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Konzept der Wochenend-Koranschule braucht Genehmigung

Kremenholler Straße 24-26: Künftig Übernachtungsmöglichkeiten für 24 Koran-Schüler. Foto: Lothar KaiserRichard Ulrich vom freien Jugendträger „Die Schlawiner“ empfahl Gelassenheit: „Wie bei anderen Trägern auch muss das inhaltliche Angebot überprüfbar sein!“ Damit war gestern im Jugendhilfeausschuss der Plan des „Verbandes der Islamischen Kulturzentren“ (VIKZ) gemeint, die Gebäude Kremenholler Straße 24 und 26 – schon jetzt ein muslimisches Kulturzentrum – so auszubauen, dass dort bis zu 24 Jugendliche übernachten können. Der Verband, ein gemeinnütziger Verein, der als Religionsgemeinschaft anerkannt ist, kümmert sich nach eigenen Angaben seit 1967 bundesweit in rund 300 Gemeinden um die „religiöse sowie kulturelle Befriedigung der Bedürfnisse der hier im Lande lebenden muslimischen Bevölkerung“. In seinem Remscheider Kulturzentrum will der Verband im ersten und zweiten Obergeschoss vier Schlafräume mit jeweils sechs Betten einrichten als Übernachtungsmöglichkeit an Wochenenden, Feiertagen und in den Schulferien. Zitat: „Es ist beabsichtigt, durch kulturelle Identität der muslimischen Jugendlichen in Remscheid diese von Erscheinungen wie der Jugendverwahrlosung und Jugendkriminalität zu schützen.“

In der Mitteilungsvorlage der Verwaltung heißt es zu dem Vorhaben: „Baurechtlich ist es nicht zu versagen. Die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse sind gesichert. Waschräume und Spielmöglichkeiten sind vorhanden bzw. werden angelegt.“ Doch das bedeutet für den muslimischen Verband noch kein „grünes Licht“. Denn in der Vorlage heißt es weiter: „Ferien- und Wochenendmaßnahmen mit Kindern und Jugendlichen sind erst nach Erteilung der Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt möglich.“ In diesem Zusammenhang machte Michael Ketterer, Leiter der städtischen Kinder- und Jugendförderung, darauf aufmerksam, dass die Betriebserlaubnis Auflagen bezüglich des pädagogischen Konzepts mit der Nennung der integrationsfördernden Zielsetzungen, des pädagogischen Personals, des Programms und der didaktischen Materialien festgelegt. Ketterer weiter: Es liege zwar ein Raumkonzept vor, aber das Landesjugendamt erwarte Einzelheiten zu den Rahmenbedingungen und zur Zielsetzung.

Die von dem Verband vorgelegte Betriebsbeschreibung ist die einer Wochend-Koranschule für Jungen. Zitat:

  • „Hilfestellung für Muslime, die ihr Leben ihrem religiösen Glauben entsprechend gestalten möchten.
  • Unterweisung für die Muslime im Lesen/Rezitieren und im Verstehen ihres Heiligen Buches, des Qur'an.
  • Unterweisung der Familien und der Kinder der Muslime in den Grundlagen des Islams und in der erforderlichen Religionslehre.
  • Im Verband der Islamischen Kulturzentren lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor allem das als ein Pfeiler der Religion bezeichnete, und eine körperliche Andachtsübung darstellende rituelle Pflichtgebet und zum anderen die rituelle Waschung, die für die gültige Verrichtung des Ritualgebets eine Vorbedingung ist. (…) Unsere Organisation verfolgt keine politischen Ziele und … besitzt keinen religiösen Fanatismus und keine aufdringlich bigotte Geisteshaltung.“

Die Ausschussvorsitzende Thea Jüttner monierte, dass der Verband Muslimen „Dienste zur Gewährleistung der Anpassung an ihre Umgebung“ anbiete. Es gehe hier nicht um Anpassung, sondern um Integration. Jutta Velte von den Grünen schlug deshalb vor, der Ausschuss möge sich von einem Verbandsvertreter das inhaltliche Konzept einmal näher erläutern lassen.

Trackbacks

Waterbölles am : Unbefristete Genehmigung für muslimische Jungen-Freizeit

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Das Landesjugendamt Rheinland wird dem muslimischen „Remscheider Bildungs- und Kulturverein" eine unbefristete Betriebserlaubnis für Wochenend- und Ferienbetreuung von Kindern und Jugendlichen in seiner Moschee-Anlage Kremenholler Straße 24 (Foto

Kommentare

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H.Kuhn am :

Die Genehmigung sollte mit allen Mitteln verhindert werden. Koranschulen in Deutschland sind kontraproduktiv einer Integration von Muslimen. Nach Absolvierung so einer Schule werden sich die Jungen (warum nur Jungen ?)in Deutschland nicht heimischer fühlen.

