de">j.kawina@aidshilfe.wtal.de) hat als AIDS-Fachkraft für die AIDS-Hilfe Wuppertal das Beratungsangebot in Remscheid übernommen. Ihr steht ein Beratungsraum im Gesundheitshaus zur Verfügung.. Eine offene Sprechstunde wird es vorläufig noch nicht geben; die Beratungstermine finden nach Vereinbarung statt.

Artikel vollständig lesen

Rassismus fängt auch bei uns im Kopf an

Pressemitteilung Stadt Remscheid

Am Donnerstag kamen mehr als 20 Interessenten aus unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel der Stadtverwaltung und den freien Trägern zusammen, um die Veranstaltungsreihe „Es ist auch unser Remscheid. Rassismus fängt im Kopf an.“ aus 2018 fortzuführen. Auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) hatten sich die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im vergangenen Jahr in einer vierteiligen Workshopreihe über den Rassismus an sich, seine Geschichte und Wirkungsmechanismen, den Antimuslimischen Rassismus und über Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Engagierte informiert. Das KI hatte die Teilnehmenden dafür fit machen wollen, andere Menschen in unserer Stadtgesellschaft dazu anzuregen, sich aktiv mit Rassismus auseinander zu setzen und gegen ihn anzutreten. Diesem Ziel waren die Teilnehmenden ein Stück näher gekommen – so die Bilanz der Beteiligten im November 2018 – verbunden mit der Bitte, die begonnene aktive und professionell angeleitete Auseinandersetzung mit Rassismus nicht abreißen zu lassen und den eigenen rassismuskritischen Blick weiter zu schärfen. Gelegenheit hierzu gab es vorgestern in einem „Empowerment- und Sensibilisierungsworkshop“ im Ämterhaus unter der Moderation von Ilka Simon und Sandra Karangwa vom AntiDiskriminierungsBüro Köln (Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.).

Artikel vollständig lesen

Semesterferienarbeiter werden am 18. Juli erwartet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vom 18. Juli bis 20. August sind drei Studierende aus der Partnerstadt Prešov zu Gast. Sie erhalten Gelegenheit, in verschiedenen Remscheider Betrieben zu arbeiten und lernen außerdem bei einem Kultur- und Freizeitprogramm das Bergische Städtedreieck kennen. Mitgestaltende sind unter anderem der Verein Städtepartnerschaft Remscheid-Prešov e.V. und die Bergische Universität Wuppertal. Die Semesterferienarbeit findet statt in Kooperation mit der Stadtsparkasse Remscheid, der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft und der Gustav Klauke GmbH. Dort finden die Teilnehmenden interessante Einsatzstellen, die ihnen zudem ermöglichen, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen.

Zum Freizeitprogramm gehört  ein Ausflug in die Natur-Schule Grund. Von dort wird der Biologe Jörg Liesendahl, Leiter der Natur-Schule Grund, die Gäste auf einen Spaziergang an den Hängen des Morsbachtales mitnehmen. Auf dem Weg von der Clarenbach bis nach Grund stehen dabei neben den landschaftlichen Besonderheiten v.a. Tiere, Pflanzen und Pilze auf dem Programm. An der Natur-Schule werden dann die Außenanlagen besichtigt (Insektenhotel, Hühner, Bienen). Zum Ausklang des Tages gibt es dann ein gemeinsames Abendessen mit Grillkartoffeln und Beilagen aus überwiegend heimischer / regionaler Produktion wie Wildkräuter-Dips und -Pesto

Mit sehr viel Liebe willkommen geheißen

Mein Name ist Wienke Dirks, ich bin  19 Jahre alt (im, Foto oben rechts). In Uganda hieß ich eigentlich immer Wienka. Ich bin gerade frisch von meinem Aufenthalt im Projekt „Our children and our future“ aus Uganda zurück in Remscheid. Aus geplanten sechs Monaten in Afrika wurden acht,  und ich möchte ein wenig über diese Zeit erzählen.

