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... und als Dank je eine langstielige rote Rose

135 Urkunden warten darauf verteilt zu werden“, kündigte der Waterbölles am 7. Juni an. Und gestern war es soweit: Die Teilnehmerinnen der jüngsten Griffbereit-, Rucksack- und Eltern-Kurse (17 an der Zahl), die an neun der insgesamt 60 Kindertagesseinrichtungen und zwei der 21 Grundschulen in Remscheid stattfanden (plus eines weiteren Elternkurses in arabischer Sprache in einem städtischen Übergangsheim) freuten sich im Neuen Lindenhof nicht nur über ihrer Urkunden, sondern auch über je eine langstielige rote Rose. Die bekamen übrigens auch die Elternbegleiterinnen der Kurse in den Kitas und Grundschulen , auf dem Foto zusammen mit dem Organisationsteam.

Idee von gemeinsamen Projekten mit den Partnerstädten

Einstimmig (bei einer Gegenstimme von Pro Deutschland) haben die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses gestern dem Rat der Stadt empfohlen, am 4. Juli dem Antrag der Fraktionen und Gruppen von SPD, Bündnis90/Die GRÜNEN, und FDP zuzustimmen, die Verwaltung möge „gemeinsam mit unseren europäischen Partnerstädten EU-Fördermittel für die Umsetzung gemeinsamer Projekte beantragt. Ein mögliches Förderprogramm könnte hierfür das Programm ‚Europa der Bürgerinnen und Bürger‘ sein.“ Konkrete Projektideen möge die Stadt zusammen mit der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Partnerschaftsvereinen von Remscheids Partnerstädten entwickeln. Letzteres war Fritz Beinersdorf von den Linken zunächst etwas zu unkonkret, doch für ein Nein reichte ihm das letztlich doch nicht.

„Remscheid ist bereits eine europäische Stadt, in der viele Menschen aus unterschiedlichen europäischen Ländern miteinander friedlich leben und arbeiten. Unser Stadtleben wird dadurch bereichert und unsere Stadtgesellschaft wäre ohne diese Menschen nicht mehr vorstellbar. Wir finden, dass die Europäische Union uns als Mitgliedstaaten ein friedliches, sicheres und wirtschaftlich prosperierendes Miteinander ermöglicht, das es zu schützen und zu fördern gilt. Wir sind überzeugt, dass innereuropäische Beziehungen immer gelebte Beziehungen zwischen Menschen sind. Die Kontakte zu den bestehenden Städtepartnerschaften Remscheids im Sinne einer europäischen Vernetzung sollen intensiviert werden“, hatten die Antragsteller ihre Initiative begründet.

135 Urkunden warten darauf verteilt zu werden

Schon seit vielen Jahren besteht zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum Remscheid (KI) und dem IKE-Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V. eine erfolgreiche Kooperation, und sie ist in NRW sogar einmalig: Das KI gewinnt und betreut die „Elternbegleiter“ für die 17 jährlichen Griffbereit-, Rucksack- und Eltern-Kurse, die an neun der insgesamt 60 Kindertagesseinrichtungen und zwei der 21 Grundschulen in Remscheid angeboten werden plus eines weiteren Elternkurses in arabischer Sprache in einem städtischen Übergangsheim. Und das IKE kümmert sich (seit 1992) um die Finanzierung diese Kurse. Was seit einigen Jahren mit Hilfe des „Paritätische Akademie LV NRW e. V.“ auch gut gelingt: Mit jeweils 2000 Euro für jeden einzelnen einjährigen Elternbildungskurs, derzeit also insgesamt 34.000 Euro, lasse sich dieses wichtige Angebot für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte und deutsche Familien aufrechterhalten, berichteten gestern die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Remscheid, Sevinc Brilling, und die Vorsitzende des IKE-Fördervereins für Interkulturelle Erziehung e.V., Erden Ankay-Nachtwein, in einem Mediengespräch. Es gebe sogar noch weiteren finanziellen Spielraum, bestätigten sie. Doch in den Grundschulen zehn bis 15 Teilnehmerinnen für einen neuen Kurs zu gewinnen, erfordert Zeit. Und daran mangelt es in vielen Remscheider Grundschulen zurzeit erheblich. Wegen unbesetzter Planstellen!

