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Am Monatsende entscheidet der Rat über den Ebertplatz

Die neue Aufteilung des Friedrich-Ebertplatzes in Omnibnusbahnhof (rot) und Aufenthaltsfläche (grün),  Die Fußgängerbereiche sind in Blau eingezeichnet.Foto: Stadt RemscheidWie der Friedrich-Ebert-Platz umgebaut werden soll, erfuhr am Dienstag der Remscheider Jugendrat von Stadtplaner Robert Wild und am Mittwoch der Schulausschuss von Verkehrsplaner Burkhard Fey. Während sich die Jugendlichen inhaltlich mit den Plänen beschäftigten - so sprachen sie sich für ein nettes Café aus –, beschränkten sich die Mitglieder des Schulausschusses darauf, die Erörterung der Beschlussvorlage, die sie kurzfristig als Tischvorlage erhalten hatten, den nachfolgenden Fachausschüssen zu überlassen. Und natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern, denen die Verwaltung die Umbaumaßnahmen und deren Kosten am kommenden Samstag, 14. September, ab 11 Uhr in dem leerstehenden Ladenlokal Alleestraße 34 (früher Schuhhaus Deichmann) erläutern will. Der Rat der Stadt wird über die geplante Umgestaltung des südlichen Teils des Friedrich-Ebert-Platzes (Richtung Alleestraße) am 26. September entscheiden. Der Friedrich-Ebert-Platz soll auf Grundlage der Entwurfsergebnisse aus dem Wettbewerbs- und Verhandlungsverfahren auf Basis der vorliegenden Pläne umgestaltet werden.

Die Kosten für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes von insgesamt 7.503.600 Euro ergeben sich lautr Beschlussvorlage aus dem Wettbewerb (100.000 Euro), der Planung (1.453.600 Euro) und den Baukosten (5.950.000 Euro). Sie verteilen sich auf 2019 (450.000 €, 2020 (300.000 €) 2021(drei Millionen €) und 2022 (3.653.600 €). Zusammen mit den Plänen der Stadtwerke Remscheid wird ein Investitionsvolumen in einem zweistelligen Millionenbetrag erreicht. Denn zu den von der Stadt in ihrer Beschlussvorlage genannten Kosten kommen auf Seiten der Stadtwerke weitere Baukosten für den neuen Busbahnhof (ZOB) in Höhe von 3.888.000 Euro zuzüglich Planungskosten.

Die Gesamtbelastung des Haushalts liegt nach der aktuellen Planung bei 4,6 Mio. €. Hiervon erfordern die zuwendungsfähigen Maßnahmenanteile einen Eigenanteil in Höhe von 3,1 Mio. € (20 Prozent der Kosten von 15,3 Mio. €). Zwingend erforderlich sei jedoch die zusätzliche  Finanzierung der nicht zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1,5 Millionen € im städtischen Haushalt. Der Rat der Stadt wird die Verwaltung beauftragen, einen Antrag auf Förderung aus den Mitteln der Städtebauförderung im Wesentlichen der Förderung Stadtumbau West im Rahmen der Maßnahme „Revitalisierung Innenstadt“ im Stadtumbaugebiet Innenstadt zu stellen. Daraus ergibt sich für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes ein Zuwendungsanteil von 5.292.200 €. Nach Eingang der Bewilligungsbescheide soll mit den Arbeiten begonnen. Dabei sei auch die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit sicherzustellen, so die Verwaltung. 

Der Klima-Check der Maßnahmen fällt positiv aus: „Durch Attraktivierung des ÖPNV wird dieser generell begünstigt. Darüber hinaus werden 29 zusätzliche Bäume gepflanzt und mehr als 200 m² neue Vegetationsflächen entstehen. Die Verkehrsflächen für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) werden auf ein erforderliches Maß reduziert. Der dadurch frei werdende Friedrich-Ebert-Platz wird in ungebundener Bauweise mit wasserdurchlässigem Pflasterbelag ausgeführt und somit dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Die gewonnene Fläche im öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität fördert den Aufenthalt im Außenbereich.“