Talha Alp am :

Herr Kuhn, in Artikel 4 des Grundgesetzes gewährleistet die deutsche Gesetzgebung jedem Menschen die Glaubensfreiheit. Aus verschiedenen Rechtssprechungen des Bundesverfassungsgerichtes geht hervor, dass diese Glaubensfreiheit sich nicht nur auf die innere Freiheit beschränkt, sondern auch die äußere Freiheit beinhaltet. Das heisst, dass Anhänger einer normativen Religion (in diesem Fall Muslime), auch wenn sie in Deutschland eine Minderheit darstellen, die Freiheit haben, ihren Glauben zu manifestieren und zu missionieren. Hier kann man natürlich nicht von einer Missionierung reden, es werden den muslimischen Kindern (auch Mädchen) lediglich die Glaubensinhalte beigebracht. Daher ist es auch unser Recht, verschiedene Einrichtungen zu fördern, die unseren Kindern den Islam beibringen. Ich verstehe nicht, wo da ein Problem sein soll?! Zu Ihrer Anmerkung, dass die Koranschulen kontraproduktiv hinsichtlich einer Integration von Muslimen seien, würde ich einige Gegenfragen stellen: 1. Weshalb soll das erlernen einer Religion die Integration verhindern? (Es wäre sinnvoll zu definieren, was Sie eigentlich mit "Integration" meinen) 2. Warum sind die Kommunen nicht bemüht, bei der praventiven Bekämpfung von Problemen (siehe: Schulabbruch, Gewalt, Drogen...) mit islamischen Institutionen zu kooperieren? (Wäre das nicht schon der beste Weg zu einer Integration?)

Michael Dickel am :

Ich habe ein ganz anderes Problem mit dieser "Schule". Ich bin der Meinung, dass die Kinder schon durch den normalen Schulunterricht genug Zeit zum Lernen aufwenden. Gerne kann man an den staatlichen Schulen im Religionsunterricht selbstverständlich auch den Koran lehren - für die islamischen Kinder. Müssen Kinder wirklich noch am Sonntag auswendig lernen? Ich würde den Kinder- und Jugendschutz bitten, hierzu Stellung zu beziehen. Meiner Meinung nach werden die Kinder überfordert. Ohne den Koran zu kennen frage ich mich, warum man nicht erst als Erwachsener frewillig diesen Unterricht absolvieren kann. Natürlich ist das auch beim Konfirmationsunterricht ein Problem, aber findet der nun mal nicht am Wochenende statt. Befürchten die Glaubensgemeinschaften, dass man, wenn man als Kind den Glauben nicht "lernt", man als Erwachsener nicht mehr zum Glauben findet? Herr oder Frau Alp - es geht hier um Kinder - nicht um das Grundgesetz. Es geht um deren Wohl und ihr Recht Kind zu sein. Lassen Sie Ihnen das Wochenende!

Talha Alp am :

Herr Dickel, ich weiß, Sie werden mich wieder kritisieren, aber es geht hier natürlich auch um die Gesetzgebung. Wir Muslime beziehen uns auf das Grundgesetz, denn in Artikel 6 Absatz 2 gewährleistet das Grundgesetz den Eltern das elterliche Recht, Ihre Kinder nach ihren religiösen Vorstellungen zu erziehen. Ich denke, wenn wir das als Fundament nehmen, können wir uns schon näher kommen. Herr Dickel, das, was dort gelehrt wird, ist Wissen. Ob das Wissen am Wochenende oder innerhalb der Woche vermittelt wird, spielt doch gar keine Rolle. Wie Sie auch gesagt haben, dann müssten verschiedene Veranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinden, die Veranstaltungen von (Jugend)Organisationen etc., auch durch den Kinder- und Jugendschutz gestrichen werden. Ich würde mir eher über den Leistungsdruck in der Sekundarstufe I und II Sorgen machen. Was meinen Sie, wie die Kinder durch den ganzen Lernstress unter Druck gesetzt werden? Letzendlich ist der Besuch solcher Veranstaltungen / Einrichtungen freiwillig. Wenn Arbeiten/Klausuren anstehen ist es schon immer selbstverständlich gewesen, dass man dafür paukt. Als Erwachsener kann man diese Einrichtungen natürlich auch besuchen, da gibt es überhaupt kein Problem, aber der Islam legt nun einmal großen Wert auf die Erziehung der Kinder. Ich denke, das ist verständlich und akzeptabel, oder?

H. Kuhn am :

Aus den Koran-Schulen kommen religöse Fanatiker. Was da bildungsfernen Schichten indoktrniert wird, passt nicht nach Deutschland. Irgendwann werde ich von meinen Enkelkindern gefragt, was ich gegen die Islamisierung Deutschland getan habe. Ich möchte da eine Antwort geben können.

Frank Schneider am :

Hoffentlich wird Ihre Antwort aus mehr bestehen als aus "Ich habe im Waterbölles auf polemische Art gepoltert." Denn Sätze wie "Aus den Koran-Schulen kommen religöse Fanatiker" sind Verallgemeinerungen auf Stammtisch-Niveau, die lediglich auf Vorurteilen ohne jede Sachkenntnis beruhen und eine inhaltliche Bearbeitung des Themas ÜBERHAUPT NICHT weiterbringen! Jedem sei seine kritische Haltung gegönnt, aber solche Kommentare werden die Gefahr einer "Islamisierung Deutschlands" wohl kaum aufhalten können!