Die Teilnehmerinnen der jüngst zu Ende gegangenen Kurse werden am Donnerstag,  13. Juni, im Neuen Lindenhof auf dem Honsberg ihre Urkunden erhalten. Zu den Gratulanten wird auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gehören. Und wie bei früheren Abschlussfeiern gilt der Dank auch den derzeit zwölf Elternbegleitern. Denn diese seien „sehr motiviert und mit Lust und Laune“ bei der Sache, wie KI-Mitarbeiterin Joby Joppen betonte. Sie koordiniert die Kurse zusammen mit ihren Kolleginnen Claudia Göncüoğlu, Michaela Pappas und Katharina Neuser-Turczynski. Die vier „Griffbereit“-kurse im Jahr wenden sich an Eltern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte mit kleinen Kindern bis zu zwei Jahren, die acht „Rucksack“-Kurse an Eltern von Kindern im Kita-Alter von drei bis sechs Jahren und die fünf Elternkurse an Väter und Mütter mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren. In diesen Kursen soll die Entwicklung der Kinder gefördert werden, speziell ihre Mehrsprachigkeit, zugleich aber auch das deutsche Sprachvermögen der Eltern als „wichtige Ressource in unserer globalen Welt für eine gemeinsame Zukunft“, wie es auf der gestrigen Pressekonferenz hieß. Dem sollen auch Informationen und Inputs von Fachleuten dienen sowie die Besuche verschiedener Einrichtungen, z.B. Stadtbibliothek, Psychologische Beratungsstelle, SPZ usw. Zugleich erhalten die Mütter Anregungen und Materialien, wie sie ihre Kinder auch zu Hause fördern können. „Die Kurse sind für die Müller ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Kinder und eine Unterstützung im deutschen Bildungssystem“, betonte Sevinc Brilling. Und Erden Ankay-Nachtwein ergänzte, damit seien nicht nur (wie den ersten Jahren der Kurse) türkische Frauen gemeint, sondern auch Migrantinnen aus Russland, Albanien  oder Polen. Auch deshalb sei in den Kursen inzwischen Deutsch die allgemeine Verständigungssprache.

Geleitet werden die Kurse, von ausgebildeten Elternbegleiterinnen, die selbst zweisprachig aufgewachsen sind. So auch die Kinderpflegerin Sela Altiparmak. Sie absolvierte ihren Kurs vor 2005 und war danach zwölf Jahre lang selbst Elternbegleiterin. Sie wird am 13. Juni die Zertifikatsfeier moderieren. Zum großen Fest am 13. Juni werden 135 Mütter erwartet, die die 17 Kurse erfolgreich absolviert haben, sowie Kita- und Grundschulleiterinnen. Für sie singt an diesem Vormittag der Chor „Gruppe der Freundschaft“, der türkische Senioren-Chor vom Honsberg unter der Leitung von Dr. Sabre Uysal. Die internationale Frauengruppe „El Ele“ kümmert sich am Mittag um das leibliche Wohl der Gäste.

"Kulturelle Barrieren bleiben praktisch unüberwindbar!"

„Made by Honsberg“ hat das Madrider Büro „Taller de Casquería“ ihre Quartiersentwicklungsstrategie für den Stadtteil überschrieben. Jorge Sobejano und Álvaro Molins präsentierten sie gestern Abend im Neuen Lindenhof zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, darunter aber kaum jemand mit Migrationshintergrund – als seien die auf dem abgeschiedenen Hügel zwischen Blumenthal und Kremenholl weit weniger stark vertreten als die Einwohnerstatistik beweist. Dazu passt der folgende Absatz aus der neuen Studie: „Die starke Präsenz der türkischen Gemeinschaft als zweithäufigste soziale Gruppe ist bemerkenswert, aber kulturelle Barrieren bleiben praktisch unüberwindbar. (...) Die Gemeinschaften koexistieren ohne größere Probleme, aber sie interagieren nicht miteinander.“

Mitte März waren die beiden spanischen Stadtplaner das erste Mal auf dem Honsberg. Zu einem „Ideenbasar zur Zukunft des Honsbergs“ und der Aktion „Mach Dein Licht an!!!“, bei der viele blaue Lichter aus den bewohnten Wohnungen auf die Straßen schienen als Zeichen der Hoffnung und des Engagements für eine lebendige Zukunft des alten Remscheider Arbeiterviertels, in den 1930-er Jahren „ein Ort des Widerstands gegen  den Nationalsozialismus“, wie Jorge Sobejano in seinem Vortrag anerkennen feststellte. Im März hatten er und sein Kollege zahlreiche Interviews mit Anwohnern aufgezeichnet und in den vergangenen Wochen dann in Madrid zusammen mit Merkzetteln und Notizen ausgewertet. „Sie haben sehr gut zugehört“, bescheinigte ihnen gestern der Technische Beigeordneter Peter Heinze, und Stadtplaner Peter Apel vom Stadtumbaumanagement Stachelhausen/Honsberg lobte die spanischen Kollegen, einen „Strauß spannender Ideen und Anregungen“ zusammengestellt zu haben.

