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Heimatbund will Schließung der Stadtteilbücherei verhindern

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

Der Rat der Stadt Remscheid plant, in seiner Sitzung am 25.10.2007 einen Beschluss zu fassen, mit dem im Rahmen der Sanierung des städtischen Haushaltes die Stadtteilbücherei in Lüttringhausen geschlossen werden soll. Der Heimatbund Lüttringhausen ruft die Bezirksvertretung Lüttringhausen, die Lüttringhauser Schulen und Jugendeinrichtungen, den Marketingrat Lüttringhausen und letztlich alle Bürgerinnen und Bürger auf, gegen die geplante Schließung der seit rund 100 Jahren in Lüttringhausen vorhandenen Stadtbücherei zu protestieren. Der Heimatbund Lüttringhausen appelliert an den Rat der Stadt Remscheid, die Stadtteilbücherei Lüttringhausen nicht zu schließen. Kinder sind unsere Zukunft! Oder: Wie gehen wir mit Bildungsangeboten um?

Bei den vielen Tausenden Entleihungen, die monatlich in der Lüttringhauser Stadtbücherei anfallen, entfallen ca. 40 Prozent auf Kinder und Jugendliche, die zu den treuesten Kunden zählen. Bei den Schülerinnen und Schülern von vier Grundschulen, der Hauptschule Klausen und des Leibniz-Gymnasiums ist folglich der Bedarf über den Rahmen der schulischen Bildung mehr als vorhanden. Kurze Wege ermöglichen diese regelmäßigen Besuche der Stadtteilbücherei Lüttringhausen. Sind die von Kommunal-, Landes- und Bundespolitikern erhobenen Forderungen nach mehr Bildung für unsere Kinder lediglich Lippenbekenntnisse oder Worthülsen? Globale Zusammenhänge von Bildungsmängeln mit der Pisa-Studie darzustellen ist einfach zu wenig. Es geht doch um den Erhalt konkreter Bildungsangebote vor Ort. Dem Engagement der Büchereileitung in der Gertenbachstraße ist es zu verdanken, ihre Medienangebote so kind- und schülergerecht zu präsentieren, dass so viele Kinder und Jugendliche regelmäßig und beständig dorthin kommen.

Die Zahlen belegen, dass die Bücherei bestens angenommen wird. Das wiederum lässt den Schluss zu, dass der Erhalt unserer Stadteilbücherei eine lohnenswerte Investition für unsere Kinder und somit für unsere Zukunft ist.Nicht unerwähnt bleibt folgendes: Als vor einigen Jahren für die Stadtteilbücherei Lennep mit einem Millionenaufwand im Altstadtbereich ein neues Gebäude errichtet wurde, war einer der Gründe die Belebung des Innenstadtbereichs. Gilt so etwas für den Lüttringhauser Ortskern nicht? Warum hinterlässt man das Gefühl, mit zweierlei Maß zu messen? Mit einer Schließung der Bücherei in der Gertenbachstraße würde man den vielfältigen Bemühungen – insbesondere seitens des Lüttringhauser Marketingrates – zur Wiederbelebung des Lüttringhauser Altstadtbereiches einen Bärendienst leisten!

Der Heimatbund Lüttringhausen wird in den nächsten Tagen eine Unterschriftensammlung starten, mit der die Schließung unserer Lüttringhauser Bücherei verhindert werden soll. Schulen, Marketingrat und Bezirksvertretung sollten schon jetzt protestieren. Denn wir werden nicht hinnehmen, dass die seit langer Zeit in Remscheid praktizierte Aufgabenverteilung eine unrühmliche Ergänzung erfährt: Für Alt-Remscheid die Einkaufsparadiese – Für Lennep Kultur, Sport und Freizeit und für Lüttringhausen die Industriegebiete! (Vorstand und Beirat des Heimatbundes Lüttringhausen)

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Kommentare

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Harald Fetsch am :

Es ist wieder das leidige Thema zwischen dem Wünschenswerten und dem Machbaren. Westhausen / Reinshagen und Hasten haben auch keine eigene Stadtteilbücherei und sind ähnlich weit von der nächsten Bücherei entfernte. Reflexartig mit den üblichen Floskeln für den status quo zu reagieren ist nicht hilfreich. Von Lüttringhausen aus sind die nächsten Stadtteile und Büchereien in Lennep und Ronsdorf. Bei zukünftigen Infrastrukturmaßnahmen sollte daher vermehrt auf die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln geachtet werden. Auch gibt es die Möglichkeit, dass in "privater" Trägerschaft wie Verein oder Kirche eine Stadtteilbücherei betrieben wird. Ebenso wäre eine kommerzieller Buchverleih denkbar. Büchereien in jeder Schule oder Kindergarten verstreut, nur für deren jeweiligen Mitglieder, sind dagegen wenig sinnvoll. Generell wäre eine verstärkte Zusammenarbeit der Stadtteile Lennep und Lüttringhausen sinnvoll. Sonst bleiben sie immer die abgelegenen Ortsteile von Remscheid.

Peter Maar am :

Innerhalb von nur fünf Tagen gingen alleine in der Geschäftsstelle des Heimatbundes/Lüttringhauser Anzeigers weit über 2.000 Unterschriften gegen die vom Rat der Stadt Remscheid beabsichtigte Schließung der seit fast 100 Jahren in Lüttringhausen existierenden Stadtbücherei ein. Weitere Unterschriftenlisten mit Hunderten von Unterschriften liegen in Schulen, Geschäften und weiteren Einrichtungen zusätzlich aus und müssen noch hinzugerechnet werden. Die Elterninitiative, der Heimatbund und der Marketingrat Lüttringhausen, die den Protest organisieren, sammelt weitere Unterschriften, auch für den Fall, dass der Rat der Stadt in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag diesen Bürgerprotest ignorieren sollte. (Heimatbund Lüttringhausen e.V.)

Heimatbund Lüttringhausen am :

Seit dem Beschluss des Rates der Stadt Remscheid vom vergangenen Donnerstag zur Schließung der Lüttringhauser Stadtteilbibliothek sind alleine beim Heimatbund Lüttringhausen weitere 920 Unterschriften von Bürgern eingegangen, die gegen diese Maßnahme protestieren. Darunter sind zahlreiche Briefe von Schulkindern, die an die Oberbürgermeisterin gerichtet sind und in denen die Kinder bitten, die Lüttringhauser Bücherei zu erhalten. Unterschriftenlisten und Briefe werden in Kürze durch die Elterninitiativen und den Heimatbund an die Oberbürgermeisterin überreicht.

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