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Verwaltung hat für Prüfung "Büro Lennep" zwei Monate Zeit

Klaus Kreutzer, der Vorsitzende des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V. Foto: Lothar Kaiser

Die Stadt Remscheid folgt dem Vorschlag der Wirtschaftsprüfer von Rödl & Partner und macht die Bürgerbüros am Zentralpunkt (Süd) und in der in Lennep Altstadt (Alter Markt 10) dicht. Die Mietverträge wurden zum Jahresende gekündigt. Der letzte Öffnungstag in Lennep ist nächste Woche Freitag. „Ohne Bürgerbüro verringert sich die Laufkundschaft in der Lenneper Altstadt weiter“, bedauert Klaus Kreutzer, der Vorsitzende des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. Sein Vorschlag – enthalten im Schreiben vom 6. Dezember an Bezirksvorsteher Dr. Heinz-Dieter Rohrweck -, für Verwaltungsangelegenheiten einen Teil der Stadtteilbücherei an der Berliner Straße zu nutzen, wurde in der BV-Sitzung am 12. Dezember von Rohrweck und Udo Hellmann (SPD) zwar prinzipiell begrüßt, in der Bürgerfragestunde aber nicht weiter behandelt mit der Begründung, die Verwaltung prüfe bereits. In der Februar-Sitzung will die BV das Thema wieder aufgreifen. Bis dahin erwartet sie ein Prüfergebnis. Eine schnelle Problemlösung, wie sie sich Kreutzer erhofft hatte, sieht anders aus. Und eine erste Reaktion von Jürgen Brüninghaus, Chef der Remscheider Stadtbücherei, spricht eher für einen ablehnenden Bescheid. Die Bücherei in Lennep sei jetzt schon ausgelastet, und womöglich gebe es Datenschutz-Probleme. Dabei hat Klaus Kreutzer eigentlich gute Argumente. Der Waterbölles dokumentiert seinen Brief an die Bezirksvertretung Lennep:

 

Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher, sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen der Fragestunde für Einwohner stellt der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. den Damen und Herren Bezirksvertretern nachfolgende Frage:

Als das Bürgerbüro im Jahre 2001 zunächst in die sehr beengten Räume des ehemaligen RWE Gebäudes einzog war dies ein Provisorium. 2004 wurde dann der Beschluss gefasst, in das Gebäude Alter Markt 10 umzuziehen. Das Gebäude und die Räumlichkeiten wurden dazu behindertengerecht mit mehr als 18.000 € an städt. Mitteln umgebaut. Nach nur rund 3 Jahren wurde jetzt im Rahmen der Sparvorschläge aus dem Rödl Gutachten beschlossen, das Büro zu schließen. Die Räume wurden zum 31.1.2008 gekündigt.

Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. kann diese Maßnahme nur sehr bedingt nachvollziehen und vermisst, bei allem Verständnis für die  Forderung nach Einsparungen im gesamtstädtischen Haushalt, Kreativität bei der Umsetzung.

Die Einsparungen bei der Schließung beziehen sich im Wesentlichen auf die Mieten in dem Gebäude Alter Markt 10. Personalkosten können nicht abgebaut werden. Wo die Leistungen für den Bürger erbracht werden (müssen) ist kostenmäßig neutral. Das Bürgerbüro wurde seinerzeit nicht nur als Service für den Bürger in dem historischen Stadtkern installiert sondern auch und gerade als Frequenzbringer für diesen Bereich.

Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. fordert den Erhalt des Bürgerbüros in Lennep. Für die Erhaltung macht der Verein nachfolgenden Vorschlag und bittet er die Damen und Herren Bezirksvertreter diese Fragen zu klären:

  • Wie kann der Service des Dienstleisters Stadt in Lennep erhalten bleiben?
  • Kann in der Stadtbücherei in der Berlinerstrasse eine Teilfläche zur Verfügung gestellt werden, um dort diesen Service weiter anbieten zu können?
  • Sind die Forderungen aus dem Rödl Gutachten Ihrer Meinung nach erfüllt, da die Mietkosten in dem Gebäude, das der Stadt gehört, entfallen?“

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Kommentare

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Chronist am :

In einem Brief an Oberbürgermeisterin Beate Wilding hat der Marketingrat Lüttringhausen darauf aufmerksam gemacht, dass seit der Schließung des Bürgerbüros in Lennep das Bürgerbüro im Lüttringhauser Rathaus viel stärker besucht wird als bisher. „Wenn man die Frequenzen beobachtet, ist es sicherlich nicht zu hoch gegriffen, von mindestens einer Verdoppelung der Besucherzahlen zu sprechen. So warteten in der vergangenen Woche zeitweise zwölf Mitbürger im Flur. Unter diesen Umständen bitten wir dringend darum, die Öffnungszeiten für das Bürgeramt baldmöglichst mindestens jenen im Ämterhaus in der Elberfelder Straße anzupassen, um dem Bürger den notwendigen Serviceumfang zu bieten.“

Philipp Veit am :

Mit dem Bürgerbüro in Lüttringhausen habe ich vereinbart, bis Ende Februar 2008 die Frequentierung zu beobachten. Anhand der Zahlen wird dann die Bezirksvertretung Lüttringhausen in der März-Sitzung (5. März) konkrete Vorstellungen äußern. Der Antrag des Marketingrates Lüttringhausen wird schon heute unterstützt.

wieland Gühne am :

Herr Veit, das wird wirklich sehr spannend. Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten, die höhere Bürgerfrequenz zu bewältigen. Längere Öffnungszeiten oder mehr Kapazität während der Öffnungszeiten. Also mehr Personal. Da ist die Stelleneinsparung in Lennep schnell aufgebraucht. Bleibt also nur die Mieteinsparung in Lennep. Dazu hat der Verkehrs - und Förderverein schon einen kostenneutralen Vorschlag (Bücherei) gemacht. Wie gesagt, Herr Veit, es bleibt spannend, oder soll ich sagen, nicht zu Ende gedacht.

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