Schon die Ausgangssituation haben die Planer aus Madrid zutreffend beschrieben: „Honsberg ist ein Stadtteil, in dem stark verwurzelte Gemeinschaften leben. Die Einwohner kennen sich und erzeugen ein Gefühl der Vertrautheit und Nähe, das es zu schätzen und zu schützen gilt. Hervorzuheben ist die Rolle des Neuen Lindenhofs als gemeinsames Haus und soziales Zentrum des Quartiers, das alle Arten von Aktivitäten bündelt und den Aufbau dieses Gefühls der Nähe zwischen den Nachbarn fördert. das Herz von Honsberg”.

Umgeben von Wäldern und mit Blick in die Täler, sei der Stadtteil in relativer Abgeschiedenheit sehr ruhig, heißt es im Vorwort der Studie weiter. „Die Halskestraße zum Beispiel bietet einen Blick auf die Natur und das Profil der Stadt mit kleinen Wahrzeichen wie Aussichtspunkten und Plätzen, um den Blick in Ruhe zu genießen. Trotz der abgelegenen Lage sei das Zentrum von Remscheid nur 20 Gehminuten entfernt.

Der Honsberg verfüge über eine große Anzahl hochwertiger öffentlicher Räume, bei weitem nicht monoton, ein Ort mit einer Vielzahl von verschiedenen Gemeinschaftsräumen, die es zu erhalten gelte, und weit davon entfernt, ein verschlafener Vorort der Stadt zu sein. Andererseits sehen die Stadtplaner die „ klare Gefahr der räumlichen Isolierung. Denn: „Zum einen basiert die Verkehrsanbindung zum Rest der Stadt fast ausschließlich auf dem im Nordteil gelegenen Zugang, der ein Quartier in Form einer Sackgasse gestaltet. Andererseits trennt die angrenzende Topographie auch Honsberg von den naheliegenden Quartieren, da es unerlässlich ist, das Quartier im Norden zu verlassen, um beispielsweise nach Kremenholl zu kommen, wenn man die Täler, die das Quartier begrenzen, nicht zu Fuß durchqueren will. Schließlich führt der Kleingarten-Gürtel dazu, dass bestimmte Bereiche auch von der umgebenden Natur isoliert sind, was den Zugang deutlich erschwert.“ Das könne das Viertel am Ende dazu verurteilen, sich zu einem Schlafort zu entwickeln. Die Planer haben „eine berechtigte Angst“ der Anwohner wahrgenommen, das Quartier könne ohne Dienstleistungen und Handel enden. „Zum heutigen Zeitpunkt scheint es, dass der Sparkassenkassenautomat in den Norden des Quartiers verlegt und die Kontinuität der Apotheke ernsthaft in Frage gestellt wird. Der Verlust dieser beiden Dienstleistungen, sehr wichtig für die Nachbarschaft, könnte Honsberg einen schweren Schlag versetzen!“

Das griff Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auf und kündigte an, der stillgelegte Bankautomat werde (an anderer Stelle? ersetzt. Dass der Honsberg im Rest der Stadt einen schlechten Ruf habe (klein Istanbul”, so die Planer) wollte er OB so nicht stehen lassen: „Das Image des Honsberg ist inzwischen besser, als bisher öffentlich rübergekommen ist!“ Er sei für den Honsberg optimistisch, auch wegen der neuen Dependance der  Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) an der Martinstraße: „Der Stadtteil verändert sich, er wird aber i9m Charakter nicht beschädigt werden!“ Und: Es sei gut, dass neue Ideen geboren würden. An denen müsse nun gemeinsam gearbeitet werden. Was dem letztlich auf dem Honsberg (!) an Initiativen entspringe, werde die Stadt gerne unterstützen. Stefan Anspach von der „Montag Stiftung Urbane Räume“, die die Studie mit finanziert hatte, betonte ergänzend, jetzt sei ein guter Moment gekommen, Engagement für den Honsberg zu zeigen. Die Stiftung denke gerade über ein gemeinsames Investment vor Ort mit der GEWAG nach (Ralf Noll: „Herzlich willkommen im Stadtteil!“). Und weitere Kooperationen hingen davon ab, wer sich noch aus der Deckung wage, so Stefan Anspach weiter.

