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Leibniz-Gymnasiasten besuchten Presov

Nach der Anreise mit dem Flugzeug von Dortmund nach Krakau und einer anschließenden 3,5-stündigen Busfahrt erreichten wir die Partnerstadt Prešov  um 23.45 Uhr. Der erste Tag in der Slowakei war erlebnisreich und spannend. Das begann mit einer herzlichen Begrüßung in unserer Partnerschule. Dort erhielten wir zunächst einen kurzen Einblick in das slowakische Schulsystem. Im Museum Solivar hatten wir sodann interessante Führung mit Informationen über die früheren Methoden der Salzgewinnung. In der Innenstadt von Prešov folgte danach eine Geocaching-Tour entlang vieler alter und schöne Kirchen sowie fröhlich-bunter Häuser. Dort hatten wir auch genug Zeit, um uns umzusehen, zu shoppen oder einen Kaffee zu trinken. Mit dem Bus ging es am Nachmittag zum Kalvarienberg, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Insgesamt war der erste Tag schon sehr beeindruckend und wir freuen uns auf weitere schöne Tage. (Lilly Stuppmann, Q1)

Am zweiten Tag fuhren wir in die Nähe der polnischen Grenze zur mittelalterlichen Burg in Stará L´ubovňa. Eine Burgführerin stellte uns die Anlage anschaulich und informativ vor und erzählte uns viel über das Mittelalter und das damalige Burgleben. Anschließend besuchten wir das benachbarte Freilichtmuseum, wo uns das Leben als Bauer im Mittelalter beispielhaft gezeigt wurde. Ein Erlebnis war auch das gemeinsame Essen mit unseren slowakischen Freunden in einem altertümlichen Restaurant. (Linda Mosbach und Melissa Ulrich, beide 9a)

Am dritten  Tag lernten wir die Hohe Tatra kennen. Bevor wir eine 4,5 Kilometer lange Wanderung machten, besuchten wir die Illusionsgalerie „Tricklandia“ in Starý Smokovec (viele lustige Fotos). Vor der Wanderung lernten wir das slowakische Schulsystem näher kennen (neun Jahre Grundschule, bei der man aber in der fünften Klasse auf das Gymnasium wechseln kann für weitere acht Jahre). Auf unserer Wanderung mit vielen schönen Natureindrücke führte hinauf zu einem Berg (Mittagessen) und zurüvk mit Blick auf den Bergsee „Popradské ples“. Ein Zug brachte uns dann nach Štrbské Pleso, um einige Souvenirs zu kaufen und den nahen gleichnamigen See zu besichtigen. Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag. (Paula Kurth, Paula Welke und Nina vom Brocke,alle 7b)

An unserem letzten Tag, an dem wir alle zusammen unterwegs waren, empfing uns im Rathaus der stellvertretende Bürgermeister von Prešov. Er hat uns viel über die Historie und die Ziele der Stadt erzählt, und wir haben eine interessante Führung durch das schöne und große Rathaus bekommen. Danach fuhren wir in unserem Reisebus zu der Jasov-Höhle im Nationalpark Slovenský kras. Es war sehr kalt dort, aber trotzdem wunderschön. Wir zwängen uns durch enge Steingänge und sind mehrere Meter tief in die Höhle gegangen – ein Erlebnis! In der zweitgrößten Stadt der Slowakei, Košice, haben wir sodann den größten Dom der Slowakei, den „Heiligen Dom der Elisabeth“ besichtigt. Am Abend feierten wir Abschiedsfeier in einer Bowlinghalle. Es war ein sehr lustiger Abend, und wir freuen uns schon alle sehr auf das Wochenende bei unseren Gastfamilien. (Marie Christ, EF)

Das Wochenende war für Programme der Familien reserviert. Es wurden weitere Ausflüge gemacht, z.B. zur weltbekannten Zipser Burg oder zum Floßfahren auf dem Dunajec, dem Grenzfluss zwischen der Slowakei und Polen. Der Montag begann mit einem gemeinsamen Resümee sowie einem Gespräch mit dem Schulleiter, bevor dann gegen 9.30 Uhr die rund neunstündige Rückfahrt begann. (Klaus Fey)

Von Grundsätzen der Demokratie verabschiedet

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Zur Entscheidung der türkischen „Wahlkommission“ die Bürgermeisterwahl in Istanbul zu wiederholen, äußerte sich Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Remscheider Linken, wie folgt:

„Es war eigentlich damit zu rechnen, dass Erdogan sich gegen den Machtverlust in Istanbul wehren wird. Mit Hilfe der Neuwahl startet er jetzt den Versuch sich doch noch die Macht in der größten Stadt des Landes sichern. Damit verabschiedet sich die Türkei von wichtigen Grundsätzen der Demokratie: freie Wahlen und Anerkennung des Wählerwillens. Wir alle wissen, dass bisher auch nicht  alles in Ordnung gewesen war. Die Erdogan-Regierung hat in den vergangenen Jahren wichtige Institutionen unter ihre Kontrolle gebracht. So wurden Justiz und Medien auf Linie gebracht, das Parlament wurde entmachtet, gewählte Politiker und Journalisten wurden ins Gefängnis gesteckt, zuletzt wurde neugewählten kurdischen Bürgermeistern das Amt verweigert.