Talha Alp am :

Eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema ist das nicht, Herr Kuhn. Meiner Ansicht nach ist das eine Art von Islamophobie. Da sind die Medien eigentlich auf Ihrer Seite. Ich denke, dass Ignoranz nichts bringt. Wir haben alle gemeinsame Probleme, Probleme, die unsere und die Zukunft unserer Kinder/Enkelkinder betreffen: Drogen, Gewalt, Perspektivlosigkeit usw. In Spanien heisst die neue Generation "Generación cero", in Frankreich haben wir gesehen, was für Folgen die Ausgrenzung von Minderheiten hatte. Ich denke, es ist unser beidseitiges Interesse, in Harmonie mitenander zu leben!? Es fällt natürlich leicht, von einer Islamisierung zu reden, aber Ihre Enkelkinder werden viel größere, andere Probleme haben, wenn wir nicht mal die Köpfe einschalten und etwas tun...

Harald Fetsch am :

Sehr geehrter Herr Alp. Die Diskussion scheint mir sehr auf das Floskelhafte hinauszulaufen. Vielleicht kann ich Ihnen die Sorgen und Vorbehalte der Nichtmuslime in Deutschland verdeutlichen. In Westeuropa sind die gesellschaftlichen Wertevorstellungen entstanden aus der christlichen und jüdischen Tradition. Die lebten hier hauptsächlich. Die Aufklärung hat dann unter anderem ein freies Menschenbild mit Rechtssicherheit und die französische Revolution hervorgebracht. Aktuell ist das Ergebnis daraus im Grundgesetz verankert. Deshalb gibt es in Deutschland auch keine Staatsreligion oder ein religiöses Staats- und Gesellschafts-Verständnis wie in Frankreich und in der Türkei. Religion ist die Privatsache eines jeden einzelnen. Deshalb gilt Schule seit Jahrzehnten auch als neutraler Ort mit dem Verbot weltanschaulicher Demonstration. Damit jeder diesen Ort ohne Repressionen aufsuchen kann. In den 60-er Jahren erwuchs daraus, auch aus den schlechten Erfahrungen der vorangegangenen Jahrzehnte, ein Bildungs-, Kultur- und Gesellschaftsaufbruch. Und dies alles ist auch damit gemeint, wenn von deutscher Leitkultur gesprochen wird. Auf Folgendes möchte Sie aufmerksam machen: Bildungsferne Schichten und Muslime werden immer in einem Zusammenhang gennannt. Die Schulabgängerquote ohne Abschluss ist bei Muslimen erheblich höher als bei anderen. Gewalttaten sind bei Muslimen höher als im Durchschnitt. LehrerInnen beschweren sich seit Jahren massiv über das extrem flegelhafte Benehmen besonders der muslemischen Schüler. Viele Deutsche schrecken zusammen, wenn Türken in ihr Haus einziehen, was bei Spaniern, Japanern oder Engländern nicht der Fall ist. Über die Gründe sollte man nachdenken. Auch ist auffällig, dass ständig von muslemischer Seite Drohungen und auch Taten erfolgen, wenn etwas nicht in das eigene Selbstverständnis passt. Wie bei den dänischen Karrikaturen, dem holländischen Regisseur, der Ausstellung in Berlin, und anderes. Auch als Muslim muss man Kritik ertragen können. Und von Muslimen wird darauf gepocht, dass sie ihre angeblichen Koranvorschriften befolgen müssen und deshalb Sonderrechte im öffentlichen Leben beanspruchen und dies mit Religionsfreiheit begründen. Das sind die Gründe, warum der absolut überwiegende Teil der Bevölkerung massive Vorbehalte hat vor der Tendenz der Islamisierung der Gesellschaft und der Indoktrination von Kindern in Koranschulen. Gegen einen allgemeinen religiösen Unterricht hat Niemand etwas einzuwenden. Diese finden bei allen religiösen Gemeinschaften statt.

Talha Alp am :

