Skip to content

Neun-Euro-Ticket in den Startlöchern

Pressemitteilungder Stadtwerke Remscheid

Die Verkehrsverbünde in NRW arbeiten in Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und auch anderen Verkehrsverbünden in Deutschland mit Hochdruck daran, das vom Bund befristet finanzierte Ticketangebot ab 1. Juni für drei Monate auf den Markt zu bringen. Die Herausforderung in der Praxis: Die Fahrgäste sollen dieses Angebot möglichst unbürokratisch und ohne viel Aufwand nutzen können. “Fest steht, dass die Maßnahme eine Chance zur Rückgewinnung von Fahrgästen und zur Neukundenansprache im ÖPNV ist. Aber auch Bestandskunden sind bei diesem Angebot bedacht worden und werden nicht benachteiligt. Für Abonnenten ist dieses Ticket eine Art Treuebonus“, sagt der Stadtwerkegeschäftsführer Prof. Thomas Hoffmann. Die neun Euro pro Monat werden mit dem monatlichen Abopreis verrechnet; sämtliche Leistungen des Abos bleiben dabei bestehen. Außerhalb des Geltungsbereiches handelt es sich hierbei um einen persönlichen Fahrschein der 2. Klasse ohne erweiterte Regelungen. Abonnenten der Neun- Uhr-Variante profitieren sogar noch mehr, denn für sie entfällt diese Regelung, so dass das AboTicket für sie auch schon vor 9 Uhr fgültig ist.

„Für Neukunden ist das 9-Euro-Ticket ein Schnupper-Ticket, womit sie den ÖPNV und deren Vorteile unverbindlich für drei Monate testen können“, ergänzt Prof. Hoffmann. Das Ticket soll vom 1. Juni bis zum 31. August bundesweit erhältlich sein (außer im Fernverkehr ICE, IC EC). Die Monatskarte endet nach diesem Zeitraum automatisch und muss nicht gekündigt werden. Neukunden bekommen das Ticket über den Onlineshop der Stadtwerke Remscheid oder die SR App. Aber auch über den klassischen Vertriebsweg ist das Ticket im MobilCenter und den Vorverkaufsstellen erhältlich. (Das Neun-Euro-Ticket ist Teil Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung als Reaktion auf die stark gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreise.)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

David Schichel, Fraktionsvorsitzender der Remscheider Grünen am :

Damit ist Bus- und Bahnfahren so günstig wie nie. Die Gelegenheit ist perfekt, die Autofahrer*innen zum Umstieg auf die Öffentlichen zu bewegen. Das sollten die Stadtwerke nutzen und ihr Angebot ausweiten und attraktiver machen, um so neue Kund*innen zu gewinnen. Das könnte bei allem dramatischen Hintergrund dieses Entlastungspakets ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität sein. Ich hoffe, diese Chance wird genutzt.

Anja Liebert, Bundestagsabgeordnete der Grünen für das Bergische Land am :

90 Tage können Menschen den Öffentlichen Nahverkehr für 9 Euro pro Monat nutzen. Damit schaffen wir Anreize für den ÖPNV und erreichen hoffentlich, dass auch im Bergischen Land viele Menschen auf Bus, Bahn und Schwebebahn umsteigen.

S. Westenhöfer am :

"Neukunden bekommen das Ticket über den Onlineshop der Stadtwerke Remscheid oder die SR App." -- Hm, leider kann ich in der App das 9-Euro-Ticket nicht finden... und einen Onlineshop der Stadtwerke Remscheid konnte ich auch nicht finden. Man wird immer zur App geleitet...

Stadtwerke Remscheid am :

Das 9-Euro-Ticket ist ab sofort im MobilCenter, in allen Vorverkaufsstellen der Stadtwerke Remscheid GmbH, in den Bussen und auch online über die SR App, den Onlineshop und HandyTicketDeutschland erhältlich. (aus Preemitteilung)

Dirk Schaefer am :

Die SR App hat am 19. Mai ein Update bekommen.(Android) Unter ''Tickets'' findet man jetzt das 9 € Ticket für Juni, Juli und August zum Kauf. Eine vorherige Registrierung für die Kaufabwicklung ist allerdings Voraussetzung.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am :

Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) war das 9-Euro-Ticket seit dem Verkaufsstart am 23. Mai und in den ersten Gültigkeitstagen ein echter Verkaufsschlager. Verbundweit sind bereits mehr als 900.000 Tickets über die Apps, Ticketshops, Automaten und Kundencenter der Verkehrsunternehmen verkauft worden. Das hohe Interesse an dem vergünstigten, deutschlandweit gültigen Ticket sorgte wie erwartet an Pfingsten für einen großen Ansturm. An den großen Stationen und Haltepunkten im Verbundgebiet waren deutlich mehr Fahrgäste unterwegs. Dadurch kam es auch zu Haltezeitüberschreitungen und Verspätungen. Viele Linien waren so stark belastet, dass Fahrgäste nicht zusteigen konnten. Auf den S-Bahn-Linien im Verbundraum kam es hingegen insgesamt zu wenigen Problemen. Der VRR rechnet auch in den nächsten Tagen, insbesondere an Fronleichnam, mit einer hohen Auslastung.

Stefan Holzhauer am :

Wie wir jetzt sehen, ist das 9 Euro-Ticket gut gemeint, aber nicht gut gemacht. Weder ist die seit Jahrzehnten durch Politik und Betreiber vernachlässigte Infrastruktur darauf ausgelegt, dass so viele Menschen den ÖPNV nutzen, noch sind die Betreiber bereit oder in der Lage, ausreichende Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Ohne gleichzeitige Investitionen in den ÖPNV durch die politisch Verantwortlichen wird man jetzt angesichts der katastrophalen Zustände nicht nur die "Neukunden" gleich wieder vergraulen, sondern auch etliche Pendler, die sich die Überfüllung und ständigen Verspätungen und Zugausfälle nicht mehr antun wollen, vom ÖPNV wegekeln. Das 9-Euro-Ticket ist nur Symbolpolitik, die vortäuschen soll, dass man "etwas tut". Es sind allerdings kurzfristig erheblich umfangreichere, intensivere und nachhaltigere Änderungen am ÖPNV nötig, um diesen attraktiv, bequem und tatsächlich nutzbar zu gestalten, dazu gehören auch die grotesk überhöhten Preise, aber ebenso die völlig inakzeptablen Reisezeiten innerhalb eines der am dichtesten besiedelten Regionen Europas (Bespiel: Remscheid -> Bochum, mit dem Auto ~25 Minuten, mit dem ÖPNV 2,5 Stunden, falls nichts ausfällt, was immer der Fall ist - und günstiger ist es mit dem PKW auch noch, wenn es nicht zufällig gerade ein 9-Euro-Ticket gibt). Für einen zügigen und massiven Ausbau des ÖPNV sollten sich die Grünen einsetzen, statt mit dem schlecht durchdachten Symbol 9-Euro-Ticket Aktivität vorzutäuschen.

Johann-Max Franzen am :

Was nützt das 9 €-Ticket, wenn hier in Remscheid die Busse der Stadtwerke laufend ausfallen. So unzuverlässig war es noch nie!

Dirk Schaefer am :

Die Ausfälle durch den Fahrermangel sind sicher nicht schön,aber sie sind kein alleiniges Remscheider Problem! Zu lesen ist,dass mittlerweile Bundesweit ein Busfahrer und auch Lokführermangel zu beklagen ist.Dieser soll sich in den nächsten Jahren auf bis zu 30000 fehlende Busfahrer belaufen.Wer da in der Politik von mehr Verbindungen und kürzeren Takten träumt,sollte langsam mal aufwachen.

Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) am :

Die zurückliegenden Juni-Wochen standen für den Nahverkehr ganz im Zeichen des 9-Euro-Tickets. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sind bereits mehr als 1,8 Millionen Tickets über die Apps, Ticketshops, Automaten und Kundencenter der Verkehrsunternehmen verkauft worden. Der VRR geht davon aus, dass auch in den nächsten Wochen die Verkaufszahlen auf einem hohen Niveau bleiben und rechnet auch in den Ferien mit vielen Reisenden, die mit dem 9-Euro-Ticket unterwegs sind. Die bislang gewonnenen Erfahrungen nutzt der Verbund, um den Kund*innen trotz des hohen Fahrgastaufkommens einen möglichst reibungslosen Reiseablauf zu gewährleisten. So hat es in den vergangenen Wochen eine Aufstockung von Servicepersonal und Reisendenlenkern gegeben, um gerade Fahrgäste mit bisher wenig Berührungspunkten zum Nahverkehr beim schnellen Ein- und Ausstieg zu unterstützen. Dieses zusätzliche Personal wird auch während der Sommerferien an den Bahnhöfen tätig sein.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!