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Preiskritiker Göbert verklagt EWR und Prof. Dr. Hoffmann

Hans Gerd Göbert, seit längerem schon Kritiker der Preispolitik der Remscheider Stadtwerke, hat Strafantrag gegen die EWR, vertreten durch den Geschäftsführer Pof. Dr. Thomas Hoffmann, gestellt. Wegen des Verdachts auf Betrug und Wucher. Dazu schrieb Göbert heute dem Waterbölles: „Alle Preiserhöhungen der letzten Jahre, zuletzt am 1.10.08, hat die EWR immer mit der zwingend notwendigen Bindung der Gaspreise an den Rohölpreis begründet. Es sei stets ein Betrachtungszeitraum von sechs Monaten erforderlich, um die Preise dann, verbrauchergerecht optimiert, anzupassen.Der Rohölpreis ist im Betrachtungszeitraum von Mitte August 08 bis Mitte März um ca.65 Prozent gesunken. Nunmehr spricht die EWR nicht mehr von der notwendigen Bindung Gas/Öl-Preise, sondern nur noch von einer außergewöhnlichen Entwicklung auf dem Energiesektor. Man kündigte Mitte März eine Preissenkung zum 1. April 209 bis zu 15,5 Prozent an. Bei den Preisen für Premio-Kunden (am 15.8.08 5,62 Ct.KwH/, am 1.4.09-6,21 Ct.KwH) ergibt das über den Betrachtungszeitraum von sechs Monaten gesehen eine effektive Erhöhung von 10,5 Prozent. Diese Mogelpackung wird dann auch noch als soziale Wohltat verkauft: Man möchte den Menschen in diesen schwierigen Zeiten etwas mehr Geld im Portemonnaie belassen. Als ob diese Menschen, wenn sie demnächst ihre Jahresabrechnungen erhalten, nicht schnell merken würden, in wessen Portemonnaies die Wohltat in Wirklichkeit wandert. Viele dieser Kunden werden die Nachzahlungen evtl. gar nicht mehr begleichen können.

Nun unterstellt die EWR auch noch öffentlich den anderen Anbietern Dreistigkeit. Weil sie die Frechheit besitzen, am Telefon oder gar an der Haustüre Kunden der EWR abwerben zu wollen. Als ob das heutzutage nicht das Normalste in der Kundenwerbung sei.“

Trackbacks

Waterbölles am : Studie bestätigt Kritik von Göbert an zu hohem Erdgaspreis

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Das ist Wasser auf die Mühlen von Stadtwerke-Kritiker Hans Gerd Göbert (Foto): Die deutschen Gasversorger profitieren von sinkenden Erdgaspreisen – und geben die Preisvorteile nur zur Hälfte an ihre Kunden weiter. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten,

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Waterbölles am : Zur Gaspreisentwicklung speziell in Remscheid

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Von Hans Gerd Göbert Ihnen ist bekannt, dass ich am 18.03.09 bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal eine Strafanzeige gegen die EWR Remscheid, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Hoffmann, wegen des Betrugsverdachtes an Kunden des Versorgungsunternehmens, spez

Waterbölles am : Kritiker sieht einstige Vorwürfe höchstrichterlich bestätigt

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Von Hans Gerd Göbert „Preiskritiker Göbert stellt Strafanzeige gegen die EWR und Prof. Dr. Hoffmann“. So berichtete Ende März 2009 in ähnlicher Form neben anderen auch der Waterbölles. Grundlage dieser Anzeige war u.a., dass die EWR, wie auch

Kommentare

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Prof. Dr. Hoffmann, EWR GmbH am :