Danke für die anschauliche Erläuterung, Herr Fetsch. Ich möchte dazu anmerken: Die sekuläre gesellschaftspolitische Ordnung wurde gar nicht in Frage gestellt, ich denke, dazu sind wir auch gar nicht befugt. Natürlich soll das freie Menschenbild gewahrt werden, die Rechtsstaatlichkeit auch. Aber das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen muss auf Basis der Rechtssprechung stattfinden, d.h. die deutsche Gesetzgebung ist ausschlaggebend, nicht die deutsche Leitkultur! Ich denke es ist uns allen klar, dass die Schulen noch nie so neutral waren, wie wir es immer meinen. Sprich: Adventssingen vor Unterrichtsbeginn in der Adventszeit, Weihnachtsfeten, Karnevalfeiern, Gottesdienstbesuche... Deutschland ist nunmal nur bedingt laizistisch, es gibt ja immer noch die Kirchensteuer. Die christliche Religion wird doch nahezu subventioniert. Ich habe bereits in meinen vorherigen Beiträgen versucht zu verdeutlichen, dass wir gemeinsamme Probleme haben. Es stimmt schon, dass die Jugendkriminalität unter muslimischen Jugendlichen statistisch gesehen höher liegt als bei deutschen. Ebenso ist das bei den Schulabbrechern (siehe Perspektivlosigkeit). Meiner Meinung nach sollte nicht "man" (!) über die Gründe nachdenken, wir müssten vielmehr gemeinsam die Gründe aufspüren und Lösungen finden. Die Muslime müssen akzeptiert werden, eine Ausgrenzung hilft da nicht.

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Alp, so ganz ohne Vermischung der Religionen ist es erfreulicherweise doch nicht abgegangen. Ich beobachte seit Jahren mit Interesse, wie sich die Zeiten gewandelt haben und zwar an St. Martin, 11. November ... Sie fordern die Rechte Ihrer Mitbürger in Deutschland mit einem erstaunlichen juristischen Sachverstand ein. Warum dürfen Christen in der Türkei ihre Religion nicht frei ausüben, werden nicht vor Verfolgung geschützt und am Ende sogar noch hingemeuchelt? Mit welchen Gesetzen ist die Ausübung ihrer Religion und der Schutz von Menschen christlichen Glaubens im Grundgesetz der Türkei verankert? In der deutschen Sozialgesetzgebung hat sich der Begriff "Fördern und Fordern" eingeprägt. Den scheinen Sie falsch verstanden zu haben. Hier wurden die Muslime, zu Recht, viele Jahre gefördert. Gefordert wurde hauptsächlich, dass alle die deutsche Sprache lernen. Ergebnis?

Roland Kirchner am :

Sehr geehrter Herr Alp, ich lese Ihre Worte, kann sie aber nicht recht glauben. Ich würde Ihnen uneingeschränkt vertrauen, wenn der gesamte Unterricht in der Koranschule in deutscher Sprache abgehalten würde. Das wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur wirklich gelebten Integration. Wenn das geplant ist, möchte ich Ihnen hier schon einmal gratulieren, denn das wäre ein Quantensprung für Remscheid! Wenn Sie das allerdings ablehnen, können Sie sich bis in alle Ewigkeit auf das Grundgesetz und den deutschen Rechtsstaat berufen, Vertrauen werden Sie damit bei den "Einheimischen" nicht gewinnen.

Talha Alp am :

Herr Göbert, die rechtsstaatlichen Gegebenheiten/Voraussetzungen in fernen Ländern sind nicht ausschlaggebend für unser Zusammenleben hier in Deutschland. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Parallelen zwischen Deutschland und anderen Ländern gezogen werden. Derartige Vergleiche sind für mich irrelevant und nicht standfest. Letzendlich sind wir alle an die deutsche Rechtsordung gebunden, und ich finde es sehr gut, dass wir in solch einem Rechtsstaat leben. Unser Zusammenleben und unsere Kooperation sollte also nicht an den Verhältnissen anderer Länder festgemacht werden! Wo Sie gerade beim Thema sind. Ihr Standpunkt ist nicht vertretbar. Mal ganz abgesehen von den Touristik-Gebieten - wo es sogar Krankenhäuser lediglich für Engländer und Deutsche gibt - ist die christliche Religion in der Türkei schon sehr gut bedient. Katholische, orthodoxe, protestantische und sogar anglikanische Gemeinden sind vertreten. Dabei sind die Kirchen/Gemeinden nicht in irgendwelchen Hinterhöfen oder in verlassenen Industriegebieten angesiedelt, nein, sie haben zum größten Teil eine gute bis sehr gute Lage. Als Beispiel wäre die Region in und um Istanbul zu nennen, dort befinden sich sage und schreibe 112 kirchliche Gemeinden, ein Großteil hat repräsentative Gebäude. Man kann beim besten Willen nicht von einer "Verfolgung" reden! (Im Gegensatz dazu: Pro-NRW und Pro-Köln; Stichwort Moscheebau in Köln) Das Ergebnis der Grundgedanken "Fördern und Fordern" ist nicht so prickelnd. Das sehen wir ja. Eben deswegen sollte unser Zauberwort "Kooperation" und "Dialog" heißen. Wir brauchen keine Spalter, wir brauchen keine Scharfmacher. Für Hardliner sollte kein Platz unter uns sein.

