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... und nach dem afrikanischen Essen ein heißer Mocca

Mit einem besonderen Highlight endete am Freitagabend das diesjährige Sommerprogramm für Jung und Alt der Nachbarschaftsgruppe "Treppenhaus und Gartenzaun" im evangelischen Gemeindezentrum „Die Esche“ auf dem Hohenhagen. Denn Gastgeber von rund 90 meist älteren Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils (und darüber hinaus) waren ab 18 Uhr nicht nur die Mitglieder der Nachbarschaftsgruppe, sondern auch des Vereins Eritrea Remscheid e.V. Mit landestypischen Speisen, Musik und Tänzen gestalteten sie diesen "Afrikanischen Abend". Und das hatte einer mehrstündigen Vorbereitung bedurft! Denn das Essen, das im großen Saal des Gemeindezentrums zu Beginn des Abends serviert wurde, hatten die Frauen aus Eritrea zuvor zuhause selbst zubereitet. Chapeau!! „Es war sehr lecker“, war das einhellige Urteil an den Tischen. Und natürlich wurde auch der heiße eritreische Mocca-Kaffee probiert, der auf einem kleinen Holzkohlenofen frisch gebrüht wurde aus kurz zuvor gerösteten Bohnen.

Am 24. Februar 2018 hatte die „Eritrean Community in Remscheid e.V.“ im Ev. Gemeindehaus am Markt die Eintragung ins Vereinsregister gefeiert (siehe Waterbölles-Video). Der Verein war auf Initiative einzelner junger Eritreer und Eritreerinnen entstanden, die – teils alleine, teils mit ihren Familien – ihr Heimatland aufgrund der dortigen politischen Verhältnisse verlassen mussten und in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben. In Remscheid möchten sie sich für die Gemeinschaft und die Nachbarschaft, in der sie leben, engagieren und sich um eine Annäherung zwischen ihrer Heimatkultur und den Menschen vor Ort bemühen. Inzwischen hat der Verein auch eine Reihe von Mitgliedern in anderen Städten Nordrhein-Westfalens und sogar eine feste Anlaufstelle (Stuttgarter Str. 18), wie der Vereinsvorsitzende Dawit Kuflu am Freitag berichtete. Die Integration in Remscheid ist ihm und seinen Landleuten wichtig. Das zeigte sich erst vor wenigen Tagen, als die Männer auf der Alleestraße spontan Abfall aufräumten.

Programm des Lenneper Sommers 2019

Lenneper Sommer 2019Samstag, 31.August, 16 Uhr
Karaoke
König von Preußen | www.koenig-von-preussen.de
Fetenhits und Massenkaraoke unter freiem Himmel in der Lenneper Altstadt. „Wir singen zusammen, nicht allein“ Fetenhits und Partykracher schmettern – Gaudi und Gänsehaut garantiert ! Unter diesem Motto lädt der „König von Preußen“ zum Open-Air-Karaoke ein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Serap Güler: Wertvorstellungen am besten vorleben

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, machte gestern auf ihrer Kennenlerntour zu den Kommunalen Integrationszentren (KI) in NRW (erstmals) in Remscheid Station. Eine gute Gelegenheit für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und KI-Leiterin Sevinc Brilling, ihr nicht nur das Team des Remscheider KI vorzustellen, sondern auch dessen vielfältige Aufgaben und Projekte. Remscheid sei eine mit mehr als 120 Nationen eine internationale Stadt, so der OB. Das bereichere das kulturelle, soziale und gesellschaftliche Zusammenleben. Wobei Toleranz gegenüber anderen Kulturen und religiösen Überzeugungen schon seit jeher ein Kennzeichen Remscheids sei. „Eine Gemeinde, in der alle Bürgerinnen und Bürger friedlich zusammenleben, das ist und bleibt für uns alle Auftrag und Verpflichtung zugleich!“, betonte Mast-Weisz. Dem Team des KI bescheinigte er großes Engagement bis hin zur kultursensiblen Pflege von Zugewanderten (im Alter).