„Sechs Monate Afrika!? Uganda? Was willst du denn da?“ Das durfte ich mir vor meiner Abreise oft anhören, aber ich wollte unbedingt eine neue Kultur und neue Menschen kennenlernen. Mit dem Abi war ich durch und meine Zukunftspläne waren bislang eigentlich nur unklare Ideen. Durch Freunde kam ich dann auf das Projekt OCAOF und war sofort gefesselt. Die Idee reifte, für eine längere Zeit in Uganda zu leben. Das Projekt passte zu mir, da gern ich mit Kindern zusammenarbeiten und gleichzeitig Erfahrungen als Lehrerin sammeln wollte

Somit war es entschieden, und die Reise in das ferne Uganda ging Ende September 2018 los. Nach 18 langen Stunden wurde ich mit offenen Armen empfangen, und obwohl ich aus der Ferne kam und nicht die erste Freiwillige war, haben die Kinder und Mitarbeiter mich mit so viel Liebe willkommen geheißen, dass es mich überwältigt hat. Zusammen mit meiner Mitfreiwilligen Jessica habe unvergesslich schöne Momente im kleinen Paradies Kamukongo erleben dürfen.

Da war zum einen die Mithilfe im Kinderheim, und drei Mal in der Woche ging es in die „Kitamba Secondary School“, die auch zum Projekt gehört. En dortigen Deutschlehrer haben wir im Unterricht, bei den Korrekturen und vielem anderen unterstützt. Den Unterricht kann man nur teilweise mit dem hier bei uns in Deutschland vergleichen. Die Klassen sind mit durchschnittlich 60 SchülerInnen deutlich größer, weshalb meistens Frontalunterricht stattfindet.  Ich bin immer noch sehr beeindruckt, mit welcher Motivation die SchülerInnen dort Deutsch lernen und immer nach noch mehr Übungen oder neuen Wörter fragen. Da habe ich mich dann umso mehr mitgefreut, wenn die Note der nächsten Klassenarbeit wieder etwas besser ausfiel. Ziemlich schnell ist mir klargeworden, dass ich mir selbst auch Deutsch beibringen muss, denn ich wollte die Fehler nicht nur korrigieren, sondern auch erklären können. Denn Deutsch als Fremdsprache ist leider alles andere als einfach.

Im Kinderheim, meinem Zuhause in Uganda, brauchte ich etwas Zeit, um mich einzuleben und in alle Abläufe reinzukommen. Danach hieß es dann: waschen, kochen, spielen, toben, tanzen, singen und Neues entdecken…. Besonders während der Schulferien haben wir viele lustige Dinge erlebt, dass kein Tag dem anderen glich. Ob es nun das tägliche Schälen von Maniok, das Waschen der Kleidung oder der Weg zur Farm war, wir haben immer gesungen und gelacht, besonders viel über komische unaussprechliche deutsche Wörter wie Kartoffelpüree oder meine nicht immer perfekte Aussprache der regionalen Sprache Luganda. Eine besondere Sache durfte dabei eigentlich nie fehlen: Mein kleiner Musiklautsprecher und mein Handy mit ugandischer Musik. Ich konnte eigentlich nie in den Hof kommen ohne von jemand „Wienka musici“ zu hören. Jedes Mal haben alle, besonders die Jüngeren, dazu getanzt, und bei einigen Songs haben wir uns auch einige Choreografien ausgedacht. Im Kinderheim fühlte ich mich nie allein oder gelangweilt, weil immer irgendjemand irgendwo herumschwirrte.

Besonders gefreut habe ich mich über den Besuch meines Bruders über Weihnachten. Diese Zeit haben wir auch dazu genutzt, um das Land etwas zu erkunden. In einem der vielen Nationalparks erlebten wir Zebras, Nilpferde und Giraffen aus nächster Nähe. Ugandas Natur ist sehr beeindruckend, da sie entgegen aller Vorurteile gegenüber Afrika sehr grün ist. Die letzten Wochen vergingen dann leider wie im Flug, und auf einmal war der Tag meiner Abreise gekommen. Mich durften einige der Kinder mit zum Flughafen begleiten, was für sie eine wunderbare Erfahrung war. Unter Tränen haben wir uns voneinander verabschiedet, aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich zurückfliegen werde, um alle wieder in den Armen halten zu können. Ich bin sehr dankbar, all diese Erfahrungen gemacht zu haben und könnte ganze Bücher mit lustigen Geschichten füllen. Bisher gab es keinen Tag, an dem ich nicht an Uganda gedacht habe, und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Eine klasse Idee, die Aufwertung der Kraftstation!