Wenn die friedliche Übergabe der Macht in der größten Stadt des Landes nicht mehr funktioniert, kann von freien Wahlen keine Rede mehr sein. Der politische Wettbewerb wird abgewürgt. Das ist nicht nur für die türkische Innenpolitik, für die Menschen in der Türkei eine Katastrophe, sondern dies wird auch Auswirkungen in unserer Stadt haben.“

Bewerberbuch: Chancen geben, Mitarbeiter gewinnen

Pressemitteilung des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH (BZI)

Omur möchte Zerspanungsmechaniker werden, Emilia träumt von einer Ausbildung zur Industriekauffrau und Manuel interessiert sich für den Beruf des Technischen Produktdesigners - zum fünften Mal stellen sich im Bewerberbuch des Berufsbildungszentrums der Remscheider Metall- und Elektroindustrie (BZI) junge Frauen und Männer mit ihren Berufswünschen vor. 87 Kurzporträts sind darin kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Damit erhalten Unternehmen verschiedener Branchen in Remscheid und Umgebung einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen, Potenziale und Ziele der Ausbildungsinteressierten und können so mit ihren potenziellen neuen Mitarbeitern gezielt nach Auswahl ihrer Branche in Kontakt treten.

„Das Bewerberbuch ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt BZI-Geschäftsführer Michael Hagemann. Aufgrund dieses Vermittlungsinstruments seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausbildungsverträge geschlossen wurden. „Einerseits helfen wir jungen Menschen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden und andererseits unterstützen wir Unternehmen der Bergischen Wirtschaft dabei, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.“ Dies sei ein wichtiger Beitrag, um den Jugendlichen und jungen Erwachsenen berufliche Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs in der Region nachhaltig zu sichern. Die Ausbildungsinteressentinnen und -interessenten besuchen derzeit die Abgangsklassen der Remscheider Schulen oder nehmen an den Ausbildungsvorbereitungsprojekten des BZI teil. So unterschiedlich, wie Menschen sind, so verschieden sind ihre beruflichen Ziele. Die Vorstellungen betreffen neben dem metallverarbeitenden Ausbildungsbereich genauso kaufmännische Berufe, das Handwerk, Gesundheit und Pflege. „In jeder Branche werden heute Fachkräfte gesucht. Ein Blick ins Bewerberbuch kann also durchaus lohnend sein“, betont Michael Hagemann.

Die Kurzporträts enthalten Angaben zur Person, zum erzielten oder angestrebten Schulabschluss und zu absolvierten Praktika. Ebenso stellen die künftigen Berufsstarter ihre Stärken, besonderen Kenntnisse und Interessen heraus. Über die Kontaktleiste am Ende eines jeden Porträts können Ausbilder und Bewerber schnell und unkompliziert ins Gespräch kommen. „Auch Flüchtlinge, die in unserem Haus besonders gefördert werden, erhalten so eine Chance, sich ihrem möglichen neuen Ausbilder auf ansprechende Weise zu präsentieren. Denn eine persönliche Ansprache fällt dem einen oder anderen in der neuen und ungewohnten Umgebung sicher noch schwer. Wir wissen aber, dass hier genau wie bei den anderen Ausbildungskandidaten große Potenziale zu finden sind“, erklärt der BZI-Geschäftsführer. Das Bewerberbuch ist ein Kooperationsprojekt des BZI mit der Kreishandwerkerschaft Remscheid, dem Handelsverband NRW und dem DEHOGA NRW. Ausdrücklich dankt das BZI der Stiftung der Stadtsparkasse Remscheid, der Bürgerstiftung Remscheid und der Marianne und Emil-Lux-Stiftung für ihre finanzielle Unterstützung für dieses wichtige Projekt zur Ausbildungsförderung. Das Bewerberbuch kann auf der Homepage des BZI unter www.bzi-rs.de abgerufen werden. Über die Rückmeldung eines erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungsvertrages würde sich das BZI freuen. Kontakt über Frau Petra Sterken, Telefon: 0 21 91 - 93 87- 251, E-Mail: p.sterken@bzi-rs.de.

