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Eine Null zuviel und auch sonst beinahe absurd

Durch die Schließung des Teo Otto Theater als freiwillige" Einrichtung der Stadt sei die kulturelle Grundversorgung der Remscheider Bürger nicht gefährdet, meinen die Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner. Sie begründeten das mit der „räumlichen Nähe zu vergleichbaren Einrichtungen und Angeboten wie den Wuppertaler Bühnen und dem Theater Solingen“.  Demgegenüber sieht der Verwaltungsvorstand in einer Schließung des Theaters den „Verlust eines harten Standortfaktors und weniger Anreiz für zuzugs- und kulturinteressierte Familien und Arbeitnehmerlnnen /Managerlnnen“. Weiter heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung:

„Das Teo Otto Theater ist programmatisch und als Veranstaltungsort das kulturelle Herz und Aushängeschild Remscheids, um das uns nicht nur umliegende Städte beneiden, die sich fragen, wie Remscheid es schafft, mit so wenig Theaterpersonal jährlich über 130 Veranstaltungen zu realisieren. Das Theater-Angebot prägt ganz wesentlich die kulturelle Grundversorgung der Stadt und ist für das Profil der Stadt unverzichtbar. Das Gebäude selbst wurde mit Millionenaufwand renoviert. Im vergangenen Jahr wurden erstmals für über 400.000 € Karten verkauft. Mit Wuppertal und Solingen bestehen Abnahme- (W.taler Schauspiel, Musiktheater) Organisations- (Zwei-Städte-Orchester mit Solingen) und Bergisches-Abonnement-Kooperationen, welche allerdings an Grenzen stoßen bei dem verschiedenen Organisationscharakter der Häuser in Wuppertal (Ensembletheater) und Solingen (Veranstaltungsservice).

Die Fahrtzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln theatralen Ereignissen in unseren "unmittelbaren“ Nachbarstädten beträgt bisweilen über eine Stunde, was auch stärkere Absatzzahlen des Bergischen Abos verhindert. Unter motorisierten Erreichbarkeitsgesichtspunkten hätte Rödl & Partner besser auf das Bochumer Schauspielhaus, die Düsseldorfer Rheinoper und das Kölner Schauspiel verweisen sollen. Aber auch im qualitativen Vergleich mit den rheinischen Großstädten bietet das Teo-Otto-Theater z. B. mit dem Berliner Ensemble oder Gorki-Theater bestes deutsches Schauspiel und mit dem australischen Queensland-Ballett oder der israelischen Batsheva Dance-Company bestes internationales modernes Tanztheater (und das ohne millionenschwere Ruhrgebiets-Kultursubventionen!). Ein mit den Schulen, den Senioren und gesellschaftlich relevanten Gruppen in unserer Stadt abgestimmtes und auf die Theaterbesucher der Stadt eingestelltes Programm spiegelt und bedient die kulturellen Bedürfnisse Remscheids bis hin zu den Sportlern und Migranten. Aus all diesen Gründen grenzt der Schließungsvorschlag an Absurdität. Das Theater ist im Übrigen auch von der Bezirksregierung nie in Frage gestellt worden. Die Leistungsentgelte an die Bergischen Symphoniker (vertragliche Pflichtabnahmen von Orchesterleistungen) betragen nicht 100.000 € (It. Rödl & Partner), sondern ca. 140.000 € .“

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Chronist am :

Wie die regionalen Hörfunknachrichten aus dem WDR-Studio Wuppertal heute melden, hat der Intendant der Wuppertaler Bühnen, Gerd Leo Kuck, ein gemeinsames Theater für Wuppertal, Solingen und Remscheid ins Gespräch gebracht. Auf diese Weise habe das Theater im Städtedreieck mit einem potentiellen Publikum von 600.000 Menschen eine Zukunft, zumal es von der Landesregierung unterstützt werden würde.

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