„Soziale Integration im Quartier“ heißt das Förderprogramm von Bund und Ländern, von dem sich die Stadt Remscheid das Geld für einen Ausbau des soziokulturellen Zentrums „Kraftstation“ an der Honsberger Straße verspricht. Die Pläne wurden gestern erstmals in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheids vorgestellt. Demnach sollen für 2020 für die „Qualifizierung der Kraftstation“ 333.000 € an Fördergeldern beantragt werden bei einem städtischen Eigenanteil von 37.000 €. Macht dann zusammen 370.000 €, genug Geld, um die Kraftstation an den neuen, unterhalb gelegenen Quartiersplatz, das "Grüne Wohnzimmer Stachelhausen", anbinden zu können durch Um- und Ausbau des Untergeschosses des Jugendzentrums. Das erfordert die Öffnung eines alten, derzeit zugemauerten Eingangs im Untergeschoss. Hierüber wäre dann künftig der barrierefreie Zugang zum Hauptgebäude und weiter zum Innenhof der Kraftstation  möglich. Zwei Fliegen mt einer Klappe: Es gibt im Rathaus Überlegungen, "auf dem benachbarten Grundstück eine Kita zu errichten". Zu dort dann eine Fußwegeverbindung über den Innenhof der Kraftstation bis zur Freiheitstraße zu bekommen, wäre ideal.

Mit neuen Räumlichkeiten im Untergeschoss kann das Soziokulturelle Zentrum die Attraktivität und Nutzungsvielfalt des Quartiersplatzes steigert als eines gern und oft frequentierten Treffpunkt für alle Generationen. Zitat: „Es böte sich eine deutlich höhere Flexibilität der Nutzung -gerade in der Kombination der Räume und des Platzes- für unterschiedlichste Formate bürgerschaftlichem Engagements, für neue Verbindungen zwischen den hauptamtlichen Mitarbeitenden der Kraftstation und „Ehrenamtlichen“ und für Veranstaltungen und Angebote mit vielfältigen Möglichkeiten der niederschwelligen Einbindung der Bewohner/innen aller Altersgruppen.“ Denkbar seien beispielsweise – in Abstimmung mit dem Runden Tisch 50+ und dem Verein Sport für Seniorinnen und Senioren e.V. – die Gründung eines „Begegnungs- und Beratungszentrums“ (BBZ) für ältere Menschen im Quartier sowie eine Kooperation mit der Remscheider Freiwilligenzentrale („Die Brücke e.V.“) zum Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements. Und: Bürgerschaftlich organisierte Gruppen könnten die neuen Räume im Untergeschoss auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten eigenverantwortlich nutzen, zumal sie multifunktional gedacht sind – mit flexiblen Trennwänden, separatem Toilettentrakt und eigenem Eingang. Derzeit werden diese Räume als Werkstatt- und Lagern genutzt, wesentlich auch für Theaterkulissen(-bau), Bühnenelemente und PA-Technik. Ersatz hierfür soll im Untergeschoss des Hauptgebäudes durch den Rückbau des alten Toilettentraktes geschaffen werden.

Die Deckung des Eigenanteils von 37.000 € sei beim Etatposten „Grundstücksankäufe“ möglich, meint Stadtkämmerer Sven Wiertz. Denn bereits jetzt sei abzusehen, dass die dort eingesetzten Mittel in diesem Jahr nicht vollständig verbraucht würden.

