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Nach zwölf Wochen kam die Antwort aus dem Rathaus

Die Fragen zum neuen Gewerbegebiet Mixsiepen, die der stellvertretende Bezirksvorsteher Wilhelm Korff (SPD) in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV)  Süd am 16. August gestellt hatte, wurden von der Bauverwaltung in der Sitzung am 8. November schriftlich beantwortet. Darin ist von einem „umfang­reichen Fragenkatalog“ die Rede. Entsprechend wortreich sind die Antworten ausgefallen. Der Inhalt aber ließ sich problemlos eindampfen (ist nachfolgend also nur dem Sinn nach wiedergegeben):

Frage: Wie viele Quadratmeter Grundfläche stehen zum jetzigen Zeitpunkt als Baugrundstück zur Verfügung?                                                                 

Antwort: Die Größe der Fläche hängt vom endgültigen Plan, d.h. von den dann zur Verfügung stehenden Grundstücken ab. Auch ist noch unklar, ob die Geländeanschüttung noch weiter an den Bahndamm heranreichen  bzw. im gesamten Plangebiet erfolgen wird.

Frage: Wie ist die Standfestigkeit des angeschütteten Grundstücks zu bewerten?

Antwort: Die durchweg hohen Verdichtung des ohnehin festen Bodens wurde nach Norm ermittelt.  Teilweise wurde mehr als das Dreifache des geforderten Wertes festgestellt. Das lässt allerdings kein Hammerwerk und auch kein Hochhaus zu; dafür wäre Felsboden erforderlich.

Frage: Kann die Verwaltung die Pressemeldung bestätigen, wonach noch weiteres Bodenmaterial angeschüttet werden soll?

Antwort: Aus der Baugenehmigung vom November 2006 ergeben sich zunächst keine weiteren Anschüttungen. Je nach Nutzungskonzept sind diese aber unumgänglich.

Frage: Wann ist mit einer eventuellen Bebauung zu rechnen?

Antwort: Frühestens, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist. Dafür wird die zweite Hälfte des Jahres 2007 angestrebt.

Frage: Gibt es bereits Bauinteressenten oder auch Anfragen von Architekturbüros oder Investoren? Wenn ja, wer sind diese bzw. von wem kommen die Anfragen und welche Bauabsichten werden hierbei verfolgt?

Antwort: Zurzeit liegen zwei konkrete Anfragen vor, zum einen bezogen auf einen Baumarkt mit Gartencenter, zum anderen auf ein Autohaus mit Neu- und Gebrauchwagenabteilung sowie Einzelhandel. (Der Rest der Frage blieb unbdantwortet.)

Frage: Wie stellt sich die Eigentumssituation an den an das aufgeschüttete Gelände angrenzenden Grundstücken dar?

Antwort: Die Stadt besitzt Flächen südlich der Lenneper Straße und östlich der Mixsieper Straße. Ein Grundstücksbesitzer hat Verkaufsabsichten geäußert; mit ihm wird verhandelt. Weiteren  Eigentümern wurden die geplanten Maßnahmen erläutert in der Hoffnung auf Verkaufsverhandlungen.

Frage: Zu welchen Erkenntnissen hat die Auswertung der inzwischen abgeschlossenen Beteiligung der Öffentlichkeit an der Planung geführt?

Antwort: Es gingen zahlreiche Stellungnahmen von Bürgern ein, die deutlich machen, dass diese sich intensiv mit der Planung auseinander gesetzt haben. Die Bebauung des Geländes stößt bei diesen Bürgern auf große Skepsis und - aus Sorge um eine Beeinträchtigung der Umwelt und des Wohnumfeldes und aus Zweifel an dem Sinn des Projektes (auch wegen einer befürchteten finanziellen Belas­tung für die Stadt) - zum überwiegenden Teil auf Ablehnung stößt. Das wird die Stadt in Gutachten (u.a. Umweltbericht und Verkehrsgutachten) unter Beteiligung der jeweiligen Fachbehörden bei der weiteren Planung berücksichtigt.

Mini-Kommentar des Waterbölles: Warum die Bauverwaltung für diese Antworten glatte zwölf Wochen benötigte, ist mir angesichts der mageren Aussagen schleierhaft.

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