Mehr als 37 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner stammen aus einer Familie mit Zuwanderungsgeschichte. Die Gruppe der Türkeistämmigen muslimischen Glaubens stellt neben den Spätaussiedlern eine Mehrheit dar. „Auch im Hinblick auf den Zuzug von Geflüchteten/Neu-zuwanderern aus islamisch geprägten Ländern kann davon ausgegangen werden, dass der Versorgungs- und Pflegebedarf dieser Migrantengruppen in Zukunft zunehmen wird“, so Sevinc Brilling.

„Ein starkes, wichtiges Thema“ kommentierte das Serap Güler in der Pressekonferenz in der „Gelben Villas“ an der Eberhardstraße, mit der ihr Besuch in Remscheid endete. Wenn die ältere Generation wert geschätzt werde, falle es der jüngeren leichter, sich zu integrieren. Dass der OB das Kommunale Integrationszentrum der Stadt als Stabsstelle in seinem Zuständigkeitsbereich angesiedelt habe, sei ihr gleich positiv aufgefallen; das sei nicht überall so, fuhr Güler fort.

Den Integrationsrat der Stadt Remscheid vertrat bei dem Pressegespräch dessen Vorsitzende Erden Ankay-Nachtwein, zugleich Vorsitzende des Fördervereins für die interkulturelle Erziehung e. V., der mit KI und Kraftstation e.V. seit vielen Jahren in Sachen “Integration” bei Elternbildungskurse in neun Kindertageseinrichtungen, vier Grundschulen und einem Übergangswohnheim eng zusammenarbeitet. Die Remscheider Integrationsarbeit sei auf einem guten Weg; man habe schon viel geschafft. Manche „Communities“ brauchten allerdings Angebote und Forderungen. Serap Güler: „Integration gelingt am besten bei gleichen Wertvorstellungen – vor allem, wenn sie vorgelebt werden!“

Von Seiten des IK nahmen an dem Pressegespräch Sevinc Brilling und ihren Mitarbeitenden Elif Aybirdi-Tarhan, Joby Joppen und Christoph Sykulski teil, von Seiten der „Kraftstation“ als Träger der „Gelben Villa“ Wolfgang Zöller, Geschäftsführer des Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitter e.V. (Kraftstation) und des Kita-Trägers Elterninitiative Kraftstation e.V., Heike Schwarte, Leiterin des Kindertagesstätte Nordstraße ( Familienzentrum) und Diana Mucha, Projektleiterin der  schulbezogenen Jugendsozialarbeit („Kompazz“ bietet seit 2011 Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets für alle Remscheider Schulen von der 5. Bis zur 10. Klasse).

Das Remscheider KI entwickelt Angebote im Elementarbereich, in der Schule und beim Übergang von der Schule in den Beruf in Zusammenarbeit mit den Schulaufsichtsbehörden, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen entlang der Bildungskette zu verbessern. Zugleich fördert es den Auf- und Ausbau von Netzwerken zur Integration innerhalb und außerhalb der Verwaltung.

Vorgestellt wurden dem Gast aus Düsseldorf als Beispiele für erfolgreiche Zusammenarbeit drei ganz unterschiedliche Projekte:

  • Das ganztägige “Interkulturelle Assessment Center“ bietet seit 1996 jährlich drei bis fünf Mal jeweils 16 Jugendlichen und jungen Erwachsene mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, ihre interkulturellen Fähigkeiten zu verdeutlichen und ins positive Licht zu stellen. Als ehrenamtliche Beobachter*innen und Feedbackgeber*innen nehmen daran mindestens acht Unternehmer/innen aus dem bergischen Städtedreieck teil, die selber in den meisten Fällen über einen Migrationshintergrund verfügen, folglich für die jungen Leute auch Vorbilder sein können. Diese werden motiviert, vorhandene Fähigkeiten wahrzunehmen und weiter zu entwickeln, und die Arbeitgeber bekommen direkte Hinweise auf besondere Potenziale der Jugendlichen.
  • Beim Elternstärkungsprogramm „Griffbereit“ entdecken Eltern mit Migrationshintergrund und deren Kinder im Alter zwischen 1 und 3 Jahren gemeinsam Spiel und Sprache.
  • Die „Rucksack KiTa“ dient der Sprach- und Entwicklungsbildung im Elementarbereich. Sie unterstützt Kinder und Eltern mit Einwanderungsgeschichte sowie Kindertageseinrichtungen in diesem Bildungsprozess. Die Mehrsprachigkeit wird dabei als Potenzial der Kinder aufgegriffen (siehe Zertifizierungsfest am 13. Juni im Neuen Lindenhof).