Lenneper Kirchenchor-Sänger treten in New York auf

Pressemitteilung des Evangelischen Kirchenkreis Lennep

Elf Sängerinnen und Sänger aus der evangelischen Kirchengemeinde Lennep haben sich gestern unter Leitung von Kreiskantor Johannes Geßner auf den Weg nach New York gemacht. Am Sonntag um 140 Uhr Ortszeit werden sie nicht nur in einer der berühmtesten Konzerthäuser der Welt auftreten, sondern die passionierten Sänger aus verschiedenen Chören der Kirchengemeinde präsentieren in der Carnegie Hall auch noch eine Weltpremiere: Die amerikanische Konzertagentur DCINY (Distinguished Concerts International New York), die sich auf außergewöhnliche Musikereignisse spezialisiert hat, organisierte diesmal ein musikalisches Feuerwerk unter dem Titel: „ ¡Buena Onda! Music aus Südamerika“. Ausgewählt wurden dafür auch mehrere Werke des argentinischen Komponisten und Dirigenten Martín Palmeri.

Ende Mai 2015 hatte Kantor Johannes Geßner die Tango-Messe von Martin Palmeri in der Evangelischen Stadtkirche Lennep mit Lenneper Sängern und dem Berliner Tango-Orchester „La Bicicleta“ aufgeführt. Daraufhin hatte sich die Konzertagentur bei ihm gemeldet, und so begann das Bewerbungsverfahren. Nun werden die Lenneper Sänger Palmeries Werk Gran Misa als Weltpremiere unter dem Dirigat des architektonischen Dirigenten Saul Zaks zu Gehör bringen. Die Lenneper Kirchenchor-Sänger werden sicher schon während der drei Proben den Komponisten Martin Palmeri persönlich treffen. Die Misatango hatte der Argentinier bereits gemeinsam mit dem Kölner Domchor und der Roma Sinfonietta im Oktober 2013 in einem Konzert zu Ehren von Papst Franziskus in Rom intoniert. „Das ist Aufregung pur, denn wann kann man schon einmal in einem solchen Konzerthaus seine Stimme erklingen lassen“, sagte Hannelore Droop vor Abfahrt nach New York. (Katrin Volk)

... und als Dank je eine langstielige rote Rose

135 Urkunden warten darauf verteilt zu werden“, kündigte der Waterbölles am 7. Juni an. Und gestern war es soweit: Die Teilnehmerinnen der jüngsten Griffbereit-, Rucksack- und Eltern-Kurse (17 an der Zahl), die an neun der insgesamt 60 Kindertagesseinrichtungen und zwei der 21 Grundschulen in Remscheid stattfanden (plus eines weiteren Elternkurses in arabischer Sprache in einem städtischen Übergangsheim) freuten sich im Neuen Lindenhof nicht nur über ihrer Urkunden, sondern auch über je eine langstielige rote Rose. Die bekamen übrigens auch die Elternbegleiterinnen der Kurse in den Kitas und Grundschulen , auf dem Foto zusammen mit dem Organisationsteam.

Idee von gemeinsamen Projekten mit den Partnerstädten

Einstimmig (bei einer Gegenstimme von Pro Deutschland) haben die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses gestern dem Rat der Stadt empfohlen, am 4. Juli dem Antrag der Fraktionen und Gruppen von SPD, Bündnis90/Die GRÜNEN, und FDP zuzustimmen, die Verwaltung möge „gemeinsam mit unseren europäischen Partnerstädten EU-Fördermittel für die Umsetzung gemeinsamer Projekte beantragt. Ein mögliches Förderprogramm könnte hierfür das Programm ‚Europa der Bürgerinnen und Bürger‘ sein.“ Konkrete Projektideen möge die Stadt zusammen mit der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Partnerschaftsvereinen von Remscheids Partnerstädten entwickeln. Letzteres war Fritz Beinersdorf von den Linken zunächst etwas zu unkonkret, doch für ein Nein reichte ihm das letztlich doch nicht.

„Remscheid ist bereits eine europäische Stadt, in der viele Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern miteinander friedlich leben und arbeiten. Unser Stadtleben wird dadurch bereichert und unsere Stadtgesellschaft wäre ohne diese Menschen nicht mehr vorstellbar. Wir finden, dass die Europäische Union uns als Mitgliedstaaten ein friedliches, sicheres und wirtschaftlich prosperierendes Miteinander ermöglicht, das es zu schützen und zu fördern gilt. Wir sind überzeugt, dass innereuropäische Beziehungen immer gelebte Beziehungen zwischen Menschen sind. Die Kontakte zu den bestehenden Städtepartnerschaften Remscheids im Sinne einer europäischen Vernetzung sollen intensiviert werden“, hatten die Antragsteller ihre Initiative begründet.

