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Politische Initiativen gelten der S 7 über Remscheid

Der Remscheider Bahnhof – wieder im Aufwind nach jahrzehntelangem Niedergang? Noch haben die Stadtplaner nicht alles in trockenen Tüchern, was sie sich so wünschen. Ob und wann die Remscheider Bürger sich über einen neuen Bahnhof freuen können? Nichts genaues weiß man nicht. Und nach wie vor endet die S-Bahn-Linie 7 aus Düsseldorf in Solingen-Ohligs. Ob zwei Initiativen aus jüngster Zeit daran etwas ändern werden, darf bezweifelt werden. Den Versuch waren sie aber allemal wert.

In seiner Sitzung am 20. Februar verabschiedete der Rat der Stadt Remscheid auf Antrag der CDU-Fraktion eine Resolution. Darin fordert er die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und die Deutsche Bundesbahn AG auf, den S-Bahnverkehr auf der Strecke über Solingen-Mitte und Remscheid bis nach Wuppertal-Oberbarmen kurzfristig aufzunehmen. Bekanntlich fährt die S 7 nur auf der Strecke von Düsseldorf-Flughafen nach Solingen-Ohligs. „Im Zuge der Regionale werden wesentliche Voraussetzungen durch den Bau neuer Haltepunkte mit der Verknüpfung mit dem örtlichen ÖPNV (Öffentlicher Personen-Nahverkehr) erfüllt. Der S-Bahn-Betrieb auf der gesamten Strecke wird wesentlich den Umstieg von PKW auf den ÖPNV fördern,“ heißt es in der Begründung der Resolution.

Nach dem Motto „Doppelt genäht hält besser“ unterstützt der SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Kucharzyk die Ratsinitiative durch einen Brief an NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke: „Die Menschen im Bergischen fordern zurecht, dass die Weiterführung und Modernisierung zeitnah geschieht und nicht erst 2018“. Absicht Wittkes ist es, im Verkehrsplan des Landes die Fortführung der S-Bahn-Linie 7 über Remscheid zurückzustellen.

Hatten Sie in letzter Zeit einmal das zweifelhafte Vergnügen, sich den Remscheider Hauptbahnhof aus der Nähe anzusehen? Den Bahnsteig, an dem man früher (Treppe runter) in den Zug nach Solingen einsteigen konnte, gibt es nicht mehr. Da wachsen längst munter Brennnessel und Buddleia („Sommerflieder“). Sehr zum Leidwesen behinderter Mitbürger. Die haben seit nunmehr drei Jahren Mühe, auf den gegenüberliegenden Bahnsteig zu gelangen (Treppe rauf, Treppe runter). Zu Recht haben Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid dies mehrfach als einen „unhaltbaren Zustand“ bezeichnet. Halt es verantwortliche Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn in irgendeiner Weise beeindruckt? Nein. Die Deutsche Bundesbahn scheint an der (kleinsten deutschen) Großstadt Remscheid wenig Interesse zu haben.

Wie heißt es doch so schön? „Wo ein Wille ist, ist ein Weg.“ Links am Bahnhofsgebäude vorbei führt ein Weg zum stillgelegten Bahnsteig. Warum hat die Bahn ihre Züge nach Wuppertal und Solingen nicht vom gleichen (hinteren) Bahnsteig abfahren lassen. Es gibt doch Weichen, und zur gleichen Zeit habe ich noch nie zwei Züge am Bahnsteig stehen sehen. Dann wäre ein ebenerdiger Übergang überhaupt kein Problem gewesen. Nicht nur behinderte Mitbürger wären dafür dankbar gewesen, sondern auch ältere Menschen (schwere Koffer) und Mütter (Kinderwagen). Aber das alles ist „Schnee von gestern“. Denn der vordere Bahnsteig ist im Zuge von Kanalarbeiten einer Lehmwüste gewichen.

Apropos Niedergang. Die „Regionale 2006“ hat eine kleine Broschüre aufgelegt. Und die Regionale-Mitarbeiterin Anette Kolkau hat sie mit freundlicherweise gemailt. Darin heißt es: „Von A nach B zu kommen, ist im Bergischen Städtedreieck mit seinen Tälern, Hügeln, Flüssen und Bächen nicht so einfach. Gewaltige Leistungen mussten Ingenieure im 19. Jahrhundert vollbringen, um der Eisenbahn, dem modernsten Verkehrsmittel zur Zeit der Industrialisierung, Wege zu bahnen: Flusstäler überbrücken, Dämme aufschütten, Tunnel durchs Gestein sprengen. Seitdem die Bergische Industrie jedoch nicht mehr auf Kohlewaggons angewiesen ist, haben die Schienenwege an Bedeutung verloren. Viele Bahnlinien wurden eingestellt.“

Die Broschüre gilt dem Plan der Regionale 2006, einige dieser mittlerweile versteckten, aber nie vergessenen Bahntrassen neu zu gestalten. In Remscheid wird so die stillgelegte Strecke Hauptbahnhof-Hasten zur „Trasse des Werkzeugs“. Für Remscheider Werkzeugfirmen eine gute Möglichkeit zur Selbstdarstellung. Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein will Unternehmern heute ab 17 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses Einzelheiten erläutern.

Trackbacks

waterboelles.de am : Wie sich eine Resolution in vier Monaten in nichts auflöst

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In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses wurde eine Stellungnahme der Bahn AG zur Zukunft der Bahverkehrslinien S7 (Flughafen/Solingen-Ohligs) und zur Regionalbahn 47 („Der Müngstener“) publik. Darin wird eine direkte Verbindung zwischen Remscheid und

Kommentare

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Felix Staratschek am :

Eine Elektrifizierung wäre ja schön, aber diese Forderung darf nicht dazu führen, als Alibi zu dienen, naheliegende Dinge nicht zu fordern oder umzusetzen. 1. Wie kann die Müngstener Brücke dauerhaft gesichert werden? 2. Warum ist eine Röhre des Rauentaler Tunnels gesperrt, so daß zwischen Oberbarmen und Rauental eingleisig gefahren wird? 3. Wann bekommen wir stärker motorisierte Triebwagen, die nicht so oft heiß laufen. 4. warum kommen die neuen Haltepunkte nicht voran? Am Geld kann es nicht liegen, die DB läßt ja jährlich über 100 Mio Euro an Investionsmitteln vom Bund verfallen. Wie wäre es mit mehr Ausweichstellen oder einem 3 Gleis von Solingen nach Köln, um die S 7 von Ohligs nach Köln zu verlängern. das würde auch die Verbindung Remschied - Köln sehr aufwerten. In einem späteren schritt könnte die S7 dann nach Remschied kommen und eine neue S- Bahn Wuppertal- Köln eingeführt werden

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