Familiennachzug von Syrern dauert mind. acht Monate

Die Unterkunft für alleinreisende geflüchtete Frauen und deren Kinder an der Stockder Straße sei seit Mai  in Betrieb und habe sich etabliert, heißt es im Bericht der Verwaltung zur Sitzung des Integrationsrates am29. August. Im Laufe dieses Jahres seien 38 Rückführungsverfahren eingeleitet und 16 Abschiebungen vollzogen worden. 19 Asylbewerber seien im Laufe des Jahres freiwillig ausgereist. Von Januar bis Ende Juli habe Remscheid 95 neue Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Das entspricht einer Erfüllungsquote von 95,54 Prozent. Die Herkunftsländer sind Iran, Syrien, Türkei, Pakistan, China, Afghanistan, Irak, Armenien, Nigeria, Angola, Somalia, Ukraine und Nordmazedonien. Von den in Remscheid lebenden 2.639 Flüchtlingen haben 1.651 ein Bleiberecht (humanitäre Aufenthalte), befinden sich 579 in einem laufenden Asylverfahren und sind 409 lediglich geduldet, da ihr Asylverfahren abgelehnt wurde.

Die Anzahl der in den städtischen Unterkünften untergebrachten Flüchtlinge sei leicht gesunken, so die Verwaltung weiter. In den sechs städtischen Übergangsheimen und einer Wohnanlage leben gegenwärtig 391 Personen, in zugewiesenen Wohnungen 486 (zusammen 877). Die Schließung des Übergangsheims Talsperrenweg 3 zum 30. September trage der aktuellen Entwicklung Rechnung. Dort fallen mehr 100 Unterbringungsplätze weg.

Personen, die als Asylberechtigte anerkannt bzw. denen die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wurde, sind grundsätzlich berechtigt, Familienangehörige (Ehepartner und Kinder) nach Deutschland zu holen. Im Wege der Familienzusammenführung kamen in diesem Jahr lediglich drei Personen nach Remscheid. In den Verfahren müssten sind die Antragsteller zahlreiche Unterlagen vorlegen, so die Verwaltung. Und die Deutsche Botschaft Beirut, welche hauptsächlich für den Familiennachzug von Syrern zuständig ist, sei überlastet.  Dort betrage die Bearbeitungszeit nach Vorlage der vollständigen Antragsunterlagen mindestens acht Monate.

36,9 Prozent der Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte

900.000 und damit mehr als ein Drittel (36,9 Prozent) der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen (ohne Freie Waldorfschulen und Weiterbildungskollegs) in Nordrhein-Westfalen hatten im Schuljahr 2018/19 eine Zuwanderungsgeschichte. Das waren 1,6Prozentpunkte mehr als im Schuljahr 2017/18 (35,3 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verzeichneten die Städte Duisburg (53,2 Prozent) und Gelsenkirchen (53,1 Prozent) landesweit die höchsten Anteile. In den Kreisen Borken (19,7 Prozent) und Coesfeld (16,0 Prozent) waren die Quoten am niedrigsten.

Je nach Schulform unterschieden sich die Anteile der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte an der jeweiligen Gesamtschülerzahl: An Hauptschulen war die Quote mit 56,8 Prozent am höchsten, gefolgt von Real- (47,3 Prozent) und Grundschulen (43,6 Prozent). Als Personen mit Zuwanderungsgeschichte gelten in der Schulstatistik Schüler, die im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert sind und/oder Schüler, von denen mindestens ein Elternteil im Ausland geboren und nach Deutschland zugewandert ist und/oder deren Verkehrssprache in der Familie nicht Deutsch ist.