Mit Erstaunen haben wir erfahren, dass sich ein Kunde so heftig über die Erdgaspreispolitik der EWR ärgerte, dass er angeblich eine Strafanzeige gegen die EWR gestellt habe. Da unserem Haus zu diesem Vorgang bis heute keine konkreten Informationen vorliegen, können wir dazu im Moment nicht Stellung nehmen. Wir können an dieser Stelle jedoch versichern, dass wir jede – auch kritische - Äußerung unserer Kunden sehr ernst nehmen und aufgreifen, da uns sehr viel an der fairen und konkurrenzfähigen Belieferung der Remscheider Bevölkerung mit Energie und Wasser liegt. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass wir unsere Gaspreisanpassungen schon seit Jahren von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren lassen. Hier ein Auszug aus unserem jüngsten Testat vom Februar 2009: „… Als Ergebnis unserer Arbeiten bescheinigen wir der EWR GmbH Folgendes: Die spezifische Rohmarge hat sich im Zeitraum 1.1.2004 bis 31.3.2009 vermindert, da Bezugskostensteigerungen nicht in voller Höhe an die Tarifkunden weitergegeben wurden und Bezugskostensteigerungen teilweise nicht sofort, sondern mit zeitlicher Verzögerung - und damit zu Lasten der EWR GmbH – an die Verbraucher überwälzt wurden. Auch nach der zum 1.4.2009 geplanten Arbeitspreissenkung ist die spezifische Rohmarge gegenüber dem 1.1.2004 gesunken, d. h., Bezugskostenveränderungen wurden in der Vergangenheit bzw. werden im Planzeitraum teilweise zu Lasten des EWR-Ergebnisses ver-rechnet. …“ Erst im vergangenen Februar haben wir unsere Gaspreise bei den Kunden in der Grundversorgung und mit Heizgassondervertrag gesenkt. Ab dem 1. April folgt die zweite große Gaspreissenkung von 1,13 Ct/kWh (inkl. MwSt.) in diesem Jahr, welche wir als besonderen Treuebonus auch unseren Festpreiskunden einräumen werden. Diesen Treuebonus nehmen wir zu unseren Lasten, da wir die entsprechenden Gasmengen für diese Kundengruppe bereits im Vorjahr ebenfalls zu einem Festpreis beschafft haben. Wir wollen damit in der heutigen, schwierigen konjunkturellen Lage unsere Absicht unterstreichen, unseren besonders treuen Kunden einen Preisvorteil zu verschaffen, auch wenn dies vertraglich über das Festpreisangebot so nicht vereinbart war. Die zahlreichen positiven Reaktionen unserer Kunden auf diese Maßnahme haben uns in der Richtigkeit und Notwendigkeit dieser Maßnahme bestätigt.

Klaus R. Schmidt am :

Ich kann mich nur immer wieder darüber wundern, dass kein Politiker mit Ratsmandat kritisch zu dem Vorgehen der EWR Stellung bezieht, schon gar nicht die Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke. Dabei bewegt dieses Thema fast jeden Bürger dieser Stadt. Es bleibt zu vermuten, dass der große Aufschrei und ein böses Erwachen erst nach der nächsten Energieabrechnung erfolgt. Wenn es dem Chef der EWR GmbH wirklich an einem fairen Umgang mit seinen Kunden liegen würde, dann müsste er sich nicht auf einen "unabhängigen Wirtschaftsprüfer" berufen, sondern nur seine Vorgehensweise im Preiserhöhungsprozedere ganz unkompliziert und für jeden Verbraucher nachvollziehbar genauso bei Preisrücknahmen in Anwendung bringen, nämlich "den Gaspreis zwingend an den Rohölpreis binden"! Wo ist das Problem? Übrigens kaum zu glauben, dass es positive Kundenreaktionen gibt.