Hans Gerd Göbert am :

Na prima, ich bin einverstanden. Wann laden Sie mich denn in eine Ihrer Moscheen zu einer Teestunde und einem sachlichen Dialog ein? Am besten in die Industriestraße, die kenne ich schon aus meiner Zeit als stellvertretender Bezirksvorsteher Süd. Hier bringt uns das nicht mehr weiter. Vielleicht kenne ich Sie aus dieser Zeit ja auch bereits? Es sei denn, Sie würden mich in die Reihe der Spalter, Scharfmacher und Hardliner eingliedern wollen. Wenn Sie solche kennenlernen möchten, könnte ich Ihnen anschließend auch ein Gespräch mit diesen Zeitgenossen vermitteln. Die ich verabscheue, gleich welcher Nation oder Religion sie angehören. Packen wir es an, es gibt täglich neue Baustellen auf diesem Sektor.

Harald Fetsch am :

Gesellschaftliche Kultur ist die der Bildung, der Allgemeinbildung, der Umgangsformen, der Sprache und die Kultur der Menschen einer Gesellschaft, und nicht die "Kultur" der Gesetze und Rechtsanwälte. Eine Gesellschaft über Rechtsprechung zu definieren ist stillos. Ich pflege selber zu denken. Außerdem sind Gesetze Ausdruck der sie hervorgebrachten Kultur. Zu den angesprochenen muslimischen Probleme: Um es deutlich zu sagen, es ist hauptsächlich Aufgabe der Eltern, für eine gute (Allgemein-) Bildung, Förderung und Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Sprachförderklassen oder ähnliches sind nur Notfallreparaturmaßnahmen. Ich hatte eigentlich gehofft, dass Sie die Forderung aufstellen, dass alle Eltern besser in die Lage gesetzt werden, ihrer anspruchsvollen Aufgabe als Förderer und Erzieher ihrer Kinder gerecht zu werden. Die Eltern sind gefordert! Ein Auswendiglernen von Koran und Gesetzen reicht nicht. Und: Spanier, Koreaner oder Japaner gebrauchen das "Wir haben das gesetzliche Recht" eben nicht ständig als Entschuldigung und Ausrede.

Talha Alp am :

Ich wollte Sie nicht angreifen, um Gottes Willen! Die Hardliner und Spalter sind uns doch allen bekannt. "Miteinander statt Nebeneinander" sollte unser gemeinsames Motto lauten. Ich bin mir sicher, dann können wir für unsere Kinder und Enkelkinder eine gute Grundlage schaffen, ohne uns Vorwürfe machen zu müssen.

Barbara Zirbes am :

Viele wichtige Worte - leider bisher nur von Männern, egal aus welchem Kulturkreis. Leider kümmern sich immer noch äußerst wenige Väter ernsthaft, zuverlässig, intensiv und konseqent um die Erziehung, Bildung und Wertevermittlung Ihrer Kinder. Die meisten Grundlagen, die unseren Kindern vermittelt werden, erfolgen durch weibliche Wesen zu Hause, in der KTE und der Grundschule - parallel zu allen vorhandenen Medien im Kinderzimmer und der Wohnung. Später dann auf der Straße und der peer-group (Freundeskreis). Viele Kinder erleben ihre Väter nur im Vorbeihuschen. Kinder brauchen Eltern, die sich Zeit nehmen und sich ernsthaft im ihren Nachwuchs kümmern. Kinder brauchen Eltern, die ihre kids nicht abschieben, weil sie nervig sind. Kinder brauchen Eltern, die konseqente Erziehung aushalten, auch wenn sie anstrengend ist. Alle Kinder brauchen solche Eltern - egal, aus welchem Kulturkreis. Es ist fraglich, welche Schulen(staatliche, private, evangelische, katholische, nationale oder andere religiöse) solche Eltern ersetzen können. Ich freue mich, dass das Thema Integration nach mehr als 30 Jahren in Remscheid endlich im Bereich Erziehung, Bildung, Wertevermittlung ernsthaft diskutiert und angegangen wird. Ich freue mich nicht darüber, dass Integration von diversen Erwachsenen in unserer Stadt zur Spielwiese degradiert wird. Unsere Kinder sollten uns zu kostbar dafür sein - und Integration, das aufeinander Zugehen, zu wichtig!

H. Kuhn am :

Mein Sorgen drückt der amerkanische Wissenschaftler Samuel P. Huntington sehr treffend aus: "Die Einwanderer leben in ihrer isolierten Gesellschaft und sind nicht in die europäische Gesellschaft integriert. Das gefährdet die gesellschaftliche Sicherheit. Europäische Forscher haben diesen Begriff geprägt. Anders als bei der nationalen Sicherheit, der Aufrechterhaltung der Suveränität, geht es bei der gesellschaftlichen Sicherheit um das Erhalten der gewachsenen Kultur und der Lebensart einer Gesellschaft. Lebenskultur ist die Basis der persönlichen und nationalen Identität, Multikulti deren Aufhebung, ohne Identität keinen Patriotitsmus, ohne Patriotismus = Zerfall Wenn eine Gesellschaft ihre Kultur und Tradition erhalten will, muß sie einige Schutzmaßnahmen treffen. Ich bin natürlich nicht dafür Einwanderung zu stoppen, sie ist absolut notwendig, aber es muß Integration mit Assimilation sein." Soweit Huntington, der mir , wie gesagt, aus der Seele spricht. Was der türkische Regierungchef Erdogan zur Assimilierung gesagt hat ist hinlängst bekannt. Zurück zur Koran-Schule: Diese Schule zu verhindern ist Aufgabe der Politiker. Es sollten Auflagen gegen die Schule gefunden werden. Der Ansatz von H. Kircher (deutsche Sprache im Unterricht) ist schon sehr gut. Die CDU ist da ganz besonders gefordert.