Kunstschule und 'Verein Kinderpläne' auf einer Wellenlänge

Fallschirme sind ein Sinnbild dafür, dass „Mutter Erde“ wieder zu einer nachhaltigen Welt werden muss, um den Menschen Gesundheit, Sicherheit und Zukunft bieten zu können. Das Projekt „Mother Earth“, 2015 von der amerikanischen Künstlerfamilie Barton als Recylingsaktion ins Leben gerufen, baut inzwischen mit seinen 1.216 „ Parachutes for the Planet“ in 51 Ländern auf sechs Kontinenten eine Brücke zwischen Einzelpersonen, Gemeinschaften und Organisationen, die sich für Nachhaltigkeit engagieren. Die vielen Fallschirme sollen das Bewusstsein schärfen für den Klimawandel und ein nachhaltiges Leben. Vernetzt sind die individuell gestalteten kreisförmigen Stoffstücke im Internet unter https://motherearthproject.org/parachutes/. Und dort wird demnächst auch ein Fallschirm aus Remscheid zu sehen sein, der den Appell „Take care of the Planet“ in einer bunten Weltkugel würdigt.

Geschaffen haben diesen Fallschirm in den vergangenen Wochen 20 Kinder und Erwachsene gemeinsam mit Ute Lennartz-Lembeck, der Leiterin der Remscheider „Kunstschule Heimat“: „Die vielen bunten Fallschirme können als ‚Sicherheitsnetze‘ angesehen werden und verwandeln sich in kraftvolle Zeichen der gemeinsamen Entschlossenheit, wenn sie von Gruppen während Demonstrationen festgehalten oder in großer Zahl gemeinsam gezeigt werden“, erklärte die Kunstpädagogin gestern auf einer Pressekonferenz in der pittoresken Halle Kaffeerösterei Rigano, Honsberger Straße 5. Dort hängt der Remscheider „ Parachut“ nun an der Decke, von wo aus er künftig jederzeit zu örtlichen Umweltaktionen heruntergeholt werden kann.

Bevor Mitarbeiter der benachbarten Dachdeckerfirma Radke den „Planet“-Fallschirm zur Decke schweben ließen, legten Elisa (10), Zara (10) und Michelle (9) ein letztes Mal Hand an, indem sie auf der symbolischen Weltkugel mit Klettplättchen überall dort handgearbeitete Kaffeebohnen aus Filz anhefteten, wo auf der Erde Kaffee angebaut wird. Denn Partnerin von Ute Lennartz-Lembeck ist bei dieser Aktion die Kaffeerösterin Stephanie Rigano. „Wir laufen ‚weltverbesserisch‘ auf einer Wellenlange“, sagte die Diplom-Soziologin gestern augenzwinkernd. Zusammen mit Familienangehörigen gründete sie 2015 den Verein „Aktion Kinderpläne“, um Kindern vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern Bildung zu ermöglichen. Den Verein verbindet mit der „Kunstschule Heimat“, wo Ute Lennartz-Lembeck das Bewusstsein für Nachhaltigkeit schon bei den Jüngsten fördert, das Engagement für einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten. Anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums der Kaffeerösterei Rigano wurde im Juni mit der Bemalung des Fallschirms begonnen worden.

„Weltweit fehlt es Kindern an Chancen. Sie brauchen Menschen, die ihre Träume und Wünsche wichtig nehmen und ihnen bei der Verwirklichung Unterstützung geben“, sagt die Vereinsvorsitzende Stephanie Rigano. Das habe sie am schwierigen Leben einer alleinerziehenden Kaffeebäuerin und ihren drei kleinen Töchtern in Kolumbien erkannt. Der Verein hilft inzwischen Kindern und Jugendlichen in den kaffeeproduzierenden Ländern Honduras, Dominikanische Republik und Peru  („Ohne Umwege!“)

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F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen in neuem Look

Die Renovierungszeit ist zu Ende. Der F(l)air-Weltladen Lüttringhausen der Ökumenischen Initiative Lüttrighausen ist seit gestern zurück an seinen angestammten Ort Gertenbachstr. 17. Die Besucher/innen erwarten hellen und großzügiger gestaltete Räumlichkeiten. Die neuen (verlängerten) Öffnungszeiten sind 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr. Samstags ist nur am Vormittag geöffnet.  Eine Eröffnungsfeier findet während der Fairen Wochen im September statt.

Übergangsheim Talsperrenweg 3 wird aufgegeben

Kein Engpass bei Wohnungen für Flüchtlinge“, titelte der Waterbölles am 21. August 2018, und daran heute sich bis heute nichts geändert. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage für den Integrationsrat hervor, die dieser in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zur Kenntnis nahm. Demnach beherbergt Remscheid (Stand: Ende Mai) 1.637 Flüchtlinge mit Bleiberecht (humanitäre Aufenthalte), 565 Flüchtlinge im laufenden Asylverfahren und 412 Flüchtlinge mit abgelehntem Asylverfahren (Duldung) (insgesamt 2.614).