Stefan Holzhauer am :

Beim Strompreis verhält sich die Sachlage doch analog. Deutliche Preiserhöhungen, die Prozentspanne der völlig unberechtigten Erhöhungen der letzten Jahre kann sich jeder selbst ausrechnen. Ich habe Widerspruch gegen die letzte Preiserhöhung eingelegt (gemäß Unbilligkeit, siehe §315 BGB). Selbst ein Energieberater, der mich aufsuchte, gab zu, dass die Strompreise kaum noch zu zahlen seien. Statt "Wir können an dieser Stelle jedoch versichern, dass wir jede – auch kritische - Äußerung unserer Kunden sehr ernst nehmen und aufgreifen, da uns sehr viel an der fairen und konkurrenzfähigen Belieferung der Remscheider Bevölkerung mit Energie und Wasser liegt." (Dr. Hoffmann), erreichte mich sofort ein Schreiben des EWR-Anwalts, in welchem mit massiven Maßnahmen gedroht wurde. Ganz offensichtlich, um mich einzuschüchtern. Und das, obwohl ich durchaus Gesprächsbereitschaft signalisiert hatte.

Fritz Beinersdorf am :

Der Presseerklärung der EWR ist zu entnehmen,dass der Stadtwerke-Chef Prof. Dr. Hoffmann erstaunt darüber ist, dass sich ein Kunde so heftig über die Erdgaspreispolitik der EWR ärgert, dass er eine Strafanzeige gegen die EWR stellt. Er versichert dann, dass er jede Äußerung seiner Kunden „sehr ernst“ nehme. Wie ernst eigentlich? Die Äußerungen von Herrn Göbert und vielen anderen sind schon seit vielen Wochen in der Welt, aber eine schlüssige Äußerung der EWR zur eigenen Erdgaspreispolitik ist diese Presseerklärung nicht. Stattdessen versteckt sich Prof. Hoffmann hinter einem Wirtschaftsprüfer und gibt kund: „Alle Gaspreisanpassungen werden von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert“. Was testiert der Wirtschaftsprüfer eigentlich? Die Rechtmäßigkeit der Preispolitik? Das Zitat aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfer kann erst dann Sinn machen, wenn den Bürgern das gesamte Testat vorgelegt wird. Die von Herrn Göbert aufgemachten Rechnungen sind richtig und in sich plausibel. So lange keine Gegenrechnung aufgemacht werden kann, bleibt der Vorwurf der „Abzocke“. Ich hätte es übrigens auch als sehr gut empfunden, wenn die Vertreter der Ratsparteien, die im Aufsichtsrat der Stadtwerke vertreten sind, Herrn Prof. Hoffmann einmal mit unbequemen Fragen auf den Pelz gerückt wären. Aber die Damen und Herren halten es wohl eher mit den drei bekannten Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.

Hans Gerd Göbert am :

Eigentlich wollte ich mich zu dem schwebenden Verfahren nicht mehr äußern, wenn die EWR, sprich Prof. Dr. Hoffmann, die ganze Geschichte jetzt nicht noch um einige völlige neue Aspekte erweitert hätte. Ich beziehe mich dabei auf die Seiten 3 und 11 im Privatkunden-Journal Ausgabe 1/2009. Auf Seite 11 wird noch einmal über die dubiosen und dreisten Energieverkäufer am Telefon und an der Haustüre fabuliert. Die fragen doch tatsächlich nach solchen Dingen wie bisherigem Jahresverbrauch etc. Als ob das nicht beim grössten deutschen Internet-Vergleichsforum Verivox auch so abgefragt würde. Auf Seite 3 dann noch einmal das Rührstück über die Preissenkung, die gemessen am sechsmonatigen Beobachtungszeitraum eine Erhöhung von 10,5 Prozent ist. Angereichert mit den Äußerungen von vier fiktiven Kunden, die sich vor Dankbarkeit über diese Preiserhöhung nahezu überschlagen (Udo Z., Manfred B., Otto P. und Georg M., man höre und staune, Spitzname "Weißer Riese".) Wahrscheinlich soll dieser weiße Riese nun die EWR von allen Vorwürfen und Verdächtigungen reinwaschen? Weil man ja eine derart außergewöhnliche Offenheit gegenüber der Kundschaft pflegt, wird es doch bestimmt keine Problem sein, die Schreiben dieser Kunden im Original und voller Länge hier in diesem Forum abzubilden. Damit dabei nicht auch wieder der Verdacht entsteht, die EWR wurde flunkern. Sehr interessant ist auch das Angebot auf Seite drei, dass alle anderen Kunden noch in den Premio-Vertrag schlüpfen könnten. Somit auch die mit Heizgas-Sonderverträge, oder? Was dann den Preisvorteil der Premio-Gas-Kunden völlig pulverisieren und den bisher vermuteten Betrug gegenüber den Premio-Gaskunden endgültig Realität werden ließe. Was aber letztendlich der Staatsanwalt im schwebenden Verfahren zu beurteilen hätte.