Johannes Staratschek am :

Bei vielen Koranversen würde mich interessieren, wie diese in die heutige zeit übertragen werden, wenn es, um nur ein Bsp. zu nennen, in Sure 9.29 heißt man soll die Schriftbesitzer bekämpfen, die nicht verbieten, was Allah und Mohammed verboten haben und sich nicht zur wahren Religion bekenne, bis sie ihren Tribut in Demut entrichten. Tahla sorgt bei mir schon für Alpträume, wenn er in der Türkey von Religionsfreiheit spricht. Gewiss, es gibt Kirchen für Ausländer, und die ca. 2000 Griechen haben durch das Progrom der 50er Jahre und den anschließenden Exodus von 100.000 Griechen aus Konstantinopel/ Istanbul in derTürkei mehr Kirchen als nötig. Während in der Türkei die individuelle Religionsfreiheit besser garantiert ist als in den meisten Staaten mit islamischer Bevölkerung, darf z.B. der Patriarch von Konstantinopel keine theologische Hochschule mit Priesterseminar betreiben. Und was hat Tahla Alp gegen christliche Kultur? Er kritisiert schon harmlose Adventssingen oder Krippenspiele. Es ist doch keine Moschee gehindert, in der Zeit, in der Schulgottesdienste stattfinden, in der Moschee eine Jugendandacht anzubieten. Bedenken habe ich generell gegen das VIKZ! Ich denke, es hat eine sehr geschickte Strategie, nach innen harte Muslime zuschaffen, die verstehen, wie man nach außen ein ganz anderes Bild vermittelt.

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Alp, ich war gestern sehr enttäuscht, keine Einladung zu einem Treffen in meinem Briefkasten zu finden. Sie nähren daher bei mir immer mehr den Verdacht, dass Sie es mit Ihrem Vorschlag zum Dialog nicht ehrlich meinen könnten und vergeben die große Chance, mit mehreren der Kommentatoren in einen sachlichen Dialog einzutreten. Außerhalb dieses Forums. Also habe ich mir Ihre gesamten Zeilen noch einmal durchgelesen und daran erinnert, dass Sie mich mit Ihrer Anwort 2.1 vom 5.3. darauf aufmerksam machten, Vergleiche mit anderen Ländern, wie ich sie mit der Türkei angestellt hatte, seien für Sie irrelevant, nicht standfest und nicht ausschlaggebend für unser Zusammenleben hier in Deutschland. Vergleiche mit anderen Staaten sind aber in den Zeiten der Globalisierung das Salz in der Suppe. Ich erlaube mir zu sagen, dass sich darin auch die moderne Türkei ganz gerne "badet". Schneidet sie dabei doch gar nicht so schlecht ab. Wenn Sie solche Vergleiche aber strikt ablehnen, dann verstehe ich nicht, warum ausgerechnet Sie am 5.3. unter 1.2.2.2 Vergleiche mit Spanien und Frankreich ziehen? Ich verstehe Ihre Sorgen, sehr geehrter Alp, um unser aller Kinder und Enkelkinder gut. Ich bewundere auch, dass Sie als muslimischer Einzelkämpfer inzwischen in diesem Forum die Interessen der Muslime allleine vertreten. Es dürfte Ihnen jedoch nicht verborgen geblieben sein, dass Sie sich mit Ihren Argumentationen in einem "circulo cerrado" bewegen. So kommen Sie nicht weiter. Schade eigentlich, denn vom Grundsatz her ist Ihre Aufforderung zum Dialog jederzeit zu begrüßen.

Talha Alp am :

Herr Staratschek, Wenn Sie die Verse 25 und 26 der 9. Sure gelesen hätten, wären Sie zu dem Schluss gekommen, dass diese Verse eine Kriegssituation beschreiben und nicht aus dem Kontext herausgerissen dargestellt werden können! Ich würde mir in der Geschichte Europas die Toleranz und den Erfolg des Islam anschauen. Im jetzigen Spanien regierten die Muslime etwa 500 Jahre lang, es gab politischen und gesellschaftlichen Frieden. Vor dieser Ära wurden die Juden gezwungen ins Christentum zu konvertieren, andernfalls wurden sie ermordet. In islamischen Andalusien war das nicht mehr der Fall. In der Türkei laufen die missionarischen Aktivitäten auf Hochtouren. Was sagen Sie dazu? Ist das Unterdrückung und Beraubung der Rechte? Erforschen Sie das am besten noch einmal. Gegen die christliche Kultur habe ich nichts, das Adventssingen und andere Gebräuche kritisiere ich nicht, ich wollte nur zeigen, dass auch an den Schulen eine gewisse christliche Symbolik vorhanden ist, da Herr Fetsch zu unrecht behauptet hat, die Schulen seien Orte der Neutralität.

