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Hallo, es geht um Farbe, nicht um Arbeitsplatzsicherung!

Waterbölles-Kommentar

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Im Remscheider Rathaus und im Bauministerium des Landes gilt der Rosenhügel als ein Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Und deshalb gibt es Zuschüsse für die Entsiegelung, Begrünung, Herrichtung und Gestaltung von Hof- und Gartenflächen sowie von Außenwänden und Dächern. Das Geld erhielten die Eigentümer im vergangenen Jahr auch dann, wenn sie selbst Hand anlegten. Nach dem Willen der CDU soll der Zuschuss nunmehr nur noch gezahlt werden, wenn eine Fachfirma mit den Arbeiten betraut wurde.
Nichts gegen eine Förderung von Handwerk und Mittelstand. Dort sind Landeszuschüsse meiner Meinung nach vielfach besser angelegt als in großen Konzernen (Nokia lässt grüßen). Aber beim Projekt „Farbe in den Stadtteil“ steht nicht der Erhalt von Arbeitsplätzen im Vordergrund, sondern genau das, was der Projektname sagt, nicht mehr und nicht weniger.
Auf dem Rosenhügel wohnen nicht erst seit gestern viele Familien mit Migrationshintergrund. Längst sind nicht mehr alle Häuser allein in deutscher Hand. Und eines haben all diese privaten Hausbesitzer gemeinsam: Sie müssen mit dem Euro sparsam umgehen. Da ist es dann leichter, sprich: kostengünstiger, mal zwei, drei Wochenenden mit Pinsel und Farbeimer auf einer Leiter oder einem Gerüst zu verbringen, als einen Malermeister mit den Anstricharbeiten zu beauftragen.
Sollte daran demnächst kein Weg mehr vorbeigehen, weil der Rat der Stadt den Änderungsanträgen der CDU zustimmt, könnte der Projektname den geänderten Förderrichtlinien angepasst werden. Wie wäre es mit „Weniger Farbe in den Stadtteil“?

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Kommentare

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Frank Schneider am :

Wie wäre es stattdessen mit dem Hinweis, dass Eigenleistung aufgrund des überwiegenden Teils der Architektur im Stadtteil fragwürdig ist? Berücksichtigt man Sicherheitsaspekte, dann ist das selbständige Arbeiten an den mehrgeschossigen Bauten auf Leitern (ggf. auch Gerüsten) eigentlich nicht zu vertreten. (Man bedenke die Auflagen an Fachfirmen bei entsprechenden Arbeiten!) "Dazwischen" bliebe lediglich die Alternative der Schwarzarbeit, und dafür darf es in keinem Fall öffentliche Zuschüsse geben! Der CDU-Vorschlag war korrekt und dementsprechend habe ich ihm auch zugestimmt. Sollten dadurch nun einzelne Häuser nicht in neuen Farben erstrahlen, dann ist dies eine akzeptable Konsequenz!

Lothar Kaiser am :

Mangelnde Arbeitssicherheit und Schwarzarbeit sind bedenkenswerte Argumente. Mag sein, dass die CDU die Eigenleistung deshalb verhindern will. In ihrem schriftlichen Antrag heißt es, die Begründung erfolge mündlich. In der Sitzung der BV Süd habe ich leider keine Begründung gehört. Das hat die übrigen Fraktionen aber nicht gehindert, zuzustimmen. Sie scheinen also gewußt zu haben, um was es geht. Nur: Gesagt hat es niemand. Das läßt Spielraum für Spekulation.

Michael Dickel am :

Zum Thema Farbe darf ich sicher auch was sagen. Natürlich spart Eigenleistung Geld der Eigentümer, und diese ist somit auch zu begrüßen, weil damit das wenige Fördergeld mehr Nutzern zur Verfügung steht. Allerdings können Hausanstriche nicht einfach mal eben mit Leiter und Eimer durchgeführt werden. Man kann dabei Fehler machen, der Anstrich ist für den Untergrund falsch gewählt, hält z.B. nicht und blättert daher nach kurzer Zeit wieder ab. Fördergelder für solche Arbeiten sind sicher nicht gewünscht. Vielleicht läßt sich eine Fachberatung durch MALERMEISTER mit anschliessender Selbstbeteiligung verwirklichen. Die Beratung würde dann wohl was kosten, aber das Ergebnis wäre doch wohl sicher haltbarer. Insbesondere da zur Zeit zusätzliche Maßnahmen zur Wärmedämmung unterstützt werden, wäre diese Beratung auf jeden Falll sinnvoller als ein bunter Rosenhügel für das Jahr 2008.

Peter Matzner am :

Was spricht eigentlich dagegen, daß ich mein Haus streiche und dies mit einer Leiter? Jeder halbwegs vernünftige Mensch läßt sich ein Gerüst aufstellen, wenn es um ein mehrgeschossiges Haus geht. Macht er das mit einer Leiter, dann ist das sein Problem und nicht das der Ratsfraktionen. Wieso unterdrücken Sie hier die mögliche Eigeninitiave mit fragwürdigen Sicherheitsbedenken? Wird bei der Vergabe der Gelder die Auflage gemacht, ein Gerüst zu bauen? Wieder einmal ist man in Remscheid keinen Schritt weitergekommen.

Frank Schneider am :

Herr Kaiser, Sie haben doppelt Recht: Ihre Vermutung, dass ich die Beweggründe für den CDU-Antrag kannte, ist korrekt! Und Ihr Hinweis, dass man dies hätte deutlicher sagen können, um Spekulationen über diese Beweggründe zu unterbinden, ist ebenfalls richtig! Herr Matzner - Ich akzeptiere ihre Ansicht, halte meine Sicherheitsbedenken aber nicht für fragwürdig. Ich kenne die Unfallverhütungsvorschriften für Handwerker bei solchen Arbeiten, die keine Gängelung der Betriebe sind, sondern wirklich dem Personenschutz dienen! Ich halte es für ausdrücklich vertretbar, wenn den Nutzern von öffentlichen Geldern auch Auflagen bezüglich der Sicherheit gemacht werden. Dies ist hier indirekt der Fall, da Fachbetriebe sich an entsprechende UVVs halten müssen. Denn bei einem Unfall bei Leiterarbeiten ist der Schaden ggf. nicht nur "Problem" des Ausführenden, sondern auch unbeteiligter Dritter, wenn z.B. Passanten oder Fahrzeuge betroffen sind. Ich habe nichts gegen unkomplizierte/unbürokratische Lösungen, aber die müssen "zu Ende" gedacht sein!

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