Katja Wickert („Ins Blaue“) äußerte die Sorge, die Vorschläge von „Taller de Casquería“ (siehe Pressemitteilung von gestern Nachmittag) könnten in irgendeiner Schublade still entschlummern. Doch der Oberbürgermeister widersprach: „Anwesend sind heute auch zwei Dezernenten und mehrere Amtsleiter. Wir werden uns die Vorschläge der Planer genau ansehen. Und wenn wir dann einen Fahrplan haben. werde ich zu konkreten Punkten einladen!“ Dieter Wiedenhoff empfahl einen „Runden Tisch“, der habe sich schon im Vorfeld des Neuen Lindenhofs bewährt. Etwa Ähnliches gibt es bereits im Rahmen des Projekts „MOSAIK“ der Universität Dortmund. Daran erinnerte Prof. Dr. Susanne Frank von der Fakultät Raumplanung: Alle interessierten Honsberg/innen seien herzlich zu einer Zukunftswerkstatt des Projektteams „MOSAIK“ im Neuen Lindenhof für Samstag, 29. Juni, von 10 bis 14 Uhr eingeladen.

(In den nächsten Wochen wird der Waterbölles auf die einzelnen Vorschläge in dem neuen Konzept, die in der gestrigen Pressemitteilung nur „angerissen“ wurden, noch im Detail eingehen)

Freundschaft hält über 1.100 Kilometer hinweg

Himmelfahrt in Quimper.

Pressemitteilung des Vereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e. V.

Die Freundschaft zwischen Remscheid und Quimper wird jedes Jahr über das verlängerte Wochenende an Himmelfahrt mit wechselseitigen Besuchen vertieft. Traditionell hatte sich daher dieses Jahr eine 37-köpfige Reisegruppe aus Remscheid auf den Weg in die schöne Partnerstadt in der Bretagne gemacht. Elf “Neulinge” unter ihnen profitierten von der Erfahrung der anderen Reisendenden, von denen eine bereits bei der Gründung vor 48 Jahren dabei war.

Das individuelle Programm in den Gastfamilien an Himmelfahrt ließ die Reiseteilnehmer die 1.100 km lange Nachtfahrt schnell vergessen. Während die Einen ihren Geburtstag mit den französischen Freunden feierten, konnten Andere zum ersten Mal in ihrem Leben Austern kosten. Es gab aber auch einen Besuch auf dem Friedhof in Quimper zum Gedenken an verstorbene französische Freunde.

All diese Erlebnisse habe erst die europäische Einigung möglich gemacht, betonte beim Empfang im Rathaus André Guénégan, Stellvertreter des Bürgermeisters in Quimper, deren Wichtigkeit er im Zusammenhang mit der gerade stattgefundenen Europawahl hervorhob. Auch die Vorsitzende des Vereins Städtepartnerschaft Remscheid-Quimper e. V., Claudia Nast, schlug in ihrer Rede eine Brücke von ehemals verfeindeten Ländern im Herzen Europas, die sich nach dem Krieg zunächst vorsichtig annäherten, bevor sie schließlich freundschaftlich verbunden waren. Zahlreiche Städtepartnerschaften auf lokaler Ebene beweisen dies.

Nachdem abends die Freundschaft beider Städte deutsch-französisch gefeiert wurde, verbrachten die Remscheider gemeinsam mit den französischen Freunden einen wundervollen Samstag im nördlichen Finistère, den die Association in Quimper einschließlich des sommerlichen Wetters perfekt organisiert hatte. Nach einem Spaziergang um die Festung von Bertheaume und einem ausgiebigen Mittagessen ging es weiter nach Pointe Saint-Mahieu, wo die Gruppe zufällig Zeuge einer Gedenkfeier mit Dudelsack-Musik wurde.