Chronist am :

Die Bezirksvertretung Alt-Remscheid beschloss heute auf Antrag der W.i.R.-Fraktion, die Bauvoranfrage zu Nutzungsänderungen für die Räume im 1. und 2. Obergeschoss des muslimischen Kulturzentrums, Kremenholler Straße 24 – 26, zu vertagen. Ferner wünscht sich die W.I.R. eine neue Verwaltungsvorlage, in die die Kriterien des Landesjugendamt und die Vorstellungen des Vereins (Konzept eingearbeitet sind. Bevor kein Bericht des Landesjugendamtes nicht vorliege, solle das Thema nicht auf die Tagesordnung kommen, meinte die CDU.

H. Kuhn am :

Na, bravo W.i.R., bravo CDU. Das ist zumindest ein Teilerfolg. Fragt sich nur , wer kontrolliert, ob die Koran-Schule nicht etwa ohne Genehmigung betrieben wird.

Lothar Kaiser am :

Dass Kommentare gekürzt erscheinen kommt vor. Dass sie gar nicht erscheinen ist die absolute Ausnahme. Heute ist das nach reiflicher Überlegung geschehen. Der Beitrag zur geschichtlichen Rolle des Islams war derart ausführlich und grundsätzlich (mit Zitaten aus dem Koran und Links auf andere Internetseiten), dass er mir für dieses kommunalpolitische (!) Forum nicht geeignet erschien. Für Streitgespräche zwischen "Religionswissenschaftlern" ist der "Waterbölles" nicht der richtige Platz. Um Missverständnissen vorzubeugen: Das würde auch für entsprechende Debatten zwischen evanglischen und katholischen Christen gelten.

Johannes Staratschek am :

In Radevormwald konnte vor ein paar Jahren ein Internat des VIKZ verhindert werden. Als ich in der Türkei war, bin ich keinem der dort laut Herrn Alp arbeitenden christl. Missionare begegnet. Trotz mehrerer Versuche und dem Wissen, das es irgendwo in Antalya eine kath. deutsche Kirche gibt, konnte mir keiner im Hotel oder Auskunftstellen sagen, wie ich diese finde. Hier haben Muslime "Religions- und Bekenntnisfreiheit". In der Türkei übt der Staat keinen Zwang auf die Religionsangehörigkeit an sich aus, aber m. W. ist das "Bekenntnis" in Wort und Schrift auf der Straße nicht zulässig. Aber es ist ein Menschenrecht und steht als solches außerhalb der Kritik, solange die Bekenner die anderen Menschenrechte achten! Wer mal in Myra war, der Stadt des hl. Nikolaus, findet dort einen Weihnachtsmann auf dem Denkmal. Der dort ursprünglich platzierte Bischof wurde in den Innenhof der Kirche verbannt! Dabei war Nikolaus selbst für Islamisten in der besten Weise rechtgeleitet, da er lange vor Mohammed lebte. Das hat jetzt vielleicht nicht direkt was mit der RS-Kommunalpolitik zu tun, bezieht sich aber auf die Behauptungen, mit denen Herr Alp die damit i. d. R. nicht befasste Mehrheit bei der Meinungsbildung irreführt.

Talha Alp am :

Sie polemisieren die Situation dermaßen, dass jeder rational denkende Mensch Ihnen einfach nur aus dem Weg gehen muss. Auf einen Konsens wollen Sie doch gar nicht kommen. Gestern hatte ich einen Flyer von ProRemscheid (vgl. ProNRW) im Briefkasten. Nun behaupte ich, Sie genau einstufen zu können. Theoretisch gesehen habe ich Ihnen bereits mit meinem Beitrag vom 5.3.2008 um 22:54 Uhr geantwortet (Bitte die letzten Sätze genau durchlesen). Ich wünsche Ihnen noch frohe und besinnliche Festtage.

Johannes Staratschek am :

So ein Flugi von pro-nrw hatte ich auch im Briefkasten. Ich will das Beste für alle und nicht nur für "Einheimische" und kann daher vor dieser Gruppe nur warnen. Vielleicht stehe ich eher dieser Gruppe hier nahe: www.ex-muslime.de. Wobei ich deren Atheismus nicht mitmache.