Aachener Verkehrsplaner (Büro für Stadt- und Verkehrsplanung) haben die künftigen Verkehrsflüsse auf dem Friedrich-Ebert-Platz und den angrenzenden Straßen digital dargestellt, wie die Mitglieder des Schulausschusses erleben konnten. Die Planer gehen anstelle des bisherigen Tunnels von zwei barrierefreien Fußgängerüberwegen (mit Ampeln) auf der Elberfelder Straße aus, einer Fußgänger-Querung westlich der Konrad-Adenauer-Straße (vor dem EMA-Gymnasium) und einer vor dem Ämterhaus. Zur Sicherung des Schülerverkehrs sollen in den Stoßzeiten die Ampelphasen verkürzt werden, so dass die Fußgänger vor einem Überweg höchstens 33 Sekunden warten müssen. Für die Autofahrer wird sich die Fahrt vom Bahnhofskreisel zur Hochstraße dadurch um 61 Sekunden verlängern, erläuterte Burkhard Fey in der Sitzung. In den Hauptverkehrszeiten sei ein Rückstau vor der EMA und auf der Scharffstraße nicht ausgeschlossen, aber die Qualitätsstufe D („ausreichend“) werde  immer eingehalten.

Eine längere, fruchtlose Diskussion, angestoßen von Jens Peter Nettekoven (CDU) ergab sich gestern im Stadtentwicklungsausschuss zum Fußgängertunnel. Ungehalten reagierten York Edelhoff (SPD) – „Dieses unsaubere, dunkle Loch wollen Sie wirklich erhalten!?“ – und Sven Chudzinski (FDP – „Zuerst die Angsträume kritisieren, und dann an diesem Tunnel festhalten!?“)
Auch die Verwaltung war „not amused“. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Stadtplanerin Christina Kutschaty bemühten sich gemeinsam, das Problem zu erklären: Nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben müsste ein älterer Tunnel im Falle einer derartigen Neuplanung barrierefreie Rampen bekommen, die doppelt so lang sein müssten wie die gegenwärtigen. Heinze: „Das aber würde unsere Planungen komplett zunichtemachen!“ Auch der externe Verkehrsplaner, der die Verkehssimulation zur Elberfelder Straße erläutert hatte, wunderte sich: "In Aachen gibt es solche Tunnel schon lange nicht mehr!"

Die aktuellen Projekte und ihr Kostenrahmen

Gesamt- kosten

Zuwen- dungsfähig

Nicht
zuw.-fähig

Zuwendung

Netto- Belastung

Gestaltungskonzept Innenstadt (1.0)

70.000

70.000

0

56.000

14.000

Neugestaltung Friedrich-Ebert-Platz (1.1)

7.503.585

6.615.235

888.350

5.292.200

2.211.385

Parkpatz und Freiflächen K.-Adenauer-Str. (1.2)

958.870

892.000

66.870

713.600

245.270

Aufwertung Theodor-Heuss-Platz (1.3)

244.010

227.000

17.010

181.600

62.410

Aufwertung Markt (1.4)

955.690

889.000

66.690

711.200

244.490

Möblierung Allee-Straße (1.5)

100.020

93.000

7.020

74.400

25.620

Innenstadtbeleuchtung (1.6)

782.630

728.000

54.630

582.400

200.230

Aufwertung Bökerspark (1.7)

309.600

288.000

21.600

230.400

79.200

Aufwertung Engelspassage (1.9)

123.910

115.000

8.910

92.000

31.910

Umgestaltung Wilhelm-Schuy-Straße (1.10)

747.290

690.500

56.790

552.400

194.890

Umgestaltung Scharffstraße (1.11)

250.878

208.200

42.678

166.560

84.318

Umgestaltung Fastenrathstraße (1.12)

262.370

234.000

28.370

187.200

75.170

Aufwertung Umfeld Zange (1.13)

21.800

20.000

1.800

16.000

5.800

Umgestaltung Wiedenhofstraße (1.14)

202.922

178.800

24.122

143.040

59.882

Umgestaltung Mandtstraße (1.15)

560.162

488.800

71.362

391.040

169.122

Umgestaltung Daniel-Schürmann-Straße (1.16)

782.630

728.000

54.630

582.400

200.230

Standortfindung für zentrale Nutzungen  (3.7)