Bevor es zum letzten Abend nach Quimper ging, spazierte man gemeinsam durch das malerische Le Conquet. Beim Abschied in Quimper am frühen Sonntagmorgen hieß es wehmütig: Au revoir, bis zum nächsten Mail – auf Wiedersehen, à la prochaine! (Claudia Nast, 1. Vorsitzende)

Die Zeit, in der das einfache Brot wundervoll schmeckt

Vom 6. Mai bis 4. Juni begehen die Muslime auf der ganzen Welt den Fastenmonat Ramadan. Mit Einbruch der Dunkelheit treffen sie sich in ihren Familien, bei Nachbarn oder in der Moschee, um bei einem gemeinsamen „Fastenbrechen“ (Iftar) ein wenig zu feiern und die Gemeinschaft zu genießen. Dazu hatte der Verein Deutsch-türkisches Kultur und Sportzentrum e.V. an der Freiheitstraße am Samstagabend auch deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen, inzwischen schon eine gute Tradition. Der Vorsitzende Mesut Sezen und Salih Temizyürek, auch Mitglied des städtischen Integrationsrates, begrüßten dazu neben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auch den evangelischen Superintendenten Hartmut Demski, Pastor André Carouge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“) sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, und Sevinc Brilling, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Remscheid.

Demski überbrachte die Grüße der christlichen Kirchengemeinden in Remscheid und wertete die Einladung als Zeichen der Offenheit: „Das wissen wir sehr zu schätzen!“ Und der OB betonte, er Gedankenaustausch im Rahmen der Iftar-Essen sei ihm wichtig: „Ein gutes Zeichen für unsere Stadt, dass die muslimischen Gemeinden dazu einladen!“

Salih Temizyürek hatte zuvor bei der Begrüßung der Gäste betont: „Die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz bedeutet uns sehr viel“ Der Kultur- und Sportzentrum Remscheid e.V. verfolge ausschließlich Ziele, die mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Einklang stünden. „Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und lehnen jeglichen Extremismus und Rassismus ab. Wir als Verein legen Wert auf Freundschaftlichkeit, Toleranz und Solidarität der Menschen untereinander und gegenüber anderen Glaubensangehörigen. Wir lehnen jede Art von Gewalt und Aufruf zur Gewalt ab. Unser Ziel ist ein Zusammenleben in Remscheid gemeinsam zu gestalten. Wir respektieren die Glaubens- und Meinungsfreiheit anderer, verlangen aber den gleichen Respekt von anderen!“ Vor allem gelte das für von Politikern, „die nichts anderes zu tun haben scheinen, als das Kopftuch zu thematisieren.“

Ramazan sei eine Zeit der Bescheidenheit, wo das einfache Brot wundervoll schmeckt und das Wasser einen besonderen Wert hat. „Auch in diesem Jahr erinnern wir uns daran, wie gut es uns eigentlich geht und wie wichtig es ist anderen, vor allem hungerleidenden Menschen zu helfen!“

Gäste aus Irael lernen heute den Pferdestall kennen

Pressemitteilung der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw)

Der Stadtverband Remscheid des Deutschen Beamtenbund (dbb) und insbesondere seine Jugendgruppe engagieren sich seit vielen Jahren sowohl für jugendpolitische Themen vor Ort, als auch im Rahmen der internationalen Jugendarbeit. So gehörten in den vergangenen Jahren auch immer junge Remscheiderinnen und Remscheider zu den Delegationen im Rahmen der internationalen Jugendarbeit – Immer wieder auch in Israel. Denn zu den vielfältigen Aufgabenfeldern des gewerkschaftlichen Jugenddachverband, der für die Belange und Interessen von jungen Erwachsenen im öffentlichen Dienst Nordrhein-Westfalens eintritt, zählt u.a. auch die internationale Jugendarbeit. Die Schwerpunkte der partnerschaftlichen Kontakte liegen in Israel, der Ukraine, Russland, R.O.C./ Taiwan sowie in der Volksrepublik China.

Der intensive Kontakt nach Israel besteht bereits seit 1976. Im jährlichen Wechsel ist eine israelische Delegation zu Besuch in Nordrhein-Westfalen bzw. eine Delegation der dbb jugend nrw zu Gast in Israel. Der israelische Partner ist die „Union of Local Authorities in Israel, ULAI“ – der Israelische Städte- und Gemeindebund. Vom 12. Bis 17. Mai  sind sechs Sozialamtsleiter (Directors of Welfare Department) aus verschiedenen israelischen Städten sowie ein Vertreter des israelischen Partnerverbandes zu Gast in NRW und auf Einladung des DBB Stadtverbandes Remscheid heute auch in Remscheid. Das diesjährige Leitthema der israelischen Delegation lautet: „Junge Flüchtlinge: Herausforderungen und Potentiale für das Aufnahmeland“ Vor zwei Jahren behandelte eine Delegation der dbb jugend nrw dasselbe Thema bei einem Besuch in Israel.