„Os Campinos“ vom Honsberg sang und tanzte

Seit ihrer Gründung im Jahre 1979 ist die „Os Campinos de Remscheid“ ein fester Bestandteil der ausländischen Kultur in Remscheid. Durch die seit Jahren regelmäßigen Auftritte u.a. anlässlich der Interkulturellen Woche, Tag der Vereine, Maikundgebungen, Stadtteilfeste in Honsberg und die selbst organisierten Folklorefestivals sind die „Os Campinos“ bei den Remscheidern bekannt und beliebt. Am vergangenen Samstag feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen im „Neuen Lindenhof – gemeinsam mit drei Folkloregruppen aus Düsseldorf, Hagen und Hamburg. An der Feier nahmen auch der portugiesische Generalkonsul Dr. José Manuel Carneiro Mendes, Bürgermeister Kai Kaltwasser in Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie Bezirksbürgermeister Otto Mähler teil (im Video des Waterbölles in der Reihenfolge ihres „Bühnenauftritts“). Und die Folkloretanzgruppe „Os Campinos de Remscheid“ tat das, was sie am besten kann und wofür sie bekannt ist – sie sang und tanzte.

„FIT in Deutsch“ weckt Hoffnung auf die Zukunft

Sie heißen Mohamad, Rasha, Hanah und Ivy, sind zwischen zwölf und 17 Jahre alt und kommen aus Syrien, dem Irak oder Kenia. Nach Deutschland kamen sie vor zwei bis drei Jahren als Flüchtlinge gemeinsam mit ihren Eltern in der Hoffnung, bei uns eine neue Heimat zu finden. Nicht die einzige Gemeinsamkeit, wie Schuldezernent Thomas Neuhaus gestern auf einer Pressekonferenz im Pavillon des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums an der Alten Rathausstraße erklärte. Die zweite Gemeinsamkeit sei ihre große Motivation beim Erlernen der deutschen Sprache. Und damit hätten sie gerade erst (an acht Ferientagen über Ostern) ihrer beiden Lehrer Melina Preiß und Felix Krüger  beim Unterricht in Pavillon und bei Exkursionen beeindruckt.

Deutsch-Unterricht in den Schulferien. Den gibt es in Remscheid nun schon im dritten Jahr, und diesmal sogar an drei Ferienterminen (Ostern, Sommer und Herbst) an insgesamt 23 Unterrichtstagen (in den Sommerferien von Montag, 5. August, bis Freitag, 16. August, und in den Herbstferien von Montag, 14. Oktober, bis Freitag, 18. Oktober; Anmeldungen bei Christoph Sykulski im Kommunalen Integrationszentrum). Macht übers Jahr gesehen ca. 120 Teilnehmer (Doppelbuchungen sind aber nicht ausgeschlossen) in dreimal zwei FIT-Kurse (für Einsteiger bzw. Fortgeschrittene) mit maximal 20 Schülerinnen und  Schülern pro Gruppe. Die Kurse beginnen um 9 Uhr und enden um 16 Uhr. Außerdem gibt es ein Frühstücksbuffet und ein gemeinsames  Mittagessen  (ohne Schweinefleisch), das in der Mensa der EMA zubereitet und eingenommen wird.

„FIT“ steht für FerienIntensivTraining, und daran können alle Schülerinnen und Schüler mitmachen, die neu nach Remscheid zugewandert sind und deren Deutschkenntnisse nicht ausreichen, um am normalen Regelunterricht teilzunehmen. Sie müssen zudem eine weiterführende Schule (Gymnasium  Haupt-, Real-,  Sekundär-  oder Gesamtschule) besuchen oder die  Internationale Förderklasse eines Berufskollegs. Nicht ausgeschlossen, dass im kommenden Jahr auch Grundschüler/innen mit Migrationshintergrund und deutschen Sprachdefiziten ein ähnliches Angebot gemacht werden wird, wie Matthias Spaan, Geschäftsführer des Trägervereins „Die Verlässliche“, in der Pressekonferenz andeutete.

„FIT in Deutsch“ ist ein abwechslungsreiches Programm aus Übungen, Spiel, Spaß und Aktivitäten, bei dem die Teilnehmenden gesetzlich unfallversichert sind. In den vergangenen Osterferien gehörten dazu auch Ausflüge nach Schloß Burg (Thema „Ritter und Burgen) und zum „Tierpark Fauna“ (Motto „Heimische Tierwelt“) in Solingen-Gräfrath. Darüber mussten die Jungen und Mädchen anschließend im Schulpavillon der EMA vor der Gruppe auf Deutsch kleine Vorträge halten - meist als stressig empfunden, aber auch als lehrreiche Erfahrung. Das machte das Reden auf Deutsch wieder ein wenig sicherer. Erstaunlich übrigens, wie akzeptfrei die vier jugendlichen Protagonisten gestern von ihrem Ferienkurs auf Deutsch erzählten – ein indirekter Beweis für die gute Arbeit ihrer beiden Deutschlehrer.