55.000

55.000

0

44.000

11.000

Fußwegachse Alte Bismarckstraße (4.1)

37.610

35.000

2.610

28.000

9.610

Anbindung Nordsteg (4.2)

152.000

152.000

0

121.600

30.400

Fußwegeverb. Innenstadt - Stadtumbaugeb. (4.3)

355.840

331.000

24.840

264.800

91.040

Grüner Trittstein Brüderstr. – Werthstr. (4.4)

19.350

18.000

1.350

14.400

4.950

Begrünung Alte Bismarckstraße (4.5)

118.280

110.000

8.280

88.000

30.280

Wegeleitsystem (4.7)

216.200

200.000

16.200

160.000

56.200

Begrünung von Wohnstraßen (5.1)

733.120

682.000

51.120

545.600

187.520

Haus- und Hofflächenprogramm (5.2)

480.000

480.000

0

480.000

0

Gesamt investiv

16.043.767

14.528.535

1.515.232

11.718.840

4.324.927

Verfügungsfonds

150.000

150.000

0

120.000

30.000

Quartiersfonds

81.925

81.925

0

65.540

16.385

Stadtteilmanagement

375.000

375.000

0

180.000

195.000

Öffentlichkeitsarbeit

125.000

125.000

0

80.000

45.000

Gesamt konsumtiv

731.925

731.925

0

445.540

286.385

Gesamtsumme Innenstadt

16.775.692

15.260.460

1.515.232

12.164.380

4.611.312

Der Friedrich-Ebert-Platz entstand 1958 als zentraler innerstädtischer Verkehrsknotenpunkt für Straßenbahn- und Buslinien. Die Fläche wurde zuletzt 1982 neu geordnet. Die Stadt Remscheid und die Stadtwerke Remscheid entschieden sich nun dafür, die Fläche grundlegend zu überplanen. Zitat: „Die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes ist  eines der Schlüsselprojekte im Rahmen des Konzeptes zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheids. Das allgemeine Projektziel war eine funktionale Stärkung des Platzes durch ... Reduzierung der Fläche des Omnibusbahnhofs auf das betriebstechnisch erforderliche Maß und Gestaltung der freiwerdenden Fläche als Raum mit Aufenthaltsqualität.“

Die Wartebereiche auf dem ZOB sollen durch Baumpflanzungen großflächig beschattet werden, damit sich die versiegelten Flächen in den Sommermonaten weniger als bisher erhitzen. Entlang der Elberfelder Straße sind weitere Baumpflanzungen vorgesehen. Für alle Baumpflanzungen sind Pflanzgruben mit mindestens zwölf Kubikmetern Pflanzsubstrat vorgesehen.

Das Betriebsgebäude der Stadtwerke auf dem Friedrich-Ebert-Platz dient dem Aufenthalt des Fahrerpersonals und der Kontrolleure, enthält die Leitstelle zur Überwachung des Busverkehrs und zwei Büros. Im Erdgeschoss des Gebäudes wird zusätzlich eine Gastronomiefläche (Bäckerei mit Café) entstehen. Eine öffentliche Toilette (Zugang durch Münzeinwurf) wird von außen zugänglich sein.

Das große, geschwungene Haltestellen-Dach diene nicht nur als Witterungsschutz für Fahrgäste und ihrer „dynamischen Information“ (Tafeln), sondern schaffe zugleich eine optische Zäsur zwischen den Verkehrsflächen des Busbahnhofes und der neuen Aufenthaltsfläche, so die Stadt. Vor allem für die Orientierung sei das Dach „als markantes Wiedererkennungsmerkmal für den ZOB unerlässlich“. Die dem Dach zugeordneten Möblierungselemente (Sitzbänke, Windschutz, DFI-Anzeiger, Fahrplanvitrinen) verlaufen entlang dessen Mittelachse. Der Regenschutz bei Schlagregen werde durch die mittig angeordneten Sitzgelegenheiten gesichert. Zwischen den Bänken und seitlich sind Windschutzscheiben vorgesehen.