Wieland Gühne am :

Hallo Herr Schmidt, da haben Sie Recht, ein wirkliches Interesse an den Gaspreisen hat die Mehrheit der Remscheider Politik nicht wirklich. Auf der einen Seite sollten die Politiker als "Bürgervertreter" ein waches Auge auf die Preisgestaltung haben, auf der anderen Seite ist die Stadt selbst Großkunde, und jeder Cent mehr schlägt entsprechend bei den Ausgaben zu Buche. Ich selbst habe über viele Jahre einen Einspruch gegen die für mich nicht nachvollziehbaren Preiserhöhungen laufen und meine laufenden Zahlungen entsprechend gekürzt. Erst vor kurzem flatterte mir ein Mahnbescheid über die aus Sicht der EWR aufgelaufene offene Summe ins Haus. Natürlich habe ich nicht gezahlt. Im November 2006 hat die W.i.R.-Fraktion eine Anfrage im Rat gestellt, welche Möglichkeiten es gibt, genau so zu handeln wie ich es als Privatmann getan habe. Hier erhalten Sie die Antwort aus der Niederschrift der Ratssitzung vom 13.11.2006: "RM Kirchner bittet um ergänzende Aussage, ob die Stadt Remscheid gemäß § 315 BGB Einspruch einlegen kann oder nicht. StD Müller erläutert, dass hier zwei unterschiedliche Vertragsarten zu berücksichtigen sind. Während bei einer Vertragsart mit einem Anteil von einem Drittel ein Einspruch eingelegt werden könne, sei dies bei der anderen Vertragsart nicht der Fall. Seitens der Stadt sei kein Einspruch eingelegt worden, da die Gaspreiserhöhung nachvollzogen werden konnte. Zudem haben die im Aufsichtsrat vertretenen Ratsmitglieder entsprechend abgestimmt. Zudem würden die wirtschaftlichen Ergebnisse einer Nichterhöhung die Stadt indirekt auch treffen." (Zitat Ende) Kurz vorher gab es die x-te Preiserhöhung, welche den städtischen Haushalt mit rund 130.000 Euro belastete. Die Grünen erhoben unsere Anfrage sogar zu einem Antrag. Dieser wurde mit den Zwischenrufen "Populisten" von den anderen Fraktionen abgebügelt. Mittlerweile schätze ich die Situation so ein, dass auch die Grünen eingefangen sind. Sie sitzen inzwischen ja auch im Aufsichtsrat.

Christoph Humpert am :

Nochmal für Sie, Herr Beinersdorf: Der Wirtschaftsprüfer bescheinigt eine geringere Rohmarge als in 2004. Ganz einfach: Weniger Kohle als 2004! Vielleicht war die Rohmarge in der Zwischenzeit mal über dem Wert von 2004, aber scheinbar ist hier mindestens ein Ausgleich für die Kunden gegeben. Und natürlich bescheinigt der WP die Rechtmäßigkeit der Gaspreispolitik, aber was ist daran schlecht? Natürlich sichert sich die EWR GmbH damit rechtlich ab, aber hiermit wird doch auch der "Abzocke" ein Riegel vorgeschoben. Der Vorgang des Entgegenkommens für die Festpreis-Gaskunden ist alles, aber keine "Abzocke". Wieso nehmen Sie keine Stellung zu diesem Vorgang, Herr Beinersdorf? Wieso sollen die AR-Mitglieder dem Geschäftsführer unbequeme Fragen stellen, wenn das Gutachten des WP eine korrekte Preispolitik bescheinigt? Das wäre doch Blödsinn, oder? Ein Tipp: Bauen Sie sich eine Photovoltaikanlage auf's Dach. Dann sind Sie unabhängiger vom Gaspreis. Denken sie an die 600 von ver.di betreuten Arbeitspätze, die der Stadtwerkekonzern in Remscheid sichert. Denken Sie an das H2O, die große Busflotte, Investitionen, Gewerbesteuer und Konzessionsabgabe des Konzerns. Grundsätzlich bietet die EWR GmbH Ansatzpunkte für Kritik, wie z.B. das nicht völlig nachvollziehbare Anprangern von agressiven Vertriebskanälen von Mitbewerbern, aber das ist doch völlig logisch und normal. Bei der Preispolitik sind Sie aber zu 100 Prozent auf dem Holzweg.