Ziel der für die Jungen und Mädchen kostenlosen FIT-Kurse ist es, deren Sprachkenntnisse außerhalb der Schulzeit weiter zu fördern, zu vertiefen und im Alltag anzuwenden. Von den Gesamtkosten in Höhe von ca. 23.000 Euro, die in diesem Jahr insgesamt anfallen werden, übernimmt das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen den größten Batzen (80 Prozent). Die übrigen 20 Prozent will Matthias Spaan mit Hilfe der Kooperationspartner einsammeln  – Kommunales Integrationszentrum Remscheid, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Alexander-von-Humboldt-Realschule, Stadt  Remscheid und Rotary Club Remscheid. Letzterer hat bereits 500 Euro gespendet, wie Michael Birker gestern berichtete. Gut investiertes Geld, schließlich gehe es dabei um eine Zukunft von zugewanderten Jungen und Mädchen, die umso aussichtreicher ist, desto besser sie sich auf Deutsch verständigen können.

Geschichten frei und mündlich erzählen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Kommunale Integrationszentrum lädt zur 2. Veranstaltungsreihe zum Thema „Diversität und Spracherwerb“ für pädagogische Fachkräfte für Donnerstag, 16. Mai, ein. Die Vielfalt in unserer Gesellschaft fordert verstärkt die pädagogischen Fachkräfte im Kindergarten, Offenem Ganztag und Grundschule heraus. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Gemeinsamkeiten, Ressourcen und Potentiale der Kinder zu erkennen und Sicherheit im Umgang miteinander zu gewinnen. Thema der 2. Veranstaltung ist „Geschichten erzählen – Fantasie wecken – Sprache fördern“. Geschichten frei und mündlich zu erzählen, bietet eine hervorragende Möglichkeit, mit Kindern spielerisch auf fantastische Reisen zu gehen. Dabei fördert das Erzählen Konzentration, Zuhörfähigkeit und die Sprachentwicklung – und nebenbei macht es auch noch Freude!

Aber wie finden wir selbst wieder einen Zugang zu dieser alten Kulturtechnik? Wie erschaffen wir Bilder in Köpfen und lassen Geschichten lebendig werden? In dieser Veranstaltung lernen Interessierte verschiedene Ansätze kennen, Geschichten frei zu erzählen, und einfache Übungen und Methoden, um Geschichten mit Kindern zu erfinden. Spielerisch wecken wir unsere eigene Fantasie, erzeugen Kino im Kopf, erzählen und fabulieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Kindern im Alter ab vier Jahren bis zum Ende des Grundschulalters. Termin: Donnerstag, 16. Mai, 9 bis 16 Uhr. Referentin: Selma Scheele (Theaterpädagogin und Erzählerin). Teilnehmerzahl: max. 16 Personen. Ort: Kraftstation, Honsberger Straße 2. Die Veranstaltung ist für die Teilnehmenden kostenlos.

Interessierte melden sich bitte für die Veranstaltung bis zum 8. Mai verbindlich per E-Mail an. Sollten Anmeldung – aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl – nicht berücksichtigt werden können, wird eine Absage versandt. Koordination und Anmeldung: Joby Joppen & Claudia Göncüoglu – Kommunales Integrationszentrum Remscheid, Elberfelder Straße 32, 42853 Remscheid, Tel. RS 16-3483, E-Mail: joby.joppen@remscheid.de">joby.joppen@remscheid.de, claudia.goencueoglu@remscheid.de">claudia.goencueoglu@remscheid.de.

Neues Online-Verfahren dient der Einbürgerung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit zwei Neuerungen verbessert die Ausländerbehörde jetzt ihren bisherigen Service. Die Einladung von Besuchern aus dem Ausland wird leichter, und es gibt erweiterte Öffnungszeiten mit Terminvergabe im Bereich Einbürgerung.

Die erste Neuerung betrifft die sogenannte Verpflichtungserklärung. Sie muss abgegeben werden, wenn Gäste aus dem Ausland eingeladen werden. Die Erklärung kann ab sofort online über die Homepage der Ausländerbehörde Remscheid (Ausländerbehörde Remscheid) erfolgen. Durch die elektronische Übermittlung der Daten und Dokumente erfolgt eine schnellere Bearbeitung. Auch die Wartezeit am Vorsprachetag verkürzt sich erheblich. Die Ausländerbehörde empfiehlt deshalb, dieses Online-Verfahren zu nutzen.

Gleichfalls neu sind erweiterte Öffnungszeiten im Sachgebiet „Einbürgerungen“. Vorsprachen sind ab sofort nach Terminvereinbarung während dieser Öffnungszeiten möglich: Montag 8 – 12 Uhr, Dienstag 14 – 17.30 Uhr, Mittwoch geschlossen, Donnerstag 14 – 16 Uhr, Freitag 8 – 12 Uhr. Die bisherige offene Sprechzeit dienstags entfällt.