Fahrradabstellmöglichkeiten sind an den Ankunftspunkten im Westen und im Süden des Platzes vorgesehen, außerdem vor dem Ämterhaus. Durch die Absenkung der Bordsteine an allen relevanten Verknüpfungspunkte, sowie die Ausbildung eines optischen und taktilen Leitsystems ist die flächendeckende barrierefreie Wegeführung sichergestellt. Die Reduzierung der Verkehrsflächen des ZOB mache künftig auch Mobilitätskonzepte für E-Bikes oder ggf. auch E-Scooter möglich, erläutert dien Verwaltung. Und das große Dach eigne sich für eine spätere Photovoltaikanlage zugunsten der Elektromobilität der E-Bikes.

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Chronist am :

Zur Sitzung des Rates am Donnerstag hat die Ratsgruppe der W.i.R. den Antrag gestellt, die Stadtverwaltung möge in den Spitzenzeiten (lt. Gutachten z.Zt. 7 - 8 Uhr und 13 - 14 Uhr) für zwei Stunden eine maximale Wartezeit von 30 Sekunden ab Signalanforderungen für Fußgänger garantieren, die den Fahrweg an der Konrad-Adenauer-Straße und Elberfelder Straße über den Fußgängerüberweg queren wollen. Begründung: Die WiR-Ratsgruppe befürwortet den Erhalt des existierenden Tunnels als parallelen Überweg über die Elberfelder Straße zusätzlich zu einer barrierefreien Querung mittels einer Ampelanlage. WiR sind der Überzeugung, dass der Erhalt des Tunnels mehr Sicherheit für die Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums darstellt, da diese ohne Wartezeit vom Busbahnhof über die Elberfelder Straße gelangen könnten (das Beispiel Willy-Brandt-Platz zeigt, dass eine parallele Existenz von Ampel und Tunnel möglich ist; ein Beitrag wäre, den potenziellen Verkehrsinfarkt auf der Elberfelder Straße zu vermeiden und die Qualität der existierenden Verkehrsknotenpunkte aufrecht zu erhalten, die die neue Regelung bewusst verschlechtert; der Stadt geschätzt ca. 600,000 € gespart hätte, die für den Rückbau des Tunnels, Umzug der Technik und die Einrichtung zweier neuer Lichtzeichenanlagen notwendig werden. WiR bedauern, dass der Beschluss des Hauptausschusses aus Juni 2018, die Offenhaltung des Tunnels als Option zu prüfen, von der Stadtverwaltung nicht im erforderlichen Umfang umgesetzt und dokumentiert wurde, so dass es dem Rat der Stadt nicht möglich ist, diese selber zu bewerten und in die Abwägung einzubringen. Durch die terminliche Notwendigkeit, eine Förderung der Umbaupläne bis zum 30.9.2019 abgeben zu müssen, sehen WiR uns in einem Entscheidungsdilemma, die Öffnung des Tunnels noch einmal politisch zu diskutieren und ggf. u entscheiden, ohne das Ziel des Umbaus des Friedrich-Ebert-Platzes zu gefährden. Das Wenigste, was WiR noch tun können, ist wenigstens die Sicherheit des Schulweges zu maximieren, was für uns eine Bedingung für die Zustimmung für die Umbaupläne darstellt.

Felix Staratschek am :

