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Zwei Ausstellungen erinnern an Heinrich Neumann

Der Remscheider Bildhauer Heinrich Neumann

Vorgestern wäre Heinrich Neumann 100 Jahre alt geworden. Wenn das kein Grund ist, um ihm eine Ausstellung zu widmen. Die Heinrich-Neumann-Schule an der Engelbertstraße in Remscheid hat gleich ein „Doppelpack“ auf die Beine gestellt: Heute um 18 Uhr in der Schulaula und um 19.30 Uhr im Foyer der Zentralbibliothek an der Scharffstraße präsentiert die städtische Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung, zugleich Schule für Erziehungshilfe und Kranke, Originalwerke des Künstlers und Arbeiten von Schülerinnen und Schülern unter dem Titel „Spiel mit Farben und Formen“.

Eine Plastik von Heinrich Neumann heißt „Alles wegen der Kugel“. Und genauso heißt ein Kunstprojekt von Schülern der Heinrich-Neumann-Schule. Beide Werke, heute Abend in der Stadtbücherei neben weiteren Arbeiten des Künstlers zu sehen, reflektieren den Spannungsbogen zwischen gegenständlicher und abstrakter Kunst, den zu schlagen dem Remscheider gelang.

Wer war Heinrich Neumann, geboren am 1.11.1906 und gestorben am 11. August 1989? Auf einer Internetseite der nach ihm benannten Schule wird sein Name mit den Sätzen verbindet „Menschlichkeit überwindet alle Grenzen“  und „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Weiter wird er dort so beschrieben: „"Lacht einer verschmitzt-kichernd auf, wenn alle anderen bei einer Ausstellungseröffnung ergriffen schweigen. Spöttelt einer, wenn in der Diskussion um die hehren Kulturgüter alle anderen verbissen-beflissen ernst zu nehmen zu wollende Urteile einander mitteilen. Poltert einen Witz so anzüglich in die Runde, dass alle verlegen wegschauen und doch ob der pointierten Formulierung lieber zugegebenermaßen mitlachen würden. Knurrt einer missmutig-abfällig laut seine Meinung in die Öffentlichkeit, wenn die anderen schweigend der Wahrheit zuhören, geschweige denn auszusprechen nicht fähig sind.“

Wer da so grob erschien, nur die eigene Verletzlichkeit tarnend, seine Umwelt abtastend „nach dem guten Kern in einer Idee, in einem Menschen“, das war der Bildhauer Neumann, der im Bergischen ausstellte, aber auch in Paris und Südfrankreich. Nach dem 2. Weltkrieg nach Remscheid zurückgekehrt, unterrichtete er dort Kinder in Werken, Malen und Töpfern, die ihm die Erziehungsberatungsstelle vermittelt hatte. Und Berufsschülerinnen lernten durch ihn Farben und ihre Wirkungen kennen.

Von 1924 bis 1927 besuchte der Arbeitersohn Heinrich Neumann die Kunstgewerbeschule Elberfeld, um dann ein eigenes Atelier in Remscheid zu eröffnen; von der Stadt hatte er ein Stipendium erhalten. Im Frühjahr 1929 schrieb er sich an der Kunstakademie Düsseldorf ein und blieb dort bis Frühjahr 1933. Dann verboten ihm die Nazis den Besuch jeglicher deutschen Kunstakademie. Nach Studienaufenthalten in Frankreich und Italien arbeitete Heinrich Neumann ab Herbst 1936 als freier Bildhauer in Köln. In seine Geburtsstadt Remscheid kehrte er 1949 zurück. Die nach ihm benannte, 1995 gegründete Schule besitzt zahlreiche Arbeiten des Künstlers und hält die Erinnerung an ihn nicht zuletzt dadurch wach, dass sie ihre Schülerinnen und Schüler selbst immer wieder zu eigener künstlerischer Arbeit animiert.

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Chronist am :

Die Heinrich-Neumann-Schule und der Internationale Bund laden für 23. Januar, 18 Uhr, herzlich ein zu einer Vernissage im Stadt-teilcafé Hackenberg in Lennep, Hans-Potyka-Straße 2. Präsentiert werden Malereien von Schülern unterschiedlichen Alters der Hein-rich-Neumann-Schule. Die Arbeiten setzten sich mit der Zukunft Remscheids auseinander und thematisieren Vorstellungen von möglichen Stadtentwicklungen im Spiegel der eigenen Befindlich-keit. Dabei entstanden Werke voller Poesie und Spannung.

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