Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Neun Millionen Euro zur Renovierung des Freibades?

Die Stadt Remscheid bemüht sich um Teilnahme an dem Bundesprogramm „Sanierung von kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ und erhofft sich davon eine Art „Jungbrunnen“ für das Freibad Eschbachtal. Eine entsprechende Beschlussempfehlung der Verwaltung steht auf der Tagesordnung der Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Die Zeit drängt, denn die Frist zur Einreichung von Projektvorschlägen endet eigentlich schon am 31. August. Aber die Verwaltung kann den Ratsbeschluss und die Projektskizzen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das zum Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) gehört, nachreichen. Das BBSR hatte zu dem Projekt im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms erst Anfang Augst aufgerufen. Demnach werden in dem neuen Bundesprogramm insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt „für die Förderung investiver Projekte mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung und mit sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Integration in der Kommune und die Stadt(teil)entwicklungspolitik“. Besonders im Fokus stehen hierbei Freibäder mit einem besonderen Instandsetzungsrückstand.

Der Bundesanteil der Förderung eines Projektes in der Regel bei zwischen einer bis vier Millionen Euro liegen. Die 100 Millionen Euro stehen in vier Jahresraten von 2019 bis 2022 zur Verfügung. Sportdezernent Thomas Neuhaus hofft auf einen wahren Geldsegen aus Berlin: neun Millionen Euro. Vorausgesetzt, der Stadt gelingt es, einen Eigenanteil von zehn Prozent beizusteuern. „Eine Haushaltsnotlage ist durch die zuständige Kommunalaufsichtsbehörde zu bestätigen. Eine freiwillige finanzielle Beteiligung des Landes ist ausdrücklich erwünscht; sie kann jedoch nicht den Eigenanteil der Kommune ersetzen“, heißt es in den Projektrichtlinien. Zitat aus der Verwaltungsvorlage zur Ratssitzung: „Bei positiver Bescheidung der Förderung sind durch den Rat der Stadt konkrete Umsetzungsbeschlüsse zu fassen, einschließlich der haushaltssanierungsplanverträglichen Einplanung.“

Warum „Strandbad“
und nicht „Freibad“?

Weil das große Schwimmbecken nur an einer Seite eine Mauer hatte, auf der anderen aber angeschütteten Sand, wie auf dem unteren Foto links hinten gut zuerkennen..

Für den Antrag aus Remscheid spreche, dass das Freibad Eschbachtal sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreue (42 000 und 43 000 Besucher in diesem Jahr), vor allem aber die Tatsache, dass es das Freibad aus dem Jahre 1912 das älteste Binnenfreibad Deutschlands sei, meint Neuhaus. Es bedürfe einer dringenden Renovierung. Beweis: die durchgerosteten Ringleitungen des vergangenen Jahres. Die Technik aus den 60er Jahren sei in jeder neuen Saison ein Unsicherheitsfaktor. „Neue Gebäude, neue Toiletten, neue Umkleiden, ein neuer Eingangsbereich und neue Becken“ (RGA), und das Freibad sei zukunftsfähig aufgestellt, schwärmt der Dezernent. Eine Art Zeitplan hat er auch schon: Ende der Freibadsaison 2020 schon im Januar, dann Beginn der Umbauarbeiten, Wiedereröffnung 2022, rechtzeitig zum 110. Geburtstag des Freibades. Die nächsten drei Monate heißt es Daumen drücken!“ Die Entscheidung über die einreichten Anträge soll in Berlin November/Dezember dieses Jahres fallen.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Lothar Kaiser am :

Von der SPD in der Bezirksvertretung Lennep kam kürzlich die Anregung, den unbefestigten Verbindungsweg, der in Lennep vom Luchsweg zur Mühlenstraße führt und bei widrigen Witterungsverhältnissen wie beispielsweise bei Regen stark aufweiche und deshalb von älteren Menschen mit Einkaufsroller oder Rollator kaum benutzt werden könne, zu befestigen und damit ganzjährig gut begehbar zu machen. Die Antwort der Verwaltung darauf fiel ziemlich lapidar aus: „Derzeit können kurzfristig keine neuen Maßnahmen mehr für den geplanten Doppelhaushalt bei der Kämmerei angemeldet werden. (...) Da die Anmeldung der Kosten, die erst später ermittelt werden, für den Doppelhaushalt 2019 / 2020 nicht mehr möglich ist, wird das zum nächstmöglichen Zeitpunkt erfolgen.“ Darüber ärgerte sich gestern Bezirksvorsitzender Markus Kötter sehr. Das sei „eine Frechheit und völlig unbefriedigend“. Wenn man bedenkt, dass an anderer Stelle womöglich kurzfristig 900.000 Euro in den nächsten Doppelhaushalt eingearbeitet werden sollen (Renovierung des Freibads), hat Kötter durchaus Recht. Über den Etat beschließt die Politik, nicht die Verwaltung.

Gerd Rothbrust am :

Nun, „der Knecht spielt den Herren“ … Verwaltungen vergessen oft, dass sie NUR eine Servicefunktion haben! DAS sollte man der Verwaltung, so oft wie nötig, deutlich klar machen!

Mina Pohl am :

Ich arbeite für die Stadtverwaltung. Ich tue das engagiert und gerne. Aber ich verwahre mich ausdrücklich gegen die Behauptung, deshalb der "Knecht" irgendeines "Herrn" zu sein. Wir sind Arbeitnehmer und Dienstleister. Nicht mehr und nicht weniger. DAS sollte man einigen Mitmenschen, so oft wie nötig, deutlich klar machen!