„Die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes ist eines der Schlüsselprojekte im Rahmen des Konzeptes zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheids. Das allgemeine Projektziel war eine funktionale Stärkung des Platzes durch ... Reduzierung der Fläche des Omnibusbahnhofs auf das betriebstechnisch erforderliche Maß und Gestaltung der freiwerdenden Fläche als Raum mit Aufenthaltsqualität.“ Dieser Satz sagt alles! Ist das ein Zuegnis von Unwissenheit oder Ignoranz? Wie bitte soll die Umgestaltung dieses Platzes die Innenstadt revitalisieren? Was ist ein "betriebstechnisch erforderliche Maß" für eine zentrale Bushaltestelle? Wurde hier daran gedacht, das eine Umsetzung von Klimaschutzzielen eine massive Ausweitung des ÖPNV erfordert und ist der Platz nach dem Umbau noch dafür geeignet, diese Zunahme zu verkraften? Wo bitte soll die Aufenthaltsqualität sein, wenn der Wind unter dem Hokeyschläger den Regen durchbläst (wie am Bahnhofssteg)? Auf dem Bild ist das Dach viel zu hoch und der Wiundschutz der Bänke ist nur für die selteneren Nord- und Südwinde gegeben. Worin besteht der Vorteil die heutige klare Gliederung des Friedirch Ebert Platzes aufzubrechen? Sind die Betriebsgebäude auf dem Platz so marode, das man diese beseitigen muss? Was bedeuten Abriss und Neubau an anderer Stelle für das Klima? "Das große, geschwungene Haltestellen-Dach diene nicht nur als Witterungsschutz für Fahrgäste ...." Fahrgäste warten dort, wo ihr Bus abfährt. Wenn dfas zufällig am Hokeyschläger ist, werden die da stehen, ansonsten aber an den anderen Bussteigen. Dort müssen gute Unterstellmöglichkeiten geschaffen werden. Abesehen davon wird das Dach, so wie auf dem Bild gezeigt, ein sehr schlechter Schutz sein. Wir haben ähnliche Fehlkonstruktionen am S-Bahnsteig in Oberbarmen und am Bahnhofssteg in Remscheid. "Fahrradabstellmöglichkeiten sind an den Ankunftspunkten im Westen und im Süden des Platzes vorgesehen, außerdem vor dem Ämterhaus." Akut sehe ich gar keine Fahrräder am Friedrich Ebert Platz. Es wäre aber kein Problem auf dem bestehenden Platz Radständer zu schaffen. Wenn man den Radverkehr hier fördern will, muss man den Bustunnel unter dem Alleecenter für Fahrräder frei geben. Denn im Vergleich zum hohen Verkehrsaufkommen auf den Straßen ist das Fahrzeugaufkommen in diesem Tunnel sehr gering, stellt aber die kürzeste und schnellste Verbindung für Radfahrer auf dem Remscheider Höhenzug zum Friedrich Ebert Platz oder Theater dar. Und ein Cafe oder eine Eisdeale wären schon heute in den Gebäuden auf dem Platz möglich, da wäre auch Außengastronomie möglich. Auch mehr Bäume sind auf dem heutigen Platz möglich, allersings muss man die bewässern. Dem ganzen Umbau des Friedrich Ebert Platzes fehlt eine verkehrspolitische Begründung und eine Prognose, wie der ÖPNV in der Zukunft aussehen könnte. Denkbar sind neue Starßenbahnlinien die Bahntrassen mitbenutzen über die Balkantrasse nach Köln und über die Müngstener Brücke nach Solingen Mitte. Wer eine Verkehrswende will, muss soviel Verkehr auf den ÖPNV verlagern, dass dies der Bus nicht überall meistern kann. Nach Solingen und Köln drängen sich da Stadtbahnlösungen geradezu auf und sollten bereits bei einer aufwendigen Platzumgestaltung als Potential berücksichtigt werden. Dieser Umbau kommt zu früh und es wird in spätestens 20 Jahren die Frage stellen, wie man den Platz umbauen muss, um den gestiegenen Anforderungen des ÖPNV noch gerecht zu werden. Der heutige Platz hat die Resererven, die in der Zukunft benötigt wserden, der pelante Umbau ist Folge von Politikberatern, die daran verdienen, Politiker Umbauten aufzuschwatzen. Dazu gibt es einen schönen Witz; Neben einer Schafherde hält eine große Limousine. Ein feiner Herr steigt aus, geht zum Hirten und fragt: "Wenn ich ihnen sage, wieviele Tiere Sie haben, darf ich mir dann ein Schaf mitnehmen?" Der Hirte denkt, das Risiko istz gering und willigt ein. Der Mann sagt die korrekte Zahl und der Hirte lässt ihn ein Tier ergreifen. Als er es ins Auto packen will, fragt der Hirte: "Wenn ich errate was Sie für einen Beruf haben, darf ich mir dann mein Tier zurück nehmen?" Der Mann hält das Risiko für gering und willigt ein. Der Hirte: "Sie sind Unternehmens- und Politikberater." Der Man gesteht, dass der Hirte recht hat und fragt, wie er das erraten hat. Der Hirte: "Sie kommen, obwohl wir Sie eigentlich gar nicht brauchen. Sie benatworten Fragen, die man, wenn man selber denkt, sich selbst beantworten kann und Sie haben von der Materie keine Ahnung! Darfg ich jetzt meinen Hund wieder haben?" Als sacxhkundiger Bürger im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Vekehr und später Kultur, Tourismus und Verkehr der Stadt Radevormwald habe ich es oft erlebt, dass dieser Witz stimmt, nur die Politiker sind nicht so schlauz wie der Hirte und durchschauen nicht, was denen aufgeschwatzt wird. Komt hinzu, dass die Kommunen finanziell schlecht ausgestattet sind und so eben aus der Not heraus alles gemacht wird, wofür man eine gute Förderkulisse gibt. Es wäre ein Segen, würde man die ganzen Förderkulissen abschaffen und die Kommunen besser ausstatten. Dann könnte sich die Kommunen mit dem geld un die Basisprobleme kümmern und sich hoffentlich wneiger solche Prestigeprojekte aufschwatzen lassen.