Hans Gerd Göbert am :

Lieber Herr Humpert, ich habe erst dreimal geschaut, ob Sie mit Ihrem Kommentar nicht einen Tag zu früh erschienen sind. Sie heizen nicht mit Gas, gell? Und wenn doch, lassen Sie es andere bezahlen, oder? Was ein neutraler Wirtschaftsprüfer dem Unternehmen testiert, welches ihn dafür bezahlt, ist immer richtig? Ja, und die Erde ist eine Scheibe. Und alle Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Jahren besondere Vorzugspreise bei Strom,Gas,Wasser, weil sie immer so freundlich zu allem schweigen? Aprilsjeck! Doch nun zum Ernst der Sache. Ich bitte Sie, klar und in aller gebotenen Kürze öffentlich folgende Fragen zu beantworten, damit man auch ein Packenede an Ihre Laudatio auf die EWR Preispolitik bekommen kann. 1. Sind Sie etwa der "Weiße Riese"? 2. Gaspreis bis 15.4.2004 - 4,09 Cent/KwH brutto- falsch? 3. Gaspreis bis 31. 03. 09 - 7,34 Cent/KwH brutto- falsch? (im letztgenannten Zeitraum erfolgte das Testat)-falsch? 4. Gaspreis ab 01.04.09 - 6,21 Cent/KwH brutto - falsch? Differenz vom 15.4.04 - 31.03.09 - + 79,5% ! - falsch? Differenz ab 01.04.2009 - + 51,8% ! - falsch? 5. Rohölpreis US$/Barrel 2004 - 39,50 - falsch? 6. Rohölpreis Mitte Febr.09 - 38,80 Differenz - 1,2%! falsch? 7. Rohölpreis 31.03.09 - 48,70 Differenz +23,2% -falsch? 8. Verstehen Sie und der Witschaftsprüfer das unter zwingend notwendiger Bindung des Gaspreises an den Rohölpreis? Über einen Zeitraum von fünf Jahren? 9. Ist der Preisvorteil von 5,6% für Premio-Kunden mit langfristiger Bindung seitens EWR "in die Tonne gekloppt" worden oder nicht? Ist nicht das alleine "Vorspiegelung falscher Tatsachen und Unterdrückung wahrer Tatsachen" gem. § 263 StGB? 10. Da Sie offenbar das Testat im vollen Wortlaut kennen, ebenso die Lobesschreiben der Kunden an die EWR, wäre es doch ein Leichtes, diese hier im Waterboelles zur Verfügung zu stellen. Oder sollte man Ihnen vielleicht nicht öffentliche Dokumente zugespielt haben? 11. Kann es sein, dass Ihre "Kohlemarge" vielleicht auch deshalb so im Keller der EWR gelandet ist, weil sich die Geschäftsführung solch ergebnisverschlechternde Gehälter vom Aufsichtsrat hat absegnen lassen und der wiederum eine nette Aufstockung seiner Entschädigungen erfahren durfte? 12. Hat die EWR bisher mit einem einzigen konkreten Wort, außer dem sattsam bekannten Trallala, meine Vorwürfe entkräftet? Wenn man einmal von einem Fantasiekunden namens Georg M. - Spitzname "Weißer Riese" - absieht. Oder mir gar untersagen lassen, öffentlich Falschaussagen zu tätigen? Nee! Ich hoffe bei allen Punkten auf Ihre umfassende Aufklärung. Vielleicht nehmen dann die Beschuldigungen, Vorwürfe und Behauptungen nicht nur von mir, sondern inzwischen schon von vielen Kunden, zwar keine Ende - aber sie würden um einige sinnvolle Details angereichert.