In diesem Jahr leitete das städtische Ausländeramt bislang 33 Rückführungsverfahren ein. Seche Personen reisten freiwillig aus, zwölf wurden abgeschoben. In diesem Jahr sind der Stadt Remscheid bis Ende Mai insgesamt 88 Flüchtlinge nach Remscheid zugewiesen worden. Herkunftsländer sind Iran, Syrien, Türkei, Pakistan, China, Afghanistan, Irak, Armenien, Nigeria, Angola, Somalia, Ukraine und Nordmazedonien. Im Vergleich zum Vorbericht (942 Personen) ist die Anzahl der untergebrachten Personen leicht angestiegen. In den sechs Übergangsheimen und der Wohnanlage der Stadt leben gegenwärtig 466 Personen, in Wohnungen sind 478 (insgesamt 944). „Die Anzahl der in den städtischen Unterkünften untergebrachten Flüchtlinge ist weiterhin stabil. Sowohl für die Unterbringung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge als auch für die Flüchtlinge, die nach erfolgreichem Asylverfahren ein Bleiberecht erlangt haben und sich eine eigene Wohnung suchen müssen, stehen weiterhin ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Es findet kontinuierlich eine Überprüfung des Zustands und Bedarfs der städtischen Unterbringungsmöglichkeiten statt“, teilte die Verwaltung dem Integrationsrat mit. „Nach der geplanten Schließung des Übergangsheims Talsperrenweg 3 im Herbst 2019 fallen nochmals über 100 Unterbringungsplätze weg. Auch danach sind in Remscheid ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen vorhanden. Um weiterhin ausreichende Kapazitäten sowie einen notwendigen Puffer vorzuhalten, ist allerdings nach Schließung des Talsperrenwegs zunächst kein weiterer Abbau von Unterbringungsplätzen geplant."

Wenn Ausländer/in, dann am liebsten aus der Türkei

Unter den 479 Männern und Frauen, die sich 2018 vor dem Remscheider Standesamt das Ja-Wort gaben, waren19 verwitwete Männer und zehn Frauen sowie 122 Männer und 120 Frauen, die geschieden waren oder deren  Lebenspartnerschaft aufgehoben wurde. Als „ledig“ bezeichnet die Statistik 347 Männer und 349 Frauen. Insgesamt heirateten Im Jahr 2018 in Nordrhein-Westfalen 96.643 Paare. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden 88.422  Ehen zwischen Männern und Frauen und 8.221 Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren geschlossen.  4.103 weibliche und 4.118 männliche Paare. Das Durchschnittsalter der männlichen Ehepaare lag bei 49,2 Jahren, das der weiblichen Paare bei 45,3 Jahren. Die Zahl der gemischtgeschlechtlichen Ehen war um 2,3 Prozent höher als im Vorjahr (2017: 86 475). Für gut drei Viertel der Männer und Frauen war die im Jahr 2018 geschlossene Ehe die erste.

In 83,8 Prozent aller Fälle waren beide Eheschließenden deutsche Staatsbürger und bei 3,4 Prozent hatten sowohl die Frau als auch der Mann eine andere als die deutsche Staatsbürgerschaft. In 6,6 Prozent der Fälle gaben sich ein deutscher Mann und eine ausländische Frau das „Ja-Wort”, wobei die Kombination deutscher Mann/türkische Frau die häufigste war. Ebenso wählten deutsche Frauen, die einen ausländischen Partner heirateten (insg. 6,1 Prozent), am häufigsten einen türkischen Mann.

Freunde, Sympathisanten und Komplizen feierten

Zum dritten Mal vergab die Deutsche Bischofskonferenz am 4. Juli in der Essener Zeche Carl den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 4.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep. Die Preisverleihung war Teil des vierten „Katholische Flüchtlingsgipfel“, der fremdenfeindliche Tendenzen als Herausforderung für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in den Blick nahm. Der Jury-Vorsitzende, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, verwies bei der Preisverleihung darauf, dass es an vielen Orten in unserem Land „Leuchttürme des kirchlichen Engagements“ gebe; dies mache ihn zuversichtlich und dankbar.

