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Kennepohl & Wibera: Da ist viel "Sand im Getriebe"

Baudezernent Helmut Kennepohl und die in Remscheid am „Schaufenster der Wirtschaft“ arbeitenden Wirtschaftsberater der Firma Wibera scheinen nicht mehr gut aufeinander zu sprechen zu sein. Letztere hatten an Oberbürgermeisterin Beate Wilding geschrieben, um ihrem Ärger über Kennepohl Luft zu machen. Das hatte dann am Montagabend ein „Spitzengespräch“ der OB mit den Fraktionsvorsitzenden (ohne Kennepohl) zur Folge. Von einer guten Zusammenarbeit mit dem Dezernenten könne keine Rede (mehr) sein, heißt es dem Vernehmen nach in dem Brief der Wiebera-Mitarbeiter. Eine erste Untersuchung des Schaufenster der Wirtschaft“-Konzepts durch Wiebera hatte vor zwei Monaten ergeben, dass das finanzielle Risiko für die Stadt Remscheid angesichts der zugrunde liegenden Mieten in dem Gebäude und dessen geschätzter Auslastung wohl nicht tragbar sein würde. Über 600.000 Euro sollte die städtische Anschubfinanzierung nicht hinausgehen. Der größte Batzen käme, wenn das Projekt wahr werden sollte, mit 1,4 Millionen Euro von der Regionale 2006.

Als die Wiebera-Mitarbeiter nun ausloten wollten, wie intensiv sich bergische Unternehmen am dem ehrgeizigen Vorhaben beteiligen wollen (als Mieter oder gar als Mitgesellschafter), hätten Klagen von Kennepohl über die mangelnde Unterstützung der Politik „den Boden völlig vergiftet“, schreibt heute Hennig Röser in der Bergischen Morgenpost. Da scheint also wieder mal Nebel vor das Traumbild des „Schaufensters der Wirtschaft“ zu ziehen. Aber schon hat der Baudezernent offenbar eine neue Trumpfkarte parat: Der Investor HBB, der gerade das Bahnhofsgelände überplant, soll sich selbst als Betreiber des „Schaufensters“ ins Gespräch gebracht haben. Und Wiebera soll darauf nicht richtig angesprungen sein, schießt Kennepohl zurück, wie die Morgenpost weiter berichtet. Wird da schon frühzeitig nach denjenigen gesucht, denen letztlich die Schuld am Scheitern des Projektes gegeben werden soll?

Seltsam. Ganz anders klang Kennepohls Kritik an der Wibera heute in den Regionalnachrichten des WDR. Die Prüfer hätten den Remscheider Unternehmern nur das so genannte "Eigentümer-Modell" angeboten statt auch eine Anmietung von Flächen. Weiter hieß es in den Nachrichten aus dem Studio Wuppertal, Kennepohl fühle sich innerhalb der Verwaltung "kaltgestellt".

Morgen nun, im Anschluss an die Hauptausschuss-Sitzung, will die Politik im direkten Gespräch mit den Unternehmern für Klarheit sorgen, d.h. die finanziellen Möglichkeiten der Stadt noch einmal beschreiben und zum anderen abklären, in welcher Weise (und welcher Höhe) sich die Unternehmen an dem Schaufenster der Wirtschaft“ beteiligen wollen. So, oder so, die Zeit drängt. Jetzt müssen Fakten auf den Tisch. Ob Helmut Kennepohl, dessen „liebstes Kind“ dieses Projekt immer war, an diesem Gespräch teilnehmen wird (darf), scheint noch unklar zu sein. In der Verantwortung steht er allemal. Die FDP hat bereits signalisiert, dass sie genau hinsehen will, welche Fortschritte (oder Rückschritte) das „Schaufenster der Wirtschaft“ macht, bevor sie entscheidet, ob sie die anstehende Wiederwahl Kennepohls als Baudezernent unterstützen wird oder nicht. SPD und W.I.R. lehnen diese Wiederwahl kategorisch ab. Die W.I.R. scheint an Kennepohl noch immer zu hängen, stellt aber Bedingungen („Klares Aufgabengebiet, um Kompetenzgerangel innerhalb der Verwaltung zu vermeiden!“). Lediglich die CDU hat sich bereits eindeutig dafür ausgesprochen, Kennepohl – seit 18 Jahren an der Spitze des Baudezernats – für weitere acht Jahre zu wählen. Nicht ausgeschlossen, dass die Remscheider Kommunalpolitik in dieser Angelegenheit noch für einige Überraschung gut ist…

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Kommentare

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Chronist am :

In der Sitzung des Hauptausschusses am gestrigen Donnerstag berichtete Baudezernent Kennepohl schriftlich: „Die WIBERA hat in der letzten Ältestenratssitzung den Auftrag erhalten, die Modelle Eigentümergesellschaft und Mietgesellschaft gegenüber zu stellen und den Remscheider Unternehmern zu präsentieren. Zwar hat der Termin mit der WIBERA und acht Remscheider Unternehmern am 12.01.2007 stattgefunden, eine zahlenmäßig unterlegte Vergleichsrechnung wurde jedoch nicht präsentiert. Die Remscheider Unternehmer lehnen das Mietmodell mit alleiniger voller Risikoübernahme ab und haben selbst ein Gegenmodell vorgeschlagen.“

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