Im Rathaus wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gegen Mittag die israelischen Gäste empfangen. Am Nachmittag werden sie Gedenk- und Bildungsstätte „Pferdestall“ besuchen, die Aktion „Stolpersteine“ in der Innenstadt näher kennenlernen und schließlich noch dem BZI Remscheid einen Besuch abstatten.

Jungen Franzosen das Bergische nähergebracht

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

Es ist wieder so weit: Seit Donnerstagabend sind Schülerinnen und Schüler des Collège Sainte Geneviève aus Asnières-sur-Seine für eine Woche in Lennep. 25 Schüler des Rögy und zehn Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule erwarteten gespannt die Ankunft. Am Freitag fuhren alle beteiligten Schüler gemeinsam nach Bonn, um die Stadt und das "Haus der Geschichte" zu erkunden. Natürlich gab es auch einen (sehr begrüßten) Abstecher zu Haribo, bei dem Taschengeld den Besitzer wechselte. So konnte man sich schon kennenlernen, bevor es ins Wochenende mit den Gastfamilien ging. Diesen gilt der herzliche Dank der Schulen dafür, dass sie den Gästen mit großem Einsatz das Bergische Land und die deutsche Sprache näherbringen.

Am morgigen Montag gibt es in der Mensa des Röntgen-Gymnasiums ein von den Eltern organisiertes "goûter" (Kaffeetrinken) mit süßen und herzhaften Köstlichkeiten. Besuche im Zoo von Wuppertal (diesmal ohne eine Fahrt mit der Schwebebahn) und in Köln mit der Besichtigung des Doms, des EL-DE-Hauses und des Museums Ludwig werden im Laufe der Woche vorgenommen. Am Abreisetag werden die Gäste am Unterricht in den jeweiligen Schulen teilnehmen. Der Abschiedsschmerz wird nicht so groß sein, da fünf Tage später der Gegenbesuch stattfindet. (Doris Hildebrand)

Remscheid macht mit beim Bündnis "vote together"

 

Zum gestrigen Pressetermin im Teo Otto Theater kam Ute Lennartz-Lembeck mit Kindern aus ihrer „Kunstschule Heimat“ in der “Kraftstation“. Um ihnen zu zeigen, dass es auch andere – und politischere –  Möglichkeiten gibt, sich in Remscheid zu engagieren.  Zum Beispiel für die Europa-Wahl Ende Mai. Die zu unterstützen ist aller Ehren wert. Meinte auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, als er von Ute Lennartz-Lembeck von dem überparteilichen und europaweiten Bündnis "vote together" erfahren hatte, einer Initiative des international bekannten Künstlers und Fotografen Wolfgang Tillmans zur Europa-Wahl. Er ist gebürtiger Remscheider, aufgewachsen in Reinshagen, zwei Häuser neben Ute Lennartz-Lembeck. Klar, dass beide sich gut kennen, auch heute noch miteinander korrespondieren. Und ebenso klar war es für die Remscheider Künstlerin, dass Tillmans Heimatstadt sich an der Aktion „Wählen gehen“ beteiligen müsse.

Tillmans nennt es auf der Internetseite von „vote together“ eine Chance, an den zweitgrößten Wahlen der Welt teilzunehmen. Alle 420 Millionen Wahlberechtigten entscheiden gemeinsam, wer im Parlament sein soll.   Wir können unsere Rechte als Bürger nutzen, um eine Erklärung für das europäische Projekt und ein weiterhin friedliches und kollaboratives Europa abzugeben.   Lasst uns diese Wahlen als einen Moment feiern, in dem wir zusammenkommen können. Abstimmungen sind ein Privileg und niemals ein Einzelfall. Gehen Sie also mit Ihren Freunden, Ihrer Familie und Ihren Nachbarn zu den Wahlen.“

„Wählen gehen“ ist ein Projekt von „Between Bridges“.- Das war ursprünglich die Galerie von Tillmans, – zuerst in London, dann in Berlin – und ist heute „seine“ Stiftung, 2917 gegründet zur Förderung von Demokratie, Völkerverständigung, Kunst und LGBT-Rechten (LGBT ist die aus dem Englischen stammende Abkürzung für Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender).