Termine für den Bereich Einbürgerung können unter Tel. RS 163378 (Buchstabenbereich A – J) bzw. 163812 (Buchstabenbereich K – Z) reserviert werden.

Remscheider zu Gast in türkischer Partnerstadt

Noch bis zum 3. Mai  besucht eine Gruppe junger Remscheider die türkische Partnerstadt Kirşehir. Die Reise ist Teil des städtepartnerschaftlichen Austauschprogramms zwischen Remscheid und der zentralanatolischen Steppenstadt, die rund 160 Kilometer von der Hauptstadt Ankara entfernt ist. Begleitet werden die sechs Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums von einer Lehrerin und drei Mitgliedern des Freundschaftsvereins Remscheid-Vereins, darunter der Vorsitzende, Superintendent Hartmut Demski. Zwei Schülerinnen (16 und 17 Jahre alt) auf die Frage, warum sie die Gruppe begleiten: „Wir haben in Remscheid Freundinnen aus der Türkei und würden gerne die Kultur und die Menschen des Landes besser kennenlernen.“ Für Hartmut Demski ist die Partnerschaftsarbeit eine wichtige Hilfe für das Zusammenlebens auch in Remscheid: „In Kırşehir lerne ich manches besser zu verstehen und einzuordnen, was mir in Remscheid bei unseren türkischstämmigen Mitbürgern fremd erscheint.“

Gerade einmal 20 Tage war der neugewählte Bürgermeister von Kırşehir, Selahattin Ekiçioğlu (CHP), im Amt, als er die Remscheider Gruppe zu Beginn ihres Besuches willkommen hieß. Interessiert hörte er den Erklärungen der jungen Leute zu, warum sie sich auf die Reise nach Kırşehir gemacht haben. Auch der Vali des Distrikts Kırşehir (zu vergleichen mit dem Amt eines Landrates), Ibrahim Akin, nahm sich Zeit für ein Gespräch mit den Gästen. Die Remscheider Jugendlichen leben in Gastfamilien in Kırşehir und besuchen ausgewählte Unterrichtsstunden etwa in Deutsch und Englisch einer befreundeten Schule. Ausflüge nach Ankara, und in die Weltkulturerbe-Region Kappadokien und nach Kayseri stehen auf dem Programm. Die Begegnung wird durch mehrere Remscheider Stiftungen gefördert.

Hintergrund-Infos: Seit 2008 gibt es den Freundschaftsverein Remscheid- Kirşehir. Viele Remscheider Familien mit türkischer Herkunft kommen aus dieser Region. Seit Gründung des Vereins ist Superintendent Hartmut Demski Vorsitzender des Vereins. Der Verein war aus dem „Runden Tisch Migration“ hervorgegangen. Seit Februar 2015 besteht die Städtepartnerschaft zwischen den beiden Metropolen, wesentlich befördert durch den Verein. (Katrin Volk)

Willkommen in einer schön bunten Gesellschaft

Rund 25 neue deutsche Staatsbürger/innen nahmen am Freitagnachmittag im großen Sitzungssaal des Rathauses an der ersten Einbürgerungsfeier der Stadt in 2019 teil (insgesamt war es die vierte). Im vergangenen Jahr waren im Rathaus genau 200 Einbürgerungen vollzogen worden. Bei 54 Einbürgerungen war das Herkunftsland der neuen deutschen Staatsbürger/innen die Türkei, gefolgt vom Kosovo (18), Serbien ((17), Marokko (16), Italien (9) sowie Spanien und Polen (je 8 ). Von den 200 Eingebürgerten in 2018 waren die meisten Frauen (105 ), zehn Prozent minderjährig und nur sieben im Seniorenalter (65+). Bei der  Einbürgerungsfeier am vergangenen Feitag forderte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Gäste mit Migrationshintergrund auf, das in die deutsche Gesellschaft einzubringen, „was Ihnen aus Ihrer Biografie wichtig erscheint". Und er bat sie, für Frieden und Freiheit einzutreten und  bei der Europawahl am 26. Mai nicht jene zu wählen, die gegen ein einiges und starkes Europa sind, sondern diejenigen, die sich für Europa als Garant des Friedens einsetzen.