Chronist am :

Um die Diskussion über Pro und Contra des Fußgängertunnels am Ebert-Platz im Zusammenhang mit dessen geplanter Umgestaltung zu versachlichen, hat die Verwaltung dem Rat der Stadt in der jüngsten Ratssitzung eine Mitteilungsvorlage präsentiert Darin erinnert sie die Kommunalpolitiker daran, dass bereits in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses die Kosten für eine Ertüchtigung des Tunnels mit „voraussichtlich 143.000 €“ beziffert habe und die jährlichen Unterhaltskosten mit weiteren 7.000 € zu Buche schlagen würden. Zudem sei die Aufrechterhaltung des Tunnels neben einer ebenerdigen Führung einerseits aus Gründen der Unterhaltskosten nicht tragfähig, andererseits widerspräche die Beibehaltung des Tunnels den anerkannten Regeln der Technik. Erinnert wird ferner daran, dass schon in der Auslobung zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes wurde unter „Planungsaufgabe und Ziele“ formuliert worden sei, auf die Unterführung aus Sicherheitsaspekten zu verzichten und Angsträume zu vermeiden. Eine parallele Aufrechterhaltung des Tunnels potenziere die Sicherheitslücke, da der Tunnel nur in Ausnahmefällen in Anspruch genommen werden würde. Eine nächtliche Schließung würde diesen Umstand nicht ändern. Die Aufrechterhaltung der Fußgängerunterführung weiche von den Zielen einer nachhaltigen Verkehrsplanung und Stadtentwicklung ab, so die Verwaltung. Entsprechend der geltenden Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) seien bestehende Unterführungen durch plangleiche Überquerungshilfen zu ersetzen. Zitat: „Die Kosten der Tunnelerhaltung wären nicht förderfähig. Der tatsächlichen Kosten der Maßnahme mit Erhalt einer Fußgängerunterführung ließen sich letztlich nur bei einer geänderten Planung ermitteln. Die Aufrechterhaltung des Tunnels würde eine gänzliche anders gestaltete Verkehrsführung auf der ZOB-Fläche erfordern.“

Felix Staratschek am :

Legt die Straße tiefer, den Aushub nimmt Radevormwald ab, die brauchen noch viel im Osten der Stadt. Dann kann zwischen den Bussen und dem Ämterhaus ein schöner Platz entstehen und der Ebertplatz so bleiben, wie der ist, mit schöneren Wartehäuschen.

Chronist am :

Beinahe wäre das Abstimmungsergebnis aus der jüngsten Ratssitzung zur Beschlussvorlage „Friedrich-Ebert-Platz“ im „Eifer des Gefechts“ untergegangen (Danke, Viola Juric): Es lautete 49 Ja und drei Nein (Linke). Die im Einzelnen vorgesehenen Maßnahmen sind in der Drucksache 15/6508 aufgeführt. Doch die Politik wüsste gerne, welche Punkte mit welchem Förderprogramm in welchem Zeitraum ungesetzt werden können, so die BV Alt-Remscheid am vergangenen Dienstag.

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