Für Burkhard Mast-Weisz ist Wählen nicht nur ein Bürgerrecht, sondern sollte für jeden Einzelnen auch eine Verpflichtung sein. Deshalb wird ab sofort am Teo Otto Theater neutral für die Europa-Wahl geworben.  Mit vergrößerten Postern, die von „vote together“ stammen. Ebenso wie die Fotos, mit denen sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Remscheiderinnen und Remscheidern fotografieren ließen, um zu zeigen, dass sie die Kampagne „vote together“ unterstützen. In Medien wie Facebook und Twitter soll (und könnte) daraus eine ganze Lawine von Fotos werden (wenn viele Nutzer die Aufforderung zur Wahl zu gehen auf ihre eigenen Seiten übernehmen (teilen), wünscht sich Ute Lennartz-Lembeck.

Das Teo Otto-Theater im Zeichen der bevorstehenden Europa-Wahl. Foto: Lutz Heinrichs.

Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus 2019

Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz

Zum dritten Mal vergibt die Deutsche Bischofskonferenz den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 4.000 Euro dotierte erste Preis geht an das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz in Remscheid-Lennep. Der Jury-Vorsitzende, der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), erklärt anlässlich der Veröffentlichung der Preisträger, der Preis verdeutliche auch in diesem Jahr wieder, dass es an vielen Orten in unserem Land „Leuchttürme des kirchlichen Engagements „gebe; dies mache ihn zuversichtlich und dankbar. Insgesamt waren 81 Bewerbungen und Vorschläge für den Preis eingereicht worden. Die Preisverleihung ist am 4. Juli auf der Zeche Carl in Essen beim vierten „Katholische Flüchtlingsgipfel“, der fremdenfeindliche Tendenzen als Herausforderung für die kirchliche Flüchtlingsarbeit in den Blick nimmt.

Das Projekt „Global Village: Weltort Lennep“ habe sich auf kreative und sensible Weise dem Austausch zwischen Kulturen und Generationen verschrieben, so die Jury. „ Im Zentrum stehen die Geschichten von Menschen vor Ort: in Lennep aufgenommene Flüchtlinge, Senioren aus dem Umfeld der Kirchengemeinde, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen, Gläubige der Spanischen Mission oder Menschen in schwierigen Lebenslagen, die beim örtlichen „Lotsenpunkt“ Unterstützung suchen. Das Projekt macht erfahrbar, was Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung verbindet. Der persönliche Austausch wird zu einer Stadtführung weiterentwickelt, die in Gesprächen, im szenischen Spiel und durch kulinarische Spezialitäten von der Vielfalt des Lebens im Quartier erzählt. Dabei zeigt sich: Geschichten aus Lennep sind Weltgeschichten. Eine besondere Stärke des Projekts, das vom „Engagement Förderer“ der Katholischen Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz geleitet wird, liegt in der Vernetzung von Akteuren, zwischen denen es sonst nur wenige Berührungspunkte gäbe. Mit „Global Village: Weltort Lennep“ eröffnen die Pfarrgemeinde und der von ihr getragene „Lotsenpunkt“ Räume des Austauschs, die der gesamten Stadtgesellschaft zugutekommen. An die Stelle abstrakter Stereotypen tritt konkrete menschliche Wertschätzung.“

Leibniz-Gymnasiasten besuchten Presov

Nach der Anreise mit dem Flugzeug von Dortmund nach Krakau und einer anschließenden 3,5-stündigen Busfahrt erreichten wir die Partnerstadt Prešov  um 23.45 Uhr. Der erste Tag in der Slowakei war erlebnisreich und spannend. Das begann mit einer herzlichen Begrüßung in unserer Partnerschule. Dort erhielten wir zunächst einen kurzen Einblick in das slowakische Schulsystem. Im Museum Solivar hatten wir sodann interessante Führung mit Informationen über die früheren Methoden der Salzgewinnung. In der Innenstadt von Prešov folgte danach eine Geocaching-Tour entlang vieler alter und schöne Kirchen sowie fröhlich-bunter Häuser. Dort hatten wir auch genug Zeit, um uns umzusehen, zu shoppen oder einen Kaffee zu trinken. Mit dem Bus ging es am Nachmittag zum Kalvarienberg, von wo wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt hatten. Insgesamt war der erste Tag schon sehr beeindruckend und wir freuen uns auf weitere schöne Tage. (Lilly Stuppmann, Q1)