Gerd Rothbrust am :

Es war eine Metapher, Frau Pohl, deshalb in Anführungszeichen. Eine Metapher ist ein rhetorisches Stilmittel und nutzt das Prinzip der Similarität: Der eigentliche Ausdruck wird durch etwas ersetzt, das deutlicher, anschaulicher oder sprachlich reicher ist. Sie bezeichnen sich als Arbeitnehmerin und Dienstleisterin der Stadtverwaltung Remscheid. Somit ist Ihr oberster Dienstherr der Stadtrat. Der Stadtrat ist die gewählte Bürgervertretung. Das bedeutet Sie stehen im Dienst der wahlberechtigten Remscheider Bürger. Die Bedeutung der Begriffe Arbeitnehmer und Dienstleister haben sich stark angenähert und bedeuten im öffentlichen Dienst: Sie dienen dem Allgemeinwohl der Remscheider Bürger. Fazit: Sie sind die Dienerin des Dienstherrn „Remscheider Bürger“!

Lothar Kaiser am :

Dass die Stadt Remscheid neun Millionen Euro beantragt, bestätigte in der heutigen Ratssitzung Sportdezernent Thomas Neuhaus auf Nachfrage von Jens Peter Nettekoven (CDU) Neuhaus meinte, mit dem Freibad Eschbachtal als ältestem Binnenfreibad Deutschland treffe man den Nerv dieses Förderprogramms. Der Waterbölles hatte in seinem (inzwischenb korrigierten) Bericht in der Überschrift zunächst versehentlich von einer Million Euro gesprochen.

Mina Pohl am :

Oh, keine Sorge, Herr Rothbrust, ich weiß sehr genau, was eine Metapher ist und verwende sie selber gerne und oft. Aber mir muß ja nicht jede Metapher gefallen, nicht wahr? Wie auch immer: wenn es Ihnen etwas gibt, mich als Dienerin zu bezeichnen, soll es mir auch recht sein. Diener sind in der Literatur ihren Herren ja sogar gelegentlich an Gerissenheit überlegen. Nachzulesen bei Molière und Beaumarchais. Das nehme ich für mich allerdings nicht in Anspruch, obwohl es vermutlich Leute gibt, die Mitgliedern der diversen Verwaltungen im Land auch das unterstellen.

Gerd Rothbrust am :

Nun, Frau Pohl, ich habe aus Berechnung diese etwas rüde Metapher gewählt. Sie bezog sich ausdrücklich nicht auf Mitarbeiter, die tagtäglich ihr Bestes im Dienst für die Remscheider Bürger tun. Diese Metapher galt der von vielen Ratsmitgliedern beklagten selbstherrlichen Arroganz „der Verwaltung“ bei der Durchführung von Ratsbeschlüssen.

Martin Sternkopf, Leiter des städt. Fachdienstes Sport und Freizeit am :

Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ hat die Stadt Remscheid im August 2018 eine Förderung beantragt, um einen ersten Schritt zur Sanierung des Freibades machen zu können. Ein Fachunternehmen hat den gesamten Sanierungsstau im Freibad Eschbachtal auf rund zehn Millionen € geschätzt. Für den ersten Bauabschnitt (Stützwand / Technikgebäude / Technik komplett) wurde eine Summe von 4.038.000 € beantragt. Trotz des historischen Hintergrundes als ältestes Binnenfreibad Deutschlands mit künstlicher Wasserzufuhr ist der Antrag in der Haushaltssitzung des Deutschen Bundestages am 10.4.2019 leider nicht berücksichtigt worden. Das Bundesprogramm war mit rund 1.300 Antragstellern mehrfach überzeichnet. Die Liste mit den ausgewählten Projekten finden Sie unter dem nachstehenden Link: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/bauen/foerderprojekte-sanierung-kommunal-einrichtungen.html Nichtsdestotrotz wird die Stadt Remscheid ihre Bemühungen fortsetzen, um den Erhalt dieser einmaligen Anlage langfristig zu sichern.

Lothar Kaiser am :

Er sei über das Scheitern des Remscheider Förderantrags im Deutschen Bundestag sehr enttäuscht, sagte Sportdezernent Thomas Neuhaus gestern den Waterbölles.

Chronist am :

„Im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ hat die Stadt Remscheid im August 2018 eine Förderung beantragt, um einen ersten Schritt zur Sanierung des Freibades machen zu können. Ein Fachunternehmen hat den gesamten Sanierungsstau im Freibad Eschbachtal mit rund zehn Millionen € veranschlagt. Für den ersten Bauabschnitt (Stützwand / Technikgebäude / Technik komplett) wurde eine Summe von 4.038.000 € beantragt. Trotz des historischen Hintergrundes als ältestes Binnenfreibad Deutschlands mit künstlicher Wasserzufuhr ist der Antrag in der Haushaltssitzung des Deutschen Bundestages am 10. Aril leider nicht berücksichtigt worden. Das Bundesprogramm war mit rund 1.300 Antragstellern mehrfach überzeichnet. Der Deutsche Städtetag hat mit Schreiben vom 16. April den Abschluss des Bundesprogramms mitgeteilt. Das Schreiben sowie die dazugehörige Presseerklärung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat sind als Anlagen beigefügt. Die Liste mit den ausgewählten Projekten finden Sie unter dem nachstehenden Link: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/bauen/foerderprojekte-sanierung-kommunal-einrichtungen.html. Nichtsdestotrotz wird die Stadt Remscheid ihre Bemühungen fortsetzen, um den Erhalt dieser einmaligen Anlage langfristig zu sichern.“ (Mitteilung der Verwaltung zur Sportausschusssitzung am 15. Mai.)

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!