Das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ habe sich auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben, so die Jury. „Im Zentrum stehen die Geschichten von Menschen vor Ort: in Lennep aufgenommene Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission oder Menschen in schwierigen Lebenslagen, die beim örtlichen „Lotsenpunkt“ Unterstützung suchen.

Das Projekt macht erfahrbar, was Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung verbindet, bestätigte gestern im „Lotsenpunkt“, Kölner Straße 3, Andy Dino Iussa, der „Engagementförderer“ im Pastoralteam der Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz. Eine besondere Stärke des Projekts sieht er in der Vernetzung von lokalen Akteuren, zwischen denen es sonst nur wenige Berührungspunkte gibt. Die Mitglieder der drei von ihm betreuten Gruppen („Freunde, Sympathisanten und Komplizen“) feierten gestern mit Projektbeteiligten den „Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“. Und prominenter Gratulant war Weihbischof Dominikus Schwaderlapp, der alle Seniorinnen persönlich begrüßte. Dass dabei „Dominikus!“ in den Saal gerufen wurde (siehe Video), überraschte ihn. Doch nicht er war gemeint, sondern ein Projektmitarbeiter mit gleichem (seltenen) Vornamen. Wie der Zufall so spielt...

 

AIDS-Hilfe Wuppertal berät jetzt auch in Remscheid

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die AIDS-Hilfe Wuppertal hat ihr Beratungs- und Präventionsangebot ab auf Remscheid ausdehnt. Das Angebot im städtischen Gesundheitshaus an der Hasatener Straße wird befristet mit Fördermitteln des Landes NRW finanziert. Schwerpunkt der HIV-Prävention in Remscheid sind Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund, die weniger gut von Präventionsangeboten erreicht werden als die Allgemeinbevölkerung. Das Angebot der AIDS-Hilfe Wuppertal umfasst die Beratung und Information rund um das Thema HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Erkrankungen mit einer persönlichen Beratung für Menschen mit HIV und AIDS und deren Angehörigen. Darüber hinaus werden Präventions- und Informationsveranstaltungen und Fortbildungen angeboten sowie unentgeltliche HIV-Tests.

Jana Kawina (mobil 0176-34551933, E-Mail j.kawina@aidshilfe.wtal.de">j.kawina@aidshilfe.wtal.de) hat als AIDS-Fachkraft für die AIDS-Hilfe Wuppertal das Beratungsangebot in Remscheid übernommen. Ihr steht ein Beratungsraum im Gesundheitshaus zur Verfügung.. Eine offene Sprechstunde wird es vorläufig noch nicht geben; die Beratungstermine finden nach Vereinbarung statt.

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Rassismus fängt auch bei uns im Kopf an

Pressemitteilung Stadt Remscheid

Am Donnerstag kamen mehr als 20 Interessenten aus unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel der Stadtverwaltung und den freien Trägern zusammen, um die Veranstaltungsreihe „Es ist auch unser Remscheid. Rassismus fängt im Kopf an.“ aus 2018 fortzuführen. Auf Einladung des Kommunalen Integrationszentrums (KI) hatten sich die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im vergangenen Jahr in einer vierteiligen Workshopreihe über den Rassismus an sich, seine Geschichte und Wirkungsmechanismen, den Antimuslimischen Rassismus und über Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Engagierte informiert. Das KI hatte die Teilnehmenden dafür fit machen wollen, andere Menschen in unserer Stadtgesellschaft dazu anzuregen, sich aktiv mit Rassismus auseinander zu setzen und gegen ihn anzutreten. Diesem Ziel waren die Teilnehmenden ein Stück näher gekommen – so die Bilanz der Beteiligten im November 2018 – verbunden mit der Bitte, die begonnene aktive und professionell angeleitete Auseinandersetzung mit Rassismus nicht abreißen zu lassen und den eigenen rassismuskritischen Blick weiter zu schärfen. Gelegenheit hierzu gab es vorgestern in einem „Empowerment- und Sensibilisierungsworkshop“ im Ämterhaus unter der Moderation von Ilka Simon und Sandra Karangwa vom AntiDiskriminierungsBüro Köln (Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.).

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