Erden Ankay-Nachtwein. Das war auch das Anliegen von Erden Ankay-Nachtwein, der Vorsitzenden des Remscheider Integrationsrates: „Wir leben in einer demokratischen, offenen Gesellschaft. Das bedeutet aber auch für uns, wir müssen die Demokratie weiter entwickeln und bewahren. Wir müssen sie verteidigen und als kostbares Gut bewahren. Sonst erleben wir immer wieder Menschen, die die Freiheit und Demokratie missbrauchen und versuchen das Thema ‚Integration‘ für populistische Ziele zu missbrauchen, völlig egal, ob die Betroffenen dabei in Ihrer Menschenwürde und Ihrem Menschenrecht verletzt werden. Aus diesem Grund ist es von allergrößter Bedeutung, dass wir die demokratischen Grundrechte und die individuelle Meinungsfreiheit verteidigen und dafür sorgen, dass diese Grundrechte allen und überall zugutekommen können. Vor Ort bedeutet dass, das wir uns in politischen Parteien und Organisationen organisieren sollten, um Teilhabe an der politischen Meinungsbildung zu haben.“

Der gemeinsame Nenner aller Menschen in der Bundesrepublik Deutschland sei die Anerkennung des Grundgesetzes und der freiheitlichen Grundregeln, nach denen es zu handeln gelte. „Durch diese gemeinsame Übereinkunft ist es möglich, dass wir friedlich zusammenleben können, ohne dass Sie Ihre eigene Herkunft und Ihre Wurzeln verleugnen müssen, und Sie Ihre Traditionen und Lebenserfahrungen auch hier in Deutschland friedlich ausleben können. Sie bringen unterschiedliche Erfahrungen, Glaubensrichtungen, Weltanschauungen und unterschiedliche Zukunftspläne in die deutsche Gesellschaft und nach Remscheid mit. Auf der anderen Seite gewinnen Sie durch die Einbürgerung neue Erfahrungen in die deutsche und die europäische Kultur und Sie werden auch andere Lebensmodelle kennen und schätzen lernen“, fuhr Erden Ankay-Nachtwein fort. Das Zusammenleben von verschiedenen Nationalitäten und die Mehrsprachigkeit von Menschen sei heute ein „Normalfall" und ein Vorteil für die wirtschaftlichen Entwickelungen. „Integration ist eine Aufgabe für uns alle, und wir sollten diese Aufgabe gemeinsam anpacken. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer heutigen Einbürgerung und würde mich freuen, wenn Sie auch anderen diese Möglichkeit aufzeigen. Willkommen in unsere Stadt Remscheid und willkommen in unsere Gesellschaft, die ,vielfältig und schön bunt ist!“

Ratsentscheidung pro BAF teilweise mit Bauchgrimmen

Von den anwesenden 51 Ratsmitgliedern stimmten in der gestrigen Ratssitzung 49 für die Kündigung des Heimleitungs- und Dienstleistungsvertrages mit der BAF zum 31.12.2019 und die (frühere) Übernahme der BAF-Mitarbeiter in die städtische Belegschaft mit klarem Stellenplan. Den Antrag von Pro Deutschland auf geheime Abstimmung hatte der Rat bei den beiden Ja-Stimmen der Antragsteller zuvor abgelehnt. „Danke für das breite Votum; ich freue mich sehr“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz nach der Abstimmung. Lediglich die beiden Vertreter der rechtsgerichteten Partei „Pro Deutschland“ hatten dabei mit Nein gestimmt und dies mit Äußerungen begründet, die bei der Ratsmehrheit unüberhörbaren Protest und Widerspruch hervorriefen. Sie warfen dem OB u. a. vor, keine Teil- oder Änderungskündigungen gegenüber der BAF erwogen zu haben bei rückläufigen Flüchtlingszahlen.  Die Sprecher von CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken und Wir betonten wie schon in der voraufgegangenen Ratssondersitzung die gute Arbeit der BAF-Mitarbeiter/innen. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven schloss von diesem Dank den „handlungsunfähigen BAF-Vorstand“ allerdings ausdrücklich aus und hielt diesem vor, die Einladung der CDU-Fraktion zum Gespräch nicht angenommen zu haben. Für diese Absage zeigte Philipp Wallutat (FDP) indirekt Verständnis: „Die Aussage  der eigenen Handlungsunfähigkeit des BAF-Vorstands hat uns gereicht!“

Kritik übte Nettekoven auch am Verwaltungsvorstand (der OB  und die städtischen Beigeordneten). Seine Akteneinsicht habe ergeben, dass es bereits 2016 einen “Brandbrief“ des damaligen Rechtsamtsleiters an den Verwaltungsvorstand gegeben habe zur Lage des BAF. Nettekoven: „Auch der Verwaltungsvorstand hat nicht sauber gearbeitet, zum Beispiel beim Vertragsverstoß gegen EU-Recht. Deshalb bleiben bei der CDU Zweifel und Vorbehalte; wir tun uns schwer mit der Übernahme. Aber uns bleibt ja keine andere Möglichkeit als zuzustimmen! Die BAF-Mitarbeiter brauchen eine Perspektive!“ Letzteres hatte zuvor auch  Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz betont.

