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Verwaltung will Schullandheim zum 1.1.2009 dicht machen

Die Stadtverwaltung hat der Politik vorgeschlagen, das Schullandheim Bernau zum 1.Januar 2009 zu schließen. Der Verwaltungsvorschlag folgte damit einem Vorschlag von Stadtkämmerer Jürgen Müller, und der wieder folgte damit einer Empfehlung der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner. Die hatten bei Sach- und Personalkosten Einsparungsmöglichkeiten von ca. 120.000 € ausgemacht, gleichzeitig aber darauf hingewiesen, dass von den derzeit fünf Beschäftigten drei Mitarbeiter über sehr langfristige Verträge verfügen und nicht kündbar sind. Zitat: „Von den beiden anderen Mitarbeitern könnte die Stadt Remscheid sich ggf. nach Auszahlung einer Abfindung trennen.“ Kleine, aber nicht unwesentliche Einschränkung der Prüfer: Dies setzt die rechtliche Umsetzbarkeit voraus.

In der Verwaltungsvorlage wird das aufgegriffen: „Die stiftungsrechtlichen Aspekte sind zu klären, ebenso die personalrechtlichen!“ Die Schließung des Hauses hätte keine gravierenden Konsequenzen, da die Nachfrage durch Remscheider Schulen gering sei.“ Dem hatte im Juni vorigen Jahres, als von Müller erstmals eine Schließung des Heimes ins Gespräch gebracht worden war, der Vorsitzende des Schullandheimvereins, Rektor a.D. Paul Lauer, energisch widersprochen: „Die Stadt hat heute eines der modernsten und zugleich bestausgestatteten Schullandheime. Für die Schulen ist das Haus eine Bereicherung und wichtige Ergänzung der schulischen Arbeit. Seit 1983 zählte es knapp 60.000 Besucher.“ „Die vorgeschlagene Maßnahme (Anm. Schließung) kann und sollte zeitnah umgesetzt werden“, heißt es nunmehr von Seiten der Verwaltung.

Das Schullandheim Bernau entstand aus einer Stiftung von Karoline und Richard Heinrich Edelhoff. Der Sägenfabrikant und seine Frau (geb. Tillmanns) hatten sich nach dem Ersten Weltkrieg dazu entschlossen, ein Erholungsheim für Remscheider Kinder zu schaffen, um ihnen, die am meisten unter der Not der Nachkriegszeit zu leiden hatten, zu helfen. Ihre Stiftung ermöglichte ein Kinderheim in Honnef. Vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg zeigte sich jedoch, dass die Kuren in Honnef viele Wünsche offen ließen, Was fehlte, war ein modernes, allen Anforderungen entsprechendes Heim und Höhenluft. Dafür waren in Bernau die Voraussetzungen gegeben. Deshalb wurde mit dem Einverständnis sämtlicher Erben Edelhoff-Tillmanns eine Verlegung des Kinderheims von Honnef nach Bernau beschlossen.1,8 Millionen Mark kostete das Heim die Stadt Remscheid als Bauherrn. Für 64 Kinder war es damals konzipiert - sie wurden in Schlafräumen zu vier und in Gruppenräumen zu je 16 Kindern untergebracht. Für jede Gruppe gab es einen Spielraum.

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Kommentare

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Carsten Fickenzer am :

So, jetzt plant die Stadtverwaltung also die Schließung des Schullandheims Bernau. Natürlich nur auf Vorschlag der Einsparer Rödl und Partner. Ich finde, Irgendwie macht es einen unguten Eindruck, wenn die gleiche Stadtverwaltung in fast einem Atemzug die Beförderung von 61 Mitarbeitern plant. Keine Frage, die Beförderungen müssen sein, wenn die entsprechenden Mitarbeiter dran sind. Aber kurz danach mit der oben genannten Forderung an die Politik heranzutreten, ist wirklich unglücklich. Ganz abgesehen davon, daß ausgerechnet mal wieder an Kinder und Jugendarbeit gespart werden soll. Ich glaube, dass an gewissen Ecken und Enden so viel Geld zum Fenster rausgeworfen wird (Stellenanzeige zur Nachfolge für Herrn Kennepohl.... nur um ein aktuelles Beispiel zu nennen), dass man erst mal hier nachschauen sollte, wo man einsparen kann. Aber, wer glaubt, dass die Verwaltung (gut) verwaltet, der glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

Chronist am :

Ist eigentlich irgendwann einmal von Seiten der Stadt Remscheid berichtet worden, dass der Rat der Stadt der Veräußerung des Schullandheims Bernau zugestimmt hat? Muss er aber haben, denn sonst fände sich nicht im jüngst vorgelegten Sachstandsbericht Haushaltskonsolidierung folgender Absatz: „Die Aufgabe des Heims erfolgt zum 1.1.2009. Die Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung hat keine Bedenken, den Stiftungszweck unabhängig vom Verkauf des Objekts zu ändern. Die Arbeitsverträge (fünf Vollzeitplanstellen) werden zum 31.12.2008 gegen Zahlung von Abnfindungen aufgelöst.“

wieland Gühne am :

Ja der Rat hat die Schließung innerhalb de Sparpaketes des Zukunftspaktes schon im Jahr 2007 beschlossen. Unter http:// www.wir-remscheid.de/ Ablage/ rd_soll_haben/ sollhaben2008.htm #november finden Sie das mögliche Einsparungspotenzial. Ob es noch Geld gibt für die Immobilie erscheint eher unwahrscheinlich. (Anm.: Leerzeichen in URL vor Verwendung bitte entfernen)

Chronist am :

Was die Schließung gekostet hat, ist nicht bekannt, wohl aber, was die Stadt Remscheid im vergangenen Jahr für die Auflösung von zwölf Arbeitsverhältnissen an gerichtlichen und außergerichtlichen Abfindungen gezahlt hat: 275.800 Euro. Zitat aus der nichtöffentlichen Mitteilungsvorlage 011-43: "Die Auflösungen resultieren aus Maßnahmen des Rödl-Gutachtens (u.a. Schließung Schullandheim Bernau) sowie anderen asrbeitsrechtlichen Maßnahmen."

wieland Gühne am :

Wer die W.i.R. Seite genau studiert, bekommt immer alle informationen aus erster Hand. Die Abfindungen für die Mitarbeiter des Schullandheims Bernau lagen genau bei 136.000 Euro.

Lothar Kaiser am :

Ich habe es versucht, auch den Link bis zu //januar09.htm benutzt, aber nicht gefunden, wer die restliche Summe von 139.800 (275.800-136.000) Euro bekommen hat.

Wieland Gühne am :

Tja, lieber Chronist, dass ist offensichtlich so geheim, dass die Verwaltung zur Zeit noch alles tut, um es zu verschleiern. Unsere Anfrage läuft. Wenn es im nächsten Finanzausschuss keine Antwort gibt, was soll`s, es gibt noch viele Finanzausschüsse. W.i.R. haben (natürlich wieder auf unserer Internetseite eine kleine Schätzung gewagt.

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