Manfred Dörpfeld am :

Eine Schule ausländischer Nationalität, da sage ich grundsätzlich JA. Einer meiner Vorfahren, Wilhelm Dörpfeld, gründete 1896 die Deutsche Schule Athen (DSA); sie gehört zu den ältesten deutschen Auslandsschulen und ist heute eine von Deutschland personell und finanziell geförderte Privatschule. Sie ist der Vermittlung der deutschen und griechischen Sprache und der deutschen und griechischen Bildungswerte verpflichtet, Schule und Begegnungsstätte von Griechen, in Athen lebenden Deutschen, Österreichern und Schweizern, von bikulturellen Familien und allen, die ein besonderes Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben. Geht es sich jedoch um eine „Koranschule", möchte ich nicht gegen die Interessen von Talha Alp sprechen. Doch angesichts umstrittener Koranschulen in vergangener Zeit muss die für die Genehmigung zuständige Behörde vorsichtig sein. Schauen wir mal auf Schlagzeilen. 12.09.2007: Illegale Koranschule in Mühldorf entdeckt. Im Koran gibt es 206 Stellen, die zur Gewalt gegen Ungläubige aufrufen. Sollen das die Kinder wirklich gelehrt bekommen, oder gibt es den Koran NEU?

H. Kuhn am :

Meinen letzten Kommentar möchte ich - zum besseren Verständnis - noch ergänzen: Zunächst zu Prof. Huntington. Er spricht vom Zerfall, wenn es keinen Patriotismus gibt. In der Geschichte gab es immer Hochkulturen, die einen Zenit hatten und dann zerfielen. Z.B. die Ägypter und die Römer. Die beste Parallele zur jetzigen Situation in Westeuropa ist der Zerfall des Reiches der Azteken durch die Spanier. Anstatt die Spanier zurück ins Meer zu werfen, luden die Azteken sie - in großer Verblendung - gastfreundlich ein. Viele "Gutmenschen" in Deutschland, die die Gefahr der Islamisierung noch nicht erkannt haben, sind auch verblendet. Mir tun die Kinder leid, welche von ihren Eltern in eine Koran-Schule in Deutschland geschickt werden. Was den Kindern in der Koranschule beigebracht wird, ist nicht allein Religionsunterricht, sondern Verhaltensmuster, mit denen sie hier anecken werden. Die Unterweisung zum Islam in diesen Schulen ist eine Erziehung, die eine extreme Religiosität hervorruft. Die Absolventen wollen das Gelernte dann ausleben und durchsetzen. So bilden sich weitere Parallelgesellschaften, die sich in Kultur, Sprache, Rechtsempfinden usw. von ihrer Umgebung nicht nur unterscheiden, sondern abkapseln. Oder es sind diejenigen, die an die Gesellschaft die Forderungen stellen, dass sich die Gesellschaft anpassen soll. Das geht nicht. Viele Generationen haben unser freiheitliches System mit Gleichberechtigung von Mann und Frau usw. geschaffen. Es geht nicht an, dass diese Werte in ein paar Jahren zerstört werden. Absolventen einer Koranschule werden Einfluss nehmen wollen, dass ihre Schwestern nicht ohne Kopftuch und nicht ohne männliche Begleitung das Haus verlassen dürfen. Diese Unfreiheit ist ja nur ein kleines Beispiel für den Unterschied von richtig und falsch.

Talha Alp am :

Sehr geehrter Herr Kuhn, Vorurteile bringen uns nicht weiter. Wir sind nicht hierher gekommen, um irgendetwas zu erobern. Wir waren Arbeitermigranten, jetzt versuchen wir, uns in diese Gesellschaft einzugliedern und als ein Teil dieser Gesellschaft akzeptiert zu werden. Der Rechtsstaatsgedanke wird von den in Deutschland lebenden Muslimen nicht in Frage gestellt. Jeder normative Religion hat das Recht, die Glaubensinhalte zu manifestieren. Es ist auch verständlich, dass Verhaltensmuster beigebracht werden, die auf der Basis des Korans und der Sunna (Praktiken des Propheten Mohammed) uns überliefert wurden. Z.B.: Nicht klauen, keinem Menschen etwas schlimmes antun, nicht lügen, kein Alkohol trinken etc. Das sind Verhaltens- und Umgangsmuster, die in allen Religionsgemeinschaften zu finden sind (Christentum, Judentum, Buddhismus).

Chronist am :

Beim Landesjugendamt in Köln liege bislang noch kein Antrag des muslemischen "Bildungs- und Kulturvereins" vor, berichtet heute die Bergische Morgenpost. Ebenso wenig ein Integrationskonzept. Es muss auf den vom Landesjugendamt formulierten "Grundprinzipien fürmuslimische Täger der Jugendhilfe" basieren. Derzeit würde das Konzept erarbeitet, zitiert die BM einen Sprecher des Vereins.

Chronist am :

Das Bauordnungsamt werde die Baugenehmigung für den Umbau von Schulungs- in Schlafräume jetzt erteilen, erfuhren gestern die Mitglieder des Bauausschusses vom Beigeordneten Dr. Christian Henkelmann. Die Fragen nach dem Betriebskonzept und weitere Fragen des Landesjugendamtes hätte der muslimische Verein aber bis immer noch nicht beantwortet. Und das bedeute, dass das Projekt mit dem Landesjugendamt weiterhin nicht abgestimmt sei. Aber nur dann werde es auch eine Betriebserlaubnis geben.

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