Der OB und Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU) erleichterten den CDU-Ratsmitgliedern die Zustimmung zur Übernahme der BAF-Mitarbeiter  durch die Zusage, anschließend die Gründung einer neuen gemeinnützigen GmbH zu prüfen, in  die die Mitarbeiter/innen dann wechseln könnten. Eine gGmbH erfordere aber ein Genehmigungsverfahren, und das dauere seine Zeit. Reul-Nocke: „Wenn die Grundsatzentscheidung getroffen  ist, beginnt die Arbeit für uns erst richtig!“ Das gilt auch für die Frage, ob die BAF-Mitarbeiter bisher richtig eingruppiert waren oder ob sie (teilweise) höher dotiert werden müssten. Ein-Euro-Jobber seien bei der BAF zurzeit nicht beschäftigt, sagte Barbara Reul-Nocke auf Nachfrage von Fritz Beinersdorf (Linke).

Die Übernahme sei bei einem Etat von 3,5 Millionen Euro ein „Nullsummenspiel“, hatte zuvor Lothar Sill (SPD) betont. Im Übrigen habe der OB bereits im vertraulichen Gespräch mit den Vertretern der Fraktionen und Gruppen am 9. März „alle wichtigen Fragen beantwortet“. Der aktuell zur gestrigen Ratssitzung vorgelegte Antwortenkatalog habe für die SPD an den Sachverhalten nichts geändert.

Das sah Thomas Brützel (Wir) etwas differenzierter. Beim Risiko- und Vertragsmanagement der Verwaltung sei „einiges schief gelaufen“, meinte er und forderte wie die CDU „eine bessere Rechtsform“ für die BAF-Belegschaft. Auch deutete er an, nicht alle aktuellen Antworten der Verwaltung auf Fragen der WiR für seriös zu halten. Wenn diese in einigen Fällen schnippisch geklungen hätten, bedauerte er dies, antwortete Mast-Weist. Wie Brützel sah auch Beinersdorf „einige Punkte noch nicht ganz ausgeräumt. Aber wir müssen ja nach vorne blicken!“

Ob die Kasse des BF e.V. im vergangenen Jahr ordnungsgemäß geprüft worden  ist, blieb in der gestrigen Ratssitzung unklar. Die Rechtsdezernentin konnte eine diesbezügliche Frage von Nettekoven lediglich für 2016 und 2017 bestätigen, und auch dies nur mit dem Satz, das sei der Stadt „damals so mitgeteilt worden!“. Merke: Ein eigenes Kontrollrecht steht einer Stadtverwaltung bei einem selbstständigen Verein nicht zu.

Blaue Schafe in Stachelhausen als Symbol für Miteinander

Kleines Video vom künftigen Quartiersplatz Stachelhausen/Honsberg, inzwischen planiert. Beim Land NRW sind zu Jahresbeginn die Fördermitteln für den neuen „begrünten Platzes mit Erholungs- und Aufenthaltsqualität“ für Jung und Alt fristgerecht beantragt worden.  Mit dem Förderbescheid rechnet man im Rathaus Mitte dieses Jahres. Erst dann kann die  Feinplanung beginnen. Baubeginn wird voraussichtlich 2020 sein.

Mehr von solchen Events in Remscheid“, kommentierte der Waterbölles am 7. Mai 2018 den „Tag der Städtebauförderung“, der am vorausgegangenen Wochenende an der Alten Bismarckstraße („MyViertelFest“) sowie in den Stadtteilen Honsberg und Stachelhausen mit seinen mehr als 20 Aktionen bei der Bevölkerung gut angekommen war. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen  „Tag der Städtebauförderung“ geben, am 11. Mai, allerdings wohl nicht so aufwendig wie beim ersten Mal: In der 6. Sitzung des Quartiersrates Stachelhausen und Honsberg am Mittwoch im Kleinen Saal des Gemeinschaftshauses „Der Neue Lindenhof“ erfuhren die wenigen anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, dass am Gelände des neuen Quartiersplatzes an der Honsberger Straße eine „Bauzaun-Galerie“ geplant sei mit historischen Fotografien der beiden Stadtteile, aber keine Aktionen auf dem Platz selbst.

Aus der kleinen Runde kam der spontane Vorschlag, den Platz, passend zur Jahreszeit, durch Aussaat von Samen in eine Wildblumen-/Bienen-Wiese zu verwandeln. Dafür könne eine finanzielle Förderung durch den  vorhandenen „Verfügungsfonds“ beantragt werden, erläuterten Vereine Speer und Jan Lassen vom Stadtumbaumanagement; es müsse sich nur eine Gruppe aus der Bevölkerung finden, die für diese Aktion verantwortlich zeichne. Die Blumenwiese sei förderungsfähig, da es sich dabei um eine erstmalige, für die Öffentlichkeit sichtbare Aktion handele.