135 Urkunden warten darauf verteilt zu werden

Schon seit vielen Jahren besteht zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum Remscheid (KI) und dem IKE-Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V. eine erfolgreiche Kooperation, und sie ist in NRW sogar einmalig: Das KI gewinnt und betreut die „Elternbegleiter“ für die 17 jährlichen Griffbereit-, Rucksack- und Eltern-Kurse, die an neun der insgesamt 60 Kindertagesseinrichtungen und zwei der 21 Grundschulen in Remscheid angeboten werden plus eines weiteren Elternkurses in arabischer Sprache in einem städtischen Übergangsheim. Und das IKE kümmert sich (seit 1992) um die Finanzierung diese Kurse. Was seit einigen Jahren mit Hilfe des „Paritätische Akademie LV NRW e. V.“ auch gut gelingt: Mit jeweils 2000 Euro für jeden einzelnen einjährigen Elternbildungskurs, derzeit also insgesamt 34.000 Euro, lasse sich dieses wichtige Angebot für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte und deutsche Familien aufrechterhalten, berichteten gestern die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Remscheid, Sevinc Brilling, und die Vorsitzende des IKE-Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e.V., Erden Ankay-Nachtwein, in einem Mediengespräch. Es gebe sogar noch weiteren finanziellen Spielraum, bestätigten sie. Doch in den Grundschulen zehn bis 15 Teilnehmerinnen für einen neuen Kurs zu gewinnen, erfordert Zeit. Und daran mangelt es in vielen Remscheider Grundschulen zurzeit erheblich. Wegen unbesetzter Planstellen!

Die Teilnehmerinnen der jüngst zu Ende gegangenen Kurse werden am Donnerstag,  13. Juni, im Neuen Lindenhof auf dem Honsberg ihre Urkunden erhalten. Zu den Gratulanten wird auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gehören. Und wie bei früheren Abschlussfeiern gilt der Dank auch den derzeit zwölf Elternbegleitern. Denn diese seien „sehr motiviert und mit Lust und Laune“ bei der Sache, wie KI-Mitarbeiterin Joby Joppen betonte. Sie koordiniert die Kurse zusammen mit ihren Kolleginnen Claudia Göncüoğlu, Michaela Pappas und Katharina Neuser-Turczynski. Die vier „Griffbereit“-kurse im Jahr wenden sich an Eltern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mit kleinen Kindern bis zu zwei Jahren, die acht „Rucksack“-Kurse an Eltern von Kindern im Kita-Alter von drei bis sechs Jahren und die fünf Elternkurse an Väter und Mütter mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren. In diesen Kursen soll die Entwicklung der Kinder gefördert werden, speziell ihre Mehrsprachigkeit, zugleich aber auch das deutsche Sprachvermögen der Eltern als „wichtige Ressource in unserer globalen Welt für eine gemeinsame Zukunft“, wie es auf der gestrigen Pressekonferenz hieß. Dem sollen auch Informationen und Inputs von Fachleuten dienen sowie die Besuche verschiedener Einrichtungen, z.B. Stadtbibliothek, Psychologische Beratungsstelle, SPZ usw. Zugleich erhalten die Mütter Anregungen und Materialien, wie sie ihre Kinder auch zu Hause fördern können. „Die Kurse sind für die Müller ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Kinder und eine Unterstützung im deutschen Bildungssystem“, betonte Sevinc Brilling. Und Erden Ankay-Nachtwein ergänzte, damit seien nicht nur (wie den ersten Jahren der Kurse) türkische Frauen gemeint, sondern auch Migrantinnen aus Russland, Albanien  oder Polen. Auch deshalb sei in den Kursen inzwischen Deutsch die allgemeine Verständigungssprache.