Christoph Humpert am :

Sie machen hier den Vergleich zwischen Gas- und Rohölpreis. Ihnen ist aber schon bewusst, dass der Rohölpreis zwischenzeitlich auch mal bei ca. 140 US-Dollar je Barrel lag. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn der Durchschnittswert von einem Barrel Rohöl in den letzten fünf Jahren bei ca. 70-80 US-Dollar lag, und das wären dann ca. 75-100 % mehr als in 2004. Wenn Sie dafür Zeit haben, dann rechnen Sie es doch einfach alles mal genau aus, aber dann bitte mit allen wichtigen Variablen. Im Internet gibt es ja genug Statistiken zur Preisentwicklung. Ein kleines Beispiel: Nach Ihren Angaben lag der Gaspreis am 31.03.2009 79,5 Prozent über dem Wert von 2004. Der Geschäftsführer der EWR sagt, dass die EWR das Gas bereits in 2008 eingekauft hat. In 2008 lag der Rohölpreis durchschnittlich bei ca. 100 Dollar je Barrel und damit gem. Ihren Berechnungen 150% höher als in 2004. Wenn es danach geht, dann sind 79,5 Prozent Gaspreissteigerung doch sehr moderat. Ich hab leider im Moment nicht die Zeit dafür, alles richtig zu durchleuchten, aber ich denke mal, das ist auch Ihre Aufgabe. Öffentlich müssen Sie das aber auch nicht machen, weil es bei sowas nur Verlierer gibt. Übrigens ist mir das Testat nicht bekannt. Mehr werde ich aus Zeitgründen zu dem Thema nicht schreiben, und außerdem bin ich trotz meines Alters nicht völlig naiv.

Hans Gerd Göbert am :

Hallo Herr Humpert, natürlich weiß ich, dass der Rohölpreis im Juli 2008 für ganz wenige Tage über 140 US-Dollar lag, um danach wie eine Rakete auf unter 39 abzusacken. In dieses kräftig fallende Messer griff dann die EWR mit einer Preiserhöhung von 30,6%, bezugneh-mend auf die Ölpreisbindung. Um diese dann bei der Senkung zum 1.4., die eigentlich im Betrachtungszeitraum von 6 Monaten eine Erhöhung von 10,5% ist, schlichtweg zu ignorieren. Aber was soll ich Ihnen hier die Hausarbeiten machen? Ich habe hin und wieder, so wie Sie, auch noch etwas anderes zu tun. Schauen Sie doch einfach unter www.tecson.de - Rubrik Statistik nach. Oder fragen Sie doch einmal Ihren Vater. Der wird Ihnen sicher als EWR-Aufsichtsrat eine ellenlange Abhandlung über die Gas/Rohölpreisbindung aus dem Ärmel schütteln, so dass bei allen Kunden die Zweifel an der Vorgehensweise umgehend ausgeräumt werden. Wie Sie sehen, habe ich auch kein Problem damit, das Thema weiter öffentlich zu diskutieren, da ich durchaus auch verlieren kann. Aber nur dann, wenn mir jemand die konkreten Fragen, die ich ihm gestellt habe, wenigstens versucht zu beantworten. Ich habe doch nicht geschrieben, dass ich Sie für völlig naiv halte. Wie käme ich auch dazu? Nicht verkneifen kann ich mir jedoch, Ihnen einmal in aller Deutlichkeit zu sagen, dass Sie sich nicht nur in diesem, sondern auch in vielen anderen Fällen völlig ignorant verhalten. Indem Sie vorher die große Welle machen, allen möglichen, nicht genau recherchierten Senf erzählen, und wenn ihnen dann der Wind ins Gesicht bläst, nicht mehr auf die gestellten Fragen eingehen. Man könnte auch sagen, verbal die Mücke machen. Dafür gibt es inzwischen etliche Beispiele. Und nun beantworten Sie sich bitte selbst, wer dabei fast immer der Verlierer war. Ich habe offenbar vergeblich gehofft, dass Sie seit dem letzten Jahr etwas daraus gelernt hätten. Jetzt, wo Ihre schöne, heile Welt der Betriebs-und Volkswirtschaft in einem Scherbenhaufen unvorstellbaren Ausmasses geendet ist.

