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"Das wird dann für uns die Champions-League sein!“

In einer Pressekonferenz berichteten gestern im kleinen Sitzungssaal des Rathauses der Technische Beigeordnete Peter Heinze, Andreas Huth (stellvertretender Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung, Verkehrs- und Bauleitplanung), Burkhard Fey (Abteilungsleiter Verkehrsplanung), Tobias Mader (Stadtentwicklung und Rahmenplanung) sowie Michael Zirngiebl, der Leiter der Technischen Betriebe Remscheid über die geplante Um- und Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, speziell den aktuellen Stand des Bauabwicklungsplans bis Ende 2025), die Platzgestaltung und Ausstattungselemente. Die entsprechende Beschlussvorlage stand danach auf der Tagesordnung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Mobilität. Bis zur entscheidenden Ratssitzung am 9. Dezember werden damit noch weitere Fachausschüsse befasst. Damit folgt die Stadtverwaltung den Beschlüssen des Rates, die zuständigen Gremien über das Projekt auf dem Laufenden zu halten.

Die gute Nachricht in der Vorlage: Der Eigenanteil der Stadt an den Gesamtkosten des Friedrich-Ebert-Platzes sinkt um rund 67 Prozent von 2.200.000 € (Grundsatzbeschluss von September 2019) auf nunmehr 740.000 €. „Dies liegt vor allem an der erhöhten Förderquote des Landes von 80  auf nunmehr 100 Prozent. Zugleich hat aber eine detaillierte Kostenprüfung Kostensteigerungen in Höhe von 1.062.900 € ergeben, wodurch die Gesamtkosten für den neuen Aufenthaltsplatz mit dem geschwungenen „Bumerang“-Dach auf 9.152.700 € steigen. Darin sind die Architekten-Honorare eingeschlossen, nicht aber die Kosten von rund fünf Millionen Euro für den nebenliegenden neue Zentralen Omnibusbahnhofs der Stadtwerke.
Die Kostensteigerung macht einen ein Nachbewilligungsantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf erforderlich; der wurde bereits abgestimmt. Wie Burkhard Fey in der Pressekonferenz erläuterte, sind die Ursachen für die Kostensteigerungen u. a. allgemeine Baupreissteigerungen, Preiserhöhungen bei den Stahlteilen des großes Haltestellendachs, höhere Entwässerungs- und Beleuchtungskosten sowie der Rückbau des Fußgängertunnels einschließlich der alten Fahrbahndecke darüber.

Beispiel für das von den Planern  ausgewählte, aber noch nicht ausgechriebene Betonpflaster im Bedreich des "Bumerang"-Dachs. , deren Ausschreibung noch aussteht. Foto: Stadt Remscheid.Die Mehrkosten hätten um 500.000 Euro höher gelegen, wäre bei einigen Positionen nicht der Rotstift angesetzt worden. So wurden Lichtelemente reduziert, die Untersicht des neuen Daches „angepasst“, auf Bodeneinbauleuchten verzichtet und für den neuen Pflasterbelag statt Naturstein drei unterschiedlich große anthrazitfarbene Betonsteine (Foto rechts) ausgewählt.

In einem Anhang zu ihrem Beschlussvorschlag stellt die Verwaltung die für den Platz und den ZOB vorgesehenen Ausstattungselemente vor. Diese hatten schon am 1. Juli die Zustimmung der Baubegleitkommission gefunden:

  • Fahrradanlehnbügel: Das ausgewählte Modell soll künftig auch im übrigen Stadtgebiet verwendet werden.
  • Betonsitzbank mit Holzauflagen sind für die Platzfläche vorgesehen.
  • Mastleuchten: Entlang der Elberfelder Straße sind acht Meter hohe Mastleuchten in wechselseitiger Ausrichtung geplant, um die der Straße und die Fußgängerüberwege komplett auszuleuchten.
  • Abfallbehälter: Das ausgewählte Modell kommt bereits am Willy-Brandt-Platz zum Einsatz.
  • Sitzbänke aus Metall mit Echtholzauflage, senioren- und behindertengerecht, sind vorgesehen unter den Fahrgastunterständen sowie an den Windschutz-Konstruktionen (das Modell wird u.a. auch am Wuppertaler Hauptbahnhof verwendet und ähnelt den Sitzbänken für die Alleestraße).
  • Fahrplanvitrinen: Es wird sowohl Fahrplanvitrinen geben unter den Fahrgastunterständen auch freistehende, größere, unter der großen Überdachung.
  • Fahrgastunterstände entlang der Bussteige, die sich nicht unter der großen Überdachung befinden, erhalten als Besonderheiten eine LED-Beleuchtung und ein gläsernes Dach, das durch eine Schutzfolie Schatten spendet. Eine Dachtiefe von ca. 1,60 Metern soll bei Wind und Regen Schutz bieten.
  • Ein zusätzlicher Windschutz ohne separates Dach soll als Pendant zum Fahrgastunterstand an sieben Stellen unter der großen Überdachung installiert werden.
  • Dynamische Fahrgastinformationsanzeiger, ausgestattet mit gut lesbaren TFT-Monitoren, sollen an den Bussteigen über die nächsten An- und Abfahrtszeiten informieren. Übersichtsanzeiger: Neben den dynamischen Fahrgastinformationsanzeigen werden auch
  • Größere Übersichtsanzeiger, die auch über eine Distanz von 15 bis 20 Metern noch lesbar sind, sollen den Fahrgästen die Orientierung und die eigene Organisation erleichtern.
  • Ladestationen neben dem neuen Betriebsgebäude der Stadtwerke sollen die Energieversorgung der „zunehmend elektrifizierten Stadtwerke-Pkw-Flotte“ übernehmen. (Öffentliche E-Ladestationen sind auf der Konrad-Adenauer-Straße in Richtung des Rathauses geplant).

Parallel zur neuen Ausgestaltung des Friedrich-Ebert-Platz haben die Planer und Ingenieure sukzessive den Bauabwicklungsplan konkretisiert, der im Projekt eine Schlüsselrolle einnimmt, so Michael Zirngiebl. Schließlich werde es zahlreiche Baumaßnahmen von verschiedenen Unternehmen geben, zeitgleich auf engem Raum – eine erhebliche technische Herausforderung, eine "Operation am offenen Herzen" . Und das bei ununterbrochenem Busbetrieb. „Gegenüber den Bauprojekten Trecknase und Ring-/Rader Straße wird das dann für uns die Champions-League sein!“, fand Zirngiebl wieder einmal die treffenden Worte.
Für den Abbruch bzw. die Wiederauffüllung des Fußgängertunnels soll zum Start des Projektes die Elberfelder Straße für zwei bis drei Wochen komplett gesperrt werden (Umleitung über die Nordstraße), um diese Maßnahme zeitlich um die Hälfte verkürzen zu können. Letzte Maßnahme gegen Ende: die Neuasphaltierung der Elberfelder Straße zwischen Ämterhaus und Salemstraße.

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