Geleitet werden die Kurse, von ausgebildeten Elternbegleiterinnen, die selbst zweisprachig aufgewachsen sind. So auch die Kinderpflegerin Sela Altiparmak. Sie absolvierte ihren Kurs vor 2005 und war danach zwölf Jahre lang selbst Elternbegleiterin. Sie wird am 13. Juni die Zertifikatsfeier moderieren. Zum großen Fest am 13. Juni werden 135 Mütter erwartet, die die 17 Kurse erfolgreich absolviert haben, sowie Kita- und Grundschulleiterinnen. Für sie singt an diesem Vormittag der Chor „Gruppe der Freundschaft“, der türkische Senioren-Chor vom Honsberg unter der Leitung von Dr. Sabre Uysal. Die internationale Frauengruppe „El Ele“ kümmert sich am Mittag um das leibliche Wohl der Gäste.

"Kulturelle Barrieren bleiben praktisch unüberwindbar!"

„Made by Honsberg“ hat das Madrider Büro „Taller de Casquería“ ihre Quartiersentwicklungsstrategie für den Stadtteil überschrieben. Jorge Sobejano und Álvaro Molins präsentierten sie gestern Abend im Neuen Lindenhof zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, darunter aber kaum jemand mit Migrationshintergrund – als seien die auf dem abgeschiedenen Hügel zwischen Blumenthal und Kremenholl weit weniger stark vertreten als die Einwohnerstatistik beweist. Dazu passt der folgende Absatz aus der neuen Studie: „Die starke Präsenz der türkischen Gemeinschaft als zweithäufigste soziale Gruppe ist bemerkenswert, aber kulturelle Barrieren bleiben praktisch unüberwindbar. (...) Die Gemeinschaften koexistieren ohne größere Probleme, aber sie interagieren nicht miteinander.“

Mitte März waren die beiden spanischen Stadtplaner das erste Mal auf dem Honsberg. Zu einem „Ideenbasar zur Zukunft des Honsbergs“ und der Aktion „Mach Dein Licht an!!!“, bei der viele blaue Lichter aus den bewohnten Wohnungen auf die Straßen schienen als Zeichen der Hoffnung und des Engagements für eine lebendige Zukunft des alten Remscheider Arbeiterviertels, in den 1930-er Jahren „ein Ort des Widerstands gegen  den Nationalsozialismus“, wie Jorge Sobejano in seinem Vortrag anerkennen feststellte. Im März hatten er und sein Kollege zahlreiche Interviews mit Anwohnern aufgezeichnet und in den vergangenen Wochen dann in Madrid zusammen mit Merkzetteln und Notizen ausgewertet. „Sie haben sehr gut zugehört“, bescheinigte ihnen gestern der Technische Beigeordneter Peter Heinze, und Stadtplaner Peter Apel vom Stadtumbaumanagement Stachelhausen/Honsberg lobte die spanischen Kollegen, einen „Strauß spannender Ideen und Anregungen“ zusammengestellt zu haben.

Schon die Ausgangssituation haben die Planer aus Madrid zutreffend beschrieben: „Honsberg ist ein Stadtteil, in dem stark verwurzelte Gemeinschaften leben. Die Einwohner kennen sich und erzeugen ein Gefühl der Vertrautheit und Nähe, das es zu schätzen und zu schützen gilt. Hervorzuheben ist die Rolle des Neuen Lindenhofs als gemeinsames Haus und soziales Zentrum des Quartiers, das alle Arten von Aktivitäten bündelt und den Aufbau dieses Gefühls der Nähe zwischen den Nachbarn fördert. das Herz von Honsberg”.

Umgeben von Wäldern und mit Blick in die Täler, sei der Stadtteil in relativer Abgeschiedenheit sehr ruhig, heißt es im Vorwort der Studie weiter. „Die Halskestraße zum Beispiel bietet einen Blick auf die Natur und das Profil der Stadt mit kleinen Wahrzeichen wie Aussichtspunkten und Plätzen, um den Blick in Ruhe zu genießen. Trotz der abgelegenen Lage sei das Zentrum von Remscheid nur 20 Gehminuten entfernt.