Stefan Holzhauer am :

Hm. Statt sich hier mit EWR-Claqeuren sinnlose Gefechte zu liefern (damit will ich die Gegenargumente nicht schmälern, aber dabei heraus kommt nichts), wäre es nicht eher sinnvoll, den geschädigten Energiekunden eine Anlaufstelle zu geben? Eine Einzelaktion (Klage) ist ja schon nicht schlecht, aber nur gemeinsam ist man stark und betroffen von der Wucherpolitik der EWR in Sachen Energie sind schließlich [b]alle[/b] Remscheider. Und da ich auch nicht nur schwatzen möchte, stelle ich, falls es zur Gründung einer Interessengemeinschaft kommen sollte, meine Fertigkeiten als Webdesigner und Webentwickler zur Verfügung, um eine entsprechende Webseite realisieren zu können.

Hans Gerd Göbert am :

Ich finde Ihren Vorschlag nicht schlecht, Herr Holzhauer, und mache sofort mit, wenn Sie eine Anlaufstelle gründen und gleichzeitig kostenlos eine Webseite gestalten. Es gibt eine Menge EWR-Kunden, die sich darüber beklagen, was man mit ihnen veranstaltet hat. Eine einzelne Klage wäre vielleicht auch nicht schlecht. Ich gespannt, wer damit den Vorreiter macht. Eine Sammelklage ergibt keinen Sinn, da jeder einzelne Verbrauchsfall anders ist. Ich habe allerdings keine Klage eingereicht, um diesen kleinen Irrtum aufzuklären. Ich habe bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal "nur" eine Strafanzeige gegen die EWR, vertreten durch Prof. Dr. Hoffmann, eingereicht. Ich warte übrigens noch auf eine Eingangsbestätigung des Schriftsatzes und der Beweisunterlagen. Die geneigte EWR-Kundschaft wird bestimmt in den nächsten Wochen erst richtig munter, wenn die horrenden Nachzahlungen geleistet werden müssen. Bisher haben viele evtl. noch gar nicht mitbekommen, welche Lawine da auf sie zurollt. Wichtig ist, das jetzt alle Kritiker am Ball bleiben und die Sache nicht einschlafen lassen. Wäre doch ein schönes Thema für die Kommunalwahl , oder?

Martin Heyder am :

Wir sind dabei, Herr Holzhauer, und wünschen uns, dass es morgen losgeht!

Stefan Holzhauer am :

Ich bin über Ostern stark anderweitig ausgelastet und melde mich danach. Ich habe übrigens, Herr Göbert, nur die Realisierung und Pflege einer Webseite angeboten, mich allein um die Gründung und Organisation einer solchen "Anlaufstelle" zu kümmern, dafür fehlt mir leider sowohl die Zeit als auch die rechtliche Expertise. Als Initialzündung wäre aber beispielweise ein Forum wohl ein guter Start. Vielleicht kennt ja jemand Fachleute, die man ins Boot holen könnte, und vielleicht wäre bei entsprechender Frequenz auch die Verbraucherberatung bereit zu agieren. Wobei meine Erfahrungen mit letzterer eher negativer Art sind: Hand aufhalten und dann keine Lösung vorschlagen.

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