Am zweiten Tag fuhren wir in die Nähe der polnischen Grenze zur mittelalterlichen Burg in Stará L´ubovňa. Eine Burgführerin stellte uns die Anlage anschaulich und informativ vor und erzählte uns viel über das Mittelalter und das damalige Burgleben. Anschließend besuchten wir das benachbarte Freilichtmuseum, wo uns das Leben als Bauer im Mittelalter beispielhaft gezeigt wurde. Ein Erlebnis war auch das gemeinsame Essen mit unseren slowakischen Freunden in einem altertümlichen Restaurant. (Linda Mosbach und Melissa Ulrich, beide 9a)

Am dritten  Tag lernten wir die Hohe Tatra kennen. Bevor wir eine 4,5 Kilometer lange Wanderung machten, besuchten wir die Illusionsgalerie „Tricklandia“ in Starý Smokovec (viele lustige Fotos). Vor der Wanderung lernten wir das slowakische Schulsystem näher kennen (neun Jahre Grundschule, bei der man aber in der fünften Klasse auf das Gymnasium wechseln kann für weitere acht Jahre). Auf unserer Wanderung mit vielen schönen Natureindrücke führte hinauf zu einem Berg (Mittagessen) und zurüvk mit Blick auf den Bergsee „Popradské ples“. Ein Zug brachte uns dann nach Štrbské Pleso, um einige Souvenirs zu kaufen und den nahen gleichnamigen See zu besichtigen. Es war ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag. (Paula Kurth, Paula Welke und Nina vom Brocke,alle 7b)

An unserem letzten Tag, an dem wir alle zusammen unterwegs waren, empfing uns im Rathaus der stellvertretende Bürgermeister von Prešov. Er hat uns viel über die Historie und die Ziele der Stadt erzählt, und wir haben eine interessante Führung durch das schöne und große Rathaus bekommen. Danach fuhren wir in unserem Reisebus zu der Jasov-Höhle im Nationalpark Slovenský kras. Es war sehr kalt dort, aber trotzdem wunderschön. Wir zwängen uns durch enge Steingänge und sind mehrere Meter tief in die Höhle gegangen – ein Erlebnis! In der zweitgrößten Stadt der Slowakei, Košice, haben wir sodann den größten Dom der Slowakei, den „Heiligen Dom der Elisabeth“ besichtigt. Am Abend feierten wir Abschiedsfeier in einer Bowlinghalle. Es war ein sehr lustiger Abend, und wir freuen uns schon alle sehr auf das Wochenende bei unseren Gastfamilien. (Marie Christ, EF)

Das Wochenende war für Programme der Familien reserviert. Es wurden weitere Ausflüge gemacht, z.B. zur weltbekannten Zipser Burg oder zum Floßfahren auf dem Dunajec, dem Grenzfluss zwischen der Slowakei und Polen. Der Montag begann mit einem gemeinsamen Resümee sowie einem Gespräch mit dem Schulleiter, bevor dann gegen 9.30 Uhr die rund neunstündige Rückfahrt begann. (Klaus Fey)

Von Grundsätzen der Demokratie verabschiedet

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

Zur Entscheidung der türkischen „Wahlkommission“ die Bürgermeisterwahl in Istanbul zu wiederholen, äußerte sich Fritz Beinersdorf, der Fraktionsvorsitzende der Remscheider Linken, wie folgt:

„Es war eigentlich damit zu rechnen, dass Erdogan sich gegen den Machtverlust in Istanbul wehren wird. Mit Hilfe der Neuwahl startet er jetzt den Versuch sich doch noch die Macht in der größten Stadt des Landes sichern. Damit verabschiedet sich die Türkei von wichtigen Grundsätzen der Demokratie: freie Wahlen und Anerkennung des Wählerwillens. Wir alle wissen, dass bisher auch nicht  alles in Ordnung gewesen war. Die Erdogan-Regierung hat in den vergangenen Jahren wichtige Institutionen unter ihre Kontrolle gebracht. So wurden Justiz und Medien auf Linie gebracht, das Parlament wurde entmachtet, gewählte Politiker und Journalisten wurden ins Gefängnis gesteckt, zuletzt wurde neugewählten kurdischen Bürgermeistern das Amt verweigert.

Wenn die friedliche Übergabe der Macht in der größten Stadt des Landes nicht mehr funktioniert, kann von freien Wahlen keine Rede mehr sein. Der politische Wettbewerb wird abgewürgt. Das ist nicht nur für die türkische Innenpolitik, für die Menschen in der Türkei eine Katastrophe, sondern dies wird auch Auswirkungen in unserer Stadt haben.“