Der Honsberg verfüge über eine große Anzahl hochwertiger öffentlicher Räume, bei weitem nicht monoton, ein Ort mit einer Vielzahl von verschiedenen Gemeinschaftsräumen, die es zu erhalten gelte, und weit davon entfernt, ein verschlafener Vorort der Stadt zu sein. Andererseits sehen die Stadtplaner die „ klare Gefahr der räumlichen Isolierung. Denn: „Zum einen basiert die Verkehrsanbindung zum Rest der Stadt fast ausschließlich auf dem im Nordteil gelegenen Zugang, der ein Quartier in Form einer Sackgasse gestaltet. Andererseits trennt die angrenzende Topographie auch Honsberg von den naheliegenden Quartieren, da es unerlässlich ist, das Quartier im Norden zu verlassen, um beispielsweise nach Kremenholl zu kommen, wenn man die Täler, die das Quartier begrenzen, nicht zu Fuß durchqueren will. Schließlich führt der Kleingarten-Gürtel dazu, dass bestimmte Bereiche auch von der umgebenden Natur isoliert sind, was den Zugang deutlich erschwert.“ Das könne das Viertel am Ende dazu verurteilen, sich zu einem Schlafort zu entwickeln. Die Planer haben „eine berechtigte Angst“ der Anwohner wahrgenommen, das Quartier könne ohne Dienstleistungen und Handel enden. „Zum heutigen Zeitpunkt scheint es, dass der Sparkassenkassenautomat in den Norden des Quartiers verlegt und die Kontinuität der Apotheke ernsthaft in Frage gestellt wird. Der Verlust dieser beiden Dienstleistungen, sehr wichtig für die Nachbarschaft, könnte Honsberg einen schweren Schlag versetzen!“

Das griff Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auf und kündigte an, der stillgelegte Bankautomat werde (an anderer Stelle? ersetzt. Dass der Honsberg im Rest der Stadt einen schlechten Ruf habe (klein Istanbul”, so die Planer) wollte er OB so nicht stehen lassen: „Das Image des Honsberg ist inzwischen besser, als bisher öffentlich rübergekommen ist!“ Er sei für den Honsberg optimistisch, auch wegen der neuen Dependance der  Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) an der Martinstraße: „Der Stadtteil verändert sich, er wird aber i9m Charakter nicht beschädigt werden!“ Und: Es sei gut, dass neue Ideen geboren würden. An denen müsse nun gemeinsam gearbeitet werden. Was dem letztlich auf dem Honsberg (!) an Initiativen entspringe, werde die Stadt gerne unterstützen. Stefan Anspach von der „Montag Stiftung Urbane Räume“, die die Studie mit finanziert hatte, betonte ergänzend, jetzt sei ein guter Moment gekommen, Engagement für den Honsberg zu zeigen. Die Stiftung denke gerade über ein gemeinsames Investment vor Ort mit der GEWAG nach (Ralf Noll: „Herzlich willkommen im Stadtteil!“). Und weitere Kooperationen hingen davon ab, wer sich noch aus der Deckung wage, so Stefan Anspach weiter.

Katja Wickert („Ins Blaue“) äußerte die Sorge, die Vorschläge von „Taller de Casquería“ (siehe Pressemitteilung von gestern Nachmittag) könnten in irgendeiner Schublade still entschlummern. Doch der Oberbürgermeister widersprach: „Anwesend sind heute auch zwei Dezernenten und mehrere Amtsleiter. Wir werden uns die Vorschläge der Planer genau ansehen. Und wenn wir dann einen Fahrplan haben. werde ich zu konkreten Punkten einladen!“ Dieter Wiedenhoff empfahl einen „Runden Tisch“, der habe sich schon im Vorfeld des Neuen Lindenhofs bewährt. Etwa Ähnliches gibt es bereits im Rahmen des Projekts „MOSAIK“ der Universität Dortmund. Daran erinnerte Prof. Dr. Susanne Frank von der Fakultät Raumplanung: Alle interessierten Honsberg/innen seien herzlich zu einer Zukunftswerkstatt des Projektteams „MOSAIK“ im Neuen Lindenhof für Samstag, 29. Juni, von 10 bis 14 Uhr eingeladen.

(In den nächsten Wochen wird der Waterbölles auf die einzelnen Vorschläge in dem neuen Konzept, die in der gestrigen Pressemitteilung nur „angerissen“ wurden, noch im Detail eingehen)