Das gilt auch für eine „Treppenhausgalerie“ im Jugendzentrum „Kraftstation“, die in  der 6. Sitzung des Quartiersrates von Ute Lennartz-Lembeck („Kunstschule Heimat“) und der Kraftstation beantragt wurde  – und Zustimmung fand. Im Mittelpunkt der für den kommenden September geplanten Aktion stehen 30 bis 35 blaue Schafe aus Kunststoff. Ute Lennartz-Lembeck: „‘Die blaue Friedensherde - Generation 2.0‘ erweitert das europaweit tourende Projekt der Blauschafherde mit dem globalen Gedanken zur Förderung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis jenseits sozialer, ethnischer, religiöser, kultureller und weltanschaulicher Unterschiede auf die nächste Generation - unsere Kinder und Jugendlichen. Auch die Generation 2.0 befürwortet Solidarität und soziale Verantwortung durch die Erkenntnis, dass, in aller Individualität, alle Menschen gleich sind – und jeder wichtig.“

Die Blauschafe („Blaue Friedensherde“)  der Aktionskünstlerin Bertamaria Reetz und Rainer Bonk wurden seit 2006 in rund 160 europäischen Städten ausgestellt; die 50 bis 100 Tierfiguren grasten schon auf grünem Kunstrasen vor dem Kölner Dom oder dem Reichstag in Berlin. Einzelobjekte schafften es auch schon bis in das Landtagsgebäude in Düsseldorf. Seit 2012 steht die Aktion unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments. Die „Blaue Friedensherde" mit Muttertieren und Lämmern ist das Symbol für Toleranz und friedliches friedlichen Zusammenlebens. Die monochrome Grundfarbe der Tierfiguren aus dünnwandigem Polyester ist Ultramarinblau (Acryl), die Farbe der EU, der UNO, der UNESCO und des Hintergrunds des Symbols der Friedenstaube der Friedensbewegung.  Die größeren Exemplare sind etwa 60 Zentimeter hoch, 80 cm lang und 30 cm dick und wiegen jeweils ca. acht Kilogramm. Nach jeder Aktion mit der Friedensherde bleibt mindestens eine Figur beim Gastgeber. Im Treppenhaus der Kraftstation sollen sogar sechs Figuren stehenbleiben, kündigte Ute Lennartz-Lembeck an.  Die Künstlerin Bertamaria Reetz wird im September an der Vernissage in der Kraftstation teilnehmen.

Die Kraftstation sei ein zentraler Ort im Stadtteil Stachelhausen, öffentlich zugänglich und als soziokulturelles Zentrum ein sehr guter Ort um Ausstellungen für alle Bürger ohne ,Schwelle' zu präsentieren, so die Antragstellerin. Parallel zu den blauen Schafen  sollen im Treppenhaus dreißig, ca. 60 x 90 Zentimeter große Fotografien des Remscheider Fotografen Michael Schütz gezeigt werden, auf denen Stachelhauser Bürger in ihrem eigenen Treppenhaus/oder ihrem persönlichen Umfeld mit einem blauen Schaf als Friedenssymbol zu sehen sind. Die Fotografien sollen einen Querschnitt der Stachelhauser Bevölkerung darstellen. Ute Lennartz-Lembeck sieht darin „den Anfang einer Identifikation stiftenden Vernetzung oftmals untereinander unbekannter Menschen. Und alle Bewohner der Stadtteils Stachelhausen sind im September zum Kennenlernen und Entdecken eingeladen!“

Zurück nach Madrid mit Merkzetteln und Notizen

Ein „Ideenbasar zur Zukunft des Honsbergs“ und die Aktion „Mach Dein Licht an!!!“, bei der viele blaue Lichter, die aus den bewohnten Wohnungen auf die Straßen schienen als Zeichen der Hoffnung und des Engagements für eine lebendige Zukunft des alten Remscheider Arbeiterviertels – das waren dort am Samstag der Höhepunkt einer „Quartierswerkstatt“. In ihr wollte das spanische Architektenbüro „Taller de Casqueria“ (Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins) gemeinsam mit interessierten Bewohnern des Stadtteils in den vergangenen Tagen „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ auf dem Honsberg entwickeln, die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen. Ob das gelingen wird, muss sich erst noch zeigen. Wenn die drei jungen Architekten heute nach Madrid zurückfliegen, werden sie jedenfalls viele Merkzettel und Notizen im Gepäck haben für ihre „Honsberg-Strategie“ zur Zukunft des Stadtteils. Die will das spanische Team in den nächsten Wochen in Madrid erarbeiten. Bei stetiger Rückkopplung mit der Stadt Remscheid und der Wohnungsbaugesellschaft GEWAG per E-Mail und Videokonferenzen per Skype! Am Honsberg soll das Ergebnis dann am 6. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. (Kamera im Video: Lothar Kaiser uns Hans Georg Müller)